Nr. S8S Zweites Blatt 156. Jahrgang Dienstag 4. Dezember 1906 Erscheint iLgttch mit AuSnahnr« des Sonntags. Die ..Siebener Samtllenblöttcr* werden dem ^Anzeiger viermal wöchentlich betgelegt Der ^heffilche Laovwttt" erfchevu moncuLich einmal. Gießener Anzeiger Rotationsdruck und Verlag der Brühl'lche» UntversttälSdruckeret. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition u.ruderet: Cchnlstr.7. Tel. Nr. 6L Telegr.-Adr.: Anzeiger Gießen« General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bekanntmachung. Betr.: Scharsscksießübungen. Im Anschluß an unsere gestrige Bekanntmachling bringen wir weiter zur öffentlichen Kenntnis, daß die für den 7. bis 14. d. MtS. festgesetzte Scharfschießübung in dem Gelände zwischen Alten-Buseck, Großen-Bnseck, Beuern, Climbach. Treis a. d. Lumda, Mainzlar und Daubringen stattsindet. Der Weg TrnS a. d. Lumda—Climbach darf an diesen Tagen in der Zeit von 8 Uhr vormittags bis 3 Uhr nachmittags nicht betreten werden. Vor Betreten der übrigen Feldwege und des Geländes wird gewarnt. Die Hauptstraßen sind passierbar. Die betreffenden Bürgermeistereien haben diese Bekanntmachung alsbald zu veröffentlichen. Gießen, den 4. Dezember 1906. Großh. Kreisamt Gießen. I. V.: L a n g e r m a n n. TaS Rededuell Dcrnbnrg-Noercn in der Berliner Presse wird von den meisten Berliner Blättern besprochen. Sie kommen zu dem Schluß, daß der Kolonialdirektor das gesamte Zentrum gegen sich aufgebracht und dadurch einen Konflikt herausbeschworen habe, besten AnS- gang zweifelhaft ist. Die Haltung Roerens wird scharf kritisiert und auch Graf Bastestrem geht nicht vorwurfsfrei auS. Die ,Tägl. Rundschau* schreibt: Lieber einen Erz- berger als Noeren. Jenem kann man noch den guten Glauben zusprechen, diesem aber nimmermehr. Daß der Reichskanzler von dem bevorstehenden Zusammenstoß gewußt hat. ist n cht zu bezweifeln. Er sühnte seine Schuld, als er dem neuen Mann die Axt in die Hand gab, um das Joch zu zerschlagen. .Jetzt muß er mit ihm zusammenhalten. Die .Deutsche TageSztg.^ schreibt: Dernburg kann von sich sagen, daß er das in ihn auch vom Zentrum gesetzte Vertrauen völlig gerechtfertigt hat, als et gründlich mit dem üblichen System gebrochen hat. Denn diese Art, dem mächtigen Zentrum entgegen zu treten, hätte Niemand vorher für möglich gehalten. Tie ,Nat.-Ztg.E führt dbs: Die Art, wie Noeren die sachlichen Aussührunaen des Kolonialdirektors vuf das Gebiet der persönlichen Injurie hinüber spielte, läßt mit peinlicher Deutlichkeit erkennen, an einem wie wunden Punkte er sich getroffen fühlte. Die ,93off. Ztg.* schreibt: DaS sensationelle Duell Noeren-Dernburg sieht ganz so au9, als sollte eS eine innere Krise einleiten, und die wäre, wenn sich endlich die Negierung vom Zentrumsjoch befreien will, der Mehrheit des Volke? nur willkommen wie eine befreiende und erlösende Tat. Das ,93 e r L Tagebl." meint: Man hatte den Eindruck, daß Dernburg in daS ultra montane Wespennest gegriffen habe; ob fest genug, das muß die weitere Entwickelung zeigen. Eine Steigerung gibt es nicht mehr. Jetzt heißt es biegen oder brechen.____________ Deutsche» ReLch. Berlin, 4. Dez. Eine Sonderausgabe deS Amtsblattes des Neichspostamtes veröffentlicht einen Erlaß des Kaisers, in welchem der Kaiser dem Staatssekretär des Reichspostamtes und den Beamten seiner Verwaltung für die erfolgreiche Arbeit während der Etatsjahre 1901 bis 1905 feinen Dank auSsvricht. Der dem Kaiser vorgelegte Bericht habe gezeigt, daß daS Post- und Telegraphenwesen im deutschen Reiche sich in stets fortschreiten der Entwickelung befindet, und daß nichts versäumt wurde, um den von Jahr zu Jahr wachsenden Ansprüchen deS Verkehrs gerecht zu werden, wobei die Neichspostverwaltung nicht nur bestrebt gewesen sei. das Netz der Postanstalten und der Telegraphenlinien im Mutterlande zu verdichten, sondern eS sei ihr auch gelungen, die Kolonien, insbesondere deren Inneres mehr als bisher dem Post- und Telegraphenverkehr zu erschließen. Insbesondere äußert sich der Kaiser auch erfreut über den außerordentlichen Aufschwung, den das Fernsprechwesen und die Funkentelegraphie genommen habe. — Die von der Negierung einberufene Konferenz von Sachverständigen, zu der auch Männer der praktischen Wohlfahrtspflege berufen worden waren, hat dem Organisations» plan der in Verfolg des Beschlusses des Abgeordnetenhauses vom 6. April 1905, bezw. Februar 1906 zu schaffenden Zentralstelle fürVolkSwohlfahrt zugestimmt, die als freie Vereinigung gedacht ist und die sich an die in Berlin bestehende Zentralstelle für Arbeiterwohlfahrtseinrichtungen anlehnen soll. Vorgesehen ist auch ein ständiger Beirat, welcher aus in der Wohlfahrtspflege praktisch erfahrenen Männern, insbesondere Leitern von bestehenden großen Wohl- fahrtsorgamsationen, Mitgliedern der Parlamente usw. bestehen soll. Zur Durchführung der ihr übertragenen neuen Aufgabe sollen der Zentralstelle Staatsmittel in erheblich verstärktem Umfange überwiesen werden. — Tie Charlottenburger Stadtverordneten-Ver- sammlung hat beschlossen, allen städtischen Beamten, Lehrern und Arbeitern eine Teuerungszulage vom 1. Oktober 1906 bis 80. Juni 1907 zu gewähren und zwar bei Gehältern von 2000 Mk. eine solche von 5 Prozent, von 2500 Mk. von 4 Proz. und von 8000 Mk. von 3 Proz., ebenso auch bei Gehältern von 4000 Mk. An dieser Teuerungszulage sollen auch alle Ruhegehaltsempfängcr sowie die Hinterbliebenen beteiligt fein. Die Stadt hat zu diesem Zwecke 100 000 Mk. ausgeworfen. Mannheim, 3. Dez. Die Leichenfeier für den verstorbenen Reichstags-Abg. Dreesbach gestaltete sich zu einer imposanten Kundgebung. Der Trauerakt fand m dem Nibelungensaale statt. Geck hielt die Gedächtnisrede. Etwa 15 000 Menschen gingen im Leichenzuge mit und wohl 30 000 wohnten der Beisetzung an. Der Stadtrat mit dem Bürgermeister an der Spitze war fast vollzählig erschienen. Auch die Handelskammer war offiziell vertreten. Die Polizei hatte den Veranstaltern mitteilen lasten, daß kein uniformirter Schutzmann sichtbar fein werde und daß sie die Aufrechterhaltung der Ordnung der Arbeiterschaft überlaste. Neues aus Rußland. Einen teuflischenAttentatsplan gegen den Premierminister Stolypin entdeckte dieser Tage die Geheimpolizei. Die Revolutionäre beabsichtigten, mit Hilfe eines Automobils an der Wohnung Stolypins vorbei zu fahren. Dabei sollte ein Jnsaste ein ganzes Bombenbouquet gegen das Fenster des Arbeitszimmers werfen. Der Plan wurde entdeckt und 30 Personen wurden verhaftet. Das Militärgericht in Krasnojarsk (Gouv. Jenisseisk) verurteilte den Oberleutnant KoseradSky zur Dienstentlastung, weil er im November einer Abteilung Soldaten den Befehl erteilt hatte, in die Wohnung des Gouverneurs einzudringen, um diesen zu verhaften. Bom Anncner Unglück liegen uns heute folgende Meldungen vor: Witten, 8. Dez. Aus den Trümmern der Roburitsabrik wurden weitere 226 Kisten Roburit geborgen und in daS Stockurner Tpnamitlager gebracht. Noch Immer werden einige Leichen vermißt. Diebsgesindel macht den Behörden von Witten und Annen viel zu schaffen. Die Diebesbanden bringen unter dem Schutze der Nacht in die Häuser und plündern. In Witten wurden in einer Nacht zehn Einbrüche verübt. Kriminalbeamte sinH zur Verstärkung der Polizei aus den Nachbarorten heran- gezogen worden. Der Magistrat von Dortmund bewilligte für die Geschädigten in Annen 10 000 Mark. Dorlm und, 3. Dez. Der Minister deS Innern hat den Wiederaufbau der Noburitsabrik in Annen bis zum Abschluß der staatsanwaltichastlichen Untersuchung i n h i b i e r L Die Prüfung der zahlreichen übrigen im Ruhrgebiet gelegenen, mit Explosivstoffen arbeitenden Fabriken durch eine noch zu bildende Ministerialkornrnifsion wurde angeordnet. Uebei die vernichtete Fabrik ist noch zu melden, baß das Grundkapital 300 000 Mk. beträgt und die Gesellschaft als G. m. b. H. gegründet wurde. Sie gehört zur Bereinigung der Pulver- und Sprengstofssabriken, die an der Roburitfabrik mit etwa vier Fünftel, also mit runb_240 000 Mark Geschäftskapital beteiligt war. Die geschäftlichen Leistungen der Wittener Fabrik waren sehr gut; sie bildeten mit der Carbonid-Fabrik (bei Schlehbusch) und mit der Dahmenit-Fabrik noch ein besonderes Kartell. Die beiden letzten Fabriken werden den Ausfall der Hervorbringung des Wittener Werkes ersetzen. Daß die furchtbare Detonation von Annen auch in unserer Provinz wahrgenommen wurde, unterliegt heute keinem Zweifel mehr. Wir glaubten bisher noch an irgend ein anderes Vorkommnis, das ein ähnliches Geräusch verursacht hat. Heute aber liegen uns aus Lauterbach, Alsfeld, Grünberg, Merlau u. a. O. Briefe vor, die jeden weiteren Zweifel ausschließen. Wir kommen morgen aus- führlich darauf zurück. Ans Sta-t und Land. Gießen, den 4. Dezember 1906. ** Zur Taufe des Erbgroßherzogs. Zur Teilnahme an den Tauffeierlichkeiten sind am Montag in Darmstadt ein getroffen: Um 2 Uhr 31 Mim der Fürst und die Fürstin von SolmS-Hohensolms-Lich, sowie Prinzessin Marie, um 5 Uhr 15 Min. der Herzog von Teck (der von S. K. H. dem Großherzog und dem englischen Gesandten empfangen wurde), und um 5 Uhr 28 Min. die Prinzessin Dorothea von Solms-Äich. Prinz Eitel Friedrich von Preußen, der Prinz uno die Prinzessin Friedrich Karl von Hessen sind Dienstag vormittag in Begleitung der Hofdame Fräulein von Jasmund und des Kammerherrn und Hofchefs Freiherrn von Flotow hier eingetroffen. Die Taufe fand vormittags lli/2 Uhr statt. — S. K. H. der Großherzog haben zum 4. Dezember d. I. dem ordentlichen Professor an der Landesuniversität Geh. Medizinalrat Dr. Pfannen stiel in Gießen das Ritterkreuz 1. Kl. des Ludwigsordens, dem Leibarzt Dr. med. Happel in Darmstadt das Ehrenkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen und dem außerordentl. Professor an der Landesuniversität Dr. Walther in Gießen das Ritterkreuz 1. Klasse mit der Krone des Derdieystordens Philipps des 'Großmütigen verliehen. *' Der Fall Eißnert in bet Ersten Kammer. Der in der Besprechung von Mitgliedern der Ersten Kammer am 26. November festgeftellte Antrag wegen der Bestätigung sozialdemokratischer Beigeordneten, den wir bereits mitgeteilt haben, ist nunmehr bei der Ersten Kammer eingegangen. Nach der „Darmst. Ztg." ist der Antrag von folgenden 18 Mitgliedern unterschrieben: Erbprinz zu Erbach-Schönberg, Franz Joseph Fürst von Isenburg, Wolfgang Fürst zu Psen- bürg und Büdingen, Kuno Graf zu Stolberg-Noßla, Friedrich Prinz zu Solms-Braunfels, Arthur Graf zu Erbach, Gustav Graf zu Psenburg und Büdingen, Graf zu Solms-Rödelheim, Wilhelm Graf zu Solms-Laubach, Ludwig Niedescl Freiherr zu Eifenbach, Moritz Niedesel Freiherr zu Eisenbach, Moritz Freiherr von Leonhardi, Freiherr Heyl zu Herrnsheim, Conradi, Lippold, Morneweg, Dr. Kleinschmidt, Tr. Louis Merck. •’ Der zweite der akademischen Vorträge wird am Mittwoch abend in der großen Aula des Kollegien- gebäudes stattfinden. Landrichter und Privatdozent Dr. Friedrich wird über ,S)ie Trennung von Staat und Kirche inFrankaeich* sprechen. Der Vortrag dürfte wohl um so größerem Jntereffe begegnen, als gerade mit dem 12. Dezember das französische Gesetz über die Trennung von Staat und Kirche in Kraft treten wird. ♦* Lichtbildervortrag im Kaufmännischen und im OrtsgcWerbeverein. Der Leibsche Festsaal war gestern abend bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Vortrag des Professors Brockmann aus Offenbach über den Simplontunnel übte also eine große Anziehungskraft aus. Der Redner gab uns keine eintönig wissenschaftliche Darlegung, sondern bot uns in bunter Folge feine eigenen Erfahrungen. Im ersten Teil beschrieb er die Nordfeite des 20 Km. langen Tunnels, der die Simplongruppe durchschneidet und der in 6i/2 Jahren vollendet ist. Schon Napoleon hatte 1805 eine Straße über den Cimplon gebaut. Aber erst hundert Jahre später konnte von Brigue aus auch die Bahn sich als Besiegerin dieses Berges betrachten, Schwiergikeiten unermeßlicher Art waren zu überwinden, so eine Temperatur von 57 Grad. Der trat man mit einem zweiten Stollen entgegen, der zugleich als Kanal für frische Luft und Wasser Dient Der Redner erläuterte bann, wie es möglich war, sich in der Mitte zu treffen, wenn man von beiden Seiten arbeitete. Elektrizität ward beim Dau nicht verwandt, sondern Druck- Wasser und Druckluft Es folgte dann die Beschreibung der Wasserkläranlagen und einzelner Maschinen, wie der sanitären Einrichtungen zum besten der Arbeiter (Baderäume). Auch, die Art des Portals, die Luftzuführung, die Werb- zeuge, vor allem die Bohrapparate und die Art der Bohrung wurden genau erläutert. Im zweiten Teil versetzte uns der Vortragende an die Südseite. Wir unternahmen mit ihm eine Wanderung durch den Stollen. Wir erfuhren von dem Kampfe mit den Elementen, mit den heißen und kalten Quellen, mit dem Druckgebirge, die aber von den Ingenieuren alle überwunden wurden. Auch die geologischen Verhältnisse, die in Wirklichkeit sich ganz anders stellten als in der Voraussage, wurden bargelegt Wir hörten von den Arbeitern und der Fürsorge für diese. Nachdem der Redner über die Art unb Weise des Betriebes gesprochen, schloß er mit einer kurzen Darstellung der Bedeutung des Tunnels. Unterstützt wurde er von einer ganzen Anzahl vorzüglicher Lichtbilder, die meist von eigenen Ausnahmen herrührten. Dabei wurden auch interessante Alpenbilder geboten. Der Vortrag sand reichen Beifall. ♦♦ DaS Dünsb ergwetttnrn en beschäftigte am Sonntag vormittug eine gut besuchte Versammlung von Vertretern der Turnvereine deS Gaues Hefien, die unter dem Vorsitz des Gauvertreters Helm im Kaiserhof hier stallfand. Der vorgelegte Satzungsentwurf, der noch der Genehmigung des Gaues unterliegt, wurde gutgcheißcn. Danach soll daS Dünsbergturnen, daS seither von der Gießener Turnerschaft geleitet wurde, in Zukunft durch einen besonderen Ausschuß alljährlich Ende August oder Anfang September veranstaltet werden. Die Zahl der Ausschußmitglieder wurde auf 11 festgesetzt, um auch den kleineren Vereinen in der Nähe des Dünsberg die Möglichkeit zur Mitarbeit gewähren zu können. Jrn Anschluß an diese Verhandlungen machte Gauvorsteher Helm noch einige Mitteilungen über wichtigere Vorkommnisse im Gau, er erwähnte u. a. die Tatsache, daß der Gau trotz deS Abgangs mehrerer Vereine ein Mehr von fünf Vereinen zu verzeichnen habe und insbesordere auch im Vogelsberg mehrere neue lebensfähige Turnvereine entstanden sind. Gauturnwart Will verbreitete sich über einige turnerische Fragen und besonders über die Ausbildung von Kampfrichtern und das Frauentnrnen. ♦* Diebstahl, 25 M. Belohnung. In der Zeit von Samstag den 1. bis Montag den 3. l. Mts. wurde ans einem Neubau in der Goethestraße mittelst Erbrechens eines dort stehenden Werkzeugkastens eine Schneidekluppe Nr. 4 nebst dazugehörigen Schneidklappen gestohlen. (Der Eigentümer sichert demj. 25 M. Belohnung zu, der Angaben macht, die zur Entdeckung des Täters führen. f Laubach, 4. Dez. Das seltene Fest der goldenen Hochzeit feiern heute Kaufmann Friedrich Rudolf Kratz und dessen Ehefrau, geb. Emnulius. Bei großer Rüstigkeit und vortrefflicher Gesundheit hat es das Jubelpaar zusammen auf beinahe 150 Jahre gebracht; Es erfreut sich dreier noch lebender Kinder, 7 Enkel und eines Urenkels. Möge es ihnen vergönnt sein, auch die diamantene Hochzeit begehen zu können. — In der Friedhofskapelle wurde unter Aufsicht des Straßenmeisters Sommerkorn am vorigen Freitag die Glocke aufgehängt. Sie ist von einem Lehrers- föhne von hier, Herrn Neufchäfer in Schwelm, der dort Besitzer einer Holzschraubenfabrik ist, gestiftet. Die Glocke wiegt 3 Ctr., hat einen Durchm. von 60 zu 55 cm und ist zu den Kirchenglocken harmonisch abgestimmt. □ Romrod, 2. Dez. Verflossene Nacht brach auf der Bahnstrecke Gießen—Fulda in einem Wärterhäuschen zwischen hier unb Alsfeld Feuer auS, das das HäuSchen samt der telephonischen Einrichtung vollständig zerstörte. Der angerichtete Schaden ist beträchtlich und beziffert sich auf über 1000 Mk. Tas Feuer ist dadurch entstanden, daß der Bahnwärter Holz auf den Ofen legte, um eS zu trocknen unb bann das Häuschen verließ. DaS Holz fiel herunter unb setzte das Häuschen in Brand. § Aus dem Ohmtal, 3. Dez. Zu dem schon kurz gemeldeten Tod des jungen Studenten Maus aus Marburg erfährt man jetzt, daß schon am Sonntag früh ein junges Mädchen aus Kleinseelheim den auf feinen nächtlichen Irrfahrten nach stundenlangem Wandern erschöpft zusammen gebrochenen jungen Menschen gesehen, aber aus Furcht weglief und auch zu Hause nichts sagte. Erst am Montag früh spürte der Hund eines Landwirts den mit dem Tode ringenden Jüngling auf. In Kleinseelheim starb er noch an demselben Tage. Man spricht auch davon, daß ei» herzloser Mensch den Hilflosen beraubt habe, und anstatt zu helfen, Uhr und Kette abnahm. Seine brave Familie, die zwei Söhne zu einem fröhlichen Ausflug mitließ und nur den einen lebend wiedersab. ist in tiefer Trauer versetzt Kassel, S. Dez. Nachdem auch die Nationalliberalen in dem Lan'dtagsabg. Landesrat Dr. Schroeder offiziell ihren Kandidaten für die nächste Reichstagswahl m Kassel-Melsungen bekannt gegeben haben, stehen jetzt bereits drei Kandidaturn fest, da für die Deutschsozialen wieder Amtsgerichtsrat Lattmann kandidiert, während die Sozial- demokraten Redakteur Hütt mann-Frankfurt a. 2)L ausgestellt haben. (Frkf. Ztg.) ? Ulfa, 3. Dez. Der Schwcinehandler Georg Hofmann IX. von hier wird seit vorigen Freitag vermißt. Wie jede Woche, so war er auch wieder letzten Dienstag noch Frankfurt gefahren, um dort seine Schweine zu verkaufen. Dort schon ist sein verstörtes Wesen aufgefallen, auch soll er bei einem Bekannten in Frankfurt ^elb)hnorö- aedanken geäußert haben. Donnerstag kehrte er von Frankfurt nach Nidda zurück und kassierte hier bet einem Metzger einige hundert Mark ein. Auch hier ist sein eigenartiges Benehmen aufgefallen. Spät abends begab sich Hofmann dann auf den Heimweg, kam aber nicht hierher, sondern tauchte am andern Morgen in Borsdorf auf, wo er in der Wirtschaft von Hugo Uhl eine Tasse Kaffee trank. Von hier aus fehlt jede Spur, trotz der eifrigsten Nachforschungen. Gestern wurde der zwischen Borsdors und Ulfa gelegene Harbwald von der hiesigen Pflicht seuerwehr genau durchsucht, heute hat man den Harbteich abgesischt, ohne jeden Erfolg. Der Vermißte hat in den denkbar glücklichsten Familienverhältnissen gelebt, sodaß er iigend- welchen'unglückseligen Schritt nur uü 'Weht An7al7 geistiger Verwirrung getan haben kann. Vielleicht kann durch diese Zeilen Anregung zu irgendwelchem Aufschluß gegeben werden. Hofmann trug zuletzt einen grünlichen Havelock mit ebensolcher Mütze. Die in größter Sorge und Aufregung lebenden Angehörigen sind für jebe Mitteilung dankbar, die Licht in das Dunkel bringen konnte. Gerichtssaaz. Stuttgart, 3. Dez. Dor der hiesigen Strafkammer hatten fich heute der Münchener Schriftsteller Ludwig Thoma uud der Smiplizisstmus-NedakteurL i n n e k o g e l ivegen Bele idigung des deutschen R i ch l e r st a n d e s, begangen durch ein Simplizissimus-Gedicht über die Aushebung der Schwurgerichte, zu verantworten. Beide Angeklagten wurden s r e i g e s p r o ch e n. Ter Slaalsanwatt hakte gegen Thoma 500 Mk. und gegen Lmnekogel 200 Alk. Geldstrafe beantragt. Die Taufe deS Erbgroßherzogs. (Original-Bericht d^s Giegener Anzeigers.) RB. Darmstadt, 4. Dez. Die Taufe des Erb- aroßherzogs fand heute morgen IH/2 Uhr in einfach- feierlicher Weise statt. Im Festsaal des Neuen Palais war ein Altar und ein Taufbecken aufgestellt worden. Neben dem Altar nahmen S. K. H. der Groß Herzog' und Prinz Eitel Friedrich Ausstellung, sowie I. K. H. die Gr o ß h erzo gin, die ein hell-iilaes Kostüm mit Silberbesatz trug uno sehr wohl aussach Nach einem Kinderchor „Nun danket Alle und singet, ihr Menschen" hielt Hos- predkger Eyryarvt Die' Taüft^de, worauf die Oderhofi Meisterin Freiin von Graney den Täufling, der in ein Atlaskleid gehüllt war, das mit dem zu diesem Zweck vorhandenen alten Spitzenbesatz aus dem Hausschatz verziert war, dem Prinzen Eitel r/riedrich- der ihn während der Taufhandlung hielt. Der Erbgroßherzog erhielt die Ngmen Georg Donatus Wilhelm Nikolaus Eduard Heinrich Karl. Während der Taufe hatten die Paten bezw. deren Vertreter Ministerresident Dubensky, der Herzog von Teck, der Fürst zu Solms-L>ohensolms-Lich und die Prinzessin Heinrich hinter dem" Vertreter des Kaisers Aufstellung genommen. Tie Großherzogin nahm nach beendigtem Taufakt den Erbgroßherzog aus ihre Arme, worauf mit einem Vortrag des Kinderchors die feierliche Handlung beendigt war. Eine Familien täfel im Neuen Palais schloß sich an. Originaz-Drahtmelduiigen. Berlin, 4. Dez. Der Marine-Etat für 1907 wird, wie aus gut unterrichteter Quelle verlautet, über den Rahmen des Flottengesetzes von 1906 nicht hinalisgehen. Ec enthält aber die Forderung des Baues von fünf neuen Unterseebooten. In dec deutschen Kriegsularme ist bisher nur eins im Dienst. Ferner sollen bei allen im Jahre 1907 zu erbauenden großen Kreuzern Turbinen in Anwenüung kommen, nachdem der mit Turbinen auSgestattete kleine Kreuzer „Lübeck" sich gut bewährt hat. fe -■ fefe'" fe..4 ~. M J. H. 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Diejenigen Personen, welche ihren Geschäftsbetrieb im Jahre 1907 fortzusetzen oder zu beginnen beabsichtigen, werden deshalb aufgefordert, ihre Anträge auf Erteilung der Legitimationskarte bei uns jetzt schon und so zeitig zu stellen, daß sie zu Anfang des nächsten Jahres im Besitz dec erforderlichen Legitimations- lartcn sein können. Gießen, den 30. November 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. _________________Herberg.___________ Mittwocb9 5. Dezbr. 1906, abends 8—9 Uhr Dankeskirche • Bad-Manheim Konzert des Soloquartetts für Kirchengesang — aus Leipzig ■ (Orgel: Herr stud. phü. et. nius. Utto Wiesig). Unsers Heilands Erdenwallen Job. Seb. Bach: Pastorale in F-dur (Orgel) In Bethlehem Gesänge von Eccard, Riedel, Praetorius, Mergner Durch Canaans Gefilde Gesänge von Hiller, Röthig, Hauptmann, König Job. Seb. Bach; Choralvorspiel: In dich hab ich gehottet, Herr Auf Golgatha Gesänge von Haster, Oriiger, Bach, Schurig, Schütz, Becker Orgelnachspiel D80/u Liedertexte zu 10 Pfg. an den Kirchportalen zu haben. Eintritt: 1 Mk. lür Erwachsene; 50 Pfg. für Schüler. Zug in Richtung Friedberg zurück: 9" Uhr „ „ Giessen „ 1014 „ ......... Anfang pünktlich. ■■ Zu Weihnachten empfehle mein reichhaltiges Lager in: Puppenwagen Sportwagen Leiterwagen Blumenständer Arbeitskörbe Notenständer Kinder- Ärztlich empfohlen tfiedarlaggn durch Plakate ersiohtUcti. ’s» UW 7/isitenharten Liefert rasch und billigst Bruhlecbe Univ-bruckereL Krawatten Hemden Serviteurs Kragen Taschentücher A. 'Waag- Selter sweg 60. s__________V UtetliiMsIrtail! Im Stricken, Tlnstrickeu sowie^ Auweben v. Strümpfen empfehle ich mich angelegentlichst. Außerdem habe ich den Verkauf von Plauen'schen Stickereien und Gardinen für eine leistungsfähige Fabrik übernommen uud empfehle auch dieses Unternehmen. 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(Nachdruck verboten.) 79 2 1 008 199 274 948 4 7067 128 238 838 4 1 466 686 931 1600J 48039 778 [80001 887 91 911 98 6 4018 101 396 97 [6001 919 627 B3 765 [10001 881 [80001 69196 250 909 66 9 3014 141 231 18 |WI| 042 793 9 4033 198 [6001 601 6 6027 160 898 56 224 [ 600] 25 838 609 855 49« 661 200 [ 8000] 410 90 588 722 903 170-17 853 921 19125 35 808 61310 [8000J 87 998 6 3 54 76 92 700 910 77 65061 82 148 674 727 61 882 [ 500j 97 902 [10001 68313 456 83 581 7 0078 146 719 75 808 87 91 807 916 56 917 24 68 409 111 683 601 189 850 70 816 535 845 9t 920 95176 658 1500] 680 |1000j 846 942 1500] 773 9 7055 219 472 75 01 544 636 911 [1000 ] 81 *08 6 565 78 9 9044 249 411 95 660 733 92» 845 [600 J 48 610 *1 77 823 919 101177 540 67 807 24 902 87 102009 81 71 145 88 318 612 719 | 8000 j 47 61 103197 397 978 104096 [ 80001 174 445 96 1112 857 60360 62218 416 830 64108 [1000] 358 67006 187 55190 717 810 5 6529 [3000] 81 826 88 88 967 81 57248 311 25 88 492 | 500j 854 58305 [1000] 650 67 59016 [80001 67 218 68 866 629 707 869 84 173 407 781 263 512 [1000] 2O100 »26 703 864 22167 23 364 98 [6001 187 801 429 75 616 995 [600] 1028 108 »28 824 688 797 2070 [600J 218 83« 541 60 964 [1000] 3136 69 31 346 680 68 1» 90 741 980 4160 214 20 65 619 842 923 5048 101 867 411 [1000] 787 6168 849 [600] 647 90 693 966 7 151 [1000] 75 206 8 433 667 [ 500 ] 619 23 88 871 11000J 908 808» 810 66» 9047 160 258 [8000] 72 95 861 76 492 917 18000) 1O008 46 143 68 231 [500] 9a 337 63 617 25 | 600j 747 [ 8000 ] 80 1 1197 [1000] 297 841 409 69 91 762 969 94 462 662 698 785 [8000] [600] 608 766 68 1600] 15 67 614 681 [600] 750 12014 498 678 681 91 812 16 917 1 3002 [1000 ] 46 64 5 736 99 1 4044 218 468 828 978 1 5015 147 44 72 [1000 ] 8 3 440 98 671 949 8 4 319 488 37 06 607 037 64 786 99 812 987 91 85026 | 500 | 814 606 616 5t " * " 23. Ziehung 5. Kl. 215. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehens vom 8. Detember 1906, vormittag«. Nur die Gewinne Ober »40 Mark sind den betreuenden f) Nummern In Klammern beigefügt. 543 2 3168 227 397 1600 ) 678 683 991 93 468 513 10 [8000] 94 2 5240 81 662 699 825 78 95 2 6018 10 267 438 [ 8000) 558 617 768 802 6 2 7 070 [1000] 169 250 [3000] 871 419 678 098 2 8116 98 876 680 710 2 9046 269 484 727 910 3 0224 426 70 674 [3000] 97 [500] 811 20 3 1 601 652 71 89 721 601 3 2048 267 488 046 72 [1000] 838 [ 600] 989 33098 296 430 979 34027 119 298 782 3 5007 115 419 27 669 626 69 899 966 3 6167 238 877 480 601 18 094 3 7861 409 97 520 41 [600] 98 630 3 8565 623 794 3 9142 807 711 [1000] 40 4 00-17 636 811 29 4 1 000 67 182 389 728 858 [ 5000] 919 24 42071 188 849 [1000] 481 |600 ) 914 18 92 4 3000 SO 145 [500] 58 209 382 524 742 847 4 4356 [6000 ] 486 610 [1000] 4 5008 82 87 253 [ 3000 ] 94 635 814 48 46'45 62 [8000] 973 74 75 16073 180 435 [1000] — 64 969 1 8033 660 728 202 8 23 448 982 96034 161 618 1 10001 »I 98148 10001 616 [600) 100009 26 836 434 94 [ 600] [1000] 50 54 200 404 698 732 811 [1000 ] 866 8 6084 135 848 [600] 857 906 87036 744 840 968 8 8 302 78 454 7 9 96 [600 ] 98 672 641 969 96 8904» 81 401 672 611 65 755 72 [ 3000 ] 820 90178 236 80 462 [1000] 622 889 811 [500] 48 91 SOI 42 710 37 |600] 9 2004 239 44 71 840 | 10000] [600] 15 704 130007 | lOOn] 41 211 854 4'7 18 67 518 87 70» 77 868 69 1 3 1 061 116 »81 0-U 13 2'/?4 113 278 861 [600] 416 686 826 133'?9 818 10 r.26 993 134003 9 13 1 * _ ... . 1 - ... . , . w X.-X efiA 1 •> Pweu* OQK <11 48 «9 1 364 [1000 ] 49f 562 MO 760 ) 3f>?-<5 W-5 417 773 136191 295 452 13714» 67 170001 7fl3 Sil 12 484 22 [1000) 798 138*14 119 240 Bin 430 772 139017 241 «12 94 707 5« C< 6« ]1(W)I 03 86« 140008 80 16» 75 720 881 [15 0001 9"3 73 141050 «0 26 261 I1000J 868 4 30 [1000] 620 61 005 19 [1000] [8000] 69 66 926 83 1 05'10 886 420 603 606 28 1 0 6333 66» 796 860 914 [500] 107058 107 208 20 33 865 411 25 87 769 697 1 08241 876 [8U00] 443 086 620 84 [1000 ] 707 60 99» 109047 »03 069 [1000 ] 01 [600 ] 976 91 1 1O012 66 854 580 600 845 111074 2'15 [1000] M 310 418 647 714 112266 [ 80001 611 676 113216 51 558 967 1 14473 [500] 658 96 971 115 868 449 64 9Z 610 933 046 116298 565 689 700 38 11000 ) 68 886 M9 117145 [1000 ] 86 687 705 810 80 42 66 990 [600] 118057 405 615 860 1600) 926 119014 252 427 674 88 609 03 718 851 , 12O0I0 208 661 88 [1000] 90 1500] 73 025 90 00 12 1 006 65 108 80 871 [500j 60« 97 07 742 91 12*2150 250 66 85 843 418 96 708 919 42 65 123174 207 M 78 [1000 ] 606 I 1000] 87 139001 700 962 0« 47 298 505 637 985 125161 flOOoj 2=1 487 68 622 718 958 [»».„,] 906 ,» 57 15001 71 126146 315 446 817 l 10">) 69 7=5 127091 742 70 | 500 | 965 128066 |ROVO] 105 62 IftOO] 309 64 65 414 521 83 806 1 29 '58 1'000 ] 24» [1000 ! «Oft ... 854 99 403 521 668 700 821 49 278 618 701 1500 ] 60 988 6O 003 804 4 6 517 [80001 864 015 51255 89 873 799 690 52123 624 91 [500] 728 [ 600 ] 53064 113 86 38 69 863 [1000] 344 450 71 688 749 [3000] 61 80 71184 520 93 | 500J 730 981 72188 70 [1000] 250 814 469 595 718 81 |500] 820 031 7 3 085 815 11000] 80 |S000) 527 606 8 800 946 60 67 71044 165 282 856 428 48 7 5059 240 425 29 52 745 95 854 [1000] 71 914 7 6094 489 662 010 7 7177 [ 3000 ] 845 [500] 84 408 45 [ 500] 61 660 788 918 7 8038 117 [ 500] 274 377 *88 70096 152 [1000] 72 216 807 474 7 48 878 [ 3000] 968 jbOt06 9 61 585 66 706 83 52 94 2 81070 106 215 73 676 8 2076 110 90 08 288 38 ) 6 1 419 680 7 35 84 3 49 43 993 1420=4 119 284 416 60 919 84 1 43 008 IbOO) 235 854 56 66 695 914 144055 114 79 |1000 | 86 370 78 08, 11000 ] 767 PO 91 93 ««l 003 9 145018 54 97 121 24 719 25 859 927 60 06 1 4 6005 89 11000] 89? 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Ziehung 5. Kl. 215. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 3. Dezember 1906, nachmittags. Nur die Gewinne Uber 240 Mark elnd den betreffenden Nummern In Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 78 419 659 70 [500] 720 73 £63 923 1010 [500] 95 193 602 780 623 982 80 285Ü 433 557 653 33«7 456 [500] 637 703 36 811 61 [3cU0] 951 4125 817 472 780 5053 79 871 410 509 89 884 90 6007 105 443 521 801 43 7056 113 289 626 777 88 835 8265 311 455 78 86 680 843 913 9016 140 289 99 [ 500] 970 10335 40 463 618 621 50 11068 215 20 LO 63 822 432 541 899 12093 180 [1000J 815 450 58 69 552 76 704 POO 13'00 1500) 29 50 808 L1000J 433 501 [500] 798 835 1 4003 123 383 448 589 «53 1 5479 865 920 1 6'35 211 41 659 1800ti 963 78 17198 267 880 425 [8000) 643 [500] 805 1 8'56 63 700 [8000] 15 [1000] 622 005 10030 [3000] 180 220 [1000] 301 29 499 805 014 55 " 20026 157 328 64 466 545 625 701 62 66 89 814 2 1 253 863 504 676 780 915 54 2 2'91 276 827 507 78 692 04 828 [500] 23089 [ 3000] 91 585 2 4235 709 815 903 25263 316 1500) 98 535 63 649 [500] 711 [500] 26109 312 19 374 84 441 968 2 7 057 [3U0üj 107 [JOUOj 22 El 481 569 CIO 715 43 880 28192 232 3-15 40 405 530 [1000] 781 854 900 41 29'27 51 [500] 850 489 £5 791 ■ 545 963 3 0066 163 627 755 958 3 1 000 155 62 270 ! 32058 187 [500] 263 413 97 748 810 [500] 910 3 3026 [500] 73 188 66 547 91 810 [500] 68 948 50 51 3411a 30 [500] 45 812 87 98 538 [500] 815 352S6 355 58 63 560 [500] 888 36109 306 424 609 747 3 7019 100 [3000] । 29 73 453 565 607 890 3 8014 11000] 88 106 383 536 681 39118 47 205 99 411 [1000] 505 27 667 73 700 801 910 40161 75 237 434 683 720 91 571 935 4 1 061 103 1500) »05 S2 84 491 [1000] 5-13 069 969 42281 47 82 845 41959- [500] 637 823 43029 71 169 229 363 423 877 906 44111 96 470 760 859 4506« [10001 278 [5001 471 [500 1 544 83 724 903 46217 48 868 401 53 560 87 010 91 049 [10 *0J 47148 68 394 [JOOü] 603 60 781 82 4 8071 131 410 44 08 875 92 865 [1000] 931 [1000] 40Oc3 75 [10001 90 152 2'0 63 [1000 ] 95 832 87 501 6S0 821 [500] 5O«'37 149 [SOOoJ 28 1 801 503 666 5 1 080 119 9 1 364 7 0 01 439 549 93 631 6? 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