urtn glaWljtaitt lerft. abends um 7 Uh. iloflen. j. für $h; :.‘Ä "d-r°lÄ< 6 Uhr: Ter Ring! erung. Mittwoch [ ?ta9 den 2. November gelchlossen. Cam-: g den 5, November, nc °della.' Abends 7 $ ?>ein Donit.' Milk, Treue/ Tonnersiag! üTßitflß den 3. Dloöcint: 4. November: ,Wa- lachinillags halb 4 Uh ihr wollt." Monlag!. “ Dienstag den 7. L: * in der e QnfllQ^) Utttene **%£&'* os.Mj .5'ö,e 'm von, -'SSL ’bmn s °'Aebrach, M be^Uiuoerrndl , ue 4-emonslraiiw UNg. 3q erfolgte hier die Ar! etwa 7000. In etwa c fischen Vogtlande mit c e mit 2000 und in Mo? gend Arbeiter zur Ack. ’mbet bie Betriebe tri 5 bem Robbenrer !>er Robjlenarbeiter bc nach bem itfanbt MN W tu Wägern. Sri:: ofßM, teilweise« droht. Auch der je; aus den im Betritt eidet große SJerjoger:.: ikmhrwl wegen Aub" ung und Kohlen-ExM- e des Streits die Lieleir? Voikswirlsißaji. ünsterbergi.We lau abhängige ReM. ischräntlem Girovertedi Itia brr Mim iß dahier. 8L Joko - er, mit Ü-IH°m- W HSSSQ 'toi»»«"* .Ä».« ^A°3°h°"^ ein Sohn- li-sM etwei"te- silelW M 8UH-M **" 5ir. 25(i Gr f rf> ein t täglich aiinct Sonntags. Ten, (siebener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem hesstschen Landwirt die »-S - -_-.tr Em Liederabend der Fra« v. Wolzogen. R. B. D ar m st a d t, 29. Okt. Zwei originelle Veranstaltungen hat die Darmstädter Gesellschaft zu verzeichnen, einen Elsa Laura v. Wolzogen-Liederabend und einen 5 Uhr-Teeabend in der vereinigten Gesellschaft. Ter vielgenannte und eigenartige Künstler und Literat Ernst von Wolzogen ist nach Darmstadt übergesiedelt, um fern von dem nervenzerrüttenden Kunstgetriebe der großen Berliner Zentrale seinen eigenen literarischen Arbeiten nachzugehen. Er arrangierte im städtischen Saalbau einen Liederabend, der eine Art verfeinerte Hausmusik darstellte und den Reiz der Neuheit aufwies. Ernst von Wolzogen hatte die Rolle des Conferanziers übernommen und würdigte in seiner Einleitung mit einigen Worten die heute leider so selten gehörte Guitarre und Laute, die ffrüher im intimen Kreise zu Hause war und nicht nur Äalladcn und Romanzen, sondern auch ganzen Teilen aus dem Freischütz als Begleitung dienten. Sowohl Stimme, wie Vortragskunst der Frau v. W. erschienen für den Vortrag dieser einfachen und doch ungemein reizvollen Musik wie gesck)affen. Im ersten Teil des Programms begleitete stich die Künstlerin selbst auf der Guitarre und fand mit ihren Vorträgen solchen Beifall, daß sie die Hälfte der Lieder da eapo singen mußte. Der zweite Teil des Arogramms brachte ftanzösische Bergcrettes usw. aus dem 18. Jahrhundert, in denen wir feine Musik zu hören be- vamen. Tie Begleitung wurde von Prof. A. Mendels- Kohn auf dem Spinet ausgeführt. In einer eigenen Komposition zeigte Frau v. W., daß sie den Vortrag bis in Die kleinsten Einzelheiten künstlerisch geschickt beherrscht und lloch den Ton der verfeinerten Haus- und Volksmusik auf höhte Belastung deS Pensionsetats gesellt. Alles in Allem dürften die bisherigen Kosten für daS ostasiatische Expeditionskorps annähernd die Höhe der von China an das Reich zu zahlenden Entschädigung erreichen, nämlich 27bMillionenMark, von denen aber höchstens zwanzig Millionen abgetragen sind. Wenn die Tilgung dieser Schuld in dem bisherigen Tempo weitergeht, kann die ostasiatische Rechnung erst in vielen Jahrzehnten abgeschlossen werden. Von der Preffe Frankreichs wie auch Italiens wird der Antrag Deutschlands günstig ausgenommen werden. In Paris ist man, dem „Temps" zufolge, der Ansicht, die Regierungen dürsten sich leicht über die Zurückziehung verständigen. DaS wäre höchst erfreulich. Doch England hüllt sich vorerst noch in unheilschwangeres Schweigen. Badische imb bayerische Sozialdemokraten. Ein bayerischer Liberaler schreibt uns: Tas Wahtkompromiß der bayerischen Sozialdemokraten mit dem Zentrum hat den badischen Sozialdemokraten die Augen geöffnet; der Ausfall der bayer. Landtagswahlen hat den „Genossen" in Baden deutlich gezeigt, wohin Bündnisse unter der Flagge „schwarz-rot" führen. Tas Wahl- komvromiß zwischen dem liberalen Block und der Sozialdemokratie 'N Baden ist eine Tat politischer Reife und gibt den beiderseitigen Führern und den beiden Parteien ein glänzendes Zeugnis von der richtigen Auffassung der gegenwärtigen und künftigen Zeitverhält- nisse. Es kann die Wahl nicht schwer sein, auf welche Seite der Liberalismus zu treten hat, wenn der Entscheidungskampf zwischen Fortschritt oder Rückschritt gekämpft werden muß. Es ist rühmend anzuerkennen, daß es das liberale, badische Volk, von dem linken bis zum rechten Flügel, versteht, eine großzügige Politik zu treiben und sich in dem großen Kulturkampf, der unserer Zeit bevorsteht, entschlossen die Hände reicht. Tas jetzige Bündnis möge bestimmend sein auch für die künftige liberale Politik der zwei großen liberalen Parteien: der Dlockpartei und der Sozialdemokratie. Aus den Reihen der baverischen „O5e* noffen" heraus kann man angesichts der großen, liberalen Tat in Baden beschämende Lleußerungen hören über die unsittliche „schwarzer ote Ehe", die durch den blinden Fanatismus einiger bayer. sozialdemokratischer Führer gegen den liberalen bayerischen Block geschlossen wurde. Tie bayerischen Genossen können sich auf ihre politische Reife nicht absonderlich viel cinbilden, sonst hätten sie die blinde Gefolgschaft ihren parteiverbohrten und programmverrannten Führern verweigert und große Gedanken hoch gehalten, die ihnen mehr wert sein mußten, als Wollmar, Ehrhart und Konsorten. Allein der sozialdemokratische Personenkultus in Bayern ist in hoher Blüte; die bayerischen „Genossen" huldigen — mit wenigen Ausnahmen — lieber ihren „Führern", als Gedanken; das kostet weniger „Hirnschmalz" und ist „alleweil" gemütlicher und schöner a". Die Unruhen in Deutsch-Ostafrika. Berichte der Dezirksamtmänner von Lindi und Kilwa und des stellv. Stationschefs von Jringa bringen folgende Einzelheiten über die in den Bezirken ausgebrochenen Unruhen. In Lindi hat der Bezirksamtmann noch 14Tage vor Ausbruch des Aufstandes eine Inspektionsreise in seinem Bezirk angetreten und zunächst nirgends Anzeichen von Unruhen gesunden. Ten eigentlichen Ausbruch des Aufstandes erfuhr der Bezirksamtmann erst Ende August ziemlick weit im Hinterlande am Mittellauf des Rowuma. Auf seinem eiligen Rückmarsch nach Lindi traf er dann den nordöstlichen Teil seines Bezirks schon im Aufruhr. Tie Missionsstationen Massassi, Lukuledi und Nyangao waren zerstört, die Missionare geflüchtet. Ter Aufstand war durch Sendboten aus dem Kilwa-Bezirk angefacht und hatte in erster Linie die Wamwera und Makua ergriffen. Als der Akida Mursal, ein alter Schutztruppen- das glücklichste zu treffen weiß. Zum Schluß zeigte sich die Künstlerin auch als sehr geschickte Vortragsmeisterin in einer Reihe von Volksliedern der verschiedensten Nationen. — Ter 5 Uhr-Tee war von dem unter dem Protektorat der Fürstin zu Erbach-Schönberg stehenden Verein „Walderholungsstätte" veranstaltet und diente zur Beschaffung von Mitteln für die Errichtung einer Erholungsstätte für Frauen. Tie sämtlichen oberen Räume der Vereinigten Gesellschaft waren in prächtigster Weise mit Waldesgrün und Blumensträußen geschmückt und darin bewegte sich zahlreiches hochelegantes Publikum, den flotten Weisen der Kapelle des Leibgrenadier- Regiments Nr. 115 löschend oder an kleinen Ziertischchen fröhlich mit einander plaudernd. Die Honneurs machten die Fürstin zu Erbach-Schönberg und Tochter, sowie die Ehrendamen des Vorstandes, während an reich mit Süßigkeiten und Delikatessen besetzten Buffets von zahlreichen jungen Damen Erfrischungen dargereicht wurden. Auch das Großherzogliche Paar beehrte die Veranstaltung mit seinem Besuch. Ter Teeabend nahm einen angenehmen Verlauf und dürfte dem wohltätigen Zweck eine schöne Summe zuführen. Frankfurt a. TL, 29. Okt. In der Rolle der Margarethe Gautier in der „Camelienda m e" beendete Frau Marie Reisenhofer ihr Gastspiel tm Restbenz-Theater und erzielte großen Beifall. Würdig zur Seite stand ihr der Armand des Herrn Hellmer. — v. Reinach- Preis für Paläontologie. Ein Preis von 1000 Mk. soll der besten Arbeit zuerkonnt rterben, die einen Teil der Paläontologie des Gebietes zwischen Aschaffenburg, Heppenheim, Alzey, Kreuznach, Koblenz, Ems, Gießen und Unteroffizier, hörte, daß nie Aufständischen die von den Missionaren verlassene Missiouss.ation Massasji plünderten, eilte er mit einigen nur mit Vorderladern und Aexten bewaffneten Leuten zu Hilfe und verjagte die Plünderer, wobei diese empfindliche Verluste erlitten. Beim Einschreiten ber militärischen Macht hielten die Rebellen nirgends stand. Mitte September begannen He an verschiedenen Stellen die Waffen niederzulegen und um Frieden zu bitten. Weniger günstig lauten die Nachrichten, die der Bezirksamtmann von Kilwa an den Gouverneur berichtete. Ter Bezirk Kilwa scheint überhaupt der Herd des Aufstandes gewesen zu fein. Tie Rebellen suchten die Jumben mit Gewalt auf ihre Seite zu ziehen. Das Tetache- ment von der Marwitz hatte einige kleine Erfolge. Vereinzelt begannen auch die Rebellen bereits sich zu ergeben. Neber die Vorgänge in Mähen g e bringt ein Bericht des Stabsarztes Tr. Zupitza aus Jriuga folgende Nachrichten: Am 1. September langte die Meldung an, daß der ganze Bezirk im Aufruhr sei. Daraufhin ging die Kompagnie unverzüglich zum Angriff vor und schlug die Wapo- goro, welche äußerst hartnäckigen Widerstand leisteten, obwohl sie nur mit Speer und Schild bewaffnet waren. Trotz dieses Erfolges wurde wenige Tage später die Station selbst von den Aufständischen angegriffen. Der wütende Ansturm gelangte bis dicht vor das Maschinengewehr und wurde nur mit Mühe abgeschlagen. Ter Stationschef sah sich gezwungen, Hilfe von dem benachbarten Jringa zu erbitten. Tie hauptsächlichsten Träger des Aufstandes scheinen die Wabunga zu sein, ein Stamm, der in den Uchungwe-Bergen aus dem linken User des Utanga wohnt. Tie aufständischen Wabunga haben den aus drei Askaris bestehenden P o st e n an der Fakarra-Fähre über den lUanga ermordet und die dort ansässigen Küsten- hänoler, Araber und Inder, niedergemetzelt. Der Aufstand der Wabunga steckte und auch einige Jirtmben in den Vorbergen von Uchungwe, die zum Bezirk Jringa gehören, an, was Veranlassung zum Ausmarsch der Jringa-Kom- pagnie unter Hauptmann Nigmann gab. Tie im Osten, in der Ruaha-Ebene wolsnenden Wassagara haben sich ihrem Stamme angeschlossen und sind aufständisch geworden. ....... - - - -------- -------- - J-, Bezirks-Lehrerversammlung. XGicßen, 30. Okt. Im Cafe Ebel tagte heute die L e h pev- Versammlung des Bezirks Gießen. Kreisassistenzarzt Dr. Bötticher hielt einen Vortrag über: „Di e S chu l g e sun d- heitspslege und die Tätigkeit der Schularzte". In dem interessanten Vortrag kam Redner zuerst auf die allgemeine schulhygienische Vorschriften, sowie auf Schülerkrankheiten und deren Ursachen zu sprechen. Er pflichtete der Msicht bedeutende Aerzte und Schulmänner bei, daß Kinder nicht vor dem 7. Lebensjahr in die Schule ausgenommen werden sollten da dann erst eine normale Entwicklung des Großgehirns eintritt. Ta aber diese Forderung sich nicktt verwirflichen läßt, solltene wenigstetts die Kinder nicht vor Ueberschreitung des 6. Lebensjahrs in die Schule ausgenommen werden. Die frühe Aufnahme sei vielfach . die Ursache von körperlichen Schäden und unregelmäßiger geistiger Entwicklung. Ter Referent besprach ferner die Tätigkeit der Schulärzte. Im Kreis Gießen . ist fürs Land noch kein Schailarzt vorhanden, da die Mittel noch nicht bewilligt sind. Die Stadt Gießen hat seit 1898 einen Schularzt. Kürz nach der Aufnahme sindet eine sorgfältige Untersuchung der Schüler statt, wobei den Kindern, die das 6. Lebensjahr noch nicht erreicht haben, ganz besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird. Die in der (Hitwicklung Zurückgebliebenen werden zurückgewiesen. Im Laufe des Jahres findet eine nochmalige Untersuchung aller Schulkinder statt, die sich auf Größe, Gewich-tst- zunahme, Reinlichkeit, Hautkrankheiten, Nasen-, Gehör- und Augenlrankheiten, Skrophulofe, Tuberkulose usw. erstreckt. Von Interesse waren einige Zahlenangaben, die Auffchluß über die Schäden und Krankheitserscheinungen bei den Kindern geben und gleichzeitig die Notwendigkeit der Anstellung von Schulärzten deutlich vor Augen führen. Etwa 80 Prozent der Schülev sind zahnkrank, 70—90 Prozent haben Fehler an den Augen und ein sehr hoher Prozentsatz ist mit Nasen-, Rachen- uitb Gehörlrankheiten behaftet, andere Kinder sind blutarm, skrophu- lös und tuberkulös. Diese Kinder weichen in erster Linie für die Verabreichung des warmen Frühk-ücks notiert. In Gießen ist Büdingen behandelt; nur wenn es der Zusammenhang erfordert, dürfen andere Landesteile in die Arbeit einbezogen werden. Die Arbeiten, deren Ergebnisse noch nicht anderweitig veröffentlicht fein dürfen, sind bis zum 1. Okt. 19 0 7 in versiegeltem Umschläge, mit Motto versehen, an die unterzeichnete Stelle einzureichen. Ter Name des Verfassers ist in einem mit gleichem Motto versehenen zweiten Umschläge beizufügen. Tie Seuckenbergische Naturforsck>ende Gesellschaft hat die Berechtigung, die Arbeit, der der Preis zuerkannt wird, ohne weiteres Entgelt in ihren Schriften zu veröffentlichen, kann aber auch dem Autor das freie Verfügungsrecht überlassen. Nicht preisgekrönte Arbeiten werden den Verfassern zurückaesandt. lieber die Zuerteiluna des Preises entscheidet bis spätestens Ende Februar 1908 die der Gesellschaft auf Vorschlag einer von ihr zu ernennenden Prüfungskommission. Berlin, 30. Okt. Im Kultusministerium fand heute eine Sitzung der vom Kviser berufenen Kommission zur Herausgabe einer Sammlung deutscher Volkslieder fur Män- n e r ch ö r e statt, an der Vertreter der bedeutenden deutschen, östveickischen und schweizerischen Gesangvereine teilnabmen. Tas neue Werk soll 1906 erscheinen. Zu Mitarbeitern gehören die hervorragendsten deutschen Musiker. Ein neuer Record mit drahtloser Telegravhie. Wie berichtet wird, ist ein neuer Record im Empfang von Telegrammen burch die drahtlose Telegraphie von der Torpedo-Station der amerifan. Regierung in Rewyprt gemacht worden. Es find mit einer Telegraphieraefchivindiateit von 18 Worten in der Minute klar und einwandsfrei Teoeichen von Cave Menry 350 Mellen, Washington 325 Meilen, Philadelphia 250 Meilen, Portsmouth N. H. 150 Meilen Entfernung und von verschiedenen anderen Plätzen, wo bie Regierung Stationen hat, empfangen worden. Ein dentsd)es Systein wurde benutzt. (Gemeint ist das System Telefunken.) bie Zahl Der Kinder, die warmes Frühstück erhalten, auf 370 greftiegen. Es ist die Anregung' erfolgt, die Verabreichung auf die L a n d o r t e auszudehnen. Bei 96 Prozent aller Verstorbenen seien Spuren von Tuberkulose vorhanden. Gute Ventilation der Schulsäle und turn erhebe Hebungen seien die besten Mittel 'gegen Krankheiten. Zum Schlüsse wies der Redner auf die vorzügliche Einrichtung des Unterrichts in Blumcnpflege und im Kochen hin, der seit etwa zwei Jahren an der Stadtschule eingeführt ist. Ter Vortrag erntete lebhaften Benall. Aas mö Kani. Gießen, 31. Oktober 1905. L.U. Dem Landrichter Dr. Friedrich wurde die venia legendi für das Fach des Kirchenrechts an der Landes-Universität erteilt. Seine Habilitationsschrift handelt über: „Die Entstehung ber Reformatio Ecclesiarum Hassiae von 1526." • • Das Großh. Regierungsblatt Nr. 27 vom 27. Oktober enthält u. a. eine Verordnung, die Herstellung, Aufbewahrung und Verwendung von Azetylen betr., und eine Bekanntmachung, Elektrische Straßenbahnen in Darmstadt (hier zweigleisiger Ausbau am Luisenplatz und am Hoftheaterplatz betreffend). * • Eine Sitzung desProvinzial-Ausschusses der Provinz Oberhessen findet am Samstag, 4. Nov., vormittags V,9 Uhr mit folgender Tagesordnung statt: 1. Gesuch des Karl Dick haus in Gießen um Erlaubnis zum Gastwirtschaftsbetrieb im Hause Walltorstraße 28. 2. Ge- such des Heinrich Schneider von Rödgen um Erlaubnis zum Gastmirtschaftsbetrieb. 3. Das Faselwesen in der Gemeinde Großen-Buseck. • * Eine Sitzung der Stadtverordneten-Versammlung findet am Donnerstag nachmittags 4 Uhr, mit folgender Tagesordnung statt: 1. Baugesuch von Peter Berg für die Bahnhofstraße; hier: Dispens. 2. Vergebung von Erdarbeiten zum Ausbau der Friedrichstraße, des Wetzlarer Wegs und des Mittelwegs. 3. Gesuche um Herstellung gepflasterter Uebergänge in der Stephanstraße und der Marburgerstraße. 4. Uebernahme der Hcnselstraße. 5. Verkauf eines Bauplatzes an der Licherstraße. 6. Verkauf eines Grabens an der Marburgerstraße. 7. Dienstkleidung für den Vorarbeiter des Filial-Arbeitshauses. 8. Gebühren für Benutzung des Sektionszimmers. 9. Wasserverbrauch des Postamtes. 10. Gesuch der Firmen Gebrüder Kaufmann und P. I. Mobs um Ueberlasiung einer Fetteinkaufstelle im Schlachthaus. * • Plötzlicher Tod. Der auf der Gailschen Dampf- ztegelci seit 7 Jahren beschäftigte 69 Jahre alte Arbeiter Heinrich Hedderich aus Wcttsaasen nmrbc gestern mittag in der Mittagspause tot auf dem Abort gefunden. Ein Herzschlag hatte dem Leben des alten Mannes plötzlich ein Ziel gesetzt. Die Leiche wurde nach der Leichenhalle des neuen Friedhofs gebracht. • • Diebstähle. Bei der Tanzmusik wurde einem hiesigen Schneider, während er das Tanzbein schwang, der Ueb erzieh er gestohlen. — Ein Laufmädchen hatte seiner Logisgeberin in deren Abwesenheit nicht allein das Bargeld, sondern auch diverse Kleidungsstücke c;estöhlen. Das Geld hatte es bereits verausgabt, während ein Teil der Kleidungsstücke sich noch vorfand und der Bestohlenen zurückgegeben werden konnte. — Einem hiesigen Einwohner, der sich am vorigen Sonntag einen angetrunken hatte, stahl sein Begleiter 60 Mark. Der ! größte Teil des Geldes fand sich beim Täter noch vor. * * Eine für alle Hundebesitzer hocherfreultche Nachricht enthält eine heute veröffentlichte Bekanntmachung: Die seit Mai d. Js. bestehende Hunde sperre wird vom heutigen Tage ab durch das Kreisamt aufgehoben, da seit dem letzten verdächtigen Fall so lange Zeit vergangen ist, daß ein Verdacht der Tollwut vollständig beseitigt erscheint. — Ein Hundefreund wurde durch die Mitteilung hiervon zu folgendem poetischen Erguß begeistert: Nu freut eich alle heut, ihr Hund', Ihr Karros, Bellos, Schnautze, Weil uffgehowe is die Schberr — Ihr kennt frei Widder ganze. Es schteh' eich uff die Schtraße all, Wo frieher nor e Weilche Un mit de Maulkorb uff der Nas Ihr fchbaziern dürft am Seilche. Weil von eich aaner doll sollt fei, Wie in Berlin qefunne, Do bot mer eich, ob grüß, ob klei, Druff nix wie aagebunne. Un eingeschberrt in kaale Schtäll, In Keller un in Hitte, In GaartehäuScher — schauderhaft — In aale Heringsvütte. Ihr kennt nu widder, wenn ihr wollt, Uffschtöwere alle Katze Un aach — troßdem 's verbotte is — Die Südaalag verkratze; Kennt, wem ihr nett gewoge seid, Die Hoosebaa verreiße Un Hinkel, die eich sein im Weg, Mir nix dir nix tutbeifee. Un kollegialisch kennt ihr eich, Wo's eich beliebt, berieche Und den, der io was sich oerbitt’, Gleich am Schlaffittche kriege. Doch rat ich eich zu guterletzt: Tut manierlich eich betrage, Damit die Polizei nett mehr Wie schun emool kam: sage: Der Hund' ihr Sindebuch is voll, Mer finge aan — des Oos war doll. ^Elpenrod, 30. Oktober. Der hiesige Forstwar Jager, der den Feldzug 1870/71 mitgemacht hat, hat jetzt seinen siebenten Sohn zum Militär geschickt. Fünf dieser Söhne dienten bei der Artillerie, zwei bei der Infanterie. Jäger ist stolz darauf, daß seine sieben Söhne des Kaisers Rock trugen bezw. tragen. Pommcrschc Lchulzustände. Stolp, 30. ort. Wegen Beleidigung des Pastvrs nndOrtsschul- ärvspektors Pötter hatte sich vor der hiesigen Strafkammer der Redakteur des konservativen „Bütower Anz." Röhl zu voran tivor ten. Pastor Pötter ist als Nebcnlläger zugelasson. Der Anklage liegt eine Reibe von Artikeln zugrunde, die Röhl in seinem Blatte veröffentlicht bat und die sich mit der Tätigkeit des Pastors Pötter als Schulinsocktor befassen. Diese Tätigkeit wurde einer scharfen Kritik unterzogen: dem Pastor Würbe vorgeworfen, daß er ein Schreckensregiment in der Schule sichre: ferner wurde gesagt, daß Pötter Denunzianten züchte, die Lehrer chikaniere usw. Wegen btejer Behauptung erhob die Staatsanwaltschaft die Anklage gegen Röhl, der sich erbot, einen umfangreichen Wahrheitsbeweis zu libren. Er hat eine Anzahl Lehrer als Zeugen geladen, xer erste Zeuge war der Lehrer Wvckenfuß. Wockenfutz yt aus dem Schuldienst entlassen worden, weil er sich mit Pötter nicht vertragen konnte. Der Angeklagte erklärte, Frau Wockensilst habe ihm gesagt, sie habe nur mit großer Mühe ihren Mann von einem Selbstmordversuch zurückhalten können. Wockenfutz bekundet, daß Pötter die Lehrer wegen der nichtigsten Sachen mit Protokollen und Anzeigen überschüttet habe und datz er einen 70 Jafwe alten Lehrer, der an seinem Lehramt hing, wider dessen Willen entlassen hätte. Pötter beftreitet, die Auslagen. Die Entlassung des alten Leiters sei erfolgt, toeu dieser nicht mehr Orgel spielen konnte. Dann kommt zur Sprache, daß Pötter Personen, die bei irgend welcher Gelegenheit vor Gericht andere Aussagen machten, als er es wünschte, bet der Staatsanwaltschaft wegen Meineids angezeigt hat. xtc Staatsanwaltschaft hat jedoch in feinem Falle der Anzeige stattgegeben. Nach einer solchen Anzeige hat Graf v. Schwerm- Schojow dem Pötter den Vorwurf ber Unwahrhaftigkeit gemacht. — Angeklagter (zum Nebenkläger Pötter : Haben Ste nicht wegen dieses Vorwurfs des Grafen Veranlassung genommen, diesen zu fordern? — Pötter: Es mag sein, datz ich davon gesprochen habe, den Grafen wegen dieser Aeußerung zu fordern. Tatsächlich aber habe ich ein Duell zu verhindern gesucht. . Wvckenfuß schildert ausführlich einen Auftritt, den er mit dem Pfarrer erlebt habe. Zur Weihnachtszeit sei er eines Abends aus dem Bette geholt wordender Pastor wolle ihn sprechen. Er sei darauf sofort zum Pastor gegangen, der ihm zunächst ein langes Kapitel aus der Bibel vorgelesen habe. Als das dem Zeugen zu lange dauerte, fragte er den Pfarrer^ was dieser denn von ihm wolle, worauf ihn^der Pfarrer barsch angefahren habe mit den Worten: „Halten Sie den Mund. Sie gehören auch zu jenem Abschaum der Menschheit, der den Tod des Krupp he rbeigeführt hat". Dazu habe der Pastor mit einem Stock in der Lust b-rumgefuckstelt und gesagt, den Stock habe er dazu, um einem jeden aufs Lästermaul zu schlagen. Ms der Zeuge fliehen wollte, sah er, daß der Pastor an ber Tür zwei Kirchenvorsteher postiert hatte, die ihm den Ausweg versperrten. Erst als feine Frau erschien und den Pastor unter Tränen bat, ihn, den Zeugen, zu entlassen, habe Pötter ihn entlassen. Lehrer Pagel bestätigt, daß Wockenfuß unter der Einwirkung ber fortgesetzten Ehika- nierungen Selbstmordgedanken geäußert habe. — Lehrer Kusse- row erklärt, daß auch er sich chikaniert glaube und Lehrer Halfpap meinte, daß Pötter an seiner Pensionierung schuld ei. Die Vernehmung weiterer Lehrer ergibt, daß die Lehrer in Silkow eine förmliche Angst vor Pötter gehabt hätten und nicht zu widersprechen wagten. Unter Ausschluß ber Oefseutlichkeit wurde über bic angeblichen Beziehungen des Pastors Pötter zu seiner 27 jährigen Wirtin verhandelt, denen ein Kind entsprossen sein soll: es stellt ich jedoch heraus, daß dieses Kind nicht von Pötter, sondern von dessen Bruder, einem 19 jÜbrigen Gvmnasiasten, stammt. Graf Schwerin-Schoiow gab zunächst an, daß et dur ch den Pastor G) Maibaue, r zum Duell mit demPaftor Pötter gefordert worden sei, weil er diesem Umvahrh'it vorgeworfen hatte. Der Zeuge hat sich an den Regierungspräsidenten gewandt, der seine Handlungsweise vollständig korrekt gefunden habe. Das Tuell sei bann unterblieben. Der Zeuge übt bann eine ausführliche scharfe Kritik an der Tätigkeit Pötters und schildert auch, wie er selbst den unglaublichsten persönlichen Beleidigungen seitensPöt- ters ausgesetzt gewesen sei. So habe Pötter gesagt, die Schönheit seiner (des Zeugen) Kinder rühre daher, weil sie von Friedrich Wilhelm III. abstammen. Man könne einem alten Adelsgeschlecht keinen schwereren Vorwurf machen! Ferner habe sich Pötter in den ödesten Klatschereien über seine ,des Zeugend Familienangehörigen ergangen und habe etyrlidje Leute des Meineids bezichtigt. Zum Schlick erklärte Graf Scbwerin-Schojow, daß Röhl, der durch diesen Prozeß offenbar wirtschaftlich vernichtet werden sollte, von ihm unterstützt worden fei Der Zeuge, Lehrer Bertan, nannte den Pastor Pötter einen Birinosen in Lehre rKränkungen. Der Zeuge gibtz an, daß Pötter ihn einmal bei der Inspektion des Religionsunterrichtes vor versammelter Klasse einen Narren genannt (!) habe. Wockenfuß ift^_ das Muster eines Lehreres. — Staatsanwalt Vertan: Wenn Sie von Pastor Pötter eine so schlechte Meinung hatten, weshalb verkehrten Sie noch weiter in seinem Hause? — Der Zeuge schweigt. — Röhl: Der Zeuge schämt sich wohl zu bekennen, daß er Angst vor Pötter hatte. — Dors.: Stimmt das? — Zeuge Bertan: Ja, so ist es. (Mrhaltende Bewegung.) Der Patronatsherr Graf Schwerin bestätigt, daß die Lehrer eine heillose Angst vor dem Pastor Pötter hatten. Ter von dem Augellagteu gebrauchte Ausdrrick, daß Pötter ein Schreckensreg im eut führe, sei nicht zu stark. — Vors. (zum Grasen Schwerins Haben Sie dem Angeklagten Geld gegeben? — Zeuge Graf Schwerin: Es war zweifellos die Absicht des Pastors Pötter, den Redakteur Röhl durch diesen Prozeß wirtschaftlich zu ruinieren! Frau Wockenfuß sagt als Zeugin aus: Ms ihr Mann vom Dienste suspendiert worden sei, habe der Pastor dies im Neujahrsgottesdienst von der Kanzel herab verkündet. Unter Tränen erklärte die Zeugin, daß ihr das am meisten zu Herzen gegangen sei. Sie sei nach dem Gottesdienst zum Pastor Pötter gegangen und habe ihn gefragt, ob denn diese Kränkung, notwendig gewesen sei. Herrisch habe Pötter geantwortet, das das kömre er machen, wie er wolle. ^Schluß folgte © ro i n c m ü n b c, 30. Oki. Die deutsche Rote Krcuz- Expebition ist aus der Mandschurei zu Schiffe aus Petersburg unter Führung von Dr. Eollmcrs hier eingetroffen. London, 29. Oktober. Ein seit einiger Zeit in England lebender junger Deutscher, Baron Nau von Holz- ba nsen, beging heute Selbstmord im Hause der Schauspielerin Gertie Miller, der Gattin des Komponisten und Kritikers Lionel Mockton. Antwerpen, 30. Ott. Gestern entstand eine neue Senkung am Kai Herbonvillc. Die Kaimauer ist um 40Ztm. gesunken. 200 Arbeiter sind damit beschäftigt, die Mauer zu stützen. Hiftnvahn-Ieilung. — Der Betriebsausweis der vr en ß.- h e ssisch en Eisenbahnen für das erste Halbjahr 1905'06 zeigt eine b e - t r ä ch t l i cb e Z n n a h m e der Einnahmen. Es sind in diesem ersten Halbjahr des laufenden Etatsjabrs 51 Mill. Mk mehr eingenommen worden als im gleichen Zeitraum des vorigen. Da die vorjährige Einnahme den Etatsanschlag nm etwa 75 Mill. Mk. überstiegen bat, ,während der Anjchlag für 1905 um 98 Millionen über dem vorjährigen liegt, würde bei gleichbleibenden Ueber= schliffen das laufende Etatsjahr eine Einnahme erzielen, die um etma 80 Mill. Mk. übet der des EtatsanschlagS liegt. Durch die Erfahrungen des Vorjahres, wo in den letzten Monaten ber Aus- ’r0» t’t' Ruhrgebiet die Einnahmen dec Eisenbahnverwaltnng stark schmälerte, wird man aber in ber Schätzung des Etats- abfchlnsses zur Vorsicht ermahnt. In den ersten'6 Monaten des laufenden Etatsjahres nnirben vereinnahmt ans dem Personen- nnd Geoackoerkehr 272 271 000 Mk. gegen 253 757 060 T?f. im gleichen Zeitranm des Vorjahres, ans dem Güterverkehr 540 402 000 Mark gegen 509 582 000 Mk„ ans sonstigen Quellen 47 964 000 Mk. gegen 4a 954 000 Mk., zusammen also 860 637 000 Mk. gegen 809 293 000 Mk. Die Einnahmen ans dem Personenverkehr liegen hiernach um 18,51 Mill. Mk. oder 7.3 v. y., die aus dem Güter- verkehr um 30,82 Mill. Mk. ober 6,0 v. H., die ans sonstigen —nellen um 2,01 Mill. Bit. oder 4,4 v.H., die gesamten Einnahmen um 51,34 Mill. Mk. oder 6,3 v. H. über den vorjährigen. Kircklicke Nachrichten. Katholische Gemeinde. Dienstag, den 31. Oktober 190 5. Nachmittags um 5 Uhr und. abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Mittwoch, den 1. November 1905. Allerheiligenfest. Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. r um 7 Uhr: Die erste heil. Meffe, vor und m der« selben Austeilung der heil. Kommnnion. , um 8 Uhr: Die zweite heilige Messe. Militärgottes, dienst mit Predigt. „ um 9V? Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 5'/, Uhr: Rosenkranz-Andacht mit Segen. , um 6 Uhr: Predigt; darauf Andacht für die Abgestorbenen. Mittwoch, d e ii 1. November 1905. _ um 5 Uhr Und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Donnerstag, den 2. November 1905. Allerscelentag. Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. „ um 6 V, Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in der- selben Austeilung ber heil. Kommunion. „ um 8 Uhr: Seelenamt für alle Verstorbenen ber Pfarrei. „ um 9’ 2 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um fr1/, Uhr : Rosenkranz-Andacht mit Segen. Schluß des Rosenkranzgebets. Freitag, den 3. November 1905. Vormittags um 7 Uhr: Segensmesse. J Gerichtssaal. Gotha, 30. Okt. In dem EhescheidungSprozetz des Prinzen Philipp von Sachsen-Koburg-Gothg gegen die Prinzessin Luise sprach in der heutigen kurzen Verhandlung vor dem Landgericht ber Vorsitzende die Zu st an- digkeit des Gothaer Landgerichtes aus. Der nächste Termin findet nm 4. De^niber Natt. Sandes urb Werkel r. Aos rswirrsffmft. Essen a. d. Ruhr, 28. Oktober. Wie die „Rh. Wests. Ztg/ erfährt, beschloß der Aufsichtsrat und die Direktion ber Gelsen' kirchenerBergwerks-Aktien-Gesellschaft einer dem» nächst einzuberufenden Hauptversammlung eine Erhebung des Aktienkapitals um M k. 1 4 Millionen und die Ausgabe einer neuen Anleihe von 3 0 Millionen Mark vorzuschlagen, von welcher vorläufig ein Betrag von Mk. 20 Millionen begeben werden solle. Weiter erfährt das Blatt, der Hatiptzweck dieses Antrages sei die Beschaffung von Geldmitteln für die Gemeinschaft Gelsenkirchen, Rote Erde und Schalke. Dazu komme noch der Erwerb eines Stamm-Anteiles der Schiffahrtsgesellschasr Raab, Karcher und Co. Märkte. Gießen, 31. Okt. Marktbericht, Auf heutigem Woebenmarsl kosteten: Butter pr. Pfd. 1.10—1.15 Mk., Hühnereier 1 St. 8-9 Pfg. 2 Stck. 00—OO Psg., Ganseeier 15—OO Psg., Enteneier 6—7 Pfg., Käs« vr. Stck. 6—8 Pf., Käsematte2Stck. 5—6 Pfg. Erbsen pr. Liter 21Psq., Linien pr. Liter 32 Pfg., Taubenpr.Paar0,80- 0,90Mk., Hühner pr.Tt. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stüct 1,80—2,20 Mk., Gänse vr. Pfd. 60—75 Pfg., Ochsenfleisch pr. M. 72—82 Pfg., Knh- und Rindfleisch pr. Pfund 70—72 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 80—90 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 94 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—80 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—76 Pfg. Welsche per Pfund —.— Kartoffeln pr. 100 Kg. 5,00—5,50 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 5,00—6,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg., Aepfel per Pfund 10 bis 25 Pfg., in Körben 00 Pfg., Nüsse 100 Stück 30—40 Pfg., Birnen per Zentner 8 bis 10 Mk. Weißkraut 0.07—0.10 Mk. Marktzeit 8—2 IIhr. Tic Marktpreise für Bich und Frucht und die Gietzeuer Fleisch- und Brotpreisc am 30. Oktober 1905. Weizen 100 Kg. 19.25 Mk. «Weißbrot 2 Kg. 52 P,g. Roggen 100 Kg. 17.50—17.75 Mk. jSchwarzbrot 2 Kg. 48 Pfg. Höchste Schlachtviehpreise in F r a n f f u r t a. M. Fleischpreise in Gießen Ochsen Kälber Schweine 50 Kg. Schlachtgewicht 79-81 Mk. l/2 Kg. Schlachtgew. 86—90Ps. V, „ ,, 79—00 „ V, Kg. 72-82 Pfg. V, , 70—80 , , 80 - 90 , Getreidepreise in Mannheim Brotpreise in Gießen Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktstn dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Bor kurzem wurde an dieser Stelle auf den mangelhaften Zustand der oberen Hammstraße hingewiesen. Einsender dieses will nun für den unteren Teil, vom Neustädter Tor bis zum Viadukt an der Westanlage, ein Wort einlegen. Seit Wochen befindet sich 'diese Strecke in einem fast unpassierbaren Zustande, so daß die Anwohner gezwungen sind, täglich mehren Schlammbäder zu nehmen, um auf das ebenfalls recht not' dürftige Trottoir zu gelangen. Von Uebergängen ist bei nasscni Wetter überhaupt nichts zu sehen. Ter starke Verkehr natb dem Güterbahnhof, die nicht unbeträchtliche Aalst der Anwohner dieser Straße und der Verkehr am Biebertalbahnhof, dies alle? sind Gründe genug, welche für Mhilfe sprechen. Es würden sich Mittel und Wege finden lassen, um diesen Stadtteil in einen menschenwürdigeren Zustand zu gestalten: den Anwohnern wäre dann einem dringenden Wunsche entsprochen und ihr Dank den verehrlichen Städtvätern sicher. * Allgemeine Anerkennung findet die reizvolle Lage uuferet lieben Vaterstadt Gießen, die wie das ewige Rom in einem lieblichen Flußtal zwischen grünenden Hügeln eingebettet liegt. Weniger bekannt dagegen dürste es der Gesamtheit unserer Bürger sein, daß Gießen auch noch in einem weiteren Punkt der Siebenhügelstadt gleicht. Wir meinen die t»ontini( u 0 nen und die Auä '".euMark vor^nschl^ M. 20 Millionen beqei- der Hauptzweck dieses 8 Hein sür die ®emein|d>: Dazu komme noch b ch'ßahrtsgesellschask ilchzucker Präcisions-Taschenuhren A. L ä h q eiS öh n e, Glashütte! Sa. Zj teriche . d,-.- .all H aft- "-g P zu verkaufen. 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