'miitf ® iw-e,liV vlUujl Span, roirb t»em. taufend- per Druc^' ■OlilW rächen juperis na MmÄchei, * •SS*«* ----2rpcl dleiiim^ oct U ?^fmau« (ucbii £'• ob- \ Cftobet bellum Kontor oder Reise. I -rN Meld. unter 05878 m Gfch.An,. erbeten, ! WKWZ chriA, Meld, unter 05883 an Gieh. Anz. erbeten, ehrlingsstelle für ein. Ujäbr igen gejucht. Manufaktur- cd. Awaren bevorz. Lchr. Meld. . 05768 a. d. Gieg. An,, erb. ■Sää? «ÄyjrSiS io» WHL- seßM mpsiehll sich in UDu Buchführvog. ichnftl. Meldungen unt. 05890 den Gießener Ameiger ig. Kaufmann empßehlt sich ie Mögen von wn vhrifti. Meld, unter 05879 ar jgiegener Anzeiger erbeten Pension Real-Gymnasiast, 14 3- A .. neiucbt. BevorzG ff hüeS rokb. SlujSLSU^ >. fransen billig en&* \ U. X. Pension. jsicht bei Schularbeiten. 70 Grünberger Straße ÖD. hinter meinem Hose kam MaLgeladen werden. Ein. n von der Schühenstrafi ,8 Lovis Troß. -13*32, 9 «v§. • „■ "a braü^7~~~:—| Nr. »08 Zweites Blatt. 155. Jahrgang Dienstag 5. September 1905 Erscheint »glich mit Ausnahme des Sonntags. Dir „Siehener ZamilievblStter" weiten dem ^Anzeiger viernral wöchentlich beigelegt. Der „hessische tanöwtrf* erscheint monatlich einmal. jFz<^ 2 . AA . 2 AA Rotationsdruck und Verlag der Brüh lachen R P Z Art illy r Universitätsdruckerei. R. Lange, Gießen. NH W 6 & ^KyiL & O wS 1L Redaktion, Expedition ».Druckerei: Schukstr.7. V V | ~ vVHV 3 V VW VV Tel. Nr. bl. Telegr.-Adr.: Anzeiger Meß«. General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Sichen. Die Aröetterin in der TabaLindustrie. (Nachdruck verboten.) Von Jahr zu Jahr steigt Ne Zahl der in den Fabrik- betrieben Deutschlands beschäftigten weiblichen Personen. Während man im Jahre 1902 nur 576 439 Fabrikarbeiterinnen zählte, wurden 1896 bereits 699 579 in Fabriken beschäftigte weibliche Personen ermittelt, deren Zahl heute nach den letzten allgemeinen Erhebungen des Neichsamtcs des Innern eine Höhe von 860 087 erreicht hat. Das sind 17,7 Proz. der zurzeit in deutschen Fabrikbetrieben in einer Gesamtzahl von 4 849108 tätigen männlichen Arbeiter. Nach den gesetzlichen Bestimmungen darf bekanntlich die tägliche Arbeitszeit der at Fabriken und diesen gleich- aestcllten Betrieben beschäftigten weiblichen Arbeiter 11 Stunden, und an den Vortagen der Sonn- und Feiertage 10 Stunden nicht überschreiten. Wenn auch nun tatsächlich die Arbeitsdauer bei der größeren Hälfte aller Arbeiterinnen schon jetzt 10 stunden nicht übersteigt, — mehr als 10 Stunden täglich waren 379 555 d. s. 46,6 Proz. aller weiblichen Arbeiter, beschäftigt —, so macht sich doch das allgemeine Bestreben geltend, eine Maximalarbcitszeit von 10 Stunden täglich für die weibliche Arbeiterschaft gesetzlich festzulegen. Zu diesem Zweck haben die Gewerbeaufsichtsbehörden im Auftrage des Reichskanzlers allgemeine Erhebungen über die tägliche Arbeitszeit der Fabrikarbeite- rinnen an gestellt. Die Resultate erstrecken firh auf insgesamt 813 560 weibliche Arbeiter, von denen 74 623 Arbeiterinnen in 2716 berücksichtigten Betrieben auf die Tabakindustrie entfallen. Das sind 9,17 Proz. aller in Frage kommenden Arbeiterinnen. Im Gegensatz zu dieser verhältnismäßig geringen Anteilziffer der Tobakindustric beschäftigte die Textilindustrie beinahe die Hälfte, genau 44,2 Proz. aller weiblichen Arbeiter. Die Feststellungen hinsichtlich der täglichen Arbeitsdauer ergaben, daß neun Stunden und weniger täglich 9253Tabak- arbeiterinnen in 411 Betrieben arbeiteten. Das sind 12,4 Prozent aller Tabakarbeitcrinnen und 15,1 Proz. aller berücksichtigten Tabakindustriebctriebe. Ueber 9 bis zu 10 Stunden waren 41207 weibliche Arbeiter (55,2 Proz.) in 1584 Betrieben (58,3 Proz.) beschäftigt. Ueber 10 Stunden endlich wurde von 24163 Arbeiterinnen in 761 Betrieben gearbeitet, das ist von 32,4 Proz. aller Tabakarbeiterinnen in 28 Proz. aller Tabakindustriebetriebe. Das ist im Verhältnis zur Gesamtheit eine günstige Ziffer, da von allen ermittelten Arbeiterinnen überhaupt 379 555, also 46,6 Proz., zu einer längeren als zehnstündigen Arbeitszeit avgehalten wurden. Da die Tabakindustrie keine Saisonindustrie im eigentlichen Sinne dieses Wortes ist, weil in geschäftsftauer Zeit aus Vorrat gearbeitet wird, so haben erhebliche Schwankungen der täglichen Arbeitsdauer in den einzelnen Jahreszeiten nicht stättgcfundcn. Allerdings wurde die angegebene Arbeitszeit nicht immer und überall streng eingehalten,'da vielfach dort, wo nur Akkordarbeit eingcfübrt war, die Länge der täglichen Arbeitszeit dem Belieben der Arbeiterinnen anheimgestellt war. Die Ermittelungen dehnten sich auch auf die den weiblichen Arbeitern gewährte Mittagspause und auf den Zeitpunkt des Betriebsschluffes an den Vorabenden der Sonn- und Feiertage aus. Es wurde ermittelt, daß eine längere als einstündige Mittagspause in 47.3 Proz. aller Betriebe für 43.2 Proz. aller Arbeiterinnen eingeführt war. Die Erhebungen über den Schluß der Arbeit an den Vorabenden der Sonn- und Feiertage umfaßten allerdings nur etwa die Hälfte aller Betriebe und Arbeiterinnen. Davon schloffen vor 5Vz Uhr 3648 Betriebe mit 112 240 Arbeiterinnen, das sind 18.5 Proz. der berücksichtigten Betriebe und 26.5 Proz. der Arbeiterinnen. Von Interesse dürste die Verteilung der Tabakindustriebetriebe in örtlicher Hinsicht und das auf die einzelnen Bezirke entfallende Verhältnis zwischen Betriebs- und Arbeiterinnenzahl sein. Da in der gesamten Tabakindustrie auf 2716 Betriebe, wie schon erwähnt, 74 623 weibliche Arbeiter entfallen, so kommen im Durchschnitt auf einen Betrieb 27.4 Arbeiterinnen. Weit hinaus darüber gehen die Durchschnitts- ziffern im Breslauer und Dresdener Bezirk. Im ersteren wurden 3562 Arbeiterinnen in 56 Betrieben ermittelt; es kamen somit auf einen Betrieb durchschnittlich 63.6 Arbeiterinnen. Im Dresdener Bezirk bezifferte sich die Zahl der Arbeiterinnen auf .4062 in 67 Betrieben, somit im Durchschnitt pro Betrieb auf 60.6 Arbeiterinnen. Auf beinahe halber Höhe hielten sich die Durchschnittszahlen in der Nheinpfalz und im Gießener Bezirk. Im letzteren kamen 47 Tabakindustriebetriebe mit 1670 weiblichen Arbeitern in Betracht. Es entfielen also auf einen Betrieb durchschnittlich 35.5 Arbeiterinnen; in der Rheinpfalz dagegen 36.8 Arbeiterinnen, da hier in 60 Betrieben 2212 weibliche Arbeiter beschäftigt wurden. Unter der Gesamtdurchschnittszahl stand die Ziffer im Chemnitzer Bezirk mit 21.1 Arbeiterinnen im Durchschnitt pro Betrieb; der Bezirk zählte nämlich 1265 weibliche Tabakarbeiter in 60 Betrieben. Im Bezirk Minden i. W. war zwar die Arbeiterinnenzahl an sich eine verhältnismäßig hohe, nämlich 3490. Da diese sich aber auf 339 Betriebe verteilten, so entfielen im Durchschnitt auf einen Betrieb nur 10.3 Arbeiterinnen. Die kleinste Zahl von Tabakindustriebetrieben mit weiblichen Arbeitskräften wiesen die Bezirke Aue i. S., Nieder-Bayern und Reuß ä. L. auf. MMsche Tagesschau. Um die Börse. R. Berlin, 4. Sept. Nach den Erfahrungen, die die Regierung mit der Börsengesetznovelle im Parlament machte, wird sie die erneute Einbringung dieser Vorlage wohl kaum beschleunigen, zumal im Hinblick auf die über alles Erwarten steigenden Einnahmen aus der Börsensteuer. Ist doch diese S-teiaerung bereits, von der börsengegnerischen Parteipresse zum Anlaß genommen worden, jede Reform der Börsengesetzgebung im Sinne einer Milderung der bestehenden Bestimmungen nun erst recht abzulehnen. Dabei wird freilich übersehen, daß die Börfensteucr zu den schwankendsten Einnahmen im Reichsbudget gehört, weil vorzugsweise äußere Umstände den Umfang des Börsengeschäfts bestimmen. Im vorliegenden Fall hat zweifellos der russischjapanische Krieg mit seinen Begleiterscheinungen und Nebenwirkungen die bedeutende Umsatzsteigerung herbeigesuhrt. Das Börsenbild kann sich bald und gründlich ändern, sodaß die erhoffte Einnahmeverdoppelung aus der Börsensteuer ftir das saufende Etotsialir zur Illusion wird.__________ Keneral Stoeffel. In dem neuesten Hefte der „Zukunft" schreibt der amerikanische Journalist Edwin Emerson, der sich während der Belagerung von Port Arthur dort aufhielt, bis er vom General Stoeffel ausgewiesen wurde, u. a. folgendes: Bald nach der Uebergabe kamen recht schlimme Berichte nach Rußland. Der Korrespondent der „Times", der Stoessels Auszug mit ansah, meldete, General Smirnow habe sich geweigert, mit Stoessel in demselben Eisenbahnwagen zu fahren oder seinem Vorgesetzten auch nur zum Abschied die Hand zu reichen, als die russischen Offiziere von den Japanern nach Dalny gebracht wurden. General Nogi erwähnte in seinem offiziellen Rapport an den Mikado die Tatsache, daß Stoessel nur von 90 00 überlebenden Kombattanten gesprochen habe, während am Tor der eroberten Festung dann 28000 Mann die Waffen ablieferten. Staunend horten die Japaner diese einander widersprechenden Ziffern. Wie war es möglich, daß der Kommandant einer Festung sich über die Zahl seiner Mannschaft so gröblich irrte ? Hin und her wurde debattiert; und das Staunen wuchs noch, als Stoesiels offizieller Rapport bekannt wurde, in dem er dem Zaren meldete: „Nur zehntausend Mann sind noch unter den Waffen und auch sie sind sämtlich krank." Nach dem Fall der Festung besuchte ich den General Smirnow ift der Gefangenschaft. Dort, in Ragopa, sagte er mir: „Ich habe gegen die Kapitulation protestiert. Mit dem letzten Torpedoboot, das, während schon über die Kapitulation verhandelt wurde, nii§ Port Arthur entfloh, sandte ich an General Kuropatkin meinen offizielle'i Protest gegen die vorschriftswidrige und ungerechtfertigte Uebergabe der Festung. Sie war ungerechtfertigt, da wir Lebensmittel und Vorräte „genug hatten, um noch drei oder vier Monate aushalten zu können. Außerdeni Munifioii und physisch fähige Mannschaft in solcher Menge, daß ivir mindestens noch drei große Sturmversuche ertragen konnten. (General Kondratenko war noch kurz vor seinem Tod, Mitte Dezember, überzeugt, daß wir für drei Monate gesichert seien, und sprach ent cf) zu Stoeffel in diesem Sinn. Ich war derselben Ansicht. Die Kapitulation war auch gegen die Dienstvorschrift; ich war überhaupt nicht befragt noch zugezogen worden, trotzdem ich, als Stadtkommandant, für den inneren, befestigten Rayon verantwortlich war, den ich aus eigenem Entschluß nicht aufgegeben hatte. Das erste Wort, das ich über die Kapitulation hörte, brachte auch schon die Nachricht, daß die Mannschaft in den äußeren Positionen die Waffe niederlege und mit den Japanern freundschaftlich verkehre. General Stoessel hatte die weiße Flagge hinausgeschickt, ohne uns mit einer Silbe davon zu verstänoigen; nur sein Stabschef, Oberst Reiß, und fein intimster Freund, der General Gregorowitsch, wußten davon. Als ich die Tatsache erfuhr, waren die Bedingungen der Uebergabe bereits festgestellt und die wichtigsten Stellungen im Besitz der Japaner. Ich konnte nichts mehr tun. Es war zu spät. Daß Stoessel vor ein K r i e g s g e r i ch t gestellt werden müsse, habe ich nie bezweifelt. Nur weiß ich nicht, wie man ihn richten will, ohne mich als Zeugen oemommen zu haben. Mein letzter, in Eile von Tschifu an General Kuropatkin telegraphierter Bericht kann als Beweisstück schwerlich genügen. Meine Zeugenaussage föimte sich auf einige Hauptpunkte beschränken. General Stoessel hat in seinem Schlußrapport an den Zaren behauptet: Wir haben getan, was menschliche Kraft zu tun ermöglicht. Der ununterbrochene Kampf der letzten elf Monate hat unsere Widerstandskraft erschöpft. Fast unsere ganze Munition ist verbraucht. Nur wenige Leute blieben vom Skorbut verschont. Jetzt sind nur noch 10 000 Mann unter Waffen und auch sie sind sämtlich krank/ Keine dieser Behauptungen stimmt mit der Wahrheit überein. General Kondratenko, der beste Mann, den wir hatten, der ober leider zu früh ins Grab sank, fand nicht, daß wir schon alles getan hätten, was zu tun in unserer Macht lag, noch, daß unsere Widerstandskraft erschöpft sei. Sie selbst, der Sie dort waren, wissen, daß wir Nahrungsmittel und Munition in genügender Menge hatten. Die Behauptung, nur wenige Leute seien vom Skorbut verschont gewesen, ist geradezu albern. Alle sichtbaren Tatsachen sprachen dagegen. Wenn Stoessel wirklich glaubte, wir hätten nur noch 10 000 Mann unter den Waffen, muß er nicht zurechnungsfähig gewesen fein; jeder Stabsoffizier in Port Arthur wüßte besser Bescheid. Durch diese Angabe hat er uns obendrein noch bei den Japanern und vor der zivilisierten Welt lächerlich gemacht. Eines Tages wird die ganze traurige Geschichte der Belagerung und des Falles von Port Arthur ja gründlich erforscht werden. Unser Kaiser und unser Volk haben ein'Recht, zu wiffen, wer für den verfrühten Fall der Festung verantwortlich zu machen ist. Wenn alle ihre Schuldigkeit taten, brauchte Port Arthur nie zu fallen." Wie ein italienisches Blatt meldet, hat ein Kriegsberichterstatter den General Stössel gerichtlich wegen Beleidigung verklagt. Stössel hatte den Berichterstatter, der sich während der Belagerung in Port Arthur befand, in einer amtlichen Meldung als Spion bezeichnet. Man glaubt, daß bei diesem Prozeß die Verhältnisse während der Belagerung von Port Arthur zur Sprache gelangen werden. Kus Stadt Md KM. Gießen, 5. September. •• Gießener Volksbad. Im August wurden 10170 Bäder verabreicht gegen 15753 im Juli 1905 und 10513 im August 1904 oder im Durchschnitt pro Tag 328 Bäder gegen 508 im Juli 1905 und 339 im August 1904. Der Besuch im einzelnen hat sich folgendermaßen verteilt: Schwimmbad 4623 Männer, darunter 721 zu 10 Psg., „ 1702 Frauen, „ 401 „10 „ Wannenbäder 1. Klasse 260 Männer, 157 Frauen, „ 2. „ 640 , 551 „ Dampf- und Heißluftbäder, sowie Massage zusammen 132 Männer und 36 Frauen, Brausebäder 1689 Männer und 370 Frauen. Die Personenwage wurde von 320 Personen benutzt und das Bad von 11 Personen besichtigt. •• Für die Teilnahme der Kriegervex,eine der Kriegerkameradschaft „Hassia" an der Kaiserparade hat das Präsidium der „Hassia" besondere gedruckte Anordnungen verteilen laffen. Danach ist u. a. folgendes z» beachten: Die Parade beginnt um 9 Uhr, das Paradefeld ist von Homburg l1/, Stunde, von Vilbel 1 Stunde entfernt, der letzte Sonderzug muß um 6,30 vorm. eingetroffen und 8.40 Uhr muß die Paradeaufstellung beendigt sein. — Der Anzug ftir nicht Uniformsberechtigte ist: dunkler Anzug, dunkler Hut (nicht Zylinder), Orden, Ehren- zeichen, Vereins- und Verbandsabzeichen. Für die Teilnehmer an der Parade erscheint eS dringend geboten, sich mit gehörigem Mundvorrat zu versehen, denn die Parade allein dauert 3—3V2 Stunden mit den beiden Vorbeimärschen und auf dem Paradeplatz gibts nichts, auch nicht in der Nähe. Kantinen sollen erst während der Parade in der Nähe des Bahnhofs in Homburg aufgestellt werden, sodaß nach der Rückkehr in Homburg für Speise und Trank gesorgt ist; dies will der ObertaunuSkreis übernehmen. Auf die Wirtshäuser ist nicht zu rechnen, denn die sind von dem übrigen Publikum alsbald besetzt. Vor der Parade wird in den Kantinen nichts verabreicht. ES dürste sich empfehlen, zur Instandsetzung be§ Anzuges auf dem Paradcplatze sich innerhalb der Vereine mit Kleiderbürsten zu versehen. ** Personalien der Ober-Po st direktion Darmstadt. In den Ruhestand traten: der Postdirektor M a r i z y in Mainz und die Postsekretäre H e y e r in Darmstadt und Holzel in Hungen •• Ein unverschämter Automobilistenstreich wird in der „Landskrone" (Oppenheim) erzählt. Durch Geinsheim kam am Mittwoch abend ein Automobil gefahren. Der des Weges unkundige französische Jnsaffe war auf der Fahrt nach Frankfurt und fragte daher nach einigen Irrfahrten in dem Ort, wo der Weg Groß-Gerau—Frankfurt wäre. Ein Einwohner erbot sich, dem Autler ein Stück Weges zu weisen, was er mit einer Einladung zum Platznehmen annahm. Kaum hatte jedoch der Lenker des AutoS die letzten Häuser des Ortes im Rücken, als er seine Maschine davonsausen ließ. Alles Bitten und Strauben half nichts, immer weiter raste man gen Frankfurt. Erst kurz vor Frankfurt ließ sich der Autler erweichen und setzte den Reisegefährten auS, ihm einen Taler in die Hand drückend. Da kein Zug mehr heimwärts ging, mußte der Mann den nicht zu geringen Weg zu Fuß zurücklegen. Wohlbehalten kam er am Donnerstag früh gegen 5 Uhr an. Solche Streiche müssen die Automobilfahrer nur noch machen, damit ihnen die Sympathien des Publikums ganz verloren gehen. ** Der LandeSrechner-Verband für das Groß» Herzogtum Hessen hielt gestern vormittag im „Storchs zu Frankfurt a. M. seine diesjährige Generalversammlung ab* Der Vorsitzende, Rendant W o l f s ch m i d t aus Schotten, war durch Krankheit in seiner Familie verhindert zu erscheinen. An seiner Stelle führte Delp aus Eberstadt den Vorsitz. Er verlas zunächst den Jahresbericht. Der Ausschuß des Verbandes ist im abgelaufenen Jahre durch je eine Eingabe beim Ministerium und der Ständekammer wegen Regulierung der Gehälter, Pensionen und Witwenversorgung der Gemeindeeinnehmer vorstellig geworden. Als Unterlage für die Eingaben diente ein Schreiben des Kreisamts Groß-Gerau an den Stadtrechner Pfaff in Gernsheim, in dem gesagt war, daß eine Regelung der Gehälter der Rechner de? Kreises vorläufig nicht erfolgen könne, weil die Regierung eine gesetzliche Regelung der Angelegenheit vorsehe. Das Ministerium hat auf die Eingabe am 25. Juli erwidert, daß die Wünsche der Rechner nochmals einer eingehenden Prüfung unterzogen werden sollen. Die Regierung hält eine Pensionsversorgung der Beamten der Landgemeinden für notwendig. Ein entsprechender Gesetzentwurf werde voraussichtlich dem nächsten Landtag zugehen. Tie Versammlung nahm diese Mitteilungen mit lebhaftem Beifall auf. Die ausscheidenden Ausschußmitglieder Reining aus Nidda und W i n d s ch m i d t aus Kastel wurden einstimmig wiedergewählt. Tie Rechnungsablage erstattete im Auftrage des Kassierers Franz in Gedern Rechner Hebel aus Dieburg. Danach betrugen die Einnahmen 807,70 Mk., die Ausgaben 592,25 Mk. Zu Revisoren wurden die Herren L o r b a ch aus Lorsch und Schiel ans Heppenheim gewählt, lieber die Frage der Erhöhung der Verbandsbeiträge entspann sich eine längere Diskussion. Man beschloß schließlich, sie in der bisherigen Weise zu belasten, trotzdem der Kreisverband Heppenheim einen anderen Antrag gestellt hatte. Eine ganze Anzahl Verbandsmitglieder ist mit den Beiträgen im Rückstand, besonders in den Verbanden Alsfeld, Bensheim und Dieburg. Verschiedene Redner wünschten den Ausschluß dieser Rechner aus dem Verein, andere mahnten zu ruhigerem Vorgehen. Schließlich beschloß man, die Leiter der Kreisverbände zu bitten, daß sie auf die Einziehung der Beiträge mehr Gewicht legen als bisher, damit Rückstände vermieden werden. Die Versammlung beriet sodann den Antrag auf Bildung einer Kommission, die nochmals die Wünsche der Rechner dem Landtag vortragen soll. An der Debatte hierüber beteiligten sich Kredel aus Michelstadt, liebel aus Dieburg, Arnold aus Grüningen und der Vorsitzende. Schließlich rourben folgende Herren in die Kommission gewählt: Wolfschmidt (Schotten), Windschmidt (Kastel), Franz (Gedern), Arnold (Grüningen), Schiel (Heppenheim), Dreffel (Vilbel), Hebet (Dieburg), Müller (Gauodernheim) und Roos (Flenheim). Deputationen, die von den Kreisverbänden zu wählen sind, sollen den einzelnen Landtagsab- georbneten, Vortrag über die Wünsche der Gemeinderechner halten. Tie nächstjährige Generalversammlung findet wieder in Frankfurt statt. ** Ueber b i e „Geognosie und Genesis des Eisen- und Manganerz-Vorkommens in der Lindener Mark bet Gießen" unterrichtet ein Aufsatz von dem dipl. Bergingenieur Richard Goebel in Nr. 1 der neuen, bet Friedrich Meißner in Frankfurt erscheinenden Zeitschrift „Der Erz- Bergbau". ** Der scheidende Sommer. Das Laub der Lin» den und Kastanien welkt. Das Heidekraut hat seine Blumen- glöckchen geöffnet, und ztvar reicher als im vorigen Jahr, wo ihm die anhaltende Dürre den Trockenstempel fast bis zur Vernichtung aufgedrückt hatte. Sandfarbige Immortellen, gelbe Nacht- uub Königskerzen, lilafarbige Gras- und weiße Lichtnelken, blaue Glocken- rmd Flockenblumen herrschen in der Landschaft vor und stimmen herbstlich. Mit dem Wachsen ist es aus, nur Ausreisen findet noch statt. Störche und Kraniche ziehen fort; andere Vögel gingen ihnen bereits voraus. In den Spinngeweben leuchten Tautropfen in Regenbogenfarben. Wir kommen allmählich in die glänzende Zeit hinein. Die „immerblühenden" Monatsröschen übertreffen sich zwar gegenseitig in Blütensülle, aber die Zecht, der Gartenrosen hat augenfällig freikarten an Stadtverordnete oder städtische Ehrenämter bekleiden, in üblich. Damit ist die Angelegenheit Wiesbaden, 1. Sept. Ein mord ereignete sich gestern mittag (.) Laubach, 4. Sept. Der gräfliche Jäger Krauß erlegte zwischen Jägerhaus und Einartshausen einen Kapitalhirsch, einen ungleichen Zwölfender. Die eine Stange des sehr starken Geweihes mißt vom Ansätze bis zu einem Ende 1,25 Meter. — In einem dem Postboten Kramer zustehenden, an der Straße nach Wetterfeld gelegenen Grundstücke wurde eine Wassernu^elle von bedeutender Stärke entdeckt. Sie wurde gefaßt, liefert ein reines, klares Wasser, nach der Berechnung etwa 1400 Hekt. innerhalb 24 Stunden. Die etwa 6 Km. entfernt liegende Gemeinde Villingen sucht sie zur Anlage einer Wasserleitung zu erwerben. Dem Besitzer hat sie für die Quelle den Kaufpreis von 3500 Mk. geboten. In vergangener Woche hat bereits eine Besichtigung der Quelle seitens des Gemeinderats Villingen unter Zuziehung eines Ingenieurs stattgefunden. Dieser ist mit der Ausarbeitung eines Kosten- vrojekts beauftragt worden. Südwestafrika genug vor seiner eigenen Dür zu fegen hatte, trat dieses Interesse mehr und mehr vor dem Schauspiele in -Jimften Jahr!" __ - Die Frankfurter Modellhut-Ausstellungen haben gestern begonnen. Frankfurt folgt in dieser Beziehung direkt hinter Berlin und ist allmählich auf dem Gebiete der Damenhutmode tonangebend geworden. Die diesjährige Herbstausstellung ist, so schreibt man uns, wieder sehr reichhaltig und schon gestern trafen viele Modistinnen zur Besichtigung der Ausstellungen ein. Samthüte und geformte Filzhüte werden in diesem Winter dominieren. Die Garnitur wird meist in Samt und Seide gehalten, aber auch große Straußfedern in der Farbe der Hüte sind modern. Natürlich hängt die Garnitur des HuteS in der Hauptsache von dem Geschmack der betreffenden Dame und dem Können der Modistin ab. Daran ändern auch alle Launen der Mode nichts. letzte kam nach dem Dr. Christschen Kindcrhospital in der Theobaldstraße. (Kl. Pr.) sd. Frankfurt, 4. Sept. Ein Teil der Stadtverordneten hatte seiner Zeit die Ansicht ausgesprochen, daß es erwünscht sei, wenn die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung und des Magistrats Freikarten für die städtische Straßenbahn erhielten. Die Bevölkerung in ihrer Mehrheit war von dieser Ansicht der Stadtväter nicht erbaut, da man allgemein der Ansicht ist, daß für ein Ehrenamt keine Aequivalente — und als solches würde doch die Trambabnfreikarte anzuschen sein — gewährt werden. Eine ganze Anzahl Stadtverordnete stand ebenfalls auf diesem Standpunkt. Auch der Magistrat nimmt ihn ein, wie er jetzt bekannt gibt. Die Gewährung der Freikarten würde nach seiner Ansicht gegen den § 79 des Gemeindeverfassungsgesetzes verstoßen. Außerdem ist die Gewährung von Straßenbahn- andere Personen, die genommen. Schwalbenfamilien sammeln sich zu Gesell-Nein soll. Die Frau eilte ins Zimmer und fand ihr Kind schäften. Aus den Büschen der Raine und Gräben wie aus! mit blutendem Kopfe bewußtlos am Boden liegen, den Beerensträuchern großer und kleiner Gärten tönt das I Die Rettungswache, die herbeigerufen wurde, fand am Kopf Gezwitscher der Rotkehlchen, in das Drosseln und I ^,em linken Ohr eine kleine Wunde, die von einem Nagel 'T'™ r“' ,'wa herrühren konnte. In der ganzen Stube fand sich aber kein Nagel vor, auf den das Mädchen hätte fallen können. Es mucken einsttmmen. Den Hörer beschleicht ein eigenartiges Gefühl bei diesen Lauten und Liedchen. Sie klingen wie Abschiedsseufter und Scheidegrüße. DieiÄ deshalb die Vermutung bestehen, daß aus der Nach- ts^rein^und wirkt erquickend. Aus den Obstgärten leuchten bcwschast jemand auf da^ Kmd g^schossen rotbäckige Aepfel, goldglänzende Birnen. Jahr um Jahr>^» Kmderbosvttal m der vollzieht sich dieser Wandel in der Nattir nach gewohnter Art und durch ihr auch in Herz und Gemüt, und wir stimmen ein wenig zögernd dem Dichter zu, wenn er singt: „Wie schön ist "der Wechsel der Zeiten, o Freunde, im wandelnden Fusan-Söül schritten. An Streitkräften waren zur Zeit vorhanden auf russischer Seite 228000 Mann, von denen 140000 Mann Infanterie 12 500 Reiter, 7500 Mann Artillerie mit 27 Batterien, 12 000 Mann Genietruppen und 8000 Mann Festungstruppen südlich von Mukden standen, also sich auf die Bahnstrecke Bort Arthure Mukdcn und auf die Nebenstraßen nach Nmtschwang und zum Jalufluß verteilten. Der Nest der Russen verteilte sich auf Wladiwostok und die nördlich von Mukden gelegenen Station^. Japan stellte demgegenüber zunächst 331000 Mann mit 7900 Offizieren, 70 000 Pferde und 516 Geschütze ins Feld, die aber nur sehr allmählich eingesetzt wurden. Beide Armeen verfugten selbstverständlich über starke Reserven. Wollte Japan sich die Vorteile seiner zu Anfang des Krieges zweifellos vorhandenen numerischen Ueberlegenhcit sichern, so mußte es unter allen Umstanden sich die unumschränkte öce» Herrschaft verschaffen, damit es seine Gruppen an beliebigem Punkten des Festlandes landen konnte. Der spanischen Flotte iel demgemäß zunächst die Hauptaufgabe zu und sie entledigte ich dieser durch 'ständig wiederholte Angriffe aus das russische Port Arthur-Geschwader, das sich nach seiner ersten "eberrumpel^ ung in den schützenden Hafen zurückgezogen hatte und dort bald regelrecht blockiert wurde. Die Russen zeigten sich hier den Japanern in keiner Weise gewachsen. Ein neuer Verlust trat sie durch den Untergang des Minenlegers „Jenissei . Dne russische Flotte wagte sich angesichts der sich fast alltäglich wiederholenden tollkühnen japanischen Torpedobootangriffe Nickt mehr aus dem Hasen heraus und so konnten die Japaner ihre Truppen ganz unbehelligt in Korea lande,i, dessen Hauptstadt Soul bereits am 12. Februar von ihnen besetzt wurde. Die Japaner nahmen auch alsbald den Vormarsch zum Jalufluß auf, während andererseits die Kosaken des Generals Sassulitsck den Jalu ubcrschrittm und in Korea eindrangen. Schon am 13. Februar kreuzten sich zum ersten Mal die Klingen, die japanische Patrouille, welche auf die Russen gestoßen war, wurde gefangen und ganz Rußland jubelte ob dieser glücklichen Vorbedeutung. Inzwischen war die Frage des Oberkommandos auf beiden Seiten geregelt worden. Der russische Statthalter Alexejew behielt die Oberlcttima. zum eigentlichen Truppenführec aber wurde der bisherige russische Kricgsminister, General Kurv Palkin, zum Kommandierenden Admiral Makarow ernannt; auf lapanistzr Seite erhielt ucral Kuroki das Kommando über die in Korea gelandete erste Armee. Der russische Vormarsch in Korea kant vor Phiöngiang, halbwegs zwischen Söul und dem Jalu, am 29- Fcbruar zum Stehen. Die Russen ließen sich auf ein ernstes Gefecht mit den anscheinend in der Ueberzahl befindlichen Japanem picht ein, sondern gingen langsam zurück. Japan sicherte sich die bisher errungenen Vorteile dadurch, daß es am 24. Februar das Protektorat über Korea übernahm, dessen Unabhängigkeit und Integrität aber garantierte. Während sich nun zu Lande die wpa- nischc Heeresleitung mehr und mehr nach Norden vorwärts schob, ruhte auch die japanische Flotte nickt. Auf Port Arth^wurde ungeachtet des Feuers der Landbatterien eine Reche von Branderangriffen gemacht, welche nickt nur den unter btc russischen Schiffe tragen, sondern auch die Fahrstraße durch rechtzeitiges Versenken der Schiffe versperren sollten. Diese Angriffe erfolgten vom 24. Februar an mit kurzen Intervallen den ganzen März hindurch. Am 6. März erschien der icsixmffche Admiral Kamimura vor Wladiwostok auf der Gliche nach dem russischen Wladiwostok-Geschwader und beschoß die Stadt eine Stunde lang, ohne indessen großen Sckwden anzurichten. Das russische Geschwader blieb ruhig im .Hafen und die Japaner gingen wieder in See. In der Nacht vom 10. zum H, Marz kam cs vor Port Arthur zu einem heftigen Kampfe zwi'cken russi- schen und japanischen Torpedobooten, wobei das russische Torpedoboot „Steregntschh" vernicklet wurde. An den Kampf schloß sich ein Bombardement der Stadt durch die lapamiche Flotte, durch das wesentlicher Schaden nicht angerichtct wurde. Am 22 März kam cs wiederum zu einem Feucrgcsecht zwischen beiden Flotten, jedoch auf so weite Distanz, daß auf keiner Sette Unfälle vvrkamen. Am 28. März fand zu Lande der nste größere Zusammenstoß zwischen Kosaken und tapauffcher Infanterie und Kavallerie bei Tschöngdschu statt. Die Rusien wurden aus der Stadt verdrängt und letztere von den Japanern beseht, deren erste Armee nunmehr den Vormarsch zum Jalu antrat Die Armee setzte sich zusammen au§ bar Garde, bet 2. und 12 Division und verfügte über 15 000 Mann Kavallerie. Am 2 'April fiel Widschu in ihre Hände. Hier blieb die Armee 1 zur Sicherung ihrer rückwärtigen Verbindungen lange Zeit liegen. : Diese Wartezeit wurde wieder von den beiden Flotten zu einem i Duell benutzt. Admiral Makarow war inzwischen m Port Arthur cingetroffen und alsbald dazu geschritten, die russisck^e Flotte ' wieder aktivnssähig zu machen. Dies war ihm so gelungen, > daß er kein Bedenken trug, sich den Japanern zum Kampfe zu ' stellen. Am 13. April kam es in der Morgenfrühe zu einem Kampf von Torpedobooten, bei dem das russische Torvedoboot ^Bestrascknij" von den Japanern in den Grund gebohrt wurde. Das russische Gesck)wader eilte nun zur Hilfeleistung herbei, während auch die Javaner herankamen. Eben hatte das Geschutz- feuer begonnen, als das russische Admiralschiff „Pettopawlowsk" auf von den Japanern kurz vorher gelegte Streuminen ssieß und unterging, nur Großfürst Chrill und etwa 60 Personen konnten gerettet werden, Admiral Makarow, Konteradmiral Mvlas und der Maler Werestschagin fanden mit etwa 700 Mann den Tod. Unmittelbar darauf lief auch die „Pob- jeda" auf eine Mine, konnte aber noch den rettenden Hafen erreichen, in den auch die übrigen russiscken Schiffe eilends flüchteten. Zum Nackfolger Makarows wurde Admiral Skrydlo w ernannt, der indessen nicht mehr nach Port Arthur gelangen konnte. Inzwischen war bad russische Wladiwostok-Geschwader, bestehend aus den Schissen „Rossija", „Gromoboy", „Bvgcttyr" iind „Rnrik" nickt müßig geblieben. Am 25. April erschien es plötzlich vor Gensan und bohrte dort einen großen japanischen Dampfer in den Grund. Vielleicht war dieser russische Erfolg mitbestimmend für die Wiederaufnahme der Operationen in Korea. (Fortsetzung folgt.) '"^Die Ursachen des Krieges liegen in dem Bestreben Japans und Rußlands, sich die Vorherrschaft über China zu sichern. Rußland hatte die Mandschurei schon so ziemlich verweist, Japan wollte das gleiche mit Korea und gleichzeitig Rußland wieder aus der Mandschurei heraushaben, ^en Anlaß gab . das öffentliche Bestreben Rußlands, Japan hinzuhalten und seme seit langer Zeit betriebenen Rüstungen sortzusetzen, bis es ^apan sagen könne, nun ist es genug des Spieles. ~ange r^lt hatte Japan sich bemüht, auf diplomatischem Wege von Rußland Zugeständnisse zu erlangen. Auck schien es noch Anfang Januar so, als ob sich alles friedlich regeln lasse. Nur m Kleinigkeiten sollten noch Meinungsverschiedenheiten bestehen, namcich darüber, wie weit Rußland ein Festsetzen Japans in Korea zulassen wolle. Auf eine neue Note Japans erhielt letzteres keine Antwort. Auch ein Ersuchen vom 27. Januar 1904 die Antwort zu beschleunigen, hatte keinen Erfolg. Japan sah hierin Rußlands Absicht der Verschleppung und stellte Anfang Februar an Ruß- laud das bündige Ansinnen, die Souveränität Chinas über die Mandschurei klipp und llar anzuerkennen. Auch hierauf blieb die Antwort aus ober erging vielmehr erst so spät, baß sie eben z u spät kam. Japan hatte bereits am 6. Februar bie diplo- matischen Beziehungen abgebrochen. Am 7. Februar begann die Einschiffung ber japanischen Garbebivision nach Korea und in der Nackt vom 8. zum 9. Februar erfolgte ber Angriff des japanischen Aomirals Togo auf bas russische Port Arthur-OKichwaber vor dem Hafen, wobei bie russischen Panzer „Retwffan und „Zäsarewitsch", sowie ber Kreuzer „Pallaba" schwer beschädigt wurden. Kurz vorher hatte der japanische Admiral Urru vor Tschemulpo den russischen Kreuzer „Warjag" und bas Kanonenboot „Korejetz" nach heldenmütigem Widerstand überwältigt und die Landung ber japanischen Garde in Tschemulpo bcwerfftelligt. Gleichzeitig waren Fusan und Masampho von den Japanern,besetzt worden, welche ungesäumt zur Vollendung ber Bahnlinie keiner größeren Stadt erledigt. gräßlicher Selbst- kurz nach 12 Uhr in dem Hause "Nettelbeckstraße 4. Dort sollte ein angeblich aus der Irrenanstalt Eichberg entsprungener Geisteskranker durch mehrere Schutzleute verhaftet werden. Um sich dem zu entziehen, durchschnitt er sich zunächst die Pulsader und sprang dann aus der schwindelnden Höhe der im 5. Stocke gelegenen Frontspitze auf die Straße, wo er mit zerschmetterten Gliedern liegen blieb. Die zunächst herbeigerufene Sanitätswache mußte unverrichteter Sache wieder abziehen, da der Unglückliche sofort tot geblieben war. Später wurde dann die Leiche durch Dienstmänner im Transportkorbe nach der Leichenhalle gebracht. — Auf der Aarstraße zwischen Langenschwalbach und Hohenstein verunglückte gestern ein Militär- -.1 Automobil dadurch, daß die Steuerung des in voller Fahrt befindlichen Wagens versagte. DaS Automobil rannte über I Rockenbera 4 Sevt. Dein Aufseher i. P. $ob. bcn Ehausseegraben die steile Böschung der Bergseite hinauf, Ant. Dem wurde anläßlich seiner gestern stattgehabten überschlug sich und stürzte umgekehrt m den Graben zuru . goldenen Hochzeit von S. K. H. dem Großherzog Die drei Insassen, em Offizier, der Chauffeur und em dessen Bildnis mit eigenhändiger Unterschrift verliehen. Auch Militär-Radfahrer wurden herausgeschleudert. Wahrend die das Großh. Oberkonsistorium, sowie das evangelische Dekanat I beiden letzteren nur leichte Verletzungen davontrugen, rouroe Hungen hatte herzliche Glückwunschschreiben gesandt, die von ^i: Offizier recht erheblich am Arm und Bein verletzt. Pfarrer Alböhn in der Kirche nach der Trauung zur , ..... Verlesung gebracht wurden. Dem ersten Schreiben war ein Neues Testament als (beschenk Leigefügt. Die Beamten des Utto Zuchthauses Marienschloß hatten auf Anregung des Direk- „Reichsanzeiger" meldet: Bis zum 3. September mittags tors Bornemann dem Jubelpaare einen wundervoll ge- to1lti)ctt in Preußen 15 neue Erkrankungen und 3 Todesfälle, schnitzten Sessel als Geschenk gebracht, während die früheren, his zum 4. September mittags 10 weitere Erkrankungen und jetzt an der Zellenstrafanstalt Butzbach angestellten Kollegen 3 Todesfälle an Cholera amtlich gemeldet. Die Gesamtzahl des Jubilars ein Gruppenbi.d überreichten. Die Feier der!beträgt bis jetzt 66 Erkranknnacn und 23 Todesfälle, zahlreichen Familienmitglieder, die sämtlich zu dem Feste Ferner liegen noch folgende Meldungen vor: Pelle m Rockenberg ergab den schonen Betrag von 59 Mk. ^^lera gestorben. — Der Kultusminister ordnete bie Her- Bad -Nauheim, 5. Sept. Folgende Unter- Dichtung "von Kantinen längs des Wcichselstromes an. Ans Haltungen werden in dieser Woche stattfinden: Dienstag den Kantinen sollen nur^en^ si^G^au- nachmittags und abends auf der Terraffe: Konzett: der Kur- n z eV^Krankenhaus iintergebrachte erkrankte Flößer können kapelle. Abends im Saale Vorstellung des Zauberkünstlers ^ahiffcheinlich nach acht Tagen als gesund entlassen werden. W. Röffner-Berlin. Mittwoch nachmittags und abends auf Bei dem früher erkrankt gemeldeten Schiffer in Trcul der Terrasse Konzert der Abends im Saale Theater-Vorstellung. Gastspiel von i5rl. erkrankt und, nachdem «sie nach Kulm gebracht worden Lia Maurice von Köln a. Rh.: Monna Vanna." Donners- gestorben. Es ist dies ber zweite auf einem Kahn Vortag nachmittags und abends auf der Terrasse Konzert der gekommene Erkrankimgsfall. In Mocker bei Thorn ist ein SÄ gÄÄÄte im Saale Theater-Vorstellung unter Mitwirkung der Kur- DerRegierung zu Bromberg sind der Fischer Sell im Jose- kapelle: Benefiz für Herrn Bruno Schlegel. Gastspiel von I fjnenkanal bei Nakel cholera krau k gemeldet worden, als flrl. ®fe Jüngling °°m H°sth°°t-r in Dnnnstadt: 1 NitoucheA Samstag nachmittags und abends auf ber I ^oImnr) Cnt Arbeiter und eine Arbeiterfrau, in Weißenhöhe der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends im Saale Theater- Mbeiter Lampreckt, im Kreise Czarnikan in den Ortschaften Brie- Vorstellung: „Charlens Tante." Sonntag Militärkonzert sendorf, Romanshof und Welkowitz je ein Arbeiter. An Cholera nus der Terrasse. Abend- im Saale Sgmph°ni°.K°N-°rt der sind benDer^Schis,» Zu»r Ä Kurkapelle. Albrecht bei Nakcl. In Lubosck wurde der für den 8. Sept. z. Bieber, b. Rod heim, 3. Sept. Unser heutiges geplante Ablaß wegen der Cholera aufgehoben Kirchweih fest ist gründlich verregnet, und der Zuspruch Auch ber Ehemann ber in ber Nackt sum 31. August an ans der Umgegend war daher nur schwach. Die Umzüge der der Cholera verstorbenen Arbeüerfrau Duddest m Rasten bürg B-reine mit Musik fanden aber in der üblichenWeisesstatt ist eine Cholera- Kaum hatten sich die .Mrchweihgaste um 4 Uhr nachmittagsin ^bberwachungsstation in Köpenick bei Berlin errichtet worden, den Tanzlokalen zusammeugesunden, da brach er los, der Wasserbaustation Bat ihre Fahrzeuge zur Kontrolle aller unerbittliche, hartnäckige Regen. Die Stimmung wurde da- durchfahrenden Schiffe in bcn Dienst gestellt. Mle nach Berlin durch etwas beeinträchtigt; die Raritätenverkäufer, die auf unterwegs befindlick)en Schiffe werden einer Musterung unter» der Straße ihre kleinen Buden ausgeschkcrgen hatten, machten I zogen. In Köpenick wird außerdem eine Cholera-Baracke errichtet, traurige Gesichter. In dem bekannten Lokal von Gastwirt deren Leitung ein Militärarzt übernehmen wird. Schlierbach „Zum Biebertal" wurde trotzdem in der im I * Freien liegenden, gedeckten Halle eifrig getanzt. Da die Am 3 d M erkrankte in der Gemeinde Padew Naradowa Wassermassen von den Decktüchern nicht gut genug ablrcfen, I (yn{iiicn cin Gendarm unter Cholera-An wichen. Jns- hob man sie öfter mit Schirmen und Stöcken, sodaß es mir gCfamt s^tz dort bisher sechs Personen an Cholera erkrankt, so heruntertratschte. Trotz allem — die Sttmmung wurde ch^on sind drei gestorben unb eine genesen. An Cholerakranken fidel, und der Brat.vürste, die Hr. Sckffierbach sehr schmack- blieben in Padew zwei Personen, in Grodzisko eine Person in haft zugerichtet hatte unb die verzehrt wurden, sind mi-I Behandlm^. _ „ aeräblte Rioraen ist auch noch ein Taa und hoffentlich ist I Wie bie „Agenee Havas^ erfahrt, ist ber Generalinspektor das^ Wetter besser des ftanzösischen Sanitätswesens Chautemeffe beauftragt worden, das Wetter vesier. oine Reihe besonderer Maßnahmen ms Werk zu setzen, welche [J Marburg, 4. Sept. .Hier ist ntait bekanntlich eifrig -n ber bereits bestel-enden Seuchenbekämpsungs - Vor- damit beschäftigt, die am Pilgrimstein gegenüber ber Uni- schriften die Einschleppung der Cholera nach Frank- versität stehende alte Herrenmühle zu einem städtischen Ele k r,. i ch zu verhüten bestimmt sind. Ferner sind strenge Antrizit ä t s w e r k umzubauen. Die Arbeiten sind recht nm- Weisungen an die Behörden der Grenzbezirke ergangen, welche “erb™. 4 100 000 «ife.’ÄÄSSÄÄ Ä^unbÄ^if“ ,CL °1S m8m°mmCn battC' denn viele Bürger halten es für recht verfehlt, daß alle . ox . Straßen des in lichtem Billensttl gehaltenen Südviertels! Die Genickstarre-Epidemie inIr eußen kann nun- mit solchen Riesen mastbänm en. an denen die Leitungs- mehr als erl o sch en bctracktet werden. >sett dem 19. November draht! befeftiflt finb, bcWanjt würten SBie tateiitlta.trilt Ä?. Wird, soll diese Emrtchttmg nur vrovi,orsicl> fiut. I Preußen betrug die Zahl ber Erkrankungen 3250 mit Frankfurt, 4. Sept. Am SamStag nachmittag gegen[1750 Todesfällen. drei Uhr saß das zehn Jahre alte Kind Else, eines in der »--------------- — ----------- Kornblumengasse 13 im zweiten Stock wohnenden Ehepaares, Hjn Rückblick auf ÖCrt ostastallscheN Krieg, am offenen Senficr. Die Mutter war auf dem Flur und CcWflencn jeiben Sota waren in ihrem ganzen sprach mit Hausbewohnern. Plötzlich hörte sie einen Schlag, <ßcrl(U1fe toDn bcm surchtbaren Ringen in Ostasicn beherrscht, ber einem Schuß auS einem Revolver nicht unähnlich gewesen | Selbst in Deutschland, das dock wegen seiner Verwickelungen in Freitag, den 22. Sept., iorbestellungen auf feste Plätze ■3*2 SS »■ÖS er .'u (5) S' SAs •5 o ö? O ®>ci> S Hi ■a s G? ex-A iro — 91 & 5° er SS® r» ! S CO ES Ms er cd s a® 5SJeEs ^-ss — O' a 5?? ö 62 D s&Z0 «2-2 2 CT §«? re> > Ä- 6) WQ SR-2 «»- « ° H l_t S< 2- CD O ° LlxycU uuiyauyv 1K» guA.U.uu xuu». V4,U-U-U üLuaLyLy gu uuU vvllett Logengalerie. — Aus Stockholm wird gemeldet, daß eine Teilung der Nobelstiftung vorbereitet wird. Die Preise für Schrifttum und Wissenschaft sollen künftig von den Schweden, der Friedenspreis von den Norwegern verteilt werden. (23. Z.) — Eine tragikomische Theater-Anekdote erzählt der jüngst verstorbene, übrigens mit unserem Wilhelm Oncken befreundet gewesene Prof. Bult Haupt in seinen dramaturgischen Skizzen. „Als bei einer Vorstellung des Fiesto im Leipziger Stadttheater Gianettino im letzten Akt erstochen auf der Bühne lag und die Statisten die Leiche fortzuschassen Miene machten, ergriffen sie, die als Abräumer gewohnt sind, alles, )oas von ungefähr auf der Bühne liegt, aufzusammeln, auch Hut und Mantel des Erstochenen, eben jenen £>ut und Mantel, welche Leonore finden und zu ihrer Verkleidung benutzen muß, und schleppten sie fort. Da ertönte aus der Kulisse der Angstruf des Fraulein Steinburg, welche die Leonore gab: „Liegen lassen!" Und die Braven legten Hut und Mantel und — den Gianettino wieder auf die Erde. Erst als dieser ihnen hörbar zuflüstertc: ..Nein, mich nickt!" kam wieder Ordnuna in die Sacke." Hauses entgegengenommen. — Das neue Nürnberger Stadttheater, das dieser Tage festlich cingewciht wurde, repräsentiert sich auch als Baudenkmal so künstlerisch schön, daß es schon als solches zu den Sehenswürdigkellen der zweiten Stadt Bayerns künftig gerechnet werden muß. Der interessante Bau, der in den Jahren 1901 bis 1905 von Seeling (Berlin) fertiggestellt worden ist, imponiert bereits durch seine 41 Meter breite Fassade, die sich in ihrem Stil an den des alten Rathauses anschließt, mit besonderer Berücksichtigung des Renaissancehofes. Mit feinem künstlerischen leiste war man auf die Einheitlichkeit des bildhauerischen und malerischen Schmuckes der Innen- wie Außenräume bedacht. Die Hauptsront krönt eine Kränze und Lorbeerzweige spendende Noris (kann der erhoffte Bühnenerfolg besser charakterisiert werden?); dann sehen wir reckts und links die zwei Figuren des „lustigen Rates" und des -„Meistevsängers". Tas große, in Stein ausgefülirte Schlußrelief des Triuniphbogens zeigt uns Erda mit Aehrenkroue und Widderköpfen, zeigt uns Urd, Naranda und Skuld, die Nowren unter dem Wellenbaum. Den Schluß des dekorativen Schmuckes der 23orderftont bildet — als Ueber- gang zur deutschen Poesie — Dornröschen, von Rosen und Dornen umschlossen. Im Gegensatz zu außen hat das Innere des Hauses einen mehr modernen, aus dem Leben geschöpften künstlerischen Schmuck erhalten. Eine Sehenswürdigkeit des Hauses wird das in Gestalt einer offenen Halle erbaute Foyer sein; auch hier gibt es prächtigen bildnerischen Schmuck. Eine Neuerung der Gesamtanlage aber bedeutet die völlige Zusammenziehung der Rangumgänge und des Foyers und die Gestaltung der sell- Vermtjdfrus» >artatt, 4. Sept. Gestern nachmittag wurde die beim Kürort Wilhelmsbad vmr Stadt und Landkreis Hanau gemeinsam errichte Bismarcksaule fererllchst eingeweiht. Die Festrede hielt Gvmnasialdirektor Dr. 23raun aus Dann. * Eisenbahnunfälle. In Suhl (Thüringen) erfolgte ein Zusammenstoß zweier Lokomotiven auf dem Bahnhöfe, wobei ein Lokomotivführer getötet und ein Heizer schwer verletzt wurde. Beide Lokomotiven sausten davon, durchbrachen die Wände mehrerer Gebäude und richteten großen Schaden an. — Am Sonntag abend stieß der Zug Nr. 399, der Thale um 81/4 Uhr verläßt und um 10 Uhr 56 Min. in Magdeburg eintreffen soll, etwa 300 Meter vor dem Bestimmungsort auf eine Rangiermaschine. Verletzungen kamen nicht vor, dagegen ist der Materialschaden groß. "Was ist ein ,,Dr." wert. Eine billige Taxe ftn- 6en wir im Anzeigenteil des „Berl. Tagebl." Nr. 442: „Zur Firmengründung Herr mit Doktortitel gesucht; Fakultät gleich- güttig. Entschädigung 100 Mark. Gest. Zuschriften unter R. P. 4236 an die Exped. d. Blatt., Berlin, Potsdamer- sttaße 33." Eigentlich sollte die uns unbekannte, aber offenbar sehr vortreffliche neue Firma dem Firmen-Doktor doch so viel anbieten, als er an Gebühren, Druckkosten rc. für seinen „Dr." bezahlt hat, und dafür werden 100 Mark nicht langen. Vielleicht ist es aber dem Reflektanten gestattet, auch noch andere , Firmen" zu ,gründen", und dann bringt -6 die Masse. vuy ~ui.vyv.iU;,. V -V v.tUyC |u*..yLyVvviu der Berufungsinstanz ist Frau v. Lenbach jetzt zur Herausgabe des Kindes verurteilt worden. Die Gerichte nehmen an, daß für das Verhältnis der Frau Professor Schweninger zu ihrer Tochter der Art. 203 des Einf.-Ges. zum V. G. 23. maßgebend ist, nach welchem das Rechtsverhältnis zwischen den Eltern und einem vor Jnkraft» treten des B. G. 23. geborenen ehelichen Kinde sich jetzt nach den Vorschriften des 23. G. 23., nicht nach Landesgefetz bestimmt. Die in Frage kommenden Paragraphen des 23. G. 23. legen aber der Mutter, die sich anderweit verheiratet hat, das Recht und die Pflicht aus, für ihr Kind zu sorgen (§ 1697), und diese Sorge um- aßt (nach §§ 1681/2 das Recht und die Pflicht, das Kind zu erziehen, 51t beaufsichligen und seinen Aufenthalt zu bestimmen. An diesem gesetzlichen Fürsorgerecht der Frau Prof. Schweninger habe weder die letztwillige Verfügung Lenbachs über die Erziehung einer Tochter Marion noch der zwischen ihm nnd der Klägerin vor >er Scheidung geschlossene Auseinandersehungs-Verttag etwas ändern können. Kerichtsjaal. Oppeln, 2. Sept. Die Strafkammer verurteilte den Fried- üofsinfpektor Karl Piechullek, der am 3. August a u f d e r H i r s ch- 1 a gb den Kolonisten Kolodziej aus Geovgenwerk aus Fahrlässigkeit erschossen hatte, zu sechs Monaten Gefängnis. , Das Kußrecht des Ehemannes. Auch unter erschwerenden Umständen darf der Ehegatte seinen Anspruch auf Gewährung eines Kusses bei seiner „besseren" Hälfte geltend machen. Vor dem Bezirksgericht der Wiener Josefftadt hatte sich der Wurstmacher Laurenz Lacksinger wegen Mißhandlung seiner Frau zu verantworten. Ms sie eines Morgens mit dem Aufräumen des Schlafzimmers beschäftigt war, kam der Mann aus dem Geschäftslokal herein und wollte sie küssen. Sie ivendete sich ab und wollte nicht in der Arbeit gestört fein. Der Mann wollte seinen Willen durchsetzen und wendete Gewalt an, indem er sie so fest am Arme faßte, daß sie vor Schmerz aufschrie. Als er sie nicht losließ, versuchte sie das Fenfter zu öffnen, damit man ihr Sckwcien höre. Doch der Mann hinderte sie und würgte sie am Halse. Sie riß sich los, lief zur Polizei, lieh sich die blauen Flecke am Arme und die roten Streifen am Halse attestieren und lehrte nicht mehr in 'das Haus chres Mannes zurück. Der kußbegierige Ehegatte Ivar des Tatsächlichen geständig und machte gellend, daß ihn die Frau gereizt habe. Der Richter sprach den Angeklagten frei, da eine Neber- schreitung seines Zü ch t igungsr e cht es nicht vor- li ege. Ein Prozeß um das Kind. Die geschiedene Gattin des Malers Pros. Dr. v. Lenbach, die sich mit dem Professor Schweninger wieder verehelicht hat, hatte gegen die Witwe des Künstlers, Frau Charlotte v. Lenbach, einen Prozeß auf Herausgabe ihres erstehelichen Kindes, Marion, angestrengt, itn$ lb gleicht JtfDtift bestehe ife9feiten Vans in bm> >elt lcheAUMen c 19°*iS? nutet Cbiiwä -t ;‘Ä!S « «-ch tahfl« SMrni" und ich- S$& Sä15-8™*™- .Wntrae, « ? Batterien, 12000 tzeitungsttuppen sWick ^bnstncke Port Arthur- "«"tutschwMg und £ .Ru sen verteilte sich wen gelegenen Statimen. W Mann mit 7900 Dffi-, 'us Feld, die aber nur Ameen verfügten selbst- r zu Anfang des Krieges !berlegenheit sichern, so die unumschränkte See» Gruppen an beliebigen Ter japanischen Flotte be zu und sic enäedigte ngriffe auf das russische einer ersten Ueberrumpel- ogen hatte und dock bald zeigten sich 'hier den Jain neuer Verlust traf sic „Jenissei". Die russische t alltäglich wiederholenden iffe nickt mehr aus dm paner ihre Truppen gtm; auptstadt Söul bereits am Die Javaner nahmen auü aus, während andererseits ien Falu überschritten und Februar kreuzten sich M ne Patrouille, welche ai ingen und ganz RußbÄ ma. Sniüifäen war h Seilen geregelt wmS. betjitft bie Sberfcit^- Wsw Mt iwMaandrerenm Mischer Seite erhielt K- ,ie in Korea gelandete,eM vrea kam vor MöngfMg. >lu. M 29. Ftztt M in emstes Gefecht mt den ichen Jalmern m Decke nd) UW nm 24 Februar das Pro- LabhaStund^ j nun zu LandedleM- qch Norden vormcks schob. Auf Pock Ackhtn wurd: „ ®. d°° °Ld- dtt » rand )U ^Mr 5n* t JfteÄ i 8»n Kseitß* r»b S yu Vu Utt ;; (Q u» o «v 6) - ro CZX " CQD C6» Zc) H V' n t\n S « es xa 2. cw V" r-> > Si 0 o Ä T ~ Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. September 1905. Barometer auf 0° reduziert e »empevaniv der Luft Absolute Feuchtigkeit , Relative Feuchtigkeit Windnchttlug! Windstärke Wetter 0» jf- 2 36 92S 726 Höch Nied 749,8 751,8 752,1 te Ten rigste 17,6 13,4 12,7 iperatu 10,3 10,7 10,5 r am 68 94 97 4. Se 4. N NW ptembe 4 Still 2 r = 1 = 1 Bed. Himmel Klarer „ Bed. „ 8,1 0 C. 3,1° „ Höchste Schlachtviehpreise in Frankfurt a. 9)1. Fleischpreise in Gieße" Ochsen Kälber Schweine 50 Kg. Schlachtgewicht 78—80 Mk. Kg. Schlachtgew. 86—90 Pf. Vl » H _______V 7, Kg. 70-80 Pfg. 7» r 70—74 „ 7, , 70-80 „ . Getreidepreise in Mannheim Brotpreise in Gießen Kreisblatt für den Krds Gietzen Bekanntmachung. Wegen Vornahme von 5kanalisationSarb«iten wird die Bruch st raße zwischen Bleichstraße und Stephanstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Dießen, den 5. September 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. _________________Herberg._________________ Httbst-MdknilirKt in Kießei Mittlvoch, 6. September 1905. 8% Uhr: Beginn der Prämiierung. b”/7 10 , Konzert — Restauration. 12 , Vorführung der im Privatbesitz befindlichen Reit- und Wagenpferde unter dem Reiter und im Geschirr. 12% r Vorführung sämtlicher prämiierten Pferde. 1% Mittagstafel im Gasthof zum „Prinz Karl*. Kaninchenzucht-Verein von Kietzen und Amgegend. Am 9. und 10. September 1905: 1 LoKal-Kaninchen-Ausstessung mit Berbandsfcst des Mitteldeutschen Kaninchenzüchteroer- bandeS in den Lokalitäten zur „Schönen AussichtV SamStag, nachm. 3 Uhr Eröffnung der Ausstellung. Sonntag, nachm. 3 Uhr: Wanderversamrrrlrmg Und Vortrag des II. Verbands-Vorsitzenden, Konzert, Lanz, Preisslhiege», BolkOclnstignngcn aller Art. Nachmittags 5 Uhr: Preisverteilung. Eintritt: Samstag 30 Pfg. (Garten frei). Sonntag 20 Pfg., Militär die Hälfte. Kinder unter 14 Jahren frei. 4550 Bier im Glas 10 Pfg. Der Vorstand. In meinen Neubauten an der West-Anlage sind Mehrere schön eingerichtete elsgÄ Wohnungen zrr vermieten und per 1. Oktober cv. früher beziehbar. Durch Zusammenlegen von 2 Stockwerken mittels Verbindung einer separaten Treppe können die schönsten herrschaftlichen Wohnungen von 10—11 Zimmern mit allem Zubehör hergerichtet werden. 3252 Näheres Baugeschäft Winn, Hofmannstr. 14. Alle Gemüse erhalten besonders kräftigen Wohlgeschmack mit S MAGGI Stets erst beim Anrichten beifügen I Bestens empfohlen von A. K. Müller in LanggöuS. c7. Versand pr. Nachnahme od. vorh. Kassa. Kronen-Dlamantstahl Kronen ßllberstahl . Streichriemen ■ . ■ . M. 3.25 . M.2.25 . M. 100 Beste Rasiermesser derVutt Haareohnelrt'jmnschlno „Perfect“ i-(* fd Oel-Abzlohstelne In Etui A M. 2.50 u 5.00 Rasiereohalon u. 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Amtsgericht. Mittwoch den 6. Sept. d. I., nachm. 2 Uhr, werden im Bieker'schen Saale, versteigert: 1 Schreibtisch, 1 Sofa, 1 Vertikow, 1 Kleiderschrank, eine Theke mit Marmorplatte, 10 Mille Ztgarren, 6 Mille Zigarretten, 1 vollst. Ladeneinrichtung, 20 Fl. Kognak, 200 Dosen Konserven, 1 Ghaiscngeschirr, 1 Kastenwagen, 1 Metalldrehbank, 50 qm Glas, 1 neues Fahrrad, 2 geschn. ©icben- stämme u. a. m. 4593 Geißler, Gerichtsvollzieher. Freibank. Heute B6/9 Schweinefleisch 50 Psg._______ Kartoffeln pr. Spcisekartoffcln, per Ztr. Mk. 2.50, Kaiserkronen, per Ztr. Mk. 8.—, gelbe Salatkartoffeln per Ztr. Mk. 4.—, empfiehlt J. WeiseS 4405 Telephon 235. Sonnenstraße 6. 4Ö76 tiroNNe frische Eier per St. 7 Pfg., 50 St. ä, 6l/s Pfg. Gebrüder Bordux Bahnhofstr. 27. Lindenpl. 12. Eine Schachtel frei Heilmittel gegen Bheamalismas und flieh! 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