Nr. 262 Zweites Blatt LS6. Jahrgang Mittwoch 7. November 1906 SwSl'itUitMwSiLSw <« sÖ6w|btC§&vv *ä|1 e>-äUv1 wQc|P|d}t Landwirt" erscheint monatlich einmal. V v U^VV 'SF V Ä Tel. Nr. 6L Telegr.-Adr. r Anzeiger Oie^tt, General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Amtlicher T it. Gießen, den 6. November 1906. Detr.: Beitreibung der Gemeindeeinkünfte. Das Grotzherzogliche Kreisamt (5ic[;en au die Grotzh. Bürgcrmcistercicn und die Gemeinde- einuehmer dcS Kreises. Unter Bezugnahme auf pos. 1 unseres AuSschreibenS vom 21. Oktober 1903 — Amtsblatt Nr. 13 — erinnern wir Sie an die alsbaldige Vorlage der Pfandbcfehle. ____________I. V.: Froelich. Bekanntmachung. Wegen Vornahme vonAnschluharbeiten wird die Marktstraße vom 8. November l. Zs. an für den Fuhrverkehr gesperrt. , Wegen Vornahme von KanalisationSarbeitcn wird die Walltor st raße, zwischen Bcaugasse und Nordanlage, von beute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt.^ Gießen, den 6. November 1906. Groß!). U^oii30nuiit Gießen. __________________Herberg. ______ Kekanntmachmlg. Betr.: Ausführung des Mietwohnungs-Gesetzes. W»r haben die Wahrnehmung gemacht, daß die durch Artikel 4—6 und 11 des Gesetzes vom 1. Juli 1893 vorgeschriebene Anmeldung von Mietwohnungen (bestehend auS drei oder weniger Raumen einschließlich der Küche), Dchla'räumen und insbesondere von Schlafstellen beziv. von Aenderungen in der Person des Mieters oder Vermieters nicht stallfindet. Wir bringen nachstehend die genannten Gesetzesbestimmungen »ur allgemeinen Kenntnis mit dem Aniügen, daß die vorgeschriebenen Anzeigelormutare aus unserem Aleldebureau zu Haden sind. Gleichzeitig weisen wir daraus hin, daß Bestrafung eintreten wird, falls bet der demnächst statlstndenden Revision der iDliet- Wohnungen re. durch den städtischen Wohnungsinspeklor, die Unterlassung von Anmeldungen festgestellt wird. Gießen, den 8. November 1906. Großh. Poli-eiamt Gießen. Herberg. A rrrk el 4. ««zetgepsttcht der Vermieter. A Derjenige, für dessen Rechnung eine Wohnung erstmals vermietet wird, oder dessen Vertreter ist verpflichtet, hiervon vor dem Einzuge des Mieters der Polizeibehörde Anzeige zu machen, wenn entweder 1. die Mietwohnung (einschließlich der Küche und ausschließlich solcher Räume, die in Astermiete gegeben oder von anderei» Personen regelmäßig mrtbenutzt werden) aus drei oder weniger Personen bestellt, oder 2. Kellergeschosse, oder nicht unterkellerte Räume, deren Fußboden nicht mindestens 0,26 Meter über Erde gelegen ist, oder 8. unmittelbar unter Dach (ohne Zwischendecke) befindliche Räiime zum Wohnen oeimietet werden sollen. Die Anzeige niuß Auskunft geben über: a) den Eigentümer, sowie die Lage des HauseS nach Straße und Nummer • b) die Lage der Wohnung (ob im Haupt- oder Nebengebäude und in welchem Stockwerk); c) die Anzahl und Bestimmung der Räume; d) den Berus des Mieters, sein Verhältnis zit den in feiner Hausgemeinschaft befindlichen Personen, sotvie Nennen und Alter derselben. f Die Vermieter sogenannter möblierter Wohiiungen sind von dieser Anzeigepflicht befreit, wenn und solange der Mietpreis für das Zimmer den Betrag von monatlich 8 Mark überschreitet. Artikel 5. Ter Polizeibehörde ist ferner binnen einer Woche Anzeige zu macheri, wenn in der Person des Vermieters oder Mieters einer Wohnung der im Artikel 4 bezeichneten Art eine Aenderung em- Iritt, oder wenn durch Sernunberung der Zahl der Mieträume oder durch Afteroermietung die Wohnung nachträglich anzeigepflichtig wirb. Tie Anzeigepflicht trifft bei Aenderungen in bet Person bes Vermieters den neuen Vermieter. Bei Aenderungen in der Person des Mieters sind zugleich die im vorigen Artikel unter den vorgeschriebenen Angaben zu machen. Artikel 6. Wer dritten, nicht zu feiner Familie gehörigen Personen Schlafstellen, mit oder ohne Berechtigung zum Aufenthalt über Tag, vermietet, hat hiervon vor Beginn der Mietbenutzung der Polizeibehörde Anzeige zu machen. Die Anzeige muß Auskunft geben über: a) Lage des Hauses nach Straße und Nummer, sowie über den Vermieter; b) Sage, Länge, Breite und Höhe der zu Schlafstellen bestimmten Raume; e) die Anzahl der in jedem einzelnen Raum vorhandenen Schlafstellen. Von jedem Wechsel in der Person des Vermieters der Schlafstellen hat der neue Vermieter der Polizeibehörde binnen einer Mache Anzeige zu machen. Artikel 11. Mit Geldstrafe bis zu 30 Mark wird bestraft, wer die nach Artikel 4—6 vorgeschriebenen Anzeigen zu machen unterläßt oder in diesen Anzeigen wissentlich unrichtige Angaben macht. Deutsches Reich. Berlin, 6. Nov. Der Kaiser trifft am 14. b. Mts. in Donaueschingen ein. Aut 17. fährt der Kaiser nach Baden-Baden. Er wird dort bei dem bad. Großherzogspaar verweilen und reist dann nach Berlin zurück. Die Kaiserin trifft gleichfalls am 14. ds. in Donaueschingen ein und fährt nach kurzent Aufenthalt nach Titisee, wo sie einige Tage verweilen wird. — Bei den heutigen Wahlmännerwablen für den 8. Berliner Landtagswahlkreis, die in der dritten Abteilung stattfanden, tourden 402 Sozialdemokraten, 18 Angehörige der Freisinnigen Volkspartei und 7 Konservative gewählt. Außerdem ergaben sich 13 Stichwahlen, von denen 11 zwischen den Freisinnigen und den Sozialdemokraten, 2 zwischen den Konservativen und den Sozialdemokraten statt- zustnden Habern — Die Reichstags-^tudienkommisfisn, welche sich nach Ostasien begeben hatte, hat die Rückreise angetreten. Diejenigen SDhtgliebec der Kommission, welche ben- eiben Weg wie auf der Hinreise gewählt haben, sind gestern abend auf dem Datnpfer ,Prinzeß SUice* in Hongkong eingetroffen. Abg. v. Rispenhaufen-Crangen, der nut der sibirischen Bahn zurückgereist ist, traf bereits heute wieder in Berlin ein. Die Rückkehr der ersteren Herren erfolgt anfangs Dezember. — In einer längeren Zuschrift an die .Germania* protestiert Abgrordn. Erzberger gegen die Zurück- b e h a l t u n g seiner durch den Untersuchungsrichter im Reichstage beschlagnahmten Akten, die ihm trotz wiederholter Reklamation nicht auSgeliefert seien. Ebenso protestiert er dagegen, daß baS Material in die Hände der Geheimerate Rose und Seitz gelangt sei, wie sich auS Nandbemerkungen derselben ergebe. Posen, 6. Nov. Die Staatsanwaltschaft leitete wegen der bekannten Moschiner Krawalle eine Untersuchung ein wegen Landfricdcnsbruches, Widerstandes gegen die Staatsgewalt und Beamtenbeleidigung gegen den Abg. Chlapowski, den Maurermeister KordylenSki und zehn andere Personen aus Moschin. Lützen, 6. Nov. Heute nachmittag sand die feierliche Grundsteinlegung der Gustav-Adols-Kapclle auf dem Schlacht selde statt, deren Errichtung'der Schenkung des Ehepaares Konsul Ekmann-Stockholm zu danken ist. Aussijchcs. In Petersburg fand am 6. November eine Sitzung des ersten Staatsdepartements statt Kur Beratung einiger mit den Wahlen zur Reichsduma unö zum Reichsrate verbundenen Fragen, in deren Verlauf folgende Resolution gefaßt wurde: „Die Bauern müssen innerhalb ihrer Kurie wählen und dürfen an Wahlen innerhalb der Gutsbesitzerlürie nicht teilnehmen. Die dem Kosakenstand angehörenden Personen dürfen weder an den Wahlen teilnehmen noch gewählt werden, wenn sie nicht in 5tosakenländereien ansässig sind. Unter einem eigenen Quartier, dessen Nutznießung den Inhaber desselben berechtigt, an den ftäbtu schen Wahlversammlungen teilzunehmen, ist eine solche Wohnung zu verstehen, die eine sechständige Wirtschaft mit eigenem Eingang und eigenem Herd repräsentiert und keine innere Verbindung mit anderen Wohnungen besitzt. Personen, die armutshalber von Wohltätigkeitsanstalten freie Wohnungen beziehen, desgleichen Mieter einzelner Zimmer genießen kein Wahlrecht und werden in die städtischen Wahllisten nicht eingereiht. Desgleichen dürfen Niedrigstdienende, wie Portiers, Monteure, Holzausseher, Lampenputzer usw. ebensalls nicht in die städtischen Wahllisten eingetragen werden. Ferner dürfen an den Reichstagswahlen nicht teilnehmen die NiedrigstLienenden der Eisenbahnen, wie Signalisten, Wege-- und Vrückenmeister, Lokomotivführer und deren Gehilfen, Kondukteure, Waggonausfeher, Weichensteller usw. Am Dienstag explodierte in der lebhaftesten Verkehrsgegend, Ecke der Garten- und Erbsenstraße, in einem Wäschemagazin eine Bombe. Das ganze Magazin wurde zerstört und alle Fensterscheiben in der Umgegend zertrümmert. 15 Personen erlitten mehr oder minder schwere Verletzungen. Obwohl die Führer der sozialdcm. und nationalen Parteien sich verständigten, dauern in der Umgegend von Lodz die mörderischen Kämpfe zwischen Arbeitern fort. Am Dienstag wurden sechs erschossen. Innerhalb sechs Tagen wurden dort 17 Arbeiter getötet. Im Bezirk Samara töteten mit Gewehren bewaffnete Räuber den Bauern Gratschew in seinem Hause, ferner seine Schwester und einen Hirten sowie zwei Arbeiter. Sie verwundeten die Frau Gratschew und zwei andere Personen. Die Räuber befahlen, daß die Opfer sich auf die Kuiee legten, um ihnen mit dem Bajonett die Kopfe zu durchbohren. In Sewastopol verhandelte das Kriegsgericht über die Angelegenheit des im Mai gegen den Festungskomman- danten General Nepljuje verübten Bombenanschlags und verurteilte den 13jährigen Edelmann Makarow unter Berücksichtigung seiner Minderjährigkeit wegen Teilnahme an dem Anschlag zu 12 Jahren Gefängnis. Aus SiaSt uno Luno. Sprechstunden der RedaU<:i 11—1 Uhr vornr., i/27—Vs8 Uhr abbs. Gießen, den 7. November 1906. "Revision der Mietwohnungen. Der städtische Wohnungsinspektor ist zurzeit mit der Revision der Mietwohnungen, Schlafräume und Schlafstellen beschäftigt. Wir machen die Vermieter derartiger Räume darauf auf# merksam, baß, soweit es noch nicht geschehen ist, die alsbaldige Anmeldung bei dem Polizeiamt hier zu geschehen hat, wo auch die notwendigen Formulare zu erhalten sind. Wird durch den WohnungZinspektor die Unterlassung der vorgeschriebenen Anzeige festgestellt, so ist Bestrafung zu befürchten. Im übrigen verweisen wir auf die Bekanntmachung deS Polizeiamts im amtlichen Teil und insbesondere auf den Art. 5 der dortselbst abgedruckten gesetzlichen Bestimmung. " Sein 25jährlges Dienstjubiläum feierte der Großh. Zugführer Johannes Port im Kreise seiner Familie. Auch seine Kollegen und Vereinsfreunde vom Fahrbeamten- Verein hatten sich zu einer kleinen Feier im Vereinslokale (Lenzscher Felsenkeller) zahlreich eingefunden. Möge es dem Beamten vergönnt sein, noch lange Jahre in voller Frische und Gesundheit seinem gefahrvollen Berufe gerecht zu werben. '* Oejfentliche Lesehalle. Im Oktober wiwben 2216 Bände vusgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Sittern tur 1231, Zeitschriften 357, Jugendschristen 208, VerSdichtungen 47, Litteraturqeschichle 12, Länder- und Völkerkunde 43, Süiltur- qeschichte 22, Geschichte und Biographien 96, Kunstgeschichte 20, Naturwissenschaft und Technologie 81, Seewesen 4, Land- und Hauswirtschaft 10, Gefundbeilslehre 10, Religion und Phtlo- sophie 29, StaatSlvissenschast 9, Sprachnnstenschasl 7, Kreindiprach- Nches 10 Bände. Nach auswärts kamen 93 Bände. — Ein Nachtrag zum Katalog ist erschienen und wirb für 10 Psg. während der Bücherausgadestunben verkauft. " Ibsen-Gedächtnisse ier. Als zweiten Teil der Feier, deren erster am 14. d. M. slattfindet, veranstaltet der Theaterverein am 6. Dezember eine Aufführung von Ibsens „Frau vom Meere* mit Irene Triesch in der Tttelrolle. " Zum Generalsekretär der hessischen Landwirtschaftskammer wurde, wie in der Vorstandssitzung am 8. November beschlossen wurde, der derzeitige Generalsekretär des hessischen Landivirtschaflsrats, Oekonomierat Dr. Müller (nicht LanbeSökonvmierat Müller, wie mitgeteilt wurde) gewählt. • • Die Feldbereinigungsarbeiten in den Gemarkungen des Kreises Gießen machen fortgesetzt Fortschritte. Nachdem die Feldbereinigung in Hungen, Langsdorf und einigen Orten der Umgegend bis nach 9hbba zu Ende geführt wurde, haben in den letzten Wochen wieder vier weitere Gemeinden die Einführung beschlossen, Hattenrod, Leihgestern, Weiters ha in und Birklar. • • In einer Schule fragt der Lehrer nach den Bergen int Fichtelgebirge, worauf bet Schüler den .Schneeberg" nannte. Nach dem anderen Berg gefragt, verharrt der Schüler im Schweigen. Der Lehrer will ihm auf die Spur helfen, indem er bedeutungsvoll mit einem Finger an den Kopf des Knaben tippt. Rasch erheiterte sich baS Antlitz des Jungen und freudestrahlend versetzt er laut: .Ochs en - köpf!" V . Nodheim a. d. Bieber, b. Nov. Zur Ergänzung des letzten Artikels int .Gieß. Anz.*, den Bau der hiesigen Hochdruck-Wasserleitung betreffend, sei von unterrichteter Seite mitgeteilt, baß die Firma Schröder-Frankfurt a. M. zwar die Rohrlegungsarbeiten ausführte, die Quellen- fassung und der Ban des Hochbehälters im Launscheibsberg jedoch einer hiesigen Firma, dem Bauunternehmer L. Steinmüller, übertragen war, bet sich seiner gestellten Ausgabe In meisterhafter Weise entledigte; gewiß zu begrüßen im Interesse der heimischen Industrie! Die Bauleitung hatte die Firma Bichler-Frankfurt a. M. Was den Kostenpunkt an* betrifft, so sei bemerkt, daß die Kostenrechnung noch nicht abgeschlossen ist, zumal die Wassermeffer noch einzubauen sind. Aber dennoch kann schon übersehen werden, daß die Kosten des ganzen Objektes auf keinen Fall 120 000 Mk. erreichen und sich bedeutend niedriger stellen werden. p. Vetzberg, 7. 9aß die Pcnsions- kasse des Verbandes der süddeutschen freien religiösen Gemeinden, zu welchem auch die Mainzer Gemeinde gehört, einige Verbands- Prediger, unter diesen auch Herrn v. Cuccagna, bei dem Deutschen Privatbeamtenverein in Magdeburg versichert patte. Gegen diesen Verein hat nun Herr v. Cuccagna w e gen „Erwerbsunfähigkeit" Ansprüche erhoben. Begründet srnd diese Ansprüche durch das Attest eines hiesigen Arztes über chronische Heiserkeit und starker Nervosität, mit welchem unser früherer Prediger auch unserer Gemeinde gegenüber am 3 Oktober die plötzliche Niederlegung seines Amtes und seine Abreise motivierte. In dem damals seiner Krau hinterlassenen Briefe sagt jedoch Herr v. Cuccagna feilt Wort über die Verschlimmerung seines Halsleidens. Am 4. Oktober erschien dann im „Mainzer Journal" die für die Ocffentlichkeit bestimmte Erklärung seines Glaubenswechsels. Herr v. Cuccagna befindet sich augenblicklich in Wien, Ho,vital und Konvent der Barmherzigen Brüder." Tic chronische Heiserkeit bestand bei dem ehemaligen deutschkatholischen Prediger schon zur Zeit semes Eintritts in den hiesigen Dienst, und sie war genau io gut oder genau so schlimm, als er etwa acht Tage vor seinem Rücktritt in einer hiesigen Gewerkschaft nochmals gehörig wider die „Pfaffen" loslegte, wie es so seine Gepflogenheit bei jeher Gelegenheit war. Wenn übrigens die weitere Nachricht des Blattes richtig ist, dlaß Herr v. Zuceo bereits eine Woche vor Bekanntgabe seines Glaub cnsw ech sels mit „beteiligterSeite" Unterhandlungendarübergepflogen hatte, so wirst dies ein noch grelleres Licht auf den Herrn, als es schon der Fall ist. Denn nichts wäre ihm leichter gewesen, als ein ihm von einer Gewerkschaft cmgesynnenes Referat abzulehnen: wenn er das nicht tat, so spricht dies dafür, daß weder seine Heiserkeit sich verstärkt, noch er sonst leidender geworden war. Erkennt der Deutsche Privatbeamtenverein das hiesige ärztliche Attest allein nickt an und kommt es zum Prozeß, so wird eben die Auffassung der Richter entscheidend sein, ob daS körperliche oder „geistige" Leiden des Herrn v. Zucco ilm zur Niederlegung seiner Stelle bewogen hat. Das letztere dürfte als Pensionsgrund aber kaum anerkannt werden. Auf alle Fälle bleibt am meisten zu bedauern die Frau, die er aus guten Erwerbsverhältnissen herausgerissen, sic um einen kleinen Witw eng ehalt gebracht und in eine fremde Stadt verpflanzt hat, um sie nack achtwöchiger Ehe schmählich im Stiche zu lassen, sich aber in den Kvnvent der Barmherzigen Brüder in Wien zurückzuziehen. Es soll zwar Freude im Himmel sein über jeden bekehrten Sünder, aber daß seine hiesigen — jetzt wieder — Glaubensgenossen eine Freude über seine Rückkehr empfinden, kann gerade nicht behauptet werden. Wir glauben, die „Cuccagnade" ist noch lange nicht zu Ende! Worms, 6. Nov. S. K. H. der Großhenzog traf, wie die »Worms. Ztg." meldet, heute vormittag 10 Uhr mittels Extrazugs von Darmstadt hier ein und begab sich vom Bahnhof zu Wagen nach dem Nonnenbusch, um dort, einer Einladung des Obersten Freih. v. Heyl folgend, an der Fafanenjagd teilzunehen. Die Rückreise des Groß- herzogS erfolgte nachmittags 4 Uhr. — Der ärztliche KreiSverein war gestern nachmittag zu einer Besprechung über den Fall Seiler (Tod einer Frau infolge Verblutung, die wegen zu späten Erscheinens ärztlicher Hilfe nicht gestillt werden konnte) versammelt, deren Ergebnis folgende Erklärung ist: Der ärztliche Kreisverein Worms erklärt im Hinblick auf die tit letzter Zeit in den Zeitungen verschiedenster Richtung gegen einzelne seiner Mitglieder, sowie gegen den Verein selbst erfolgten Angriffe, daß ihm die jedes Maß übersteigende Art dieser Angriffe ein Eingeben auf die Sache in der Presse unmöglich macht. Der Oeffentlichkeit gegenüber glaubt der Verein jedoch die Pflicht zu haben, seine Stellungnahme folgendermaßen zu präzisieren: 1. Durch eine unglückliche Verkettung von Umständen ist offenbar keinem der beteiligten Äerzte die Dringlichkeit des Falles zum Bewußtsein gekommen, andernfalls würde Jeder derselben — nicht gesetzlicher, wohl aber einer moralischen Verpflichtung gehorchend — dem Rufe sofort bedingungslos Folge geleistet haben. 2. Durch ein ehrengerichtliches Verfahren hat die Angelegenheit ihre statutenmäßige Erledigung gefunden. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Am Merseclentage gab es im Mainzer Stadttheater, wo L'ArrongeS „Mein Leopold" zur Aussühr- itng gelangte, eine Gratisvorstellung. Die Sektfirma Henkell u. Cie. hatte für diesen Theaterabend sämtliche Plätze käuflich erworben und sie an ihre Ar b eiter und aeladene Gäste verteilt. Verinischte». • Chinesische Seeräuber richten großes Unheil an der Küste der südlichen Provinzen Chinas an. So wurde der engl. Dampfer »Fienam^ von Seeräubern überrascht und die Mannschaft rasch überwältigt. Die Räuber erbeuteten etwa 2 00 000 Mark, worauf sic das Schiff beschädigten und hilflos auf hoher See verließen. Kurz darauf wurde der französische Dampfer „Chansock" von den Seeräubern erbeutet und in den Grund gebohrt, nachdem alles ausgeplündert worden war. Die Seeräuber gerieten in ein Gefecht mit Zollbeamten, wobei sie sich mtt Gewehren verteidigten. Es gelang den Piraten zu entkommen. * Von einer seltsamen Hochzeit berichtet das ,^eltower Kreisblatt" aus Nixdorf. Ein Brautpaar hatte eben die Räume des Standesamtes verlassen, und der junge Mann hatte seine ihm gesetzlich zuerkannte Ehehälfte ins Vaterhaus gebracht, um sie liebenden Händen zur Schmückung für die kirchliche Weihe zu überlassen. Da kreuzte seinen Weg zur Wohnung ein Automobil, mit dessen Insassen er manche luftige Fahrt zusammen gemacht hatte. Im Umsehen war er auf das Gefährt gehoben, und fort ging es nach einem Weinlokal, wo manches Glas geleert wurde. Zur Erfrischung der durch Wein erhitzten Gemüter wurde noch eine Fahrt unternommen, und ehe man es ahnte, war man auf das Jagdgelänbe eines bekannten Rixdorfers geraten, das an die Gefilde der Schöneberger Rieselfelder grenzt, und setzte bei dem Freund die Shreiperei fort. Erst her eintretender Dämmerung machte man sich auf den Heimweg und sttandete dann noch in einem Gasthaus des nahen Marttfleckens. Dem jungen Ehemann dämmerte nur nach und nach das Bewußtsein von der Bedeutung des Tages wieder. Inzwischen saß, mit der Myrte geschmückt und dem Brautgeschmeide, daheim die Braut und wartete. Stunde auf Stunde verrann, und die kirchliche Feier mußte abgesagt werden. Stauirend kamen die Gäste. Endlich erschienen die Eltern mit der Braut und entschuldigten den .Schwiegersohn mit Unwohlsein. Man setzte sich zu Tisch. .Schon war das Hoch auf den anwesenden Teil des Paares verklungen, dem abwesenden ein sttlles Glas geweiht, da verkündete der weithin schallende Klang eines Töff-Töff sein Nahen. Der Schwiegervater,' von bösen Ahnungen gepackt, eilt ihm entgegen. Beim Anblick seines tief geknickten Eidams hielt er es für besser, ihn nicht zu zeigen. Er überantwortete ihn zwei Kellnern und schickte ihn in die neue Wohnung. Die Feier, bei der man allgemach doch noch in Stimmung kam, mußte ohne die Hauptperson beendet werden. Am andern Tag eilte er mit physischem und moralischem Kater reumütig zu seinem jungen Weibe, aber erst eine mehrwöchige Probezeit hat die Versöhnung gebracht. Der kirchliche Segen ward nun am letzten Mittwoch in aller Stille eingeholt. * Kleine Tages ckronik. In Berlin beging in einem Weinrestaurant der Referendar Dr. Hans G ü nther Schaw etzki aus Breslau Selbstmor b. Als er sich unbeobachtet glaubte, holte er einen Revolver aus der Tasche und jagte sich eine Kugel in die Schläfe. Aus hinterlassenen Briefen netzt hervor, daß dein Motiv zum Selbstmord eine peinliche Liebesaffäre zu Grunde liegt. — Im Schnellzuge Leipzig-Weimar stach in der' letzten Nacht vor Naumburg der Ti'chler Prälsch aus Weimar die Tochter des Hofmalermeisters Binder mit einem Dolch. Er flüchtete aus dem Zugableil, wurde jedoch verhallet. Das Mädchen ist lebensgefährlich verletzt. — Der Raubmörder Raubt, ber das 54jährige Fräulein Jark in Hamburg er- mordete, wurde in Bremen verhaltet. — In der Ratze der Station Eisenstein (Bayern) warfen sich der I7jährige Bergarbeiter Prohaska und dessen 16jährige Geliebte zusammengebunden vor einen Z u g. Beide wurden gräßlich verstümmelt. Der Bursche war sofort tot, das Mädchen verstarb später. — Ter M ü nch en er Münzräuber König gab das Versteck der von dein Münzraub noch fchlenbeu 8000 Mk. an. Tas Geld wurde im Rayon des König!. Bekleidungsamtes gefunden. — Die Konfektioneuse Ornat aus Posen gab in M ü nch en auf ihren Geliebten, weil er sie zwang, sich der gewerbsmäßigen Unzucht zu ergeben, z w e i R e v o l v e r f ch ü s f e ab und brachte sich dann einen Schuß in die Brust bei. — Vier Mann ber Besatzung bes Sperrforts Tresassi in Tirol, barunter ein Feuerwerker, würben bei ber Reparatur einer Teleptzonleitung von einer Lawine u c r f ch ü 11 e t. Trei Mann konnten gerettet werben, ber vierte würbe tot aus bem Schnee hcrvorgezvgen. — In Amanville (Frankreich) tötete sich eine 43jährige Frau mit ihren beiben Kinbern durch Einatmen von Leuchtgas. Das Motiv der Tat ist ein Streit der Frau mit ihrem Geliebten. Gießener Strafkammer. )( Gießen, 6. November. Folge« eines VicHHandels. ~ Gelegentlich eines Viehhandets kam cs zwischen bem Taglöhner G. Sch. von Schlitz und dem Handelsmann K. Sch. von Grebenau zu einem Wortstreit, in dessen Verlauf der letztere von dem elfteren einen TrittgegendenLeib erhalten haben will, der ihn 14 Tage arbeitsunfähig machte. Auf erfolgte Anzeige wurde ber Beschuldigte auf die bestimmte eidliche 'Aussage des Verletzten hin, wegen Körperverletzung zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt. Der Verurteilte, welcher nach vüc vor feine Schuld bestritt, erhob gegen bas Urteil Berufung und machte geltend, der Verletzte habe auf die Frage des Vorsitzenden, ob er bestraft sei, eine verneinende Antwort gegeben, trotzdem er bereits eine Strafe wegen Bettugs habe; dieser Umstand rechtfertigte auch die Annahme, daß er in anderen Punkten ebenfalls die Unwahrheit gesagt habe. Die eingeleitete Untersuchung führte dann auch zur Verurteilung des Verletzten, indem er kür stich durch das Schwurgericht wegen Meineids zu einer Zuchthaussttafe von einem Jahr und zur dauernden Eidcsunfählgkeit verurteilt wurde. DaS Berufungsgericht war nicht in der Lage, auf die Aussagen des inzwischen wegen Meineids Bestraften, ein verurteilendes Erkenntnis zu gründen, zumal es der Ueberzeugung war, daß er die Sache sehr übertrieben hat. Es sprach deshalb den Angeklagten wegen ungenügender Beweise frei. Ein Nnverbcfferlichcr. Auf Grund seines Geständnisses wurde ber Fahrbursche A. T. von Kassel wegen Zuhälterei zu einer Gefängnis strafe von einem Jahr verurteilt. Gleichzeitig erfolgte bie Ab- erfemtung ber bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre und bie Stellung unter Polizeiaufsicht: auch soll er nach Verbüßung der Strafe der Landespolizeibehörde zwecks Nebersührung in das Arbeitshaus überwiesen werden. Der kaum 23 jährige Angeklagte, ber schon eine erhebliche Strafliste auf".»weisen hat, wurde Ende August d. I. aus dem Arbeitshaus entlassen, wo er 6 Monate zugebracht hatte. Vorher hatte er eine Strafe verbüßt, die ihm ebenfalls toegen Zuhälterei zucrläunt worben war. Er gab zu, einige Zeit feinen Lebensunterhalt von bem Geld bestritten zu haben, das' eine Frauensperson durch Gewerbsunzucht verdient hat. Das Gericht erkannte im Interesse der Mlgemeinhett auf eine strenge Strafe, zumial der Angeklagte ein arbeitsscheuer Mensch ist, auf den die' seitherigen Strafen keinen Eindruck machten. Die Nebenstrafeti erfolgten mit Rücksicht auf die ehrlose Gesinnung und die Gemeingefährlichkeit. Das Geständnis hatte die Anrechnung eines Monats ber erlittenen Untersuchungshaft zur Folge. Eine überflüssige Berufung. Der Kolvorteur L. R. von Frankfutt a. M. hat zu Groß- Karben Druckschriften unb Bilbcrwcrkc, von Haus zu Haus gehend, feil geboten, ohne im Besitze des vorgeschriebenen, von der zuständigen Verwaltungsbehörde aufgestellten Verzeichnisses zu sein. Es erging an ihn ein Strafbefehl, dessen Einspruch dos Schöffengericht verwarf, weil er zum Termin nicht erschien. Die von ihm erhobene Berufung wurde zurückgewiesen, da er ttoh ordnungsmäßiger Ladung ausblieb. Gerichts?^!. 0 Marburg, 6. Nov. Ein Schwalmer Püozeß beschäftigte heute bis in die späten Abendstunden hinein das Schwurgericht. Unter der Anklage, am 26. September v. I. Beim Schöffengericht in Neustadt einen Meineid geschworen zu haben, stand der 40 Jahre alte begüterte Landwitt Joh. Jost Schier aus Mcngsberg. Wie aus per Verhandlung hervorging, Bestand zwischen Schier und seinem Dorsgenossen Wagner eine alte Feindschaft. Der letztere lparf dem Schier vor, daß ihn dieser der Brandstiftung Beschuldige und immer nm ihn zu ärgern, eine Bewegung mache, als ob er ein Streichholz anzünde. Wagner und Schier prügelten sich 'deshalb oftmals und regelmäßig wurde dann Wagner bestraft. Am 15. Mai v. I. kam es in Momberg gelegentlich eines Brandes wieder zu Streitigkeiten zwischen den Beiden. Bei dem Gerichtstermin soll Schier entgegen der Wahrheit geschworen haben, daß er damals nicht am Hosenbein gestrichen hatte, weil gerade dadurch der Stteit entstanden sein soll. Die Verhandlung, in der eine Menge Zeugen vernommen wurden, endete mit der Freisprechung deS Angeklagten. Mit dem „Mitbringsel" der Kochfrauen hatte sich ein Schöffengericht in Berlin zu beschäftigen. Jede Hausfrau, die in die Lage kommt, eine Gesellschaft zu geben, und sich dabei einer Kochfrau bedient, kennt die bei diesen Frauen vielfach in die Erscheinung tretende Unsitte, daß sie sich für Berechtigt holten, von den in die Küche zurückwandernden Resten der Tafel, ober ia.uch von ben Rohmaterialien wie Kaffee, Zucker usw. mehr oder minder große Mengen in ihren KorB zu packen und mit nach Hause zu nehmen. Zu einer Gesellschaft von 18 Personen hotte die Göttin eines Landgerichtsrats eine Kvchfrau Bestellt, die sich des' allerbesten Leumunds erfreut, und ihr zur Unterstützung eine Aufwärterin, die Frau eines kleinen Beamten, BeigegeBen. Als die Gesellschaft Beendet war, und sich die Beiden Frauen entfernt hatten, war die Frau Landgerichtsrat höchlichst barüBcr verwundert, daß wenig von den Speisen üBrig geBlieBen war. Sie erfuhr von il rem Dienstmädchen, daß bie KVchfron ihren KorB vollgepackt, davon einen Teil ber Auswärterin abgegeben unb bas Dienstmädchen gebeten habe, sie nicht zu verraten. Die beiden Beschuldigten Fronen schlugen der Frau Lcmdgerichtsrätin gegenüBer auf deren schriftliche Vorhaltungen einen unangemessenen Ton an und strengttn sogar eine Beleidigungsklage gegen diese an. schlug dem Faß den Boden und veranlaßte eine Straf a n z e i g e wegen Diebsta.hls ob-er Hehlerei. M Grund der VekundunL des Dienstmädchens über die Menge der mitgenommenen Etzwaren hiell das Schöffengericht sowohl Diebstahl als Hehlerei für vorliegend und verurteilte die Beiden Bis dahin unbescholtenen Frauen zu 14 Tagen Gefängnis. ... Leipzig, 6. Nov. Das Reichsgericht verwarf die Revision des Redakteurs Friedrich Heinig von der „Leipz. Volksztg.", der vom hiesigen Landgericht wegen Beleidigung der zweiten ächsischen Kammer unb Aufreizung zu 1 Jahr 9 Monaten Gefängnis verurteilt worben war. Gelbheiraten find nach dem Empfinden des Volkes etwas Unsittliches. Die Heirat ist kein Geschäft, und mit Recht verabscheut ber gesunbe Sinn unserer Bevölkerung El-.cn, bet denen ber Gewinn an Gelb und Gut bie einzige Triebfeder war, durch die der Mann veranlaßt wurde, an ben Traualtar zu treten. Aber man barf nicht vergessen, deck die Ehe auch eine materielle Seite hat, unb eine Beurteilung, die diese außer acht lääßt, muß ebenso fehl gehen wie eine Auffassung,, bie von ber idealen Seite hat, und eine Beurteilung, die diese außer acht läßt, ind heute so groß, daß niemand leichtfertig eine Ch» schließen barf, ohne eine gründliche Ucbcrlcguiig, ob seine Einnahmen auch zur Bestreitung dieser Aufwendungen ausreichen. Und wenn dann jemand einfieht. daß er einen Zuschuß braucht, da er aus eigenen Mitteln den Haushalt nicht zu führen vermag, so wird man es niemand verübeln bürten, wenn er sich vor Gründung einer Familie Gewißheit barüüer verschafft, daß auch für bereit Unterhalt gesorgt ist. Tadel verdient, wer dies nicht tut. Sa muß in an denn sorgsam abwägen, wenn man ben Verhältnissen gerecht werben will. Das tut auch ein Urteil des Oberlandesgerichts in Frankfurt, dem die Frage zur Entscheibung vorlag, ob ein bem Bräutigam der Tochter gegebenes M i t gi f t- versprechen unsittlich und daher nichtig sei. Ein solches Versprechen ist noch diesem Urteil an sich n i e mals uns i 11- l i ch. Es wirb auch nicht dadurch unsittlich, daß ber Vater es gibt, um ben jungen Mann zur Eingehung ber Ehe zu veranlassen unb dieser die Eingehung der Ehe aus wirtschaftlichen Gründen von der Al^abe des V-rsprectzens obbönaia macht. Arberterbewegung. — Der Belgische Dergarbeiterkongreß faßte eine Resolution, die erklärt, daß die Löhne nicht im Verhältnis standen zu der günstigen Lage des Kvhlenmarttes. Die Schuld daran trage die lange Arbeitsdauer. Es wird verlangt, daß die Gin« ährt um 6 Uhr morgens, die Ausfahrt um 2 Uhr mittags statt- inbe. Eine außerordentliche Landeskonferenz soll sich Anfang April darüber schlüssig machen, wie diese Forderungen verwirklicht werden können. Eine andere Resolution, die 5 Fr. als Minimallohn für Untertagarbeiter und 4 Fr. für an der Oberfläche arbeitende fordert, wurde verworfen. Der deutsche Bergarbeiter Wcßmann erstattete Bericht über die Sofinbetoeaung ber Bera- arBeiter in Deutschland. Kirche rrird Schule. — Die Klage der Stadt Celle gegen das Landes- konsistorium wegen N i ch t b e st ä t i g u n g der Wahl des liberalen Pastors R o t e r m n n b zum Geistlichen an ber Stadtkirche in Celle wurde kostenpflichtig abgewiesen. 0 Marburg, 6. Nov. Am heutigen Schlüsse der J ist m a- triknlationen zum Wintersemester zählte man rund 1460 Studenten, ohne die zum Hören der Vorlesungen Berechtigten. Das sind über 100 mehr wie im vorigen Winter. Satiöel und Verkehr, Volk-wLrtlchast. Stockholm, 6. Nov. Hier wurde eine Aktiengesellschaft zur Herstellung von Spiritus aus Torf nach der von Frestadius erfundenen Methode gebildet. Der Erfinder behauptet, Spiritus bedeutend unter dem Verhältnis der jetzigen Kosten und unter dem niedrigsten Preise für Petroleum Herstellen su können. Eine Reminiszenz an die Akt. - Ges. fürTreber- trocknung. Vor kurzem fand beim Bezirksgerichte in Radanß die exekutive Versteigerung der Fabrikanlagen iit Russisch-Moldo-, witza und Putna, Eigentum der Konkursmasse der Holzdcstilla- tions Akt.-Ges. Käszü in Tremsen statt. Die Anlage in Russisch- Moldowitza wurde von einem Konsortium für 21000 Kr., die Anlage Putna von einer Prager Maschinenhandlung für 134 000 Kronen erstanden. Die Holzdestillations Akt.-Ges. Kasza ist eine Tochtergesellschaft der Akt.-Gcs. für Trebettrocknung in Kassel und besaß ein Aktienkapital von 4 200 000 Käonen und ein Obligationenkapital von 2 300 000 St*r. Sie geriet im Jahre 1901 infolge des Zusammenbruchs der Kasseler Muttergesellschäft in Kvnkurs. In Ungarn wurde ber Konkurs vor einiger Zeit nach Versteigerung ber Holzdestillationsanlage in Kasza bereits aufgehoben, wobei eine sehr Bescheidene Quote an die hypothekarisch sicher gestellten GläuBiger mit Forderungen von 700 000 Kronen zur Verteilung gelangte. Nunmehr wird auch an die mit 1700 000 Kx. auf die FaBriksrealitaten in der Bukowina vorgemerkten GläuBigcr eine kleine Quote vetteilt werden können. Kalikuxe. Auch zu Beginn dieser Woche fanbvn, wie cs heißt, infolge der kriegerischen Haltung der SHußvercinigung ber Kaliwerke Aschersleben spekulative 9F6g ab en statt. Die Spekulation sieht in dem Vorgehen ber Vereinigung zunächst die Möglichkeit einer ernsten Verwicklung unb Zuspitzung des Soll- stebt-Konfliktes. Trotzbem dürfte das letzte Ende des aaiuen Streites eine Einigung sein. Russen-Fonds. Alle Anleiheabsichten Rußlands werden von den sogenannten maßgebenden Stellen strikte geleugnet und doch wissen bie Fmanzhäuser, denen Rußland verpflichtet ist, baß bas Reich mit ben seitherigen Mitteln nicht mehr lange weiter auskommen kann. Möglich ist ja, baß man den Schein wahrt und der neuen Duma das Bewilligungsrecht einer neuen Anleihe überläßt, zumal ja auch die zukünstiaen Gläubiger Rußlands wahrscheinlicherweise auch einen Trost darin sehen, daß eine von ber Duma bewilligte Anleihe doch noch etwas anderes sei, als eine gewissermaßen autokratisch zustande gekommem.. Das eine ganz stichhaltige was die russischen Werte wieder in die Höhe gebracht hat, kann doch nur bie Tatsache fein, daß der Senat seinen Zinsvcrpflichtungen noch immer vrornpt nachßekommen ist, mochten die Verhältnisse so sch4vierrg fein, wie sie wollten. Märkte. h. Kirchhain, 6. Nov. Auf bem heutigen Rindvieh- markt stellte sich der Auftrieb auf rund 350 Haupt Rindvieh. Dem Schweine markt waren etwa 550 Schweine zugefahren. Ter Handel ging flau. ke. Fra nkfilrt a. M., 6. Nov. Kartoffelmarkt. Man notierte auf bem gestrigen Kartoffelmarkt 5.80—6.50 Mk. für 100 Kilo. fc. Frankfurt a. M., 6. Nov. Heu- unb Stroh- m a r f t. Man notierte: Öen Mk. 3.10 bis 3.40, Stroh Mk. 2.90 bis Mk. 3.10. Alles per 50 Kilo. Der Markt war bei festen Preisen rasch neräitmt. Mrchttehe Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Donnerstag, den 8. November, abends 8 Uhr, im Matthäus- saal, Kirchstraße 9: Vortrag des Missionars Ruh land über: „bie Frauenfrage in Inbien unb bereu 2Lsnng." Gaben für bie Basler Mission werben bankbar entgegengenommen. Freitag, beit 9. November, vormittags 10 Uhr: Militärgottes- bienft, Vorbereitung zur Vereidigung. Pfarrer Euler. Freitag, ben 9. November, nachmittags 4 Uhr, im Lukassaal: Missionskranz ber Lnkasaemeinde. Schrffsnachvichten. N o r b d e u t s chr Lloyd. Zn Gießen vertreten durch Carl Loos, Kirchenplatz. Bremen, 5. Nov. (Per transatlantischen Telegraph). Ter Postdampfer „Halle", Kapitän B. Wilhelmi, vom Norddetitschen Lloyd in Bremen, ist gestern 9 Uhr vormittags wohlbehalten in Baltimore angekoinmen. Bremen, 5. Nov. (Per transatlantischen Telegraph.) Der ToppelsehrauBen-Posibampser „Wittekind", Kapitän C. von Barbeleben, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern wohlbehalten in Charleston angekoinmen. 0 ft mit elektrischem Betrieb früher Wilhelm Reiber’sches Geschäft Löwengasse 3 und 5 Telephon 275 Seltersweg 38 Gegründet 1868 Günstige Gelegenheit für Brautleute! Günstige Gelegenheit für Brautleute! Bitte um Heil. Besichtigung meiner Schaufenster Langjährige Garantie. Frachtfreie Lieferung. Billigste Bedienung. Damen - Wäsche- Spiritus-Glühlicht Georg Appel Krautfässer in allen Seltersweg 56. Fernsprecher 243. Krautständer Größen empfiehlt Krauthobel B1/11 (Nachdruck verboten.) 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Ziehung 5. Kl. 215. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 6. November 1906, vormittags. Nur die Gewinne Ober 240 Mark sind den betreffenden Nummern In Klammern beigefUgt (Ohne Gewahr.) (Nachdruck verboten.) - 67 455 91 [8000] 649 711 858 998 1155 840 640 70 942 03 2 061 90 108 19 66 [3000] 291 469 88 611 [500] 84 98 [1000 ] 761 97 915 7 5 3300 554 008 711 75 887 007 4493 94 617 [3000] 932 6230 86 [ 500] 420 741 992 6017 [500] 422 [1000] 75 99 594 602 75 97 762 [600] 851 928 45 7012 841 [500] 88 466 78 627 92 955 8111 40 818 24 434 555 711 84 63 9028 51 130 43 71 [500] 8? 276 96 530 963 67 98 1O210 382 404 29 90 887 [1000] 11225 90 872 [500] 414 88 857 [1000] 12001 81 84 [500] 07 473 569 629 9-11 13008 188 «54 421 79 785 977 [3000] 14283 [8000] 64 74 [1000] 815 64 67 71 441 [1000] 773 941 90 95 1 5107 83 529 SO 789 16001 226 824 30 925 17110 29 68 207 [600] 316 40 76 784 18310 408 29 88 828 SO 77 [500] 978 1 9061 243 461 703 U08 40 [500] 49 2O054 103 210 820 410 [500] 682 [75 000] 783 892 975 134 [600] 219 91 829 406 [8000] 18 97 674 [600] 609 700 1048 60 82 109 224 486 889 907 [ 600j 61 [600 ] 20:7 64 83 835 23169 72 264 831 [500] 400 624 016 780 980 24077 132 61 92 865 402 715 832 75 [500] 952 2 5003 585 787 035 26107 27 66 89 256 [8000] 69 76 324 SSO [500] 911 42 27130 295 483 607 99 660 740 [500] 78 823 08 28702 90 874 2 9008 53 68 412 502 3 0018 383 446 485 601 743 45 76 808 70 922 310S5 184 410 18 614 802 951 [500] 32016 897 976 261053 .',0-1 [1000] 27 8" 262215 [1000] 497 832 901 46 2 63138 9Sv 26 4004 400 22 642 265256 323 607 30 81 82 961 97 266004 28 216 494 952 176 735 975 W. Sohlermann, Neustadt 12 6440 20 513 617 291 218 833 748 uns einzureichen. Gießen, den 1. November 1906. GroßherzogUu-c Bürgermeisterei Gießen. Mecum. ____ Normal - Unter zeuge 6183 928 55 [1000] 235028 62 155 478 543 780 806 [1000] 53 232 88 93 521 705 65 939 66 2 3 7095 30 66 60 961 2 3 8044 46 [8000] 136 261 487 239032 [1000] 90 156 77 842 68 24O062 [500] 75 ISO 618 866 241046 645 0211 [500] ~ 60109 437 525 918 61158 72 216 57 443 62-' '18 [ 1000] 839 722 970 6 3040 125 623 64387 400 [1000] 801 94 6 5002 [600] 52 285 342 47 [1000] 652 54 721 827 77 993 [500] 66008 [1000 ] 274 488 [8000] 611 76 67004 154 66 211 60 868 480 622 6 8143 880 467 69218 74 80 858 68 69 7 0401 713 935 7 1 279 495 521 [3000] 52 [3000] 632 44 832 7 2015 64 356 [500] 457 [1000] 748 98!« 73166 356 504 671 772 807 73 928 7 4112 95 257 «82 642 752 955 75595 894 76290 863 494 646 728 77104 21 501 741 923 7 8470 617 77 694 735 79 803 83 924 1OO092 173 272 419 [500] 620 28 847 1O1050 558 [1000] 603 89 707 1 02 129 56 410 [8000] 950 61 [50u] 103072 150 291 875 509 28 713 [3000] GO 881 104033 120 [1000] 460 70 559 873 70216 374 498 [500] 610 SOS 992 71132 205 467 611 706 843 84 72039 [1000] 176 LOS 644 [8000] 403 512 72 86 ... — _ 868 73 1 7013 16 25 100 747 818 1 8100 202 76 873 558 440 563 731 937 [1000] 3OC00 10 885 433 776 066 315 493 793 935 95 3 2 163 [500] 270 392 054 79 253 92 343 417 84 [500] 600 26 68 84 86 [1000] 656 785 834 984 3 4085 252 444 627 06 714 33 [500] 66 75 844 620 99 35043 53 [30 000] 177 [8000] 277 670 [5001 938 36Ö52 835 540 788 820 31 46 [500] 936 37317 [500] 442 b»i [3000] 629 868 3 8022 67 148 365 [500] 400 781 [5000] 39030 [3000] 47 [500] 227 57 73 801 477 [1000] 524 663 1. Ziehung 5. Kl. 215. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 6. November 1906, nachmittag». Nur die Gewinne Uber 240 Mark alnd den betreffenden Nummern In Klammern beigefügt. ... 5 6044 425 92 659 632 969 5 7204 53 625 737 58030 60 558 66-602 957 59105 666 846 79 95 [500] ArsteiLsvergedrmH. Nachstehende Arbeiten und Lieferungen zum Neubau des EtadttheatcrS iu Gießen sollen im Wege des öffentlichen Angebotes vergeben werden. 1. Kuustverglasuugcu. 2. Marmorarbeiteu. (Treppen, Bodenbelag, Kamine re.) 3. Bestuhlung, (co. 8ü0 Sitze) 4. Feuersichere Mctalltüren. Zeichnungen, Arbeitsveschrelbungen, Bedingungen und Ange- botsformnlare liegen im Bureau des Architekten Haus Meyer, West-Anlage 6 dahier, zur Ginsicht offen und können daselbst zum Selbstkostenpreis erhoben werden. Die Angebote sind bis zum Eröffnungstermin am 1. Dezember, vorm. 11 Uhr, nut entsprechender Aufschrift versehen, portofrei an *70807 937 80130 237 369 639 924 8 1 356 425 980 82103 251 4-» 518 [500 1 670 846 995 [600] 83281 518 628 749 81 84046 470 [500] 838 [1000] 985 85107 479 523 [1000] 612 "4 730 09 [3000] 86113 80 280 483 670 982 8 7127 406 98 647 865 016 [500] 88037 [600] 124 52 275 872 661 93 805 0 SSO 89006 117 445 71 [500] 678 798 902 ßrt013 [500] 39 92 337 652 618 73 727 945 91274 [600] 468 S81 933 9 2508 28 848 71 953 [500] 93 045 365 426 624 var. 817 981 9 4010 659 779 9 5817 20 83 634 93 SOS 704 96°0'J ['>001 11 74 84 368 617 710 [ 3000] 988 97000 11 27 362 '[500] 72!) 85 835 950 9 8102 703 18 895 950 99000 23 81'102 [3000] 209 81 43 80 853 942 ___ 100051 192 247 607.84-1 62 971 101175 331 [500] 635 711 977 85 1 02318 702 [3000] 96 [500] 807 27 40 955 02 1 03003 210 18 885 [500] 104098 ISO 441 614 33 47 ; 890 1 05086 438 82 [500] 638 93 697 936 106065 127 . 850 587 873 78 937 41 107161 94 241 335 81 403 684 [500] 715 852 987 108030 95 [3000] 194 215 84 870 580 896 024 j "»09120 89 243 379 480 518 39 [600] 679 [1000] 703 5 868 ] 01 [1000] 901 18 11O007 63 865 633 619 721 847 111019 , 298 349 421 604 801 112182 418 503 83 682 748 800 [öOO] I #81 113052 90 185 338 580 [BOOO] 635 60 703 114254 460 an 804 [500] 86 86 51 66 962 115296 506 [500] 8 79 854 756 116011 102 2?6 [600] 836 961 117132 217 06 192 2.1 616 [600] 21 [600] 62? 717 118105 13 381 OM [500] 11 <1166 239 [600] 70 860 7b8 11J 20044 91 228 628 756 803 121176 852 »2 *98 ->?8 937 42 1 2 2237 38 648 [560] 123115 '.MCO] 436 11. to 440 52 [600] 638 64 718 882 124265 364 >72 £1 125987 [Md 126156 809 »30 127854 ('M lE «W MS 128014 i:o 22 288 848 409 26 515 682 161 392 4fU flWOj 620 130274 307 97 510 «65 811 $81W 7' 386 471 19001 859 976 132000 39 90 [600]WB R74 M'l 13 3 098 364 611 7M 827 71 917 [10001 134*<6 ^ 6 24 68 708 809 15 901 125015 [MO] W 34 M6 61 ff VMM» t2 29 123 46 271 337 42 82 *37 ibvOl 681 SUS 164 [ 500] 435 547 779 [8000] 873 952 3292 8-12 613 632 785 886 4108 [500] 246 448 647 99 716 49 855 5094 152 301 [506] 13 023 80 799 6187 240 7281 695 603 41 895 979 957 13000] 9079 802 10222 487 [3000] 666 721 44 935 79 12159 184 249 408 613 [600] 886 [3000] West-An™* & 24 3054 132 428 54 HCOO) 514 654 883 »44 2 4 4086 258 371 [500] 471 683 878 980 2 4 5057 127 250 827 637 654 778 2 4 613-1 239 618 69 819 [500] 62 247068 216 95' 436 [10001 561 640 702 848 2 4 8002 113 278 [1000] 358 47 406 75 [1000] 798 960 249106 89 479 505 23 747 827 [3000 ] 250136 49 [1000] 419 [1000] 21 69 [500] 596 708 66 2 51199 [3000] 472 642 790 8]3 90 951 78 252123 [3000] 27 247 [3000] 601 30 [500] 700 87 64 [500] 25303« 281 SIS 418 694 837 926 254-079 128 83 62 234 5.32 85 84« 788 866 80 255051 81 256 59 711 25 [8000] 959 25714? 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Korridoren, Kuchen, Winiläinhar I Gärten, Holen, Stallungen, jW W IMSUM Veranden und ItallLon» empfiehlt ün GBessen = 352 55 908 2 71179 *01 [1000 ] 24 33 [5000] 405 91 584 729 053 2 72156 225 _-h 56« 549 55 710 880 [10001 2 /3019 218 9-1 814 51 52 414 589 756 2 74104 805 66 82 477 096 335 974 2 7 5028 252 896 540 50 651 813 [3000] 941 27 6269 87 365 LS 540 652 [1000] 881 85 [1000] 08 978 [500] SO 277311 715 69 2 7 8027 89 151 53 265 438 805 41 966 2 7 9284 851 408 56" 83 606 753 844 [5001 91 2 8 0020 111 356 69 413 [3000] 564 9t 660 800 28114« 297 520 (1000) 06 767 827 68 2 8 2300 ( 500) 668 812 [500] 911 [1000] 09 28308t 85 09 181 [100O] 205 [500] 30 340 [500] 67 <16 59 551 [uOO] 627 974 [ZOO] 284063 [500] 93 647 [1000] 285216 [3000] 34 329 646 98 72.3 [500] 851 925 91 2 8 6110 41 263 576 674 613 928 2 8 7 232 310 093 942 Tm Gewitinindr v**rb1lebeh: 1 Pf Ry*, ■ 5 üonpno M., 1 Gewinn A Ü00 000, 1 ü 200 000, 1 ü 1'0 000 2 100 OOo' 1 Zl 75 000, 2 A 60 000, 3 4 60 000, 3 li 40 000, J5 u 30 000, 30 15 OOO, 78 6 000, 14Z * 6pC0, 8160 L 3000, 88M A 1000- MLL5 *- 600.'- ---- ■' " — *- 151 95 865 [1000] 653 57 790 800 7 058 [3000] 63 464 552 754 800 921 23048 87 [1000] 658 812 83 24017 24 [500] 42 117 886 406 868 2 5018 [500] [1000] 191 629 2 6399 439 58* 91 688 [1Ü00] 701 677 84 722 59 024 37 28013 213 61 593 007 926 47 787 [3000] 972 [500] 86 [1000] 105041 [500] 80 410 766 [500 ] 86 13000 ) 936 06 1 0 60(1 31 49 216 85 440 I300C] 804 1 07045 [ 500 ] 531 708 16 866 71 033 1 08374 455 624 97 738 66 1 09111 85 448 777 1 10048 184 UOOOJ 55» 956 111483 7 63 913 86 80 112121 212 35 1500] 45 (1000] 431 86 830 113024 321 488 004 11 38 917 42 63 114060 158 [500] 72 295 358 408 88 985 115178 210 [500] 57 462 571 607 717 937 116054 82 169 [500] 87 11000] | 205 317 469 57» [500] 665 761 «38 947 84 117004 105 260 , 645 118138 [500] 78 846 119121 281 [500] 846 53 4 30 j 776 87« 120048 49 138 [500] 68 246 318 406 564 680 774 ■ 12 1 279 384 418 667 1 22.36» (-17 973 1 23016 88 312 0-' | 871 [3000] 922 [500] 31 124019 [500] 87 810 939 1 25220 ' 308 41 426 627 770 97 887 90 99 1 26167 | 500] 227 373 ] [1000] 481 557 71 05 883 903 11 128139 *51 419 504 693 \ 840 88 1 29088 819 523 604 17 52 68 1 30062 120 239 ■ [3000] 83 346 438 83 617 787 91:1 131195 233 611 761 ; [3000] 132080 291 |50O| 380 91 43 '- 4 > 530 612 1 3 3 392 ; 661 680 39 [5000] 782 1 3415« Gl 101 282 8. 1 1C l -.18 - 736 808 [600] 135032 250 831 4b« 53 564 [1300] 751 [1000] | 136098 [1000] 189 221 26 404 501 40 606 753 1 37177 COG | 709 138012 18 124 310 00 875 900 07 [1000] 139006 105 271 986 37 140UOO 150 205 54 544 02 CSC 93 81» 70 1411.33 43 63 77 277 428 60 511 [3000] 60 713 037 142003 2 1,181 S0 1 35 89 477 615 SO [8000] 826 62 068 1 4 3048 333 11000] 533 86 144057 46 6 509 46 661 750 84 84-1 88 1*53169 251 GO bSS 1500] 1h»h°tstr. 35 A. Orüne8saum9 Möbshnagazin T«»-?-» m ®@e®oe®®®«a®e®e Heinrich Haberleins Nürnberger Lebkuchen sämmtliche Sorte» Echte Aachener Lambertz i Printen frisch eingetroffen bei C. F. Müller Nacht 23 Bahnhosstraffe 23 LM-KMÄ (Rotaugen) das Malter Mk. 5,80. """j Müller, Crednerstr. 36. FF" MFF-Mmaschinen der inst Äerzte r seine ® So hlnzufüc ung übe nach B Es ist ko bevor tzl Darüber wird die tag ni> beanti wenn er Staatssc in solche Erwägui dabei se zugehen, Herrn v können, örtern, t mit Herri dem „Ge warnt zn Podbielsk jetzt nicht nahe dar Bülow w Me Quelle h daß der nahe Bet die hoch Die jeher rei den Sess sein. 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Gießen, den 3u. Oktober 1906. Groffh. Kulturiuspektlou Gießen. B’ u I. V.: Walle k. C&* Delikatessen-,Fisch« ■ u, Geflugel-Hanülung Bahnhofstrasse 59 — Telephon 66 Spezialität: Lieferung für Gesettfchaftö-Essen. — Anerkannt bestrenommiertes und ältestes Geschäft dieser Brauche am Platze, empfiehlt von täglich frischen Zufuhren: Alle Lorten Fluss- und See-Fische sowie Mastgeflügel aller Art in anerkannt nur erstklassiger Qualität zu billigsten Preisen. Fische werden fachgemäß geputzt und auf Wunsch, wie alle übrigen Waren, frei ins paus geliefert. 6468 •......- In Konserven führe nur allerbeste Marken. z Msseckchte Wagen- md Mcklken m/m liefert [MOS OSO/td prompt und billig Ludwig Lazarus Asterweg 9.