die fremden Staatsangehörigen in Sicherheit leben können. Spanien werde, falls erforderlich, wirksam dabei Mitwirken, die Ausführung der Reformen, die die Marokko-Konferenz beschließen werde, sicherzustellen. Der Zwischenfall, der zwischen Frankreich und dem Maghzen wegen der Gefangennahme des französischen Algeriers Du Mzian entstanden ist, kann aber ans die Lösung des Marokko-Problems störenden Einfluß aus» üben. Der Sultan hat den Inhaftierten zwar dem französ. Gesandten übergeben lassen. Trotzdem erhielt der französ. Gesandte Taillcmdiev den Befehl, mit dem ganzen Gesandtschaftspersonal nach einer ganz kurz bemessenen Frist Fez zu verlassen, wenn der Maghzen den französischen Forderungen nicht nachgibt, welche auf Entschuldigung, Entschädigung und Bestrafung des Kaid lauten, dev Bu Mzian verhaftete. DaS bei der Uebergabe Bu Mzians rm die frmnös. Gesandtschaft überreichte Schreiben des Maghzen hat nämlich den Inhalt, daß Marokko den ftanzösischen Anspruch auf die Gerichtsbarkeit über die in Marollo ansässigen Algerier bestreite und erkläre, die Freilassung des Gefangenen sei nur als ein Akt der Höflichkeit gegen eine befreundete Nation aufzufassen, angesichts der Wichtigkeit, den diese dieser Freilassung beilegte; dieses Prinzip solle schließlich auch der Konferenz zur Besprechung vorgelegt werden. Die franz. Regierung sandte darauf ihrem Gesandten Taillandier die Weisung, nach den bereits früher erteilten Instruktionen zu handeln, wonach die Freilassung Bu Mzians als eine völlig ungenügende Genugtuung anzusehen sei; sie erteilte ihm den Auftrag, über die weiteren Vorgänge Bericht zu erstatten. Taillandier stellte darauf der marokkanischen Regierung ein Ultimatum zu, in welchem er völlige Genugtuung innerhalb der angegebenen Zeit verlangte. Es' ist nun sehr zu hoffen, daß der Sultan dieses Ultimatum unverzüglich erfüllen wird, und es wäre unklug, wenn Frankreich schroff behandelt wurde. '________________________________________________ Englische Hsiseetage. Danzig, 2. Sept. Auf heute nachmittag hatten bn Stadt Danzig und die hiesige Kaufmannschaft etwa 300 englische Mannschaften zu einer Begrüßungsfeierlich, fett auf der Westerplatte geladen. Bürgermeister Trampe begrüßte die Teilnehmer mit einer Ansprache, in der er auf die Jahrhunderte alten fteundschaftlichen Beziehungen Danzigs zu England und dem englischen Volke himvieS. Das Meer, das zwischen den Engländern und den Danzigern liege, bffde ein Bindeglied zwischen ihnen. Danziger und englische Schiffe besuchten in regem Güteraustausche die beiderseitigen Häfen und Danziger Bürger würden alljährlich durch ihre Handelsgeschäfte nach England geführt, wo sie sich der Gastfremrd- schaft deS englischen Volkes erfreuten. Sie knüpften dort nicht allein neue Handelsverbindungen an, sondern auch persönlich« Beziehungen, welche dann von hüben und drüben weiter gesponnen und gepflegt wurden. Nachdem die Ansprache deS Bürgermeisters in englischer Sprache wiederholt worden war, forderte der Bürgermeister die Vertreter der Danziger Bürgerschaft auf, auf die britische Flotte und deren Vertreter eiv Hipp! Hipp! Hurrah! auszubringen. Kapitän Anson vom Kreuzer „Didon wieS darauf hin» daß die englischen Seeleute über den Empfang um so mehr erfreut seien, als sie vorher in engl. Zeitungen gelesen hätten, daß sie in Deutschland nicht freundlich ausgenommen werden würden. „Wir wollen unseren Freunden in England schreiben/ so fuhr der Kapitän Anson fort, »und ihnen erzählen, welch herzliche Begrüßung wir gefunden haben, zunächst in Swinemünde und jetzt wieder in Danzig. Wir treffen deutsche Bürger und deutsche Matrosen in allen Teilen der Welt. Wir sind immer gute Freunde und dies wollen wir sein als Vertreter jener beiden großen Nationen, die denVorrang haben in Zivilisation und Handel. Wir waren tief gerührt durch den freundlichen Gedanken des Kaisers, eine deutsche Flotte nach Swinemünde zu senden, um uns dort zu begrüßen, und ich versichere Ihnen, daß wir einander mit Enthusiasmus begrüßt haben. Wir wollen hoffen, daß dieser Besuch der britischen Flotte in deutschen Häfen recht oft wiederholt werden und daß die deutsche Flotte recht oft zu uns kommen möge, und daß wir auch verstehen werden, sie freundlich willkommen zu heißen, wenn sie nach England kommt. In das Hoch auf den Bürgermeister und die Bürger von Danzig, mit dem der Kapitän seine Ansprache schloß, stimmten die englischen See- soldaten lebhaft ein. Nach der Aufhebung der Tafel entwickelte sich im Garten während des Konzertes eiu lebhaftes Treiben. Die Stimmung der Mannschaften war äußerst animiert und erreichte ihren Höhepunkt, als die deutsche und die englische Nationalhymne gespielt wurden. Erst in später Abendstunde erreichte das Fest sein Ende. In Zopp o t veranstaltete heute nachmittag der Danziger Ballspiel- und Eislaufoerein ein Wettspielen, an dem sich die Mannschaften der englischen Flotte beteiligten. In Wettlaufen und Springen siegten die deutschen Mannschaften, im Fußballspiel zeigten sich die Engländer überlegen. Der kommandierende General des 17. Armeekorps, von Braunschweig, gab heute abend ein Esten zu 32 Gedecken, an dem Prinz Albrecht von Preußen mit Gefolge teilnahm. Von den Offizieren des englischen Kanalgeschwaders nahmen an dem Esten teil Admiral Wilson, Vizeadmiral Moore und Kontreadmiral Poore. Flensburg, 2. Sept. Der Chef der hier eingetroffenen englischen Torpedobo otsflottille, Admiral Winsloe, stattete heute dem Oberbürgermeister Todsen einen offiziellen Besuch ab, den der Bürgermeister nachmittags an Bord des Kreuzers „Sapphire* erwiderte. Der Oberbürgermeister überbrachte dabei eine Einladung der Stadt Flensburg an das Offizierkorps der englischen Flottille zu einem Montag 4. September 1905 Nr. 207 Zweites Matt 155. Jahrgang Gießener Anzeiger 'osorl Gemkal-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Sietzen iihslrn Erscheint täglich mit Ausnahme be5 Sonntags. Die „Gießener §amilienbI8tter" werden dem »Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der „hessische tantwkt" erscheint monatlich einmal. Rotationsdruck und Verlag der Brüh lachen Universitätsdruckerei. R. Lange, Gieß«. Redaktion, Expedition ».Druckerei: Schulstr.7. Tel. Nr. 61. Telegr.-Adr.: Anzeiger Gießen. Komische Wochenschau. Gießen, 4. Sept. 1905. Das große Ereignis der vergangenen Woche war der Abschluß des Friedens zwischen den Japanern und Russen in Portsmouth. In der Nacht vom 1. zum 2. September ist der letzte Punkt des Friedensvertrages erledigt worden. Er bestimmt, daß beide Teile Sachalin nicht befe st igen dürfen. Wie berichtet wird, trat hinsichtlich der Frage der Befestigung von Sachalin eine vorübergehende Stockung in den Verhandlungen ein. Die Japaner waren der Ansicht, daß die Verpflichtung, diese Insel nicht zu befestigen, eine gegenseitige Verpflichtung beider Mächte sei, während Rußland in dem Glauben war, daß diese Abmachung allein für Japan gelte. Baron Komura machte am 1. d. M. Witte einen Besuch und verhandelte mit ihm eine halbe Stunde. Es heißt, daß außer anderen streitigen Punkten auch die Befestigung von Sachalin zur Besprechung gelangte und vollkommene Uebereinstimmung erzielt worden sei. So ist denn der ostasiatische Krieg, der anderthalb Jähre gedauert und ungebeure Opfer an Leben und Gut gekostet hat, damit abgeschlossen. Japan übte einen Akt der Selbstüberwindung und Staatsklugheit aus, als es von der Forderung einer Kriegsentschädigung Mstand nahm u,nd sich auf die Eroberung von Südsachalin beschränkte. Korea ist unter japanisches Protektorat gestellt. Port Arthur und die Liaotung-Halbinsel wie die Südmandschurei sind der russischen Einflußsphäre entzogen und China wird von Japan seine Instruktoren und Reformatoren erhalten. Japan ist nun die Vormacht in Ostasien, die Macht, mit der alle übrigen Mächte rechnen müssen. Der Mikado treibt eben eine Politik, die seinem gesamten Volke zum Wohle gereicht. Er opfert sein Volk nicht, um einem Siegesphantom nachzujagen. Rußland aber hat einem Phantom das Volk geopfert, und hätte weiter das Volk geopfert, um eines verhältnismäßig unbedeutenden Zieles willen. Das ist der Unterschied. 'Der Mikado steht da als' der größere, der die Situation erkennt und sich selbst beherrscht. Der weitere Krieg wäre für Japan eine Torheit gewesen, sowie er stets für Rußland eine Torheit war. Unverkennbares Verdienst um das Zustandekommen des Friedens hat sich der schlaue und auf die Vorteile des eigenen Landes sehr wohl bedachte Präsident Roosevelt erworben, auf dessen Initiative die Russen und Japaner in Portsmouth zusammen gekommen sind. Wittes großes Verdienst ist, Rußland durch seine Festigkeit eine Demütigung erspart zu haben. Daß auch der deutsche Kaiser stets auf den Friedensschluß hingewirkt hat, hat Präsident Roosevelt in dankenswerter Offenheit in seinem Telegramm an Kaiser Wilhelm bekannt gegeben. Mögen die Vereinigten Staaten und Deutschland sich weiterhin bei der Förderung des Welt-Friedens zu finden wissen. Das wichtigste Ereignis nach dem Friedensschluß ist das Bekanntwerden des neu en englisch-japanischen Vertrages vom 12. August. Japan und England gewährleisten sich darin gegenseitig ihren Besitzstand in Asien. Man darf annehmen, daß der Vertrag keinen aggressiven Charakter hat. Die Londoner Zeitung „Daily Mail" glaubt an ein Aufgeben Weihaiweis. Die Diplomaten, so meldet dasselbe Blatt, fragten sich auch, wie lange Deutschland Kiautschou behalten wolle. Der Beschluß der deutschen Regierung, neue Geldsummen an* Kiautschou zu verwenden, führe zu der Frage, was Japan und China zu dieser Absicht sagen würden, eine Drohung, die niemals geschaffen werden durfte, zu einer dauernden zu gestalten!! : Das bedenklichste Vorkommnis unserer Tage ist das Auftreten der Cholera in den östlichen Provinzen Preußens und in Hamburg. Bis zum 2. September mittags waren nach einer Meldung des „Reichsanz." in Preußen insgesamt 43 Erkrankungen und 17 Todesfälle an Cholera gemeldet. Zu den in dem Stromgebiet der Weichsel, der Brahe, des Bromberger Kanals und der Netze errichteten 16 Ueberwachungsstellen sind hinzugekommen je eine in Filehne und Zantoch an der Netze, in Landsberg an der Warthe, in Küstrin, Glützen an der Oder, Oderberg am Finowkanal und Köpenik an der Spree. Bei den Ueberwach- ungsstellen sind bis jetzt 8 Sanitätsoffiziere, 2 Marine- sanitätsofsiziere, 12 Kreisassistenzärzte und im übrigen prakt. Aerzte tätig. — Und immer neue Meldungen von Choleraerkrankungen und Todesfällen treten hinzu. So wurde bei einem in Neuenburg in Westpr. verstorbenen russischen Flößer asiatische Cholera festgestellt, ebenso bei einer in Kulm erkrankten Frati, bei einem in Kulm erkrankten .Kinde und bei einem verstorbenen russischen Flößer. Neu erkrankt sind zwei Flößer bei Jagowshöhe. Erst ejtzt wird bekannt, daß der am 28. August in Thorn verstorbene Ortsarme Laskowski ebenfalls der asiatischen Cholera erlegen ist. Ferner ist ein choleraverdächtiger Fall im Bromberger Vorort Schlensenau voraekommen. Ebenso erscheint die Cholera im galizischen Weichs-lgebiet. Dort hat man freilich bisher nur 5 Erkrankungen festgestellt. Das mittlere, also polnische Weichselgebiet ist dagegen seltsamerweise von Cholera gänzlich frei. Die hohen Fleisch preise haben die Gießener a st w i r t e ztt einer Erhöhung der Fleischspeisenpreise veranlaßt. Der Magistrat von Frankfurt a. M. aber hat, an die größeren Ptädte der preußischen Monarchie die Frage gerichtet, ob sie geneigt seien, eine gemeinsame Aktiv nzurLin de rungder Fleisch Verteuerung ins Werk zu setzen. Magdeburg hat dieser Anregung seine Mitwirkung bereits zugesagt. Es wäre erlvünscht, daß nicht nur die preußischen, sondern alle de utschen Städte sich zu einem gemeinschaftlichen Vorgehen entschließen würden. Fürst Bülow hat als preuß. Ministerpräsident lbisher alle Petenten in Sachen der Fleischnot an den preußischen Landwirtschaftsminister als den zuständigen Messortminister verwiesen; da aber auch an den Bundesrat Mnd an den Reichskanzler petitioniert worden ist, so wird *r doch wohl demnächst aus seiner Reserve heraustreten müssen. Auf eine Wandlung scheinen rechts gerichtete Preß- ^rimnten, wie die der „P o st" und des „R e i ch s b o t e n", -vorzubereiten, die mit dem hartnäckigen Wider stände tLes. Ressortministers in keiner Weise einver»0j 2 Edchm , standen sind. Da sich unter den Petenten auch der Berg- und Hüttenmännische Verein in Oberschlesien beftndet, der sich hohen Ansehens in Berliner Regierungskreisen erfreut, also führende Kreise der Industrie mit der Arbeiterschaft gegen die Fleischverteuerung vorgehen, ist ein schließlicher Erfolg nicht ausgeschlossen. Die Stadtverordnetenversammlung von Offenbach hatte sich für eine Aufhebung der städtischen Fleischsteuer ausgesprochen. Dieser Beschluß wurde von rer hessischen Regierung nicht genehmigt, obwohl die Aufhebung dieser Steuer reichsgesetzlich doch spätestens im Jahre 1910 zu erfolgen hat. Ein ?lkt von weittragenoer Bedeutung für den 'Ausbau der deutschen Flotte wär der Beschluß des Stettiner „Vulkan", auf Hamburger Erbiet eine Filiale an der Nordsee zu errichten, um in Zukunft imstande zu sein, Kriegsschiffe von 28 000 Tonnen bauen und vom Stapel lassen zu können. Die Ansicht ist nicht unberechtigt, daß in den maßgebenden Marinekreisen wieder eine Aenderung in den Meinungen zutage getreten ist. Noch im Anfang dieses Jahres wurde erklärt, daß die kommenden Neubau- forberungen sich auf Panzerkreuzer beziehen würden. Jetzt scheint man sich mit der Älbsicht zu tragen, gr o ß e Linienschiffe Herstellen zu wollen und das Tempo für die Herstellung der geforderten Schisse möglichst zu beschleunigen. Ob damit die R eich s f in a n z en, die trotz der kleinen lex Stengel im Jahre 1904 eine Unterbilanz von 8 Millionen hatten, in Einklang zu bringen sind? Man sollte doch vielleicht besser mit größeren Neuforderungen so lange warten, bis die Reichsfinanzen aus dem ichincn Uebergangsstadium, in dem sie sich infolge der nächstes Jahr eintretenden Zollerhöhungen befinden, heranskommen und sich die Mehreinnahmen definitiv übersehen lassen. Die mehrfach als Demonstration gegen Deutschland charakterisierte Entsendung des englischen Kanal-Geschwaders nach der Ostsee hat während des Besuchs ein anderes Gepräge angenommen und ist zum Anlaß einer höflichen und freundlichen Begrüßung- zu einem Akt der Versöhnung geworden. Die Engländer haben bei der Ausführung ihres Besuchs Takt an den Tag gelegt Für alle, denen ein vernünftiges und ruhiges Nebeneinanderleben mit England nicht nur als politische und wirtschaftliche Notwendigkeit, sondern auch aus Gründen der Kulturentwicklung als erforderlich erscheint, haben die Tage von Swinemünde, Danzig und Flensburg, von denen heute noch „an anderer Stelle die Rede ist, etwas Erfteuliches. Das Gezänk der Presse von drüben und hüben verliert mit der Zeit seinen Reiz; es ist eine dankbarere und größere Aufgabe, Mißverständnisse Hinwegzuräumen, als sie zu verschärfen. Mährend das englische Geschwader in Swinemünde weilte, vvltzog die deutsche Kaiserin im Beisein des Kaisers den Taufakt an dem größten deutschen Handelsdampfer, der „Auguste Viktoria von der Hamburg-Amerika-Linie. Dieser Akt führte der Welt in eindringlicher Weise vor Augen, daß das Deuffche Reich' nicht allein eine Seekriegsmacht sein will, sondern in erster Linie eine Seehandclsmacht, und daß die Kriegsflotte auch den Zweck haben soll, dem deutschen Handel hilfteiche Hand zu bieten. Auch in England siebt man es mehr und mehr ein, daß ein Voll, welches solche Handelsdampfer sein emen nennt, eine Schutzwaffe haben muß, um seine See- interessen wahren zu können. Von dieser Politik, die jedes gerecht empfindenden Mannes Billigung finden muß und die auch in England verstanden werden wird, wird das Deutsche Reich niemals abgehen. In Südwestafrika wurde ein allgemeines großes Kesseltreiben gegen die vermeintliche Stellung von Hendrik Mitboi offiziell angekündigt. Ob General v. Trotha noch vor seiner Heimkehr den großen endgiftigen Schlag ausführen kann, steht indes dahin, obwohl es die deutschen Truppen an Rührigkeit und Tatkraft nicht fehlen lassen. Jeder Tag beinahe bringt aber die Kunde von neuen beklagenswerten Opfern infolge von fruchtlosen Kämpfen oder Krankheiten. In Ungarn ist's immer noch das alte Lied', das alte Leid. Der Ministerpräsident Fejervary fühlt sich vollständig als Herr der Situation. Von ihm sind nach seinen eigenen Aeußerungen weitere Schritte nicht zu erwarten. Die Koalition aber ist erschrocken über die ernsthafte Ankündigung des allgemeinen Wahlrechts und will offenbar verhindern, daß diese Reform von einer ihr feindlichen Regierung gegen sie vollzogen werde. Die bemüht sich, zur Regierung zu gelangen, um selber eine für sie ungefährliche Erweiterung des Wahlrechts vorzunehmen. Ueber das Resultat der letzten Audienz des Barons Fejervary beim Kaiser ist indes Positives nicht bekannt geworden. Der Kaiser behielt sich in einzelnen Punkten die en b giftige Entscheidung vor, hat jedoch den Vorschlägen der Regierung bezüglich des Vorgehens bet weiterem Widerstände der Koalition, insbesondere bezüglich der Maßregelung der Stä d tev erw altun gen zugestimmt Der Monarch hat Fejervarn beauftragt, die Durchführung der bisher gemachten militärischen Reformen vorzunehmen. Uebrigens vertritt, wie behauptet wird, Kaiser Franz Josef die Ansicht, daß der Friede von Portsmouth nicht ohne Einfluß auf die ungarische Krise bleiben werde. „Was zwischen Japan und Rußland möglich war, wird", so soll er geäußert haben, „doch hier nichtunmöglich fein. Die ungarische Koalition kann sich an Japan ein Beispiel nehmen und sehen, daß eine der schönsten Eigenschaften des Menschen Mäßigung heißt." Die deutsch-französische Auseinandersetzung über die Marokko-Konferenz hat zu einer nahezu einhelligen Auffassung des Marokko-Problems in Berlin und Paris geführt. Frankreich nnb Deutschland werden danach der Marokko-Konferenz ein in den wesentlichsten Punkten gemeinsames Programm unterbreiten. Nur wenige Differenzpunkte dürfte die Konferenz selbst entscheiden, die mit diesem jetzt festgestellten Einvernehmen einen großen Teil ihrer Bedeutung verliert. Der spanische Ministerpräsident Montero Rios erklärte jüngst bei einem Interview, er bedauere, daß bezüglich der Festsetzung des Programms der Marokko- Konferenz eine Verzögerung eingetreten ist. Der Ort, wo die Konferenz zusammentrete, sei noch nicht festgestellt. Es sei wahrhaft dringlich, daß in Marokko friedliche Zustände herbeigeführt werden, daß dort Zivilisation herrsche und jjofjne W" 61"11 °jA Sgs- ?'*«• ®Ä w. Dorubrracr m ilti 'S^fe9meine§ »»5. Kchrml. Meld, unter . ^derslraße 16 g, itiiifniQbaien > für einige Stunden vor» Großer Slcimv^ 261. An den Äahnhüjen 2V, ie Lauffrau joiort gefichu ' _________Seltersweg 5. eiülitys Kindermädchen 'ort ficht 05848 Weidenberg, Markisir. 27, ! I Dichiiges braves Dienst- M vcr jojort oder auch l : gejucht. i E. Eichmauu, Ederstr. l | Einige Mädchen v. Lande, j illig sind z. Arb., lönn. gute, 11 nde Stell, eil). Nah. A-L. 1 liveHos>uauu,Tan»nsicks ten S 3; Hmbe gejucljt. 'öS, f res 'tfranfwi'teilttafy 11 I Per fison jur . ßfyt.Rw’b HMM.'vrES, rö W M Ebelstratze 37, M. 711 Eine »rau zum Äech !ii gejucht, Seltersweg 62. 11 Ein Mädchen für Hals' yeiuM__JeÄ9-^ )] Ein braves Mädchen von 17 Jahren zu einem l /.iaht, e alsbald gejucht. Zu er >n Griinberger Ltrase j raiböüiOÄ’g I -Len bei hohem Lohn geM. ; i^Samiuka, i mUrlerocn der llltiü Küche u. des Hand' ,8lnein*el*9$ . erlen unter H. B- W tqernbWu. tabake treffen solle. Kirche und Schule ■ Reden der Schwiegermütter. Probatum est! - 8 Diner, das die Stadt am Dienstag zu Ehren der englischen Gäste veranstaltet. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Dienstag den 5. September 1905: Temperatur wenig verändert, wollig, zeit' weise leichte Regenfälle. Näheres durch die föicnener Wetterkarte. — Oesterreichische Erzherzöge als Jesuitenzöglinge. Im Herbst dieses Jahres sollen, wie bekannt wird, die Erzherzoge Franz Karl Salvator und Hubert Salvator als Zöglinge in das Jesuitengymnasium zu Feldkirch eineintreten. Die beiden Erzherzöge sind die ältesten Söhne des Erzherzogs Franz Salvator und der Erzherzogin Marie Valerie, der jüngsten Tochter Kaiser Franz Josefs, Erhaltung eine Renovierung nötig mache, trifft hier zu. Es geschieht in Weilburg alles aus reinem „Schonheitsdrang". Es ist dringend zu wünschen, daß wenigstens der Schloßhof unversehrt bleibt. '' Gießen, 4. September. — Eisenbahnverkehr zur Kaiserparade. Von der hiesigen Eisenbahnverkehrsinspektion wird uns geschrieben: Im Interesse der Besucher der am 8. d. Mts. stattfindenden Kaiserparade bei Homburg v. d. H. verkehrt an diesem Tag morgens 5.25 ein Sonderzug v on Gießen nach Vilbel und nach Beendigung des Manövers ebenfalls ein Sonderzug um 1.20 nachmittags ab Vilbel, der 2.59 in Gießen eintrifft. Beide Züge führen nur 2. und 3. Wagenklaffe. Für Besucher, die die 4. Klasse zu benutzen wünschen, steht der 4.30 morgens Gießen verlassende Personenzug zur Verfügung. Da voraussichtlich bei beiden Zügen starker Au- drang zu erwarten ist, wird die Einrichtung getroffen, daß schon ta gszuvor, also am 7. d. Mts., in der Zeit von morgens 7 Uhr bis abends 7 Uhr Vorverkauf der DMrsche Tagesschau. Zur Tabaksteuerfrage. Permifcfctes* * Berlin , 2. Sept. Bedeutenden U ntersch lagunge a ist man im Betriebe der Oberschlesischen Kokswerke und chemischen Fabriken A. G. auf die Spur gekommen. Tür Ermittelungen haben ergeben, daß e§ sich um Summe« handelt, die dreiviertel Millionen erreichen dürsten, die aber zum Teil durch vorhandene Werte, die Eigentum des Defraudanten sind, gcbedt werden können. Die Unterschlagungen, die viele Jahre zurückreichen, hat der Prokurist der Firma Hugo Spiegel begangen. Spiegel befindet sich zurzeit auf einer Reise in der Schweiz; er ist verheiratet und einer der ältesten Beamten der geschädigten Finna. Während einer Abwesenheit wurden durch einen Zufall Unstimmigkeiten in der Buchführung entdeckt, woraufhin dann nähere Untersuchungen vorgenommen wurden, die zur Kenntnis der bedeutenden Unterschlagungen geführt haben. Spiegel iil telegraphisch aufgefordert worden, sofort nach Berlin zurückzukehren. * Aus den Alpen. Von der Arn spitze in btt Nähe von Leutasch (Tirol) ist ein Münchener Tourist NamenS Koch abgestürzt und von einer Expedition tot aufgefunbei worden. — Die nach dem vermißten Ingenieur Bauer doh Bern ausgesandte Rettungsexpedition ist unverrichteter Dinge wieder zurückgekehrt, ohne eine Spur von dem Vermißten gesunden zu haben. • Der weise Richter. Man hat schon die sonderbarsten richterlichen Urteile aus Amerika vernommen; namentlich in Ehesachen sind die weisen Kadis von einer Originalität, die ihresgleichen sucht, aber auch oft den Nagel auf den Kopf trifft. Hier ein neues Beispiel, das aus Newyock berichtet wird: Vor einem Monat traf der Richter Higgin- botharn die Verfügung, daß Fred Lindsay von Brooklyn, welcher sich von seiner Frau getrennt hatte, dieser wöchentlich 6 Dollar bezahlen, sie täglich einmal küssen und wöchentlich einmal mit ihr und dem Baby ausgehen müsse. Er fügte hinzu, daß Lindsay nach Verlaus des Monats darüber berichten muffe, ob er den Befehl befolgte. Jetzt kam Lindsay mit seiner Gattin zum Richter und erklärte ihm, daß die Versöhnung vollständig hergestellt sei. Dem Vernehmen nach waren es die Schwiegermütter, welche das Paar entzweiten, aber die richterlich verordneten Küjse und gemeinsamen Spaziergänge wirkten doch stärker als dir Nach der „Han. Ztg." sollen zwei Soldaten detz Hanauer Infanterieregiments an Typhus erkrankt sein. — Ferner ist in Posen der TyphuS wieder seit einigen Tagen in Zunahme begriffen. Täglich werden eine Anzahl Fälle gemeldet. Im Stadtkrankenhause befinden sich augenblicklich 125 Typhuskranke. — Durch zugereiste Bahnarbeiter ist endlich im Bezirk Cilli (Steiermark) in Tuffer, Hrasting und St. Nikolai der Typhus und die Rote Ruhr eingeschleppt worden. Zanzibar ist für pest verseucht erklärt worden. Unter den Eingeborenen sind 10 Erkrankungen vorgekommen; fünf Todesfälle an der Pest werden gemeldet. ßholera, Typhus und Kess Aus Hamburg wird vom 2. September amtlich berichtet: Neben dem cholerakranken russischen Auswanderer, über den bereits berichtet wurde, ist im St. Georgs-Kranken- hause ein Arbeiter untergebracht worden. Bei diesem ist, nachdem er isoliert worden war, ebenfalls die Cholera auS- gebrochen, doch scheint die Erkrankung leichter Art. Weitere Fälle sind nicht vorgekommen. Grund zur Beunruhigung liegt nicht vor. In der Bergkolonie im Kreise Oststernberg (Mark) ist ein Flößer an Cholera erkrankt und in Raumerswalde eine Frau daran gestorben. Die Schule in Zantoch ist wegen der Cholcragefahr geschloffen worden. Bis jetzt sind im Landkreise Landsberg a. d. W. vier Todesfälle vorgekommen. Die Warthe und die Netze sind für verseucht erklärt worden. Gegenüber Meldungen über choleraverdächtige Erkrankungsfälle unter dem in Thorn liegenden Militär kann die „Th. Pr." mitteilen, daß ein Pionier der Festungstelegraphenkompanie an Brechdurchfall erkrankt ist. Der Mann ist abgesondert und wird beobachtet. Der Choleraverdacht hat sich bisher nicht bestätigt und sein Befinden hat sich erheblich gebessert ; trotzdem wurden Vorsichtsmaßregeln getroffen. Sämtliche Mannschaften, die mit dem Erkrankten zusammengelegen haben, sind auf fünf Tage in dem Fort Hermann Balk untergebracht worden. Weitere Erkrankungen sind bisher in Thom nicht vorgekommen. Gerüchtweise verlautet trotzdem, daß die großes Festungsübungen, die am 16. ds. Mts. ihren Anfang nehmen sollten, ausfallen werden. Auch die großen Divisionsmanöver zwischen Bromberg und Thorn solle» angeblich nicht abgehalten werden. Der „Wiener Abendp." zufolge ist in der Gemeinde Grodzisko im Bezirk Laneut ein aus Thorn zurückgekehrter Flößer und in der Gemeinde Pudew-Narodowa der Sohn des am 22. August erkrankten Flößers unter choleraverdächtigen Erscheinungen erkrankt. üo Bartschyppen ffiSSE Die mir von meinem Arzte empfohlene Obermeyers Herba-Seife zur Bcseitigurt der lästigen Schuppen im Kopfhaar il Barte, tat ausserordentliche Wirkung u. beseitigte dieselben nach wenigen Tagen. Alfred Pflanzer, München. 2. h. j. a. ApotlL, Drog. u. Part. p. St 50 Pfg. u. 1 Mk. Oberweyer & Co., Hnnat NESTLER nlLUCndlli LD Hdlir Uily für Kinder, Kranke,Genesende. Verhütet u.beseitighDiarrhoe, Brechdurchfall, Darmkatarrn. Ein Telegramm aus Windhuk meldet: Am 28. August manchen Gemütern aufgegangen, daß durch den neuen, üb- fm Gefecht nördlich von Ongnomomijiwa wurden ver- rigenS sehr kostspieligen Anstrich das Schloß gründlich verwundet: Reiter Karl Amendt, geb. zu Darmstadt, früher unstaltet ist. Trotzdem haben die Urheber dieser „Verschöne- Husarenregiment Nr. 13, leicht (Fleischschuß in die rechte rung" noch nicht genug. Es heißt, auch den alten, Schulter)' Reiter Heinrich Metz, geb. zu Frankfurt a. M., wunderhübschen Schloßhof wollten sie nicht m Frieden früher Dragonerregiment Nr. 14, leicht (Streifschuß an der lassen. Und zwar sollen die früheren, längst abgewaschenen rechten Seite). — Arn 3l). August im Feldlazarett 12, Fresken an den Mauern wieder aufgemalt werden, ^üderitzbucht ' gestorben: Depotvizefeldwebel Nikolaus Diese Mauern sind zur Zeit von uraltem Epheu überzogen, Girten an'Herzschwäche nach Bauchfellentzündung; Unter- der den Hauptreiz des stimmungsvollen Ortes ausmacht. Offizier Karl Helbing an Herzschwäche nach Typhus und Dieser wird also wohl schwinden und irgendwelchen, wahr- Bauchfellentzündung. Reiter FricdrichFreudenreich auf Pa- scheinlich auch „historisch ircuen" Kunstleistungen eines viel- trouille bei Korakorabis gefallen. (Lungenschuß.) leicht sonst recht braven und tüchtigen ^unchermestters weichen I müssen. Nicht einmal die Ausrede, die man gelegentlich der ' f Heidelberger Schloßaffaire immer zu hören bekam, daß die Fahrkarten stattfindet. ** Die Zahl der Blinden und Taubstummen im Großherzogtum Hessen. Mit der am 1. Dezember stattfindenden Volkszählung sollen bekanntlich auch Erhebungen über die Zahl der mit körperlichen Gebrechen behafteten Personen verbunden sein. Zum Teil haben solche Erhebungen bereits bei der Volkszählung am 1. Dezember 1900 stattgefimden, doch erstreckten sich dieselben nur auf die erblindeten und taubstummen Personen. Nach den hierüber jetzt vorliegenden Mitteilungen deS Kaiserlichen Gesundheitsamts sind die Ergebnisse^ der diesbezüglichen Erhebungen, soweit daS Großherzogtum Hessen in Frage kommt, folgende: Blinde wurden gezählt 328 männliche, 209 weibliche, zusammen! 537. Von ihnen standen im Alter bis zu 5 Jahren 7 m., 4 w., über 5—10 Jahre 10 m., 9 w., über 10—20 Jahre 27 m., 18 w., über 20—40 Jahre 59 m.,- 23 w., über Valerie, der jüngsten Tächter Kaiser ^,3^,1"^^5^ £ mithin dessen Enkel. Daß der Hochadel Oesterreichs burd)» §ujammen 34334 Taub st um me wurden im Grotzherzogtum auS im Banne jesuitischer Weltanschauung steht, ist eme für Hessen gezählt 502 männliche, 402 weibliche, zusammen 904. die Beurteilung des österreichischen Hoflebens bemerkenswerte Von ihnen standen im Alter bis zu 5 Jahren 11 m., 8 w., Tatsache. Der neue Fall zeigt nur, daß man von bec toer 20-^40 3* 202 m', to., über 40—60 ^abre Tradition nicht abgehen will. 100 m., 83 w., über 60 Jahre 63 m., 48 w. Im Deutschen — > ■! | Reich« wurden Taubstumme gezählt 26 368 m., 22 382 w., zu- Die „Nationallib. Korresp." schreibt: Die von feiten des Zentrums und der freisinnigen Vollspartei gngekündigte „gesalzene" Tabaksteuer ist setzt schon auf eine 'bescheidene „Luxussteuer" auf Zigarretten und Zigarettenteile zurückgegangen, wie verschiedene freisinnige Organe zu berichten wissen. Auch diese Meldung scheint uns recht zweifelhafter Natur zu fein, da eine solche Luxussteuer auf Zigarretten schließlich doch nur ein recht geringes Ergebnis erzielen wurde und ein solcher Plan der Aufregung kaum wert tft, durch welche mit derartigen Projekten harMäckig von Zeit zu Zeit die Tabakindustrie beunruhigt wird. Der Verbreitung unbeglaubigter Gerüchte kann nur die Reichsregierung ein Ende machen, indem sie sobald als möglich ihre wirklichen Pläne bekannt gibt. In der von der „N. L. K." behandelten Meldung hieß es übrigens, daß die Steuererhöhung in erster Linie Zigarretten und Zigarretten- Neber Aeutschoftasrika ^E^m^uftiz-und Medizinalwesen. Am 1. Jan. hat sich soeben der übrigens neuerdings zum Kolomaldirektor 1905 betrug im Bezirke das Oberlandesgericht Darmstadt auSersehene Gouverneur Graf Götzen einem Journalisten die Zahl der Gerichtseingesessenen 1,119893, die Zahl der:Amts- gerichte 51, der Landgerichte 3. Die durchschnittliche Emwohner- gegenuber ausgesprochen. I Zahl eines Amtsgerichtsbezirks stellte sich auf 21959, die eines Es steht danach zweifellos fest, bap die unmittelbare Ver-^ndgerichtsbezirks auf 373 298 Die Zahl der Richter betrug alNlassung der Unruhen tn dem ^steben des alten Heid- sodaß durchschnittlich auf 1 Richter 6153 Einwohner ent- sHenSchlang e n - K u l t u s zu suchen ist. Die Zauderer, Rechtsanwälte wurden im Oberlandesgerichtsbezirk gezählt die ihre Macht schwinden lehen predigen daßdas Volk durch I 1?3. tarnen durchschnittlich auf 1 Rechtsanwalt 6473 Em- Ruckkebr zum alten Kultur sich berreten ^erbe. ,^ brau n Bohner. — Im Großherzogtum Hessen praktizierten int ^ahre ferne Steuern mehr zu zahlen, ferne Wege mehr zu bauen, keine igg4 731 uni> 34 Zahnärzte. Apotheken, einschließlich Baumwolle mehr zu pflanzen; die fremden^wurden-ins Fialen, waren 121 vorhanden. Auf 1 Arzt kamen 1904: Meer g et ne b e u wcAn, und ihre Masten .stunden Wasser ^,51 Quadratkilometer, 1894, 13,52 Quadratkilometer. Es statt Feuer schienen. Also ^frisch brauf loS, Nieder mit den Fremden! I fameIt t Einwohner 1904: 1615, 1894: 1801, auf Aehnliche Regungen blteben 1898 aus em gcmz kleines Gebiet Apotheke 1W4-9760, 1894: 9386. toln--k -C, m'5tUntb,1'$eitof,t,nC^nh?rb ^Einweihung des Braun z Hordt er b e i m?. Am deSAupimckes. Dee Rebellen .Arn-leu-mma^ S-nntaq nachmittag, wurde, so wird uns geschrieben, und mnnentlich d>e MrdaS das h-'ßt-mga-m» kkck kleinen Dörfchen Braunshardt bei Darmstadt das Untcr^aE ch-marAmal vrelleM nE ^dl^ ganz b^anders Ete Braunshardter Heim einaewciht, das dazu dienen °us dem Gefängnis entlassene Mädchen -ufzunehmen und bedrohtan dres und berluchtfn den Rufchn zu.nbcrfchrerten. Daran I Rückkhr ins Leben vorzubereiteu. Der Gedanke zur <»*>«1 di-sä Heims stammt von der Fürstin Marie zu Erbach-Schönberg, di-die Vorsidcndc des hessischen Zwmg. zmmchst Bischof Swes, daun her Kosten Liwale zum Cbfer fiel- ^eins des Vereins der Freundinnen junger Mädchen ist Der Ort Braunshardt war für die Errichtung des Heims besonders k^^-L^Eustenhanblern au^Kautschuck. Das^.^Eerbeu . weil er an der Eisenbahnstrecke Darmstadt-Mainz liegt t)enrriad)t Jet§ ©treti mag diesmal zu Wc misten Mädchen, die dort Unterkunft erhalten, voraus- besmiderm Msschr^tungen gefugt haben. Gleichzeitig kam ine au5 den Gefängnissen zu Mainz und Darmstadt kommen taltche Nachricht, daß Kllwa sei^n^ Lrwale, und s werden. Zu der Einweihung hatten sich der Fürst und die Fürstm mögen die Leute nach einem Drrsebier-Gelage mit obllgater Erbachs-Schönberg, sowie der Erbprinz mit Gemahlin, ferner Schlägerei Mut bekommen und Uvrgezogen haben, Krieg zu Viktvr und Prinzessin Elisabeth eingefunden, auch die führen, statt Schulden ^u bezahlen. Au^ilw^ische Banden drangen I zu Erbach-Fürstenau war anwesend. Ferner bemerkte brandschatzend auch bis sechs Stunden von Lindi vor, ohne mnTt eincn Vertreter des hessischen Ministeriums, verschiedene aber die Stadt zu bedrohen. Besonders bemerkenswert ist, datz Justizbeamte, Pfarrer usw. Natürlich waren auch aus die Rebellen alles Fremde bekämpfen: Europäer Vri,^Z^t selbst viele Neugierige herbeigeströmt. Die Feier Inder,, Araber und Küstenleute: die Aufstandsbewegung bedeutet in dem Heim statt, das draußen vor dem Dorfe liegt, also eine Auflehnung des bedrängten^»eidentums Oberstaatsanwalt von Hessert aus Darmstadt wies auf die gjegen alle fremde Kultur, Steuerzahlung und und den Zweck des Heims hin und bemerkte, daß Arbeitsleistung, sie ist die ^sb^mer allgemeinen g)Pim sum Andenken an seine Stifterin den Beinamen Ma- Unzufriedenheit wie sie m leder Kolonie b(l wilden ^^hof ftihvm solle. Der Geschäftsführer des Vereins Brauns- Volkern, die naturgemäß allenNeuerungen abhold sind, vorkommt^ Hardter Heim, Murrer Kleeberger aus Darmstadt verlas Augenblicklich sind nur die Bezirke Kllwa und Mohoro, deren -ob(imt bie Urkunde, die in den Schlußstein des Hauses eingefügt landeskundige Amtmannes leider gerade »ermaturlaub Einmauerung dieser Urkunde wurde sodann vor- föitne Liiidi unruhig. Diese wil^. der Gouverneur, bis «erd Pfarrer Schneider aus Braunshardt bekundete Mrkungen emtreften, im Zaum halten. Schon 14 Tage vor dem>b^ Interesse der Gemeinde Braunshardt an dem Unternehmen. Ausstand hat Graf Götzen zur Derbeyerung der Truppe um An Deggau vom Elisabethenstist in Darmstadt führte die Werbung von Leuten aus Masiaua ersucht, mrt diesen- als ^arie S ch m i d t ein, die zur Leiterin des Hauses be- Stamm sollen dann vier neue Kompagnien L-chwarzer gebildet ^^llt ist. Schließlich dankte Schloßhauptmann von Baur na- nnd btc -mrnkm-n G-br-ic !<«««mmS d-r Fürstin zu Erback^schonbera allen, die zum Gelingen Die Jetzigen 1800^M ann.sind sur das^große Gebiet^mit etwa Werkes beigetragen haben, mit herzlichen Worten. Zwei- sechs bis sieben Millwnen Einwohnern ungenugend^, da na- ftinuniger Q^fang per Braunshardter Sckmllinder unter Leitung mentlich kerne Eisenbahnen,,vorhandeii1 und daher die Be-L $ ©bamer eröffnete uni> beschloß die Feier. Familie toegungen sehr l angsam sind. Die Be waf fnun g der tion