General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Giehen er FF »rgiSltigß i*" Rotationsdruck unb Verlag der Brühl'sckem UnwerftlälSdruckerei. 9L Lange, Gießea. Redaktion, Expedition ».Druckerei: Echulstr.7. Tel. Nr. 6L Te1cgr.-2U)r.: Anzeiger ©tefceo- lenweg Ä lehörtelle stets auf lr Eine Blockbildung in der zweiten Kammer? Zu der gestrigen, von uns sofort als höchst unfllaub» würdig charakterisierten Nteldung eines Darmstädter Berichterstatters über die Bildung eines reaktionären Blocks schreibt Z 17 W in« n Preislagen rechend billiger- e^erkQ | & Äi| la fl \\ 2/1 i. ■•Illi. I hem a|le/.ArteJ Saiten. ’nttrumente, Violinen, Mandolinen, Guitarren etc HUÄÜ r- Feldstecher eslau IL und fr* trii""1 ,|r en von Deutsche» Berlin, 28. Nov. König Haakon sandte fol*< gendes Telegramm an den Kaiser: $>eute in Ghviftiania nngekommen, beeile ich mich, Eurer Majestät zu melden, das; ich von der königlichen Gewalt Besitz ergriffen habe. Es ist meine Hoffnung, das; Euere Majestät mir bte Bemühungen zu erleichtern gewisit fein werden, die Bande, dir mich mit Euerer Majestät nerfnüpten, mehr und mehr zu kräftigen und die io glücklichen Beziehungen, die zwischen unseren Völkern bestehen, zu entwickeln. , Hierauf traf nachstehende Antwort deS Kaisers emr Ich danke Euerer Majestät für Ihr Telegramm, durch da« ich benachrichtigt wurde, das; Sie von der königlichen Macht Besitz genommen haben. Ich drucke meine warmen Wünsche aus für bie glückliche Vollbringung Ihrer neuen Ausgabe; in Ihren Bemühungen für das Glück Ihres Landes und für die fortschreitende Kräftigung der Bande -wischen Euerer Majestät und-mir wie zwischen unseren beiden Ländern werden Euere Majestät mich stets an Ihrer Seite finden^ — Ter Direktor der Kolonialabteilung, Dr. Stübek^ isi zum Gesandten für Norwegen ernannt worden. — Die nationalliberale Fraktion wählte zu ihrem Vorsitzenden den Abg. Bassermann und präsentierte zum Vizepräsidenten des Reichstags den Ab- geordn. Dr. Paasche. — Der Abg. Krolik ist auS der Z e n t r u m s-Fraktion des Reichstages ausgeschieden. — In der .Rordd. Allg. Ztg.- werden heute ver* öffcntlicht der Entwurf eines Gesetzes betreffend die Ordnung des Reichshaushalts und die Tilgung der ReichSschulden sowie Auszüge aus dem Entwurf der Gesetze betreffend Aenderung des Br a u st e uer g cse tz es, Aenderung deS T a b a ksie u er g e se tz e S, Auszüge aus dem Entwurf eines Zi ga retten st eu e r-Gesetzes, aus dem Entwurf eineS Gesetzes wegen Aenderung des Reichs stempel-Gesetzes sowie aus dem Entwurf des Erbschaftssteuergesetzes. — Die Begründung des Gesetzentwurfes betr. Ordnung des Reicksbaushaltsetats und Tilgung der Reichsschuld betont die Einheitlichkeit der fünf Steueroorlagen. Sie werde die Grundlage und Richtschnur der Vertretung der Gesamtoorlage seitens der verbündeten Regierungen sein. Schließlich wird hervorgehoben, das; bei der Gestaltung der Steuervoilagen der llebergang in die neuen Bel'teuerungS- verhältniffe für alle beteiligten Kreise tunlichst erleichtert ist. — Der Steuerausschus; des Brauerbundes beschloß, Ende der nächsten Woche eine große öffentliche Versammlung der Angehörigen des deutschen Braugewerbes nach Berlin zu berufen, um gegen d i e geplante Brau st euererhöhung Stellung zu nehmen. Dresden. 28. Nov. Der Verband Deutscher Zigarett-n-Fabriken tritt den Klagen über die angebliche Schädigung der Zigarrenindustrie durch den Mehrverbrauch an Zigaretten entgegen. Tie Zigarrenfabriken verbrauchen jährlich 540 000 Doppelzentner Rohtabak, die ""chen^eld ausbrachte.^ ein sympathisch aufgenommen., Ueberehiftimmenb wird betont, daß der Passus über die aus-i roärtine P°Iüi! d-Mlich den E r n st d - r L ° <1 - »->«-. Ebm,° >ft| mau a l l e u t h a l b e u erfreut über die O ff en he i t und dar S e l b st b e w u f; t f e i n , mit welchem der Kaiser ohne zu sagen,. an welche Adresse er sich wendet, sich über den Standpunkt der) öeulscheu Volmk äußert. — . Stimme Die Abgeordneten begrüßten da? Lob der Truppen m Südwestafrika um Beifall. Am Schluß der Thronrede erkiar e der Reichskanzler die Session für eröffnet und verließi den «aal ,wahrend eines dreimaligen Hochs, welches der bayrische Gesandte Graf unS heute unser Darmstädter Redakteur: Jedermann muß sich auf den ersten Blick darüber klar fein, daß „man" mit dieser Sensationsmeldung nur wieder eine neue fette Ente uuffliefen taffen wollte auf die auch feldst em Darmstädter Blatt reingefallen ist. Die drei für den „Block designierten Parteien bilden die große Mehrheit in der Kammer nämlich 18 plus 11 plus 7 gleich 36 Mitglieder. Nun w-rd aber im pralamentarisck^n Leben ein „Block gewöhnlich nur von den Parteien der Minderheit gebildet und zwar ixmn, wenn diese gegen die Ueberlcgenheit brr Kimmermehrheit Front machen wollen Was soll eine Blockrnehrhut von 36 Knmmermitglledern neqen die 7 Sozialdemokraten und die 4 Freisinnigen? Und was für „wickttige Fragen" sind es, die von den drei Blockparteien in „gemeinsamer Sitzung" beraten werden sollen? Es gibt für die neu zusammentretende Kammer zur Zeit überhaupt nur zwei , wichtige Fragen, die W a hl r e ch t s v o r l a g e und die Ge meindesteuerreform, und in beiden Fragen sind 1 a m t = l i chle Parteien einig, sowohl die „Blockparteien , wie die ihnen angeblich feindlich gegenüber stehenden. Was soll da also eine neue „Mittelstandspereiniaung", unter welcher fettgedruckten Tevise dis er^nte Darmstädter Matt die Tataren- nachricht seinen Lesern cnifiiscbt? Der Ernst der internationalen <^age. Berlin, 28. Roobr. So ernst wie diesmal sind bisher in keiner Thron- c;e Krisis in diesem Frühjahr, die den Krieg sehr nahe ,Mt, den Konfliktsstoff vollständig aufgebraucht habe, sodaß tuun wieder eine längere Periode ohne empfindliche Storungen jpMingt sei. Dieser Auffassung widerspricht die Thronrede in nicht mißzuverstehender Weise: ,Solche (gegen Deutsch- kLiitd gerichtete) Strömungen können, an einem Punkte unter» iMrüdt, an einem andern wiederkehren.' Wenn man diesen . gog genauer betrachtet, kann man sich der Mutmaßung nicht i-npebcen, daß hier sogar weniger gesagt worden ist, als D(ne die gebotene Rücksichtnahme auf die Schwierigkeiten der ;2lae gu sagen war. Die Möglichkeit eines neuen Kon- s likt§, der eine noch größere Tragweite hat als der cs,nip' gegen die Kriegsgelüste des Ministers Delcaffö, scheint : xon d?r Leitung unserer auswärtigen Angelegenheiten bereits ImlDZge gefaßt zu sein. Die Thronrede spricht bedeutungs- - noO t»on dem .Zeichen der Zeit-, die eS der Nation zur Dslcht machen, ihre Schutzwchr gegen ungerechtfertigte An- Aeu.sch r Meiltzstafl. 1. Sitzung vom 28. November. 2 Uhr. Das Haus ist gut befehl. Der Präsident der vorigen Session, Graf B a l l e st r e m , eröffnet die Sitzung und ernennt zu provisorischen Schriftführern die Abga. Dr. Hermes («reif. Vpt.h Himburg (kons.), Nimpau (ncttl.) und T h ü n c f c l d Zeittr.). Eiugegangen ist der Etat, er wird heute nachmittag noch verteilt werden. ä ... Tie Auslosung in die Abteilungen wird vom provisorischen Bureau vorgenominen werden. , .. Es folgt der Nameusaufrui. Er ergibt die Anweienhctt von 290 Abgeordneten. Damit ist die B e s ch l u ß s ä h i g k e 11 fe|l= ^^'^Nächste Sitzung: Mittwoch, 2 Uhr (Wahl des Präsidiums). — Schluß nach 8 Uhr^ Vor der Eröffnung des Neichstages im Weißen Saale des königlichen Schlosses durch den Kaiser war in der üblichen Weise Gottesdienst um 11 Uhr für die evangelischen Ab- I aeorbneten im Dorn, für bie katholischen in der üediviqskirche. Von 11'/, Uhr ab versammelten sich die Reichsboten im Weinen Saale. Sämtliche Parteien mit A u s n a h me der sozial- Idernokraten waren exiebienen. Die Umform war diesmal unter den Abgeordneten sehr stark vertreten. Im Ganzen waren ungefähr 200 anwesend. Graf Balle ft v e m hatte die Unnorm omes Wirklichen Geheimrats angelegt. Um 12 Uhr erschien in der siostoge die Kaiserin mit mehrere,l Pofdamen, (hrone >Puter betraten, geführt vorn Reichska n z l e r I u r ft en Bu lo w in derUniform der SB o n n e r f> u f a r e n (!) bie Bnndesrals- initglieber, immer zu zweien nach der Amie'imtat geordnet, den den Saal unb nahmen links vom Thron^Auffrellimq. j.ie neuen Minister Delbrück und B e f e l e r waren nicht darunter, da sie noch nicht zu Bundesrats-Bevollmächtigten ernannt sind, wohl aber ber neue Leiter der Kolonialverwaltung, Erbprinz zu siohenlohe-Lang en bürg „in Drago „er-Uniform Tie Generalität und Admiralität hatte sich zur Rechten des Thrones aufgestesit. Diesen gegenüber nahm bte Schlongard-, kommandiert vom Flügeladjutaiiten Ma,or von Friedeburg^ mit der Irahue Amstellung. Mehrmaliges Ausstößen Mit dem -labe ieiieus des Oberhofmarschalls kündete das tzerannahen des Kauers an, der beim Betreten des Saales mit euiem drennaligeu Loch empfangen wurde, welches Grai Ballenrem ausbrachte. Dem Kaiser folgten der K r o n v r i n z und d,e übrigen Prinzen des königlichen Laufes. Nachdem, der K a i f e r me eher G a r d e d u Korps-Uniform trug, lick vor den J-hroidenel ge>teilt hatte, treckte er fein bauot mit dem Helm, nahm vom Neichskanzler^ie Thronrede entgegen und verlgs sie im, krä l.ger Ltunme L,e Stelle von der Notwendig fei t c in e r >t a^i feil e u t f ch en Alotte die anertennenden Worte für bie -truppen m Lud- '.vestafrika, den Paffus über die M a r o k k o - Angelegenheit ;Ck, G|e®5 B. and Herd'1”1' iebemo^me 6er p «-ZK chaUe ttttd-'" ^achträqliöics zur Sesstschen Landtaqswafft. üd gehört zu den Eigentümlichkeiten des vergilbten i:rb i r e! t e n Wahlsystems, daß zwischen Urwayl und Wceordnetenwahl stets Einflüsse dahin sich geltend machen, tei Wahlausfall in einzelnen Bezirken M korrigieren, und ji-ar durch die Bearbeitung von Wahlmännern, fo: man nicht für ganz fest halt. Wenn dieses Beginnen fchtnal in S ssen ohne Erfolg geblieben ift, fo darf man ton tt einen Beweis von der wachsenden politischen Reife Di: Wähler erblicken. Der einzige Versuch, noch nach den Kil)kmännerwahlen einen politischen Kulchandel zu mack)en, mi bezeichnenderweise do., der Sozialdemokratie ani, die im Bezirk Seligenstadt den seitherigen Zen- Ürtinisabgeordneten Horn gern beseitigt hätte. Tort standen ssy L6 Zcntrumswahlmänner und 8 Nationalliberale einer» |i!il5 und 10 Sozialdemokraten andererseits gegenüber: die Äcüonalliberalen wurden auf den Namen Horn gewählt, | icoiür das Zentrum den Liberalen in anderen Bezirken l Ähllhilfe leistete. Tie Sozialdemokraten gaben sich nun | größte Mühe, die Nationalliberalen zu bestimmen, nicht tben gentrumskandidaten, sondern einen nationalliberalen '■jfranricr zu wählen. Mein dieser Wunsch blieb unerfüllt, ihm die Nationalliberalen traten für Horn ein. Daß wägens gerade das Zenrrum sich über diese soz.-dem. ilintriebe gewaltig aufregt, erscheint dadurch besonders inte^ Marat, als in einem anderen Bezirk Zentrumsleitte nach W je^t unwidersprochen gebliebenen Zeitun^uachrichten eifrig bemüht haben sollen, freisinnige Wahlmanner Wiiimsten des Bauernbündlers und Antisemiten W o l f um- Miinmen. Tas Zentrum fühlte sich diesem gegenüber zu WZi besonderem Tank verpflickstet. weil er einem anderen Akutrumsmann, dem streitbaren Finanzspe'iaüjten Mol- 8trn, sein Mandat rettete, und zwar dadurch, das; unter w Führung dessen fast rein protestantischer Wohnort Llidoecken Zentrumswahlmünner wählte. Tie beiden sreisi ! Mh'ilmänner blieben aber fest, und so kamen Wolf und m ihm der ihm folgende Bauernbund u™ die leucht • mbttii unmöglich erachtet werden muß. Schuld, daß es dahin zwischen Deutschland und Snglonb gekommen ist, liegt nicht ?uf deutscher Seite Jmcnrid)tcte Kreise wissen, daß bis in die jüngste 3ei< Hneixi von Deutschland aus der anfrick)ttge Versuch gemacht rovrbrn ist, die MißheMgkeitcn durch versöhnliche und • rutiiiir Auseinandersetzung aus der Welt zu schassen. Ter '«rniich hat kein Verständnis gefunden, er ist vielmehr einem t le bestimmten Widerstand begegnet, daß nur die eine Ttuhing berechtigt ist: Man wünscht auf der an » iltr.-n Seite eine friedliche Klärun g nicht. Ter stand macht sich nicht etwa nur im englischen Kabinett Jmcilbar, er reicht höher hinauf. Tas englische Kabinett '■rite mit einigem formalen Recht erklären, es habe Frank- -icich niemals den bewaffneten Beistand Englands gegen 'L)iitschlond angeboten. Aber wann hat man von König IBiiarb eine Versicherung vernommen, nur halb so nach- und überzeugend, wie die vom Kciiser mit er- hmbcTi er Stimme abgegebene: „Es ist iu i rein ehe il ige Zücke um den Frieden des deutschen Volkes ? .IM . Landsdowne konnte die Frechheit wagen, m einer Mailichen Versammlung von dem „l i st i gen H errsch er" iiJfrcdfen, dessen Pläne mißglückt seien. Wie hatte der EiliMw Staatsmann diese Anspielung sich erlauben dürfen, o)ie einer stillschweigenden Billigung an einer höheren ei.’lle gennß zu sein? Es handelt sich um ein vorsätzliches Seife mien Teutschlands durch England. Dagegen gibt es lÄie andere Wehr, als die größtmögliche Sicherung gegen L:l.m ebenso feindseliger Art. Die ftanzösische Diplomatie bwiutoet sich wieder im Banne der Londoner Politik. Tie in fünemi im Reichstag zu erwartende Tarlegung des Furjten Lsaw dürfte den Kommentar zu der ernsten, beinahe ioi't e reu Auffassung der Thronrede geben. grifft ju verstärken. Bon welcher Seite droht ein Angriff? So Hilf; man fronen unb man wirb kaum umhin können, gtiql.0 n b im Verein mit Frankreich Absichten dieser Art schreiben. England wird zwar mit keinem Worte erwähnt, lv wvv ........- ,-.o hkr unuerfennbor richtet sich die Bemerkung von den »Vor- Vcmbroirte, 6 Beamte (3 Staats-, 2 Gemeinde-, 1 Kreis- itilm aegen die Fortschritte deutschen Fleißes' gegen den hcamter), 5 Rechtsanwälte, je . Fabrikanten und Kaufleute, niftine'n SReib der .Vettern* auf Deutschlands Stellung 2 Buchdruckcreibesitzer, Rentner, Brauci-eibesitze^ d bem Weltmarkt. Em sehr bemerkenswerter Untersch ie d nossenschastsbeamte und Müller, je 1 Jiften Beziehungen- des Deutschen Reiches zu Machte i g nz^ Mehrer und der Lernte, sowie der An- fldi'o£)t. Darnach sind die .korrekten-Beziehungen so kühler 'hörigen beider Hochschulen des Landes. Im übrigen klit, idaß sie als gut ober gar freunblich eben nicht gelten a F ü n f t e l d e r Ab g e o r d n e t e n B u r ge r- : Itthntm. Es gibt Verhältniffe zwischen Völkern, bie so ju» I m c i jt e r von L a n b a e m e i n d e n; nur ein ftdbtifajer . ytfpitjt: sinb, baß eine Rückkehr zu erträglichen, sei es auch s ^rufsbürgermeister gehört der Kummer an. wer normalen, auf Gleichgültigkeit gestimmten Zuständen als Deutsch-Afrikanisches. Tie dem Reichsteg zugcgangene T e n ks chr i ft über dev^ Verlauf des Llu ist and es in S übwest a fr ika feit bet khten Denkschrift vom März stellt fest, daß die Herero mit dem Rückzüge durch Omeheke im Februar, Hinderte von Verdursteten dicht neben und übereinander gefunden wurden, und seit der letzten oroßen Streife unter Mühlenfels v öllig g e br o che n sind, ^ie können ferne nennenswerten Mengen von Gewehren und Munition mehr b^ben (Maugen untren bis Ende Septeni- ber 2330 Männer und 5600 Frauen und Kinder. Don den Dotten- totten sind die Witboi vollständig ö er st reut• r c n g a wurde am 19. Mai g e) chla gen und erheblichen Verlusten über die englische Grenze. Er wurde E Mitteilung des englischen Grenzosfiziers mit 150 Mann ent- tv a f ? n e t. Dieselben kehrten jedoch nach wenigen Stunden arup-. pemoeise über die Grenze zurück Seitdem sind zwei schsverr^ Gefechte gegen ihn vorgekommen. Un \ e r e 23 e rl u ft e betrugen, 38 Tote und 64 Verwundete. Er steht noch a l s st a r k e r Gegner uns gegenüber. Wenn es auch zu einem großen^ Schlage nickst mehr konimt, so ist doch für längere Zett tmNanui-> f mde eine starke Truppenmacht e r s o rde r l l ch, für bereit' Verpflegung, solange die Eisenbahn von Luderitzbucht nach Kubub. nicht hergesiellt ist, eine dauernde ernste Gesa hr bestehü Von den Truppen befindet sich em großer Teil seit 16 Monaten- und ein Teil seit fast zwei Jahren im F-elde. Tie Denkschrift schließt: Trotz der ungünfiigen Lebensbedingungen, der ^utbehv-- fingen und 9hiftreugungen aller Art haben unsere Truppen stetAi ihre letzte Kraft daran gesetzt, an dm Feind zu rommen. Gouvemeur Gras (Soeben meldet auS Da r-e s - S a l aa Die Station Irmga ist nach einer Meldung vom 17. geführt; Die Wahehe sind ruhig, ebmso der ©üben des Bezirk. Trt, Norden wird noch durch Wasagaras beunruhigt: aucht^ die Grenze nach Mahmge ist noch unsicher. Hauptmann^ Nigmanu mit zwei Europäern und 75 Askari, einem Maschinen-^ gewehr ist abermals dahin aufg^brochen. Die Gesamtver-^ l u st e der Kompagnie Jriuga in 14 Gefechten betragen 4 Tote 15 Verwundete, mehrere kranke AZkaris und eine großer^ Anzahl gefallener Hilfsleute. Das energische untt rasche Handeln des Hauptmanns Nigmcmn ist hervorzu^bm.: Major Johannes ist am 18. von Liwale aus Songea marsckstert., Oberleutnant Frank blieb mit 30 Mann auf dem befestigten. Posten Liwale zurück Der brüte Etappen posten der Lime Kllwa- Liwale schlug am 11. November den Angriff von 300 Aufständi- scku-n zurück. Oberleutnant Grawerth hat Befehl, mit 60 AskariS von dm Mc-tumbiberom abzumarschierm, um sich mit Haupt- m'iin von Waugenheim. der von Kilwa auf Mahmge vorgeht, zn , vereinigen, um dm U ebergang über Nu aha und Ulange zu er* ■ zwingen. Die uniformierte 6. Kompagnie unter Oberleutnant Wendland ist am 20. ds. von Dan-es-Salaam auf Mrogorotz marschiert zum Enttatz für d's Dewchmimt v. Wangmhci^ Mr 281 Zweites Blatt. 155. Jahrgang Mittwoch November 1905 Mch-int »glich n.itAuSnahme deS Sonntags. St siebener Samenblätter" werben dem ZR Ä, „ ;ciqei viermal wöchenllich bciqeleqL Der jj H ▼ M V vÄ 'v ,^tjtjchr Laadwikf erscheint monatlich einmal. w biefcS eigentümlichen Verhaltens Protestant. Wähler. Mit und den «rieben des deulscheii^Pottcs dnia^m dem an Stelle LLolfs gewählten Christ bekommt auch die bürgerliche Linke eine bäuerliche Vertretung, denn Christ ist nicht allein prakt. Landwirt, sondern auch Vizepräsident des landw. Provinzialvereins für Rheinhessen und somit ein lebender Beweis dafür, daß auch in Hessen „Bund d e r L a n d w i r t e" u n d „Landwirt" noch lange nicht dasselbe ift Eine andere Eigentümlichkeit des geltenden Wahlrechte' ist es, daß durch das verschiedene Anwachsen der zu einem Bezirk gehörigen Gemeinden manche von diesen jetzt völlig einflußlos auf das Ergebnis der Wahl sind. So stehen sich im Bezirk Tarmstadt-Land 29 Wahlmänner des 1886 in Darmstadt eingemeindeten Stadtbezirks Dessungen 26 der übrigen Wahlgemeinden gegenüber. Wenn also letztere überhaupt nicht wählen, wird das Ergebnis nicht anders, als wenn hier auch der letzte Wähler zur Urne geht: Bessungen bestimmt den Abgeordneten für sich allem. Ferner verdient noch hervorgehoben zu werden, daß der Erfolg der Sozialdemokraten noch geringer an zu schlagen ist, als er sich durch den einen einzigen Mandatsgewiun ausdrückt. Tiefer G.'winn wurde mit 22 gegen 21 Wahlmänner erreicht, und wenn die „Genossen in Pfungstadt ober Gb er ft ab t, bie allein in bem Bezirk die Mehrheit bilben, nur einen Wahlmann, ber nicht wahlmannberechtigt war, ausgestellt hätten, wäre auch aus diesem Siege nichts geworden. In einem anderen Bezirk ist ihnen dieser Lapsus verscksiedenemale passiert; er wäre also auch hier nicht ausgelchlossen Selvesen Zum Schlüsse möge auch nock; eine llebersicht über bie Berufs st ellung ber Lb geordneten folgen: 13 'Zigarettenfabriken nur 40 000 Doppelzentner, also nur Den 13. Teil. Der Jahresverbrauch an Rauchtabak aber ift fett 25 ^ahr-n um 155 000 Doppelzentner gefallen, obgleich der Gesamtverbrauch von Rohtabak um 180 000 Doppelzentner äugen ommen hat. DieS ergibt 335 000 Doppelzentner 23er- schiebung und Zuwachs. Hiervon entfällt für Zigaretten etwa ein Zehntel. Vom Reste hat die Zigarrenindustric den Löwenanteil mit mindestens 250 000 Doppelzentner mehr im Jahre • Der neue fte Eisenbahnunfall. Auf der Kowel- bahn unweit Kiew (Rußland) kam eS infolge Unachtsamkeit eines Maschinisten zu einem Zusammenstoß zwischen dem Kiewer Postzuge und einem Zuge aus Kowel. Drei Waggons wurden zertrümmert, fünf Personen getötet, zwölf schwer und viele leicht verwundet. Der schuldige Maschinist wurde verhaftet. Kerichlslaak. (fc.) Hanau, 28. Nov. Ter sozialdeirt. Stadtv, Doch hatte in der Sitzung vom 20. April einer Anzahl bu rger-. kicher Stadtverordneter vorgewvrfen, fte hatten rotoer besseres Wissen für einen Antrag gestimmt. _ derselbe Vorwurf wurde in 2 Artikeln der Franffurter Volksstimme erhoben. 11 Stadtverordnete erhoben darauf Beleidigungsklage, die vom Staatsanwalt ausgenommen wurde, und Zwar wurde gegen Doch Klage erhoben sowohl wegen seiner Aeußerungen tn der Stadtverordnetensikung tote wegen der beiden Arttkel, als deren Verfasser man ihn ansak^ In der Verhandlung vor deut Schöffengericht am 8. Sept, lehnte es Doch ab, Och al? den Verfasser zu bekennen. Es wurde dann zur z-weiten Beroandlung der verantwortl. Redakteur der Dolksstimme Zielowski als .Leuge geladen und, als er sich 'weigene, den Verfasser der Artikel zu nennen, in Zeugnisiwangshast genommen, die nach ftms- tägiger Sauer wegen eines Formfehlers vom Landgericht ausgehoben wurde. Nunmehr wurde auch gegen Zielowski als Mittäter Anllage erhoben. In der heutiaen Verhandlung vor dem Schöffengericht wurde Hoch von der Anklage, soweit sie ferne Aeußerungen in der Sitzung der Stadtverordneten betrat, srei- gesprochen, da er dort in Wahrung berechtigter Interessen gehandelt habe. Wegen der beiden Artikel wurden die Angeklagten zu je 150 Mark Geldstrafe verurteilt.. Das Gericht hatte die Ueber^euguna, daß Hoch der Verfasser sei, dadurch gewonnen, daß Zielowski seinerreit. als er nach semer Beeidigung gefragt wurde, ob Hoch der Verfasser sei. nicht mit Nein geantwortet, sondern W Redakti'msa-'s'''imuiS v^rgeschutzt hatte. im Vergleiche zu 1880. Ausstiche Hfeuiflkelten. Aus Petersburg wird gemeldet, daß wieder Gerüchte /über eine bevorstehende Reise des Zaren ins Ausland in Umlauf sind. Großsürst Nikolaus ^^olanewitsch soll zum Regenten ernannt werden, tun tn der Jbrocfenbett deS Zaren die Regierung zu führen. (Wir halten dtese Meldung für falsch.) .. Graf Witte teilte dem Vertreter der städtischen Semstwo mit, daß er es für nötig halte, einem Vertreter der Semstwo das Portefeuille des Innern zu übertragen. Die sechs Mitglieder des Organisations-Bureaus des Moskauer Bauern-KongrcsseS, sowie die Schriftsteller .Tann und Tschirikow wurden aus administrative Verfügung verhaftet, ebenso der Herausgeber und Redakteur des Witzblattes „Maschinengewehr", Schebujew, in Petersburg. Nach Meldungen aus Sewastopol sind die Meu- ,lerer vollständig die Herren der Stadt. Die Lokalbehörden sind außer Stande, die Meuterer zu unterdrücken. Die Unterdrückung könnte nur durch die Entsendung einer 'großen Truppenmacht aus anderen Garnisonen erfolgen. Dies ist aber vorläufig äußerst schwierig. Man glaubt, die Regierung wird gezwungen sein, die Rtihe durch weitgehende Zugeständnisse an die 'Meuterer herzustellen. Admiral Tschukin berichtet aus Sewastopol: „ „Potemkin" ist in meiner Gewalt Die meuternden Matrosen 'haben sich mit den meuternden Soldaten deS Regiments von Brest vereinigt und sich mit einer Anzahl Geschütze in der Kaserne verschanzt. Ich habe sic jedoch eingeschloffen und werde sie angreifen, sobald ich Verstärkungen erhalten habe. Ich fürchte jedoch, daß die Kavalleristen sich den Ausständigen anschließen werden. Die Lage ist äußerst ernst. Mehrere Offiziere sind getötet worden. In Samara meuterten die Sträflinge des Gefäng- nisies. Sie zertrümmerten Türen und Fenster, entwaffneten die Aufseher, vernichteten die Waffer- und Elektrizitätsleitunq. Es wurden Truppen herbeigerufen, welche von der Waffe Gebrauch machen mußten. Mehrere Gefangene wurden getötet, eine Anzahl verwundet. In Moskau ist der Ausstand der Telegraphen- 'beamten ausgebrochen. Das Telegraphengebäude und die Apparatcnzimmer werden von Truppen bewacht. Unter den Telegraphisten herrscht große Erregung. Auch sonst sind viele Post- und Telegraphenbeamte Rußlands wieder in den A usstand getreten. S-!M nnd Land. Gießen, 29. November 1905. " Om nibusverkehr. Wie uns der Vorstand der Omnibusgesellschast mitteilt, wird die Linie II von und nach Wies eck mit dem heutigen Tage wieder in Betrieb gesetzt. ** Die Jap a nanleihe, die heute und morgen bei der Bank für Handel und Industrie (Darmstädter Bank) hier, zur Zeichnung 'aufliegen sollte, ist nach einem heute morgen 9 Uhr von Berlin hier eingetroffenen Telegramm für Deutschland bereits überzeichnet worden, sodaß weitere Anmeldungen nicht mehr angenommen werden dürfen. i Alsfeld, 28.3100. Der bekannte und beliebte Pächter des Hofgutes Angenrod C. Pfannstiel ist gestern infolge eines Sturzes in der Scheune an inneren Verletzungen plötzlich gestorben. Dec Verstorbene war nicht nur ein tüchtiger Landwirt in der eigenen Wirtschaft, die einen mustergültigen Betrieb zeigte, sondern trat auch auf allen Betrieben für den landwirtschaftlichen Fortschritt ein. Seiner Tätigkeit war es vor allem zu danken, daß auf der Mainzer AuS- stellung der Zuchtverein Alsfeld, dessen langjähriger Direktor er war, und die ganze Provinz mit ihrer Viehzuchtausstellung den Sieg davontrug. Märkte. ke. Frankfurt a. SOI., 29. Nov. Qriq.-Telegr. des „Gieß. Anz."> D i e h m a r k t. Lum Verkaufe standen 000 Kälber, 00 Schafe und Hammel, 961 Schweine: 1. Quäl. 77—78 Mg., Lebendgewicht 61.50 Ma, 2. Qual. 71—74 Ma., Lebendgewicht 61.50 Mg., 3. Qual. 73—75 Mg. Kälber 1. Qual. 00—00 M-, Lebendgewicht 60—61 Ma., 2. Qual. 00—00 Ma.. Lebendgewicht 00-00 Pfg-, Schlachtgewicht 00-00 Ma. Schafe 1. Qualität Schlachtaewicbt 00—00 Pfg., 2. Qualität 00- 00 Pfg. Geschäft mittelmäßig, Ueberftanb unbedeutend. fc. Frankfurt a. M., 28. Nov. Heu- und Stroh- markt. Man notierte: Heu Mk. 3.60 bis Mk. 3.90, Stroh Mk. 2.70—2.90. Tendenz: fest. Oriqiriüt-DraAmkl'dmMN. Berlin, 29. Nov. Tie sozialdemokratische Fraktion de? Reichstags konstituierte sich Zum Fraktiov.svorstand wurden gewählt: Auer. Bebel, Meister, Pfannkuch und Singer. In den Seuioren-Ävnvent wurden Bebel, Geyer und Singer delegiert. Bei der Präsidentenwahl soll gegen eine etwaige ?Mlamation Widerspruch erhoben werden. Bei der Wahl des Präsidenten wird Stimmenthaltung geübt und als Kandidat für den ersten Vizepräsidenten wird Singer vvrge-- schlagen werden. Falls dieser Vorschlag von der Mehrheit des Reichstages abgelehnt wird, wird bei der Wahl des zwecken Vizepräsidenten Stinnnenthaltung geübt werden. — Im R c i chs- t a g e soll die Stimmung dahin gehen, den Etat, die Reichsfinanzreform und die Novelle zum Floltengesetz der Budget-Kommission zu überweisen. Von einer Seite werde der Vorschlag gemacht, eine besondere ©tciier- Kommission für die Reichs!iuanzreform einzufetzen. — Oberst v. Deimling hielt im deutschen Flotten-Verein einen Vortrag Über Südwestafrika und die Aufstände der Hereros und Hottentotten, in welcher er der Zukunft der Kolonie bei genügender rechtzeitiger Unterstützung ein sehr g ü n st i g e s Prvgnostikon stellte. Sie werde wenigstens dieselben Erfolge zeitigen,, wie die Kap-Kolonie. — In einer öffentlichen Protest - Versamm - lung gegen die Iudenmetzeleien in Rußland gesengte eine Resolution zur Annahme, in der die Versammlung ihrem Mitgefilhl und ihrer Trauer über die grauenhafte Heimsuchung, von der die hart geprüften Juden in Rußland getroffen worden sind, Ausdruck gab und gegen die aller Menschlichkeit und Gesittung Hohn sprechenden Greuel und ihre ungehinderte Duldung Widerspruch erhob. . „ Berlin, 28. Nov. Dem Reichstag geht cm Entwurf des Gesetzes betr. die Abänderung des Gesetzes über die Bewilligung von Wohnungsgcldzuschüsscn vom 30. Ium 1873 zu Danach wird der Tarif zu Masse 4 'Leulnants und Assistenzarztes wie folgt gestaltet: Serviceklaffe Berlin: 570 Mark, "Lervicc- klasse 1: .330, Klasse 2: 240, Klasse 3: 225, Klasse 4: 216 Mk. Ter Tarif zu Klaffe 6 lUnterbeamie lautet in den cntiprechenden Klassen : 360, 270. 216, 162 und!08 Mark. Ferner sollen die Gehälter der Unterbeamten bei der Betriebsverwaltung der Rcichs- eisenbahnen um 60 Mark erhöbt werden. — Ferner ging der Entwurf eines Gesetzes zu, telr. die A b andcrung mehren R e i ch S t a g s w a h l k r e i s c. Unter anderen bestimmt Wurf, daß Wahlkreis 7 fortan hefteten soll ans y Heppenheim lH essen.) einschließlich der von ' ck>en trennten Teile, nämlich der Enelape Michelbua? ? : *■ Wald und der Waldgemarkung SSwnauf in badischen Tvmanialwaldes im Tittrilt Adlernein bei jedock mit Ausschluß des seitherigen hessischen Anteils ,m Gemeinde Kirnbach, ferner Kreis Worius. — Tie 3 entrann" f ra ktion des Reichstages wählte den bisheriaei, Frakii^ Vorstand wieder. Graf Hompesch ift Vorn ' nder, Tr. 3 chjh ler 1. Stellvertreter des Vorfitenden. Tie stelle eines zwch» Vorsitzenden der Zentrumsfraktion wurde vorläufig ireiqclM — Dem Reichstage ging eine Interpellation der So;: a tbes:,. kraten zu, in welcher der Reichskanzler gefragt wird, Maßregeln er zu ergreifen gedenke, um der Höbe der Tleisz., preise entgegenzuwirken, ob der Reichskanzler insbffond? gedenke, die A u f h eb u n g id e r,Fl e i s ch - n n d Vieh; und die Aufhebung der Vorschriften terbeizuführen, wrläe >> Einfuhr lebenden Viehs und zubereiteten Fleisches aus Auslande erschweren. — Wie die Morgenblütter melden, | dem Reichstage der erste Teil der D e n f f_(f> r i f t über ’ K' artellwesen zu. Dem Etat ffir Südwestafrika iss ei» Denkschrift beigefügt über den Bau einer Bahn von h u k nach Rehoboth. Tie Kosten für dieselbe betragen 11 s>r. Mark. Die Länge dieser Dahn beträgt 99 Kilometer. — Ter i> Bundesrate genehmigte zweite Nachtrag des Kolonie', etats sehe den Bahn bai- L u d e r i tz b u ch t-K'u b u b Die Kosten betr^aen 5 050 non Mark. Konstantinovel, 28. Nov. Ter Gouverneur von Mqtil« vrote stierte mündlich nnb schriftlich gegen die Landu«. von Truppen n n b gegen die Besetzt! na b e r Alles nimmt sonst seinen programmäßigen Berlow. Wie übli^ begaben stch auch heute am ersten Beiraintage die ersten Troqom«-. aller diplomatischen Missionen itacf) dein Pildizpolaste, um lllliickw,insche auszusprechen. Te^efomsche des Giessener Anzeigers, nntxe nnd Indnstr Frankfurter Rörf 3J4*/o Reichsanleihe . . 100.70 3% do. . . 89.10 3%°/0 Konsols .... 100.75 3% do.....89 10 3^°/0 Hessen.....99.20 3%6/n Oberhessen . . . —.— 4% Oesterr. Gold reute. . 100.25 4V6 H Oesterr. Silberrente 100.60 4% Ungar. Goldrente . . 96.00 49o Italien. Rente . . . 105 50 3% Portugiesen Serie I . 68.00 3% Portugiesen „ III 68.00 4^°'o russ.Staatsanl. 1905 92.50 japan. Staatsanleihe 95.65 1 % Conv. Türken von 1903 90 10 Türkenlose......138.60 4 % Griech. Monopol-Anl.. 53.90 äussere Argentinier . 89.90 3°/e Mexikaner .... 68.00 4%°/0 Chinesen . . . 97.80 Aktien: Bochum Guss ..... 247.00 Buderus E. W.....139.60 Tendenz: ruhig. Herliner Börse, 2 Canada E. B......175.00 Darmstädter Bank . . . 149.20 Deutsche Bank .... 241.40 Dortmunder Union C. . . 102.20 Dresdner Bank .... 163.50 Tendenz: schwach. Kursberichte teilt von der Bank für llanj.j ie. Giessen. e. 29. Nov.. 1.15 Uhr. Elektriz. Lahmeyer . . . 142" Elektriz. Schnckert . . . 133"" Eschweiler Bergwerk . 267 * Gelsenkirchen Bergwerk . 228.fi) Hambur»- Amerik. Paketf. 163«♦ Harpener Bergwerk. . . 2K‘ Laurahütte . . . . . . SUl Xordd. Lloyd.....12'> Oberschles. Eisen-Industrie 1K» Berliner Handelsges. . 1?' Darmstädter Bank . . . IM Deutsche Bank . . 24? Deutsch-Asiat. Bank . . 19 Diskonto-Kommandit. . . 18-• Dresdner Bank . . . . Kreditaktien.....SUD Baltimore- und Ohio- Eisenbahn .....Ul Gotthardbahn.....W Lombard. Eisenbahn . . Wh Oesterr. Staatsbahn . . . Iti' Prince-Henri-Eiseubahn . 125 ■) ». Nov., Anfangskurse Harpener Bergwerk . . 21fi :- Laurahiltte..... 254.V Lombarden E. B . 24* Nord6 Lloyd.....125.» Türkenlose......138.1 Bckmmtmallnma. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird b' Wolfstraße von heute an bis auf weiteres für den $ub: verkehr gesperrt. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird d Land mann st raße von heute an bis auf weiteres für dr Fährverkehr gesperrt. Gießen, den 29. November 1905. Großh. Volizeiamt Gießen. Herberg. Kclilinnlmachung. Das nachstehende Lokal-Reglement bringen wir ivieder- bolt zur öffentlichen Kenntnis mit dem Anfügen, daß das Polizeipersonal angewiesen ist, Zuwiderhandlungen unnachsichtlich zur Llnzeige zu bringen. Gießen, den 27. November 1905. Großh. ' i i :i Gießen. Herberg. Lokal-Reglement. Vetr.: Die Beaufsichtigung der Hunde in der Provinzial- Harlptstadt Gießen. § 1. Es ist untersagt, Hunde in dem Botanischen Garten, in den städti'chen Anlagen, sowie in den -ln- lagcn vor den Bahnhvfcn unbcanssichtlgt umhcr- laufen, oder die Gebüsche, Grasplätze nnd Beete in denselben betreten zu lassen. § 2. Das Mitnehmer, von Hunden auf die Friedhöfe, in öffentliche Ticnstgebäude, in Wirtschafts-} lokale innerhalb der beivohnten Teile der Stadt, auf den Wochenmarkt, den Jahrmarkt und zu öffentlichen Festlichkeiten ist verboten. § 3. Es ist verboten, Hunde zur Nachtzeit auf der Straße frei umherlaufcn zu lasten. § 4. Für jeden Hund, welcher in das nach Vorschrift der Verordnung vont 16. November 1874, die Hundesteuer betreffend, von der Bürgermeisterei zu führende Dckla- ratioutzrcgistcr eingetragen ist, erhält der Besitzer des Hundes eine Blechniarke mit fortlaufender Nummer, welche der Hund au^ der Straße re. stets am Hals- dandc oder am Maulkorb zu tragen tzat. § 5. Alle bissigen Hunde, ferner alle größeren -',i.ude, ausgenommen Jagdhunde, nainentlich Bullenbeißer, Bulldoggen. Metzger- und Schäferhunde, Neuftmdlauder, Bernhardiner, Leonberger und Ulmer •s' • .de, dann alle an einem Fuhrwerke angespannte oder zur Bewachung irgendwie angcbnndcnc Hunde, endlich solche Hunde bezüglich welcher die Polizeibehörde dessullsige besondere Anordnung getroffen hat, muffen innerhalb der bewohnten Teile der Stadt auf der Straffe mit einem das Beiffen wirksam verhindernden Maulkorb versehen sein, oder an einer kurzen Leine oder dergleichen geführt werden. § 6. Zuwiderhandlungen gegen die vorstehenden Be- tirnrnungen dieses Reglements werden, insofern nicht die oben angeführten Bestimmungen deS Polizeistrafgesetzes oder des Strafgesetzbuches Anwendung zu finden haben, mit Geldstrafe bis zu dreißig Mark bestraft. 5 7. Hunde, welche in dem Botanischen Garten, in den städtischen Anlagen, sowie in den Anlagen vor den Vabn- höfen 1), oder zur Nachtzeit auf der Straße (§ 3) ohne Beaufsichtigung umherlaufen, ober welche auf der Straße rc. nicht die im 5 4 vorgeschriebene Blechmarke tragen, oder der Vorschrift zuwider nicht mit einem das Beißen wirksam verhindernden Maulkorb versehen sind, bezw. nicht an der Leine geführt werden, sollen cingefangcn und dem Wasen- meister überliefert werden, sofern der Eigentümer nicht zur Stelle ist und den Hund in Gewahrsam nehmen kann. Tie Rückgabe deS Hundes erfolgt an ihre gehörig legitimierte Eigentümer oder Besitzer nur innerhalb der nächsten fünf Tage nach dem Einfangen der Hunde und nur gegen Erstattung der von der Polizeibehörde zu bestiiumcnden Futter- kosten. Die binnen der genannten Frick nicht ^auSgelosteu Hunde werden zu Gunsten der Gemcindelasse veräußert oder getötet. Durch vorstehende Bestimmung wird das gegen die Eigentümer ober Besitzer der Hunde wegen llcbertretuiig der Vorschriften dieses Reglements, bezw. der Verordnung vom 16. November 1874, die Hundesteuer betreffend, einzuleitcnde Strafverfahren nicht berührt. _____________________ Lokomobilen (fahrbar m. Wanderkonzession) 1 Sick. v. Lanz 89 erb. fein hergerichtet 7—9 P. 8. 1 , „ , 90 , Feuerbüchle neu 12 — 17 P. 8. 1 , , , V7 . Alkszielckeffel 20—30 P. S. billig «bzugeben. hv*5/u Herborner Pumpenfabrik Herborn. ist vor 26 Jahren schon das beste und gediegenste Weihnachtsgeschenk gewesen und er ist auch heute noch der Kinder liebstes Spiel, die sich viele fahre hindurch unter stets steigendem Interesse damit beschäftigen. Der Anker-Steinbaukasten steht nach wie vor unerreicht da, er ist der einzige Stein- baukasten, der wirklich planmäßig ergänzt und dadurch stufenweise interessanter und wertvoller gestaltet werden kann. 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SM jlhv A>rogerie 5988 zu haben Die Beerdigung findet Donnerstag nachmittag 21/, Uhr statt. t T D —1 • i^K >5e- E 8 M M 7<;igg W -A8 U B”/, Lehrlinge: 1 schlosser, I Schmied, 1 Vojamcnticr, 2 Schreiner. ($ö furf)en -irbeet: Carl Seibel befindet sich in nächster Nähe des Bahnhofes nnd der neuen Kliniken Frankfurter Str. 39 Daselbst sind alle freigegebenen Arzneimittel sowie Krankenweine etc. 1 Banschlosicr, 2 Maschinisten oder Heiner, 1 Wagner, 2 Schrci- ftei, .1 Küfer, 1 Schneider, 1 Schuhmacher, 2 Wasch- und Putzfrauen, 1 'l’icuner, 1 Jnslällaleur oder Spengler, Arbeiter (leichte Beschäs- Hin: fl), Ausläufer. 1 Fuhrmann, 2 Kellner, 1 Lauf- oder Kinder- möD:heu, 1 Dienstmädchen, 2 Laufsranen, Kassier oder Diener, ^iic>.iugehil>en.________________________________________________ MittNvoch, den 29. November 1995, abends Sl/2 Uhr, im Saale des Hotel „Einhorn" öffentlicher Vortrag Aödtischer ArbeitMochweis Gießen. Gartcnstraste Nr. 2, Zimmer Rr. 2. Cd föiutctt ciugeftellt werden: n landivjrtschaftl. Knecht, Elsendreher, 2 Schmiede, Maschinen- fcjc icv, 1 Wagner, 1 Buchbinder, 1 Drechsler, 1 Schreiner, 1 Schuh- n i : ?i, 1 Schneider (auswärts), 1 lÄlascr, 1 Installateur oder kpungler, 1 üausbursche, 4 Dienstmädchen, 1 Köchin. Allen Verwandten. Freunden, Nachbarn und Bekannten die Trauerbotschaft, dass es dem Herrn über Leben und Tod gefallen, jäh und unerwartet meinen innigst- geliebten guten Gatten, unseren treusorgenden, liebevollen Vater, Bruder, Schwager, Schwiegervater, Grossvater und Onkel Statt besonderer Anzeige. ‘Todes-Anzeige* Herrn Karl Pfsmtiel Gutspächter in Angenrod Angenrod, Leusel, Bermuthshain, Hainbach, Stumpertenrod, den 27. November 1905. schmerzlos und friedevoll heute abend 5/47 Uhr im 62. Lebensjahre zu sich zu rufen. Tieftrauernd stehen wir am Totenlager und bitten um stille Teilnahme. Die schwergebeugten Hinterbliebenen. mit Diskussion i] .‘-jeurn W. Klaute, Prediger der freireligiösen Gemeinde in Frankfurt a. M., über das Thema: „fit 'Jlolrotoiiijhit einer srckeiikmschcii Srgoiiiffltion/' tzsirttritt frei. Auch Damen herzlich willkommen. W Das vorbereitende Komitee. Mneslc Jauchepumpe mit schmiedeeiserne»» Röhren und praktischer Entleerung. Leistung ca. 300 Liter pro 9)1 in. Cni16 In allen Längen vorrätig. N. Rosenthal, Licbißslrshe 13. — Für Wiederverkäufe». günstige Offerte. — Arbeitsvergebuttg Dienstag, d. ö. Dezember d.J., vornlittagö 11 Uhr soll em Teil der -lustreicher- arbeit für den Neubau der höheren und erweiterten Mädchenschule öffentlich vergeben werden. Arbeitsbcschrelbung und Be-> diiigungen liegen bei nn§ zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt bei uns emzureichen. — Zuschlagstrist 14 Tage. B,v/n (Sieben, 29. November 1905. Städtisches Hochbauamt. Gerbet. CiiüMer ©elencnbeiföfünf voll Pianinos Die bayerische Flügel- und Pianofabrik von Wi!h. 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