Erstes Blatt Montag 8. Oktober 1906 Gietzener Anzeiger v General-Anzeiger ™ jährlich Dik. 2,20; durch > Abhole- u. Zweigstellen BW monntlid) 65 Pf.; durch 1 v diePosl Nit.2.— viertel- Amts- Mito Anzeigeblatt für den Kreis Gießen -'r BczngSpretSr monnliicb75Ps.,viertel« 156. Jahrgang jährl. auSschl. Bestellg. Zlnnahwe von Anzeigen für die TageSntunmer bis vormittags 10 Uhr. ZeilenvreiS: lokal 12 Pf^ auswärts 20 Psg. Verantwortlich für den polit. und ftllgcm, Teil: P. Wittko; für »Stadt mib Land^ und »Gerichtssaal": Ernst Heb; für den Au- zeigenteil: HanS Beck. Nr. 336 Erscheint täglich anher Sonntags. Dem Gießener 21nzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Gießener Zamilien- blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'sehen Univers.-Buch-u. Steindruckerei. 9t Lange. Redaktion, Ervedition und Druckerei: Schulst ratze 7. Redaktion 113 Verlag u.(S$peb.e^51 Adresse für Depeschen: Anzeiger «ietze». Ire heutige Kummer umfaßt 10 Seite«. schiedenen Aromata seiner Importen erinnern, so erinnern hat schon der alte Wilh. Jordan grimmen Zornes gegeißelt. Aber die konipakte Majorität der Menschlichkeit hat nun mal ihre Freude daran. Für den nachdenklich veranlagten Zeitgenossen ein Problem, mit dem er sich abzufinden hat wie mit manchem anderen Welträtsel. uns die durch Kadelburg auf dem Wege zur Hölle des blühenden Blödsinns versammelten altbekannten Leutchen an die ganze Kollektion der seit OlimS Zeiten beliebten Schwankfiguren, und wir bemerken, daß des Herrn Kadclburg litte- lyrische Tätigkeit ungefähr ähnlich zu bewerten ist, wie die künstlerischen Leistungen einer Zigarrenbindenwandtellermacherin — uff! Der alte, tugendwackelige Ehctrottcl, der nach vorehelichem Kontrakte jährlich einmal strauchelnde Schwiegersohn, die beide von der gleichen Kandarre eines Wesens gehalten werden, das ein Mittelding ist zwischen Drache und Feldwebel, der osteuropäische Graf, der an der Krankheit Othellos leidet, re. Neu ist die choreographische Pantomimik, die von den Brettern, die die Halbwelt bedeuten, dem einstigen Lebemann und jetzigen nahezu ganz braven Ehemann und Eintagsausflügler meldet, daß er nach einst im seligen Junggesellenstande getroffenen Abmachungen für den Fall einer Verheiratung einen Tag im Jahre den Weg zur Hölle der ehelichen Untreue zu wandeln hat. Die Beintelegraphie der Exzentric-Tänzerin regelt sich folgendermaßen: rechtes Bein in die Höhe und Wippen über dem Kopf bedeutet »ich liebe dich^, linkes Bein hoch und Wippen über dem Kopf »erwarte mich nach Schluß der Vorstellung.^ Wahrlich genial gedichtet! , Wohl allen deutschen Zeitungs-Nedakteuren bekannt ist oin gcwiffer Herr Th. v. Th., der alte Witzchen vergilbter Jahrgänge der »Flieg. Blätter" zu sog. humoristischen Novellen auszurecken pflegt. Herr Kadelburg seinerseits imponiert wegen seines gänzlichen Mangels an frommer Scheu vor den Greszesrer StaLtthsater. Den Weg zur Hölle. Schwank in 3 Sitten von Gustao Kadelburg. In seinem schöicheitstrunkenen, mit Leuchtkugeln eines paradoxen Geistes vnckuos jonglierenden Roman »DaS Bildnis des Dorian Gray"*) sagt der englische Dichter Oskar Wilde, dessen »Idealen GaHen' uns die Direktion für diese Spielzeit versprochen hat/-: Gute Vorsätze sind nutzlose Versuche, wissenschaftliche Gesetze urnzustoßen. Ihr Ursprung ift lediglich Eitelkeit. Ihr Erfolg ist vollkommen gleich -null Eie verschätzen uns dann und wann einige uiitriid)tbanai Lustempfindungen, die einen Reiz für schwache Menschen besitzen. Sie find nichts anders als Schecks, die man ouf eine Bank am-stellt, bei der man gar kein Conto hat." ""0 an einer anderen Stelle sagt er in demselben »Die einzige Art, eine Versuchung zu bestehen, ist, sich ihr shen Sie ihr, so erkrankt Ihre Seele vor Sehm nach bei Enullung, die sie sich selber verweigert hat, vor 6 nsz die ungeheuerlichen Gesetze der Seele ungeheuerlich i*ib ungesetzmaßrg gemacht habeir." , Hubs^, nicht wahr? Der deutsche Schwankoerfasser — seien wir milde — ist weniger geistbegabt als Mr. Wilde. Er gibt i&r, seine Leutchen wandelten den Weg ziir Holle, der, wie zuerst ein anderer Engländer, Samuel Johnson (1709—84) sagte, mit guten Vorsätzen gepflastert ist. Im übrigen aber entstammen die Höhepunkte seiner Burleske den Vorratkammern der französischen Ehebriichsdramatik und sind nut unbarmherziger Rücksichtslosigkeit gegen den gesunden Menschenverstand hingeworsen. Wie die Aufschriften der mit Wilde's Werke in deutscher Sprache. 2. 93b. Wiener I So bewegt sich beim das ganze Stück in den tiefsten Niederungen des höchsten Blödsinns. Es ergeht sich hin und ivieder ein bischen jenseits von der guten Bürgecsitte, ohne indeß die Moral zu gefährden. Aber es ist festzustellen, daß »Der Weg zur Holle" einen noch weit größeren Lacherfolg bei unserem Sonntagspublikum davon getragen hat als der vorjährige »Familientag", dessen erster Akt doch nahezu lüft* spielmäßig war. Die zahlreichen Zuschauer spendeten an den Aktschlüssen auch tüchtig Beifall; namentlich war man begeistert, als die furiose Schwiegermutter als Tugend- rächerin bei der verführerischen Tänzerin eindringt, um ihren Schwiegersohn auf dem Höllenpfad zu ertappen und auch noch ihren eigenen Gatten dort erwischt. Dieses Raketenfeuerwerk von alten Witzen gefiel für den Augenblick, nicht zum mindesten, toeif es sehr geschickt abgebrannt wurde und so flott, baß man nicht erst lange zur Besinnung kam. Herr Goll hatte als Regisseur die Gesamtdarstellung ganz in die Sphäre des Grotesken ae- ruckt, das steine Lebensform sein will, das nichts ist als ein keckes öptef übermütiger Phantasie. Er selber gab den zum Ehebruch verdammten Hugo-Emil mit dessen zwischen Pflichtgefühl, Liebe und Begehrlichkeit schwankenden Empfindungen ganz als Farce, brachte aber jede Situation zu nachdrücklichster ko-nifchcr Gestaltung. Er war in der ausgelassensten Laune, sodaß man sich, namentlich am vielem Fleiße zu einem bunten Wandteller arrangierten und I ehrwürdigsten Schwiegerinütter-Späßen der »Fl. Bl.- Solchen zusammengeklebten Zigarrenblnden den Raucher an die ver- üblen Unwitz der Anödung dec Großmütter unserer Kinder ein einheitliches geschlossenes Ganze herausgehen zum Wohle des Vaterlandes und zum Wohle der nationalliberalen Partei. (Stürmische Zustimmung.) An den Kaiser wurde folgendes Telegramm gesandt: „S. M. dem Kaiser, Rominten. Euer Miserl. Majestät senden die in der alten Kaiserpfalz zu ernster Arbeit versammelten Vertreter der nationalliberalen Partei ehrfurchtsvollen Huldigungsgruß." Bassermann gedenkt dann des verstorbenen Dr. Sattler. lassen, außer wenn cs sich um eine nationale 'Notlage handelt. Diese war hier nicht vorhanden. Auch ohne die Reichsfinanzreform wäre das Reich nicht bankerott geworden. Es ist schmerzlich, daß unsere Fraktion in dieser Sache die Führung, übernommen hat, nachdem das Zentrum sich zurückgezogen hatte. Wenn in diesem Jahre Reichstagswahlen stattsäuden, so würde uns er e Ver tr e tun g im Reichstage von 50 auf 20 Abgeordnete zusammen- schmelzen. (Beifall und Zischen.) > Direktor Dr. Hiltmann -- Elberfeld: Unsere Wählermassen sind der Partei augenblicklich innerlich entfremdet. (Ohorufe.) Wenn der alte Parteigenosse ruhig kritisiert, so kritisiert der junge etwas lebhaftem, der süddeutsche anders als der norddeutsche. Wer aber gar nicht kritisiert, der hat die deutsche Michelmütze über den Ohren. Wir vertrauen unseren Abgeordneten, daß sie neben den nationalen auch die liberalen Interessen vertreten auch der schwachen Regierung gegenüber, b.ie wir augenblicklich haben. Dr. Stresemann -Dresden: Warunt muß die nationalliberale Partei immer die größten Opfer bringen? Wir sind ebenso stark wie die beiden konservativen Parteien, aber unser Einfluß ist viel geringer. Sollte das etwa daher kommen, daß die Konservativen auch manchmal der Regierung Widerstand leisten? (Zurufe: Sehr richtig!) Auch wir sollten manchmal „nein" sagen können und nicht nur immer der Regierung die Kastanien aus dem Feuer holen. Sollten wir ,in der jetzigen Mißstimmung der Wähler eine Reaktion sehen, gegenüber der Begeisterung anderer Parteitage, wo unser Führer Bassermann von bem Heißhunger nach Lib er alismus und von dem „Ruck nach links" sprach. Das Liberale tritt hinter dem Rationalen allzusehr zurück. Was uns fehlt, ist der „Hunger nach Macht". Wir dürfen nicht Resignation üben, wir dürfen auch keine Partei der Professoren und Kommerzienräte fc;in und müssen mit den Wählern üt dauernder Fühlung bleiben. Der Frage der Soldatenmiß- Handlungen ist von der Reichstagsfraktion nicht die ge-> üügenbe Beachtung geschenkt worden. Wir dürfen keinen Pessimismus haben und wir müssen an die Zukunft der Partei glauben, Bassermann: Wenn das politische Leben nicht reicher erblüht, so i|t das b,ie Schuld der Nationallib. Wählerschaft, die nicht zu. den Versammlungen kommt, sich um das politische Leben zu wenig kümmert. Die Behauptung, daß b.ie Reichstagsfraktion ben Soldaten- mißhanblungen nicht die genügenbe Beachtung geschenkt habe, zeugt von großer Oberflächlichkeit. (Zustimmung unb Widerspruch.) Wir haben getan, was wir tun konnten. Sehen wir auf die großen Dinge und perlieren wir uns nicht in kleinen Sachen. Es sieht ja beinahe so aus, als wenn Fahrkartensteuer und Ortsporto der Angelpunkt unserer ganzen inneren Politik wären. (Beifall.) Zwei große Fragen haben uns in den letzten Jahren beschäftigt: Der Zolltarif und die Rcichs fin anzrefor m. Wäre die Reichsfinanzreform nicht zustande gekommen, so wäre bas Flottengesetz abgelehnt worden. Es gibt Leute, welche für Polizeigesetze schwärmen. Ich gehöre nicht dazu. Es ist aber auch anzuerkennen, daß Fürst Bülow trotz aller Schwächen und daß auch die Regierung sich gegen das Polizeigesetz gewendet hat. Unsere Partei hat an allen großen Werken mitgearbeitet. Und da kommt man uns mit solchen Kleinigkeiten wie der Fahrkartensteuer und dem Ortsporto und macht uns große Vorwürfe unb sagt uns: Was sind das doch für reaktionäre Kerle, parla- mentarische Kretins. Wir haben auch bet ber Reichssinanz- YarionaMeraler Iarteitag. L (Unberechtigter Rachdn/ck verboten.) S. ut H . Goslar, 6. Oft. Unter Beteiligung von übev 600 Delegierten aus allen Teilen des Reiches trat heutd im Kaisersaal zu Goslar der nationalliberale Parteitag zusammen, dessen Verhandlungen man mit großem Jrlteresse entgegensieht, da wichtige Fragen wie die Mitt^lstandspolitik, die Reichssinanz- reform und die Stellungnahme ber nationalliberalen Reichsund Landtagsfraktion zü ben Verkehrssteuern unb bem Schulgesetz zu eingehender Erörterung gelangen sollen. Auch kommt hinzu, daß dec kürzlich in Hannover abgehaltene Vertretertag! hes ReichsverbandeS der nationalliberalen Jugendvere^ne durch seine Beratungen und Beschlüsse die Situation wesentlich verschärft hat. Unter den Teilnehmern ber heutigen ersten Hauptversammlung des Parteitages bemerkte man fast sämtliche Abgeordnete der nationalliberalen Reichstagsfraktion, von bekannteren PersönlichkeV.en den Vorsitzenden der Reichstagsfraktion Bassermann', den Vizepräsidenten des Reichstages Dr. Paasche, be/i Oberlandesgerichtspräsidenten a. D. Wirkt. Geh.-Rat Hamm-Bonn, die Abgg. Bartling, Dr. Böttger, Hieber, .Graf Oriola, Vizepräsident des Abgeordnetenhauses Dr. Krause. Auch ber Vertreter des Gießener Wahlkreises, Komluerzievirat Heyligen- st a e b t, ist anwesend. Ebenso Rxchtsa^walt K a u s m a nia aus Gießen. Zu Vorsitzenden des Parteitages wurden gewählt Bassermann, Dr. Friedberg und/Avg. Geiger-Erla'/gen. Dem Parteitag liegt bereits zu,-'Beginn eine Reihv von Anträgen und Resolutionen vor. / Der nationalliberale WahlveMn in Kassel bittet, den nächstjährigen Parteitag in Kassel abzuhalten. (Än Antrag besagt: Für die kommenden R e i ch a g s w a hlen ift in alten Wahlkreisen, in welchen die nakionaltiberate P/rtei Organisationen -besitzt, unverzüg 1 ich mit aller Entschlossen- h e i t m i t der W a h 1 a r b e i t z u b e g i n n e n. Der Vertrcter- tag spricht die Erwartung aus, 'daß in WaMLeisen, in welchen jiationaHiberate Jugendvereine bestehen, diese in sachgemäßer Weise zur Wahlarbeit herangezogen werden und sich in dieser betätigen. Der nationaliibcrnte Wahlvereüi in Königsberg spricht in einer Resolution aus: Er glaube der Stimmung der nationalliberalen Parteifreunde int Osten hm sichtlich des v/n verschiedenen Seiten bemängelten Verhaltens der Ratio nallib era 1 en des preußischen Landtags und der s/? i chs tag s f r alt io u bei den letzten großen Gesetzesvorlagen L/Hin Ausdruck geben zu sotten: „Der nationattwerale Wahlve/cin in Königsberg denkt berechtigt zu sein, der preußischen Landtagsfraktion den Dank der National- liberalen des Ostens auszusprechen für ihr ftaatsmännisches' Verhalten in Sachen de/- Volisschulunterhaltungsgesetzes. Er ist überzeugt, daß das Gssetz die an das Zustandekommen geknüpften Befürchtungen zu Schanden maahen wird und in Zukunft der preußischen Vottsschule für neue grundlegende Gesetze die Tore öffnet. Hinsichtlich der NeichssiTanzreform erkennt dec Verein an, daß bas Reich zu allererst endlich einmal Ge'h erhalten mutz zur Erfüllung seiner wachsenden militärischen, Flotten-, Kotoncal- und sozialpotitischen LLisgaben. Dec Verein ist indessen gleichzecktg per Meirrung, daß eis in Zukunft der Fraktion mög- ttch fern muß, höhere liberale Gesichtspunkte zur Geltung zu bringen, als das I-ei dem jetzt verabschiedeten Steuerbukett möglich gewesen ist. Reichstagsabg. Basse/rmann oegrüßt die Delegierten : Wie das alte Reich verging, so verging auch die Blüte Goslars. Das^ ist ^ne Mahnung an uns, die wir im täglichen Leben stehew. Diese Zeichen ber Vergangenheit mahnen uns au ba£ Wort: Stillstand ist Rückschritt. Ste mahnen uns aber auich zur E i n i g f e i t. Es ist richtig, Den ersten Vortrag hielt dann ber Reichs- und Landtagsabg. Dr. H i e b e r - Stuttgart über „Politische Rückblicke unb Ausblick e". Der Redner führte aus: Wenn wir die politische Lage Deutschlands betrachten und uns der auswärtigen Politik zuwendcn, so werden wir zugeben müssen, daß etwas wie eine Isolierung Deutschlands offenbar vorliegt. So ist im Deutschen Reiche die Notwendigkeit einer Stärkung unserer Flotte immer Ilarer zum Bewußtsein gekommen. Von der Kolonialpolitik war im letzten Iahte viel die Rede. Gewiß sind viele Fehler begangen worden. Man tut aber immer besser, die schmutzige Wäsche innerhalb der Familie zu waschen und im Reichstage wird sich ja Gelegenheit finden, Abhilfe herbei zu führen und dafür zu sorgen, daß der alte Ruhm unserer Beamten wieder hergestellt wird. (Lcbh. Beifall.) Ueberall erkennt man, daß das Reich das unveräußerliche Gemeingut aller Deutschen geworden ist. (Lebh. Beifall.) Es ist immer geklagt worden über die Schwüche des Liberalismus. Wir sehen, daß Deutschland in Wissenschaft, Handel, Industrie und Kunst einen der ersten Plätze in der Welt .entnimmt; warum sollen wir dann unser Reich immer mit verärgerten Augen ansehen! Wir wollen nicht prophezeien, aber wenn die neuen Handelsverträge unserer Landwirtschaftneue Kräftigung und Förderung bringen, warum sott das bedauert werden? Sollten wir uns nicht freuen, wenn durch die Bebauung des deutschen Bodens, die Arbeit des deutsche» Bauer» wieder lohnend wird? Wenn der deutsche Bauer von der Scholle getrieben wird, _ dann liegt eine ungeheuere Gefahr darin für das ganze deutsche Vaterland. (Lebh. Beifalls Zch wende mich nun zur Reich sfinanzrefor m. Einige Steuern sind besonders, u n po p u la r, vor allem die Fahrkartensteuer. Aber die Kunst, zweihundert Millionen Mark, die aufgebracht werden mußten, durch poMläre Steuern zu decken, hat noch teilt Steuer- Politiker, auch nicht der findigste, entdeckt. (Beifall.) Der Redner bcHagt die Haltung der I u n g 1 i b e r a l e n und wirft ihnen Disziplinlosigkeit vor. Das allgemeine Wahlrecht zum Reichstage, bas sott hier ausbrücklich feftgeftellt werden, kann nicht mehr geändert werden. (Beifall.) So weit es auf uns ankommt, werden wir stets die Freiheit des Gedankens in Schutz nehmen, wie wir es bisher getan haben. Reichstagsabg. Dr. Paasche sprach hieraus über die Rcichsfiuauz-Reform. Er führte einleitend ans, daß das Thema viel Angriffe unb Hader unb auch Mißtrauen in ber Partei selbst gezeitigt habe. Diese Reform war eine Sache, die mit dem Worte „Unangenehm" nicht zu charakterisieren ist. (Zustimmung.) Die Situation roar verzweifelnd unangenehm. Das entscheidende Wort hatte das Zentrum zu sprechen. Es. stützte sich auf den § 6 des Flottengesetzes unb erklärte, die Steuern, welche die großen Massen belasten, sind von vornherein ausgeschlossen. Von der Re i ch s e i n ko mm en ft e u c r kann auch nicht aller Segen kommen. Wir brauchen 1100 Millionen Mark indirekte Steuern für das Reich und die Reichseinkommensteuer würde noch keine 900 Millionen bringen. Wir haben die Wähler aufgefordert, uns den Weg zu zeigen, wie wir anders hätten gehen können, aber wir hätten große Preise und Preismedaillen aussetzen können und hätten doch keine Preisarbeit bekommen. (Beisatt und Widerspruch.) Am schlimmsten ist die Verteuerung des Ortsportos. Aber die vernichtende KritiL unserer Stellung zur Reichsfinanzreform ist nicht angebracht. Unser Staat ist heute nicht mehr der Racker von Staat, den zu bekämpfen nach der Manchester-Doktrin jedes, liberalen Mannes Pflicht ist. Es ist eine Ehrenpflicht für uns, daß wir uns auf den Grundsatz stellen: Wir müssen dem Reiche, geben, was des Reiches ist. (Lebh. Beif.- Rach einer Pause wirb in die Debatte eingetrefen. Oberamtsrichter Koch- Mannheim: Ich habe als Süddaß Un stimm ig keiten unteruns bestehen. Diese sollen deutscher die Pflicht, dem Mißbehagen Ai'.sdruck zu aber hier beseitigt werben (Beifall), ber Geist der Ver- geben, bas die Haltung ber Reichstagssraltion erregt hat, söhnlichkeit soll über unseren Beratungen wällen. (Er- nicht nur bei ben Jungliberalen, sondern auch in neuter Beifall.) Dann werden wir aus diesem Saale als weiten Kreisend er alten Parteigenossen. Eine ~ - liberale Fraktion darf sich auf Verkehrssteuern nicht ein- teförnt alles" erwogen im5" beda'chl. Wir Tonnen mit einem Gefühl des Stolzes und der Befriedigung daran zurückdenken, daß wir berufen waren, an dem großen Werke mitzuarbeiten. Lassen Sie uns den Streit begraben und lassen jSie uns festhalten an den hohen Zielen der Partei. (Lebh. minutenlanger Beifall.) Nach der Rede des Reichstagsabg. Dr. Beumer und des Vizepräsidenten des Abgeordnetenhauses Dr. Krause protestiert ein Delegierter dagegen, daß fortwährend Abgeordnete zu Worte kommen. Rechtsanwalt Falk-Köln von den Junglibcralen: Die Abgeordneten haben sich nicht bemüht, die Angriffe gegen die Fraktionen zurückzuwciseu, sie haben selbst angegriffen. (Zustimmung und Widerspruch.) Dadurch wird die Einigkeit nicht gefördert; nur Kritik allein schafft Wahrheit und Klarheit. Wir müssen wissen, wie wir mit einander stehen. Wenn ein Riß da «ist, so darf er nicht verkleistert werden, sondern es muß wirkliche Einigkeit herrschen. Den Vorwurf der Disziplinlosigkeit weisen wir Junglibcralen entschieden zurück. Wir tragen auch für unsere Resolution die volle Verantwortung. Wir müssen die Einigkeit des' Liberalismus haben. Eine solche wird allerdings angesichts der letzten Vorgänge sehr sch w er sein, wenn wir aber Einfluß gewinnen wollen, dann müssen wir einig zusammen stehen. Wenn wir die Grenze nach links so scharf ziehen, daun müssen wir es auch nach rechts tun. (Zustimmung.) Es sprechen dann noch zahlreiche andere Delegierte, doch werden wesentliche neue Gesichtspunkte nicht mehr geltend gemacht. Um 6V2 Uhr abends werden die Verhandlungen auf Sonntag vertagt. Am Abend fand ein Kommers statt. Aus O-aSt two LE0. Sprechstunden der Redaktion 11—1 Uhr Dorrn., V»7—i/28 Uhr abds. Gießen, den 8. Oktober 1906. ** In besonderer Audienz empfing S. K. K. der Großherzog am Samstag den Königlich Preußischen außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister Frhrn. v. Jenisch und den Königlich Großbritannischen Geschäftsträger Mr. Harford. — In Homburg empfing am gleichen Tage der Reichskanzler den kaiserlicher Botschafter in Petersburg, v. Schön. Möglicherweise besteht zwischen diesen Empfängen ein innerer Zusammenhang. ** DieMeldepflicht. Wie au§ einer Bekanntmachung des Großh. Polizeiamts zu ersehen ist, werden die Bestimmungen über die Meldepflicht hier vernachlässigt. Namentlich wird in vielen Fällen die Anmeldung der von auswärts zuziehendenEhefrauen unterlassen. Auch verspätete Meldungen hauptsächlich der Wegzüge sind in größerer Zahl zu bemerken gewesen. Der Eintritt militärpflichtiger Personen zum aktiven Dienst und umgekehrt die Rückkehr in den elterlichen Haushalt oder die frühere Stellung wird vielfach nicht gemeldet. Wir weisen deshalb darauf hin, daß jede Person, die in Gießen zu- oder weg- zieht, oder ihre Wohnung verändert, alsbald dem Polizei- amt Mitteilung zu machen hat. Wird diese Meldung unterlassen, so ist der, der dem Zu- oder Wegziehenden Wohnung oder Unterkommen gewährt hat, zur Meldung verpflichtet Ferner ist jeder Dienstbote oder gewerbliche Arbeiter, sobald er eine Stelle antritt oder verläßt, zur Meldung verpflichtet; falls diese Personen die Meldung unterlassen, sind die Gewerbetreibenden selbst oder die Dienstherrschaften dazu ver- verpflichtet. Um sich vor Strafen zu schützen, ist es deshalb geboten, die Bestimmungen der Meldeordnung, wie sie in dem amtlichen Teil zum Abdruck gebracht sind, genau zu beachten. — Die öffentliche Vergebung des Akkords der Holzhauerarbeiten und Wegearbeiten in unseren städtischen Waldungen, die am Samstag vor sich gehen sollte, verlief, ohne daß der Zuschlag erteilt werden konnte. Die Stadt hatte in Rücksicht auf die jetzigen Verhältnisse die Sätze für die Holzbereitung gegen die des abgelaufenen Jahres um durchschnittlich 8—10 Proz. erhöht, doch erklärten die erschienenen zahlreichen Unternehmer, auch zu den erhöhten Sätzen die Arbeiten nicht übernehmen zu können. Sie verlangten durchschnittlich eine Aufbesserung von 15—20 Proz. gegen die früheren Akkordlöhne. Auch die geforderten Löhne für Wegebauarbeiten waren teilweise erheblich höher, als die dafür von der städtischen Verwaltung aufgestellte Maximaltaxe. Der Voranschlag für das laufende Jahr sieht für Holzhauerarbeiten allein rund Mk. 17 500 vor. Die Erhöhung der Holzhauerlöhne würde also nach deren Forderung eine Mehrbelastung von Mk. 3000—3500 bedeuten. cb. Laubach, 6. Okt. Heute wurde der 65jährige Schlüsse des 2. Aktes, vor Lachen schüttelte. Aber seine „Aufmachung" war doch kaum danach, um die temperamentvolle Spanierin zum Liebestaumel hinzureißen. In der recht hübsch durchgeführten Figur der wildblütigen Spanierin, der einzigen Gestalt des Stückes, die einen originellen Typ skizziert, debütierte eine Dame von der hohen Schlankheit ihrer andalusischen Vorbilder. Das schön gewachsene Frl. Schuster fand zum ersten Male Gelegenheit, zu zeigen, daß ihre Sache nicht die Deklamation ist, sondern die Betätigung ihres rassigen Temperaments. Sie besitzt zweifellos nicht geringe charakteristische Gestaltungskraft. Die Darstellerin dieses weiblichen Dämons, der, wie Shylock, grausam auf seinem Schein besteht, kann uns vielleicht, worauf einzelne sehr hübsche kleine, von Pikanterie, Humor und Grazie umspielte Situationen zu deuten schienen, in ernsteren Partien glühender Leidenschaft noch recht fesseln. Sehr nett gelang ihr das Radebrechen unserer Sprache. Daß sich für die Schwiegermuttergestalt keine neue Tonart finden läßt, ist nicht Schuld der Darstellerin, Der Edle mochte also gestern Frau Bonö aufrichtig bedauern, daß es ihr beschieden war, bei uns sich einzuführen in einer Rolle, die die gestern versammelte junge Männerwelt zur Ehescheu gedrängt haben dürfte. Derbheit war ja hier kaum, aber die Neigung zur beweglichen Pose, namentlich anfangs, recht wohl entbehrlich. Herr Lippert brachte die ehemännliche Geknicktheit des unter der Knute seines Hauskreuzes schmachtenden Möchtegerne-Schwerelwters mit vielem guten Humor und bekannter großer Behendheit zum Ausdruck; aber das liebenswürdige und hübsche Frl. Schellenberg war nicht minder als Frau Bonö zu bedauern, daß sie diese Gans von junger Frau spielen mußte. In kleinen Chargen traten die Herren Gree ff, Ries und Schlot tau aus dem übrigen Veteran Michael Mulle r mit militärischen Ehren unter Begleitung der Musikkapelle gut letzten Ruhestätte verbracht. Müller war am 7. Oktober 1841 zu Flörsheim (Kreis Wiesbaden) geboren. Er diente beim 1. Henzogl. Nass. Jnf.-Negt. von 1862 an und machte den Feldzug 1866 mit. Durch seine Verheiratung kam er 1867 nach Laubach und beteiligte sich in der 6. Komp, des damaligen 2. Hess. Jnf.-Negt. aus Gießen an dem Feldzug 1870/71, in welchem er an den Schlachten bei Gravelotte, Noisseville, Orleans und Briare tcilnahm. 35 Jahre war er ein eifriges Mitglied des hiesigen Kriegervercins. Sein Leben brachte ihm wechselvolle Schicksale, mehrere Jahre war er Stadtbriefträger, längere Zeit Kasinowirt, zuletzt Handwerker von altem Schrot und Korn. Noch im vorigen Jahre trat er zum drittemnale in den Ehestand; ein kurzes Krankenlager raffte den robusten Mann schnell dahin. — Die Zahl der hier lebenden Veteranen beträgt augenblicklich noch 17. —t.— Allertshausen, 5. Okt. Unlängst sand die Einweihung der hier neu erbauten Kirche statt, wozu sich eine ungezählte Menge Festgäste eingefunden hatte, wie sie unser Ort wohl noch nie gesehen haben wird. Um 2V2 Uhr ging der Festzug von der Schule aus ab. An der Spitze gingen die Schulkinder, dann folgten die Geistlichen, Kirchenvorstand, Kirchenvertreter, Ortsvorstand und Gemeinde. Nach dem Gesang „Tut mir auf die schöne Pforte" schilderte der mit der Bauleitung betraut gewesene Regierungsbautechniker Huck das Zustandekommen des Bauplans und die Ausführung des Bauprojekts und übergab den Schlüssel den Baurat Diehm, welcher mit eindrucksvollen Worten ausführte, die Gemeinde möge sich bestreben, der erhabenen Bestimmung des Gotteshauses sich anzu- passen. Dann gab er den Schlüssel dem Kreisamtmann. Dieser Betonte auch, die Gemeinde möge im Worte Gottes ihre rechte Erbauung sinken, und übergab dann den Schlüssel dem Kirchenrat Weber, der namens der Gemeinde dankte für die Umsicht und Einsicht bei Ausführung der Bauarbeiten, der Bauleitung, den Arbeitern und Gott für ungestörten Fortgang der Arbeiten. Hierauf überreichte er den Schlüssel dem Superintendenten O. Petersen mit der Bitte, die Kirche zu öffnen und zu weihen, was denn auch geschah. Dann begann, unter starkem Zuvrang, in der Kirche die Feier, welche durch Vortragstücke des Kirchengesangvereins Londorf verschönt wurde. Nack) einer Ansprache des Superintendenten erfolgte die Weihe der Kirche. Nach dem Glockengeläute predigte Kirchenrat Weber im Freien über die Bedeutung des Gotteshauses. Mit Gesang der Gemeinde, des Kirchen- und Mannergesangvereins Londorf, Gebet usw. nahm die Feier bei zwar trüber, aber günstiger Witterung ihren Forcgang. Schließlich wurde die Kirche noch im Innern in Augenschein genommen und sand vielsach den gebührenden Beifall. Sie ist im Stil ihrer Umgebung würdig angepaßt. Tie Fenster haben zum Teil Glasmalerei. Auf einem derselben im Chor ist die Geburt Christi dargestellt. — Am 13. Oktober findet die Bürgermeisterlvahl statt. Zwei Kandidaten stehen einander gegenüber. § HartmannShain, 6. Okt. Die hiesige Gemeinde bat die sog. .Kalte Buche", einen Berg unmittelbar beim Dorfe, an die „Ohmtal - Basaltwerke" in Marburg a. Lahn für 10 000 Mk. verkauft. Im nächsten Frühjahr soll hier ein Basaltiverk erstehen. *KleineTageschronik. Als der Inhaber eines Damen- mäntel-Geschäftes in Berlin am Samstag früh in seinem Kontor erschien, sand er vor dem Kassenschrank die Leiche eines Mannes, dessen Schädel zertrümmert war. Die Polizei stellte fest, daß der Tote einen Einbruch verübt hatte und bei dem Versuch, den Kassenschrank zu sprengeu, den Tod gefunden hat. Die Polizei sucht die Identität des Toten festzustellen, um zu ermitteln, ob er Komplizen gehabt hat. — In Paris ist ein S k a n d a l, der in undustriellen Kreisen großes Aussehen erregt, ansgedeckt worden. Wie es heißt, sollen elf größere Firmen, zum.Teil in Lyon, zum Schaden Italiens Schmuggel in größerem Maßstabe betrieben haben. Die Angelegenheit wird die Gerichte beschäftigen. — Der Daily Telegraph meldet von einem Orkan in New-Orleans, daß einige Häuser vollständig zertrümmert wurden. Ein großes Gaswerk wurde ebenfalls zerstört, ein Kloster schwer beschädigt und eine Anzahl Häuser abgcdeckt. Viele Personen wurden getötet oder verletzt. — In dem hiesigen Äussteuergeschäst von Doll in Ulm haben sich die meisten Verkäuferinnen Rabattmarken und Waren angeeignet, sodaß dem Geschäftsinhaber ein beträchtlicher Schaden erwachsen ist. Nach seiner Angabe beträgt der Wert der gestohlenen Gegenstände, von welchen allerdings ein erheblicher Teil wieder beigeschasft werden konnte, gegen 10 000 Mark. Eine der Verkäuferinnen hatte ein ganzes Magazin vergraben. Eine andere wurde verhaftet, als sie von ihrer Hochzeitsreise zurückkam. Im Ganzen sind 9 Personen, die in diese Sache verwickelt sind, in Hast genommen worden. — In der Reparaturwerkstatt des Kaufmanns Bencdix in Herne zündeten zwei Mechanikerlehrlinge Carbidgase mit einem Streichholz an. Die Folge war eine heftige Explosion, durch die sämtliche Fenster eingedrückt und andere Sachen schwer beschädigt .................................. ■■ —ne—— nriiTiirm.jjLu.mij, 'iwhvlbjuume Ensemble wirksam heraus, und als Herr Bayer aus Naumburg bewies Herr Herrscher wieder, daß er als Episodenspieler stets fesselt und überrascht. „Der Weg zur Hölle" wird wohl mit guten Vorsätzen noch weiterer Teile schwankfreudigen Publikums gepflastert sein. Daß aber auch der Weg des Herrn Kadelburg also gepflastert sei, konnte man wohl aus dem „Familientag", nicht aber aus dem „Weg zur Hölle" ersehen. P. W. — Wilhelm Holzamers erster dramatischer Versuch', ein dreiaktiges Schauspiel „11 m die Zu ku n f t" wurde Bei der Uraufführung im Leipziger Schauspielhaus nach den ersten zwei Akten freundlich ausgenommen; der Schlußakt verstimmte durch seinen krassen Ausllang. Holzamer, der ehemalige hessische Reallehrer, kämpft hier um die Freiheit der Schule. Gerade der erste Teil des Stückes, der in Leipzig Beifall sand, bringt, nach der uns vorliegenden Buchausgabe, allzu viel, Tendenz, um dichterisch wirken zu können. Erst im zweiten Teile, namentlich in der zweiten Hälfte des zweiten Altes, wächst sich eine weibliche Figur, die Gattin des Bürgermeisters in dem rheinhessischen Dorfe, in dem sich das Drama abspielt, zu einer an Jbsensche Frauengestalten, vom Stamme der Hilde Wangel usw., erinnernden seltsam sesselndcn Seele aus, um indes bald wieder zu verblassen. Jedenfalls ist sie die psychisch interessanteste Person des Stückes, im Gegensatz zu dem etwas indifferenten tragischen „Helden", dem liberalen Musterlehrcr Krafft. Das Stück ist auch nicht ganz frei von Persönlichem, dürfte aber von den hessischen Bühnen nicht üb er sehen werden, zumal Holzamer zweifellos zu den talentvollsten heisismen Poeten unserer Tage zählt. yb- W. — Hermann Sudermanns Schauspiel „Das Blumcn- boot", das schon vor Jahresfrist bei Cotta in Stuttgart nx Buchform erschien, ist vom Lessing-Theater in Berlin zur Aufführung gebracht worden. Es wurde nach jedem Akt Beifall gespendet, doch fehlte die rechte Wärme. Auch mischte sich Widerspruch ein. — Kritik in Ziffern. Die Dramatiker, noch mehr würden. Die Lehrlinge' wurden an Händen und im Gesicht erheblich verletzt. — Der Tischler Koch aus N ie der schön - h'ausen ist an der Schönholzer Heide bei Berlin auf offener Skraße erschossen worden. Der Verdacht der Täterschaft lenkt sich auf den Vauwächter Stritzke, der in angetrunkenem Zustande um die Zeit, als der Schuß fiel, etwa 2 Uhr nachts, gesehen wordtzn und seitdem nicht aufzufinden ist. Der Erschossene ist verheiVatet und Vater von zwei Kindern. Gegen Stritzke ist Hastörsiehl erlassen. — Aus Gelsenkirchen ist der bei einem Schweb aehändler angcstellte Simon Pillig verschwunden, nachdem ev etwa 30 000 Mark einkassiert hat. Man nimmt an, daß er \\ad) Holland geflohen ist. intfc LMssenschaft. _ Drahtlose Telegraphie. Nach einem Kadettele- gwmme aus N e w - P 0 r k hat der in New-York eingetroffene Llovddampser „Bremen", der mit Apparaten für drahtlose Tele- grapYde nach dem System T e l e f u n k e n ausgerüstet ist, die ihm vier Tage nach feinem Auslaufen von der Station Nauen bei Berlin täglich eine Stunde laug uachgesaudten neneflen ZeituugS- telegramme bis a»ki eine Entfernung von 2500 Kilo- meter omviana eu. Ties Resiiltat ist bornm beachtenswert, weil mehr als die Hä'lite des Weges über Land führt. Von jetzt ab sind die deutschen Schiffahrtsgesellschaften in der Lage, ebenso wie bisher von der engll-schen Marconi-Gesellschast von der deutschen Telesnnken-Ges'ü'schast regelmäßig während der ganzen Uebersahrt Zeitungstelegramvie aufznnehmen. »- ! V ' . —LÜH- " " Gemchtssaal. R. V. Dckrmst adt, 7. >Okt. Ein höchst trauriger und eigenartiger Torfall kkn in der gestrigen Straf kammer- sitz'ing zur Verhandlung. Die Landwirte Jakob Rechner und Markus Me i s n e r , sowie der S'traßenwart B ö hl e aus Reisenback) in Baden wollten Ende Jsili d. I. abends aus Keil- b a ch i. O. wieder nach ihrem Wohnort zurückkehren; da wurde c-incr von ihnen, der etwas voraustzsing, von einem alten Handwerksburschen um ein Almosen angegangen. Die Angeklagten waren darüber in ihrem angetrunkenen Zustand so empört, daß sie den Bettler ins Polizeigewahrsam vom Reisenbach mitzunehmen beschlossen und ihn gewaltsam vor sich herzerrten und schleppten; er soll dabei auch in roher Weise beschimpft und geschlagen worden sein. A^s man mit dem völlig erschöpften Menschen aber trotzdem nicht weiter kam, ließ man ihn im Chausseegraben liegen, wo er kurze Zeit darnach seinen Geist aufgab. Der Bürger.ueister von Reisenbach Steigerte sich nun, der Kosten wegen, den Unglücklichen in den Ort schaffen zu lassen, um so mehr, als er auch noch auf hessischem Miete lag. So blieb die Leiche die Nacht über im Graben, wo sie auch am andern Tage noch der Kreisarzt vorfand. Während die Angeklagten sehr rücksichtsvoll gehandelt zu haben behaupteten, konstatierte der Kreisarzt, doß der tote Körper verschiedene Spuren von Mißhandlungen und starke Verletzungen am Kopf und den Füßen auswies. Der Händwerksburscke sei allerdings schwer leidend gewesen, fyiitc Tuberkulose, Herzentartung usw., doch I\itte er immer noch -weiter leben können. Da es sich nach dem ältlichen Gutachten höchstwahrscheinlich um Körperverletz- uik mit tödlichem Ausgang handelt, erklärte sich die Strafkammer als zur Ä Wicklung der Buchausstattung, er hat auch den Text, über die Ausstellung verfaßt. Der Textteil selbst ist nach Satzr:ntwürfe»r von Albert Knab angeordnet unb in drei Farben gedruckt und dürste zum Besten gehören, was an Zeitschriftenausstattmrg bisher geleistet »vorden ist. Für die Ausstattung tourbVtit die Schriften „Romana Artistika", „Leipziger Fraktur", „Bauernschrist" und besonders die „Florentiner Ornamente" der Schriftgießerei A. Numrich u. Co. in Leipzig verlvendet. Das Hesit enthält ferner acht farbige Tafeln nach Originalentwürfen betavrnter Künstler, ferner zwölf Extratafeln und eine Kunstbeilage .nach einer Federzeichnung von' Paul Höfer, Dresden. Der Preis bes wundervoll ausgcstcrtteten .und überaus reichhaltigen Heftes beträgt nur 2.50 Mark. c e 3D Q ** Q (N M 2 QT< CO <9 s o p cd CD - CT> CD O O> an c an p o an P c-> CD CD VD c :C CD P Lo *d" c CD Q I rb £ et an Z VD O . C e» = « § r- ya UD- O N o — O lX © «* o TN . 2 ö xn 07 ff C)^ C M © oa tu VO ÄÄI vd D CO 1-1 ° CD p e«e iä»5 .2 • b E £ >b K*o .2 2 J5 -— o D 2 -H an ,. o r a 7 £ Q w 3? — o p w 2 >b 2 's c P o " p - c> c c av r— 0> - 2 tu — tl O “ C p >b c 2 >p s N LS .2 i=- _ tu tu ?a=s, Ecg D o u — -*D CD =5 .J? 2 G.LT tu o -,N 2 ‘g S-E s Xü © p p ° C •■ Cu P« 5* §sf K « -2 - .2 w P .o Ö« P w o p = ff^ ff* ux «|5S = . « o 70 C — P s c ■« tp: c P c rj — — P CD 2? S< an .— .? E o _ C — O CD Q " = - .'ö ° on ff* tu . — CD . 2 = pS 'b '"■■ tu = & -O ^P—^PQ K 0» ^§»55 8 -Z _ ^,.® = gs s » CT«^ = S^ä28£kcS^-- sä)° -JK @ s co = £ e p-E 5«g g§ . LL -r P o EäSW*^ ü i «wt X lö- cS I «x-gg^sSS c »s s^LZN^pN-^Nc» ff* o “’ö’c c «*o = =ss. 5 o c * .. .-o c'.*Heo^=* L enü o ►g'.p .-ps^3 S äSas®se9^x -> Z- ■S^p 55 27. tu « TD O § Q Ä®Ä-g CD CD tu f w tu Ä " CD

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Rnn 470 635 «2 737 «42 909 20Kl.11 0" 07? «0 540 206026 f400] »6 00 905 431 60 69 «12 207102 970 353 47« 70 731 900 20010« 40 [400] 210 412 43 5« 051 7’5 Kränchen Altbewährt bei Katarrhen. Husten Heiserkeit, Verseht elm ung. Mahens'aurc. Ueberall ernSIltlch. [Han verlonta ausdrücklich das Naturprodukt 0. 'älise daiur an tebo len c Surr nistet Kunst Hohe fmser Wasser und Satze), zurück. 109 539 68 613 23 716 39 86 1068 218 62 97 545 744 900 2066 532 609 710 895 3001 389 467 016 23 50 4085 126 Oktober 1906, vormtttsgg, 192 Mark sind den betreffenden Klammern beigefOgt (Nachdruck verboten.) 679 918 88 1148 59 81 [400] 332 120020 94 285 597 121085 522 616 861 74 [500] 122059 209 88 366 84 437 t>84 621 761 12 3 218 315 604 42 69 727 891 124149 67 275 [400] 282 606 887 125050 160 442 699 614 761 824 926 126101 8 203 430 507 961 127103 4 86 487 72 561 128016 81 161 64 81 451 804 1 20051 117 82 858 625 87 730 57 85 958 88 1 30 340 75 682 630 728 897 1 3 1 374 582 68 817 132087 102 [400] 25 271 582 600 1 3 3009 237 788 916 47 1 34014 107 47 405 544 [400] 712 806 40094 561 766 92 821 66 928 41183 [500] 78 853 418 050 710 15 4 2008 11 386 521 671 4 3346 58 91 586 4 4031 41 189 243 603 17 823 983 4 5010 65 180 250 SOI 419 91 99 575 658 802 961 84 99 46180 228 441 686 47065 100 512 5V 631 955 60 80 4 8030 206 12 35 5! 7» 879 533 827 913 628 [400] 73007 21 109 33 40 240 01 |500| 685 7 4000 171 806 500 97 616 85 760 7 5331 83 440 621 878 7 6155 353 509 14001 736 77097 100 07 98 99 543 620 [400 [ 785 877 [400] 78013 [ 3000 ] 800 89 57 81 70600 24 710 846 80111 279 682 740 835 09 8 1 028 57 515 019 910 15 5091 113 72 202 55 06 94 32$ 455 565 615 789 156207 78 437 48 83 616 647 025 40 49 54 157010 66 57 910 92 15806« 162 612 |10O0| 33 777 859 63 [400] 15 0007 17 629 721 71 863 OSO 26O082 [4001 88 676 730 929 161151 510 162120 212 57 810 501 r,6 67 6IS 63 01 97= 16001« 323 463 74 513 64 904 164050 122 51 61 249 324 69 510 1. Ziehung 4. Kl. 215. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 6. Oktober 1906, nachmittags. Nur die Gewinne über 192 Mark sind den betreffenden > Nummern In Klammern beigefilgt. Stimmen Reparieren Polieren in tadelloser Ausführung 827 ö 922 6 4048 69 113 264 465 874 65158 [600] 226 58 69 465 685 677 911 6 6090 627 784 858 67183 268 404 534 603 990 68149 416 831J600] 960 6 0057 171 261 63 306 415 24 78 601 97 614 877 7 0085 [400] 195 257 813 [400] 480 536 760 71197 345 68 4'2 719 42 876 900 4 7 2809 649 78 667 717 36 79 832 7 3241 478 618 741 62 829 972 74024 86 62 184 313 450 514 93 854 925 7 5390 7 6017 90 882 606 762 7 7023 [400] .33 170 72 82 337 55 67 86 78019 140 96 356 589 601 12 711 32 [400] 813 7 0060 132 623 720 [600] 000 10 [400] 704 500 2" 92' 2-0 893 Wffii. Rudolph Grossh. Hess. Hoflieferant Pianohandlg. u. Reparaturwerkstätte, Selters weg 91. 3.42083 633 816 19 [400] 69 [ 600 | 67 1 43 208 851 644 t-t Cl 144001 90 [4001 152 56 345 87 "145281 130001 326 dl 4£0 16001 870 937 140032 144 273 593 754 885 955 78 L47035 371 428 36 659 [ 400 1 730 814 997 1 4 8023 148 64 [400] 55 66 895 1 40023 38 191 449 [600] 92 903 150235 48 607 1 5 1 088 68 226 994 1 5 2042 |400| 324 72 591 CM 884 153076 201 63 877 780 879 1 5 4269 77 607 829 80 805 940 541 420 747 015 aus d. Germania-Drogerie von EC&rl BeiLssN leisten bei Verschleimung, Husten u. Heiserkeit unschätzbare Dienste. 17011 55 117 64 1500 1 259 925 77 1 8158 355 67 58 [400 [ 92 696 670 96 782 [500 1 898 1 0297 637 45 48 620 43 77 696 [400] 2 00-12 188 241 397 446 702 63 8-17 2 1 202 617 84 88 [400] 766 854 951 2 2013 655 2 3024 138 839 468 703 011 25 2 4003 104 61 62 626 748 2 5138 74 360 471 808 2 6122 Cl 864 537 692 756 901 34 71 27040 175 886 451 718 29 67 [400] 976 [400] 280«7 237 [30001 379 447 99 542 688 703 805 2 0069 104 55 243 351 02 404 [1000 1 508 3 0229 930 3 1 213 45 457 684 848 3 2822 400 881 33165 80 288 481 550 91 1400] 340.34 200 27 30 677 79 632 94 855 58 3 5135 401 [400] 514 662 801 69 916 83 3Ö090 286 369 71 648 37046 115 217 [400 1 315 19 557 025 808 1)5 3 8124 263 483 Feine Herrenschneider ei nach Mass, Telephon 531. 85 90 27 33 93 427 556 6« 68 1 703 R60 180056 90 108 514 85 445 642 «02 77 922 182013 993 183«48 67 95 900 3 8 5020 108 722 27 42 984 877 210102 88 438 45 534 834 ' 220049 200 300 581 724 801 921 221076 132 267 672 720 824 86 994 [400] 2 2 2101 831 457 868 005 2 23-129 55 71 99 664 701 66 845 956 2 2 4069 1M 15 715 225006 18 211 411 36 635 [4001 705 947 ^26100 80 433 640 80 785 931 227031 67 122 367 620 714 879 228025 91 122 212 307 [60001 455 730 959 72 2 2 0187 535 691 uiO 83 2 3 O001 27 399 647 83 799 867 2 31158 863 087 900 DB. 232081 | 500 | 238 436 |400| 615 [4001 76 805 233208 683 234078 380 514 871 235221 431 602 18 2 3 6027 [400j 37 46 90 345 585 651 780 50 55 [10001 237038 267 571 608 779 86 [5001 2 3 8157 221 807 87 029 35 731 69 852 2 3 0241 82 504 .37 50 708 63 827 917 168091 106 326 52 63 912 109136 269 85 [400] 624 29 17O001 176 43' 97 171165 5«0 97 628 74 73 913 27 172070 144 261 R8 456 651 772 173001 107 233 «5 14001 122 515 755 174151 235 4«1 521 65 «64 974 1 7 5069 71 24t 819 38 876 1 7 640« 80 97 [ 500] 877 1 77052 56 184 90 88« 13 5088 02 425 55 610 061 14001 67 130077 94 103 66 281 351 67 459 078 704 36 852 1 3 7019 198 256 810 52 428 [400] 584 602 [400] 951 66 138117 91 597 710 876 82 96 139485 260 329 86 856 11000] 65 140428 508 11 141000 10 238 401 C01 722 874 L= Sornfflei* Walltorstrasse 8. Kontrahent des Konsum-Vereins von Gießen und Ziehung vom 6. Nur die Gewinne Über i Nummern in ■"(Ohne Gewähr.) 156 61 248 412 590 80121 513 668 81101 802 500 94 741 890 82122 [400] C8 [400] 97 273 547 829 83118 426 557 [400] 770 84183 487 505 712 [400] 59 977 [5000] 85076 277 401 4 586 77 [400] 86183 48 210 00 346 404 578 600 760 92 853 87216 448 520 [400] 86 668 856 8 8251 63 67 836 483 627 852 [400] 80018 282 329 436 563 639 785 802 4 0 0044 67 187 [8000] 241 ---- lf)0n?3 slOOO] 60 1R3 24? 4?? 027 022 «00 191140 «01 400 000 [400] 60R 40 «02 77 192007 [4001 102 207 661 «04 1« 00 96« 90 193130 270 317 79 83 88 65« 701 AR «2 | 4001 001 04 «1 194062 31« 04 402 42 510 09 7«7 «61 9?1 [400] 90 1 95'07 61« 2« 5.3 RIO Finnn] «00 Oft« I 76 14001 07 137 27« 420 «"1 7? 920 1 97’13 46 397 401 19 8019 205 RIO 3« 050 1 99177 3«3 91 465 09 722 900 5190 20? 3«1 an-> 665 053 00 7?O 245237 70 «<6 <04 finol 751 54 t>4< <246114 2«« 69 3’2 490 0« 69« 1*4*703« 50 6*7 196 20.3 335 400 RO 700 on 49 cn *>A Qn-e. 44 171 334 7? 467 «’ 909 «03 67’ 2A9n<10 0« ->10 30 4-6 611 5« 772 «3* 000 2^Ho«3 907 55’ 72" 5n 97 9Kl0'7 60 ’30 450 570 00« «A6 t>Kt»O0’ 371 06« •>5Hn«5 651 72’ 4» 06 001 64 9K414« R3 330 00 007 «rK^’I« 5«’ 709 7 873 P5R307 455 «1? 001 70 -0 OKVOOO fl 93 14001 ’«’ 3'2 30 63 407 660 700 41 93» 2K 8001 « 109 ?O ->91 307 470 72 «4 Pool 336 9K9 2’80 «0 1400] 603 «00 2830SO 4«4 0’6 735 06 890 2°.Al 10 271 92? 45 28^063 104 9RI 47 361 40« 513 000 [500? «25 96« 286013 [1000] 28 258 68 740 97 869 287143 533 6°0 900 8 2058 200 311 [400] 611 25 602 785 816 83244 457 520 715 £18 8 4009 169 455 651 013 8 5212 366 440 600 31 8 6075 101 78 305 09 441 47 569 609 14 782 078 78 1 3000] 87101 817 481 548 801 988 88143 319 63 (16 750 816 971 89255 336 444 672 [400] 7-10 887 98 90110 36 263 | 1000] 71 555 816 94» 9 1 010 228 611 63 77’ 9 201’ 23 72 2?" 480 2200-15 RIO «0« [4001 221 ’S« Rn -n am 070 222nni M mo 11 50 *>.n ro r.n 05 R’7 r 'MO \ 4001[7.. «26 152107 11 268 76 857 556 687 813 012 01 AooU [400] 86 182 425 548 97 1 5 4073 287 1516 gg J7 OM 155101 67 449 93 087 881 093 4 8 68 65 1 5&H3 898 4.U 517 80 .38 74 89 601 28 714 157170 483 647 600 949 l&Savd 47 651 780 1 59053 63 258 388 619 630 73 754 160159 282 | 500] 781 960 161011 86 101 871 036 102022 222 316 [4001 481 547 635 »M W ,!6304t> 96 635 615 20 90 728 021 77 80 87 99 1 64020 38 32. 60 712 165139 340 617 705 834 166256 522 <61 889 923 ** 167019 194 356 724 802 188006 47 «4 99 .24 M2 «o« 706 51 800 11 169019 60 78 276 508 8ß0 f»2 |500] ‘«JÄ 170003 138 306 619 flOOl 70 608 1 71268 6^0 M..1720. 173 85 238 426 99 582 648 917 29 34 94 1 73164 222 150. | 61 8-1 310 562 790 807 1 74018 [4001 33 54 97 “'7^ 457 692 816 918 1 7 5 029 162 388 494 ^ >500] 516 660 79 842 987 1 7 6083 158 87 214 407 783 979 1 77199 4UJ l-OJ^ 18 555 63 898 1 7 8099 317 64 683 682 1 7 0051 196 Telephon 540 Telephon 540 Qesehäfts-lESröifirang‘. | Meiner werten Kundschaft, sowie einer verehr!. Einwohnerschaft von Gießen zur H gefl» Nachricht, daß sich mein GBaser- und Emrahmiegesöhäft von heute an auch noch IW- Frankfurter Strasse 45 **3^7 befindet. — DaS Geschält Kaplansgaffe, Ecke Bahnhofstraße, ist geöffnet von 7 Uhr A morgens bis 8 Uhr abends. Hochachtungsvoll GeoiP® Schmittj Glasermeister. NB. Gleichzeitig halte ich mich im Einsetzen von Fensterscheiben, sowie im ElN' g rahmen von Bildern und Spiegeln, Anfertigen von Vorfenstern und Einhängen derselben gg bestens empfohlen. D. O. 07444 tit a 80 437 78 [5001 5’2 53 [400] 705 1 2168 261 370 687 13115 82 826 [4001 412 41 72 14190 252 521 71 674 15103 899 793 [400] 8’2 16313 66 490 546 690 867 82 205 43 90 382 [400I 461 79 504 44 742 93 998 7O092 226 337 407 20 |7ÖÜÜO| 617 47 791 847 973 7 1015 460 65 817 96 7 2152 229 74 803 [400] K»7 Panamaseife "■ ist ein vorzügliches Reinigungsmittel für wollene, baumwollene, leinene und seidene Stoffe jeder Art u. Farbe. Man wäscht in der kalt hergestellten Lauge, entfernt aber etwaige Flecke mit derselben vorher. Panamaseife wird wie Gallseife angewendet, ist ober wirkungsvoller. — Stück 30 Psg. Adler-Drogerie, Seltersweg 39, 6091 [ Otto Schaaf._________ Zur gefl. Kenntnis, dafi ich meine Korb- üni) AnlMOml wieder betreibe. Achtungsvoll I. Glöckle vorm. Parthier QX 91