Erstes Blatt. 155. Jahrgang Mittwoch 29. März 1905 Pie Heutige Kummer umfaßt 10 Seiten, Politische Tagesschau. Graf Bülows Erholungsreise. R. Berlin, 28. März. Es liegt dem Vernehmen nach in der Absicht des Grafen Bülow, in der Osterzeit eine Erholungsreise nach Italien anzutreten, falls nicht unvorhergesehene Ereignisse, speziell auf dem Gebiete der hoben Politik, sein Verbleiben in der Reichs- Hauptstadt erforderlich machen. Die Wintersaison war für den Kanzler recht anstrengend. Sie reichte für ihn eigentlich zurück bis in den verflossenen Sommer, nämlich bis in die Zeit, da er mit Herrn v. Witte zu einer Verständigung über den russischen Handelsvertrag gelangte. Das Verlangen des Grafen Bülow, auf kurze Zeit im Süden beschaulicher Muße und seiner Lieblingsbeschäftigung mit den alten Klassikern sich hinzngeben, ist also begreiflich. Er ist überdies dort unten dem Kaiser näher, da der Aufenthalt des Kaiserpaares im Mittelmeer voraussichtlich den April hindurch währen wird. Rach der Auffassung des Grafen Bülow liegt eine V e r k ü r z u n g d e r P a r l a m e n t s t a g u n g e n im Interesse der Dtaatsgeschäfte und der öffentlichen Anteilnahme am polu Der Krieg. Auf dem Kriegsschauplätze hält die neuerdings em* getretene Stille an. „Central News" berichtet aus Peters- bürg, eS sei nunmehr als feststeheud anzusehen, daß die Unterhandlungen mit den französischen Banken über eine russische Anleihe eingestellt worden seien. — Ein Telegramm aus Newyork berichtet, daß am Dienstag dort eine neue japanische Anleihe zur Zeichnung aufgelegt wurde. An der Zeichnung haben sich auch zahlreiche französische Bankhäuser beteiligt. Der von Rußland gecharterte Hamburger Dampfer „Adria" verließ am Dienstag den Hamburger Hafen und ging unter deutscher Flagge nach Libau. Der Abschluß eines englisch-japanischen Schutz* bündnisses soll gleichzeitig mit dem Friedensvertrag erfolgen. „Daily Telegraph" erklärt offiziös, das Schutzbündnis sei beiderseits populär. Leider sei der wünschenswerte Beitritt Amerikas formell schwierig, das Schutzbündnis werde den Weltfrieden garantieren. Z>es deutsÄeu Kaiserpaares Wettfahrt. Kaiser Wilhelm in Liffabon. Lissabon, 28. Marz. Bei der gestrigen Galatafel begrüßte König Carlos den Kaiser, indem er dem Kaiser ein herzliches Willkommen bot in seinem Namen, im Namen der Königinnen, des königlichen Hauses und seines Volkes. Sodann wies der König auf die a lte Freundschaft zwischen den Souveränen und die vielfachen freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern hin. Er drückte die Hoffnung aus, daß diese immer andauern und sich weiter entwickeln werden. Der Kaiser erwiderte mit folgendemTrinkspruch in deutscher Sprache: „Tief gerührt von dem glänzenden Empfang, der mir von Ew. Majestät, von der königlichen Familie und von den Bewohnern Lissabons bereitet wurde, sage ich Ew. Maj. meinen innigsten Dank und bitte, denselben auch Ihren getreuen Untertanen übermitteln au wollen. Es ist mir eine Freude gewesen, nach dem schönen Lande zu kommen und die Bande der Freundschaft zu erneuern, die mich lange schon mit Ew. Majestät verbinden und von Alters her zwischen unseren Häusern und Völkern bestehen. Ueberzeugt, daß diese freundschaftlichen und innigen Beziehungen sich fernerhin befestigen und entwickeln werden, erhebe ich mein Glas und bitte auf das Wohl trinken zu dürfen Eurer Majestät, Ihrer Majestäten der beiden Königinnen, des ganzen königlichen Hauses, sowie auf das Glück die Wohlfahrt des portugiesischen Volkes. Man speiste an zwei Tafeln. An der einen saß der Kaiser gegenüber der Königin Amalie und zwischen der Gemahlin des französischen Gesandten Rouvier und der Comtesse Figueira. An der zweiten Tafel saß der König Carlos gegenüber der Königinmutter Maria Pia und zwischen der Gemahlin des deutschen Gesandten Gräfin Tattenbach und der Marquis Fayal. Bei dem gestrigen Hofkonzert wirkten Kräfte der königlichen Oper, sowie der Violinist Tomson mit. Nach dem Konzert war Souper. Der Kaiser verblieb in angeregtester Unterhaltung mit den Mitgliedern der königlichen Familie bis nach 2 Uhr nachts. Der Kaiser zog insbesondere viele portugiesische Damen ins Gespräch. Heute morgen frühstückte der Kaiser allein. Der vom Kaiser bewohnte Palast Paco de Belem liegt herrlich am Ufer des Tejo, zu dem Gartenterrassen mit Palmen und blühenden, frisch grünenden Bäumen sich herabziehen. Das Wetter ist heute wundervoll. Vormittags 11 Uhr begaben sich der Kaiser, der die Uniform des vierten Reiterregiments trug, und der König, das Gefolge und der Ehrendienst zum Kasernement des vierten Reiterregiments, wo das Regiment vorgeführt wurde und die Majestäten flotte Reiterexerzitien von Mannschaften und Offizieren auf der Reitbahn ansahen. Sodann wurden weitere Truppenteile besichtigt und das berühmte, am Tejo belegene Kloster Jeronymos de Belem mit seiner spätgothischen, mit maurischen Motiven gemischten Architektur besucht. Das Frühstück nahm der Kaiser beim König ein. Der Kaiser besuchte heute nachmittag mit dem König die Geographische Gesellschaft. Eine Kaiserrede. Ter Kaiser wurde vom Präsidenten der Geogr. Gesellschaft Äldmiral Ferreira mit einer längeren Ansprache begrüßt, in der der Admiral die kolonialen Berührungspunkte zwischen Deutschland und Portugal hervorhob. Der Kaiser erwiderte mit folgender Rede: Meine Herren! Von ganzem Herzen danke ich dem Vor- (tattb und den Mitgliedern der erlauchten Geographischen Gesellschaft für den glänzenden Empfang, den Sie mir bereitet haben. bin sehr glücklich, dre Bekanntschaft dieses geisttgen Zentrums, des treuen Hüters der Werke zu machen, welche Ihre großen Männer, sich begeisternd an dem Genms Heinrich des Seefahrers, des Vorläufers einer neuen Zett durch ftme friedlichen kommerziellen und wtssenstbastlrchen Eroberungen vollendet haben, Hüters zu gleicher Zeit der großen Traditionen glänzender Bornen wie Diaz, Vasei de Gama, Mangalhaen, Mmerde, Albu- auergue, Serpe Pinto, Capello und vieler anderer und untn ihnen . in Deutscher Martin Behaim. Ich bm um so glücklicher in Verladung zu treten nrit dieser Anstalt, ine m der «Lzen Welt iSnt ist, als Deutschland und Portugal auf dem Gebiete der llolonÄen Unternehmungen durch hervorragende gei^insame Jn- iteresien verbuiiden sind. Gegen Ende des letzten Jahrbunderts haben die europäischen Nattonen die Grenzen ihrer Gebiete und iL?Eft!flußsvhären auf dem afrikanischen Kmittnente durch feier- Hickie Verträge erheitert. So smd Deuts chland und Portugal im Osten mtb Westen des . lchwarzen Kontinents Machbarn gewordm. Ich empfinde eme besondere Genug- iiuE bier in Gegenwart Sr. Majestät, des erhabenen Souveräns !Jg' schönen Landes und seiner Regierrmg vor dieser erlauchten Versammlung erklären zu können, daß wir auf der einen wie auf der anderen Küste Afrikas loyaleNachbarn imd gute Freunde gewonnen haben. Ich habe die feste Ueberzcugung, daß jeder von uns durch Arbeit und Ausdauer dahin gelangen wird, Friede, Rübe und Ordnung in seinem Gebiete auftecht zu erhalten und die edle zivilisatorische Mission zu einem guten Ende zu führen, die wir übernommen haben. Wenn jemals die Forderungen unserer Handels- und anderen Beziehungen eine weitergehende Entente fordern, so können Sie sicher sein, in mir den besten Willen und das Bestreben zu finden, alle Interessen zu versöhnen. Ich scheide von Ihnen, meine Herren, indem ich Ihnen nochmals meinen lebhaften Dank gleichzeittg mit der Hoffnung ausspreche, daß die Beziehungen Portugals in anderen Weltteilen unter dfer weisen Regierung ihres erhabenen Herrschers und unter der klugen Leitung der Regierung weiterschreiten werden aus der Bahn das Fortschritts und der Zivilisation und gelangen werden zu demselben Grad der Wohlfahrt wie das herrliche Land, in dem ich mich zu meiner Freude augenblicklich befinde und dem die göttliche Vorsehung sichtbar ihre Wohltaten reichlich hat zuteil werden lassen. Die Rede wurde mit jubelndem Enthusiasmus seitens der zahlreichen Anwesenden ausgenommen. Ter Kaiser machte alsdann einen ausführlichen Rundgang durch die Säle, welche interessante Sammlungen der Gesallschaft enthalten. Hierauf erfolgte eine Spazierfahrt durch die Stadt mit dem König und der Königin, insbesondere durch die breite und elegante, mit blühenden Baumreihen besetzte Avendu da Liberoade. Gewaltige Vollsmassen jubelten dem Kaiser, dem König und der Königin zu. Der Kotter kehrte nm 6 Uhr 30 Min. nach Paco de Belem zurück, nahm dort das Diner mtt dem Gefolge und dem Ehrendienst und empfing spater die deutsche Kolonie. Ordensverleihungen. Der Kaiser hat dem Kronprinzen Ludwig Philipp den Schwarzen Adlerorden verliehen. Der Kaiser verlieh ferner u. a. den Roten Adlerorden 1. Klasse an den Minister dc§ Auswärtigen, Villaca, den Minister des Innern, Pereira de Miranda, und den Finanzminister Espergueira; den Kronenorden 1. Klasse an den Kabinettschef des Ministeriums des Auswärtigen, San Pedro. Zur Kaiserfahrt nach Tanger. Wie der Londoner „Standard" seinen Lesern weiß macht, habe die spanische Regierung Maßregeln getroffen, um in Tanger im Einverständnis mit der deutschen Kolonie feindselige Kundgebungen gegen Frankreich zu organisieren. Der Madrider Korrespondent des genannten Blattes fügt hinzu, die spanische Regierung habe die deutsche Negierung über die marokkanischen Unterhandlungen stets auf dem Laufenden gehalten. Spanien habe auch der deutschen Regierung den Wortlaut des französisch-englischen Abkommens vor dessen Veröffentlichung mitgeteilt. Die Londoner „St. James-Gazette" meint, e§ sei unwahrscheinlich, daß Frankreich, welches auf seine Rechte in Egypten verzichtet habe, um freie Hand in Marokko zu erhalten, zugeben werde, daß eine dritte Macht ihm die Früchte seiner berechtigten Kompensation streitig macht. Die Lage gebe zu ernsten Besorgnissen Anlaß. Aber obgleich Frankreich auf die Unterstützung seines Bundesgenossen Rußland infolge des ostasiatischen Krieges nur in geringem Maße rechnen kann, so sei es doch nicht wahrscheinlich, daß Frankreich angesichts der auf dem Spiel stehenden großen Interessen zurückweichen werde. Die deutsche Kaiserin auf Sizilien. Taormina, 28. März. Die deutsche Kaiserin und die Prinzen Eitel Friedrich und Oskar begaben sich am Nachmittag nach Capo Sanct Andrea und verließen dann den Wagen; sie nahmen dort den Tee ein und kehrten zu Fuß zurück. ist erwiesen, daß kurz vor der Explosion Leute, welche die Straße passieren wollten, in der das Attentat stattgefunden hat, von mehreren Personen gewarnt wurden, nicht weiterzu- gehen. Jalta, 28. März. iW. B.) Eine Versammlung von Arbeitern fand heute vormittag statt. Es nahmen mehrere tausend Personen daran teil. Die Frage der Bedürfnisse der Bevölkerung wurde in dem Sinne der Petition der Arbeiter entschieden, welche die Abschaffung aller Gesetze verlangt, die die bürgerlichen Rechte der Bevölkerung beschränken, und welche außerdem Freiheit des Wortes, der Presse, der Versammlungen und Ausstände, sowie Freiheit des Gewissens, Gleichheit der Rechte aller Nationalitäten und der Religionen und unverzüglichen Frieden mit Japan fordert. Die Vertreter sollen alle Rechte einer konstttuiercnden Versammlung haben, um über folgende Fragen zu beschließen: Friedensschluß mit Japan, Gesetzgebung der Arbeiter, unentgeltlicher Unterricht in höheren und mittleren Schulen. Aus Simferopol traf hier Militär ein. Tiflis, 28. März. (W. B.) Nach amtlichen Mitteilungen brachen die Landleute des Bezirks Schorapan alle Beziehungen mit den Ortsbehörden ab und wenden sich an geheim von ihnen gewählte Vertreter: sie wei gern sich, Abgaben zu zahlen und Ablösungsgelder an die Gutsbesitzer, da sie den Boden als ihr Eigentum betrachten. — Am 14. März wurde in Bjelogory ein wegen Versuchs der Brandstiftung verhafteter Mann von der Menge gewaltsam befreit. Petersburg, 28. März. In dem Charkowschen Gouvernementsbezirk Woroschba fanden Bauernunrnhen statt. Das in Achtyrka garnisonierende Dragonerregiment, welches auf den Kriegsschauplatz abgehen sollte, wurde ta die Dörfer ab geschickt, um die Ordnung herzu stellen. Kali sch, 28. März^ (W. B.) Gestern wurde ein Haust von Landleuten, die mit Gewehren, Stöcken und Messern bewaffnet waren, verhaftet. Die Landleute hatten Arbeiter gezwungen, die Arbeit niederzulegen, und dann Plündern n g e n verübt. Windau, 28. März. fW. B.) Die in der vorigem Woche in dem Windau benachbarten Kreise Goldingen aufgetretene Gärung unter den Bauern verbreitete sich auch in einigen Amtsbezirken des Kreises Windau. Die Landarbeiter traten in den Ausstand. An mehreren Orteü wurde die Ordnung gestört. Nach einigen Gütern wurden Truppen entsandt. Riga, 28. März. (Petersb. Telegr.-^Ag.) Laut Anordnung des Ministers des Innern Bulygin wird vom 27. März ab über Livland der Zustand des verstärktett Schutzes verhängt. Dorpat, 28. Mär^. (W. B.) Die Bürger ersuchte« den Gouverneur, die Bildung einer Bürgerwehr zu gestatten, weil im Frühjahr Unruhen befürchtet werden. Gestern trafen hier Kosaken ein. A s ch a b a d, 28. März. (W. B.) Flüchtlinge aus Kod schan berichten, dort behaupte man, der Pöbel in Kotschcrll werde von Mohammedanern aus Baku gegen die Christen aufgeheht. Der Ausbruch des Volksunwillens richtet sich auch gegen den Chan von Kotschan, von dem sich seine Untertanen angeblich bedrückt fühlen. Sein Palast wird von bewaffneten Vollsmassen belagert. Rußland in Sturm und Drang. Moskau, 28. März. (Petersb. Telegr.-Ag.) In einer Zusammenkunft der Adelsmarschälle von 20 Gouvernements wurde eine Resolution angenommen, in welcher gesagt wird: Tie öffentliche Meinung verurteilte das bureaukratische Polizeiregime. Der Krieg enthüllte Unordnung in der Staatsökonomie, der Ausstand Unordnung iminneren Leben. Durch eine Reihe von Adressen, Petitionen und Resolutionen erwies die öffentliche Meinung Rußland einen großen Dienst. Mit der Kundgebung vom 3. März schlug der Kaiser eine neue Bahn in der Geschichte ein. Man braucht die gegenwärtig e Ordnung nicht zu tadeln; mehr wert ist es, die Arbeit aufzunehmen. Dies allein kann die erregten Gemüter beruhigen. Die Versammlung nahm ferner folgende Resolution an: Rußland als das größte Reich der Welt muß sich eine eigen e Regierungsform erfinden. Tie Selbstherrschaft ist unerschütterlich. Eine Volksvertretung soll nur zu dem Zweck gebildet werden, den Kaiser von den Bedürfnissen des Volkes in Kenntnis zu setzen, und nicht um die Selbstherrschaft zu beschränken. Die Volksvertreter müssen das Recht haben, das Budget und ebenso gesetzgeberische Fragen zu beraten. Petersburg, 28. März. lieber 600 Studenten der Universität Kiew und des polytechnischen Instituts kritisierten in einer Versammlung! das Manifest und das Reskript des Zaren und beschlossen einen Aufruf an die revolutionären Studenten, sich zu einer bewaffneten akademischen Legion zusammenzuschließen, die zum Kampf gegen die Regierung ziehen soll. Tie akademische Legion hat sich mit dem kämpfenden Proletariat zu vereinigen. Paris, 28. März. Wie aus Warschau berichtet wird, bestätigt es sich, daß das Bombenattentat am letzten Sonntag die Folge eines Komplottes war. Es irr. 75 •»«•riet ««gttch außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siebener Zamltten« Rätter viermal in der Woche beigelegt. RotatwnSdruck u. Verlag der Brü h l'schen Unwers.-Buch-u. Stein« krudere f. 91 Lange. Redaktion. Ervedttioa und Druckerei: Schnlstraße 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 61. GietzenerAnzeiger ° General-Anzeiger akwT j . den poltt und cU.^r. Amts- und Anzelgeblatt für den Kreis Gießen MMZ ____ zeigen teil: HanS Beck Bekanntmachung. Bet r.: Bläschenausschlag zu Harbach. Der Bläschenausschlag in Harbach ist erloschen. Gießen, den 27. März 1905. Großherzogliches Kreisamt Gießen. _____________I. V.: Hechler. Bekanntmachung. Betr.: BläschenauSschlag in Winnerod. Bei einem Bullen und mehreren Kühen zu Winnerod ist BläschenauSschlag festgestellt worden. Gießen, den 27. März 1906. Großherzogliches Kreis amt Gießen. I. V.: Hechler. Telephonischer Kursbericht 4% Oestorr. Goldrente . 105.70 67.80 67.50 bot eine glänzende Schulfuchses traten belustigend bervor, Oest. Kredit . Deutsche Bank Darmstadter Bank Bochumer ®uft . Harpener Bergbau 213.10 246.75 143.25 244.75 208.30 R0/fl Mexikaner . . 4V2'>/n Chinesen . . Electric. Sobuckert . Nordd Lloyd . . Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit, Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handolss'es Ocstorr. Staatsbahn . Lombarden . . . Gokhardbalin < . . Laurabütto . . . Bochum « . • ♦ Harpener . . . . Staatschatzscheine . Reiohsanleihe do. Konsole . do. . . liessen Oberhessen 135.40 52.00 45.40 . 3610 . 96.50 . 139 40 . 117.80 . 213 50 . 188 80 . 140.50 . 149 50 . 165 20 . 141 70 . 17 00 . 190.00 . 265.80 . 245.40 . 209 50 . 101 70 . 91.00 . 1O1.7O . 90.95 . 100.35 . 99.00 . 102 30 W/o 3S 3V,o/0 37/V0 4% Untrar. Goldrente . . 4,|/r> Italien. Rente , . . 3’ ozo Portngio^er » . < 1°/ Portugiesen. . . . . 4 % C. Türken . . . > Türkenlose . 4% Griech. Monopol.-Anl. 4l/,% äussere Argentiner und scharfer Satire herausgearbeitete mann. .Herr de Giorgi, der leider Saison unser Theater verlassen wird, Leistung. Maske und Haltung dieses in seinem Spiel höchst wirksam und und das böse Gewissen bei der Revision durch den Regierungsschulrat, das diesem Muster eines Schulleiters gelegentlich in die Beine fährt, wurde uns mit prächtigem Humor vorgeführt. Der Ton des „Bildunasschustcrs" war gleichfalls äußerst glücklich nachgeahmt, nur einige kleine Uebertreibungen darin waren umsomehr zu bedauern, als sie den Gedanken an Karikatur etwas zu nahe, rückten, der sonst bei der gediegenen und überz"ugenden Bühnenexistenz Flachsmanns eigentlich in den Hintergrund tritt. Im ganzen Deutscher Reichstag. (174. Sitzung vorn 28. März 11 Uhrsi Die Etatsberatung wird fortgesetzt mit dem Etat der 3 b l le and Verbrauchssteuern. Bei dem Titel Zölle btt die Dudgetkmnmch'ion den Etatansatz um 24 Millionen erhöbt. Zu diesem Titel beanttagt Ma. Graf Kanitz eine Reiolution betreffend Auslobung h<’T Zollllebite auf Getreide und Mühlenfabrt- kate schon tinnt 1. Juli 1905 ab. , , ylbq. Graf Kanitz lk.) motiviert seine Rewluüon haupt- /ächlick damit daß gerad" noch für den laufenden Etat, d. h. vor dem Inkrafttreten des neuen Zolltarifs und der neuen .Handelsverträae eine starte spekulative Mehreinfuhr von Ge-. treibe erwartet werde. Schatzsekretär v. Stengel wiederholt seine frühere Erklärung, daß die Annahme der Resolution ihm .doch nicht unbedenklich ericheine. Die Regierung wolle sich nicht dem Vorwurf aussetzen, illoval gegen die Vertraasstaaten zu handeln, sollte sich aber im Herbst etwa eine mißbräuchliche spekulative. Ausnützung der Lage der Gesetzgebung durch starke Masseneinsuhr Herausstellen, so würde die Regierung dann beim Hause eine Gesetzesvorlage einbringen. Ma. Sveck sZtr.f erklärt sich mit der Verwesung der Resolution an die Kommission einverstanden, ebenso der Abg. G a m v (Rp.). Ma. Vaasche (ul.) erklärt, seine Partei glaube, daß man ver Resolution nicht werde zustimmen können angesichts der vom Schatzsekretär Stenael geltend gemachten Bedenken. Mg. Wolff Wund der Landw.) erklärt sein Einverständnis mit der Resolution und ihrer Verweisung an die Kommission. Abg. Kämpf ffr. Vv.) svricht sich gegen die Resolution aus. Mg. Vöckel lAntist^ befürwortet die Resolution. Mg. Mommsen sfr. Vg.l äußert sich in gleichem Sinne wie der Mq. Kämpf. Die Bestimmung im Zollaesetz, wonach mit Inkrafttreten des neuen Zolltarifs die Zollkredite für Getreide und Mühlensabrikate aufhören sollen, sei ohnehin schon, erschwerend für den Handel, so daß man allen Anlaß habe, ibn nicht noch mehr zu treffen durch bie vorzeitige Aufhebung fener Kredite. Abg. Schwerin-Löwitz skons.j emvfieblt die Resolution. Werde derselben stattgegeben, so werde damit ein in den Handelsverträgen begangener Fehler wieder gut gemacht. Mg. Müller-Sag an sfr. Vv.1 führt aus, formt der Vorredner selbst sage, man wolle mit der früheren Aufhebung der Zollkredite einen bei den Handelsverträgen begangenen Fehler wieder gut machen, so werde damit zugegeben, daß das was hier gefordert werde, mit einer loyalen Befolgung der Handelsverträge nicht vereinbar sei. . Nach einer Entgegnung des Aba. Grafen Kanitz wird der Titel Zölle in der von der Kommission vorgeschlagenen,Fassung genehmigt. Es folgt der Titel Zuckersteuer. Hierzu beantragt die Kommission eine Resolution betreffend Entschädigung derienigen Süßstosfhäudler, denen unter Zollverschluß gewesene Süßstoffvorröte vernichtet worden sind. Mg. Schmidt-Wanzleben snl.1 verbreitet sich über die Ertrage der Zuckersteuer und hofft aus eine erneute Herabsetzung der Ct"uer. Wünschenswert feien Erleichterungen für unsere Konserven-Industrie. Mg. v. Staudh s?.) bittet gleichfalls die Regierung, sobald als möalich mit einer Herabsetzung der Zuckerverbrauchsabgaben vorzu gehen. ~ Abg. Paasche (ul.) warnt davor, mit solchen Forderungen in einem Augenblick zu kommen, wo das Resch seiner schlechten Finanzlaae halber nach Steuern suchen müsse. Mit dem Ergebnis der Brüsseler Konvention können wir durchaus zufrieden sein. Geheimrat Kühn stimmt im wesentlichen dem Vorredner^bei. Nach einigen Bemerkungen des Abg. Ledebour lSoz.) wird der Artikel genehmigt und die Resolution der Kommtsswn aber ein famoser Erfolg ! Das übrige Mitspiel machte sich im allgemeinen auch vorteilhaft. A. G. ** Besitzwechsel. Das Sch reiber'sche Anwesen, Moltkestraße 3, ging für 35 000 Mk. an Frau Auguste Schenda über. ** Der angekündigte Schneiderstreik ist heute morgen ansgebrochen. Ein großer Teil der organisierten Arbeiter ist aber, wie wir hören, von der Bewegung abgesallen und arbeitet ruhig weiter. Die hiesigen Maßschneidereien lasten ihre Arbeiten von auswärtigen Schneidern Herstellen, und die Schneiderei erleidet daher keine Unterbrechung. Da die Arbeitgeber auch organisiert sind, liegt es im Interesse der zur Aushilfe herangezogenen auswärtigen Maßschneidereien, die ihnen zugewiesenen Arbeiten prompt zu besorgen, denn auch sie könnten ja einmal in die Lage kommen, auswärtige Hilfe in Anspruch zu nehmen. Das Streikpostenstehen "hat hier auch heute morgen bereits begonnen. V a d -N a uh e im, 28. März. Von är z tli ch er S eite ! ist man übereingekommen, die vom Zentralkomitee der deutschen Vereine des roten Kreuzes zur Herstellung ihrer Gesundheit nach Vad-Naubeim gesandten s ü d w e st a fr i-- r a n i s ch e n K ä m p f e r, Offiziere wie Mannschaften, o h n le Honoraranspruch zu behandeln. Ferner haben auch die hiesiaen großen Hotels erklärt, in verschiedenen Monaten einigen dieser Kämpfer kostenlose Unterkunft und Verpflegung während einer angeordneten Nauheimer Kur mit''Freuden zu gewähren. sd. Darmstadt, 29. März. (Eigener Draht- bericht.) Fürst Karl Ferdinand zu Solms- Hohe n s o l m s - L i ch mit Gemahlin sind gestern abend um 6.40 Uhr mit dem fahrplanmäßigen Zuge zu länge re in Aufenthalt hier eingetroffen und vom Großherzog und der Großherzog am Bahnhof herzlich empfanaen worden. Die Herrschaften nahmen nn Neuen Palais Wohnung. tischen Leben. Sie empfiehlt sich aber auch im Intereste der Volksvertreter, zumal der diätenlosen, die der Erholung nicht minder bedürfen wie die Herren von der Negierung. Mach ift es Zeit die Bestellung auf den „Gießener Anzeiger" für das zweite Vierteljahr zu erneuern. Alle Loftan Haffen und Iostöoten nehmen fortwährend Bestellungen auf den Gießener Anzeiger entgegen. Um eine Störung im Bezüge unserer Zeitung zu vermeiden, bitten wir die auswärtigen Leser, soweit noch nicht geschehen, bei dem sie bedienenden Briefträger oder der nächsten Postanstalt unter Beifügung des Betrages die Bestellung für das 2. Quartal 1905 sofort erneuern zu wollen. beitrage. . . , . . . f . Mg. Gröber (Ztrd tnotc^rt argen b:e NiSsthvfemme Prinzip'..lle Auffassung. Die Ennelstaaten wollten das Reich stets als föderativen Staat an'rkannt wissen und mit Recht. Mf; v Kardorff -Mvl be^ärnvst lebhaft den.^rnrnchwns- beschlnß. Würden so Hobe Matrikularbeifräae beschlossen., so wäre da« b^r erste Schritt zur Reick seinlomm-m^euer, denn die einz-el- ^aa fließen Prnibtngf würden in ihrem Widerstand aegen jene Steuer erlahmen. Redner verteidigt dann das mbir-'tte Steuersystem und rent Bestenemnq der Eisenbahnüberschüsse an. Mg. Werner Wntif? äußert sich zu Gunsten der Beschlüße ' der Budget-Kvmmission. Mv. Müller - Sagan sfr. Vpck kennzeichnet das ^vstem der Matrikularbeiträge als unentbehrlich für das Etatsrecht des Reichstages. , . _ . Mg Nachnicke 'fr. Vgck empfiehlt gleich dem Vorredner die Kvmmissionsbeschlüsse. Konstitutionelle Rücksichten zwängen zum Festbalten an dem System der Matrikular-Veitrage Das einzige Mittel zu einer Reichssinanzreform seien direkte Rerchs- steuern. _ r., „ Hierauf schließt sich W ^"us den KoinmrsIw ns - Be - schlüssen mit großer Mehrheit an. Bei den weiteren Etatsresten entstehen Debatten von Belang nicht mehr. Schließlich wird das Etatsgesetz genehmigt, womit die zweite Beratung beendet ist. Es folgen W a hl p r ü f u n g e n. Eine m-öftere Anzahl von der Kommission nicht beanstandeter Mandate werden für giftig erklärt. Auch die Wahl des Abg. v. R i e p e n b a u s e n - Stralsund beantragt die Kommission für ailtig zu erllären. Das Haus beschließt, demgemäß gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und freisinnigen Vereinianna. nachdem Abg. Herbert lSoz.) auf verschiedene bei,dieser Wahl vorgekommene amtliche Wablbeeinflussungen bingewiesen hat.. Bezüglich der T9ahl mehrerer Abgeordneter beantragt die Kommission einstw-'ilige Beanstandung. Das Haus beschließt demgemäß. . Morgen 11 Uhr: 3. Lesimg der Militärgesetze und dritte Lesung des Etats. Schluß 58/i Uhr. Die Osterferien des Reichstags werden, wie in Retchstags- freifen m'rfmiM e,chliiß der Kommission, die mdn- als 40 Millionen für Maffen-Material auf das Ordi- narium zu überttagen als einen geradezu überraschenden, selbst die Kommission werde in ihrer Mehrheit nick't glauben, daß alle Einzelstaaten eine so große Matrikularlast würden tragen können. Statt daß das Reich die Anleihe übernimmt zwinge man die zum Teil finanziell schwachen Einzelstaaten, Rumpwirtschast zu treiben. Er Motestiere gegen ein solches Verfafo'en. v. Richthofen ff.) bekämpft die Matrckularbettrage vrinziviell. Dieselben seien ein unorganischer Bestandteil uni er er Verfassung. , c, Mg. Singer ^Soz.> kritisiert die ganze st-inanzwirtschaftz Sträubten sich Reichsregierung und Einzelstaaten so b^harrllch aegen direkte Reichssteuern namentlich gegen eine Aeichs-Ein- kommensteuer, so bleibe eben nichts übrig, als hohe Matrrkular- vernrischtes. Berlin, 28. März. Ein tödlicker Unfall ereignete sich heute am Neubau Hohenfriedberg- und Monu- mentenstraßen-Ecke. Heute morgen stand der Bauleiter, Baumeister Wunderlich, vor dem Hause, als die Buchhaltersfrau Schenk ihn begrüßte. Mitten im Gespräch der beiden sttirzts -löblich ein zentnerschwerer Zementkasten vom Bau herunter, traf die Frau am Kopfe und den Baumeister an der Schulter. Beide wurden nach dem Elisabeth-Kranken-- hause gebracht, wo Frau Schenk an den erlittenen Verletzungen ^verstarb. Der Bmnneister ist schwer verletzt. Die Schuld an dem Unfall soll ein Kalkarbeiter tragen, der den Kalkkasten ungeschickt bernntergelafs"n hatte. * Kleine Tageschronik. lieber einen unglaublich frechen Ueberfafi berichtet die „Dortmunder Zta/': In beit leeren Wagen der elektrischen Bahn von Schulte-Meding nach Kirchdern stiegen zwei Männer ein. Kaum batte sich der Wagen in Bewegung gesetzt, als beide über den Mrer und Schaffner bersielen, um letzterem die Geldtasche zu entreißen. Die beiden Straßenbabnbeamten wehrten sich jedoch kräftig und es gelang ihnen, die Räuber aus dem Wagen zu wetten. Die Burschen besaßen aber die Frechheit, noch eine ganze Zeitlang sich auf der Chaussee herumzutreiben. Von Fahrgästen des nachfolgenden Wagens wurden sie erkannt. — „Daily Telegraph meldet aus Tokio, daß feit dem 22. Marz ein Riesenbrand wütet. Ein großer Teil der Stadt sei verwehtet. — In Ravvoltsweiler wurde das Geweih eines Riefen Hirsches von dem Lehrer Guht in den städtischen Lehmgruben a eh mb en. Dr. Forer aus Straßburg stellte fest, daß es sich um Foinlknoäten aus der Diluvialzeit handele. Um das vollständige Gerippe zu erhalten, wurden Nachqrablmgen veranstaltet, man fand aber nur noch Knochentrümmer. Bei diesen fand man aber auch ein Stein- Werkzeug in Form eines Rebmesiers. Nach Aussage des Dr. porer ist das Geweih von einem Renntier, das mit den Menschen inber sväteren Eiszeit dort lebte. Die Fundsachen werden auf dem Bürgermeisteramt dort aufbewahtt. — In Friemersheim bei Mors starb eine Rentnerin an Tollwut, nachdem sie von einem Öitnbe in bie L ivve aebttsen worden war. __ Ein Signal aus Samoa. -i- Berlin, 28. März. Die deutschen Pffanzer und Kaufleute auf Samoa ersuchen in ihrer Eingabe an den Reichskanzler dringend darum, mehr Kriegsschiffe und eine ftarke militärische Besatzung nach dieser Südseekolonie zu legen, da nur fo einer Katastrophe vorgebeugt werden könne, wie sie über Südwestafrika hereingebrochen ist. Wäre die Situation in der Tat so bedenklich, bann hätte wohjl der Gouvernem Dr. Sols die Depeschenkosten nicht gespart. Man darf die Beforgnisse der Petenten also einstweilen für übertrieben halten. Was die erbetenen militärischen Machtmittel betrifft, so Fonimt die Verlegung einer Be'atzungstruppe nach Samoa schwerlich in Frage. Anders verhalt es sich mit dem Kreuzerschutz. Er siebt schon seit Jahr und Tag in keinem Verhältnis zu den politischen und wirtschaftlichen Intereffen Deutschlands im weiten Südseegebiet. Daß ein kleiner Kreuzer in langen Zwischenräumen hier und dort die Flagge^ zeigt, entspricht nicht der Bedeutung dieser Interessen. Die Lüdsee muß einen Stationär haben, ' dessen Aktionsfeld vorzugsweise in den samoanischen Gewässern liegt. Der .fliegende" Kreuzerschutz kann durch ein zweites Kriegsschiff ausgedehnt werden. An geeigneten Fahrzeugen fehlt es nicht, wohl aber an entsprechenden Dispositionen. Frankreichs Mißgeschick. -tt-. Berlin, 23. März. lieber der Regierung Frankreichs schwebt ein Unstern. Gs liegt nunmehr klar zu Tage, daß der Schachzug Teleass^s in der'Marokkofrage, in der er Deutschland mattfetzen wollte, verfehlt war. Minister Deleaffe, dessen Rilhm noch vor kurzem hell erstrahlte, hat seinem Lande sozusagen ein neues Fafchoda bereitet. Seines Bleibens in der Regierung wird schwerlich noch lange sein. Die Erfolge seiner Amtsführung lagen darin, daß er nichts verdarb, sofern er Fehlgriffe unterließ. Wo es aber galt, durch geschickte Initiative und überlegene Staatskunst der internatio- nalcn Politik Frankreichs Erfolge zu verschaffen, versagte er. Die diplomatische Niederlage Deleasses gegenüber dem Grafen Bülow ist aber nicht das einzige Mißgeschick der Republik. Wenn nicht alles täuscht, wird der Knegs- minifter des Kabinets Rouvier, der frühere Wechselagent, aar bald aus dem Faubourg St. Germain wieder an die Börse übersiedeln. Ter Ministerpräsident wird sich im eigenen In- tereffe von ihm lossagen müssen, denn die Unzufriedenheit mit dem ministeriellen Wirken des Börsen- mannes greift bis zu den Progressisten und gemäßigt Radikalen hinüber. Die Ossizierskreise zeigen eine entschiedene Neigung, Berteaux von der humoristischen Sette zu nehmen. Alis HtM und La"d. Gießen, den 29. März 1905. •* Personalien. S. K. H. der Großherzog haben der Konzertsängerin Frt. Therese Behr in Mainz den Charakter als Kammersängerin verliehen. ** Ein neuer Roman in den Familien- fc. Frankfurt a. M.,29. März. Drig.-Telear. de? „G'etz. Auz/si S ch w e i n e m a r f t. Zum Verkauf standen 1633 Schweine: 1. Qualität 65-66 W, Lebendgewicht 52.50 W 2. Qual. 64—00 Vfg., Lebendgewicht 51—00 Vfg., 3. Cunl’tat 58—60 Vfg., Lebendgewicht 00—00 Psg. Geschäft georuat, Neberstand nnbedeutend.—- 4*/. % Oestorr. Silberrento 101.30 . 100.05 . . 212.60 . . 245.30 . . 143.50 . 244.25 . 146.25 Tendern: fester. Märkte. KandU vnh tScrfiflir. TPo'Sflmirtfifiaft. Berliner Börse vom 28. März 1905. (Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Privat-Diskont 24/2 Prozent. Anfangs- u. Schlußkiirfe. Giestener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Boransfichiliche Witterung in Hessen für Donnerstag, den 30. März 1905: lieber nacht Trübung und vielerorts geringer Regem Später wieder aufheiternd. Nachts erheblich milder. Tagsüber etwas kühler. Zeitiveife windig. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. — Kriqinal-Aratztmesdungen. Bochum, 29. März. Nach einer dem Mg. Brust aus dem WabMeise Necklingbaufen zugegangenen Mitteilung wurde auf der Zeche „Ewald-Fortsetzung" von boo Mann Belegschaft bisher 2 2 8 M a tl n gekündigt, woran, geschlossen wird, daß anai im nördlichen Kohlenbezu.r Stilllegungen geplant sind. Sebnitz t. Sacysen, 29. März. Hier erschlug der böhmische Taglöhner Gierth seine zwei Kinder und seine Frau und flüchtete dann. . , London, 28. März. (Reuter.) Allem Anschem nach ist die neue japanische Anleihe b e d e u t e n d überzeichnet worden. Aus Hamburg gingen Bewerbungen um V/2 Millionen Pfund Sterling ein. w E M äfc' K 1 '»H Ä nach längerem Leiden im 42. Lebensjahre. Um stille Teilnahme bitten Tie trauernden Hinterbliebenen. Großen-Linden, den 29. März 1905. 01984 Die Beerdigung findet Donnerstag den 30. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, statt. 'inen mgte r Ah.': >n Cchi>» um hat- ■ "■ ■ Unfall t kg- lind Monn, Bauleiter, 5b Buchhalters^ beiden flütjö Dom Bau k? Baumeister v 'abeth-Krautfr fittenen faty. r verletzt tragen, her.'* öirfftH 1905. . duitrie, Lcklnkik»^ 213.10 246.75 143.25 244.75 208.30 ner Draht. Jtt Solms. ° gestern abend P IS». -MGr-bhky, mpfanaen wot, talcb i tnb SaHiwM ne «nzr Mm irfliitn M w SM WraÄ* z em Xitftn* Iti ptmiM - WenfiitW irfren tfMb m p Vrnivve \anh öbf • x au* ein fr- aae de? Dl. n Menschen' " werden au’ aer§heimbr-' l sie von riü -Ai!!'.' A» .Telear- neffiÄ» p- ) M., ?' ,< Geichs?•• 'OInM ig^ । et»;?K »Nitij I fiit* Todes-Anzeige. Gestern nachmittag ^4 Uhr verschied sanft unser guter Vater, Sohn, Bruder und Schwager Herr Johannes Weil Schreinermeister :> ä"< 5s ! * betone ’ 7 i" nehmen ** motgw to*tobeiit. ;u.n9 ihrer £, .l,bt?ehfri. ;1 .™to m» gebettelt “"‘ertunlt ordneten Nau- etter»*. . > )eficht’ 4 , » ' «I» »*. ■ •& 1«*: iÄ e^‘:. ■> ' • ' I , . ' :. - *! Bank für Handel und Industrie B*%, Rindfleisch 50 Pfg. Schellfische Bilanz pro 1004. Aktiva. Passiva. Marktplatz 21, 5. jft 8250000.— 1905' VII Verlustkonto hv^ für das 52. Geschäftsjahr 1904 Haben. Soll. Kartoffelhandlung, Schloßgasse 6. ZlicttiKilerei Gewinn-Saldo . . ist. Schellfische 25 tll. Cabliau 20 ohne K. 35 ist. VI. VH. VIII. Zander, Rotzungen, re. und schönstes Mast». la la la Salm *) hiervon jtt 1.32 ooo ooo — dividendenberechtiprt pro 1904 während Jt 22 OOO ooo— erst ab 1. Januar 1905 dividenuenberechtigt sind. Gewinn- und Zinsen von Wechseln, Guthaben bei Bankiers, Reports. Darlehen und. Ausständen, sowie einschliesslich der Eingänge auf Effektenkonto B pro 1903, abzüglich der gezahlten Zinsen . Provisionen, abzüglich der gezahlten . Gewinne aus Effekten inkl. Zinsen Gewinne aus Finanzoperationen inkl. Zinsen Gewinne ans Konmianditen und dauernden Beteiligungen inkl. 4°/0 Zinsen Yaluten-Gewinne........ Diverse Eingänge Gewinn-Vortrag von 1903 Kartoffeln: Aktien-Kapital ■ . . . Tratten und Avale: 1. Tratten 2. Avale J( 10015813.08 Unerhobene Dividenden: von früheren Terminen ..... Konto-Korrent-K'reditoren: 1. täglich fällige Verbindlichkeiten . . 2. Verbindlichkeiten mit längeren Terminen Mark-Noten der früheren Bank für Süddeutschland Eegnlierungsskonto Filiale Hannover (fällig 1906/11) Reserven: 1. Allgemeine Reserve (gesetzliche Reserve ........ 2. Besondere Reserve...... Gewinn- und Verlust-Konto: Gewinnsaldo . . . . Guthaben bei Bankiers Reports und Lombards inkl. Guthaben aus Konsortialgeschäften . . Einzahlungsverpflichtungen auf unsere neuen Aktien (fällig 20.Februar mu ß G. .Aeichnll Bahnhosstto oO Televbon Rr. 66^ blutfrische Nordseeware, sind in Eispackung eingetroffen bei Georg Wallenfels Prima Acise- u. LsIirt-KartöM»,> alle Sorten Frühkartoffeln empfiehlt 1507) J. Fankel, 3. 4. Börsengängige Effekten A.: Bestand in verschiedenen Werten . Börsengängige Effekten B.: Aktien der Breslauer Diskonto-Bauk, der Ostbank für Handel und Gewerbe und der Nordwestdeutschen Bank ...... Effekten C.: nicht börsenmässig notierte Werte Disponible Fonds: 1. Wechsel ... . 2. Kasse und Koupons ..... Heinrich Sack jr. •$c£T Marktstratze 19 empfiehlt sich im Einbinden von Büchern, Zeitschriften u. s. w., sowie in allen in dieses Fach einschlägigen Arbeiten. 1251 Wrahnicn non Bilder». Bestellungen können im Schirm- laden daselbst abgegeben werden. Verwendung des Gewinnes: 1. Dividende pro 1904 von 7 /, . . • 2. Tantieme des Aufsichtsrats . • • 3. „ „ Vorstandes und der 4. Tantiemefreier Gewinn-Vortrag . • hiervon im Jahre 1904 im Voraus eingegangen „ 6651375.— Darlehen und Ausstände: 1. durch börsengängige Wertpapiere bedeckte Kredite....... 2. durch anderweitige Sicherheiten, wie Bürgschaften, Hypotheken etc., bedeckte Kredite........ 3. nicht bedeckte Kredite 4. Aval-Kredite. . . JfC 10015813.08 Laufende Operationen Kommanditen und dauernde Beteiligungen . . Mobilien und Immobilien Bankgebäude) Aktiv-Hypotheken-Konto..... Geschäfts-Unkosten: (hierinX481923.91 Steuern)...... • • • • • Zuwendung an den Pensionsronds . . Abschreibung auf Immobilien (Bankgebäude) und Mobilien Uebertrag auf die Allgemeine Reserve (gesetzliche Reserve) . • • • ■ Uebertrag auf die Besondere Reserve Gewinn-Saldo 01978| Diese Woche billig und sehr gut: la gegenüber der Enael-Avotbeke. Lehr billise UEyrcise! 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März 1905. 01975 ■H Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste sagt Allen innigen Dank Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Johannes StoSI. Großen-Linden, den 28. März 1905. 01993 Tie Beerdigung findet Donnerstag den 30. März, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause, Hauptstr. 14, aus statt. Todes Anzeige. Heute früh 41/, Uhr entschlief nach langem, schwerem 8 Leiden meine liebe Gattin, unsere gute Mutter, Schwieger- Dl mutter, Schwägerin und Tante | Frau Susanna Weinandt, B. Was -g im Alter von 55 Jahren, was wir hiermit Verwandten K und Bekannten tiefbetrübt mitteilen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Der Gatte und Kinder. *****************************<.♦********* * Gaste „zum Wer" Wegen gründlicher Zleuovierung sämtlicher Folialiiäten ßkiff die Wirtlchaft bis auf weiteres ge- lchl offen. 1672 für das lomuwude Schuljahr annähernd erforderlich: Oktapheitchen, liniiert, mit 1000 je 2 Löschblättern 5000 150 Atlanten 1200 5000 im Wege schristlichen. größerer Lieierunger» Lesebücher Nechenbücher Bibl. Geschichte Gesangbücher Bibeln Neues Testament Katechismen Schieserta'eln mit Schwämmchen Schwämmchen für sich Schreibheite mit Schonern und je 2 Löschblättern Stahlfedern Federhalter Griffelkasten Zeichenblöcke Bleistifte Radiergummi Pappumschläge für Zeichnungen Farbekasten mit je 2 Doppelpinselchen Griffel für den Handarbeits- 750 650 300 200 70 30 180 1200 Gros Stück 50 400 100 400 1000 900 450 sowie eine größere Menge von Materialien unterricht in der Stadtmädcbeuschule. Die Lie'erung dieser Bedürlnisse soll Angebots und vorbehaltlich der Verteilung an 2 oder 3 Bieter, vergeben werden. Gießen, den 28. März 1905. Groi)hcrzogltü,c neisterei Gießen. Mecum. Muster der zu liereniben Gegenstände, welche von den Schülern der beiden Schnlgruppen benutzt werden, liegen bei dem Rektor, der Volksschule im Schulgebäude der Stadtknabeuschule und Aluster. der Materialien für den Handarbettsunterricht bei dein Hauptlehrev der Stadtmädcheuschule bis einschließlich 5. April ds. Js., vormittags von 11 bis 12 Uhr offen. Angebote — zu welchen Formularien bei dem Rektor in bet Stadtknabenschule erhältlich — sind bis spätestens 10. April b§., Is., vorinittags 10 Uhr, bei der unterzeichneten Stelle verschloffen' und mit eritsprecheuder Aujschri't versehen, emzureichem Siefcrnnn tiou Lthriiiitlclil für Me ZglksHlllm Zur Gewährung freier Lehrmittel an den Volksschulen werden Danksagung. Für die überaus herzliche Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unseres teuren Gatten und Vaters Hcm Wilhelm Leicht sagen wir aus diesem Wege für die vielen Blumenspeuden sowie für das Grabgeleite, insbesondere für die trostreichen Worte des Hermr Pfarrer Schwabe unseren innigsten, tiefgefühltesten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 28. März 1905. 1711 Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten die tiesschmerzliche Mitteilung, daß unser innigstgeliebter Sohn und Bruder Herr Wilhelm Conrad Kaufmann am Dienstag morgen 5 Uhr nach langem, schwerem Leiden im 25. Lebensjahre sanft im Herrn entschlafen ist. Tie trauernden Hinterbliebenen: Familie Friedr, Conrad. Climbach, den 28. März 1905. 1705 Die Beerdigung findet Freitag den 31. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, statt. Ei Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Earterrstratze 2 (Bürgermeistereigedärrdch Zimmer Nr. 14. Der Arbeittnachweis hat die Ausgabe, -wischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern (Arbeiter« jeglicher Art, Dienstboten nud Lehrlinge«) unentgeltich Arbeit zu vermitteln. An bat Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von 8 bi» 6 Uhr geöffnet. Es können eingestellt werden: 1 landwirtschaftliche Magd, 1 Gärtner, 1 landwirtschaftlicher Knecht, 2 Schlößer, 2 Schmiede, 1 Maschinist, 2 Schreiner, 80 bis 100 Schneider, 6 bis 8 Zimmerleute, 1 Stallbursche, 4 jüngere HauSburschen, 5 Dienstmädchen. B*7, Lehrlinge: 1 Gärtner, 2 Schlosser, 1 Mechaniker, 1 Lackierer, 2 Buchbinder, 3 Schreiner, 2 Bäcker, 2 Schuhmacher, 2 Schneider, 2 Glaser, 2 Installateur, 1 Kellner. ES suchen Arbeit: 1 Gärtner (Privatarbeit), 1 Schreiner, 2 Waschfrauen, 1 Installateur, 1 junger Fabrikarbeiter, 1 Kaufmann, 1 Auslauser, Diener, Kassier, Portier, 1 Kellner (hier- oder mrswärts), 4 Lausund Putzfrauen, 3 Bureaugehilfen. Lehrlinge: 1 Friseur (möglichst sofortige Vergütung), 1 Kellner. 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