Mittwoch 27. Dezember 1905 'Nr. 303 Zweites Blatt 155. Jahrgang . ........_ . General-Anzeiger, Amtr- und Anzeigeblatt firr den Kreis Eietzen DTXXD »arrcul S.8.1* (Htnrnü" Ausland e hd B-sucheS in Aussicht !ökife etwaigen anderen iBttbciter City-CouncilS des Magistrats der Stadt Berlin man den Monat Juni als Zeitpunkt genommen. Doch will man in jeder Wünschen deS Lordmayors und des entgegenkommen. ttfdKinl tRgNch mit Ausnahme deS Sonntags. i;: ftr „Gletzener KamillenblStter- werden dem ^c-ner viermal wöchentlich beigelegt. Der Landwirt" erscheint monatlich einmal. Rotationsdruck und Verlag der Brübl'lck« UnwcrsuälSdruckerei. R. Lange, Gieß«. Redaktion. Expedition u. Druckerei : Sckulstr-U, Del. Nr. 61 Delegr.-Adr.: Anzeiger Gretza». iAunbj(q.b&iua: ibänbletnu.^^ Vertretung ti . ®efL ilng.urz! lasenstetn»«!!. er neuen Friech i, sind aus 6 Ich oder geteilt zu : cievung sowie & । noch hergeslelli. iheres bei H. ch burger Straße 2! ögel »n» ). kunstgerecht nai lestopit in der Kur: §g, Kretzschmar/ Keer und Alotte. •— Nach einer Londoner Meldung deS „Pariser OTntin* soll Campbell Bannerman beabsichtigen, die Mächte zu einer Konferenz einzuladen und ihnen einen noch auS» zuarbeitenden Entwurf über die Einschränkung der Flottenvermehrungen vorzulegen. Da England über keine bedeutenden Landtruppen verfügt, beabsichtige die englische Rcgiertlng vorläufig nicht die Verminderung der Landarmeen zu beantragen. Sollten jedoch die Mächte dieses wünschen, so würde England sich dem nicht widersetzen. Es heißt, die englische Regierung beabsichtige, das Projekt cr|t Deutschland zu unterbreiten, aber man fürchte, bei der deutschen Regierung auf kategorischen Widerstand zu stoßen. Bekanntmachung. Mannschaften, welche zum Eintritt in die Schutztruppe jsL Cüdwestaftika bereit sind, wollen sich bis spätesten? zum :W. Dezember 1905 vormittags bei dem unterzeichneten ksllcmnando behufs Untersuchung aus Tropendienstfähigkeit irndbm. Bevorzugt werden: Handwerker, Büchsenmacher» iMilfen, Telegraphisten, SanitätSmannschasten, Zahlmeister» n Giranten, Feinmechaniker, Elektrotechniker, Monteure, 'Mchmenschloffer. GroßherzoglichcS Bezirks-Kommando Gießen. Auch die Handelskammer von Berlin hat be» • föfoffrn, zur Förderung der Bestrebungen ihrerseits eine :Iunbc ebung zu veranstalten, die zugleich eine Erwiderung auf W» rZeuerdingS mehrfach in England zu Tage getretenen i KtulsH -ftenndlichen StimmungS-Aeußerungen sein soll. Die : Äomni ec wird am 15. Januar ein Festmahl veranstalten, das ■^j’4 dienen soll, vom Standpunkte des Handels und der ^nbuMrie Deutschlands jenen Gedanken Ausdruck zu verleihen. Zur Teilnahme an der festlichen Vereinigung, zu welcher der . bglische Botschafter sein Erscheinen bereits zugesagt 2ilLnen, Offizieren und Mannschaften Seiner Kaiserltchen LIL'ksiät ein glückliches Weihnachtsfest!" , -------------j— Die R Dotation in FZuhta.rd. DierevolutionärePartei hat, wie aus L o n d o n (l I) gemeldet wird, an den Zaren eine formelle Rote richten lasten, in welche sie ihm mitteilt, daß er nicht mehr Alleinherrscher im russischen Reiche sei. Man werde ihn und seine Familie zwar schonen, könne aber für nichts bürgen. Der Zar machte dem Ministerpräsidenten Witte Vorwürfe wegen des Mißerfolges seiner Politik. ES folgte eine heftige Szene. Graf Witte sagte: „Majestät! Ich kann die Dynastie nicht mehr retten und ich befürchte, daß ich auch daS Volk nicht mehr retten kann". Darauf verließ er heftig da? Zimmer und kehrte von ZarSkoje Selo nach Petersburg zurück. In einem unter dem Vorsitz des Zaren ah gehaltenen Mini st er rat, der drei Stunden währte, wurde das alU gemeine Wahlrecht angenommen. Tie Wahlen werden im Januar, die Einberufung der Reichsduma im Februar alten Stils erfolgen. Trotzdem die Revolutionäre in Petersburg zum äußersten entschlossen sind imD die Stimmung der Arbeitermassen vielfach eine verzweifelte ist, ist der Streik noch kein allgemeiner. Zahlreiche Apotheken sind offen, der Bahnvei> fehr funktioniert noch immer, die Straßenbahn verkehrt regelmäßig. Nur die Arbeiter der Putilowwerke beschlossen die Schließung der Handels- und Industrie-Etablissements gewaltsam durchzusuhren. Tie Gärung unter der stu- dischen Jugend ist im Wachsen begriffen. Aus Kronstadt eingetroffcne 300 Matrosen, die die Arbeiter der Pu- tilowwcrke ersetzen sollten, verweigerten den Dienst. Tie „Nowoje Wremja" ruft die Petersburger Gesellschaft zum Widerstand gegen die Ausstandsbewe-gung auf und sucht in einem langen ArtilcK zu beweisen, daß die Juden allein für den Ausstand verantwortlich seien. Es hat sich ein Frauenbund gebildet, der gegen die revolutionären Frauen auftritt. „Petit Parisien" berichtet aus Petersburg über blutige Zusammenstöße, die in der Hauptstadt stattgesunden haben. Zahlreiche Arbeiter begegneten einer starken Kosaken< abteilung und warfen Handbomben unter die Kosaken, wodurch viele getötet wurden. Auch in einem anderen Stadtteil wurden 3 0 Soldate n durch Hand» bomben getötet. — Nach offiziöser Meldung sind in Petersburg in Anbetracht des Ausstandes bis aus weiteres alle Versammlungen, öffentlichen oder privaten Cbarakters, in denen politische oder wirtschaftliche Angelegenheiten bereiten werden, verboten worden. Alle Restaurants und Kornbranntweinhandlungen in Petersburg sind geschlossen; die Kellner streiken, Starte Kosaken-, Kavallerie- und Infanterie-Patrouillen durchziehen die Stadt und verh-iiideru jede Ansammlung in den Straßen. Am Uspeuslikirchhof fand am 25. eine Versammlung statt, die von Truppen auseinandergetriebeu wurde. Im Lause desselben Tages wurden viele verhaftet. Tie Putilowwerle mit über 12 000 Arbeiter befinden sich im Ausstande. Tie Obuchotverke sind geschlossen und von Militär besetzt. In einer der letzten Nächte sind 500 der revolutionären Partei angehörige Personen in Petersburg verhaftet worden. In Moskau beschossen am Sonntag Infanterie und Artillerie die Straßen, in denen Barrikaden errichtet waren. Tie Feuerwehr b'mühte sich, die ausgebrochenen Brände zu löschen. Tie Zahl der in den letzten Tagen Getöteten und Verwundeten beträgt über 100. Tic Revolutionäre verivandten massenhaft Bomben. Am 26. Tezember war indes, wie jetzt telegraphiert wird, der Au fstan d zu Moskau beendet. Tas Militär beherrscht jetzt die Stadt. Unter dem größten Teil der Aufständischen, besonders unter den Arbeitern, macht sich eine Bewegung gegen die Führer geltend. Sie sind erbittert darüber, daß sie von den Leitern der Revolution in den Ausstand hineinAetrieben wurden, ohne mehr zu erreichen, als S t e l l u n g und Brot zu verlieren. Die Nachrichten aus Moskau widersprechen sich aber Kirche und Schule. Paris, 26. Tez. Die hiesigen katholischen Blätter veröffentlichen Auszüge aus einem in kurzem erscheinenden Weißbuche des Vatikans. Dasselbe ist ein 303 Seiten starker Band, der eine Abhandlung über den 8'trift mit Frankreich sonne zahlreiche diplomatische Schriftitücke er.'hi' Tas Wei'.chuch sucht nachzuweisen, das; die Schuld an b?m Bru cke z wiscken dem Vatikan und der französischen Republik die verschiedenen Ministerien seit Waldeck-Rousfiau treffe. Unter anderem wird ein Bries des Papstes Pins X. ein Präsident Loubet vom 23. Tezember 1903 mitgeteilt, in !r.ckck-em erklärt wird, es habe den Anschein, daß die lirchwifeindlichen Maßnahmen der französischen Regierung nicht bloß die Trennung der Kircm vom Staate, sondern die En t ckri stl ick n n g Frankreichs b& zwecke. In entschiedener Weise wird sodann der Vorwurr zuruck- gewiesen, daß Der Heilige Stuhl die französische Republik bekämpft habe. Er habe im Gegenteil vieles zu Gunsten der Republik getan. Schließlich wird erklärt, daß Frankreich, wie übrigens auch die anderen Mäckl., auf Grund internationaler Verträge wohl das Recht des Protektorats im Trient hab.', aber die Möglich- Feit, Missionen anderer Nationalitäten, katholische Anstalten und eingeborene Christen zu beschützen, könne ihm tatsächlich nur durch den Willen des Heiligen Stuhles geboten werden. "••hl»«,™, Ich,7? I« unier ff .^"stellt btj ( WWeien 'w°s kochens «FÄ gcrMauu miu idjt zwecks roeitm nlärstelle. Cctr 08424 a, d. Igii ifm. m. o ib.LSai \eftul; c ob. Reüc. hrülliche Si.At.'Oi en QieBeiici- M Bi""' D im „Vorwärts" kundgegebcn habe. Ter Artikel kennzeichnet die Unsinnigkeit der sozialdemokratischen Theorie, die Menschheit nur nach den beiden Kategorien „Ausbeuter" unb „Ausgebeutete" zu betrachten. Das Blatt führt dann aus, daß es, trotz Marx und Kautsky, keine einheitliche Arbeiterklasse und deswegen feine internationale Solidarität des Proletariats gibt. Tas .einzig Internationale in der Arbeiterbewegung seien die kosmopolitischen Führer der deutsck-cn Sozi ldcmokratic, die sich die Arbeiter, choft keines anderen Landes von gleicher Kulurrhöhe gefallen lassen würde. „ — Tie „Berl. Kvrr." sckweibt: Nach d.n Meldungen der letzten Tage ist die W a g e n g e st e l l u n g in den Kvhlcnbezirken, die sich in der ersten Hälfte des Dezembers bcsond.'rs im Ruhr bezirk günstiger gestaltet hatte, wieder nickst unerheblich hinter d e rn B e d a r f zurückgeblieben. Tic Schwierigkeiten werden begreiflich, luemt man erwägt, daß im laufenden Monat von dcr Staatseisenbahnverwaltung an allen lZ^cbrauchsstellen zusamrn"n bis 18OC0 Wagen gleich 28 Prozent mehr verlangt werden als in der gleichen Zei^dcs Bvrjabres. Einer solch-en Steigernng der Anforderungen yen von der Cistnbahnverwaltung allerdings nu.st entsprochen werden können, obwohl auch die tatsächlichen Seiif- ungen die des Vorjahres ganz erheblich überstiegen. Im November rourden 197 633 offene Wagen gleich rund 13 Prozent, für Rüben sogar über 32 Prozent mehr gestellt als im vergangenen Jahre. UebrigenS werden zur Zeit in jedem Monat etwa 1600 neue Wagen in Betrieb gestellt. — Tie „Germania" hält die Blättermeldung für richtig, wonach der Reichstag demnächst die verlangten Diäten erhalten wird. „, .. — . , — Wie die „Schief. Zta." erfahrt, rüftet sich die Sozialdemokratie zu einer M a f f en - T e mon str a t i o n. . In ganz Preußen soll am 1.4. Januar eine Flugblatt-Verteilung im größten Stile st.attj'uden. Millionen von Flugblättern, ui denen das al l gern eine, gleiche und direkte Wahlrecht für die L a n d t a g s w a h l i n P r e u ß e n gefordert wird, sollen an diesem Tage verbreitet werden. Sodami sollen viele bunbert Massenversainmluugen abgelmlten werden, in denen für das allgemeine gleiche und direkte Wahlreckst eingetreten werden soll. Diese Verfammlungeu sind auf den 21. Januar anbcraumt. Gotha, 26. 2«z. Tie Stadtverordneten von Waltershauseu wählten gestern an stelle des nicht bestätigten sozialdemokratischen Fabrikarbeiters Christi den sozialdemokratisch en Fabrikarbeiter Jäger zum Senator. München, 24. Tez. Zur 200lährigcm Gedenkre icr der Scndlinger B a u e rn s chl a cht traf eine große Anzahl von Vereinen vom oberbatwisckwn Gebirge ein. Auf dem Wendlinger Friedhöfe, wo vor 200 Jahren die letzten Oberländer kämpfend ihren Tod fanden, fand eine Gedenkfeier statt. Bei dieser Feier legte Prinz Ludwig mit einer kurzen Ansprache einen Kranz am Denkmal nieber, ebenso Bürgermeister Brunner im Namen der Stadt München. Heute fand ein Festzug und die Grundsteinlegung eines für die Opfer der Oberländererhebung im )ahre 1705 von der Stadt München zu errichtenden Denkmals statt. Volitische Tagesschau. Die Reihe der Kundgebungen zur Besierung der deutsch- englischen Beziehungen ■ bS biHrd) eine besonders eindringliche Veranstaltung fortgesetzt Berben. ES ist, wie verlautet, von maßgebender Seite an» worden, den Lord mayor von London und andeee »nngeselhene Mitglieder der Londoner städtischen Körper- *! t^nficn seitens des Magi stra ts von Berlin ein» ;| ul oben, der Reichshauptstadt im nächsten Jahre in corpore rillen Besuch abzustatten. Wahrscheinlich wird gleichzeitig iiud) cn Lord Aveburo und Sir Thomas Barkley, die seit • rnnem Jahre unermüdlich an einer Besserung der Beziehungen . $räci$ 9 Veutsel-es n »r t i n 26 Tcz. Ter Kaiser übersandte dem f r a n z ö ^i'tne r a l d'e La cr oix, der bei der Hochzeit des Kronprinzen Ihtttfr :id> verirat, als Weihnachtsgeschenk ein prackstvolles Mbum IUB temtcning an die Hochzeitsfeier. „ /tur„TtSt^n ’ - Das Abschiedsgesuch deS oraunschweigilchen ctnwt 5ofe Freih. von Cramm-Burgdorff wird r!? d'^lötzlich^ Besuch d^.K-ffers in BraunsÄverg b^ »ichiiosweise mit der Vorgeschichte und der Ursache ore)es 81^6x5 in Verbindung gebracht. Der Ge,andte tritt m 2IÜ. Teiember in den Ruhe storch. - Wie verlautet, soll der frühere koburgi)ch. Mnniwr Tr. flltntig dazu ausersehen getreten sein, bav UNterstaats s -Iri’ tariflt im Kolonialamt zu übernehmen. Er gäbe a a-b g e l c h n t. Jetzt wird nun mit Pesttmmt^it behauptet, dH doer bisherige Geheimrat im Kolomalamt, Pro,^|or Lr. . für diesen Posten °nS«ri-den s-, der nnturkch Hhr- j eine Wsicht, die Leitung der anatolischen Bahn zu über " 'Die^d.^N^dd^Ma- 3tg." legt in einem Längeren Artikel, LMluterisiert habe, wie fit Käutsky in der „Neuen Seit unb London, 26. Tez. Tie „Morning Post" meldet aus Shanghai vom 25. Tez.: Tns chinesische auswärtige Amt beauftragte den chinesischen Ofefanbtcn in London, Verhandlungen mit der englischen Regierung einzuleiten; dieselben betreffen den Streit um den gemischten Gerichtshof, die Forderung der Entlassung des englischen Beisitzers Twyman und Bestrafung der Polizci- bcamten, welche an den jüngsten Ausschreitungen im Gebäude des Gerichtshofes teilgenornmen haben. — „Daily Telegraph" meldet aus Tokio: Am Mittwoch Nachmittag versuchte ein früherer Soldat, den Ministerpräsidenten Katsura zu ermorden. Ter Verhaftete gestand diese Absicht ein und gab an, er habe den Minister töten wollen, weil dieser einen für Javan schimpflichen Frieden abgeschlossen habe. Seine Tat sollte eine Temonstration gegen diesen Frieden sein. Paris, 26. Tez. Tas „Petit Journal" meldet aus Belfort: Tie Polizei verhaftete auf dem Bahnhofe in Petit Croir einen de u t s ch e n S pi o n Namens ft 111 a n, einen 44jährigen Tagelöhner aus Mülhausen. Dieser wird beschuldigt, Pläne des FortZ Vessaneourr sich beschafft zu haben. Ter Verhaftete wurde nach Belfort gcbrac-it. Marseille, 25. Tez. Die Polizei verhaftet zwei deutsche Namens Georg Wolff und dessen Sekretär Ludwig Wiege, die nach Marseille gefommen waren unter dem Vorwande, ein Pateift für Strickmaschinen zu Attentat auf einen Kirchenfiirften. Barcelona, 2b. Dezember. llls der Kardinal Casanas gestern abend 8 Uhr die tkttzcdralc verließ, versuchte ihn ein Manu zu erdolchen, l äi Domherr lenkte den Stoß ab, indem er grcucr ms schlug. Der Marrn wurde^von der Polizei verhaftet, e-'irrig einen Revolver und em Fläschchen mit Gift ber sich, tlistcres wollte er, wie er angal'.^nach Avsplhrmrg des rl«r- \ | leeren, um sich selbst zu täten. . A • Der Attentäter ist ber F ü h re r b er An ar chi stenpa rt e i iiii Siciti, ein Weber namens Joi'6 S a l a s c o m e s. , Cw tötete f'i r mack seiner Verhaftung durch Gift, oor lemem -tobe Jpfcte er,1 er habe den Kardinal ermorden »vollen, um das H wegen des klerikalen Druckes zu retten. Die Gerichtsbehörde hat Haussuchungen m dein 'eparatismckcn m der baskischen Bilbaoer Jugend vorgerommem Dkw Sckre Lbr bss Klubs wurde verhaftet. >LAt Zweigstellen des Klubs r r ix-r Provinz sind geschlossen worden. »rs—— _____ m ------ ttrteih n, eine entsprechende offizielle Einladung seitens bc5 i'IHtijaik iSberblürgermelsters und w ' t rod' an. Vorläufig hat verkaufen. Eine Haussuchrrng, welche in ihrem Absteigequartier abgehalten wurde, führte zur Entdeckung von Tokumenten, durch die ihre Schuld bewiesen sei. xac Verhaftung mehrer Unteroffiziere, m deren Begleitung sie gesehen wordrn sein zollen, steht bevor. Tas Blatt behauvtet, dies sei der An f a n g v on zahIrexch en Verhaftungen deutscher Spione, welche dem- näd) ft in Algerien und längs der ftcmzösischen Küste bevor- standwi.^ D^Zxden das größte Stillschweigexr Iber die weiteren Verhaftung n beobachten, verlautet doch, daß auf Grimd einer Hax-Sntchung, die in Toulon Dor genommen worden ist, zwei Mitschuldige der hier verhafteten Spione in Untersuchung genommen smd. Es sind dies ein Unteroffizier und ein Privatmann. Wolfs und> Wieger sollen hiertjer gekommen sein, um die Fäden des gesamten Crkundigungs- und Spionertdienstes im Srckoswn Frankreichs in der cn Botschafter in em längeres Gespräch zog, wie sich überhaupt der Verkehr deS Kaiserpaares mit dem Grafen unbi der Gräfin v. Alvcnsleben durch besondere Hnld und Herrlichkeit auszeichnete. Ten an ber Tafel teilnehmenden Herren war der Befehl zug.gangen, die deutschen Orden-») auszeichnungen anzulegen. 2« 70 \O1 gen des :dc G5a6: Unterbringung für die dortigen Deutschen scheint daß das Erscheinen fremder Die letzten richten lauten austgchoden jtnb und Daß die Provinz udernennt ouw» Schaffung und Erhaltung dieser Anstalt ein Werk sozial^ Fürsorge geschaffen hat, mit dem sic sich selbst ein bleibende« und ehrendes Denkmal setzte. Weihnachtsabend in der Kaserne. Unsere, durch die Beurlaubungen sehr gelichtete nison beging die Weihnachtsfeiertage dadurch, daß Sonntag Abend die Mannschaften gemeinsam die Stabt-. kirche bezw. die katholische Kirche besuchten. Von dort hr die Kaserne zurückgckehrt, flammten in den Mannschasts. zimmern hell die Weihnacbtsbä-.ime auf, unter denen big Kompagnie die vielerlei Gaben für ihre Kinder ausgebreiten hatte. Ter Vater der Kompagnie, der sonst so gestrenge her, Hauptmann, richtete an die Leute eine Ansprackrc. Aachden- )ic Gesck)cnke verteilt waren und das Abendessen verzebr- war, wurde beim Glase Gerstensaft der klbcnd verplaudern Auch im Provinzial Arrefthaus an der Ostanlage hatte man am Weihnachtsabend ein Däumchen geputzt, um den Gefangenen eine Frcud« zu machen. Am Sonntag Abend hatte in dem Andachtsraun- der Anstalt Pfarrer Schwabe einen Fcstgottesdirnst a». ieraumt, an melchem auch die $n)offen des Polizeigefänz, uisscs in der Sandgasse tcilnahmen. zic Gefangenen würben mit Weihnachtsgebäck beschentt und mit besserer Bcrpfleguno bedacht, der beim Mittagessen auch eine Flasche Bier hinz^ gefügt wurde. Aus den Vereinen. Wie alljährlich, so veranstaltete der Wohltätigkeit;, verein Zitherklub am ersten Feiertag seine 23. Wei^. nachtSbeschernng in der Turnhalle, wobei er 47 bedürftig hiesige Kinder vollständig kleidete. Ter 1. BorstanL Gastwirt Franz Wigand begrüßte die Anwesenden, mbn, ec seinen Dank autzsprach für das zahlreiche Erscheinen br Freunde und Spender des Vereins. Ec richtete die $itif -x alle Freunde und Mithelfer, aud) fernerhin mitzuwirken, bei ihre Zahl sich noch weiter cmsdehne, um auch das 24. sowie das 25. Christfest feiern zu kennen und eine noch größere Zahl armer hiesiger Kinder kleiden zu können. Ferner fpradb Herr Wigandt dem Gesangverein Harmonie für seine 'chömr. GesangSvorträge Tank auS. Besonders erntete Herr Aabrna^ Mitglied deS Gesangvereins Harinonie, großen Beifall für seinen Sologesang „Tie Weihnachtsklänge' unter Stgltilung des Dirigenten Lehrers Albach. Beim Großherzogl'chen Hofe zu Tarmstadt verlief, wie uns drahtlich gemeldet wird, die Weihnacht??« in der hergebrachten einfachen Weise. Am 1. und 2. 53::> nachtstage bestlchte das Großherzogspaar den öotteSbienii c der Schloßkirche. Am Nachmittag des 2. Weihnacht^ uhren sodann Gcoßherzog und Großherzogin im Autoi^. nach Schloß Lich, wo sie bis Ende der Woche im fort ihrer fürstlichen Verwandten verweilen wollen. Allgrim? hat es in Tarmstadt Freude erregt, daß die Großherzogw nn Elfer die Weihnachtsfeiern der Wohltätigkeitsanstalten, kinderbewahranstalten usw. besuchte und dieselben auchs-e'^ü' unterstützte. Im Kaifcrhause. Neues Palais, Potsdam, 26. T^z. Der Lust- nahm Sonntag nachmittag an der Bescherung bei deiLnb kontpagnie des 1. Garderegiments zu Fuß teil. Eine Shnüt päter war bei dem Kaiserpaar für die .Herren und Tcrar. >cr Umgebungen Tiner, dem sich Weihnachtsbeschcruiu Muschelsaal anschloß. Gestern besuchten der Kaiser imU Kaiserin den Gottesdienst in der Garnisonkirche in fcü dam, worauf zu Mittag Familientafel stattfand■ ländern eher schaden als nützen würde. — w oww«-. -, ... . Haarn aus Riga nebst anderen eingetroffener flüchtiger Kaufmann heiligen Aveno aus vi m. äußerte, in Riga sei cs unmöglich, weiter Geschäfte zu treiben. I Uebcrzcugung, das; die Pfieglmge Dagegen dauerten in den Vorsichten imd der U m g e b u n g Rigas ^rößeru w 'il c3 d"M vor die Unruhen und Mordtaten fort. M"" aXam^ *;pTf/>A I « " - ' — . . - - ... - kafischen Städten, au. ebenso auck polnischen Großstädten vor. einem . . m r. - . s Tie Züge der Warschauer und der Baldischeu Dahn einem niedlichen Nichts haften, deffen Besitz aus irgend fahren unter militärischer Bedeckung und werden durch Mili- einem unbegreiflichen Grunde gegen die anderen Herrlich- tärpersonal geführt. Auf der Nikolaibahn sind Diele Beamte leiten so ziemlich blind machte. Aber vom Moraen des entlassen worden. Auf der Niaesan-Uralbahn sind die De- ersten Feiertages ab ward das anders; da ward jeb-e Gabe amten ber Hauptverwaltung in den Ausstand getreten. mit Muße betrachtet und ihre Vorzüge erörtert. Und wenn Vor einigen Tagen sind 51R Beamte und Arbeiter der die Kleinen bann an ihren Spielsachen irgend eine neue, Nikolaibahn verhaftet worden. Ferner wurden die ausstän- am Abend vorher übersehene Eigenschaft entdeckt haben, digen Angestellten der Warschauer Eisenbahn wegen eines dann begnügen sie sich nicht mit stillem Schmunzeln, sondern auf einen Zng verübten Anschlages verhaftet, die anderen alle müssen ebenfalls h^rbeispringen und in Die Stadt Nöwo Stliza wurde von Aufständischen!die Bewunderung einstimmen. Auf Tischen und Stühlen, angezündet. Ta der Brand sehr rasch um sich griff, ja auf deni Erdboden werden die Kostbarkeiten ausgebreitet, liegt die Gefahr vor, daß die ganze Stadt vernichtet wird, und bald herrscht in nahezu allen Zimmern jene wundcr- Emporung im Heere. liche Unordnung, die nun einmal» von dem Christfest un- General Linjewitsch, der rkommandeur der Mand- zertrennlich ist. Und von den schurei-Armee depesd-ierte, die Hälfte der akti v en I^nderlich anders, als dte kleine Armee hat sich empört. Aus Stadl uud Land. Gießen, den 27. Dezember ISO). Man lese den Giessener Anzchr die größte und verbreitetste Zeitung in Oberhessen. Bestellungen für daS neue Vierteljahr werden bei alln Postanstalten, Zweigstellen, von den ZeitungSträgem »int Briefträgern entgegengenommen. Den Posta bonnenten m> pfehlen wir, schon jetzt daS Abonnement zu erneuern, feine Unterbrechung in der Zustellung stattstndet. • • Auszeichnung. Wie uns aus Darmstadt brabtfd gemeldet wird, wurde der kath. Stadtpfarrer von 2arin|tab Geistl. Rat Dr. Elz zuin Ehrcn-Domkapitular ernannt. • * Die große silberne Medaille der land ,virtsd)a ft l. Vereine erhielt für seine auf der land« Ausstellung in Mainz ausgestellten Arbeiten PktennLro Dr. Schmidt hier (nicht die silberne StaatSmedaille, ® in Nr. 295 mitgeteilt wurde). • • Hessische Volksschulstatistik. Da? W Herzogtum Hessen zählt gegemvärtig 986 Volksjchulrn. sind 899 Simultanschnlen, 44 rein evangelisch und 43 rr- katholisch. Die Zahl der Lehrer ist von 2736 im Vog - auf 2816 gestiegen, die der Lehrerinnen von 340 Air 3.- Unterrichtet wurden 181,575 Kinder in den einfachen ‘ schulen und 4202 in den erweiterten Volksschulen schulen). Auf eine Lehrkraft kommen in den curnctM Volksschulen durchschnittlid) 58 Schulkinder, in Offenb ' ® und in Darmstadt nur 44 Kinder. Die Zahl dir -o schulen, die Schulgeld erheben, wird immer geringer, sind jetzt nur noch 228 gegen 255 im Vorjahre. ** Aus dem Bureau des Stadttheat Am nächsten Freitag geht als S ch ü l e r v o r |t 11 u Grillparzers „Des Meeres und der Wellen^ mit Fcl. Lia Vtaurice als Hero in Szene.■ d Preise zu dieser Aufführung sind besonders ermab und es sei zugleich ausdrückltd) darauf hingewiesen, da8 1 Rücksicht auf die Schulferien und den Wunsch zay rei Eltern diese Vorstellung nachmittags um 5 Uhr begmn gegen 8 Uhr endigt. Selbstverständlich haben auch wachsens zu den ermäßigten Preisen Zutritt. ” Zu beim Eing esandt in derSonntagSnumm „Gieß. Anz.E über den Chaisen Unfall im werden wir ersucht, mitzutcilcn, daß Lohnkut'cker Funker weder direkt noch indirekt mit einem lewer ö werke bei dem Vorfall beteiligt war. (Behauptet wur c in dem Eingesandt auch nicht. Red.) < • • Tarmstadt, 26. Tez. In der Nacht vor nachten stürzte sich die in dec Bluincnthalstraßs woon Fran deS Spenglers Schönbeiu auS dem <>enitcr Mansardenwohnung auf die Straße und starb nach l*_ Zeit. Der Unglücksfall erfolgte in einem Anfall momen „Großen" sind viele auch nicht eine Gesellschaft, wenn sie sich ! auch so stellen. Auch sie stöbern unausgesetzt auf dem Weih- . . .. , . .. c . Reservisten verlangten umher und genießen mit Ruhe und Sorgsam- sofortige Rückkehr in bie Hemmt. Er vermöge gegen die maö bic Liebe der anderen ihnen beschert hat. Mama revolutionäre Propaganda in seiner Armee nicht mehr an.zu- ,tcr.t neue Bluse an und zupft an ihr vor dem neuen kämpfen. schonen Stehspiegcl herum. Tie Tochter wirst die neue Gerüchtweise verlautet, daß der mit einem Militär- kostbare Pelzboa um den Hals und tänzelt schmunzelnd Transport von Odessa nad) Sewastopol abgegangene um die an Deren holden Gaben herum. Pap-a uiitcrsucht Dampfer „Herzog von Oldenburgs von einem das braunrot leuchtende LederUssen für den neucu Lcse- meuternden Linienschiff in den Grund gebohrt stuhl auf seine Weichheit und Bequemlichkeit, und der • rS„n r • 71 d 5)err Sohn, dem diesmal die erste Kiste Mit Zigarren be- 1 _ - o .. schieden worden ist, sitzt aus dem Lressel, in undurchdringliche k ~ct Mische Landtag Rauchwolken gehüllt. Zwischendurch wird dann aber auch wurde m HelsingforS am 23. d. M. durch den General- herzhaft von den traditionellen Süßigkeiten gekostet, von gouverneur mit einer Ansprache namens des Kaisers eröffnet, den Lebkuchen, den Makronen, dem Quittenbast, den Pstsfer- in der eS hieß, die Teilnah ine aller Bürger an den nüssen und anderen Nüssen, sodaß der Magen mit Mühe Wahlen ziir Volksvertretung erhöhe die Bedeutung!imstande ist, die schweren Pilichtcn, die das Fest ihm auf- des Landtages. Ter Kaiser rechne darauf, daß die neuen I erlegt, zu erfüllen, und daß > < ■ Uelicrfättigteii Dem ^-csttags- Rcchte Finlands von allen Bürgern im Interesse der besten Hasen am Mittagstisch kaum die schuldige Würdigung zuteil dc? Lande-Z au?g°übt. werden. Ti- Präsiden!-» der »er. werden lassen konnern --Eb/n'° p"^«s'sch w'- schicdencn Abteilnngen bcS Landtages gaben in ihren ®v. jtorite giiertiq. Tcs Mends wa?d bann wlderungen ihrer Freude über d,e emgeführten Reformen ^hl durch den Besuch intimcr Freunde oder Freundinnen Ausdruck. Erzbischof Johanscn fvrad) im Namen der Geist- „^ch mehr Leben in die Gesellschaft gebracht, denn lebhaft lichkeit dein Kaiser feinen Dank für die allen Nationalitäten ging es wohl allenthalben in diesen Tagen zu. Rußlands und Finlands gewährte GcwiffenS- und Religions- Die Weihnachtsbeschernng im Provinzial-Siechenhause. freiheit aus. Schon die ganze Woche vor den, Weihnachtsabend be- Hilse für die notleidenden Teutschen Rußlands. fanden sich die 300 Insassen deS Siechenhauses an der Wie wir schon berichtet haben, haben sich "sowohl in Berlin, «Licherstraße in erwartungsvoller Erregung. JedeS dieser als auch bei unS in Gießen, .Hilfsausschüsse für bie 300 großen Kinder hatte feinen Wunschzettel für den Weih- notleidenden Deutschen. Rußlands gebildet, die nun- ^smann abgegeben und man hatte von den Schwestern Wendigkeit einer folnxit Hilfsaktion ist kaum ein Wort zu per-1 schon angedeutet bekommen, daß auch diesmal die Provinz, liercit. Die Hilfsausschüsse werden genug zu tun bekommen; I die Stadt Gießen sowie edle Menschenfreunde die Verwaltung Tausende von Flüchtlingen befinden sich bereits in Königsberg, I Eder in die Lage versetzt hätten, den alten Leuten ein andere konnnen über Posen, ein kleiner Teil auch über Schlesien ~ bereifen und ihre Wünsche nu erfüllen. Es nach dem Reich. Viele von! diesen Flüchtlmgen werden einen erfreu- stohes Fest zu bereuen uno ti)re -J.uma)e »u eirui en. ys lichcn Zuwad s für unsere Bevölkerung bedeuten. Es sind ;. B. war Tur den Verwalter ^.erck) und die Schwestern ^.en ., _ cacic zahlreichst! iS au bar bc i ter bnruuter, de fcl)t wohl ber unb Emmy eine große Arbeit, die Festvorbereitungen zu fVclborbeitcrnot bei uns steuern und die russifcht-poln. treffen aber die sreudigen Gesichter der Pfleglinge am heiligen ÄÄi war ihnen gemi6 b« W Lahn für bie vorherige fern, die aus Lodz unb anderen Jndustrieorfen bes russischen I Mühe. Die Besdserung fanb an vier stellen statt unb zwar Westens kommen, gebrauchen. Run gilt es, bie Leute neuen im Anbadstsfaal be§ großen Frauenbaucs, im Betfaal des Arbeitsstätten zuzuführen, unb zu biesem Zweck wirb ber Berliner MännerhauseS unb in ben beiben Flügelbauten, wo bie am SS.? r&ÄTW ^ meisten der Pflege bebürftigen Männer u»b Frauen unter, es, ber Not zu Heuern, und hierzu gehört Gelb unb abermals! gebracht stnb. Als Vertreter ber Provinz war s.rovmzial- Gelb. Tie Ausschüsse umfassen bie verschiebensten Parteiricht-1 Direktor Geheimerat Dr. Breibert, für die Stabt Beigeorb- ungeu unb Gesellschaftskreise. Wir hoffen, baß bie Aufruse für „xter Curfchmann, für das Kuratorium der Anstalt Profeffor B“rfiÄfc,Ä SÄSSÄfe- «-rmer. fowie sonlhge Freunbe ber Anstalt schienen. Opferwilligkeit auch in biesem Falle beweisen werben. (Siehe.Die Feier hatte an allen Stellen den gleichen Cnaratur. auch ben lokalen Teil.) I Unter Schwester Lenis Leitung trug ein aus dem Personal Auch in Stettin hat sich, ein gleiches! Kvmitee gebildet. \^ct ^nffalt gebildeter Chor Weihnachtslieder vor, wechsel- Der britische Botsmaster m Berlin hat sich auf Grund (?rnnnnp(nim hpr einet ihm zugegangeiien Jilstruktion mit dem Reichskanzler ”on r s e£- und dem russischen Botschafter in Berlin zwecks Ein- frohen Botschaft verlesen, ben Schluß der Feier bübete leitung einer gemeinsamen deutsch-englischen Aktion jedesmal das „Stille Nacht, heilige Nacht^ und bann zum Schutze ber Aiislänber in ben baltischen Provinzen in Ber- wurden die Gaben verteilt, die meistens aus praktischen '^Deutsche unb ft-iizösisch- Dampfer find mit Flüchtlingen Gebrauchsgegenständen bestanden. Melwere Tabaks-Jn- unterroegd. In Memel und Dill au sind Vorbereitungen gc»| buftrieQe hatten für bie Manner Rauch-, Schnupf- und troffen, buren bie für bie Flüchtlinge aus ben russischen Ostsee- Kautabak, Zigarren unb Zigaretten gejpenbet. Tcr Direktor häfen die erste Ansiiabme und ärztliche Fürsorge unb d-ie weitere der Anstalt, Tr. Markwald, sowie die Gäste unterhielten gewährleistet werben. fid), während die Geschenke verteilt wurden, mit diesem Aus den Ostseeprovinzeo. und jenem Pfleglings unter denen jeder Bekannte hatte, sind von Augenzeugen aus Riga überbrachten Nack- doch unter den Insassen eine ganze Anzahl Gießener Bürger weniger ungünstig. Unmittelbare Gefahr und Bürgerinnen. Gesprächsweise erfuhren wir auch, daß zur ^Zett nichts zu besahen, ^er Vlan besteht, das Siechenbaus in aller Bälde zu Der» .uJi" w ü.m x,v,rhanDenen Bedürfnis nicht mel)r 9i?.a'Igenügt. Sind doch bereits 60 Personen vorge-merkt, die man würde —^Ein in^Koven-stuegen Raummangels nicht annehmcn kann. Dir schieden wurde. . ,Lm w bcm Siecüenhause mit der festen fieglmge decheiben darin bestens noch- tohemfett? I immer rtoef) verschiedene Stadtterle be,etzt und richteten mit ab faT°bmt imb habe Todesurteile verhängt. Tas Kvr.ntee^voll- ttCter Energie ihren Angriff auf den Kreml. steckte jeden Tag vier bis fünf solcher Todesurteile auf offener Nach weiteren Meldungen aus Moskau sind -lu-^-10^^ p- 2 bem Hinterhalt. ständiae in das Lokal des Polizeipräsidium eingebrungen, wo Das „Memeler Damrfboot" melbet, baß ber Tompier „Kehr- sie mehrere Bomben zur Explosion brachten. Zahl- wieder", in Memel cinack’ifcn sei und blicktet habe baß bie reiche BureanS wurden demoliert,' ein Reoierauneher unb em Zsvolutwnare ^h der Gen^alstreik proklamiert worben. Polizisi getötet, mehrere Beamte schwer verletzt. _ Die Revolutioiräre wollten keine Schiffe aussahren lassen, ^m In Moskau wurden am 23. Dezember die Aufstänbiichen, befanden sich ber sck'wcbischc Dampfer „Brntw" unb ber bie sich in dem mit Stnrm geirommenen Hause Fidler bcsanbew I ^Eivfer „Corvnia": beibe S chm f e würben mit -Lteinen o 0 rn - gefangen g enomrnen. Fünf 'zi u fstänbis che wurden g c 10 t et I 5 a t b i e t t unb es imrdxm Schüsse auf sie abgegeben, als sie aus- unb 20 vcrwunbel: zwei Offiziere wurden getötet. In lausen wollten. „ , dem Hause würben 18 Gewehre 15 Revolver unb 13 Bomben Aus Li bau gingen ferner zuverlässige Nachrichten ein, beschlagnahmt. In ben Straßen wurden mehreren Offizieren von denen hcrvorgcht, daß die Lage in Libau als recht Aufständischen die Waffen abgenornrnvu. An mehreren Mnrten L r n n angesehen werden muß. Durch den wieder begönne- ouch-m L-mdo ^cht v^ige wunbet fein. Im Bureau berpolitischen Dolizci wur- Anarchie; bas ganze flache t an b steht in Hellem ben burch zwei Bomben eine Wand, bie Decke nnb bas Aufruhr. Innere zerstört. Der Revierauffeher unb em Schutzmann . ------ ------- ------- ----— würben getötet, ein Solbat verwnnbct. Anler deM TttNUcUbaUM. Als am Vormittag des 1. Weihuachlstages von der Station w Gießen, 27. Tez. Perowo ber Meskau-Kasener Bahn 300 Mnin rcvolutwnarer Moibnockätstaae sind vorüber' Tic Stun- Miliz im Sonbermge eiutrasen, versammelten ,rÄ am Lokomotiv- Dic Werh n ach t s t a ge imD voriver äac öiu depot dieses Babnhof's 2000 ausständige fEbeiier, unter denen den, denen die Herzen der Kinder ftit Woch.n entgegen sich einige hundert Menn revolutionärer Miliz bef.nrben. Dre geschlagen haben, sind wieder einmal vergangen, aber der Menge bemächtigte sich eines V'stualienlabens unb beschoß bie Vergessenheit sinb sie nicht anheim gefallen, denn rn den bei dem Bahnhof ftch-nben Truppen, welche darauf 6^schü''.iei;cr ^schenken, die sie spendeten, haben sie Tinge znrückge- eröfsneten. G'gen 1 Uhr naa mittags bräunte bas Gebäude nieder, die die Erinnerung an sie noch lange wachhalten in dem der Viktualiemadm log. Ter Nikobachahnbot wurde m- ^^den. Jetzt, da der erste Rausch der kindlichen Freude Ä5nÄ. R spricht sogar von tausenden von Toten und Verlvnnbeten in Mos versammelte, die Kinder das straqlendurchftutcte Christs, st- fau. Im' Loblowsst kann man die Zihl der Toten unb Verwnn- zimmer vol lseligcr Erwartung, die einen^turmisch, die an- beten auf 50 beziffern. Dort Waren 250 Revolutionäre, barunter deren in unwillkürlicher festtäglicher Ergriffenheit fchcu unb 30 Frauen, umzingelt: bie Mehrzahl eroeb sich nach dem zaghaft klopfenbcn Herzchens betraten, je nach deni Tcmpe- 13. Kanoneiischuß. In beut ausgeranbten Waffenmagazin von da fand sich für viele dort eine derartig unerwartete Thorbeck explodierte eine .*0 011 e n m n f cf-1 n e, tooburchi ba§ iY.üne ba& . 6 Fcanken iÄai.'rnbe abgeordnete SKe hn^ien nod> m(M 1 feid’tn Rügen unb - ir.vf > qjn’ltn !->r dcn . ■ e j Miltiroch., x« -rnttt werden ’ mn. r. i H Unwesens es Äng> nur ÄeinbereiAng ve cn £rt unb st ; vnb die von sartoru (fin Telegramm m t-riammlum in Mutzt «n. v-eM Protest « ! lchzers Larlorius m di Der Wendung rl rem«'in ''blich fc. Fraiiksurt a. , .tzieii.Am.ff. Amtli ■ rreüe. Zum istrko 1 reift, 20 Nullen, 0 ov ■ liittcv 0 aus Cefirei 1 P2 Schweine, 0 Zi 1 :ourbe iiivlOOThmbe ■ 1 Qual 73—75 'M, 69 Wit. 2. Qual. 63- 65-66 'Ult, 3. Liial. OO-OOM Kälber.- 1. nach volh Die S^kfurta liessen D Fär alle B k"11 Hinscheidet lenerei Vaters i Bruders Danksagung. Dem wohllöblichen Vorstände sowie den Mitgliedern des Vereins der preußischen Karde zu Gießen sagen wir hiermit für die innige Teilnahme bei dem uns betroffenen schweren UnglückSfalle und für die rege Beteiligung und Kranzspende bei der Beerdigung meines lieben Gatten, unseres lieben SohneS und Willi Brust zu Haiger unseren innigsten Dank. Namens der Angehörigen Th, Ernst. w 2. Hanflef Oberschles. Eisen-In-l ustrie 129 20 . . 137.40 Türken!ose . . Prince-Henri-Eiscnbahu Börse, 27. Dez., Anfangskurse Todes-Anzeige Die Beerdigung hat am 26. Dezember auf dem alten Friedhof stattgefunden. B!7, Cnrsckmann. danken wir herzlich. teueren Vaters Die (Surf (f> mann. Frankfurt Giessen Großhcrzogliches Amtsgericht. 6537 4% Griech. Monopol-Anl \% äussere Argentinier . 210.30 . 241.50 . 23.60 . 126.00 Harpener Bergwerk Laurahfitte . . Lombarden E. B Nordd Lloyd . . Ttirkenlose . . . Berliner Handelsees. Darmstädter Bank . Deutsche Bank Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. Dresdner Bank . . Kreditaktien . . . Baltimore- und Ohio- Eisenbahn . . . Gotthardbahn . . . Lombard. Eisenbahn Oesterr. Staatsbahn . . 175.70 . 145.00 . 241.50 . 97.00 . 162.50 134.00 126.90 261.50 226.10 163 90 ft zu TükM wird, die e. Am 1. urü Spant den ßcr:; des 2. ^oßherzogin im! nbe der Woc: veilen wollen.: daß die Grost- hltntigkeitsnM und dieselben ai 99.45 100 25 95.70 105 00 67.60 68.10 80.40 95.00 90 00 . 52.50 . 89.25 . 00.00 . 96 50 . 243.50 . 134.50 Elektriz. Lahmeyer - . • Elektriz. Schachert . . . Eschweiler Berewerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . bürg erschoß sich der ehemalige Leutnant Herzgcr, nachdem er zuvor auS Eifersucht seine Frau erschossen hatte. Familien Herzberg-Schall und Witiko. Giessen, den 27. Dezember 1905. 64—66 Pta., Schlachtgewicht 62—62 Pfg.. Schafe: 1. Qual. 68-70, 2. Qual. 58—60 Pfg., 3. Qual. 00—00 $fq.; Schweine 1. Qual. 75—76 Vfg., Lebdgew. 58.50—59.50 Vfq., 2. Qu.74 —00 Pfg., Lebend- Qero. 57.50 Pfg., 3. Qual. 68—70 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. Geschäft bei tzornvieh mittelmäßig, kein Ueberftanb; bei Kleinvieh gut, kein Ueberftonb. B”/? Großherzogliche Bürgermeisterei Hansen. Müller. In tiefer Trauer: Julie Bücking geb. Groos Wilhelm Bücking, Landgerichtsdirektor Elisabeth Bücking geb. Hess. . 113.10 . 00.00 . 2350 . 141.20 . 124.00 oft. m, 26. Tez. Te : Bescherung 6c zu Fuß teil. Er r die Herren r WeihnachtZb:jL uchten der Ä'-aiir Gurnisonlirck ntajel stattsand 3X°/e 3% 315*7, 3M°/( ’^0/. i r (fi f i d) e a tfi r t di t en. Weihnachtsfeier des evangelischen Männer- und Jünglings- Vereins Donnerstag abend 8 Uhr tu der Kleinlinderbewahranstalt. . . 100.60 . . 88.75 . . 100.40 . . 88 75 . . 99.05 . . 168.50 . . 145.30 . . 241 70 . . 175.70 . . 187.70 . . 162.40 . . 209.70 London. 27. Tez. Reichsanleihe do. Konsols . . do. . . Hessen . . Oberhessen Bekanntmachung Ter Voranschlag der Gemeinde Hausen für 1906 liegt vom 30. ds. Mts. an acht Tage lang auf dem BürgernteisterenBureau zur Eiitstcht der Interessenten offen. Hattsen, den 27. Dezember 1905. b) M jen 27. Dezeck jm N tg in Oberhess» Zierteljahr werd» Bekanntmachung. In unser Handelsregister wurde heute bei Firma A. Bing in Lich eingetragen: Die Firma ist erloschen. Lich, den 23. Dezember 1905. (*)riqina[-Drfll)fmcfbunaen. Kassel, 27. Dez. Auf dem Bahnhofe Belecke bei Lippstadt wurde ein auswärtiger Passagier, der auS dem Zuge gestürzt war, überfahren und getötet. Berlin, 27. Dez. In einem Pensionat zu Charlotten- Reuter. Mit Rücksicht auf die Aussckwcitungcn. . _ Berlin, 27. Dez. Rach verlästlichrn Msttcilungeu von diplomatischer 5-citc hat der Zar in einem Dank Telegramm an Kaiser Wilhelm für des,eit Beglückwünschung zum Namcusfcstc auch des Ernstes der Loge in Runlmid gedacht und seinem Scknuerze darüber Ausdruck gegeben. .Wir machen je'.-l schicere Zeiten d"rck". h'be Kaiser Nikolaus telegraphiert, ..dock, hoffe ist, daß die schwere strise bald rojebet v oi bergche n werde, ohne dem Lande unheilvollen Schaden v f, 27. Dez. Infolge beruhigender Nachrichten aus Rußland' ist die Entsendung deutscher K r i e g S s Ä i f f e tnrr- lausig aufgegeben. ________ 3°/0 Mexikaner . . . 4^°/0 Chinesen . . Aktien : Bochum Guss . . . Buderus E. W. . . Tendenz: fest. Berliner Canada E. B..... Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder Union C. . Dresdner Bank . . . Tendenz: sehr fest. guten Ergebnisse, die daS Einvernehmen zwischen der Londoner und der Pariser Gemeindeverwaltung gezeitigt hat, hat der Vorsitzende des Londoner GrafschastS- rateS an die Presie eine Mitteilung gelangen lassen über die Absicht, einen internationalen Kongreß der Haupt- städte cinzuberufen. Der Hauptzweck dieses Kongresses soll sein daS Studium der allen großen BcvölkcrungSzentren ge- meinsamen Fragen, wie der Fragen der Erziehung, der Wohnungsfürsorge für ’bic arbeitenden Klaffen, der Kanalisation u. s. w. Revolution in Rußland. Danzig, 26. Tez. Nach einer Meldung des von her deutschen Regierung zur Abholung von Flüchtlingen gecharterten Stettiner Dampfers „Wolga" ist der Hafen von Riga sicher. Ter russische Minenkreuzer „Awrek" befindet sich im dortigen Hafen. Petersburg, 26. Dez. 15 000 Arbeiter haben beute die Arbeit wieder aufaenommen. Z'm Aus st an de befinden sich noch 48 000 Arbeiter — In der vergangenen Nacht ist der ganze General st ab der bewaffneten Kohorte Petersburgs, insgesamt 49 Mann nebst dem Bührer des Stabes Ingenieur Scboulmann, während einer Sitzung verhaftet worden Es wurden Pläne, Schriftstücke und Höllenmaschinen beschlaanahmt. — In Zars - kose S s e l o fand am 25. Dezember eine Parade über das Finländische Gardereoiment statt. Der Kaiser dankte den Offizieren und den Soldaten für die hundertjährigen Dienste de? Regimentes und drückte seine Ueberzeuaung aus. daß das Regiment seinem Ebes, dem Grostfürsten- Thronfolger, ebenso treu dienen werde, wie dem Kaiser. Warschau, 27. Dez. In der Nacht ereignete sich in dem Judenstadtviertel an einem Ort, wo Dynamit aufbewahrt wurde, eine heftige Explosion. Schornstein und Dach des .Hauses wurden in die Luft gesprengt. In einigen Wohnungen stürzten die Decken ein. Vier Bewohner wurden unter dem Schutt lebend in ihren Betten gefunden. Petersburg, 27. Tez Gestern wurde das neue Wahlgesetz veröffentlicht, welches sich dem all- — Weihnachten 1905. Bekanntmachung. Tie Rechnung d r Plockischcn Stiftung für 1904 liegt von heute ab 8 Tage lang auf dem Ärmenamt, Neuenbäue 25, Zimmer Nr. 2, ;u jedermanns Einfickl offen. Gießen, den 22. Derember 1905. Die Armen-Devutation der Stadt Gießen. Danksagung. Für alle Beweise freundlicher Teilnahme Leim Hinscheiden meines lieben Gatten, unseres Bekanntmachung. Die Rechnung der Armenkaffe Gießen für 1904 und der Voranschlag der Armenkaffc Gießen für 1906 liegen von beute ab m $aqc lang aus dem Ärmenamt, Neuenbäue 25, Zimmer Nr. 2, zu jedermanns Einsicht offen. Gießen, den 22. Dezember 1905. Die Armen-Devutation der Stadt Gießen. Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie, Giessen. Frankfurter Körse. 27. Dez., 1.15 Ehr. itn. ?c 'Mich «oq jei^ roobti tt 4i l cic. Ta i,i *)'c ilnroeithifl zablniülk (rr;; ‘rncrtiin niiliny, '/ um auch und eine rot zu können, nnnonie für in,. Vers erntete hm- onie, großen r- ‘Hänge* unter ? CW.d'törung infolge WochcnbettsieberS, als die Pflegerin auf I s r> Zeit daS Zimmer verlaffen hatte. , Irrankfurt a. M., 26. Tez. Zu der durch die SW.er gegangenen Mitteilung, daß gegen den Eisenbahn- f Dor Brücker eine Untersuchung eingeleitet sei, weil er eS unrtfaffen habe, von dem Vorhaben der Familie Wend- l flrbt der Polizei rechtzeitig Kenntnis zu geben, wird der [jtf, Ztg. von juristischer Seite geschrieben: I „Die Meldwta, das Familiendrama im Stadtwald werde für Brücker aus Hannover noch ein gerichtliches Nachspiel 5nti>, da er sich gegen § 139 des Strafgesetzbuches verfehlt habe t dir nicht zu. Tiefer Paragraph begründet eine Auzeigepslicht f i n l rujenigen, der von dem Vorhaben eines Alordes — die fliir’-in dort angeführten Verbrechen interefstereu iin vorliegenden | M.e nicht — glaubhafte Kenntnis erhält, und bedroht die Per IHm der 2lnzeigepllicht mit Gefängnisstrafe. Mag man nun < MrMcmbt im landtäustgen Sinne den „Mörder feiner Familie" • mirn'm, im strafrechtlichen Sinne ist er es nicht. Seine Handlung D,l! vielmehr ben priviligierten Tölungstatbeflaud des § 216 dar : 5 jemand durch das ausdrückliche und ernstliche Verlangen des cten zur Tötung bestimmt worden, so ist nuf Gefängnis nicht • [tir’-r drei Jahren zu erkennen." Tiefe „Tötung eines Em- -laüilu nden" ist nicht Mord, ja sic ist nach der herrschenden Rechls- micht einmal ein Verbrechen, sondern ein selbständiges 93er- -(weil nur mit Gefängnis bedroht). Daß die erste Anregung, «I are ititim in den Tod zu gehen, vielleicht üoux Vater aus- i i.eflmio.e» ist, steht der Anwendung des § 216 nicht entgegen. Es 1 !änie höchstens bezüglich der beiden Kinder wegen ihres jugcnd- l’ifien Alters die Frage aufqctvorfen werden, ob die „Ernstlichkeit" •itn' Verlangens durch mangelnde LebLnserfahrung beeinträchtigt nnube d. h. ob ihnen das Bewußtsein der Tragweite ihres Be- Wnni-s fehlte. Tiefe Frage dürste ober nach Lage der Dinge zu • fternc irieit sein. Eine Bestrafung des Bröcker wegen Unterlaffung toit e kann daher nicht eintreten. '. Qual. 75—80 Pfg., Lebendgewicht 45—1« Pfg., 3. Qual.Igemeinen Wahlrecht insofern nähert, als etwa neun Zehntel der Bevölkerung wahlberechtigt tvcrden. Hauptfehler des Gesetzes ist, daß es zu kompliziert ist. Tre Einberufung der Reichsduma wird am 4. März erwartet. E n d t k u h n c n , 27. Dez. Numuchr ist auch W irbat lc n vom Aufstaude ergriffen. Am 24. verfudrtc der Eneuoahn- Ingeuieur sowie dessen Glchilf? die Msahrt^ d:s nact Petersburg bestimmten Schnellzuges zu verhindern. Sie wurden rechtzeitig di ran verhindere und sollten durch Gendarmen a-gen-hrt norden. Zn wenigen Minuten war eine etwa 200 Föri.nc Menge von Eisenb'hnarbcitcrn zur Stelle, d.c die G.-ndarmcn umringten und unter Droh.in gen die Freilassung des Ingenieure- erzwangen. In der Rackst vom 24 zum 25. wurde der Exvrenmg Wirballew. Petersburg cn der Weiterfahrt bebinder-t. Tas requirierte Militär besetzte die Strecke. Unter militärischer Bedeckung gelaugte her 3ua weiter Mehrere Schüsse wurden aus ihn abg.ieuert. Es streiken über 20« Eisenbahnarbeiter, Lokomotivführer und vcizer, Schaffner und Mvnbuhcurc. Die Nacht brachte irüfrc blutige Hamburg- Amcrik. Pakctf. Harpener Bergwerk . . 211.96 Lanrahütte.....241.00 Nordd. Lloyd . ... 126.40 Danksagung. SfeÄÄ’ÄF? | tür.f ans. ,nn- ^■Öieücn, teu u -l Di. Nanmaun, Kirchenrat. Am 23. Dezember 1905, abends um 10 Uhr verschied sanft nach kurzem Leiden unser lieber Gatte, Vater und Grossvater Herr Ludwig Bücking nach vollendetem 90. Lebensjahre. alt ein»5S SO 'N den aus, unthT< Nun,; ä ®)WbiS(, 5 '■ 0-erilütslaal. II & F Frankenthal, 26. Tez. Der nunmehr 5 Tage Wsti'rrde Vcrfälfchungsprozeß gegen den Rcichs- "gqs>a bgeordnetcn Sartorius konnte am Samstag vor Äihiuachteu m>ck> nickst beendigt werden. Tie Aussagen der zahl- rmtn Zeugen und Sachverständigen lauten zum größten .tcu cif! stinslig für den Angeklagten, so daß über den Ausgang des arlf 'TXittn-orfi, 27. Der., vertagten Prozesses noch nichts ver^ miet werden kann. Für heute vormittag war eine Besichtigung d-r?liwcscus des Angeklagten und des Mußback)cs, dessen Waffer hin Wciubereitung nmwnbet worden sein soll, vorgesehen, um fiti cn Ort und Stelle über die Beschaffenheit des Walsers llp t ie von Sartorius eingerichtete -Landfilter zu unterrichten. - (fft Telegramm meldet zu dem Prozeß nach: Eine Bürger- Ötriar mluug in Mußback' nahm einstimmig eine Resolution du Hdjc Protest crfvbt gegen br Aeußerung .des Weinguts^ älittet 5 Sartorius in seinem Prozesse, als sei in Mußbach sb Verwendung von Bachwasser zu Wcrnzwccken Tislsif m ein üblich. ______ ___ Märkte. 0. Frankfurt a. M., 27. Tez. tTelegr. Orig.-Berickst des fci.-, Amtliche Notierungen der heutigen BichmarN- rteiir Zum Berkau'e standen: 322 Ochsen, 158 aus Oest- «.-b ^0 Bullen, 0 aus Oestreich. 782 st übe, Fersen, Stiere und äfa 0 -ms Cefireice. 131 Kälber, 1B2 SÄnfe »>,d Hmmnel, Äl> Ecbweine, 0 Ziegen, o Z'.^en-, 0 Schaflcimmer. Bezahlt $irb: für lOOVfimd Schlachtgenncht Ochsen 1. 80-83 RE, 7) . 73_75 Mk„ 3. Qual. 66—68 Mk.: Blillen l.Qual. 67 biy fffityr' 2. Qual. 63—65 Mk.: stühe l.Qual. 70—71 T1L, 2.Qual. M-'^Mk., 3. Qual. 48-49 Mk, 4 Qual. 46—47 Mk 5. Qual. D-G-Mk. Kälber: l.Qual. 86-90Pfg., Lebendgewicht 52-o4 P,., Warenhaus E. Seuling Wetzsteinstrasse 45 GIESSEN Wetzsteinstrasse 45 empfiehlt grosse Auswahl in Fo?zeHan>Kaffeservicen oteiiigv.Mk 2.85 an Dekor. iteiiigv.Mk. 1.80 an Wieder neu eingetroffeu: 6396 Verzinkte Eimer, Waschtöpre ::nd Wannen. 1 4 Oesterr. Goldrente. . 4*/ö Oesterr. Silberrente 4 °6 Ungar. Goldrente . . 4°^ Italien. Bente . . . 3 "6 Portugiesen Serie I . 3% Portugiesen III 4 %0russ.Staatsanl. 1907» 4%° n japan. Staatsanleihe 1 % Conv. Türken von 1903 Den Postabss nement zu etnnö lung ftottpnbti. ,„s Stobipfan« SomfopM« ifllebaill’ für i-in- llt-n ilbetne 6I«*1* Iftatiil'f- A 986» *- rein ** *! r ist °°"21 ™r. ,b!t -Jette« W' > kom'ncn in (rt in1 ",«N- i, 6flL tintm it-“ ival- > S” ■ SW" (Hi» (in ” 6,11 II, em'«' Ausruf zur Unterstützung der notleidenden Deutschen Rußlands! OkMWe Mamin, zu Gunsten der notleidenden Deutschen Rußland- Donnerstag, den 28. Dezember abends 8% Uhr. im unteren Saale des Cafö Ebel Vortrag des Herrn Professor Dr. Haller: c-, Lage der Deutschen in den Ostseeprovinzer DerHilfsansschnh Um zahlreichen Besuch bittet C’7i, Gießen, Dezember 1905. I Frankfurterstraße 30. 6718 empfiehlt Ga Nnverzaat,Grunberaeritr.l3 Nutzholzes beginnt um 12 Uhr. D”/, Statt Karten 6Mi Lieh Ludwigstrasie 55. Bicrverlag Ludmiqstrasic 55 auswärts, da nur 4 Minuten vom Große Stallungen^ allem Zubehör, Hosraum, zu vermiete«. 'Slll?niEl rr>n. iRiporiniab 3Ö oder Dr. ticilttCl, Darmstadt, 08428 Freunde rind Gönner des Vereins sind herzlichst eingeladen. im Bcrcinslokal (Deutscher Hof). Der Vorstand. Muer itnb LchkeKner-Vettin Achen Donnerstag den 28. Dezember, abends 9 Nhr, Weihnachts-Bescherung 5gSc .Hielte Bücklinge und ^pröt-äen empfiehlt billigst 15553 Eb. Dort. Walltorstr. 45. Schutzvorrichtung^ süv Ftttterschneidmaschinen neitefter Vorschrift werden preiswürdig angefertigt bei LchmeSemisttt L. Schaum, Kl.-LW. Möbel Anfertigung moderner Einrichtungen sowie jeden Emzelslücks: Büffets, Bücherschränke, Schreibtische usw. ----- in jeder Holzart —- moderne Beizungen. Arbeiten in Sating u. Lindenholz. C. Müller I Schreinermeister (masch. Betrieb) ASten-BusecBc. Prima gew. Nußkohlen „ Anthracitkohlen pr. gett). 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Kl., 2 rm -Eichen: Knüppel: 155 rm Buchen, 131 rm Elchen (hiervon 52 rm in Schichten von 2 und 3 m Länge), 1 rm Dirken; Unüppelreisig : 52 rm .Eichen, 2 rm Erlen; gewöhnliches Reisig: 498 rrn Buchen; Stöcke: (grob); 92 rm Buche, 11 rm Eiche. Das mit Kalk gespritzte Holz wird nicht versteigert und daS tm Dist- titt KißuersrolSkopf Abt. 2 sitzende Holz nicht vorgezeigt. Beginn der Versteigerung im Distrikt Borkhards bei Nr. 308. B 7» Weitere Auskunft erteilt der Großh. Forstwart Jacob zu SlornfelS. EichelSdorf, den 20. Dezember 1905. Gro^herzogliche Oberförsterri EichelSdorf. M a n n. Große Auswahl 6145 in ----- elektrischen = Taschenlampen von 1 Mk. an empfiehlt Ad. Beinig Seltersweg 30. mit allem Zubehör, Hosraum, zu vermiete« Gießen, Riegelpfad 30 oder lh • Keunel, Tatnutaot, Die beklagenswerten Ereignisse in Rußland haben über unzählige Bewohner des Landes unsägliches Unglück gebracht. Viele Tausende sind völlig verarmt; andere, die bisher fleißig ihrem Berufe nachgingen, stehen in bitterer Not müßig am Markt. Das gilt auch von den zahlreichen Deutschen im russischen Reiche. Unzählige von ihnen sind ohne jedes eigene Verschulden plötzlich brotlos geworden und stehen inmitten erregter, ihnen zum Teil feindlich gesinnter Volksmassen hilflos da. Sie alle hoffen auf uns, die Deutschen im Reich, sie hoffen, daß wir unsere Volksgenossen nicht im Stich lassen, für ihre Not offene Herzen haben werden und offene Hände. Um ihre Not zu lindern, hat sich auch in unserer Stadt ein Hilssaasschllß zur UnterWög der uoUeiöcuiicn Deutslheu Rußlands gebildet. Wir wenden uns mit der Bitte um Unterstützung an alle unsere Mitbürger. Wer immer im sicheren Frieden des Deutschen Reiches seinem Berufe nachgeht und seines friedvollen Heims froh wird, der gedenke unserer unglücklichen Volksgenossen in Rußland, die in einer furchtbaren Gegenwart einer vielleicht noch schrecklicheren Zukunft entgegensetzen. Wir können ihnen helfen, und wir werden ihnen helfen, jeder nach seinen Mitteln. Geldsendungen nehmen entgegen: die mitunterzeichncten Professoren Dr. Haller (Ludwigstraße 42) und Dr. Krüger (Löberstraße 22), das Bankhaus Heichelheim und die Expedition des Gießener Anzeigers. Außerdem sind Sammelbüchsen aufgestellt in der Bürgermeisterei, im Gesellschaftsverein und im Eass Ebel. Weihnachtsfeier mit Verlosung, lebenden Bildern, Theater und Tanz am Samstag, dem 30. l. M., abenbS 8 Uhr im Neuen Saall) au (früher Steins Garten). ( Die Ehrenmitglieder und Vereinsmitglieder mit ihren «Familien sind zu dieser Feier herzlichst eingelabcn. v”/,, Der Vorstand. wert« C*err! Ihre 8tIno.6albe tfl etne Wrmdrrsalbe. 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Ourr ture „Deutsche Volkslust“, Herold. 3. Touristen-Quadrille, Kn,;^ 4. Potpourri a. d. Op. „Robert der Teufel“, Meyerbeer-Oertel. 5. Oair- ture z. Op. „Tancred“, Rossini. 6. Mein Liedl Solo für Po$mt (Hob. Schwidde), Sabathiel. 7. Luna-Walzer, Lincke. 8. Potpour a. „Die Puppenfee“, Bayer. 9. Griechischer Piraten-Marach, Alnrt 10. Schatteutauz a. „Dinorah“, Meyerbeer. 11. Chin-Chin-ChiniuMj Polka, Kiefert. 12. Aus meinem Album! Potpourri, Latau. Anfang 8 Uhr. Eintritt 40 Pty. Geh. Hofrat Prof. Dr. Behaghel, Rektor der Universität. Dr. Bierman«, Professor. Geh. Medizinalrat Dr. Bostrocm, Professor. Geh. Rat Dr. Brcidert, Provinzialdirektor. Bücking, Land- aerichtsdirektor. Dr. Ebel, Stadtverordneter. Dr. Eck, Proiesjor. Kommerzienrat Emmelius, Stadt- verordneier. Gabriel, Hauptmann d. L., Vorsitzender des Kriegervereins. Gail, Kommerzienrat. Geh. Juslizrat Gebhardt, Oberamtsrichter. Kommerzienrat Georgi, Beigeordneter. Dr. GrooS, Professor. Justizrat Dr Gutfleisch, Landtagsabgeordneter. Dr. Haller, Professor. Geh. Horrat Dr Haupt, Bibliotheksdirektor. Kommerzienrat Heichelheim, Stadtverordneter. Geh. Hofrat Dr. Heft, Professor. Kommerzienrat Hchligeustaedt, Stadtverordneter und Reichstagsabgeordneter. Horst, Vorsitzender des Kaufmännischen Vereins. Kirch, Stadtverordneter. Koch, Prästdent der Handels, kammer. Kramer, Hauvtmann a. D. Dr. Krüger, Professor. Kullmanu, Landgerichtsprasident. Lange, Buchdruckereibesitzer. Dr. Leist, Professor. Mecum, Oberbürgermeister. Justizrat Metz, Rechtsanwalt. Meyer, Oberposlsekretär i. P. Dr. Naumann, Kirchenrat. Geh. Hofrat Dr. Pasch, Professor. Pfeiffer, Obermeister. Geh. Schulrat Dr. Rausch, Direktor des Realgymnasiums. Sack, Obermeister. Geh. Schulrat Dr. Schaedel, Direktor des Gymnasiums. Schaefer, Postdirektor. Schaffstacdt, Stadtverordneter. Schirmer, Kommerzienrat. Schmeckenbecher, Landgerichtsrat. Geb Justizrat Dr. Schmidt, Professor. Geh. Hoirat Dr. Sicbeck, Professor. Dr. Sievers, Professor. ®eL Kirchenrat Dr. Stade, Professor. Dr. Stoeriko, Direktor der Höheren Mädchenschule. Dr Strayl, Professor. Theobald, Oberstaatsanwalt. Töpclmauu, Verlagsbuchshandler. Geh. Medizmatrat vr. Bossius, Professor. Dr. Wagner, Kreisrat. Wittko, Chefredakteur. Lokomobilen (fahrbar m. Wandeckonjk'M' 1 Stck. v. Lanz 89 erb. fein hergerichtet 7—9 P. 8. 1 _ „ , 90 - Feuerbuchse neu 12—17?. L 1 r e „ 97 , Ausziehkessel 20—80 P.8. * billig abzugeben. _ i’ u lepborner Pumpenf»brik Herborn. Flaschenbier I Der höflichst Unterzeichnete bringt hierdurch einem verehrlichen Publikum seine als vorzüglich anerkannten Flaschenbiere in empfehlende Erinnerung: Münchener Angnstinerbrän Frankfurter Henninger Lauterbacher Burgbrän Alleinverkauf: Schlitzer Gräflich Görtzsche Brauerei Köstritzer Schwarzbier. Sämtliche Biere werden auf das sorgfältigste abgefüllt und in großen und kleinen Flaschen frei ins Haus geliefert. Um geneigten Zuspruch bittet " 0447 Fr. 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