zaeea Aie heutige Aummer umfaßt 8 Seiten VezugspretSr monatlich 75^51., otedeL jährlich Mt. 2.20; durch ?(bbolc- u. Zweigstellen monatlid) 65 Pf.; durch diePost Nlk.2.— viedel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeige» für die TageSmuinner bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12Ps* auswäds 20 Pfg. Verantwortlich für den polit. und allgem. Teil: P. Wittko' für ,Stadt und Land"' und .Gerichtssaal'; Ernst Heß; für den Anzeigenteil: Hans Beck. Der Kaiser und die englische Flotte. In anziehender Weise plaudert ein anscheinend Eingeweihter im neuesten Heft des „Nineteenth Century" über den deutschen Kaiser und sein Verhältnis zur englischen Flotte. Obgleich andere ausivärtige Fürsten und Monarchen, heißt es da, zu Eh-ren-Offizieren der englischen Flotte gemocht wurden, so ist der deutsche Kaiser doch gegenwärtig der einzige, der einen höheren Rang bekleidet. Auch dieser Rang wurde ihm nur ehrenhalber verliehen, aber er hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, daß er die englische Uniform mit Stolz trägt!.' Er ist der einzige Herrscher eines frenrden Staates, der in neuester Zeit tatsächlich ein englisches Schiff kommandiert hat. Als er einst vor Malta ankam, teilte er der Admiralität mit, daß er am nächsten Tage ein englisches Kriegsschiff besuchen werde. In der Tat erschien der Kaiser auch an Bord, und seine Flagge würde am Mast gehißt. Man glaubte, der Kaiser werde einen oberflächlichen Gang über die oberen Decks machen, dann einige Erfrischungen zu sich nehmen und auf seine Jacht zurückkehren. Wer es kam anders. Als der Kaiser das Quarterdeck erreicht hatte, wo er von allen Offizieren mit militärischen Ehren empfangen wurde, zog er seinen Rock aus und erklärte, er sei bereit, das Schiff eingehend in Augenschein zu nehmen. Und nun begann die Wanderung, von den Panzertürmen zu den Maschinen und in den Kesselraum, und der Kommandant hatte genug zu tun, um alle Fragen zu beantworten, die der Kaiser über die Bauart und Ausrüstung des Schiffes an ihn richtete. Mit der ihm eigenen Lebhaftigkeit kroch der Kaiser in jeden Winkel und besah 'alles, und der Führer war so sehr in Anspruch genommen, daß er vollkommen seine Pflicht als Wirt vergaß und an das F-r,ühstück nicht dachte. Als zuletzt die Inspektion beendet war, und der Kaiser den Kommandanten zu seinem schönen Schiff beglückwünscht hatte, ging er die Fallreep hinunter seiner Dampfjacht zu. Beim Abschied sagte er zu dem Kommandanten: „Ihr habt anscheinend das längfte Schiff in der englischen Marine!" „Ach nein!" ent- Äete der An geredete, „es ist nur 420 Fuß lang!" „Nein, !" sagte darauf der Kaiser, „Ihr seid im Irrtum!" und nun fiel dem Kommandanten erst ein, daß die Be- politische Tagesschau. Der Kaiser und die Mailänder Ausstellung. Man schreibt uns: Ein Ordensregen ergießt sich, nach einer Veröffentlichung im „Reichsanz.", über italienische Minister, höhere Beamte, BanDirektoren usw. Die vom Kaiser verliehenen Auszeichnungen, darunter das Großkreuz des Roten Adlerordens, der Rote Adlerorden 2. Klasse mit dem Stern, die Brillanten zum Roten Adlerorden, sind jedenfalls mit der Mailänder Aüsstellung in Verbindung zu bringen. Man hätte den Kaiser besonders gern als Besucher der Ausstellung gesehen. Diese Schau stand von Anfang an unter keinem glücklichen Stern. Außer in der deutschen Abteilung, die sich fertig und vorzüglich ge- lun gen präsentierte, machte sich lange nach der Eröffnung fast überall der Eindruck des Unzulänglichen und Unfertigen geltend. ®on Mailand aus wurden während der Marokko-Krisis und nach der Algeciras-Konferenz bekanntlich am meisten jene sehr unfreundlichen, zum Teil direkt beschimpfenden Artikel gegen Deutschland verbreitet, ja, es würde geradezu mit Kundgebungen gedroht, falls der Kaiser nach Mailand kommen würde. Trotzdem hat der Kaiser, wie der Präsident der Ausstellung soeben in einem Danktelegramm für die Teilnahme der deutschen Regierung an der Feuersbrunst hervorhebt, „von Beginn der Ausstellung an sein hohes Wohlwollen erwiesen". Das WohlwoUen ist also schlecht belohnt worden. Jetzt würde viel darum gegeben in Mailand, gelänge es, den Kaiser zu einem Besuch der Ausstellung und zu einigen anerkennenden Worten zu bewegen. Der Ausstellung fehlt die Anziehungskraft, die das Erscheinen gekrönter Häupter auszuüben pflegt. So wird denn alle paar Tage von italienischen Blättern mit Lästiger Bestimmtheit verbreitet: Der Besuch, des Kaisers ist angesagt, Fürst Bülow wird den Kaiser begleiten. Nichts ist angesagt, und noch weniger wird der Reichskanzler an eine so lange Reise denken können. Die „Wiener Allg. Korresp." verneint ziemlich kühlen Tones auch die politische Notwendigkeit einer Jtalienfahrt. Der Kaiser habe auf seinen Mittelmeerxeisen in den letzten Jahren wiederholt Begegnungen mit dem König Viktor Emanuel gehabt, ebenso der italienische Minister des Aeußern Tittoni bereits in früherer Zeit Besprechungen mit dem Fürsten Bülow, sodaß augenblicklich jeder Anlaß zu weiteren Begegnungen fehle. Wir möchten hinzufügen, daß der Anlaß aus dem Grunde auch in Zukunft fehlen dürfte, weil die italienische Politik den Weg fortsetzt, der nach Paris führt. Man ist zträr vorsichtiger in Rom geworden, man kündet der Welt nicht mehr jeden neuen Erfolg der Annäherungsbestrebungen, man rühmt sich nicht mehr so geräuschvoll wie früher französischer Aufmerksamkeiten, man läßt nicht bei jeder Gelegenheit durch offiziöse Organe die deutsche Politik abkanzeln. Aber daß die Freundschaft mit Frankreich und mit England in der Stille verstärkt wird, und daß diesem Zweck gewisse diplomatische „Verständigungen" vertraulicher Art dienen, wird als zweifellos zu betrachten sein. Begegnungen und Besprechungen ändern die in Italien herrschende Auffassung nicht, daß der Anschluß an Frankreich und England geboten sei, um nicht von der Vereinsamung Deutschlands in Mitleidenschaft gezogen zu werden. : von Maschinen und Werkzeugen für scbständige Handwerker. 2. Lehr« I briefs. und Lchrvertragssormulare derJnnungsvcrbändc. 3. Tie Führung . der Titel „Baugewerlmrister" und „Baumelster". 4. Die Bestimmung . der „Verwandten Gewerbe". 5. Resolution der 11. Reichskags-Kommrssion ' betr. Ausübung der Baukontrolle durch besondere staatlich augestellte Be. amte (§ 139 b R. G. O.) unter Zuziehung von gewählten Vertretern der Bauarbeiter. 6. Das Ergebnis der Erhebung über die Frau im Gewerbebetriebe des Damenschneider-, des Friseur- und des Photographen- gewerbcs. Ferner beschäftigte sich der Ausschuß mit der Stellung : des Handwerks zur Frage der gesetzlichen Regelung der ; Heimarbeit und er beschloß, die Beziehungen des Handwerks zur Heim- arbeit und zur Hausindustrie durch eine Umfrage bei den Handwerks- und Gewerbekammern klar zu stellen. ** Notschrei aus Rheinhessen. Einer geldarmen Zeit sehen die meisten. Weinbauern entgegen. Die schönen HerbstauSsichlen sind durch die Peronospora vollständig zerstört. Der außerordentlich unsichere, mühevolle und geldkostcnde Erwerb des Winzers tritt in einer trostlosen Gestalt vor die Augen. Nur eine verschwindende Anzahl besonders Glücklicher wi-d auf seine Produktionskosten kommen. Alle andern legen Geld zu. Trostlos ist die Lage umsomehr, weil gegen die neu- modische Krankheit kein sicheres Mittel vorhanden ist. Schon seit Jahren steht der Weinbauer schlecht. Wenn die Natur nicht Wandel schafft und die Krankheiten verschwinden, stehen wir vor einer wirtschaftlichen Kalamität ohnegleichen. Was den Ausfall der Rheinhessen allein heuer betrifft, dürste 8—10 Millionen Mark im Vergleich mit einem guten Jahre sein. Bekannt ist schon längst in den Weinbaugebieten die Tatsache, daß der Fruchtbauer und Viehzüchter bessere Existenz hat als der Weinbauer. Dazu kommt für Rheinhessen, dessen Bauern meist Wein- und Fruchtbau betreten, daß Korn und Gerste durch starkes Lagern verdorben sind. Weizen allein ist gut, und der wird wenig angebaut. Unsere Landleute sind in gedrückter Stimmung, und das mit vollem Recht. Der Nicht- meinbauer hat keine Ahnung von der Quälerei, die der Weinbauer hat. Tausende würden gerne die Weinberge verkaufen, wenn nur jemand da wäre, der sie für Geld haben wollte. Lage, Größe und Bodenart lassen meistens andere Bewirtschaftung nicht zu. 0 Lollar, 6. August. Der Gesangverein ^Liedertafel" errang bei außerordentlich scharfer Konkurrenz aus dem Gesangs- roettftreit in Fulda den 4. Preis. Besonders erwähnenswert ist hierbei die Tatsache, daß der Verein gezwungen war, wegen seiner eigeneit Festlichkeiten den „Zwölf-Wocheu-Chor" in knapp vier Wochen einzustudieren. Als Preisrichter fungierten die Musikdirektoren C. Kern-Frankfurt, AppumHanau und Leber-Fulda. kL A u s b e m Lumdatal, 6. Aug. Die Orte Lollar, Staufenberg, Mainzlar und Tattbringen erbeuten ein gemeinsames Wasserwerk, deren Quellen in der Nahe von Allendorf liegen. Da die Bohrungen zu den besten Resultaten geführt haben, so soll in Kürze die Quellfassung und die Rohrleitung nach den vier Gemeinden in Angriff genommen werden. Die Rohrleitung ist 8 Kilo- ineter lang und folgt größtenteils den Kreisstraßen. x* Lützellinden, 5. August. In unserer Gemarkung treten die H a m st e r im Getreidefeld ziemlid) zahlreich auf. Dieser Tage wurde wieder eine größere Zahl gefangen. Das Fanggeld für einen Hamster beträgt 60 Pfg. Voriges Jahr wurden von der Gemeinde ca. 260 Mk. für Fanggeld ausgegeben. A Atzbach, 4. Aug. Aus Anregung des Handwerkervereins der Bürgermeisterei Krofdorf war hier ein B u ch f ü h r u n g s - kursus unter Leitung des Lehrers Schmidt aus Wetzlar zustande gekommen, der von 17 Teilnehmern besucht wurde. O Dorlar, 4. Aug. Der von der Firma Rinn u. Cloos. in Heuchelheim hier errichtete Neubau einer Zigarrenfabrik geht seiner Vollendung entgegen, so daß dessen Räume noch bis zum Herbste benutzt werden können. — Die seit Jahren geplante neue Schule soll demnächst in Angriff genommen und noch int Lause dieses Jahres unter Dach gebracht werden. — Der Weg nach der im vorigen Jahre eingerichteten Haltestelle wird neu ausgebaut, womit die vielfach gehörten Klagen endgiltig verstummen werden.. p Wetzlar, 5. August. Auf nod) nicht aufgeklärte Weise brad) dieser Tage im Stalle des Zwiebelhändlers Friedrich Ai a ck zu H o d) e l h e i m Feuer aus, das das Gebäude innerhalb kurzer Zeit in Asche legte. — Die Vereinigung der im Kreise bestehenden Jünglingsvereine zu einet Kreisverbindung kommt zustande. Zum Präses hat man Pfarrer Koch aus Lützellinden gewählt, der die Organisation durchführt. Der Kreisoer- band gliedert sich dem Westdeutschen Jünglingsbund an. L Butzbach, 6. Aug. Tas 1. Bataillon des 168. Regts. wird Mitte dieses Monats bei Lützellindeii und Rechtenbach Scharfschießen abhalten und sich am 26. August nach dem Uebungsplatz bei Darmstadt begeben. Dort trifft es mit dem 2. Bataillon (Offen- bach) znjammen und bleibt dort bis 10. September. Von da rückt das auf drei Bataillone ergänzte Reginient 168 ins Manöver und kehrt am 23. September wieder in die Garnison Offenbach und Butzbach zurück. -e-. B a d - N a u h e i m, 6. Aug. Der hiesige Kaninchen- u ii b Geflügelzüchteroerein hält am 11., 12. unb 13. Aug. eine große Lokalausstellung im Talysienhof ab. Zu der Ausstellung sind bereits 300 Nummern ongemetbet und 40 Ehrenpreise gestiftet, darunter einer von der Stadt. — Stadtpsarrer Wissig und Gemahlin feierten ihre filbeme Hochzeit. Der Posauneiichor und die vereinigten Gesangvereine brachten dem Paar ein Ständchen. § Schotten, 6. Aug. Zum Direktor der in diesem Frühjahre gegründeten Spar- und Darlehnskasie (Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht) wurde anstelle des zurückgetretenen Lehrers Linck-Rudingshain Rechtsanwalt Zimmer von der Generalversammlung einstimmig gewählt. △ 'Boni südlichen Vogelsberg, 6. Aug. Eine Versammlung der Vertrauensmänner des Bundes der Landwirte sand dieser Tage in Gedern statt. Dabei wurde Pächter Fischer vom Hof Zwiefalten zum Kandidaten für die Landwirtschaflskammer ausgestellt. 'sm Mücke, 6. Aug. Der 6. Juli scheint für die Post verhängnisvoll zu sein. Wie in den „Gießener Familienblättern" vom 1. August zu lesen ist, hat man auf der Post-Agentur D. ein Dienstschreiben vom 28. Ium bis 6. Juli in die „Kommoden-Lad innesloten", diesmal nun hat sich am 6. August ein Post-Amt in seinem Dienststeuipel auf den kritischen 6. Juli verirrt. Ist wohl da der August noch innefloten? fc Offenbach a. M., 6. August. Das Großh. Kreisgesundheitsamt gibt über die T y p h u s e p i b e m i e folgcnbe authentische Ausklärung: Im ganzen kamen hier 13 Fälle vor, in denen mit Sid)erheit Typhus festgestellt wurde; drei davon verliefen tätlich. Weiter wurde ermittelt, daß in zwölf Fällen die Krankheit durch den Genuß von ungekochter Mild), die aus ein und demselben Milchgeschäft bezogen war, heroorgerufen wurde. ko Groß-Gerau, 6. August. In Trebur beschäftigte sich gestern eine von 400 Personen (Gemeindeoorstände, Vertreter der Stadt Mainz usw.) besuchte Versammlung mit einem neuen Ried- bahnprojekt. Die Versammlung sprach sich in einer Resolution für den Bau einer normalspurigen Bahn von Mainz übel Gustavsburg, Ginsheim, Bauschheim, Astheim, Trebur, Geinsheim, zerchnung „long-ships in the navy" (längsten Schiffe der Marine) auf jene Schiffe angewandt wird, auf welchen zwischen den einzelnen Mahlzeiten unverhältnismäßig lange Zwischenräume liegen. Er erinnerte sich daran, daß er vergessen habe, dem Kaiser einen Imbiß anzubieten und bat chn, in die Messe zurückzukehren. Der Kaiser lehnte ledoch ab, sagte aber beim Abschiede: „Am 27. Januar ist mein Geburtstag, und mein Befehl lautet, daß Ihr an biejetn Tage alle Euere Mittömmandanten zu einem Diner einladet und auf meine Gesundheit trinkt!" Dann verließ der Kaiser das Schiff. Als der Geburtstag des Kaisers kam, fand an Bord des Schiffes ein großes Festessen statt, das ungemem heiter verlief. Wahrend desselben wurde ein Telegramm an den Kaiser abgesandt, das den Inhalt hatte: „Die Befehle unseres Admirals sind ausgeführt worden, und wir haben auf das Wohl Ew. Majestät getrunken. Aber in einem Punkte können wir Euer Majestätnichtrechtgeben, wir können nicht finden, daß das Schiff lang ist!" Der Kaiser soll in feiner Antwort seiner Freude Ausdruck gegeben haben, daß die Gast- fieundschaft an Bord des „Deadnouaht" alle Teilnehmer befriedigte. srr. 183 erscheint tSgltch außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werben im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gießener Familien- blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brü h l'sehen Univers.-Buch-u.Stein- bruderet. 9t Lange, Redaktion, Expedition und 2)ruderet: Schul st raße 7. Redaktion 113 Verlag u.Exoed.^^51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Wie über Bebels Atheismus in einer durchaus nicht einflußlosen Gruppe von Sozialdemokraten gedacht wird, erfahren wir aus einer im Auguftheft des Turmers (Verlag von Greiner U-. Pfeiffer, Stuttgart) erschienenen Betrachtung, die einen süddeutschen sozialdemokratischen Abgeordneten zum Verfasser hat. Wir lesen da: „In Karlsruhe hat Bebel gesprochen. Auch über die Religion hat er sich geäußert. Dieses Mal hat er mit einem eisigen Hohn, der an Nietzsche erinnert, unsern Vater irn Himmel gefoppt: ,Gibt es einen Gott, der allmächtig ist und vorausbestimmend, so ist Gott selbst schuld daran, daß ich Atheist bin, dann wird er sich doch auch wehren können, wenn man ihn abschaffen will.' Ein Bekenner der Lehre Christi wird, wenn er auch ein Parteigenosse Bebels ist, wie ich es bin, nur Trauer und Mitleid empfinden mit einem Manne, der so spricht. . . . Solche Bekenntnisse des Atheismus, wie dasjenige Bebels, haben aber das eine Gute, daß sie Prüfsteine für Gläubige sind, die außerhalb aller Kirchenmauern ^um Glauben kamen und die nicht den Vorteil — oder wahrscheinlich den Nachteil — haben, daß sie als polittsche Gegner eines Mannes, wie Bebel es ist, selbstverständlich erachten und vielleicht Gott dafür danken, daß sie nicht sind, ,wie dieser da'. Denn bei Glaube an Gott, der unerschütterliche Glaube, der ebenso unerschütterlich ist wie der Atheismus, zu dem sich Bebel bekennt, ist sehr leicht Selbsttäuschungen unterworfen, und es braucht manches Feuer, bis da alles nur lauteres Gold ist. Unser ganzer moderner Religionsunterricht in den Schulen und Kirchen fehlt schwer dadurch, daß er von den schweren inneren Kämpfen, welche die größten Nachfolger Christi bis an ihr Ende durchgemacht, nichts sagt und die Erwerbung des Glaubens als ' eine leichte Sache hinstellt. Um so größer ist dann später oft die Enttäuschung derer, die das Unglück hatten, durch den üblichen Neligionsdrill der Schulen in die Lehre Christi eingeführt worden zu sein. . . ." Und über das Wort „Knechtseligkeit" äußert sich derselbe sozialdemokratische Christusbekenner: „WaS stellt die Welt sich nicht vor unter einem ,knechtseligen Menschen'! Einen Jämmerling, der in scheinheiliger Demut durch das Leben schleicht und in Zerknirschung über seine Sünden noch dankt für die Fußtritte, die ihm. Physisch und moralisch, von Höherstehenden verabreicht werden. Wie oft haben mir Gegner der Lehren unseres Herrn gesagt, die Knechtseligleit, die aus jedem Menschen eine in ihrer Erbärmlichkeit ersterbende Kreatur mache, widere sie am Christentum am meisten an. Die Armen hatten sicherlich nie die Evangelien in der Hand gehabt unb in ihrem Leben nur Karikaturen von /Nachfolgern Christi' gesehen. Und doch gibt es eine wahre Knechtseligkeit, ohne die ein wirklicher Christ undenkbar ist: eine Seligkeit, ein Knecht zu sein; allerdings nicht einiger Hunderte oder einiger Hunderttausende von Menschen, sondern ein Knecht des einzigen Herrn über uns, Gottes. Ihm allein zu dienen und ^die Menschen zu lieben als Brüder, das bringt Seligkeit ins Herz. Das ist ein Stück des Himmelreichs, ja das ist das Himmelreich selber, das wir nicht über den segelnden Wolken und jenseits der Sterne, sondern in unserer eigenen Seele entdecken können, wenn wir suchen, aufrichtig und geduldig suchen. Dieser ,Dienst' ist eine ständige Quelle der Freude und erfüllt die Brust mit Sonnenschein. Immer vermögen wir's nicht, diese freudige Demut in uns zu tragen; aber wenn wir aus den Tiefen eiteln und selbstsüchtigen Suchens auf diese Höhen gekommen sind, dann wird es uns wohl und leicht, wie auf den Bergen." Aus Stadt und Land. Gießen, den 7. Aug. 1906. ** Von b er Großh. Universitätsbibliothek wurden vom 1. April 1905 bis 31. März 1906 im ganzen 64 255 Bände ausgeliehen, darunter 30 225 auf länger als vier Tage. Die Vermehrung der Ausleihungen betrug gegen das Vorjahr 7678 Bände. Nach Orten außerhalb GießenS kamen 396 Sendungen mit 1382 Bänden; durch Vermittelung der Universitätsbibltothek wurden aus der Hofbibliothek zu Darmstadt 909 und von anderen Bibliotheken 436 Bände verliehen, außerdem 920 Druckschriften und Archivalien. Die Zahl der Entleiher aus Studentenkreisen betrug 455 — 43,6 Proz. der Gesamtzahl. ** Oeffenl liche Lesehalle. Im Juli wurden 1882 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Litte- ratur 1021, Zeitschristen 281, Jugendschriften 173, Versdichtungen 47, Litteraturgejchichte 21, Länder- und Völkerkunde 56, Kulturgeschichte 11, Geschichte und Biographien 64, Kunstgeschichte 13, NalurwissenschaÜ und Technologie 86, Heer- und Seewesen 17, Land- und Hauswirtschall 14, Gesundheitslehre 8, Religion und Philosophie 22, Staalswissenschast 12, Sprachwissenschaft 11, tfremb- prachliches 25 Bände. Nach auswärts kamen 56 Bande. ** Handmerkerfragen. Der geschäftsführende Ausschuß des Deutschen Handwerks, und Gewerbekammertages setzte in seiner Sitzung am 30. d. M. zu Hirschberg i. Schl, für die Verhandlungen des deutschen Handwerks- und Gewerbekammertages zu Nürnberg am 4. und 5. September folgende vorläufige Tagesordnung fest: 1. Die Beschaffung Erstes Blatt IS«. Jahrgang Dienstag 7. August 1906 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger ** Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen Wallerstädten nach Groß-Gerau aus. Es wurde ein Komitee ge° wählt, das die Vorarbeiten erledigen soll. ke Mainz, 6. August. Die Einmachbohnen-Ernte fällt in unseren Nachbargemeinden Mombach, Gonsenheim, Finthen usw. in diesem Jahre besonders gut aus. Auswärtige Konserven- fabriken haben mit den Händlern, obwohl die Ernte noch nicht begonnen hat, bereits Abschlüsse gemacht und zwar zu 10 Mark pro Zentner. Bingen, 5. Aug. In dem Gasthaus „Zur Stadt Worms" hatte sich ein Mann von außerhalb einlogiert. Heute abend brachte er sich sieben Stiche mit einem starken Taschenmesser bei und zwar oberhalb der Herzgegend. Die Verletzungen sind tätlich. Zwei andere Männer, die im gleichen Zimmer schliefen, wurden sestgenommen. Auch das Dienstmädchen des Hauses wurde zur Polizei gebracht. fc Frankfurt a. M., 6. August. Die Kavallerieoffiziere des 18. Armeekorps veranstalteten am letzten Freitag den alljährlichen D a u e r r i t t um den Kaiserpreis. Es beteiligten sich 31 Offiziere an dem Ritt, der in Darmstadt seinen Anfang nahm und über Frankfurt, Homburg v. d. H., und die Saal bürg bis nach Wehrheim ging. Dann gings zurück über Königstein, Hofheim bis in die Rheinlinie. Es galt, eine Vorpostenstellung in der Nähe Biebrichs, die von Mainzer Truppen eingenommen war, zu erkunden und das Ergebnis der Erkundung auf dem schnellsten Wege in die Bockenheimer Artilleriekaserne zu bringen. Tie zurückzulegende Strecke betrug 140 bis 150 Kilometer. Die Pferde kamen alle gesund ans Ziel, was um so mehr heißen will, als teilweise recht steinige Wege, z. B. im Taunus, benutzt werben mußten. Frankfurt a. M., 6. August. Die Frankfurter Brauereien keilen in Rücksicht auf umlaufende Gerüchte mit, daß sie keines- wegs gesonnen seien, von einer Erhöhung des Bierpreises a b z u s e h e u. Es sei nach dem bestehenden Vertrage vollständig unmöglich, daß eine Brauerei aus dem Verba,ide austreten könne. Außerdem sei die Beibehaltung der erhöhten Preise eine Lebensfrage für die Brauereien. Usingen, 6. August. Der Landwirt Karl Lauer von hier wurde aus der Hirschjagd von einem Jagdgenossen durch einen .Schuß in den Unterleib schwer verletzt und mußte in das Krankenharls nach Frankfurt gebracht iverden. [ ] Marburg, 6. August. In der Nähe von Honiberg wurde ein junger Mann bei einer Schlägerei so gegen den Leib getreten, daß er auf der Stelle starb. [ ] Biedenkopf, 6. August. Der Arbeiter Heinrich Pfeifer in Wallau wurde gestern beim Hochziehen einer Schleuse in einem Wassergraben dadurch getötet, daß ihm der schwere eiserne Hebel aus den Kopf fiel. Weilburg, 6. August. Prin^ Eitel Friedrich wird als Vertreter des Kaisers an der Tausendjahrfeier der S t a d t W e i l b u r g am 19. August teilnehmen. Das Oberhof- marschallamt hat dies offiziell dem Bürgermeister Weilburgs mit- geteilt. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Erledigt ist eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu G a m- b a ch, Kreis Friedberg. Mit der Stelle ist der Organistendienst verbunden. — Der bekannte frühere Beigeordnete in O f f e n b a ch , Dr. Emil Wolff, ist^zum Direktor der Deutschen Holz-Benrfs- Genossenschast mit dem Sitz Hannover bestimmt worden. Dr. Wolff ist -ur Zeit in Frankfurt als Syndikus des Deutschen Brauerbundes und des Verbandes der Brauereien Frankfurts und Umgegend tätig. — In Hanau starb der Zigarrenmacher Friedrich Bott, ein Invalide aus dem Feldzuge 1870/71. Er trug im Schlachtendonner seinen verwundeten Hauptmann aus dem Feuer und dabei wurden ihm beide Beine abgerisien. Er erhielt für seine Tapferkeit das Eiserne Kreuz und andere Auszeichnungen. Are wirtschaftliche «Lage im Aezirk der Kroßh. Handelskammer Hießen. (Schluß.) Die Erzförderung in Oberhessen hielt sich im vergangenen Jahre nicht ganz auf der Höhe des Vorjahres. Produktion und Versand wurden gehemmt durch Arbeitermangel, ungünstige Witterungseinflüsse, die die Tagbetriebe längere Zeit verschlammten und den Wagenmangel auf der Eisenbahn. Auch brachte der westfälische Kohlenarbeiterstreik einen erheblichen Ausfall, da manche Hochofenwerke aus Mangel an Feuerungsmaterial ihre Oefen gedämpft betrieben oder ganz ausgeblasen hatten. Die Hochofen- produktion unseres Bezirkes weist dagegen eine geringe Zunahme auf. Zu wünschen ist, daß endlich die tarifarische Bevorzugung des Siegerlandes gegenüber den Eisenwerken an der Lahn und Dill im Bezug von Koks usw. in Wegfall kommt. In den Preisen für Erze und Roheisen ist inzwischen eine Erhöhung eingetreten, doch nehmen die Erzbergwerke des Vogelsbergs infolge ihrer großen Entfernung von den.Hüttenstationen und der hohen Transportkosten nur einen geringen Anteil an der Besserung im Eisengewerbe. Die Eisengießereien waren gut beschäftigt, allerdings bei niedrigen Preisen ihrer Erzeugnisse. Auch im Eisen handel konnte ein flotter Absatz erzielt werden. Die Braunkohlenförderung wies im Berichtsjahre eine bedeutende Zunahme auf. Auch in unserem Bezirke waren Braunkohlenproduktion und Brikettfabrikation bis zur Grenze ihrer Leistungsfähigkeit beschäftigt. Der Absatz litt unter dem Wagenmangel auf der Eisenbahn und der unzweckmäßigen Zustellung der Waggons. Die Basalt in du strie hatte ebenfalls unter dem Wagenmangel schwer zu leiden. Eine Besierung dieses Geschäfts- Zweiges ist bei den ungünstigen Frachtverhältnisien noch nicht eingetreten. In der Kalkindustrie und der Ze men t- warenfabrikation sind durch Preisvereinbarungen und Zusammenschlüsse bessere Preisverhältnisie geschaffen worden. Die Ziegeleien hatten meistens flotten Geschäftsgang, dagegen war die Nachfrage nach Verblendsteinen bei der wachsenden Vorliebe für Putzbauten gering. Im Baugewerbe von Gießen und Umgebung herrschte rege Beschäftigung, die auch auf den Absatz von Baumaterialien günstig einwirkte. Die Förderung von Kieselgur nahm in der zweiten Hälfte des Berichtsjahres erheblich zu. Auch in dieser Branche besteht eine Vereinigung, die fast alle produzierenden Werke umfaßt. Nach den erfolgreichen Kalibohrungen in der Nähe von Fulda sind auch im östlichen Teile unseres Bezirks Versuchsbohrunqen unternommen worden, die hoffentlich ein befriedigendes Ergebnis liefern. In der Werkzeugmaschinenindustrie war die Beschäftigung bester als im Vorjahre und erfuhr durch die Erwartung der erhöhten Einfuhrzölle des Auslandes eine weitere Anregung. Die Preisverhältnisie zeigten jedoch erst im letzten Vierteljahre eine Besierung. Die Herstellung gesundheitstechnischer Anlagen hatte ebenfalls volle Beschäftigung, doch blieben die Preise bei der Preissteigerung der Rohmaterialien ziemlich gedrückt. Die Kassenschrankfabrikation hatte einen befriedigenden Geschäftsgang. Auch in der Blechwarenfabrikation und Verzinkerei war die Beschäftigung zufriedenstellend und wurde gegen Ende des Berichtsjahres recht lebhaft. Das Ergebnis litt jedoch unter der teilweise enormen Preissteigerung der Rohmaterialien, denen die Verkaufspreise nicht zu folgen vermochten. Die Fabrikation von Lampen verlief ziemlich ungünstig, und der Handel mit Beleuchtun'gSartikeln gestaltete sich schleppend. Der Absatz in Sägewerksprodukten war zufriedenstellend, mit Ausnahme von Eisenbahnschwellen, doch blieben die Verkaufspreise niedrig. Angemesiene Preise konnten nur für Telegraphenstangen und Leitungsmaste erzielt werden. Die Fabrikation gebogener Möbel gestaltete sich lebhaft bei gedrückten Preisen. Die Zigarrenkistchenfabrr- kation hatte unter den hohen Zedernholzpreisen und der Beunruhigung der Zigarrenindustrie durch die neuen Steuerpläne der Reichsregierung schwer zu leiden. Die Lack- und Firnißfabrikation hatte zwar einen guten Absatz aufzuweifen, doch waren die Geschäfts- ergebnisse ungenügend. Auch im Drogen- und Farbwarengroßhandel haben die Umsätze zugenommen, während der Verdienst verhältnismäßig geringer geworden ist. Die Seifenfabrikation litt bei steigenden^ Absätze unter dem seitherigen Preisdruck. Im Petroleumhandel machte sich die Konkurrenz des russischen, österreichischen und rumänischen Petroleums gegenüber dem amerikanischen Petroleum noch stärker als sonst bemerkbar, was sich in einem Weichen der Preise im ersten Halbjahre äußerte. Die bisherigen Erfahrungen berechtigen zu der Hoffnung, daß es der Standard-Oil-Company und ihren Tochtergesellschaften nicht gelingen wird, den deutschen Petroleumhandel in ihrer Hand zu monopolisieren. Auf das Geschästsergebnis der Preßspan- und Pappenfabrikation wirkte die ungewöhnliche Steigerung der Lumpenpreise sehr nachteilig ein. Im Papier- und Pappengroßhandel herrschte rege Nachfrage bei teilweise höheren Preisen. Im Papierdetailgeschäft war der Geschäftsgang weniger lebhaft als im Vorjahre. Die gesamte Textilindustrie und die damit in Zusammenhang stehenden Gewerbe hatten unter der Preissteigerung der Rohmaterialien Wolle, Baumwolle, Flachs und Jute zu leiden. Die Leinenindustrie war gut beschäftigt, doch blieben die Verkaufspreise hinter den gestiegenen Roh- materialpreiscn und erhöhten Produktionskosten zurück. Die gleiche Erscheinung machte sich in der Schirm-, Korsett- und Hutfabrikation, sowie in dem Handel mit Tuchen, Buckskin, Manufakturwaren, Wäsche u. dgl. nachteilig bemerkbar, obwohl die Umsätze oft eine Steigerung aufwiefen. In der Lederfabrikation gelang eS im Herbst höhere Preise durchzudrücken, doch entsprachen diese immer noch nicht den gestiegenen Häutepreisen. In der Schuhwarenbranche stellten sich die Einkaufspreise höher, aber trotz hinreichender Umsätze konnten entsprechende Erhöhungen im Verkauf nicht durchgesetzt werden. Die Kürschnerei und der Rauch- warenhandel brachten trotz widriger Umstände ein zufriedenstellendes Ergebnis. Der Handel mit Borsten zeigte eine aufwärtsstrebende Tendenz. Das Bankgeschäft hatte in Verbindung mit der all- meinen Besserung der wirtschaftlichen Lage eine günstige Ent- wicklung zu verzeichnen. Hessische Landwirtschastskammer-Wahlen. In einer am Sonntag seitens der Hesfiscben Landtagsfraktion des Bauernbundes (Hessische Volkspariei) in dem Konkordia- Saale zu F r a n k s u r t a. M. einberufenen nichtöffentlichen Sitzung von Vertrauensmännern wurden zur Besetzung sämtlicher Landwirtschastskammersitze im ganzen Lande Vereinbarungen getroffen mit dem Auitrage an die Fraktion, diese Beschlüsse dem Vorstande des Bundes der Landwirte zur Kenntnis zu bringen und in Verhandlungen mit demselben einzutreten. Aus den Beratungen, über die kein B e r i ch t an die Zeitungen gegeben wurde, war nur zu erfahren, daß die Versammlung einmütig war in der Ansicht, daß die hessische Bauernschaft auch in der Landwirtschasts- kammer sich der bewährten organisatorischen Kraft des Herrn Geheinrerats H a a s versichern möge, da es gewiß eine sehr schwierige Sache iür praktische Landwirte sein würde, die erstmalige Einrichtung der Kammer zu bewirken. Infolge dieser Erwägungen will man die Kandidatur deS Geheimerats Haas in folgenden Bezirken der Provinz Starkenburg gleichzeitig in Vorschlag bringen: 1. Griesheim - Gernsheim (3. Wahlbezirk), 2. Erbach - Wimpfen (12. Wahlbezirk), 3. Lampertheim-Biblis (15. Wahlbeznk). Handel nird Verkehr, Volkswrrtfchaft. Gewerkschaft Gießener Braunsteinbergwerke vorm. Fernie zu Gießen. Die Gewerkschaft hat im Jahre 1905, wie wir in der „Voss. Ztg." lesen, ein ungünstigeres Ergebnis als im Vorjahre erzielt. Der KoMenarbeiterstreik im Ruhrgebiet brachte der Gewerkschaft, laut Bericht des Gruben- vorstandes, insofern großen Schaden, als ein Teil der Fernieerz verbrauchenden Werke mehrere Wochen lang ihre Oefen gedämpft und zum Teil sogar ausgeblasen hatte. Der Abruf der Erze stieg nur ganz allmählich während des zweiten Quartals, hob sich jedoch im dritten Quartal in erfreulichem Maße, sodaß ein wesentlich besseres Erträgnis hätte erzielt werden können, wenn nicht die Absatzmöglichkeit durch den Wagenmangel auf der Eisenbahn beschränkt worden wäre. Wochenlang wurden dem Werke statt der erforderlichen 60 Waggons täglich nur 24—30 Waggons von der Bahn gestellt. Erst gegen Ende November wurde auf wiederholte Beschwerde hin die Zahl der gestellten Wagen auf 60 Stück pro Tag erhöht, doch konnte in der kurze« Zeit, die bis zum Schlüsse des Jahres verblieb, der frühere Ausfall nicht wieder eingebracht werden. Auf den Absatz wirkte ferner die ungünstige Witterung im Dezember sehr störend ein, da bei der Nässe die Erzgewinnung im Tagebau stark beeinträchtigt wurde. Insgesamt wurden rund 114 000 T. Erze versandt, gegen 117 500 T. im Vorjahre. Die Förderung war im Lause des Berichtsjahres durch die Umwandlung des Betriebes sehr erschwert und verteuert. Die Agglomerieranstalt arbeitet seit dem 10. Okt. des Berichtsjahres. Mit Rücksicht aus den Ausbau der gesamten Neuanlagen für die angestrebte größere Förderung wurden auch die Ausschluß- und Vorrichtungsarbeiten weiter ausgedehnt und Abraumarbeiten in großem Maßstabe in Angriff genommen. Die Bohrversuche ergaben auch im letzten Jahre wieder, daß noch beträchtliche Mengen Erz in den eigentlich als abgebaut geltenden Feldern lagern. Die Erträgnisse der letzten Jahre werden, nachdem der Absatz durch mehrjährige Lieferungsabschlüsse gesichert ist, von der Qualität der zu gewinnenden Erze abhängig sein, da diese den Erlös beeinflußt, sowie von dem Mächtigkeitsverhältnis der dlbraummengen zu dem aufgedeckten Lager. Von der Berliner Börse. Zu den vielen Unannehmlichkeiten, die die Börse in den russischen Angelegenheiten durchzukämpfen hat, gehört auch, daß die Depeschen und Korrespondenzen, die von dort kommen, an großer Unzuverlässigkeit leiden. Uebertrieben wird fast in jedem Fall, handelt es sich um was es wolle. Die Meutereien in den Ostseehäfen sind beseitigt und sollen überhaupt nicht so bedeutend gewesen sein, als sie geschildert wurden. Neuere Unruhen werden bis jetzt nicht gemeldet und aus dem angekündigten großen Generalstreik ist es wieder einmal nichts geworden. Namentlich die letztere Tatsache nahm die Börse gut auf und es trat für die russischen Fonds einige Befestigung ein, sodaß die Russen von 1902 70,20 gegen 69,25 am Samstag notierten. Die Festigkeit übertrug sich bald auf den Gesamtmarkt, besonders auf die Montanwerte, bei welchen die Meldungen über die Kokspreiserhöhungen anregten. Gclsen- Krrfipn imb Harpener waren bei anziehenden Preisen gesucht;1 erstere standen 227,10 gegen 226,70; letztere 211,70 gegen 210,50. Auch Bochumer und Dortmunder lagen fest. Bankaktien waren wenig beachtet. Amerikanische Bahnen niedriger;' Schifffahrtsaktien weiter erholt, Kaliwerte ohne Geschäft. Privatdiskont 38/8°/o. Kleine Finanzchronik. Die Auswanderung aus Bremen im Juli belief sich auf 11 843 Personen gegen 9862 i. V. — Die Stadt Aachen beabsichtigt eine neue Anleihe aufzunehmen und zwar von 3133 000 Mark und hofft, daß sie eine solche um 3—4 Prozent Verzinsung erhalten werde. W o l l p r e i f e. In der „Nationalztg." wurde kürzlich dar-- auf hingewiesen, daß die Wollpreise zurückgehen, obwohl die Schafzucht in den letzten zehn Jahren in Deutschland bedeutend nachgckassen hat. Die australische Schafherde zähle z. B. gegenwärtig ca. 60 Millionen Stück, während sie anfangs der 90 er Jahre über 30 Mill. Stück mehr zählte. Auch in Südaftika hat der Schafbestand bedeutend abgenommen und in Rußland hat der Ertrag der Schafschur zuletzt 30 Prozent weniger als früher ergeben. Schließlich ist zu bemerken, daß bei uns auch schon seit längerer Zett zum mindesten Stillstand auf dem Gebiete der Schafzucht herrscht und Stillstand ist Rückschritt. Der kontrollierbare Schafbestand der Welt stellt sich bisher auf zirka 628 Millionen Stück, die einen Wollertrag von 1350 Mill. Kg< abwarfen. Die Ziff-rn werden aber wohl jetzt beträchtlich kleiner sein. Die Abnahme des Wollangebotes hatte bis vor kurzem ein verstärktes Angebot und ein Steigen der Wollpreise zur Folge, sodaß der Preis für einen Doppelzentner Rohwolle, 1895 in Bremen 274 Mark betragen hatte, im Mai 1905 an demselben Handelsplätze 433 Mark betrug. Trotzdem nun die Wollproduktion weiter abnimmt, zeigen sich sinkende Preise. Das kommt daher, daß der Konsum an Wollwaren erheblich zurückgeht. Cotton is. King. In der Belleidungsindustrie zeigt sich die Präponderanz bcr! Baumwolle ja schon überall in solchem Maße, daß nur noch begüterte Leute Kleider aus reiner Wolle tragen und auch sie^ neigen schon teilweise der billigeren Baumwolle zu. Märkte. Gießen, 7. Aug. Marktbericht. Auf heutigem Wockenmatkte kosteten: Butter pr. Pfd. 1.10—1.20 Mk., Hühnereier 1 St. 7—8 Pfg., 2 Stck. 00—00 Pfg., Gänseeier 00—00 Pfg., Enteneier 0 Psg., Käse vr. Stck. 6—8 Pf., Käsematte 2 Stck. 5—6 Psg. Erbsen p. Pfund 22Pfg., Linsen p. Pfund 32Pfg., Tauben pr.PaarO,80—1,00 9JIL, Hühner pr.St. 1,00—1,60 All., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Mk., Gänse vr. Pfd. 00—00 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfg. 78—86 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 70—72 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 80—94 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 94 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 80—84 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 60—80 Psg. Welsche per Pfund —.— Kartoffeln pr\ 100 Kg. 6,00—7,00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 6,00—8,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg., Aepfel per Pfund 00 bis 00 Pfg., in Körben 00 Psd., Nüsse 100 Stück 00-00 Pfg., Birnen per Psd. Mk. 0.00—0.00, Kirschen per Psd. 00—00 Pfg., Weißkraut per Stück 00 Pfg., per Zentner Mk. 0.00-0.00. — Marktzeit 7—1 Uhr. fc. Frankfurt a. M., 6. Aug. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen Mk. 19.00—00.00, Kurhessischer Mk. 19.00—00.00, La Plata. Mk. 19.50—20.50, Kansas Mk. 19.25—20.25, Roggen (hiesiger) Mk. 17.25 —17.50, Gerste (Wetterauer) Mk. 17.25—17.75, Franken- selder Mt. 17.75—18.25, Hafer 17.00—18.25, Mais Mk. 13.25—13.50, Weizenmehl 26.75—27.75, M. 00—00, 2. Qualität Mk. 24.75 bis Mk. 25.75, 3. Qualität Mk. 22.75—23.50, Noggenmehl 0 Mk. 24.25—24.75,1. Qualität Mk. 22.50—28.00, Weizenklete Alk. 10.00 bis Mk. 10.50, Roggenkleie Mk. 10.75—11.00, Maiskeime Mk. 12.00 bis Mk. 00.00, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 17.25—18.25. Alles per 100 Kg. ab hier. ke. Frankfurt a. M., 6. Aug. (Telegr. Orig.-Bericht des „Gieß. Anz."). Amtl. Notierungen der heutigen Piehmarktpreise. Zum Verkaufe standen: 403 Ochsen, 181 aus Oestreich, 71 Bullen, 6 aus Oesterreich, 0 aus Dänemark, 747 Kühe, Fersen, Stiere lind Rinder, 00 aus Dänemark, 342 Kälber, 294 Schafe und Hämmel, 1441 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaslämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 83—85 Mk., 2. Qual 77—79 Mk., 3. Qual. 69—72Mk.; Bullen l.Qual. 73 bis 75 Mk., 2. Qual. 70—72 Mk.; Kühe 1. Qual. 80—81 Mk., 2. Qual. 77—79 Mk., 3. Qual. 64-66 Mk, 4. Qual. 00—00 Mk., 5. Qual. 00—00 Mk. Kälber: 1. Qual. 95—98 Pfg., Lebendgewicht 56—59 Pf., 2. Qual. 82—86 Pfg., Lebendgewicht 48—52 Pfg., 3. duol. 00-00 Psg., Schlachtgewicht 62-66 Pfg., Schafe: l.Qual. 80-82, 2. Qual. 00—00 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 76—77 Pfg., Lebdgew. 59.50—60.00 Pfg., 2. Qu.75-00Psg., Lebeud- gero. 58.50—00 Psg., 3. Qual. 63—65 Pfg. Lebendgew. 00 Psg. Geschäft: bet Kornvieh und bei Kleivieh gut, Ueberftanb unbedeutend.____________________________ ICuiift und Wissenschaft. — Lombroso und d i e Todesstrafe. Der Deputierte Joseph Reinach hat der französischen Kammer eine Petition unterbreitet, die von Mitgliedern aller Parteirichtungen unterzeichnet ist und die Abschaffung der Todesstrafe bezweckt. Wie aus Paris berichtet wird, hat Reinach nun aus diesem Anlaß ein Schreiben von Cesare Lombroso, dem berühmten Autor mehrerer auf das Verbrechertum bezüglichen Werke, erhalten, in dem der Gelehrte seiner Befriedigung über die Aktion Ausdruck gibt. In dem Briese heißt es: „Ich war anfänglich ein Anhänger der Todesstrafe, nach reiflichen Studien und ernster Ueberlegnng bin ich jedoch ihr Gegner geworden. Ich halte die Todesstrafe nicht etwa für unlogisch, aber vom sozialen Standpunkt aus müßte man sie häufig anwenden und dies wäre barbarisch. Selten angewandt be- deutet sie nur ein verderbliches öffentliches S ch au - spiel; die Strafe steht mit unseren heutigen Sitten nicht mehr int Einklang. Den Schuldigen zu seinem Vorteil und zum befielt der Allgemeinheit zu bessern, das ist ein unserer Zeit würdiges Beginnen." Arbeiterbewegung. Hanau, 6. August. Der Droschkenkutscherstreik ist beendet, lieber tue bestehenden Streitpunkte wurde mit der Behörde eine Einigung erzielt. Köln, 4. Aug. Eine überaus zahlreich besuchte Versammlung des Baugewerken Vereins beschloß, vom nächstett Samstag ab die Generalaussperrung aller Bauarbeiter vorzunehmen, wenn bis dahin in den in Frage kommenden Gewerben die Arbeit nicht wieder aufgenommen ist. In den Versammlung wurde behauptet, daß wahrscheinlich auch Düsseldorf und Elberfeld sich der Kölner Generalaussperrung der Bauarbeiter anschließen werden. Mit Rücksicht auf die außerordentliche Tragweite der Aussperrung wird alsbald eine Sitzung der Acht- zehnerkommissioit unter Hinzuziehung von Vertretern der Arbeitgeber und Arbeitnehmer der fraglichen Gewerbe einberufen werden, um nochmals Einigungsversuche zu unternehmen.____________________ Kirche «n- Schule. Straßburg i. E., 4. Aug. Der Chef des reichs» ländischen Schulwesens, Ministerialrat Albrecht sicherte einer Mülhauser Deputation die Erlaubnis der Zulassung von Mädchen zur Koedukation in den Knabengym- nasieu und Oberrealschulen von Sexta ab, zu. Spielptmc drr vereinigten Frankfurter Stadttheater. Opernhaus. Mittwoch den 8. August, abends halb 8 Uhr: Abschieds- Konzert des Prof. Htigo Heermann. Donnerstag den 9. August, abends 6 Uhr: „Tristan und Isolde." Freitag ben 10. August") : „Die lustigen Weiber von Winosor." Samstag den 11. Äugust: „Der fliegende Holländer/ Sonntag den 12. August: „Samson und Dalila." Montag den 13. August: „Der Bettelstudent.* Schauspielhaus. Mittwoch beit 8. August"): „Othello/ Donnerstag den 9. August, abends halb 8 Uhr: „Mamsell Nitouche." Freitag ben 10. August: „Flachsmann als Erzieher." Samstag ben 11. Aug.: „Die rote Robe." Sonntag ben 12. August, nachmittags halb 4 Ubr: „Mamsel Nitouche." Abenbs 7 Uhr: „Kyritz-Puritz." Montag den 13. August: „Uriel Acosta." ") Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. Bekanntmachung. Betreffend: Die allgemeine Faselschau im Jahre 1906. Das Ergebnis der in den Körbezirken Gießen, Lich — Hungen und Grünberg im laufenden Jahre vorgenommen Besichtigung der Gcmeinde-Faseltiere wird nachstehend bekannt gemacht. Gießen, den 20. Juli 1906. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Wörner. Allgemeine Faselschau 1906. Körbezirk Gießen. u> — Angaben über Gutachten der Kommission Angaben über — Gutachten der Kommission B Namen Namen <1 Kam Name» Name» über - a der der Halter Gattung Raffe s p s 0 -S -2 . -2 = 2 5 Bemerkungen der Gemeinde» der Halter Gattung Raffe s sO jä "5 111 UllD- itS- taub Bemerkungen Q Gemeinden des Faselviehes Z N-L -=-L *=' H, 1 Hausen Heinrich Dippel Bulle Simment. 27, gut gut gut gut 16 Trohe Bürgerm. Schmidt Bulle Simment. 27, lehr gut sehr gutjsehr gut gut Joh. Ruppenlhal Ziegenbock Saaner gut gut gut gut Ludw. Müller Ww. Ziegenbock Saaner 27, sehr gut sehr gutffchr gut gut Emil Schlag Eber Yorks.-Krz. 7. gut gut gut gut 17 Großen-Buseck Gemeinde Bulle Sim. Krzg. 33,4 lehr gut sehr gut lehr gut gut 2 Garbentcich Joh. Wallbott IX Bulle Simment. 1'/, gut gut gut gut Bulle Simment. 43 4 sehr gut sehr gut sehr gut gut Bulle Simment. 27. gut gut gut gut Bulle Vogelsbgr. 17, sehr gut sehr gut sehr gut gut Georg H^vpel Ziegenbock Saaner 27. gut gut gut gut u Bulle Vogelsbgr. 2 sehr gut sehr gut sehr gut gut Heinrich Kissel II. Eber Yorks.-Krz. i gut sehr gut sehr gut gut — Ziegenbock Saaner sehr gut sehr gut sehr gut gut 3 Watzenborn Ludw. Buß Bulle Vogelsbgr. 27- gut gut gut gut ee Ziegenbock Saaner 3 sehr gut sehr gut sehr gut gut Joh. Lud. Philipp Bulle Simment. 2 gut gcnügb. gut gut | Pachter Esau Eber Yorkshire 17« sehr gutffehr gut sehr gut gut Ludwig Pitz Ziegenbock Saaner 3 ehr gut sehr gut sehr gut gut 18 Alten-Buseck Gemeinde Bulle Simment. 17, gut gut gut gut Joh. Gg. Burk III. Eber Yorks.-Krz. 27- gut gut gut gut — Bulle Simment. 3 sehr gut sehr gut sehr gut gut 4 Steinberg Balser Philipp III. Bulle Vogelsbgr. 4 gut gut gut gut «e e. Bulle Vogelsbgr. 4 sehr gut sehr gut sehr gut gut Bulle Simment. 17, gut gut gut gut Hch. Jäger Ziegenbock Saaner 37, gut gut gut gut Peter Junker Ziegenbock Saaner 17, gut gut gut gut 19 Kaspar Hofmann Eber Yorks.-Krz. 3 4 sehr gut sehr gut sehr gut gut Ziegenbock Saaner 7. gut gut gut gut Wieseck Gemeinde Bulle Simment. 27« sehr gut sehr gut sehr gut gut 5 Grüningen Ehr. E. Bingel II. Bulle Simment. 17, gut gut gut gut 1 Bulle Simment. 4 sehr gut sehr gut sehr gut gut Ph. Hch. Euler Bulle Sim. Krzg. 27. sehr gut sehr gut sehr gut gut ff Bulle Vogelsbgr. 4 sehr gut sehr gut sehr gut gut Hch. Ernst Hubler Ziegenbock Saaner 4 gut sehr gut sehr gut gut Wegen 3nccft< 1 ff ff Bulle Vogelsbgr. 17, 27« gut gut gut gut Ehr. Hch. Fay Eber Yorkshire 7- sehr gut sehr gut sehr gut gut sZuchtabzusch. ff ff Ziegenbock Saaner sehr gut sehr gut sehr gut gut 6 Holzheim Gemeinde Bulle Simment. 3 sehr gut sehr gut sehr gut gut ff Ziegenbock Saaner 17 4 sehr gut sehr gut sehr gut gut Bulle Simment. 47- sehr gut sehr gut sehr gut gut ff Ziegenbock Saaner 2* 4 sehr gut sehr gut sehr gut gut Bulle Simment. 17- sehr gut sehr gut sehr gut gut ff Eber Yorkshire 7- gut gut gut gut Bulle Simment. 4 sehr gut sehr gut sehr gut gut 20 Daubrmgen Wilh. Lepper Bulle Pogelsbgr. 37« gut sehr gut sehr gut x gut Joh. Gg. Stuckert Ziegenbock Saaner 27, sehr gut sehr gut sehr gut gut Heinrich Braun II. Bulle Vogelsbgr. 17, gut sehr gut sehr gut gut HartmannSchmidt Eber Borkshire l1/, sehr gut sehr gut sehr gut gut Heinr. Schäfer III. Ziegenbock Landrasse 37, gut sehr gut sehr gut gut 7 Lang-GönS Gemeinde Bulle Simment. 8 sehr gut sehr gut sehr gut gut f Wegen Jnccsl- 21 Mainzlar Kaspar Müller IV. Bulle Vogelsbgr. 27. sehr gut sehr gut sehr gut gut Bulle Bulle Bulle Simment. Simment. Simment. 6 5 27, sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut gut { gut gut Zucht beide abzuschaffen. ff Christoph Findt Wilh. Becker Wwe. Bulle Ziegenbock Vogelsbgr. Landrasse 4 37- sehr gut sehr gut sehr gut gut -{ Ist abzuscbaffen, leibet an Darm- tatarrlj. Bulle Vogelsbgr. 37, gut sehr gut sehr gut gut Bürgermstr. Vogel Eber Yorks. Krz. .-»Mr sehr gut sehr gut sehr gut gut Ziegenbock Saaner 2 gut sehr gut sehr gut gut 22 Staufenberg Joh. Sommer III. Bulle Vogelsbgr. 3 gut sehr gut sehr gut gut Ziegenbock Saaner 27. gut sehr gut sehr gut gut Ludwig Bier Dulle Vogelsbgr. 1 gut sehr gut sehr gut gut Wilh. Weil Eber Yorkshire 17- gut sehr gut sehr gut gut ff Ludw. Kuhl Ziegenbock Landraffe 9 gut gut gut gut Wegen Jncest- Konrad Weil III Eber Yorkshire 4 gut sehr gut sehr gut gut Eber sZuchtabzusch. 8 Leihgestern Gemeinde Bulle Simment. 27, sehr gut sehr gut sehr gut gut • • — — — — — — Fehlt. Bulle Simment. 27. sehr gut sehr gut sehr gut gut 23 Ruttershausen Heinrich Moos Bulle Vogelsbgr. 37« gut gut gut gut Klauenpflege Bulle Simment. 17. sehr gut sehr gut sehr gut gut Christ. Rohrsheim Ziegenbock Saaner 17, gut gut gut gut ssehr mangelh. Ziegenbock Saaner 17. sehr gut sehr gut sehr gut gut '24 Lollar Lud. Hofmann III. Bulle Sim. Krzg. 27, gut gut gut gut Kasp. Waldschmidt Eber Yorkshire 17, sehr gut sehr gut sehr gut gut • t Bulle Vogelsbgr. 3 sehr gut sehr gut sehr gut gut 9 Annerod Ludw. Schäfer III Bulle Sim. Krzg. 5 gut sehr gut sehr gut gut Christoph Fuchs Bulle Sim. Krzg. 4 gut gut gut gut Bulle Vogelsbgr. 2 gut gut gut gut Philipp Moos Ziegenbock Saaner 4 sehr gut sehr gut sehr gut gut Wegen Jncest« Karl Schäfer Ziegenbock Saaner 8 gut gut gut gut Wegen Jncest- 25 Gießen Georg Simon Bulle Sim. Krzg. 2 gut gut gut gut sZuchtabzusch.: Leonh. Schäfer Eber Porkshire 7. sehr gut sehr gut gut gut sZuchtabzusch. ff Bulle Simment. 37, gut sehr gut sehr gut gut 10 Steinbach Gemeinde Bulle Vogelsbgr. 27. sehr gut sehr gut sehr gut gut Adam Beimborn Ziegenbock Saaner 17., sehr gut sehr gut Mr gut gut Bulle Vogelsbgr. 17- sehr gut sehr gut sehr gut gut ff Ziegenbock Saaner 17, sehr gut sehr gut sehr gut gut Der dritte Dock Bulle Sim. Krzg. 47. sehr gut sehr gut sehr gut gut 26 Heuchelheim Jakob Rinn XXII Bulle Vogelsbgr sehr gut sehr gut sehr gut gut sfehlt. Ziegenbock Saaner 2 gut gut gut gut ff Bulle Vogelsbgr. 1'/, gut gut gut gut Ziegenbock Saaner 7. gut gut gut gut Ludwig Römer Bulle Vogelsbgr. 37, gut gut gut gut Karl Gchrhard IV Eber Yorks.-Krz. 17, sehr gut sehr gut sehr gut gut ff »1 Bulle Vogelsbgr. 3 gut gut genügb gut 11 Albach Georg Hofmann Bulle Sim. Krzg. 4 ungen. genügt). genügb. gut ff ff Bulle Vogelsbgr 27- gut gut genügt). gut Bulle Simment. 17. genügt). genügb. genügt). gut Gg.Schimmel Wwe Ziegenbock Saaner 37« sehr gut sehr gut sehr gut gut Ludw. Balzer IV Ziegenbock Saaner 17. gut gut gut gut ff Ziegenbock Saaner 177 sehr gut sehr gut sehr gut gut 12 Oppenrod, Karl Kinzenbach Bulle Simment. 27, sehr gut sehr gut sehr gut gut ff Ludwig Hörr Eber Yorkshire 17, sehr gut sehr gut sehr gut gut Bulle Simment. 47. sehr gut sehr gut sehr gut gut 27 Klein-Linden Wilh. Weller II. Bulle Vogelsbgr Vogelsbgr 67« sehr gut sehr gut sehr gut gut Wilhelm Bruck Ziegenbock Saaner 2 gut gut gut gut II Bulle 3 47« gut sehr gitt sehr gut gut Konr. Döring Eber Yorks.-Krz. 2 sehr gut sehr gut sehr gut gut Karl Jung Ziegenbock Saaner gut gut gut gut Wegen Jncest« 13 Burkhardsfelden Hermann Becker Bulle Vogelsbgr. 3 sehr gut sehr gut sehr gut gut ff Ziegenbock Saaner 3 gut gut gut gut sZucht abzusch Bulle Vogelsbgr. 47- sehr gut sehr gut sehr gut gut 28 Allendorfa/Lahn Jak. Viehmann II Bulle Vogelsbgr 57« sehr gut sehr gut sehr gut gut Christ. Arnold III Ziegenbock Saaner 17. sehr gut sehr gut sehr gut gut Jakob Wagner III. Bulle Vogelsbgr 37. sehr gut sehr gut sehrgut gut Heinr. Albach VII Eber Yorkshire 1 sehr gut sehr gut sehr gut gut Georg Ahnacker Ziegenbock Saaner 47« gut gut gut gut Wegen Jncest« 14 Reiskirchen Hch. Becker VI. Bulle Vogelsbgr. 2 gut sehr gut sehr gut gut 29 Großen-Linden Gemeinde Bulle Simment. 2 sehr gut sehr gut sehr gut gut sZuchtabzusch. Bulle Vogelsbgr. 27, gut sehr gut sehr gut gut ff Bulle Vogelsbgr 47s sehr gut sehr gut sehr gut gut ff Heinr. Hartmann Ziegenbock Saaner 4 sehr gut sehr gut sehr gut gut Wegen Jncest- ff ff Bulle Vogelsbgr 3 gut sehr gut sehr gut gut Ferdinand Balser Eber Yorkshire 17- sehr gut sehr gut sehr gut gut sZuchtabzusch. ff ft Ziegenbock Saaner 3 gut gut gut gut 15 Rödgen Gemeinde Bulle Simment. 27, gut sehr gut sehr gut gut ff Ziegenbock Saaner 17« gut gut gut gut Bulle Simment. 17. gut sechr gut sehr gut gut ff ff Ziegenbock Saaner 47« sehr gut sehr gut sehr gut gut Wegen Jncest« n Ludwig Balser Ziegenbock Saaner 17 gut sehr gut sehr gut gut n Hch.WeigandWwe. Eber Yorkshire 17- gut gut genügt). gut sZucht abzusch. Körbezirk Hnngen—Lich 1 Lich Gemeinde Bulle Bulle Bulle Bulle Ziegenbock Simment. Simment. Simment. Vogelsbgr. Saaner 5 37« 2 2 47« sehr gut sehr gut sehr gut gut gut sehr gut sehr gut sehr gut gut gut sehr gut sehr gut sehr gut gut gut gut gut gut gut gut Wegen Jncest- 111 Obbornhofen Friedrich Reitz Aug. Rirppel L Aug. Ruppel II. Friedrich Emmel Bulle Bulle Eber Ziegenbock Simment. Simment. Yorkshire Saaner 27« 37, 27, 27« sehr gut sehr gutffehr gut gut gut | gut gut In den Hinterbeinen mangelhaft. gut sehr gut gut sehr gut sehr gut sehr gut Mr gut sehr gut sehr gut Ziegenbock Saaner 3 sehr gut sehr gut sehr gut gut sZuchtabzusch. 12 Bellersheim Gg. Hahn Bulle Simment. 3 gut sehr gut sehr gut gut Ziegenbock Saaner 27« sehr gut sehr gut sehr gut gut ff Friedr. Bopp Bulle Simment. 17, sehr gut sehr gut sehr gut gut ff Hermann Heller Eber Yorkshire 1 sehr gut sehr gut sehr gut gut ff ft Bulle Simment. 2 sehr gut sehr gut sehr gut gut 2 Birklar Heinr. Müller VH. Bulle Simment. 2 gut gut gut gut ff Wilhelm Reusel Eber Yorkshire 2 gut gut gut gut Friedr. Brückmann Bulle Simment. 2 sehr gut sehr gut sehr gut gut Wilh. Bopp IV Eber Yorkshire 1 gut gut gut gut Eber Yorkshire 7, gut gut gut gut ft A. Schneider Ziegenbock Saaner 17« sehr gutffehr gut sehr gut sehr gut sehr gut 1 gut W. Hanitsch Wwe. Ziegenbock Saaner 17« gut gut gut gut 13 Bettenhausen Joh.Gg.Stenlll. Bull- Simment. 2 sehr gut gut 3 Muschenheim Heinrich Eller V. Bulle Simment. 17, gut gut gut gut ff Georg Müller I. Bulle Sim. Krzg. 4 sehr gut Mr gut sehr gut gut Eber Yorkshire 7« sehr gut sehr gut sehr gut gut ff Hch. Konr. Köhler Eber Yorkshire 17, sehr gut sehr gut Mr gut gut Heinr. Koch III Bulle Simment. 27. gut sehr gut sehr gut gut 14 Langsdorf Wilh. Kämmerer Bulle Simment. 2'/- sehr gut sehr gut sehr gut gut ff Eber Yorks. Krz. 27, gut gut gut gut M Adam Roth III. Bulle Sim. Krzg. 2 gut gut gut gut Sehr gut gehalten. 4 Dorf-Gill Wilh. Müller II. Martin Grieb Ziegenbock Bulle Saaner Simment. 37, 17, sehr gut gut sehr gut gut sehr gut gut gut gut H Jakob Bender Bull- Simment. 4 sehr gut sehr gut Mr gut gut { Bulle Simment. 27« sehr gut sehr gut sehr gut gut | tf Adam Köhler HL Bulle Simment. 27« gut gut gut gut * Heinrich Weitz Balth. Blank Eber Ziegenbock Yorkshire Saan. Krz. 7: sehr gut gut sehr gut gut sehr gut gut gut gut Heinrich Fay IX. Christian Schmidt Eber Zi-g-nbock Yorks. Krz. Saaner 1 17. gut Mr gut gut sehr gut gut Mr gut gut gut 5 Eberstadt Daniel Alles Bulle Simment. 27, sehr gut sehr gut sehr gut gut 15 Hungen Pachter Kammer Bulle Simment. 27« Mr gut s-yr gut sehr gut gut 6 7 8 Ober-Hörgern Langd Rodheim w Wilh. Görlach III Krd.Wedemannll. Hch. Ludw. Mulch Hch. Döringer III. Herm. Döringer Kaspar Schwab Wilhelm Lotz I. Georg Dietrich Gg. Konr. Walther Emil Fritz Ottmar Werner Ferd. Gall Heinrich Klippert Karl Schäfer Bulle Bulle Ziegenbock Eber Bulle Bulle Ziegenbock Eber Bulle Bulle Bulle Ziegenbock Eber Bulle Ziegenbock Bulle Simment. Simment. Saaner Yorkshire Simment. Simment. Saaner Yorkshire Simment. Sim. Krzg. Simment. Saaner Yorkshire Sim. Krzg. Saaner Sim. Krzg. 47« 37« 7, 17, 27- 37, 27« 7« 17, 4 17« 17« 17« 17, 17« 37« sehr gut gut gut gut sehr gut sehr gut sehr gut gut gut gut gut sehr gut gut gut gut gut sehr gut sehr gut gut gut sehr gut sehr gut sehr gut gut gut gut gut sehr gut genügt). gut gut gut sehr gut sehr gut gut gut sehr gut sehr gut sehr gut gut gut gut gut sehr gut genügb. gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut Träq imSprunq,! Abschaffung empfohlen. 16 17 18 Inheiden Trais-Horloff Utphe Christ. Seibert Pachter Kämmer Friedrich Roth Georg Jakob II. Adolf Raab Thomas Arnold Heinrich Wilhelm Joh. Hch. Hublitz Otto Fritz Joh. Karl Bley Ludw. Hch. Böcher Hugo Jakobi Bull- Bulle Bulle Eb-r Eber Ziegenbock Ziegenbock Bulle Bull- Ziegenbock Eber Bulle Bulle Ziegenbock Eber Bulle Bulle Simment. Simment. Simment. Yorkshire Yorkshire Saaner Saaner Sim. Krzg. Sim. Krzg. Saaner Yorkshire Simment. Simment. Saaner Yorks Krz. Simment. Simment. 17. 2 27- VU 67« 7S 47. 3 21/ 27: 3 47, 37; 17, 17, 16 gut sehr gut sehr gut sehr gut gut sehr gut gut sehr gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut sehr gut sehr gut Mr gut Mr gut sehr gut gut sehr gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut sehr gut sehr gut Mr gut sehr gut sehr gut gut sehr gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut Wegen Jncest- sZuchtabzusch tt Krd.Hch.Reiuhardt Eber Yorkshire 7« gut gut gut gut n H Mt 9 Roberts hanseu Wilhelm Reichert Bulle Simment. 3 gut gut gut gut Eber Meißner % 27. 17. gut gut gut gut gut gut gut gut 10 Steinheini Ludwig Eckel Bulle Simment. 2 sehr gut sehr gut sehr gut gut Eber Meißner Ludwig Bork Joh. Schilli Phil. Krd. Rudel Bulle Ziegenbock Eber Simment. Saaner Yorkshire 47- 17« 7, gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut * Friedr. Schneider Ziegenbock Ziegenbock Saaner Saaner gut gut gut gut gut gut gut gut Körbezirk Grünberg - — Gutachten der Kommission Gutachten der Kommission E Ramen Namen Beschreibung t» über c a Namen Namen Beschreibung Z über E =3 brr der der <3 jQ ep , -e e Bemerkungen 3 der der d r w "c cn ,0 -0 K AP s Bemerkungen g o Gemeinden Halter Raste Farbe Alter Nähr zustar 3 «ö § 2 e J±-£ e±- s> § Ordn. Gemeinden Halter Nasse Farbe ZU Hautp V MO es 1 Mendorf a. Lda Gemeinde Simment. Reinzucht Falbscheck 3'/. r. gut r. gut r. gut ungen. Wegen Bären- tatzigkeit ab- zuschasien. 17 Lumda Heinr. Kauß IV. * Simment. Reinzucht Hellsalbsch. Hellfalb 27, 17« gut zml.gut gut schlecht gut ungen. gut ff ■ - Simment. Gelbschcck 27, 2 gut gut gut (Eber) Aug. Fayh Engl. Krzg. weiß 17, genügb. schlecht genügb. schlecht ist abzuschaffen • Reinzucht Vogelsbgr. Ein Ziegenbock ist zur Zeit nicht vorhanden gut rot 27. genügt). 18 Münster Heinrich Klös II. Sim. Krzg Hellsalb 27. gut gut gut (Eber) Yorkshire Reinzucht weiß 1 rr zml.gut gut (Ziegenbock) Heinrich Schneider Simment. Saaner Gelbschcck weiß 17, 17. ff genügb. ff genügb Ein Eber wird 2 (Ziegenbock) Allertshausen Severin Franz Wilhelm Römer Saaner Stmment. weiß Gelbscheck 3 2 zml.gut schlecht zml.gut genügt). Der nicht an- 19 Niederbessingen Heinr. Klöß Simment Falbscheck 37, n gut ■ gut nicht gehalten. (Eber) Engl. Bast. weiß 17. genügt). schlecht ungen. schlecht Reinzucht Gelbscheck 2 genügb. genügb. gekörte (Sbcr: ft Simment. u ff wurde seither (Eber) Konrad Heß Yorkshire weiß 1 gut n gut trotzdem zum! (Ziegenbock) M Saaner ff 37« schlecht M ff sehr gut Sprunge bc-1 nutzt. Ist 20 Nonnenroth Heinr. Metzger II. Reinzucht Sim. Krzg. Hellfalb 374 r. gut genügb. gut gut Zur Abschaff- dringend ab- 1 27, ung empfahl. zuschaffen. - Heinr. Sehrt Simm. Rz. Hellsalbsch. gut ff ff ff Ist Eigentum (Ziegenbock) Ludw. Nachtigall Saaner weiß 17. gut gut gut gut (Eber) Peter Hoppe Yorkshire weiß 17. n ff n zml.gut 3 Beltershain JohS. Schmidt VI Emil Hach Simment. Vogelsbgr. Rotscheck rot 17. 27 * • (Ziegenbock) Christ. Hederich Saaner 27« ff gut ff schlecht des Halters, ist abzuschaffen. (Eber) PetcrHartmann II Yorkshire- weiß 17. genügt». genügt). genügt). genügt). Ein Ziegenbock 21 Oberbessingen Heinr. Heinz Ww. Simment. Falb 27, N ff ff zml.gut Bastard w. nicht gehalt. Reinzucht Gelbscheck 17. 7« bis gut 4 BerSrod Jak. Hofmann II. Simment. Hellfalb 27, gut gut gut H tt Konrad Hahn Yorkshire w ff ff ff JohS. Becker I. Hellsalbsch. weih 27 genügt). schlecht gut (Eber) weiß ff genügb. ff gut * (Eber) Karl Gerhard Yorkshire 11/ gut gut zml.gut (Ziegenbock) Johs. Rinker I. Saaner ff 37« zml.gut gut ff jml.gut Ist Eigentum deS Halters. (Ziegenbock) Konrad Repp Saaner 5 genügt). genügt). genügt). genügt). Deckt 2 Jahre, ist abzuschafs. 22 Odenhausen Abert Beuermannl Simment. Gelbscheck 2 gut * zml.gut bis gut 5 Beuern Gemeinde Simment. Hellsalbsch. 37, gut gut gut ■ ist abzuschaffcn Ein 2. Bulle Hellfalb 3 dringend nötig Falbscheck 27. zml.gut (Eber) ■ Hannover. weiß 17. zml.gut zml.gut gut zml.gut Ein Ziegenbock (Eber) PHSommerladVH Yorkshire weiß 17. 27. ■ genügt). * H wird nicht (Ziegenbock) Johs.SteinIIWw. Saaner gut gut Carl Linkmann Hellfalb 3 genügb. genügb. genügb. gehalten. (Ziegenbock) 17. e. 23 Queckborn Sim. Krzg. ungen. Wegen schlecht. 6 Climbach Johannes Leyerer Vogelsbgr. rot 47. ff ff ff zml.gut Ein Ziegenbock Gangwerk (Eber) JohS. Backhaus Yorkshire weiß 17, n n * genügt». Carl Herzberger Vogelsbgr. rot 37, r. gut gut gut genügb. abzuschaffen. Wegen Jncest- w. nicht gehalt. 7 Ettingshausen Gemeinde Simment. Hellsalbsch. 47. r. gut r. gut r. gut gut wird abgeschafft N n ff M a ff ff ff gut Reinzucht Zucht abzusch. 3 gut (Eber) Heinr. Junker II Yorkshire weiß 174 gut * ff ff Ein Ziegenbock Gelbschcck 27. gut zml.gut (Eber) ■ Engl. n 7, * ff ff ff (Eber) Joh. Kasp. Keil VI. Yorkshire weiß 17, genügt). schlecht genügt). genügt). Ein Ziegenbock Bastard zur Zeit nicht wird zur Zeit nicht gehalten. 24 Reinhardshain Carl Schneider Simment. Hellsalbsch. 2 w ff ff ff vorhanden. 8 Geilshausen Carl Wagner Simment. gelb •) gut gut gut Kaspar Löchel Reinzucht 37, zml.gut zml.gut kaum ist abzuschaffen. Simment. Hellfalb 17. zml.gut M ff * gut Reinzucht 17< genugb. (Eber) Hch. Wagner III. Yorkshire weiß 1 gut gut (Eber) Peter Graulich Yorkshire weiß r. gut r. gut r. gut r. gut Ein Ziegenbock (Ziegenbock) H. Kauß VIII. W. Saaner 17. genügt). genüg. genügt). genugb RöthgeS Wilh. Buttron Reinzucht zml.gut genügb. w.nicht gehalt. 9 Göbelnrod Konrad Schcpp Vogelsbgr. rot 2 gut gut gut gut 25 Sim. Krzg. Falbscheck 374 gut gut (Eber) Hermann Velten Yorkshire weiß 2 ff // August Emmrich Yorks" Krz. Hellfalb 27. ft gut ft zml.gut 10 Grünberg Carl Jöckel VIII. Simment. Falbscheck 2 zml.gut .. (Eber) Wilh. Buttron weiß 27, genugb. schlecht genugb. k. gen. ist abzuschaffen. Hermann Christ Vogelsbgr. rot 4 r. gut r. gut r. gut gut bis Wird d. einen (Ziegenbock) Ludwig Theiß Saaner ff 374 37. ft gut gut genügb. w. umgetauscht r. gut jüng. Bullen -26 Rüddingshausen Wilhelm Sohl Vogelsbgr. rot gut ff ee ft ersetzt. ff Leonhard Peter ft 2 ft ft ft gut 37. zml.gut ff Philipp Engel Yorkshire weiß 17« genügb. genügb. tt zml.gut 27. r. gut (Ziegenbock) Heinr. Werner I. Landraffe schwarzsch. 27< gut r. gut gut gut (Eber) Yorkshire weiß 17, .. 27 Saasen Heinrich Schepp V. Vogelsbgr. rot 27, ft gut n genügb. (Ziegenbock) Saaner 17. gut gut gut gut M ff tf ff 3 ff genügb. (Ziegenbock) 1 genügt.. genügt). (Eber) Johs. Schmidt VIII Yorks. Bast. weiß 17. genügb. genügb. genügb. * Wegen Jncest» 11 Harbach Peter Albert Simmeut. Falbscheck 37. schlecht genügt.. ungen. ist abzuschaffen. (Ziegenbock) Ludw. Schmitt I. Landraffe weiß und 27« ff ft ff ff Vogelsbgr. rot 47, gut gut gut gut bis Wegen Jncest- schwarz 27, Zucht abzusch. r. gut Zucht abzusch. 28 Stangenrod Johs. Erb II. Simment. Gelbscheck n * ff schlecht f Beide Fasel- (Eber) Yorkshire weiß 17, gut Ein Ziegenbock Original 5 zml.gut zml.gut { tiere sind ab- Bastard w. nicht gehalt. M Simment. Falbscheck gut gut l zuschaffen. 12 Hattenrod Konrad Roth Simment. Falbscheck 47. — ff Ist durch einen (Eber) Reinzucht 17, jüngem zu Peter Neunobel Hannover. weiß ff gut ft gut ersetzen. (Ziegenbock) Martin Theiß Saaner ff 17« zml.gut ff ff jml.gut Eber u. Ziegen« 2 zml.gut 29 Stockhausen August Theiß Vogelsbgr. rot 27, gut ff ff gut (Eber) ChristianSimonII Yorkshire weiß 17, schlecht schlecht ungen. schlecht Ist schleunigst bock werden Reinzucht abzuschaff. u. durch einen 30 Treis a. Lumda Gemeinde Simment. Hellsalbsch. 27. r. gut ff nicht gehalten. jungen zu er- n ff Sim. Krzg Gelbrotsch. 4 r. gut tf ff zml.gut setzen. Ein 2. 17« bis gut Eber dringend ■ ff Simment. Gelbscheck * ff ff r. gut nötig. Reinzucht Weg. Lähmung (Ziegenbock) Hch.SeippIIIWw. Saaner 37. gut gut gut gut (Eber) Konrad Michel Yorkshire weiß 17. gut gut schlecht gut 1Ä Keffelbach Wilh. Becker I. Vogelsbgr. rot 27. r. gut r. gut gut Reinzucht 1V. sehr gut abziischaffen. (Eber) Engl. Bast. weiß 17. gut gut k. gen. ist abzuschaffen. (Ziegenbock) Gemeinde Saaner ff sehr gut sehr gut sehr gut 31 Villingen Wilh. Spamer Simment. Falbscheck 3 gut gut gut zml.gut (Ziegenbock) JohS. Stein II. Saaner ff 27. ff gut H. Nürnberger III. .4 Hellfalb 27, r. gut r. gut ft gut 14 Lauter Julius Zimmer Vogelsbgr. rot 17. genügt). genügt). gut genügt). Ist Eigentum ff Heinr. Leidner ff Falbscheck 17, gut gut zml.gut ist abzuschaffen. des Halters. (Eber) ff Yorkshire weiß 2 zml.gui schlecht genügb. genügb. ff ff 17, gut gut ff gut Ein £ iegenback ist zur Zeit nicht vorhanden. ■ Johannes Tröller Simment. Gelbscheck 17, ee Jf 32 Weickartshain Heinr. Schmidt U. Vogelsbgr. rot 27, gut gut gut zml.gut ist abzuschaffen. (Eber) Johs. Röder in Yorkshire weiß 27. ff genügt). M ff ff >■ II 37, genügb. ff schlecht (Ziegenbock) Carl Schaaf Saaner ff 27. schlecht schlecht genügt». genügt. (Eber) Konr. Biedenkopf Yorkshire weiß 17, gut schlecht n genugb. 15 Lindenstruth Johs. Gerth I. Vogelsbgr. rot 2 gut gut gut gut (Ziegenbock) Friede. Wilh. Dörr Saaner ff 17< genügb. gut rr (Eber) Ludw. Bräuning Yorks.Bast. weiß 17. ff ff zml.gut wirdabgcschafft 33 Weitershain Carl Faulstich Simment. Gelbscheck 4 sehr gut sehr gut sehr gut gut (Ziegenbock) Ludwig Deines II. Philipp Schud Saaner ff 37. genügt). genügt). genügt). ungen. ist abzuschaffen. ff ff Falbscheck 27, ff ff genügb. 16 Londorf Vogelsbgr. rot 37, r. gut r. gut r. gut r. gut ff ff Simment. Gelbscheck 271 r. gut r. gut gut gut n w Simment. Falb 3 zml.gut zml.gut gut zml.gut Ein Ziegenbock Reinzucht Ziegenbock Reinzucht u. Eber fehlen (Eber) Heinr. Fischer Yorkshire weiß 17. gut gut ff zur Zeitu.sind wird nicht schleunigstan- gehalten. zuschaffen. 34 Winnerod Ludwig Klemm Holländer schwarzsch. 274 ff n ff ff Ist Eigentum n n Simment. Hellfalb 2 genüg. gut gut genügt) des Halters. DekanntmachMg. Die unter dem Schwcinebestcmd des Wilhelm Duchard zu Grünberg ausgebrochene Rotlaufseuche ist erloschen und die Sperre aufgehoben. Gießen, den 4. August 1906. Großherzoqliches Kreisamt Gießen. I. 23.: Dr. Wörner. Amtliche Nachrichten über Viehseuchen. Nachdem in einem Gehöfte zu Alsfeld die Rotlaufseuche amtlich festgestellt worden ist, wurde über dieses Gehöft die Sperre verhängt. Nachdem die in je einem Gehöfte zu Eifa und Elpenrod (Kreis Alsfeld) ausgebrochene Schweinerotlaufseuche erloschen ist, wurde die über diese Gehöfte verhängte Sperre wieder aufgehoben. Nachdem die in je einem Gehöfte zu Münch-Leusel nnd Reibertenrod (Kr. Alsfeld) ausgebrochene Schweine- seuche erloschen ist, ist die über diese Gehöfte verhängte Sperre wieder aufgehoben worden. Kekmmtmachmg. Das Proviantamt kauft Roggen, Hafer, Wiesenheu und Roggenstroh diesjähriger Ernte zu den gangbaren Tagespreisen. Es werben selbst die kleinsten Mengen angenommen. Die Einlieferung der Naturalien kann ohne vorherige Anmeldung und an jedem Wochentage von 8—12 Uhr vormittags, sowie von 2—5 Uhr nachmittags erfolgen. Hanau, den 3. August 1906. Königliches Proviantamt. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von KanalisationSarbeiten wird die Braugässe von heute an bis auf weiteres für den Fuhr- verkehr gesperrt. Gießen, den 5. August 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth. Kekanntumchnng. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkllng Utphe. In der Zeit vom 4. August lf. IS. bis einschließlich 17. August l. I. liegen auf dem Gemeindehaus zu Utphe die Arbeiten des III. Abschnittes, nämlich: 1. 2 Bände Gütergeschosse, 2. 1 Band Zusammenstellung der Gütergeschofse, 3. 6 Zuteilungskarten, 4. 1 Band Zuteilungsverzeichnis, 5. das Protokollbuch zur Einsicht der Beteiligten offen. Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen findet statt: Samstag, den 18. August l. Js., vormittags 9—10 Uhr, im Gemeindehaus zu Utphe, wozu ich die Beteiligten unter dem Anfügen einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Die Einwendungen sind schriftlich abzufafsen, zu begründen und auf Papier in Aktengröße (mindestens Bogen) einzureichen. Friedberg, den 31. Juli 1906. Der Großherzogl. Feldbereinigungskommissär: Spam er, Kreisamtmann. Meteorologische Beobachtungen der Statton Gießen. August 1906 Barometer aui 0° reduziert I < 6 der Luft Absolute ^iirfitinfeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Wetter 6. 2" 751,8 20,3 10,8 61 NNE 2 Sonnenschein 6. 9" 751.2 15,5 11,6 88 NW 2 Klarer Himmel 7,i 7«6 750,6 11,6 9,4 94 NW 2 Sonnenschein Höck ste Te uperat ar am 6. A ugust = = + 2 0,8 6 0. Niedrigste ■ 6. August -- -- + 9,3 • C.