Freitag S. Marz 1906 1 SV. Jahrgang Erstes Blatt V KT AK ■H SM llhr ö billir A Horst. l-serd Keschin, cd ,c 11. irf 10.- piK s. mehr), lgeschiq , ioroie schineu, ilü. *kei Englische ttriegsrüstuugen. London, 8. März. Ter Staatssekretär des Kriegsamts Haldane begründete im Unterhause heute in längerer Rede die Armeeforderungen und führte dabei aus: „Ich wünsche, wir wären erst so weit, daß die Völker gemeinsam dec Frage einer Einschränkung der Rüstungen näher treten. Nur durch ein gemeinsames Vorgehen können wir uns von der Last der Rüstungen befreien. Solange die Truppenstärke in Indien und in den anderen Kolonien auf ihrer jetzigen Höhe erhalten werden muß, können wir eine Verminderung der Ausland. Paris, 8. März. Im Laufe der gestrigen Kammersitzung erhielt der Minister des Innern ein Telegramm, welches ihm mitteilte, daß in dem Körper dc§ in Boeschepe bei der Inventaraufnahme erschossenen Arbeiters eine Re-- volvcrkugel von 6 mm Kaliber gefunden worden ist. Daraus gehe hervor, daß der Arbeiter von dem Sohne beS mit der Inventaraufnahme betrauten Registraturbeamten erschosten worden ist. . . Chamberr; (Frankreich), 8. März. General Mrrr-. bielli, Befehlshaber der 28. Division, wurde wegen lieber* tretung der Amtsgewalt, begangen an einem gemeinen Soldaten, zur Disposition gestellt. Budapest, 8. März. Die Liga für daS allgem. Wahlrecht veröffentlicht heute einen Aufruf, in welchem die Koalition heftig angegriffen wird, weil sie ohne Stärkung des Parlaments und Sicherung der Verfassung einen aussichtslosen, unfruchtbaren Kampf unternommen habe. „Ter Absolutismus bestand schon früher, wurde jedoch nur gegen das Volk, nicht gegen die herrschende Klaffe angewendet. Jetzt richtet sich der Absolutismus gegen jene magyarische herrschende Schicht, welche bisher alle Institutionen im eigenen Interesse ausgestaltete und Unterlasten hat, ein starke Bürgerschaft zu schaffen und den Parlamentarismus zu stärken." Mitteilung über eine Aenderung der Disposition, wonach die „Hamburg" für die Kaiserreise gechartert wurde, zugegangen. Also man weiß bisher offiziell, daß der Kaiser zu einer Meerfahrt die „Hamburgs benutzen wird; weiter nichts! Es muß doch wohl mit dem immer noch ausstehenden Ent- chluß de§ Kaisers eine besondere Bewandtnis haben, denn es entspricht den höfischen Geflogenheiten, das Programm auf Monate im voraus festzulegen. In diesem Zusammen- Hang ist der Hinweis auf eine Mitteilung der „Deutschen Revue" interessant, derzufolge Deutschland über die parteiische Haltung deS Vorsitzenden der* Ma- rokkokon ferenz, deS Herzogs von Almodovar, in Madrid sich beschwert und zu verstehen gegeben, habe, daß dies den Gegenbesuch des Kaisers in Spanien erschweren müsse. Vielleicht hat die spanische Regierung bei der .besseren Jnstruienmg" deS Herzogs den Erwartungen Deutschlands bisher nicht in vollem Umfange entsprochen, eine Auffassung, zu deren Gunsten das Gerücht vom nahen Abschluß eines spanisch - englischen Bündnisses spricht. Jedenfalls würde eine Mittelmeerfahrt deS Kaisers, in der ein Besuch Spaniens fehlt, zu den schädlichsten Ausstreuungen Anlaß geben. Die politische Bedeutung des Pyrenäenstaates an sich ist nicht gestiegen, aber die derzeitige internationale Konstellation macht ihn zu einem immerhin beachtenswerten Faktor. Eine bemerkenswerte Madrider Meldung der französischen offiziellen „Agence HavaS" besagt: Es verlautet, Ministerpräsident Moret habe den Herzog von A l m o b o v a r beauftragt, bic Konferenz von Algeciras n l cy t vor dem Schluß ihrer Arbeiten zu v e r l a s s e n. DaS sieht auch nicht sehr beutschfreundlrch auS. Zu beachten bleibt auch, baß Fürst Bülow diese Ostern auf seine sonst alljährige Jtalicnfahrt zu verzichten scheint. Ta8 Programm des italieuischcn Ministeriums. Das Ministerium Sonnino stellte sich am 8. d. M. der Kammer vor und fand eine warme, widerspruchslose Aufnahme. In Krieg und Marine wird das System der Dezentralisation der Verwaltung eingeführt. Die Offiziere aller Waffengattungen werden gleichgestellt, das LoS der Unteroffiziere gebessert durch Zulassung zu den Zivilämtern ohne Prüfung. Außerdem ist die Einführung der zweijährigen Dienstzeit geplant. Bemerkenswert sind Sonninos Erklärungen, daß in der aitSroä rfigen Politik die gleiche Richtung beibehalten werbe entsprechend der Ansicht dec Mehrheit des Landes: gegenüber dem Dreibund herzlichste Treue, mit England die traditionelle Intimität und aufrichtige Freundschaft mit Frankreich. Im internationalen Konzert soll die auf Eintracht und Frieden gerichtete Aktion fotgesetzt werden. In Algeciras führe Italien eine disinteressierte Aktion der Versöhnung durch, die ein Unterpfand sei für die Loyalität gegenüber den verbündeten Freunden, unö welche von allen sympathisch beurteilt werden müsse, welche die Aufrechterhaltung guter Beziehungen unter allen Staaten wünschen. Nutzland. Da die ausländ tsch en Banken eine Beteiligung an der geplanten Anleihe abgelehnt haben, ist die Regierung in ihrerFinanznot ratloS und sucht nach allerlei Hilfsmitteln. Jetzt verlautet, der Zar beabsichtige, seine Apanage-Güter und auch noch Güter anderer Mitglieder des Kaiserhauses den ausländischen Finanziers als Versatzobjekt für eine Anleihe anzubietcn. Das Projekt des Zaren würde in Finanzkreisen Westeuropas erwogen. .1- !e femt- abrn. 9g i unjeti T9/. id. flff • irp Deutsches Reich. Berlin, 8. März. Daß der Kaiser Verbindung mit der Arbeiterschaft sucht, zeigt daS Antwortschreiben, das dieser Tage dem Vorsitzenden deS Gesamt verbandes Evangelischer Arbeitervereine zuging: I. M. dec Kaiser und Storno, sowie die Kaiserin und Königin haben ©ich sehr gefreut, anläßlich der Feier Allerhöchstihrer Silbernen Hochzeit auch von dem Gesamtverbande der Evangeli" chen Arbeitervereine Deutschlands treue Glück- und Segenswünsche entqegenne()tnen zu können. Ihre Majestäten haben die von Aller- höchstihnen besonderSgeschätzte Adresse dem Hohenzollern- Museum zur Aufbewahrung überwiesen und mich zu beauftrage« cerufjt, dem Gesamtverbande Allerhöchstihreu wärmsten Dank für den erneuten Ausdruck treuer Ergebenheit auszusprechen. Der Geh. Kabinetlsrat, Wirkt. Geh. Rat ßucanuS/ _ Dem Prinzen Paribatra von Siam ist daS Großkreuz des Roten AdlerordenS verliehen »vordem — General der Infanterie v. Mischke, einst General- Adjutant deS Kaisers Friedrich, ist gestern Abend gestorben. — Heute ist im Hotel Kaiserhof die auS 50 Personen bestehende chinesische Studienkommission angelangt, welche den Vizekönig Tuang fang und den StaatSrninistev Tai hung Chu zu ihren Mitgliedern zählt. Die Gesellschaft kam von Amerika und wird von Berlin aus eine Rundreise durch Europa antreten. Sie wohnte der heutigen ReichL- tagSsitzung bei. Detmold, 8. März. Im Landtag erklärte Minister v. Gcvekot, die Regierung mißbillige die Behandlung dcs Redakteurs Stärke bei der über ihn in Sachen der Diesseits-Depesche verhängten Zeugniszwangshaft und habe der Staatsamvaltschaft entsprechende Weisungen erteilt. Baden-Baden, 8. März. Heute nachmittag fand unter zahlreicher Beteiligung die Beisetzung deS verstorbenen ehemaligen reichsländischen Staatssekretärs Max v. Puttkamer statt. München, 8. März. AuS Anlaß der demnächstigen Vollendung seines 85. Lebensjahres hat der Prinz reg ent allen Militärpersonen, gegen die bis zum 11. d. Mts. Strafen im Disziplinarwege verhängt oder durch Militärgerichte Freiheitsstrafen bis zu 6 Wochen ober Geldstrafen bis zu 100 Mk. rechtskräftig erkannt worden sind, diese Strafen erlassen. _____________ VezugSpret», monatlich 75Pf.,viertel- iährlicf) Alk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Alk. 2.— viertel- jahrl. auyfdil. Bestellg« Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormsttagS 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal ISPs«. auswärts 20 Pfg. Verantwortlich für den polit und allgem. Seil: P. Wittko; füt .Stadt und 2anb* und .Gerichtssaal': Ernst Heß; für den Anzeigenteil: HanS Beck. -« w iae lriich« l, seinfM 300 Stet. j.25W* fcttöhrc» dui'kelrote . 25 'M Endivie« er 8 M kfa>", dA habe» W 01560 wgritn«ß)» B’/i Schloßt srfn-ci»^ ehilje. ■ Nr. 58 erf»ete< tLgttch außer SonniagS. Dem Gießener Anzeiger werden hn Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siegener Samlliec blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'sehen Univers.-Buch-u.Stein- druckerei. R. Lange. Redaktion, Exvediüo« und Druckerei: tzchulstraße 7. Redaktion 113 Verlag u.Exocd.^Aol Adresse für Depeschen: Unzcigcr Gießen. Tie Wahlresornt itt Oesterreich. Wien, 8. März. (Llbaeordnetenhaus.) In der fortan setzten ersten Lesung der Wahlreformvvrlage erklärte Abg. Weißkirchner, die Christlich-Sozialen seien ent- chieden für das allgemeine, gleiche, direkte- und geheime Wahlrecht. Redner verlangt Emfilhr* ung der Wahlpflicht. Graf D z i e d u s z y ck i erklärt, die Wahlreform behandles die Nichtdeutschen als inferiore Staatsbürger. Redner klagt über die Benachteiligung der Polen bei der Wahlkreiseinteilung und verlangt Verbindung der Wcchlreform mit der Verfassungsänderung auf autonomistischer Grundlage. duSzycki weist auf bic Gefahren hin, die Oesterreich drol)ew würden, wenn künftig im Parlament die Sozialdemokratew und die radikalen Parteien die maßgebende Rolle spielen. Kaftan erklärt, das allgemeine gleiche Wahlrecht fei in einem Staate, in welchem Militär- und Bildungszwang bestehe, unerläßlich. Er befürwortet ebenfalls die Einführung der Wahlpflicht und hofft, daß die Wahlreform zu. einer Verständigung mit den Deutschen führen werde. Die Slaven mürben, wenn sie zu der ihnen zukommendew Majorität gelangten, den Deutschen gern die Hand zum Frieden bieten. (Beifall.) Marokko. Algeciras, 8. MäM. Die französische Abordnung bereitet einen Entwurf betreffend die Polizei vor. Dieser Entwurf besagt im wesentlichen: Um die Sicherheit in den acht dem .handel geöffneten Häfen berzustellen, wird eine Polizeitruppe geschaffen werden, die aus Marokkanern, unter 2e itun g von französischen und spanischen Instruktoren bestehen wird. Nach dem über die heutige Sitzung der Konferenz ausgegebenen amtlichen Kommunique fefrtc die Konferenz in offizieller Sitwng die Prüfung der zurückgestellten Punkte der Baukfra ge fort. Die Konferenz konstituierte sich sodann zu enter Komtteestbung und feiste die Prüfung der Polizeifrage fort. Der erste ß-euW Vertreter v. Radvwitz erklärte, daß seine Regierung keine Ein wend un gen erheben würde gegen eine Organisation b c r Polizei durch Frankreich und Spanien in den dem Handel geöffneten Häfen unter Garantien, die geeignet seien, die Freiheit des öan bet3 zu sichern. Ter erste Vertreter Oesterreichs legte seinerseits einen Polizei-Entwurf vor. Nach einem kurzen Meinungs'Ustauscke forderten dte Delegierten eine Frist, um die beiden Entwürfe zu studieren, und beschlossen, am .Samstag zufammenzutreten, um die Beratung des Artikels 23 deS Vankentwurfes und bic Prüfung der Grundlagen fortzusetzen, auf denen es werde möglich erscheinen können, einen endailtigen Polizei-Entwurf aufzustNlen. 'Es verlautet, daß in der heutigen Sitzung die Bankfrage bis auf die Festsetzung der Zahl der französischen Anteile geregelt wurde. Der vom österr. Grafen Welfersheimb vorgelegte Polizei- orgamsationsentwurf, der nicht ohne Fühlung mit den deutschen Delegierten gemacht sein dürfte, wahrt, abgesehen von der Beteiligung Spaniens und der- Ueberweisung eines Hafens an einen mit der Polizei-Generalinsp'ktion über die gesamte Organisation betrauten Offizier eines dritten Staates (Schweiz ober Niederlande, das von deutscher Seite vertretene Prinzip der Jnter- nationalität, wenn er auch den besonderen Interessen Frankreichs in weitgehendem Maße Rechnung trägt D>er erste Eindruck des Vorschlags scheint nicht ungünstig zu fein. Selbst unter den Anhängern des französisch-spanischen Gnt= Wurfs wird feine konziliante Tendenz anerkannt. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger w Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gehen Die üerüiae Kummer umfasst 12 Seilen. Alber die französtsche Ministerkrise brauchen wir in Deutschland uns nicht sonderlich aufzw- halten, da im Gegensätze zum Sturze Delcassös Rouvier durch eine rein innerpolitische Angelegenhert zu Fclll kam. Rur insofern muß uns der plötzliche Abgang dcs franzos. Ministerpräsidenten interessieren, da er es war, der nach der Delcafsäschen Deutschenbetze die Maro Ko-Frage m ruhigere Dahnen lenkte, llnd gerade jetzt, wo diese Frage von "internationaler Bedeutung unmittelbar vor der Entscheidung steht, käme eigentlich der Sturz Rouviers zu höchst ungelegener Zeit, wenn man nicht wüßte, daß die französische Politik auch nach der neuesten Ministerkrise die Rouvierschen Bahnen weiter verfolgen will. Dach die französische Politik ist nun einmal sehr wetterwendisch, sodaß trotz allen gegenteiligen Erwarungen Komplikationen entstehen könnten. Was würde dann aus der Konferenz in A l g c c ir aS ? Wir sind nicht so pessimistisch, daß wir sodann an einen vollständigen Bruch glauben, besonders im Hinblick darauf, daß bte Delegierten schon seit 48 Stunden wohl im Geheimen über die strittigen Hauptfragen, die Polizei- und Bankfrage einig sind! Rouviers Erbe wird wohl ein radikaler Minister antreten. In parlamentarischen Pariser Kreisen wird erzählt, der Senatspräsident Dubost habe dem Präsidenten Fallißres den Rat erteilt, er möge Leon Bourgeois ersuchen, die Bildung des neuen Kabinetts zu übernehmen. Fallieres empfing gestern nachmittag Rouvier und sprach mit ihm über die Konferenz in Algeciras und über die telegraphischen Instruktionen für Revoil. Später empfing Fälliges den Minister des Innern Dubief, der mitteilte, daß er angeordnet habe, daß in allen Gemeinden, in denen Konflikte zu befürchten seien, die Inventur ausgesetzt werden soll. Schließlich hatte der Präsident eine einstündige Unterredung mit Bourgois, der, als er das Elysee verließ, erklärte, die Unterredung habe rein konsultativen Charakter gehabt und es sei in keiner Hinsicht ein Beschluß gefaßt worden. Ferner empfing Falliöres den Kammerpräsidenten Doumer, den 'Deputierten Sarrien, den Vorsitzenden der radikalen Linken der Kammer, sowie Senator Valle, den ehemaligen Justizminister. B ourgeois erscheint bereit, das Ministerium dcs Aeußern zu übernehm 'n, widerstrebt aber der Uebernahme des Minister- Präsidiums, das vielleicht Sarrien zufällt. Man nennt weiterhin M illerand und Leygues sowie den radikalen Senator Poinears als ernste Kandidaten für die übrigen Portefeuilles. Vielfach ivird die Kombination Millerand, Leygues, Briand für die aussichtsreichste gehalten. Eine Millerand zur Verfügung stehende Kammermehrheit wird zwar wegen der unter den Radikab-Sozialisten und Sozialisten erfolgenden Spaltung keine große sein, aber er wird die Wahlen zweifellos leiten. In der ausivärt. Politik gift Millerand feit seiner Sommerreise durch Deutschland als deutsch-freundlich; in der Marokkofrage würde er Rouvier gewahren lassen. Millerand konferierte mit Leygues und Baud in, seinen ehemaligen Ministerkollegen, sowie mit dem Deputierten Massee. Millerand steht sich gut mit Etienne und Thomson. Es wäre demnach nicht ausgeschlossen, daß diese ihre Portefeuilles des Kriegs und der Marine behalten. Die Radikalen, denen Fallieres seine Wahl zum Präsidenten verdankt, verlangen Briand, den Schöpfer des Separations- Zesetzes, zum Minister des Innern. Ganz unwahrfcheinlich ist, daß ein „Gemäßigter" an das Ruder gelangt, dafür sorgt schon die Kammer, in der ja die Linke allein den Ausschlag gibt. Im übrigen steht man in Frankreich ja vor den Kammerwahlen, und da macht sich immer eine gewisse Ministerkrisen-Luft bemerkbar. Rouvier hätte man in absehbarer Zeit sowieso fallen lassen, womit man auch bereits gerechnet hatte. Soll doch schon Fallieres seit geraumer Zeit seine neue Ministerliste in der Tasche haben. Wer darauf steht, ist zwar noch nicht mit Sicherheit zu sagen, doch werden es wohl die Freunde und Mitarbeiter des Ministeriums C o m b e s sein. Combes selbst wird allerdings nicht mehr auf den Plan treten, sodaß also ein Ministerium Combes ohne Combes zu erwarten steht. Die äußere Politik wird also unverändert bleiben, die innere wird vielleicht jetzt noch eine Sch,ab- iienutg kirch en feindlich er werden . Di.e Majorität, die Rouvier stürzte, umfaßte die gesamte Rechte, die Hälfte der Progreffisten und Republikaner, die Mehrzahl der Sozialisten und eine Anzahl Radikal-Sozialisten. Algeciras, 8. März. In hiesigen diplomatischen Kteisen herrscht eine gewisse Befürchtung wegen der Niederlage des Kabinetts Rouvier. Es wird bedauert, daß man cs in Paris in dem gegenwärtigen, für die Kvnferenz so kritischen Zeitpunkte zu einer Krise kommen Heb. Allgemein herrsckt die Annahme vor, bau bas neue Kabinett inbezug auf bie Konferenz die gleiche Politik wie bas bisl>erige einl)alten wirb, doch befürchten die Franzosen, baß Dcuischlanb jetzt eine noch schroffere Haltung einnehmen wirb. (??) London, 8. März. Die Blätter brücken ihr lebhaftes Bebauern über ben Fall des Ministeriums Rouvier aus, sind aber überzeugt, baß ber Wechsel des Ministeriums keinerlei Einfluß auf die auswärtige Politik Frankreichs, namentlich auf die Entente corbiafe uno die Marokkokonserenz aus- ivirb. Komische Sagesscharr. Tie Kaiserreise. Aus Hamburg meldet heute D. B. Hd.: Tie „Hamburg" der Hamburg-Amcrika-Linie ist am 7. d. Mts. von Genua abgegangen, um für die Kaiferreise fertig gemacht zu werben. Der Hamburg-Amerika-Lmie ist bisher keinerlei NI v 2. rot Gerichtssaal Ui 6. Frankfnrter Uörse, 9. März, 1.15 Uhr. Reichsanleihe 3% Mi W; 4%*7o russ.Staatsanl. 1905 8. r° . 111.20 Börse, 9. März. Anfangskurse. M 236.00 127.00 Elektriz. La hm ey er . Elelrtriz. Schnckert . Esch weil er Bergwerk 140.75 130.40 251.00 4. 5. «1 tiü 212.30 239.00 24.20 128.10 145.10 1 2. 3. . 100.60 . 88.80 . 100.70 . 88 80 . 99.65 Berliner Handelsgcg Darmstädter Bank . , Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank . , Kreditaktien . . . . Baltimore- und Ohio- Eisenlahn . Gotthard bahn . . . . Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahn . . Prince-Henri-Eisenbahn . 173.50 . 147.50 . 243 60 . 181.30 . 189.40 . 164.40 . 211.60 Schl Aw 190 Tn 19i mt n e hr 100.60 101.20 95.50 n v . 24 30 . 144.40 . 133.5? C r L -.4 3^7. 3%7, do. Konsols do. Hessen . . Oberhessen HO da gl ßr w bc 4 96 Oesterr. Goldrente. . 4*/5 96 Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Rente . . . 3 96 Portugiesen Serie I . Bochum Guss . . . . Buderus E. W . . . Tendenz: fest. Berliner Canada E. B..... Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder Union C. . Dresdner Bank . . . Tendenz: fest. Beteiligung zu wünschen. Die Abendzüge, 8 Uhr nach Mücke, 11 Uhr nach Hungen, lassen auch für benachbarte Orte eine rege Teilnahme zu. un l. Harpener Bergwerk Laurahütte . . Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . Türkenlose . unb mehrstimmige Gesänge der beiden ältesten Schülerjahrgänge verschönten die Gründungsfeier. * Kleine Mitteilungen n n 5 >> esse n und den yt o en b a v ft a n f e tt. Durch ausströmendes KohlengaS wurde in Oiscnthal säst eine qanze untere Volkssch ul klasse von 68 Schülern betäubt. T ...... ' " - 4% Conv. Türken von 1903 Türkenlose...... 4% Griech. Monopol-Anl.. 4 96 äussere Argentinier . 3% Mexikaner . . . . 4%7O Chinesen . . . . Aktien: 68.35 69.90 91.85 94.45 93 40 145.20 53.80 92.00 68.35 96.70 ’i die L Wu mit öffn: -O. w '' . 175.00 . 147.40 . 243.90 . 82.50 . 164.20 Aus Sta-t uno Land. Gieren, den 9. März. - In der gestrigen nichtöffentlichen Sitzung der Stadtverordneten-Versammlung wurde bc- schlossen, die Hausanschlüsse für die Kanalisation in eigener Regie auZzuführen. *• Bei unserem Theaterbau hat sich ein so weitgehendes Interesse der Bürgerschaft namentlich durch Zeichnungen an freiwilligen Beiträgen für den Neubau kund- .gegeben, daß der Gedanke aufgetaucht ist, dieses Interesse auch fernerhin für unser Theater nutzbar zu machen. Es wird beabsichtigt, eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung für den Bau und Betrieb unseres Stadttheatcrs zu bilden, wobei es noch freigestellt bleibt, ob das Theater in eigener Regie betrieben oder verpachtet wird. Als Gesellschafts-Kapital wird der Betrag von 450 000 Mk. festgesetzt — 391 000 Mk. Schenkungen und 59 000 Mk. für den Bauplatz — und Gesellschafter sollen alle Zeichner von Betragen über 1000 Mk. werden und außerdem die Stadt, die mit den 59 000 Mk. für den Bauplatz und für die Beträge unter 1000 Mk. beteiligt sein soll. Als Dauer des Gesetl- schaftsverhältniffeS werden 30 Jahre vorgesehen, nach welcher Zeit das Theater in freies Eigentum der Stadt übergeht. Die Stadtverordneten haben sich mit dieser Regelung bereits unverstanden erklärt. ** Einen Volks un ter Haltungsabend veranstaltet der Gießener Ausschuß für Volksoorlesungen und verwandte Bestrebungen am Sonntag abend im Neuen Sa al bau. .Für den Abend ist ein äußerst reichhaltiges und anziehendes Programm aufgestellt und als Mitwirkende sind eine Reihe namhafter Künstler von hier und auswärts gewonnen worden, die das schöne Unternehmen in selbstlosester Weise unterstützen wollen. Es darf wohl um so mehr auf einen zahlreichen Besuch gehofft werden, als das niedrige Eintrittsgeld kaum nusreichen wird, die Saalkosten zu decken. " In der hessischen Vereinigung für Volkskunde erörterte am Mittwoch Abend Pfarrer Koch von Berstadt die Trage: „Warum man auf dem Lande Mrchtrche Nachrichten. Evangelische Genleinde. Sonntag, den 11. März, Reminiscere: Gottesdienst. Armee nicht eintretcn lassen. Noch vor kurzer Zeit waren wir von Rußland an der nordwestlichen Grenze bedroht. Sind wir es heute noch? (Zwischenruf: Nein!) Wenn sich die Verhältnisse auch geändert haben, so ist cs doch notwendig, das zu erhalten, was wir in Indien Großes geschaffen haben, und das uns daheim so große Kosten verursacht hat.* Er halte alles, was auf die allgemeine Wehrpflicht hinauslicfe, für überflüssig. Sollte c§ jemals zum Kriege kommen, so würde auch das Volk immer hinter der Regierung stehen. Das Volk in Waffen in dieser Art würde ein Volk fein, das nicht um dcS Krieges willen, sondern um Erhaltung des Friedens die Waffen trage, und in dieser Beziehung könne man von den Schweizern -lernen. Bezüglich der Ausgaben erklärte er, die Negierung ginge von dem Grundsätze aus, daß die Flotte imstande sein muffe, Großbritannien vor einer Invasion zu schützen. Eine starke Flotte sei zwar teuer, aber sic ermögliche auch, unnütze militärische Ausgaben zu vermeiden. Einige Teile der Heercsorganisation, die mit diesem Grundsatz nicht im Einklang stünden, sollten in Fortfall kommen. DaS Kriegsamt wolle demgemäß von den alten Küsten- und Landcs- verteidigungsmoßnahmcn abgehen und auch mit der alten Ueberlieserung brechen, Verteidig ungSpläne wie z. B. für Birmingham gegen die deutsche Armee cmfzn- stellen. (Gelächter.) — Haldane sagte zum Schluß: Möglich sei es ja, daß die Kolonien eine leistungsfähige Armee auf- stellen und somit das Reich militärisch stark genug gemacht würde, um den Frieden für Generationen sicher zu stellen. Jedenfalls habe da? gegenwärtige Parlament reichlich Gelegenheit, sich in dieser Richtung zu betätigen. -o-. Selters, 8. März. Der Kutscher des Molkerei- besttzerS Fischer hier, der gestern von diesem zur Zahlung an Kunden in Wallernhausen einen Betrag von über 500 Mk. cr()nften hatte, ließ das Fuhrwerk Fischers auf der Chaussee SeltcrL-Ranstadt stehen und ging mit dem Geld flüchtig. Bis jetzt hat man keine Spur von ihm. -s- Stornfcls, 8. März. In dem Saale des Joh. Schneider fand gestern abend eine Versammlung des Evangelischen Bundes statt. Pfarrer Fritsch-Ruppertsburg sprach über die Notwendigkeit und die Bedeutung des Bundes. Infolge der packenden Ausführungen des Redners fanden sofort 15 Beitrittserklärungen statt, ein recht schöner Anfang für einen Zweigverein in unserer kleinen Gemeinde. Ein- reli g iös ist". Er kam in seinen interessanten Ausführungen zu dem Schluffe, daß auf dem Lande noch viel religiöses Gefühl vorhanden sei. Es äußere sich zwar nicht immer durch eifrige Beteiligung an den kirchlichen Handlungen, denn den Verkehr mit Gott überlasse der Bauer dein Pfarrer, wohl aber in dem Glauben an die überirdischen Mächte, an eine Vergeltung unsittlicher und ungerechter Handlungen. Das religiöse Gefühl des Bauern zeige sich auch in seiner Hingabe für seine Kinder und sein Vieh, an der Freude an dem Gedeihen seiner Ackererzeugnisse und vielem anderen. Wie viel von dem alten Aberglauben noch in da? religiöse Fühlen unseres Landvolkes hineinspielt, ist schwer festzustellen, denn der Bauer geht auf Gespräche in dieser Beziehung nur schwer km. Im allgemeinen ist bei den Frauen noch mehr religiöses Gefühl vorhanden als bei den Männern, aber auch bei diesen erweist eS sich als eine starke lebendige Kraft, die vielleicht manchmal äußerlich zurückgedrängt werden, aber niemals ganz verloren gehen kann. Der Vortrag, der durch mancherlei. Beispiele aus dem Leben belegt wurde, fand lebhaften Beifall und in der sich anschließenden Diskussion fanden die Ausführungen des Redners noch nach mehreren Richtungen hin Ergänzung. "Aron Heichelheim — Mitteldeutsche Kreditbank. Im Anschluß an die kürzlich gebrachte Notiz, lieber« nähme des hiesigen Bankhauses Aron Heichelheim durch die Mitteldeutsche Kreditbank in Frankfurt a. M. erfahren wir, daß der Geschäftsverkehr in keiner Weise' durch den Uebergang eine Veränderung erfährt und das Geschäft nach den Prinzipien deS alten Hauses in den seitherigen Geschäftslokalitäten weitergeführt wird. /^Butzbach, 8. März. Heute nachmittag zwischen 1 nnb 2 Uhr wurde auf dem Wege zwischen Niederweisel und der Haltestelle Ostheim die Wittme des vor kurzem verstorbenen Gastwirts Fett aus Ostheim von einem Strolche rücklings überfallen und zu berauben versucht. Auf das Hilsegeschrei der Frau rannte der Wegelagerer in der Richtung nach Butzbach guerfeldein davon. Die sofort benachrichtigte hiesige Gendarmerie recherchierte in der Umgebung, jedoch bis jetzt ohne Erfolg. Der Betreffende wird als em mittelgroßer, etwa 25jähriger Mensch geschildert. Er trägt einen grauen, verhältnismäßig guten Anzug. D Bad-Nauheim, 9. März. Dieser Tage hielt der Kreisziegenzuchtverein unter Leitung des Direktors Dr. von Peter eine Versammlung ab. Gegenstand der Vcr- tzandluug war das Projekt eine Ziegenweide für die ütf 41^" „ Japan. Staatsanleihe Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers« mitgeteilt von der Bank für Hande] und Industrie, Giessen. % Ä Hi sl Marburg, 8. März. Der heute hier abgehaltene Pro- v in z',a l-^aa tmarkt war außerordentlich stark beschickt und gut betucht. Biele Landwirte deckten ihre Bedürfnisse an Saatgut, Futtermitteln und kumtlichen Düngemitteln. — Auch auf dem. ebemalls beute abgehaltenen Schweinemarkt betrug die Snfu&c Airfn 700 Ferkel und Läufer. Trotz der hohen Preise entwickelte sich reger Sandel. Es kosteten 4—6 Wochen alte Ferkel 50—60 TZatr 3—4 Monate alte Läufer 90—110 Mk. und 5—6 Monat« alte Lchweme 160—180 Mk. pro Paar, je nach Qualität In der Stadtkirchc. Vormittags 9V? Uhr: Professor D. Drews. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. , Pfarrer Kraus. Abends 6 Uhr: Pfarrer Schwabe. btloS auf ben'Srinte C wÄ Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder G-meind- Erb»ch°°n'"° dmm folgte bei den meisten ein starkes Abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Matthäusgemeinde. Portugiesen „ III V Zv Zu^enzüchter des Kreises zu schaffen. Das Projekt, das von l Unternehmung auch im'vergangenen Jahr genommen hat. Dnf Korporationen und Behörden, vor allem von der Stadt Bad- Reingewinn zeigt eine Steigerung um 510 000 ML: der Gewinn- Nauheim Unterstützung genießen wird, wurde freudig begrüßt Vortrag ist um 116 000 Mk. erhöht. In der Jahrradbran^t und gutgeheißen. In den Vorstand wurden aemäblt nta P*11 - Nachfrage im vergangenen Jahr durch mehrere Monate" Ehrenvorsitzender KreiSrat Feg, als geschästssührender Dor» L-EMchÄ sitzender Direktor Dr. von Peter, als Vorstandsmitglieder ! ncue Fabrikgebäude für die Produktion an Schreibmaschinen und Kreistierarzt Zinßer, Haub, Lantagsabg. Ullmann, Herold bctt Automobilbau notwendig. und Lotz. I Ä a H = s b i f a t e. Die kürzlich stattgehabten Verhand- — Qnn q mix c- i c < , n .. . lungen dieses 'Lhndikats wurden durch eine Aufsichtsratssitzunq' m r ^eutc V "^Eer Leitung des emgeleitet, in der die auf der Tagesordnung stehenden J-ragen evch. Qverschulrates Nodnagel am hiesigen Gymnasium erörtert wurdeir. TaS Ergebnis dieser Vorbesprechungen war bco die Maturitätsprüfung statt, der sich 14 Abiturienten Beschluß, den aus der Tagesordnung stel^nden Antrag auf Er- unterzogen, die alle das Eramen bestanden Von der münd- ?CI 7« tn^cn &11 lassen. In der sich hieran fichen Mrr.r.mA s;» v cm r r r I anschlie^ßenden .Geielstchattsversammlung wurde der von der liehen Prüfung roor bte Hälfte befreit und die Mehrzahl ge° ^teuerkomnunwn des Reichstags vorgeschlagene Exportzoll auf denkt j,ch dem Studium der Medizin zu widmen. — Wie Kvli erörtert und mitgeteilt, daß das Kaliwndikat bereits mehr- an anderen Orten beabsichtigt auch hier nächsten Sonntag !nit ^.r Akustischen Regierung wegen deren Stellungnahme Mittag 5 Uhr im Solmser Has i n m n ft n n Spp einem Ausfuhrzoll ans ftttli in Verbindung getreten sei. Die i r p r 1 - Ä m b pro- Angelegenheit mit der Aufnahme von Sollstedt hat fürs erste jekttexten ^gufstc tnturmcS Herr I. Neumann aus noch keine endgiltige Erledigung gefunden Alsfeld ein Konzert der Lautcrbach-Alsfelder Zithervereine . Märkte. und des Lauterbacher Streichquartetts zu geben. Noch immer Im m n n F t u r t u. T? 9. März. Drig.-Tekegr. des ^Gieß. khlen 0N der Bousi.mme des Turmes 2 000 Mk. ®cn< oo"U«fe nnb M.nnwf. M Schweins I. QuÄ 82-oÄ Vorhaben der Alsfeld-Lauterbacher Herren i|t daher eine rege Lebendgewicht 64.00-00.00 Pf., 2. Qual. 80-81 Pi Lebendaewickt 9Wo.r.m.«„ ... —" 11 c v ----- 1 62.50-03 Pfg., 3. Qual. 73-75 Pfg. Kälber 1. Qual. 00-00 Pf., Lebendgewicht 00-00 Pfg., 2. Qual. 00—00 Pfg., Lebendgewicht 00-00 Pfg., Schlachtgewicht 00-00 Pfg. Schafe 1. Qualität Lchlachlaewicbt 00-00 Pfg., 2. Qualität 00-00 Pfg. Geschäft t nuttelmäßig, Ueberstand unbedeutend. Gelsenkirchen Bergwerk . 221.70 Hamburg - Amerik. Paketf. 166.20 Harpener Bergwerk. . . 212 00 Laurahütte...... 289.00 Nordd. Lloyd.....128.20 Obdachlos. Eisen-Industrie 127.00 th. Gießen, 9. März. Die gestern vor dem Schwur- g c r ich t verhandelte Anklage gegen s ü n f j u n g e B u r s ch e n aus G roße n-LlU den wegen Sittlichkeitsverbrechens ^.urde unter Ausschluß der Oeffentlicl>h:it geführt. Trohdcm man b:s spät am Abend verhandelt hatte, kam die Sache nicht zu Ende und wurde auf Samstag vormittag vertagt. le. Frankfurt a. M., 8. März. O b e r k r i e q s g c r i ch t. Am 16. Oktober versuchte der Hauptmann z. D. und Sie- z ir k s o s f i z i e r am Bezirkskommando Höchst a. M. @mil | v. Guionneau, jetzt Hauptmann der Landwehr 2. ?Iusgebots, an der Königsteinerstraße in Höchst a. M. noch über das Geteis zu kommen, als die Schranke bereits geschlossen war. Er geriet mit dein Hilfsbahnwärter Walter in einen Disput, in dessen Verlaufe er ihn nut Worten schwer beleidigte. Als Walter, der den Hauptmann nicht persönlich kannte und auch als Offizier nicht erkennen konnte, weil er in Eivil war, jetzt den Namen wissen wollte, weigerte sich der Hauptmann, ihn zu nennen. Nun erklärte ihm Walter, er miijic mit auf das Stationsbureau. Ta will ich so wie so hin, meinte der Offizier. Im Stationsgebäude aber nwllte er zunächst nit das Bittetschalter. Das griff ihn Walter heftig am Arm und sagte: „Hier geht'S her!" Tann steuerte der Hauptmann aui die Sperre los. Jetzt zog ihn der Bahnwärter noch heftiger am Arm. Als Antwort schlug ihm der Hauptmann mit der Faust auf die Nase, daß sie blutete. Walter packte daraus seinen 6>egner an der Kehle. Tas Kriegsgericht hatte den Hauptmann wegen Uebertretung zu 3, wegen öffentlicher Beleidigung z>i 20 und wegeit Widerstands zii 50 Mk. Geldstrafe verurteilt. Dagegen hatte sowohl der Angeklagte wie der Gerichtsherr Berufung eingelegt. Tas Oberkrieasgericht erkannte wegen Uebertretmig und Beleidigung aus 23 Mk. to c ( b - lt r a f e und sprach den Angeklagten von der 9lnklage des Widerstandes frei, weil der Beamte im Stationsgebäude nicht in rechtmäßiger Ausübung seines Amtes gehandelt habe. Tort hätten ihm andere Mittel zu Gebote gestanden, um den Hauptmann in das Bureau Zu bringen. Tas feste Zugreifen sei unnötig gewesen. Beantragt lonren 31', Monate Gefängnis. Auf der Bahnstrecke Breslau — Sommerfeld finden diese ganze Woche hindurch Versuchsfahrten statt mit einer neuen Heißdampf-Schnellzugslokomotive, wobei bte Dam pfübcrbi tzmrg mittels eines Rauchrohren Überhitzers erfolgt, die Zbessel bedeutend umfangreicher, die Treibräder auf Millimeter, der Lhlinderdnrchmesser auf 550 Millimeter VernTöpcrt sind. Mil 36 Achsen wurde bisher mit Leichtigkeit 110 Mivometer Stmidengeschwindigkeit erreicht, zeitweise sogar 116. Handel und Verkehr, Volkswirtschaft. A d le r Fahr ra d w e x f c vor m. §) einri ch Kl eher in Framkf u r t a. M. Tie Dividende ist von 16 aus 2 0 P rv z. erhöht worden, und auS den einzelnen Gewinnziffern des Jahres- abichlusses geht hervvr, welch bedeutenden Lluffchwung die rührige Original-Drahtmel-nngen. B e r l i n, 9. März. Zu dem räuberischen U e b e r s a l l am von Viammerherrn von Z i tz c w i tz wird berichtet, daß das Besmden dauernd gut ist. Wichtig ist die Feststellung, daß die Patronen, die man bei der Flucht des Raubmörders Hennig in seinem Koffer fand, in den unweit der Stelle, wo der Attentäter aus dem Zuge sprang, geslmdenen Revolver passen. -u»ch glaubt Herr von Zitzewitz in einer ihm von der Kriminal- volizei vorgezeigten Photographie, die Hennig ohne Barl zeigt, seinen cliigrener ivieder zu erkennen. Dronthcim, 9. März. Vom Kaiser Wilhelm erhalt Frau Konsul Jenßen folgendes Telearamm - „Ich danke Ihnen, Ihrem Manne und Ihren Kindern aufs Vermischtes. M ünchcn, 8. März. Heute nachmittag fuhr in der Vormittags 11 Uhr : Kindergottesdienst für die Johannes- Nähe der Residenz ein Radfahrer so heftig gegen den ^Emde Pfarrassistent Knott, an 0 Prtnzreg ten, dast cmc Sch c i'b c des Montag, den 12. März, abends^8 Uhr: Bibelstunde im sagens zersprang. Der P r i n z r c g c n t blieb und Konsirmandensaal der Johanneskirche. Text: Jak. 4. verletzt und ging zu Fuß nach der Residenz zurück. Der ~ Psarrassistent Knott. Radfahrer hat anscheinend schwere Verlctzunacit -- abend 7'/, Uhr: Vereinigung der konsirmierten bnomigetrogen. W ” 6 3 Sonftnnanbenlaa.e be, Kl ei ne T ageSchron i k. In Bonn ist Tr. Lor-I ---------- n um s Uhr .Md nbe.,b5 Jm 8 Uhr Arbeiter scim^ Leiche. - Ein Freiburger Student, der vorige P 0 ’ ^Sonntan 11 miör- i onn ~ Wi WS ä.s SSMSto ■ W. —L enter schwer, mehrere leicht verletzt wurden. Der .Haupträdels ” 9' Ubr - Lock^amt mit'^E't »t rjffiÄ ’•*«•••.....M ÄS. $S.SÄ*ÄÄE'LL s.5 “““ -- -« ’ gM ‘ machten! lensattonelle Enthüllungen über daS Verhalten der! Hefte Polizei in wlchen Angelegenheiten. Die Polizei läßt sich .nettgtonsgemernve. von, Zuhältern sowie von leichtlebigen „Damen" bestechen' Enthüllungen haben einen Sturm der Entrüstung hertwr- trabend 6 00 Uhr b 10‘ " 5 1906e —---------- 1 Morgens 9.00 Uhr.' Nachmittags 3.30 Uhr. Schristerkläruug. Sabbathausgaiig 7.10 Uhr. Für jeden ZwecK Für jeden Preis Telephon Telephoo 537 Mäusburg 12 Mäusburg 12 N. Reiss mnlichar nbe im legenheit WdaG • Handel in der- imunion, shanne^ otl ott irmierten saale bei Markus- lemembe meinde. »9. SA Ra(ber S- Gewicht 700 U, Wewjch: Qualität j ePro, E imb saatqut, wf dem Zufuhr tackelte Monate , 140.75 130.40 251.00 . 221.70 1166.20 21200 ' 289.00 128.20 e 127.00 173.50 ' 147.50 9436O ' 181.30 , 189.40 164.40 . 211.6» . 11120 ' 2430 144.40 .133.-)- vt. %. 6*8 entieohi y fi «en uui, L'L gs 15 mehr- ionabme .'et- Die lr5 £rfte ber>0 ! daß ft ördcls Mw er paße' ' Kttnti«01 l»mw„ erti rf Bekairnrmucyung m Bewerber, welche den in der Bekanntmachung vom 25. April 1903, die Ausführung des Gesetzes über die Besoldungen der Gendarmen und die Polizeikosten betr., enthaltenen Be- IV Los VII Los VIII xn (30—39 cm m. m. an m. cm m. cm m. em 6. B •/. Becker. Dchm.): m. cm cm m. m. cm 7. m. m. m. 1527 3 B’/. (40-49 (50-59 (40—49 (52—59 I II Dchm.): Dchm.): Dchm.): 4. 5. 234 290 61 50 432 20 74 52 30 365 356 rm v H n u n u LoS n Dchm.) Dchm.): Buchen-Knüppel Eichen-Knüppel Nadel-Knüppel Buchen-Reifer Eichen-Reifer Buchen-Stock 76 Stück — 42,35 fm. Fichtenstammholz IV. Klaffe (25—29 29 Stück — 25,30 fm. Fichtenstammbolz HI. Klaffe (30—39 13 Stück — 20,32 fm. Bei der hiesigen Schutzmannschaft ist die Stelle eines Schutzmanns vakant und soll demnächst neu besetzt werden. stnnmungen entsprechen, werden ersucht, sich bis zum 15. April 1906 unter Vorlage der erforderlichen Nachweise bei uns zu A. Anditoriengebäude. Glaserarbcite«, ca. 180 qm Pitch prnv-Fenster, Tiincherarbeiten, ca. 2060 qm Wand- unb Deckenputz, Beton- und Terrazzoarbeite«, ca. 530 qw Auffüllbcton mit Zementstrich, 130 qm Terrazzo. 101 Stück = 63,30 fm. LoS: Eichenstammholz HI. Klaffe 35 Stück — 34,21 fm; Eichenstammholz II. 5llaffe 9 Stück = 10,42 fm. Los: Buchenstammbolz III. Klaffe 126 Stück — 119,85 fm. Los: Buchenstammholz II. Klaffe 160 lfd. m Rohre in verschiedenen Dimensionen rc.^ Entwässerungsanlage in dem Gebäude, 155 lfd. m gußeiserne Muffenrohre :c., Entwässerungsaulage außerhalb des Ge» bäudes, 105 lfd. m Steinzeugrohre, 175 cbm Erdaushub rc. B. Nebenanlagen. Gärtnerarbeiten, ca. 2970 qm umzuroden und mit Grassameu) einzusaen, Pflaster- und Chaussierungsarbeiten, ca. 380 qm Pflaster, 920 qm Chaussierung, Erd- und Maurerarbeiten für die Einfriedigung, ca. 250 cbm Bruchsteinmauerwerk rc., Steiuhaucrarbeiten, (Lungstein oder Basalt- lava), 27 cbm, Zimmerarbeiten, 215 lfd. m Einfriedigung aus Kiefernholz, 3 Tore, 4 Türen, Schlosscrarbeiteu, Beschlag von 7 äußeren Toren und Türen, Lieferung von 70 Stück l-j-Eisen 20., Anstreicherarbeiten, Oelsarbenanstrrch von 215 lfd. m Holzgeländer. Vergebung von Beinarbeiten. Zur Erbauung der veterinär-medizinischen Institute in Gießen werden die folgenden Arbeiten und Lieferungen unter Zugrundelegung des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 hiermit öffentlich ausgeschrieben: rmzureichen. Auschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 6. März 1906. Städtisches Tiefbaus«!. Braubach. Holzverfteigerung. Dienstag, den 13. Marz, vormittags 10 Uhr anfangend, werden im Licher Stadtmald in den Distrikten Eichwald, Notherbusch und Kleinhäuserberg versteigert: Scheiter: Buchen 44 rm. Eichen 23 rm. Knüppel: Buchen 109 rm. Eichen 150 rm. Stöcke: Buchen 7 rm. Eichen 130 rm. Nadel 4 rm. Wellen: Buchen 34OO Stck. Eichen 4665 Stück. Nadel 80 Stück. B®/, Zusammenkunft in der Schweinstallschncise am Feld. Zi ch, den. 8. März 1906. Großherzogliche Bürgermeisterei. Dörmer, Beigeordneter. vormittags 11 Uhr gefälligst bei uns einzureichen. Homberg, den 5. März 1906. Großherzogliche Oberförsterei Homberg. Bär. Submission aus Eichen-, Buchen- und Fichtenstammholz. Folgendes Holz soll aus dem Submissionswege vergeben Tage vorbehalten. Gießen, am 7. März 1906. Der Großh. Ober-Staatsanwalt bei dem Landgericht der Provinz Oberhessen. Theobald.D9/- Dchm.): Dchm.): Dchm.): Dchm.): Dchm.): 28,5 rm Reiser. Krofdorf, den 8. Mär^ 1906. Das Bürgermeisteramt. ersch üttert werde. Solche Hoffnungen müsse man rechtzeitig zerstreuen. Mit oder ohne Rouvier werde die französische Marokko-Politit absolut bie gleiche bleiben. Paris, 9. Marz. Ter Korrespondent des „Journal des Debüts" sagt, Rad 0 witz erklärte, im Prinzip die französisch- spanische Polizei mit internationalen GarrmNen an- nehmen zu wollen. Paris, 9. März. Bourgeois präsidierte einer Versammlung, in der als Hauptredner Mill erand über Arbeiter-Versorgung sprach. Vor dieser Versarnmlung erklärte Bourgeois, er werde keinesfalls jetzt E 0 nfeilchef werden ; ob Reform- minister, das hänge von besonderen Unrständen ab. Diese Aeußer-ung wird dahin gedeutet, daß Bourgeois geneigt sei, in einem Ministerium der republikanischen Konzentration ein Portefeuille zu übernehmen und späterhin in ruhiger Zeit Conseilchef zu werden. Nom, 8. März. Oberstallmeister Marquis und Marquise E 0 rsini erlitten einen Automobil Unfall. Der Chauffeur als er einem Wagen ausweichen wollte, führte mit dem Automobil eine scharte Wendung aus, wobei es in den Straßengraben stürzte Die Marainic war sofort tot. Die Verletzungen des Marquis sind nicht oiucr, auch der Chauffeur ist nur leicht verletzt. B c .9. März. Großes Aufsehen erregt in medizinischen Kreisen die Mitteilung betreffend Heilung des Krebses, die Dr. Odier in Genf der Mademie der Wissenschaften in Paris machte. Das Heilmittel ist kein Serum, sondern ein organisches Gärungsmittel, das die schädlichen Stoffe auflöst. Genf, 8. März. In Sachen der Genfer Bombenaffäre vom 5. Dezember 1905 wurde heute das Urteil gesprochen. Der sollen Kaffee und Tee meiden. Sie sollen auch nicht reinen Kakao trinken, sondern nur den wirklich nährenden PerdyBamin-Kakao Büchse 2.50 Mit. in den Apotheken» Forstwartei Homberg und Schadenbach: 8. Los: In Längen von 2,7 m und dein vielfachen hiervon ab- gelänqte Büchenstämme, 13 Stück III. Kl. — 9,25 fm, 42 Stuck IV. Kl. — 21,82 fm, 4 Stück V. Kl. — 1,26 fm. Sämtliches Holz wird so verkauft, wie es aufgearbeitet ist. Es ist ohne Rinde gemessen und das Nadelholz geschält. Nähere Auskunft durch die unterzeichnete Stelle Es wird gebeten, etwaige die Anerkennung der bei der Domanialverwaltung üblichen Submissionsbedingungen enthaltenden Offerten in verschlossenem und mit entsprechender Aufschrift versehenen Umschlag bis zum Er- Sffnungstermiu Donnerstag, den 22. l. M. Forstwartei Gontershausen Los: Fichtenstammholz V. Klaffe (unter 25 cm 39 Stück = 15,49 fm. Fichtenstammholz IV. Klaffe (25—29 cm 7 Stück — 8,53 fm. Fichtenstammholz 21. Klaffe (30—39 cm 1 Stück — 1,70 fm. Angebotsunterlagen können auf unserem Zwergbureau, Frankfurter Straße 85, eingesehcn, Angebotsformularien (keine Zeichnungen) dorther gegen Selbstkostenpreis bezogen werden. Offerten, mit entsprechender Aufschrift, sind auf genanntem Zweigbureau bis Samstag, den 24. März, vormittags 11 Uhr, dem Eröffnungstermin, einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 9. März 1906. Großh. Baubehörde für die Universitäts-Neubauten. Nutz- uuö Breullholz-Nersteigerullg. Donnerstag, den 15. März 1906, nachmittags 3 Uhr, kommen bei Wirt Ludw. Peusch zu Kinzenbach aus dem Gemeindewald Kinzenbach, Distrikt Drei blaue Enten 5, Dreispitz 7 und Totalität zum Verkauf: Eichen: 5 Stämme III. Kl. = 2,54 fm, 3 rm Scheit und Knüppel, 12 rm Neiser. Fichten: 25 Stämme HI. Kl. = 10,16 fm, 103 Stämme IV. Kl. -----18,51 fm, 156 Stan- qen I. Kl. — 14,04 fm, 220 Stangen II. Kl. — 13,20 fm, 43 Stangen HL Kl. ---- 1,29 fm, 5,5 rm Knüppel, 135 rm Reiser, 1 rm Stockholz. Kiefern: 33 Stämme HI. Kl. = 4,79 fm, 4 rm Knüppel, 41 rm Reiser. Gemischt: 1. 2. 3. 6 Stück 8,96 fm. Forstwartei Homberg und Büstseld: Los: Fichtenstarnnrholz V. Klasse: a) (unter 20 cm m. Dchm.): 146 Stück = 36,44 fm; b) (20—24 " Holzversteigerung. Montag den 12., und Dienstag den 13. 9Räts, von vormittags 9 Uhr an kommt im Beuerner Wald rm Distrikt Langebruch und Kleetrisch nachverzerchnetes Hotz zur Versteigerung: Buchen-Scheit „ Nadel-Stock 1 Stück Eichen-Stammholz mit 7,11 fm Wagnerholz . ö Nadel-Derbstangen „ 27,53 , i „ „ Reisstangen „ 4,58 „ Bemerkt wird, daß das Stamm- und Stangenholz am zweiten Tage zur Versteigerung kommt. Beuern, den 8. März 1906 Großh. Bürgermeisterei Beuern. Otto. _________ BieneuMtmerck Meßeu null ilmgegeah. Versammlung Sonntag, den 11. März, nachmittags 3 Uhr, im Heinen Saal des „Kartshof", Bahnhofstraße 57, Gießen. Tagesordnung: 1. Wahl eines Rechners. 2. Dortrag des Herrn Pfarrer Weygandt, Staffel a. d. Lahn, über: „Wie wirtschaftet der Klein- imker am praktischsten, um bei mäßigen Kosten den größtmöglichsten Nutzen aus seiner Bienenzucht zu erzielen?" 10"9 Vollzähliges Erscheinen wird erwartet. Freunde der Bienenzucht find willkommen. daß. 39 Stück — 46,61 fm. Buchenstammholz L Klasse (60 und mehr cm m. Dchm.): Vergebung. Für das Großh. Provinzial-Arresthaus dahier soll die Lieferung der folgenden, für die Zeit vom 1. Avril 1906 bis 31. März 1907 erforderlichen Berzehrungs- und Vcrbrauchsgcgenstände: Brot, Wecke, Ochsenfleisch, Schweinefleisch, Kalbfleisch, Hammelfleisch, Frankfurter Würstchen, gemischte Wurst, Schweineschmalz, Nicrenfett, Kokosnußbuttcr, Kaffee, Milch, Bohnen, Erbsen, Linsen, Gerste, Mehl, Reis, Gries, Hafergrütze, Nudeln, Handkäse, Heringe, Eier, Salz, Lorbeerblätter, Pfeffer, Nelken, Kümmel, Muskatnuß, Essig, Seife, Schmierseife, Soda, Stroh, Wichse, sowie ca. 1400 Ztr. gewaschene Nußkohlen, 30 bis 50 mm Durchmesser, und ca. 600 rm Tannen-Scheitholz, ferner soll die Entleerung der Senk- und Kehrichtgrnben während der angegebenen Zeit im Verdingungswege vergeben werden. Versiegelte Angebote und — soweit tunlich — Proben sind kostenfrei bis zum Eröffnungstermine Samstag, den 24. März 1906, vormittags 10 Uhr, auf der Kanzlei Großh. Staatsanwaltschaft dahier — Justiz- gebäude, Zimmer Nr. 43 — niederzulegen. Bis zu diesem Termin werden auch Gebote auf die sich im Provinzial-Arresthaus ergebenden Lumpen, Kiicheuabfälle und das abgängige Lagerstroh entgegengenommen. Die Vergebung erfolgt unter den in Anlage A zu dem Ministerialerlas; vom 16. Juni 1893, das Verdingungswesen betreffend, enthaltenen allgemeinen und den von dem Unterzeichneten aufgestellten besonderen Bedingungen, welche auf der Kanzlei Großh. Staatsanwaltschaft eingesehen und gegen Erstattung der Schreibgebühren bezogen werden können. 'Für die Kokosnuß butter kann der Zuschlag erst nach siattgefundener Prüfung der vorzulegenden Proben durch den Anstaltsarzt erfolgen, im übrigen bleibt der Zuschlag Ferner werden unter den hierzu berechtigten lieber- nehmern am Ort ausgeschrieben: Gas- und Wasserzuleitung, melden. Die fragliche Stelle ist Militäranwärtern vorbehalten und betragt der Gehalt: t. für die halbjährliche Probedienstzeit 3 Mk. pro Tag und 100 Mk. Kleidergcld pro Jahr und 2. nach definitiver Anstellung 1300 Mk. AnfangSgehalt mit alljährlichen Steigungen von 30 Mk. bis der Endgehalt mit 1800 Mk. erreicht ist, sowie 100 Mk. Kleidergeld pro Jahr. Bensheim, am 26. Februar 1906. D’/b Großherzogliche Bürgermeisterei BenSheim. Dr. Frenay. Rüste Boris BiMcs wurde zu 18 Monaten Gefängnis, lebenSläng»' licher Landesverweisung unb 300 Franks Geldstrafe, sowie zur Tragung sämtlicher Konen verurteilt. Außerdem verfügte das richt tue Konfiskation sämtlicher seinerzeit in der Wohnung des An« geklagten gefundenen Gegenstände und Manuskripte. Graz, 9. März. Durch den Einsturz der Grubenzimmerung in einem Bleibergwerk bei Raibl wurden 40 Bergleute uni ein Ingenieur getötet. Tiflis, 8. März. Eine Abteilung Militär wurde beute bei dem Tatarendorfe Alialb im Bezirke Zanqheour von Einwohnern angegriffen. Nach dreistündigem Kampfe wurden die Tataren ver« trieben und 12 gefangen genommen. Das Dors wurde zu- s a m m e n g e s chö s s e n. Auch zwei andere Dörfer wurden dann >nrd) Militär noch zerstört. werden: Verschiedene Forftwarteken Los: Eichenschwellenholz: 143 Stück = 60,88 fm. LoS: Eichenstammholz IV. Klasse fidlt für die Wckwünsche, die die Kaiserin und mich sehr erfreut haben. Mit Freude habe ich erfahren, daß unser Hochzeitstag auch in Drontheim gefeiert worden ist und haft an diesem Tag der Armen gedacht wurde. Ich hone Heber wenn der Sommer gutes Wetter bringt, wieder Norwegen besuchen zu können, das mir so lieb geworden ist und dann auch Drontheim. Ich bm darüber bereits mit König Haakon einig geroorden." London, 9. Marz. (Unterhaus.) -^r -skmts- frfretär des Krieges Haldane führte an, daß dre Armeen iem als leistungsfähiger gewesen sei als gerade jetzt. Im Laufe der Diskussion bemerkte Arnold Erster, daß es nicht genüge, eine große Menge Menscher: haben, die nur eine gewisse militärische Vorbildung genossen hätten, und daß er hoffe, Haldane werde sich bie Sache ernstlich überlegen, bevor er an die Vermmderung berötärfe der regulären Armee heranginge. Morpeth äußerte daß Haldane zu großes Vertrauen auf nicht organr- fiM-te Streitkräfte setze, die noch gar nicht vorhanden wären. k*iniqc andere Redner erklärten, der Ansicht, daß die Marine volle Sicherheit gegen eine Invasion verbürge, nicht Leivtlichten zu können . , , .. <ßari§, 9. März. Ein Leitartikel deS „Temps erklärt, bie Tat be§ Wahnsinns", durch welche die Kammer das Kalu- * M neftünt habe, werde in Deutschland vielleicht lebhafte »efr ebigunq, aber auch große Illusionen hervor- T.s ' Man werde in Deutschland hoffen, daß dre auswärtige Politik Frankreichs beeinflußt und Frankreichs F e st i g k e 11 Verdingung. Der Anstrich der städt. Spreng-, Schlamm- und Kchrtcht- ^^^Mittwoch den 14. März b. IS., vormittags 10 Uhr, öffentlich vergeben werden. Angebote auf Vordruck, der bei uns erhältlich, sind spätestens bis zum obengenannten Zeitpunkt an uns angeführt von der 1536 Anfang 41/» Uhr. Eintritt 40 Pfg. -*• Wieseck. 1516 Sehr vorteilhaft für die Hausfrau! neuer Ernte ß '1 V®/8 2 Pfd.-Dose 65 zu leisten. 9< Garantie für vor- Packung, LÜgliche Dualität, v vVlBC derDoscr Gebe*. Berdux Bahnhofstraße 27. Lindenplatz 12. 8 M SK .1 uni V' strengste Diskretion. 11534 der Der Vorstand. Pa !N!izeAiishilseLchk.°^^ ubehör per April Emsach möbl. 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