"ubrti«rntigt) SJ« ®«um, S* ,e" Millich ,b« i'itüj. Oot,ein 3iaitl, e!> &4' bt» eh«i ho* ®t!4e h0^ Siufc. bM«„n ' >° eitle «WHÄ ’»°it N«gt, ii, 01l”uie '„’Wtn. g*r* besesicn v \ lcien die te-j. Cl die etrQ6enba()nei? £tcen' *S * „0* ' "olQwnen Verhü’W gl1, Darmkatarrh. ft1« oder beim Lernen " Ämber, sowie blut- bearbeitete, leicht erreq. suchen als Kräftigung?. “ Haematogeu. i'geu und körherlicheu * Gefamt-Ncrvcnsystcm echte „Tr. Howmel'ö" nelen Nachahmungen auf- rn ien v IS -2«, ’O-2'Z o tS V Ik -> rO-2 € - «tz - ■’S 5 !*? 2 § ii u 0 v y e> cd "er -2 o V P .£? I O 5 C, v » P c*. _ 4 O V vo — ES 2 o -P ÄSL ** O u 2/5 £5 dl vUV°.r' p.V» >2^2 A - O E 2-Jv S S-k 2 - , r v d d * ■-ßFL -L - ks p. Ö s E^AlS 5 <-- 2 _5" u V ß J r s "5° 2> 2 O.y -5 2 - 0 — 0 -K^S ä>d 2 v E 'S A v 2 2 p ß 2 « , O - V - 2.-0 — y ~ - e> u - D 5 H 2S S E^S Nr. 182 Erscheint tLgltch außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit Dem Hessischen Landwirt die Siebener Familien» blätter viermal in bet Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Uuivers.-Buch-u. Steindruckerei. 9L Lange. Redaktion, (fcevebition und Druckerei: Echulstratze 7. Rebaktion e^ss) 112 Verlag u.Exped.^Mbl Abresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Erstes Blatt 158. Jahrgang Montag 6. August 1906 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger w Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen BezugSpretS, monatlich7bPs.,vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- ii. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch dicPost 9)lt.2.— viertel- jährl. auSschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. ZeilenpreiS: lokal 13Pf^ auSivärtS 20 Pjg. Verantwortlich für den voltt. und allgem. Teil: P. Witt ko: für »Stadt und ßantr und ,Gerichtsfaal*: Ernst Heß; für den Anzeigenteil: HanSBeck. Die heutige Uummer umfaßt 8 Seiten. Die Gärung in Rußland. Die Meutereien. Die Petersb. Telegr.-Agentur meldet aus R e v a l unterm 6. Aug.: Ms ein Teil der Mannschaft des Panzerkreuzers „Pa inj al Asowa" in der Nacht zum 2. August meuterte, befand sich das Schiff in der Papemviek-Bucht, 40 Meilen östlich von Reval. Bei ihm waren die kleinen Kreuzer „Abrek" und „SSoiemoba", das Schulschiff „Wojin", der Torpedoboots- zerstörcr „Pospjcschnhi" und die Torpedoboote Nr. 106 und 107. Als die Meuterer sich des Panzerkreuzers bemächtigt und den Weg nach Reval eingeschlagen hatten, gaben sie den anderen Schiffen das Signal, ihnen zu folgen. Ms die Offiziere sowie diejenigen Mannschaften, die ihrem Eide treu blieben, sich weigerten, dem Befehle nachzukommcn, fingen die Meuterer an, aus den Geschützen zu feuern, hatten jedoch keinen Erfolg. Mle Schiffe blieben unversehrt. Der kleine Kreuzer „Abrek", den Die Mannschaft auf Strand hatte lausen lassen, kam ohne fremde S)i!fe wieder frei und befindet sich gegenwärtig in der Narowamundung. Das Torpedoboot Nr. 106 verschwand zwischen den kleinen Inseln. Auf dem „Pospjeschnyi", dessen Kingstons man geöffnet hatte, wurden diese von den Maschinisten wieder geschlossen, sodaß das Schiff über Wasser blieb. Sobald der „Pamjet Asowa" sich vom Schauplatz entfernt hatte, kehrte die an Land geflohene Besatzung der übrigen Schiffe an Bord zurück und brachte die Schisse nach Reval. Diese wurden von einer Kommission Ker Marinebehörde untersucht und für vollkommen unversehrt befunden. Dieselbe Agentur meldet ferner aus Helsingfors unterm 5. Aug.: Die rote Garde wird jetzt von dem Anarchisten Luoto geführt. Es beißt, sie halte sich jetzt in der Umgegend von Helsingfors auf. Der Senat hat die sofortige Aushebung der Organisation der roten Garde angeordnet. Die gerichtliche Untersuchung der Vorgänge in Sweaborg hat ergeben, baß die Initiative zu dem Aufstand von russischen Revolutionären ausgegangen ist und daß sich bann die rote Gärde an der Organisation beteiligt hat. Die Zahl der Streikenden beträgt 4000. In Sv eaborg wurden 450Bomben geworfen, bis die Meuterei niedergeworfen war. Von den leitenden Offizieren der Meuterer sind Kahanski und Emiljanow ergriffen, Eyo« entflohen. 150 Artilleristen und 100 fi« nlän - dische Sozialdemokraten sind gefallen, 800 Artilleristen und 50 Sozialdemokraten gefangen. Die Gesamtziffer der Meuterer belief sich auf 1400. Das Kriegsgericht wird 700 Artilleristen, 300 Infanteristen und 100 Mann Marinetruppen abzuurteilen haben. In Kronstadt wurden 300 Rädelsführer des letzten Aufstandes vom Kriegsgericht zum Dode verurteilt und hingerichtet. Unter ihnen befanden sich viele Zivilpersonen, darunter auch das Mitglied der Reichsduma, Mich ailiczenko, bei welchem ein Plan der Festungswerke gefunden wurde. Ein anderes früheres Mitglied der Duma, Onipko, wurde in Sveaborg verhaftet und der Abg. Medwedew in Woronesch. Nach weiteren Meldungen meuterten in Wladikawkas zwei Bataillone. Tie Mannschaften töteten einige Offiziere und besetzten die Station Kojake, wo die treu gebliebenen Truppen sie umzingelten, angriffen und zur Ergebung nötigten. Wie -in Moskau versichert wird, weilte der Matrose Matjnschenko, einer der verwegensten Leiter der Meuterei auf dem Panzerschiff „Fürst Potenrkin", in den letzten Tagen auf dem Sch auplatz der sinn ländischen Ausstände. Kürzlich bereiste er, als Gendarmerieoffizier verkleidet, Kronstadt, Sebastopol und Odessa. In dieser Verkleidung besuchte er einige höhere Marinebehörden und erkundigte sich über die Stimmung unter den Mannschaften. Die Behörden gaben ihm zuvorkommend Auskunft darüber, welche Truppenteile Mißtrauen und Besorgnis einflößen. Der Generalstreik ist am Samstag mittag in Petersburg proklamiert worden. Es findet ein großes Militäraufgebot statt und auch die nach den Datschen (Villen der Vororte) gehenden Züge haben militärische Bedeckung. Alle Fabriken stehen still. Die Pferdebahn verkehrt nicht. Zu einem größeren Zusammenstoß mit der Polizei ist es auf der Wassilo-Jnsel gekommen, wobei viele Arbeiter und mehrere Polizisten nicht unerheblich verletzt wurden. Die kurze Eisenbahnlinie nach Sestroresk wurde stark beschädigt. Auf der Petersburger Endstation gerieten Arbeiter in einen Kampf mit Polizei, wobei acht P o l i z i st e n getötet wurden. Gerüchte, daß der Ausstand der Bahnangestellten beginnen sollte, erwiesen sich als unbegründet. Auf allen Eisenbahnen um Petersburg herrscht völlige Ruhe. Ueberhaupt scheint der Aus st and imganzenReich fehlgeschlagen zu sein. Selbst in Odessa herrscht verhältnismaizig Ruhe. Stur in Jekaterinoslaw wird allgemein gestreckt. In Moskau haben sich sämtliche Arbeiterkategorien sowie die Eisenbahner fürdenAusstand ausgesprochen, während die Telegraphen- und Forstbeamten den Generalstreik ablehnen. Revolutionäre Greueln. Wie aus Warschau gemeldet wird, ist die Revolution dort mi vollem Gang e. Diebesbanden durchziehen die Stadt unb plündern die Geschäfte, ohne daß Militär oder Polizei eingreift. Gegen die Gattin des GendarmeriekomMandanten, hie einen Ausflug unternahm, wurde auf der Landstraße ein Attentat verübt. Die Täter hielten die Pferde des Wagens an, in welchem die Frau saß, zogen fhr Söhnlein, von dem sie begleitet war, heraus und ermordeten es vor den Augen der Mutter. Auf der Bahnstrecke Libau-Ha wesen wurde uachts ein Ueberfall auf einen Postzug gemacht Md 80 0 00 Rubel Reichsgeld geraubt. Acht Ressende, darunter der Deutsche Grundmann und der brasilianische Generalkonsul Rupniewski, sind verletzt. Es wurden alle Passagiere erster und zweiter Klasse ausgeplündert. Deutsches Reich. Potsdam, 5. Aug. Ter Kaiser und die Kaiserin, sowie die Prinzen Oskar und Joachim und Prinzessin Viktoria Luise trafen gestern nachmittag von Swinemünde in Wildpark ein. Sie besuchten gestern abend die kronprinz- lichen Herrschaften im Marmorpalais. Heute, als am Todestage der Kaiserin Friedrich legten sie im Mausoleum einen Kranz nieder. Später empfing der Kaiser Professor Lessing zur Vorlage der Stoffe aus dem Reliquienschrein Karls des Großen. — Das „Echo de Paris" will wissen, daß eine zweite Begegn ungdesKaisersmitdemKönigEduard für die zweite Septemberhälfte geplant sei, und zwar während der Mittelmeerfahrt, welche der König zu unternehmen gedenkt. — Für die Taufe des kaiserlichen Enkels ist der 27. d. M. in Aussicht genommen. Die Handlung wird vom Oberhof- und Domprediger Tr. Dry an der im Neuen Palais vollzogen werden. — Die Fortführung der Untergrundbahn vom Potsdamerplatz bis zum Spittelmarkt ist vom Kaiser genehmigt worden. Diese Linie, die ein Teil der Untergrundbahnverlängerung bis zum Bahnhof Schönhauser Allee ist, soll bis zum 1. April 1909 sertiggestellt werden. — Der Vortragende Rat im Neichsnmt des Innern Geh. Oberregierungsrat Dr. Kaufmann ist zum Präsidenten des Reichsversicherungsamtes ernannt worden. — Fürstin Emma zu Solms-Hohensolms- Lich ist hier angekommen und im Palasthotel abgestiegen. — Die Vertrauensmänner des Bundes der Landwirte in Stade-Bremervörde beschlossen, den Nation all,rb er al en Kandidaten nur dann zu unterstützen, wenn er dem rechten Flügel der nationalliberalen Partei angehöre, der z. B. in den Herren Graf Oriola und Frhrn. v. Hehl Mitglieder besitze, die für die Bestrebungen des Bundes der Landwirte im Parlament jahrelang wirken. Sollte die nationalliberale Partei auf die Wünsche des Bundes nicht Rücksicht nehmen, so würde damit der Bund in die Zwangslage kommen, einen eigenen Kandidaten aufzustellen. Inzwischen haben die National- liberalen den Senator Reese in Stade aufgestellt, der wirtschaftspolitisch dem Linksliberalismus zuneigt. Minden, 5. Aug. Infolge sozialdemokrat. Hetzereien unter den westfälischen Zigarrenarbeitern und der dadurch auf zahlreichen Betrieben hervorgerufenen L o hn str e i t i g- Feite« haben sich 126 Firmen des westfälischen Dabakindustriegebietes, das den Regierungsbezirk sowie die angrenzenden Gebiete (Lippe, Osnabrück usw.) umfaßt, auch die dort fabrizierenden Bremer und Hamburger Firmen, zu einem Arbeitgeberverband vereinigt, dem einschließlich der Filialfabriken der Mitglieder nunmehr mehrere Hundert Betriebe angehören. Mit dem Bremer und Hamburger Zigarrenfabrikantenverein hat der Westfälische Verband ein Kartell abgeschlossen. Wolfhagen, 5. Aug. In der gestrigen Reichstagsstichwahl im Wahlkreise Rinteln-Hofgeismar-Wolfhagen wurde Herzog(deutschsozial) mit rund 9100 Stimmen gewählt. Vetterlein (Sozialdemokrat) erhielt rund 4500 Stimmen. Straßburg, 4. Aug. In hiesigen amtlichen Kreisen verlautet, der Statthalter Fürst Hohenlohe-Langenburg werde von seinem Posten zurück treten, Staatssekretär v. Köller werde sein Nachfolger. Zu dessen Nachfolger sei der Unterstaatssekretär Ma n d e l ausersehen. Eine Bestätigung dieser Nachricht ist bisher nicht eingetroffen. Nürnberg, 5. Aug. Die Stadtverwaltung beschloß, angesichts der bevorstehenden Jahrhundertfeier der Einverleibung Nürnbergs in Bayern eine Stiftung für städtische Arbeiter mit 100 000 Mark Kapital zu errichten. München, 4. Aug. Die Anklagerede des Prinzen Georg in der Neichsratskammer hat anfangs zwar großes Aufsehen hervorgerufen, in parlamentarischen Kreisen rechnete man sogar mit einer Ministerkrise, doch einen Tag nach der Rede wär bereits ein Umschwung eingetreten. In der Reichsratskammer wurde Minister Graf von Feilitzsch von den königlichen Prinzen ostentativ bei seinem Erscheinen begrüßt, während Prinz Georg inzwischen nach Ischl a b g e r e i st war und an der Sitzung nicht mehr teilnahm. In der Abgeordnetenkammer wurde der Minister vom Zentrumsführer Tr. von Taller ebenso herzlich begrüßt, was umso auffälliger war, als bekanntlich das Zentrum auf den Sturz des Grafen Feilitzsch hinarb'eitete. Der Zwischenfall dürste also keine weiteren Folgen haben. Die Jubiläumstagung des Kyffhäufer-Berbandes der Vereine Deutscher Studenten. (Unberechtigter Nachdruck verboten.) S. u. H. Kelbra am KyfMuser, 5. August. Der Kyffhäuserverband der Vereine deutscher Studenten, der heute über 3000 „Alte Herren" und 1000 Aktive zählt, feiert hier fein 25 jähriges ©tiftungSfeft, mit dem zugleich die Weihe der vom Verband an den Ruinen der Rotenburg errichteten Bismarcksäule verbunden ist. Zahlreiche Vertreter der deutsch-östreichischen Studentenverbindungen haben sich zu dem Fest eingefunden. m . Das Fest begann am Freitag mit einem Begrützungsabend. Der Samstag wurde mit Verhandlungen über innere Verbandsfragen eröffnet. Am Nachmittag hielt der „Alte Herr" Dr. Böhme-Berlin den großen Verbandstagungsvortrag über das Thema: „Unsere praktische .Arbeit". Seinen hierfür aufgestellten Thefen entnehmen wir, daß der Verband „auch ferner- hin in allen nationalen Fragen den Kampf mit aller Energie führen" will. Besonders betont wurde die Ostmarken- unb die deutsche Schulvereinsfrage. Nach einer sei« lebhaften Diskussion, an der sich u. a. die „Alten Herren" Redakteur Dr. Paul Liman von den ,Leipz. N. Nachr.", der Geschäftsführer Geiser vom „Alldeutschen Verband" u. a. m. beteiligten, sah man sich mit Rücksicht auf von den Leipz. N. Nachr. erhobene Beschuldigungen wegen der polit. Tätigkeit des „Alten .Herren" Pfarrbr a. D. Dr. Friedr. Naumann zu folgender auf Grund des Vortrags angenommenen Resolution veranlaßt: „Die auf der 25. Festtagung des K. V. versammelten Mitglieder des Verbandes erflären: Der Kysfhäuser-Verband hält nach wie vor eine öffentliche Stellungnahme für die Sozialdemokratie für unvereinbar mit feinen nationalen Grundsätzen. Er erblickt vielmehr in dem steten und nachdrücklichen Kampfe gegen die Sozialdemokratie eine klare Folgerung ans feinen unveränderlichen Prinzipien." Aus uns Luno. Gießen, den 6. Ang. "Personalien. S. K. S). der Großherzog haben am 4. August dem auf sei« Nachsuchen in den Ruhestand versetzten Rabbiner in Darmstadt Dr. David ©einer das Ritterkreuz I. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. — Entlasten wurde am 1. August die Zeichenlehrerin an der Volksschule zu Mainz Hedwig Ulrich aus ihr Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Oktober an aus dem Schuldienste. •* Militärisches. Das Biwack unseres Regiments im Gelände Lützellinden-Münchholzhausen-Rechtenbach vom Freitag zu Samstag war für die Soldaten nicht angenehm, denn es regnete fast die ganze Nacht und ganz besonders m der Frühe, als gegen 3 Uhr die Zelte abgebrochen und verpackt wurden. Die 3. Kompagnie unseres Regiments hatte die Feldwache und lag auf der Anhöhe westlich Lützellinden, ihr gegenüber nach Groß-Rechtenbach zu der Feind, bestehend aus dem III. Bataillon 116 und I. Bataillon 168. Um Vs3 Uhr begannen die Vorpostengefechte, bis bei Tagesanbruch das Gros des Feindes aus der Gegend Rechtenbach heranrückte und das I. und II. Bataillon 116 in ihrer befestigten Stellung angriff. Dieses hatte zahlreiche Schützengräben aufgeworfen und sich verschanzt. Das Gefecht wurde bald abgebrochen, nach der Kritik rückten die Truppen um 8 Uhr aus der Gefechtsstellung ab. Die 168er marschierten über Hochelheim, Lang-Göns, Kirch- und Pohl-Göns nach Butzbach, das Kaiser Wilhelm-Regiment über Lützellinden und Klein-Linden nach der Stadt, es traf um */,10 Uhr mit klingendem Spiel in den Kasernen ein. Die Uebüng war für die Soldaten sehr anstrengenb, doch hielten sie sich sehr gut, sodaß kein Unfall zu verzeichnen ist. "Hirsches. Die hiesige Staatsanwaltschaft hat dem Gesuch des Landtagsabg. Hirschei, den in seiner Strafsache anstehenden Termin zu verlegen, stattgegeben. Der neue Termin wird sechs Wochen später stattfinden. ** Ein ehemaliger Gießener Gymnasiast, der in Kurhessischen eine neue Heimat fand, bittet uns um Veröffentlichung nachstehender Ausführungen, die gewiß die Zustimmung aller früheren und jetzigen Schüler und Lehrer des Gießener Gymnasiums finden und hoffentlich den gewünschten Erfolg haben' wird: Bei dem 50jährigen Jubiläum der Realschule und des Realgymnasiums zu Gießen im Jahre 1887 wurde vom Lehrerkollegium ein Verzeichnis der Lehrer und Schüler, welche diese Schulen besucht hatten, herausgegeben. Dies war für ehemalige und gegenwärtige Schüler eine willkommene Festesgabe. Bekanntlich soll doch nun bas 3 0 0jährige Jubiläum des Gymnasiums zu Gießen (1605—1905) mit dem nächstjährigen U n i v e r s i t ä t s j u b i l ä u m (1607—1907) verbunden, gefeiert werden. Da wäre es für viele frühere Gymnasiasten sehr erwünscht, auch eine P e r s o n a 11 i st e, vielleicht v o m letzten Jahrhundert, der Lehrer und Schüler des Gymnasiums zu bekommen. Es würde auf diese Weise eine Fülle persönlicher Eeinnerungen, freudiger wie ernster Art, an vielleicht längst vergessene, in alle Welt zerstreute Jugendgenossen bei Vielen wieder wachgerusen werden. Ein weiterer Zweck dieses Schreibens soll sein, daß man klar darüber werde, ob die früheren Schüler des Gießener Gymna- simns, welche sich s. Zt. nicht dem Studium widmeten, sondern einen anderen Beruf wählten, zur Jubilämsfeier eingeladen werden oder nicht. Wir auswärts wohnenden früheren Gymnasiasten erfahren vom Gange der Sache absolut nichts, wollen uns aber selbstverständlich so einrichten, daß wir unserer Schulfeier ebenfalls beiwohnen können." ** Zimmerbrand. In der Nacht vom 4. auf 5. If. Mts. bemerkten Arbeiter vom Gaswerk in einem Mansardenfenster der Ostanlage Feuerschein. Sie weckten die Hausbewohner und man fand das Bett eines Dienstmädchens in Flammen, während das Mädchen sich geflüchtet hatte. Das Mädchen hatte unvorsichtigerweise das Licht auf das Kopfende des Bettes gestellt und gelesen, war batv eingeschlafen und das Licht fiel in das Bett. Zu verwundern war sehr, daß das Mädchen nicht selbst Schaden genommen hatte. " Diebstahl. Auf dem Braunsteinbergwerk wurde'einem Arbeiter während der Ätachtschicht am Samstag das Jahrrat- gestohlen. " Eigentümer gesucht. Bei einem ivegen Unterschlagung Angezeigten wurde ein Trauring mit der Inschrift „I. F. M. 30. 9. 05.* beschlagnahmt, den der Betreffende vor zwei Jahren in der Marburgerstraße gesunden haben will. Der Eigentümer des öiinges ivird ersticht, sich bei der Kriminal-Polizei zu melden. •* Verhaftet wurde in verflossener Nacht ein Arbeiter, der ein Mädchen mißhandelte, und ein anderer wegen fortgesetzter Ruhestörung: ** Bei dem gestrigen Spichererberg-Turn- fefi, zu dem Turner aus ganz Deutschland zugelassen waren, war auch die Gießener Turnerschaft vertreten. Es errangen lEmil Bürk vom Männerturnverein den 12. Preis und Heinrich Hamel vom Turnverein den 23. Preis. " Eine Talsperre im Lahntal. Neben dem Edertal soll nun auch noch das Lahntal, und zwar im Kreise Wittgenstein, eine Talsperre erhalten. Als passendes Terrain ist die Gegend hinter Laasphe, da, wo sich in mannigfachen Windungen die Bahn Marburg—Creuzthal neben der Landstraße zwischen den hohen Bergen des RothaargebirgeS hinschlängelt, ausersehen. Selbstredend müßte man, falls dem Talsperreprojekt dort nähergetreten würde, auch eine Verlegung eines Teiles der Bahn und der Landstraße, vielleicht durch Anlage eines Tunnels, in Erwägung ziehen. Durch die Anlage dieser Sperre würde es möglich sein, ein Wasserquantum von über 30 Millonen Kubikmeter stauen zu können. Zahlreiche industrielle Werke, die ja im oberen Lahntal bereits vorhanden sind, würden dann mit billiger Wasserkraft versorgt werden können, und außerdem dürfte es möglich sein, die sämtlichen Orte zwischen Feudingen bis hinunter nach Marburg mit elektrischer Beleuchtung zu versehen. Die Beseitigung von Ortschaften, die bei der Edertalsperre jedenfalls notwendig wird, bleibt hier völlig außer Betracht. * * Vorsicht für Waldbesucher. In den vielbesuchten Waldungen der Lindner Mark ist die Tollkirsche (Atropa Belladonna) ziemlich stark verbreitet. Diese gefährliche Giftpflanze mit ihren anfangs grünen, später glänzend violettschwarzen Beeren ist namentlich für unwissende Kinder recht verführerisch. Eltern sollten ihre Kinder vor dem Genüsse dieser Beeren dringend warnen. * * In dem Bericht über die Jubelfeier des Kartellverhältnisses zwischen der Saxoborussia zu Heidelberg und der Starkenburgia zu Gießen 'in der Samstagsnummer hat sich ein sinnentstellender Fehler eingeschlichen. Es heißt darin, der 1. Chargierte der beteiligten Korps habe auf die Rede des Vorsitzenden erwidert, während es heißen muß, der 1. Chargierte der Starken- burgia, Beckler, habe erwidert. * • Lich, 5. Aug. Der Landwirt F. Steul in Muschenheim wollte vom Scheunengerüst Stroh herunter- werfcn, glitt aus und stürzte kopfüber in die leere Tenne. Die inneren und äußeren Verletzungen waren so schwer, daß der Tod nach kurzer Zeit eintrat. cb Laubach, 5. August. Gestern nachmittag wurden die Bewohner des westlichen Teils unserer Stadt durch eine starke Detonation erschreckt. Als der Personenzug 3.29 Uhr den Bahnhof zu verlassen im Begriffe war, erfolgte an der Lokomotive ein Rohrbruch mit heftigem Knall. Wäre der Zwischenfall auf der Strecke erfolgt, so hätten leicht ernstere Folgen eintreten können; so gelangte der Zug mit nur halbstündiger Verspätung in Mücke an. In Villingen wurde dann die Rangiermaschine, welche den Zug nach Mücke und zurück brachte, durch eine von Gießen herbeigerufene Lokomotive ersetzt. △ Wettsaasen, 5. Aug. Ein junger Drogist aus Marburg passierte gestern mit seinem Rad auf dem Rückweg von Schlüchtern unseren Ort. Die von Osten einmündende Straße hat ein sehr steiles, kurzes Gefälle mit äußerst scharfer Kurve am Ende. Diese gefährliche Wegstelle entlang kam der Radfahrer mit ausgestellten Füßen. Das rasende Tempo machte eS ihm unmöglich, die scharfe Kurve zu nehmen. Er rannte in eine gerade offenstehende Scheuer hinein, stürzte in die frisch hergestellte Tenne und blieb bewußtlos liegen. Am Kopfe und in der Seite hatte er schwere Verletzungen erhalten. Seine telegraphisch von Marburg herbeigerufene Mutter pflegt hier den 18 jährigen Waghals. Hätte das Scheuertor nicht offen gestanden, dann hätte sich der Radfahrer zweifellos den Schädel eingerannt. An dec übrigens für Radfahrer recht gefährlichen Stelle sollen jetzt Warnungsschilder angebracht werden. R. B. Darmstadt, 5. August. In einer der letzten Nächte horte der beim Pulvermagazin, das ziemlich entlegen im Walde an der Eschollbrücker Straße sich befindet, aufgestellte Militärposten plötzlich ein verdächtiges Geräusch und bemerkte bald darauf im Gebüsch versteckt mehrere verdächtige Gestalten. Er rief sie an, erhielt aber statt der Antwort zweiNe- volverschüsse, die ihn glücklicherweise nicht trafen. Der Posten feuerte darauf vier scharfe Schüsse nach jener Stelle, die zwar in dec Dunkelheit fehl gingen, jedoch zur Folge hatten, daß die Angreifer Reißaus nahmen. Später wurde der Posten vor der Wachtstube plötzlich von mehreren Strolchen überfallen und tätlich angegriffen; zum Glück kamen ihm aber sofort mehrere Kameraden zu Hilfe, die den arg Bedrängten befreiten und die Angreifer abwehrten. Während aber dies geschah, versuchten mehrere der Komplizen, mit Fackeln versehen, den Zaun zu übersteigen und nach dem Pulvermagazin vorzudringen. Nun gaben die Soldaten abermals scharfe Schüsse ab und verwundeten auch einen der Angreifer, der mehrmals zu Boden siel, aber von seinen Komplizen doch mit fortgeschleppt werden konnte. Die Belästigung der Soldaten dauerte mehrere Stunden hindurch, dann verschwanden die Strolche spurlos im Walde. Auch in der darauf folgenden Nacht erschienen wieder in der Nähe des Pulvermagazins eine Anzahl verdächtiger Gestalten, diesmal meist in Begleitung großer Hunde. Da sie aber wohl bemerkten, daß die Wache verstärkt und ein Doppelposten aufgestellt worden war, zogen sie eS vor, die Angriffe nicht zu erneuern. Seitens der angegriffenen Soldaten sind im ganzen ca. 12 bis 15 scharfe Schüsse abgegeben morden und ebensoviel auch von den Strolchen. Es ist daher nur der Dunkelheit zuzuschreiben, daß nicht schwerere Verwundungen vorgekommen sind. Hoffentlich bringt die eingeleitete Untersuchung bald Klarheit in die vorgestrige Schießaffäre. R.B. Darmstadt, 5. Aug. Der Darmstädter Männergesangverein begeht in diesen Tagen unter Teilnahme von ca. 30 befreundeten Vereinen die Feier seines 25jährigen Jubiläums und hat eine allgemeine Festwoche arrangiert, die gestern abend durch ein Festkonzert im Saalbau eingeleitet wurde. Neben den Gesangschören des Vereins unter Mitwirkung der L^ibgreuadierkapelle waren auch Kammervirtuos und Kgl. Preuß. Konzertmeister Brinkner- Wiesbaden und die Großh. Hess. Kammersänger Weber, sowie Frau Hofopernsängerin Wolf von hier an dem schön verlaufenen Konzert beteiligt. Heute vormittag fand nach dem Empfang der auswärtigen Vereine im Saalbau eine allgemeine akademische Feier statt, die der festgebende Verein durch Beethovens Chor „Die Ehre Gottes" einleitete. Dann begrüßte der Festansschußpräsident Heidccker die Festteilnehmer, gab einen kurzen Rückblick auf die Geschichte des Vereins und schloß mit einem dreimaligen Hoch auf den Kaiser und den Großherzog. Zu Ehrenmitgliedern wurden anläßlich des Jubiläums ernannt: Generalmajor und Stadtkommandant v. Eckenbrecher, Oberbürgermeister Mornewcg, Bürgermeister Dr. Glässing, Geh. Regierungsrat Dr. Kratz und der erste Dirigent des Vereins vor 25 Jahren, Kammermusiker A. Kugler. Die großen Neigen der Gratulationen eröffneten die Damen des Vereins, von denen ein silberner Lorbecrkranz, Fahnenschleife und seidene Schärpen für die Fahnenträger, Fahnennagel :c. überreicht wurden. Dann überbrachten zahlreiche Vereine Geschenke und Gratulationen und nach Dankesansprachen des Stadtv. Schupp und Stadtkommandanten v. Eckenbrecher erfolgte die Verteilung einer Anzahl Ehrendiplome und Auszeichnungen an die ältesten Mitglieder und die Vorstandsherren. Später wurde allen Vorsitzenden, Dirigenten und Ehrengästen ein Ehrentrunk kredenzt und am nachmittag fand auf dem Festplatz (Exerzierplatz) die offizielle Feier bei Konzert, Gesang und Tanz ihre Fortsetzung. Am Montag ist allgemeiner Sängerabend, Mittwoch Dopvelkonzert, Freitag Sportfest und Sonntag allgemeine volkstümliche Schlußfeier. (fc.) Bingen, 5. Aug. Der Bund der Viehhändler Deutschlands hatte heute eine Versammlung hicher einberufen. Herr Mai besprach die schwere Stellung der Viehhändler und betonte, daß trotz aller Angriffe das System des Zwischenhandels sich bewährt habe. Der Vorsitzende Daniel verbreitete sich über die Entstehung des Bundes und seine Aufgaben und besprach die Zeiten der Fleischteuerung und die gegen die Händler gerichteten Angriffe und mahnte zur Agitation und Organisation. Neber die ungleiche Verteilung der Steuer für die Wandergewerbescheine referierte ebenfalls Daniel Beschlossen wurde in einer Petition die Herabsetzung der Altersgrenze zur Erlangung eines Gewerbescheines von 25 auf 21 Jahre zu verlangen, lieber Eisenbahnangelegenheilen referierte Emil Grosse-Berlin. Er erflärte, daß bisher Wagen von größerem Flächengehalt als verlangt für die Viebtransporte geliefert worden seien. Natürlich feiert dadurch die Kosten bedeutend gestiegen. Kapp-Matnz verlangte, daß dem Viehhändler der gleiche Transportpreis wie dem Agrarier angerechnet werde, Nathan-Mainz verlangte Beseitigung des Begleiterzwanges. Grosse-Berlin wird als Sachverständiger dem Minister in Berlin eine Anzahl Reformvorschläge unterbreiten. Fritz Schulz von Kallehne sprach dann gegen die Viehmarktsbanken. Eingehend beschäftigte sich die Versammlung mit dem Fall der Gebrüder Behringer-Bodenheim. Diesen sind in Frankfurt a. M. im Schlachthause 23 Stück Vieh geschlachtet worden, als seuchenverdächtig. Beringer bestritt dies. Ter Departements- Tierarzt hat das Vieh erst nachdem es geschlachtet war, gesehen. Beringer ist der Zutritt nicht gestattet worden, er hat einen Schaden von 3000 Mark gehabt. Es fielen in der Versammlung scharfe Worte gegen den Frankfurter Fall scharf protestiert. Am Vormittage fand in Rüdesheim eine Vorstandssitzung statt, in der besonders über die neu eingeführten Kontrollbücher im Schweinehandel gesprochen wurde. Es wurde gefordert, daß die Zuchtstätten schärfer kontrolliert würden und daß die Schweine, welche von der Zuchtstation auf den Markt gebracht würden, mit Ohrenmarken versehen sein müßten. fc. Frankfurt a. M., 5. Aug. Heute nachmittag tagte hier eine Versammlung von Landwirten aus dem Großherzogtum Hessen, die der LandtagSabg. Bähr- Hercenhaag einberufen hatte. In derselben, die von zahlreichen Landwirten au§ Starkenburg, Ober- und Rheinhessen gut besucht war und an der die LandtagSabgg. Ullmann, Sensfelder, Köhler, Bähr, Brauer, Hirsche!, Breidenbach und Schmalbach teilnahmen, wurde, bestimmt, welche passende Kandidaten dem Bunde der Landwirte für die im Herbst d. Js. stattsindenden Wahlen zur Hessischen Lan dw i rtschafts ka mm er zur Aufstellung vorgeschlagen werden sollen. — Die „Vereinigten Landwirte von Frankfurt und Umgegend" schlagen am 15. August, bezw. am 1. September mit dem Milchpreise auf, am 15. August die kleineren Landwirte, am 1. September die größeren Gutsbesitzer und Gutspächter, weil letztere bis dahin durch Verträge gebunden sind. Frankfurt a. M., 4. August. Heute geriet auf dem Rangierbahnhof der Bahnangestellte Schäfer, der mit dem Ankleben von Zetteln an die Güterwagen beschäftigt war, zwischen die Puffer zweier Wagen. Da ihm der Brustkorb eingedrückt wurde, war er sofort tot. — Vor dem Hause Viktoria-Allee 4 wurde ein Mann erschossen aufgefunden. Ec hatte sich einen Schuß in die Brust und zwei Schüsse in den Mund beigebracht. Papiere fand man bei ihm nicht vor, sodaß die Persönlichkeit des Selbstmörders noch nicht estgestellt werden konnte. — Heute Mittag 12 Uhr standen plötzlich alle elektrischen Bahnen still. Es handelte "ich um eine Störung in der Zentrale, die nach einer halben Stunde behoben war. Doch dauerte es bis 2 Uhr, bis die privaten Kraft- und Lichtanlagen wieder in Betrieb kommen konnten. — Bei Nies trug'sich ein schweres Automobilunglück zu. Das Automobil wollte wegen einer Straßenreparatur auf die andere Seite fahren, geriet in einen Steinhaufen und stürzte in voller Fahrt die Straßenböschung herab. Der Chauffeur, welcher zeitig absprang, erlitt nur eine Fußverrenkung, während der Eigentümer, ein Frank- urter Herr und eine Dame schwerere Kopfverletzungen erlitten. Das Automobil ging in Trümmer. Frankfurt, 5. August. Heute vollendete Dr. Xaver von Hasenkamp hier sein achtzigstes Lebensjahr. In Tilsit geboren als der Sobu eines Ebern en aus alter Adelssamilie, studierte er 1844 bis 1848, wurde Doktor der Philosophie und wirkte als Privatdozent an der Umversität Königsberg. Die Konfliktszeit führte den politisch stark interessierten Manu der Presse zu. Er wurde Redakteur der „Hartuugsschen Zig.", die noch beute Ostdeutschlands subrendes fortschrittliches Organ ist. 1866 kam er nach Frankfurt als Redakteur des „Franks. Journals", auf welchem Posten er bis 1871 blieb. Seine demokratische Richtung vertrug sich aus die Dauer nicht mit den Neigungen des Blattes. Hasenkamp wurde an die Spitze des Hauptorgans der schwäbischen Demokratie, des „Stuttgarter Beobachters", berufen, dort wirkte er bis 1880. In Mein Jahre kehrte er nach FranNurt a. M. zurück. B. Fulda, 5. Aug. Bei dem heutigen, vom Wetter ehr begünstigten Fulda-Rhön-Sängerfest wurden Preise in folgender Reihe errungen: Klasse la. 1. Preis Winfridia-Fulda 165 Punkte, 2. Preis Harm. Kränzchen Schlitz 164 P., 3. Preis Liederkcanz Hersfeld 163 Punkte, 4. Pc. Eo. Arb.-Verein Fulda 141 P., 5. Pr. Sängerchor Hersfeld 131 P. Klasse 1b. 1. Pr. Liedeckranz Fulda 131 P., 2. Pr. Arb.-Fortdild.-Verein Fulda 129 P., 3. Pr. Gesangverein Hilders 124 P. Klasse II. Drei Preise in folgender Reihenfolge: Hünfeld, Poppenhausen, Petersberg. Von Gastvereinen errangen Preise in folgender Reihe: in Klasse I. 1. Windecken, 2. Marburg, 3. Kassel; in Klasse II. 1. Büdingen, 2. Schlierbach, 3. Gelnhausen, 4. Lollar, 5. Vacha, 6. Sterbfcitz, 7. Blitzenrod. Kassel, 5. Aug. Vom Hoftheaterneubau war cs nach der überraschenden Kunde, der zufolge die Kosten der Ausführung des Projekts um rund eine Million höher kommen, als angenommen war, wieder sehr still geworden. In der letzten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung hörte man, daß es mit dem Bau bald ernst werden soll. Man bewilligte Mk. 70 000 zur Erneuerung und Verlegung des Kanals am Auctor, also auf dem künftigen, vielumstrittFnen Theatergrundstück. Stadtverordnetenvorsteher Geh. Kommerzienrat Pfeiffer wies darauf hin, daß der Vertrag des Konsortiums, welches das alte Grundstück (das gegenwärtige Theater) erworben, mit dem Hausministerium abgeschlossen sei. Danach müsse das neue Hoftheater zu Beginn des Jahres 1910 fertiggestellt sein. Zum Protest gegen die Fahrkarten-Sterrer empfehlen wir allen Gießenern, wie überhaupt allen O b crhessen, die nach Berlin reisen, weniger der Ersparnis halber als um des Protestes willen, sich in Gießen eine Rückfahrkarte nach Marburg und erst dort eine solche nach Berlin zu nehmen. Die Ersparnis beträgt 25 Pfg. für die 3. Klasse. Eine Rückfcihvkarte 3. Klasse — was eine solche 2. und 1. Kl. kostet, ist in dem uns vorliegenden Kursbuch nicht vermerkt — von Gießen nach Berlin kostet nämlich ohne Fahrkartensteuer Mk. 30.10. Die Fahrkartensteuer bei einem Fahrpreise von 30—40 Mk. beträgt 90 Pfg. für die 3. Klasse. Nimmt man nun eine Rückfahrkarte nach Marburg, für die man ohne Steuer 1.80 Mk., mit Steuer 1.85 Mk. zu zahlen hat, und dort eine solche nach Berlin ür 28.30 Mk., worauf die Steuer 60 Pfg. beträgt, so zahlt man an Steuer nur 65 Pfg. statt 90 Pfg. Aehnliche Ersparnisse zum Protest lassen sich jedenfalls auch auf zahlreichen anderen Reisen machen. Die „Protest-Liga gegen Fahrkartenpreisverteuerung" hat, wie wir nochmals erwähnen wollen, ein einheitliches Zeichen für ganz Deutschland mit dem geflügelten Eisenbahnrade in das Musterschutzregister eintragen lassen. Wenn die ganze Bewegung Erfolg haben soll, so ist es notwendig, daß durch ein Zeichen in ganz Deutschland der Protest der Bevölkerung zum Ausdruck gebracht wird. Es ist von der Geschäftsstelle der Protest-Liga in Hameln (F. W. Nese) zu beziehen. Vermischtes. * Ein geadelter Redakteur. In Stuttgart wurde aus Anlaß seines 40 jährigen Jubiläums als Chefredakteur der Staatsztg. für Württemberg Prof. Wieland vom König das Ehrenkreuz des Ordens der Württemberger Krone verliehen, mit welchem der persönliche Adel verbunden ist. * Die letzten Gewitter scheinen in Hessen ohne onderliche Schäden vorübergegangen zu sein. In Niederwöll st ä d t wurde eine Kuh vom Blitz erschlagen, in dem starckenburgischen Dorse Biebesheim durch Blitz- chlag der 12jährige Sohn und die 9jährige Tochter deA Landwirts Tewald getötet. Außerdem schlug dort der Blitz in vier verschiedene Häuser und eine Stallung. —> Auch sonst hat das Unwetter mancherlei Unheil in Starken-, bürg angerichtet. — Im Vogtland und in Böhmen richtete ein schweres Gewitter großen Schaden an. Es wurden in Mylau zwei Fabrikschornsteine umgerissen; in Netschkau wurde ein Fabrikdach abgehoben. Gezündet hat der Blitz unter anderem in Leubetha, in Mühlhausen bei Bad Elster und in Arnoldsgrün. — Bei einem Gewitter' in Innsbruck wurden vor der Kaserne vier berittene- Landesschützen vom Blitz getroffen; einer wurde getötet; ')te drei anderen schwer verletzt. — In Böhmen wurden mehrere Personen vom Blitz erschlagen. — Bei einem Uebungsmarsch des 84. österr. Jnfant.-Regts'. in Po la wurden 70 Soldaten bei einer Temperatur von 41 Grad vom Hitz schlag betroffen, glücklicherweise keiner tödliche * Untergang eines italienischen Auswandere r s ch i f f e s. Ein Madrider Blatt veröffentlicht folgende Depesche aus Cartagena: Der von Barcelona kommende ital. Dampfer „S i r i a" mit 800 Auswanderern an Bord ch eiterte bei der Insel Hormigas in der Nähe von Cap Zalos und sank mit dem Hinterteil schnell. Die Mehrzahl der Auswanderer find Italiener und die anderen Spanier. Die Zahl der Ertrunkenen wird auf 300 geschätzt. Die Geretteten befinden sich auf Cap Palos in kritischer Lage. Es fehlt ihnen an Lebensrnitteln und Kleidungsstücken. Mehrere Fischer sind bei den Rettungsversuchen um- gekommen. Die übrigen an Bord befindlichen Personen retteten ich in Boten und mittels Seilen, die ihnen von Land aus zugeworfen wurden. Unter den Ertrunkenen befindet sich der brasilianische Erzbischof. Mehrere Leichen sind bereits geborgen. Eine Frau, deren drei Kinder ertranken, wurde irrinnig. Die Behörden haben sich nach Cap Palos begeben, um den Schiffbrüchigen Hilfe und Lebensmittel zu bringen. An Bord des Dampfers, der Hilfe leistete, wurden 80 Verletzte ausgenommen. Die Schuld an dem Unglück wird dem Kapitän beigemessen, der S el b st m o r d begangen hat. * In der bekannten Sensationsa sfaire des Kammerfräuleins Milewska ist jetzt eine Ent- cheidung des Kaisers erfolgt. Gemäß § 251 der Kriminalordnung vom 11. Dezember 1805 hatte das Kammer- räulein, um nicht mit ihrer Klage kostenpflichtig abgewiesen zu werden, eine Eingabe an den Kaiser zu richten, worin dieser seine Ermächtigung zum Einschreiten gegen den Herzog Ern st Günther von Schleswig- H ölst ein gab. Auf dieses Schreiben ist aus bem. Justizministerium die Antwort eingetroffen, daß der Kaisen die Genehmigung zur Strafverfolgung deS Herzogs ab- gelehnt hat. Frl. Milewska will nun einen Entscheid des Oberlandesgerichts dahin herbeiführen, ob jene alte! Kciminalordnung für diesen Fall rechtsgültig ist. * Kleine Tageschronik. Der Barbier Gustav Rieger in (Horneburg, Kreis Stade, wurde in seiner Wohnung mit durchj- schnittener Kehle anfgefunden. Als Mörderin wurde feine Frau verhaftet. — In einem Wäldchen bei Zara (Tfchirne) wurde die Leiche' des Grafen Melchior Gozzc anfgefunden. Der 30 Jahre alte Graf hatte« sich erschossen, da er cs nicht vermochte, von seinen, Gehalt als Statt« baltereibeamtcr zu leben. — In der Klagcsachc der Gräfin Hercolani. gegen den italienischen Minister des königlichen Hauses, worin sie behauptet, als junges Mädchen die Geliebte des Königs Humbert gewesen zu sein und eine Enschädigung beansprucht, erließ das römische Gericht eine Sentenz, wonach die Gräfiin zur Lieferung von Beweise» P R fr. '«feil'-,®s. ^el«S6tt„ J’Wtt '" «Mett®* I. ^dja, *2^*es nf®iIIi0n*\b'r ' W i.1 ?°her btr ftffl qe. '0000 » V’6 0 «lfB E ^'««ung ii. S1" b,m Mi. wi-S bar0”ft0?l”1,u= t-tet *’e .überhaupt allen ■W*« ,b6em uns vorliegenden B°rl.n kostet 10 Mk Fahrkarten- Mk betragt 90 Pfq. ?7?^f°hrkartenöch 1,80 E-' mit Steuer ^ne s^che nach Berlin vig. betragt, so zahlt tt90Psg. ' ’ lassen sich sedensalls machen. rsahrkartenpreis- nals erwähnen wollen, »tschland mit dem gc- erschuhregister eintragen Erfolg haben soll, so ist n in ganz Deutschland usdruck gebracht wird. Protesi-Liga in Hameln § zur. In Stuttgart i Jubiläums als Ches« mberg Prof. Wieland )en§ der Wückembergcr persönliche Adel ver« men in Hessenohue l p sein, tyl Witter* M erfragen, in e§leint durch Wtz- 9jährige Tvchtn detz rbem schätz bott der itb eine ötatag. - :tei Unheil in Starten« tb unb in Böhmen ,en Schaden m. Es msteine umgcrissen; m gehoben. Gezündet hat M in Mühlhausen er __ Zei einem Gemittet Kaserne vier betitim r einer wurde getoM, _ Böhmen wurden ,, X __ Iei einem SäS ■ ;£,« Auswande- ch-rZ StzÄ "LA 5äS;£S. ihnen von ^.nbct sch unIeo-In i'inb bereits n«e Se’t Mb- rÄ"’" d ttg,n9ga^aire d-r nfa11 °n£a eine ««•’ 1 iü < 251 » t. 1805 " 7 (0 «"Sv -ch-->b-n „ b«* sjrtjs km,T ,n rourfcthjt Arbers" wlirbt ' • t« . ii k|I,r? , n * M'*» ,,'nrui1' , „.na V»» zugtlasirn wird. — In Amberg hat der Mechaniker Lehner ans Eifer- sucht ans den Privatier Frank einen Mordanschlag verübt. Frank wurde durch mehrere Nevvlverschüsse lebensgefährlich verwundet. Darauf hat sich der Täter erschossen.__ Geriebtssaal. Dresden, 4. Aug. Die Strafkammer verurteilte heute den verantwort!. Redakteur der „Dresdner Rundschau" Erich Herz wegen Beleidigung des sächsischen I u st i z m i n i st e r s Dr^ Otto *n 5 Monaten Geiänani s. lütiift und Wissenschaft. — In Mainz begehen l>eute, am 6. August, der Geb. Medizinalrat Dr Joseph Ei ruberg er und der Landgerichts- hireftor Dr Karl Georg Bocke "heim er ihren 70 Geburtstag. K. studiert, zunächst Rechtswissenschaft und daun Medizin m Gießen. 1862 promovierte er als Doktor. Dann bezog er die Universitäten in Würzburg und Wien. 1863 ließ er sich in Mainz a(5 A'-zt nieder. 1896 ernannte ihn der Grosiherzog zum Medi'inolrat. 1904 zum Geh. Mcdizinalrat. Seit 1905 führt er den Vorsitz in der Rheinischen Naturforschenden Gesellschaft. und hervorragend beteiligt war er bei der Gründung des Phpsiko-tk^" aveutschen Instituts. Im Jahre 1903 erschien von ihm ein Aufsaü „Zur Therapie der Basedow'schen Krankheit", der in der Aer-.tewclt ein umso größeres Aussehen erregte, als Kirnberger lüer ein Mittel zur Heilung dieser Krankheit vorschlug, das bereits häufig mit Erfolg angewendet werden konnte. — Dir. Dr. Bockenheimer hat sich um die Geschichtsforschung seiner Vaterstadt Mainz große. Verdienste erworben. Er war eine Reib' von Jahren Präsident des Mainzer Journalistcn- und Schrift st ellerverei ns. delstu Ehrenmitglied er heute noch ist. Er ist ferner Ehrenmitglied des Historischen Vereins für Unter- franken lAschasfenburg-Würzburgh korrespondierendes Mitglied der königlichen 'Xiademie für gemeinnützige Wissenschaft in Erfurt, desgleichen der kgl. numismatischen Gesellschaft in Brüssel und i cr Rh^inil'chrit <;'■'<. (fIrfini'< ^--s-snche^sorschiina Gicßcr.av landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche rvitternng in Hesse» für Dienstag, den 6. August 1906: Meist heiter, trockeu, nachts kühl, am Tage etwas wärincr. Mäßige westliche Winde. Näheres durch die Gießeuer Wetterkarte. Briefkasten öcv Redaktion. (An an tune Anfragen bleiben unberücksichtigt). G. H. in N. Nicht 58, sondern 8 5 Meter ist die Lahn bei Gießen breit. M. 100. Ter Vorsteher hat nach seiner Vorschrift gehandelt, da gesalzene Häute n i ch t über Nacht im Güter- s ch u v p e u a u s b e w a h r t bleiben dürfen, um das Ein- dringen der von den Hamen abfließenden Flüssigkeit in andere Güter zu verhüten. Die Aufgabe von gesalzenen Häuten soll so erfolgen, daß sie direkt verladen werden können. Original-Dvahtmel-uttgen. Potsdam, 6. Aug. Der Kaiser ist gestern abend um 11 Uhr von Wildvark aus nach Münster abgereist; 20 Minuten vorher hatte die Kaiserin die Reise nach Kassel angetretcn. Kissing en, 6. Ang. Eiu schw eres Unwetter richtete besonder? im Kurpark große Verwüstungen an. Mehrere Brunnen füllten sich mit Wasser und Sand. Bern, 6. Aug. Im Berner Oberland und in Wallis richtete ein Wolkenbruch gewaltigen Schaden an. Wien, 6. August. Hinter dem Topwitzsee stürzte der Wiener Magistratsgehilfe Grohhausen von einer Felswand ob und bsteb tot. — Bei Berchtesgaden stürzte an der Reuteralpe am Hintersee der Wiener Professor Tr. Suchom el ab. Er hotte sich verstiegen., konnte weder vorwärts noch rückwärts und sprang 80 Meter tief auf ein Felsvlateau. Jäger hörten die Hilferufe des Schwerverletzten. Dimrich (Ungarn), 5. August. Im Dorfe Bakonya, Komitat Hunyad, stürzten infolge Wolkenbruchs zahlreiche Häuser ein, wobei 4 Personen und mehrere Tiere um kam en. Die Saaten und die Obsternte sind vernichtet. Petersburg, 6. Aug. Sozialdemokraten und Mitglieder der Arbeitergw'ppe der aufgelösten Duma verbreiten in ungezählten Exemplaren einen Aufruf an das Landheer und die Flotte, in dem es u. a. heißt: „Deutsche Truppen stehen bereit, unser Land z u ü b e r z i e h e n zur Verteidigung der Regierung, die dem Volk mit der Gewalt fremder Waffen cntgegentritt. Wir erklären, daß durch diese Handlung die Regierungun- ser Land verraten hat. Soldaten, Eure heilige Pflicht ist es, das russische Volk von dieser verräterischen Regierung zu befreien und die Duma zu verteidigen." Sofia, 6. Aug. Nach hier eingetroffenen Meldungen fanden in Staninaka Ausschreitungen anläßlich des dort abgehaltenen anti-griechischen Meetings statt. Seitens der Griechen wurden mehrere Schüsse auf die Demonstranten abgefeuert, worauf die Volksmenge zwei griechische Kirchen und zwei Schulen erstürmte, sowie zahlreiche griechische Kaufläden zerstörte. Das ausgerückte Militär gab auf die Menge Schüsse ab, konnte aber der Situation nicht Herr werden. Weitere Details fehlen. Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers. mit»eteilt von der Bank filr Handel Beichsanleihe 87.30 8% Portugiesen TU . 145.00 Türkenlose . . . 118.00 . 34 00 Elektriz. Schnckcrt . . . Eschweiler Bergwerk . . 54.40 90.50 68.10 98.15 Hfirpener Bergwerk. . . Lnnrahiitte...... Nordd. Lloyd..... Obei achtes. Eisen-Industrie 4%0/„ rnss.StaatsanL 1905 4%°;„ japan. Staatsanleihe 4% Conv. Türken von 1903 99.25 87 35 4% Öesterr. Goldrente. . 4,/5?o Oesterr. Silberrente 4 % Unsrar. Goldrente . . 4% Italien. Rente . . . 3% Portugiesen Serie I . . 175.50 . 182.75 . 157.70- . 210.30 Bk°/< Wo W.°f( W°!r do. Konsols do. Hessen . . Oherhessen 4% Griech. Monopol-Anl. 4% änrsere Argentinier . 3°/0 Mexikaner . . . . 4/i7o Chinesen . . . . Berliner Handelsges Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank . . Kreditaktien . . . . Baltimore- und Ohio- Eisenbahn . Gotthardbahn . . . . Lombard. Eisenbahn . 100.50 100.40 95:30 103.50 69.50 70.60 85.30 94.80 95.80 142.50 127.50 . 254.10 . 227.30 . 158 75 . 211 00 236.50 . 127.80 ! 125.50 . 168.25 . 138 80 . 237.50 Gelsenkirchen Bergwerk . 98,30 । Hamburg - Amerik. Paketf. und Industrie, Giessen. Börse, g. August, 1.15 Uhr. • • 99.15 Elektriz. Lahmeyer . . Aktien: Oesterr. Staatsbahn . . . 143.70 Bochum Guss . . . 242.50 Prince-Henri-Eisenbabn . 142.40 Buderus E. W . ... 126.50 Tendenz : fester. Berliner Börse, 6. August. Canada E. B. . . . . . 164.30 Darmstädter Bank . . . 138.70 Deutsche Bank .... —.— Dortmunder-Union C. . . —.— Dresdner Bank .... 157.40 Tendenz: ruhig. Anfangskurse. Harpener Bergwerk. . . 210.75 Laurahütte .....231.40 Lombarden E. B. ... 33.90 Nordd. Lloyd..... 127.70- Türkenlose.....144.20 Das Fortschreiten der Magen- und Darmkatarrhe der Säuglinge wird am besten durch Ernährung der Kinder njit. Kustres Kindermehl, in Wasser gekocht, ohne Zusatz von Milch,! verhindert Knsekes Kindermehl bietet den Darmkrankheiterregern einen schlechten Nährboden dar, bringt dadurch die Gärungsvor- gäuge im Darme zum Stillstände und beschränkt somit die Krankheit. Außerdem ist Kufekcs Kindermehl aber auch ein ausgezeichnetes, leichtverdauliches Nährmittel, welches vermöge seines reichen Gehaltes an Nährstoffen sehr gut zur ausschließlichen Ernährung der Säuglinge dienen kann. Erkrankte Kinder erhalten daher im Kuieke-Mehle selbst beim Fortlassen der Milch eine vollkommen genügende Nahrung. Für an Magen-Darmkatarrhen leidende Kinder kocht man 1 Eßlöffel Kufeke-Mehl mit 1 Liter Wasser 25 Minuten und gibt ihnen davon alle 2 Stunden soviel sie trinken' wollen. I Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen ■ lieben Gatten, unfern treu sorgenden Vater, Bruder und H Schwager, den Postschaffner Hofmann im Alter von 36 Jahren in ein besseres Jenseits ab- zurufeu. Um stille Teilnahme bittet die trauernde Familie Hofmann. Gießen, Asterw^g 59, den 6. August 1906. Die Beerdigung findet Dienstag, den 7. August, W nachmittags 5 Uhr von der Kapelle des neuen Fried- 9R Hofes aus statt. 4759 fcgg Arbeitsvergebung. Die nachvcrzeichnctcn Arbeiten und Lieferungen zur Erbauung einer höheren und erweiterten Mädckenschule sollen Samstag, den 18. August d. I., vorm. 10 Uhr öffentlich vergeben werden. LoS I Schlosserarbeiten im Kellergeschoß; „ II „ ,, Erdgeschoß; „ III „ „ I. Obergeschoß; „ IV „ .. II. Obergeschoß; „ V Liefern und Verlegen von 375 qm Linoleum; „ VI Moscnkplattenlieferuuci. a) Lieferung von 1550 qm Bodenplatten, h) Liefern und Ansehen von 155 qm Wandplatten. „ VII Asvhaltfiißboden 215 qm: „ VIII Rollladenlieferung 37,50 qm. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Diensisiimden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Znschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 3. August 1906. B8/s Städtisches Hochbauamt. Kerbel. Mebeitsvergebung. Die Maurer- und die Pflaster- und Cstausfierarbeiten für den Ausbau der Stephansiraße zwischen Bismarck- und Bleichsiraße sollen Montag, den 13. August, vormittags 11 Uhr öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen während der Dienststunden bei uns auf Zimmer No. 1 zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis znm vorgenannten Zeitpunkt verschloßen und mit entsprechender Aufschrift versehen an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 5 Wochen. Gießen, 1. August 1906. Städtisches Tiefbauamt. B4/s Nranba ch. UM-öiMl der Hani'ourg-fliiierihaLinie. Von Ww nach den Hordseebädern • tägliche Fahrten des neuen Turblnen-Sdinelldampfers „KaiS?r“u. der Salon- Schnelldampfer „Cobra“, „Prinzessin Heil, )", „Silvana“ Tagessdinellzufl:'Verbindung V _ Cuxhaven» fiordseebäder Berlin-magdeburg-Hannover ' unoerdnderlich Direkte Fahrkarten und Fahrpläne auf allen grösseren Eisen- bahnsfaiionen sowie beim Seebäder-Dienst der Hamburg- ßmeriKa Linie, ßamdurg IX, Jobannisbollwcrk 16. :: s Vertrefpr in Giessen: Lindau u. Winterfeld, Seltersweq. Mmner-Tiirii-Vtteiii Gießen. Wegen Renovierung der Turnhalle fällt die Turnstunde bis auf weiteres aus. Der Beginn wird wieder durch Inserat bekannt gegeben. v6/8 Der Vorstand. MITIN dem B-7, und alle sonstigen Artikel zum V’/s Anstreichen und Wichsen der Fußböden bei >4758 die vor dem 9. Juli entliehenen Bücher D15, Marktstrasse 5. 4698 Oelfarben Lackfarben Fussbodenlacke Parquetwachs Bureau einzureichen. Zuschlagsfrist 2 Wochen. Gießen, den 4. August 1906. Für den Ortsgewerbeverein Gießen: Die Bauleitung—Traber. Erhältlich in Apotheken, Drogerien, Parfümerien sowie in der Pelikan-Apotheke von H. Dornberger, Giessen. KREWEL & Co., Chemische Fabrik Cöln, Eifelstrasse 33. MnM, den8.Aiiff. l.J. nachmittags 2 Uhr H767 werden im Bieker'schen Saale, versteigert: 1 Sopha, 1 Vertikoiv, 2 K'.eiderschräirke, 1 große Partie' Schuhwaren: Herren- u. Damen»! schuhe und Stiefel, 8 Dutz. mess.. Waagschaalen, 1 Schuhmacher-- und 1 Schneidernähmaschine, 1 Papagei mit Käfig, 1 Oelbild (Marklplatzvon Eisleben) mit Uhr, 1 Fahrrad, 1 eich. Regulator it.: A. in. Tas Bild mit Uhr kann vorher in meiner Amtsstlibe be-- sichtrgt werden. Geißler, Gerichtsvollzieher. spätestens am 10. August zur Musterung einzuliefern. Vom 13. August bis 13. Oktober ist die Bibliothek täglich von 9 bis 1 Uhr vormittags geöffnet. Gießen, den 25. Juli 1906. Der Großherzogliche Direktor: Dr. Haupt. Gießen, den 4. August 1906. Großh. Hochbauamt Gießen i. V.: Heyer. Arbeitsvergebung. Die für die Erbauung der Gewerbeschule in Gießen nötigen Arbeiten und Lieferungen: a) Ekd- und Maurerarbeiten, b) Zementlieferungen, c) Bauankerlieferungen, sollen getrennt auf dem Submissionswege vergeben werden. Ängebotsunterlagen können im Baubureau — alte Gewerbeschule, Asterweg 25 — bezogen, und daselbst Zeichnungen, besondere Bedingungen und allgemeine Vertragsbedingungen eingesehen werden. Die Angebote sind verschlossen mit entsprechender Auffchrift versehen bis zum Eröffnungstermin Samstag, den 11. August d. I., vorm. 11 Uhr in genanntem Bau- Zöpfe Dreher, Haarunterlagcrr re. werden gut und billig angesertigt. Hermann Plank Witwe Spezial Damen-Frisiergeschäft Kaplausaasse 2. [4740 Arbeitsvergebung. Die Arbeiten und Lieferungen für die äußere und innere Entwässerungsanlage der nachstehend aufgeführten Gebäude werden hiermit unter Zugrundelegung des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 unter den hierzu berechtigten Unternehmern am Ort öffentlich ausgeschrieben. Los I: Dienstgebäude des Hochbauamts Los II: Universitätskanzlei. Angebotsunterlagen können auf unserem Aint, Stephan- straße 18, eingesehen, Angebotsformularicn dorther bezogen werden. Wanzentod absolut sicher wirksam, FascheoO^ Adler-Drogerie Seltersweg 39 Otto Schaaf. [4544 GMerzligliije UnimMs-Mlichek Alle Benutzer, mit Ausnahme der Studierenden, haben Eine wertvolle Neuerung auf dem Gebiete der HAUTPFLEGE bilden die nach Vorschrift des Dermatologen DR- JESSNER hergestellten Mitin-Präparate wird von der empfindlichsten Haut vorzüglich vertragen, gibt einen wundervollen Teint, hat einen ausserordentlich angenehmen Duft und eignet sich ausgezeichnet zur Reinigung der zartenKinderhaut. Preis pro Stück Mk. 1,—. 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