Zweites Blatt 156. Jahrgang Nr. 57 General-Anzeiger, Amts- und AnZeigMM für den Kreis Sichen Dr. Breidert. ■ < ;”*b il' - Urschetnl R-Nch mit Ausnahme beS Sonntags. Die „Virtzener Lamllienblättcr- werden dem .Anzeiger vtermal wöchentlich beigelegt. Der ^hejflschs Landwirt" erscheint monatlich einmal. !V.I Marz 1301 M.perf. .Platt.be. 'ell.Ham'e. ue o. [ui»m Gießen, den 5. März 1906. ßrtr.: Die evangelischen Kirchenooranschläge deZ Kreises Gießen für 1906. Das Grssthcrwgliche Kreisamt Gielzea an die evangelischen Kirchenvorstände des Kreises. Der für daS Rechnungsjahr 1906 festgestellte Voranschlag Ihrer Kirchen wird Ihnen in den nächsten Tagen zugehen. Wir empfehlen, das in Ihren Händen befindliche Exemplar hernach richtig zu stellen und den Original-Voranschlag dem Kirchen-Rechner zur Beurkundung der Rechnung auszu- jändigen. Are Zaht der Studenten der evangelischen Htjcologie nimmt in Deutschland immer mehr ab: sie ist beispiels- weise von 2605 im Wintersemester 1881/82 auf 1996 im Wintersemester 1905/06 zurückgegangen. Die Gründe für diese auffällige Erscheinung sind keineswegs in einer Uebcrfüll'una in diesem Fache zu suchen: denn gerade jetzt haben fast alle deutsch-evangelischen Landeskirchen über Kandidaten ma n g e l zu klagen. Auch kann man hierbei nicht etwa ein Hinschwinden des kirchlichen Sinnes in Anrechnung bringen. Wenn auch in Gemeinden, in denen die Älrbeiterbevölkerung überwiegt, nicht viel kirchlicher Sinn vorhanden ist, so weisen doch die meisten Stadtgemeinden, besonders aber die bäuerlichen Gemeinden an Sonn- und Festtagen gefüllte Kirchen auf. Tie Ursachen für den Rückgang in der Zahl der evangelischen Theologen scheinen uns auf anderen Gebieten zu liegen, und zwar kommen hier Gründe innerer und äußerer Natur in Betracht. Vor allem dürfte hier in Anrechnung zu bringen sein, daß die Streitigkeiten zwischen den einzelnen Richt ungendertheologischenWissenschaft und die für das Leben der Kirche höchst schädlichen Streitigkeiten der kirchenpolitischen Parteien entmutigend wirken. Wie kann ein aufrichtiger und strebsamer junger Mann Freude am theologischen Studium gewinnen, wenn er sicht, wie eine Richtung die andere als ungläubig oder unwissenschaftlich verdammt, oder wenn er wahrninnnt, daß im K'irchendienste nicht die persönliche Tüchtigkeit, sondern die Zugehörigkeit zu irgend einer theologischen oder kirchlichen Parteigruppe entscl-cidet? Gerade viele Pfarrer lassen heute ihre Söhne lieber Philologie, Medizin oder Jurisprudenz als Theologie studieren, weil sic die Mißlichkeitcn ihres Berufes natürlich geu.au kennen. Manchen Universitäts-Professoren sagt man wohl auch nicht ganz mit Unrecht nod), daß sie bessere Privatdozenten als Pfarrer erziehen; sie sind mit gutem Grunde stolz auf ihre wissenschaftlichen Leistungen, schätzen aber die Tätigkeit des Geistlichen nicht hock genug ein. Sektierer und Pietisten machen obendrein dem Geistlichen der nicht nach ihrer Pfeife tanzt, das Leben sauer. Die Verunglimpfungen, denen der Pfarrstand heute in Witzblätter7i und in öffentlichen Vcrsammlunge7i ausgesetzt ist, die Ansicht vieler Leute, die in jedem Theologen einen Menschen zweiter Klasse erblicken, tragen auch nicht dazu bei, Begeisterung für diesen Beruf zu erwecken. Aus den meisten Gymnasien gehört schon ein gewisser Mut dazu, wenn ein Priinaner erklärt, daß er Theologie studieren wolle; denn er wird oft, wenn er dies offenbart, von seinen Mitschülern verspottet, sodaß schon mehr als einer sich zu einem anderen Studium entschlossen hat. Aber auch Gründe äußerer Art kommen hier in Betracht. In manchen Landesteilen kommen die Kandidaten spät erst zur Anstellung, wenn es auch in dieser Hinsicht jetzt besser ist, als vor 40 Jahren, da die evangelische Kirche den traurigen Ruhm hatte, daß ihre Tiener bis zum 35. Lebensjahre und länger in unwürdiger Vikariatsstellung ausharren mußten. Auch bedürfen die Besoldungsverhältnisse der Evangelischen Geistlichen in manchen deutschen Bundesstaaten einer durchgreifenden Reform. Endlich schreckt manchen jungen Marin der Umstand vom Studium der Theologie ab, daß bei Stellcnbesetzungcn oft die Partei und die C ligue mitwirkt. Wie wenig man es in der evangelischen Kirche oft versteht, den richtigen Mann an die richtige Stelle zu bringen, zeigt das Beispiel des Dichters Gustav Fr en s s e n. Für ben Mann, der heute nicht nur durch seine Romane, sondern vornehmlich durch seine Predigtsamm- lungen auf Hunderttausende von Gebildeten wirkt, hat daS evangelisch-lutherische Konsistorium der Provinz Schleswig- Holstein nur iii einem kleinen, abgelegenen Marschdorfe Verwendung gehabt. Soll man sich wundern, wenn unter solchen Umständen die Zahl der jungen evang. Theologen immer weniger wird? In der neuesten „Jugend" lesen wir die nachstehenden sehr beachtenswerten Verse: Der Direktor zu den Abiturienten: lind keiner Theolog? 's ist jammerschade! Ta haben iuiv ja heutzutag gerade Die Besten nölig. Oh! wie sich das sehnt, Die Angen ausjperrt und die Glieder dehnt, Und wie das schreit: Wir müssen diese engen Bekenntniskerkerhöhlcn endlich sprengen; Sonst sind wir drin ans ewig eingeklemmt! Die Lust erstickt. Arbeiter her und stemmt lricli k neu und iiin-Masien- t situierte Rechnung zu 'fjerten an [er, erSr.2969 jähr.Tochter jjoinilie, wo jciigtbotav. it. nicht em. Kais M Hl, üllch 9^ niet 01405 ictevbeten. im ii uiil. 0150$ • reisend0 lamea neestr. V H eines 'N durch e? aus kl. ? Stellung ianusarr." Geschäft, er .1515 an Mr »T*» OoUtische Lagesscharr. „Der akademische Burgfriede". Unter dieser Überschrift schreibt Dr. v. Salvisberg in seinen „Hochschulnachrichtcn" unter Bezugnahme auf die be- kannlc Erklärung der Gießener Studentenschaft: Mitten in das unerquickliche Kamp^getricbe der durch fitr^* sichtige oder verständnislose Führer in die akademische Jugend hineingetragenen konfessionellen Verhetzung tönt wie ein erlösendes Wort die Erklärung der Gießener Studentenschaft. Der Verband deutscher Hochschulen war bis jetzt lediglich ein der jüngsten akademischen Bewegung entsprossener Kampfverband gegen die konfessionellen Verbindungen und — gewisse Behörden, und die hochtönende Propaganda, die gegenwärtig von seinem publizistischen Vertreter, einem Mitgliede des Vereins deutscher Studenten, im ganzen Reiche nach vorwiegend Hoensbroech'schem Rezept gemacht wird, beginnt glücklicherweise der deutschen Stu-, dentenschast die Augen zu öffnen und ihr zu zeigen, wohin sie treibt, wenn sie mit solchem Lootscu an Bord ihr Schiff den Wogen eines fanatischen und einseitigen Parteikampses vreisgiebt. Vor 25 Jahren cniiachte der V. D. Sk. aui akademischem (Schiet den Antisemitism u s, der unendlich v i e l S ch a d e n angerichtet hat und im letzten Stadium seines moralischen B a n k e r o l t s noch die jüdischen V e r b i n d u n g e n und ihre Verbände als die akademischen Pflanzstätten einer neuen sozialen Partei erblühen sah. Und wenn in der zwölften Stunde der gegenwärtigen Bewegung der V. D. St. den Ausschluß der katholischen Verbindungen von LerbandZwegen mißbilligt, so ist auch diese Bewegung nichtsdestoweniger von ihm und seinen einzelnen Lokalverbänden in die Wege geleitet und im Fluß erhalten worden, und bereits beweist die enorme Zunahme des Aktivbestandes sämtl. katholischer Verbindungen, ihr zielbewußter Zusammenschluß zu großen Verbänden, welch verhängnisvolles Geschenk auch in diesem Falle der Pandora-Büchse des V. D. St. entstammt. Demgegenüber erhofft die Gießener Studentenschaft, der sich mittlerweile die Heidelberger Kommilitonen und der bereits zum „Verbände deutscher Hochschulen" gehörige Marburger Studentenausschuß a u g e s ch l o s s e n haben, „im Interesse der Ueberbrückung der konfessionellen Gegensätze eine Aeuderung in der Stellungnahme des Verbandes." Hic Rhodas, hie salta! Damit ist die ganze Bewegung e n d g i l t i g erledigt, beim die erdrückende Majorität der deutschen Universitäten und Hochschulen wird bei ruhiger Betrachtung der Sachlage und der bisherigen zweifelhaften Ergebnisse der versöhnlicheren Losung Gießens folgen, und dem Verband deutscher Hochschulen bleibt nichts anderes übrig, als sein verkehrtes Kampsprinzip anfzugeben oder auszugehen! Es rechtfertigt dieser AuSyang vollinlmltlich unsere in die akademische Jugend gesetzte Hoffnung, daß sie sich bei Zeiten ans das Richtige besinnen und aus eigener Krait — ohne behördliche Hilie oder polizeiliche Mitwirkung — die schneidigen Waffen deS Geistes wiedersinden werde, die ihrer und der „richtig verstandenen akademischen Freiheit" allein würdig erscheinen und unseren Hochschulen den Frieden wiedergeben.* Ein Reinfall der Berliner politischen Polizei? Wie bei* „Vorwärts" berichtet, habe die Berliner polit. Polizei einen Versu cbr gemacht, einen „Genossen" für Lieferung von Nachrichten über innere Vorgänge der sozial- dcmokratischen Partei zu gewinnen, und sei dabei herein- gefallen. Der fragliche Genosse, Karl Fischer, so wird bc- haup>tet, ging scheinbar auf das Anerbieten eines Polizei- agenten Neumann ein. Dieser führte ihn in ein Restaurant, wo der Kommissar erschien. Der „Vorwärts" erzählt weiter: ■i. Donnerstag 8. Mäez ISO© Rotationsdruck und Verlag der Brübl'sche« Umücrfitätsbrudcret R. Lange, Gieß«. Redaktion, Expedition u.Druckerei: Schulstr. Tel. Nr. 6L Trlegr^Adr. r Anzeiger W btt Kgnir. lllÜhjs dcheii «ml01 oder verkauft werde. ..... o Ter Antrag Ioutz wird darauf dem zuständigen Ausschuß überwiesen und das Kapitel a n g e n o m m en. Tie Kapitel Kamera l- und F o r st d o m ä n e n, Ho f b au- wesen 2c. werden ohne Debatte genehmig t, ebenso die Zrvilliste des G r o ß h e r z o g s mit allen gegen 3 sozial- demokratische Stimmen. Bei Titel Großh. H o s st a I l werden für die Errichtung eines A u t o m o b i l f ch u p p e n s 12 800 Mk« verlangt, welche der Ausschuß mit 4 Stimmen zu bewilligen verlangt. Äbg. Acolthan beantragt Ablehnung der Position, da es sich hier um eine nicht absolut notwendige Forderung handelt. , Finanzminister Dr. Gnauth legt die Gründe für die Forderung näher dar. .. Abg. Reinhart beantragt namens seiner Partegreunde die Bewilligung der Position, die darauf gegen die Stimmen des Zentrums und der Sozialdemokraten a n g e n o m m c it wird. Ohne Debatte wurden dann die Fordcruiigcn für Jagdschloß Wolfsgarten, Großh. Palais zu Mainz, Dom aiiialb anwes en, Schloß zu Hirschhorn, nornu Schloß zu Groß - U >nstadt, Hof Dauern heim, Schlotz zu Gießen und die übrigen Positionen des Kapitels bewilligt« Ferner genehmigt die Kammer Kapitel W e i n b a u d o m ä n e n, Einnahme 171 700 Mk., Ausgabe 139 800 Mk., Badeanstalt Bai- Salz h a u s e n, Holzmagin Darmstadt ?c. — In der dritten Hauptabteilung Staatsdomänen werden für Kameral- und Forst-Domänen die Einnahmen mit 268 390 Mk., und die Aus« gabeit mit 139483 Alk. bewilligt, ebenso für das Braunkohl en- bera werk L u d w i g 2 h o ff n u n gdieEinnahnien mit 220 130Mk.„ die Ausgaben mit 138,955 Mk. Bei Kapitel Saline, Badeanstalt* und Ticfbauamt Bad-Nauheim Einnahme 1 044 770 Mk., Ausgabe 944 770 Mk. bringt Abg. Tamm-Friedberg verichicdene Klagen vor. Die neuen Kurhausbaut en entsprächen iiicht den vraktischen A n f o r d c r u n q e n der Stadt Bad-Nauheim, die Knrkapclle Bruch liefere s ch l e ch t'e M u s i f bei s ch l c ch t e r B e z a h l u n g der Musiker. Die Verunreinigung der Usa besteht fort, die Arbeiten bei den Bauten würden schlecht durch die Unternehmer bezahlt, billige Berücksichtigung der Gemeinden bei der Wasserabgabc re. Finanzminister Dr. Gnauth entgegnet dem Vorredner. Tie beiden neuen Verwaltungshäuser mit ihrer Perspektive vorn Balmhof ans böten ein großzügiges Stadtbild dar und die ganzeti Anlagen würden allgemein als vorzüglich anerkannt. Die Frage der Kurkonzerte habe eine erfreuliche Lösung gefunden durch das" Engagement des bekannten Leipziger -6 in d e r st e i n - O r ch e it c r s. An der zu langsamen Besciiigung der Verunreinigung der Usa sei weniger die Regierung, als die dabei beteiligten Gemeinden Schuld. Bezüglich der Wasser- l ei tungs frage dürfe man nicht aus Kosten des Staats „.Herablassend und freundlich tauschte er Gruß und Hönde- druck, nahm am Tiscke V'.atz und gab seine Wünsche kund, rührend der Versucher mit Spälxwaugen den Eingang überwachte, um vor „Uebcrraschungen" gesichert zu sein. 9hir genaue Nachrichten wünschte der „.Herr Kommissar", ment ausdringlich solle F. fragen, sich nicht vordrängeu, über die Vorstandssitzungen und Be->chlni,c des Altionsaussckmsfcs solle er umgehend und eingehend berichten. aber er solle die Sitzungen pünktlich besuchen und sich ja Wiederwahlen lassen. Und hundert Mark wurden ihm in dre Hände gedrückt, die solle cr nur nehmen, die Kien ihm geschenkt: jeden Bericht, den cr liefere, erhalte er bezahlt, aus 200 oder 250 Mark pro Monat komme es nicht an. Und Furcht vor Entdeckung brauche cr nicht zu haben Die Nachrichten in der „Anti- sozialdemokratischen Korresp." und m der Post" ftammren nickt von der Polizei, die sei froh, wenn n? selber ettvas erfahre ne bringe nichts in die Presse. Ehrenhast und charaktervol! bitte die Stütze des „Herrn Kommissar" ichom vorher wre m,t. dem Dreschflegel auf die Redaktion des „Vorwärts" als die >.nntcr- mämrcr der „Poft" hingewiesen, als er war dem Erichemen de- vou ihm als J>cr Kommissar" bezeichneten Herrn borchwiastagend Bekanntmachung. DaZ Proviantamt setzt den freihändigen Ankauf von Wiesenheu und Roggenstroh aus der letzten Ernte zu den gangbaren Tagespreisen fort. Die Einlieferung von Heu kann ohne vorherige Anmeldung und an jedem Wochentage von 8 bis 12 Uhr vormittags sowie von 2 bis 4 Uhr nachmittags erfolgen. Für die Einlieferung von Stroh ist wegen Beschränktheit des Lagerraumes vorherige Anfrage erforderlich. Der Ankauf von Roggen und Hafer ist geschlossen. Hanau, den 2. März 1906. Königliches Vroviant-Amt. Preist" e-M l>M M, i 5-rM WM ff 1 Ay - zu F. geäußert hatte: diese Nachrichten würden wohl von einem Redakteur des „Vorwärts" selber in der „Post" gebracht n'ordew sein! Diese Herren, die so große Gehälter bezögen, während die armen Genossen die Parteiarbeiten umsonst verrichten mußten, verdic-nten manchmal noch nebenbei durch solche Berichte! Bei einer zweiten Zusammenkunft, an der der „Herr^Kom- miii'ar" nickt mehr teilnahm, erhielt Fiscl)er nochmals 100 -cr. Für diese Zusammenkuiiit war aber bereits die Demaskierung vorgesehen: „Als die Sifnmg aufgehoben wurde, hals .Herr Neumann l)öflich, wie nur Schutzleute sein können, seinem „tyreunbe' F. in den Ueberziehcr, blieb aber plötzlich imt aiwgcttrecktem Arme int Acrmct seines Ucberzicl)ers sprachlos eilte Werte stehen, ass cr jählings Genossen Erlist vor sich stehen sah. Es war em Bild für Götlcr — diese Verblüffiutg! Ein paar Augenblicke kämpfte cr mit sich selber einen Kampf, ob er im Ucbcryieber mit dem Kopfe verschwürt)en oder verlegen lächeln sollte. Endlich zog cr letzteres vor. Und als hösticker Äurnn zog er grüßend den Hut, als? cr schnellen Schrittes an Ernst: vorbei zur Tür eilte, sodaß er gar keine Antwort auf dte wohlwollende Frage des Begleiters von Ernst, Genosien Rccliard Fischer, hatte: „Heute haben Sie wohl kein gutes Geschäft gemacht? Vielleicht geht's nächge Mal befser!". Er stürmte davoir. Vorn am .Hallenausgang kam ihm plötzlich ein Gedanke: schnnr- slnckS machte cr kehrt, eilte zum Wart.'saal zurück, hörte auf die wohlwollendciii Worte: „Bleiben Sie ruhig da, jetzt tstS zit allem zu spat!" gar nicht hin, sondern bat Genofse F., ihm wenigstens den Fragebogen und die zwecks Berichterstattung übergebenen Kuverts mit Adresse zurückzngebcm. rlbcr iclbst bieg kleine Bitte tonnte ihm F. nicht erfüllen, unb so zog denn gleich einem betrübten Lohgerber .Herr Neumann langsam nach denk Vojizei-PräsidiumS-Gebäude zu, um dort die freudige Botschaft zu künden ..." , , , • Der „Vorwärts" forderte infolgedessen btefer Tage, wie wir bereits kurz erwähnten, die Spender der 200 Mk. auf„ sie bei ihm abzuholen. Wir halten indes die ganze Geschichte für eine schlechte Erf in düng. An solche Tölpeleien der Berliner politischen Polizei können wir schlechterdings nicht glauben. Schon der Merw-eltsname „Nen- mann" deutet u. E. auf das Unerweisliche dieser „Bor.- wärts"-Mär. Zweite Hefstsche Kammer. R. E. Darmstadt, 7. März. Am Ministertisch: Staatsminister Ewald, Finanzminister Dr. Gnauth, Diinistcrialpräsident Braun, Geh. Staatsrat Krug von Nidda, Geh. Rat Milbrand, Ministerialräte Frhr. v. B i e g e l e b e n, S ü f f e r t. Präsident Haas eröffnet die Sitzung um 9 */4 Uhr. Das Haus tritt sofort in die Spozralberatnug des Staatshaushalts« Etats ein. Tie erste Hauptabteilung: „Reste aus friiheren Jahren wird nach kurzer Tarlegung des Ausschußreferentcn, Abg. Reinhart, ohne Debatte genehmigt. Die zweite Hauptabteilung: „Domänen de? Groß- h e r - o g l. H a u s c s" wird in Verbindung mit dem Antrag Joutz und Genossen, betr. daS Tomantal-Eigentum und deffen Erträgnis m Hessen, beraten. . 9(bg. Joutz begründet seinen Antrag, der dahm geht, bis ziir Voranjcklagsbcratuiig im Plenum als notwendige und in- teressierende Unterlage siir die Beratung desselben und der Re- gicriingsvorlage, betr. die Veräußerung von fiskalischen Grundstücken^ eine genau spezifizierte Uebersicht der als Großh. Haus oder Staatsdomäne im Grundbuch zugeschriebenen oder cocut. in Stutz- nicßimg des Staates befindlichen Immobilien dem Landtag nach einem bestimmten Schema vorzulegen. Finanzminister Dr. G n a u t h bemerkt, daß der Antrag eigentlich erst dem zuständigen Ausschuß hätte überwiesen werden müssen. Hier fötme er nur bitten, dem Antrag keine Folge zu geben. Wollte man das, so würde das außerordciitlich umständlich sein und eine Drucksacke von ea. 1170 Seiten notwendig werden. Er sei aber zu jeder näheren Auskiinst bereit. Abg. Hebet bringt eine Beschwerde der Gemeinde Lorsch wegen Schädigung in der. Losholzberechtigung vor und führt überhaupt Klage über das angeblich wenig rücksichtsvolle Versahreoi des Forstmeisters Ebel der Genieinde gegenüber, worauf Geheimrat W i l b r a ii d eine kurze Antwort erteilt. Abg. Joutz bleibt dabei, daß sein Antrag eine notwendige Klarstellung bezwecke. 23et der gegenwärtigen Finanzlage müsse man ein klares Bild darmber haben und beiirteilen können, ob zu teuer oder zu billig gekauft £ Die Schulter au den Schutt und das Gerolle! Noch ein paar Fuß, und wir steh'u aus der Schwelle. Und wieder grüßen wir, was sie uns dicht Iii Dunst verhüllten, reines Sonnenlicht. Ja, jetzt, wo Essen glüh'n, Dampsräder sausen, Gehts wieder durch die Welt mir heilgem Brausen, Wie damals, als der Zimmerinannssohn kanr Und all der Orlhodoxeu Formelkram Von Gottes Tisch wie Unrat oder Tand Erzürnt wegwischte mit der flachen Hand, Damit als Menichentrost und Nahrung bliebe Nur Kind und Vater, Gott und seine Liebe. Ja, wieder durch der Eisenhämmer Schall Schlägt hell die Wittenberger Nachtigall Wie damals, als den Frommen Zinn Entsetzen Der Bergmannssobn zerriß in tausend Fetzen, Um bloßzulegen seines Gottes Spur, Berghohe päpstliche Makulatur. Dein Volk zog er vom Kopf die Nebelbaiibe. Und: Selig, rief cr, macht allein der Glaube I Tas waren die Empörer, waren die, In deren 2lntlih der Gerechte spie Und deren Tod, im Kirchenzorn entlodert, Tie Lrthodoxcn von der Macht gefordert. Tas ivaren, die den Blick vorn Staub befreit, Wie heute, die Moderne n ihrer Zeit. Ja ivieder, trotz des Bannfpruchs der Synoden, Lai.scht alles Volk mit nngebaltncm Odern Ten Wahrheitssuchern, die mit fester Hand Tas Unkraut raiifen aus dem heiligen Land, Daß ungehenmit die Gottesausfaat treibe Und nichts als Lieb' und froher Glaube bleibe; . Nun, was ich sagen wollt . . . Jetzt ist's zu spät. Ein jeder heimst nur ein, was er gesät. I ch pflegte mehr den Griechen als den Christen; Toch unter Acrzten, Lehrern und Juristen So'n Wahrheitssucher, ehrlich und modern, Ja, einen Theologen hält' ich gern. Ad. En. -3üd '^-chcu. berget, ilerii außer bem .0,1, [«>» Arauche« iu empfiehlt i) hier unb .später s'"" rüch8trJ3,l. wasche» | Putzeu. : hunbsgasse> cnc liichtiße chstiuibeiim rckveg62ll im Hmm zu vnpachlm cÄr. 12,L iM ’\\x unter iiit ob. ohne ’müeien. ll,V. |1496 ü rittn je 46. [01555 DVi 630 000,— 81 487,50 20 000,— 30 C00,— 15 411,70 Zuweisung zur Unterstützungs-Rücklage Belohnungen an Beamte und für gemeinützige Zwecke Vortrag auf neue Rechnung ....... -Parlamentarisches. Berlin, 7. März. Die Budgetkommiffion des Reichstages nahm heute gegen die Stimmen der Sozialdemo- rraten die verhängte Vermehrung der Torpedoboote an und bewilligte ebenso unverändert die neu geforderten Unterseeboote. Eine Reihe von Kupiteln des Marine-Etats wurde gleichfalls bewilligt. Rur beim Kapitel über die Stellenvernrehrung der Offiziere wurden Zwei neu geforderte A d m i r al st c llen abge- lehn 1. — Dem 5- er r en Hause ist ein Gesetzentwurf betr. Festsetzung einer Bersch uldungs grenze für landwirtschaftlich genutzte Grundstücke zugegangen ch. Gießest, 8. März. Gestern verhandelte das Schwurgericht gegen den im Alter? von 11 Jahren wegen Diebstahls mit einem Verweis vorbestraften 18 Jahren allen Tienstkuecht Karl K ra a n ß k o p f, gebürtig von Sie ü c n , Zuletzt in Queckbornbedieustet, wegen Brandstiftung. Tie Anklage vertrat Gerichtsassessor Dr. Hetzet die Verteidigung fuhrt Rechtsanwalt Kaufmann. Der Angeklagte, der den Eindruck eines körperlich zurückgebliebönen Menschen machtz erklärte, sein Vater sei im Sabre 1900 gestorben, die Mutter müsse wohl auch gestorben sein, wann und wo wisse er rndjt, er sei als lljähriger Bub nach Münster durch den Für- sorgeverein 'zu Pflegeeltern gekommen und dort konfirmiert worden, dann habe er als Knecht gedient. So sei er im vergangenen Jahre zu )n per Beweisaufnahme wird festgestellt, daß der Vater des Angeklagten ein notorischer Trinker gewesen ist, daß sich die Eltern um dessen Erziehung wenig oder gar nicU gekümmert haben und feine Mutter im Irrenhaus an Gehirnerweichung gestorben ist, aber deren Geisteskrankheit nach der Art ihrer Entstehung als vererbungsfähig nicht anzusehen sei. Mit dem 11. Jahre ist der 'Angeklagte vollkommen verwahrlost und iittlich heruntergekommen nach Münster gegeben worden. Seme Pflegeeltern gaben sich redlich Mühe, den Buben zu einem ordentlichen Menschen zu erziehen. Drei Lehrer, sowie seine ehemaligen Dienstherren Ijabeu nie daS geringste gemerkt, was auf Geistes- nantbeit hätte schließen lassen. Kraußkopf war zwar kein Muster- lchüler, aber er kam im Lernen mit. Der Pfarrer, der ihn konsumiert hat. bekundete, in dem Angeklagten hätten als Kind chon gewisse Mächte gewohnt, die es nicht hätten zugelassen, daß er gewisse sittliche Begriffe in sich hätte aufnehmen Binnen. Die medizinischen Sachverständigen, Medizinalrat Dr. Haberkom und der Oberarzt der Hosheimer Anstalt, erklärten, daß der Angeklagte nicht geisteskrank sei und für seine Tat nach dem Gesetz verantivortlich gemacht werden müsse. Allerdings sei zu berücksichtigen, daß Kraußkopf geistig und körperlich nicht so entwickelt )ei, wie ein Mensch von 18—19 Jahren dies in der Regel ist. Er gleiche eher einem 16jährigen Buben. Dieser Umstand könne bei der Strafzumessung zu gunften des Angeklagten berücksichtigt werden. Gorichts.ffseffor Dr. Hetzel plädierte dahin, daß hiev nach dem eigenen Zugeständnis deS Angeklagten Brandstiftung an eurem Gebäude, in dem lanbwirtschastliche Vorräte auchewahrt worden seien, vorliege. Er tritt aber auch dafür ein, daß dem Angeklagten mildernde Umstände nicht versagt Wecken können. Der Verteidiger hebt alle Momente hervor, welche es wa^fchem- lich machen, daß Jfrer Angeklagte, als er die Tat beging, sich in einem Zustand befand, der seine freie Willensbestimmung aus schloß. Wäre dem so, so müsse der Angeklagte freigefprochen werden. Nach kurzer Beratung verkündete Professor Fr 0 m m e - Gießen als Obmann ben Spruch der Geschworenen, welcher auf schuldig der Brandstiftung lautete und die Frage nach mildernden Umitänben bejahte. einzelnen Gemeinden vesondeve Vortelle gewähren. 'Del Der '5Tb- hrssung des Quellwassers müßten natürlich in_ erster Linie die speziellen Verhältnisse von Bad-Nauheim Berücksichtigung finden; er sähe den Verhandlurigen darüber unter den Gemeinden mit Ruhe entgegen. Abg. Ulrich stimmt den Ausführungen des Finanzministers im allgemeinen zu. Es sei nicht angängig, einzelnen Gemeinden aus der Wasserleitung besondere Vorteile zu gewähren. Die Leistungen der Musikkavelle hätten wirklich nicht den Erwartungen entsprochen, dagegen hätten manche der Herren eine große Selbst-- Überhebung zur Schau getragen. Für Bad-Nauheim sei eine gute Kurkapelle eine Notwendigkeit, und beshalb freue er sich über das jetzt getroffene Abkommen; auch darüber, daß der Unternehmer den Musikern bessere Löhne zahlen werde. Abg. N 0 a ck intervelliert bezüglich der Vergebung der Installationsarbeiten in Bad - Nauheim und wünscht weiter- gehende Be r ü ck s i ch t i g u n g der heimischen Gewerbetreibenden dabei. Die Abgg. Joutz und Breidenbach bringen verschiedene Einzelwünsche vor. Letzterer wünscht bei der Vergebung der Bauarbeiten eine größere Berücksichtigung der Nauheimer Handwerker und Verlängerung der Kürsais 0 n. Abg. D a m nt verlangt dasselbe Recht auch für die Friedberger Handwerker. Finanzminister Dr. G n a u t h gibt nähere Auskunft über die Bestimmungen für die Vergebung der Arbeiten. Das Haus g e n e h m i g t daraus die Positionen für Bad-Nauheim, ebenso für die Eisfabrik Bad-Nauheim, Einnahme 14000 Mk., Ausgabe 10 510 Mk. Beim Kapitel StaatScisenbahncn Einnahme 14 000 000 Mk., Ausgabe 300 000 Mi. bringt Abg. Raab (Soz.) Beschwerden über die ungenügende Besoldung der Eisenbahnarbeiter und kleineren B^e a m t^e n vor, und klagt über ungünstige Bahnverbindung mit Ädg. Dr. Schmitt erhebt Klage darüber, daß die Schnellzuge zwischen Holland und der Schweiz jetzt zumeist nicht mehr über Bingen, Mainz, Worms, sondern durch die Pfalz geleitet würden. Auch lasse die Verbindung Mainz—Frankfurt, Mainz— Darmstadt—Heidelberg, Mainz—Worms 20. viel zu wünschen übrig, und die direkten Wagen würden immer mehr beschränkt. _Abg. Seelinger führt Beschwerde über die Eisenbahnzustande in Lampertheim. Abg. Korell bringt mehrere Beschwerden und Wünsche über die 0 b e r h e s s i s ch e n Eisenbahnen an. 11. a. fragt der Redner, wie sich die Regierung zu dem Projekt der Eisenbahn- fübrung von Groß-Felda n a ch der Wasserscheide stelle; der Anschluß würde von der Linie Gießen—Alsfeld aus zu erfolgen haben. Abg. D a m m bringt ebenfalls lokale Eisenbahnwünsche vor. Abg. Berthold, der über mangelnde Zugverbindung Frankfurt—Goddelau und Mainz—Darmstadt klagt und die Errichtung einer Haltestelle Schönauer Hof zwischen Nauheim und Bischofsheim wünscht. beveü, die Internsten btt?bei bell'vorliegenden AntrLgen rn BeVcht kommenden Angestellten zu förbern, soweit dadurch nicht die Irrteressen der Unternehmer geschädigt werden. Der Gesetzentwurf betreffend den § 63 des Handelsgesetzbuches und der anderen betreffenden §§ 133 u. ff. der Gewerbeordnung billigten seine freunde. Gegen die Resolution dagegen hätten sie einzelne Bedenken, so besonders gegen die Unterstellung der Techniker unter die Gewerbe- resp. Kvusmannsgerichte. Träge r (frs. Vp.) sprickst seine Zustimmung zu den vtt,chicdcncn Anträgen aus und schlägt Ucberweisung an die schon vorgesehene Gewerbevrbnungskommiffion vor. Aus der Aus- leguug bes. § 63 sei den Richtern kein Vorwurf zu machen Abg. Schack (wirtsch. Vg? bemängelt die gegenwärtige fach- luristische Auslegung des § 63. Nach einer kurzen Entgegnung deS Staatssekretärs legt , T 0 w e (frs. Vg.l dar, daß Ucbercinfiimmung darüber bc}tcbc, den § 63 Abs. 1 obligatorisch zu machen. Wenn aber 0aneben nach dem Antrag Bassermann auch die Nichtabzugsfähigkeit von Krankengelb obligatorisch bleiben soll, so sei doch zu bedenken, datz in dem Krankengeld bis zu einem gewissen Grade Ersatz für Gehalt liege. Damit schließt die Debatte und die beiden beantragten Gejetzenllvürfe mitsamt der Resolution werden einer besonderen Kvmmission überwiesen. Morgen Weiterberatuug des Pvstetats. ernannt. " Postpersonalien. Es haben bestanden: die Postsekretärprüfung Ober-Poslassistent Nau in Gießen; die Postassistentenprüfung Postgehilfc Stumpf in Friedberg. Angenom men sind: als Postgchilfc Gpinnasiast Kesse l in Gießen; als Telegraphengehilsin Luise Schaaf in Gießen. Gestorben ijt Ober-Postsekrctüc Schallas in Gießen. ** Aus d e m Bureau des Stadtt Heaters. Einer Anregung von maßgebender Seite folgend ist für nächsten Samstag, den 10. März, eine Schülervorstcllung von °Der Prinz von Homburg- angesetzt worden. Die Aufführung findet in derselben Besetzung und Ausstattung wie bei der Festvorstcllung statt. Der Anfang ist nachmittags 3 Uhr. Die Billets zu ermäßigtem Preise sind von heute ab im Vorverkauf (Ernst Challiers Musikalienhandlung) erhältlich. "* Vom hessischen Landtag. Folgenden eingehenden und sachlichen Bericht über die beiden Sitzungen der hessischen 2. Kammer am Dienstag leistet sich die täglich erscheinende „Butzbacher Zeitung": Hessischer Landtag. (Zweite Kammer der Stände.) Darmstadt, 6. März. Tie zweite Kammer beschästigie sich in ihrer heutigen Sitzung fast ausschließlich mit politischen Fragen. = Biltzba ch, 7. März. Bei Abbruch des alten Elektrizitätswerkes stürzte gestern abend der etwa 15 Meter hohe eiserne Schornstein auf die belebte Straße, zum Gluck ohne jemanden zu treffen. Die von den Zimmerleuten verwendeten Leitern und Balken brachen unter der Wucht des Falles in Stücke. O) Rockenberg, 7. März. Unsere cvang. Gemeinde ist so groß geworden, daß die Errichtung einer evang. Kirche in sicherer Aussicht steht. Ein Platz östlich der Strafanstalt ist als Bauplatz bereits erworben. ] Büdingen, 7. März. Bei der heute unter dem Vorsitz des Ministerialrats Dr. Eisenhuth am Gymnasium abgehaltenen Maturitätsprüfung bestanden sämtliche 15 Abiturienten. Sieben waren von der mündlichen Prüfung befreit. — Die SchulhauSplatzfrage wird nächsten Samstag den Kreisausschuß in einer öffentlichen Sitzung beschäftigen. Bekanntlich weigert sich der Bürgermeister, die Platzfrage nochmals auf die Tagesordnung zu setzen, da seinerzeit : endgültig über sie abgestimmt und der Platz am Wildenstein 1 Abg. Orb erhebt Klage wegen Wagenüberfüllung der Züge Nach Offenbach und die Bahusperre dort. Abg. Reinhart dankt für die Verbeffcruug der Zugverbiuduug Worms—Darmstadt—Frankfurt und Worms—Mainz. Ten Beschwerden des Abg. Dr. Schmitt könne er nur bewstichteu. Durch die Umleitung der Schnellzüge von Holland nach Basel habe auch Worms tatsächlich eine Schädigung erfahren. Die Verbindung von Rheinheffen mit Baden und der Pfalz lassen noch viel zu bessern r VrRk Auch sei dringend zu wünschen, daß die Erwartungen der Lokomotivführer und der Wagemneister bezüglich ihrer Gleichstellung mit den übrigen Kollegen in der preußisch-hessischen Eisenbahngemeinschaft erfüllt werden. Nachdem noch die Abgeordneten Dr. Heidenreich, Erk, Pennrich und Korell lokale Eifenbahnwünsche zum Vortrag gebrodü, wird die Weitcrberaluug oiif morgen vertagt. Nächste Sitzuiig Donnerstag. ,, „£ . m . zus. Mk. 1380 000 verbleibt em NeingewrnnvonMk. 804720,74, zu welchem der Vortrag aus dem Vorjahre mit Mk. 12 414,50 tritt. Es wurde beschlossen, der am 10. April in Wetzlar stattsindenden Hauptversammlung folgende G e w i n ii v e r t e i l u n g vorzuschlagen: Zuweisung zur gesetzlichen Rücklage Mk. 40 236,04 6% Dividende auf Mk. 10 500 000 Aktien-Kapital ------ Vertragliche und satzungsmäßige Vergütung an Auf- ichtsrat, Vorstand und Beamte ...... Limburg a. d. 2., 7. März. Frucht markt. Durch- schnittsprerse vro Malter. Roter Weizen 00.00 Mk., weißer Weizen 00.00 Mk., Korn Mk. 12.40, Gerste 00.00 Mk., Hafer 8.25 Mk.. Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 0.00 Mk. MkchlZehe Nachrichteir. Israelitische ReligionSgesellschast. Äottesdienkl. Sabbathfeier am 10. März 1906: tvrcitdg abend 5.50 Uhr. SamStag vormittag 8.30 Uhr. Predigt. Nachmittags: 3.30 Uhr. Sabbathausgang 7.10 Uhr. Sonntag ben 11. März 1906: m Purim. Morgens 6.30, abends 6.00. WochengotleSdienst: uiorgeiis 7.00, abends 6.00 Uhr. zum Bauplatz bestimmt worden sei. Die Mehrheit des Gemeinderats ist jedoch jetzt für einen Platz im Zentrum der Stadt und verlangt nochmalige Llbstimmung. Für heute abend ist eine Bnrgerversammlung cinbentfen. Wetzlar, 6. März. Der gestrige Nczitations- abend der Leseoereinigung war recht gut besucht. Herr Josef Wenz aus Gießen trug kleinere und größere Dichtungen moderner Autoren vor. Drei Melodramen wurden in recht geschickter Weise von Fräulein Minna Körner- Gießcn auf dem Klavier begleitet. Der Vortrag des Herrn Wenz paßte sich Verständnis- und stimmungsvoll dem Inhalt der Dichtungen an, daß er damit die wirksamsten Eindrücke erzielte. ES kam dies bei dem „Heideknaben" von Fr. Hebbel, im „Klagenden Lied" von M. Greif, in E. v. Schönaich- Karolaths „Sulamith" und namentlich bei E. v. Wlldcn- bruchs „Hexenlied" in besonders nachhaltiger Weise zum Ausdruck. Beiden, dem Rezitator luic der Pianistin, wurde reicher Beifall gezollt. (Wetzl. Anz.) p. Ehringshausen (Dill), 7. März. Im Kreise Wetzlar bestehen nur drei freiwillige Feuerwehren. Zu diesen zählt auch unsere über 40 Mann starke Wehr. Am 17. Juni d. I. feiert sie das 25 jährige Stiftungsfest. L angen h ai n - Ziegen berg, 6. Mär,;. Der Passavant'schc Forstvcrioalter Sommeclad erlegte gestern Montag abend die erste Schnepfe. Deutscher Aerchstag. 59. Sitzung vom 7. März. Aus der Tagesordnung stehen drei Anträge Basser- mann betreffend die Derhaltuisse der gewerblichen An- e stellten, fotoie brr Handlungsgehilfen. Ter erste Antrags bezweckt eine Reihe von Zusätzen bezw. Abänderung in Derr Bestimmungen der Gewerbeordnung § 133 a ff. Diese handeln vvn den Betnebsbeamteu, Werkmeistern und Technikern. Der -Uverte Antrag (Resolution Bassermann- ist auch von Zentrums^ intb. frciiinuigcn Abgeordneten unterzeichnet. Der dritte Antrag Bapermann, wiederum ein Gesetzentwurf, will die bisher rur OiSpositive Vorschrift des § 63 des Handelsgesetzbuchs obligatorisch machen. tp Bassermann (natl.) befürwortet zunächst seinen, die -oerhaltuipe der Velriebsbclrmten, Werkmeister und Techniker be- ttefseicken ersten Gesetzentwurs. Die in seiner Resolution aus^ gtinudten Wunsche zu gunsten der Techniker überlasse er seinem Mrtanftagikeller Potthost und bemerke dazu einstweilen, daß er bie Ausdelmung der Vorschriften über die Handlungsgehitsen uub ine ^echmker namentlich auch für richtig halte nut Bezug auf jbie Bestimmungen über die Konkurrenzklausel. Rcbner geht bann ^her ent auf bte Geschichte des § 63 bes .Handelsgesetzbuchs nnb^nuf Erforderms, diesen bisher bisposiliven Para- graphen ooligatonich zu machen. Bei ber Beratung bes' Haubels- Lefetzbuchs fei st'inttzeit lebiglich ber zweite Msatz bieses Para- «raphen |ur obligatorisch erklärt wocken, ber dem Prinzipal nicht gestattet, Bezüge aus Unfall- unb Kpankenverficherung von bem äu ben erkrantten Gehilfen zu zahlenben Gehalt abzuzieheu. Dies ME nun bm sonberbaren Sachverhalt geschaffen, baß zwar die Abzug^Lhigkelt vvn Kranken- unb Unfallgelb ausgeschlossen sei, baß aber der Prinzchal auf bem Wege des Engagementsvertrags Die Zahlung des Gehaltes überhaupt ausschließen könne Gerade gn die,em wichtigen Punkte sei also bem Prinzipal freie Hand ^em abzuhelfen bezwecke sei Antrag. Tie Wohltat Des s b.5 muffe ben Hanblungsgehilfcu unbedingt obligatorisch Mgute kommen. Abg. Potthvff '(frs. Vg.), als Mitaittraqsteller bie Reso- Ä c^^^bnb, legt bar, wie bringend eS sei, den technischen 6.esich^rte rechtliche Grundlage für ihr Beruss- ,Tnbcm man sie den Handlungsgehilfen ^chtllch gleichitelle, emmal mbezug auf daS Kündigungsver- a-r llnb 6anz vornelMlich inbejug auf die ^taatsierretär Nieberding erklärt namens ber Verbünbeten Regierungen könne er eine Erklärung nickst abgeben, S,yef btc ^nbeläl. unb gewerblichen Fragen, die heute hier Clt?' hEen, bte Regierungen bereits beschäftigt. Tie w1Gesichtspunkte lourben von ben Regierungen Vn_^u3e behalten werben. Nach ber Ent- 8Ä^Ü^eichlchte deS § 63 sei gar kein Zweifel darüber, baß § 63 m -SÄi 1 nm bt^pontiv nicht als Zwangsvorschrift von "bem ^Ewesen fei Wenn man hier im Hanbelsgefetz- Weg ba: SiwngStondmft kfdmitm wolle, so sei b-ch sich auyemer fv einseitigen Regelung auf diesem etnprt Gebiete Unzuträglrchkerten ergeben müssen, die vielleicht Zustande fonne11 bic Unzutväglichkeften aus bem bestehenben ?bg. N a ck e n (Ztr.) begrüß ben Antrag Bassermann betr. fXX b^de^anbels^set-buch^ mit Freuden unb befürwortet die Resolution Bassermann betr. • -1!°^ ber Techniker mit ben HaudlunaSgelülftn 1 mCn ^orichiebentlichcn Teilen. Auch er nimmt babei nament- 1 Itd} Bezug nur bte Kvnkmrenzklausel in demselben Sinne nüe der Abg. Pott hoff. . _ dGg. Singer lSoz.) spricht ebenfalls feine Sympathie mit , oem Antrag Bassermann aus und verbreitet sich namentlich über bie gegenhxirtige Rechtlosigspit ber technischen Angestellten, deren i aerabezu jämmerlich seien. Der Staatssekretär ; Jvurbe jicl} cm Verbienit erwerben, wenn er ganz allgemein aut" rme weitere Einschränkung bes Könkurrenzklauselweseiis im , Hartbelsgewerbe hinwirke. Abg. v. Mal kewitz (lonf.) erklärt, auch seine Freunbe feien i Märkte ? Gedern, 6.März. Der heutige Schweinemarkt war nur wenig befahren. Die Preise waren dementsprechend sebr hoch, ferkel kosteten je nach Qualität 60—90 Mk. das Paar uni Einleger 100—150 Akk. Fette Schweine waren nicht auf- getrieben. Aus StaDt uuo EuuH. Gießen, den 8. März. "Ordensverleihung. S. K. H. der Großherzog haben dem Beigeordneten Gg. Binder zu WormS das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps deS Großmütigen verliehen. ** Personalien. S K. H. ber Großlwrzog haben den Ministcrialkanzlisten beim Staatsministerium, August Winkler, zum Miuistcrial-Kanzlei-Jnspektor beim Staatsministerium, den Steuerkontrollcur, Regicrungsassessor Dr. Phil. Jost zu Friedberg, zum Stcucrkommiffariatsassistenten bei dem Steuerkommissariat Friedberg und den Negierungsassessor Wilh. Geis aus Stammheim zum Steuerkontrollcur * Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Dem in Klein-Lin den wohnhaften Werkmeister Wilh. Reuschling wurde anläßlich seiner silbernen Hochzeit von seinem Arbeitgeber Fabrikant Klingfpor in Gießen ein namhaftes Geschenk übermittelt. — In Heidelbach starb int Alter von 80 Jahren der Kriegsveterau Joh. Wagner 2., der den badischen Feldzug 1848—1849 mitmachte.________________ Ein junger Brandstifter vor den Geschworenen. Der Gerichtshof verurteilte ben Angeklagten nach Antrag bes Staatsanwalts zu 8 Monaten Gefänanis, bon denen 7 Wochen alS burch bie Unterfuchungshast für verbüßt: erachtet wucken. Strafmilbenib fiel ins Gewicht, baß ber verursachte Schaben nicht groß War, ferner bie Jugcnb bes Angeklagten, hoffen schlechte Erziehung unb bessen mangelhafte geistige unb körperliche Entwicklung. Handel uttö Verkehr, Volkswirtschaft. Bubern 3 ' sche Eisenwerke, Wetzlar. In der Auf- sichlsratSsitzung wurde der Rechnungsabschluß für bas Jahr 1905 vorgelegt. Der Roh gewinn stellt sich auf Mk. 2 1 84 720,74 (int Vorjahre Mk. 1 911 943,08 ohne Berücksichtigung ber Einnahme auS dem Verkauf beS Zementkontingeuts ber Abteilung Lollar) —. Nach Abschreibungen in £>öbe von 'Mk. 980 000 Zuweisung zur Eriieuerungs.Rücklage in Höhe von . . „ 350 000 Zuweisung zur Rücklage für Älußenstänbe in Höhe von 50 000 Bpanf-Seide ?. >?s —- Zollfrei! — Master an Jedermann! — Seidenfabrikt. Henneberg, Zürich Kein Rauch! Kein Buss! Kein Kopfweh! Spiritus-Bügeleisen oder direkt durch die D”,'. gur d. 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In Giessen zu beziehen durch die einschlägigen Geschäfte 95'166 [200] 88 824 904 6 47 9 6007 930 67 68 97051 61 94 95 9 8006 20 102 der unter 4 Jahre alten Pferde, der Hengste, der Stuten, die entweder hochtragend sind oder noch nicht länger als 14 Tage abgesohlt haben (als hochtragend sind Stuten zu betrachten, bereit Absohlen innerhalb der nächsten 4 Wocl)CN zu erwarten ist), der Vollblutstutcir, die iin Allgemeinen deutschen Gestütbuch oder den hierzu gehörigen offiziellen — vom Unionklub geführten — Listen eingetragen und von einem Voll- bluthengft laut Dec! sch ein belegt sind, auf Antrag des von den Besitzern, deren Namen mit den Buchstaben L—Z beginnen. 3cbcr Pferdebesitzer ist verpflichtet, sein: sämtlichen Pferde Musterung zu gestellen mit Ausnahme: vorgeieigt. Zusammenkunft vormittags 9y4 Uhr auf der Straße Winnerod—Saasen am Eingang in den Petersgrundwald. Dasselbe ist von Station Saasen in 15 Minuten zu erreichen. Tas Stammholz wird zuerst versteigert. Winnerod, den 7. März 1906. radikal und sicher wirkend, stets frisch bei [1273 Adolf Bieler, Drogerie 5 Marktstraße 5 Verdingung. der städt. Spreng-, Schlamm- und Kehricht- einzureichen. Zuschtagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 6. März 1906. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. 15 22 38 41 52 88 233 86 366 425 531 72 601 48 96 33 89 064 99062 98 145 96 207 13 17 25 27 59 VII. KesNsch-Mirrnzische Staatslotterie Iichung IV. Klasse. 6. Mr? IS06. (Ohne Gewähr.) Alle Nummern, neben welchen nichts bemerkt ist, sind mit 167 Dlact gezogen. 2 36 64 66 76 152 210 315 33 404 75 502 19 23 30 57 75 89 692 747 77 824 44 87 929 58 96 [2001 1040 70 84 102 73 448 77 534 622 23 [2001 71 76 728 833 994 2051 106 96 [200] 242 81 402 [200j 90 639 70 721 36 41 71 802 31 49 58 63 88 907 48 53 .3018 136 46 89 95 210 19 40 57 65 392 442 82 502 79 96 630 44 62 [2000] 68 729 30 834 933 WANDERTAGE im ODEiiWALDE. 50 der schönsten Ansichten aus allen Teilen des Odenwaldes mit stimmungsvollem Begleittext von Alb. Kleinschmidt. Das schönste Gelegenheits- gcschenk für jeden Freund des Odenwaldes. [a2*/. Fein kartonniert nur 3,50 Mk. In Mappe 4 Mk. Verlao von Emil Roth, Giessen. Holz-Versteigerung in der Försterei Winnerod. Montag, den 12. März 1906 sollen in den Distrikt. Petcrsgrund, Walpertsberg u. Burgwald versteigert werden: cct. Buchen: Scheit 162 rm, Prügel 250 rm, <2toc: 128 rm, Reiser 414 rm. Eichen: Prügel 6 rm, Stock 2 rm, Reiser 6 rm. Nadel: Prügel 16 rm, Stock 26 rrn, a. b. Besitzers, e. der Pferde, welche auf beiden Augen blind sind, f. der Pferde, welche in Bergwerken dauernd unter Tag arbeiten, . g. der Pferde, welche wegen GrTrarJuiig nicht marschfähig sind ober wegen Ansteckungsgefahr den Stall nicht verlassen dürfen (in diesen Fällen ist tierärztliches Zeugnis vorzulegen), h. der Pferde, welche bei einer früheren Pscrdeinusterung als dauernd kriegSunorauchbar bezeichnet worden sind, i. der Pferde unter 1,50 Meter Bandmatz. Von der Verpflichtung zur Vorführung ihrer Pferde sind SnFgenommen: a. die aktiven Offiziere und Sanitätsoffiziere bezüglich bei von ihnen zum Dienstgebrauch gehaltenen Pferbe, b. Beamte im Reichs- ober Staatsdienst hinsichtlich der zum Dienstgebrauch, sowie Aerzte und Tierärzte, hinsichtlich der zur Ausübung ihres Berufes am Tag der Musterung unbedingt iwtwenbigen Pferde, c. die Posthalter hinsichtlich derjenigen Pferbezahl, welche von ihnen zur Beförderung der Posten kontraktmäßig gehalten werden muß. Pferdehändler sind von der Vorführung ihrer Pferde nicht ■Befreit. Unter besonderen Umständen, namentlich in dringenden Fällen Imm Großh. Kreisamt Gießen Befreiung von der Vorführung emtreten lassen. Wir fordern hiernach sämtliche Pferdebesitzer hiesiger Stadt auf, ihre Pferde in dem angegebenen Termin vorzuführen, bezw. vorfümen zu lassen und zu diesem Zwecke eine halbe Stunde vor Beginn der Musterung zur Stelle zu fein. Die Pferde sind gezäumt, im übrigen aber ohne Geschirr vor- zuführen. Pferdebesitzer, ivelche ihre gestellungshflichUgen Pferde nicht rechtzeitig ober vollzählig vorführen, haben außer der gesetzlichen Strafe bis zu 150 Mark zu gewärtigen, baß auf Uwe Küsten eine zwangsweise Herbeischaffung ber nicht gestellten Pferde vvr- gawmmen wird. Dos Vorfahren der Pferde durch Kinder oder durch alte, gebrechliche Leute ist verboten. Insonnit bis' zum Muslerungstermin Veränderungen im Pferdebestaud durch Zu- oder Abgang eintreten, hat der betreffende Pferdebesitzer hiervon sofort auf dem Bürgermeisterei-Bureau (Zimmer Nr. 15) Anzeige zu machen. Gießen, den 5. März 1906. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecu ut. solide, bewahrte Systeme liefert billigst Ernst Bloedner Seltersweg. [1490 öffentlich vergeben erhältlich, sind spätestens bis zum obengenannten Zeitpunkt an Kein Staab mehr! Das feuchte Aufwaschen der Fussböden ist überflüssig beim Gebrauch von 1007 Terrolin (staubfreiesFeffepalver) Niederlage bei August Noll, Kreuz-Drogerie, Bahnhofstr.5L Reiser 38 rm. Eichen-Stämme: 2 Stück 33 u. 34 cm 707 20 58 i 200] 71 [200] 834 55 [2001 25062 72 118 36 62 217 59 92 337 419 532 33 86 618 41 94 725 63 825 66 934 83 26002 24 [200] 61 212 [10 000] 96 471 578 83 84 612 738 97 825 2 7002 103 22 86 206 27 55 97 327 34 87 498 [200] 516 58 92 756 79 81 84 93 829 56 924 74 [200] 83 86 28005 23 73 161 78 206 36 310 28 49 445 47 68 526 69 696 702 924 41 68 29166 69 423 72 92 500 701 29 52 87 802 18 . [1000] 80 314 27 419 547 [200 48 663 96 844 49 K; Wachste Ziehung: 3. April 1306. 767 836 [200] 37 85 932 54 47 573 746 63 804 36 Kreppe!« täglich irisch bei 230 Hofbäcker Mäusburg 12. 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[1300 676 96 708 803 36 76 914 „ o, 60019 21 80 160 216 [200] 53 310 14 31 99 439 64 87 543 756 A 842 74 926 31 93 61031 53 104 23 220 396 480 604 20 33 [200] 86 [2001 716 31 54 61 [200] 803 5 [200] 75 918 [200] 62015 33 57 73> 27o 332 45 [200] 538 96 635 [250] 706 11 17 94 [200] 800 17 87 959 60 6 8011 39 112 51 90 236 57 85 92 99 368 433 63 84 650 708 12 828 929 «4044ä4 209 48 90 322 35 82 411 53 590 621 714 [250] 37 59 835 4o 93 96 [200] 90^ , 65022 93 98 124 36 363 456 83 96 535 56 600 17 730 853 906 53 62 66123 74 204 63 79 353 60 75 470 95 526 27 30 614 63 71 [400 741 97 826 57 72 920 27 30 36 58 73 6 7008 83 97 213 54 3/2 ol7 H 603 548 49 984 46 58 68041 636 62 99 712 21 34 817 45 928 6903 92 109 52 74 89 [200] 94 274 85 352 568 80 93 621 3143 59 70o 72 77 820 4; 76040 50 59 103 [250] 25 36 210 36 434 61 69 72 5731 97 618 4. 62 700 17 828 65 960 66 71039 42 43 93 104 65 206 14 52 57 86 97 37^ 96 420 51 67 [200] 68 501 26 611 55 703 66 99 860 93 903 18 7 2024 5. 63 143 201 68 73 347 59 411 51 59 67 512 647 55 77 755 69 839 912 6» 76 73059 182 96 245 48 50 347 93 464 510 78 611 712 801 ?3 78 925 74000 74006 86 196 246 72 75 77 326 63 66 618 93 95 745 68 867 92 75235 57 [200] 354 [200] 403 27 55 566 98 [250] 692 / 09 53 6? 87 97 805 82 92 982 99 76032 [200] 124 54 263 314 94 457 97 535 9k 614 30 73 707 14 31 42 73 805 34 44 48 98 913 39 48 84 77023 73 ZK. 80 395 418 23 522 73 81 95 98 608 74 739 [250] 58 80 830 7 8003 24 54 9J4 79 320 45 400 22 531 97 606 24 56 760 95 968 7 9007 36 93 109 20t 460 97 563 [200] 72 [200] 681 700 44 70 806 961 80103 34 346 52 84 401 23 92 502 4 47 51 799 838 916 50 8109' 9Q3 382 450 90 551 736 95 923 30 39 62 82052 108 31 40 8o 308 57 79 87 [1003] 445 642 50 65 787 838 49 65 81 99 939 83064 79 104 70 219 78 351 415 20 [200] 44 546 741 802 917 57 84026 43 104 39 46 77 8; 89 90 97 210 337 [400] 47 476 96 510 47 85 669 731 837 46 91725 8 5041 65 121 24 229 79 90 301 29 87 447 528 669 81 856i 60 871 91 912 14 85 86009 14 30 52 185 218 22 349 61 68 405 45 71 1200] 94 519 25 28 37 641 735 44 53 800 41 68 921 35 50 88 8 7020 47 58 69 100 42 96 226 68 326 400 20 [200] 60 516 32 40 85 93 626 812 74 930 39 54 88024 73 186 377 476 531 621 724 79 814 16 27 31 54 9o3 67 71 8903. 55 65 78 167 209 17 46 366 [200] 79 92 433 [200] 86 58o 704 29 419o3 90026 43 82 191 97 426 [200] 81 562 614 21 42 74 77 /8 ,18 [200] 37 52 72 962 98 99 91001 59 159 63 83 88 31617 43 62 97 415 21 64 517 36 610 801 48 72 95 944 47 56 92005 30 48 228 69 343 44 56 77 [400] 91 4: 6 44 61 [2C0| 500 07 627 705 46 816 45 68 83 950 [200] 68 93003 124 213 24 59 67 301 54 63 76 94 407 42 82 [200] 611 18 [250] 73 89 ----------- • 94041 46 59 86 136 54 202 6 37 94 302 412 Bekanntmachung. Betrifft: DaS Landgestüt; hier: den Abgang der Landgestütsbeschäler nach den Landgestülsstalionen. Tie nachstehende Verfügung Großherzoglichen Krcisamts Hießen bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 2. März 1906. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. y/g Mecum. Gießen, den 22. Februar 1906. Betrifft: Wie oben. Das Erohherzozliche Kreisamt Giessen an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Wir beauftragen Sie, in Ihren Gemeinden bekannt machen 7 Fricdrichstr. 96 gegenüb.d.Central-Hotel -Dvl 1111 < gegenüb. d. Central-Hotel — Man verlange unsere illustrierte Preisliste. — Bauherren n. liaurniiernehnier eine Partie Lesen niib Herde wegen Aufgabe dieses Artikels unter PreiS empfehlen Brüder Schmidt Gießener Fischhaus 30 Sonnenstraße 30 Prima Nordsee-Schellfisch und Cablian eingetrofsen -u den billigten Preisen am hiesigen Platz. 01557 4211 18 20 401 79 512 653 57 729 61 927 5014 140 [400] 49 54 214 24 57 99 476 501 42 60o 6 64 76 741 80 813 29 939 78 6106 63 75 225 53 321 30 52 73 415 56 59 586 87 758 987 7019 57 130 56 93 456 69 90 597 626 58 89 90 763 91 96 882 800o[250J 117 23 48 67 211 53 [200] 60 83 93 318 23 611 55 705 83 855 [25000] 9056 165 202 61 378 496 526 [200] 27 32 662 77 [250] .775 98 856 79 10043 87 125 204 306 11 44 49 442 588 600 37 80 91 70o 44 oO .... 803 972 11048 [200] 90 203 24 300 44 50 87 438 58 505 9 [200] 61 73 658 [ 200] 718 32 881 962 77 1 2097 169 242 66 [200] 304 8 73 83 400 515 29 683 822 32 91 97 979 88 13045 64 102 12 61 87 284 329 4o 50 [200] 457 558 626 89 753 85 869 904 91 14012 82 103 27 45 270 340 86 430 549 74 98 649 8-15 „ 15029 110 242 301 40 54 78 448 65 546 614 48 744 47 918 16080 139 46 62 91 94 218 28 333 36 39 598 761 822 28 31 82 99 936 67 76 92 94 17002 232 67 305 22 32 57 434 612 23 41 92 748 56 97 884 903 61 83 90 18022 49 111 12 17 69 203 323 52 60 61 612 33 57 714 31 72 73 99 823 26 45 69 [200] 904 17 70 19042 45 68 166 238 78 359 73 486 99 563 97 606 24 709 40 95 98 919 38 41 74 90 . 20056 215 19 22 40 314 16 34 39 98 571 606 48 717 26 50 56 73 807 14 28 53 94 920 24 30 55 21158 273 300 [1000] 302 413 44 87 504 12 50 605 27 54 726 83 96 98 838 93 915 36 81 22U31 73 79 114 28 32 63 [200] 279 442 83 99 526 32 64 76 97 713 35 54 828 82 937 23007 120 41 43 58 66 76 85 200 95 323 43 45 61 404 14 594 96 609 46 711 26 61 870 71 931 24001 3 44 143 88 237 60 78 319 62 523 [200] 56 688 mit 1,50 fm Inhalt, Eichen-Stämme: 44 Stück von 20—30 cm Durchm. mit 14,80 fm Inhalt, Eichen-Stämme: 29 Stück von 12—20 cm Durchm. mit 6,07 fm Inhalt, für Wagner geeignet. Das Holz im Distrikt Walpertsberg und Burgwald (14 rm Scheit, 22 rm Prügel, 4 Stock 38 rm Reiser, 19 Stück Eichen-Stämme mit 6,24 fm Inhalt) wird nicht 28 683 738 39 54 889 99 901 70 99 30005 47 202 8 28 302 400 20 43 48 530 51 626 80 704 42 68 86 87 922 45 31046 152 97 233 69 [1000 a. e. Pr. v. 75 000] 89 92 [ 2001 317 63 406 11 14 84 530 264 667 752 80 840 41 985 [200] 32039 42 99 120 42 207 20 38 498 573 75 631 718 39 [ 200] 49 832 76 96 33094 [2001 187 223 67 94 383 423 514 29 54 726 98 824 63 960 95 34002 22 103 [200] 86 210 73 84 92 375 76 [5000] 82 401 14 65 571 77 695 734 872 73 35005 52 122 86 259 [250] 76 311 47 70 82 98 448 92 540 67 62o 39 89 713 862 972 73 86030 33 43 72 346 441 52 589 611 76 80 879 932 49 54 97 [200] 37003 127 56 [200] 289 320 483 650 59 79 775 94 810 72 99 969 38006 76 190 211 314 19 33 42 82 466 540 623 805 77 972 81 39128 52 228 30 67 73 84 94 319 454 585 618 42 76 81 82 709 95 807 Bekanntmachung. Die diesjährige Pferdcmusterung für die Pferde der Stadt Gießen findet anf dem Trieb (Exerzierplatz) statt, und zwar: 1. Montag, den 26. März, vormittags ioyt Uhr, von den Besitzern, deren Namen mit den Buchstaben A—K beginnen und den Besitzern der Gemarkung Schisienberg; 2. Donnerstag, den 29. März, vormittags 98/< Uhr, 31 32 47 936 - 40036 44 83 84 101 380 91 401 54 90 659 82 93 96 759 77 808 33 56 62 41036 111 14 26 91 215 70 306 44 67 91 471 [200] 564 656 703 66 81 801 94 [200] 933 42086 139 90 95 256 66 306 30 51 60 91 405 39. 550 667 706 60 821 901 11 34 87 43055 226 56 63 95 353 78 90 401 68 75 80 526 36 670 737 818 51 908 85 44195 204 337 [200] 93 413 37 [200] 59 95 612 25 33 54 739 98 809 [200] 19 [1000] 52 996 97 [2001 45055 61 139 96 232 42 341 419 22 63 520 52 89 632 4o 727 44 [200] 54 800 [200] 54 99 919 46008 19 50 68 176 232 354 427 [200] 47 79 527 46 54 77 690 770 72 826 29 39 70 945 47072 137 41 69 61 84 206 7 ' 200] 41 93 337 92 445 525 39 47 688 745 47 95 803 6 27 82 921 38 4 8015 31 111 62 72 234 359 549 615 16 707 21 52 850 49083 85 298 357 [200] 75 76 446 65 551 622 77 720 826 52 66 902 50 50041 [200] 157 72 97 219 24 25 38 48 60 83 87 313 78 446 784 851 62 920 68 51062 128 87 99 [200] 210 40 81 85 305 28 41 43 4M 93 504 [200] 64 95 824 30 83 970 74 52006 52 195 206 17 461 502 5 74 6>2 710 20 58 68 70 [200] 80 866 72 905 32 57 60 72 79 5 3001 25 31 57 130 84 227 [200] 41 64 69 302 23 [200] 452 57 95 560 634 88 725 96 919 54069 76 98 173 98 [200] 214 323 48 416 44 59 81 513 691 754 78 814 55002 5 200]59 180 293 346 78 463 694 73743 827 70 81 904 16 56 56063 91 184 207 329 47 83 538 627 72 98 710 849 52 58 62 67 74 926 36 84 5 7076 121 318 41 62 441 63 95 507 24 33 95 643 57 739 60 814 19 87 [200] 923 58111 334 429 39 509 37 41 [200] 80 688 712 15 17 A 878 935 59148 66 81 92 252 70 93 98 320 22 41 54 85 94 437 88 [200 Ferromanganm bestes Kräftigungsmittel stets vorrätig. 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