Nr. 25S Fünftes Blatt. 156. Jahrgang Samstag 3. November 1606 Erscheint Hgfiä? mit Ausnahme des Sonntags. ®te „Ctegener §amillenbI8tter- werden dem „Anzeiger viermal wöchentlich betgelegt. Der tonörotrt** erscheint monatlich einmal. Gießener Anzel Rotationsdruck und Verlag der Vrühl'sch«! UnioersitätZdruckerei. R. Lang«, (Btcftm, Redaktion, Expedition «.Druckerei: Schulftr.^ Tel. Nr. BL Telegr.-Adr.: Anzeiger Gietz«. Eemral-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen. politische Tagesschart. Abg. v. Eyner» f. Gestern nachm. erhielten wir folgende Telegramme: Barmen, 2. Nov. Der Abg. v. Eynern^ ist in der vergangenen Nacht hier in der Wohnung seines Sohnes, bei dem er zu Besuch weilte, plötzlich gestorben. Er wurde im Schlafzimmer tot aufgefunden. Der „Allg. Ztg." zufolge liegt Gasvergiftung vor. Barmen, 2. Nov. Herr v. Eynern weilte bei seinem Schwiegersohn, dem Fabrikanten Oberdeck, zu Besuch und wollte heute nach Berlin zurückkehren. Der Unglücksfall ist dadurch entstanden, daß der Gashahn in seinem Zimmer nicht geschlossen war. Der Tod Eynerns wird namentlich bei allen deutschen Nationalliberalen, aber auch weit über deren Kreis hinaus aufrichtige Teilnahme erwecken. Eynern war nicht nur einer der ältesten Parlamentarier — er gehörte seit 1879 dem toreup. Abgeordnetenhause an, wo er den Wahlkreis Lennep- Remscheid-Solingen vertrat —, er war auch von Anfang an einer der eifrigsten Arbeiter. Seine Bedeutung, die sich auf große pratt. Erfahrungen im industriellen und kaufmännischen Leben gründete, wurde von seinen Frak- tionsgenossen bald erkannt, denn sofort nach seinem Eintritt in das Abgeordnetenhaus wurde er zusammen mit Miquel und Hammacher in die die Verstaatlichung der Eisenbahnen vorbereitende Kommission gewählt; auch später war er stets Mitglied der wichtigeren Eisenbahn-, Kirchen-, Schul- und Steuerkommissionen. Eynern war aber nicht nur ein sachkundiger Parlamentarier, er gehörte auch zu denen, die, mit reichem Humor und lebhaftem Temperament begabt, auch durch die Form ihrer Rede stets „das Ohr des Hauses" gewannen. Nicht selten steigerte sich sein launiger Humor ru scharfem Sarkasmus. Im Rheinland zu Hause, hat er den Kampf gegen den Ultramontanismus als eine Hauptaufgabe der nationalliberalen Partei betrachtet und behandelt. Ein Mann von selbständigem Urteil, vertrat er gelegentlich auch gegenüber der Fraktion eine abweichende Meinung, wußte die parlamentarischen Köllen aber auch gar häufig für seine Auffassungen zu gewinnen, und die geachtete Stellung, die er in verhältnismäßig jungen Jahren in der Fraktion sich errungen, hat er «sich dauernd zu behaupten gewußt. Ernst v. Eynern war 1838 zu Barmen geboren. Sein Vater (f 1882) war der Geh. Kommerzienrat und Handels- gerichtspräsident Friedrich v. Eynern, der von 1849 bis 1873 fast ununterbrochen dem Abgeordnetenhause als Vertreter von Elberfeld-Barmen angehörte. Die Schulbildung erhielt Ernst v. E. auf dem Realgymnasium in Barmen, dann trat er nach mehrjährigem Aufenthalt im Ausland als Teilhaber in das väterliche Handlungshaus, das er 1897 auf löste. Bis zur Verstaatlichung war er auch Mitglied des Verwaltungsrates der Bergisch-Märkischen Eifenbahngesellschaft, und auch nach Auflösung seines Geschäftshauses war er im Aufsichtsrat großer Aktiengesellschaften und an kaufmännischen mit) industriellen Unternehmungen interessiert. 1875 bis 1897 war Eynern Stadtverordneter in Barmen. Auch literarisch betätigte sich Eynern vielfach. Ist die holländische Vieheinfuhr gefährlich? AuS Amsterdam wird der nationat-.lib. „Rhein.-Wests. Ztg/ geschrieben: Der „Nieuwe Notterdamsche Courant" weist in einem langen Artikel die Vorwürfe zurück, die eine Betrachtung unter dem Titel „Holländische Wirtschaft" in der agrarischen „Dtsch. TageSztg/ gegen die holländische Regierung gerichtet hat. Man sollte- im Auslande billig anerkennen, daß wir auch gute Einrichtungen besitzen. Zum Glück gilt dies besonders für die Gesundheit des lebenden Viehes, dessen man Kunstausstellung am Brand. Gießen, 3. November. In der hie^gen Künstausstellung befindet sich eine größere Anzahl sehr interessanter Arbeiten aus dem Nachlaß des verstorbenen Professors Augu st Noack zu Darm st ad t. Der Künstverein für das Großherzogtum Hessen, dessen Ehrenmitglied der Künstler war, hatte im April dieses Jahres in Darmstadt eine Gedächtnis-Ausstellung seiner Werke veranstaltet, die sich auf den in der Wohnung NoackS vorhandenen Nachlaß beschränkte. Eine Auswahl dieser Arbeiten ist nunmehr in Gießen vorgeführt und zeugt von dem vielseitigen Können des Verstorbenen, der meist nur als Vertreter der kirchlichen Historienmalerei und als geschickter Porträtist bekannt war. Seine Leistungen als hervorragender Zeichner, als Landschafts- und Architekturmaler waren weniger in die Oeffentlichkeit gedrungen und nach diesen Seiten bringt die hiesige Ausstellung viel Bemerkenswertes. Zu erwähnen sind in erster Linie die Oelsrudicn von Architekturen, figürlichen und landschaftlichen Motiven aus Italien, Salzburg und Antwerpen, zwei Aquarelle aus Civitella und Olevano, Entwürfe zu Deckengemälden, eine Farbenfkizze zu dem großen historisäien Gemälde Paulus vor dem hohen Rat in Jerusalem und eine Komposition „Auf zum Licht" mit dem in Notenschrift beigefügten Leitsatz „So Ihr mich von ganzem Herzen suchet, so will ich mich finden lassen." Ferner sind zwei religiöse Kompositionen, der auferstandene Christus und Christus auf dem Oel- berg vorhanden, die im Großen ausgeführt die Kirche Sacrö coeur zu Santiago in Chile schmücken. Besondere Beachtung verdienen auch die virtuos dargestellten Zeichnungen aus Italien, die mit großem Verständnis den Land- schaftS- und Architekturbildern die charakteristischen Seiten ab- acwinnen und besonders als Erinncrungsblätter aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts einen historischen Wert für sich beanspruchen können. Dem Gießener Publikum ist Noack nicht unbekannt; die Besucher der Stadt kirchc sind seit langen Jahren an ihn erinnert beim Anblick des großen Gustav Adolf-Bildes, das Grvßherzog Ludwig III. im Jahre 1861 der Stadt Gießen zum Geschenk machte. Die Ausstellung des Kunstvereins wird den noch 'lebenden Bekannten und Freunden unseres verstorbenen hessischen Landsmiannes einen dankbaren Einblick in dessen Vielseitigkeit bieten und auch denen, die von Noack's Künstlerschaft rwch nichts kannten, keine Enttäuschung bereiten. ♦ — Der Gießener Konzertverein eröffnet seine diesjährige Saison mit einem Orchesterkonzert, deni die großen Namen Haydri, Mozart, Beethoven und Schubert dc.s Gepräge ausdrücken sollen. Die Ouvertüre „Zur Weihe in Deutschland jetzt so sehr bedarf. Was von agrar. Seite darüber berichtet wird, ist ziemlich tendenziös. Im Lande selbst spüren wir von Viehseuchen f a st nichts. Wie der „R. R. C." mitteilt, ist die Maul- und Klauenseuche seit 21/2, die Lungenseuche seit 20 und die Viehpest seit 35 Jahren in Holland nicht vorgekonuncn. Dagegen Milzbrand sei hier nicht häufiger als in Deutschland, wohl kämen mehr Fälle anS Licht durch die Maßregeln der Negierung. Ueberhaupt ist die Bekämpfung der Viehseuchen in den letzten Jahren kräftig betrieben worden. Sehr bedeutend nennt das Blatt mit Recht das NeichSserum- Jnstitut in Rotterdam. Dessen Impfstoffe werden in großem Maße kostenlos unter die Vichärzte verteilt. Holland ist mit diesem Neichsinslitut allen Ländern voran. Auch zur Bekämpfung der Tuberkulose wird hier mehr getan, als anderwärts. Die Gesundheit des ViehstapelS, sagt daS Blatt, darf heute sehr günstig genannt werden, und die Behauptung, die Statistiken seien unzuverlässig, beantwortet es mit Achselzucken. Es hofft, die deutsche Presse werde diese Verteidigung mitteilen. Wir tun dies, so schließt das genannte nat.-lib. Blatt, mit Vergnügen, und hoffen, daß man sich an maßgebender Stelle von einer interessierten Minderheit nicht bestimmen lassen werde. Die Oeffnung der Grenze unter Modalitäten ist ein von Tag zu Tag dringenderes Bedürfnis. Und sollten selbst diejenigen Recht haben, die behaupten, Holland könne keine allzu großen Viehmcngen an Deutschland abgeben — kann das ein Grund dagegen sein, den ungefährlichen Versuch zur Herabminderung der überhöhen Fleischpreise vorzunchinen? • Bafftrmann über die auswärtige Politik. In einer Versammlung der Wiesbadener Jungliberalen hielt der nationalliberale Führer Basjermann eine Rede, in der er auch auf die auswärtige Politik näher einging. Der „Rhein. Kurier" berichtet darüber: „Mit ein paar Strichen hielt er die Lage fest. Die große vergangene Blsmarckjche Zeit, Deutschlands tonangebende Stellung, heute Deutschlands Isolierung. Und merkwürdig — diese außerordentlich zahlreiche Zuhörcrjchast, die bei allen Poftulaten der inneren Politik über den Zustand mäßiger Versaminlungs-An- geregtheit »licht hinauskam, iuurbe plötzlich lebendig, als Basser- manu versicherte, daß inon zwar früher unter Bismarck im Parlament hätte schweigen können, die Zeiten seien aber andere geworden und es iväre Pflicht der Reichsboten, im Parlament auch über auswärtige Politik mitzureden. Ein spontanes, stürmisches Händeklatschen und Bravorilsen setzte ein. Und Bassermann trttlsierte nicht allzu lind. Scharf hob er hervor,,daß Eng l all d der Angelplinkt der auswärtigen Politik ist, daß dessen K ö n i g geräuschlos durch d i e W e 11 reise, u m Bündnisse zu schmieden und T e ll t s ch l a n d z u i s o l i e r e n, und mit allerscharsster Deutlichkeit betonte der Redner, wie diese Isolierung Deutschlands mit der Preisgabe d e s r u ss i j che n Rückversicherungsvertrages — dem Meisterstück Bismarckscher Staalskunst — einjetzte. Redner besprach den Dreibund, klassifizierte den Wert Jtalielis an diesem, kam auf Algeciras und feine Konsequenzen und blieb bei Clenienceau, dem Revanchepolitiker stehen, der vielleicht jetzt schon eine fr a nz ö s i s ch - e n g l is ch e Ai i l i tä r-K o n v en t i o n abgeschlossen hat, die selbstverständlich ihre Spitze gegen Deutschland kehrt. So ist die internationale Lage Deutschlands prekrär. Es f e h l e der deutschen Diplomatie an fähigen Köpfen: solche seien iiotroeiibig, nicht Handlanger.. . Ist auch unsere Diplomatie nicht erstklassig, so steht doch die Armee intakt da; sie ist volleiidet im modernsten Sinne und schlagfertig. Ulisere Marine ist im Ailsbau; hier ist der Kaiser der Führer der Ration ge- wesen. Der Redner hat seine Umschau auf deni auswärtigen Gebiet vollelidet; er kommt zum Schluß ani den großen nationalen des Hauses" (op. 124), die Beethoven zur Eröffnung des neuen Theaters in der Jostphsstadt komponierte, die aber, da sie nicht rechtzeitig vollendet war, diesem Zweck nicht dienen konnte, ist eine seiner reifsten Schöpftmgen. Doch wird sie verhältnismäßig selten zu Gchör gebracht und ist in Gießen überhaupt noch nicht ausgeführt worden. Schuberts H-Moll-Symphonie dagegen mit dem wunderbaren Ländlermotiv im großen Satz, das aus dem Celli aussteigt, kennen wir alle. Sie ist unvollendet geblieben, obwohl sie älter ist als ihre noch berühmtere Schwester, die große E-dur-SymPhonie, der sie durch die gedrungene Form überlegen ist. Auch Haydns' 11. Symphonie, eines der graziösesten Erzeugnisse seiner Muse, haben wir in Gießen noch nicht gehört, so oft sie'aucy in unseren musikalischen Häusern von vier Händen auf dem Klavier mehr oder weniger geläufig gespielt worden sein mag. Sie verdankt ihren Beinamen „Militär symphonie" dem zweiten Satz, dem Allegretto, das in dieser Symphonie die Stelle des langsamen Satzes vertritt und für das die reichste, aber vornehme Verwendung der Schlaginstrumente (Pauken, Triangel, Becken, große Trommel) charakteristisch ist. Tas berühmte Trompetensignal, so einfach und doch so überzeugend, wird auch bei uns seine Wirkung nicht verfehlen, so wenig wie die flotten Motive des ersten und des letzten Satzes und das behagliche Menuett, das uns den alten Herrn in seiner liebenswürdigsten Laune zeigt. Der für den solistischen Teil des Konzertes gewonnenen Geigerin, Frl. Gabriele Wietrowetz, geht ein ausgezeichneter Ruf voran. Daß sie sich das entzückende A-dur-Konzert von Mozart, eines von Meister Joachims Lieblingskonzertcn gewählt hat, ist ein Zeichen von gutem Geschmack, und auch die kleineren Solostucke passen sich dem Rahmen des ganzen Konzertes würdig an. Atöge em voller Saal die Anstrengungen der Mitwirkenden und des Vereins lohnen! • Frankfurt a. M., 2. Nov. Vor gut besetztem Hause ging gestern zum erstenmal die Detektiv-Komödie „Sher- lo t Holmes" von Ferdinand Bonn im Orpheum in Szene. Das Berliner Schauspielensemble mit Freiburg in der Titelrolle bot Gutes. Gerdy Waldau war vorzüglich als Lady Katogan und auch Siegfriev Böhm als Dr. Mors — Die Familienblattliteratur unterzieht Ernst von Wolzogen im Novemberheft des „L i t e r a r r s ch. Gesichtspunkt. Zwei Forderungen erhebt er: man muß in Beherzigung der Lehren von Jena und Auerstädt in die maßgebenden Stellen Männer von unabhängiger und standhafter Gesinnung, Männer von g e r a d e r D e n k a r t u n d steifein Rück - grat setzen. * Im Etat für Kiautschau sollen rund 5 Millionen Mark für neue Hafen- an la gen gefordert werden. Diese Summe erscheint allerdings nicht auffallend groß im Vergleich zu den 9(uf» Wendungen, die in den neun Jahren des deutschen Besitzes der Kolonie aus Reichsmitteln gemacht worden sind. Aber auf der anderen Seite eröffnet sich geringe Aussicht, daß endlich einmal die int Durchschnitt jährlich 10 Millionen betragenden Reichszuschüsse für Kiautschau sich verringern. In welcher Höhe die eigenen Einnahmen der Kolonie im neuen Etat veranschlagt werden, darüber verlautet nichts. Sie dürften aber schwerlich in einem den Reichszuschuß in absehbarer Zeit erübrigenden Maße steigen. Man hat sich beim Abschluß des Pachtvertrages über Kiautschau wohl allerseits die Zukunft dieses Schutzgebietes weniger-kostspielig vorgestellt. Wie der sonst zu Gunsten Deutsch-Chinas bewilligungsfreudige Reichstag sich zu den diesmaligen Neu- forderungen stellen wird, dürfte sich erst beurteilen lasten, wenn die Höhe des für die afrikanischen Schutzgebiete beanspruchten Kredits bekannt fein wird. Wahrscheinlich wird der Reichstag an den größeren Etatsausgaben der Reihe nach kräftige Abstriche vornehmen. Aus S»aOt uno Luus. Sprechstunden der Redaktion 11—1 Uhr vorin., Vs7—V28 Uhr abds. Gießen, den 3. November 1906. •• Künstverein. Mit einer recht ansprechenden Ausstellung, die besonders im Landschaftlichen Tüchtiges aufweist, hat der Verein seine gewohnte Wintertätigkeit begonnen. Wir hoffen auf Einzelheiten noch zurückzukommen und begnügen uns heute auf ein Stück alter Kunst hinzuweisen, das auf kurze Zeit in dieser modernen Umgebung dem Publikum vor- gcführt wird. Es ist ein gemaltes Epitaphium aus dem Ende des 16. Jahrhunderts, da§, von dem Frankfurter Gemäldercstaurateiir Windschmitt wieder hergeftellt, auf der Heimreise nach Steinbach hier Halt macht. Nicht um als bedeutendes Kunstweik zu glänzen, aber als ein interessantes Beispiel einer spärlich erhaltenen Gattung von Grabdenkmälern, das darum in der Steinbacher Kirche, die es von ihrer Vorgängerin übernommen hat, wieder seine Stelle finden wird. Ins Malerische übertragen stellt die Tafel die auf Stein- und Metallgrabplatten jener Zeit übliche Szene bar, wie der Verstorbene im Kreise der Seinen das Kreuz anbetet, das in einer schlichten, ganz oberhessisch anmutenden Landschaft aufragt. Tas Stück ist unseres Wissens daS einzige der Art im ganzen Kreise Gießen, und man darf, ohne den Wert der braven Handwerkerarbeit zu überschätzen, sich darüber freuen, daß der Denkmalschutz hier noch rechtzeitig gekommen ist. B. 8. ** Gießener Volksbad. Im Oktober 1906 wurden 911 2 Bäder verabreicht gegen 8802 int September 1906 und 8399 im Oktober 1905 oder im Durchschnitt den Tag 294 Bäder gegen 293 im September 1906 und 271 im Oktober 1905. Der Besuch hat sich im einzelnen wie folgt verteilt: Schwimmbad: 4486 Männer, darunter 882 zu 10 Psg., „ 1146 Frauen, „ 335 „ 10 „ Wannenbäder 1. Klasse 260 Männer, 95 Frauen, „2. „ 607 „ 465 (einschließl. 15 Kohlensäure-Bäder), ...ijmil n^nCTgaiiaBii 1,1 ■■■aBMiJ.'Xkuauiiirrmnifiw E ch 0" einer sehr scharfen Kritik in einer Art Klagelied! des armen Dichters über das reiche Familienblatt, auf dessen Honorare der -von Haus aus nicht unabhängige- Schriftsteller angewiesen sei. Der Schriftsteller, der von seiner Feder leben will, muß sich nach Wolzogen, der aus. eigener Erfahrung spricht, wohl oder übel dazu bequemen, für Kinder und Greise der breitesten mittleren Bildungs-i schicht zu schreiben. Tas will heißen, „daß er auf alle die Gegenwart stark bewegenden Probleme verzichten muß, weil diese ohne Berührung politischer, sozialer und ethischer Streitfragen nicht möglich ist; er darf nicht leidenschaftlich Partei nehmen, weil er dadurch berechtigte Empfindlich-, leiten stören könnte; er mutz sich in seinen Schilderungen; absoluter Stubenreinheit befleißigen und sich die Gesetze des Anstandes vom diplomatischen Gouvernantenstandpunkt vorschreiben lassen. . . . Seine ganze Tätigkeit als Schil-, derer der Gegenwart wird also darauf hinauslaufen müssen, verlogene Dorfidyllen, spannende Kriminal- oder reizende Liebesgeschichten aus der guten Gesellschaft mit der soliden Hochzeit als Schlußeffekt zu verfertigen. Ist das noch Literatur? Nein." Wohlzogen erzählt interessante Beispiele aus der Praxis. — Björn ft ferne Björns on, Mary. Roman. Umschlag nach Tonatello. Preis geheftet 4 Alk. Verlag von Albert Langen in München. Fünfzehn Jahre lang war der Erzähler Björnson verstummt, und der Tramattker hatte da§ Wort. Jetzt endlich gibt der große norwegische Dichter wieder einen Roman heraus. In der ganzen zivilisierten Welt wird man mit starker Spannung und hohen Erwarttmgen an dieses Werk herantrelen. Und diese Hoffnungen werden nicht betrogen. Es ist ein zartes, warmes und bedeiltendes Buch, das uns der greise Dichter schenkt. Daß jein Haar heute weiß ist — in diesem Roman verspürt man nichts davon. Er ist jung int besten Sinne des Wortes; temperamentvoll, irisch, reich überströlnt von Sonnenschein. Der Dichter predigt nicht, sondern schildert knapp und kiirz, bildhaft, farbenprächtig und tief. Er erweist sich als ein Seelenkünder von höchstem Rang, er macht uns seine Menschen erstaunlich lebendig und durchsichtig bis auf den Grund, ohne sich auf psychologische Erörterungen einzulassen; an ihren Talen erkennen wir sie. In der Heldm des spannenden Romans, der schönen Atary Krog, hat Björnson dem Reigen der vielen eigenartigen und lieblichen Mädchen- gcftalten, die er geschaffen hat, vielleicht die fchönsle zugesellt; es liegt ein Duft der Persönlichkeit imb ein Zauber über diesem jungen Weibe, daß keiner ihr Bild wieder vergessen wird, der das Buch gelesen har. . WZ verbessern Sie ungemein durch Zusatz von &a las im dei P! inn tiifl ist- Strl schr fleu rati Hu we bai Sui Sen eint irgl bezü ordr bet teil öd« we fiiir ang Slr bis städ höjl Sei nid So hm> gefü «teil gut c LieR Eigen Tage Mn taitei hun tzeiö Eig Boi 16. Gin Brausebäder 1. Klasse 651 Männer, 93 Frauen, 976 147 2. Lünsmann stand vor Ahnungslos folgten sic dem Befehl. Hurra für einein Tore und brach mit dem Rufe: Die Aktiva aller Mark. grciflich erscheinen, daß frühzeitig die Aufmerksamkeit Chemikers und des Arztes auf einen in ihr enthaltenen standteil gelenkt wurde, der in größeren Mengen für menschlichen Organismus giftige Eigenschaften besitzt, Solanin, wobei man wissen muß, daß die Kartoffel der des Beden das Fa- ich en Behandlung im Gefängnis vor. * Vergiftung durch Kartoffeln. Die Bedeutung, welche der Kartoffel als einem der wichtigsten Nahrung?, mittel bei den meisten Kulturvölkern zukommt, läßt cs be< Pioniere des landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens dem kleinen Landwirt und dem ländlichen Arbeiter bequeme Gelegenheit geben, zurzeit müßig brachliegende Gelder zinsbringend anzulegen M'.t der weiteren sozialen Rückwirkung, den Sparsinn der ländlichen Bevölkerung zu vermehren. Die Kasse soll weiter der Befriedigung des Personalkrrdits dienen, indem sie dem Landwirte m Form von Darlehen zu geringem Zinsfüße das erforderliche Betriebskapital zur Verfügung stellt. Die Genossenschaft macht dadurch die gefährlichen Vorschüsse der Getreide- und der Viehhändler entbehrlich und bekämpft so auch erfolgreich, den Wucher des ländlichen Privatgeldgebcrs. Tie Kreditgenossenschaft soll aber überhaupt der Bankier der ländlichen Bevölkerung fein. Sie soll die Zinszahlung an die Hypothekenbank und die Prämienzahlung der Versicherung für den Bauern übernehmen. Wenn der Bauer weiß, daß auf Grund seines Kredits die Prämien für Feuer-, Hagel-, Haftpflicht-, ja sogar auch für eine LebenSvcr- icherung, pünktlich von seiner Genossenschaft vorgeßreckt werden, dann braucht er nicht zu fürchten, daß gerade im Schadensfälle die Versicherung wegen nicht rechtzeitiger Prämienzahlung unwirk- äm ist, und er wird mehr wie bisher die für den Landwirt unbedingt erforderlichen Versicherungen cingchen., Ihre vielseitigen wirtschaftlichen Aufgaben können, aber die einzelnen örtlichen Kassen nur erfüllen, wenn sie sich werter, organisieren: denn es kommt natürlich häufig vor, daß bei einer Kasse die Nachfrage nach Darlehen größer ist, als die Sunnne der Spareinlagen, und ebenso häufig tritt ai^ch das Gegenteil ein. Deshalb ver- einigen sich die einzelnen' örtlichen Kassen innerhalb eines Re'visionsverbandes zu sogenannten Zentralkreditgenos- enschäften. An biefe führen sie ihre überschüssigen Gelder ab und erhalten von ihnen in Zeiten der Geldknappheit den er- orderlichen Kredit. Alle preußischen Zentralkassen stehen wieder mit der Preußischen Zentralgcnossenfchastskassc in Verkehr. Auch die Gründung der landwirtschaftlichen Reichsgenosse-n- chaftsbank in Darmstadt soll neben anderen Zwecken ne Stelle des Geldausgleiche sfür die außer preußisch en Zentralkassen sein. Dankbar erfaßte der Landwirt allenthalben die großen wirtschaft llchcn Vorteile, die ihm seine örtliche Kreditgenossenschaft bot. Der Umsatz stieg schnell zu einer, Höhe, die die ländlichen Genossenschastskassen zu einem wichtigen Faktor unseres Deutschen Wirtschaftslebens machte. Die Aktiva aller Zentralkassen des deutschen Reiches betrugen 1903 rund 135 Millionen Mark, die Passiva rund 184 Millionen, das eigene Kapital über 11 Millionen Mark. Ter Gesamtumsatz erreichte die achtunggebietende Höhe von 2 Milliarden und 12 Millionen bcr Obstkultur und kaufmännischen Absatz im großen zu fördern streben, die Gemüse-, die Brennerei- und Spiritnsverwerlirngs- genossensckasten, welche in Sandgegenden, die fast ausschließlich Roggen und Kartoffeln anbaucit, durch Verarbeitung der letzteren zu Spiritus eine höhere Verwertung erzielen wollen. Ganz kurz sei noch aus die bunte Grupve der sonstigen Ge- nossenschasten hingewiescn. Hierzu zählt man die Elektrizität^- und Gasbcleuchtungsgenossenscha'ten, Honig-, Geflügelverivertungs- genossenschaslcn, Buchführuugsgenossenschasten, Wasserleitunqs- genossenscbaften und andere, den verschiedensten wirtscha'tlichen Zwecken dienende genossenschaftliche Vereinigungen. So hat sich das deutsche landwirtschaftliche Genossenschaftswesen aus kleinen, mühfoincn Anfängen heraus zu mächtiger, achtunggebietender Größe entwickelt. Seine gesunden ivirtschastlichen Grundlagen verbürgen eine weitere reiche Ausgestaltung dieser Wirlschastsgebitde. Die wirtschaftlich schwächeren Eleiftento der Landwirtschaft können stolz sein auf die von ihnen selbst geschaffene, auf der Sclbsthülfe beruhende Vereiiiigungsforin imb können mit Recht in der genossen- chasllichcn Organisation der Landwirtschaft eine „starke Wehr nnb Waffen" im schweren Kamps ums Dasein erblicken. uahmslos mit bestem Erfolge arbeiten. Für daS I • . u der Gesamterlös für verkaufte Moltereiprobulle ine. • Mark, der Buchwert des Besitzes rund 36 Psillioi-.cn Es seien weiter hier noch erwähnt die Ob st b a u g e n o s jen- schäften, welche den Ertrag des Obstbatles durch Verbesserung den Kaiser!" von vier Kugeln getroffen tot zusammen. Diese Darstellung klingt um deswillen glaubhaft, weil Lünsmann, der sehr ehrgeizig war, vor einer geringen Freiheitsstrafe stand. Lünsmann hatte vor zwei Jahren eine Streitigkeit, bei der er die Grenzen der Notwehr überschritt und von der Pistole Gebrauch gemacht hatte. Das Kriegsgericht verurteilte ihn zn einer kleinen Gefängnisstrafe. Die gegen dieses Urteil eingelegte Berufung wurde vom Obcr- kricgsgericht, die Revision vom Reichsmilitärgericht verworfen. Diese Nachricht traf gestern ein. LünSmann war bekannt als ein tüchtiger Soldat. Vier Schüsse gingen durch die Brust, einer durch den Hals. In einem Briefe hat er als Motiv der Tat angegeben, er sei bestraft, sei immer ein ehrlicher Mann gewesen und ziehe denHeldentot einer schimpf- chlusse wieder zu. Weniger befriedigende Erfolge hat bisher die Organisation des gemeinsamen Absatzes auszuweisen. Das liegt hauptsächlich daran, daß der Großhandel, .dem, die Hauptbezugs- und Absatzgenossenschaften die Produkte, insbesondere das Getreide ihrer Ennzelgeiwssenschasteir verkaufen will, mit „vertretbarer Ware", b. h. mit größeren Mengen von gleicher Beschaffenheit rechnen muß. Deshalb wirken die Verbände und die Zentralgenossenschaften stets auf einen möglichst gleichen Sortenanbau in den einzelnen Gegenden hin, um allmählich die Produkte auch des kleinen Landwirts zu einer sich besser bezahlt machenden Handelsware zu gestalten. Ferner trügt zu, dem teilweisen Mißerfolge die nicht immer ausreichende kaufmännische Ausbildung der Leiter t)cr Absatzgenossenschaften bei, die dem berufsmäßigen Kaufmann in der Regel nicht gewachsen sind. Der Wert der durch die Genvsfenschasten abgesetzten Erzeugnisse betrug für das Jahr 1903 innerhalb des Neichsveroandes nur 12 Millionen Mark. Es sei bei dieser Gelegenheit erwähnt, daß die Kornhausgenossenschasten, die in der ersten Zeit ihres Bestehens viele Kinderkran-kheiten durchzumachen hatten, jetzt an- fangen, sich rentabler zu gestalten. Den gemeinsamen Absatz bezwecken weiter Saat-, Tabak-, Hopsen- und Viehverkaussgenvssen- schasten. Letztere wollen unter Ausschaltung des hier unter Umständen entbehrlichen Zwischenhandels dem Viehwucher entgegen» t’-eten und eine angemessene Verwertung des Mastviehs herbeiführen. Eine weitere wichtige Gattung bilden die landwirtschaftlichen P r o d n k t i v g e n o s s e n s ch a f t e n, von denen die wichtigsten die Molkereigenossenschaften sind. Tie Aufgaben der Molkereigen o s s e n s ch a i t e n bestehet in der Müchvcrwertnng auf ge- meinschastliche Rechnung und Gefahr, also sowohl in der gemeinsamen Verarbeitung der Milch als auch in dem gemeinsamen Absätze der aus der verarbeiteten Milch gewonnenen Erzeugnisse, namentlich der Butler und des Käses, sowie in dem Verkaufe frischer Milch. Tie letztere Tätigkeit einer Molkereigenossenschaft kann in iveiterm Umfange nur in der Nähe größerer Städte betrieben werden, insofern nicht zu, diesem Zwecke besondere Milch Verkaufs» genosscnschciften errichtet sind. Ter kleinere Landwirt wurde durch die Einführung der Milclizentriftlge und andere wichtige Verbesserungen auf dem Gebiete der Molkereitechnik, nicht zuletzt auch durch die Fortschritte der Bakteriologie zum genossenschaftlichen Betriebe gedrängt. Ter moderne lUolfcvcibelricb gewinnt ans einem beitimmtcu Milcbgucnitmn Erzeugnisse in viel größerer Menge und von bebeuteiib höherer Gute, als der einzelne Landwirt mit seinen rückständigen Einrichtungen. Tie Betriebskosten bcr gemeinsamen Molkereigenossenschaften stnd viel geringer als der Ile genossenschastliche Organisation der Landwirtschaft. Wer heute ein annährend vollständiges Bild der Organisation 1 unserer deutschen Landwirtschaft geben will, muß die Organisation des deutschen ländlichen Genossenschaftswesens eingehend würdigen. Zwingt doch dazu allein schon ber Umfang dieser jungen wirtschaftlichen Massenbewegung: 19 323 ländliche Genossenschaften mit rund 1700 000 Mitgliedern weist die Statistik für den 1. Juli 1905 nach, während Mitte 1885 nur etwa 1200 ländliche Genossenschaften vorhanden waren. Während man in Handel und Industrie, insbesondere in der letzten Hälfte des vorigen Jahrhunderts dem Grundsätze huldigte, daß der Einzelne am besten für sich allein den wirtschaftlich gangbarsten Weg finden werde, hat die Landwirtschaft sich diesen Tendenzen gegenüber stets ablehnend verhalten. Ihre geschichtliche Entwicklung verwies sie vielmehr auf wirtschaftliche Gebilde, die mit der Zeit umgestaltet doch noch deutlich davon zeugten, daß die Landwirtschaft zur Erreichung ihrer Ziele des vereinten, des genossenschaftlichen Wirkens nicht entbehren kann. Trotzdem nun der wirtschaftliche Grundgedanke der Zusammenfassung der wirtschaftlichen Kräfte des Einzelnen zu einem einheitlichen mächtigem Ganzen bei den genossenschaftlichen Bildungen der frühem Zeit und der modernen Zeit viel Gemeinsames hat, besteht aber doch zwischen beiden ein elementarer Unterschied: In früherer Zeit war die ländliche p o l i t i s Ä c Gemeinde zugleich die Wirtschastsgenossenschast ihrer Eingesessenen. Feld, Gärten, Aecker und Wiese, Wildländereien und Waldmrgen standen im Gemeindeeigentum und wurden entweder gemeinsam genutzt oder ihre private Nutzung wurde durch Verlosung festgelegt. Die Gi^ rneinde war also eine Art Zwangsgenossenschaft, deren Mitglied der Einzelne mit seiner Geburt ohne weiteres wurde und es his zü seinem Tode blieb. In dem damit gegebenen Ausschlüsse einer Betätigung der persönlichen Kräfte und Fähigkeiten des Einzelnen lag die Ursache des Zerfalls der politischen Wirt- schaftsgenossenschaft. . , Wenn nun auch zwischen ber eben skizzierten Genonemchafts- periodc und der modernen Genossenschastsbewegung ein langer Zeitraum liegt, erstorben war der genossenschaftliche Gedanke nie, es galt bloß, ihm eine Form zu geben, welche sich in der neuen Zeit behaupten konnte. Da traten um die Mitte des vorigen Jahrhunderts S ch u l z c - D c l i tz s ch und R a i f f e i s e n auf. Sie sind die Urheber der Anpassung des Genossemchasts- gedankens an die wirtschaftlichen Verhältnisse unserer Zeit. Unter den am 1. Juli 1905 ermittelten 19 323 landwirtschaftl. Genossenschaften befanden sich: 13181 Spar- und Dorlehns- kassen, 1867 Bezugs- und Absatzgenossenschasten, 2832 Molkereigenossenschaften, 1443 sonstige Genossenschaften. Tie für Ende 1902 vorliegenden statistischen Ermittlungen wiesen nach: bei 1601 Spar- und Darlehnskasien 924 425 Mitglieder, bei 1408 Bezugs- und Absatzgenossenscha-ten 140 202 Mitglieder, bei 1407 Molkereigenossenschaften 123 529 Mitglieder, bei 265 sonstigen Genossenschaften 18 754 Mitglieder; zusammen 13 641 Genossenschaften mit 1206 740 Mitgliedern. Demgemäß wird der Mitgliederbestand der gegenwärtig vorhandenen 19 323 Genossenschaften auf etwa 1 700 000 zu veranschlagen sein. Zur Wahrung ihrer gemeinsamen Interessen, insbesondere auch zur Durchführung der gesetzlich vorgeschriebenen Rev'üwn, haben sich die Genossenschaften zu Verbänden zusammengeschloyen. Bis vor kurzem bestanden zwei größere Organisationen: die Gruppe des Reichsverbandes der deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften mit dem Sitz in Darmstadt und her Generalverband ländlicher Genossenschaften für Deutschland in Neuwied. Der Neichsverband beruht auf der Grundlage der Dezentralisation, d. h. er ist eine Vereinigung selbständiger Provinzial- und Landesverbände. Am 1. Mai 1905 gehörten ihm 11546 Genossenschaften an. Ihm stand als Zentraler Verband der Generalverband gegenüber, der etwa 4700 Genossenschaften im Gebiete des Deutschen Reiches unmittelbar umfaßte, gegliedert in zwölf Bezirke. Im August 1905 ist eine Vereinigung dieser beiden Gruppen in der Weise durchgeführt worden, daß sich die Neuwieder Fillalveroände zu selbständigen Revisionsverüänden umgebildet und als solche dem Reichsverbande angeschlossen haben. Die Bcstandziffer des Reichsverbandes erhebt sich damit auf 40. Verbände mit über 16000 Geuosscn- schaften und 1400 000 Mitgliedern. Die wichtigste Genosfenschaftsart, das Süstcm der Spar- und Darlchnskassen soll nun betrachtet werden. Die ländlichen Spar- unb Tarlehnskassen sollen nach der richtigen Auffassung der großen nülie des Nachtschattens (Solanum nigrum) angehört. Nach einer Zusammenstellung, die G. Meyer in einer Arbeit „lieber Vergiftung durch Kartoffeln" übet den Sotaningehalt bringt, sind in 1 Kilogramm Kartoffeln sogar 5—680 mg Solanin gefunden worden. Das wäre eine sehr hohe und bedenkliche Ziffer. — Mehr beruhigend wirken die Ausführimgen von Dr. M. Wintgcn in dem Archiv für Vharmazic. Darnach ist der Sotaningehalt bei den einzelnen Sorten der Kartoffeln durchaus verschieden, int allgemeinen aber beträchtlich kleiner, als nach den Durchschnittszahlen in der Literatur zu erwarten wäre. Eine Zunahme dcS SolaninS bei längerem Lagern wurde auch in gekeimten Kartoffeln, wenn die Keime sorgfältig entfernt wurden, nicht beobachtet. Ein durch Erkrankung bedingter höherer Sotaningehalt gegenüber gesunden Kartoffeln hat sich ebenfalls nicht sicher fcststcllen lasten. Auch ift eine Sotaninbildung durch Bakterien auf Kartoffelnährboden nach dem Verfahren von Weil nicht bestätigt worden. Wir haben somit noch keinen Grund zur Beängstigung. Avs^ug euö Stu StkmLesknrloreiuflrru der Stahl (Siegen. Aufgebote. Oktober: 26. Gustav Adolf Loichinger, Schuhmachermeistcr dahier, mit Bertha Arnold lnerselbst. 29. Johannes Liehr, Schmied dahier, mit Anna Karoline Elisabeth Köddinq Hierselbst. — Friedrich Sulzer, Spengler in Frankfurt a. M., mit Emma Haun dahier. Ebeschließunqeu. Oktober: 27. Anton Bender, Hüttenarbeiter dahier, mit Marie (Weiß bierselbst. — Georg Todt, Kcinstnann dahier, mit Margarete Klein hiersclbst. 29. Alfred Schneider, Steindrncker dahier, mit Luise Förster bierselbst. — Oscar Schön. Friscu^ehilse dahier, mit Anna Rumps hierselbst. 31. Hermann Krause, Mlmtzmann dahier, mit Mina Fai hierselbst. November: 1. Adolf Kahn, Kaufmann dahier, mit Paula Keßler hierselbst. Geborene. Oktober: 22. dem Sckneiner Anton Wagner eine Tochter, Üluguste Emma Elisabeth. 24. dem Lehrer Georg Kling ein Sohn, Wilhelm Ludwig. — Dem Postsekretär Ludwig Weiß eine Tochter. 26. dein Wagenwärter Wilhelm Reilter eine Tochter, Antonie Margarete.-— Dem Schlosser Franz Otto ein Sohn. — Dem Bahn» schaffner ülndreas Hans ein Sohn, Ho.iis Konrad. 27. dem Kaufmann August Kröll ein Sohn, Friedrich Wilhelm. 29 dem Hiffs- ichaffner Karl Oller eilt Sohn, Hermann Ernst Karl. — Tein. Erdarbeiter Wilhelm Schuck'ardt eine Tochter, Johanna EbriUina Elisabeth. — Dem stadt. Taglöhner Karl Adolf Gottwald eine Tochter, Frieda Katharine Ottilie. — Dem Sanitälssergeanten Karl Harrer eine Tochter, Maria Margarete Kumgunde. — Tein Glaser Heinrich Röhm eine Tochter, Auguste Margarete Johannette^ 30. dem Kunstgärtner August Gustav Koch ein Sohn, Fritz Konrad. — Dem Kaufmann Nathan Buttenwieser ein Sohn, Hellmut. Gestorbene. Oktober: 27. Otto (Knabe, noch ohne Vornamen), 11 Stunden, Liebiaslraße 63. — Boller, Magdalene Auguste Anna Emina, gen. Lina, 14 Jahre, Bcchnl oistraße 53. — Schreiner, Elnabelhe geb. Opper, 42 Jahre, Walltorstraße 73. 28 Greiner, Marie geb. Ochs, 79 Jahre, Rentnerin, Alicestraße 19. 29. Scheuer, Willy, 3 Aloii., Landgras Philipp-Platz 4. 31. Strack Heinrich, 2 Jahre, Schiffen- berger Weg 60. November: 1. Rühl, Karl Daniel, 7 Monate, Marktplatz 13. vermischte». • Trier, 2. Nov. Feldwebel LünSmann vom Infanterieregiment Nr. 29 kommandierte heute morgen auf dem Exerzierplätze eine kleine Abteilung der 2. Kompagnie. Er schickte die fünf Soldaten nach einem entfernten Punkt, lud, als sie fort waren, die Gewehre scharf und ließ dann die Soldaten zurückkommen. Sic mußten dann wieder an« treten und aus ihn feuern, der in der Schußrichtung stand. Einzelbetrieb, die Verwertung der Produkte ift auch insofern eine höhere, als beffere gleichartige und daher leichter verkäufliche Ware erzeugt ivird. Tie Niolkereigcnoffenicha'l wirkt an? eine bessere piüttcvung und Haltung der Kühe hm imb vermeßtt auch so die lährliche Einnahme aus der Milchwirtschaft bc§ Einzelnen. Tic Erfolge ber M o l k e r e i g c n o s s e n s ch a s t c n v o r; ü g 11 cli bezeichnet werden. In 30 Jahren 1 Molkereigenosscnscha-len in Deutschland entstauben, t 30! >0 Tie Aufgabe der B e z u g § - und A b s a tz g e, n o s s e n s ch a s- tcn ist zunächst der gemeinschaftliche Einkauf alles dessen, was der Landwirt in feinem Betriebe braucht: künstlichen Dünger, Kraftfutter, Saatgut, Kohlen, Oele, Maschinen, Geräte usw. Dadurch erzielt der kleine Landwirt nicht nur einen billigeren Preis. Cs ist ihm auch die Reinheit uni) Güte der bezogenen Ware garantiert. Denn analog wie die Kassen sich zu einer Zentral- gei'ossenschaftskc.sse zusammenge50gen haben, gehören die Bezugsund Absatzgenossenschaften einer Zeutralbezugs- und Absatzge- nossenschast an. Ihre Mitglieder sind die Einzelgenofsenschasten, jedoch auch Einzclpcrsonen, wenn sie Großbetrieb haben. Diese Zentralgenossenschastcn wirken aus dcn Handel durch genaue Prüfung der Preisangebote preisregulierend ein und sehen streng darauf, daß ihnen genau die garantierte Qualität. geliefert wird. Jede Zmtralgeicosfeufchaft steht in Verbindung mit einer landwirtschaftlichen Versuchsstation, die alle angekauften Waren prüft. Ergibt sich ein Mindergehalt gegenüber der garantierten Qualität, so wird das betreffende Handelshaus ungehalten, der Zentralgenofsenschaft die Wertdifferenz zu erstatten. Der Preisunterschied wird der örtlichen Genossenschaft gutgeschriebcn, die bann wieder selbst in der Lage ist, ihren Mitgliedern einen Preisnachlaß zu gewähren. So verschafft die Organisation der Bezugsgenossenfchaften dem kleinsten Landwirt eine Ware erster Güte zu den Tagespreisen des Großhandels. Da sich die Händler zu festen Ringen zusammengeschlossen, gründeten die Zentral- genosfenschaften die. landwirtschaftliche Reichsgenos- enfchaftsbank zuDarmstudt und^dcren Filiale in Hamburg zum Zwecke der Abwehr der Händler-Kartelle. Auch hier ist die Eesamthöhe der genossenschaftlichen Bezüge eine achtunggebietende; sie beträgt für das Berichtsjahr 1903 133,4 Millionen Mark, soweit die Waren durch die Zentralgenosfen- schaften bezogen worden sind. Die Summe stellt immerhin schon ein Siebtel des Gesamtbedarfs dar und wird sich noch weiter erhöhen. Die Entschädigungen für Mindergehalt, welche die Händler auf Grund der Untersuchungen zahlen mußten, betrugen allein für das Jahr 1902 134 673 Mark, ein Betrag, der ohne die genossenschaftliche Organisation der deutschen Landwirtschaft verloren gegangen wäre. Die Berwaltungökosten der Zentral- genofsenschastLn find sehr niedrig: die Ueberschüsse fließen den Einzelgenosfenschasteit in Form von Rückvergütungen am Jahres- Damps- u. Heißlustbäder, sowie Massage zus. 149 Männer, 37 Frauen. Die Personenwage wurde von 200 Personen benutzt und das Bad von 6 Personen besichtigt. t. Queckborn, 2. Nov. Daß man auch hier sich recht viel über den Köpenicker Hauptmann unterhält, beweist folgender Fall. Kam da dieser Woche ein Reifender zu einer Landwirtin und bot ihr Taschentücher an, das Dutzend zu 3 Mk. Die Frau sollte die 3 Mk. bezahlen und ihren Namen unterschreiben. Es seien Musicrtaschentücher und die anderen würden vom Bürgermeister auSgeteilt. Doch die Frau wies ihn kurz ab mit den Worten: ^Hauptmann von Küpe n icf.1 — Breungeshain bei Schotten, 31. Okt. In unserem Orte wird kommendes Jahr ein außergewöhnliches Fest gefeiert werden. Der Krieg ervercin hat nämlich beschlossen, das Fest der Fahnenweihe abzuhalten. Die Fahne wurde bereits bei ber L ich er Fahnenanstalt Max Hisgen und I. H. Schmidt, vormals Georg HiSgen und Schmidt, in Bestellung gegeben. t. Burkhardsfelden, 2. Nov. Der Taglöhner MöbuS von hier geriet heute durch einen Fehltritt in die Dreschmaschine. Es wurde ihm bas rechte Bein voll staubig abgerissen. Man brachte ben Bebaucrns- werten sofort nach Gießen. Möbus hat eine Frau nebst einem kleinen Kinde; bas Mitlcib mit bcr schwer getroffenen Familie ist allgemein. a. Gunzcnan, 2. Nov. Einen plumpen Hereinfall hatte bei bem am 29. Okt. hier abgehaltenen Anbreas- markt ein Obermooser Schmieb zu verzeichnen. An ben Stanb eines SchuhhanblcrS trat ein Fremder und wollte ein Paar Stiefel kaufen. Nachdem er sich ein Paar ausgesucht hatte, wollte er behufs Anprobe in ein Haus gehen, was ihm aber erst auf Fürsprache des Schmiedes aus ObcrmooS gestattet wurde. Der Fremde mit den Stiefeln verschwand auf Nimmerwiedersehen. Als sich nun bcr anwescnbc Polizci- beamte nach dem Namen bes Schwinblers erkunbigcn wollte, stellte e§ sich heraus, baß ber vorwitzige Fürsprecher ben Fremben gar nicht gekannt hatte nnb nur aus Dummheit zu bem Schuhhänbler gesagt hatte, er kenne ben Mann. Wohl ober übel mußte er nun für seinen bekannten Unbekannten den Betrag für die Stiefel ablaben. Hoffentlich ist ber bicbcre Schmiebemeister um eine Erfahrung reicher und sicht sich in Zukunft seine „Bekannten" beffer an. □ Marburg, 2. Nov. Eine gemeinschaftliche M a g i st r a t § - und S t a b t v e r 0 r b n e t e n s i tz u n g beschloß, ben Oberbürgermeister Geheimrat Schüler zu ersuchen, seinen Rücktritt zurück z unehmen. — Die Zahl bcr Stubcntcn betrug heute schon über 1400. Es steht zu erwarten, baß bas biesjahrige Wintersemester recht stark besucht wirb. Wiesenstrasse 4. Telephon 188. Mittwoch, den 7. l. MtS., ammuuiy, • • *» uachm. 1 Uhr joden die der (Se- metnbe Oppenrod gehörigen 20 Llück Dtulleri'chafe auf der Bür- 6646 bei: . 27 Prospekt gratis. b . 52, . 23 W. Weitzel, Lana-Göns. . W. Steinmüller Ww., Lang- u Ernst Christ, Wieseck . . 44 die I o st. B8/11 Lei grosseren Sammi Beste Rasiermesser der Welt Rasierschalen u. Plniel ä M 0 50 Rasierseife u. -Pulver ä M. 0.25 Gem. Brot (Sein. Brot Kornbror Kornbrot Einlathl Praklisth! Bewährt I Der Syndikus: Dr. Zeidler. 1 1 2 1 2 27 54 25 I “>O - O Der Vorsitzende: Koch. 50 H 75 y 23 „ 46 „ Aufträge werden auch in meinem Geschäftslokale Seltersweg 88 entgegengenommen. Ter Kg. (2 Pkd.) Tafelbrot v (4 „ ) „ (2 „ ) Weißbrot , (4 Pjd.) Weißbrot Georg Dern II., Gr.-Linden 46 Louis Süßmuih, Steinberg 46 W. Weitzel, Lcmg-Göns. . 46 Heinr. Weber, Heuchelheim 48 (hust. Jacoby, Allen-Buseck 46 Eebrüder Grieb. Verkaufsstelle: Gießen, Bahnhofstraße 43. 1 Grundstüct auf der Warle, . einige Grundstücke bei der Eijenbahnbrucke tm Zug der Klinik lr. einige Grundstücke bei der Kläranlage in der Nähe der Mar Der Brotvcrtäufer: Dieselben Preise wie bei den hiesigen Bäckern. Gießen, den 3. November 1906. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. R. Fertsch, Ingenieur Bureau und Werkstätte für technische Anlagen Göns.......24 Hch. Weber, Heuchelheim 24 Wein-Berkaus von Johann Breuuing & Co., Weinguisbesitzer, WormS a.Nh. Um bcin hiesigen PndUkum einen wirt* lieb guten uno reinen Wem zu billigen Preisen zugänglich zu nu-tien, hoben wir uns eniichlosicn, am hiesigen Platze eine -Ij.rtaui6i.ellc zu errichten. Wir offerieren Wein über die Straße: i/, Liter 23 d-, 1 Liter 45 sowie la. Flaschenweine zu biuigft. Preisen. Berkauissiede: Karl Jekel, Marburger Straße 25. Schrmltche Dreiteilungen werden frei inb Hau« geliefert.<689 germeisterei versteigert werden. Oppenrod, 2. November 1906. Großh. Bürgermeisterei Oppenrod Balser. (6644 27 „ 27 „ Kcltanntmachniig. Das nachstehende Lokal-Reglement bringen wir wiederholt zur öffentlichen Kenntnis mit dem Anfügen, daß das Polizeipersonal angewiesen ist, Zuwiderhandlungen unnach. sichtlich zilr Anzeige zu bringen. Gießen, den 31. Oktober 1906. Großh. ‘i.. -in..;. Gießen. Herberg. 2 Kilogramm. (4 Pfund) Gem. Brot bet: ‘' i Karl Traukmann, Wieseck 46 u L. Steinmüller, Gr.-Linden 46 „ gareienhütte. ,, Für die beiden letztgenannten Grundstücke wird zur Zungnng Schlamm von der Kläranlage kostenlos zur Versügnng gesieUr. Tie Zusammenkunfl ist nachmittags 2 Uhr an der Kreuzung der Bergstraße mit dem Schisfenberger Weg bezw. um 4 Uhr an der Brücke im Zug der Klmikstraße. n Gleßen, den 27. Oktober 1906. ... “ Großherzogiiu-c ..rgermeisterei Gießen. Mecum. Karl Post, Wieseck ... 46 W.Steinmüller Ww., Lang- Verdingung. Die bei dem Bau der Bogenhallen auf der Kurhaus- terrasse vorkommenden Arbeiten und Lieferungen werden hiermit auf Grund des Ministerial-Erlasses vom 16. Juni 1893, daS Verdingungswesen betreffend, öffentlich ausgeschrieben. Los I, Beton- und Asphaltarbeiten: 580 qm Zementbeton als Plattenunterlage, 240 qm Moniergewölbe, 375 qm Eisenbetondecken, 215 qm Asphaltbelag. Los II, Zimmerarbeiten: 22 cbm Tannenholz zu liefern, 1200 m Tannenholz zu bearbeiten ic., 56 qm Bohlenbelag, 425 qm Dachschalung. Los III, Eisenlieferung und Grob- fchlosserarbeiteu: 200 kg Eisenzeug (Klammern, Tollen 2c. gu liefern, 3000 kg und ^,-Eisen zu liefern und zu verarbeiten. Los LV, Spentzlerarbeiten: 430 qm Kupferdach, 50 m kupferne Hängerinne, 30 m kupferne Abfallrohre. Los V, Weißbinderarbeiten: 275 qm Terra- nova-Außenpntz, 200 qm Terranova-Jnnenputz, 600 qm Kalkputz von Decken. Die. Verdingungsunterlagen liegen bei unterzeichneter Behörde während der Dienststundcn zur Einsicht offen, die Angebotsoordrucke können von dieser zum Selbstkostenpreis bezogen werden. Tie Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Eröffnungstermin am Donnerstag, den 15. November 1906, vormittags 10 Uhr einzureichen. (Eröffnung int Beisein etwa erschienener Bewerber). Zuschlagsfrist 3 Wochen. Bad Nauheim, 30. Oktober 1906. Großh. Baubehörde für die Neubauten. Gelände-Verpachtung. Montag, 5. November 1906 findet an Ort und Stelle Verpachtung iolgenden Geländes statt: 1. 12 Grundstücke aus dem Nahrungsberg und im alten Feld, 2. 1 Grundstück aut dem Aulweg hinter dem Weiher, 3. ' ' "" ' 4. 3. Versteigerung. Montag den 5. Rovemver L Js., vormittags 10', Uyr, meroen im Bukecsaien Saale — Reuüadt öb — versteigert: 10 Stücke Buckskins, 1 Stück Barchent, 3 Stucke ivoll. BuckskmS, 3 Stücke Bettzeug, 3 Stücke Flanell, 5 Stücke Hosenstoff, 1 Stück Betderwand, 2 Stucke Baumwollflanell, mehrere Stücke Biaulcmen, boppelbr. Barchent, Kleiderstoffe, Handluchzeug, Lruckzeug, Damast, Leuten, Lisch- luchzeug, Lkana>ester, Rockzeug, Beuzrug, Bcukattun, 1 Partie Haiusacken, ÄrbeitSjacken, Tischtücher, Joppen, Sportshcmden, Ärvellerhosen, Unterhosen, Bett- lotter, Betttücher, Arbeitskittel, ArdeitSschürzcn,Handtücher,Kragen Kinderschurzen, Lurnhoien, HalS- binden, Üliagen, 2 ^.tzd. leinene Frauenhemden, Kapuzui, Hosen- träger und vieles andere. Der Buckslin wird zu Anzügen abgemessen. 6633 Die Versteigerung findet bestimmt statt. Geißler, Gerichtsvollzieher. Haarschneidemaschine „Perfect" M. 5 t<0 Oel-Abziehsloina In Etui ä M. 2 50 “ j tl® :—-■ ---- - - nn Komnl. 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Q - . ar> c »5 — 9Tf <- vO 2 3» -tr-co g L o " = ** 8ß = B B ■ o M-* jO I s ej-o'o’-^ ÜQ G >G-7O c ja «s> «».2 s' 7Q CD O - w c T >s;^.o -*-< 30 « 17 . P O E» p G Ci G -2 <-» G tr> ** ,X* v ^4 A r-» - B v l£2 p c«s 20 70 <7 G »b 3 CD CJ 8 _,<5* >e 7-. Lo X G© O C7 CT r- CJ P !L S EK 2 B LZZ ct2)»p -Si E P 0» C J* 3 2 20 2 Ö) C7 q Ö3 ~ - -* E «fi - wM a 5W oit 2 E E P*tTO w cd B «"b CJ ‘S 3L2^. E CJ 72. 5 8; .p. B O -U11 CJ CJ ^2 "v -2 §S> iZ±n$t g-Ä ■P iO u a 3 -=£ ■*J C5 B . .- ,2-B B B TT cj 2 ’E *2_*p- 8 CQ o <2. "2 a s .2 po.2 a jffßOojt p G u cj G *'-* 5— ixq v cj r s^A^K ■p ’s a 3 © OD to 69 a- «to 13 «to © 8< fi» d Oj GB «3 s 2.S* s e 5 5'S — 03 a» o s L £. Cfl E S G?T5» ? V a 8Z 8 es S fcS A AOD LS ö Er e CP öto » © s im S 69 5 es s © 8 Ito © 2 cpa C-Ai * W Z^r?2"§. £09 »■? J^CP^ 5 £S® L s LC CP es c» oö9 0 er -■5' M-^r HD 2» er C M ^,to s □ A § s op@ cf.A 69 5=9 . S -^69 JT LS O *t 5 r CD ÖD s-> Aöd a 2^ •er CD 65 c- -jö 2.Z 2 L^'^W^cp. Gv t=9 ro 8 W2 o ra e « 2 5 OCP 2 rs ro (5") Z.Zcs £ S ro 3 rt S AS 6)~ S? 69 @ es =$ o toS.e ui <5» so g,2 cu «to <1 Cs ro 2 S)o» B-c % "tSSr Ts a w s A $2 s s A 3< ö sr SS M s S« © 3 «s e c: © re = initei zöge' C4O 2.<Ä o A A ©E5 er 3 «to 69 sr d «to S (S)p. S'F, 3 -r D ito s* s ~'o C"cS ä c^coo ^richt' 13Q( S-. rt to o ro cd a ito 2 • Carr unha ösinu Aver feine. Bersl bad iS^ ?ZT- -?ZL°2i 3®a oi C.-S* 7 TT 3 3 i 1 Gemeinden dazu gehörenden Mühlen und Höste pp. Lich Hungen Ort ! der KontroUversanunlung in der ^lmtSgerichtSstraße i an der Turnhalle i Platz 10. Vov. 10. Nov. Vvx 29/4 Uhr Nachm. ’ 9*/4 Uhr Voruu Stunde =»