'SS 1 Zwei Soldaten beij yphutz erkrankt jein. - wieder jeit einigen Tage ocrben eine Anzahl FD bestnden sich augenbliekliü reiste Bahnarbeiter ist end- > in Tufser, Hrasting uni : Rote Ruhr eingeschleppl erseucht erklärt roorbeit Ärankungen Dorgefommm- uerben gemeldet. te». Ä !i ben Unterschlagii^e , fyefifäjen Roteroeti mb J Sput: gekommen. 'S« j etz ^6) wc. Swman )nen trttxtynbtofan,bii Werte, bie Eigentum bei i können. Die Unterschlag, jen, hat der Prokurist in Spiegel befindet sich zur;i er ist verheiratet und einei tätigten Firma. W । einen Zufall Un|W ■f woraufhin bann nähkv eben, die zur Kenntnis führt haben. Spiegel'V sofort nach Berlin R* « d-r Arnlpitz-^ Münchener ^.oiirist Ncm^ ; Spedition tot aufgeM- ßten Ingenieur Bauer on ist unverrichtete M lUt „eritnemommen,”«" ®*btt 6* ,Sä ennt batte, ing vollstes ie Stiegern"" >robata®J^^ f i, nä* L wä - °$e, Mt w nem An,u _ I ! b" I »tben. »*Wn. 3 Wta ff* * ■****45 l Zantoch in Joe eine | Bis ieM fitih ^en bei o^raverbächtici? (U mben SJliiip , rank» betört Qt tQnn bie A-rrrri S?ää lOrt Hermann Balk unter, 9Cn f’nb bisher in Thor» I ei?’ baß bie große» •b§- Mts. ibren ^Qn , ben: Auch die 7* ombcr9 unb Thorn soll« ge ist in der Gemeindi “f ^l>orn zurückgekehrtv 'Arabowa der Sohn bei unter choleraverdächtigen Ni. 208 Erstes Blatt. 155. Jahrgang Dienstag 5. September 1905 Amts- M Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Erscheint täglich außer Sonntags. Dem GießenerAnzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gießener Familien hlÜtter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brü h l'sehen Univers.-Buch-u.Stein- druckerei. R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. KernsprechanschlußRr.51. MetzenerAmeiger *"* General-Anzeiger a Bezugspreis: monatlich75Ps.,viertel- jährlich Mk. 2.20; durch Avholc- u. Zweigstellen monatlich 6ö Pf.; durch diePost Mk.2.—Vierteljahr!. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12 Pf^ auswärts 20 Pfg. Verantwortlich für den polit. und allgem. Teil: P. Wittko- für „Stadt und £anb" und „Gerichtsjaal": August Goetz; für den Anzeigenteil: Hans Beck. Aie tjeutige Wummer umfaßt 8 Leiten. Bekanntmachung. Das Proviant-Amt fett den freihändigen Ankauf von loggen, Hafer, Wiesenheu und Roggcnstroh diesjähriger Ernte zu den gangbaren Tagespreisen fort. Es werden selbst die kleinsten Mengen angenommen. Die Einlieferung der Naturalien kann ohne vorherige Anmeldung und an jedem Wochentage von 8—12 Uhr vormittags sowie von 2—4 Uhr nachmittag? erfolgen. Hanau, den 2. September 1905. Königliche? Proviant-Amt. Sekanntmachung. Finanzaspirant Schulz ist während der Beurlaubung Le? Großh. Bezirkskassiers Rendanten Müller zu Grün berg mit der Versehung der Dienstgeschäfte der Großh. Bezirkskasse Grünberg beauftragt. Gießen, den 1. September 1905. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ___________I. V.: Dr. Wagner.______________ Amtliche Nachrichten über Viehseuchen. Die Rotlaufseuche unter den Schweinen des Joh. Jost Becker in Hermershausen, Kreis Marburg, ist erloschen. Die Gehöftssperre ist aufgehoben. Der gemeinsame Austrieb der Schweine in Hermershausen ist wieder gestattet. Marokko. Beunruhigende Nachrichten kommen aus Marokko. Einwohner aus dem Innern des Landes, welche mit dem wachsenden Einfluß der europäischen Mächte unzufrieden sind, drangen bis drei Kilometer vor Tanger, wo sie die Dörfer plünderten, die Bewohner mißhandelten. Die Auf- ständigen erbeuteten große Viehherden. Der Ausbruch solcher Unruhen in der nächsten Nähe von Tanger ist bezeichnend für den Zustand des Landes. In Tanger wurde ein jüdischer Einwohner, der französischer Untertan ist, nach kurzem Streit ermordet Wie der „Köln. Ztg." vom 4. ds. aus Tanger gemeldet wird, ist der gestrige Markttag dank der Maßnahmen der Negiertlng ruhig verlaufen, heute ist jedoch eine weitere Zuspitzung des Verhältnisses zwischen Leuten vom A n g e r a- stamme und Leuten Raisulis zu befürchten, da erstere das geraubte Vieh nicht zurückgeben wollen und letztere Vergeltung dafür üben. Als der Vertreter der Londoner Zeitung „Times", Harris, trotz dieser Sachlage heute nach seinem eine Stunde entfernten Hause ritt, wurde von Angeraleuten zweimal auf ihn geschossen, ohne daß er jedoch getroffen wurde. Eine Lesart, nach der der Maghzen selbst bei dieser Angelegenheit beteiligt ist, verdient keinen Glauben. Nach einer Tangerer Meldung der „Agenca Hcwas" brach auf dem Markte von Tanger am 4. d. M. unter den Leuten vom Stamme Beni Mesuad eine Schlägerei aus. Ein Mann wurde getötet. In der Stadt herrscht starke Panik. Alle Läden sind geschlossen. Die Leute Raisulis benutzten die Unruhen, um eine Anzahl Leute vom Angera- Stamme zu verhaften. Nach einer Oraner Privatdepesche kam es vor Udjida zwischen dem Chef der Sultanstruppen, welche diesen wichtigen Posten zu verstärken bestimmt sind, und den bisher sultanstreuen Reitern des Kaid von Taha zu einem heftigen Streit. 50 Reiter suchten das Weite. Vermutlich desertierten sie zum Prätendenten, welcher in Aium Sidi Molck nei.: Anhänger wirbt und den Augenblick zum Angriff auf Udjida abwartet. Der französische Gesandte, Graf Taillandier, hat in -em Ultimatum dem Sultan eine Frist gestellt, welche heute, am 5. ds., abläuft. In Paris wird versichert, der englische Gesandte in Marokko habe den Befehl erhalten, zugleich mit dem französischen Gesandten Fez zu verlassen, wenn der Sultan die Forderungen des französischen Ultimatuins, nämlich Geldbuße, Bestrafung des schuldigen Kaid und öffentliche Entschuldigung nicht erfüllt. Die letzte französische Note in der Marokko-Ange- kegenheit ist am Samstag in Berlin eingetroffen, und man geht gewiß nicht fehl, wenn man annimmt, daß sich der Reichskanzler während seines kurzen Aufenthalts in Berlin hauptsächlich mit dieser Angelegenheit beschäftigt hat. Eine unmittelbare schriftliche Antwort auf diese Note wird, wie verlautet, nicht erfolgen, weil sich herausgestellt hat, daß vorher noch besondere mündliche Verhandlungen zwischen den beiden Regierungen notwendig oder wenigstens nützlich sein werden. Von ihnen erwartet man dann die endgiltige Verständigung über das dem Sultan und der Konferenz vorzuschlagende Reformprogramm, sodaß dann wohl Deutschland und Frankreich über die wesentlichen Punkte einig auf die Konferenz gehen würden. Der Iriedensvertrag ist nach den heutigen Reuter-Meldungen au? Portsmouth fertigte ft eilt und am Montag nachmittag 3 Uhr unterzeichnet worden. Er besteht aus 17 Artikeln und einer kurzen Einleitung. Ein Auszug aus dem Friedensvertrag wurde telegraphisch nach Petersburg und Tokio übermittelt, während der tatsächliche Wortlaut den Regierungen in ben1 beiden Hauptstädten erst nach der Rückkehr der Friedensunterhändler bekannt werden wird. Die japanischen Bevollmächtigten hoffen, Portsmouth heute, die Russen am Mittwoch verlaßen zu können. Die Ratifizierung des Friedensvertrages durch beide Monarchen muß innerhalb 50 Tagen, von der Unterzeichnung an gerechnet, erfolgen, während der Waffenstillstand sofort nach der Unterzeichnung beginnt. Die Mitarbeit amerikanischer Kalligraphen wurde von beiden Missionen abgelebt, da der Vertrag vorläufig als geheimer, nur die beiden Kontrahenten angehender betrachtet wird. Deshalb wird die Reinschrift von einem russischen und einem japanischen Sekretär besorgt. Von Washington kamen in Portsmouth zwei lederne, goldverzierte Schatullen an zur Aufnahme der Exemplare für den Zaren und den Mikado. Nach Privatmeldungen aus Portsmouth wurde die Frage der Räumung der Mandschurei erst nach längerer Diskussion erledigt. Es wurde beschlossen, daß beide Teile die Mandschurei längsten? in 18 Monaten zu räumen haben. Die Zahl der Eisenbahntruppen, die Rußland in der Mandschurei halten darf, wurde auf 10 Mann per Kilometer festgesetzt. Auf dem Kriegsschauplätze scheint inzwischen noch keineswegs die Waffenruhe eingetreten zu sein. Linewitsch telegraphierte vielmehr noch am 3. Sept, an den Zaren: Am Vormittage des 1. September warf unsere Abteilung in Korea mehrere energische Angriffe von sechs japanischen Bataillonen mit zwölf Geschützen zurück. Gleichzeitig ergriffen die Japaner die Offensive gegen die Abteilungen bei Kiankeregui im Defilö von Petschugulien. Es ist aber doch wohl anzunehmen, daß diese Kämpfe vor Eintreffen dec Friedensmeldungen auf dem Kriegsschauplätze stattgefunden haben. Nach Einstellung der Feindseligkeiten aber tritt jetzt die Frage auf: Was fangen nun die Russen in Sibirien au? Sollen die elenden Zeiten, wie sie unter dem Vizekönig Alexie ff grassierten, wieder einreißen, soll Korruption und krasse Unsittlichkeit triumphieren, dann würde die Lehre, die uer Zarenstaat in so nachdrücklicher Weise von dem un- liebenswürdigen kleinen „gelben Emporkömmling" erhalten hat, in sich selbst „verpuffen" und rein nutzlos gewesen sein. Eine Antwort in gewissem Sinne scheint da eine Meldung britischer Blätter zu geben, welche mitteilt, daß Linewitsch Vizekönig von Sibirien werden soll. Das ist ein deutlicher Fingerzeig über die Pläne, die der Zar verfolgt. Daß „Papascha Linewitsch" für allerhand kniffige Verwaltungsvorgänge, soweit sie nicht etwa an Intendantur-Geschäfte streifen, weniger als Null ist, liegt wohl auf der Hand; aber — er ist vielleicht der einzige höhere Soldat, der reine Hande hat und auch „reines Herzens ist". Er würde also den Augias-Stall der Bestechung und der Ausschweifungen nach Möglichkeit auszukehren suchen. Aber das würde für den ruhelosen alten Herrn keine ausreichende Beschäftigung, nur eine nebensächliche Aufgabe sein. Linewitsch ist ein „Kommisknopf", mehr Haudegen als Feldherr, aber Soldat bis in die Schuhsohlen, und gerade deshalb dürfte man ihn für da? Vizekönigtum in Aussicht genommen haben. Persönlich, vorbildlich soll er die Regeneration im Osten vorbereiten, aber seine Hauptaufgabe ist militärisch. In Wladivostock, wo er langjähriger Gouverneur war, und Festungswerke dort und am Turnen, stärker als Port Arthur, geschaffen hat, wird er residieren, und den Japanern wird auf ihrer Halbinsel Sachalin, die im Winter durch Eis mit dem Festlande verbunden ist, ein ständiger bewaffneter Friede oktroiert werden. Linewitsch hat jetzt Monate lang die vollen Sorgen des Krieges gegen Japan getragen, er wird seine Natur nicht so völlig ändern, daß er jetzt mehr auf friedlichem Gebiete tätig sein sollte. Seine Person allein schon bedeutet: das Programm der bewaffneten Verteidigung. Revolution in Japan? Nom, 4. Sept. Die „Tribuna" berichtet aus Tientsin über die Unzufriedenheit n Sapan wegen des Friedensabschlusses, daß eine revolutionäre Bewegung tatsäcblich im ganzen Lande begonnen habe. Die Zerstörung des Kabels wird dieser Bewegung zugeschrieben. Unser Handel in Ostasien. Die vielgenannte „ge.be Gefahr" ist für Deutschland gegenüber der „schwarzen G e f a h r" in den Hintergrund getreten. Der gelben Gefahr mag die politische Bedeutung wohl im wesentlichen genommen sein dadurch, daß Japan' auf Kosten Rußlands territorialen Gewinn einstreicht. In wirtschaftlicher Beziehung fteilich dürfte der Wettbewerb zwischen der weißen und der gelben Rasse sich verschärfen, da Japan die größten Anstrengungen machen wird, die Vorherrschaft des europäischen Sb an b eß in Ostasien zu brechen. Für Deutschland ist es deshalb von Wichs- tigkeit, eine gesicherte wirtschaftliche Position besonders in China zu besitzen, um dort gegen die vordrängende japanische Industrie sich behaupten zu können. Diese Position kann sich Deutschland nur schaffen durch Abschluß eines Handelsvertrages mit China, dem umso weniger Schwierigkeiten entgegenstehen dürften, als ja die politischen Beziehungen zwischen beiden Ländern gut sein sollen. England und die Vereinigten Staaten stehen bereits seit einigen Jahren im Handelsvertragsverhältnis zum Reich der Mitte. Ein Todesfall. Der Militärschriststeuer und Keiegskorrespondent Hauptmann a. D. Baron Binder von Krie gl stein ist in Charbin infolge eines Unglücksfalles gestorben. Glückliche Börsenspekulation. Ein englischer Spekulant, Namens Mr. E. G. Bawden, der an der Londoner Börse mehr als vierzig Millionen Mark am Tage nach dem Friedensschluß durch glückliche Spekulationen verdiente, hat zwei Millionen Mark für Wohltätigkeitszwecke gespendet. Bürgschaft für Rußland- Man kann sagen, daß durch die gestern von uns dbge*- druckte Notiz von wenigen Zeilen, die am Samstag an der Spitze der offiziösen „Nordd. Alla. Ztg." stand, die Politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Rußland in eine fast demonstrativ Helle Beleuchtung gerückt find. Nicht die Verteidigungsreden des Reichskanzlers im Reichstag, nicht die „wohlwollende Neutralität im ostasiatischen Krieg, die Ausweisungen der „Schnorrer und Verschwörer", nicht einmal der Königsberger Zarenbeleidigungsprozeß: das alles hat Deutschland nicht in so naher Freundschaft mit Rußland gezeigt, wie jene Kundgebung, die nur einem Buche aalt. Der Negierungsrat im Kais. Statistischen Amt Dr. Rudolf Martin kann"sich, wenn er will, etwas darauf einbilden, durch sein Buch eine Auslassung von hoher politischer Bedeutung hervorgerufen zu haben. Martin hatte, worauf bereits vor kurzem an dieser Stelle hingewiesen wurde, dem russischen Reiche den Staatsbankerott prophezeit. Wenn unter dem nicht abzuleugnenden Eindruck, den die Ausführungen Martins in der Oeffentlichkeit machten, zunächst die Rede davon war, ebenso sachliches Material den Angaben und Berech» mm gen des Buches entgegenzustellen, Material, das die russische Finanzverwaltung den Vertretern ihrer Interessen in Berlin liefern würde, bann hätte sich gegen diesen Weg nichts einwenden lassen. Der Kritik stand die Gegenkritik gegenüber, das Publikum, soweit es russffche Werte besitzt, konnte beide Stimmen hören und sich ein Urteil bilden. Statt dessen geschieht das Ueberrafchende, dasi die deutsche Regierung das schwere Geschütz ihrer Autorität für die russischen Finanzen auffährt. Und zwar direkt für die Güte der russischen Finanzen. Die Regierung, oder richtiger vielleicht in diesem Falle das Auswärtige TCmt, mochte immerhin erklären: es handelt sich um eine Arbeit, die selbstverständlich nicht im amtlichen Auftrag verfaßt ist. Die vorgesetzte Behörde konnte ferner etwa Herrn Dr. Märtin eröffnen, daß ein Feldzug eines faiferE Reg-ierungsrats gegen die russischen Finanzen kein wünschenswertes und glückliches Unternehmen sei. Daß aber die offiziöse Mitteilung ausdrücklich und bestimmten Tones von „haltlosen Voraussetzungen" und „abenteuerlichen Prophezeiungen" des Mariinschen Buches spricht — das ist nur dann verständlich, wenn man politische Momente in Betracht zieht. Die Kundgebung besagte nicht mehr und nicht weniger, als daß zur Beunruhigung über russische Werte kein Grund vorliegt, daß es ein „abenteuerlicher" Gedanke ist, die Möglichkeit einer Zahlungseinstellung Rußlands zu erörtern. Solche starken Bürgschaften für den Kredit Rußlands haben wir während der ganzen Zeit des ostasiatischen Krieges, in der die russischen Werte lebhaften' Angriffen ausgejetzt waren, die durch eine überaus geschickte Finanzkunst der Russen-Banken abgeschwächt würden — die Inhaber des Berliner Russen-Hauses erhielten verdientermaßen glänzende Ordensäuszeichnungen — nicht einmal von dem mit Rußland verbündeten Frankreich übernehmen feben. Im Gegenteil, die franz. Regierung ist zum Verdruß der leitenden Männer in Petersburg eher mit geheimen Warnungen geschäftig gewesen, Rußland noch mehr ftanz. Geld anzuvertrauen. Wir meinen nun zwar auch, daß die Voraussage eines russischen Staatsbankerotts kühn ist — wie jede Prophezeiung, weil eben niemand weiß, was die Zukunft bringt —, aber daß ein gewisses Maß von Vorsicht am Platze ist gegenüber den Finanzen eines Reiches, das in der Tat, wovon Märtin ausging, sehr abhängig ist von einem so rmsicheren Faktor ttne dem Gedeihen der Landwirtschaft, das keine nennenswerte Industrie hat und durchaus nicht am Ende der inneren Krisen an gelangt ist: das kann und darf ohne jede lieber- treibung gesagt werden. Unseres Erachtens hat Die deutsche Regierung eine allzu große Verantwortung auf sich geladen, indem sie gewissermaßen die Sicherheit der Russen- werte attestierte. Diese Meinung wird vielfach in der Presse ausgesprochen. Passiert einmal etwas, dann hält sich das Publikum an die Regierung. Daß, nachdem von deutscher autoritativer Seite aus die Inschutznahme der russischen Finanzwirtschast erfolgt ist, die Petersburger Telegraphenagentur, wie wir gestern auch schon mitteilten, eine „objektive und erschöpfende Besprechung" des Martinschen Buches durch „kompetente russische Finanzkreise" ankündigt, will, nicht viel heißen. Dieser Schritt mußte der erste sein. Nunmehr können sich Die kompetenten russischen Finanzkreise auf die Auffassung berufen, die an unseren amtlichen Stellen gehegt werde. Wir bemerkten, die Kundgebung gegen die Veröffentlich» ung eines kaiserlichen Beamten habe eine hohe politische BeDeutuna. Das ist, wenn man will, ein „mildernder Umstand". Vielleicht, daß wichtige Gründe vorhanden sind. Gründe auf dem Gebiete der internationalen Politik, um gerade zurzeit die Verbindung mit Rußland zur Warnung für Gegner Deutschlands als eng erscheinen zu lassen. Au? Frankfurter Börsenkreisen: Das Buch des Negierungsrats Martin über die Zukunft Rußlands findet in der Fachpresse der Börse, was übrigens nicht anders zu erwarten war, allgemeine Verurteilung. Dem Buche Martins fehlt jedenfalls die Objektivität und auch die Zahlen find zum Teil nicht richtig. So heißt es z. B., Rußland werde nach dem Kriege 8V2 Kassel, Erfurt, Frankfurt a. M., Hannover zutauschen. die Homburger Kaiser tage bei Niedcr-Eschbach, die nicht nur verzustellen. Die Tribünen sind ziemlich vollendet und die Plätze bis mtf die hintersten Reihen verkauft. Die vordersten Sitzreihen sind für das Generalkommando, und höhere Gäste reserviert, dann folgen die gepolsterten Sitze der 1. Klaffe, beide werden mit einem Zeltdach versehen, während die Sitze 2. Klaffe unbedacht sind. Die Tribüne ist nach Osten nach dem Dorf Nieder-Erlenbach geneigt, vor dieser Seite findet die Parade statt. Zu der Tribüne, welche 8—9000 Menschen saht, führen 8 Treppen. Unter der etwa 8 Meter hohen Westseite der Tribüne sind Wagenhallen eingerichtet. Eine etwa 100 Mann starke Abteilung der 18er Pioniere ist damit beschäftigt, das Paradegeländc und die dahin führenden Wege einzufriedigen. Der Kaiserweg, welcher vom Paradeplatz in ast gerader Richtung nach dem s/4 Stunde entfernten Ober- Eschbach führt, ist fcrtiggestellt. Die Kriegervereine werden nördlich von der Tribüne in der Richtung Ober-Erlenbach ausgestellt. Im Interesse des Publikmns und des Militärs, owie der großen Erwartungen, die sich an die Kaisertage knüpfen, wäre ein wirkliches Kaiserwetter zu wünschen. Unterdessen nehmen auch die militärischen Vorbereitungen zu den Kaisertagcn ihren Fortgang. Die ca. 2000 Musiker des gesamten 18. Armeekorps haben sich in Mainz versammelt, um dort im Kasernenhof der 117cr Probe zum großen Zapfenstreich abzuhalten, am 6. und 7. Sept, sind weitere Proben im Kurgarten zu Homburg. Ter große Zapfenstreich findet am 8. Sept, abends nach der Kaiscrparade im Kurgarten statt, daran schließt sich ein großes Feuerwerk. Am 9. Sept, ist Denkmalsenthüllung, am 10. Sept, großer Feldgottesdienst, am 11. Sept, findet die Kaiserparade zu Urmitz bei Koblenz über das 8. Korps statt. Am gleichen Tage nehmen die Truppen Aufstellung zum Kaiscrmanöver. Radfahrer mit Tribünen oder Stchplatzkarten für die Kaiserparade werden daraus ausinerksarn gemacht, daß besondere Ein- riebtungen zum Abstellen von Fahrrädern aus den zur Tribüne gehörigen Plätzen nicht getroffen werden fonnten und daß eine Gewähr für dort abgestellte Räder nicht übernommen werden kann. Den Radfahrern wird daher empfohlen, ihre Räder in den dem Paradefelde benachbarten Orten in Verwahr zu geben. Für Motorräder, deren Fahrer mit Tribünen- ober Stehvlatzkarten versehen sind, ist zwar ein Platz an der Ehaussee Ober-Erlenbach—Nieder» Efchbach neben dem Automobilhalteplatz vorgesehen, woselbst die Motorräder, wenn nicht vorgezogen wird, sie vorher in den Ortschaften in Verwahr zu geben, an den Drahlzaun durch die Fahrer angeschlosseii werden können, eine Gewähr für die mif diese Weise befestigten Motorräder kann jedoch ebenfalls in keiner Weise über* nommen werden. Die Anschlußketten und Schlösser müssen tm letzteren Falle die Motorradfahrer selbst mitbringen. Gestern haben die Divisionsmanövcr begonnen, doch kam es noch nicht zum eigentlichen Gefecht, dieses beginnt heute. Eine größere Anzahl der Bataillone bezog Vorposten-Biwack. Die 41. Brigade hat auf der Linie Köppern-Lochmühle-Saal- burg mit der feindlichen 42. Fühlung genommen. Die 88er und 87er liegen im Kreise Usingen, der von der 41. Brigade stark besetzt ist, in dem Städtchen Usingen liegt der Vrigade- nab und zirka 1300 Mann, in Wehrheim 800 Mann. Die 42. Brigade hat ihr Quartier beibehalten. Zum ersten Male trat gestern die Telcgraphenabtcilung Nr. 3 in Tätigkeit, die im Gefechtsgelände eine Leitung legte. Die 2 5. (hessische) Division hat sich gestern in und um Wiesbaden konzentriert. In Wiesbaden selbst liegen die Stäbe und die Regimenter 115 (Darmstadt), 118 (Worms) und 168 (Butzbach-Offenbach), die 116er und 117er liegen in den umliegenden Orten. Das Gefecht dieser Division spielt sich zwischen Wiesbaden, Frankfurt und Soden ab. Heute rückte die ganze hessische Division westwärts. Die 115er kommen nach Maffenheim, Weilbach, Wicker, die 116er nach Soden, die 168er nach Schwanheim und Umgegend. Das Regiment 168 kommt vom 6. bis 11. September nach Offenbach zu liegen und wohnt von hier aus der Parade bei. Der Stab der hessischen Ka v a l l er i e-Br i g adi liegt in Gießen, das Dragoner-Regiment Nr. 23 tftin -llbam, Bersrod, Burkhardsfelden, Lindenstruth, Reiskirchen, Steinbach, das Dragoner-Regiment Nr. 24 in Ettingshausen, Harbach. Hatten- rod, Lim lRegts.-Stab, Quecll'oru, Ober- und Nieder-Bessmgen cinquarticTt. Der Stab der badischen 28. Brigade liegt iit öimgen, ebenso der Stab der badischen 21. Dragoner. Dieses RelttEiit liegt in Hungen. Die 20 er bad. Dragoner liegen um Muschen- heim, Holzheim, Oberhörgern und Münzenberg. Die bayrischen Ulanen liegen: das 1. Regiment um den Dunsberg, Lollar, Fellingshausen. Rodbeim, das 2. Regiment im südlichen Teil deS Kreises Gießen. Laug-Göns. In Gießen liegen: Kavalleric-Divisiousstab. der Stab der bayr. Ulanen Nr. 1, Stab der Artillerie Nr. 11 Fritzlar und eine Maschinengewehrabtell- ung Nr. 2. , Jur AMschtcur-rung. Die Sch u tz r o m m i s f i o n der Berliner Gastwirt s v e r e i n i g u n g e n hat sowohl dem Hanbelsminister Möller wie dem Landwirtschaftsminister v. Podbielskr die Petition des Deutschen Gastwirtsverbandes um Maßnahmen zur Verringerung der Fleischnot persönlich überreicht. Ueber die von den beiden Ministern gewährten Audienzen wird folgendes gemeldet: Handelsminister Möller erklärte den Herren zunächst, er spüre die Fleischteuerung selbst und fühle daher mit ihnen. Ter Grund liege in der schlechten Futter ernte deö vorigen Jahres. Das Heu, das 1904 mit 3,50 Mk. bezahlt wurde, koste jetzt 1,50 Mk. Kartoffeln, die 4 Mk. und 4,50 Mk. kosteten, würden jetzt mit 1.75 Mk. bis 2 Mk. bezahlt. Man müsse auch bedenken, daß sich der allgemeine Wohlstand gehoben habe. Handwerkerund Arbeiter hätten jetzt das Dop- peltc des früheren Verdienstes. (?? Wo unb_fett wann? D. R.) Damit feieit ihre Bedürfnisse gestiegen. L>tatt zweimal wöchentlich, wollen sie jetzt täglich Fleisch essen. (Selbst wenn das wahr wäre, könnte man das irgend icmand verdenken? D. R.) Der gesteigerte Konsum stehe aber tu keinem Verhältnis zur Entwickelung der Land- wirtschaft. Der Minister riet den Gastwirten, ihre sämtlichen Preise um 10 Pfg. zu erhöhen. So billig wie in Berlin, esse man nirgends in den Restaurationen, (Das stimmt! D. R.) obwohl des Fleisch in Berlin am teuersten sei. Ms Obermeister Vogel (Gastwirteimiuug) darauf aufmerksam machte, daß. bei ihm junge Leute und Beamte äßen, denen eine tägliche Mehrausgabe v o n 10 Pfennig, (also monatlich 3 Mark' für Mittagessen schon schwer falle, bedauerte der Minister, daß gerade die Gehälter der Kaufleute und Beamten die seien, die seit Jahren dieselben geblieben waren. Es wäre wünschenswert, ivenn wieder mehr junge Leute sich dem Handwerk zuwenden würden. Wegen der Oeffnung der Grenzen befragt, meinte der Minister, eine Oeffnung der östreichischen Grenze fei der in Oesterreich und Ungarn herrschenden Seuchen wegen ganz un- möglich. Der plötzlick)e Preissturz, der mit großer Dietz- entfuhr verbunden sein würde, sei auch nicht wünschenswert. Die Regierung würde, aber den Ursachen der Fleischteuerung „auf das sorgfältigste nach forschen". Wenn der preuß. Handelsminister zugibt, daß er selb« Milliarden Schulden aufnchmen müssen. In Wirklichkeitl — Heute haben in Magdeburg die Verhandlungen aber wird sich Rußland mit vielleicht einem Drittel dieser Ides 5. Verbands tageS der deutschen Milchhändler- Sunrme vollauf begnügen. Dann liege gar kein Grund I Vereine ihren Anfang genommen. Ter Verband, der bei vor, an der sicheren Funktionierung des Zinsendienstes ctnxx 4000 Mitgliedern 40 Zweigvereine zählt, ist durch ®?Q?t§Wic” 3U äroctW gSJ« b^er eine delegierte aus allen Teilen des Reiches vertreten, besonders bfe W«. dns ja mehrere Mlch^ndler-Vere.ne und -wnr die Weiter wird darauf ausmetksam gemacht, daß Martin stärksten, aufweist, und auch zahlreiche Abgeordnete repra>en- außer Acht ließ, daß Rußland noch enorme Reserven an trert, ebenso Hamburg, Leipzig, Dresden, Bremen, Mainz, dem Vermögen der „toten Hand" hat unv daß cs tatsächlich Halle, Breslau, Kaffcl, Erfurt, Frankfurt a. M., Hannover in den letzten Jahren vor Ausbruch des Krieges bereits usw. Mit dem diesjährigen Verbandstag ist eine in ilch- aus den Kredit des Auslandes verzichtete. Ja, Rußland hat hygienische Ausstellung, und zwar die erste in sogar das große Reformwerk der sibirischen Eisenbahn, deren Deutschland, verbunden. Die Verhandlungen gipfelten Bau Milliarden von Rubeln verschlang, aus eigenen Mitteln I m ^en Beschlüssen: Die agrarischen Milchringbestrebungen gebaut. * auf Ausschaltung des Zwischenhandels 1. durch weitere Für- Wie ans Petersburg berichtet wird, ließ Kaiserh™ng be8 ®enof{enfMtSn>e(enS unb 2. burdj SquflHm* Wilhelm dem bärtigen Leibgarde-Regiment, besten sch" und holländischer Milch ab zuw eh re n. In einer Sqlutz- Ches er ist, anläßlich des RegimentssesteS aus ein BegrüßungS. molutwn^sprach der Verband sem Bedauern darüber aus, ielegramm die folgende Drahtantwort zugehen: daß der Verein trotz aller gegenteiligen Verstcherungen alle .Ich danke aufrichtig für den Gruß, der mir vom Regiments- Bestrebungen de^ Bundes der Landwirte fördere, die fommanbeur General v. Becker übermittelt wurde, und erwidere häuf Vernichtung des Mittel ft andes (hier der Much- Kaserne aufgestellten Maschinengewehre lockten heute früh eine w. , w । große Menge Schaulustiger an. Eine Anzahl der im Innern I Deutschlands disloeierten Armeekorps entbehrt zum Teil noch Berlin, 4. Sept. Heute unternahm der Kaiser einenIbiefer Waffe. Rach den guten mit den Gewehren gemachten Spaziergang, hörte den Vortrag des Chefs des Zivilkabincts, Erfahrungen ist aber eine Vermehrung der Abteilung mit Wirkl. Geh. Rats Dr. v. Lucanus, empfing den General- Sicherheit zu erwarten. Die in Gießen einquartiert gewesene leutnanr v. Trotha zur Vorlegung von Entwürfen für das Abteilung garnisoniert in Bitsch im Elsaß und ist, wie die Clausewitz-Denkmal in Breslau und nahm die Meldungen meisten bis jetzt bestehenden, einem Jägerbataillon zugeteilt, des Militärattaches Major Frhru. v. Senden und des Die Maschinengewehre waren, wie man uns berichtet, bis Marineattaches Korvettenkapitäns Hebbinghaus entgegen, auf eines, das hinter den Piwtzen und Lafetten zwecks einer Diese beiden Herren waren zur Frühstückstafel aeladen. kleinen Reparatur aufgestellt war, in einem Seitenbau unter» a)UU. tn Deutsch-Ostafrika bisher gekommen ist, haben unsere Laibach, 4. Sept. Die Landeslehrerkonferenz veschloß Truppen offenbar immer verhältnismäßig leichtes Spiel wegen Verschleppung der Gehaltsregulierung den sofortigen gehabt. Die dortigen Rebellen sind im Kriegshandwerk Streik aller Lehrer in Kram. nicht so weit vorgeschritten wie ihre schwarzen Brüder in — , — Westafrii'a, und nur, wo s'e m Massen schutzlose Ansiedler | &CCT tltlb Alotte. ober Missionare überfallen, müssen sie als ernste Gegner! . 5» ö ; r , . betrachtet werden. Heute meldet ein Privatkabeltelegra.mm .. — Nach einem Vortrag des Kilegsniiniflers hat der aus Dar-es-Salaam, daß Oberleutnant von der Marwitz Kaiser Spr ot tau als Ort der für den Osten der Monarchie von der ostafrikanischen Schutztruppe die Rebellen im «geplanten Reitschule bestimmt. Hinterland von Kilw a gründlich schlug. Ter I -ey. '> w Feind hatte 40 Tote sowie zahlreiche Verwundete. I 0tS lo. A(Meellt) V9. ----- -■ ~ (Original-Artikel des Gießener Anzeigers.) Kngüsche Kstseetage. Gießen, 5. Sept. frt Gestern und heute entwickelte sich in den Straßen WWW ein lebhaftes militärifch-s Willen. Die ai.S «n.°tz wcrfttircktor Kapitän z. See B. Basse, der Kominandant von des Kaisermanöi>erz zusammengestellte Sa u n II e r t c t> iu m o n Danzig, Generalmajor v. Sepdlitz-Kurzbach, mit ihren Da-«passierte auf dem Marfch von dem Exerzierplatz auf der men, sowie die Gemahlin des kommandierenden Generals Senne, wo sie bereits von dem Kaiser besichtigt worden war, v. Braunschweig teilnahmen. nach dem Manövergelünde unsere Stadt. Die'kombinierte Danzig, 4. Sept. Heute nachmittag veranstaltete der!Division besteht aus unserer hessischen und einer badi- Schwimmklub „Neptun" ein Wasserballspiel. Es star- sch^n Dragonerbrigade, der bayerischen Ulanen- teten sieben Mann vom „Nevtun" gegen sieben englische ^j ^e, mehreren reitenden Batterien und 3 Maschinen- Matrosen. Sieger wurde die deutjche Mannschaft!-' hra bteilunaen mit zwei Goals gegen eins der englischen. Den englischen 9 9 ♦ . Matrosen wurde ein Ertnnerungsbccher überreicht. Besonderes Aiiff-hen erregte eine so^hc Maschinengewehr- Kiel, 4. Sept. Prinz Heinrich von Preußen 6egi6t I obtedung, die gestern in Gießen im Quartier lag. 3uni sich in seiner Eigenschaft als Stationschkf nach Flensburg, ersten Male hatten die Einwohner Gießens Gelegenheit, diese um mit dem englischen Äldmiral Winsloe Besuche aus-.neue Spezialwaffe hier zu sehen. Die im Hof der alten » "d°. u,,b J “»'M«, J 6-4. *«6=9, !>t". d '° '!> noÄ-Sil, °°- !^8~9ooo® !,."M . -tN 8 «>* ! .",S Md b,S » * ich nn S; 5/ 7 g, ,e l™19to6en V 6* Md ro,it,t. $"8«6-8*Mä 9*We im Sn,. *5,^,7” ? “• S* 9Vo ” ' 6'e M«?«rabe iu ; ’5 «•»*«'» Pr äm Nrotmöuer. bplntzkarten iur die ßQn,r. V ac^1' ^Qi- besondere bi«. '' 7 den.,TrL I « tamten und daß eine | wenumunen werden kann. I , 'hre Rader m den dem W geben. Uw Motor- L -i'ctelwla^arten versehen ; - ^ber-Ertcnbach-Nieder- ' 5 vorgesehen, woselhsi die v, sie vorher in den vrt- rahiMn durch die Fahrer ! >br für die ans diese L'eise al!s in feiner Weise über« j] niib Schlösser müssen im I mitbringen. wcr begonnen, doch kam | ft. diese? beginnt heute. I bezog Vorposten-Biwack, | iöppern-Lochmühle.Saal« ! ig genommen. Die 88er । der von der 41. Brigade singen liegt der Brigade- hrheirn 800 Mann. Ar lalien. Zum ersten Mali I g Nr. 3 in Tätigkeit, die ff. a hat sich gestern in si eSbaben felbfl steger die i witabt), 118 (t seinem Wagen durch das Bois dc Boulognc. Dabei wurde fein Wagen durch ein Automobil zu Fall gebracht, -ter Graf erlitt schwere Verletzungen. . P o n t L M o u s s o u , 4. Sept. Hier fand em Zusammenstoß zwischen Ausständigen der Hochöfen und Truppen statt. Ein Leutnant, ein Feldwebel und vier Gendarmen wurden durch Steinwürfe verletzt Der Direktor txy; Werke entschied sich dafür, die Werke zu schließen. r .. Madrid,-). Sept. Die bei der B o m b e n e x pl o sion I in Barcelona umgekommenen Frauen sind Schwestern, die gerade vorübergingen. Beide sind furchtbar zugerickite^ Außer der Frau des Oseneralobcrst Otaguera, der der Fuß abgcnommen werden mußte, und ihren beiden Töchtern sind noch zirka 20 Personen, alles Spanier, schwer verletzt worden. Nach den von der Polizei vorgenommenen Ermittelungen war die Höllenmaschine in einen Gipswürfel ein* geschlossen. Ein junger Manu wurde beinahe gelyncht, weil er verdächtig erschien, das Attentat verübt zu haben. Er wies aber seine Unschuld nach Sonstige Recherchen der- . 101.80 . 101.50 . 98.20 . 106.50 . 68.50 . 68.45 . 90.80 . 140.50 55.20 war er stets war er eine Pfarrassistent meister und . 272.40 . 257.25 . 221.50 . 10040 Lose. Briefkasten der Redaktion. (Auonhmc Anfragen bleiben unberücksichtigt). Prof. A. in W. Ungarisch ist das nicht. Aber vielleicht lautet die Inschrift auch gar nicht so, wie Sie meinen, sondern ste heißt: „J1 estime Dien“, ich ehre Gott? Beste Grüße! . 68.75 . 98.35 . 138.50 . 136.60 . 213.90 . 197.10 . 152 75 . 166 90 . 174.80 . 145.20 . 21.80 bald erfolgt. I Worms, 4. Sept. Der Abgeordnete Schill-Osthofen hat eine Kandidatur wegen Alters abgelehut. Es wurde der Nationalliberale Franz B e st aufgestellt. (Fr. Z.) Homburg v. d. H., 2. Sept. Der Kaiser und die Kaiserin treffen, wie nunmehr feststeht, am 7. September, vormittags 10.30 Uhr mit Sonderzug hier ein. — Das deutsche 'Kronprinzenpaar trifft am 7. September im hiesigen Schlosse ein und reist am 10. nach Koblenz weiter., ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den! Nachbar st aaten. Infolge Entgleisung eine? Zuges bei Köpvern mar am nachmittag des gestrigen Montags die Verbindung zwischen Homburg und Usingen auf etwa 27, Stunden unterbrochen. — In Wetzlar sand am Sonntag eine Versammlung in Göth's Garten statt, in welcher über Fleischnot und ihre Ursachen verhandelt werden sollte. Redakteur Quint von der Sozialdemokratischen „Volksstimme" in Frankfurt a. M. hatte das Referat. - In Griesheim ließ sich ein 12iähriger Junge den Arm mit Tusche tätowieren, infolgedessen der Arm anschwoll und der Junge unter großen Schmerzen starbt (driginal-Draktmeldungen. Berlin, 5. Sept. Die Arbeiterfrau Marie Schmcintck versuchte ihre drei Kinder im Alter von 4 bis 6 Jahren mit Lvsol zu vergiften und trank dann selbst von der gefährlichen Flüssigkeit. Während die Kinder mit germgen Verletzungen davonkamen, liegt Frau Schmeinta hosstiungslos darnieder. Fortgesetzte Streitigkeiten mit ilwem Manne veranlaßten die Frau, den Schritt zu tun. _ t . Kiel, 5. Sept. Durch kaiserlichen Gnadenart. wurden den Seesoldaten Schmits und Preis, die am 10. Juli 1902 wegen m i l i t ä r i s ch e n A u s r u h r s zu 63 bezw.^60 Monaten Gefängnis verurteilt wurden, der Re st der -Strafzeit er* Türkeniose..... 4?o Griech. Monopol.-Anl. 4°-'o äussere Argentiner schl offen bleiben sollen. * * Personalien. S. K. H. der Großherzog haben den Forstassessor Nicolaus aus Hausen zum Mmtsterral- sekretär bei dem Ministerium der Finanzen ernannt. . • • Pferdemarkt. Die Anmeldungen zur Prämiierung sind von Seiten der Züchter wie auch der Händler überaus zahlreich ausgefallen und der Markt verspricht em lebhafter u werden. Die Omnibusgesellschaft errichtet wahrend des Marktes zwischen Bahnhof und Marktplatz eine^ regelmäßige Omnibusverbindung; der Fahrpreis betragt 10 Psg. * * Schlägerei. In der Nacht vom Sonntag auf Montag kam es in der Franlfurterstraße ^s^n Arbeitern und zwei'Studenten M einem Streit, m dessen Verlauf eilt Student einen Messerstich rn den linken Unterarm erhielt. Einen zweiten nach dE Kopse geführten Stich hielt der harte Filzhut auf. Der Messerheld Held behauptet, erst mit Stöcken geschlagen worbe" zu )etn und dann in Notwehr zum Messer gegriffen zu haben. Die Sache wird gerichtlich weiter verfolgt. „ ,e Bad-Nauheim, 4. September. Frau Cornelius Vanderbilt und ihre Schwester Frau Ogden Geelet smd heute hier einqetroffen. Heute nachmittag erhielten ste den Besuch vom Erbprinzen und der Erbprmzessin von Sachsen- ♦ Das Bvandunglück von Adrianopel. Ber dem Brande in der Kvlafener-Vorstadt von Adrianopel (vgl. _ ine gestrigen" Telegramme) wurden außer der katholischen Auseritetz- ungskirche noch 'andere Kirchen und mehrere schulen em Raub der Flammen. Die Opfer des Brandunglücks smd größtenteils arme Griechen, Armenier und Israeliten. Die letzten Depeschen geben die Zahl der niedergebrannten Häuser auf 2000 an. t^s sind größtenteils Holzhäuser. Das Feuer ist am 3. d. M. wieder ansgebrori>en. Tie Not ist groß. Trotz der turkischerseits em- geleiteten Hilfsaktion ist auch fremde Hilfe notwendig * Kleine Tageschronik. Die „Pfalz. Presse" meldet anS Pirmasens: Bei der Filiale des Raiffeisenverbandes in Mittelbrunn wurde ein Fehlbetrag von 8000 Mk. festgeftellt. Der Rechner wurde wegen Unterschlagung m Untersuchungshaft genommen. — Der 17 jährige Schlosser Danz in l Schmalkalden feuerte auf ein 17 jähriges Mädchen, mit der er ein Liebesverhältnis hatte, zwei Revolverschüste ab, und verletzte sie schwer. Darauf erschoß er sich selbst. — Die „Tanz. Ztg" meldet: Am Samstag wurde M Hechstueblau auf der Straße die bei dem Postamte zur Erlernung des Dienstes em- , getretene Helene Madamski tot ausgefunden. Sie hatte nm Kopfe schwere, von einem Gewehrschuß herrührende Wunden. Ter Verdacht der Tätersckwst lenkte sich auf den Postboten Ka- rnischke, der mit der Toten ein Liebesverhältnis unterhalten | haben soll. Kamischke, der verschwunden war, stellte sich am Sonntag dem Amtsgericht Pr. Stargard. Er wurde nach Hechstueblau transportiert zur Obduktion. — In Wien erhängte sich die Gattin des Zahnarztes Dr. Blecken infolge unglücklicher Familienverhältnisse. Als Dr. Mecken die Nachricht erfuhr, vergiftete er sich mit Chankali. — Auf dem Ätter- fee (Oesterr.) schlug ein Segelboot itm. Emer der drei Insassen, Dr Baudel, fand den Tod. — Ein Boot mit 7 Personen kenterte bei B o n l o g n e surM er und sämtliche Insassen e rtr an k en. Unter ihnen befand sich auch ein Schwimmeister — In Marls e ille zerstörte eine Feuersbrunst große Waldflachen, die zur Gemeinde Aubergne gehören. 200 Manu Truppen gingen zur Hilfeleistung bei der Bekämpfung des Feuers ab. — In der Wohnung deS Newvorker Advokaten Jolmaarl, der augenblicklich in der Svmmerfrische weilt, ist ein Einbruchs- di eb stahl verübt worden, bei dem bte Verbrecher für 600000 Mark Wertsachen erbeuteten. Die Einbrecher hatten sich den Anschein von Arbeitern gegeben, die mit der Reinigung des Hauses betraut seien. Länger als eine Wockie weilten sie im Hause, kochten dort ihr Mittagessen und packten m Seelenruhe Bilder, Juwelen und Silberzeug ein, das sie vor den Augen I der Nachbarschaft wegschafften. gesprochen zu haben. Der preuß. L an d w i r ls ch a ft §rn in i st er v. P o d-l bielski äußerte nach Berliner Blättern folgendes: Er würde sich freuen, wenn ihm gesagt würde, wie Ab-I Hilfe gegen die Fleischteuerung geschaffen werden könnte. Einei Fleischnot bestehe nicht. Er habe — der Minister wies dabei auf die Akten — bei sechs der größten Städte Deutschlands sestg."stellt, daß von 1902 bi? Juli 1905 der Auftrieb des Rarstes und die Zahl des geschlachteten Viehs sich fast gleich geblieben seien. Es differiere höchstens um ein Prozent. Die Grenzen nach Oesterreich könne man nicht öffnen. Dort sei dieselbe Fleischteuerung In Wien habe bereits die Gemeinde ein Schlachthaus gebaut, um billigeres Fleisch zu schaffeii. Fn Ungarn seien 2000 Gehöfte als verseucht gesperrt. In Rußland herrsche selbst die größte Hungersnot. Von dort sei daher kein Vieh zu haben. Die dangche Grenze endlich sei ja für geschlachtetes Vieh offen. Wenn der Antrieb auf den Schlachthöfen und Viehmärkten nur um zehn Prozent weniger betrüge, als in anderen Jahren, würde er alles tun, was nötig sei. Bei einer Schwankung von 1 Prozent sei das nicht erforderlich. Die Landwirte läsen die Fleischerzeitungen, und wenn sie von hohen Preisen hörten, gingen sie dem nach und forderten mehr von den Händlern Das fei den Landwirten nicht zu verdenken. Auch seien sie bei dieser JalMs- zcit mit den Schweinen zurückhaltender. Sw verkauften weniger Ferkel, suchten diese vielmehr möglichst fett zu machen. Endlich wies der Minister die Deputation noch aus! den 1 März 1906 hin. Mit der Einftihrung des Zollt art s e s würde alle? noch um etwas teuerer werden. Also sei das ietzige Geschrei ganz unnötig. Also wiederum: eine Fleischnot existiert nicht. Damit basta' Aus sechs Städten hat der Minister Miftriebszahlen, wonach in drei Jahren höchstens ein Prozent weniger an Schlachtvieh aufgetrieben ist. Welche Städte sind dies? Und aus welchen Quellen stammen diese Zahlen? Und wie steht es mit d --^V<.-,^'W»| mit Firma Mark 2.60 per Caufend. Gießener Anzeiger, BrühlTche Druckerei 4611 Darmstadt (Kiesbergstr. 55), den 3. September 1905. Namens der Hinterbliebenen: Theodore SQies, geb. Hunsinger. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 7. d. Mts., nachm. 4 Uhr vom Portale des Bessunger Friedhofes aus statt. Gr. Obergüterinspektor i. P. Rechnungsrat Christ. Nies im Alter von fast 85 Jahren nach längerem Leiden sanft entschlafen ist. Statt besonderer Mitteilung Verwandten und Freunden zur Mitteilung, dass heute der 4058 Steinstraßc 88. Lauffrau gesucht. [05877 4609 M. Hof-Wenzel. Mädchen 4516 Auskunft parterre. 3953 per sofort: [4311 Ausdruck. D*7r Pianola Metrostyle-Pianola Mk. 1200.— Llk. 1250.— Louis Trotz. 4598 Fr. 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