Million 3 ’’ 'bW>k ut int lügd. mtgm. M gut bod rotrbtn nicht gebaliell. ' jnl.gut schlecht Ort," id gut genügt, gut i 2 2 gut gut e: gut kaum genügt, r. gut istabzuschaßen. istabzuschchn. tnügb gut bi3 gut r. gut füt igsS*1 genügt. gut $mLgut I gnt (genügt. gut genügt ( gut genügt, gut kehr gut gut Mgut schlecht Mgut biS gut gut Mgut Mgut biS gut Mgut ri ?l s ; * i I Sijffl MatM. /Seite / tiere fM ah (yW«L Ein Ziegenbock zur Zeit nicht vorhanden. iü abzuschafim. Ein Ziegenbock w.nicht geholt. isiabzuschaßeii. w. Mgetauscht l . w* gut Mgut . gut ^gehalten. gut genügt, gut 3“' «lfdi.it. nng ewpsohl. 3f* Eigentum bej Holters '^bzuschofjm. it len. '* IG-ch üben sehr gut gut Ziegenbock wirb nicht gehaltenen gigentum des H-lt-rs. Weg.WmiM obzuschM. 3it Eigentum beS Holters. Tm 2. 3uüe ÄS wirb nicht gehalten. Wegm schlecht. sehr gut,sehr gut aut Mgut . gut . 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Die Erklärung des Teilhabers von Tippelskirch, daß die Firma Fischer kein Geld geliehen habe, ist allenthalben lächelnd ausgenommen worden, denn es hatte kein Mensch behauptet, daß der Major mit der Firma Tippclskirch in solcher Weise in Verbindung stände. Durch das sogenannte Dementi des Herrn v. Tippelskirch wurde denn auch bekannt, daß es lediglich Teilhaber der Firma waren, die privatim wiederholt dem verschuldeten Major unter die Arme gegriffen haben. Die anfangs genannte Summe von 100 000 Mk. scheint allerdings etwas hoch gegriffen zu sein, denn nunmehr erfährt inan, daß es sich um weit kleinere Betrüge handelt, die Herr tr. Tippclskirch und andere Geldleute seiner Firma an Fischer ausgeliehen haben. Unter diesen Persönlichkeiten befindet sich auch der ehemalige Ad- jutant Bumiller, ein sehr vermögender Herr aus Mannheim, der bei der Firma Tippelskirch u. Co. sehr stark beteiligt sein soll. Die Freunde Fischers kannten ganz genau seine Verhältnisse und wußten daher auch, daß sie die ihm geliehenen Beträge in den Schornstein schreiben konnten. Fischer war auf diese Weise seinen Geldgebern zu Dank verpflichtet und es lag nahe, daß er die Firma Tippelskirch in jeder Weise in seiner amtlichen Stellung bevorzugte. Man muß sich wundern, daß es so lange gedauert hat, bis die Vorgesetzten Fischers von seinem abhängigen Freundschaftsverhältnis zu den Inhabern der Firma Tippelskirch Kenntnis erhielten und daher nicht früher in der Lage waren, einzuschreiten. Der größte Teil der Presse hatte von Anfang an eine amtliche Erklärung verlangt, die darüber Aufschluß geben sollte, inwieweit sich Major Fischer vergangen hat. Vor allen Dingen wollte man wissen, was von den vielen Gerüchten, die an allen Ecken und Enden auftauchten, Wahrheit und Dichtung ist, um sich nach den feststehenden Tatsachen ein richtiges Urteil bilden zu können. Die „Nordd. Allg. Ztg." erklärt nun aber, daß mit Rück- sicht aus die schwebende Untersuchung vorläufig auf eine Veröffentlichung des amtlichen Materials nicht gerechnet werden könne, es müsse vielmehr zur gründlichen Aufklärung des Vorgefallenen das Ergebnis der von amtswegen eingeleiteten Schritte abgewartet werden. Interessant ist allerdings, daß Pie erwähnte offiziöse Auslassung die Mißstände in unserer Kolonialverwaltung offen zugesteht, während es bekanntlich noch gar nicht lange her ist, daß sich dieselbe Quelle gegen diejenigen Persönlichkeiten und Preßorgane in zum Teil sogar sehr schroffer Form gewandt hat, als -von dieser Seite die schwersten Anklagen gegen das Zlvlonialamt gerichtet wurden. Es ist also immerhin ein Fortschritt, daß endlich auch die offiziöse Presse diese Mißstände zugibt, wenn sie sich auch vorläufig noch nicht mit ihren Einzelheiten beschäftigen will. In die Affäre Tippelskirch wird jetzt auch wieder der preußische Landwirtschaftsminister v. Podbielski hineingezogen, von dem schon im vergangenen Jahre behauptet loorden ist, daß er der Firma sehr nahe stehe. Jetzt heißt es, daß der Minister seinerzeit seine Anteile an seine Gattin abgetreten habe und daß diese noch heute bei der Firma beteiligt sei. Es wird sogar behauptet, daß Herr v. Podbielski sich mit dem Gedanken trage, im Herbst von seinem Posten zurückzutreten, und man will diese angebliche Absicht mit seiner indirekten Beteiligung an der Firma Tippelskirch in Verbindung bringen. Wir sind aber der Ansicht, daß diese Nachricht mit großer Vorsicht aufzunehmen ist, denn der Rücktritt dieses vielgewandten Ministers ist schon so oft angekündigt und nachher lv-ieder dementiert worden, daß man gut daran tut, weitere in dieser Hinsicht zuverlässigere Nachrichten abzuwarten. Wünschenswert wäre es auf alle Fälle, daß die Untersuchung gegen Major Fischer beschleunigt würde, damit endlich die vielen Gerüchte, die über diesen Fall auftauchen, verstummen. Erfreulicherweise hört man schon jetzt, daß die Verhandlung vor aller Oeffentlichkeit stattfinden soll und daß sowohl der Kaiser wie auch der Reichskanzler nicht nur im Fall Fischer, sondern auch bei allen anderen schwebenden Diszip-linarvcrfahren und Untersuchungen gegen Kolonialbeamte rücksichtsloses Vorgehen an- geordnet haben.__________________________________________ politische Lagesschau. Der Kaiser und der Aachener Reliquienschrein. Der „Köln. Voltsztg." zufolge erhielt Erzbischof Fischer vom Kaiser folgendes Telegramm: »Potsdam, Neues Palais. Ich habe mit soeben mit größtem Interesse die wertvollen Stoffe vorlegen lassen, welche dem R e l i- quienschrein Karls des Großen zeitweilig entnommen wurden, um ihrer kulturhistorischen Bedeutung entsprechend durch getreue Wiedergabe die Sammlungen des Kunstgewerbemuseums zu ergänzen und zu bereichern. Cure Eminenz haben'durch die Bereitwilligkeit, mit der Sie die kostbaren Zeugnisie stilistischer und dekorativer Kunst einer altehrwürdigen Vergangenhcil zur Verfügung gestellt haben, eine» so wichtigen Beitrag für das Museum geliefert, daß ich nicht säumeii möchte, Ihnen für diese, weiten Kreisen zu Gute kommende, für Studien der symbolischen Darstellung der alten Gewebe des orientallschei» Kunstgewerbes bedeutende Erschließung eines bisher verborgenen Schatzes nteinen wärnlsten Dank zum Ausdruck zu bringen. W i l h e l m I. R," Are Härung in Rußland. Der Generalstreik. Aus Moskau, 6. August, wird berichtet: Soeben beginnt hier der Generalstreik. Das gesinnte Proletariat tritt in den Ausstand. In sämtlichen Fabriken und sonstigen Betrieben wird die Arbeit niedergelegt. Die Eisenbahner beschlossen, nachmittags den Verkehr einzustellen, ausgenommen die Ni.kolaiba.hu und die Brestbahn, deren Aargestellte angesichts der drohenden Repressalien eine schwankende Haltung zeigen. Da die Bäcker ebenfalls streiken wollen, lverden die Läden geradezu bestürmt. Alles versorgt sich mit Lebensmitteln. Auf Beschluß des Arbeiter - Depullertenrats soll Brot an bestimmten Stellen zu gewissen Stunden ausschließlich an die Arbeiter und nicht an die bürgerlichen Elemente verkauft werden. Morgen werden keine Zeitungen erscheinen. Die Stimmung unter den streikenden Massen ist übrigens keine gehobene, eher eine gedrückte, da aus Erfolg ivenig Aussicht ist. Der Generalstreik soll diesmal kein direktes Kampfmittel, sondern eine politische Demonstration sein, und nicht in den bewaffneten Aufstand übergehen, der für Petersburg geplant ist. Bombenanschläge. Die Moskauer Arbeller, welche mit Bomben bewaffnet waren, begaben sich gestern an die Moskau-Roiasa-Bahn, um das Eintreffen der Truppen zu erwarten. Durch eine hinfallende Bombe wurden mehrere andere Bomben zur Explosion gebracht, wobei drei Arbeiter getötet und viele verletzt wurden. In Kiew wurde eine geheim-e Bombenwerkstatt entdeckt. Weitere beunruhigende Nachrichten. Der „Standard" meldet, aus Ödes s a, daß dort die Panik der Bevölkerung infolge beunruhigender Nachrichten von Meutereien in Sebastopol zunimmt.. Die Telegraphcn- drähte zwischen Sebastopol und Sinferopol wurden von Revolutwnüren durchschnitten. Kosaken werden in Odessa wieder zum Patrouillendienst verwendet. Die Konsuln von Deutschland, Frankreich und Italien erhielten die Ermächtigung, die Stationsschiffe aus dem Bosporus nach Odessa zu beordern. Für die britischen Staatsangehörigen sind über 20 Handelsdanrpfer verfügbar. Aus H e l s i n g f o r s wird gemeldet: Das Gerücht, der Führer der Roten Garde, Kapitän Kock, sei verhaftet worden, bestätigt sich nicht. Richtig ist nur, daß seine Papiere beschlagnahmt wurden. Nur der Leiter der Anarchisten, Luoto, ist verhaftet worden. Die Untersuchung der Unruhen in Sweaborg hat ergeben, daß diese von den russischen Revolutionären in die Wege geleitet waren und von der Roten Garde ausgeführt wurden. In Petersburg yerrschr vollständige Ruhe. Die Stadt hat ihr normales Aussehen. Alle Läden sind geöffnet, in den meisten Fabriken wird gearbeitet. Vier Zeitungen sind erschienen. Gestern wurden über 200 Personen, die für den Generalstreik agitierten, verhaftet. — Nach Meldungen aus Bjelostok wurde im Hause eines gewissen Farbstein ein großes Waffendepot und revolutionäre Schriften gesunden. Neun Juden und eine Jüdin wurden verhaftet.________________________________________ Deutsches Reich. Berlin, 6. Aug. Der Kaiser traf heute vormittag auf dem Truppenübungsplatz Münster ein und wohnte den Uebungen der dort zusammengezogenen beiden Kavallerie- Divisionen bei. — Die Regierung hat beschlossen, den oberschlesischen Industrie-Verwaltungen künftighin von dem Kontingent der russischen Schweine 625 Stück zu überlassen. Sie knüpft daran, wie die „Fleischerzeitung" mitteilt, die Bedingung, daß das Fleisch an andere Konsumenten zu keinem höheren Preise über» lassen werden darf, als ihn die Arbeiter bezahlen. der des Der Weltmarktpreis für Schweine. Aus Hamburg wird uns geschrieben: Angesichts der hohen Schweinepreise in Nord-Europa und Aussichten auf Hungersnotpreise dafür während nächsten Wärters ist es angebracht, die Preise und Herbst -Zufuhren aller in Betracht kommenden Länder in Vergleich zu ziehen. Südost-Europa, das Mutterland der Schweine, scheidet völlig aus für nächsten Winter, wie schon seit mehreren Jahren, denn seitdem Seuchen und Futtermangel die Schweinebestände dort verringert batte» und der deutsche aufnahmefähige Markt ihnen verschlossen blieb, sind Ungarn, Serbien, Rumänien und Rußland als preisbildende Faktoren für den Weltmarktpreis von Schweinen nicht mehr in Erscheinung getreten. Italien und Frankreich, die ihren Bedarf von Schweinefleisch selbst decken zu ungefähr 2/3 der in Deutschland geltenden Preise, kommen also aus dem Weltmärkte ebenfalls nicht in Betracht. Die Schweiz, Spanien, Norwegen sind Länder, die Schweineprodukte einführen. Schweden produziert seinen eigenen Bedarf und bemüht sich wieder Ausfuhrland zu werden, was es seit der Zeit nicht mehr ist, als es vor 11 Jahren Futtermittelzölle, namentlich für Mais, einführte. Es gibt in Europa nur zwei Länder, die eine Ausfuhr von Schweinen oder Schweinefleisch haben: es sind dies Irland und Dänemark. Erstgenanntes Land führt wöchentlich nach England 30000 Schweine aus, wovon 2/3 lebend, Vs in Form von gesalzenem Speck. Die Ausfuhr von Dänemark nach England beträgt ungefähr ebenfalls IV2 Million Schweine jährlich in Form von gesalzenem Speck. Während also in Irland bei einer Bevölkerung von 4 Millionen 5 Einwohner 2 Schweine exportieren, ist dieses Verhältnis bei Dänemark derartig, daß von den nur 2J/2 Mill. Bewohnern dieses Landes schon 3 Schweine von5 Einwohnern exportiert werden! Bei einem Vergleiche zwischen Deutschland mit Dänemark müßte Deutschland jährlich 36 MillionenSchweineexportieren und dem Weltmärkte zusühren können, wenn es d j e s e l b e Z 0 l l - Politik und intensive Bauernwirtschaft des Agrar st aates Dänemark nachahmen wollte. Woher soll nun der Bedarf von Schweinefleisch für die jährlich um 1 Million zunehmende deutsche Bevölkerung kommen, deren Konsumföhigkeit sich während den letzten 12 Jahren so sehr gehoben hat? Außer Europa kommt für die Produktion von Schweinefleisch für den Weltmarkt nur noch Nordamerika iu Betracht. , , , Mexiko spielt für den Export feine Rolle. In Canada werden wöchentlich ca. 40 000 Exportschweme in der Provinz Ontario geschlachtet; die anderen Provinzen Canadas haben leine Bedeutung für den Weltmarkt in Schweinen. Von diesen 40 000 Schweinen gingen nun vor 10 Jahren noch 32 000 nach England in Form von Speck. Im Laufe der Jahre Ut jedoch der Konsum in Canada so groß geworden, daß von der stehengebliebenen Produktion von wöchentlich 40 000 Schweinen nur noch 15—18000 nach England exportiert werden und der Preis dafür ist beinahe ebenso hoch wie in Dänemark, nämlich 37 Mark pro Zentner Lebendgewicht. Hält die Einwanderung und Volksvermehrung in Canada an wie bisher, werden von dort in einigen Jahren keine ^chwemeprodulte mehr dem britischen Markte Angeführt werden können. Es bleiben also nur noch die Vereinigten S t a a t e n v 0 n N 0 r 0 - A m e r 1 k a, und diese sind es denn auch, die den We lt m a r ktpre 1S jur Schweinefleisch diktieren. Im Lause der Jahre, unter dem Einflüsse der riesigen Vermehrung der Bevölkerung drüben, W d?e V^ltnisse' inzwischen aber solchen Veränderungen unterworfen worden, daß mit Recht anaenommen werden kann, auch dieses anscheinend unerschöpfliche Land wird in absehbarer Zeit feine Eigenpr 0 duktton anS ch w einen selbstv e r- z ehr en. Die große» Schlachtplatze westlich von Chicago, die vor 10 bis 12 Jahre» »och mit ihren Produkten auf den östlichen Märkten der Union mit Chicago konkurrierte», seist)en jetzt beinahe alles, was nicht in de» am Missouri liegende» Staaten selbst verzehrt wird, nach dem Westen und Süden der Staaten, während der Osten sich immer mehr mit seiner Eigenproduktion begnügen muß. Tieiein Umstande ist es auch zuzuschreiben, daß die Schweinepreise in den Bereinigten Staaten entgegen aller Erwartung eine langsame Steigerung erfuhren und an den hauptsächlichsten Schlachtvlätzen wie Chicago, Kansas City- Omaha usw. losten Schweine 6 Dollars 75 Cents oder umgerechnet 31 Mk. 50 Pf. für 50 Kilo Lebendgewicht, ein Preis, der nur einmal erst in einem Mißerntejahr erreicht wurde, vor langen Jahren. Neue, für größere Schweinezusuhren in Betracht kommende Gebiete der Vereinigten Staaten gibt es nur in Oklahoma, Arkansas und Wisconsin, die sich schon seit Jahren bemühen, größere Schweinemengen zu produzieren, haben damit aber »och keine Erfolge erzielt. Die Mais bauenden Staaten Iowa, Illinois, Minnesota, Missouri, Kansas und Nebraska sind die einzige» der Welt, in welchen eine Vermehrung des Schweinebestandes statt- gesunden hat und wenn unter Verhältnissen, wie sie heute liegen, durch irgend ein Ereignis der Schweinebestand bicjer Staaten nur um 20 Prozent reduziert würde, würden wir Weltmarttpreise für Schweine und Schweinefleisch sehen, die denen, die nur allein das Interesse des Produzenten im Auge haben, also z. B. unseren Großgrundbesitzern, nicht dem Bauer, das Herz im Leibe lachen machen würden. Aber andererseits würden Millionen von Staatsbürgern in einer Weise in ihrer Fleisch-Ernährung gekürzt und beeinträchtigt werden, die weder vom wzialwirtschaftlichen noch vom gesundheitlichen Standpunkte wünschenswert wäre. Bei diesem Stande der Schweineproduktion in allen in Bettacht kommenden Ländern ist die in Deutschland augenblicklich herrschende Absperrungs- nnd Verteuerungspolitik doppelt verdammenswert und wenn sich unsere Reichsregierung weiterhin in einseitiger Weise beeinflussen läßt und der Reichstag es duldet, daß dem deutschen Volke seine wichtigste Nahrung, das Fleisch, immer weiter künstlich verteuert wird, so gehen wir für den Herbst und Winter Zuständen entgegen, die die Hungers- notpreise für Fleisch, wie wir sie letzten Winter hatten, noch weiter hinter sich l a s s e n w e r d e n. Aus S»aOt uno Luns. Gießen, den 7. Aug. •* Erschossen. Der Unterzahlmeister Müller vom 3. Bat. 116. Regts. hat sich gestern abend erschossen. Die vom Regimentskommandeur sofort oorgenommenen Erhebungen haben ergeben, daß dem Selbstmorde eheliche Differenzen vorausgegangen sind. ** Auf dem Wege zum Truppenübungsplatz Senne bei Paderborn passierten am Samstag sechs Militär- Extrazüge aus der Main-Weser-Bahn die hiesige Station mit den Artillerie-Regimentern Nr. 63 aus Bockenheim und 27 au§ Mainz. ** Zur 300jährigen Jubiläumsfeier !>es Gießener Gymnasiums schreibt uns mit Bezug auf die gestrigen Darlegungen ein ehemaliger Schüler der An-, stall: „In der gestrigen Nummer 182 Ihres gesch. Blattes gaben Sie die Ausführungen eines ehemaligen Gießeneu Gymnasiasten wieder. Es wurde von diesem die Anregung gegeben, gelegentlich der Jubelfeier des Gymnasiums, die. tritt dem im nächsten Jahre zu feiernden 300jähr. Universitätsjubiläum verbunden werden würde, eine Personallistt der ehemaligen Lehrer und Schüler aufzustellen, ein Vorschlag, der überall sicher freudig begrüßt wird. Gleichzeitig; gibt der Einsender als weiteren Zweck seines SchreibenA an, man müsse sich darüber klar werden, ob die höherem Schüler des Gießener Gymnasiums, welche sich seinerzeit! nicht dem Studium widmeten, sondern einen anderen Beruf wählten, zur Jubiläumsfeier eingeladen werden sollten nicht. Daß man hierüber im Unklaren sein kann, vermag ich nicht zu verstehen. Warum sollen denn die Studierenden den Offizieren, Kaufleuten, Landwirten usw. usw. hierbei vorgezogen iverden, zumal von den Ersteren doch gewiß auch viele sind, die nie in Gießen einem Studium odgelegen haben. Ich möchte beinahe wagen, gerade das Gegenteil! zu behaupten; denn gerade der Student hat doch recht häufig Gelegenhell, Stiftungsfeste, Jubiläen usw. zu feiern, während die Vertteter der anderen Berufsklassen nicht so häufig in die Lage kommen werden. Und gerade darum! werden diese ek freudig begrüßen, wenn sie an der Schul-t feier teilnehmen können." ** Jubiläum des GießenerGymnasiums. Wir erhielten heute folgende Zuschrift: Wäre es nicht angebracht, wenn sich, wie anderwärts üblich, ein Komitee ehemaliger Gießener Gymnasiasten bildete und, unbeschadet der noch von Seiten des Gymnasiums zu erwartenden Veranstaltungen, Vorbereilungen träfe, um im Jubiläumsjahr eine fröhliche Zusammenkunft der ehemaligen Schul- genossen in würdiger Weise zu feiern ? Wir sind fest überzeugt, einer öffentlichen Einladung, zu einer Erörterung der Sache aus einen bestimmten Abend in einem zu bezeichnende» Lokal zusammenzukommen, würden so viele hier lebende ehemalige Gießener Pennäler — ob mit oder ohne Maturum, ist einerlei — Folge leisten, daß die Sache greifbare Form in irgend einer Weise an- nehmen würde. Dian warte nicht zu lange; je früher man der Sache näher tritt, desto schöner und erfreulicher wird das Fest werden. Ter gestern hier abgedruckte Bries aus Kurhessen ist ein Beweis dafür, daß gar mancher auswärts wohnende ehemalige Gießener Gymnasiast nur auf die Nachricht vom Bestehen eines Ausschusses wartet, um seine Adresse einzuschicken. •• Der letzte Tag des Turnvereinsjubiläums verlief ebenfalls in schönster Weise. Die gebotenen Festgenusse bestanden zunächst am Vormittag in einem Frühschoppen, während am Rachmtttag gegen 4 Uhr die Turner vom Brandplatz aus mit Musik zum Festplatz zogen, woselbst in der Festhalle und auf dem Festplatze Konzert stattfand. Die unermüdliche aktive Mannschaft des Turnvereins führte noch einmal Stabübungen vor, im übrigen aber vergnügte sich das sehr zahlreiche Publikum auf eigene Faust. Am Abend folgte dann in der Festhalle eine Wiederholung des Festspiels „Deutsche Helden und Turner^, die trotz der sichtlichen Abspannung eines Teils der Mitwirkenden vorzüglich verlies und von den zahlreichen Zuschauern mit lebhaftem Beifall ausgezeichnet wurde. Der Festoorsitzende Althosf nahm am Schluß der Ausführung Veranlassung, den Mitwirkenden, insbesondere dem Verfasser und dem Leiter der Aufführung. Turnlehrer Will, der auch die weihevolle Arbeit der Einstudierung der Reigen hatte, herzlichen Dank auszusprechem Bald nach dem Festspiel strömte alles ins Freie, um dem Feuerwerk zuzusehen, das ohne Unfall verlief und allgemeine Bewunderung erregte. Insbesondere gefielen die Darstellung der Jubiläumszahl und „Max und Moritz auf der Schaukel". Noch einmal füllte sich dann die Festhalle, denn außerprogrammäßig gab cs noch eine weitere Aufführung, nämlich eine Wiederholung des elektrischen Keulenschwingens. Auch dieses fand allseitige Anerkennung. Weiter gab es Konzert und Tanz und erst sehr spät erfolgte der Schluß des schönen Festes, das dem Turnverein in seiner ganzen Einrichtung und seinem Verlauf zur schönsten Ehre gereicht. *• Lungenheilstätten in Hessen. Die Jahresberichte der verschiedenen hessischen Lungenheilstätten liegen jetzt vor, und es ist manches Interessante daraus zu ersehen. In der Ernst Ludwig-Heilstätte bei Sandbach i. O., die der Hess. Landesversicherungsanstalt gehört, wurden im Jahre 1905 606 Patienten behandelt, entlassen 529. 498 waren Mitglieder der Landesverstcherungsanstalt. Erbliche Belastung lag bei 197 vor. Von 417 Patienten wurden wesentlich gebessert 385, als dauernd erwerbsunfähig wurden 187 entlassen. In den privaten Heilstätten für lungenkranke Männer in Eberbach und Reichelsheim wurden 36 männliche Kranke behandelt, die Mitglieder der Landesversicherungsanstalt waren, in der Heilstätte für weibliche Lungenkranke in Reichelsheim 163 Mitglieder der Versicherungsanstalt und 48 Nichtversicherte. In der dem Heilstättenverein für das Großherzogtum Hessen gehörenden Eleonorenheilstätte bei Lindenfels i. O. mürben 115 Kranke behandelt, die alle versichert waren. Von den entlassenen 44 Kranken waren 26 erblich belastet. 35 wurden fast völlig geheilt. Aus diesen Zahlen ist zu ersehen, daß auch im abgelaufenen Jahre die hessischen Heilstätten sehr segensreich gewirkt haben. r Dutenhofen, 6. Aug. Heute wird hier ein junger Bursche, Karl Loh, begraben, der auf so traurige Weise sein Leben hat einbüßen muffen. Er hatte Bauholz nach Allendorf gefahren und befand sich mit seinen leeren Wagen auf dem Heimwege, den er schnell znrückznlcgen suchte. Wahrscheinlich ist ein Rad gegen einen Prellstein gestoßen und Loh dadurch vom Wagen geschleudert worden. TaS Pferd kam allein mit dem Wagen Her an. Den Verunglückren sand man bald und verbrachte ihn zur Gießener Klinik. Doch konnten die Aerzte ihn nicht mehr retten. Nach einigen Stunden starb Loh. r Münchholzhausen, 6. Aug. Zu Ehren unseres Jubilars, Herrn Lehrer Karl Althanö, wurde gestern auf den Gemeindewiesen bei der alten Linde am Turnplatz ein schön verlaufenes Volksfest gefeiert. Pfarrer Geibel und Hairptlehrer Schieferstein zu Dutenhofen holten Althaus um 4 Uhr in seiner Wohnung ab und begleiteten ihn zum Festplatz, wo sich eine stattliche Zahl Leute cingefunden hatte. Eine Begrüßungsrede hielt Pfarrer Geibel. Lehrer Wiegandt- Dutenhofen sprach über den zur gedeihlichen Erziehung nötigen Zusammenhang zwischen Schule und Hans, der allezeit zwischen dem Jubilar und den Familien seiner Gemeinde bestanden habe. Verschönt wurde das Fest durch den Vortrag von Liedern seitens eines hiesigen Männerchors und der Schüler. Die Kinder vergnügten sich mit Festspielen. Jedes Kind bekam zur Feier des Tages eine Festgabe. Für die Erwachsenen ertönte an zwei Stellen Musik. d Fr i e d b e r g, 6. August. (Seffern nbenb sahen wir hier eine eigentümliche Naturerscheinung. Es schwebte über einem Garten eine dunkle, feststehende Säule, ohne mit der Erde in Perbindttng zu sein, senkrecht in der Lust. Es waren Milliarden S ck n o f e n. Was diese für die Zukunft unserer Vaterstadt bedeuten, kann man sich vorstellen. cb Schotten, 6. August. Einen zweitägigen Ausflug hierher unternahm der Wormser A l v e n f I u b. Am ersten Tage gelangte man bis Gedern, wo übernachtel wurde, nm zweiten Tage ging es etwa sechs Stttnden weit über die Höhen des Oberwaldes hierher, wo man zur Mittagstafel im Gasthaus „Zur Traube" ein= traf. Mit dem Füns-Uhrzng fuhr man wieder der Heimat zu. -k- Alsfeld, 6. Aug. Heute wurde der Färber Karl Weib mit geschloffener Unterstützung der Sozialisten, welche ca. 90 Stimmen abgaben, zum zweiten Beigeordneten seiner Stadt gewählt. Er erhielt 173 Stimmen, während der Kandidat der bürgerlichen Partei 137 Stimmen erhielt. Unter diesen Umständen ist es natürlich Pflicht der Bürgerlichen bei der demnächst stattfindcndcn Bürgermeistcrwahl unter aller Außerachtlassung des Partei» haderS geschlossen vorzugehen, andernfalls es den Sozialdemokraten gelingt, Weitz als Bürgermeister dtirchzubringen. )( Alsfeld, 7. August. Tas nm Sonntag hier abgehaltene Haupt-Preis- und Ritter-Schießen verlies in schönster Weise. Um 2 Uhr mittags bewegte sich der Zttg nach deut Schieß- vlatz, der Steinkaute. Während es darauf im Schützenhause um die Konkurrenzen der Ehrenscheibe lustig knallte, entwickelte sich im Freien reges Leben und Treiben. Am Montag früh [teilten sich die alljährlichen Besucher aus den Städten Laubach und Grünberg ein und bald entspann sich ein fröhlicher Kampf um die Tages- Ehrenscheiben und Ritter. Tas Resultat der Preisverteilung ist Nachstehendes: Tie Ehrenscheibe vom Sonntag schossen Gg. Kurtz jr. und E. Martin. Die Ehrenscheibe von: Montag schoß E. Hölscher, den 1. Ritter Emelius-Laudach, den 2. Ludw. Martin-Alsfeld, den 3. Jul. Bücking-Alsfeld, deit 4. Aug. Saahe-Alsseld, den 5. Kreuder- Grünberg. den 6. Högv-Laubach, den 7. W. Weber-Alsfeld, den 8. Franz Ramspeck-Alsfeld, den 9. Heinrich Bücking-Alsfeld. M a r b u r g, 6. Aug. Ein hiesiger Einwohner hatte um A u f - nähme seiner Tochter, die bereits in einer badischen Universitätsstadt das Gymnasium behtcht hatte, in das hiesige königliche Gymnasium nachgesucht. Sowohl vom Vrovinzial-Schul- kollegium in Kassel, wie später vom Kultusminister war die Erlaubnis ans „prinzipiellen Gründen" verweigert worden. Im benachbarten Hessen dachte man anders. Das Gießener Realgymnasium durste die junge Dame und auch deren Schwester ausnehmen, obwohl der Vater der beiden Mädchen — was man ihm aus hessischer Seite bemerkte — als preußischer Steuerzahler zu den hessischen Schullasten nicht das geringste beitragt. Und trotzdem war man nicht so engherzig, die Ausnahme abzulehnen, und fürchtet wohl auch nicht schlimme Folgen von dieser „Eoedukation". (Frkf. ZtgZ Der Untergang des ital. Auswanderer-Dampfers „Sirio". Madrid, 6. Aug, lieber den Untergang des Dampfers „Sirio" wird noch berichtet, daß nach dem Auslaufen des Dampfers alle in der Umgebung befindlichen Schifferboote zur Rettung der Passagiere herbeieilten. So rettete das Schiff „Josö Miguel" 300 Personen, ein anderes Schiff „Vicomte Lucano" 200 Personen. Wie es heißt, sollen 695 Paffagiere und 127 Mann Besatzung sich an Bord des „Sirio" befunden haben. Die Geretteten tadeln das Verhalten des Kapitäns, der im Augenblick des Auslaufens des Schiffes dieses in Stich gelassen habe. Furchtbare Szenen spielten sich beim Untergang des Schiffes ab. — An Bord des gesunkenen italienischen Dampfers befanden sich 70 Kajüten- Paffagiere, 695 Zwischendeck-Passagiere und 120 Mann Besatzung. Viele Personen wurden infolge der Kessel-Explosion getötet. Von den Kajüten-Passagieren wurden sehr ivenige gerettet, weil der Bug, wo die Kajüten lagen, zuerst sank. Als das erste Rettungsboot ins Wasser gelassen rourbe, begann ein verzweifelter Kampf der Auswanderer, die sich des Bootes bemächtigen wollten. Die Offiziere versuchten umsonst, die gleich Wilden über Bord Springenden mit ge» ladenen Revolvern zurückzuhalten. Dutzende von Menschen sprangen in die See und schwammen den abstoßenden Booten hilfeschreiend nach, bis ihnen die Kräfte versagten und sie lautlos in die Tiefe sanken. Andere klammerten sich an die Bootswände an und wurden von den Insassen mit den Rudern fortgestoßen. Gerettet wurden 348 Italiener, 40 Spanier, 14 Araber, 10 Oesterreicher, 6 Asiaten, 4 Argentinier, 4 Brasilianer. Von 121 ist die Nationalität noch nicht festgestellt. Unter den Toten befinden sich vorwiegend Frauen und Kinder. Der Kapitän verließ schwimmend das Schiff. Als einer der ersten wurde er von einem Rettungsboot aufgenommen. Die Nachricht, daß er Selbstmord begangen habe, bestätigt sich nicht. Behörden imb Private in Cartagena und den umliegenden Küstenplätzen hm alles Menschenmögliche. Vermischte». * Köln, 6. Aug. Mehrere Burschen griffen in der vergangen Nacht vier Schutzlettte tätlich an, nahmen ihnen die Seitengewehre weg und zerbrachen sie. Der Vater eines dieser Burschen, ein Mann von 45 Jahren, der acht Kinder hat, wurde erschossen. * Saarbrücken, 6. August. Eine Falschmünzer- Werkstätte wurde gestern von einem Gendarmen im Walde entdeckt. 9(n einer verborgenen Stelle sah der Beamte Rauch aufsteigen. Er schlich sich heran und e§ gelang ihm, drei Personen festzunehmen, die schon lange im Verdacht der Falschmünzerei standen. Gesunden mürben sämtliche Gerätschaften zum Gießen und Prägen von Münzen. * Erfurt, 6. Aug. Der jugendliche Schriftsteller Erich Salbey tötete gestern seine Geliebte, die 31jährige Fahrkartenverkäuserin Elise Gebhardt durch einen Revolver- chuß und verletzte sich dann dtirch einen Schuß schwer. • Halle a. S., 6. Aug. Dem Stationsvorsteher Grimm wurde heute vormittag vom Magdeburger Schnellzuge der Kopf vom Rumpfe getrennt. * Chemnitz, 6. Aug. In der Nähe des Dorfes Nabenstein ereignete sich gestern ein schwerer Automobilunfall. Die Werkmeister Leske und Fehrmann kamen in einem Motor-Zweirad mit Anhängewagen in schneller Fahrt von Neustadt, wobei das Gefährt gegen einen Baum rannte und beide herabgeschleudert wurden. Fehrmann wurde der Schädel zertrümmert und er war sofort tot, während Leske einen Schenkelbruch und innere Verletzungen erlitt. * Bamberg, 6. Aug. Ein mit fünf Mann besetzter Vierer des Nudervereins Bamberg verunglückte auf einer Fahrt auf dem Unternimm Das Boot ist zertrümmert. Der Kaufmann Hermann Pabst aus Nürnberg ist ertrunken. * Mailand, 6. Aug. Bei dem Brande in der Ausstellung sind auch die Original-Partituren mehrerer Opern Verdis und Rossinis sowie eine Reihe interessanter Autogramme Richard Wagners zerstört worden. Die Ursache des Brandes ist noch immer nicht aufgeklärt. Der allgemeine Verdacht einer Brandstiftung hervorgerufen durch das Personal wird seitens der Behörde abgelehnt. — Ein Kellner hat dem Exekutiv-Komitee der Weltausstellung Aussagen gemacht, wonach fünf frühere Aufseher der Ausstellung sich über die Behandlung seitens der Komiteemitglieder beschwert hätten, gegen welche sie verschiedene Drohungen misstießen. Es fragt sich nun, ob diese Drohungen in Zusammenhang mit dem Feuer stehen. * Kleine Tageschronik. In dem schweizerischen Grenz- ortc Möhlin brannten acht Anwesen nieder. Der Brand soll durch spielende Kinder verursacht worden sein. — In B a - den-Baden setzten zwei fremde Frauenspersonen ein fünfjähriges Mädchen aus und verschwanden sodann. .— ?tu5 Am - pez' o wird der Tod der Touristin Sucre Farbelli gemeldet, die beim lleberschreiten eines Abhanges in d-n südlichen Ampezzoer Dolomiten abstürzte, sich mehrmals überschlug und schließlich in einen hochgehenden Gebirgsbach fiel, aus dem sie als Leiche gezoaen wu'be. Gießener Strafkammer. )( Gießen, 3. August. Der Bäcker M. S. aus Künzig und der Metzger I. G. aus Neuern, waren geständig, daß sie zwecks Ausführung eines Einbruchs bei einem Bäckermeister zu Birklar, von Düsseldorf hergefahren sind. S.. der früher in Birklar gearbeitet hatte, wußte auch, wo das Geld aufbewahrt wurde. Um seinen Genossen auch mit den Lokalitäten vertraut zu machen, nahm er ihn mit zu seinem früher?n Me'ster, der beide freundlich aufnahm, sie bewirtete und au-b mit Zehrgeld versah. Hierbei hatte G. Gelegenheit, sich die Räume genau, anzusehen. Sie hielten sich bis nach Eintritt der Dunkelheit im Felde auf, und kehrten dann narb Birklar zurück. S. stand Schmiere, während G. mittels einer Leiter in das Haus gelangte.. Er brach die Tischschublade, in der er das Geld vermutete, auf, fand aber außer einem Zwanzigpfennigstück weiter nichts vor, da der Bäcker seine Kasse mit in das Schlafzimmer genommen hatte. Enttäuscht entfernten sie sich, nachdem G. noch ein vaar Strümpfe mitgenommen hatte. GL der mehrfach vorbestraft ist. erhielt wegen Dieb- ffahls im Rückfall 1 Jahr Zuchthaus und fein Komplize S. kam wegen Beihilfe mit 6 Monaten Gefängnis durch. Mit Rücksicht auf ihr Geständnis wurden ihnen zwei bezw. drei Wochen der erlittenen Untersuchungshaft auf die Strafe an» ■KI-rrfHiet Zweifelhafte Gefchlechtsangehörigkeit. H.F. Eisenach, 6. August. Ein wohl noch niemals vorgekommener Fall, daß ein Vater ein neugeborenes Kind unbestimmten Geschlechts anmeldete, ereignete sich in der vergangenen Woche auf dem Standesamt zu Eharlottenburg. Die Hebamme hatte das Kind anfänglich für ein Mädchen erklärt. Später stiegen ihr aber wegen des ungewöhnlichen Befundes bezüglich der Gefchlechtszugehörigkeit Zweifel auf. Sie riet daher, den auf diesem Gebiet als Sachverständigen bekannten Arzt Dr. Magnus Hirschfeld (Eharlottenburg) zu Begutachtung und Entscheidung, ob das Kind ein Mädchen oder ein Knabe sei, heranzuziehen. Dr. Hirschfeld stellte fest, daß sich das Geschlecht des Kindes zurzeit überhaupt nicht beftimmen laste; er riet aber, aus praktischen Gründen, zumal äußerlich die männlichen Zeichen die weiblichen etivas überwogen, das Kind als Knaben zu erziehen und ihm einen Namen zu geben, den man leicht in einen weiblichen umwandeln kann, etwa Paul Martin. Ter Standesbeamte war mit dem Vorschläge des Tr. Hirschfeld einverstanden und trug das Kind als Knaben mit den Vornamen Paul Martin in das Standesamtsregister ein. Ta bei ähnlichen Bildungen die inneren Organe und die spätere Körper- und Geistesentwicklung einen weiblichen Charakter zeigen, so erklärte der Standesbeamte: nach vollendetem achtzehnten Lebensjahre müsse es der betreffenden Person frei stehen, zu entscheiden, ob sie den ihr beigelegten männlichen Namen weiterführen oder in Paula Marta umwandeln wolle. Universitäts-Nachrichten. — Ein Bund jüdifcher Akademiker ist auf einer Studentenkonferenz in Berlin, an der auch Vertreter der jüdischen Studenten Münchens, Straßburgs usw. teilnahmen, ins Leben gerufen worden. Der Bund soll, nach den Satzungen, zur Abwehr aller das Wesen des Judentums bedrohenden Tages» strömungen die neu. Gingesandt. (Für den Inhalt der unter dimer Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.^ Schotten, 6. Ang. Der alljährlich hier stattfiudende sogen. Sommermarkt hatte auch heuer wieder einen starken Zustrom von Käufern nach unserem Städtchen gezogen. Am ersten Markttage waren große Umsätze in Klein- und Großvieh, sowie auch Fohlen bei hohen Preisen zu verzeichne!,. Bedauerlicherweise werden jedoch von Seiten des hiesigen Stadtvorstandes nicht die zweckmäßigsten Schritte getan, um den Marktverkehr in die richtigen zeitgemäßen Bahnen zu lenken. So könnte man z. B. den Geschäftsleuten, die nicht einige Tage versäumen können, die Erleichterung gewähren, sich z. T. am Sonntag ihr Vieh anszusncheri. Ferner scheint es angebracht, auf die Unzulänglichkeit unserer Bahn- verhältnisse im allgeineinen und auf die bet Verladung der Vieh- transporte sich fast regelmäßig abspielenden unerquicklichen Szenen im Besonderen einen Blick zu werfen. Einsender dieses hatte Gelegenheit, am Bahnhofe Scholten Beobachtungen ztt machen, welche eher den Bahnhof einer russischen Stadt währettd eines Attfruhrs als eine friedliche Station der Preuß.-Hest. Staatseisenbahn zum Hintergrund haben dürften. Es herrschen überhaupt auf der Bahn Nidda—Schotten glich im gewöhill'chen Verkehr Zustände, welche trotz mehrmaliger Gingaben der Handelskammer bis jetzt noch feine Besserung erkennen lasten; beim wer das .Vergnügen" hat, diese Strecke zu befahren, der muß mit einer wahren Lammesgeduld begabt sein, da fast jeder von Schotten nach Nidda und umgekehrt korrespond. Zna bei fast allen Stationen Güterwagen ab- und einsetzt. — Es wäre deshalb doch bald an der Zeit, diesen mißlichen Zuständen Abhilfe zu verschaffen und wenigstens einen Güterzug pro Tag eiuzulegen. Hoffentlich tragen diese Zeilen dazu bet, daß die Verhältnisse in Zukunft anders werden. Lainilien-Nachrrchten. Gestorben: Frau Forstmeister Elise Bär in Homberg (Dberbeffen). Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen. Frankfurter Börse. 7. August, 1.15 Uhr. 3%6/. Jteichsanleihe . . 99.30 Elekt.riz. Lahmerer . . . 143.00 3% do. . . 87.35 3^°/0 Konsols .... 99.35 3% do 87 20 3^°/0 Hessen 98.15 3%°/0 Oberhessen . . . —.— 4% Oesterr. Goldrente. . 100.50 41/B"< Oesterr. Silberrente 100.45 4% Ungar. Goldrente . . 95.20 4% Italien. Reute . . . 103.50 3% Portugiesen Serie I . 69.50 3% Portugiesen „ III 70.70 4%°'n russ.Staatsanl. 1905 85.30 4japan. Staatsanleihe 94.85 4 % Conv. Türken von 1903 96.25 Türkenlose ... . . 144.80 4% Griech. Monopol-Anl. 54.30 4% äussere Argentinier . 90.10 3°/n Mexikaner .... 68.10 4^°/0 Chinesen .... 98.25 Aktien: Bochum Guss 243.00 Buderus E. W . ... 125.70 Elektriz. Schnckert . . . 127.50 Eschweiler Bergwerk . . 254.00 Gelsenkirchen Bergwerk . 227.25 Hamburg - Amerik. Paketf. 158.50 Harpener Bergwerk. . . 211.60 Lanrahütte 231.25 Nordd. Lloyd 127.40 Obei schles. Eisen-Industrie 125.25 Berliner Handelsgcs . . 168.00 Darmstädter Bank . . . 13900 Deutsche Bank . . . 237.50 Deutsch-Asiat. Bank . . 175.50 Diskonto-Kommandit. . . 182.90 Dresdner Bank . . . 157.10 Kreditaktien 211.70 Baltimore- und Ohio- Eisenbahn . . . 117.80 Gotthard bahn —.— Lombard. Eisenbahn . . 33 80 Oesterr. Staatsbahn . . . 143.80 Prince-Henri-Eisenbahn . 142.40 Tendenz : fester. Berliner Börse, 7. August. Anfangskurse Canada E. B 165.40 Darmstädter Bank . . . 139.40 Deutsche Bank .... —.— Dortmunder-Union C. . . —.— Dresdner Bank .... 157.20 Tendenz: ruhig. Harpener Bergwerk. Lanrahütte . . . Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . . Türkenlose . . 211.70 33.70 127.40 144.30 Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 6. August 1906. Höchste Schlachtviehpreise in Frankfurt a. M. Fleischpreise in Gießen Ochsen Kälber Schweine 50 Kg. Schlachtgewicht 82—25 Mk. Kg. Schlachtgew. 95—98 Pf. V, „ k 76-77 „ V, Kg. 78-86 Pfg. V, , 80-84 , V? „ 80-86 , Getreidepreise in Mannheim Brotpreise in Gießen Weizen 100 Kg. 19.20- 00.00 Mk. Roggen 100 Kg. 16.50-00.00 Mk. Weißbrot 2 Kg. 54 Pfg. Schwarzbrot 2 Kg. 50 Pfg. Original-Drahtinet-nngen. Heidelberg, 6. Aug. Der Turnschristfteller Dr. Karl Waßmannsdorf ist heute früh gestorben. Madrid, 6. Aug. Es verlautet, der Marineminister empfing eine Depesche aus Earthagena, nach der sich unter den Ueberlebunden des „Sirio" befinden: 348 Italiener, 40 Spanier, 14 Aaraber, 10 Oesterreicher, 6 Orientalen, 4 Argentinier. 4 Brasilianer und 2 Montenegriner. San Sebastian, 7. Aug. Man glaubt, daß das deutsche und da- englische Schiff, die nach den Nettungsarbeiten bei der Katastrophe deS Sirio weiter fuhren, noch eine größere Anzahl geretteter Personen an Bord haben, lieber 200 Leichen sind bisher geborgen. Unter den Ertrunkenen besindet sich der Benediktiner Prior auS London, der spanisch« Komponist Hernoso und die svanische Sängerin Lola MillaneS. Der Kapitän, der nach amtlichen Mitteilungen nicht tot ist, und zwei Offiziere wurden verhaftet. Petersburg, 7. Aug. Bei der letzten Konferenz in Peter- hof legte der Ministerpräsident Stolypin dem Zaren 32 Telegramme aus verschiedenen Städten vor, worin hervorragende Körperschaften um schnellste Wiederher st ellung ber Orbit u n g bitten. Im Anschluß daran weist Stolypin darauf hin, daß es für die Zentralregierung weit nützlicher und aussichtsvoller gewesen, sofort wenigstens ein interimistisches Ministerkabinet zu bilden, als diese Angelegenheit noch weiter zu verschleppen. — Im Ministerium des Innern treffen zahlreiche Nachrichten ein, daß die Bauern ungeachtet der strengsten Verfolgung seitens der administrativen Behörden Versammlungen veranstalten, in denen Stellung zum Wiborger Aufruf genommen und beschlossen wurde, Bauern- komitees zu organisieren, die die Rolle einer Ortsduma übernehmen fallen. Petersburg, 6. Aug. (Petersb. Tel.-Ag.) In einer von Redakteuren der Petersburger Zeitungen und Vertretern der Druckereiarbciter abgefrütenen Sitzung gaben die Drnckereiarbeiter die Erllärung ab, daß sie während der Dauer des Ausstandes jeden Tag diejenige Zahl Arbeiter zur Verfügung der Herausgeber stellen wollten, die notwendig seien, um eine einzige Zeitung zu drucken, die lediglich zur Information dienen solle. Die Reihenfolge, in ber die Zeitungen erscheinen sollen, wurde der Vereinbarung ber Verleger überlassen. Als erste Zeitung wurde bie „Birshewija Wjebomosti" gewählt, die morgen erscheinen wird. Petersburg, 6. Aug. lPctersb. Tel.-Äg.) In den staatlichen Pulverfabriken von Ochta, einer Vorstadt von Petersburg, ist ein Ausstand ausgebrochen. Etwa 15 000 Mann legten die Arbeit nieder. Die Ausständigen hielten einen nach Jrinotvka bestimmten Zug nahe der Station Rjevka an unb zwangen ihn, nach Petersburg zurückzufahren. Truppen, die in Rjevka ein* trafen, feuerten zwei Salven ab und zerstreuten die Menge, ohne jemanden zu töten ober zu verwunden. Mit der Bahn wurden . 143.00 sehles. Eisen-Industrie 125.25 Dee-Henri-Eisenbahn . 142.49 iner Handelssrcs . uStädter Rank . , tsche Bank . tsch-Asiat. Bank . (onto-Kommandit. . sdner Bank . , ditaktien timore- und Ohio- isentahn . thardbahn . . . abard. Eisenbahn terr. Staatsbahn. . 168.00 . 139.00 . 237.50 . 175.50 . 182.90 . 157.10 . 211.70 . 117.80 33*80 . 143.80 Glt,e 9äc 'n Homberg Anglist, 1.15 Uhr. fiz. Lahmeyer. , nz. Schnckert . . ....... 127 50 ’eiler Bergwerk . . 254.00 !nkirchen Bergwerk . 227.25 bnrj-Amerik. Paket!. 158.50 •euer Bergwerk. . .21160 "abntte......231.25 ld- TNd . . . . ' ,27*40 ^uibris r , \'um oSg,,n,N,t Lfetnctle; |j,„uer einen n.0, Reit, A°A°n>-h-di, - Stinte L ble ti*, ’'?5,*nföm *■ *• Ä n"nq if)t «j *,cn- die fc. c bei leret Sabn- 'de» »4 ^nienbe? SeJ ^enen 'nährend ejS^j welche en "berhcmvl "'M "wmer 4 i?i2S;ÄS nbev.Wb^Un.bein' wenigstens eh e} 5* ' diese teilen ? Tter"'Q den. ö e" b(,$u bei, bnfe psberichte vorder Bank für Handel »/, Ag. 78-86 Pfg. ii 80-84 , Drolpreise in Gießen nn-l-«ngen. to' W Sm d-r »M* “Vs1“1’1’?' ® Sl'Dti«* 4 toW eneg^et. , btntl4tunbb«< i glaubt. d°ß *ataftropbt w Mb'ilkN bt'^ Pers°""°° L -njahl getrtWV i biSder 9cbot9tL btr sp°»A >■ ‘.W**’*'* lebten ."SäSstf '"^Aveö-dle^b^ ,dl ^Ä ^cbnib'en abmjni- »- . » ei«« S .WW E 1 , '^.gigen prn ß''. V ül'Ä.i Ern41,..n einen '.’n ^f*?**jS ust Anfangskurse. euer Bergwerk. . . 211.70 MtXe ..... total. K ■ • ■ « «W.....LL k*. • • 'yt4,du ;ie(i Md RrW |e und Krot»reiU km, __ e 1 ?el,iichvreiie in Gießen beim Haus-Schürzen a. D. Mk. —.75, —.80, —.90, 1 — etc. Lollar, den 6. August 1906. 4767 Zier-Schürzen Mk. —.30, —.40, —.50, —.60 etc. Knaben-Schürzen Mk. —.80, • C. Röhr & Co 0 empfiehlt 4695 BTÄ schTJH Marktstrasse 5. 4698 Gasthaus zum weissen Ross 3. 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Auf den aus Deutschen bestehenden Selbstschutz. Verband der Mitauer Vorstadt verübten die Revolutionäre einen Bomben- Anschlag. Unter dem Schühenstande war eine Höllenmaschine mit Zeitzünder angebracht worden, die mit furchtbarer Gewalt explodierte, als der Selbstschutz grade Schießübungen abhielt. Zwei Personen wurden schwer, mehrere andere leicht verletzt. Riga, 7. Aug. In Ouh fand ein Kamps znnichen einer revo- lutionären Bande' und dem sie verfolgenden Militär statt. Ein WasiKentoet absolut sicher wirksam, Fasche5OH Adler-Drogerie Seltersweg 39 ________Otto Schaaf. [4544 Mitimch, benS.üM l.J. nachmittags 2 Uhr I*767 werden im Bieker'schen Saale versteigert: 1 Sopha, 1 Vertikow, 2 K^eiderschränke, 1 große Partie Schuhwaren: Herren- n. Damenschuhe und Stiesel, 8 Dutz. mess. Waagschaalen, 1 Schuhmacherund 1 Schneidernähmaschine, 1 Papagei mit Käfig, 1 Oelbild (Marktplatzvon Eisleben) mit Uhr, 1 Fahrrad, 1 eich. Regulator u. A. m. Das Bild mit Uhr kann vorher in meiner Amtsstube besichtigt werden. Geißler, Gerichtsvollzieher. sagen von 30 Pfg. an. • • 5 , . . 5 . Kartoffeln Kaiserkronen, prima per Zentner 3.5O Mk. Gelbe Salatkartoffeln billigst Goldschmidt's Waeizesstod Radikalmittel gegen Wanzen AWMt's Parasitin zerstört Kopfläuse nebst Brut. Erfolg garantiert. |hv23/7 Per Flasche 50 H. Zu haben bei Adolf Bieler, Marktstr. 5 Verein ehemaliiier Pioniere zn ließen. Monats-Versaminlnng ” Mittwoch, den 8. l. Mts., abends 9 Uhr Restaurant Bourgeois, Brandgaffe. Tagesordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Sommeransflug des Vereins. -WUHGWWW Kekamtmachung. Unter dem Schweinebestand des Heinrich Hahn in Gießen, Leihgesternerweg 51, ist die Notlaufseuche auSgebrochen. Gehöftsperre ist angeordnet. Gießen, am 7. August 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth. Billigstes Logier- und Speise-Hans in Giessen. Bekanntmachung. Joseph Ruckstuhl von Gießen ist als Wieger für die Wage am Neustädtertor ernannt und verpflichtet worden. Reform-Schürzen grosse Mk. —.80, 1.—, 1.50, 2.— etc. Kleider-Schiirzen grosse Bekanntmachung. Ter Bauunternehmer H. W. Rinn zu Gießen ist zur 2luS- führung von Entwässerungsanlagen gemäß § 16 der Polizeiverordnung, die Entwässerung von Grundstücken im Llnschluß an die städtische Kanalisation in der Provinzialhauptstadt Gießen betastend vom 1. August 1904 zugelassen worden. Nach § 16 der genannten Polizeiverordnung dürfen Entwässerungsanlagen im Anschluß an die städtische Kanalisation nur durch die hierfür zugelassenen Unternehmer arlsgeführt werden. Gießen, den 4. August 1906. B7/8 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. kiilimEßlüser, Koiimläser, Einkvlhkrüge EinmWK.WMilMtt empfiehlt billigst Phil. Wagner, Neustadt 4. 05497 Kittel-Schürzen für Kinder in allen Preislagen und Grössen. 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Anarchisten überfielen gestern einen Posten und töteten ihn. In einer Felsenhöhle bei Bälaklava wurde eine vollständig eingerichtete Bombensabrik entdeckt. 60 Personen, meist Matrosen und Soldaten, die mit der Herstellung von Bomben beschäftigt waren, wurden verhaftet und unter starker Eskorte nach der Zitadelle überführt. Tiflis, 6. Aug. (Petersb. Tel.-Ag.l Rach einem Tele- gramm des DistriktSchess in Sangcsur an General Goloschtkapoff griffen in der vergangenen Nacht Tataren die russischen Truppen regelrecht an. Der Kampf dauerte bis gegen 3 Uhr nachmittags. „ e ?atQren' deren Zahl sich auf über 2000 belief, nahmen sehr günstige Stellungen ein; ihre Verluste sind unbekannt. Nach längerem Bombardement hißten sie die weiße Fahne und baten den Tistriktschef, in ihr Lager zu kommen. Dieser erhielt Nach- n*f' daß bic Tataren für die Nacht einen Angriff vorbererten und wechielte tn der Dunkelheit die Stellungen. Die nrnTiencS nmrf^,rt dTrtCnminrb- $*ata.ren besetzt, die Unterstützungen^ er- warten. Tic Verbindungen im Distrikt Sangcsur sind unter- brocken. Die Bevölkerung nimmt eine feindlicke Haltung ein - ? omDon, 6. Aug. sPetersb. Tel.-Ag.) Heute sind sämtliche Hafenarbeiter in den Ausstand getreten; sie stellen keiner- ;er Forderungen. Der Zweck des Ausstandes ist ausschließlich die Unterstützung der Sckinsmannsckaften. Sansibar, 7. Ang. Rach Meldungen de? Major? Johannes gelang es dem Lentnant von Lindeiner, da? Lager des Häuptlings Lchabruma, das mit 80 Ausständigen besetzt war am 2o. Ium am Llhonde südöstlich von Ssongea zu Überraschen. 14 Manner und 165 Frauen und Kinder wurden gefangen genommen. a 1 Teller Suppe, 1 Schüssel Gemüse, 1 Teller voll Fleisch 40 Pig. I Portion vorzüglichen Braten 20 Pfg. 1 Portton Brot 5 SpfaJ 1 große Portion Wurst 10 Pfg. 1 Portton roh gehacktes Fleisch 20 Pfg. Hochfeines Bier im Glas 0,5 15 Pfg., 0,3 10 Pfg. Vorzügliche Liköre und Weine. .. Hochachtungsvoll M. Kessler. Träger-Schürzen grosse Mk. —.50, 1.—, 1.20 etc. Auf vielseitigen Wunsch verlängert haben wir unsere Ausnahme-Tage für säm^Säche Schuhwa^en — " Vor dem Eintreffen der Herbst-Neuheiten — möchten wir mit unseren vorrätigen Schürzen möglichst räumen und offerieren dieselben zu wesentlich ermässigten Preisen. Unwiderruflich endet diese grosse Preisermässigung für sämtliche Schuh waren bereits in einigen Tagen. Sprinomanns Schuhwarenhaus 3— etc. Schwarze und weisse = Schürzen a>/ in allen Preislagen. —.90, 1.— etc. erhältlich. Milchspeisen Gin ÄHMkgeskic gesucht. Gg. Keil, Sdpniebc- 4761) meister, Weiterähain. Z tiitztste LtzttiiittgejcÜeii gesucht. H. Vollmöller. [05683 Acht WcißinSer in allen Arbeiten durchaus bewandert, erhält dauernde 23e= schäftigung. Gust. Belitz. [4772 Umergeftkn 2 — 3 tüchtige, sofort gesucht. Slun- denlohn 40Pfg. Gg. Schnbecker, 4667) Ziinmergeschäit, Gießen. SeMosser der im Drehen bewandert ist, sofort gesucht. >4743 C. & G. 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