Nr. 4 Zweites Matt 155. Jahrgang General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen Redaktton. Expedition n. Druckerei Schulftr.^ Tel. Nr. 5L Lelegr.-Adr. i Anzeiger Gletze» scheint lL-Nch mtt vu-nahm« der DonntagS. Die „gteftcner Kamiltendlätter" werden dem ,^HAetget viermal wöchentlich beigelegt. Der «hesülchr Landwirt- erscheint monaUlch einmal. Donnerstag 5. Januar 1905 * . Rotationsdruck und Verlag der Brüh leches " llnwersitätsdruckerei. R. Lange, Gieße» Du dcn Dorgäilgeu in ZcntsH-SüdwcstaftiKa. Dem Reichstag ist vom 2^ichskanz>ler ein weiterer Be- rid)t über die Tätigkeit der Kommission zur Feststellung Der Schäden aus Anlaß des Hereroaufstandes vorgelegt worden, den der Vorstzende der Kommission, Oberrichter aus b £r Q/egcnb zwischeii Windhuk und Gobaors und an Witwen eunovi beschlossen worden ist. Zum Sckstuß luird ausgesührt, daß zeraub-t und sortgesckstcppt sind, säst bis auf das lebte Sur Unbrauchbarkeit zertrümmert. Einen besonders trost- >iicE bot das Innere des Wohnhauses des Farmers m Kaltenhausen, ivclchcr eine sehr reichliche HauScin- rcsaß. Aehnlich war es auf der Farm Okakango bei tebei im rler Farmer. Larrehen lind im Gesamtbeträge von schaden hi sie nicht 1 16173)6 Mk. zur Zahlung angewretem Der Bericht geht bann e einzelnen Falle ein, in denen die Gewährung von Lar- Stück bis losen Vinl Bo Hustedt richtung IJ OkahaudZ^. ES sind noch nicht sämtliche aus den bereisten (legenden eiugegaMgene Anmeldungen erledigt. Tie Auszahlung von Tar- when uLnd HilseleiMngen ist weiter erfolgt in Höhe von einem Sieben *el des noch nicht endgiltig fest-gestellten, jedoch glaubhast gemachten Schadens. Dieses Versahren hat sich bisher bewahrt. Ditfele'kjtungen sind bisher im ganzen gezahlt: 922 862 Mk., davon 183 33(1 Mk. als Vorschüsse^ letztere zum grüßten Teil an Farmer noch nicht Wieder bezogen werden Eo nuten. Wahrend der Äebaude- $rf'*nS-‘,H Hiser nur gering ist, sind die beweglichen Sachen, soweit Richter in Windhuk erstattet hat. Die Kommission Hut vom 24. August bis zum 21. Oktober eine SLife nach Okahandja, Karibib, Otjingbingwe, Swatopmund uud Omaruru ans- geführt und ihre Arbeit an diesen Plätzen sor^esetzt. Von Okahandja aus wurde zum Zweck der Besichtigung und, Feststellung des Geländeschadens Otsosasu und die Farm Okakango der Damaratand-Farmgesellschast zu Pferde besucht, von Otjimbinawe aus zu dern gleichen Zweck die Farmen Tsaobis, Kaltenhausen rmd Ultdraai. Wir ent^ nehmen dem Bericht folgende Angaben: .Festgestellt ist bisher im ganzen (einschließlich des in dem Berichte vom 21. August erwähnten Betrages) auf Er und von 177 Anmeldungen ein Schaden von3 134 6 5 1 Mk. 3 4 Pf.; abgcseüt ist von diesen Anmeldungen der Betrag von 96 581 Mk. 80 Pf., also rund nur 3 Proz. Aussichtslose Anmeldungen werden e von ben Geschädigten bei ihren Vernehmungen meist freiwillig wieder zurückgezogen; solche zurückgezogenen Beträge sind in dem eben erwähnten abgesetzten Betrage nicht mit enthalten. Trotz dieses Umstandes bleibt der bisher ststgestellte Schadenbetrag nur unwesentlich sowohl hinter den Anmeldungen, als auch hinter den/im April vom Gouvernement eingeforderten vorläufigen Anmelidungen zurück. Au-ch nach den bisherigen Feststellungen -ckntfällt mehr als die Hälfte des Schadens auf den Viehverlust. Muf den bereisten Plätzen war ferner ein größerer Gebäud^jchadem festzustetlen. Einige größere Geb. ude sind von dcn Aufständischen bis auf dcn Grund niederae- s iss en ebey durch durch Feuer so weit zerstört, das; sich eine Reparatur nickst mehr lohnt; zu letzteren gehört auch das Missionshaus in Otjosasu. In Omaruru ist der Gebäude schaden nur gering gewesen. Auf den Farmen Tsaobis und Kaltenhausen hatte./ die Kommission Gelegenheit, den Schaden noch in seinem ursprünglichen Zustande zu besickstigen, da die Farmen egenfatz zu den Ausführungen des Farmers Erdmann die &ominui)ion die verwrcn gegangene Nachzucht nickst als unmittel- bai jn Sachschaden im Sinne des § 5 der Verfügung vom 2. Juni l)0C fgen Jahres habe auf fassen können, sondern nur als ent- öQl Iigen en Gewinn, der für die von der Kommisfton zu treffenden rse Ilstellungen außer Betrackst zu bleiben baue. Die Menge des Hereroiande erbeuteten und zur Vorteilung an die Ge- ^/wdlgten in Betracht kommenden Viehs soll sich, nach Privat- n'ßitteilungen, die der Berichterstatter erhalten hat, nur auf 3 0 0 0 5|i3 5 0 0 0 Stück Großvieh belaufen, während die Menge 5 es von den Herero bei Ausbruch des Aufstandes geraubten Großviehs auf über 20 000 Stück z uschätzen ist. Tie letzte Nummer der „Teutsch-Südwestüfr. Ztg." meldet aus 2üdcritzbuckst, 19. November: Heute ist hier mit dem Bau eines neuen Landungssteges, der eine Länge von 72 Meter und ieine Breite von 4 Meter erhalten soll, im Roberthafcn seitens !der Truppe begonnen worden. Zum Zwecke der Versorgung mit Ltöcn uns Dccketzr in H'vtt Arthur. Ein Kölner, der mehrere Jahre in der gefallenen Festung Selelst hat, schreibt der „Köln. Ztg.": Man ist mehr oder weniger geneigt, sich "unter Port Arthur eine durchaus neuzeitliche Staat mit mäckstigen foafen- und Werftanlagen, großen Kasernen und schönen modernen Häusern vorzustellen, umgeben von hohen schön bewaloeten Bergen, die von uneinnehmbaren, mit Kanonen gespickten Forts gekrönt sind. Was ist aber Port Arthur in Wirklichkeit? Ein elendes Städtchen mit einllöcligen Käufern, größtenteils aus Lehm, nur wenige von europäischer Bauart, uno mit Wellblech gebeut, die Straßen klein und eng, die Umgebung trostlos, braune, mit Geröll bedeckte Berge ohne Baum und Strauch, selbst im Frühjahr nur für wenige Wochen mit einer spärlichen Grasschicht überzogen, im Sommer glühende Hitze, im Winter strenge Kälte, da selbst die hohen Berge den eisigen Wind der Wüste Gobi nicht abijaUcn können. Tie berühmte Neustadt mit den wenigen, neuen Geschäftshäusern, die seit dem Sommer 1904 dort entstanden sind, die einitöckigen neuen langgestreckten Kasernen am Innen Hafen, auf dem Tigerschwanz, gegenüber dem Berg Tumulus und in dem Tal hinter den Seesrontsorts des Tracymschwanzes, bic wenigen Ofsiziersvillen, was bieten sie alle in der Steinwüste für einen verlassenen, trostlosen Anblick! Viele Millionen hat man zur Besesligung des Platzes ausgewendct, an Geld ist nicht gespart worden, um Port Arthur fast uneinnehmbar zu machen, und die Bauunternehmer sind in wenigen Jahren reich geworden, aber für die Stadt selbst und deren Zivilbevölkerung ist herzlich wenig geschehen. Was es heißt, in einer solch abgelegenen Stadt, die militärisch verwaltet wird, zu leben das weiß nur der wirklich zu beurteilen, der dort gewohnt und gelebt hat. Die Bevölkerung bilden zum grüßten Teil Militär und Beamte, wenige Kaufleute, aber desto mehr abcnteuerliche Kramer, armenische und polnische Inden, die durch Handel mit allerhand GcbrauchSgegeuAanoen und Lebensmitteln, vor allem Wodka, den Soldaten der viellöpjigeti Besatzung das wenige Geld recht gründlich abzunehmen suchen, um jckmell wohlhaoend zu werden und dann den Kramhandel in einer anderen Goldgrube im fernen Osten sorlzusetz^n. Unzertrennlich von einem Platz, wo eine große russische Beiatzung liegt, wo viele abenteuerlich« Elemente versammelt sind, ist der Zuzug von weiblichen Geschöpscn, die in sittlicher Beziehung aus einer recht tiefen Stufe stehen; Port Arthur ist hierfür an der ganzen ostafiatischen Küste berüchtigt. An keinem Platz im fernen Osten sieht man auch so viel curo- päisck/eS Proletariat, liirgcnds mit Ausnahme der fudchinesischeli Millionenstädte derartig ^itiinipte und verkommene Kulis, nirgends iiiu> WohnungS» uno Hotelverhaltnisse so erbärmlich, und nirgetlds wird man so geschröpft, wie in dieser Stadt, einem Dorado für alle, dw vom or^mdenverlehr leben. Die Berlehrssprachc mit den Ehinesen ist ein wunderbares Wasser soll ein großer Kondenser, der 50 Kubikmeter Wasser täglich zu liefern im stände ist, bestellt sein. Tas vom Dampfer Hans Woermann von Swakopnulnd aus in Schlepptau genommene Lan-- dungsfloß hat die Fahrt nickst ausgehalten. Desgleick>en ging ein Leichterpunt, das für die Lüderitz-Gesellschaft mit dem Tampfer General von 5kapstadt nach Lüderitzbucht geschleppt werden sollte, kurz vor dem Hafen bei hohenc Seegang verloren. — Zum Hotlen- tottenaufstand berichtet dasselbe Blatt: In Bethanien tarnen die Aufständischen nach dem Abfchießen der Patrouckle des Unteroffiziers d. L. Raabe von Norden her bis eine Reitstunde an den Platz heran. Glücklicherweise war inzwischen hie Verstärkung uon 50 Mann unter Leutnant Effnert eingetroffen, und es genügte das Vorgehen einer starken Patrouille, um die Hottentotten zu veranlassen, sich zurück zuziehen, ohne das Feuer der Unserigen zu erwidern. ¥ Ein Telegramm aus Windhuk meldet: An Typhus gestorben: die Reiter Heinrich Müller, Paul Ahrendt, Kaspar Hubert, sowie Sergeant Eduarb Schröter. Lentscr-es Reich. Berlin, 4. Jan. Der Kaiser sprach heute nach einem Spaziergange beim Reichskanzler vor, hörte im Königlichen Schloß den Vortrag des Chefs des Zivilkabinettö und entpsing darauf den Geh. Rat Professor Otzen. — Als .Hochzeitstag des Kronprinzen ist nach den bisherigen Dispositionen MitUvoch der 2 4. Mai in Aussicht genommen. — Ter deutschen Kotonialgesellschast in Berlin ist die Erlaubnis erteilt worden, eine Geldlotterie z u Zwecken der deutschen Schutzgebiete mit einem Reinerträge von 2 i/2 Millionen Mk. zu veranstalten und die Lose im ganzen Bereiche der preuß. Monarchie zu vertreiben. Bremen, 4. Jan. Die ersten Reichs münz en mit bremischem Ho h e i t s r e cy-t sind vorgestern in den Verkehr gelangt. ES sind Zweiiaaristücke, denen aber bald Fünf-, Zehn- und Zwanzcgraaeistuae folgen sollen, lieber die Gründe, die den bremischeic Senat veranlaßt haben, im Rahmen des Reichsmunzgesetzes eigene Münzen prägen zu lassen, wird der „Voss. Ztg." mitgeteilt: „Wie alle Reichsmmizen tragen sie au, der einen Seice Den Reichsadler, auf Der anderen das emzolstaatliche Wap-pen, in diesem Falle also das bremische Schlüsselwappen mit Der Krone darüber und Dinub. Nur die HaupGraßen bauen den Vorzug Ausland. Budapest, 4. Jan. Der Kaiser hat heute in der Ofener Hofburg mittelst kurzer und rein sachlicher Thronrede den Reichstag geschlossen. Bemerkenswert war, daß, entgegen dem sonst üblichen Brauch, die Hofburg keinen Fahnenschmuck zeigte unb baß während des Gottesdienstes beim Tebeum statt des Gott erhalte Franz den Kaiser diesmal bic ungarische Nationalhymne gespielt wurde. Ebenso trat heute zum ersten Mal die neu geschaffene ungarische Lcib-Trabanten-Garde in Funktion. Lemberg, 4. Jan. Wie man polnischen Blättern meldet, herrscht in russisch 2tttbauen eine große Gährun g. Die Erregung hat bedenkliche Dimensionen angenommen, so baß blutige Zwischenfälle sich schwerlich werben vermeiden lassen. Für das russische Neujahr werben Ruhestörungen befürchtet. Infolge Ausschreitungen bei Kirchen- plünberungcn mußte Waffengewalt aufgewenbet werben. — Nach Meldungen polnischer Blatter au§ Petersburg steht bie Veröffentlichung eines kaiserlichen Ukases bevor, burch welchen russisch Polen die Selbstverwaltung der Städte, Reorganisation ber Genieinbeverwaltung und Verbesserung ber Schulen zugesichert wirb. Moskau, 4. Jan. Eine in Petersburg abgehaltene Versammlung von 49 6 Ingenieuren aller Zweige der Technik sandte an bic Moskauer Stabtverwaltung ein Telegramm, in bem sie ihr die größte Hochachtiing aiisbrückte, in der festen, von den besten russischen Männern geteilten Ueber- zei'.gung, baß ber von ben Vertretern ber ersten russischen Stabt gewiesene Weg einzig unb allein Rußlanb zur Macht unb zum Fortschritt führen könne. Konstantinopel, 4. Jan. Aus Monastir wirb berichtet, baß am 2. Januar nachts angeblich eine aus 150 Mann bestehenbe bulgarische Banbe ben Ort Streben, 5 Siilomctcr südwestlich von Newesla, unizingelte, wobei fünf ben griechischen Bewohnern gehörige Häuser nieberge- bräunt worden seien. Aus Tarsija, 8 Kilometer südöstlich v.on Florina, wirb gemeldet, baß der dortige patriarchistische Priester, sowie der Ortsvorsteher von Bulgaren entführt unb bei Erulija ermorbet worden seien. Andere ähnliche Ätorbe werden aus Dtetimer oder Mramorica, 17 Kilometer nordöstlich von Resna, und aus Selce, 8 Kilometer nördlich von Kruschewo, gemeldet. Die Bergarbeiterbewegung im Ruhrgebiet. In den Reihen der Bergarbeiter des Ruhrgebietes mackt sich, zum ersten Male nach dem großen Streik vom Jahre 1889, wiederum eine lebhafte Bewegung bemerkbar, welche leucht einen neuen B erg arbeite raus stand mit allen seinen unabsehbaren Folgen sur den Bergbetrieb, die Jnduilrie und weite Arb eit er kreise herauf-» befchivören kann. Die Unzufriedenheit der Belegsck-aften macht sich zunächst in allgemeinen Vorwürfen gegen die Arbeitgeber- Luft, denen man naa/sagt, daß sie selbst durck) kränkende Behandlung der Arbeiter einen Aus stand herbeizufü hren suchten, weil dies bei der gegemvartigen Atarrtlage des Bergbaues und der Industrie ihren Zwecken'besonders pa,se. Diese Behauptung wird von den Arbeitgebern mit voller Entschiedenheit zurückgewiejen. Gerade die bNontanindustrie sei durch den schweren Wettbewerb mit dem Auslande auf stetige Verhältnisse und auf die Zufriedenheit in der Arbeiterschaft angewiesen. Beack-tet will auch sein, daß die Lohnfrage bei der gegenwärtigen Arbeiterbewegung aus Dem Spiele bleibt. Wirtschaftliche Gründe als treibende^ Ursachen kommen diesmal jedenfalls weniger in Betracht. Ns Grund für bic Unzufriedenheit der Bergarbeiter wird vielmehr lediglich bic jetzige Tauer der Schicht und eine willkürliche Aende- '.777^ >' ‘iMf ■ir’ —TMMM—S— Der Beleuchtung und Reinigung. Tic Nebensttaßen find viele zu schmal und gewuirden, für Wagen gar nicht benutzbar, am Tage der Aufenthaltsort und Spielplatz von Kindern, Schweinen uno Geflügel. Huiwc, zum Teil furchtbar zugerickftet, verkommen und verkrüppelt, suchen sich in dem auf die Straße geworfenen; Abfall Nahrung. Tie Wohnungsverhältnisse in der Neustadt, in der die wenigen, wohlhabenden Europäer wohnen, sind gut, in der Altstadt, wo die weniger bemittelten Russen und die ganze chinesisckje Bevölkerung dicht zusammengcdrc.ngt lebten, dagegen äußerst nmngel* hast. Tie Gasthäuser, Die sich am Hasen, in Den Hauptgeschästs* praßen unD auf dem Südabhauge des WachlclbergeS befinden, sind trotz des starken Frcmdenverrehrs schauderhaft. Tie Zimmer, notdürftig mit Bett, Tisch und Stuhl auSgestattet, liegen zu ebener Erde entweder nach dem Hof, fvdaß der Bewohner die Annehmlichkeit hat, den Dust der Kück-enabfälle zu genießen, oder nach der stets staubigen Straße. Tie bekannte russisch-sibirische Rceinlichkeit macht ihrem 9?amcn auch hier alle Ehre, ganz ohne ^Mitbewohner wird man nie sein. Essen und Getränke in den Gasthäusern und Konditoreien )iub gut, wenn auch recht teuer, prisches Fleisch ist in der Stadt stets zu l>abcn, Schlachtvieh Obst und Gemüse werden regelmäßig aus dem nahen Tschifn in großen Mengen aus Lschuulcn nach Port Arthur gebracht mü> auf dem Bazar, in der Nahe der großen Hospitäler am Süd- abhange des Wachtrldcrges, sellgebodcn, frisches Wasser liefern viele Brunnen in Der unmittelbaren Nähe der Stadt, aus gesund- heitiichen Rücksichten ist es aber der Zivilbevölicrung gestattet, täglich zu bestimmten Stunden Wasser and der militärischen Wasser- l'tanon in der Nähe des Docks zu entnehmen^ scharen von K.ius tragen Dann daS köst'ckche 'Jiafe unbekümmert um Staub und schmutz, in ossenen Lünern^ Die meist auö alten Petroleuinkcuustern hergesteut sind, nach den Häusern. Russen und Chinesen sind bekannt als große Freunde von Musik und Theater, unb cs i)i daher erklärlich, daß uuut in Port Arthur cm ictjr schönes großes asinesischeS und ein kleines rusiisches Heater sinidet; in diesem treten des öfter« russische Schauspieler aus Wiavi.vostok auf. Zwei- oder dreimal in Der Woche finden in einer kleinen Gartenanlagc, dem „Stadtpark^^ vor dem Gouvernementshause Militarkonzerte statt. Dies ist außer einer uon Den Angcsi>eUten der ersten großen deutschen Firma unicrljailcncn Kegemahn und der üssentlick-cn Lesehalle des etaDt- rated das einzige, was an Zerstreuung geboten wird. Industrielle Anlagen außer dem Dock inii) Dem Arsenal, die noch aus der ajiuciihvCii Zeit von Port Arthur stammen, sind nickst viele vor- Ij.iuoai; $iuCi Wodlasavrilcn, eine Sägemühlc, in der koreanischeL Holz geschnitten, und cii.e Mühle, in dd. Gießen, den 5. Januar 1905. zu sein, hatte der Lebensmüde, bevor er die Kugel abseuerte, noch den Hahnen der Gasleitung geöffne Schuß war aber sofort tätlich. Neber die Motive der b^Qt ist nichts bekannt. Burkhardt war über die Weihnachtsf^rtage in Thüringen bei seiner Braut und trug sich mit de» e* danken in diesem Monat zu heiraten. doch erst viele Wir begonnen. Das List auf 72 Pfg. gestiegen noch nicht gehörten Künstler so einzuführen, wie er es verdient. G^wiß, Künstler von solchem Weltruf bedürfen -an sich solcher Einführung eigentlich nicht; indessen Gießen ist nicht die Welt, und auch eine sehr große Zahl der Musikliebenden bei uns muß sich aus sehr einfachen Gründen versagen, die bedeutendsten Erscheinungen der Kunst auch nur aus der Ferne zu verfolgen. Auch haben wir es hier keineswegs mit einem jener Eintagsvirtuosen zu tun, deren vergänglicher Ruhm in aller Blättern überschwänglich »oiederhallt, sondern mit einem Künstler, der es verdient, daß ein volles Haus seiner Kunst lauschen möge. Eduard Hemslick z. B. schrieb über Ondrieek: „In ihm wiederholt sich jene seltene Vereinigung von großartiger Technik und edlem Stil, welche die Größe Joachims ausmacht. So gilt uns heute Ondrieek, und er allein, als derjenige Geiger, welcher unmittelbar nach Joachim zu nennen ist." Aehn- lich urteilt Max Kalbeck, der darauf hinweist, daß ein .Künstler, der u. a. die Violinkonzerte von Beethoven, von Brahms und das in ungarischer Weise von Joachi»n auf seinem Repertoire hat, einen eisernen Willen und eine Technik sein Eigen nennen muß, die vor keiner Gefahr -zuruckbeben: „Hinter dem Werke verschwindet der Spieler, um dann, Eins mit ihm geworden, wieder hervorzutreten und, des Gottes voll, die erschauten Herrlichkeiten der auf- horchenden Welt zu verkünden. Ondrieek ist der prädestinierte Nachfolger Joachims." — In Frankfurt c». M. urteilte man: „Ondrieek gehörte zu den ersten Geigern der Gegenwart, in dessen Spiels die Vorzüge Wilhelmis, des Unvergessenen, und Sarasates, des spanischen Geigerkönigs, einen Bund geschlossen zu habe»: scheinen. Denn fein Ton vereinigt markige Kraft und majestätische Größe mit bestrickender Süße und größten Klangzauber; der Strich ist von schlackenloser Schönheit und der Vortrug ebenso vornehm und durch und durch seelenvolt, wie 'von sprühendem Feuer und slawischen Temperament!" — In ähw- lichor Weise ist der weitgereiste Künstler in Paris, München, Leipzig, Petersburg, Ehicago, London, Rom usw. beurteilt woüen. Tnitg tat der Seilfahrt angegeben, sowie die auf einzelnen 3edkm in der Neujahren acht ans Mangel an Absatz eingeführten Feierschichten. t . Seilfahrt nennt man die Einfördernng und Ausfi'rbcrung d-w Bergarbeiter. IN großen Fürder körb en werdet» die Arbeiter birrd) die Schachte zi» ihren unterirdischen Arbeitsplänen und nach Beendigung der Schiebt wieder zu Tage gebracht. Je größer die Zahl der Belegschaft einer Zeche ist, desto längere Zeit be- ansprinlrt die Seilfahrt. Es ist mm ein alter streit, ob d»e Ttiuer der Seilfahrt in die Schichtzeit eingerechnet wird. >w» ^BiTctnci* dauert die Schicht, jede Arbeitszeit, acht Stunde»» ausschließlich der Seilfahrt. Tie Bergarbeiter, aber fordern die Schicht von acht Stunde»» einschließlich der Em- »md Ausfahrt. 3»i erwähne»» ist, daß. wenn z. B. »ür bte Seilfahrt % Stunden, für die Einfahrt sowohl als auch lur d»e Ausfahrt, bestirnmt werde»», dies nicht l1 ? Stunden bedeutet; denn die Bergleute, die zuerst einfahren, werben auch z»»erst wreoer zu Tage gebracht, »nid jene die die Seilfahrt zuletzt antretcn, kommen auch zuletzt zur Ausfahrt. Aus der Zeche Vruchstraße bei Lalwendreer »st VW bte :Seilfahrt der Gegenstand eines hartnäckigen Streites zwischen dem Besitzer und de»» Bergarbeitern getvorden. Auf dieser Zecbe, die der Geiellschast Luife-Tiechan gehört, »st die Belegschaft derart gewachsen, daß, _bic Vetriebs- verwaltt'.na die Verlänaer'.rng der Taner der Seilfahrst voi» einer haben auf drei Viertelstunden für notwendig hielt, eie ordnete im letzten November das an und machte die Neuordnui»g den Arbeiter»» durch Anschlag bekannt. Tie Arbeiter erklärten, sie würden die Arbeit nieder!ean». falls die Seilfahrt verlängert werde. Tie Verwaltung zog den Anschlag zurück, zumal, auch die Anncht vlatzgrisf, daß sie nicht ohne weiteres in Kraft gesetzt werden könne. Tie Betriebsverwaltung glaubte jedoch r.» der Verl mgerung der Seilfahrt berechtigt zu fein, sie bat mm aber die Berlängerimg der Seilfahrt von neuem durch Lknschkag Zum 1. Fe br u a r an- geordnet Bis zum 15. Januar habe»» die Arbeiter »ich dazu zu erklären und, falls sie nicht einverstanden sind, sich nach anderweitiger Arbeitsgelegenheit un»zusehen. Tie Arbeiter dieser Zeche erklären, die Verlängerung der Seilfahrt bedeute eilte Verlängerung der Schichtzeit, der Arbeitszeit unter -tage. In ft>?r- fammlungen erhoben sie entschieden Einivriick gegen die Neuerung und wählte»» eine Kommission, die mit der Betriebsverwaltung verhandeln und bis zum 3. Januar um endgiltige Antwort er- ruchm sollte. Tie Frist ist inzwischen bis heute, 5. Jae., verlängert worden. Von beit 1230 Mann dcr Belegschaft haben lloO ■bat Einsvruch gegen die Verlängerung der Seilfahrt unterschrieben. Von dieser Antwort wird es abhängen, wie sich in der nächsten Zeit bte Lage int Kohlenbergbau des Ruhrreviers gestaltet. Lautet der Bescheid ti6kbnenb. dann wollen die Arbeiter auf der Zeche Bruchstraße den Streik beginnen. Infolge anhaltender Gährung im Ruhrgebiet habest am Sonntag und Tie ns tag auch im Altenbu rgif chen Konferenzen der Führer der sächsischen Ber ga rbeit er scha st statt- -gefunden. lieber Beschlüsse ist nichts bekannt geworden. Jns- ,gesamt kommen 30 000 sächsische Bergarbeiter in Betracht. □ Großen-Linden, 4. Jon. In tmserem Walde findet man zur Zeit viele Spuren von Notwild. Bei den i herrlichen Spaziergängen in dein Distrikte Fuchsbau in vc\ „Lindener Mark" trifft man häufig Nudel Nehe an, welche < oft 4—5 Köpfe stark find. Man kann sich den wenig /vurcht ; zeigenden Tieren bis zu 50—100 Meter nahen, und es »ft 1 für den Naturfreund eine Freude, die äsenden Tiere zu beotz- achten und sie dann beim Entfliehen zwischen den Baunien Schutz suchen zu sehen. Auch zahlreiche Fasanen werden । aus den angrenzenden Feldern bemerkt. Vor zehn ft^hren galt ks als eine Merkivürdigkeit, wenn man einmal em 9»el) zu Gesicht bekam. b. Lollar, 4. Jan. Kommenden Sonntag, den 8. Ian., findet im Saalbau zur Linde hier ein Konz e r t des Trompeterkorps des Husaren-Negiments Ne. 13 König Humbert von Italien statt, worauf an dieser Stelle aufmerksam gemacht sc». w. Krofdorf, 4. Jan. Der hiesige Gemein de - förster Lucasverunglückte gestern nachmittag gegei» 2 Uhr im hiesigen Gemein bewald bei der Ausübung jctncv Dienstes. Wahrscheinlich entlmd sich das geladene Oiewehr, »vckches er bei sich trug, und der Schuß (Schrotschuß) traf ihn in SlcrT5 und Kopf derart, daj» der Tod alsbald etn- trat. Ter Förster war bei d-en Holzhauern im Walde gewesen, hätte ihnen die nötigen Anordnungen für , dte Weiterarbeit gegeben und mit ihnen sich in seiner launigen und scherzenden Weise »mterhalten. Kaum hatte er sich von dem Holzhauermeister., der ihn einige Schritte begleitete, verabschiedet, als Ver tödliche ^chuß krachte. A-te Arbeiter glaubten, der Förftev habe nach einein Hasen oder Vogel geschossen und kehrten abends nichtsahnend berm. Ms der Förster heute morgen noch nickt in seiner Wohnung angelangt war, begab sich sein Sohn, »Genie in de förster Lucas zu Wißmar, mit dem vorgenannten Holzhauermeister, der sich dos Schusses erinnerte, auf dje Suche, und st-e fanden bei» Verunglückten in einiger Entfernung von ber Stätte der Holzhauerarbeitcn in einem dichten Fichten- bestände liegen. Tas Gewehr, dessen rechter Tauf den tod- liehen Schuß enthalten hatte, lag nebst Bfei e und Spazrer- stock bei dem Toten. Tie au Ort und Stelle nach einigen Stunden eingetroiscire Polizeibehörde '''eilte b-cn Tat bestaub bes Unglücksfalles fest. Der große Kreis von Frennben unb Bekannten bcs so plötzlich aus dem Leben ^berufenen betrauert mit der gesamten Gemeinde aufs tiefste das Geschehene und in dem Verunglückten einen braven, ehrenwerten, allseitig beliebten Menschen und einen Beamten, der an Pflichttreue ein Muster war. Der Verunglückte stand im Mer von 64» Jahren, hatte den Feldz-ug 1806 u u d 18 7 0 »n i t g c m a ch t, war Vorsitzender des hiesigen Kriegervercins und Vorstandsmitglied des Kreiskriegervcr- bandcs und konnte in einigen Jahren auf eine fünfzig- jährige Dienstzeit zurückblickcn. Wetzlar, 4. Jan. Tie S chla ck-tun g-cn im hicpgen Jnnungsscklachthaus betrugen pro 1904: Ochsen 696 (1903: 716), Rindvieh 1172 (1194h Sckwcine 5266 (4809), Kleinvieh 3113 (3193b Während sonst im allgemeinen die Schlachtungen etwas gegen das Vorjahr zurückgingen, zeigen Schweine einen sehr starken Zugang. Wie sehr sich im Laufe der Jahre der Fleischkonsum gehoben, möget» bte Zahlen des Jahres 1895 beweisen. Beim Nachsehen finden wir: Ochsen 390, Niudvich 959, Schweine 3198, Kleinvieh 3233. Hieraus -läßt sich erkennen, daß-Ochsen- und Schweinefleisch erheblich in der Nachfrage gestiegen ist- während Kuh- und Rindfleisch kaum begehrter wurde und in Kletn- vieh weniger Schtachtunacn, wohl infolge des teuren Rohmaterials vorkamen. Tie höchste Schlachtoiffcr in Kleinvieh zeigte 1901 mit 4358 Stück. (W. A) Bad Nauheim, 3. Jun. Die Gesamtsrequenz des Badesijm Jahre 1904 betrug 2410$ Kurgäste, wovon 17 174 Deutsche und 6928 Ausländer waren. Von den letzteren entfallen aus: Afrika 66, Amerika 1047, Asien 37, Australien 10, Belgien 166, Bulgarien 2, Dänemark 61, Frankreich 183; Griechenland 2, Großbwtannien 1039, Lolland 388, Italien 47, Luxemburg 24, Monako 2, Norwegen 40, Oesterreick-Ungarn 808, Portugal 2, Rumänien 36, Nuß- laud 2634, Schweden 124, Schweiz 190, Serbien 5, Spanien 10, Türkei 5. Bäder wurdet» insgesamt 357 776 abgegeben und zwar wurden gefertigt: 326 821 in den staatlichen Bade- Häusern, 19 161 im Bad eh aus dcS Kvnitzkhstiftes und 11 794 im Elisabethhaus. Nach Bäderarten verteilt sich diese Summe folgeudermaßen: 31311 Solbäder. 134 753 Thermalbäder, 65 615 Thermalsprudelbäder, 119 813 Sprudelbäder, 2467 Sprudelstrombäder, 300 Duschbäder, 3494 Süßwasserbäder, 23 Moorbäder. Die höchste Tagesbäderzahl (23. Juli) be- Elektro- una M. cclunorr WO“1 50 Piennia erb. l } I!l y51.. , 7, trug 3412 und zwar: 390 Solbäder, 1133 Thermalbäder, 685 Thermalfprudelbädcr, 1154 Sprudel- unb Sprrtdclstrom- bäder, 46 Süßwasserbäder, 3 Duschbäder und 1 Moorbad. fc. Schotten, 4. Jan. Im Landtagswahlkrcis Schotten-Laubach-Gedern, den der verstorbene ba»»ernbündlerische Abgeordnete Weidner-Herchenhain vertrat, »nd von nationalliberaler Seite Oberförster Weber- Konradsdorf, eine im Vogelsberg sehr bekannte Persönlichkeit, und vom Bauernbund Bürgermeister Metten hein» er - Eichelsachseu aufgestellt worden. z Von der Ohm, 4. Jan. Die gestrige Frost- nacht, in der das Ther»»»ometer mir 15 Grad Nöaumur fiel, hat großen Schaden verursacht. In Stuntperten- rob zersprangen viele Hydranten der Wasserleitung, in anderen Orten froren die erzenen Puinpenstöcke auf. Ueber- haupt froren die Pumpen zu; sie wurden mittelst Feuer aufgetaut. Die Ohm IDOL* zugefroren. Ei»» Glück für die Saat war die Schneedecke, die, zwar nicht hoch, aber doch schützend genug war. Die wenige»» Standvögel, die überhaupt noch zu sehe»» sind, leiben Not, das zeigen die hungrigen Meisen, welche auf die Fensterbretter konnnen. = 9(»t§ dem Feldatale, 4. Jan. Sicheren» Ver- nehtnen zufolge soll das diesjährige Los Holz eine nain- hafte Verteticrung erfahren. Das Los soll um 5 Mark höher gestellt werden, so daß es von 18 Mk. auf 23 Mk., bezw. von 20 Mk. auf 25 Mk. zu stehen fommt. Wer sich sein Losholz nicht durch eigenes Gefährt holen kann, sondern oft noch hohen Fuhrlohn bezahlen muß, für den dürfte die Verteuerung recht empfindsam werden. § Ulrichstein, 4. Jan. Dem Postillon Frank von hier wurde eilt nettes Neujahrsgeschenk zu Teil. Ihn» imirbc für gutes Fahren vom Neichspostamt eine silberne Ehrenpeitsche im Werte von ca. 40 Mk. verliehen. Der Postillon fährt bereits 4 Jahre die Post Ulrichstein-Nupper- tenrod-Mücke. DermHc£)teiL • Ein Hotelier zum K outtnerzienrat ern at\ Herr Konrad Uhl, der frühere Besitzer des bekannte»» Bristol" in Berlin, ist, wie die „Preuß. Korresp." erfäy.“' zum königlichen Kommerzienrat ernannt worden. Es ist bi*e§ die erste derartige Auszeichnung, die einem Hotelier in Preuße verliehen worden ist. . * Die jüngste Numntcr des „ ' ‘ ium J Gedenket der darbenden I | Vögel!________J " Empfänge. S. K. H. der Großherzog empfingen am 4. Januar u. a. den Profeffor Hedäus, den Geheimen Schulrat Münch, den Oberlehrer Freunds von Alsfeld, den Kreisbauinsvektor Eel larius, die Prosefforen Dr. Heß und Dr. Bostroem uon Gießen, den Landgerichtsdirektor Dornseiff, den Professor Nehmeyer von Friedberg, den Oberlehrer Matthes, die Lehrer Weidmann und Weinel von Büdingen. •• Personalien. Durch Entschließung des Großh Ministeriums des Innern wurde der Veterinärarzt Hofmann aus Alsfeld zum veterinärärztlichen Hilfsarbeiter bei der Abteilung für öffentliche Gesundheitspflege Großh. Ministeriums des Innern bestellt. *• Oeffentliche Lesehalle. Im Dezember wurden 2276 Bände ausgcl'ehen. Davon komincn auf: Erzählende Litteratur 908, Zeitschriften 592, Jugcndschriften 315, Länder- und Völkerkunde 67, Kulturgeschichte 24, Geschichte und Biographien 116, Kunstgeschichte 6, Naturwissenschaft und Technologie 90, Seewesen 8, Gesundheitslehre 11, Hausund Landwirtschaft 9, Neligion und Philosophie 16, Staats- wissenschaft 6, Fremdsprachliches 19 Bände. Nach auswärts kamen 127 Bände. ** Konzertverei.:»: O ndricek-Abend. Wir haben letzthin einen kurzen Lebensabriß des berühmten Künstlers veröffentlicht und möichte-n nun hier einige Urteile anerkannter Kritiker wied-ergeben, utrt diesen bei uns dem neuen Jahre eingetreten war, haben v die Verteuerung mit dem neuen -3ohrc ter ordinärer Branntwein ist von 60 Pfg. neuivqn!. Das beliebte „Kännchen" ist um -wei Pfennig teurer geworden. Die Ursache d.efer Verteile- rung soll an der Verteuerung beS Spiritus liegen, einer Machination des Spiritusringcs. «rbneten* SS fm-SSiSk -fgs; erweisen. Bc^glich bes H-mPtwnuMS der ScMtt 9, ber Erri ch.t null ein er el et tr.sm S «ahN' werkte er, die Förderung llii.> 1 ■-. - > -. füf art fein, das, im XMuic d-S ?-bruars endgr t>^ Z^chluste in dieser Angelegerchrit g..sa-tt werden konnn.. «n C W des Jahres werden wir hech'iwc-hrscheml.ch - (Lebhaftes Bravo!' Singe'Md »U bei W. I 9- - strage der Errichtnnq e neu e n stabt cheiw S ck l a ck t h a uic s erwogen werden. ?s»t emc- on nacyste. Sitzungen soll eine gemischte Kommission ?.nr wtenftvetr Beratung dieser Frage bestellt \ Meri. cn. »verden Scklachthofauläget», die als vorbtlbltch bettachttt werden können, besichtigen, Material 11 u.‘n-r inlL ri:f Krr breitem Seit langer Zeit beschassigen wir wvo m der Verbesserung der akustischen ।e . I Theater sa a l. Die Klage tibcr^ bt<- m au ge i y a j r e Akustik ist so alt, tote ber Saat steht und bte Versuche, bte Verhältnisse zu verbestern, finb\ f*°« gangenheit zahlreich gewesen Der Erbaver d°-- tmrb im Laufe der nächsten st.nt hierher komn^i und -M Ort unA Stelle Vorschläge machen, lieber bic .ft^cknr tende Lnt Wickelnn g bes hiesigen Hafens miserhall der lrtztew zehn Jahre geben folgende statistische V^wdreMern tun st: Der oefamlc llmschlagSverwyr 6eftit9 1 Jl Tonnen gegen 1-19 75'1 Tonnen in 1893. st Daran war bw Stabthasenbahn beteiligt mit 290 809 Tonnen tgegen 33970 in 1893). Tie. Betriebseinnahmen betruMi» »ur den yaten 205600 Mk. (53'680 Mk. in 1893) uud .1V^O Mk. (11893) für bic Stadihafeubahn, während dte ft''c4rtcj)ouu-.'goben! für den Hasen sich auf 110 000 Mk. (21304) und suv bic Stadthnfenbalut auf 41905 (5695) Mk. ^beltesen. Vom südlichen O d.en Walde, 3. Jrch- ^te »n der Sylvosternacht schroff einsetzende Kälte forderte em ^pjer in der Person des Ortsbürgers Schmäht t»A klingen. Er wollte nach dem üblichet» „SttfluNtrunr mc .Heimat auf such en, dabei geriet er in das Ä'tciental, zog sich aus unb streckte sich zur Rtthe nieder. Vlm ..corgen »and man den Erfrorenen. Frankfurt, 4. Jan. In einen» Haus dc^mnhetmer Villenkolonie an der Noseggerstraße hat sich heß'te der 28 Jahre alte Architekt R. Burkhardt (in Firm Burkhardt ii. Mensch) durch einen Schtiß in die Schläfe getötet. Hausbewohner bemerkten hettte vormittag, daß <)us seiner Wohnung ein starker Gasgeruch strömte. Sie bcnatHrichtigten den Ginnheimer Gendarmen Hekssc, der die Zi»»»mel^ürc ge- »oaltsa»n öffnen ließ. Man fand Burkhardt, bis zu^m Kopf rs Uc 'S d r-r- wn £3 3*^2 M K 1WÄ o $2CP e p Ö £? i$>) öS) LS & 5 ri ® O ^LS es K a c «Ö* « °N »Sb -V uu ä CQ ft Sö «4 simuL' De n. sn &? P< UV UV K Ö S es G)^ M3- rr d «io —e Da 5.G-Q CD •Sb •—> öl c Zeich hm sein,. O Ö2 ( ä » 'ten. ^ichez n Ar° '-'W " ' DC» 'c der- Ä küsse chlu.sse' rcn! 3- bie i rf)cm) ich stenl ujiben neue ^den « der- üt der 'nserem haste -ersuche, er Verses« -Tt und ’C Ent. - letzten rn Aus- ■7^ -F ? « e in der in Cpiel ilters- unf' die M M borgen ', düsircen ,, ffit .‘.., atir Sn>"d ginnet* von , v)din* nd .’ : t ?;unb« S= Cr7 :®@2®- 2- <Ä> Cv UV UV UV UV U,> UV UV UV UV G> UV UV UV e Uv »SV 6) Uv UV W Uö UV eo Uv 6- Uv UV UV UL UV <$V UV UV »SV UV e UV UV cv? ö9 Uv UV UV UV 6) UV 0,9 (y) Uv S Uv UV UV UV 3 UV d UV UV 6'1 ■. Uti U«. 5 UV Uti Uv Uti UV Uti Uti Ö9 p d uv CP ä p CP nt otel M 2. ■** ft d 2£» uv Uö P A uv A (Violine). ist. c’/’ Eilis&beth Lucas, geb. rauscopf. 059 Krofdorf, den 4. Januar 1905. Die Beerdigung findet Freitag den 6. Januar, nachmittags 2V2 Uhr, statt. sU: ausgefährt von der a6/: Gros. B6/1 Anfang 4 Uhr. Eintritt 50 Fig. 128 Warme Gros. B6/1 «nfavg 8 Uhr. Anfang 8 Uhr. Gros. B‘/‘ Wen. ▼71 Heinrich Sack, 19 Marktßraße Frisch eingetroffeu: r vor. erteilt 07587 der D4/1 Der Vorstand. WW i. 2. 3. 4. 5. 6. 46 3 6 2 89 Johannes Brahms. Richard Strauss. Frans Schubert. Franz Ondricak. Franz Liszt H. W. Einst Mk. 3.50) sind in der Ueberzieheu und Reparaturen Idjiiell und biUii Mnsikalien- der Kasse, Zosiversteigerung im Gießener StadtwaLd. K 87/04. Lonners^ag d. 16. Febr. 1905, uaqiaUtags 3 Uhr, wird aus hlesigem OrtSgericht die vor dem 'Hamen des Hemr. Eebus in Gießen stehende Parzelle der Gernurtung Gießen l/40i- — 52 qm Hofraite aus dem Xlmöenpiay öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 4. Januar 1905. Großherzogi. OrtSgericht Giegen. 12 8 5 4550 1400 1800 300 K 86. 04. Donnerstag d. 16. Febr. 1905, nachmittags 3 Uhr, wird die vor dem Namen der Carl Buß Eheleute in Gießen stellende Parzelle der Gemarkung Gießen 1/516 — 243 qm Hosraite aui dem 'JJUirtt auf hiesigem OrtSgericht öffentlich meistbietend versteigen. Gießen, den 4. Januar 1905. Großhe'zogll OrtSgericht Gießen. Die Generalversammlung der Gießener Viehassecuranz EamStag den 7. Januar 1905, abeuds 81/, Uhr im Gasthaus zum Schwanen statt. ' Tagesordnung: 1. Abrechnung. 2. Vorstandswahl. 3. Verschiedenes. 104 ________________________Der Vorstand. Scrr Förßer Josef Losss infolge eines Unglücksfalles im Alter von 64 Jahren plötzlich verschieden Im Nameu der trauernden Familie: K 66/04. DouuerSt., den 2. Febr.1905, nachmittags 3 Uhr iverdel» aui Inesigem Ortsgericht die zur Konkursmasse des Ludtoig Ruhne gehörigen Grundstücke der Gemarkung Gießeti 1/1382—203 qm Hosralle aus dem Asterweg, 1/1383=63 qm Hosraite daselbst öffentlich metstbieteiid versteigen iverdeii. Gießen, 22. Dezember 19 4. Großh. OrtSgericht Gießen. für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Stork zu ermässigten Preisen zu haben. =========== Oeitnung des Saales 4‘/t Uhr. ======= Gültigkeit haben blaue, gelbe und rotweisse Karten, nngüitig sind rote Karten. 99^ M mästet Schweine kolossal! Sänitliche Sch,vemeznchter,welche venvenden, bestätigen die vorzügliche Wirkung. Packet 50 Psg Phl,lPP Schwager Wwe., tiitfau 106 Marie FeSchner Schillerstraße 13. Kapelle des Husaren-Regiments Nr. 13 (Mainz) König Humbert von Italien unter persönlicher Leitung ihres Stabtrompetera Herrn Heinrich, Stcppöerfen flsiüikM g werden angesertigt von 15 /2 Uhr bei Fcidcl. Todes-Anzeige. Statt jeder besondere» Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Mit Leitung, daß mein lieber Gatte, unser guter, unvergeßlicher Vater, Groß vater und Schwiegervater tur Nichtmitglieder zu Mk. 2.50 (Sperrsitz *111*11 lllvlXCll Ivll handiuug von Frust Cballier (Rudolphs Nacht und abends an -W. > ..-ÄÄQLMM Willi. hom-kll ßf^ridit? löfäta KllirwülMkr iribbinörn Haaiüchllhk Striimpit Som kll. rfc einpfiehtt billigst 52 Ni'Jö Schlitze Kreuzplah. Schirme 105 in großer Auswahl von den billigsten bis zu den feinsten. Sonate für Violine und Klavier G-dur op. 78 . Violinkonzert D-inoll op. 8........ C-dur (Wanderer-) Fantasie (Klavier) op. 15 K KT I Violine........ b. Scherzo j Don Juan-Fautasie (Klavier)....... Airs Hougruis (Violine)....... . CiDWIMs > getrocknet Sügednitc« s Buchweizenmehl Buchweizengrütze. L. Steinhäuser Neuen Baue 17. 115 «AusführeD-la: Franz Ondricok, K. n. K. Kammervirtuose aus Wien Josef Famera aus Wien (Klavier). Kein Husten mehr beim Gebrauch von E. Wahher’s FichiennadebBrus.böubons, ä 30 u •)0 pfg. bei (xustav Walter Mäusburg, Telephon 386 [hy*/’ mit ledernen Oberteilen zum warm u. trocken Halten der Füße La IV. Bleichstratze 12. 57 Mk. 55000 aus I. Hyp. „ 40000 „ II. „ evU. geteilt, unter günstigen Bedingungen zu vergeben durch Jmmobtlieu-Gefchäft S. Loeb 112 Bahnhofstr. 44. Telephon 436~ Kreppeln täglich frisch bei 123 hdbäcker Holl, Mäusburg 12. | Mal-Mnterricht Holz -Versteigerung rm Archer StadtwaLd. Mittwoch den 11. Januar, vormittags 10 Uhr bp- 9T™b'J°Uen im 2ic^er Sladtwald in den Distrikten Tonern und Rtedlmgsberg versteigert werden: COnau Zsslds» zur linde, Collar. Sonntag den 8. Januar: Grosses Konzert ausgesührt von dem Trompeter-Korps des Husareu-RegtS König Humbert von Italien aus Mainz. 801 Stück Fichten-Derbstangen mit 53 Mm r 20" V Flchten-Neisstangen mit 45,77 Fstm ferner: Donnerstag den 12. Januar io 11h* mittags beginnend, in denselben Distrikten- ' 15 Nm. Buchen-Scheitholz 78 w P1 v "" " K 71/04. Donnerstag d. 9. Febr. 1905, uachmttLags 3 Uhr, werden aus hiesigem OrtSgericht die vor dem Namen des Emil Steinberger utib Ehesrau geb. 9loll beziv. vor dem Stamen des Emil Steniderger stehenden GrundslückederGemarkungGießen 16/36 — 1887 qm Acker im Altenfeld links auf ben Weg, 111 } = 1756 <1™ Grabgarten am alten Feld, auf ein Gäßchen über dem Weg zum Zweck der Aufhebung der Gemeinschaft öffentlich meift- bieteni) versteigert. Gießen, deti 4. Januar 1905. Großherzogi. Ortsgericht Gießen. Gros. B6/1 Schellfische blutsrische Nordseeware, sind in Eispackung eingetrofien bei Georg Wallenfels Marktplatz 21, 98 gegenüber der Engel-Apotheke. Liefcrttugs-Bcrdiiignn^. Dte Lieferung von etwa 700 Zentnern* Hüttenkoks, beste Sötte, m Größe 60/90, aus der Zeche Harpener Bergwerkt-AttiengeseUjchaft,für die Universitäts-Bibliothek soll auf dem Wege öffentlicher Ausschreibung vergeben werden. Wegen notwendiger Beschleumgimg der Lieferung sind An^ geböte bts zum 9. Januar 19lj, vormittags 11 Uhr, zu | welchem Zeitpunkt die Ceffnung derselben stattfinden 'soll, । oerschioffen unter der Aufschrift »KokStteserung für die Um» versitäts-Bibliothek" aus der Amtsstube der unterzeichneten Behörde einzureichen. Der Zuschlag erfolgt in der Zeit vom 9. bis 16. Januar 1905. Die Lieferungsbedingungen können auf unserer Amtsstube, BiSmarckstraße 22, eingesehen werden. Gießen, den 2. Januar 1905. Großh. akademische AdmmistrationS-Kommisfion. 1 In Vertretung des Kanzlers: ____________________ Vossius. Montag, 9. Januar 1905, vormittags 9'/, Uhr beginnend, werden im. Distrikt Ferrrwnld versteifen: 601 Stück Fichtenstan^en mit 22,78 km,leilweisezuSparren, Weißbinderstaugen u. Spa- lierlatten geeignet, rm E'cheli-Lcheuholz, , Buchen-Scheitholz, w ^ie'ern-Scheitholz, w Birken-Scheitholz, • Elcheil-Knüppelholz, v Fick)ten°Knüppelholz, , Elchen-Stockholz, , Kleiern-Stockholz, W Fichten-Stockholz, Wellen Elchen-9ietsig, u Buchen°Reisig, * 9iadel-Reisig, w Weichholz. Die Zusammenkunft ist an StrangSwiese. ß&/ Gletzen, den 4. Januar 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießeil. I. V.: Eurjchrna n n. Giessener Konzert-Verein Sonntag den 8. Januar 1905, abends 51/, Uhr im grossen Saale des Gesellschaftsvereins fünftes Konzert « Zweiter Xönrtler-Äbeoä n 2 8 G E* BOT ev'.