156. Jahrgang (Pt-ffBlatt General-Anzeiger Amts- und Auzeigeblaii für den Mreis Stehen 13890 ikert ■ ■ ' 144.00 W gehabt habe, habe dieser französische Gesandte auf berufen könne, und auf deutscherseits nicht erteilt, den Konsul gefragt, ob sich der ein europ. allgemeines Mandat die Antwort: solches Mandat sei seiner Freude darüber Ausdruck sich der französischen Aktion nicht 115.00 2420 St. Nenö Tailtandier entwickelte Reformprogramm bringen zwei Berichte aus Fez vom 7. März und 30. Mai reichhaltiges Material. Als nötige Reformen sind in erster Linie bezeichnet worden Polizei-Militäroraanisa'ion und Finanzorganisation und Ecstrebung einer Vermehrung der Einkünfte. Ter deutsche Konsul in Fez, Bassel, kommt nach Tarlegung des französischen Rcsormprogramms zu dem Schluß: „Es gilt als wahrscheinlich, daß die Franzosen alljährlich mehrere Mona Le hier residieren wollen, um HofundMaghzen anihredauernde Intervention zu gewöhnen." Einen sehr ausführlichen Bericht über den Inhalt der Vorschläge des französischen Gesandten gibt Graf Tattenbach. Er hält den Rat zu den Reformen tatsächlich als einen Zwang zu denselben. Zusammenfasfend sagt Gras Tattenbach: „Es sollen nach den Vorschlägen des franz. Gesandten bezüglich der Militär- organisation sämtliche Bataillonschefs Franzosen, sämtliche Kompagniechcfs und Unteroffiziere Algerier sein. Es liegt auf der Hand, daß in der vorgeschlagcnen Organisation die Förderung rein französischer Interessen ihren unver- verblümtcn Ausdruck findet. Tasselbe gilt bezüglich der Gründung von Polizeitruppen in den Küstenstädten, da der französische P o l i z e i- „I u str u k t e u r" sich binnen: kurzen: zur o b e r st e n und leitenden städtischen Behörde entwickeln und damit des gesamten, zur Stadt den spanisch-französischen Vertrag in Paris unterzeichnet und ihn vor der Veröffentlichung dem deutschen Staatssekretär des Auswärtigen, Frh. v. Nichthosen, mitteilen lassen. Er, Del- caffG, habe geglaubt, durch die Mitteilung dieses aus dem englisch-französischen Abkommen entspringenden Vertrages für alles gesorgt zu haben. Lieser Auffassung tritt ein Erlaß des Reichskanzlers nach Paris vom 1. Mai entgegen: Ein diplomatisches Aktenstück von solcher Tragweite wie das Marokko-Abkommen könne nicht auf Grund mündlicher und fragmentarischer Wiedergabe beurteilt werdxn, für Eröffnungen von solcher Wichtigkeit sei die schriftliche Form die durch den diplomatischen Gebrauch konsekriertc. Die Anerkennung des deutschen Standpunltes erfolgte durch Rouvier in dem Expose vom 21. Juni, welchen! der Text des französisch-englischen Abkommens beigefügt ist. Ueber das in Fez von dem französischen Gesandten gegeben, daß Deutschland an geschlossen habe. In einer weiteren Unterredung sei der Sultan sehr aufgebracht darüber gewesen, daß Delcassö erklärt habe, die marokkanische Regierung habe die Ratschläge Frankreichs erbeten und, nachdem diese erteilt worden, die Erklärung abgegeben, diese Ratschläge befolgen jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12Pf* auswärts 20 Psg. Verantwortlich für den polit. und allgem. Teil: P. Witt ko: für „Stadl und Land"' und „Gerichtssaal*: Ernst Heß; für den Anzeigenteil: Hans Beck. zu wollen. Der Sultan habe sich zu dem Ausrufe verstiegen: „Aber das sind ja reine Unwahrheiten!" Auf die Bemerkung des deutschen Konsuls, daß die Franzosen die Nachricht dementierten, daß der franz. Gesandte Taitlandier sich auf ein europäisches Mandat berufen hätte, habe der Sultan erwidert: „Mir selbst gegenüber haben sich die Franzosen, und Herr Renö Taillandier selbst, in diesem Sinne ausgesprochen!" Am 15. Mai meldet dann der deutsche Gesandte Graf Tattenbach folgende Erklärung des Sultans: „Die Aeußerung, welche Deleasss nach den! Kaiserbesuch in Langer in der Deputiertenkammer gemacht habe, die marokkanische Regierung habe die französischen Reformvorschläge im Prinzip an- qenomnien, entspreche ebensowenig der Wahrheit, wie die Behauptung des französischen Gesandten, daß er im Auftrage Europas spreche!". Zwei Tage später berichtet der deutsche Gesandte, daß unmittelbar nach seiner Ankunft in Fez der französische Gesandte im Auftrage des Ministers Delcasse erklärt habe, das Recht, in marokkanischen Angelegenheiten zu intervenieren, stehe keiner anderen Macht zu als Frankreich. Der Annahme der französischen Reformvorschläge müsse sich die marokkanische Regierung fügen. Ein Erlaß des Reichskanzlers an den, Botschafter in Paris vom 22. Mai faßt den Inhalt und den Eindruck dieser Meldungen dahin zusammen, daß sie nicht geeignet seien, die Ansicht von dem stürmischen Charakter der Marokkopolitik zu ändern, der Vertreter Frankreichs wolle ohne weiteres Beschlag auf Marokko legen und dem Sultan den Verkehr mit den übrigen Vertragsstaaten verbieten. Nach Rouviers bisherigen Aeußerungen hätte sich der Reichskanzler zu der Annahme. berechtigt, daß der Ministerpräsident diese Art des Vorgehens mißbillige. Eine weitere Reihe, von Schriftstücken bezieht sich auf die Unterlassung der offiziellen Mitteilung des französisch-englischen Abkommens durch Deleasiö. Zur Motivierung der unterlassenen amtlichen Mitteilung des Abkommens führte Dclcassö an, daß eS in London abge- schlosien und daselbst zu gleicher Zeit veröffentlicht worden sei. Der Gedanke sei ihm nicht gekommen, der kaiserlichen Regierung dieses Schriftstück mitzuteilen. Dagegen habe er kurzem ai Behöro gravitierenden Distrikts werden würde, so ist hier der erste Ansatz zum „controkeur civil" nach tunesischem Muster gegeben. Bei den Vorschlägen für die Finanzreform und die Hafenanlaaen tritt gleichfalls die Absicht zutage, die marokkanische Finanzverwaltung stufenweise unter französische K' o n tr o l I e zu bringen. Unter dem Vorwand, die den leitenden einheimischen Kreisen sehr am Herzen liegende Kursreform durchzuführen, schiebt man eine „marokk. Staatsbank vor. Sie soll Banknoten Das Lefsinghaus und die Berliner Stadtverwaltung. Bezeichnend für den Standpunkt, den die Berliner städtische Verwaltung in kulturhistoriscben Fragen einnimmt, ist der Inhalt einer Unterredung, die ein Journalist B. mit dein Vorsteher der städtischen Ctiftungsdcputation im Verwaltungsgebäude in der Poststraße über die Frage ber Erhaltung des Lessinghauses hatte. Auf die Frage nach den Gründen der beabsichtigten Preisgabe des Dichterhauses erfolgte seitens des Vorstehers die Darstellung der Sachlage dahingehend, daß die Stiftungsdepiltation als Verwalterin des Hauses, das der Karoline Silber'schen Stillung gehört im Sinne der Stifterin bemüht sein müsse, zu Unterstützungszwecken möglichst viel Geld aus dein Grundstück herauszuwirtschaften, auf dem das Lessinghaus sich befindet. Für dieses Grundstück seien nun 429 999 Mk. geboten, und es liege im Interesse der Stiftung, dieses Angebot zu acceptieren. Der Berliner Magistrat könne für die Erhaltung des Lessinghauses garnichts tun, denn es gehöre ja ihm nicht, sondern der Stiftung. „B. Nun, der Magistrat könnte doch auch selbst das Grundstuck ankatl^en^, doch nicht 429 999 Mk. für ein Grundstück ausgeben, aus dein er soviel nie herauswirtschaftet." E^ wird doch aber behauptet, daß das Lessinghaus leicht von dem "übrigen Grundstück getrennt werden könnte." Das ist nach der Grundbuch-Eintragung nicht möglich: dort ist bestimmt, daß das Grunbstück nicht getrennt werden darf (Pause) ohne Genelnnigung des Polizeipräsidenten." . Diese Genehmigung müßte dock zu erlagen sein. Der Magiltrat könnte doch dann das Lessinghaus, das nach seiner Lage am Königsqraben für Gefchästszwecke kau>n geeignet erscheint, ankam en und den übrigen Teil des Grundstücks an der verkehrsreichen Alexanderstraße der geschäftlichen Ausbeutung uberlasien. Ware eine solche Lösung der Frage nicht angängig? Kopfschüttelnd blickte der Vorsteher hieran, den Fragesteller an und meinte im Sone höchster VerwundMMg über outel fÄaiuüät: ,Ja, aber warum soll beim der Magistrat für solche Dienstag 9. Januar 1906 Bezugspreis! Ä monatlich 75 Pf., viertel- ? jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen c* 'V":-jy monatlich 65 Pf.; durch S jffl ßg M Sfl v diePost Mk.2.—viertel- äJ? *>r, "■Mk (gebend. ' 0.7.00 Psg. L1" Klein. Handel^68- Bank Bank •, Uiat. Bank • ,Komrna'-id,fcl Bank ^und Ohio' . ihn • ‘ ' ung ber Werke Händels sowie anderer hervorragender Werke der Musikliteratur beruht. Die Musterausführungen sollen nun wieder im Frühjahr 1906 ftattiiiibcn, und zwar diesnial in zwei Kon- zerten. . — Im Stadttheater zu Bielefeld brach am Mittwoch abend, wie bem „B. T." mitgeteilt wird, nach'denr ersten Mte von Ohorns Schauspiel „Die Brüder von,St. Bernhard" — das, wie erinnerlich, die Zustände in einem! Möncksklofter schildert — auf der Galerie ein Höllenlärm aus. Der Direktor forderte die Demonstranten auf, das Theater zu verlassen und ihr Eintrittsgeld zurückzunehmen. Die Polizei entfernte dann die Demonstranten und die Aufführung konnte ohne Störung beendet werden. Tie Skandalmacher nahmen darauf vor dem Theatergebäude Llnfstellung, doch verhinderte die Polizei weitere Demonstrationen. — Das neue Stadttheater in Chemnitz, dessen Baukosten auf etwa 2 Millionen Mark veranschlagt sind, soll 1300 Sitzplätze erhalten. Im Orchesterraum sollen 50 Musiker Platz haben und für die Bühne hat man eine Breite von 25,30 Meter, eine Tiefe von 19 Meter und eine Höhe von 23.30 Meter in Aussicht genommen. Sehr ausreichend wird für Magazine, Betriebs^- und Darstellerräume gesorgt werden. Durch eine Rieder- drutlheizungs-nlage soll die Heizung des aus Mauerwerk und Beton und eiserner Konstruktion im Stil der Hochrenaissance zu errichtenden'Hauses und durch elektrisches Licht dessen Beleuchtung erfolgen. Köln, 6. Ian. Die Zeusurbehörde hat die Aufführung des Lustspiels „M. d. R." (Mitglied des Reichstages) von jHeinz Gordon verboten. München, 8. Jan^ Der zum Schauspielbirektor am Hoftheater ernannte Wiener Sckwiststeller H c r m. B a b r befinde: sich hier, um sich wegen der Bekämpfung zu besprechen, die seine Berufung an das hiesige Hoftheater gefunden hat. In Hoft- unb Minister kreisen wirb die Lösung des Vertrages mit Bahr verlangt. Hoftheaterintendant Cberft a la suite v. Speidel widerstrebt diesem Verlangen Auch Bahr wäll auf seine Berufung ■m*** : "Ä ’te r ß ‘ 127.00 , . . . - ' 14420 ausgeben, also weitere Kavitcckicn für französische Zwecke flüssig machen, von deren Nutzbarkeit der hiesige Hof kaum eine Ahnung hat, sie soll Generalstaatskasse werden und das Privileg erhalten, alles vorzuschießen, was die nach Marokko übergesprungene französ. Staatshoheit für die Zwecke, die sie sich und ihren Reformen hier reserviert, benötigt." Das abschließende Urteil des Grasen Tattenbach zu dem ihm von Taillandier borge» tragenen französischen Resormprogramm läuft darauf hinaus: „Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß die Durchführung dieser Vorschläge die wirtschaftliche Angliederung Marokkos an Frankreich zur Folge hatte. Besonders charakteristisch ist in dieser Hinsicht das Bestreben, das gesamte Finanzwesen durch eme privilegierte Notenbank, das gesamte Exportgeschäft durch ein Wertansprüchenunternehmen und — durch die mit diesem Unternehmen in eine lose Verbindung gebrachte generelle Erlaubnis zum Landerwerb — die gesamte Ansiodlungspolitik in französische Hände zu bringen. Die dürftigen Brocken, die für den nicht- französischen Handel oder nickt französische Unternehmungen abfalle!! sollen, sind nicht geeignet, die Besorgnisse zu zerstreuen; daß ein in eine derartige Abhängigkeit von Frankreichs wirtschaftlicher Sphäre gebrachtes Marokko nur kümmerliche Möglichkeiten für den freien Wettbewerb der auf dem Weltmarkt konkurrierenden Mächte zu bieten vermöchte." ,, _ Aus einem Bericht vom 6. Jurn geht hervor, daß der französ. Gesandte die Reformvorschläge nur mündlich vorgetragen und wiederholte Bitten um schriftliche Einbringung abgelehnt hat. Am 28. Mai übersandte die marokkanische Regierung dem französischen Gesandten eine 9h)te, welche die franz. Vorschläge ab lehnt und d!eEinladung zu einer Konferenz ankündigt. In den vorhergehenden Tagen wurden, wie ber deutsche Gesandte am 27. Mai berichtet, ftanzösischerseits die stärksten Anstrengungen gemacht, um die Absendung der 9Zote zu verhindern. Insbesondere hat der Gesandte Taillandier dem Sultan sagen lassen, Frankreich werde an einer Konferenz nicht tcilnehmen, sollte es aber doch zu einer Konferenz kommen, so würden die an der Konferenz beteiligten Mächte jedenfalls Frankreich das Mandat erteilen, die Reformpläne allein durchzuführen. Auf die Frage des Sultans erklärte hierzu der deutsche Gesandte: St. Rene sei unberechtigt, Erklärungen abzu- geoen über die Haltung der anderen Mächte, insbesondere Deutschlands, auf der Konferenz. Das Weißbuch legt sodai:n die prinzipiellen Gesichtspunkte der deutschen Marokko-Politik dar, zunächst in dem vom Reichskanzler bereits im Reichstage verlesenen Erlasse des Reichskanzlers an eine Reihe von Missionen vom 12. April. Als neues Moment tritt hier hinzu, daß Deutschland dnekt eine neue Konferenz! der Vertragsstaaten als Mittel einer fried licherr Lösung bezeichnet. Darin heißt es, eine Konferenz wäre mehr als je angezeigt, da durch die Möglichkeit des franz. Protektorates die fremden Privatintcressen in ihrer Gescunt- heit bedroht seien. Die deutschen Interessen seien identisch mit jenen aller nichtfranzösischen Vertragsstaaten. Auch der schon erwähnte Erlaß an den Fürsten Rädolin vom 1. Mai enthält einen den Konferenzgedanken vorbereitenden Passus, in dem die Gesamtheit der nichtfranzösischen Interessen als bedroht bezeichnet wird, und die Bereckwilligkeit Deutschlands zu einer befriedigenden Erledigung der jetzigen Spannung erklärt wird. Nachdem dann die marokkanische Negierung eine Konferenz vorgefchlagcn hat, ergeht unter dem 5. Juni ein Runder laß des Reichskanzlers, der für den Konferenzgedanken nachdrücklich eintritt. Derselbe legt den deutschen Nechtsstandpunkt dar und betont, daß auf Grund des Artikels 17 der Madrider Konvention das geplante Reformwerk nur mit Zustimmung aller Signatarmächte möglich wäre, und daß bei einem Scheitern, der Konferenz der bisherige Verrragszustand aufrecht bliebe; letztere würbe schoü durch den Widerspruch einer einzigen Signatarmacht bewirkt. Ter Erlaß schließt: Der Einspruch gegen die französische Aktion stelle nur eine Verteidigung ber durch die Madrider Konvention verbürgten Rechte dar. Zwei Erlasse nach Paris vom 12. Juni und von: 16. Juni geben die Ansichten der deutschen Regierung über die Aufgaben der Konferenz an und halten fest daran, daß eine Aussprache über die Ausdehnung der Reformen erst erfolgen könne, wenn Frankreich zuvor die Einladung zur Konferenz annimmt. Die auf dem Gebiete der Polizei notwendigen Reformen seien international sestzustellen und zeitlich zu beschränken. Die Finanzrcform müßte gleichfalls international behandelt werden. Tie wirtschaftliche Erschließung Marokkos habe unter voller Beachtung des Grundsatzes der „offenen Tür" zu erfolgen. Ter Ausdruck „international" wird dahin erläutert: Heerwesen und Polizei würden zunächsst insofern international zu ordnen sein, als die Koikferenz das Mandat zur Turchführung der erforderlichen Reformen erteilen müßte. Diese Aufgabe würde, soweit es sich um Distrikte an der algerischen Grenze handele, naturgemäß Fran tr eich allein zufallen können, womit der Hauptwunsch Frankreichs erfüllt würde. Dagegen würde kein Grund Vorlieben, das Mandat auch für die entfernter liegenden Plätze, rnsbesondere am Atlantischen Ozean allein an Frankreich zu übertragen. Hier Nr. 7 Erscheint täglich außer Sonmags. Dem Gießener A nzeiger werden im Weetziel mit dem hesstschen Landwirt die Eietzener Zamilien. blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Umvers.-Buch-u. Steindruckerei. R. Lange. Rebaktwn, Erpebltion und Druckerei: Schul st ratze 7. Redatnon 113 Verlag u.Exped.^^51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gietzen. Minister Campbell irut, die Unionisten stsitik auf die ßiqen- iei früher zu tadeln izen Regierung mög« ehten Regierung dichastlichen und rä beten liberalen Reicht der jetzigen Re- nvaHunq, sowie die ben ftreitianbfl öglich die Rachteile, w'Mr c\ut zu normen zu kichern. Fortis erftäde in Personalbestände des ich nach außen irgend- Deutschland habe man ian Giuliono geknüpft. Politik leiten im iit den Verbün- ir die Erhaltung keine Krigsge- . m Vossen. Alle ndigkeit des «rieben? macht derGeneral- jedesmaligen Riede» im Umkreise von ten lasten wird. ( «Bauern für die Un- n, deren Zerstörung ; e versicherte, daß die ^kres zulasse" wird.^ £ Serin«'- ‘s’,ar'9 MM » Häuser Geld ausgeben; »vas hat er beim für eine „Frage" zu lösen? Wollen Sie solchen Antrag stellen? Der Magistrat kann doch so etwas nicht tun." Damit war die sehr interessante Unterhaltung beendet. — Die Freiheit der K u n st. Dem Katalog der Aus- stellrtng des F r a n k i u r t - E r 0 n b e r g e r K ü n st l e r. B u n d e s, die im Frankfurter K u n st v e r e i n gegenwärtig zu sehen ist, hat Maler R. Gudden folgende einleitende Worte vorausgeschickt: „Stets muß die Bildnerin Natur Ten alten Ton benützen, In Haus und Garten, Wald und Flur Zu ihren neuen Skizzen." W. Busch. Die Kunst wechselt ihr Kleid häusig, doch in ihrem innersten Wesen ist sie unveränderlich. Als erste Lebensbedingmig braucht und verlangt sie Freiheit und weist alle Gesetze von sich. Es hat sich immer'noch gezeigt, daß die Kunst am ehesten erlahmt, wenn sie in festgelegte Bahnen gedrängt werden soll. Die, welche zetern, die Kunst sei 'niedergebrochen oder entartet, haben nur den Vorzug, zur Vlajorität zu gehören. Ueber ihr Jammern hinweg erhebt sich die Kunst und lebt, wenn ihr auch das Leben recht sauer gemacht wird, und treibt nach allen Seiten ihre Blüten. Ihr Gärtner hiermit euren freien Gärten und eurem guten Gnind, pflegt die edle Pflanze und lasset sie bei euch gedeihen und Früchte tragen in alle Zeiten! Bekämpfet eure Künstler nicht, indem ihr euch ablehnend verhaltet. Lasset sie gewähren; sie müssen ihren Weg gehen, sie können nicht anders." — Händelfeste in Mainz. In den Jahren 1895 und 1897 haben unter bem Protektorat bet Kaiserin Friedrich zu Mainz Mnsteraufsülnw.ngen Hänbelscher Werke in ber Dr. Chrv- sanderscken Neubearbeitung stattgefimben. Die Aüfführungen erregten Aufsehen und zogen eine große Schar hervorragender Musiker nach Mainz. Nach dem Tobe ber Kaiserin übernahm S. K. H. der Großherzog bas Protektorat, und es mürben unter seiner Anteilnahme bie Satzungen einer Kaiserin-Friebrich-Stist- ung ausgearbeitet, deren Aufgabe in ber mustergiltigen Ausführ- ^lidüinn lllllonWion Wit** ** Sä«. L?°6 $«b0l T w'rd, boJ r[ cn "nruhig^ Z- 9-l*t wird fcN S=rt«„ ,“•»•‘11 durch ?">.***» ie ^chlietzens der ; verlautet, wird die ’cbniQr dem Land- orin des Wahl. °kverein Monn. Tabak-Vereins hielt , ^Pinnte Erhöhunc; ■ ob. bs gelangte ' ausgesprochen wird, w der Besteuerung arm und Höhe eine -iezmeiges zur Folge „Amen1" >- oio.w ; ßff^verk. ■ ' 945,76 tte. - - - - ' 127.10 ' ■ • 147.90 ' 04190 ' 182.30 ' 188.50 ' 165.60 ' 213.00 129.60 ipi - , 262.75 fieren. • ^4 50 Die heutige Hiummer umfaßt 8 Seiten. Aas deutsche ZKarokko-W-iß6uch ist nun erschienen. Es ist ein Heft von 42 Seiten und enthält 27 Nummern. Es beginnt mit der Wiedergabe einer englischen und einiger französischen Stichproben von ZeitungS- außerungen, welche einerseits die in französischen Kreisen gegenüber Marokko gehegten Monopolwünsche beleuchten, andererseits bekunden, daß der französische Gesandte in Fez sich auf ein Mandat Europas zur Durchführung der Reformen berufen habe. Diese Zeitungsausschnitte sind aus der Zeit von Januar bis April 1905. Auch das erste amtliche Schriftstück, das mitgeteilt wird, ein Bericht des deutschen Konsuls Vaffel in Fez vom 21. Februar 1905, handelt von der Mandatsfrage. In einer Unterredung, die der deutsche Konsul mit dem Sultan ien,„ 1 «5 rbr. onar, bahn ■ ' Eiaenba 1,„ tAfitababn- ' iZM g ierun g die Absicht zuschreibe, der Marokkopolitik Es kann keinem Marine-Station an der Küste von Marokko zu erwerben. Falls die deutsche Regierung glaube, diesen Plan durch die Zustimmung der Konferenz zu verwirklichen, so sei die? eine eitle Hoffnung. En gland werde mit aller Entschiedenheit gegen ein derartiges Projekt vorgeben. Jeder Versuch, diese Frage zu erörtern könnte nur zu Streitigkeiten und Reibereien führen. geht nun so tagaus—tagein und ich weiß nicht, wie ich die Mädels zur Versetzung reif machen soll. Wenn die Leute sich doch bloß einprägen wollten, das; Fay's ächte Sodener Mineral-Pastillen die besten Freunde eines Haushaltes nut' Kindern sind! Bei mir gehn sie nicht aus und meine Jungens habe noch keine Stunden versäumt. Und dabei wie die beiden SalinaS gehört auch Jos6 ,Ca Kä* "enden Spanier. Sem — Mcister der Farbe. Europäische Kunst der Gegenwart. Heft 9—12. Verlag von E. A. Seemann in Leidig. Jährlich 12 Hefte mit literarischer Beilage. Abonne>- mentspreis des Heftes 2 Mk. — Es gibt eine Malerei, bei der eine Reproduktion ohne Farben ein Nonsens bedeutet. Die Künst der ersten Primitiven, vornehmlich aber Freskenkunst ist einer farblosen Wiedergabe gegenüber besser gestimmt als die farbigen Symphonien Tizians, die mächtigen Akkorde eines Rubens oder yar die Richtung unter den Modernen, deren Farbe überhaupt m gewissem Sinne gleichbedeutend mit Künst ist, den Impressionisten. Angesichts von Heft 9 der vorliegenden Zeitschrift liehe sich der Vergleich einmal praktisch durchführen. Hier treten die französischen Impressionisten auf, Renoir, Boudin, Monet, Sisley, Pissarro und Cezanne, deren Werke nur in der vollendet diirchgeführten farbigen Wiedergabe ihre eigentliche Sprache finden, weil gerade in diesen Bildern alles auf den farbigen Wert gestimmt ist. Daraufhin betrachte man Renoirs heitere Studie des Pariser Boulevards, wo sich das Sonnenlicht mit blauen und grünen Tönen zu s..;...... xxut oder man besehe Monets „Kirche von Vernon", Die Marktpreise für Bieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise __am 8. Januar 1906. p-erichlsiaal. Das Zuchtpolizeigcricbt zu Brügge (Belgien) ct> lcdigte die seit mehreren Jahren vor belgischen und französischen Gerichten anhängige Skandalaffäre Fleury. Der Abg. Ravarin hatte gegen seine Gattin und den Sportsman Fleury die Ehebruchs klage eingereicht. Frau Ravarin erhielt vier Monate Gefängnis, ihr Mitschüldiger wurde freigesprochen. zeichnung des „stürmischen Charakters" Belcaff^s ein überzeugendes Material bei. Märkte. Gießen, 9. Jan. Marktbericht. Auf heutigen: Wochenmarkt osteten: Butter pr. Pfd. 0.80—0.90 Mk., Hühnereier 1 St. 8—10 Big. 2 Stck. 00—00 Pfg., Gänseeier 00—00 Pfg., Enteneier 0—0 Psg„ Käse vr. Stck. 6—8 Pf., Käsemattc 2Stck. 5—6 Pfg. Erbsen pr.Liter 21 Pfg., Linsen pr. Liter 32 Pfg., Tauben pr.Paar0,80— l.OOMk., Hühner pr.St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Mk., Gänse vr. Pid« 60—75 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfd. 74—82 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 70—72 Pfg., Cchweine- fleisch pr. Pfund 80—86 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 90 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—80 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 60—76 Pfg. Welsche per Pfund —.— Kartoffeln pr. 100 Kg. 5,50—0,00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 6,00—8,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg., Aepfel per Pfund 18 bis 30 Pfg., in Körben 00 Pfg. Nüsse 100 Stück 30-40 Pfg., Birnen per Pfd. Mk. 0.15—0.20, Weißkraut per Stück 10—30 Pfg., per ZenMer Mk. 0.00—0.00. — Marktzeil 8—2 Uhr. Zweifel unterliegen, daß es das Ziel der französischen Politik war, in Marokko so viel Einfluß in der Verwaltung 311 gewinnen, um stufenweise das Protektorat zu erlangen. Graf Taktenbach hat sich über diese Ansichten ausgezeichnet ■ unterrichtet und sein Bericht ist klar und präzis. Besonders bemerkenswert sind auch die französ. Bestrebungen zur Gründung einer marokkanischen Staatsbank. .einer sollte ein Warrantspeicherunternehmen dem französischen Handel, und nur diesem, jeden möglichen Vorteil zuwenden. Daß sich Deutschland die Beiseiteschiebung seiner wirtschaftlichen Jnteresien nicht gefallen lasten konnte, versteht sich von selbst. Alle die Gegenzüge, die von unserer Diplomatie nach dieser Richtung hin getan wurden, haben auf Zustimmung Anspruch. Nur erfährt man au§ dem Marokko- Weißbuch nicht, wie weit sich Deutschland politisch für den Sultan „engagiert41 hat. Nach wie vor ist man hier auf die Mitteilungen deS französischen Marokko- Gelbbuches angewiesen, das die politische Parteinahme Deutschlands für den Sultan von Marokko sehr in den Vordergrund rückt. Es ist ja ganz erfreulich, aus dem Weißbuch zu entnehmen, über welchen Einfluß die deutschen Vertreter beim Sultan verfügen. Aber wenn Deutschland irgendwelche Verpflichtung eingegangen sein sollte für die Beschirmung der Unantastbarkeit der Herrscherrechte des Sultans und seines Landes, so würde das weit über den Nahmen des gestellten Programms hinausgehen: wirtschaftliche Jnteresien in Marokko zu wahren. Und man kann einstweilen des Sieges nicht recht froh werden, daß die deutsche Diplomatie die Einberufung der Marokko-Konferenz, den schon im April vorigen Jahres gemachten Vorschlag, durchzusetzen verstanden hat. Die Konferenz soll „das gegebene Mittel sein zur friedlichen Lösung des jetzigen Jnteresienkonfliktes." An anderer Stelle werden von der Konferenz dauernde Vorteile erwartet, welche das Zustandekommen des Reformwerkes für Marokko wie für die Ruhe der Welt mit sich brachte. Die Aussichten für diese dauernden Vorteile sind aber gering. Wir ftetjen auf der Konferenz allein, wir haben nicht einmal mit der tatkräftigen Unterstützung des verbündeten Italien zu rechnen. Heute, im Gegensatz zu gestern, wird aus Paris Aus Stadt uud Land. Gießen, den 9. Januar 1906. ** Personalien. S. K. H. ber Großherzog haben dein HauSwärter Friedr. Haun das Dienstehrenzeichen für 25 Hofdienstjahre zum 1. Januar 1906 verliehen. — Der Oberlehrer an der Pfeifferschen Lehr- und Erziehungsanstalt zu Jena Dr. Friedr. Lehnert in Jena wurde zum Oberlehrer an der höheren Mädchenschule und dem Lehrerinnenseminar zu Mainz mit Wirkung vom 1. April ernannt. — Der Salzsteueramtsrendant Karl Bauer zu Wimpfen wurde zum Niederlageverwalter bei dem Hauptsteueramt Mainz ernannt. — In den Ruhestand versetzt wurde der Nachtwächter in der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinschaft Paul Stegmeyer zu Bingen. ** Paketbestellung an Sonntagen. Vom Februar 19 0 6 a b wird bei sämtlichen Postanstalten — abgesehen vom WeihnachtS-, Oster- und Pfingstverkehr und von den durch Eilboten zu bestellenden Paketen — an den Sonntagen und an den Feiertagen, an welchen der Schalterdienst beschränkt ist, eine Paketbestellung nicht mehr statt- s in den. Den Paketempfängern, die ihre Pakete regelmäßig abholen, ist die Abholung an den Sonntagen usw. während der Schalterdienststunden unbenommen. Auch solchen Empfängern, die sich die Pakete an den Werktagen bestellen lassen, wird, — ohne daß Abholungs-Erklärungen bei den Postanstalten niederzulegen sind — die Abholung an den Sonntagen usw. gestattet, vorbehaltlich des Widerrufs für den Fall, daß aus zu umfangreicher Abholung wesentliche Unzuträglichkeiten entstehen sollten. *’ Sozialdemokratische Gemeinderatspraxis. Wir lesen im „Offenb. Abendbl." folgenden, offenbar aus ber, Feder eines „Genossen" stammenden Bericht über eine Gemeinderatssitzung in Urberach: Die Gehaltserhöhung des Forstwart Michael Schwarzkops von 624 Mk. auf 748 Mk. führte zu einer lebhaften Debatte. Die Vertreter der Zeickrumspartei stimmten diesem Anträge ohne Vorbehalt zu. Rink bemängelte big Begründung de? Antragstellers, baß er sich angeblich bei seinem Dienstantritt über die Gehalts- ausbesserunq getäuscht (?) habe. Schwab rückte den Jasagern energisch zu Leibe, und srug an, ob sie es verantworten können, jetzt schon einer Gehaltserhöhung zuzustimmen, die er nach den Anstellungsbedingungen erst nach 9 Jahren zu beanspruchen habe/ einen Hafen oder eine Es sei sonderbar, daß gewisse Kreise der hieügcn Einwohner ein so großes Entgegenkommen finden. Die Abstimmung ergab die dlnnahme der Gehaltserhöhung mit 7 gegen 4 Stimmen, (Auf Antrag von Deller, Braun, Cclnvab und Rink wurde zu der oben- erwähnten Gehaltserhöhung zu Protokoll erklärt, daß die Genannten a:ich mt5 dem Grunde nicht der Erhöhung zustimmen foimten, da erwiesenermaßen M. Schwarzkopf and) außerdienstliche Arbeit verrichte.) Die Gemeinberüte, die dein Förster die Erhöhung seines kärglichen Gehaltes von 624 auf 748 Mk. (auf den Tag berechnet von 1,71 Mk. auf 2,05 Mk.) nicht zukommen lassen wollten, sind Sozialdemokraten, Rink ist sogar einer der führenden Genossen im Reichslagswahlkreis Offenbach- Dieburg. Angesichts dieses Beweises von ber Fürsorge für kleine Beamte können die nicbercn Staatsbeamten wirklich froh sein, daß das heiße Bemühen ber Genossen, Rink bei ben letzten Wahlen in den Landtag zu bekommen, vergeblich gewesen ist. Und die vier sozialistischen Gemeinderäte scheinen selbst cmpfimbcn zu haben, daß diese Praxis mit ihrem Parteiprogramm und den Reden über „Hungerlöhne" in einem sonderbaren Gegensatz steht, wie aus der dem Protokoll beigefügten Erklärung bervorgeht, wonach die Ablehnung der Erhöhung auch (also nicht etwa ausschließlich) deshalb erfolgt sei, weil der Förster auch außerdienstliche Arbeit verrichte, was übrigens bei 1,71 Mk. Tageseinkommen nicht 31t verwundern ist. /\ Gr 0 ß en - B us e ck, 7. Jan. Der Gesangverein Sängerkranz begeht am 8. und 9. Juli d. I. fern fünfjähriges S tiftungsfest mit Weihe einer neuen Fahne. -s- Queckborn, 8. Jan. In der Hofraite be5 I SchnnedemeisterS Langohr brach am Sam-Stag nachmittag Feuer aus. Da man es bald bemerkte und rasch die Feuer- ivehr alarmieren konnte, so wurde da§ Feuer auf seinen Herd beschränkt und bald gelöscht. Ein Glück war e§, daß eS nicht nachts zum Ausbruch kam. In den angrenzenden gefüllten Scheuern hätte es reiche Nahrung gefunden. Wie das Feuer entstand, ist unaufgeklärt. Eins-drei-sieben-Entschuldigungen- und achtzehn Kinder hab ich nut in der Klasse! Und das foürbe es vielmehr der Sachlage entsprechen daßbie JWJ* Reformen in den einzelnen £ntriftcnJ^.nPcfte zugeteilt würden. Tie nach dem ftmnzvsischen Reformpro,e Lu arünbenbe Marokkanische Staatsbank mutzte Nich? lediglich von einer franMschen Bonkgruppc. sondern m am beTfdiiebcncr yJt a et) t c in» lieben gerufen werden. Sabci würden die leitenden Stellen, ,fotoie ?>as einzuschießende Kapital möglichst gleich zu ver- :teileW1oigt das aus dem französischenGelbbuche^bekannte Expose Rouviers vom 21. Ium, m welchem dre endgUrige (Zustimmung noch nicht abgelehnt wird, xic deutsche Ant- Itoortnote vom 24. Juni geht ansführlrch mtf den ^hal jdieses Erposäs ein. Tre ebenfalls auv dem französischen Gelbbuch bekannte Note legt bar, die Durchführung von Reformen in Marokko setze die Zustimmung der übrigen Mächte voraus. Eine solche Zustimmung dürfe am leichtesten auf einer Konferenz zu erzielen fein. Tie Konferenz wurde überdies dem Sultan, dessen Zustimmung die erste Voraussetzung für die Reformen bildet, das Eingehen auf die Vorschläge wesentlich erleichtern, da das Reformwerk alSbann Die Sanktion aller beteiligten Mächte erhalten wurde Tie Mote bringt die Hoffnung zum Ausdruck, daß die französische Regierung" ihre gegenwärtigen Bedenken gegen die Konferenz den dauernden Vorteilen unterordnen wird, welche das Zustandekommen des Reformtverkes für Marokko, wie für die Ruhe der Welt mit sich brächte. Es folgen darauf die französische Zustimmung zu der Konferenz vom 8. Juli und weiterhin die Vereinbarung vom 28. September über das Konferenzprogramm. Schließlich teilt das Weißbuch die Aktenstücke über die Frage des Molenbaues in Tanger mit, die das Verfahren der deutschen Regierung klarstellen. Tas deutsche Weißbuch über Marokko wäre besser un- aefähr zur gleichen Zeit wie das französische Gelbbuch erschienen, oder doch möglichst rasch nach der Veröffentlichung des letzteren. Ein £eft diplomatischer Menauszüge im Umfang von 42 Seiten konnte wohl in wenigen Tagen zusammen gestellt und gedruckt werden. Nun beginnt die Ties- Tuffion von vom, kurz vor der Konferenz,, die alle Meinungsverschiedenheiten zum Ausgleich bringen soll. . Aus dem deutschen Marokko-Weißbuch erfährt man Alles in Allem nicht viel Neues. Interessant ist ber Nachweis, baß sich ber Vertreter Frankreichs tatsächlich auf ein europäisches Mandat bei den französischen Reformvorschlägen berufen hat. Delcassä wirb burch bas Weißbuch an mehreren Stellen ber Unwahrheit überführt. Das Weißbuch bringt zur Kenn- nich-t verzichten, macht jedoch für den Fall der Lösung seines Vertrages einen erheblich höheren Entschädigungsbctrag geltend, als der ftipulierte Gehalt (zweijähriger Kontrakt, jährlich 18 000 Mark Gehalt) ausMachen würde. Er verlangt nicht nur den Gehalt für zwei Jahre, sondern auch Entschädigung für den ihm erwachsenen darüber hinausgehenden Schaden. Wien, 6. Jan. Bon wohlinformierter Seite wird mitgeteilt, daß man sich im Unterrichtsministerium mit dem höchst interessanten Pläne trägt, ein Ministerium der schönen Künste nach französischem Muster zu schaffen. Dem neu zu bildenden Ministerium sollen die Hostheater, Hof-Museen, Künst- akademie und Hofbibliothek unterstellt werden. Für die Leitung dieses Ressorts, das den parlamentarischen Zwischenfällen möglichst entrückt werden soll, ist der frühere Unterrichtsminister Professor ,Dr. v. H a r t e l in Aussicht genommen. — Der berühmte Wiener Hofburg-Schauspieler Bernhard Baumeister ist schwer erkrankt. Der Künstler steht im 78. Lebensjahr und gehört seit 54 Jahren dem Burgtheatcr an. bas man in seiner Betonung des farbigen Lichtes ein Gedicht auf dasselbe neunen möchte. Auch bei den übrigen Blättern dieser köstlichen Sammlung wird man das Wesentliche der farbigen Wledergabe oft mehr oder weniger empfindew Lunois' prächtig gesehener Stierkampf, Rüdisühlis wie wesenloser Traum anmutendes, farbensattes Bild „Hain des Friedens", „Der Atelierbesuch" des in Rom lebenden Spaniers Pablo Salinas, in dessen Künst das Erbe des früh verstorbenen Fortuny fortlebt und dessen Bruder Agostin, mit einem wundervollen Bilde aus der Umgebung Rom, die alle in Heft 10 vertreten sind, wären ohne diese mustergiltige Reproduktion in der Eigenart ihrer Künst gar nicht zu verstehen. Auch Princts leidenschaftliches Bild „Küeutzer- sonatc", mit dem das 12. Heft beginnt, hat seine besten Qualitäten weniger im dargestellten Sujet, als in der wunderbaren Art einer Beleuchtung, in der Nembrandt'sche Gedanken wieder- umgen. — Aehnlich wie die beiden SalinaS gehört auch Josö Gallegos zu dem Kreise der in Rom schaffenden Spanier. Sein stark impressionistisch empfundenes Bild, das Teppichstopferinnen bet der Arbeit zeigt, wäre farblos reproduziert wie der Schatten eines Gegenstandes, was man ebenso von Walter Scholtz', des Dresdner Malers, „Träumerei" sagen kann, die vollkommen auf das luministische Element gestimmt ist. Aus dem letzten Hefte dte,es prächtigen Jahrganges werden Michael Munkacsys sehr charakteristisches Bild „Die Erzählung' aus dem Besitze des Budapester Museums, ferner das wundervolle Stück des Russin Kvrowin „Lampions", bei bem die Farben zu dem Rot der Bluse einer ningen Frau mit einem staunenswerten Feingefühl für ihre zar- testen Reize abgestimmt sind, und Ettore Titos venezianisches Seeslück dm Betrachter am meisten fesseln, während des Wiener Meistes Fröschls Bildnis seiner liebreizeiideu Tochter dem Geschmack des allgemeinen Publikums sehr entgegenkommt. — Diese bter Hefte, die int Einzelnen noch manches Lob rechtfertigen, — vor allem verdienen auch die literarischen Beiträge einen be- sonderen Hinweis — beschließen den zweiten Jahrgang dieses eigenartigen Unternehmens, das wiederum ein Stück echt fünfte terpcher Kultur in weite Kreise von Europa hinausgetragcn. und Petersburg gemeldet, daß Rußland mit Spanien und England die französ. Ansprüche auf ber Marokko-Konferenz unterstützen werde. Was aber soll eine Konferenz unS nützen, auf ber wir unterliegen? Die ,Nordd. Allg. Ztg.^ schreibt: Der Vorwärts" schreibt: Ausländische 3eitungcn batten von einer' in intimstem StTcifc gehaltenen Neujahrsrcde des Kaisers berichtet, aus welcher, bezugnehmend auf die Marokkokonfcrenz, ein deutliches Sä b e l g e r a s s e l hervor- gcklunacm sei. Auch bei diese?, Meldungen handelt cs sich nm d r e i st e U n w a h r h e i t e n. Eine Neniahrsrede des angegebenen Anhalts ist selbst „in intimftem Steife" nicht gehalten worden. Die Ansprache an d i e k 0 m m a n d i e r e n d c n G e n c r a l e war rein dienstlicher Natur; diePolitik n n d auswärtige F r a g e n w u r d e n d a r i n nidjit berührt. Die „Köln. Zig." meldet, daß von ber Absicht, weil anbere Mächte angeblrch K r i eg ssch i ffe in die Nähe von Lllgeciras entl'enbcn wollten, auch Deutschland beabsichtige ein Kreuzer- geschwader dorthin zu senden, in maßgebenden Kreisen nicht das Geringste bekannt ist. ES ist auch schwer ersichtlich, welchen Grund Deutschland haben könnte, bei A lgeciras oder in dessen Umgebung seine Flagge zu. zeigen. AuS Paris wird demselben Blatt gemeldet: Es ist unrichtig, daß französische Kriegsschiffe in die Gewässer von Algeciras geschickt werden sollen. In keiner Weise ist von einer 91 rt Kundgebung durch Kriegsschiffe die Rede, wovon einige Blätter wissen wollen. Gegenüber der Meldung eines Berliner Blattes, das Weißbuch sei der französischen Regierung vor der Veröffent- lichnng mitgeteilt worden, wird in Paris halbamtlich erklärt, eine derartige Mitteilung sei nicht erfolgt. Der hetzerische Pariser Korrespondent der Times telegraphirt höchst überflüssiger- ober vielmehr höchst böswilligerweise seinem Blatte, daß man der deutschen Re - AEEngS- hat, da es iugttid> kimUerisch« Schönheit und di- Belamitschast »roben Werken aus dem Gebiete -nt-rnati-nal-n frunfb. ' ®tlb, schaffens zu verbreiten bemüht gewesen ist. Schon unter diesem sind die Sodener doch so vielfach erprobt, baß schließlich wirklich jeher wissen könnte, wie wertvoll für bie Erhaltung der Geslindheit sie sind. Der Preis ist 85 Pfg. p. Schachtel; >n allen Apotheken, Drogen- und Mineralwasserhanblungen WP' zu haben. hv28/,» — -------nrUMIl !■! I ■ II IM III um 111 | .............. HJLLUHJ_______________ 2 Gesichtspunkte möchten wir dem prächtigen Unternehmen für den brüten Jahrgang viele neue Freunde und zum Nutzen einer asthetnchen5§rziehung weiter Küeise eine möglichst große Verbreitung wünschen. . »75 Ja hre 23clgischer Ku nft" ist der erste Aussatz des Januarheftes ber bekannten Münchener Künstzeitschrift „Die ™ Verlag Bruckmann vierteljährlich 6 Mk.) überschrieben. W. Gensel lost m dieser Arbeit eine dankenswerte Aufgabe, verdient doch diese bei uns iwch so wenig bekannte belgische Künst, wenn sw gleich Temc so überragenden Geister wie Courbet oder Corot, Feuerbach oder Böcklin aufzuweisen hat, durch die Art, Nne sie die von der ftanzösischen Künst empfangenen Lehren' den eigenen Anlagen gemäß aus'gebaut hat, sowie durch gesunden Geichmack und große Solidität des Handwerks besondere Beacht- Braekeleer einer der allerbesten Jnterieurmalev des 19. Jahrhunderts, Alfred Stevens, der vollendete Schilderer einer u^rfeinerten Gesellschaft, die Porträtisten Navez und ^gneesiens, smd tue hervorragendsten Vertreter der alten Schule. Mit dem den neueren Künstlern gewidmeten zweiten Teile kommen wir m bekannteres Gebiet: Heymans, Frö- terxc, Bamtson Laermans, Khnopff, Claus sind zum Teil ia auch ut Deutschland schon weiteren Küeisen bekannt — Ucber das aktuelle Thema „Das Recht (Urheberrecht) am eigenen Bild...plaudert Eduard Eckert in so anregender Weise, daß der an und für sich etwas spröde Stoff auch teen nicht speziell Interessierten anziehen wird. — Ludwig Hvhlwein tritt dann mit einer größeren Slüzahl ferner architektonischen und kunstgewerblichen Arbeiten an die Oesientlichkeit. tzluch die eigenartige Villa die N"c??r^enanüte, belgische Symbolist Fernand Khnopff in Brussel bauen ließ, rmbet hier erste Würdigung. Eine Studie Keramik zeugt von der glänzenden Entwicklung dieses Produktionszweiges ui den Vereinigten Staaten, und eine farbig gedruckte Beilage bringt geschmackvoNe Satzbeispiele von ^vnls neuer Kürsiv-Schrift Trianon. - Das ötft emjalt weniger a!3 118 SWildungen Dan au3n«eic6neter LS »Wateten Kunst. Höchste Schlack)tviehyreise in F r a n k i u r t a. M. Fleischpreise in Gießen; Ochsen Kälber Schiveine 50 Kg. Schlachtgewicht 78—80 Mk. '/, Kg. Schlachtgew. 86—90 Pf. ‘/? „ * 78—00 „ 7« Kg. 72-80 Pfg. V, , 70—80 , V. „ 76 86 „ Getreidepreise in Mannheim Brotpreise in Gießen Weizen 100 Kg. 18.70 Mk. Roggen 100 Kg. 17.35-00.00 Mk. Weißbrot 2 Kg. 54 Ptg. Schwarzbrot 2 Kg. 50Psg. in b«> r«. Ruit iS1"1 'allen '«dttkkiz nBOt «"« °"d„K°ch- ZLr ,n"e”« herbem “'m ^e £ > 4 ""Mietzlich, A*rbienri* '^ysnnfomme, Mb ®ef“«9M«hr er n,‘ 'Lfe,n lünf. r T?bnc- 5 «Mtaite des unTQLn^mi,t6S ; ”b r»!ch dieser. “ec ous semen Herd l,cf war es, daß f9 en ^"grenzenden qe- 3 gefunden. Wie das ^rügge Belgien) er- 'wen und sraniösiichei, ■ ^er Mg. Ravarin tan üieiirt) die Ehe. [. erhielt vier Monate laeshrveden. leiitiaeni Wocbenmarkt tereiev 1 St. 8-10 Wg, teneier 0-0 Psg„ Raft Men vr. Liter 21M., 1,00 Mk., Hühner yr.Lt. ö't., Guten pr. Stüd Ccbfenfleijch pr. W. 0—72 ‘Eifl., SdjiDCtne- h, gefallen, pr. Pfund ammelfleifd) pr. Piund Kartoffeln pr. 100 Rg. 0 Mk., Milch per liiter in Serben 00 Plg^ r Pfd. Mk. 0.15—OLO, ner Mk. 0.00-0.00. - l»d Frucht d Vrvtprr^r ,ei|d)preife in ® I e 6 e it '/, Rg. 72-80 Pfg. i/ . 70-80 , -/' ; 76 86 , . Irotpreife in Gießen ÄWöTS" tiwarMt LKq.bOM. huldiguigen- i der Klaffe! Und das , weiß nicht, wie ich d> ; foti. Wenn die Leute an Hay's ächte lodener Br?* W* m un[ni1 einer 6cf3nn^ Gourbet ober isen Ö Lehren «ä Äfft flLÄfonbere Nfc ^Qnfcricvnno'0 (er*S LäMrer ä$»ii äS&ff S !;’■ S ,iU” Ttn SW& ^S«01 ^.2 «liett S”^ figenM ^nOpff 'N ft Fernand L AM nlM^beLunb «5 ?ÄJ ÄS« E £ N «9 ar» (?) p o s> tD o cs 4* c-f JQ "p an e o P yo c 3 3 CT a o O EX SS rs s$ % c c e *ö p a? p e G e ■ CT c p :C E -P P- p c S c » — aa c, .CT § cs cs K o o er? .*2 E na s -rs-Ä «2t p o 3 <- pD :O c p aa 3 <2 3 o ZD j- O C p :5-A = C _ X ’S "Z E N S L . Cd CS D- Qd ZD «2 -er r- e « «•- 5oc9 nl’ E » 55 p -£P P *3 «El •P C 5^-2 mLO c -AZ ®fa CS 3 »S'e" a c * § o O =3 t. V _ E «*ti 3 O -- P p o 5? er? S VD E C § tiDdP ZD .21 -3.S E .2 — 2 55 ;p e P _ = . G - yD "S ö .3 - ? z id ~&2 2 5^^- - o 3 EP 3 cJ U □ >J? _ :E & ■5 Jo — CTto P e S c P an ~ — - CT 3- A 3 69 K O K' 1-1 E ? l*— O —' -■5“ 2 ^2 "2 C

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P- o CT 3 "CT 3 2 *ti 3 3 =3 ZD WM Hü py jn bet H Qu M Der Ji“1 Mäiilen ' Ms steig' liefet jlCT slhasten, M3?JC v MgNi5V0U dürste der schar st ei >1 fu6m. BÄ verha mtgen flW Lor- und plom-IW gen Hot ebenso nc dehin zu t bie Gym meisten aegem^r den Wsü den einreS den um - Msruhe 1908. & - lnic i» elfer studi msung ve mehr eine er sich mit mtitfat nchezu die Freihei Benn im Besitz ohne weite eine An^ ja viele i (Tffpnrmm, 3t&4& mitfflf a! &nntt mth warben, r lmgr rnss macht, wod jeder 4. eb das Ansehet stände?, so aus der ö erm waren säwle mm ab, um i beginnen, aus den?c ^e aescb terbnrscb Preis Arb iÄ Leute c tun? Ti uüht m , öinii Vläue d sie brrüd Umstand, lassen tauscbu ltchst ges die obfiTi gantesten außcro tfor « Mscheir s auch die l ?u überbru Rücket °a als H Att Glor Mgen. , Trotz M ein «mteitigen, nfi A Beitet glaube Wt O,.,j 5« 'bä; ?»rchsch ‘M6? fr»- r >1. r, i'tz B Hw 7 'Hit 25; Kte <18 Verwenden Sie zum Einheiten Jhres Schuhzeuges nur Kreppet« 230 Backfische. . 22 30 ä Gießen, den 5. Januar 1906. stets auf Lager. [2» toscMssg I Feinste Eintritt frei. Der Vorstand. gegenüber der Stadtkirche. 25i m, wWürfe/n, H. Hansel prompt und billigst. Maschinenreparatur- Werkstätte u. Schlosserei Ausfühi ung von Dreher-, Hobel- u. Fräsarbeiten Naschinen-Reparaturen u. Neuanlagen Eisenkonstruktions-Arbeiten aller Art für 2 gute Teller vorzüglicher Suppe. Ohne weitere Zutat, nur nut Wasser zuznbereiten. Bestens empfohlen von . 5. Vorstellung: Montag, (len 15. Januar Der Schwur der Treue Lustspiel in 3 Akten von Oskar Blumenthal. Gast: Willy Loehr vom Hoftheater in Darmstadt. Anfang 8 Uhr pünktlich. Ende gegen 10*/, Uhr. Eintrittskarten im Preise von Mk. 5.—, 4.—, 3.—, (Studierende Mk. 2.—) bei Herrn Ebaliier und an der Kasse. vtt/. täglich frisch bei Hosbäcker ItoiS MäuSbnrg 12. Trübgewordene Wäsche sowie Reste non Weisswaren und Kleiderstoffen verkaufe weit unter Preis. M. Kaxm, W äschef &brik Lang. K. J Ein Lied vom Leben". (Emil Roth, Giessen; 3 Mk. drosch., 4 Mk. gebunden.) Sehen wir in die klaren, sternenwciten Tezember- uächte sehnsuchtsschwer hinaus, — wünschen wir vielleicht, ein Stern möchte zu mrs hernieder fallen, — denn wir können seine Schönheit von unserer Erde aus nicht erreichen. ---Und wir warten und durchschwelfen mit unseren Blicken das endlos liefe Sternensirmament.-- Mu unserer Sternenfehnsucht wandern wir weiter, dem frohen Feste der Weihnacht zu — und mitten in unseren Weg senkt sich ein leuchtender, strahlender Sterrt: ein himmlischer Gedanke stieg mit göttlichem Glanze zur Erde nieder — und beglückte mit seiner Schönheit die weihnachtlichen Gefilde. Diese Gedanken erweckt das reizende Bild von Kamp- mann, das dem ersten Teil des neuen, wundervollen BucheS von K. E. KnoÄ vorangesetzt ist. Sein Titel ist: „(Sin Ton vom Tode und cm Lied vom Leben". Emil Roth in Giessen verlegte das Werk, und der Verleger hat dem Buch allen Schmuck angedcihen lassen, den es'redlich verdient. Der Preis für dieses prächtig ausaestattete Versbnch ist als niedrig zu bezeichnen (brosch. 3 sJ)lf., geb. 4 Mk.). Die frohe Erivartung und Hoffnung, die der Titel dieses Buches in und erregt, wird durch den Inhalt weit übertroffen. Dieses edle, hohe Lied vom Leben, von der Kirche, — von der Welt, — vom Tode verdient von tausend und abertausend Zungen mitgesungen zu werden. — Schönheit und Weisheit gehen schwesterlich Hand in Hand. Wenn man die Verse Knodts liest, weiss man nicht, ob man erst dem Wortlaut dieser edlen Sprache lauschen, oder ob man sich dem Banne dieser tteicn Gedanken hingeben soll. — Hier ist die Wahrheit des Lebens dem Menschen zum Trost geivorden und die Schönheit der Welt zum Leben. — Das Lied überzeugt von der Wahrheit des Gedankens, der durch das ganze Buch zieht: Der Tod ist überwunden durch das Leben. Wir können nie sterben, denn unser Leben ist ewig. Und ein glücklicher, froher Jubel zieht m jedes Menschen Seele, der recht in dieses Buch hineinschaute und diese hohen Gedanken eriasste. Unser ganzes Leben wird Jubel und edle Lebensfreude, — und wir singen mit dem Dichter: „Ich will leben!" Dieses Buch ist wohl als das beste zu bezeichnen, das der Veriaffer uns bisher gegeben hat. Knodt ist em moderner Gerok, em geistlicher Dichter für unsere Zeit, und es wird nicht lange dauern, so wird Knodt den Platz seines würdigen Vorgängers galiz einnehmen, ja er wird dleseii Platz ehrenvoll behaupteil und beherrschoi. F. Eckard. (Heidelberger Zeitung, 47. Jahrg., Nr. 286. 6./12. 1905) Giessener Seefisch-Markt Nur Bahnhofstrasse 27, Lindenplatz 12 Seefische Isländer Herkunft können Sie bei uns ebenso billig kaufen, wie auf dem städtischen Fischmarkt. Legen Sie aber Wert auf blutsrischeste, beste Nordsee- und Holländische Ware, so wird eS wirklichen Fischkennern und Liebhabern eines \ taeäe^os fs*äsc3isen Fisches nicht auf den Preis (wenn nicht gerade außergewöhnlich hoch) ankommen. Zuschneidc-Lchranstlilt Grünbergcrstratze 14a (Mittelbau). Massnchruen, Mnsterzelchncn, Zuschnciden nud Verarbeiten kann jebe Dame gründlich erlernen. Der Kursus begrünt am 15. Januar 1906. Lina geprüfte Lchttill. 3. Weisel, Sele^n EyNULNstk. ß BekcmnLwachrmst. Um kür den kommenden Sommer der Gchuakeuplage wirksam entgeqenzutreten, ist eS jetzt notwendig, daß die uberrom- ternben Schnaken in Kellern, Ställen und sonl igen Gelassen vertilgt werden, ehe sie ausfliegen und ihre Eier ablegen. Zu diesem Zweck wird demnächst die Stadtverwaltung durch Leute, bte ^ter- ♦Ür besonders ausgebildet sind, die Vertilgungsarbeit in den Kellern vor-nehmen lassen. Die Einwohner unserer Stadt bitten wir ui ihrem eigenen und im allgemeinen Interesse, den hiermit beaus- traaten Leuten bereitwillig entgegenzukommen und Urnen bei Erledigung ihres Auftrages jede mögliche Unter,tutzung zu lei teil. Seinerzeit wird sich hieran die Vernichtung der Schnatenbrut in den stehciid. Tümpeln u. Gewässern, Wassertümpeln usw. anschliessen und steht zu hoffen, dass auf diese Weise die Schnakenplage unterdrückt werden kann. Tas ist jedoch nur dann möglich, weiin die Vertilgung auch in den Gebäuden plaiiinassig erfolgen kann und jeder auf seinen Grundstücken die Vornahme der erforderlichen Arbeiten gestattet. Gießeii, den 4. Jannar 1906. ..... Grossherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 9)?ecu m. _____________ Grosse Woliltätigkeits- HELD Lotterie d.Kr&nkenpiiege'Aust. T.Eoten=g«StFassburgE. Ziehung sicher. 20. Jm. 06. 70,WO 1...... i. 28,118 2. Hauptg. M. iÜjÖÜÜ 3. Hauptg. M. 5()ül) 3 ä 1000 - 3(101) 6 i ßOO = M S- 40,00© Füchse, Marder, Iltisse mit unsr. Strychnin „Rapid“ vergiftet. Tötet auf der Stelle. 50 fach Gewinn sicher! Die grosse Portion 6 Mk. frei geg. Nachn. nebst Anleitung. Von Behörde beglaub. Giftschein mitsend. (Unbeglaubigte von nns.) Deutsche Histfabrik Swmemünde l4 hv6/, dieses beste wasserdicht u. dauerhaFh Fabrikant: Carl Gentner, Göppingen.