Sie heutige Nummer umfaßt 8 Setten. I. V.: Ci ' e 1C. Heev und Flotte. — Die japanischen Kricgskosten bis zum Sep. tember 1905 betragen 2460 Millionen Mk., von denen 380 Millionen auf die Flotte kamen. Für daS Heer belaufen sich u. a. die Posten: Für Verpflegung auf 588 Millionen-' Bekleidung 295 Millionen, Bewaffnung 357 Millionen. KeKamUmachmlg. Betr.: Verdacht auf Schweinepest. Die Schweinebcstände des Wilh. Weigel auf der Mittelsorgmühle bei Allendorf a. d. Lahn, Polizeidiener ' Volk, Joh. PH. Weiß, Kaspar Heeb und PH. Weber zu Allendorf a. d. Lahn sind der Schmeineseuchc verdächtig und ist Gehöftsperre angeordnet. Gießen, den 1. März 1906. Großherzoglichcs Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Merck.__________________ BekannlmachiMK. Betr.: Die Kreisstraßc von Gießen nach Wißmar. ES wird hiermit bekannt gemacht, daß die Straße von Gießen nach Wißmar wieder passierbar ist. Gießen, den 6. März 1906. Großherzoglichcs Kreisamt Gießen. Deutsches Reich. Berlin, 5. März. Eine Begegnung zwischen Kaiser Wilhelm und König Eduard soll, wie ver- lautet, Anfang Sept ein der in BreSlau stattfinden« König Eduard soll dann als Gast des Kaisers an den in Schlesien stattsindenden Kaisermanövern teilnehmen. Dagegen erfährt die „Nationalztg.", daß wohl die Möglichkeit einer Begegnung bestehe, daß jedoch über Ort und Zell nichts bestimmt sei. — In Telegrammen aus Hamburg ließen sich in- und ausländische Blätter melden, der Kaiser trete am 21. April an Bord des von der Hamburg-Amerika-Linie gecharterter: Dampfers „Hamburg", auf den die Besatzung der Kaiserjacht „Hohenzollern" übergehe, eine Mitte lmeerrerse anj Wir müssen diese Angaben als leere Vermutung bezeichnen. Ueber eine Mlltelmeerfahrt des Kaisers steht bisher) nichts fest. __ Die Düsseldorser Husaren werden durch deni Kaiser nach Crefeld in ihre neue (Tanz-)Gacnison geführt werden. — Die „Nordd. Allg. Ztg." meldet: Die kommisiari^ schen Verhandlungen der preußischen Ressorts über den vom) Reichskanzler eingebrachten Gesetzentwurf wegen Anwesen- cheitsgelder für die Mitglieder des deutschen Reichstages sind, wie wir hören, dem Abschlüße nahe, sodaß in nächster Zeit eine definitive Beschlußfassung des Staats- ministeriumS über diesen Gesetzentwurf zu erwarten sein dürfte. Pasewalk, 5. März. Anläßlich der 100jährige» Jubelfeier des Kürassierregiments „Königin4 (PommerscheS) Rr. 2 traf der Kronprinz heute hier ein, Auf dem Marktplatze hielt der Regimentskommandeur cin< Ansprache. Im Offizierkasino fand ein Frühstück statt. Detmold, 5. März. In dec heutigen Sitzung des Landtages kündigte Staatsminister v. Gevekot die demnächstig« Einbringung einer Wahlrechtsvorlage an. Karlsruhe, 5. März. Der Großherzog und dis Großherzogin erhielten heute nachmittag den Besuch de^ Herzogs und der Herzogin von Cumberland. G egnern rechnen müssen. War es geradezu nötig, daß diese Situation auf der 9Jtarorrol:onferens vor aller Well beleuchtet wurde? Es wird vermutlich ein leidliches Bcr- ständigungsarrangement von den Diplomaten zulvege- gebracht werden. Aber mit Frankreick kommen wir nicht auf einen guten Fuß, und die anderen Mächte sind mit Erfolg gegen Deutschland auf gewiegelt. Die Mnferenz von Algeciras sollte nach den Erwartungen des Fürsten Bülow den Frieden bringen Bis jetzt aber sieht man nichts als Anzeichen des Unfriedens. Die Konferenz verhandelte am 5. d. M. als Komitee. Bon russischer Seite rvurde ein Projekt entwickelt, das! die Uebertragung der Polizei an Frankreich andSpanien Vorsicht. Dieser Ansicht traten beiFrank-, reich, England, Spanien und Portugal. Bot^ schaster v. Radowitz erklärte, alle Vorschläge in tox wägung zu ziehen, die mit den Grundprinzipien der Kow- serenz vereinbart seien, imb behielt sich seine Aeußerung vor. In Pariser Blättern erklären bereits verschiedene aus Berlin stammende Zeitungsdepeschen, die deutsche Re^ gierung sei bereit, Frankreich und Spanien, unter der Kontrolle einer dritten Atacht dieP üorganisa-, lion zu üb erlass en. Dieses Zugeständnis, . - natürlich durch französische Konzessionen in der Bankfrage beantwortet werden müßte, würde den ganzen Konflikt schnell beenden^ Rußland. Durch einen kaiserlichen Mas' werden die Wahlert zur Re ich s dum a in den 28 Gouvernements des i m er eil Rußland auf den 8. April, für 17 andere Gouvernements auf den 27. April und für 2 andere Gouvernements aut den 2. Mai festgesetzt. t Ein demnächst erscheinendes Manifest des Zaren be> stimmr, daß Gesetze, die eine Aenderung der Ver^ r assun g betreffen, der KompetenzderPar lamente entzogen werden. Beide Hauser (Duma und Reichsrat) erhalten das Recht der Wahlprüsungen. Das Verkehrsministerium hat eine Kommission ernannt mit den: Auftrage, Vorschläge für die Vermehrung und Verbesserung der Transportmittel der l-aupt- sächlichsten Linien des Staatseisenbahnnetzes auszuarbeiten. Ferner hat das genannte Ministerium dem Ministerrat: einen Gesetzentwurf vorgelegt, nach dem lokale Bureaus; gebildet werden sollen, die unter der Mitwirkung von Ver-, treten: der Landwirtschaft, des Handels und der Industrie den Transport von Getreide auf den Eisen-, bahnen zu regeln haben. Während der revolutionären Vorgänge m Moskau: spielten verschiedene Abenteurer als Anhänger der Frei- heilsbewegung eine große Rolle, darunter Oberst ^trü^ witsch nebst zwei Genossen, die während jener Tage GelÄi nalen Journalismus in Italien eine Karte 1. Klasse, gütig für 6 Monate im ganzen Reiche inklusive der Inseln. Zeitweise waren sie also den Senatoren und Deputierten ganz gleich gestellt . Uebrigens ist es in den berufl. Verbänden italienischer Journalisten wegen der Eisenbahnbevorzugungen zu Zwistigkeiten gekommen. In Mailand wurde eine Tagesordnung, die neue Begünstigung einer freien Reise jährlich für sich selbst und die Familie als eine Art von Bestechung zurückzuweisen, mit knapper Mehrheit abgelehnt. Die modernen Catonen, welche das Verhältnis der Presse zur Eisenbahnverwaltung jenem zu den Tbeater- direktionen gleichstellen, haben bisher die bedeutende Ermäßigung sehr gern hingenommen und würden sich glücklich schätzen, wenn alles beim Alten bliebe — 6 Reisen jährlich zu ermäßigten Preisen. Gerade in diesen Tagen hat sich Roosevelt entschlossen, um auch den Schein zu meiden, die vielen Gefälligkciien, mit denen er von den Railwaykings überhäuft wird, könnten irgend einen Einfluß auf ihren Strauß mit der Negierung ausüben, nur noch auf eigene Kosten zu reisen. Zu diesem Heroismus hat man sich bisher in Italien noch nicht aus- geschwungen. Ter Zwischenfall mit den Journalisten erweckt mein besonderes Interesse, ich gestehe es offen, weck ich selbst zum Handwerk gehöre. Im übrigen verkörpert er die komische Leite in einer schwerwiegenden Frage. Las Treiben mit den Freikarten ist leider für das ganze fiskalische System bezeichnend. Als das große Wert der Einigung Italiens sich wie durch Wunderkraft vollzog, flickte man ein Ver- waltungssystem mit Anleihen von allen Seiten hastig und ohne innere Logik zusammen. So ist es bisher geolieben, und luenu es ein Gebot der Selbstachtung, der Setbsterhal- tung ist, für die Beseitigung derartiger Gegensätze einzw- treten, so ruft in noch ernftcrer ethisch höher stehenden Weise das Interesse am Wohl des aufblühenden Landes den Patrioten zur Beleuchtung heilbarer Mißstände! E. Gagliardi. Hegettjühe in der Marokko-Aonfercnz. Dem Fürsten Bülow, dem so ost das Glück zu Hckfe gekommen ist, ist das Glück nicht treu geblieben bei der Herbeiführung eines Handelsvertrages mit den Vereinigten Staaten und bei der Marokko frage. Mit der Konferenz von Algeciras haben wir uns in die Nesseln gesetzt. Das ist seit der ersten Abstimmung mit dem Ergebnis, daß Deutschland mit Oesterreich-Ungarn und.Marokko in der Minderheit blieb, mit unerfreulicher Deutlichkeit klar geworden, Zwar schreibt heute die „Nordd. Allg. Ztg.": In der Samstagsikmig der Konferenz kam es zu einer Abstimmung über die F-rage, ob in einer vertraulichen Kvmttee- sitzung die Organisation dcr Polizei besprochen lverden solle, noch bevor das Plenum das Statut für die Bank zu Ende beraten habe Während die deutschen D elegierten dafür cintratcn, zunächst die Bankfrage zu erledigen, hielt es die Mehrheit der übrigen Vertreter für zweckmäßiger, noch vor der nächsten Plenarsitzung über die Bankfrage eine vertrauliche Besprechung über die Pvlr- zeisrage abzuhalten. Als Grund hierfür wurde von mehreren Seiten angeführt, daß durch ein solches Vorgehen die schließliche Verständigung in beiden Angelegenheiten erleichtert Werben könne Die Abstimmung betraf also eine Frage der Geschäfts- ordnung, und man tut Unrecht, ihr, wie es m einzelnen ausländischen Blättern geschieht, eine politische Bedeutung beizumessen. Es wird tatsächlich durch die von der Kvnfe- icns beliebte Art der geschäftlichen Behandlung der beiden Haupt- jtagen ein Ausgleich der noch vorhandenen Schwierigkeiten erleichtert, imb so stimmt dies durchaus mit dem Ziele der deutschen Politik zusammen. Ebenso wendet sich die „Nationalztg." gegen die „sehr übertriebene Bedeutung", die in der französischen Presse der Samstag-Beschluß finde — aber es ist und bleibt trotzdem fatal, daß Dcutschland mit Ausnahme von zwei Stimmen alle gegen sich hatte. In diesem so krit. Stadium der Verhandlungen wäre es von Wert für die Stärkung der Haltung Deutschlands gewesen, wenn die Gründe der deutschen Delegierten gegen die gleichzeitige Erledigung der Bank- und der Polizeifrage eine Mehrheit gefunden hätten. Tas ist nicht eine bloße „zur Geschäftsordnung" getroffene Entscheidung der Konferenz, sondern es kommt dabei zum Ausdruck, daß keineswegs in dem Grade, wie bisher so ost von offiziösen Stimmen behauptet worden ist, die Erkenntlichkeit der übrigen in Marokko interessierten Mächte vorhanden ist dafür, daß Deutschland mit soviel Eifer sich einsetzt für diese gemeinsamen Interessen gegenüber Frankreich und England. Ist die Besorgnis, daß Marokko von Frankreich aufgesaugt werden könne, wirklich allenthalben so gw> und erst neuerdings durch die bekannten Enthüllungen über die französischen Treibereien vermehrt worden: weshalb scharten sich die anderen Mächte, die ebenfalls bedroht sind von Frankreichs Ueber- grisfen, nicht bei dieser ersten Gelegenheit gewissermaßen ostentativ um den entschiedensten Vorkämpfer für wirtschaftliche Gleichberechtigung in Marokko, um Deutschland? Es ist ein schwacher Trost, daß Marokko sich auf die Sette Deutschlands stellte. dLachdem die deutsche Politik derart nachdrücklich für die Unverletzlichkeit Marokkos emgetreten war konnte doch wohl kaum etwas anderes erwartet worden. Sympathisch berührr, daß Oesterreich zu uns gehalten hat m dieser Angelegenheit, obschon wir darin noch nicht gleich, wie die „Tagesztg." es tut, einen „erfreulichen Beweis von ber fortdauernden Stärke des deutsch-österreichischen Bündnisses" erblicken. In Oesterreich mögen bie Ge- innungen treu und verläßlich sein, aber m Ungarn herrscht Verstimmung, weit angeblich — wofür wahrlich, jeder Beweis fehlt — Kaiser Wilhelm den Kaiser ^-ranz Josef im Widerstand gegen die ungarischen Forderungen bestärkt haben soll. ' Im ganzen: die Ereignisse ui Algeciras zeigen, daß wir im Ernstfall kaum aus einen Freund zablen können und mit vielen offenen und heimlichen Jas c£and dec freien Hijenbaynfahrten. Aus Rom wird uns geschrieben: Bei der Annahme des Eisenbahngesetzes im letzten Sommer bekundete die italienische Kammer die Absicht, mit der bisherigen Mißwirtschaft der Freikarten ein Ende zu machen. Insgeheim vorwahrte sich freilich jeder VolkL- botc dagegen, daß die neue Verwaltung ihm und seinen durch Tradition geheiligten Rechten enlgcgcntreten könne, auch müsse nach wie vor die Eisenbahnimmunität der Legislatoren auf deren Familie und dienstbare Geister ausgedehnt bleiben. Dor Eisenbahnminister Todesco zeigte sich denn auch deö in ihn gesetzten Vertrauens würdig, er erhob den Mißbrauch zu Recht. Seine letzte Amtshandlung bestand in der Ausstellung eines Dekrets, kraft dessen er sich und seinen Nachfolgern im Amt das Recht vorbehiell, ein bis fünf Personen monatlich 60 Freikarten, ferner 100 Karten zu ermäßigten Preisen verabreichen zu dürfen. Außerdem werden in dem Dekret die Kategorien von Personen, die zu Freikarten, und jene, die zu Fahrpreisermäßigung berechtigt sind, festgesetzt. Personen, die, wie zum Beispiel die höchsten Würdenträger des königl. Haushaltes oder die Ueberlebenden der Ritter des Annunziata-Ordens, ausgezeichnet in der Lage sind, ihre Reisen aus eigener Tasche zu bezahlen, haben ein Recht auf die gleiche Eisenbahn Immunität wie die Prinzen von königl. Geblüt. „Die Mitarbeiter der italienischen Zeitungen und die der führenden ausländischen Blätter" — so heißt es wörtlich in dem Dekret — „sind zu einer Freikarte jährlich, auch für ihre Familie gütig, und zu drei Reisen mit ermäßigten Preisen berechtigt." Dabei ist cs selbstverstand- llck, das; die neu hinzugetommenen Vergünstigungen an den bisber üblichen nichts ändern. Deputierte reisen für die ganze Tauer ihres Mandats auf sämtlichen Eisenbahnen und auf allen Dampfern der italienischen Schifs- fahrtsgesellschaften nach Vorzeigen ihrer Karte ohne die geringste pekuniäre Belästigung, die Senatoren sogar auf Lebensdauer. Auch Offiziere, die in Deutschland so gut wie keine Eisenbahnvergünstigung genießen, haben, wenn sie auch nickt ganz so gut wie die Parlamentarier behandelt werden, in Italien keinen Grund zur Klage. Sie alle sind im Besitz eines immerwährenden Couponheftes, das ihnen bei Entrichtung von 22 Centesimi auf eine Lire gestattet, kreuz und quer durch ihr schönes Vaterland zu fahren. Freilich, der unbequeme Urlaub des Vorgesetzten ist auch unter dem milderen .Himmelsstrich von nölen, da die hohen Chargen aber selbst kleinen Ausflügen nicht abgeneigt sind, so befleißigen sie sich den Untergebenen gegenüber keiner drakonischen Strenge. Tas gleiche Eisenbahn-Vademccum führen sämtliche M in ist er i alb e am t e bei sich. Tie Provinzbeaniten, gleichviel welcher Gattung sie angehören, müssen sich mit einer Ermäßigung von 50 Proz. begnügen, sie müssen sogar jedesmal amtlich darum einkommen, eine schreiende Ungerechtigkeit, über die sic tief unglücklich sind. In derselben Welle werden Bühnenauge hörige, sofern sich wenigstens vier von ihnen zusammentun, behaiidelt. Da nun auf sämtlichen Hauptlinien Offiziere, Beamte, Thecttergrößen sich in der ersten Klasse breit machen, ist es nur zu natürlich, daß ehemalige Minister und Unterstaatssekretäre — von ihren Kollegen im Amt zu schweigen — wie jeder, der nur em wenig auf sich hält, es für unter ihrer Würde halten, m so gemischter Gesellschaft zu reifen, sie beanspruchen unter allen Umständen das Recht auf ein reserviertes Coupe. Daß das übrige Publikum noch arger zusammengepfercht wird, das kümmert die Sterne am Himmel nicht, sie glitzern kühl und unnahbar über dem gemeinen Menschenpack. Schon vor Jahren hatte der Ministerpräsident Saracco gerade dem letztgenannten Un.ug zu steuern versucht, nur noch ein Jahr nach dem Sturz sollten politische Großen das Recht auf ein reserviertes Coups behalten. Der freigiebige Todesco aber fahndete mühsam nach allen denen, die einst zu den Bevorzugten zu zählen mar en, ohne irgend ein Zutun ihrerseits schneite ihnen eme elegante Karte ins Haus, auf welcher ihnen das schone Vorrecht amtlich für das ganze Jahr 1906 erneuert wurde Tas folgende Beispiel mag das italienische Paradies für Freikarten noch besser erläutern: Bei dem internatio- nalen Pressetag in Luzern hielten es die Gastgeber für ausreichend, die Mttgliedcr mit einer Freikarte 2. Klasse für das gesamte Schweizer Eisenbahnnetz zu beglücken, aber nur für die Dauer von 14 Tagen. Bei einem ähnlichen Anlaß ch Ichlien erhielten die Vertreter d-L Nr. 65 Erstes Blatt 15«. Jahrgang Dienstag 6. März ISO« • rIAetttt tLgNch /wwr 4. wT • monatttck7bM.,viertel- aufter 6onnia«4. V Ml V jährlich Mk. 2.20; durch SÄgssss ÖL* AMAHAM »IA**»ää «e» Inf ATx ATT Ar TI TT TAT (| ÖT wlvovllvl/llljviyvl MW brudereL R. Lang«. AltAiM* TxJr auSroärtB20 ^9* Gener ai - ÄNMger MM Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Stehen MW Anzeiger Gießen. _____________ ____________________________ ________ , , .._ | i -1.. (kW । , V, K 1 L *>, .1:>. ?! ; V -' 11 erpressungen ausführten. Alle drei sind jetzt dem Gericht überliefert worden. Auch der ehemalige Kommandant der Festung Wladiwostok, General K'asbeck, der in Petersburg eingetroffen ist, wird zur gerichtl. Verantwortung gezogen wegen verschiedener Ungesetzlichkeiten, die er sich »vahrend der letzten Unruhen hat zu schulden kommen lassen. In Odessa wurde auf dem Alexanderprospekt gegen einen Laden, in dem sich die Polizei unlängst auf die Lauer gelegt hatte, um Anarchisten zu verhaften, eine Bombe geschleudert. Das Geschoß richtete große Verheer-- angen an mid verletzte den Besitzer des Ladens und einen Schutzmann schwer. Die Täter entkamen. In Odessa sind ferner drei höhere Polizeibeamte wegen Amtsvergehen während der Judenhetzen im Oktober v. I. angeklagt und vom Dienste vorläufig enthoben worden. In Riga verurteilte das Kriegsgericht den Letten Behrsing wegen Ermordung zweier Kosaken zum Tode durch den Strang. In Trflis wurde ein Rendant der Kontrollkammer, der in einem Wagen 7000 Rubel fortbrachte, von drei Männern üb er fall en und durch Revolverschüsse getötet. Die Verbrecher sind mit dem Gelde ent io nun en. Derrtschasrikanrsches. Oberst Dame bestätigt durch ein Telegramm aus Raniansdrist unterm 3. März sdie Unterwerfung Cornelius'. Dieser Führer der Bethanier hat sich am 2. März in Neikoms, 60 Km. südwestlich von Bethanien mit 7 5 Männern und 36 Frailcn und Kindern gestellt und 54 Gewehre, darunter 47 moderne Hinterlader, abgegeben. Wie Dame heroorhcbt, ist der Erfolg der energischen Verfolgung durch die Abteilung des Hauptmanns Volkmann, sowie der unausgesetzten Hetz- ja g d zu verdanken, die alle beteiligten Truppen in den letzten Monaten unter den schwersten Anstrengungen in dem schluchtenreichen Felsgeländc veranstaltet hatten. In Beantwortung eines Briefes, in welchem dec britische Kolonial,ninister Lord Elgin auf eine Mitteilung aufmerksam gemacht wurde, daß die deutschen Truppen in Südwestafrika hinsichtlich ihrer Verpflegung hauptsächlich von der Kap-Kolonie abhingen, schrieb der Minister, die britische Negierung erkenne die aufständischen Eingeborenen in Deutsch-Südwestafrika nicht als eine kriegführende Macht an. Daher entstehe keine Neutralitätsfrage im Zusammenhang mit dem Transport von Vorräten über die Grenze. Doch ergreife die Regierung alle solche Schritte, welche unter den besonderen Umständen angeiuessen seien. Die Budget-Kommission des Reichstages setzte heute die Besprechung über die Beschwerde der Äqualeute fort. Nach längerer Diskussion wurde ein Zentrumsantrag angenommen, den Reichskanzler zu ersuchen, den Eingeborenen im Schutzgebiet erhöhte Rechts- garantie zu gewähren, über die Untersuchungsgefangenen keine körperliche Züchtigung oder Zwangshaft zu verhängen sowie die Beschwerdepunkte der Aqua-Leute durch eine richterliche Person eingehend untersuchen zu lassen und über das Ergebnis dem Reichstage Mitteilung z,i machen. Ein Antrag Bebel auf Haftentlassung der Häupt- inge wurde abgelehnl. AuslnnH. London, 5. März. Unter den Nachtragsforderungen für die Marine befindet sich and) ein Posten von 296000 Pfund Sterling für Verstärkung der Panzerungen. Rotterdaln, 5. März. Der Anarchist Nieuwen- huis veröffentlicht die Antwort der holländischen Regierung auf seine gegen das Kölner Polizeipräsidium eingebrachte Beschwerde. Bei seiner Festnahme, so heißt es in dieser Erwiderung, seien die in Deutschland geltenden Vorschriften beobachtet worden und die Verhaftung sei erfolgt, weil die deutschen Behörden Nleuwenhuis als Anarchisten für gemeingefährlich hielten. Die für seine Ausweisung z,i treffenden Maßregeln erlitten Verzögerungen durd) das Verfahren wegen seiner als Ausgewiesener unerlaubten Rückkehr. Die Regierung meine, sie sei nicht berechtigt, gegen Nieuwenhuis' Festnahme und Ausweisung zu protestieren. Sie könne somit seine Schadenersatzklage nicht unterstützen. Die Regierung bedauere jedoch, das; die Ausweisung nicht beschleunigt wurde und habe darüber kräftige Vorstellungen in Berlin halten lassen, denen die preußische Regierung mit der Behauptung des von ihr vertretenen Standpunktes entgegenkam. Die Regierung sagt schließlich, sie habe Nieuwenhuis jede unter den obwaltenden Umständen zu erhaltende Genugtuung verschafft, und die Sache sei damit als abge- schlosien zu betrachten. Brüssel, 5. März. Gestern abend fand hier ein großes Meeting statt, welches von dem internationalen sozialistischen Bureau einberufen war. Jaurös, sowie der Engländer Hpdmcm und der Holländer Troelstra ergriffen das Wort und sprachen über das Thema: Krieg dem Kriege. Jaucßs widerlegte die Behauptung, daß die französischen Sozialisten zu Gunsten des Auslandes wirkten. Er erttäric, die Taktik der Sozialisten gehe dahin, daß kein Land, welches cs auch sein möge, gedemütigt werde. Der Russe Kutschniakow zeichnete ein Bild der russischen Revolution und ihrer Folgen. Es wurde eine Resolution angenommen, die besagt, daß in Zukunft die Sozialisten aller Länder bei jedem Anlaß, wo dem Frieden Europas Gefahr drohe, sich unter einander verständigen müßten, um eine Störung deS Friedens zu verhindern. Paris, 5. Mürz. Bei dem heutigen Frühstück in der englischen Botschaft waren Loubet mit Gemahlin und Del- cassä die einzigen französisd)en Gäste des Königs Eduard. Heute vormittag verließ der König rvegen einer leichten Ermüdung die Botschaft nicht. Wien, 5. März. Nach einer der dalmatinischen Statthalterei zugegangenen Mitteilung wird König Eduard von England vom 27. März bis 1. April in Ragusa verweilen. Saloniki, 5. März. In Ueskueb wurde der französische Schutzgenosse Martinoff, welcher Chef einer bulgarischen Bande fein soll, verhaftet. Bei seiner Verhaftung warf er eine Bombe, wodurch er fid) selber yerlc tzte. Konstantinopel, 5. März. Der Albane sen-Auf- stand hat gefährliche Dimensionen angenommen. Die Regierung führt einen regelrechten Feldzug, um Rilhe und Ordnung wieder herzustellen. Die Truppen eroberten die Stadt Ipek, welche im Besitz der Albanesen war, nach heftigem Kampf. Eine blutige Schlacht fand auch in dec Nähe von Mitrowitza statt. Nach hartnäckigem Kampf wurden 3000 Albanesen in die Flucht geschlagen. Die Verluste auf beiden Seiten waren sehr groß. Ans S.aSt uno tiano» Gießen, den 6. März. •* Zum Ministerialrat im Ministerium des Innern wurde von Sr. Kgl. Hoh. dem Groß Herzog am 3. März ds. Js. der vortragende Rat im Ministerium der Justiz, Geh. Oberjustizrat Daniel Lorbacher, unter Belastung in seiner jetzigen Stellung im Ministerium der Justiz und mit Wirkung vorn 13. Februar ernannt. ** Uebertragen wurde dem Lehrer Joh. Troll zu Zellhausen eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ober- Erlenbach. "'In den Ruhestand versetzt wurde der Bureaudiener in der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinsd)aft Jos Happel zu Darmstadt. *• Zu ständigen Kommissaren des Großh. Ministeriums der Finanzen bei den Diplomprüfungen der Großh. Technischen Hochsck)ule wurden der Großh. Ministerialrat t. P. Geheimrat Dr. Schäffer, insbes. für das Hochbau- und das Maschinenbaufach, und der Großh. Geh. Oberbaurat Im rot h, insbes. für das Ingenieur- baufach, bestellt. Gleichzeitig mürbe den Kommistaren die Ermächtigung zur gegenseitigen Vertretung erteilt. ** Aron Heichelheim — MitteldeutscheKredit- bank. Das seit dem Jahre 1832 an unserem Platz bestehende angesehene Bankhaus Aron Heichelheim geht, wie mir soeben hören, auf die Mittelbeutsche Kreditbank in Frankfurt a. M. über. Die genannte Bank errichtet hier eine Filiale. Der Scmorchef der Firma, der in hiesigen Bürgerkreisen hochgeschätzte K o mm erzi e n ra t S ie g m u n dH e ich e l- heim, zieht sich nad) fünfzigjähriger Tätigkeit in das Privatleben zurück, der andere Inhaber, Herr Alberi Heichelheim, tritt in die Dienste der Bank und übernimmt die Leitung von deren Gießener Filiale. — Die Mitteldeutsche Kreditbank unterhält seit jeher rege geschäftliche Beziehungen zum Großherzogturn Hessen, auch hat sie sick) mehrfach an der Uebernahnie von Anleihen der Stadt Gießen beteiligt; die Errichtung einer Filiale eines so kräftigen und bcbentcnben Bankinstituts kann für den hiesigen Platz nur von Vorteil fein. ** Hessisch-Thüringische Staatslotterie. Am heutigen Ziehungstage der 4. Klasse der 7. Lotterie fiel die Prämie von 75 000 Mk. auf Nr. 31269, das zuletzt mit einem Gewinn von 1000 Mk gezogen wurde (nach Darmstadt), ein Gewinn von 25 000 Mk. auf Nr. 8855 (nach Bad Nauheim und Rudolstadt), ein Gewinn von 10 000 Mk. auf Nr. 26212 (nach Offenbach), ein Gewinn von 5000 Mk. auf Nr. 34376, ein Gewinn von 2000 Mk. auf Nr. 3662, Gewinne von je 1000 Mk. auf Nr. 21300 31269 44819 82387 89259. (Ohne Gewähr.) ** Für dieSitzungder Stadtverordneten-Vev- 1 a nt m I u n g am Donnerstag, 8. März, nachm. 4 Uh-r, ist folg ende Tagesordnung ausgestellt: 1. Gesuche um Best eiung von baupolizeilichen Vorschrrsten von a) Wilhelm Gerhardt für den Schissenbergerw-eg, b) Abermann und .Ning für den Schifsenbergerweg, c) C. Hemzerling für den Schisfenbergerweg, ö1 P. Leinweber Witwe für den Lindenplatz, e) Jean Weisel für die Sonnenstraße, s) Karl Stückrath für die Steinstrcrße, g) Johannes Fink II. für die Slephanstraße, h) Peter Gerber für die Krofdorscrstraße, i- Heinrich Carlo für den Neuenweg, k) Joh. Georg Pfaff für Die Ebelstrake, l) Ludwig Leib für die Kirchstraße, nt) Karl Göbel für die Marburgerstraße, n) Franz Neumcyer für die Donnenstraße. 2. Verkauf eines GÄundestreifens an der Noonßraßc an Karl Stohr. 3. Erwerb von Straßenland am Schiffenbergerweg. 4. Kaufvertrag mit G. Trinkaus. 5. Desgl. mit der Artienbrauerei. 6. Umgestaltung des Landgraf Philipp-Platzes. ~7. Wiederherstellung der Straßenbefestigung in verschiedenen Straßen. 8. Befestigung der Bürgersteige in der Goethesiraße zwischen Ludwig- und Slephanftraße. 9. Pflasterung des Straßenkreuzes der Frankfurter- und südl. Klinikstraße. 10. Ausbau der Stephanstraße zwischen Bismarck- und Goethesttaße. 11. Anlage einer VerbindungSstraße von der I o h a n n e § st r a ß e n a ch d c m K r e u z p l a tz. 12. Ver- befferung des Promenadenwegs neben der Ostanlage. 13. Anlage eines erhöhten Fußweges an der Kreis st raße Gieße n - Gl e i b c r g. 14. Planierung des' vormals Pascoe'schen Grundstücks an der Bahn. 15. Gesuch des Gießener Fußballklubs 1900 um Uebeilassung eines Spielplatzes auf dem Trieb. 16. Abhaltung von Lustbarieitcn aus Oswalds garten; hier: Verlegung des Juxplatzes auf den Schweinemarktplatz. 17. Beschaffung von Modellen für die Bildhauerarbeiten beim Neubau der höheren und erweiterten Mädchenschule. 18. Beschaffung von Räumen surS Ortsgericht. 19. Gebühren für Benutzung des Sektionszimmers. 20. Ausbesserung des großen Kochkeffcls in der städtiseinen Kaserne. 21. lieber!afsung dec Faßhal le der Aktie nbraucrei für das Universitätsfest 1907. 22. Vergrößerung der Maschinistenlvvhnung bei der Kläranlage. 23. Unterhaltung der Bücking'scheu. Grabstätte auf dem alten Friedhof. 24. Tie Entwässerung der städt. Gebäude. 25. Kabellegung in dec Grabenstraße. 26. Vorlage der Rechnung und des Ver- waltungsöerichts für 1904. 27. Voranschlag deS GaS- und Waffer- werts für 1906. 28. Desgleichen des Elektrizitätswerks. 29. Gesuch des Ehr. Schuler dahier um Erlaubnis zum Wirtschafts- betricb im Hause Lichecstraße Nr. 39. 30. Desgl. des Friedrich Harnickel dahier für Eich gärten 50. ** Von der richterlichen Amtstracht. In Nr. 23 der „Hessischen Rechtsprechung" findet sich nachstehende Betrachtung : Die Groß. OB. über die Amtstracht der Juristen vom 15. August 1879 schreibt in Paragraph 3 d für das Barett der Direktoren und Ersten (jetzt Ober-) Staatsanwälte eine silberne Schnur-Einfassung vor. Wie fommt es wohl, daß man dieses äußere Abzeichen den im gleichen Rang stehenden OberlandeSgerichtsräten seinerzeit vorenthalten hat? Die mehr oder weniger dirigierende Tätigkeit der Beamten kann dabei nicht ausschlaggebend sein, sondern die Rangstelluug soll nach außen hin zum Ausdruck foninten. Bei dem jetzigen Zustand hat der jüngste Amtsrichter genau die gleidje Amtstracht wie der älteste OberliMdesgerichtsrat! Das widerspricht deck) einigermaßen den nun einmal hierzulande geftenbeit Anschauungen und wäre mit einem Federstrich zu ändern. Judex. “ Vortrag. Am Sonntag, dem 4. ds. Mts., ver- santmelten fick) die aktiven Mitglieder des Lieberkranzes unb ber Reisegesellschaft Wartburgia mit ihren Familien abenbs 8 Uhr im kleinen Saale des Neuen Saalbaus, einer Einladung beider Verelne folgend, um einen zweistündigen Vortrag mit Lichtbildern, gehalten von Herrn Photograph Chr. Zimmer, über seine vorjährige Mittelmeerreife anzuhören. Der interessante Vortrag erntete reichen Beifall unb großen Dank. ** Hessisck)e Vereinigung für Volkskunbe. Die hiesige Ortsgruppe veranstaltet morgen, Mittwoch abend 8»/. Uhr im Safe Ebel ihren 5. Mitgiiederabend. Pfarrer Kock)-Berstabt wirb über die Frage reben: »Warum man auf bem Lande religiös ist?" Man darf wohl bei ber reichen Erfahrung bes Redners auf eine ebenso gründliche als interessante Beantwortung der wichtigen Frage rechnen, welche auch volkskundliches Material in größerem Umfange bieten wirb. ** Vortragsabend des evangelischenArbeiter- Vereins. Am letzten Sonntag sprach Prof. Dr. Weimar über Fortschritte auf naturwissenschaftlichem unb technischem Gebiet in neuerer Zeit. Der Vortragende gab in großen Zügen eine lebendige Darstellung des gewerblichen Lebens und unserer gesamten Kultur durch die von ihm ber Reihe nach besprochenen Entbeckungen bei Naturwissenschaft unb Erfinbungen der Technik. Es hat sich damit eine Umgestaltung aller Verhältnisse mit wirtschaftlichem Aufschwung vollzogen. Dabei haben sich nur ethische und soziale Fragen eingestellt, die ber Rebner kurz besprach. Ec schloß bann mit bem Ausspruch von Werner von Siemens: jeder Fortschritt in der Naturerkenntnis lehre uns Bescheidenheit, er zeige uns immer wieder, baß eine orbnenbe Hand, eine weise Gesetzgebung bas Ganze lenkt. *• Konkurs - Ausverkäufe und Versteigerungen. Die „©übroeftb. Korr." schreibt: Es ist wirklich zii verwundern, baß bie Detailkaufleute sowohl als auch die Kleingewerbetreibenden sich noch nicht zusammengeschloffen haben, um bem Konkursausverkaufs- und Berste i g e r u n g S s ch w i n b e l überall ba, wo er sich breit macht, geschlossen auf ben Leib zu rücken. Sie können u. E. leicht etwas erreichen, wenn sie bie Warenbestände einer Konkursmasse durd) vereidigte Taxatoren des Konkursgerichtes bewerten lassen und alsdann auf gemeinsame Rechnung erwerben würden. Einen Antrag in dieser Richtung roürbt das Konkursgericht gewiß nicht zurückwelsen, ba ja auch nach der Konkursordnung Bedenken dagegen nicht besteben können. Durd) ein solches abgekürztes Verkaufsoerfahren würde sowohl bem Konkursgenchte als auch bem Massenverwalier sehr viel Arbeit erspart werden durch den Wegfall wochen- unb tagelanger Auktionen und Ausverkäufe; die Konkursschluß- Abrechnung und die Massenverteilung könnte rascher erfolgen und bie Konkursgläubiger rascher befriebigt werben. Für bie Detailkaufleute unb Kleingewerbetreibenden aber hätte dieses vereinfachte Verfahren den großen Vorteil, daß sie in ber Lage wären, solche Konkurrenzen unmöglich zu machen unb bie Verkaufspreise zu bestimmen. Heute bedeuten doch solche Konkursauktionen und Ausverkäufe, wenn sie in bie Saisonen der verschiedenen Branchen fallen, unter Umständen recht empfindliche Ausfälle in dem Absatz ber betreffenden Branchen. Also warum nicht den! einfachsten nnb kürzesten Weg wählen, um zu einer Beseitigung bestehender Mißstände zu gelangen I? •• Spinnstubenscherze. Als einige Burschen m einem benachbarten Orte am Fastnachts-Dienstag vergebens auf den langersehnten frischgebrauten Mokka bis in die späte Abendstunde gewartet hatten, fertigten sie zur Belohnung für eine so schlechte Bewirtung ein Plakat an mit der Aufschrift „Zum Wiener Kaffee" und einem dazu paffenden Gedicht mit ber Überschrift „Gebts häi Kaffie", und hefteten es in die Nähe der betreffenden Spinnstube an einen Pfosten. Dieses Radikalmittel hatte seinen Zweck nicht verfehlt, und zur großen Freuden aller Vorübergehenden flatterte dasselbe bis gegen Mittag im Winde lustig umher. Sie erhielten noch am selben Abend in ihrer Stammkneipe von dem edleren Geschlecht eine Einladungskarte mit der Abbildung ,Blätter und Blüten des Kaffeesttauches" unb »Gruß aus dem Wiener Kaffee" nebst Einladung für den am morgigen Abend präzis 9 Uhr adzuhaltenden Kaffeeschmaus. Um dem Tags vorher vorgefallenen Unglück nicht wieder in die Hände zu fallen, traten die Burschen, ausgerüstet mit einem großen Korb voll Kaffeeservices und dem dazu gehörenden Gebäck und dem selbstgebrauten Mokka den Weg dorthin zu ihren künftigen Ehehälften an. Dortselbst angelangt, nahmen bie Schönen teilweise eine beschämenbe, teils eine erfreute Miene an. Die Burschen ließen aber dies alles ganz unbeachtet. Auch alles Zureden, den mitgebrachten Kaffee wegzustellen, denn sie hätten selber Kaffee gebraut, war vergebens. Die Burschen schütteten flott ben schwarzen Gesellen in die bereits in der Stammkneipe angefeuchteten Kehlen, bis der enorme In ball von ca. 8 Liter zur Neige war. „Drum als Lehr' von der Gefchichf: Verlaßt Euch auf die Damen nicht, Bis die Euch sollen Mokka brauen, Ihr könnt vergeblich darnach fdjauen.* r. Beuern, 5. März. Unser Pfarrer Schulte, bet acht Jahre segensreich in unserer Gemeinde gewirkt hat, zieht heute von hier weg nach Großenlinden. Am Samstag dankten ihm die beiden Gesang-Vereine sowie der Krieger- Verein durch Gesang und Ansprachen für seine Wirksamkeit, während ber Kirchen- unb der Schülerchor ihm gestern in dec Kirche gelegentlich seiner Abschiedspredigt Lebewohl sagten« Daß Pfarrer Schulte seiner Gemeinde sehr zugetan war, konnte man aus seinen Reden am Samstag abend und gestern wiederum ersehen. Er wird uns noch lange im Gedächtnis bleiben, ebenso wie er seiner seitherigen Gemeinde nicht so bald vergessen wird. () Bad-Nauheim, 5. Marz. Au der HerfteUung; des Fernheizkauals, der Kabellegung und der Vollendung des Elektrizitäts- und Fernheizwerks, der Waschanstalt, der Verwaltungsge^ baude und der beiden neuen Badehäuser Nr. 8 und 9 lwird gegenwärtig eifrig gearbeitet. Tie Verwaltungs'-i gebänbe, das Elektrizitäts- und Fernheizwerk und der Fernheizkanal sollen bis zum Beginn der Saison, die Wascht anstatt bis 1. Juni vollendet fein. Das ElektrizttätstverL und die Waschaiistalt werden gegenüber dem Bahnhofs-' gebäube im Darmstädter Baustil errichtet. Im gleichen Sttt präsentieren sich auch die beiden Verwaltungsgebäude und die bewen Badehäuser. Die elfteren werden in Kürze bezogen, die Badehäuser dagegen werden zu dreser Saison kaum vollendet sein. Tas 1866 erbaute Badehuus 3 soll tm Herbst abgeri)]en und in Salzhausen wieder aufgebaut werden. Nach diesem Abbruch werden die Sprudel vom Bahnhof ans direkt sichtbar sein. Bon der Bahrchofsakletzi den f Aadeh' roird jr ® mrd 72000 (MM Elelm h sawinl gründ' MH Umg getreh Stellv Sparl Verei' Zahl Sinne f^ine gatte z >< teil'g'M bekannt Ruhe rastlose nanntei Rechne soivie^ i heim der ® entbehr schönen aus sf> pachtet. Wacher wegen V wurde Ä fröhli eine Stub koche, setzlic c§ be s grün heute allqe lichte lung fessel Ter Derei. Varte fei eit die a’ der vi unb fi mit I sekrete Mts j näher Reich- bigun Darm in Re denze tratei Mit faßt Hande Baurc Baup Zeiitr, Das l spannt belast,, der Er ständig befände Heute stadt z, Hölzer die Kle Flain, d°z S deutend . h. 'n Bur eines < steigen Beine ist ho A h Auch schnei Wahn daraus n.rsacht eines (- di- fei, Vern>,r 230° $«S®, Nbe । ih N?i Sdriifte beit'rrrtiebeTT. UniverssLäts-Naehrrchten. Jäjnqcgen poajiajuie, VCV Tie Gendarmerie wurde vernarrt, ^'er iranzomme « \ t ■ aAj. (TQrtri»n ,,nd die Loko- ahnten dem Versuch bei. wurde mit 1500Mann Jagern und Infanterie belegt, da auch dort ^leiste heute em Zug, wöbet acht Wagen und die ? UM o 1 ... . ' c nt -r*.. < < ■ ...i l i• .. . ..x..«.___—i («mm mor »Rennnen n e i o i C r der Ausstand beginnt. ge- wurde. Die Schuldigen entkamen. Handel Prinee-Henri-Eisenbahn . . 232.00 . 00.00 144.30 131.00 139.00 125.00 246.50 216 80 163 50 207 75 100 00 101.30 95.50 Rarpener Bergwerk. Lanrahütte . Berliner Handelsges Darmstädter Bank . Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank D i Skonto-Korn in andit. Dresdner Bank Kreditaktien . Baltimore- und Ohio- Eisenl ahn . Gotthard bahn . . . Lombard Eisenbahn Oesterr. Staatsbahn . . 00.00 . 96.05 Die 72 5 zu Lau . 284.00 . 125.50 Reichsanleihe do. Konsols . . do. . . Hessen . . . Oberhessen 216.40 237.30 2.3 70 12520 1-13.50 . 109.70 . 196.- . 23 90 Rlektriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Schuckert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg- Amerik. Paketf. . . 100.60 . . 88.70 . . 100.90 . . 88 70 . . 99.50 wurde die Arbeiterfamilie Stein Schicksalsschlag heimgesucht. Deren Kinder sprangen abends fröhlich im Kreise der Stube herum, als das ältere Mädchen eine Kanne mit kochendem Kaffe auS dem Ofen in die Stube stellte. Der 4 jährige Knabe sprang sie um und die kochende Brühe verbrannte das Kind an den Beinen entsetzlich, daß cs schon nach zivei Tagen starb. Heute wurde Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, den 7. März 1906: Leiter, nackt kälterer Nacht am Tage etwas warmer. Nähere? durch die (Siebener Wetterkarte. WK 3% •3 J*7( 3% 3X°!( Versicherungsbeamter ------ - . ., r, , ., Das Geld, daß er in sein Taschentuch emgew.ckelt hatte. 68.55 69.75 91.85 95.60 93 00 144 00 53.70 91.50 6. März. Anfangskarse. Rarpener Bergwerk . . Lanrahütte . . . , Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . . Türkenlose Börse. . 173.00 . 145.00 . 240.00 . 80.00 . 160.70 . 170.83 . 145.10 . 240 20 . 180.00 . 187.60 . 160.40 . 210.60 pachtet. . . § Lauterbach, 4. März. Heute wurde der seit einigen Wochen in der Freiherrlichen Braiierei beschäftigte K. R. wegen mehrerer verübter Diebstähle verhaftet. Ruppertsburg, 4. März. Am vorigen Dienstag aus führt eine zirka 12 Meter breite Freitreppe zwischen den Verwaltungsgebäuden durch nach den ticjcr liegenden Badehäusern, den QueNen und dem Park. — In der Stadt wird gegenwärtig das Kabelnetz für die Beleuchtung de- Stadt geleget. Dnnung gründete mit sehr zahlreicher Beteiligung eine^Betriebs- «enossensS ast, welche unter anderem auch den Zweck hat, ihren Mitgliederi'. beim Viehkau f unter Ausschluß bey Zwischenhandels den direkten Verkehr mit den -andwirten zu PMöKllchen. Türkenlose .... 4 % Griech. Monopol-Aul. i % äussere Argentinier 3°/0 Mexikaner . . 4^°/0 Chinesen . . • Aktien: Bochum Guss .... Buderus E. W ... Tendenz: matt. Berliner Canada E. B Darmstädter Bank . . Deutsche Bank ... Dortmunder Union C. . Dresdner Bank . . . Tendenz: matt. Nordd. Lloyd . Obei schles. Eisen-Industrie 117.75 es beerdigt. (Alsf. O. Ztg.) R.B. Darmstadt, 5. März. Der kürzlich hier gegründete nationalliberale Jugend verein trat heute zum ersten Male mit einer sehr zahlreich besuchten allgemeinen Versammlung im Kuisersaal v-or die Oeftent- lichkeit. Nachdem Oberlehrer Dr. Nestling die Versammlung begrüstt, hielt Direktor Ernst K e l l e r - Frankfurt einen fesselnden Vortrag über das Thema „Politik und- Erziehung . Der Redner bezeichnete die Gründung der nat.-lib. Jugendvereine als eine äußerst glückliche Erscheinung, da sie der Partei frisches Blut zuführen wurde. Das direkte Wahlrecht fei ein gutes Recht des deutschen Volkes im Hinblick aus die allgemeine Wehrpflicht, und die Jugend müsse statt der verknöchernden Buchstabenweisheit zur Selbständig reit und freien Beurteilung erzogen tverden. Der Vortrag wurde mit lebhaftem Beifall belohnt. Dann legte der General- t Ul 4rtl|Ull ... sekretär der fungliberalen Partei Paul Ztmmermanndaß die Person des Monarchen auf mich einen tiefen Eindruck ge- aus Köln bi* Bestrebungen der jungliberalen Bewegung macht hat. Er ist der bedeutendste Mensch, dem ich bis näber dar. ^Lasseanx ans b jM^n^eben begeznck facr Reichsverbandes der iunaltbe-.alen s?mer Befrr ^9aTzBur g , bcr schon wiederholt Forschungsreisen nach digung über das heute bewiesene koftrnc .lufbluhen dev unternommen hat. hat abermals eine Forschungsrcge Darmstädter Vereins Ausdruck und teilte Mit,, datz auch Nordasrika anaetreten. _ in Norddcutschland eine Anzahl Bereme mit gleichen Ten-'-----—-----—---- denzen ins Leben getreten sei. Dem Darmstädter Verein traten im Laufe der Versammlung nahezu 100 neue Aus maßgebenden Kreisen der Deut s ch en Ein Kindesmord vor dem Schwurgericht. lAnti-Duell-Lig a wird uns mitgeteilt daß sich tn th. Gießen, 6. März. letzter Zeit die Anfragen wegen der Beitrit.sbedingungen Gestern vormittaq eröffnete der Vorsitzende Geb. Jnstizrat I ^^nz austerordentlich gehäuft haben. Auskunft erteilt dgr Dr. Schäker die diesmalige Tagung des Schwurgerichts für me tz^neraleskret-'r der L'iga, Moritz Schmits in Köln, Volts- Provinz Oberbesien. Verbandelt wurde gegen die nm 6. ^lug. 1875 aartcrtffrQ6c 21. geborene Dienstmagd Louise Schneider ans Lauterbach wegen * a, f- T,>nc§dironiF In Berlin wurde wegen Kindesmords. Die Anklage vertrat Gerichtsassessor Dr. S e tz e l. vnb Hausfriedensbruchs die Die Verteidigung führte Rechtsanwalt Me n de l s o hn. Es waren tatl nntf Sängerin Tosti, die am Samstag im 5 Zeugen und als mednunscher Sachverständiger der Kreisarzt I ;nXcric&t^ebnnbe den R e ch t s an wal t B,a hn a n grifft Dr. Heinrici in der unter Ausschluß der Lehentlichkeit geführten Dndwciler stürzte em Fuhrwerk nt Verbandlunn zu hören. Rach dem öffentlich verkündeten Urteil 'P11he Sn n r Der K itstber. der Sohn eines Bäcker- wurde die Angeklagte nachdem die Geschworenen dre Schuldfrage g^ ertranken. - In dem italienstck)en bejaht, aber auch das Vorliegen mildernder Umstände beiabt hatten mest.er l ° ' Bergsturz ereignet zi. 2 I a h r e n 9 M o n a t e n G e ' ä ,i a n . s verurteilt von denen AAe L a v e ru oto ^as Dorf ist jetzt fast 1 Monat als durch die Untersuchungshaft verbüßt ,n Abrechnung Zerstört ^ic E-nwobner sind nach den benach- gebracht wurde. In der Urteilsbegründung wurde bernorgebobenJJÄV gestoben^ — Der durch eine Lawine in der straferschwerend sei der Umstand daß die Angeklagte welchebereis ^rten verschüttete Skifahrer früher einem unehelich geborenen Kinde das ^.eben gab. f :n .'c;nrr habei erlittenen RnckenmarksVerletzung er- Erfahrung nach dieser Richtung hin hatte, mit einem gcm;nen i er cxnc e c rf, f p lProvinz Florenz) brach in einens Rafsinement ihren Zustand ihren Angehörigen geaenubei S - welchem ein Ball abgehalten wurde, Feuer auS, verheimlicht hat. Strafmildernd wurde die gute .rnhrung und V-Me, £ rori Ausgekommen war das Feiwr in einem Unbestraftheit, die Reue i.nd Zerknirschimg der Angeklagten ttncb m l T^nzsaale befand. Der eugl stürzte der Tat berücksichtigt. Die Schneider hat die Rechlskrast des Urteils | niemand sich retten konnte. Man spricht von 16 Tot en Mehrere Personen, die sich zu retten ver-^ suchten, indem f:-' aus den Fenstern sprangen, sollen schwer verletzt worden sein. — Original-DrahtlneL-ungen. K'r efeld, 6. M-'m. In einem Anfall von GeisteEörung verwundete ein hiesiger Agent seine Frau lebensgefährlich und erschoß sich danach- „ . , , Neustadt a. d. §)., 6. März. Die Stärkefabrik von I. Neubauer wurde beute nacht von Groß feuer heimgesucht. Der östliche Flügel der dreiteiligen Fabrik, em fünfstöckiger neuer Bau, der die heizbaren Trockenraume enthält, ist gänzlich niedergebrannt. Der Schaden betragt über 100 000 Mk. ' . . Karlsruhe, 5. März. Der Großherzog ernannt den Minister a. D. v. Brauer zum Großhofmeister und übertrug ihm die Leitung dctz Oberkammerherrenamtes. Weinheim, 5. März. In Laudenbach in Baden wurde der Landwirt Heitmann im Streit erstochen. Paris 6 März. Die Dclcassz wohlgesinnte Liberttz hebt hervor, daß König Eduard die ihm sehr am Dc r ze n liegenden Interessen r a nk r e ich s wm sichersten zu fördgm hofft, indem er seinen verGnlichen Einfluß ^u Gunsten emer Verständigung mit Deutschland aufbietet. Ferner ■'rfnfn-t man, daß Delcassö in mngstcr Bsit ge-usiprt Ntt^ die Absicht, Dentschl"nd zum Aenßersttn zu retten, hatte ihm aHezett! lern gelegen. Wäre er nur noch kurze Zett im Amte geblieben, hätte man in Berlin eingesehen, lote lehr seine friedlichen 2Un • Steine Mitteilungen au8 Seftrn unb bett baB b«i>er Sotbrmgee NnchbarNaoten. In Avvenrob brannte baS 23 o 6 n- über bem Ä^rSbruck so ich untätig bleiben. j)er Haus des Polizeidieners Klein und das Wohnhaus der Jost diSIont ist bis 4 ProZ gestiegen. f Mit 1. März Rühl Witwe nebst Scheuer nieder. — Der Bureauvorsteher Zolldeklarattonen fPostv^kete mit Renke in Marburg, gegen den ein gerichtliches Venahren I ist ^die -'nge^hntt. wesentliche Dekl' -tion seh« wegen Unterschlagung und Urkundenfälsc'-"ng schlvebte, ist.m derI Zosid r9tl0-^Vf-p^rf rÄnur uorfi der folgenden Ang 'm: Zahl,' SS. 'WS™* ....... baufällige Mauer zusammemtürzte und die Greisin unter den nod' bekmur aeaeiun. — Trümmern begrub. Die Feuerwehr erschien zwar irtirt gur - , Rettung, doch Tnrnite man die Frau mir aX9 Leiche r dem I sichten verkannt wurden. Florenz, 6. März. Der B rand des« BaNsaales tn ^Kccbio (vgl. Kl. Taaescbr.^ ariff so rasch um sich, daß der ganzen VeranügunaSaesMchast der Rückzug abgeschnttten Ivan Die Un- alücklichen drängten sich vor einem vergitterten ^usterzu- summen, dessen Eisenstäbe sie zu lockern suchten. Alle wurden von den Flammen ersaßt und verbrannten 16 Lerchen fmw man in wildesten Verschlingungen halb verkohlt auf emem Sausau ---- her Remise lagen die verkohlten Leichen zwerer bei dem Arbeiterbewegung. Brande ebenfalls umgekommener Knechte und die eines Bettters, .abÄÄ bÄÄÄ » Rornbacher Lütte in Lurern. Sokal, Bauernunruhen. Die Bauern zündeten die Guts- . I — ruu uroeuei uei j\ o m d a co c r n 11 e in 4- n t c ui I ,, °cr bürg haben die Arbeit niedergelegt. Fünf Hochöfen liegen still gebaude an. der Station Yantsewo ent- der Die Gendarmerie wurde verstärkt. Der französische Grenzor Jeu Tharkow,, b. -öe’ « J p p Fälle zur Last gelegt. X Eichelsdorf, 5. März. Unter zahlreicher Beteiligung wurde heute nachmittag der in weiteren Kreisen bekannte Untererheber und Gemeinderechner M i tz e zur l e tz t e n Ruhe gebettet. Dekan Fischer hob in der Grabrede die rastlose Tätigkeit deS Verstorbenen hervor. Außer den genannten beiden Aemtern versah er noch die Stelle eines Rechners der .Kirchenkasse, der Spar- und Vorschußkasse, sowie der Krankenkasse und besorgte die Posthilfsstelle. ]. Schotten; 5. März. Gestern wurde das .Lehrerheim Vogelsberg", dessen Wirtschaitsbetrieb während der Wintermonate geschlossen war, wieder geöffnet. Die lang entbehrte Sonne lockte viele unterer Bewohner nach dem schönen Plätzchen. Tie seitherige Pächterin, Fräulein Maul aus Friedberg, hat das Heim auf drei weitere Jahre ge- Mitglieder bei. sd. Darmstadt, 5. März. Eine interessante Belastungsprüfung fand nm Samstag hier statt. C .... — h-mbclt-' sich um eine neue Deckenkonstruktion bie bet t u ^un gmteten ,u . Baurat Knapp tn Darmstadt erfunden hat. Vertreter Baupolizei, der Regierung, der Technischen Hochschule, Zentralstelle für die Gewerbe :c. wi si ‘ Das Versuchsobjekt war auf . o,60 Meter lichte Weite ge- I uct 5?März. Wegen strafweiser Versetzung einiger Be , spannt und zeigte unter der vorgeschriebenen Sicherheits- ^iensteter beschlossen die A n g e ft e (t e n der Südb a h n in den belastuna eine Durchbiegung von rund 8 Millimeter, die nach G e n e r a l st r e i k zu treten, wenn die Südbahn diese Versetzungen der Entlastung (750 Kilo pro Quadratmeter) wieder voll- nicht wieder zurücknimmt. — In Arad sind die Magazinständig verschwand. Die neue Deckenkonstruktion dürfte sich «,rer^41 an'b 'gerieten9 und fordern Loh.i. besonders für Krankenhäuser, Schulbauten 2C. eignen. — prfiaf>1,„n unb F1-IKerc ?,rbeit^eit. teilte nachmittag spielten in der Taunusstraße m Darm- « " e t ftnbt zwei kleine Kinder, Bruder und Schwester, mit Streich- Hattbel Utlfc DctFebt, bnHern Plötzlich flog eines der brennenden Hölzchen in Politik undBör sc. Wie sehr Politik und Böfte gegen- <• cfpisrr bcs fleinen Mädchens, die im Augenblick in reärtig ineiuanbergretfen resp. die letztere von der ersteren beeui- Flammen standen. Paßanten eilten herbei und .brachtetI ^latteS 'hervor. Es heißt: In Gibraltar lief ein das Feuer zum Ersticken. Immerhin hat das Kind be- englisches Geschwader ein. Weitere ^.SchMe werden er- deutende^randwi'nden^ erlitten \ Wartet^ ^tfe ta ten in «Ä U .normen als °r zur B-°rbigunst eines Amtsbruders nach Dieburg fahren ivollte, beim um» symiisches Silbergeld einen Borwand zur openen ^-chwenk- steigen in Mombach unter die Räder deS Zuges. Beide w Die Pariser Börsenhansse und die Reste des Königs ro_in. ,nlirspn ihm nboefabren. Der Zustand des Verunglückten Eduard werden damit in Verbindung gebracht. — Marokko und Beine wurden ihm avgesagren. o i ä ^er wieder Marokko. Damit hat die vergangene Woche ge- ist hoffnungslos. ~ , „ri . fffiYflffptt damit die neue begonnen. Statt der erhofften Best. Frankfurt a. M., 5. März. In selbstmörderischer 'foeS Geschäftes brachte der Wochenbeginn einen neuen Absicht stürzte sich am Samstag abend die 23 jäbrtge ledige empfindlichen Kurssturz. Auch dein rmsstchen J-inaittdelegierten Schnndenn M R-isiu-, m.s ihrer im 4. Stock gelegenen S wen »Ä* MÄ Wohnung und verletzte sich so schwer, daß sie wenige stunden ^uttichk x Dichtung hin leider nichts getan werden kann, darauf starb. — In einer Restauration am Bahnhof ver- Berlin 5 März. Aufsehen erregt an der heutigen Proursachte am Sonntag mittag ein Spitzbube durch Zerschneiden dEenbörse die Z ahlun g se inftellung und Flucht des eines Gasrohrs in dem Bedürfnisraum eme Gas e Wm Die P^?ss?v rn VetVagen 300 000 Mark. Davon sollen die keinen besonderen Schaden annchtete Die entstandene heim ^^aN , ^000 Mk entiallen. Verwirrung benutzte er, uni aus dem Buffet die Summe von Stettiner landwirts-l- Hauptgenossenschast, deren 2300®!r. z» ft et) len. Ein sncher be'd'M Wick logierender Momi^im war, Deutsch- Versicherunasbeamter wurd h .. I s>„^mburaer Berg.verksaktien, hat die rrickläusige Bewegung der Montanaktien verstärkt, sodan auch hier fein öalt ist. ES be< aeotien viele inlimitierte VerkaufSordres der Drovmz keinerlei Widerstand. Die Deutsch-Luremburger selbst wichen weiter um 5 Broz Stark weichend sind auch Darmstadter Bank^ die ja bekünnllich au der Lothringer Gesellschaft stark interessiert isst weiteren Berlanf verstärkte sich die matte Haltung nur noch mehr 'durch die Geldversteisung und die augeiisck>einlich tteie Ver- siamma des Kassamarklcs, da das mutlos gewordene Publikum um jeden Preis verkauft. Es herricht tieic Verstimmung darüber, sofort anerkaiink. Gerrebtssarrl. 41/5^ Oesterr. Silberreute 4 % Ungar. Goldrente . . 496 Italien. Rente . . . 39^ Portugiesen Serie I . 3% Portugiesen „ III 4^°^ rnss.Staatsanl. 1905 4%n n japan. Staatsanleihe 1 % Conv. Türken von 1903 Dank. v> verkaufe bedeutend unter Preis 1220 «ö. 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