General-Anzeiger, Amt;- und Anzeigeblatt für den Kreis Eietzen Kvlleacn, daß sie bereit feien, die Ernennung der Bevölkerung Christianias. — In der heutigen Sitzung des Bundesrats wurde» Roter Vom Prinzen Heinrich von Preu^ meldet, daß, als er den Storthing betrat, um der Eidesleistung des Königs beizuwohnen, sich die Stortchingsrnit- glieder von ihren Plätzen erhoben. Prinz Heinrich sei nadfr wie vor Gegenstand lebhafter Aufmerksamkeit von feiten verhandeln. Man sollte danach meinen, daß gerade äußerste Linke bestrebt sein müsse, diesem Fortschreiten dem Gebiete des Arbeiterschutzes keine Hindernisse in Weg zu legen. 'S»*“ die QU ’ den Überraschenderweise ist bereits im neuen ReichSetat für 1906 die finanzielle Wirkung der Steuerpläne ent'prechend berücksichtigf, obgleich doch die Annahme dieser Pläne noch im Ungewissen liegt. Die Erläuterungen zum Etat bemerken entschuldigend: Dies Verfahren entsvreche zwar im allgemeinen nicht ber Hebung, aber es fei im Verlauf der Etatsarbeiten die Unmöglichkeit zu Tage getreten, den Etatsentwurf aus andere Weise in Einnahme und Ausgabe zu balancieren. Also: es gelangt das Fell des Bären zur Verteilung, bevor der Bär erlegt ist. Der Reichstag wird von dieser neuen Methode nicht entzückt sein und erst recht geneigt, feine Rechte eifersüchtig zu wahren. Aber wer weiß, was mit den Zentrumsführern in verschwiegener Stille verhandelt worden ist! Dann wird erst ein wenig spektakelt, und den Schluß macht die Bewilligung, mit etlichen Abstrichen. Tas Gesetz für die Arbeiter. Der jetzt in den Grundzügen bekannte Gesetzentwurf über die Rechtsfähigkeit der Berufsvereine wird zu parlamentarischen Kämpfen Anlaß geben, denn die im Entwurf enthaltenen Beschränkungen sind nicht nach dem Sinne der Politiker, die die Arbeiterorganisationen in vollem Umfange in die rechtliche Anerkennung eiubezogen roiffen wollen. Auf der andern Seite ist man überhaupt nicht geneigt, zu einer Kräftigung der Arbeiterorganisationen die Hand zu bieten, weil man der Meinung ist, daß der Weg zur sozialen Versöhnung nach »Jena* führen könnte. Auch ivci diese Auffassung nicht teilt, wird seine Erwartungen kaum so hoch spannen wollen, daß er meint, die Anerkennung der Berussvereine schaffe die sozialen Kämpfe aus der Welt. Ta> kann nicht der Fall sein, weil sich bet diesen Kämpfen nichl Staat und Arbeiterschaft, sondern Arbeitgeber und Arbeiter gegenüber stehen. Könnte die soziale Streitfrage durch die BeftigmS der Arbeiterorganisationen zu juristischer Aus- gestaltung gegenstandslos gemacht werden, bann hätte eS sich rür ben BmideSrat erübrigt, bie Rechtsfähigkeit im öffentlichen Interesse zu beschränken und auf die Möglichkeit der Entziehung der Korporationsrechte Bedacht zu nehmen, z. B. wegen Beteiligung an Ausständen, durch die die allgemeine Wohlfahrt betroffen wird. Regierung und NeichStagsmehrheil sind geneigt, den Arbeiterorganisationen die Möglichkeit weiterer Kräftigung zu gewähren. Sie sind aber nicht geneigt, Wasser auf die sozialdemokratischenMühlen zu liefern. Deshalb ist eS ein Fehler, daß baS Organ des Eisenbahnerverbandes unter Hinweis auf die Vorgänge in Rußland das Koalitionsrecht für bie Eisenbahner fordert und gleichzeitig an bie organisierte Arbeiterschaft das Ersuchen richtet, den Eisendahnerverbanb mehr als bisher zu unterstützen. Damit bekräftigt man nur die Stellung der Parteien, die in ben Berufsvereinen weniger Arbeiterorganisationen als politische Kampfverbände sehen und eS deshalb ablehnen, ihnen die Rechtsfähigkeit zu verleihen. Der betreffende Gesetzentwurf soll dem sozialen Frieden biehen. Er ist speziell veranlaßt durch bie Weigerung großinbustrieller Arbeitgeber, die Arbeiterorganisationen anzuerkenneu und mit ihnen zu Komische Tagesschau. Vor dem ReichstagSbegiun. B. Berlin, 27. November. In der Umgebung des ReichstagSgebäudeS sieht man jtü heute wieder die Parlamentarier. Große Tage wird es gtbt n, das steht fest, und ebenso wird das lebhafteste Interesse itr parla ntzsvtarischen Hörer nicht fehlen. Auch die Vertreter kt Bundesstaaten wird man in seltener Vollzähligkeit dem- Üchst auf der Estrade erblicken können. Denn die »Reichs- jiii anzreform', welche die Einzelstaaten endgültig von dem kchreckgespenst befreien soll, daß das Reich als »lästiger loi'lgfinger* anklopft und hohe Zuschüße heischt— die »große* sitichssinanzreform, zur Unterscheidung von der »kleinen* vor- .üiiftgen, glücklich von Frhrn. v. Stengel durchgesetzten, Hört die Hauptsorge der verbündeten Regierungen. Wir Irr den wohl Reden von den Finanz Ministern jedes nÜßeren Bundes st aates zu hören bekommen, daß es ,a nicht weiter gehen könne*. Darin haben ja die hinbeSftaaten Recht. Aber ob gerade die Steuerpläne des siichSschatzamls, insbesondere die den Verkehr belästigenden Kiim Stempelsteuern, das taugliche Mittel zur Erreichung Zieles sind, da? steht auf einem andern Blatt. Ausbau kt ReichSerbschaftssteuer und Abschaffung der Branntwein- Lieb'esgaben, darüber würde sich schon eher reden taffen. Die agrarische Politik wird fortgesetzt werden, ob der Uuitsche Städtetag, der heute in Berlin versammelt k, mach so entschiedene Entschließlingen faßt. Wäre auf den faicWag Verlaß, so würde das vielleicht anders. Aber seit- im: es dem Fürsten Bülow gelungen ist, sich die Zolltarif- Hkterheit zu schaffen, seitdem bildet der Reichstag eine kluitze für die ag rarische Politik. Nur mit der geplanten Tabaksteuer macht es die Stq.ierung auch den Agrariern nicht zu Tank. Dem j Crq-.in deS »Bundes der Landw.*, der »Tagesztg.*, sind ! reiche Zuschriften zugegangen: .Allgemein wird der Meinung Ausdruck gegeben, daß der hki nische Tabakbau eine stärkere Belastung n i rf) t । tieft vage. Man wundert sich, wie man diese Betastung o'sizws frgrriinben könne durch die Rückstcht auf die Arbeiter, die mit der j iiracrbeitunq ausländischen Tabaks beschästigt sind. Für diese Art Kit l'ogif hat man fein Verständnis.* Ta hat die Regierung die Quittung für bic der Laud- luttschaft geleisteten Lielesdieuste. Rotationsdruck xmb Verlag der BrÜblfck)«» UnuperfuätsbtudcttL R. Lang«, Gieße», Redaktion, Expedition u.Druckerei: SckuIstr.V. Tel. Nr. 5L Te1egr.-Adr.: Anzeiger Greß«». t>eutfd>c» Berlin, 27. Nov. Heute morgen machte der Kaiser einen Spaziergang in Sanssouci und hörte die Vorträge deS Staatsministers v. Podbielski und des Chefs deS Zivil- kabinetls Wirkt. Geh. Rats Dr. v. Lucanus. Heute abenb leisten die Majestäten bei ben Kronprinzlichen Herrschaften im Marmorpalais. — Ter Kaiser hat dem Prinzen Leopold von Bayern die Hofjagd uniform verliehen, desgleichen dem öieniituenben Flügelabsutanten Oberstleutnant v. Chelius. Die Wahlrechts-Erörterung in der Zweiten sächsischen Kammer, blieb ohne praktisches Ergebnis. Die Konservativen wollen keine Reform. Tie kgl. söchs. Regierung hält an dem Standpunkt fest, keine Vorschläge zu machen. Tie Nationalliberalen wollen nach Einsicht in das Regierungsmaterial über das Pluralwahl - recht über weitere Schritte beschließen. W. T. B. meldet über die Kammerverhandlungen folgendes: Dresden, 27. Nov. (Zweite Kvmmer.) Aus der Tagesordnung stehen bie Interpellationen der National- liberalen und der Freisinnigen betr. Neuordnung des Wahlrechtes für die Zweite Kammer. Nachdem AbZ. Schick (nl. feine Interpellation begründet und sich dabei auf die während des letzten Landtages von der Regierung veröffentlichte Tenkschryl berufen hat, führt Abg. Bähr (frei).) in Begründung der feinigen u. a. aus, daß die Reichstagswahl von 1903 bie Quittung der sächsisck>en Landtagswähler für ihre Wahlentrechtung gewesen sei und eine Wahlrechtsänderung dringend notwendig mache. Wenn das Reichstags^ hl recht nicht acceptabel fei, solle man das alte Landtagswahlrecht von 1868 wieder entführen, allerdings nur alsUebergang z u m R e i chs t a g s wa hl r e ch t- Staatsminister v. Metzsch erklärt, daß die Regierung keine Vorlage habe machen können, welche sich auf dem Plunllsystem aufbaue, und daß sie auch eine Vorlage auf Grund des allgemeinen, direkten und gleichen Wahlrechts nicht machen werde. Das Vural- system könne als ein gangbarer Weg zur Aenderung des Wahl rechts nicht anerkannt werden schon deshalb weil es keine Kvutelen gegen das Eindringen staatsfeindlick>er Elemente bietet. Tas Proportisnalsystem sei zu kompliziert. Bei einem Zuruck- kommen aus das Wahlgesetz von 1868 dürfe den mit dem jetzigen WaÄrechte Unzufriedenen auch nicht gedient fein. Nach der gegenwärtigen Gestaltung der BerhälMisse könne die Regierung cm anderes Wahlrecht als das zur Zeit bestellende nicht Vorschlägen. Sie sei aber nach Ivie vor bereit, jedes vorgeschlagene extern auf seine Verwendbarkeit hin zu prüfen und dann Vorschläge ?u machen, wenn damit die angegebenen Kantelen geschaffen und )ie auf die Zustimmung der Mehrheit beider Kammern rechnen könne. Opitz (konf.i gibt im Namen seiner konservativen Parteifreunde die Erkläruirg ab, daß diese den Standpunkt der Regierung teile. Abg. Schick (nl.) bedauert die abwartende .Haltung der Regierung undwünscht baldige Vorlagen zur Aenderung be3 Wahlrechts. Goldstein (Soz.) tritt den Ausführungen des Ministers und des Abg. Opitz entgegen. solide, vertrauens u. bewährte Spezu als lose, nur m w :n Kartons ä 30 u y lüg für Singer, Sc er, Rezitatoren, Re- tlicbe, Lehrer, ende, Landwirte. । ote. Hausfrauen, S- Schülerinnen etc- ieteitig aneri , B. schreibt: Fra« Mg, Hin hejstschcr A ock der NeaLtionä'e? Wir erhielten heute sorgende Drahtnachricht: ifb.) Darmstadt, 28. Nov. Wie aus sicherer (? D. Red ' tulle verlautet, besteht die Absicht, im neuen Landtag )i Nationalliberalen, das Zentrum und die D a u e r n- jfndler zu einem Block zusammen zuschließen, um nriArtigere torl igrn in gemeinsamen Sitzungen vorzuberaten und gegen Sozialdemokratie und Freisinn (? D. Red.) geschlosserr rr-«geben. Vorläufig halten wir Jiefe Meldung noch für die schlechte friirtbung eines boshaften Kopfes, der sich einen übten Ijnp1 mit einem harmlosen Berichterstatter erlaubte. Wir jögern, an eine so völlig schiefe Auffassung der «’genroärtigen Volts st immung in Hessen bei fcn national-liberalen Abgeordneten, ar eine foldje kerkennung ihrer liberalen Pflichten zu glauben. Sie würden sich dadurch zumeist in strikten Gegen- fa tz zu der weit überwiegenden Mehrheit ihrer Wähler kn und die schlimmsten Konflikte mit dem -o l ke heraufbeschwören Sie würden sich damit in daS von Herrn v. Hehl bereitete, den heftigsten Protesten der Bolks- feelc aus gesetzte Lager der Reaktion begeben und darin zugrunde gehen. Tenn daß die Volkskrast stärker ift_ alS brr Wille einzelner, lehrt uns die Geschichte der Völker btr CSrbe. Tie Nation aber dem der Industrie, b. h. dem mtiirlichen volkswirtschafatlichen Aufstiege feindlichen Agra- riet hum und dem kulturfeindlichen Zentrum auszuliefern, tiärt der bedauerlickste politische Fehler von betrübenoster tro zweite, bedeutete jämmerlichsten Rückschritt statt rastlosen Korljjchritts auf der von unserem La n d e s h e rrn und seiner Hcaticning gewiesenen Dahn der Erweiterimg der Volks- ttchlk und möglichst gleichmä,;tgen und gerechten 'Abwägung Her vollskrafte. Tamm sträuben nnr uns, an die Nichtigkeit )i jer Darmstadter Meldung zu glauben, sowohl nach den ftstixgen Kämpfen zwisck)en Nationalliberalen und Bauern- jinblcm um das Friedberger und zwischen Nationallibe- CQlrt» und Zentmm um Da» Niersteiner Mandat, wie na® ' ui nrlid) in der Neberzeugung, eine tiefere Einsicht bei den liberalen Volksvertreter Hessens in die Stimmung, die Pilrsche und die Hoffnungen des Volkes voraussetzen zu hilft 'n. Nicht eine Trennung der Liberalen, zu betten doch wahrlich der Freisinn nicht an letzter Stelle öfljcrt, zumal ein Mann wie Gu t fleisch, der kluge libci alc Sammelpolitiker in Gießen, dessen Führer ili, iionbem ihre Einigung ist dringlichste Pflicht, will man von der hoch reaktionären Ersten Kammer in der Förderung k Rechte und der Verbesierung der Verhältniffe auch der Sliiwberbem ittelten, des kleinen Kaufmanns und Handwerkers, deS Kleinbauers und staatstreuen Arbeiters, etwas erreichen. Nationalliberale und freisinnige mOffen, rote in Bayern und Baden, auch bei un3 in Hessen gegen bte Reaktion von rechts nnb links zu- jammen flehen. Daß im Kampfe gegen die Bedrückung her Minderbemittelten in Stadt und Land, denn nur auj diese Bedrückung hinaus könnte dieser antiliberale Block i jchen, auch mancher aufgeklärte Bauernbündler, mancher ,ichl im MtramontanismuS ganz befangene ZentrumSmann tn Aar vielen Fällen mit auf die Seite eines wirklich liberalen Blockes treten könnte, ja müßte, meint er es thtluÄ) mit feinen Wählern, das wird doch wohl mancher mfeccr Herren Landboten einsehen und eS sich gründlichst libcdlegen, bevor er seine Hand reicht zu einem Volkserdrücker- tatrnmelfuriurn. / Y aeeig"^ r nrehef.?l Ter Regierungsantritt deü Königs von Norwegen. Bei der feierlichen Eidesleistung des Königs hielt, wte W. T.--B. aus Christianw meldet, ^Storthingsprasident Berner die einleitende Ansprache. König Haakon letstete hierauf ben Eid auf bie Verfassung mit folgenden Wortenr „Ich gelobe und schwöre, der Regierung in lieber ein fttnrnfr ung der Konstitution und dem Gesetze vorstehen zu wollen, so wahr mir Gott und sein heiliges Wort helfe!" Dann hielt der Storthingsprösident eine SlNsprache. Er vy™ u. a. folgendes aus: „Mes für Norwegenhoben Eure Majestät zum Wahlspruch genommen. Ties weist auf die großen Aufgaben hin, welche uns alle sammeln werden, in der sich'ren Zuversicht, daß Eure Majestät sich mit dem normen. Volke in vertrauend ollem Zusammenarbeiten treffen wird, eine Bedingung dafür, daß KönrK wie Volk, jeder für seinen Teil voll das leisten können, was sie zur Förderung ber Wohlfahrt und des Glückes des Landes zu leisten vermögen." Der König begrüßte sodann die Mitglieder des S^orthings als die Repräsentanten für Norwegens freies Volk. „Es wird, so sagte er, meine größte Freude sein, im Zusammen- wirken mit dem Storthing und in Uebereinstimmung mit dem Grundgesetz allen meinen Willen, alle meine Kraft einzusetzen, um dem Vaterlande zu seineur Frieden und zu feinem Glück' zu dienen." Unmittelbar darauf hielt der König den ernsten Staatsrat ab. Die Regierung legte ihre Aemter in Fwirei:' Zitate ceeia^ Khermge, Id?.' ^UÜtpp,:.. urmfff.Nw,' »roll-, :lmge $o(iliiteZ|| ALiahl 280 tu fl Nachiiahini, vlreng reell! udardl, Eeesiws e jo beliebter, tobten rnberzi ibkuchei illeslen Lebliichnn! I Äoetz-Nürnii 'zu den biHigjitiit ruber Ad« Nültöburg 11. die Hände des Königs. Ter König erwiderte hierauf: „Herr Ministerpräsident! Mle wissen, daß Ihre Regierung in ben verflossenen Monaten Norwegen mit Klugheit in einer Krise geleitet chat, die ihr die Dankbarkeit und Bewundermrg deS norwegischen Volkes eilt gebt adyt hat. Es würde mir unmöqlutz sein, eine Regierung zu bilden, die in so hohem Maße das Vertrauen des Storthings und des Volkes besitzt. Teshalb ersucht ich Sie und Ihre Kollegen brmgent), fernerhin dem Lande urn> mir Ihre ausgezeichneten Dienste zu weihen. Ich ersuche Sic, Herr Ministerpräsident, und Ihre Kollegen, mein erster Staats rat in einer Zeit zu bleiben, in der ich gerade den Beistand und die Stütze erprobter und angesehener Manner bedarf. # Ministerpräsident Michelsen antwortete namens feiner ...... ig anzunebmen. ßen wird ge- 11 , '■ u' 'ehr ptfl5 ’ IM 'Jlldusbutg H Ar. 280 Zweites Blatt. 1S5. Jahrgang Dienstag 8. November 1903 ^cjstsch« rrscheinl monallrch einmal. w ,4^7 jfltwc1 rißUanEj? Zur Erhöhung der Militörpenfionen. Tcm Vernehmen nach wird von nationalliberaler Seite der Antrag gestellt roerben das Mllitärpensionsgesetz diesmal nicht der Budgetkommission, sondern einer besonderen Kommission zu Überwelsen. Es ersch-mt allerdmgs nur auf diesem Wege möglich, in ab,ehbarer Zett eine Entkleidung irber d's Gesetz herbei-ufIhren, denn die Budgelkomnussirn hat bis zum Avril vollauf -u tun mit der ifarbcitunq d's Etets und nach den Osterferien ist auf ein beschlubfäblges Haus nicht j mtt Bestimm'heit zu rechnen. Tic LLsicht der Nutlonallchecalen | entspricht ebmso den Wicns i.-eu d r Regierung wie denen der rntev- c'fierten' Streife. Aller Wahrsckieinlichkeit nach wird aber bafll Zentrum erst selten wollen, wie bei der Finanzreform ..der Vase läuft", ehe es sich mit der Erhöhung der Milttarpensionen bv- 'chästigt. Zustatten kom-"t der. letzteren Materie, daß die Beratungen sieb diesmal abkürzen lossert, well auf die früheren. Bezug aenemtmen werden krnn. E? tst mdesien nieht geeignet, die Bewillig''nassreudiekeit d^s Reck^stags im allgemeinen zu. erhöben, daß letzt auch ostrsrikanische Farmer Ennch^dtgunaS- nfprüehe geltend machen wollen, wo noch Nicht einmal daS fixmto b'r f "dwestafrikanifchen beglichen ist. Die Volksvertretung ward mehr als ie den Begriff des unbedingt Notwendigen fu» Mir Richtschnur für ihre Bew-ll-gungen machen. Die Kapitulation Lamuel Isaak WitboiS. Wir erhielten gestern abend folgendes Original- Telegramm: Berlin, 27. Nov. Rach einer telegraphischen Meldung de? GonvernenrL v. Rmbeqnift haben sich Samuel Isaak Witboi, mf> sein Unterkapitän mit l7Großleutea iind ihrem'lnhang, sowie der Kapitän der Veldsä>oendrager, Hans Hendrik, insgesamt 74 Männer und -14 Weiber in Bersaba freiwillig gestellt. Dabei find 34 Gewehre abgeliefert morden, lieber d e Bedingungen der Uebergabe enthalt die Meldung keine Angaben. Eine Woche nach der Kunde vorn Ableben Hendnk WitboiS kommt diese erfreuliche Meldung. Es ist anzuneßmen, daß wir bald von weiteren Kapittilationen hören werde», denn Hendrik ivar offenbar die Seele deS Widerstandes der Hottentotten. Aber rote dieser, war auch der Sohn ein gefährlicher Gegner. Nachdem sein älterer Bruder im Kampfe gefallen war, wtirde er llnterfapitän seines Vaters. Bereits 1893 führte er im Gefecht bei NaoS gegen die Deutschen selbständig das Kommando, um drei Jahre spater an der Seite der Deutschen die KhauaS, Herero und Ovambandjeru zu bekämpfen. Am Verrat des Vaters nahm Isaak besonderen Anteil. Er hatte den Absagebrief Hendriks dem BezirkShaupt- mann von Gideon, v. BttrgSdorff, überbracht, der gleich darauf meuchlings erschossen wurde. Im jetzigen Hottentottenaufstande hat Isaak den deutschen Truppen viel zu schaffen gemacht. Allerdings an Einfluß konnte er sich mtt Hendrik, dem »gottgesegneten Befreier* nicht vergleiche«, und so mag er wohl selbst eingesehen haben, daß er den spärlichen Rest der Kämpfer nicht mehr werde zusammenhalten können und zog die Kapitulation dem Tode im Vev- zweiflttngSkampfe vor. Man darf wohl annehmen, daß feiner Kapitulation Verhandlungen vorauSgegangen sind, in denen er sich, wenn nicht Straffreiheit, so doch daS Versprechen gesichert hat, sein Leben zu schonen, das er, gleich seinem Vat« verwirkt hatte. bet Ausschußberichte über den Entwurf eines Gesetzes wegen. Feststellung eines zweiten Nachtrags 311111 ReichshanshaltS-Etai für das ^"chnungsjahr 1905 und den Entwurf eines Gesetzes wegen Feststellung eines zweiten Nachtrages zum Haus Halt- Etat für die Schutzgebiete im Rechnung: j.hre 1905 genehmigt. — Die „Nordd. Nllg. Ztg.^ schreibt: Dem Bundesrat ist soeben der Gesetzentwurf zugegangen, der die Aus- stellung von Einfuhrscheinen fiir Getreide nach Inkrafttreten des neuen Zolltarifs betrifft. Danach sollen für die Uebergangszeit vom 1. März 1906 bis Ende Februar 1907 der WerlbesNmmung bei beit Einfuhrscheinen, die gemäß § 11 des Zolltarifgesetzes vom 25. Dezember 1902 bei der Ausfuhr von Roggen, Weizen, Spelz, Hafer, Buchweizen und Spcisebohnen zu erteilen sind, die für Waren dieser Art vor dem 1. März 1906 gütigen vertragsmäßigen Zollsätze zu Grunde gelegt werden. Rur insoweit, als durch Borlegung von Bescheinigungen der Zollbehörden nachgewiesen wird, daß Waren der bezeichneten Art nach dem 28. Februar 1906 zu dem alsdann gütigen höheren Zollsätze eingeführt worden sind, sollen für die Wertbestimmung der Einfuhrscheme bis zur Höhe des Zollwertes der in den Bescheinigungen nachgewiesenen Mengen die vom 1. März 1906 geltenden vertragsmäßigen Zollsätze niaßgebend sein. Bei der Ausfuhr von Müllcrei- eczeugnissen, die aus den bezeichneten Fruchtarten im freien Verkehr hergestellt worden sind, finden diese Vorschriften entsprechende 9lnroenbimg. Dein Bundesrat wird die Befugnis vorbehalten, die Vorschriften des Gesetzes schon vor Ablauf der genannten Uebergangszeit außer Kraft zu setzen. Zur Ausführung des § 12 des Zolltarifgesetzes vorn 25. Dezember 1902, welches ferner die Stundung der Zölle für Getreide, Hülsenfrüchte, Raps und Rübsen, sowie für die daraus hergestellten Müllerei- und Mälzerelerzeugnisse ausschließt, hat der Bundesrat bereits dahin Beschluß gefaßt, daß die für Waren dieser Art gestundeten Zölle spätestens am 1. März 1906 einzuzahlen sind. — Wie die „Dtsche. Tagesztg." aus bester Quelle vernimmt, soll der bisherige Direktor des Kolonialamtes, Dr. Stübel, an die Spitze der neu zu errichtenden deutschen Gesandtschaft in Norwegen berufen werden.________ Ausland. London, 25. Noo. Das Komitee für die Herbei- beisührung eines guten Einvernehmens zwischen England und Deutschland wird u. a. eine Botschaft an beide Nationen veröffentlichen, in dem es heißen wird: „Wir wenden uns an die Bürger beider Länder, damit sie sich uns anschließen, um die jetzige Spannung in den Beziehungen zwischen den einzelnen Staatsangehörigen wie zwilchen den beiden Völkern derschwinden zu lassen". — Der Zweck der für nächsten Februar angesetzten Flottenmanöver besteht nach dem „Standard" darin, die Wirksamkeit der Verteidigung dec europäischen See- gruppierungen zu prüfen.____________________________________ Acer und KwUe. Deutschlands St r i e g § f 1011 e. Eine Darstellung der Entwickelung und des gegemväctigen Bestandes der gesamten Reichsmarine, ihrer Organisation, ihres Materials und ihrer Bemannung von Viktor Laverrenz. — Was an den bisher uns vorliegenden acht Heften zuuächt erfreulich auffällt, sind die vornehme Ausstattung in Druck und Papier und die vortrefflichen Abbildungen, nut denen die Verlagshandlung von Friedrich Kirchner in Erfurt in keiner Weise gespart hat. Gut, klar und mit zweckmäßigen Unterscheidungsfarben auSgestattet sind die Schiffspläne in Deckansicht, Längs- und Querschnitten, und wertvoll sind die Flotteu- lafeln, die den Bestand der Flotte an sich und in Gegenüberstellung mit der englischen, diese nach der Flottentafel deS Kaisers, erkennen lassen. Es fehlt auch nicht ein gutes Porträt deS Kaisers, eine farbige Kunstbeilage von Hans Bohrdt, und andere Tafeln in Farben- und Schwarzdruck mit Flaggen, Uniformen, Signalen usw. Betrachtet.man den Text, so wird man zugestehen, daß der Verfasser dem spröden Stoff mit Geschick gerecht geworden ist. Jedenfalls hat er mit Fleiß cm riesiges Material zusammengetragen, und wenn auch diese Sammlung die Lesbarkeit des Weckes im ganzen Zusammenhänge beeinträchtigen mag, so verspricht es doch in seinen einzelnen Abschnitten ein zuverlässiges Rachschlagebuch zu werden, und diese sind derart gestaltet, daß man sie bequem und ohne zu ermüden lesen kann. DaS Werk wird mit zwölf Lieferungen vollständig sein und soll gebunden 12 Alk. kosten. — Zu einer großartigen Kundgebung für die neue Flotten vor tage kam es in einer vom B e rl i n e r „B er e i n Deutscher S t u d e n t e n" einberuienen Studentenversammlung. Die stürmisch begrüßten Redner des Abends waren Professor Adol' Wagner und Generalleutnant z. D. v. Liebcrl. Ans ^tnDl und £aN. Gießen, 28. November 1905. *' Großh erzogs Dank. Die am 25. November im GesellschastSoercin vereinigte Festversammlung hatte an Seine Königs. Hoheit den Großherzog ein Glückwunschtelegramm abgesandt; darauf ist folgende Drahtantwort ein» getroffen: Für die treuen Glückwünsche der gestrigen Gießener Fesl- versainmlung sage. Ich herzlichen Dank. Ernst Ludwig. "Personalien. S. K. H. der Großherzog haben den Kreisamtmännern Ernst Krug von Nidda zu Mainz und Leopold von Werner zu Darmstadt den Charakter als „NegiernngSrat" erteilt. S. K. H. der Großherzog haben dem Gesangslehrer Willy Fahr in Darmstadt den Titel „Kauiincrsänger" verliehen. Am 17. November d. I wurde im Namen S. M. deS Kaisers mit Ermächtigung S. K. H. des GroßherzogS der Geh. Oberfinanzrat Born sch euer der Königl. Prenß. Provinzial-Steuerdirektion in Hannover und bec Herz. Braunschweig-Lüneburgischen Zoll» und Steuer- direltion zu^ Braunschweig als Reichsbevollmächtiger für Zölle und Steuern mit dem Wohnsitz in Hannover bei geordnet. ’ * Hubert Dietzsch, der Heldendarsteller unseres Stadttheaters^ im Winter 1898/99, der seit drei Jahren am Freiburger Theater wirkt, ist, wie uns mitgeteilt wird, unter glänzenden Bedingungen von Direktor Hahn für dos neue Kronprinzent Heater in Berlin engagiert worden. Herr Tietzsch steht ans der Zeit seiner hiesigen Tätigkeit l/.er noch in sehr gutem Andenken; eS wird Viele jetzt freuen zu hören, daß er auf seiner künstlerischen Laufbahn einen weiteren großen Schritt vonvärtS getan hat. • • Als Gratifikationen an städtische Arbeiter, welche den Sommer über dauernd im Dienste der Stadt ziir Zufriedenheit tätig gewesen waren, wurden in diesem Jahre von den Stadtverordneten 2560 Mk. bewilligt. Es erhalten 70 Arbeiter Beträge zwischen 18 bis 40 Mk. * • Besitzwechsel. Fuhrunternehmer Karpf kaufte von Leopold Schlatter dessen Besitzung Neuenweg 6 für 28 250 Mk. — Das Anwesen des Restaurateurs Earl Heinrich Stückrath, Ma rburgerstra ße 27, ging für 64 000 Alk. an den Restaurateur Schul in Altena i. Wests, über. * * Ein Unfall stieß gestern nachmittag einer bejahrten Frau in der Walltorstraße zu. Sie wollte einem Wagen mit zwei scheu gewordenen Pferden auswelchen und kam dabei 511 Fall. Im selben Augenblick fuhr ein Kutscher auf die Frau zu, erst im letzten Moment sah er die Frau und es gelang ihm, sein Gefährt sofort zum Stehen zu bringen. * * Radaumacher. Gestern abend machten sich vier junge Leute, welche blau gemacht heuten, des qualifizierten Hausfriedensbruchs in einer Wirtschaft am Asterweg schuldig. Als der Hauprkrakehler verhaftet wurde, leistete er Widerstand und seine Begleiter versuchten ihn aus den Händen der Schutzmänner zu befreien. Dies hatte zur Folge, daß arte Vie. |e)tgenommen wurden. * * Bra i?d. Gestern nachmittag zwischen 3 und 4 Uhr brach im Dach stock des ckioß scheu Hauses in dex Schützen st raße Feuer aus und z e r st ö r t e den D a ch - ft 0 ck. Ms Ursache des Brandes erscheint schadhafte Feuerungsanlage in einer Wohnung der Mansarde, deren Bewohner abwesend waren. * * Prämiierter Geflügelzüchter. Bei einer in Nollberg-Mühle (Nheinl.) abgehaltenen allgem. Geflügelaussteltung erhielt Johs. Hecker, Mitglied des neuen Geslügelzuchrvereins Gießen u. Umg. von 1903 einen 1. und einen 2. Preis für Hühner. ** Zum 100jährigen Bestehen des Groß- Herzogtums Hessen. &m 14. Ltugust nächsten Jahres sind 100 Jahre verstossen, feit Hessen Großberzogtum ist. Landgraf Luowig X. trat damals dem Rheinounde bei und nahm als souveräner Fürst die großberzogliche Würde an. Er nannte sich Ludwig I. Anläßlich oer Wieoertehr dieses für die Entwicklung Hessens wichtigen Tages sind größere Festlichkeiten geplant. Ter Großycrzog beabsichtigt die Stiftung einer Erinnerungsmedaille, und auch auf verschiedene andere 'ütrten solr das Andenken an diesen Tag gefeiert werden. ** Weihna chtssendungen. Tie Reichspostverwal- tun g richtet auch in diesem Jahr an das Publikum das Ersua)en, mit den Weihuachtsversendungeu bald zu beginnen. Tie Pakete sind dauerhaft zu verpacken. Tie Aufschrift der Pakete muß deutlich, vollständig und haltbar hergestellt sein. Staun die Aufschrift nicht in deutlicher Weise auf das Paket selbst gesetzt werden, so empfiehlt sich die Verwendung eines Blattes weißen Papiers, das der ganzen Fläche nach aufgcUebt lverden mutz. Bei Fleischsendungen und solchen Gegenständen in Leinwandverpackung, die Feuchtigkeit, Fett, Blut usw. absetzen, darf die Ausschrift nicht auf die Umhüllung geklebt werden. Am zweckmäßigsten sind gedruckte Aufschriften auf weißem Papier. Ter Warne des Bestimmungsortes muß sämtliche Migaben der Begleit- adresse enthalten. Auf Palelen nach größeren Orten ist die Wohnung des Empfängers anzugeben. Zur Beschleunigung des Betriebes trugt es wesentlich bei, wenn die Pakete frankiert aufgeliefert werden. Tie Bereinigung mehrerer Pakete zu einer Begleitadresse ist für die Zeit vom 10. bis 25. Dezember im inneren deutschen Bertehr (Neichs-Post- gebiet, Bayern und Württemberg) nicht gestattet. Auch für den Auslandsverlehr empfiehlt es sich im Interesse des Publikums, während dieser Zeit zu jedem Pakete besondere Begleitpapiere auszufertigen. •• Das städtische Freibad an der Lahn war in der letzten Saison von 34 773 Badenden besucht. In den einzelnen Monaten stellte sich die Frequenz der Anstalt wie folgt: Mai 740, Ium 12 529, Juli 15 204, August 5984 und September 266. 9(m stärksten war das Bad benutzt am 1. Juli, von 1150 Badegästen, während am 17., 21. und 30. Juni, 2., 3. und 5. Juli ca. 900 bis 1000 Badende das Freibad benutzten. "Evangelischer Bund. Man schreibt nnS: Der hiesige Zweig-Verein des Evangelischen Bundes hat nun sein diesjähriges Winterprogramm feftgclcgt. Der erfle Familien-Abend soll am 10. Dezember im neuen Saalbau gehalten werden. Der Kirchengesang-Verein hat seine Mitwirkung freundlichst zugesagt. Als Redner ist der aus seiner früheren Gießener Wirksamkeit her noch wohlbekannte Geh. Kirchenrat Professor Dr. Kattenbusch-Göttingen gewonnen, der über die „Zustände in der russischen Kirche" sprechen wird. Da einerseits dies Thema augenblicklich das größte Interesse erweckt, andererseits der Referent auf diesem Gebiete autoritative Geldung besitzt, so darf man wohl einem in jeder Beziehung anziehenden Abend entgegen sehen. Ein zweiter Familien-Abend soll dann am 14. Januar folgen, auf dem Pfarrer Lie. Dr. Diehl-Hirschhorn reden wird, auch von früheren Gelegenheiten her hier in gutem Andenken stehend. Redner und Thema des dritten Abends, am 18. Februar, werden später noch bekannt gegeben werden. " Klein-Linden, 27. Noo. Dasselbe verwerfliche Agitationsmittel wie in Lang-Göns haben die Sozialdemokraten bei der Landtagswahl in unserem Dorfe angewandt, indem sie ein Mitglied deS KriegervereinS ohne sein Wissen und Willen als sozialdemokratischen Wahlmann aufstellten. Die Sozialdemokratie scheint eS darauf abgesehen zu haben, in die Kriegeroereine Unfrieden und Streitigkeiten zu bringen. Hoffentlich gelingt es ihr bei dem hiesigen starken Kriegeroerein nicht. D Orten berg, 26. Noo. Unter großer Beteiligung der Bürgerschaft und Vertreter der Gemeinden fand gestern die Einweihung des BezirkssparkassengebäudeS statt. Das Hans wurde im Laufe dieses Jahres zu seinem Zwecke umgebaut und ist in seiner Anlage als äußerst zweckmäßig zu bezeichnen. Nachdem die Mitgliederversammlung, welcher KreiSrat Boeckmann-Vüdingen als Regierungsvertreter beiwohnte, getagt hatte, versammelte man sich im Gasthause „zur Post" 511111 Festesten. Mit der Einweihungsfeier beging man zugleich auch die Geburtstagsfeier des Landesherrn, welchen Kreisral 29occfmann in sehr beifäUig_aufgenommenem Toast als rechten Landesvater schilderte. Präsident LandtagSab» Weber hielt die C weihungSrede mit dem Wunsche ein^ flöten geschlichen Weiterentwickelung deS Instituts, über besten günstigen Abschluß Direktor Fr. Lenz berichtete. Cber. amtsrichter Tr. Fuhr brachte eine geschichtliche Entwickelung des SvarkassewesenS im Bezirks. An die Feier schloß rt* abends ein sehr besuchter Bierkommers. 1 Ulfa, 25. Nov. Landwirt Konrad Bast beging heut» mit seiner Ehefrau, geb. Schneider, das Fest der goldnen Hochzeit. Die Feier wurde im engsten Familienkreise jn aller 'Stille abgehalten. Die beiden alten Leute, die ein Alter von 78 bezw. 69 Jahren erreicht haben, können drei Urenkel ihr eigen nennen. Trotz seines hohen Alters be» sorgt der Jubilar noch fast alle Feldarbeit seiner Schwieger, tochtcr und auch seine Ehefrau ist körperlich und geistig außerordentlich rüstig. Amöneburg, 26. Roo Die Am t s e n t sc tzuno des Bürgermeisters Weber wegen unerlaubter Gni. femung ist in voriger Woche erfolgt. Tie Neubesetzung der Stelle wirb, sobald oas Erkenntnis rechtskräftig p worben ist, ausgeschrieben. Es ist auch die Anstellig eines Staotschreibers in Aussicht genommen. (H. Franksurt, a. M. 25. Nov. In der letzten Stahl, verorbnetenversammlung wurde über die N eu ordnun- der £e l) re rgcl) älter beraten. Obschon in Frankfurt ft* die Lehrer bezüglich der Gehälter so gut wie in einer etnbi stehen, hatte der Magistrat eine Aufbesserung um 1701.100 M. vorgesehen. Der Ausschuß, welcher mit der Prüfung beauftragt war, ging über die Magistratsvorlage um 90000 Mk. hinaus. Die Stadtverordnetenversammlung üimnitt gegen den Widerspruch des Magistrats den Beschlüßen de? Ausschusses zu. Von den 260 000 M. sind vorgesehen: für Gleichstellung der Direktoren 2000 Mark, Verminderung bei Pflichtstundenzahl 16 000 Mark.; Stnndennachlaß für 23er. Wallungen 8000 Mk., Alterszulage 52 009 M., (Btunben. Honorar 57 000 M., Mietsentschädigungen für Lehrerpcrionkr. in den Vororten 13180 Mk., Mietszuschuß 63 920 M„ Alterszulage für Lehrerinnen 11260 Mk., eine Funktion^, tage für Mittelschullehrer von je 200 M., Gehaltserhühuugin für Rektoren 2500 Mk., für Zeichenlehrer an höheren Schulen 1800 Mk. und für akademisch gebildete Lehm 28 000 Mk. — Die Auto mobil - und Fahrr adanz. ftellung hat einen Uederschuß von 5 0 000 Mar.' zu verzeichnen, der an die vier veranstaltenden Vereine ver« teilt wird. Hanau, 27. Nov. Eine Versammlung deS Vollo vereinS für das katholische Deutschland prach in einer einstimmig angenommenen Resolution gegen weitere Besteuerung dringender ßebenßbebirj. nisse, vor allem gegen die geplante Steuer auf 2»bot und Bier sowie gegen die Fahrkarten st euer aus. - Kaufmann Sch mahl aus Offenbach verübte hier dabuch Schwindeleien, daß er sich für einen „Leutnant Weil' ausgab und gegen Ausstellung eines fogenanten „Ehren, scheins" von Leuten Geldbeträge entlieh und dann von hier spurlos verschwand. Durch Bcrmütelung der hiesigen Sliimi» nalpolizei wurde er in Treuchtlingen in Bayern verhaftet, wo er als Kavallerie-Ofsizier Walter auftrat. (y. Z.) Sammlung für die Opfer des Mastenmordes in Rußland. A. Keßler, Gießen 10 Mk., Max Slahlberg 20, Wilh. RnboÄ 50, Frl. Lemcke 10, Israel. Gemeinde Staden und 9larf)bargcint$v 47, Israel. Gemeinde London 64, Israel. Gemeinde BeM» Israel. Gemeinde Holzheim a. M., Weinberg 50, G. EdMr, Beuern 5, ftrau R., Gießen 3, Karl Schlüler 10, Gebr. Imb»» 10, Theodor Haubach 10, Prozessor E. 10, E. Ehallier 3, A.H.H Geh. Rat Prozessor Tr. Bossius 10, Vergnügungsverein jinija Kaufleute 15, Landgerichtsrat Kullmann 5, StadtverordneterO n 10, Apotheker Schmieder 10, Inderthal 5, Stadtverordneter Latch 'Meyer Löwenstein, Wieseck 20, Hermann Statz, Wieseck 15, "cb Stern II., Wieseck, 10, Joses Meyer, Wieseck, 5, Samuel '-Hauir, wieseck, 10, Joses Katz, Wieseck, 15, Juda Katz, Wieseck, 20, Iulivt Kali, Wieseck, 10, Michael Stern, Wieseck, 5, Julins Stern, Airsch 5, Leopold Löwenstein, Wieseck, 15, Louis Stern, Wieseck, 10, r Gutsmuth, Wieseck, 5, Meyer Grünewald, Wieseck, 5, Max Gnu» bäum, Gießen, 10, 91. N. 10, E. B. 5, L. L. 5. Dermi|d?te»« • Genickst arre. Aus Godullahütte, Biskupitz unb Hennersdorf in Oberschlesien werden neue Todesfälle ae Genickstarre angezeigt. Im Knappschaftslazarett ’n Zabrze sind gegen 60 Kinder untersucht worden, die wär' rend der Genickstarre-Epidemie erkrankt waren und rokM gesundeten. Leider mußte der Arzt die Feststellung machcr daß etwa 20 Kinder Krüppel geblieben sind. Einizk Kinder haben die Sprche verloren, andere wurden taud, wieder andere sehen schlecht. * (Sine Reihe schwerer Seeunfälle wird aui Hamburg, Lübeck und anderen deutschen Hafenstädten meldet. DaS mit Kohlen beladene Segelschiff (Soulant ist * Sturm auf der Fahrt nach Drammen in Norwegen nii; Mann Besatzung untergegangen. Der Schoner Msteria» i auf der Reise nach Schottland mit der ganzen Besaht untergegangen. Das Segelschiff Maria Luise ging mit. W ganzen Besatzung in der Nordsee unter. Tas BarW Thomas Perry ist an der holländischen Küste gesunken. * Mann der Besatzung ertranken, ein siebenter starb später, Die noch übrigen wurden von einem vorbeifahrel'b^ Dampfer gerettet und in Rotterdam gelandet. Der ungc« wöhnlich heftige Sturm der vorletzten Nächte richtete un Hamburger Hafen großen Schaden an. Der Stumirczen. war an der ganzen Küste mit Gewitter verbunden. Die Scni* peratur dort ist ungewöhnlich hochgestiegen. Der watzcc- stand errreicht fast den Sturmflutstand. • Ein teurer Zahnarzt. Die Newyorker Zeitungen beschäftigen sich augenblicklich angelegentlich mit einer zahnärztlichen Rechnung. Ein Zahnarzt Daily hatte die Ehre, dem Prinzen Louis von Battenberg während seiner Anwc^n- heit mit dem englischen Geschwader vier Zähne zu plombieren. Mr. Daily ist Autorität auf dem Gebiete der Zab>^ Heilkunde und wird in der Regel nur von amerikanischen Millionären aufgesucht. Offenbar hielt er den englisch"' Prinzen für gleich leistungsfähig wie diese, denn er sandt! ihm eine Rechnung von 4000 Alk. ein. Der Prinz hast.' demnach für jeden Zahn 1000 Mk. zu zahlen. Ec ließ du Rechnung durch den englischen Generalkonsul begleichen, b* sich jedoch eine Spezifizierung aus. knitter V. ”» V^' uer l "i^'Nk von 801 * "ni ML Ute, fit Ä. f’t: , ha''®« 1 i™rbf» ' a «II en erf füei(f)tcr 1' «tilget,«. ***l SLS fei I EJitien, teÄ"111 ' ^hrei, - bit91.rn-.Tr. nc ic denen iiir bit9lflff)f( ürtbnrg un 'Port ' wtlkbe StvMor bin Sw" 6,r3kt lkreh ;■ ’ ' ort,«n Neiiboi, bei 'St N ber 91e ■ ’ >???"» Ela „ J,n 1-27.9100^, Eb" iU dak SZ Zebel W snP er r-'Ä klÄ * den Tabak ge, s.t ?. xon'ebling m 1 ..‘,n Krönung. ~( M y.® ■ eines Nicha Mch einer llläi 1 Htiniiiva-slongr e s • bi- ^udenheszen aus i^.-ichberechtiguni -oc^üqlijie Sluibcbiing lernt wirb. Ebenso f -rift in ben «oltS i fciler erteilt wird. 9 1 rrcctn würbe der Kon Es verlautet, ! : 75000 Arbeitern : bester an. Von der Meut isssiziös folgendes gemi Jfnftcn des Kreuz, injotben, das Schiff ferne hat mit den V - macht, lieber die Fef : ffinqt worden. — Na i bf'fitiqnnqen sämtlich 1 Stobt beherrschen, in H irten, sie würden je! otne Erlaubnis in Set fein, gegen die Gruppe erv Mediziualrat Dr. Ludwig Matthias, Lauterbach. — Herr Georg Nürnberger, Liudheim. — Herr Justus Ludwig, Marburg. — Herr Gemeindeoo rsteher und Standesbeamte Friedrich Neinstädtler, Dorlar. m t Verlobte. Fräulein Thekla Heuser, Nieder-Gemunden, nut Herrn Theodor Tieck, Berlin. "ferne hat mit den Matrosen gemeinsame Sache ge- Mckt. Neber die Festung ist der Belagerungszustand ver- hönat worden. — Nach privaten Meldungen sind die Land- icieittigungen sämtlicher Forts, die den Kriegshafen und die Lwd't beherrschen, in den Händen der Meuterer, welche er- pätten, sie würden jedes Schiff in den Grund schießen, welches ohne Erlaubnis in See geht. Die Meuterer sollen entschloffen sein, gegen die Truppen, die zur Unterdrückung der Revolte oikßesandt werden, zu kämpfen. Ein Petersburger Korrespondent meldet, daß die Gruppen in allen Teilen deS Reiches sich den Revolutionären anschließen. DaS Kriegsministerium ertielt Depeschen von den Militärbehörden in Odeffa, Ascha- lab, Taschkent, Kiew, Charkow, Warschau und Astrachan, iit alle darin übereinstimmen, daß Truppen-Revolten bevor- Ifccn. Die Militärbehörden melden, mannigfache Anzeichen •juiädhcn dafür, daß eine allgemeine Meuterei geplant sei. ihlberg 20, » .dm unWWv ad. Gemeinde Üi- einberg 50, 0. £ luter 10, Gebr.r- 0, 6. Challier 8,i Sergniignngsverein 5 LladlvewrdnM 5,' Stabroerorbnti«; nn Katz, Wieje-i b sniiejetf, 5, Cainnr. f 5, Julius Stern.- „'s Stern, W ü WA*' o L. 5. sind ertrunken. Rom, 28. Nov. Wie verlautet, hatte Kaiser Wilhelm das italienische Königspaar eingeladen, ans Die Thronrede zur Eröffnung des Reichstags (Drahtm eld ung des G i e ß. A n z.) Berlin, 28. November. Die Eröffnung des Reichstags fand Hencke mittag 12 Uhr statt. Tie vom Kaiser verlesene Thronrede weist auf den Abschluß der H a n d elsver tra ge hin und bespricht die Lage der Reichsfinanzen, unter der die Bundesstaaten schwer zu leiden haben, .ue Reform v o r s ch ls g e der Regierungen lassen den notwendigen Unterhalt des Volkes frei und wollen die neuen Em- 4% Oesterr. Goldrente. . 100.35 4'/. Oesterr. Silberrente 100.60 • --- 96.05 — Wie die N. Fr. Pr. von der Wiener Universität berichtet, fctic derzeit für die Nachfolge Nothnagels Professor Wilh. v. L e u h e n ffß; ü r z b u r g im Vordergründe der Kandidaturen, lieber die fohroc, welche Professor v. Krehl aus Straßburg veranlaßten, die •fri-.mi« und) Wien auf Nothnagels Lebckanzel abzulehnen, wird ■ Berlin berichtet. Krehl batte einige Tage in Wien geweilt und kn i nfortige» Neubau der Klinik verlangt. Als ihm aber geantt rjiKrt wurde, daß der Neubau erst nach einer Reihe von Jahren r Umgriff genommen werden könnte, haben sich die Verhandlungen h lrizten Moment zerschlagen. , ! 3 ena, 27. Novbr. Die Studierenden au5 Rußland .«den zu erkennen, daß sie die hiesige Universität v e r I a s s e n raten, wenn die Universitätsbehörde noch länger die bisherige >rckhaltung bewahrt. Der Streik dauert schon die vierte kk» b ohne daß die Stichhaltigkeit der gegen sie gerichteten An- ijrfe erwiesen ist. et* M» neue Snuppi^f151"'* erji# werd» ■ rankt wai-n W_ ■ di- L. „ebliebcn f* „ ,n / andere MM- Seeunsälle ijj deutschen Ml iz.. l. : wS hiili J h" X, Ieit ieititt 1 M N ««unetltiijj di- 4 .Wunen. jn bet ,b,e .Steu0[4 »on m z, * * in fllmnij „„ )ct nut dec ° ltsvorlage wiammiung • §3en Beschul fmb vergeh Verminte ndennachlaß i 2009 M„ c- gen für Lehnu 'Zuschuß 63 92'. Nk., eine Juiü- Gehaltse^. henlehrer an: >nisch gebilbek. und Fahrns von 50 000! stattenden Sein Äerichtslaat. Das fürstliche Testament. Unter der Anllage des 'k rniges mußte sich der „Privativ Freiherr Robert :t Pagen Hardt vor der neunten Strafkammer des «tichts I zu Berlin verantworten. Der 24 jährige Angeklagte »irde aus der Strafanstalt Plötzcnsee vvrgefiihrt, wo er eine Hh wegen Betruges in vier Fällen zudiktierte einjährige Gefang- N.strafe verbüßt. Erst kürzlich stand v. Pagenhardt >n)ttr der Nülage des Betruges uiid des Diebstahls vor dem Schoffen- ffeck't I und wurde zu einer Zusatzslrase von sechs Monaten Ot jckngnis verurteilt. Er hatte seinerzeit bei einem Pfandleiher trhieve Brillantringc entwendet. Außerdem hatte er einen Mllner tri 270 Mark erleichtert. In diese Betriigsaffärc svielte schon m Testament des Großvaters des Angeklagten, des Fürsten t Isenburg-Büdingen hinein. Mit demselben Schrift- Ifct? hat u. o. auch die Mutter des v. P., die Prinzessin 'iloxandra v. Psenburg, gearbeitet. Auch in dem nun- rtfr zur Anklage stehenden Betrugsfall spielt jenes ^.estament ipic Rolle. Durch einen Herrn R. wurde der Juwelier E. mit ih Angeklagten bekannt. Wie E. behauptet, habe ihm v. Pageu- Ifctbi mitgeteilt, er sei kürzlich wegen eines Jugendstreichs von ih. im'irttembertnschen Ulanenregiment in Stuttaart entlasten und W,. bis ihm in etwa drei Monaten die Erbschaft seines stftotz- T!cr5 in Höhe von 50—60 000 Mark auSbe^Uilt würde, leinen Intrezrb. Der Juwelier ließ sich verlefteu. dem Angeklagten Ju- ■teltnt im Werte von 800 Mark auszuhändigen. Der ryreiherr Jstte: nichts eiligeres zu tun, als die Brillanten zu verietzem Erlös war bald in leichffinniger Gesellschaft DerjubeU. Das Lflannent war an sich echt, die Gesamtsumme durfte dem Si'btn des Testators gemäß erst im Jahre 1912 an verschiedene Grhit verteilt werden. Der auf den Angeklagten entfallende Lil der Erbschaft beträgt aber nur etwa 7000 Mark. j.er -ÄtZhof kam zu einer Freisprechung, da E. die sonst •gribtte Vorsicht im Geschäftsverkehr nicht be- •ctH-et habe. Oie Strafkammer z u T r a ii n st e i n (Bauern) verur-- liilte den vormaligen Burenober st L ud w i gvonFol e w sri, Bdkedositzer in Bergen, wegen Bigamie, Meineids und Urkunden- ffilicboiuig zu einem Jahr und sieben Monaten Gefängnis. M ü n ch e n - G l a d b a ch , 24 Nov. Der Taglohner Johann ppitrmen, der zahlreiche grauen überfallen, vergewaltigt ui Bberaubt hatte, wurde vom hiesigen Schwurgericht zu emer Qriaumtstrase von 14 Jahren Zuchthaus verurteilt. tand' orfcrc; Sie tmK lelegentl'ch ||e r; ■«* K Wt. «»' b " ,on it i,el. dl»" ' s. em i einem M. -»»s-. cn an. £::• jtter Verbund - • Eine oldenburgifche Exzellenz. Exzellenz ist geworden der pokerkundige Ruhst rat — Spielend hat er erreicht, was sich der Muhe versagt. Bebel (für sich): „Es ist ja schön, einem damit zu jroScn, daß er hinauSfliegt, wenn er nicht gehorcht, oder daß rni ihn zerschmettert, wenn er nicht gleich vor einem bin» riet, aber: „Gehorche, oder ich enterbe dich!" daS klingt jod) ganz anders. Dem Geier sei Dank, daß ich daS jetzt rjd> fügen kann. 3% Portuaiesen „ IH 4>5°/6 russ. Staatsanl. 1905 414° n japan. Staatsanleihe 1 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose...... 4% Griech. Monopol-Anl. . äussere Argentinier . nahmen dem Bier, dem Tabak, dem Person en ver^ kehr und Güterumsatz, sowie einer Reichs-Erbschaftssteuer entnehmen Die Thronrede bespricht sodann die Notwendigkeit der Flottenvorlage und deren Inhalt und kündigt die Regelung des Versorgungswesens für Offiziere und Mannschaften deS Heeres und der Marine, eine Mänderung des Börsen- g c s e tz c s und eine Vorlage über die Erwerbung der Rechtsfähigkeit der gewerblichen Berufsvereine an. Unter Hinweis auf die Lage der Schutzgebiete wird sodann e;nc Vorla ■ üb r den Bäu leistungsfähiger Verkehrswege in den Schutzgebieten angekündigt. Das Reich steht zu allen Mächten in korrekten und zu den m e i st c n Mächten in freundschaftlichen Beziehungen. Die Tbronrede gedenkt weiter des Friedensschlusses, der den Eintritt Japans in die Reihe der Großmächte zur Folge hatte, spricht Ruß- land Shmpathien für die Neuordnung seiner inneren Zustande aus und beglückwünscht Norwegen. Wie ein Blick auf Deutschlands internationale Stellung zeigt, haben wir fortdauernd mit einem Verkennen der deutschen Sinnesart und mit Vorurteilen gegen den Fortschritt des deutsck)cn Fleißes zu kämpfen. Die bei der M a r o kko - ?l!ngelegenheit vor- handenen Schwierigkeiten entspringen der Neigung, die berührten Angelegenheiten opne unsere Mitwirkung zu erledigen. Solche Strömungen können an einem Punkt unterdrückt werden und an einem anderen Punkt wiederkehren. „Es ist mir eine heilige Sache um den Frieden des deutschen Volkes, aber die Zeichen der Zeit machen es der Nc.lion zur Pflrchr, die Schutz wehr gegen unberechtigte Angriffe zu verstärken. Ilm so sicherer mag es dann gelingen, die friedlichen Ziele des Dreibundes zu verwirklichen." Aan8et und JerkU'r. Volkswirtschaft. Märkte. Gießen, 28. Nov. Marktbericht. 9(uf heutigem Wochenmarkt. kosteten: Butter rr. Pst). 1.10—1.20 Mk.. Hühnereier 1 St. 8—9 Vfg.. 2 Stck. 00—00 Pfg., Gänsecier 15—OO Psg., Enteneier 6—7 Pfg., Käse Pr. Stck. 6—8 Pf., Käsematte 2 Stck. 5—6 Pfg. Erbfen pr.Liter 21 Pfg., Linsen pr. Liter 32 Pfg., Tauben pr. Paar0,80-1,00 Mk., Hühner pr.St. 1 00—1,60 Alk., Hähne vr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stuck 1'80—2 20 Tlf., Gänse vr. Pst). 60—70 Psg., Ochsenllcisch vr. Pfd. 72—82 Pfg., Kuh- und Rindfleisch vr. Pfund 70—72 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 80—90 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Blund 94 Psg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70-80 Psg., Hammelfleisch pr. Vhmd 50—76 Pfg. Welsche per Psund —— Kartoffeln vr. 100 Kg. 5 00-5,50 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 6,00-8,00 Mk., Milch per Liter 20 Psg., 9(evfcl vcr Pfund 10 bis 25 Psg., in Körben 00 Pfg., Nüsse 100 Stück 30—40 Pfg., Birnen per Pfd. Mk. 0.19—0.20, Weißkraut per Stück 8—10 Pfg., per Zentner Mk. 2.00—3.00. — Marktzeit 8—2 Uhr. WSiftnIliHÄedttM »rr ssodrvWr in btr Stobt ®ie§rn 43. Woche. Pom 22. bis 28. Oktober 1905. Einwohnerzahl: angenommen zu 28 000 fink!. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 14,84 nach Abzug von 0 Ortsfremden: 00,00 n/no. Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensiahr: 2.—15. Jahr i kiele Mahnung richtet eine Dame anläßlich eines Vortrages jn New-Hocker Frauenklub an ihre Zuhörerinnen. Die Rebncrin führte au§: „Auf keinen Fall heiraten Sie einen «lärm, der nicht raucht! Nach meinen reichen Erfahrungen find alle Männer, die nicht rauchen, ungeduldig und streit- si5)kig und besitzen keinen Humor. Besonders nach dem ^iner, wo der Mann doch seine besten Seiten zeigen soll, ji der Nichtraucher unausstehlich. Er geht rastlos im Jimnicr auf und ab, weil ihm etwa? fehlt, und sucht irgend eine Veranlassung, um räfonniercn zu können. Der Raucher togrgen zündet sich nach Tisch mit großem Behagen seine gtnarrc an und befindet sich dann in einem Zustand der glücklichsten Zufriedenheit. Ich bin überzeugt, daß die Vor- schumg bestimmt hat, der Mann soll rauchen, und daß sie liqen§ den Tabak geschaffen hat. Mit einem Mann also, der der Borsehung in diesem Punkte nicht gehorcht, ist etwas nicht: in Ordnung. Darum rate ich Ihnen, meine Damen, im Interesse Ihres Glückes und Ihrer Zukunft, jeden Hei- toMantrag eines Nichtrauchers auszuschlagen:" Ausstsche ^HeiligReifen. Nach einer glänzenden Rede NodiczowS faßte der Hemstwo-Kongreß einstimmig eine Resolution, in welcher die Juden hetz en aufs schärfste v er u rte i lt werden und die Gleichberechtigung sämtlicher Bürger und die un- «^ugliche Aufhebung aller AuSnahmeges. kategorisch verfangt wird. Ebenso fordert sie einstimmig, daß der Unter- richi in d en Volksschulen in der Muttersprache der ZchLler erteilt wird. Nach Erledigung einiger Organisations- jragen wurde der Kongreß geschlossen. ES verlautet, 33 Petersburger Fabriken mit 15 »0 0 Arbeitern kündigten die Entlassung der Arbeiter an. Von der Meuterei in Sewastopol wird heute November ine ter i 0° -ziert olute itigteit ative )tigkeit Achtung )stärke Wetter 1905. Baro au rebii S o o -O H । Abs Feuch pna-2 P1G Windi Win! • 27. 9*5 740,1 + 7,1 6,7 88 SW 4 Sonnenschein 27. 9" 742 8 + 3,5 4,8 82 WSW 2 KlarerHimmel 28. 725 743,9 + 3,4 4,9 83 w 4 Bew. Himmel Danksagung 08014 eil la. Mandeln, sauber, ohne Schalen u. Bruch p. Pfd. 80Pfg. P- Prima allergrösste handgewählte p. Pfd. Mk.,1.10 u. 1.20 x. V Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verluste sagen innigsten Dank ff. Blütenmehl 5 Pfd. ä 16 Pfg. 10 Pfd. L 15 Pfg. hoohf. Diamantmahl 5 Pfd. ä 18 Pfg. io Pfd. ä 17V2 Pfg. 25 Pfd. Mk. 4.25 Allerfeinstes Schneeflockenmehl 5 Pfd. ä 19 Pfg. a“/u] 10 Pfd. ä 18 Pfg. ßonroö Rödsmell nnb Frav geb. 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WiWcii xmii 08016] Wcstaulagc 9,11 Giessener Konzert-Verein Mittwoch, den 6. Dezember 1905 Anfang abends 6 Uhr pünktlich mit einer Ende gegen 8 Ufo Hauptprobe Dienstag, den 5. Dezember, abends 6 Uhr in der Stadtkirche MAMWrs leichte Compioirarbeitcu . Arfvxrftt yflllfp mt mt ^ctzri'tliche Meldungen m08003 Vollssiück in 3 Akten an beti Gießener Anzeiger erb. • von Oslar Walter u. 2tx> etc» sauberes Mliöchcil gesiicht. [080111 Lcltcroweg Zz. Iflr, !2St UÄÄ'j i [ ^.-'^^b l'sche" I la-i - Un'v^. «. La"^ ' dn-rrir'- T^jüiön cä°lk>r" , /" .,iL'-rt'c’b.c=^ . i «ilwe,M.Soer,2o.X.,gr.|chl.rl'- 1600 o^riarv.u.Vei.e.elcg.btt- * V.EHe m.s.cho.g.H.iv.a.o.P.i ciuu- Alt. Nichlan.Br. a.,Fides'Bell-.- _________________«J“ ii -- Zwei große 17 all ar Qm allen gewötbte ilvilCI Rahnstem zu Wenilagcr geeignet, zu verm. 6874] Näheres Fransturt. Str. 29. Welcher Htindltt nimmt einem Päcliter vom 1. 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Das vierte Konzert (Erster Kammermusik-Abend) findet am Sonntag den 17. Dezember statt. — Gast: Fräulein Louise Schmidt (Sopran), Berlin t»l c,Y* erteilt NuchhiUc in W CI lisch mib KrauzSit'ch Echristlictie Meldungen an den Sdievener 'Anzeiger ero^ rühnachtOwsch I Zg. Wabd)-,53 163 OOO^tB.,wirt scl).erz., w.Heus m. edelg. Heii-n. Lerm.n.ei'.^.1" C.har.Bed.Ofs.n.^elaia^»^ 6928 C ichweg 7 (Ecke <Är. Steinweg) ist eine schöne 4-Zimmerwohnung mit Zubehör, der 9leuzeit eulspr. eingerichtet, per sofort od. später zli vermieten. 62161______Näheres im Laden. |3 Zimmer | Süd-Anlage 20 [6680 8 Zimmer zu vermieten. rOesl.Aulage 88 [07948 hübsche 3-Zimmerwohiiung per 1. Tezemb. od. später zu vermiet. Bei Wirten gut eingeführten Vertreter für Zigaretten für Gieße» n. Marburg gesucht. Lohnende Nebenbeschäftigung für Zigarren- pp.-Verlreler. Fr. Off. sub F. B. W. 5024 an Rudolf Mosse, Frankfurt a. M. Zum Verkauf von ringfreiein kllAAkr-'Äciiociß werden tätige 8a2,/n Herren welche b. b. 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