Nr. 106 «rschelvt tLgltch außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger weiten im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siegener ZamUien- blätter viermal in der Woche beigelegt. Nolationsdrua u. Verlag der Brüh lachen Untvers.-Buch-u.Stein- druckerei. R. Lange. Redaktion, Erpedttdm und Druckerei: Schnlstratze 7, Redaktion 113 Verlag u.Exped.e^ALI Adresse für Deoeschen: Anzeiger Gießen. Erstes Blatt IS«. Jahrgang Montag 7. Mai 1906 ” «ezug»pret»t nronatlich7bPf^viertel- W ▼ jährlich Mr. 2.20; durch Glchener Anzeiger W General-Anzeiger v Verantwortlich tüt v Z7 den polit und allgem. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MW V i KF zeigenteil: HanS ®ei schalte die Heimarbeit auS. Abg. Jäger (Zentr.) und Erz- berget (Zentr.) sowie der Staatssekretär v. Stengel verteidigen dagegen die Regierungsvorlage jeder von einem anderen Standpunkte auS. Wie e§ aber scheint, finden sie dabei nicht Die Heutige Kummer umfaßt 10 Seiten. politische Wochenschau. Gießen, den 7. Mai. In den letzten Wochen war wieder einmal die Fata morgana der liberalen Einigung aufgetaucht. Von Ostpreußen her kam die Kunde, daß zwischen den National- liberalen und den freisinnigen Parteien ein Wahlkompromiß abgeschlossen worden sei, da§ zwar noch weit von dem von manchem Idealisten erträumten Block war, aber doch geeignet war, dem Wahlkampf zwischen verschiedenen Parteien die Schärfe zu nehmen. Es lag nahe, ein ähnliches Vorgehen auch anderwärts zu erwarten und als die Reichstagsersatzwahl in Darmstadt kam, konnte man glauben, Laß nunmehr die Probe auf dos Exempel gemacht würde; aber man hat sich doch getäuscht, die vereinigten Freisinnigen und Demokraten entschieden sich, bei der Stichwahl für den Sozialdemokraten und nicht für den Nationalliberalen zu stimmen. Mögen hierbei auch lokale Momente und der der Linken nicht genehme Kandidat in Frage kommen, so wurde diese Entscheidung auch im freisinnigen Lager selbst verschiedentlich sehr peinlich empfunden, weil sie gerade in einem Augenblick erfolgt ist, wo man bemüht war, eine Annäherung mit den Nationalliberalen herzustellen; es wird auch darauf hingewiesen, daß in Darmstadt die Linke für den Sozialdemokraten ftinnnen will, während eben dieselbe Partei in dem Wahlkreise Hagen mit den schärfsten Mitteln die liberalen Gegner bekämpft. Die Darmstädter Entscheidung dürfte wohl auf die liberalen Einigungsbestrebungen nicht ohne Rückschlag bleiben. Der zweite Teil der parlamentarischen Session hat jetzt eingesetzt und es hat fast den Anschein, als ob diese Sessionsperiode einen etwas interessanteren Verlauf nehmen wird, als die entsetzlich öden Debatten, die man hauptsächlich im Reichstage während des Winters zu hören bekam. Der Reichstag hat jetzt die zweite Lesung der ReichS- finanzreform in Angriff genommen und bereits die Brausteuer gemäß den Kommissionsbeschlüssen erledigt. Auch die Mehrzahl der übrigen Steuervorlagen dürfte wohl in ähnlicher Weise zur Verabschiedung gelangen, hoffentlich bleiben aber doch gewisse Segnungen, wie die Fahrkartensteuer, Portoerhöhung rc. dem Volke erspart, wenn das Plenum größere Einsicht zeigt, als verschiedene Kommissionsmitglieder, i)ic eine wahre Wut hatten, auf die Entdeckung neuer Steuern !cniszugehen und sich für den Schatzsekretär den Kopf zu zerbrechen. Gespannt darf man auch auf das Schicksal der Diäten Vorlage sein, nachdem die Regierung erklärt hat, an den Grundlagen der Vorlage nicht rütteln zu lassen. Nun -hat aber die Kommission bereits freie Fahrt für Reichstagsmitglieder während der Session durch ganz Deutschland beschloffen und auch die Herabsetzung des Pönale für eine geschwänzte Sitzung von 30 auf 20 Mark angeregt; auch die Annahme der Herabsetzung der Beschlußfähigkeitsziffer ist noch nicht ganz sicher, so daß ein Scheitern der Diätenvorlage nicht ganz außer dem Bereich der Möglichkeit liegt. — Eine hochwichtige Aufgabe hat auch das preußische Abgeordnetenhaus noch vor sich, die Verabschiedung des Schulunterhaltungsgesetzes, über dessen Ausgang man augenblicklich auch noch im Ungewissen sich befindet. Die Nationalliberalen haben nunmehr das Tischtuch zwischen sich und den übrigen Kompromlßparteien qanz und gar zerschnitten, nachdem der am meisten strittige Punkt, die Auswahl der Rektoren durch die Staatsbehörden, im Sinne der Regierungsvorlage entschieden worden ist, während man von nationalliberaler Seite die Beibehaltung des Status quo verlangt hatte. Sehr bedeutungsvoll war auch die Haltung des Zentrums, das sich wider alles Erwarten in der Kommission der Stimme enthielt, obwohl die Partei dem Gesetze gegenüber eine durchaus wohlwollende Haltung bisher bezeugt hatte. Das führende Organ der Zentrumspartei erklärt diese Haltung damit, daß schwerwiegende Bedenken des Zentrums, nainentlich hinsichtlich der konfessionellen Bestimmungen durch die Kommffsions- verhandlungen nicht zerstreut worden seien, und so wäre es nicht ausgeschlossen, daß das Zentrum auch im Plenum die gleiche Haltimg einnähme. Unter solchen Umständen müßte es sich die Regierung doppelt überlegen, das Gesetz in Kraft treten zu lassen und es würde ihr dann nichts übrig bleiben, es, wie seinerzeit den Zedlitzschen Schulgesetzentwurf zurück- zuziehen. Dann hätte aber Herr Studt ausgespielt, dessen Position schon an und für sich keine sichere mehr ist und der bei der Verteidigung der Vorlage wenig Geschick gezeigt und zuletzt noch die Nationalliberalen auf das schärfste brüskiert hat. Man weiß auch, daß Fürst Büloiv durchaus keine Verschärfung der Situation wünscht, zumal er erst nach langem Bedenken dem Entwurf zugestimrnt und auch im Laufe der Dinge zu vermitteln versucht hat. Jedenfalls hat sich die innere Situation in Preußen augenblicklich zugespitzt und wie auch der Ausgang sein möge, so läßt sich doch schon heute sagen, daß die Tage des Herrn Studt gezählt sind. Krisen scheinen jetzt in der Luft zu liegen. Herr von Witte geht nun definitiv, nachdem schon oft genug fein Rücktritt als bevorstehend angekündigt worden war. Seine Position war unhaltbar geworden, nachdem er sehen mußte, daß die reaktionären Elemente unter Durnowo und dessen Gesimmngsgenoffen mehr und mehr Einfluß beim Zaren gewannen. Unter solchen Umständen war ein ersprießliches Wirken für ihn nicht mehr möglich, zumal et doch aufrichtig eine Besserung der russischen Verhältnisse im modernen Sinne anstrebte, während seine Rivalen mehr und mehr wieder das Selbstherrschertum betonen und die Bedeutung der Reichsduma noch weiter einschränken wollten. Auch der Wahl- auSfall, welcher den Fortschrittlern eine große Mehrheit erbrachte, mag in Zarskoje Selo gegen Witte eingenommen haben und so packt er nunmehr seine Koffer, nachdem ihm zuletzt noch die große Ausländsanleihe trotz nicht unbeträchtlicher Hinderniffe gelungen ist. Wäre Witte nur etwas energischer gewesen, dann hätte von ihm bei seinen aufgeklärteren, dabei aber doch gemäßigten Anschauungen das Heil für Rußland kommen können. So aber versagte er und geht von der Stätte, an welcher jetzt wieder der alte Geist ein» kehren dürfte. Für Rußland bedeutet das Scheiden Wittes einen schweren Verlust und man muß wieder pessimistischer denn je hinsichtlich der weiteren Entwicklung des Landes in die Zukunft sehen. Das Schicksal Wittes hat nun auch Herr v. Gautsch geteilt, da eL chm nicht gelungen ist, sich für seine Wahlreform eine ausreichende Mehrheit zu sichern. Die Polen, die ihm überhaupt niemals grün waren, haben ihm ein Bein gestellt, und er ist tatsächlich darüber gestolpert. Ob freilich die Polen hiervon viel Nutzen haben werden, bleibt fraglich, denn fein Nachfolger Prinz Hohenlohe erklärte ausdrücklich, ihnen nicht mehr Mandate zu bewilligen, wie Gautsch ihnen verheißen und auch sonst die Politik desselben fortzusetzen, wenn gleich einige Aenderungen an der Wahlreform selbst vorgenommen werden sollen. Es wird sich nun darum handeln, welche Haltung ihm gegenüber die Polen einnehmen werden, und man darf wohl damit rechnen, daß Hohenlohe, der als ein tüchtiger Mann gilt, sich nicht scheuen wird, event. das Parlament aufzulösen, um sich für seine Pläne eine Majorität zu schaffen. Den Angehörigen dec grande nation war in dieser Woche das Herz in die Hosentasche gefallen. Zum erstenmal wollten die Sozialisten die Maifeier in größerem Maßstabe begehen und natürlich glaubte man nicht anders, als daß ungeheure Tumulte die Folge sein würden, ^tach Paris wurde daher ein großes Waffenaufgebot gesandt, das aber nicht viel zu tun hatte, denn es kam nur zu unbedeutenden Zusammenstößen, wie sie bei solchen Gelegenheiten nicht fehlen. Aehn- lich ist es auch in der Provinz gegangen. Die Besorgnisse der guten Bürger, die sich vielfach' sogar in ihrer Herzensangst mit Proviant für mehrere Tage versehen hatten, mar also ziemlich überflüssig gewesen. Aber auch sonst soll das Vaterland in Gefahr gewesen fein. Man hatte angeblich Beziehungen zwischen den Regierungsgegnern und den Streikenden in den Norddepartements entdeckt und wollte einer Konspiration auf die Spur gekommen fein, die mehr und mehr den Eindruck einer Qperettenverschwörung macht, in welcher der bonapartisnsche Graf Beauregard die Hauptrolle spielt. r£tcb Vaterland magst ruhig sein," von solchen Leuten hat Frankreich nichts zu befürchten. Der Regierung kam die Affäre anscheinend nicht ganz unangenehm, weil sie glaubte, dieselbe im Wahlkampf trefflich verwenden zu können. Daraus dürste wohl nun nichts mehr werden. An diesem Sonntag finden die Wahlen statt, auf deren Ausgang man umsomehr gespannt sein darf, als es diesmal entgegen ursprünglicher Annahme an einem eigentlichen Stichwort für die Wahlkampagne fehlt. Was die türkischen Konflikte betrifft, so ist derjenige zwischen Persien und der Pforte um Passomah auf dem Wege der Beilegung begriffen, da beide Mächte übercingc» kommen sind, die Grenzstreitigkell durch eine Kommission prüfen zu lassen. Der bulgarisch-türkische Grenzlonflikt um Horsotege ist im Sinne der bulgarischen Ansprüche erledigt. Nur die Differenz wegen des Sinai-Konflikts mit England ist noch nicht beigelegt und hat sich am Ende der Woche noch erheblich verschärft, da England der Türkei eine Art Ultimatum stellte. Inzwischen hat das englische Kriegsschiff ,Minerva" die Tatsache der Verschiebung von Grenz- pjählen bei El Arisch und die Besetzung von Tabah bestätigt. Drei türkische Armeekorps sollen in der Nähe von Akaba anwesend sei. Es wird in England auch wenig freudig empfunden, daß die Türkei energisch auf der dreiprozentigen Zollerhöhung besteht. Daß Deutschland den englisch-türkischen Mißverständnissen durchaus fernsteht, ist amtlich deutlich genug verkündet worden. Aus Dem Reichstag H. Berlin, 5. Mai. Draußen Heller, warmer Frühlingssonnenschein und drinnen im Reichstag sollen sich die Abgeordneten weiter mit dem Rest der Vorlage zur Zigarettensteuer abgeben. Das wird ihnen anscheinend herzlich sauer, wenigstens sieht man bei den wenigen Anwesenden fast lauter gelangweilte Gesichter. Dieselben Redner rote gestern bringen dieselben Gründe mit denselben Ueberschwenglichkeitcn für und gegen die Steuer vor, nur die Sozialdemokratie hatte ihre Richtung insofern heute geändert, als sie ganz besonders heftig gegen die Heimarbeit losging, während sie auffallender- roeife gestern kein Wort des Widerspruchs dagegen erhob, als von anderer Seite behauptet wurde, dio Gesetzesvorlage be- günfüge die Vermdustrialisierung der Zigarettenjabrikation und allzu viel Zusttmmung bei den übrigen Abgeordneten, allerdings auch kaum noch einen Widerspruch. Man vertagt sich daher gegen G Uhr auf Montag. * Deutscher Reichstag. Sitzung vom 5. Mai. Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der Beratung der Zigaretten steuer. 8 3, der festsetzt, die Steuer als Banderolen st euer zu erheben, wird unter Ablehnung des zu dem Paragraphen vorliegenden Zusatzantrages des Grafen Mielczynski angenommen. Tcbattclov ivirbl 8 4 (Verjährung der Steuer) angenommen. — § 5 sieht den Verpackungs- zwang für den Hersteller und Großhändler vor und ermächtigt den Bundesrat, im Falle der Umgehung der Steuer im Einzelverkauf besondere Maßnahmen zu treffen. Wg. Jäger (Ztr.) erklärt feine Zustimmung zu bet Kvm-» missivussasiung. Abg. Geyer (Sv-.) äußerl Bedenken im Interesse deS Mein- Handels. Staatssekretär v. Stengel erklärt, der Berpackungszivang erstreckt sich nicht auf den ttlcmbänbler. Der Einzelverkauf ist grundsätzlich zulässig. Der Bundesrat wurde, da das Wcüer- destehen des Einzelverkaufs geeignet ist, das Steuererträgnis zu. erhöben, nur, wenn zwingende Gründe vorliegen, zu einer Einschränkung oder zu einem Verbot schreiten. Abg. Wiemer (fr. Bp.) hält die diskretionäre Befugnis des Bundesrats und den Verpacknntzszmang ebenfalls für bedenklich mit Rücksicht auf die Nebenindulttien. Abg. Jäger (Ztr.- und Berichterstatter Held (ul.) ve» leidigen demgegenüber die kvmmissionsbeschlüsse. Mg. Molkenbuhr (Soz.) sagt: Wie soll der Älein- verkäufer behandelt werden, der selbst Hersteller ist? Ferner heißt es in Absatz L: Tie Verpackung hat, sofern nicht Ausnahmen zugelassen werden, in den Betrieben zu erfolgen, wo die Her-, stellung geschieht, nirgends ist aber gesagt, was das für Aus- nahmen sein sollen und wer sie zulassen darf. Redner bemängelt auch die übrigen Absätze des 5. Paragraphen und sagt schließlich: Was ist eigentlid) eine Umgehung der Steuer? Ist es etwa eine Umgehung des Zigarettensteuergesetzes, wenn der Zigarettenraucher anfängt, Zigarren zu rauchen? (Heiterkeit.) Abg. Dveckler (Refp.) erklärt, den Paragraphen 5 und! die ganze Vorlage aus den vorliegenden vielen Bedenken ob» lehnen zu müssen. Schatzsekretär Frhr. v. Stengel bezeichnet die vorgebrachten Bedenken nochmals als ungerechtfertigt. Der Begriff „Umgehung" geht flat aus den Paragraphen 16 und 17 hervor, dre beispielsweise das Nachfüllen geöffneter Packungen verbieten. Abg. Müller-Sag an (fr. Vp.): Ter Vcrpackuttgszwang! begünstigt den amerikanischen Trust, der eine kostspielige )K'Flame für seine Sorten machen kann. Eine solche Gesetzgebung ist völlig antinatronal. Tie Motive schweigen gänzlich über das Verhältnis zum Trust, gleich als ob man sich genierte, dieses Verhältnis zu erörtern. Abg. Geyer (Soz.) schließt sich den von Molkenbuhr ge< äußerten Bedenken an. Das Haus nimmt schlietzlicv den § 5 mit den Stimmest des Zentrums, der Rechten und der Nationalliberalen an. § 6 ''Vorschriften für die Einfuhr) wird nach kurzer Debatte- an der sich die Abgg. P o t t ho f f (fr. Vg. , M ü 11 e r-Sa g a nl (fr. Vp und der Direktor des Schatzamtes Kühn beteiligen, angenommen. Zu 8 7 »'Vorschriften für die Betriebe liegt ein sozialistischer: Antrag vor bett, das Berbotder Heimarbeit bei der Her- stellimg und Verpackung der Zigaretten usw. ~ Abg. v. Elm (-Soz., begründet den Antrag. Schon § 7, der die Anmeldung der Bettiebsräume verlangt, verhindert die Heimarbeit. Auch läßt 8 21, welcher den Arbeitgeber für Tesrau- dationen der .Heimarbeiter haftpflichtig macht, ein Verbot den Heimarbeit als nötig erscheinen. Werden die vorgeschlagenen Steuersätze angenommen, so muk» die Heimarbeit enfbören. Werden sie herabgesetzt, sv roirb die Heimarbeit bei den reduzierten Löhnen gewaltig zunehmen. Abg. Erzberger (Ztr.i: Tie Darlegungen v. Elms übet. das Aushören der Heimarbeit widersprechen sich. Aus den Paragraphen 3, 7 und 21 resultiert eine Einschränkung der Heimarbeit, aber keineswegs ein Verbot. Nach jahrzehntelangen Er- hebtrngen ein radikales Verbot, wäre >vie Kopfabschneiden, damit Zahnschmerzen aufhören. Abg. Merten 'fr. Vp. erklärt: Notwendig ist die Schaffung gesunder Wohn- nnö Arbeitsräume. Zur Beseitigung der Min- stände in der Heimarbeit diene also eine vernünftige Wohnungs-- Politik. Staatssekretär v. St en g e l bemerkt, die Kommissionsvorlage! enthält an sich kein Heimorbeitsverbot. Ich überlasse den So- Ualbenu)traten die Rechtserligung für die in dem Antrag liegende- Vergewaltigung und Schädigung der Interessen zahlreicher Arbeiter. Wir machen aber hier keine Gewerbeordnungsnooelle, sondern ein Stenergesetz. Wenn das Haus die von der Kvmmiffion beantragte Resolution bett, den Erlaß von Bestimmungen für die Heimarbeit annehmen sollte, werden die Regierungen dazu Stellung nehmen können. Nach weiterer Debatte wird der P a r a g r a v b angenommen und der sozialdemokratische Antrag abgelehnt. Nächste Sitzung Montag 1 Uhr: ^Fortsetzung der heutigen Beratung, Stempelstener, Erbschaftssteuer. Reichstagsabgeordneter Keyligevftacdt über die Reichsfinanzrcform. § Gießen, 7. Mcri. Ter Wgeordnete unseres Rcichstagswahlkreises erstattete am Samstag abend in einer gut besuchten Versammlung des freisinnigen und des nationalliberalen Vereins einen Bericht über oen Stand der Reichsfinanzrefvrm. Stadw. Kirch eröffnete die Versammlung im Namen des liberalen Wahlausschusses mit herzlichen Willtomrn-ns- worten, worauf Reichstagsabg. nommerue.v.rat H c n -ig c n- städt alsbald seine interessanten und ausführlichen Mitteilungen mit dem Bemerken begann, daß er die seinerzeit bei der Ucbernahme der ztandidatur erbetene Dispensation von einer allzu regelmäßigen Teilnahme an den Reichs- /0g?arbeiten eigentlich fast gar nicht in Anspruch genommen l>abe, d-enn er habe trotz seiner ausgedehnten sonstigen Tätigkeit mindestens zwei Drittel der Rerchstagssttzungen besucht, und wenn außer ihm nur noch em kleiner -teil der Abgeordneten seine Pflichten in gleicher Weise erfüllt patte, wäre eine Bcschlußimfahigkeit wohl kaum eingctreten. Daß er so oft den Neichstagsverhandlungen habe beiwohnen können, danke er Vor allem der eifrigen Tätigkeit seiner Beamten, die ihm dadurch seine öftere Abwesenheit von der Fabrik ermöglicht hätten. Von der Teilnahme an den Kominissionsarbeiten, für die übrigens seine Fraktion immer eine ausreicl>ende Besetziing lmbe, habe er sich vvn vornherein mit Rücksicht auf seine umfangreiche sonsttge öffentliche Tättgkcit entbinden lassen, dagegen habe er- eifrig an den Fraktionssitzungen teilgenommen und dort an der Vorbereitung der Gesetzentwürfe auf Grund seiner .^nnt- nisse und Ersahrilngeri eifrig mitgearbeitct. Die anfängliche Meinung, daß man als Abgeordneter auch alle Reden in den Sitzungen anzuhörcn habe, verliere sich bald, wenn mau erst einmal merke, daß die meisten Reden nur für die Stenographen und zum Fenster hinaus gehalten wurden. Der wichtigste Gegenstand der Beratung des jetzigen Reichstags sei unstreitig die Reichs fin au zrc form gewesen, und schon früher sei in dieser Richtung durch die teilweise Aufhebung der sog. ler Frankenstein in dieser Rick- ctwas geschehen, aber das hätte bei weitem nicht genügt. Auch die nachherige Maßnahme, zur Deckung der Reichs- bedürfnisse zum System der sog. ungedeckten Mattikular- beittäge zu greifen, sei sehr bedenklich. So könne es nicht Wunder nehmen, daß die Regierung eine Vorlage auf eine umfassende ilteform der Reichsfinanzen eingebracht habe, beider habe sie dies so spät getan, daß an eine rechtzeitige Fertigstellung der Vorlage und damit des Etats nicht gedacht werden könnte, sodaß ein Etatsnotqcsetz fiir zwei Monate geschaffen werden mußte. Es habe fraglich sein können, ob man mit dem Einbringen der Finanzreformvvr- lage nicht so lange hätte warten sollen, bis man die Wirkung der neuen Zollgesetzgebung auf die Reichsfinanzen zahlengemäß erkannt hätte. ?lber es sei zu beachten, daß jetzt schon 40 Millionen aus den Zollerträgen mehr in den Etat eingesetzt worden wären. Auch über die Frage: direkte oder indirekte Steuern, könne man im Zweifel fein, aber die Regierungen und die Mehrheit des Reichstags hätten sich für indirekte Steuern entschieden. Es waren also zur Deckung der benötigten 250 Millionen vorgeschlagen worden Tabaks Zigaretten-, Biersteuer, Frachturttindenstempel, Fahrkartensteucr, Automobil-, QnittUngs-, Erbschaftssteuer. Da hierunter keine bewegliche Steuer gewesen sei, habe man die Mattikularbeiträge beibehalteu, aber sie auf den Höchst- hetrag von 40 Pfg. auf den Dopt der Bevölkermcg festgesetzt, beider sei es nicht dazu gekommen, die Mattikularbeiträge auf der Grundlage der Leistungsfähigkeit anstatt nach der Bevölkerungszahl zu bemessen. Da seinerzeit bei der Beratung des Flottengesetzes eine Besttmmung angenommen worden sei, das; die Deckungsmittel nicht die Konsumenten ttagcn sollten, und ein Teil der geforderten 250 Millionen für die Flottenvermehrung bestimmt war, schied von vornherein ein Teil der Steuervorschläge der Regierung aus, und die Steuerkommissron hatte die undankbare Aufgabe, für die dadurch entstehenden Ausfälle neue Steuervorschläge zu machen. Der Redner besprach dann die einzelnen Beschlüsse der Kommission, wie sie in der 2. Lesung festgelegt wurden. (Wir verweisen bezüglich der Einzelheiten der Beschlüsse auf die ausführlichen Mrtteilüngen in Rr. 83 des Gieß .Anz. Red.'i Die von der Regierung beantragte sehr bedeutende Erhöhung der Biersteuer wurde in der vorgeschlagenen Höhe und Form nicht angenommen, dagegen eine Staffelung von 4—10 Mk. pro Doppelzentner Malzverbrauch beschlossen. Hiermit haben sich die kleinen Brauer einverstanden erklärt und es ist nicht zu befürchten, daß die Erhöhung auf das Publikum abgewälzt lvird. Rach dem Vorschlag der Regierung hätte die Erhöhung der Braufteuer 78 Mill, cingebracht, nach den Kommissions- voi-schlägen, die inzwischen auch vom Plenum in zweiter Lesung angenommen worden sind, wird ihr Erttag 29 Mill, jein. Die T a b a kst e u e r e r h o h u u g hatte von vornherein nicht so viel Freunde gefunden, und es ist den Bemühungen der Mgeordneten, die Tabak verarbeitende Bezirke vertreten, — auch der Redner hat in diesem Sinne gewirkt — gelungen, die Ablehnung der Steuer zu erreichen. Sic solltt 28 Millionen bringen. Dagegen wurde die Zigarettensteuer wesentlich erhöbt. Im Einverständnis mit den Fabrikanten entschied man sich für eine Banderolesteuer, die in .Höhe Von 1—10 Mk. für 1000 Stück beschlossen wurde. Die Steuer beträgt" etwa 15 Proz. des Wertes, und in ähnlicher Höhe wird der Zigarettentabak besteuert. Der Ertrag der Ziga- retteusteuer beträgt nach der Regierungsvorlage und nach den Beschlüssen der Kommission 15 Millionen Mark. Ter tveiter vorgeschlagene Fracht urkunden - und Schiff- fahrtsst'empel wird statt der von der Regierung vor geschlagenen 41 Millionen nur 16 Millionen erbringen und 'zwar il Millionen aus dem Frachturkundenstempel (von Wagenladungen mit über 25 Mk. Fracht'' und Millionen aus dem Schiffährtsftempel. Der P e r s o n e n f a h r- k a r t e n st e m p e. l war von der Regierung mit 12 Mill, (in Form von Fixstempeln bei Billetten von mehr als 2 Mk. । vorgesehen, dagegen wird nach den Beschlüssen der Kommission mit 55 Millionen gerechnet. Rach dem Vorschlag der Kommission wird für den Kilometer für die 1. Klasse 1 Pfg., für die 2. Klasse 1 ? Pfg. und für die 3. Klasse ’ , Pfg Steuer vorgesehen Dcttägc unter 5 Pfg. sollen nicht erhoben werden. Der Redner glaubt, daß im Plenum beschlossen wird, Beträge unter 10 Pfg. nicht zu erheben, sodaß der Nahverkehr nickt belastet würde. Wenig umsttitten war die Automobil st c u e r. Der Redner hat sich bemüht, die Automobile, die dem Geschäftsverkehr dienen, möglichst gering zu belasten, dtts wurde auch von der in der Kommission beschlossenen Skala erreicht. s>Rit der vorgesehenen hohen Besteuerung der Automobile mit vielen Pferdekräften wird vielleicht auch erreicht, daß die Landstraßen nicht mehr fo sehr unsicher gemacht werden. Shue Diskussion wurde abgelchnl die Quittungssteuer und die anfänglich von der Kommission beschlossene Ansichts- tartenftener. Ferner mürbe die Erhöhung der billigen Porti für Postkarten und Drucksachen im Orts und Nachbarorts- Verkehr angenommen, die 12 Millionen bringen wird, sowie eine Tantiemesteuer, die mit 8 Millionen Ertrag berechnet wird. Viel umstritten loar die Erbschaftssteuer, aus der mau möglichst viel herausholen lvollte. Schließlich einigte sich die Mehrheit dahin, daß Erbschaften zwischen Ehegatten und von Kindern frei bleiben, und int übrigen je nach dem Grad der Verwandtschaft 4 25 Proz. erhoben werden. Man hofft auf 55 Millionen Ertrag. Tie Erbschaftssteuer wurde fo hoch bemessen, weil man darin einen Ersatz für die Vermögenssteuer erblickt. Außerdem wurde von der Kommission eine Maischraumsteuer mit 4 Mill. Mark Ertrag beschlossen. Die von der Kommission beschlossenen Äeuern werden 197 Millionen einbringen, wüh? rentz die RegkervM erTEärt hak, auf den dadurch gegen chre Vorschläge entstehenden Ausfall von 33 Millonen nicht verzichten zu können. Jedoch ist es zweifelhaft, ob elbst die 197 Millionen, die die Vorschläge der Kommission bringen iverdan, erreicht werden. Es ist eine unangenehme Aufgabe für den Reichstag, diese Steuern zu bewilligen, aber es ist notwendig zur Durch führimg des Flottcngesetzes, damit wir vor unvermuteten Angriffen gesichert sind. Es ist aber auch notwendig, damit das Reich auf eigene Füße gestellt wird und nicht immer wieder Anforderungen an die Einzelstaaten gestellt werden müssen. Daun werden diese in den Stand gesetzt, in Ruhe und ohne Sorge vor kriegerischen Verwicklungen ihre kulturellen Aufgaben zu er- üllen zum Segen des deutschen Volkes und Vaterlandes. Lebhafter Beifall.) Der Vorsitzende drückte sodann dem Redner warmen Dank für seinen eingehenden Vorttmg aus und dankte ihm auch für seine Tätigkeit im Reichstag. Schließlich sprach er noch die Bitte aus, daß Reickstagsabgeordneter .hevligenstädt seinen Reickstagsbericht auch den Wählern außerhalb Gießens erstatten möge. In der. Diskussion fragte Herr Klein, ob es sich bei der Erbschaftssteuer bei dem angegebenen Erttag um den Nettoerttag des Reiches handle oder ob darin die an die Einzelstaaten abzuführenden Bettäge enthalten seien. Abg. H e v l i g e n st ä d t verneint letzteres, die eingesttzten Beträge seien die 2/s des gesamten Ertrages, die die Steuer überhaupt erbringe. Landtagsabg. Dr. Gut fleisch bittet unseren Raichstagsabgeordneten, wenn er es mit seinem Gewissen vereinbaren könnte, gegen die vorgeschlagene Fahrkartensteuer zu stimmen. Diese Steuer bilde, eine außerordentliche Belastung namentlich des geschäftlichen Verkehrs und es sei zu befürchten, daß ein guter Teil des Sten er- erttages wieder bei den zu erwartenden Mindereinnahmen der Eisenbahnen draufgeyen werde. Es sei nach seiner Ansicht eine kultnr- und vcrkehrSwidrige Steuer, die im direkten Widerspruck stehe mit den Besttebungen, die Ver- kehrsverhältnisse zu vereinfachen. Die slimpathisckste Steuer sei wohl die Reichserbschaftssteuer, die allerdings für Hessen einen Verlust von mehreren 100 000 Mk. jährlich bedeuten werde. Aber deshalb dürfe man sich nicht gegen die Reichs- erbsckmftssteuer aussprechen. In mancher Beziehung dürften allerdings Besserungen an dem Reichserbschaftssteuergesetz anzubringen seien, z. B. sollten gemeinnützige Stiftungen steuerfrei bleiben. Er habe das Verttauen zu unserem Reichstagsabgeordneten, daß er nach genauer Prüfung der Verhältnisse 'das, was er für richtig halte, im Reichstag Vertreten werde. Abg. H evlig e n st ä d t halt die Bedenken des Vorredners für berechtigt, aber ähnliche Argumente könne man auch gegen die anderen Steuern geltend machen. Das Ideal werde ja fein, wenn man die Eisenbahuerträge direkt versteuern könne, aber daran fei bei der Haltung der Regierungen nicht zu denken. Er schließe sich den Ausführungen Dr. Gutfleischs an und werde in diesem Sinne handeln, wenn sich andere Wege ergeben, den dadurch ent- steheuden Ausfall zu deckeu. Prof. Dr. Wimm cu au er redet der Ansichtskartensteuer das Wort und empfiehlt ferner eine Reichsweinsteuer. Reichstagsabg. Hepligen städt erwidert, daß der Hauptgegner einer Ansichtskartensteuer die Reichspostverwaltung gewesen sei, die davon einen er- heblichen Portoausfall befürchtet. Gegen die Reichswein- ftcuer habe er keine grrmdsächlichen Bedenken, aber sie sei nicht viel in Erwägung gezogen worden, als sie im Reichstag angeregt worden sei. Stadw. Kirch hätte nichts dagegen, eine kleine Steuer auf die Ansichtspostkarten zu legen, für überflüssig könne er die Ansichtskarten nicht halten. Eine Verminderung der übermäßig rasch fahrenden Automobile erwarte er von der Steuer nicht. Auch die Besteuerung der Automobile von Ausländern könne er nur für rückständig halten. Kommerzienrat Emme lins dankt noch dem Reichstagsabg. Hehligenstädt im Namen der Tabäkindusttic. und der in ihr beschäftigten Arbeiter, daß er zu der Mehnung der Tabaksteuer 'beigetragen habe und bittet ihn, in ähnlicher Weise zur Beruhigung der Zigarettenindusttie beizuttageu. Reichstagsabg. Hehligenstädt dankt seinerseits für die Informationen aus den Kreisen der hiesigen Tabakindu- sttiellen, die ihm seine Stellungnahme in dieser Frage weseittlick erleichtert haben. Hierauf schließt Stadtv. Kirch mit dem Ausdruck seiner Freude über die zahlreiche Anwesenheit von hervorragenden Mitgliedern beider liberalen Parteien. Er gab noch dem Wunsche Ausdruck, daß das gute, zwischen beiden liberalen Parteien hier bestehende Verhältnis, das von der Tagespresse als mustcrgiltig für ganz Hessen hin gestellt werde, auch in Zukunft und insbesondere bei der Reichstagswahl in zwei Jahren so bleiben möge. (Lebhafter Beifall.) Aus Stadt und Lund. Gießen, 7. Mai 1906. * Ordensverleihung. Sc. Königs. Hoheit der Groß her zog haben dem Lehrer Martin Debus zu Bretzenheim aus Anlaß seines 50jährigen Dienstjnbilämns die Krone zum Silbernen Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. * * Ministerbesuch. Am Samstag nachmittag weilte Se. Exz. Staats- und Juslizminister Ewald in unserer Stadt zwecks Besichtigung deS Justizgebäudes hier, besten Erweiterung in Aussicht genommen ist. In den Ruhestand versetzt wurde der Schaffner in der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinschaft Aug. Nies zu Pfungstadt. • * Die Schlachtvieh- und Fleischbeschau in Hessen im Jahre 1905. Im Jahre 1905 wurden im ganzen an folgenden Tieren die Fleischbeschau vorgenommen: 1912 Pferde und andere Einhufer (in Obcrhoffen 219), 20 175 Ochsen (3343), 2165 Bullen (673), 36 427 Kühe (5159), 39 268 über 3 Monate alte junge Rinder (11 875), 76 308 bis 3 Monate alte Kälber (16887), 317 952 Schweine (73 252), 17 610 Schafe (3511) und 26775 Ziegen (6452). Interessant ist ein Vergleich der Zahl der beschauten Tiere in den letzten sechs Monaten des Jahres 1904 mit der Zahl der in den gleichen Monaten des Jahres 1905 beschauten Tiere. Von Juli bis Dezember 1904 wurden geschlachtet: 886 Pferde, 10 743 Ochsen, 1218 Bullen, 17133 Kühe, 20 295 über 3 Monate alte junge Rinder, 38 013 bis drei Monate alte Kälber, 188 945 Schweine, 8875 Schafe und 8873 Ziegen; in den letzten sechs Monaten von 1905 dagegen 1103 Pferde, 10 451 Ochsen, 1239 Bullen, 18 563 Kühe, 22 068 junge Rinder, 37 139 Kälber, 159 886 Schweine, 11 920 Schafe und 10 510 Ziegen. Das Jahr 1905 hat sonach eine Zunahme an beschauten Tieren zu verzeichnen bei den Pferden (-j- 217), Bullen (-j- 21), Kühen (Z- 1430), jungen Rindern (-j- 1873), Schafen (ch- 3045) und Ziegen (-j- 1637), dagegen eine Abnahme bei den Ochsen (— 292), Kälbern (—874) und Schweinen (— 29 059). *' Schülerturnen in Hessen. Rach dem Jahresbericht des mittelrheinischen Turnkreises hat die Zahl der durch die Turn^reine ins Leben gerufenen Schüler- abteilungen in den letzten Jahren bedeutend $ugenommen. In 107 Kreisvereinen turnen 3616 Knaben und 1094 Mädchen. Die an den Hebungen der Schülerabteilungen teilnehmenden schulpflichtigen Kinder seien nicht Mitglieder der Turnvereine und könnten es nicht sein, weil die Satzungen der organisierten deutschen Turnerschaft die Aufnahme von Personen unter 14 Jahren ausdrücklich verbieten. *• Hessische Somm erfrisch-Orte. Der hessische, gerne imnitzige Verein zur Vermittlung von Land- und Sbtraufent- halten in Darmstadt hat sein Verzeichnis der Sommer« w ohn nng en i m Odenwald, Vogelsberg nnd benachbarten Gebieten zmn drittenmale in verbesserter Auflage erscheinen lassen. Das Werkcken ist 11 Bogen stark, die Orte irn Odenwald nnd Vogelsberg sind getrennt nnd innerhalb jedes Llbfchnittes in alvbabetischer Reihenfolge anfgefüfirt; in dem Inhaltsverzeichnisse sind die Badeorte mit Heilquellen, die Mineralquellen, die Lusi- knrorte mit größeren Hotels und Anlagen, die über 300 Meter bock gelegenen Sommerfrischen, die Villenkolonien und die im Wold oder dicht am Wald gelegenen Sommerwohnungen nochmals unter Angabe der Seite des Tertes benannt: außerdem ü't int Heft ein Literaturverzeichnis bezüglich der Karten und Führer :c. für das Vereinsgebiet, soivie znm crffenmalc eine Beschreibung der besuckensmerten Städte im Bereiche des VereinSgebietes enthalten, weiter erleichtert eine ausgezeichnete Eisenbahnkarte die Anfsindung der einzelnen Orte anßerordeckckich. Das Helt ist gegen Einsendung uon 30 Pfg. in Marken ?c. zur teilweisen Deckung der Herstellungskosten von dem Geschäftsführer Harth in Darmstadt, Wienersstraße 42 zu beziehen. ** P o st - V e r s o n a l n a ch r i ch 1 e u. Versetzt find: Postsekretär Fritzges von Alsfeld nach Cberbanfen (Rheinland), Postafsistent Seeger von Nieder-Gemünden nach Neviges. Bestanden hat die Postsekretärprüfiing Postassisteiit Lott in Bad- Nanhenn. Angenommen find: als Postanwärter Vizefeldivebel Gut hier in Alsfeld; als Postgehrlfen die Oberrealschüler, E o st in Heldeiibergen, Heßler in Grünberg, Wahl in Schotten, die Realschüler Markloif in Gießen, Möller in Assenheim; als Postagenten die Posthilistcllen- inhaber Philippi in Melbach, Vogel in Nordeck und Wagner V. in Leihgestern. n. Lich, 5. Mai. An Stelle des plötzlich verstorbenen Direktors Hch. Wagner wurde als provis. Vorsteher der Präparandenschule der seither als Lehrer an der Anstalt tätig gewesene Hch. Lorentz ernannt. Gleichzeitig wurde der bisherige Seminarhilfslehrer Alb. Schmidt von Friedberg als Lehrer an die hiesige Präparanden-Anstalt versetzt. Wenn der Schülerandrang nach den Vorbildungsanstalten für Lehrer weiterhin fo stark bleibt, so wird der Lehrennang^l in Hessen bald gehoben sein. /^Butzbach, 6. Mai. In der gestrigen Generalversammlung des Ortsgewerbevereins Butzbach wurde u. a. beschlossen, sich mit einem Fe st wagen am Trachtey f e st zu beteiligen. Es sollen die Zünfte m ihrer mittelalterlichen Blütezeit zur Darstellung gelangen. Die Beteiligung soll jedoch nur unter der ausdrücklichen Voraussetzung geschehen, daß zu den Vorbereitungen (Dekorationen 2c.) nicht, wie beabsichtigt sei, auswärtige, sondern ausschließlich einheimische Gewerbetreibende zugezogen werden, zumal es an geeigneten Kräften hier nicht fehle. — Die gestrige Wahl eines Rechners für die Kirchen- und KugelhauS- fondskasse ergab für keinen der angcmelbcten Bewerber eine absolute Majorität, weshalb im Laufe der kommenden Woche noch eine engere Wahl zwischen den Herren O. Steinhäuser und W. Grüninger stattsinden soll. — Der jüngst verstorbene Bäckermeister Wilhelm Winter vermachte, neben einer Anzahl Legate an Verwandte, dem Alice-Frauen- verein 200 und der.Kleinkinderschule 100 Mk. — Friedberg, 5. Mai. Der Vorschuß- und Kreditverein hat dieser Tage mit dem Abbruch des jetzigen Kaffen- gebändes in der Haagstraße beginnen lassen. Der Neubau soll auf derselben Stelle erbaut werden. Bis Herbst soll er im Rohbau vollendet fein und am 1. Oktober 1907 in Benutzung genommen werden. Er ist zu ca. 75 000 Mk. veranschlagt und soll eine Stahlkammer zu ca. 10 000 Mk. erhalten. König i. O., 5. Mai. Der Fürst von Waldeck und Pyrmont ist, nach der „Darmft. Ztg." am Donnerstag nachmittag zum Besuch des Erbprinzlich Erbach-Schonbergschen Herrschaften hier eingetroffen. [] Marburg, 6. Mai. Schwere Gewitter mit wolkenbruchartigen Regengüssen ginnen am Freitag nachmittag über den nördlichen Teil unseres Kreises und den angrenzenden Kreis Biedenkopf nieder. Zwischen Caldern und Elmshausen schlug der Blitz in eine Gruppe Holzsucherinnen und tötete die 13jährige Schülerin Vkesfer- chmidt aus Allendorf, ein Mädchen wurde leicht und eine Fran schwer verletzt; in Botten Horn wurden zwei Frauen durch den Blitz betäubt, kamen infolge sofortiger ärztlicher Hilfe aber wieder zu sich; in Wolf grub en brannte das Schneller'sche Haus nieder und in Dautphe wurden zwei Häuser durch Kaltschläge erheblich beschädigt. R c i ck s'b a n k. Am 14. Mai wird in F r a n ft er b t eine von her Reicksbankstellc in Glogau abhängige RcicksbauNebenstelle mit Kasscneinrichtuug und beschränktem Giroverkehr eröffnet werden. — Für die jungen Mütter 'st c§ nicht nur notwendig, für die Kleidung der Säuglinge zu sorgen, 'andern noch viel wichtiger, sich darüber zu informieren, womit sie. die Kinder ernähren wollen, wenn sie nicht imstande sind, dieselben selbsi zll stillen. Zur Ernährung der Säuglinge eignet sich nm besten die je nach dem Alter des Kindes mit Wasser verdünnte Kuhmilch mit Zusatz von Kuiekes Kindermehl, ivelcheS nicht nur der Nahrung einen größeren für die Entwickelung der Mnskcln nnd Knochen wichtigen Gehalt an Nährstoffen giebl, sondern mich die gröbere Gerinnung der Kuhmilch im Mgqen verhindert, und mich die starken durch Kuhmilch verursachten Gahrunqen im Darm verhütet und so das Kind vor den Erkrankungen an Magen- und DarmkatnrrHen bewahrt. Im Sommer ift das Kiückemehl demnach für Kinder geradezu unentbehrlich. Wie sehr sich das Präparat der Anerkennung der Mütter, ganz besonders aber der Aerztcivell erfreut, geh! dargus hervor, daß es nicht nur in größten Kinderhospitälern des In« und 'Auslandes ständig qcbrgucht wird, sondern dgß c5 nachgewiescner- maßen von tmifcnbeii Aerzten Deutschlands n. s. w. empfohlen wird.__bv3,',, rliA PnVAll denn nur hierdurch werden VclLIlcL Ult) L VI <111 Hamsisiden jeder Art vermieden. Mch°n°«tb:auck?7°u Myrrhottnseife. d-, IsmWtcc MöbelsM. Deutschlands..300 Zimuicrenirichtunqea- stets liescrf. vorrätig. Man verlange Preisliste und Abbildungen, [b19/^ e* N- c 'X «> g* □ (ji U o N »S^ L>D = w « ^src^S-^N- Z cd >b o *S":C c3 c575*-(9§ s 2 »2 (■o 5 «n Sr -U >e N —» c*. A & j=t»ä o C7 «s- KM a-c K « io O W SK >p-e £ N WS9 r I 100' 43 604 67 410 16 KMch-Hhüringische StaaistotLerie VII. 48091 938 .; T 854 60 83 719 70 84 802 19 (1000) 41 757 (400) 82 (400) 845 69 90 94 58023 62 03 20 86 63 81 829 944 748 87 604 16905 708 7 3035 '20001 134 36 507 909 316 (4001 80025 43 66 30017 33 7 62 67 94 963 78 90 94 (1000) 719 49 (400 t B. Schultheis Kürschner, Marktstr. 3. Nächste Ziehung: 7. Mai 1906. s Ä 533 93 761 70 47 416 81 21092 86 33 »—* tu 7 821 74 459 85 126 31 361 511 65 78 718 42 175 314 (400) 24 50 62 72052 132 207 '1000 vrriwlbenen lischt der Mali tätig urbc bet bis« mebbcrg al? cietzt. Wenn cn für Lehret g^l in Hessen 515 16 42 (400. 96046 (1000) 506 74 78 (1000) 682 313 i General. § Butzbach Imogen am ünlic in ihm langen. Tie chen Voraus« korationen 2t.) ausschließlich zumal es an estrige Wahl ugelhauS- 'm Bewerber kommenben den Herren K. - Ter er vermachte, ^llitt-iZrauen. oft 63129 611 83 317 51 91 94 83 90 460 91 49150 N 842 94 (400> 96 924 42 402 (400>w**?00> 79 87 90 87 (1000) 956 (2000) 72 et 702 81 41 l 105 44 39 76 81001 23 98 504 36 769 7 301 4 (1000' 83012 21 99 715 62 41 (4 001 57 <400' ■ W' 608 230 54 76 80 79 (,abwi*nS 118 75 80 84 85005 405 (400) 518 89 131 41 79 (400) 80 834 (1000) 51 55 501 617 53 !- unb Kredit' jetzigen Kassen« 'Zer Neubau tzcrbü soll er 1907 in Bc- .000 Mk. ver- a. 10000 M. 106 52 54 203 46 332 45 525 (1000) 63 95 97 777 (1000 > 812 86 955 96 231 88 90 322 87 90 (400' 434 74 98 (1000) 502 43 47106 201 2000. 888 (400) 914 88 *o>S' —7 109 1 82 > 66 472 509 36 (400) 63 637 (400) 56 65 C Z 114 232 77 347 (1000) 416 546 55 65 688 99013 21 86 169 223 (1000. 39 79 316 92 546 74 80 618 (400) 35 772 809 15 51 >3 938 421 60 von Walbeck Qiii Donnerstag -Lchönbergschm 21 48 95 V lind: Rheinland), »igeS. B e. 'U in Bob. Anwärter Hillen die Grimberg, m Gießen, Whilistellen- Otbert und 13 44 87 (1000) 174 215 (1000' 39 321 61 98 (400) 555 609 V, 64 1050 118 56 244 89 323 55 '400. 69 431 o< '• 2018 92 128(400) 202 57 - 400. 87 317'400. " --- 809.61 67 42 < 85 46_ 927 75'69084 130 286 95 (400) 371 446 57 86 (1000) 507 814 (400) 36 700-55 75 86 115 55 56 72 (400) 86 269 86 58 65 76 818 87 94 923 (400. 77 85 (1000. 71052 .400' 814 41 79 (1000) 939 68 710 (400) 854 17 75 87 408 (400) 56 75 87 871 (1000) 945 117 67 (400) 501 702 .400) 728 35 53 829 40 903 <1000. 84050 82 98'400) 212(400) 429(400) 57 545 612 15 67 87 96 884 96 990<400> 22 64 156 (150000) 98 (400) 230 47 54 1321 28 38 65 dOOO' =.05 46 679 90 (400 781 843 933 (400) 86033 (400) 134 96 215 99 <400» 4° 43 314 58 (400) 410 36 611 714 852 (4OO) 72 87081 (400. iftO ■•>917400) 429 42 43 59 (2000) 86 587 602 35 772 91(400) 911 88015*142 (400) 99 204 31 36 68 94 352 (400) 91 445 549 60 95 638 67 830 41 975 89146 232 57 61 63 69 403 56 68 506 27 29 35 43 50 (400) 65 (1000) 87 654 78 89 801 '400) 5 9 (400) 47 955 84 87 (400) V 90040 92 139 64 89 203 10 22 50 307 87'2000. 114 (400) 512 dOOO' 95 635 860 83 958 (400) 66 91025 (400) 36 187 239 54 57 829 420 ">4 44 (400) 73 81 532 71 608 709 (400) 837 42 (1000) 94 92007 109 35 93 248 81 384 427 532 44(400) 630 39 715 52 917 49 (400) 65 (400) 93001 31 92 110 47 (400) 262 390 415 (400) 52 (1000) 58 59 512 29 726 75 (400) 72 817 925 38 59 94071 118 (400) 69 72 298 (400) 324 75 (1000) 78 455 75 (400. 575 639 704 887 941 67 95071 80 84 197 205 34 44 (2000) 98 357 614 66 604 21 27 70 301 14 33 (1000) 96 465 549 73 603 13 29 (1000) 76 (400. 21 47 78 dOO' 803 22 (1000. 23 27 48 933 53 89 7?C‘.,r. ' “9 43 91 216 33 86 96 323 42 78 405 (1000) 93 (400) 546 603 730 53 868 970 84 90 (1000)98 74026 <400. 141 (400) 336 38 409 530 .631 56 75 713 1 1 19 50 836 <4OO) 39 86 (400) 89 995 75087 101 56(400) 84(400) 286 513 602 (20001 68 73 761 90 957 76005 14 33 53 dOOO) 57 114 216 61 331 77 86 401 29 .400) 93 500 650 704 54 60 .400' 70 868 922 28 51 55 60 99 77049 150 224 72 436 61 70 73 l4oO) 513 36 45 53 (1000. 60 (400' 65 66 1000' 618 76 880 4", ,4oo. 78042 51 62 79 83 181 226 (1000) 38 (400) 41 51 ' 55° '1000' 620 60 730 (5000) 52 76 832 38 960 (400) 79026 37 60 184 43001 5 67 73 *)9R 34 87 302 35 83 419 83 754 831 o4 912 (400 44144 (2000) 47 (400) 50 223 11 72 83 (400) 94 (400) 316 82 466 556 _u z.AAi cj c 1 3 an 715 .in 5 > 73 dOOO' 75 99 817 (400) 38 9o4 .9 90 08 (40 45090 187 97 230 76 403 .400) 29 512 87 6u2 64 94 97 702 01 unn, C S>5» l£) K 5 <70^(5 95 882 97 (400) 934 dOOO) 41 (5000) 64 (2000) 81 109 10 15 271 82 (1000) 377 (1000) 421 (400) 31 80 82 (400) 818 28 37 926 29 (400) 71 ----- . ,, ... 350 404 550 52 83 (400) 607 13 (400) 45 o736 (400. m 8.9 13005 (1000) 36 70 71 111 279 319 518 (400) 611 (1000' 9. 815 50 66 912 (400) 14002 (400) 41 78 (400) 99 100 148 54 89 dOOO. >53 55 61 (400) 78 422 87 90 524(10000' 661 (400' 86 799 910 15096 (400' 224 39 41 56 (1000) 89 95 321 25 (1000) 30 62 ^41o 520 (400) 606 28 (400) 60 713 18 19 22 39 80 814 74 (5000) 93 96 7 78 155 327 411 38 54 625 63 (400) 68 701 38 (1000) 57 59 832 49 oO Q19 16 R4 dOOO) 88 17111 29 38 47 67 213 315 82 530 684 733 qoo (inoo) 37 62 67 930 (2000) 81 (400) 18010 27 56 61 118 24 211 o‘- 309 10 44 56 400 441 541 57 613 21 61 723 (400) 33 58 d00. 64 93 9o 838 59 928 41 63 19017 (400) 76 104 10 80 2.4 4.2 541 676 83 .34 829 6’Ä6«W>“?« 300 317 28 37 <.«.0) 69 78 iü U S«>6323.5093 «• 99 811 19 32 74 977 (1000- 22014 127 36 <400) 57 73 -16 »5-,^65 'sä1 r->°7«^ 18 (400) 87 (MO) 850(1000) 997 24042 194(400) 240 62 38.91 428 551 6025019 4741257(45°584608d00'92289ö(400) 442 62 (400) 69 579- dOOO. 632 71 275091954 82123(1000) 965 (1000) 26100 168 200 236 60 £00. 337 67 7« 411 571 86 (400) 640 67 773 824 36 54 79 908 .6 2703. a8 59 68 (400) 149 219 24 333 (1000) 487 90 (2000) 530 62 .8 3, 65. 98 72 (400) 546 81 606 751 816 46 62 67 9^963 78 90 31011 dOOO) 17 27 (1000) 95 228 (400) .44 16 oO 52 81 91 418 400)71 532 51 67 622 737 71 802 33 95 (400) 9.., «400 94 (1000) 32068 144 51 87 (1000) 252 58 96 383 (400. 419 M 623 709 6.3 314 43 91 917 43 51 33062.(80001 95.110. c>] art 2 .60 M 2 2 « G iebt schön steVVasche 's! Steter Tropfen höhlt den 5tem Seltersweg 12 Selterswe Wenn Sie, verehrte Frau, an jedem Waschtage Ihrem k Herrn Gemahl etwas von den hohen Kosten unb j Bk beit großen Unannehmlic^eiten bes alten Waschoerfahrens unb von ben leiten unb bis 75 % betragenben Erspar- j« W Nissen des neuen „Dolldamps"-Wasch-.^^ xSk verjährens erzählen, dann gewöhnt^^ er sich an den Gedanken, daß wh. Sie am nächsten Geburtstage fl® oder Weihnachten eine Ä® lik echte Ä® l„8oih»rr LWasüimaslhitlkU^ erhalten müssen. Wir liefern diese Maschine kostenlos zur Probe, A. Kröll Söhne 111* Satins doppelte Breite per per per per per per per per per per per per per per per per per per per Meter Meter Meter Meter Meter Meter Meter Meter Meter Meter per per per per per per per per per per Stück 1,50 Mk. Stück 2,— Mk. Stück 2,50 Mk. Stück 3,— Mk. Meter 1,— Mk. Meter 1,25 Mk. Meter 1,60 Mk. Meter 2,— Mk. Meter 2,50 Mk. Stück Stück Stück Stück 2,50 Mk. Stück 3,— Mk. Stück 3,75 Mk. Stück 4,90 Mk. Stück 6,— Mk. 35 40 45 60 65 Bitte achten Sie auf meine Schaufenster waschechte Neuheiten 55 65 75 85 08 Staub« Mäntel Neuheiten sehr preiswert wasserdicht Bitte achten Sie auf meine Schaufenster Schwarz/weiss tarierte Neuheiten Pfg. Pfg. Pfg. Pfg. Pfg. Pfg. Pfg. Pfg. Pfg. Pfg. Bitte achten Sie auf meine Schaufenster Bitte achten Sie auf meine Schaufenster Bitte achten Sie auf meine Schaufenster Stück 5,75 Mk. Stück 6,50 Mk. mit Seidenglanz waschechte Neuheiten Hermann Katz Hermann Katz Hermann Katz Hermann Katz Hermann Katz Alpacca, Seide Neuheiten 7,— Mk. 8,— Mk. 9,— Mk. Hermann I Katz Hermann Kostüm- Röcke Neuheiten aussergewöhnlich billig per Stück 2,50 Mk. per Stück 3,— Mk. per Stück 3,80 Mk. per Stück 4,50 Mk. per Stück 5,50 Mk. Bitte achten Sie auf meine Schaufenster per Stück 4,— Mk. Bitte achten Sie auf meine Schaufenster Sommer- BBaaseo in Seide und Fantasiestoffen Waschblusen bis 20. Mai 1906. L. SteimnüUer, Gr.-Linden 26 26 . 23 Göns . . . 24 hch. Weber, Heuchelheim 24 46 ermittelung un- 27 26 Gern. Brot Gein. Brot Kornbrot Kornbrot W. Schimmel, Kinzenb. 2)1 46 Jakob Appel, Krosdori . . 46 „ Heinr. Bmz, Allendorf/Lahn 44 , W. Lein, Klein-Linden . . 46 u Heinr. Weber, Heuchelheim 46 , 5 6 1 1 Karl Post, Wieseck . . Karl Trautmann, Wieseck 27 54 25 54 54 54 54 50 75 23 46 Der Brotverkäufer: Dieselben Preise wie bei den hiesigen Bäckern. Gießen, den 5. Mai 1906. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. Der auswärtigen Bäcker. 1 Kilogramm (2 Pfund) Weißbrot bei: Wohnungen, 1 kleinere Werkstatt. 3« mieten gesucht: 38 Wohnungen von 1—7 Zimmern. W. Lein, Klein-Linden . . 25 Heinr. Binz, Allendorf/Lahn 24 2 Kilogramm (4 Psinrd) Gem. Brot bei: Georg Dem II., Gr.-Linden 46 Karl Trautmann, Wieseck 46 Louis Süßmuth, Steinberg 46 „ L. Steinmüller, Gr.-Linden 46 W. Weitzel, Lang-Göns. . W.Steinmüller Ww., Lang. F. Weiß, Grüningen . . 46 Karl Spanier, Reiskirchen 44 „ Karl Zinßer, Allendors/Lda. 44 „ Karl Stumpf, Garbenleich 44 „ Konr.Hensel, Gr. Rechtenbach 44 u Georg Tern II., Gr.-Linden 25 Heinr. Weber, Heuchelheim 1 Kllogramm (3 Pfund) Gem. Brot bei: Georg Dern II., Gr.-Linden 23 L. Steimirüller, Gr.-Linden 23 Karl Zinßer, Allendors/Lda. 23 Karl Stumps, Garbenteich 24 3 Kilogramm (6 Pfund) Gem. Brot bei: W. Jabel, Wieseck . . . 69 Gust. Jacoby, Alten-Buseck 69 „ Karl Post, Wieseck . . . 69 , Louis Süßmuth, Steinberg 69 „ Karl Trautmann, Wieseck 69 „ 1 Kilogramm (2 Pfund) Kornbrot bei: F. Weiß, Grüningen . . 23 Jakob Appel, Krofdorf . . 23 Heinr. Binz, Allendorf/Lahn 22 „ Karl Zinßer, Allendotf/Lda. 22 „ 2 Kilogramm (4 Pfund) Kornbrot bet: 46 „ Heinr. Binz, Allendorf/Lahn 48 „ hiesige» Bäcker. 2 Kg. (4 Pfb.) Karl Post, Wieseck . . . W.Steinnrüller Ww., Lang. Göns....... TNtislher WchNNBmrhlveis Gießen. Gartenstratze 2, Zimmer Nr. 2. (Geschästsstunden von 8—1 und von 3—6 Uhr.) ES find zu vermieten: 1 Wohnung von 7 Zimmern, 2 Wohnungen von 6 Zimmern, Wohnungen von 5 Zimmern, 7 Wohnungen von 4 Zimmern, Wohnungen von 3 Zimmern, 4 Wohnungen von 2 Zimmern, Wohnung von 1 Zimmer mit 2 Kabinetten, 1 Wohnung von Zimmer mit 1 Kabinett, 1 möbliertes Zimmer, 2 Läden mit 3 „ (6Psd.) 1 , (2 , ) 2 , (4 Pfd.) Die Vermieter haben eine Einschreibgebühr zu entrichten und zwar für eine Wohnung mit einem jährlichen Mietwert bis 300 Mk. einschließlich 0,20 Mk., von mehr als 300 Mk. bis 500 Mk. einschließlich 0,50 Mk., und von mehr als 500 Mk. 1,00 Mk.; außer- Sem ist für jede Wohnungsanmeldung 1,00 Mk. ru hinterlegen. Für die Wohnungssuchenden erfolgt die Vermittelung entgeltlich. Karl Spanier, Reiskirchen 46 „ Karl Zinßer, Allendorf/Lda. 46 „ Karl Stumps, Garbenteich 48 „ Jakob Appel, Krofdorf . . 50 „ W. Lein, Klein-Linden . . 50 „ L. Steinmüller, Gr.-Linden 52 Heinr. Binz, Allendorf/Lahn 50 W. Fabel, Wieseck ... 52 W. Weitzel, Lang-Göns . . 52 vom 6. Der 1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrot 1 , (4 , ) v 2 r (2 „ ) Weißbrot 1 , (4 Pfd.) Weißbrot 2 , (2 Pfd.) Gem. Brot W. Weitzel, Lang-Göns Heinr. Binz, Allendorf/Lahn 25 W. Fabel, Wieseck . 2 Kilogramm (4 Pfund) Weißbrot bei: Georg Tern II., Gr.-Linden 50^ Heinr. Weber, Heuchelheim 54 Louis Süßmuth, Steinberg 50 , Jakob Appel, Krofdorf W. Lein, Klein-Linden W. Weitzel, Lang-Göns. . 46 Heinr. Weber, Heuchelheim 48 Gust. Jacoby, Alten-Buseck 46 W. Lein, Klein-Linden . . 27 Karl Post, Wieseck ... 27 Jakob Appel, Krofdorf . . 27 In der Zeit vom 28. April bis 5. Mai 1906 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Filzhut, 1 Spazierstock, 1 Buch (Leitfaden für Botanik und Zoologie), 1 Kinderschirmchen und Geld; verloren: 1 silbernes Zigaretten-Etui mit Monogramm G. F., 1 braunledernes Portemonnaie (Inhalt ca. 70—80 Mk.), 2 Schlüssel, 1 Taschenmesser, 1 grauer Knabenanzug (Matrose), 1 blaue Druckschürze, 1 kleines Silberschild mit der Aufschrift Dr. Schaaf (Wert 30 Mk.), 1 Einlegeschein zur Pfennigsparkaffe mit Marken im Betrag von 18.30 Mk., 1 Fahrrad-Nr. G. 2391, 1 schwarzledernes Portemonnaie mit Inhalt und 1 braunlederner Handkoffer mit Herrenwäsche und Schuhe (Wert 60 Mk.). Entlaufen ist: 1 glatthaariger Pinscher mit der Nummer Nr. 2409. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 5. Mai 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. ________________Herberg._________________ Srotpreist Gafe Ebe! sind wie folgt ver- 8276,18 Mark, 1906. des Kreises Gießen. Der Großh. Kreisbauinspektor 2522s Diehm, Großh. Baurat. und Los 1 Los 2 Altrenommierte Restauration 1871,62 3168,68 1310,70 371,01 1031,70 1322,79 3674,99 1330,74 256,00 1398,00 zu u nahe der Stadtkirche. Steimnetzarbeiten Zimmerarbeiten . Dachdeckerarbeiten Spenglerarbeiten Schlosserarbeiten Glaserarbeiten . Schreinerarbeiten Weißbinderarbeiten Tapezierarbeiten. Eisenlieferung . Gießen, am 4. Mai mit Konzert wozu freundlichst einladet schienener Bewerber erfolgt. Die Arbeiten und Lieferungen Vergebung von Bauarbeiten. Die für die Erbauung eines Schulhauses für die Gemeinde Ruddingshauseu erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege öffentlichen Angebots vergeben werden. Die Angebotsunterlagen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten, Zimmer Nr. 18, während der Dienststunden zur Einsicht der Interessenten offen. Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen sind verschlossen und portofrei bis spätestens Freitag den 25. Mai lsd. Fs., nachmittags 2x/2 Uhr, auf Großh. Bürgermeisterei Ruddingshauseu einzureichen, woselbst die Eröffnung in Gegenwart etwa er- SerMngung m WOrleitNMbcken. Die bei Herstellung der Wasserversorgungsaulage für die Gemeinde Rebgeshain, Kreis Schotten, vorkoinmenden Arbeiten anschla^t: Erd- und Maurerarbeiten Zur Saison Große Auswahl m Kindcrstühlen, Kindersportwageu, in allen Preislagen. Leiterwagen von 2.50 an Klavier | Stimmen 6 Reparieren H PoBieren > in tadelloser Ausführung A durch [D’/t £ Willi Molph < Grossh. Hess. Hoflieferant Pianohandlg. n. Reparatur- 4t werkstätte, Seltersweg 91. e Großh. hch. Kurhaus mit DePrndMen. * g Herrliche, absolut ruhige u. geschützte Laar inmitten der schönsten H j Parkanlagen u. tn unmitteldarec Rübe dcS Dradirhauses n. der I fl Quellen. SoolbLder im Hause. Anerkannt vorzüal. Bervslegung. ■ |k Prospette u. Auskunft durch b. Inhaber F. Eanlk». . jKk Puppenwagen, Sandwagen u. Schubkarre« n.50 Pfg. an Gartengeräte von 10 Pfg. an bis 6.50 Mk. Hängematten von 1.— Mk. bis 10.— Mk. Futzbälle von 2.— Mk. bis 15.— Mk. Tennisschläger unb Bälle, alle Preislagen Anerkannt gute Küche, Mittagstisch im Abonnement 75 und 90 Pfg., Reichhaltige Abendplatten, Stammessen 70 Pfg., hiesige und Münchener Biere, Weine erster Firmen. A Bei günstiger Witterung Dienstag, den 8. Mai & I Eröffnung meiner Bartenwirtschaft i Spargel tfigtiÄK Pfeiffer, Schisfenberger Weg 16. Croguettes von 5.— Mk. bis 20.— Mk. Turngeräte und Schaukeln von 1.50 Mk. bis 15.— Mk. Sandformen, Eimer und Schippchen Rucksäcke von 75 Pfg. an = Gelegenhertsgeschenke = als Schmucksachen und dergleichen Reiches Lager in Spazierstöcken, Pfeifen u. Zigarrenfpitzcn Lederwaren, Hosenträger re. empfehlen Moritz Grtpri % Sohn en gn>s Telephon 391__en detail flb geg^b.Flerschnot durch ui Derbessg. b. Geflügel- | Höfe u. Gründung neuer. Belehr. Katalog postfrei. Heflügtlpark i. Auerbach Hess, [hv4 L CT\a§ Verlegen bes Oberbaues (rb. 16 km Gleis) unb bic Lieferung bes erforderlichen Kleinschlages (rb. 15000 cbm) für bic Neubaustrecke Vilbel—Helbenbergen—Winbecken sollen zttsammeu ober getrennt üerbangen werben. Angebotsormulare können vom 15. Mai ab von unserer Kanzlei gegen Einsenbung von 1,50 Mark (nur Postanweisung) bezogen werben. Tie Eröffnung der mit entsprcchenber Aufschrift versehenen unb verschlossenen an unser Technisches Bureau einzusenbenbcn Angebote erfolgt am 26. Mai, vormittags 11 Uhr, Hebberichstraße 61. Zuschlagsfrist: 14 Tage. Vollenbungsfrist: 15. November 1906. Frankfurt a. Main, im Mai 1906. B7/s Königliche Eisenbahn-Direktion. Wenn Sie müde und abgespannt sind, durch geistige oder körperliche Anstrengung, können Sie sich keine grössere Erfrischung verschaffen, als durch Einreibung mit MimM Auch ein warmes Bad, in welches eine genügende Quantität Brazay Franzbranntwein gegossen wird, hat eine überaus erfrischende und belebende Wirkung. Ueberall käuflich. Zu haben in der Pelikan-Apotheke, Droguerie Carl Wallenfels, Drognerie Karl Seibel. F. Benz. 18»1 Lieferungen unb zwar: f Quellfassungsarbeiten, ! Hochbehälter (70 cbm Nutzinhalt). Röhrenaräben (ca. 3700 cbm Aushub) Rohrlieferungen urtb Verlegungsarbeiten sollen durch schriftl. Angebot vergebett werben. Pläne unb Bebmgungen sinb bei ber unterzeichneten Behörbe, letztere auch bei ber Großh. Bürgermeisterei Rebgeshain einzusehen, Bebmgnngen unb Angebotsvorbrucke gegen ganz freie Ein- senbung von 1.— Mk. in bar für jebes Los nur von uns beziehbar. Angebote sind verschl. unb mit entspr. Aufschrift versehen, aus ber Gemeinbe, Los°Nr. unb Unternehmer zu ersehen ist, bis spätestens Montag, den 14. Mai 190«, vormittags 12 Uhr auf unserem Bureau, Frankfurter Straße 29, einzureichen. Es können nur Angebote auf Vorbrucken ohne Textänberungen unb Zusätze Berücksichtigung sinben. Eröffnung in Gegenwart der Bieter. Freie Auswahl bleibt ausbrücklich vorbehalten. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, ben 27. April 1906. B30/« Großherzogliche Kulturinspcktion Gießen W i ß mann. Wteiln R. 5 Äeichs hat, obgl parvle d werden hepMgei reiche F »erteilter Unterschr träger b alle „tm Si.eahion“ mit Still TertlM i viel iozic citgebW Lvzialder bitten ii der Tun lullt ront der Ber 3tim inne' auf 418, 123 auf von 32 c 3n Tarn Stein un Mfnenz vlieb bis allerdings Ufc, als stellte Rec und für 5 äderlviegei M, ans Gries ton 120 Lsann U. Ausdruck, peinig fei Wernsall übei ^.-ooziall Msgabe a !11 den | sur Thrvr Zivie, W der hnnung : itorben. xr Rorel T^alidjem 'Qnim(iniq •mW Äeite meldet - s Jttm jjj fe'iJ Haiti VI ko ?lsv dir •eÖr ii Kch 'i >tte c ^nofq Der Mer deuE liberal das wäv E ^lLeralen sieht «ui! Anhang gunsten - sie unser ist. u« die siherü hat der i DarnlstM MS datur. v welcher c ^lusnchnl Järtle werden k Alzey fre nallrbera Lesitzstm wäre nu sonenwe einen c Porteisd ieten et bürste । jchigeu sondern vmnehv