Nr. 133 Zweites Blatt 156. Jahrgang Erscheint kStzl'.ch mit Ausnahme deS Sonntags. Die ..Gießener Familienblätler" werden dem .Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der »Hrfstsch« taebwtit** erscheint monatlich einmal. Gießener Anzeige Samstag Juni 1906 Rotationsdruck und Verlag der Cröbl^cbe» UniversitätSdruckerei. ÖL Longe, GteG«. Redaktion, Expedition u. Trucferd: Schulltr T. XeL Nr. 51. Telegr.'Ldr. r Anzeiger «Lirtzr», General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Are Atiulche ^(nonialge efffriiaft ist am Freitag in Königsberg i. Pr. zu ihrer Jahresversammlung zusammengetreten. Sie wurde durch den Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg mit einer Ansprache eröffnet, in der er unter anderem ausführte: Die jüngsten Beschlüsse des Reichstags hätten gezeigt, daß die Mehrzahl der Reichstagsmitglieder nicht von der Notwendigkeit der Kolonien für Deutschland durchdrungen sei. Diese Beschlüsse hätten die geeigneten Mittel für die wirtschaftliche Entwicklung von Teutsch-Südwest- afrila versagt; Ausgaben, die nur werbendes Kapital dargestellt haben würden, intern sie schon nach kurzer Zeit reiche Früchte getragen hätten. Pflicht der Kolonialgesell- schast sei es, den Mut nicht sinken zu lassen und mit verdoppelter Kraft einzutreten für die Landsleute in Südwestafrika und für die wirtschaftliche Entwicklung der Kolonie. Es sei Pflicht der Kolonlalgesellschaft, nachdrücklich dafür zu sorgen, daß ihre Auffassung über den Wert der Kolonien Gemeingut des deutschen Volkes werde. Sodann wurde einstimmig und ohne Diskussion folgender Antrag ter Abteilung Lübeck und des niederrheinischwestfälischen Gauverbandes angenommen: „Tie Hauptversammlung der Deutschen Kolonialgesellschaft spricht unter dem Ausdruck lebhaften Bedauerns über die Mtehnung der Regierungsvorlagen durch den Reichstag, betr. 1. Entschädigung der durch den Krieg geschädigten Ansiedler, 2. Eisenbahnbau Kubub—Kcetrnanshoop, 3. Errichtung eines selbständigen Koloniaiamts, die Zuversicht aus, daß diesen berechtigten und dringlichen Forderungen baldigst Geltung verschafft werde." Als Ort der nächstjährigen Tagung wurde Worms bestimmt. Der Jahresbericht wurde von Admiral Strauch 'und Dr. Sander erstattet. Darin heißt es u a., daß in Sachen einer erleichterten liebersiedlung deutscher Frauen und Mädchen sowie toeiblic^r Dienstboten die Gesellschaft auch im verstossenen Jahre tätig gewesen sei. Auf das an den Kaiser gerichtete Huldigungstelegramm ist folgende Antwort eingegangen: „Mit meinem Dank für die telegraphische Huldigung entbiete ich der Hauptversammlung der deutschen Kvlonialgesellschaft meinen kaiserlichen Gruß. Den Arbeiten der Gesellschaft zur friedlichen Entwicklung unserer Kolonien wünsche ich guten Erfolg. Sie werten meiner geneigten Fürsorge stets sicher sein, (gez.) Wilhelm." In dem weiteren Verlaufe ter Verhandlungen rief ein Antrag der Abteilung Darmstadt, ten Reichskanzler zu ersuchen, der Frage ter Deportation von Strafgefangenen nach geeigneten Punkten der Kolonien naher- zutreten, eine lebhafte Erörterung hervor, in der die meisten Redner einen ablehnenden Standpunkt vertraten. Schließlich wurde der Antrag, da die Frage noch nicht genügend geklärt erscheine, vorläufig zurückgezogen; ebenso wurden zwei von Ludwig Deuß-Hamburg eingebrachte, von 221 Mitgliedern unterstützte Anträge betreffend Handelsfreiheit im Kongvstaate zurückgezogen. Zur ein- srimmigcn Annahme gelangte nach lebhafter Befürwortung durch Herzog Johann Wrecht ein Antrag Dessau, ten Angehörigen ter Schutztruppe in Südwestafrika und Ost- a f ri ka den'Dank der Kolonialgesellschaft zu übermitteln. Deutsches Reich. Berlin, 8. Juni. Der Kaiser traf um 2 Uhr40 Min. auf Station Wildpark ein. Zum Empfang war die Kaiserin erschienen. Das Kaiserpaar fuhr dann im Automobil nach dem Neuen Palais. — Wie von unterrichteter Seite verlautet, ergab die Unterredung zwischen Kaiser Franz Josef und Kaiser Wilhelm eine vollständige U eb erein- st immung in den politischen Tagessragen und das gleiche Ergebnis hatten auch die Besprechungen des Grafen Goluchowsky mit dem Staatssekretär von Tschirschky. Zwischen diesen Herren hat gestern Nachmittag in Schönbrunn eine neuerliche längere Besprechung stattgefunden. Wie verlautet, habe aus Anlaß der Anwesenheit des deutschen Kaisers zwischen dem Grafen Goluchowsky und dem Reichskanzler Fürsten Bülow in Norderney ein freundschaftlicher Depeschenwechsel stattgefundeu. Wie man ferner mitteilt, wurde in den gestrigen Besprechungen des Staatssekretärs von Tschirschky mit dem österreichischen und dem ungarischen Ministerpräsidenten auch ganz besonders die Handelsoertrags- frage mit Rücksicht auf die Aspirationen der ungarischen Negierung in eingehender Weise erörtert. Karlsruhe, 8. Juni. Der Badische Bauernverein zählte Ende 1905 insgesamt 56 951 (i. V. 55 478) Mitglieder, die sich auf 54 Bezirks- und 886 (868) Ortsoereine verteilen. Die Geschäftsstelle hatte einen Warenabsatz von 181 954 (422 438) Zentner und einen Gesamtumsatz von 996 393 Zentner. Der Kassenumsatz betrug 4 072 973 (3 143 302) Mark. Das parlamentarische Rußland. In der Duma hielten heute zahlreiche Abgeordnete heftige Reden gegen das Ministerium, insbesondere solche der Arbeiterpartei, von denen Aladin erklärt, daß die D u m a und das Ministerium zwei Feinde seien, von denen einer sterben müsse. Der Präsident ruft Aladin wegen dieser Aeußerung zur Ordnung. Nachdem eine große Zahl von Rednern gesprochen, nimmt die Duma eine Tagesordnung Nabakoff an, in der ausgesprochen wird, daß, da das ganze Volk die Abschaffung der Todesstrafe wünsche, zukünftige Hinrichtungen nicht Akte der Rechtspflege, sondern gewöhnliche Morde sein würden. Der Londoner .Daily Telegraph" meldet aus Petersburg, im Gouvernement Saratow sei ein blutiger Bürger» frieg ausgebrochen. Die unzufriedenen Bauern kämpften gegen die Gutsbesitzer und deren Anhänger sowie gegen die ftofafen. Aus anderen Teilen des Reiches kämen ähnliche Meldungen über neue Unruhen in großem Maßstabe. Nach Nachrichten aus dem Innern Kasans herrscht dort große Hungersnot, durch welche eine Menge Tod csf alle verursacht werden. Trotzdem ließ der dortige Gouverneur alle öffentliche Speiscanstalten schließen und verweigerte den Armen die unentgeltliche Hilfe der Armenärzte. In Warschau wurden während einer geheimen Versammlung 77 Herren und Damen der Intelligenz verhaftet und unter militärischem Schutz nach dem Kerker im Rathause geführt. Am Morgen wurde der geheime Polizciageiit Polakorp erschossen. Mehrere politische Gefangene wurden in den letzten Tagen nach den Westgonverneiiients deportiert. — Tas Bahnpcrsonal von Bialystok beschloß, falls den Wünschen des Volkes bis zum Schluß der Dumasitzungen nicht Rechnung getragen sei, im Juli in einen Bahn- Generalstreik einzutreten.______________________________ Aas Kerkomer-Rcnnen. v. Melk, 8. Juni. Ein hiesiger Bürstenbinder rvurde heute von einem an der Herkomerkonlnrrenz teilnehmenden Automobil überfahren und sofort getötet. Ter Mann, der schwer- hörig war, ist nach Berichlen von Zeugen direkt ins Automobil hineingelausen. Amstetten, 8. Juni. Ailf der Strecke Linz-Amstetten erhielten drei Wagen Defekte. Wien, 8. Jiini. Zahlreiches Ptiblikum hatte sich am Landungsplatz im Prater eingefunten, darunter Markgraf Pallavicmi, Prinz Hohenlohe, Frhr. v. Schrenk-Notzing, Dr. Verom und Frhr. v. Molitor, als Vertreter des Bayerischen Automobilklubs Vizepräsident Rittmeister Czermak, vom Oesler- reichischen Autoniobilklub Hauptmann Wolff und HarniS. Um 10 Uhr 55 Min. kamen als erste Wagen an Nr. 1 (Dreher-Hieronymus) und Nr. 11 (Martino), uni 10 Uhr 56 Min. die Wagen Nr. 14 (Büssing) und 9lr. 2 (Spritzer). Um 11 Uhr 11 Min. kam eine ganze Reihe Wagen an, zunächst Nr. 18 (Poege) und Nr. 19 (Wemgand), dann der Wagen der Oberleitung, in dem die Erbprinzessin von Sachscn- 'Dleiningen saß. Prinz Heinrich kam um 10 Uhr 37 Mm., wo er vom Exekutivkomitee empfangen wurde. Kurz nach 12 Uhr kam Mrs. Maud Manille mit ihrem Wagen Nr. 39 an. Prinz Heinrich ist um 12l/t Uhr vom Prater nach Semmering gefahren, um die Strecke zu studieren. Zu Ehren der Teilnehmer an der Fahrt fand in den Räumen de§ österreichischen Automobilklubs ein Empfang statt. U. a. waren der deutsche Botschafter Graf Wedel, der bayerische Gesandte v. Tücher, ferner der Herzog v. Arenberg, der Erbprinz v. Erbach-Schönberg und zahlreiche andere Persönlichkeiten erschienen. Um 8 Uhr erschien Erzherzog Friedrich, kurz danach Prinz Heinrich. Berlin, 8. Juni. Nach einer dem kaiserlichen Automobilklub aus München zugegangenen Depesche besserte sich daS Befinden des Direktors Schloer wesentlich, ebenso erholte sich der verunglückte Bauer au§ Rosenheim wesentlich und befindet sich außer Lebensgefahr. Aus uno tano. Gießen, den 9. Juni. — Geh. Hofrat Bethe. Wir lesen in sächsischen Blättern: Mit Genehmigung des Königs ist an Stelle des verstorbenen Geh. Hofrats Professor Dr. phil. Wachsmuth der ordentliche Profeffor an der Universität Gießen, Dr. phil. Erich Bethe, vom 1. Oktober d. I. ab unter gleichzeitiger Verleihung des Titels und Ranges als Geh. Hofrat zum ordentlichen Professor der klassischen Philologie, Direktor des Philologischen Seminars und Mitglied der Wissenschaftlichen PrüftlngSlommission an der Universität Leipzig ernannt worden. • • Pr omenad eko nzert findet am Sonntag 10. Juni, vormittags 11^ Uhr, in der Südanlage mit folgendem Programm statt: 1. Ouvertüre zu „Rosamunde" von Schubert. 2. „Ballsirenen", Walzer a. d. Operette „Die lustige Witwe" von Lehar. 3. Fantasie aus der Oper „Teil" von Rossini. 4. Armeemarsch Nr. 205 von Voigt. • • Kunstverein Die Gemälde - Ausstellung bleibt am Sonntag wegen vollständigem Wechsel der Gemälde einige Tage geschlossen. ” Wettera u - Lahngau - Sängerbund. Der 3. Sänger tag des Bundes findet Sonntag, 10. Juni, im Lokal des Gastwirts Wilh. Wagner (nebfn der neuen Schule) in Großen-Buseck statt. Auf der Tagesordnung steht die Statutenberatung, Festsetzung des Beitrags, erstes Bundes-Waldfest u. a. m. Die Tagung beginnt mittags 1 Uhr pünktlich, um den Teilnehmern die frühzeitige Rückfahrt nach Gießen usw. zu ermöglichen. * • Metzger-Verbandstag. Am Sonntag findet der Bezirkstag der Bezirksvereine „Beider Hessen und Nassau" im Deutschen Fleischer-Verband zu Limburg statt, zu dem alle bein Bezirksoerein angehörigen Fleischer-Innungen und interessierten Metzger cingeladen sind. Die Tagesordnung weist 13 Punkte auf. Unter anderem wird der Obermeister der Gießener Fleischer-Innung, Herr E. Ludwig Sack, über die „Amtliche Statist>k der Fleischpreise" referieren und beim Verband den Antrag stellen, bei den Landesregierilngen dahin zu wirken, daß die Notierung und Statistik der Fleischpreise einer gründlichen und sachgemäßen Reform unterzogen werden. — Der Deutsche Fleischer-Verband ist eine der größten Handwerker-Organi- sationen, er hat gegenwärtig 37 000 Mitglieder. Der Ver- bandstag findet vom 4. bis 10. August in Königsberg i. Pr. statt. • • Ein recht bedauerlicher Unglücksfall ereignete sich Freitag nachmittag im Hause Leihgesterner- rveg 2 4. Das 2 1ji jährige Kind der Familie Fuchs kam in der Küche dem Herdfeuer zu nahe und die Kleidchen des Kindes gerieten in Flammen. Schwer verletzt wurde das Kmd in die Klinik gebracht, woselbst es noch gestern abend infolge der Brandwunden ftarb. • • Ihre filberne Hochzeit feierten am Mittwoch Graveur August Haßler und Frau, geb. Banget. • • Ein Gießener in Auerbach verschwunden? Die gestrige „Kl. Pr." berichtet: Verschwunden ist seit Sonntag der 36 Jahre alte Hassel au8 Gießen, der sich mit seiner Farnilii im Hotel „Zur Krone" hier zur Kur aufhielt. H. war sehr nervös, weshalb man annimmt, daß er sich ein Leid angetan hat. Die Ehefrau setzte zur Auffindung des Vermißten eine Belohnung von 100 Mk. au5." — Wir können hierzu mitteilen, daß eine Familie Hassel in Gießen nicht existiert und auch der hiesigen Polizei von einem derartigen Vorkommnis nichts bekannt ist. Die Sache wird daher, wenn sie überhaupt wahr ist, auf einer OrtSverwechslung beruhen. • • Eine Vereinbarung der hessischen Bier- l>r au er eien. Am Freitag vereinigten sich die Eigentümer beziv. die Bevollmächtigten sämtlicher hessischen Brauereien in Darmstadt, um sich mit der Brausteuer und einer dadurch eventl. notwendig iverdenden Preiserhöhung des Bieres zu beschäftigen. Es wurde eine Vereinbarung getroffen, wonach bis zum 15. Juli d. Js. eine Brauerei an keinen Wirt oder Händler Offerte machen darf, wenn der Betreffende bereits von einer anderen Brauerei, die die Vereinbarung mit unterzeichnet hat, Bier bezieht. Offerte darf nur noch an Privalknndschaft und an neugegründete Geschäfte gemacht werden. Alle anwesenden trauere,Vertreter bezw. Eigentümer unterschrieben diese Vereinbarung mit Ausnahme des Vertreters der Mainzer Aktien-Brauerei und der Brauerei Diehl in Darmstadt. Offenbar wollen die Brauereien feststellen, wie sich bei diesen veränderten Verhältnissen der Absatz an Faß- und Flaschenbier gestaltet und danach später bezüglich der Preise Festsetzungen treffen. x Leihgestern, 8. Juni. Nach einem Verhör von mehreren Burschen durch die Großherzogl. Staatsanwaltschaft Gießen wurden zwei davon verhaftet, die an dem kürzlich gemeldeten Ueberfall des Radfahrers von Großen* Linden beteiligt waren. Jedenfalls werden sie eine erhebliche Freiheitsstrafe zu erwarten haben. § Lehrbach, 8. Juni. In der Nacht vom 7. auf den 8. Juni wurde auf dem Schnntthof eingebrochen. Drei der Tat verdächttge Handwerksburschen wurden in Nieder- klein bereits verhaftet. 8. Scho111en, 8. Juni. Der Neubau unserer höheren Bürgerschule gelangt nächste Woche mit einem Kostenooranschlag von 48 000 Mk. von der Großh. Bürgermeisterei zur Ausschreibung. Die Kosten für die hierin vorgesehene Dampfheizung belaufen sich auf ca. 3500 Mk. "Offenbach, 8. Juni. In der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten-Versammlung fand nach der „Off. Ztg." mit den sozialdemokratischen gegen die 8 bürgerlichen Stimmen ein Antrag Annahme, eine Kommission von 7 Mitgliedern zu wählen, die sich mit der Besetzung der Bürgermeisterstelle nach der am 31. Januar 1907 ab* laufenden Amtsperiode des Oberbürgermeisters Brink beschäftigen soll. Der Führer der Offenbacher Sozialdemokraten, Stadt. Ulrich, erklärte in der Debatte, daß er für feine Person Brink nicht wiederwählen werde. Er glaube auch, daß keiner der bürgerlichen Stadtverordneten geglaubt habe, daß ein sozialistischer Stadtverordneter dies tun werde. Sonach ist zu erwarten, daß der jetzige Oberbürgermeister, der auf eine 24jährige ersprießliche Tätigkeit an der Spitze der Offenbacher Stadtverwaltung zurückblicken kann, nicht miedergewählt werden wird, da die bürgerlichen Stadtverordneten es ablehnten, sich an der Kommission zu beteiligen, wurden 7 Sozialdemokraten gewählt. Dietesheim a. M., 8. Juni. Ein großes F e uer hat heute nacht die Noussellescheu Basaltwerte heim- gesucht. Das große Menagehaus, in dem 40Italiener, teilweise mit Frauen und Kindern, unteraebracht waren, geriet um 12 Uhr, wahrscheinlich vom Kamin aus, in Brand. Die Flammen verbreiteten sich so schnell, daß die schlafenden Bewohner völlig davon überrascht wurden. Die freiwillige und die Pflichtfeuenvehr von Dietesheim waren schneÜ zur Stelle, sodaß eine Weiterverbreitung des Brandes, der auch die anstoßende hölzerne Rampe und einen Güterzug zu erfassen drohte, verhindert werden konnte. Wahrend des Brandes explodierte eine Flasche Kohlensäure, die sich in den Flammen befand, mit furchtbarem Knall. Um 4 Uhr morgens war das . Feuer gelöscht. (Off. Ztg.) fc. Hersfeld, 8. Juni. Der deutsche Konsul m New- york teilte dem Bürgermeisteramt in Schenklengsfeld mit, daß der von Schenkt engsf eld gebürtige, vor Jahren von da nach Amerika ausgewanderte Peter Götz gestorben ist und laut Testament 100000 Mark für gemeinnützige Zwecke jeinein Okbui^oiic vcrniaä'.t hat. _______ Eine Totschlagsaffäre. Die Familie Thomas auf ter Thomasmühle bei Niedersaulheim (Rheinhessen) macht seit einer Reihe von Jahren, offenbar unter dem Einfluß schweren Queru- lautentums, den Behörden viel zu schaffen, und auch der hessische Landtag hat sich mit ihr schon beschäftigt. Bon ihren Angehörigen befinden sich einige als unhettbare Geisteskranke in der Irrenanstalt. Vor einigen Jahren; war es gelegentlich der Verhaftung eines Angehörigen ter Familie ju einer förmlichen Belagerung der Mühle gekommen, wobei der Besitzer Thomas oen Wachtmeister Dill er anschoß und schwer verwundete. Am Freitag kam es abermals zu Vincm Zusammenstoß zwischen Gendarmen und der Familie Thomas, bei dem leider einer der Beamten ein Opfer der Erfüllung seiner Dienstpflicht wurde. Die Gendarmerie erhielt vor einiger Handel 99.101 Hambnrg- Amerik. Paketf. . 109.30 Prince-Henri-Eisenbahn Tendenz : ziemlich fest. Börse, 9. Juni. Anfan gskurse. . 218.40! 85.70 Verlobte Möbel Moderne r^swaldung. r muten 488 Sonntag 4—9 Uhr Nur Hirsch-Apotheke offen. rAltbewährtes Soolbad. . 160.00 . 142.00 Bochum Guss . Buderus E. W EJektriz. Lahmerer . . Elektriz. Schnckert . . . Esc.hweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . . 31.30 . 146.30 . 155.50 70.25 97.60 . 31.10- . 128.20 . 146.20 Harpener Bergwerk Lanrahtitte . . Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . Türkenlose . Berliner Handelsges Darmstädter Bank . Deutsche Bank . Deutsch-Asiat- Bank Diskonto-Kommandit. Dresdner Bank Kreditaktien . . . Baltimore- und Ohio- Eisenlahn . Gotthard bahn . . . Lombard. Eisenbahn Oesterr. Staatsbahu . 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Sprachlehrer Thomas Reid bei Heidelberg erschossen' und beraubt ur haben, wurde wegen Raubmordes zu zwanzig Jahren Kerker mit Verschärfungen verurteilt. tausendfach ärztlich empfohlen, weil er sich als hervorragendes Kräftigungsmittel bewährt u. den durch Studien angestrengten Körper zu grösserer Widerstandsfähigkeit führt. Nur echt in blauen Kartons L 1 Mk„ niemals lose. kaufen keine Einrichtung ohne vorher das grosse Muster-Haupt- ansstellnngshaus der Darmstädter Möbelfabrik, Heidelbergerstrasse, welches als Sehenswürdigkeit I. Ranges und bedeutendstes Haus seiner Art bekannt ist, besichtigt zu haben Man verlange Preisliste mit Abbildungen. (Perspektiv-Aufnahmen von completten Zimmern). b28/s 153.00 134.05 267 00 22510 162 20 218 40 249.50 128.75 131.40 OriginaL-Draht-iiel-nngen. Darmstadt, 9. Juni. Im Landtag swa hl- Wörrstadt, wo nach den lebten Wahlmänner- 3% 3^°/c Handel und verkehr, Volkswirtschaft. ** B u d e r u s -- W e r k e. In der ausserordentlichen Generalversammlung der Buderus'scken Eisenwerke waren 16 Aktionäre mit 3252 Stimmen vertreten. Der Vorstand und Aussichtsrat wurden einstimmig ermächtigt, mit der Fürstlich B r a u n f e l s ' s ck e n Grubenverwaltung wegen des Ankaufs der dieser gehörenden Grubenfelder im Wehlar er Bergrevier in Verhandlung zu treten. Das Stammkapital soll um 472 Missionen Mark in Aktien zu 1000 Mk. und zum Kurse von nicht unter 102 Proz. erhöht werden, wenn der Ankauf zu Stande kommt. Märkte. Giessen, 7. Juni. Marktbericht. Au? heutigem Mochenmarkte kosteten: Butter vr. Psd. 1.00—1.10 Mk.. Hühnereier 1 St. 6—7 Via , 2 Stck. 00—00 Vfg.. Gänseeier 00—00 Mg., Enteneier 7 Psg., Käse vr. Stck. 6—8 Pf.,' Käsematte 2 Stck. 5—6 Psg. Erblen v. Pnmd 22Psg., Linsen v. Pfund 32 Psg., Tauben pr. Paar 0,80— 1,00 Mk., Hühner pr.St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Mk., Gänse nr. Psd. 00—00 Psg., Ochsen fleisch pr. Psd. 76—84 Psg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 70—72 Mg., Schweinefleisch pr. Pfund 80—86 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Mund 90 Psg., Kalbfleisch pr. Psd. 70—80 Psg., Hammelfleisch pr. Pfund 60—80 Psg. Welsche per Pfund —- Kartoffeln pr. 100 Kg. 6,00—0,00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 6,00—8.00 Mk., Milch per Liter 20 Psg., Aepfel per Mund 35 bis 50 Pfg., in Körben 00 Psg., Nüsse 100 Stück 50-00 Mg., Birnen per Psd. Mk. 0.00—0.00, Weisskraut ver Stück 20—30 Psg., per Zentner Mk. 0.00—0.00. — Marktzeit 7-1 Uhr. 7060 90.40 95 50 95.90 146.80 54.00 99.25 87.30 99.20 87 30 Zeit den Auftrag, den allein Müller Thlom as zu verhaften. Die Beamten zog^n am Freitag, 8. Juni, aur Mühle, fanden aber die Tür verschlossen. Als sie Einlaß begehrten, sahen sie, daß der 78 Jahre alte Müller mit dem Gewehr im Anschlag stand. Die telegraphierten dies der vorgesetzten Behörde, die verfügte, die Gendarmen möchten vorläufig von der Verhaftung Ab- sland nehmen. Heute nun sollten die Gendarmen nut aller Energie vor gehen und den alten Müller Thomas verhaften. Vier ^Wachtmeister mit vier Gendarmen kamen heute vormittag vor die Mühle und verlangten, da das Tor znm Haus verschlossen war, Einlaß. Als dies nicht geschah, schlugen sie die Tür mit Gewalt ein. In diesem Moment qab der alte Thomas einen Schuß ab und der Wachtmeister Rückert aus Bodenheim stürzte tödlich getroffen zusammen. Der Schuß war ihm mitten ins Herz gegangen. Die landarmen zogen sich hierauf zurück und nahmen den Getöteten nach Riedersaulheim mit. Rückert hinterläßt eine Frau mit zwei Kindern. Telegraphisch wird uns gemeldet: fc. Rieder-Saulheim, 9. Juni. Vertreter des Amtsgerichts Rieder-Olm, des Kreisamts Oppenheim und her Staatsanwaltschaft Mainz sind heute früh am Tatort eingetroffen. Der alte Thomas erscheint von Zeit zu Zeit, nut seinctm Gewehr im Anschlag, am Fenster. Heute nacht war die Mühle von 11 Gendarmen umstellt und auch am Tage wird sie von Gendarmen beobachtet. Es wird beabsichtigt, Militär zu requirieren. Ein Sohn des Müllers, Melchior Thomas, der aus der Mühle flüchtete, ist gestern abend verhaftet worden. In Rieder-Saulheim herrscht große Aufregung. Landwsrtschaft. Halle n. Saale, 8. Juni. Der 21 000 Landwirte umfassende Verband landwirtschaftlicher Genossenschaften der Provinz Sachsen und der angrenzenden Staaten beschloß die Bildung von Viehverkaufsgenossenschaften z u bir cf tem Verkehr zwischen Fleischern und Viehzüchtern, was allein den Konsumenten und Landwirten aenehme Mittelpreise verbürgen werde. Vermischter. * Die neuesten Eis enbahnunfälle. Am 8. Juni kurz nach 6 Uhr, stieß auf dem Hauptbahnhof zu Mannheim ein Rangierzug mit einem nach der Pfalz abfahrenden Güterzuge zusammen, wodurch ein Wagen umgeworfen wurde, sowie mehrere andere Wagen erhebliche Beschädigungen erlitten. Zugführer und Heizer konnten noch rechtzeitig abspringen. Der Materialschaden ist bedeutend. Der Expreßzug aus Pennsilvanien, welcher New-Jersey um 12 Uhr nachts verläßt, stieß in der Nähe von Lancester mit einem Güterzuge zusammen. 15 Passagiere wurd en getötet, 50 verletzt. * Hochwasser, Unwetter und Erdbeben. In Mähren, Steiermark, G a lizien, Ungarn und Rumänien sind infolge fortwährenden Regens zahlreiche Flüsse aus den Ufern getreten. Der Schaden ist sehr groß. Die Sommer-Residenz des Königs von Rumänien in Sinaia wurde von einem schweren Wolkenbruch heimgesucht. Der Fluß Provica ist aus den Ufern getreten, der Eisenbahnverkehr unterbrochen. Die Stadt Szas- regen (Ungarns steht zum Teil unter Wasser. Die Bevölkerung verläßt die Wohnhäuser. Ein Wolkenbruch hat die Lage noch verschlimmert. Auf Ersuchen der Behörde sind Pioniere zu den Rettungsarbeiten eingetroffen. — Mehrere heftige Erdstoße sind imLazer- guesse-Tal (Süd-Frankreich) verspürt worden. Der erste Stoß dauerte zwei Sekunden. In Lamure wurden mehrere Häuser beschädigt. Der zweite Stoß erfolgte eine halbe Stunde später. In Soubran, Grandis und Ranchal wurden sämtliche Fenster der Häuser eingedrückt. Bemerkenswert ist, das der erste Stoß nur in einem Umkreise von 30 km wahrgenommen wurde. — Aeußerst heftige Orkane haben in Minnesota und Wiskonsin (Nordamerika) eine Strecke von 23 Kilometer Länge heimgesucht. Man hegt Befürchtungen über das Schicksal mehrerer Ortschaften. Mehrere Städte sollen teilweise zerstört sein. Die Zahl der Opfer ist groß. Ein Fluß, welcher gewöhnlich einen Meter tiefes Wasser führte, ist durch den Orkan vollständig ausgetrocknet. Der Orkan riß eine Brücke um, auf der sich gerade vier Personen befanden. Auch in Kansas wurde durch einen Orkan großer Schaden ängcrichtet. Der Fluß Stonecreek ist über die Ufer getreten und hat die Städte Johnstown und Ehestnutriae überschwemmt. Man nimmt an, daß der Orkan die Folge der großen Hitze ist, welche seit einigen Tagen in den Vereinigten Staaten herrscht. In Chicago zeigte das Thermometer 90 Grad Fahrenheit. 6 Personen sind am Sonnenstich gestorben. Auch in New-Park sind mehrere Personen am Hitzschlag gestorben. . 257.30 . 130.75 Telefomsclie Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie, Giessen. Frankfurter t’örse. 9. Juni, 1.15 "Uhr. Arbeiterbewegung. London, 8. Juni. Der internationale Berga rbeiter-- konareß fasste Resolutionen, die die Altersversicherung der Bergarbeiter als erforderlich bezeichnen und die Verstaut- lichung der Bergwerke mit dem Hinweise beiss r rv orte n, dass dieselben nicht deut Privatkapital, sondern der Gesamtheit nützen müssten. Vezssglich der letztgenannten Resolution verhielten sich die christlichen Vereinigungen der deutschen und der amerikanischen Bergarbeiter neutral. Der Kongress nahm dann eine von deut deutschen Delegierten Hoffeld eingebrachte Resolution an, welche eine weitere Ausgestaltung der A r b e i t e r v e r s i ch e r u n g dahin fordert, daß für alle erwerbsuniähia gewordenen Arbeiter ein zweifellos ausreichendes Auskommen gesichert wird, und welche für die Erben gestorbener Arbeiter ausreichende gesetzliche Zuwendungen verlangt. Atif einen Antrag der deutschen Abordnung erhielten die Sekretäre des Kongresses den Auitrag, den verschiedenen Parlamenten die Resolutionen des Kongresses mit der Bitte um Erwägung der Wünsche der Bergarbeiter^zu unterbreiten. Zum Ort des nächstjährigen Kongresses wurde Salzburg gewählt. Der Kongress nahm einstimmig eine Resolution an, die sich für die internationale Regel u n g der K o b l en- Produktion ausspricht. Die Frage internationaler A u s st ä n d e wurde nicht zur Abstimmung gestellt. Der Kongreß wurde geschlossen. r Grösstes tCOOQGIl Inhalatorium rra ^Deutschlands. Sport. = Fußball. Die verflossenen Pfingstfeiertaqe brachten dem Frankfurter F.-E. „H ermanni a" und dem I. Hanauer F.-C. 1893 hervorragende Wettspiele mit auswärtigen Gegnern. Der „C l u b Olympigue d e Lille" und der Hamburger F.-C. „Germani a" waren die als erstklassig bekannten Gäste. Wie nicht anders zu erwarten war, vermochte die z. Zt. beste Mannschaft Frankfurts gegen die Franzosen nicht aufzukommen, konnte aber, ohne Ueberlegenheit zt» zeigen, eilten Sieg über „Hamburg" erringen. Der I. Hanauer F.°E. 1893, der Meisterschastsklub vom Main und der Pfalz, der z. Zt. zu den besten Mannschaften Deutschlands zählt, entschied beide hochinteressante Spiele zu seinen Gunsten. Namentlich das Zusammentreffen mit „Lille" war von An- fgng bis zu Ende äusserst spannend und abwechslungsreich. Nach unentschiedenem Spiel bis zur Pause (2 : 2) musste erst in den letzten 30 Minuten die auffallende Gewandtheit und Schnelligkeit der Franzosen dem großartigen Zusammenspiel und der zähen Ausdauer der Deutschen unterliegen. — Der Kronprinz übermittelte telegraphisch dem 1. Hanauer F.°C. 1893 seinen Glückwunsch zu dem schönen Sieg über die Franzosen. Nachstehend die Resultate: Pfingstsonntag: 1. Hanauer F.-C. 1893 — Club Olympigue de Liste 5:2, Franks. F.-C. „Hermannia" — Hamb. F.-C. „Germania" 4:2. Pfingstmontag: 1. Hanauer F.-C. 1893 — Hamburger F.-C. „Germania" 6:0, Club Olympigue de Liste — Franks. F.-C. „Hermannia" 3:1. ___ 17 Wahlmänner für drn bauernbündlerischen Kandidaten Wolf und 15 für den freisinnigen Kandidaten Christ Hl» Wüef- frühstiiek vorhanden sind, ist die Wahl Wolfs nocknichtsicher. Unter seinen 17 Wahlmännern befinden sich 4 Anhänger des Zentrums, und die freisinnigen Wahlmänner haben diesen das Angebot gemacht, einen Zentrumskandi- baten zu wählen, um die Wahl von Wolf zu vereiteln. Ob dieses Angebot angenommen wird, steht noch dahin, in der Landtagsfraktion des Zentrums steht man dem Vorschlag unsympathisch gegenüber. 1c. Kassel, 9. Juni. In Datterode ist eine Typhus - Epidemie ausgcbrochen. 15 Personen sind erkrankt. Essen, 9. Juni. Die Morgenausgabe der nationalliberalen „Rhe in.-W e sti. Z t g." wurde wegen eines Artikels „Der geflickte Dreibund", der eine scharfe Kritik des Wiener Kaiserbesuches enthält, auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt. fc. Wildungen, 9. Juni. Die in die Raubmordaffäre Mäher verwickelte Christiani wurde gestern . in Rewhork aus der Haft entlassen. Sie beabsichtigt, hierher zurückzukehren. Breslau, 9. Juni. Nach 7 wöchiger Dauer ist eine Einigung zwischen den Ausgesperrten und den Arbeitgebern in der Metallindustrie erfolgt. In der Mafchinenbauanstalt, die den Formern eine Lohnerhöhung von 2 Pfg. bewilligte, nehmen die Streikenden die Arbeit am Montag in vollem Umfange wieder auf. Bis dahin wird auch die Wiederaufnahme der Arbeit in allen anderen Betrieben erfolgen. Maßregelungen finden nicht statt. Reusch 1 (Ungarn'!, 8. Juni. Tas Schwurgericht sprach! nach zweitägiger Verhandlung den Gr a fen Otto Rah- Haus frei, der beschuldigt war, seine Schwiegermutter, die verwitwete Frau Martin Beniezky, vergiftet zu haben, um früher in den Besitz der erwarteten! Erbschaft zu kommen . Gerichtssaal. — Anonyme Briefe vor Gerich t. Nach bett Detmolder und Herner „Briefprozessen" beschäftigt jetzt schott wieder eine anonyme Briefschreiberin die Gerichte. Der Schauplatz ist diesmal L i m b a ch im Königreich Sachsen und die Angeklagte ist die Tochter des dortigen Bürgermeisters, Fräulein Asta Goldenberg. Die Limbacher anonyme Briesschreiberei datiert schon Jahre zurück. Besonders wer sich in jener Gegend verlobte, konnte mit Sicherheit daraus rechnen, unter dem Deckmantel der Anonymität allerlei „Verdächtigungen" gesagt zu bekommen. Wie damals in Detmold, so zerstörte auch hier diese feige Schreiberei die Ruhe des sonst so stillen Ortes, da die haltlosesten Gerückte über die Täterschaft dieses oder jenes Einwohners zirkulierten. Und wie in anderen Fällen, so gingen auch in Lim° back der Gerichtsverhandlung gegen die Briefschreiberin selbst Beleidigungsvrozesse voran, die von denjenigen Personen eingeleitel wurden, die sich durch den ausgesprochenen Verdacht der Täterschaft beleidigt fühlten. Die Mutter der jetzigen Angeklagten, Frau V ü r g e r m e i st e r Goldenberg, wurde zu 100 Mark Geldstrase verurteilt, roei sie andere der Briesschreiberei bezichtigt hatte. Sie hatte den Schuldirektor Beuche der Autorschaft der Briese verdächtigt, und dieser erhob gegen sie, sowie gegen eine Frau Fabrikant Pheyton die Beleidigungsklage. In dieser Verhandlung sagten mehrere Zeugen aus, der allgemeine Verdacht ginge dahin, daß Bürgermeisters d i e Urheber der Briese seien. Die Staatsanwaltschaft erhob daraufhin gegen die drei weiblichen Mitglieder dieser Familie, Frau Dr. Goldenberg, sowie gegen ihre beiden Töchter Ilona und Asta Anklage, mußte das Verfahren geaen die Frau und die Tochter Ilona aber mangels ausreichender Verdachtsmomente wieder einstesten. Lediglich gegen Asta Goldenberg wurde der Strafantrag aufrecht erhalten. Sie hatte sich vor der Strafkammer zu Chemnitz wegen verleumderischer Beleidigung zu verantworten, wurde indes freigesprochen. Nürnberg, 7. Juni. Die 17 Jahre alte Arbeiterin Anna Dahinten gebar in der Nacht aus 15. Februar, tötete das Kind aber durch Zudrücken des Halses. Tie Leiche versteckte sie in einem Koffer. Ein Sachverständiger erklärte, die Angeklagte sei ne ur apathisch veranlagt, ein anderer bezweifelte, dass sie strafrechtlich verantwortlich gemacht werden könne. Tie Strafkammer konnte sich nicht davon überzeugen, daß die Angeklagte vorsätzlich und rechtswidrig gehandelt habe und sprach sie von der Anklage der Kindestötung frei. Feldkirch, 8. Juni. Der Schriftsetzer Arnold Sippel, welcher emgestanden hat, am 30. Juli 1905 den schottischen wird Hausens Kasseler 4 Hafer-Kakao 5 4^ Oesterr. Goldrente. . 4l/5 9o Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Bente . . . 3?i> Portugiesen Serie I . 3% Portugiesen „ III russ.Staatsanl. 1905 4^°/„ japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose...... 4% Griech. Monopol-Anl. 4% äussere Argentinier . 3°/0 Mexikaner . . . . 4-6°/» Chinesen . . . . Aktien: Berliner Canada E. B..... Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C. . Dresdner Bank . . . Tendenz: still. Das alte Schloß. Man schreibt uns: Wenn nicht das älteste, so doch eines der ältesten und jedenfalls bemerkenswertesten Baudenkmale in Giessen ist das an der Ecke des Brandplatzes und des Kanzleibergs gelegene Schloß, das zur Unterscheidung von dem zur Zeit Philipps des Großmütigen neben der jetzigen Zeughauskaserne errichteten „neuen Schlosse" das „alte Schloss" genannt wird. Seine Erbauungszeit ist ungewiß. Die Grundmauern, der Burgfried und die Spitzbogentore zeigen das Gepräge des 14., spätere den Stil des 14. und 15. Jahr- hunderts' Die letzten bedeutenden Veränderungen fanden 1590 statt, später, wie im 19. Jahrhundert, nur noch ausbessernde Arbeiten. Der große Brand von 1560 hat das Schloß verschont. Die Mutter Philipps des Großmutigen, Landgräfin Anna, besaß das Schloß einige Jahre als Wittum; möglicherweise hat sie wahrend der Sickinger Fehde darin gewohnt, ebenso später Landgraf Philipp selbst. Seit 1590 diente das Schloß als Wohnung des Stadthauptmanns, später wurde neben der Wohnung des Amtmanns die Fürstliche Kanzlei darin untergebracht, im 19. Jahrhundert das .Hofgericht der Provinz Oberhessen, an dessen Stelle dann das Stadtgericht und die Proviuzial-Regierung von Oberhessen in das Schloß einzogen. Nachdem diese Behörden das Schloß verlassen hatten, wurde es von der Stadt Gießen übernommen und neu hergerichtet. Der südliche Teil enthält die Sammlungen des Ob erliesst sch en Geschiehtsmuseums, über dessen Eröffnung und Einrichtung in diesem Blatte seinerzeit ausführlich« berichtet wurde. In dem nördlichen Teile sollen nunmehr das Erdgeschoß und daS Obergeschoß für II. KK. HH. den G r t?ß Herzog und die Großherzog in in der Weise hergerichtet werden, daß das Obergeschoß die Wohnräume, das Erdgeschoß die Empfangsräume enthält. Die nach- A ß r o sind Sonntag;, de« 10. .Toni von stehenden &äVl alv 12 Uhr mittags bis 12 Uhr nachts sicher anzntreffen. Dr. llarkwald, Seltersweg58.— Dr. ■Richter, Frankf. Str. 4 Dr. Stahl. Babnhofstr. 26. . . 173.50 . . 14180 . . 237.50 . . 187.50 . . 185.50 . . 160.75 . . 210.75 Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Sonntag, den 10. Juni 1906: Meist heiter und trocken. Nur am Nachmittag in Starkenburg und Oberheffen leichte Gewitter. Temperatur wenig verändert. Näheres dnrck die Gießener Wetterkarte. Temperatur der Lahn und der Luft in der M ülle rischen Badeanstalt. Wasser 14°, Lust 20° R. 3586 ivciDen. Hcngras Verstrigcrnng tiSDlSDas Heugras von den Domanialwiesen der Oberförst CYQ tn\n i't- iinS (ViföGon PTA Prf ♦ Oberförsterei Wieseck und Gießen wird versteigert: Kirchen Berirwerk . 22510 [3255 nehrnen. b) c) d) e) f) 3. 4. 5. 6. 8. B“/( I. V-: Altvater. Während 1905 gingen ab ßriibi'sche Oon^Drackeret e engegengeiwmmen. 218.4« 31’10 128.20 146.20 (Sieben, den 9. Juni 1906. Seipel, Geruutsvollneher. i\et Betank Äe. . - . 141N . 237.50 . 1R7.50 . 185.50 . 160.75 . 210.75 . 109.30 ' 3130 . 146.30 . 155.50 g) h) i) k) rsberichte von der Bank für Handel ipsspn. 9. Jnni, 1.15 Uhr. iz. Lahmerer. . iz. Schnckert . . liier Bergwerk . . . . 249.50 ’ . . 128.75 mer Handelst . ostadter Bank . . sehe Bank . isch-A^at- Bank . onto-Kommandit. . dner Bank - - litaktien . • imore- und Ohio- senlahn . WM MW feit» und Lauter; Freitag den 15. Juni d. I. von vormittags 10 Uhr an auf der Schreinersmühle bei Frcienseenr 1. von 1157, Morgen Wiesen im Wetterauergrund (Hart. mannShausen biö Sorgenlos); 2. von 164 Morgen im Wolfszartcn, Kreuzscener-, Obernseener-, . 153.00 134.05 26700 Wilhelm Dürbeck Spezialgeschäft der Herd- u.Oefen- Jndustrie Krosdorfer Straße 15. as Lchwuroericht spraih Grafen Otto Mat), c. feine Schwieger« Martin Veniezkh, bet- en Besitz der erwarteten Gartengcwehre, Revolver, Pistolen, Patro«»en u. Stockdegen tn großer Atlswahl bei Ad. Reinig Waffenhandluug, 1901 30 Seltersweg 30. für Gärten rc. hält auf Lager Emä8 Hopst Baumaterialien [2808 Liebigstraße 51 — Riegelpfad GDDVTDDDGGTDSG« Berichtigung zur Bekanntmachung am 5. Februar Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1904 Während 1905 gingen zu Versteigerung. Montag, den 11. d. Mrs., nachm. 21/, Uhr sollen dahier Walltorslraße 6 (Darmstädter Haus) 1 Waschmaschine, 2 Fahrräder, 1 Nähmaschine» 1 Bild, 1 Suiegel, 8u Spazierstöcke, 50 Tamensomienschirine, 6 Stämme Werkholz, eine Partie Cchuhwaren, Haus°> u. Küchengeräte aller Art u. v. 91. zwangsweise gegen bar versteigert Bekanntmachung. Betreffend: Wie oben. In der Zeit vom 9. Juni d. I. bis einschließlich 15. Juni d. IS. liegen auf dem Amtszimmer der Großherzoglichcn Bürgermeisterei Heuchelheim bei Gießen folgende Akten zur Einsicht der Beteiligten offen: 1. Das GelbauLglelchungsverzcichnis für zu viel oder zu wenig erhaltenes Gelände (Gemarkung Stießen, rechts der Lahn und Heuchelheim), 2. Das PachientschädigungSverzeichmS für das Jahr 1905 (Gemarkung Heuchelheim), 8. Das PachlentschädigungSverzeichniS für daS Jahr 1904 (Gemarkung Gießen, rechtS der Lahn), 4. daS Ovstbaumgeschoß ^Gemarkung Gießen, rechtS der Lahn), 5. daS Obstdaumgeschoß (Gemarkung Heuchelheim«, 6. daS Verzeichnis über Entschädigungen verschiedener Art, 7. daS GeldauSgleichungsverzcichnis für zu viel oder zu wenig erhaltenes Gelände infolge Grenzregulierung mit Allcndorf und Klein-Linden, 8. daS Pachtentschädigungsverzeichnis infolge Grenzregulierung mit Allen- dorf und Klein-Linden, 9 das HauptgeldansgleichungSverzcichniS. Einwendungen hlergegeu sind bei Meldung deS AuSschliiffes innerhalb der oben angegebenen Offenlegungsfrist bei Großhcrzoglichcr Bürgermeisterei .Heuchelheim schriftlich cmzureichen. Friedberg, den 28. Mai 1906. Der Großherzogliche FeldbereinigungSkommissar. I B. gcz.: Dr. Goertz. Regierungsassestor.____________ Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und zahlreichen Bluinenspcnden bei unserem schweren Verluste, sowie für die liebevolle Pflege der Schwester Luise Hofmann und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Glück sagt innigen Dank Die trauernde Familie Karl Nesseldreher. Heuchelheim, den 7. Juni 1906. Bekanntmachung. Ter auf den 13. Juni d. Js. fallende Pichmarkt wird ivegen des Trachten- und Heunatpflege- sesles auf Donnerstag, den 21. Juni 1906 verlegt. Butzbach, den 2. Juni 1906. Großh. Bürgermeisterei: e*/« K ü ch e I. Heugras-Mrsteigerung der Stadt Gießen. Montag, den 11. und Dienstag, deu 12. Juni 1906 soll das Heilgras von den städtischen Wiesen meistbietend versteigert werden und zwar Montag, den 11. Jun,, *) vormittags 87, Uhr an Ort und Stelle von den Wiesen im Neustädler Feld, c „ vormittags 10 Uhr an Ort und Stelle von den früher der Aktien- broucxci gehörigen Wiesen und in der Stephansmark (etwa 25 Morgen). Anfang bei der Schönen Aussicht, vormillags 11 Uhr m der Restauration von Melchior Schäfer Witwe, Grünberger Straße 6, von den Wiesen tm Heegstrauch und im Rußland, . „. . nachmittags 2 Uhr im Philosophenwald von den Wiesen am F-Ürslenbrunnen im Wiesecktal, von den Hospitalwiesen tn der Gemarkung Wieseck. . . . . nachmittags 5 Uhr an Ort und Stelle von den Wiesen m der Todes-Anzeige« Heute Nacht verschied nach langem Leiden meine liebe Muller [3585 Luise Hornfeck pti. StaDHer. tm 68. Lebensjahre. Um stille Teilnahme bittet Aäthcheu Horufcck. Gießen (Schulstr. 7), den 9. Juni 1906. Tie Beerdigung findet statt: Montag, den 11. Juni vorm. 11 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus. Arbeitsvergebung. Die Weißbinder-, Spengler- und Glaserarbeiten znr taufenbeu Unlerhalturg der Gebäude bet Bürgermeisterei sollen Donnerstag, den 1L Jun, d. I., vorn,. 10 Uhr Alice-Kochschule. Der Unterricht beginnt Montag, den 18. Jnni. Anmeldungen werde), in der Aliceschule, Kirchstraßc 20, R AU>eilsb^eschreibung unb Bedingungen liegen bei uns zur Smsicht offen AnaeboN auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind b.S zum ge- ^nn.m Simtt an un5 -mzur-ich-n. - Z»Ichl°,S,r-st M Tag-. Gießen, den 8. Ium 11’06. p Städtisches Hochbauamt. e«. elIunq für er für E < >elegt Es ist di-i-M 6 e*S«81. L1ebenfan§ b;? be- ini. Anlangskurse. pener Bergwerk. - irahütte ■ • • obarden £• »• * ■dd. Lloyd . . ' ' •kenlose. • 1906. 95 4 99 1 98 MZL "dm lich Al'cher. >on ^hu^ai?bi- md. nehtt?tCKteIn- na n„ci "och bafiht "5 Rl man bem ^ntferobe jsi ejn - 15 w« g '* d,r national, .^en eines Artikels c,7 Schach Kntik des °l'f Veranlassung btt ’ie die Raubmord- :ni gestern in ,en- Sie beabsichtigt, meiner Dauer ist eine 1 unb den?lrbcilae6mt 5er Maschinenbaiianstait, von 2 Pfg. bewilligte, om Montag in vollem ouch bie Wiederaus« ^trieben erfolgen. Maß« Manko! 13523 Lippergrund; . an demselben Tage, nach Zusammenkunft um 3 Uhr nachmittags beim Flensungeryof, aut 60 Morgen (Rieth-, Bügen-, Pferds-, Mannivicse rc.), sowie auf Wald- unb Feldwegen; 7. Montag den 18. Juni d. I., mit beginn um 9 Mr vorm. in der ^ittepfclsbach", auf ca. 191 Worgen Wiesen baselbst, am Altelcller, in den verschiedenen Heegbrücken (Wiese v. Johs. Wagner), Göllc-, Herrn-, Hexenwicsen rc.): an demselben Tage, nachm. von 1»/, Uhr an. auf dem Jägerhaus von 1871/, Morgen Wiesen in Ruthardshausen, Mulsau, Langhecke, Geräums, Hahlgarten, Hanxteilen, Buchholz, L'.ngelbach (Wiesen von Lein und Graf) Schiffenbach. Wicsenwärter Silß dahier und die betr. Gräfl. Forstwartc sind angewiesen, die Wiesen, die zudem durch nummerierte Holzpflöcke oder Steine kenntlich gemacht sind, auf Verlangen vor dem Termin vorzu- zeigen. Zu Nr. V, 1 wird bemerkt, daß am 16. Juni morgens 8 Ubr auf der Scholtcner ^rcisftraße am „Altekcller" 'Heinzeberg) ein Führer zum Dorzeigen von Wiesen im Wctterauergrnnde bereit stehen wird. Laubach, den 5. Juni 1906. ” /« Gräfliche Jorstverwaltung. Daher Stand der Mitglieder Ende 1905 SmiiiwittiMitliiÖtr Äoiiiumuerein Aumrod wird Kasus W® • k als hervorweil er sich . Stadien hrt n- ^dsfahigkeii ßbrt ESS nauptagentar der Allgemeinen IMmiwliih Muttgart Ich bin gerne bereit, Ihnen bei Lebeiis- und Reutenversichcrungs- Abschlüssen dieser miertannt guten Anstalt mit Berechnungen unb Prospekten zu dienen. Prämienguitlungcn beliebe man Neustadt 78, 11. in Empfang zu hardbahn - - - bard. Eisenbahn . err. Staatsbahu . ■ ce-Henri-Eisenbabn DrThompsons Seifenpulver Marke 'Schwan gibt weisse Wäsche ohne Bleiche. Zu vc\ aWexx ’oessavew Bekanntmachung. Die Verteilung der Zinsen aus der Wolf bau Todtcuwart- Stiftuug findet stl'iungsgernäß Souutag, bcu 10. Juur ds. IS., morgeuS um 5 Uhr, iu der .stadtkrrche statt. i6 Gießen, den 6. Juni 1906. Tie Armen-Depulalwn der Stadt Gießeir. Eurschmann. Versteigerungen von Heu- und OZrummetgras auf Gräflichen Wiesen: 1. Donnerstag den 14. Juni d. I. von morgens 8 Uhr an in der Gemarkung Laubach auf den Schellenberger- und Ziegelhütter- teichwiesen (32 Morgen); 2. an demselben Tage un Tiergarten, nut Beginn um 9 Uhr vorm. in der Hirtenbach, auf 62 Morgen; au demselben Tage von nachm. 2 Uhr an auf der Friedrichs- hütte von 10‘/, Morgen Wiesen (Hölzchen, Silbach, LinncS, Steimel, Wcndergrund), sowie von Waldwege»» des Reviers Ruppertsburg; an demselben Tage, nachm. 4 Uhr, bei Gastwirt Hofmann zu Wclterfcld von ca. 20 Morgen Wiesen in den Gemarkungen Wetter« re-Amerik. Paketl. 162 M .21840 Schutz-fAarhe ,^utrina-/v\ädel*' ) Feine Milchspeisen bereitet man nur mit 3591 üiutrma Cremc-Tablettcn, zu haben bei Carl Seibel, Gerilraiiia-Drogerie, Franksurterstraße, A. Geiste, Seltersweg, A. Koch Nacht., Fr. Laih, Sonnenstraße 10, R. Schlabach Nach?., Ludwigspl., C. Jeckel, Aiarburgerstraße, H. Lublinsly, Stemstraße, in Päckchen A 10 Pig. unb Flaschen ä 40 Pig. Engros Lager Gießen Fritz Julltuauu, Bahithoistr. 69. Betauntmachung Betreffend. Feldvcreuugulig in der Gemarkung Gicucn, rechtS der Lahn und in dem zugezogenen Heuchelheimer Gcmarkungsteil. Die nachstehende Bekanntmachung bringen wir hiermit zur öfferrt. lichcn Kenntnis. Gießen, den 7. Juni 1906. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. B.: Curjchmanw B% 1. In der Gemarkung Alten-Buscck Mittwoch, deu 13. Juni l. I., vormittags 10 Uhr in der- Wirtschaft deS Herrn Otto Rabenau zu Alten-Buseck. 2. In der Gemarkung Wieseck Freitag, 15. Juni l. I., vormittags 10 Uhr in dec früheren Dorfeld'schen Wirtschaft zu Wieseck. 3. In der Gemarkung Gießen an demselben Tage, nachmittags 2 Uhr, in der früheren Leib'jchen Wirtschaft im Philosophcnwald bei Gießen. Gießen, den 6. Juni 1906. De/« Großherzogliche Oberförsterei Wieseck Weigand. Großherzogliche Oberförsterei Gießen I. 93.: Kutsch, Großh. Forstassistent. A. Reinig Optische V/aaren Giessen üeltersweg 30 (1 ‘ ~ 3327 Deutsche erstklassige Roland-Fahrräder. Motorräder. Näh-, Landw.-, Sprech-und Schreibmaschinen au! Wunsch auf TOll- zahlung. Anzahlung bei Fahrrädern 20—40Mk. Abzahlung?—10Mk. monatl. Beißarzahlung liefern Fahrräder schon von MU. an. Fahrradzubehör sehr billig. K talog kostenlos. Roland-Maschinen - Gesellschaft L—in Cöla 424 , —. SS’'/4 L Lloyd . Eisen-Industrie wUJ Tapeten! Naturell-Tapeten von 10 Psg. an Gold-Tapeten , 20 , , in den schönsten u. neuesten Mustern. H Man verlange kostenfret ® G Aiusterbuch Nr. 495. H Gebrüder Ziegler, Lüneburg. Visitenkarten 3000 Nervöse pro Jahr niPlllllnllPniIfllrH verdanke.» dem ewig jungen Vater V/V | Timoni die Wiederkehr ihrer Nerven« kraft. Auf seiner VoriragSreisc über „Verdauungsstörung und Nervosität" ist dieser berühmte GesundheitSiehrer für Natbedürflige am 7., 8. und 9. Juni in Bad Nauheim, Eisenbahn-Hotel, am 10., 11. unb 12. Juni in Gieße», Hotel Lenz, am 13., 14. unb 15. Juni in Marburg L., Vahnhosshotel zu sprechen. — Seine Werke ^So werdet ihr alt!" («/M 3.50), „<5o sollt ihr effen!" Ml 3.—) genießen einen Weltruf und finb vom Verfasser und von Georg Sinioni’s Verlag tn Feistritz bei Ttlarbnrg; (Steiermark) zu beziehen. 3588 Schwarzlach. _ _ Dienstag, den 12. Junt, vormittags 9 Uhr an Ort und Stelle von den Ochsenwiesen, einer Hospital- und Psarrwieie, von den Wiesen im Stolzen- morgen, Illersbrunnen und Altenttsch, nachmittags 2 Uhr an Ort und Stelle von den Wlesen tn der Gemarkung Rödgen, . . . nachmutags 2'/, Uhr an Ort und Stelle von den Wiesen tn der Gemarkung AUen-Buseck, . nachmittags 3 Uhr nn Ort und Stelle von den Wiesen m der Gemarktutg Groben-Busick, nachmittags 4 Ubr an Ort und Stelle von dem Obstbaumstuck bei der neuen Kaserne. . Die Zusammenkunft ist am '1. Ium beim Schlachthaus, am 12. Juni an den Ochsenwiesen. \e Großherzoqlichen Bürgermeistereien der umliegendcu Gemeinden werben ersucht, vorstehendes in ihrer Gemeinde bekanntmachen zu lasten. . Gießen, den 1. Jmu 1906. B /« Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Lurschmanii. Eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht, tefert rasch and billigst Direktor« 3553 Der Nendant. . O-—— -— -— - #611 »treffelgjfhte’’’ »r:?26 >*« *■ Bedarf Plockstr. Plockstr. Kleinste Anzahlung. i* wagen c bei Beamte ohne Anzahlung. Vergütung des Fahrgeldes bis 20 Kilometer Entfernung. Möbeln, Betten, Polstereigener Fabrikation Manufaktur-, Weisswai docken. Bequemste Abzahlung. V»s •;'i U ijA.Jiu r‘ >.zVl I • ' 1" UW W11 WE i? r =; Möbelfabrik- Lager und Ausstattungs-Geschäft verbunden mit eigenen Schreiner-, Polster-, Tapezier- und Vetorattons Werkstätten bietet Verlöten die praktischste und übersichtlichste Auswahl beim Aussuchen des zukünftigen Heimes. 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Juli anSznleihcn. Schriftl. Anfragen unter 04165 an den Gießener Anzeiger erbeten. Zum Ostend. Morgen Sonntag [°“" Große Tanz-Musik. Eintritt frei! Eintritt frei! Ludwig Abel. Grünberg.Str.47. Auf zm Kaistr Fricüriih! Sonntag, den 10. Juni Kroßes [04134 girokt-|iin;ttt Gottfried Abel, Grünberger Str. G. F. F. Montag, den 11. Juni 1906 abends 87, Uhr sßjqjr Hebung “«gsgg Die Mannschaften haben pünktlich 87. Uhr anzutreten. B7J Das Kommando. r Heute (SamStag) Abend: Adschieds-Feitt _______Bereinsknctpe. [va/a Bürger- Gesellschaft. Sonntag den 10. Juni: Ausflug nach dem Hardtwäidcheu. Abmarsch 3 Uhr von dec Lahnbrücke. v9/6 Bei ungünstiger Witterung nachmittags 4 Uhr Zu» summeukunst im Gasthaus zum Löwen. Der Vorstand. -ft. rtt J Zur Ain §obn. b£ £uDid'96 Zeit >nel unb W seiner viel flnnö die empfinden allzeit red der Bevol angebrach des Fürst Der Ludwig - von Haft jchen G direktor i in Lausa Heimat i Nach ei wurde e: Am 26. prmzen Tochter lang in Fn Erbprinz Stürmer größere Staaten auch in Lollsrec Hafter w lums ihi populäre nächsten Dei Berhältr den Erbs Tage er1 Umfange Geist am feierte Fi v. Gage folgte ein 31. Mai Naüonaft Aufgelder aber bet ging, hie am 16. Regenten Es Jahres* die nach Reaktion Hessen se Richtung abgebroc sprachen der Über Staaten An Sahuii bie schär Anschluß Einrichtu Bischof v der Hart, von 186( übergroße Bolkstüm Ruhm gc ueüen m Wie u>'d Miss »langte i fitogen Der llrotzen ß. (Mel cs von 1| Mb vö([[ »unmehr Reaktion iulenken, Übung \ JluSbau \ hatte. Her wehr vc