Nr. 74 Zweites Blatt. Dienstag 28. Marz 1905 Echem? Anzeige General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen tat. sich holt 155. Jahrgang Cxföttat tS-lltz mit Ausnahme des öormtagÄ. txe ^Wetzen« Familienblätter" werden dem ^Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. De, ^eistlchs EattOwirt* erscheint monatlich einmal Rotationflbnid rrnd Verlag der Vrühlfchev UnwersuätSdruckerei. ÖL Laag«, Dießen. Redaktion, Expedition u. Druckerei: Schulstr.s. Tel Nr. 6L rrtegr^Adr.. Anzeiger Dietz«, Position in der Tagesordnung zurückgestellt, um zum Gegenstand besonderer Erörterung gemacht W werden. Darüber verging geraume Zeit, weil zunächst die Äbgg. Eickhoff (frs. Vp') und Dr. Beumer (nl.) sich des Langen und Breiten auseinandersetzten über den Wettbewerb zwischen den Firmen Krupp und Ehrhart bei der Waffenlieferung der Armee, und weil andere Etatstitel zwischendurch ausgearbeitet wurden. Die definitive Entscheidung über diese wichtige budgetrechtliche Angelegenheit fällt, wie gesagt, erst in der dritten Lesung des Etats. Es ist anzunehmen, daß auch dann die Vertreter der einzelstaatlichen Regierungen den Schatzsekretär energisch unterstützen werden in seinem Bestreben, die drohende Belastungsprobe von den Finanzen der Ein- zelstaaten fern zuhalten. Aus Atadt und Limd. Gießen, den 28. März 1905. ** Der nationalliberale Verein hält am nächsten Sonntag eine Versammlung ab, in der der Stadtverordnete Wolfskehl aus Darmstadt über die Reform der hessischen Gemeindesteuer sprechen wird. Herr W. gilt als äußerst erfahren in der hessischen Finanz- und Steuerpolitik. (Vgl. Inserat.) ** Evangelischer Arbeiterverein. Am letzten Vortragsabend des Wintersemesters kam ein wichtiger Teil auf dem Gebiet der sozialen Hygiene zur Behandlung. Prof. Dr. Walther sprach über die Pflege der Kinder in den ersten Lebens machen (nicht Lebensjahren, wie es in einer Vornotiz irrtümlich hieß). Unzweckmäßige Pflege des zarten Kindes führt zu Krankheit und chronischem Siechtum, naturgemäße Ernährung und Pflege bilden die Grundlage der körperlichen und der späteren geistigen Entwickelung. Nach Ausweis der Statistik starben in Deutschland von je 100 Neugeborenen im ersten Lebensjahr 22, in Hessen von je 100 Kindern 15. In Oberhessen ist das Verhältnis etwas günstiger als in den beiden hessischen Südprovinzen, was darauf zurückzuführen ist, daß bei der oberhessischen Landbevölkerung die Mütter zumeist selbst die Kinder stillen. In Bezug auf Ausbildung der Hebammen steht Hessen mit seinen Einrichtungen und Repetitionskursen obenan. Der Vortragende gab zunächst eine Untersuchung der natürlichen Vorgänge itnb Lebcnsäußerungen beim Kinde in den ersten Wochen. Diese gründlichen Beobachtungen führen dann zur zweckmäßigen Art der Pflege des Kindes, welche der Redner im zweiten Teil seines Vortrags darlegte. Die Firma I. Schellenbergs Nachf. hatte Apparat und Instrumente für Kinderpflege ausgestellt, wahrend die Finna Otto Schaaf Proben von Nährmitteln und Chemikalien übersandt hatte. Der Vortrag brachte in bester, populärer Darstellung praktische Anleitung in wichtigen Lebensfragen. Es wurde dem Redner lebhafter Dank und Beifall gespendet. ** Di e Krach enburg. Ein alter Herr, der im Jahre 1843 in dem heute allgemein „die Krachenburg" genannten Hause wohnte, schreibt uns, daß er diesen Namen damals noch nicht gehört habe. Besitzerin des Hauses war damals die Witwe des Orgelbauers Bürgi. Etwas schief sei freilich das Haus in jenem grauen Jahre schon gewesen. F. Büdingen, 27. März. Heute vormittag fand die feierliche Entlassung der Schüler der landwirtschaftlichen Winterschnle statt. Die Anstalt war von 21 Schülern besucht. Geheimerat Braun und Oekonomierat Müller aus Darmstadt wohnten der Feier bei. a. Marburg, 27. März. Heute nachmittag 2 Uhr fand im Freidhofschen Saale eine von nahezu 100 Personen besuchte Versammlung statt, die sich mit der Frage der Weiterführung derEbsdorferBahn, die am nächsten Dienstag eröffnet werden soll, beschäftigte. Nachdem der Vorsitzende des Eisenbahnkomitees, Tapetenfabrikant Schäfer, die Erschienenen begrüßt hatte, gab Vizebürgermeister a. D. Siebert einen kurzen Rückblick über das bisher Erstrebte und betonte, daß heute nur die Linien N ord eck — Londorf und Wermertshausen — M licke zur Diskussion ständen. Für ersteres Proj.lt sprachen sich außer Bürgermeister Grau- Ebsdorf verschiedene Herren aus Nordeck und Winnen, besonders Herr Rothschild aus; die Vorteile des letzteren erläuterte ruhig und sachlich Herr Moll-Grünberg, der u. a. mitteilte, daß die eventuell in Betracht kommenden Gemeinden Rüddingshausen, Weitershain, Vernsfeld, Deckenbach, Atzenhain und Merlau beschlossen hätten, das erforderliche Gelände unentgeltlich herzugeben — er legte die betreffenden Gemeinderatsbeschlüsse vor — sowie, daß von der Großh. Negierung Staatszuschuß von 20 000 Mk., eventnell auch von 30 Proz. pro laufenden Kilonieter zu erwarten sei. Neber diesen letzten Punkt verbreitete sich ausführlich Land- tagsabg. Braun, der noch mitteilen konnte, daß das Pro- jekt Mücke—Ulrichstein in allernächster Zukunft greifbare Gestalt annehmen werde. Bergwerksdirektor Scheffzich- Niederohmen machte darauf aufmerksam, daß er auf dieser Strecke auf Jahrzehnte hinaus eine jährliche Verfrachtung von 15—18 000 Tonnen garantieren könne. Erwähnt wurde ferner, daß bei Atzenhain im Buderusschen Besitz Millionen in Eisenerzen lagern, deren Aufschluß durch diese Bahn ermöglicht würde. Für die Verbindung mit Mücke sprachen sich auch Bürgermeister a. D. Siebert und Kaufmann Berdux aus. Erst gegen 5 Uhr wurde die äußerst anregend verlaufene Versammlung geschlossen. fc. Diez, 27. März. Bei dem Abbruch der früheren Am tsa p o theke wurden drei aus dem Jahre 1586 stammende geschnitzte H olztafeln gesunden, die zum Teil sehr gut erhalten sind. Auf zwei von ihnen ist das nassauische Wappen eingeschnitzt. 5>ie Kreueln von AaKrr. Von sehr geschätzter Seite ging uns aus unserem Leserkreise der nachstehende Brief eines Deutschen aus der Stadt Baku (die übrigens den Ton auf der letzten Silbe hat) am KaSpischen Meere an seinen in Gießen lebenden Bruder zu, der ausführlich über die dortigen Greueln berichtet und für die unheilvolle Anarchie im russischen Reiche und speziell im Kaukasus überaus kennzeichnend ist. Ueberraschen muß, daß der dickleibige Brief, dem sogar einige Photographien schauerlicher Szenen beigelegen haben, die doch bekanntlich überaus strenge russische Zensur passiert hat. Auch diese Photographien sind uns vorgelegt worden. Sie sind zum Teil auf dem Friedhöfe ausgenommen worden und zeigen 8)ier und da eine Menge nebeneinander geworfener entsetzlich! verstümmelter Leichen, dann den Sarg einer Frau, deren ßeib aufgeschlitzt ist, nebst ihren ungeborenen Zwillingen, eingeäscherte und demolierte Magazine re. Das Blutrünstige des Asiatencharaktecs der barbarischen Tartaren tritt aus diesen Momentbildern in grausige Erscheinung. — Der Brief lautet: Am Sonntag, dem 6. ds. Mts., vormittags gegen 11 Uhr, begann hier zwischen der hiesigen armenischen und tar-- t a r i s ch e n Bevölkerung aus nicht völlig aufgeklärtem Anlaß — angeblich wegen Ermordung eines reichen einflußreichen Tartaren, nach anderer Lesart wegen Erschießung eines auf dem Transportwege zum Gericht entfliehenden tartarischen Strafgefangenen seitens seiner Transporteure, zweier armenischen Infanteristen, nach wieder anderen Gerüchten wegen Entführung eines armenischen M ä d ch e n s durch einen Tartaren — ein Gemetzel, das bis zum Mittwoch den 9., gegen 3 Ubr nachmittags, angedauert hat. Die nachstehende Schilderung der Greueln dieser Tage, die nicht nur mit blutigen Lettern in der Geschichte Bakus geschrieben pehen, sondern auch in der modernen Kulturgeschichte einen unauslöschlichen Schandfleck bilden, kann nur als ein schwacher Versuch angesehen werden Im Allgemeinen kann nur von einem Massen abschl ach i e n 6er Armenier die Rede sein, die im großen Ganzen ziemlich wehr- und hilflos dem wilden Treiben der tartarischen Mordgesellen preisgegeben waren. Daß natürlich auch von den Tar- .. ^aren so mancher sein Leben hat lassen müssen, braucht wohl nicht erwähnt zu werden, jedoch steht die Z a b l d e r tartarischen Opfer, die kaum 150 erreichen durfte, nur in einem verschwindenden Verhältnis zu der unheimlichen Ziffer der armenischen Opfer, die nach zuverlässigen Angaben tausend Lei weitem überschreitet! — Diese Zahl spricht wohl eine genügend beredte Sprache von dem entsetzlichen, grenzenlosen Jammer und Elend, das über die ganze hiesige armenische Kolonie hereingebrochen ist, wenngleich die ärmere Bevölkerung in der Hauptsache gelitten hat. Ganze armenische Familien sind dem M ass en - ,«norde zum Opfer gefallen, Greise, Männer, Weiber, Kinder, sogar Mütter mit ihren Säuglingeck wurden schonungslos maffakriert. — Zwei große, von armenischen intelligenten wohlhabenden Familien bewohnte S t e i n h ä s e r wurden, um die Bewohner sicherer dem Verderben weihen zu können, ganz mit Petroleum bespritzt und angezündet, imd alles Leben, was dem Flammentode zu entrinnen versuchte, wurde bestialisch von den auf der Lauer liegenden Mordbrennern um- gebracht. — Frauen, deren Männer und Kinder umgekommen, haben sich halb w a h n s n n i g, oder auch völlig deS Verstandes beraubt, in die Hände der Mörder überliefert. — Viele armenische Kinder sind in einen Brunnen geschleudert worden imd haben hier immerhin noch einen besseren Tod gefunden als andere, die den Messern oder Kugeln der Mordbuben AuS dem Reichstag. —i— Berlin, 27. März. Es ist für den Schatzsekretär nichts verdrießlicher, als wenn ihm die VolKvertretung die Grundlagen seines Etatsentwurss verschiebt. Beim außerordentlichen Etat der Militärverwaltung hat die Budgetkommission bekanntlich Frhrn. v. Stengel Dispositionen in solcher für ihn verdrießlichen Weise „korrigiert". Sie beschloß, die Forderung von 461/2 Millionen Mark für Waffen- und Munitionsersatz aus dem außerordentlichen in den ordentlichen Etat zu übertragen und demgemäß die vorgesehene Zuschußanleihe zu streichen. Dieser Beschluß verurteilt die Einzelstaaten zur Erhöhung der M a trikularb eiträg e, und deren Finanzlage ist bekanntlich durchweg nicht so glänzend, daß sie eine neue empfindliche Belastung von Reichs wegen gelassen hinnehmen könnten. Frhr. v. Stengel und die Vertreter Bayerns, Sachsens und der thüringischen Staaten bekämpften deshalb mit aller Energie den folgenschweren Antrag in der Budgetkommission. Der Schutzsekretär hob die Unmöglichkeit hervor, den Einzel st aatennoch mehr als 30 Millionen ungedeckte Matri- kularbeiträge zuzumuten. Doch nur die Nationalliberalen erwiesen sich als zugänglich, und so mußte der Schatzsekretär einige Tage später der Kommission eröffnen, daß ihr Beschluß — für* den in erster Linie das Zentrum die Verantwortung trägt — eine beträchtliche Beunruhigung in den Einzel st aaten hervorgerufen habe. Frhr. v. Stengel deutete an, daß durch ein Verharren des Reichstages bei der erhöhten Belastung der Einzel- staaten eine Verständigung über die große Reichsfinanz-- resorm erschwert werden würde. Deshalb hoffe er, der Schatzsekretär, daß der Reichstag bis zur dritten Lesung sich eines Besseren besinnen und den Beschluß der Budget- kommission rückgängig macken werde. Die Linien für eine „Rückzugsresolution" skizzierte Frhr. v. Stengel dahin, daß er ausdrücklich versprach, für Uebertragung der umstrittenen Millionenausgabe auf den ordentlichen Etat zu sorgen, sobald nur die R e i chs f i n a n ze n diese Belastung tragen könnten. Er bemühte sich also, begreiflich zu machen, daß die Deckung der Ausgaben für Waffenersatz nur vorübergehend auf Anleihe übernommen werden solle. Die budgetrechtliche Zulässigkeit dieses Verfahrens ist ihm danach nicht zweifelhaft. , , Einer gegenteiligen Auffassung nergte tn der Budget- kommission auch der Zentrumsführer Dr. Spahn zu, womit freilich noch nicht gesagt ist, daß die ausschlaggebende Partei sich auf diese gegenteilige Auffassung festlegt. Jvden- salls erwartete der Schatzsekretär nicht schon von dem Beschluß des Reichstages in zweiter Lesung eine für die Einzelstaaten günstige Wendung in dieser Angelegenheit. Auf Vorschlag des Abg. Gröber (Ztr.) wurde heute diese Es besteht in parlamentarischen Kreisen wenig Neigung, bis tief in den April hinein zu arbeiten. Der Beschluß der Budgetkommission, die Militarpensionsnovelle vor den kolonialen Nach- tragsetats zu erlchigen, tragt, dem Rechnung. Die O st e r - :erieit können jetzt umso zeitiger rniberaunrt werden, als nunmehr fcstfteht, daß das Plenum fürs nächste weder mit der Militärpensionsnovelle noch mit den Nachtragsetats sich zu beschäftigen haben wird. Aber die erste Beratung der Kamerunbahn-Vorlage konnte vor den Osterferien stattfinden. Es läßt 'ich heute noch nicht beurteilen, ob und inwieweit eine Verschärfung der Situation in der Kolonie auf die Stellung des Reichstags zu dieser tn den Grundzügen schon bekannten Vorlage einwirkt. Wenn man aber hiervon absieht, und der wohlwollenden Aufnahme sich erinnert, die in der verflossenen Session die Vorlagen über die Ostafrika- und Togobahn beim Zeiitrum gesunden haben, so konnte der Kamerunbahn kein ungünstiges parlamentarisches Prognostikum gestellt werden. Das Zentrum beurteilt koloniale EDenbahmprojekte offenbar freundlicher, als in früheren Jahren. Es würde jetzt für eine mehr kritische Haltung srellich mit Fug auf die gewaltigen finanziellen Ovfer Hinweisen können, die Südwestafrika dem Reich auferlegt. Die Prüfung der Kamerunbahnvorlage in der Budetkommiffion wird jedenfalls eine sehr gründliche werden, und es ist damit zu rechnen, daß der Reichstag zur Vertagung der Angelegenheit entschließt, wie er es bei der Ostafrikabahn-Vorlage wieder- zum Opfer gefallen sind. Von dem Eindringen von Armeniern in tartarische Behausungen bat man nichts gehört, und es kann auch wohl als sicher angenommen werden, daß derartige Fälle nicht vorgekommen sind, da' die Tartaren sich gaiiz als Herren der Situation gefühlt haben und auch genügend mit Waffen versehen waren, um sich hiergegen zu schützen, wahrend dies nach allem, was die Tatsache gelehrt hat, bei den Armeniern nicht der Fall gewesen ist. Die Tartaren konnten, es ist kaum faßlich, ihre Waffen ganz frei tragen und gebrauchen, ohne irgendwie von der Polizei daran gehindert zu werden; — es wird sogar gesagt, und selbst einige Tartaren sollen dies bestätigt haben, daß diePolizei selber Gewehre unter sie verteilt habe als Schutzmittel gegen arnienische Uebergriffc auf Leben und Eigentum. Inwieweit dies der Wahrheit entspricht, dürste sich wohl schwerlich jemals feststellen lasten; bezeichnend für die Haltung der Reaierung ist jedenfalls, daß das Militär faktisch erst am Mittwoch früh, dem vierten Tage der Menschen- schlächtevei, Ordre zur Wiederherstellung b e - k o m m m e ii h a t!! Daß es mit der Vorbereitung der Armenier zu einer im groben Maßstabe Revolte, von der ja schon seit Jahr und Tag auf Anregung der Regierung gesprochen wird, nicht so arg gewesen fein kann, dafür hat das jüngste Blutbad einen eklatanten Beweis geliefert. Die Armenier sind, was man auch immer sagen mag, schütz- und hilflos dem bestialischen Treiben der Tartaren preisgegeven gewesen; viele abgehetzte Armenier der ärmeren Klaffe haben von ihren reichen Landsleuten Waffen verlangt, da sie sich sonst totschlagen lasten müßten, haben sich aber, da es auch den Reichen an Waffen gebrach, unverrichteter Sache wieder zu den ihrigen stehlen müssen, mit denen sie auch dann vielfach einen grausigen ^od gefunden haben. Einem reichen Armenier, der beim Gouverneur um Schutz gebeten hatte, wurde dieser in eigenartiger Weise zu teil • Man uuistellte sein Haus mit Soldaten, konfiszierte di- roemqen Men. die er doch toliefilid) zu feinem und ferner «nq-b-riq-n perfüulicheu Schutz gebrauchte, und h.etz die So daten wieder abzietzcu!! - Zu den geschilderten Branden verdien, »och eine ein recht qrelleS Licht auf die Haltung der Regierung werfende Episode erwähnt zu werden- Als namtich die F e u e r w e l> r , u r L ° s ch u » g i> e s F e » e r s a n g e ruckt kam wurde s,° > o n d en S ar taten mit Revolver und Flint-nfchiiff-n empfangen, so das; sie sich toteunigft wieder entfernen mußte. Das auf die Brandstätten kommandierte und bet Eintreffen der Feuerwehr bereits anwesende Militär hat sich diesem haar- slräubenden Treiben der Tartaren gegenüber völlig ruhig und neutral verhalten, nicht einbegriffen und e§ ruhig geschehen lasten, daß die Feuerwehr wieder abzog I! Nach all dem Geschehenen muß man oder nbel doch chließlich zu der vielfach herrschenden Ansicht bekennen, daß C: Wen ieruit a das Blutbad wohl un Hinblick darauf Lffionifrt bat daß sie sich bei tiefer Gelegenheit auf be°^ Lif° der A r m - n i e r 'die ihr, wie bekannt wegen ihrer frei freit-’eben Bestrebungen schon lange unbequem lind, ent- Stadt bot ein schauerliches Bild. Se,bcr Berke ha war »rstorben, Blutlachen und Menschenleichen auf den Straßen, ausgeplüuderte Läden, vor denen bte nicht dem Raub an he im gefallenen zerstörten Verkaufsgegenstande über dem ganzen Straßendamm zerstreut lagen. Im Zentrum der Stadt haben die Tartaren wie Vandalen gehäuft viele Badeanstalten und unter anderen auch verschiedene Spirituosen Handlungen und einen großen armenischen W einkeller geplündert. aus diesem die schweren Lagerfässer mit aller Kraftanstellung auf tie ©traffe befördert, wo alsdann m ä n n l i ch e wie weibliche russische Trunkenbolde über den Wein herge fall en n n d n eben L e i ch'en i hr c m L a st e r gefröhnt haben. Ein Anblick, von dem sich jeder fühlende Mensch mit Grausen wenden mußte! Hier und da sah man auf den Straßen armenische Flüchtlinge, wie sie, Mann, Weib und Kind, schreckensbleich, nrit ihrer notwendigsten Habe, von Kosaken oder Infanterie eskortiert, durch die Straßen zum Bahnhof oder zu den Anlegeplätzen der Dampf- fchisie zogen, um dem Ort der Schrecken den Rücken zu kehren. Die Panik unter der armenischen wie auch überhaupt der g.anK'.'n hiesigen Bevölkerung ist begreiflicherweise auch jetzt noch selbst nach der mit Militärnrusik (! t intonierten „FriedensProklamation" anhaltend. Die Armenier verlassen zu tauf en beit, tie Stadt, über die vom Gouverneur der Belagerungszustand verhängt ist. Handel und Wandel liegen darnieder, die Magazine und Kontore sind Zwar geöffnet, jedoch nur bis zur Schlummerstunde, aber an einen regelrechten geschäftlichen Verkehr und an geordnete Zustände wird, solange das Gefühl der allgemeinen Sicherheit nicht wiedergekehrt ist und die bis aufls Aeußerste erregten Gemüter beruhigt hat, nicht zu denken sein, und das wird vorläufig begreiflicherweise noch lange auf sich warten lasfen. Diese Vorkommnisse, die jedes Menschenrecht, einfach zur Fabel hier gemacht haben, jedem edlen menschlichen Empfinden Hohn sprechen und die doch selbst bei äußerster Nachlässigkeit und beispiellosester Schlaffheit der Polizeiorgane nicht hätten geschehen können, sich also, wie auch immer dementiert werden mag, nur im Einverständnis mit letzteren haben ereignen können, sind ein himmelschreiendes Verbrechen, wie es seit Jahrhunderten in Landen unter christlicher Herrschaft wohl nicht seines Gleichen findet und nrit seiner Schrecknis an die Pariser Bluthvchzeit von 1572 erinnert. VolMscke Tagesschau. Die neue Kolonialbahn. -tt- Berlin, 27. März. Iffiatu z wx Mini; an tz ^8. 401. * Jf[ oU oermith; n Sie Geld? rtri.ro., fische iuller.VerliuH rkret und fojiüi; Streng reell!) g: : w. Fräulein k .caMvMch, HneVermog^- fyuJ.EBerh; 1er tei Sm™».' ?•). »u verpaß tauten, Ito tue, xm ch bett 29. cr. stags-iei des Ms M «s< ■ M ** «I v " j Lavalierum che Cavalieri'' iben smd.__^5 ri,üeM WkBelck ÜtraBeM>> flogen üi Salltorstr^- LöwenK^ zmiltel der Mimll oer Stadtverordneten. Gießen, 27. März. Anwesend: Obcrbcyn. Mecum, die Beigg. Curschmann, Georgi und Hcyligenstaedt und die Stadtvv. Brück, Dr. Ebel, Eichenauer, Emmelius, Euler, Faber, Gabriel, Dr. Haberkorn, Haubach, Heichelheim, Helm, Huhn, Jann, Keller, Kirch, Leib, Lüber, Loos, Dr. Schäfer, Schmoll und Wallenfels. Die Ausnahme des neuen An lebens, die dem Großh. Ministerium Vorgelegen hat, ist genehmigt worden, nur hat das Finanzministerium zur Bedingung gemacht, daß von 1925 ab die ersparten Zinsen mit zur Tilgung verwendet werden. Stadtv. Kirch kommt auf die Ausführungen des „Gieß. Anz-" über die Vergebung der Schuldverschreibungen zurück, über die in der Stadtversammlung gesprochen worden ist, und bemerkt, daß er in der vorigen Stadtverordnetensitzung nicht gesagt habe, es sei ungehörig, Beschlüsse der Stadtoerordneten- vecsannnlung zu kritisieren. Er habe nur die Form des Vorgehens hiesiger Gewerbetreibenden gegen die Stadtver- tretung gemißbilligt und namens der Stadtverordnetenversammlung Protest dagegen erhoben. (In dem Bericht vom 24. d. Mt§. (Nr. 71 1. Bl.) heißt es wörtlich: „Betonen müsse er aber hier, daß eS ungehörig sei, wenn diesige Gewerbetreibende in solcher Weise wie die Druckereien Beschliisse der Stadtverordneten kritisieren. — Unsere Bemerkungen dazu haben die Darlegungen des Herrn Kirch mehr verallgemeinert. D. Ned.) Für dir höhere und erweiterte Mädchenschule wird die Anschaffung von 15 zweisitzigen Bänken genehmigt. Sie kosten 520 Mk.; die Firma Fuhrmann & Haus in Frankentbal ist mit der Lieferung betraut worden. Stadtv. Dr. Schäfer bemerkt außerhalb der Tagesordnung, daß nach den letzten Stadtverordnetenbeschlüssen in Sachen des Theaterbaues eine Agitation ins Leben gerufen worden sei, Beiträge zur Errichtung eines Saalbau e§ zu sammeln. Da dabei anscheinend wiederholt an diejenigen Bürger herangegangen würde, die ihre Zeichnungen freiwilliger Spenden bereits gemacht haben, halte er es für geboten, daß' auch die Stadtverordnetenversammlung der Bürgerschaft gegenüber noch einmal öffentlich sich ausspreche. Es möge dies im Interesse der Stadt und des Theaters geschehen, welches nun einmal als zunächsi notwendig ins Auge gefaßt worden sei. Die Versammlung möge also zum Ausdruck bringen, daß sie wiederholt alle Mitbürger, die noch nicht gezeichnet haben, bitte, für das Theater zu zeichnen, und diejenigen, die in erster Linie für das Gesamtprojekt und in zweiter Linie — wenn das Gesamtprojekt nicht zu stände kommt — für das Theater gezeichnet haben, bitte, bei diesem ihrem Entschlüsse zu bleiben. In jedem geordneten Gemeinwesen müsse die Minorität sich dem Beschlüsse der Majorität fügen, und er bitte, die vorgeschlagene Erklärung gemeinsam abzugeben. (Allgemeine Zustimmung.) Oberbgm. Mecum teilt mit, daß er auf das letzte Schreiben des Konzertvereins an Geheimrat Prof. Dr. Oncken eine schriftliche Antwort habe abgehen lassen des Inhalts, daß die Stadtverwaltung mit Bedauern von dem Schreiben des Vereins Kenntnis genommen habe, daß man aber beschlossen habe, dabei zu bleiben, daß bei der Einrichtung desTheaters möglichst auch auf dieKonzert- Veranstaltungen Rücksicht genommen werde. Der Konzertverein werde gebeten, nach der Fertigstellung de§ Baues wenigstens den Versuch zu machen, in dem Theater auch Konzerte zu veranstalten. — Die Stadtverordneten sind mit diesem Schreiben des Oberbürgermeisters einverstanden. Stadtv. Haubach schließt sich den Ausführungen des Stadtv. Dr. Schäfer an. Der Wortlaut der Zcichnungs- scheine sei zwar klar und nicht mißzuverstehen, aber um etwaigen Irrtümern vorzubeugen, sei die Anregung des Stadtv. Dr. Schäfer durchaus dankenswert. Oberbgm. Mecum konstatirt die Annahme des Dr. Schäfer'schen Vorschlages und fügt noch hinzu, daß diejenigen Bürger, die ihre Zeichnungsscheine im Falle des Nichtzustandekommens des Gesamtprojektes für das Theaterprojekt ausgefüllt hätten, nach dem letzten Beschluß der Stadt- verordneten-Versammlung nicht mehr berechtigt seien, ihre Zeichnungen zu teilen. Ter nächste Punkt der Tagesordnung betraf die Vergebung von Zementrohren für die Regenwasser kanale der Kanalisation. Hier war die Versammlung der Ansicht, während der Debatte vorübergehend die O e f f e n t l i ch k e i t a u s z u s ch l i e ß e n. Nach einer Stunde wurde die Oessentlichkeit wieder hergestellt und vom Oberbürgermeister das folgende referiert: Mit Beginn der Kanalisation wurde der Bedarf von Zementrohren zur Anlage der Regenwasserkanäle für das Jahr 1904 ausgeschrieben. Tie niedrigsten Offerten hatten damals zwei Gießener Firmen abgegeben; nach ihnen kam eine Firma in Duisburg, welche höhere Preise forderte. Ter letzteren Firma wurde trotzdem die Lie- ferungübertragen, ,,weil die von den Gießener beiden Firmen eingereichteir Proberohre qualitativ minderwertig gewesen seien, und den nach den Lieferungsbedingungen 'vorgeschriebenen Anforderungen auf Trucksestigkeit nicht im entferntesten entsprochen hätten". Im vergangenen Jahre kam der Bedarf an Zementrohren für 1905 zur Ausschreibung. Die beiden Gießener Firmen waren mit ihren Offerten 8 Proz. billiger als die Duisburger Firma: hiuzukam, daß die eingereichten Proben die vorgeschrie'bene eine Atmosphäre Truck bei den vorgenommenen Versuchen aushielten, sodaß man keinen Anstand nahm, für 24000 Mk. Zementrohre bei den beiden hiesigen Firmen in Auftrag zu geben und mit be'dcn Firmen einen Licferungsvertrao " ' ließen. Am 15. März dieses Jahres sollte die Ab' der bereits nach dem dem städtischen Lagerplatz an .. Margarethenhütte angelieferten Rohre erfolgen. In Gegenwart von Mitgliedern der Baudeputation wurden von Beamten des Tiefbauamtes die Rohre r/,: Druckfestigkeit geprüft und hierbei sestgestellt, daß dieselben den Lieferungsbedingungen nicht entsprachen. Es ergab sich die Notwendigkeit, die Rohre zur Beifügung der Lieferanten zu stellen. Man habe in der städtischen Verwaltung nach dieser Richtung mit Recht bisher die Ansicht vertreten und auch betätigt, daß bei diesem Werk, das zwei Millionen Mark erfordert, das beste Material das billigste sei. Das Tief- 6anamt sei veranlaßt worden, da für die zur Verfügung gestellten Rohre Ersatz geschafft werden muß, von der Duisburger Firma, welche die erste Rohrlieferung zur Zufriedenheit ausgeführt hatte, Offerte einzufordern. Mit den beiden Gießener Firmen wurde inzwischen wegen der Sache verhandelt, und diese erklärten sich zur Rücknahme der Rohre bereit; sie überzeugten sich auch, daß ihre Lieferung den Bedingungen, unter denen sie ihnen übertragen war, nicht entsprach. Tie von Duisburg gestellte Preisfordernng ergab einen Preisaufschlag von "1800 Mk. gegenüber der Forderung, welche sie im Jähre 1904 bei der Submission gestellt hatte. Die Firma war damals 8 Proz. teurer in ihrer Offerte als die Gießener Firmen. Man hielt es nun für billig, daß bei gütlicher Ordnung der Angelegenheit mit den beiden hiesigen Firmen diese nur die Differenz zu tragen übernehmen, welche zwischen dem Submissionsangebot von 1904 und der jetzigen Duisburger Offerte sich ergibt, nämlich 1800 Mark. Ein Vorschlag, der dahin ging, daß die Stadt die hiesigen Firmen vom Lieserungsvertrag entbinden würde, wenn diese den angegebenen Schaden an die Stadt vergüten würden, wurde nur insofern angenommen, als mau mit der Vertragsauflösung ohne Entschädigungsleistung sich einverstanden erklärte. Tie Baudeputation, welche sich eingehend mit der Angelegelcheit befaßt hatte, schlug vor, die Gießener Firmen ohne Entschädigungsleistung vom Vertrage loszulassen und die Lieferung von Zemcntrohren freihändig zum geforderten Preise an die Duisburger Firma zu übertragen. Die Stadtverordnetenversammlung, die sich in der vergangenen Woche mit der Angelegenheit in nichtöffentlicher Sitzung beschäftigte, setzte den Beschluß darüber aus, weil ein Teil der Stadtverordneten der Ansicht war, daß man den Steuerzahlern nicht zumuten könne, den Mehrkostenbetrag für diese Rohrlieferung in Höhe von 1800 Mk. zu tragen, zu denen noch der Preisaufschlag von 8 Proz., die die Duisburger Firma bei der Submission mehr verlangt, kommt. Man bestand in voriger Sitzung darauf, daß die Bürgermeisterei aufs neue versuchen sollte, die beteiligten beiden Firmen zur Zahlung der 1800 Mk. zu veranlassen. Die dieserhalb eingelcitcten Verhandlungen waren erfolglos. Es bleibt also bei dem Vorschlag der Baudeputation, welcher zur Abstimmung kommt. Dafür stimmt eine Mehrheit mit 14 Stimmen, die Minorität bildeten 11 Stadtverordnete, von denen Stadtv. Sch mall bat, im Protokoll zu erwähnen, daß er gegen den Antrag der Deputation gestimmt hat. Damit war diese Sitzung, in der nicht öffentlich verhandelt, aber das Ergebnis der Verhandlung öffentlich mitgeteilt worden war, beendet und zwar, wie wir Mitteilen können, auf Antrag der Stadtv. Dr. Schäfer u n d D r. Ebel. Sitzung des Krovlnzialausschuffes. Gießen, 25. März. Der Klage des OrtSarmcnverbandes Gießen gegen den Landarmenverband Gießen wegen Unterstützung des Bonaventura Faust aus Brandlos liegt folgender Tatbestand zu Grunde: Faust mußte am 29. März 1904 in die hiesige Klinik ausgenommen werden. Die entstandenen Wegekosten mit 8 Mk. wurden von dem Ortsarmenverband Gießen vorgelegt. Da festgestellt wurde, daß Fällst erst am 28. März 1904 cnls der Marburger Klinik entlassen worden war, und da die in Gießen hervorgetretene Krankheit eine Fortsetzung der in Marburg schon zu tage getretenen zu sein schien, ging der Ortsarmenverband Gießen den Landarmenverband zu Kassel um Ersatz seiner Vorlage an, weil dieser die Kosten der Unterbringung in der Marburger Klinik getragen hatte. Dieser lehnte den Erstattungsanspruch auf Grund eines Gutachtens der letzteren, welches dahin lautete, daß Faust aus der Klinik in Marburg geheilt entlassen worden sei, ab. Die hiesige Klinik, die hierauf gehört wurde, nahm die Möglichkeit eines Rückfalls des in Marburg bestandenen Leidens an. Der Ortsarmenverband G. wandte sich jetzt mit seinen Ersatzansprüchen an den Landarmenver- band des Kreises Gießen, da ein zahlungspflichtiger Armenverband sich nicht ermitteln ließ. Dieser bestritt seine Erstattungspflicht. Die Angelegenheit wurde deshalb dem Provinzialausschuß unterbreitet, der in seiner heutigen Sitzung den Landarmenverband des Kreises Gießen für schuldig erkannte, die aufgewendeten Pflegekosten zli ersetzen. Hierauf wurde über die Klage des Ortsa rm en Verbandes Großen-Linden gegen den La nda einen - v erb and Gießen wegen Verpflegung der Ehefrau Balthasar Häuser von Großen-Linden verhandelt. Die Ehefrau Häuser ist seit dem 3. Januar 1892 verheiratet. Am 5.. Dezember 1892 verließ ihr Ehemann sie, kehrte im Sommer 1893 zu ihr zurück, um sie dann am 23. November 1893 zum zweiten Male zu verlassen, ohne bis jetzt zurückgekehrt zu sein. Die Ehefrau Häuser erkrankte anfangs November 1894 und wurde seit dieser Zeit vom Landarmenverband Gießen unterstützt, da sie einen Unterstützungswohnsitz nicht besaß. Erst im Dezember 1903 beschloß der Landarmenverband Gießen, eine Unterstützung nicht mehr zu gewähren, da die Häuser den Unterstützungswohusitz in Großen-Linden erworben habe. Es sei ihr die Zeit ihres Zusammenlebens mit ihrem Ehemann für den Erwerb des Unterstützungswohnsitzes anzurechnen. Der Ortsarmenverband Großen-Linden gewährte zwar vorläufig Unterstützung, bestritt jedoch seine Unterstützungspflicht, inbem er behauptete, daß die Zeit, ivelche die Ehefrau Häuser mit ihrem Ehemann gemeinschaftlich in Großen-Linden gewohnt habe, für sie bei Berechnung der für den Erwerb des Unterstützungswohnsitzes erforderlichen Frist nicht mitgezählt werden dürfe. Der Provinzialausschuß pflichtete ihm darin bei und erkannte der Klage gemäß, unter Verurteilung bc3 Landarmenverbands Gießen zur Zahlung der verauslagten Pflege- und Prozeßkosten. Einem Antrag des Kreisamts Gießen auf Entziehung der Wirtschastskonzeision in Gießen wurde nach längerer Verhandlung, bei welcher eine große ?Lnzahl Zeugen vernommen wurde, stattgegeben. Schließlich wurde noch das Urteil betreffend das vormals Kernsche K o hle n s ä u r e w er k zu Bad-Nau- heim, hier Gesuch der Firma The Bad-Nauheim Natural Springs-Limited zu Bad-Nauheim um Genehmigung zur Errichtung einer chemischen Fabrik und zur Aufstellung eines Dampfkessels, verkündigt. Dem genannten Gesuch, das in erster Instanz dem Kreisausschuß des Kreises Friedberg zur Beurteilung vorlag, war von diesem bedingungsweise stattgegeben worden. Sowohl der Gesuchsteller, als auch oas Großh. Finanzministerium, Abteilung für Forsts- und Kameralverwaltung, die Stadt Bad-Nauheim verfolgten hiergegen Rekurs. Der Provinzialausschuß schloß sich dem Kreisausschuß-Erkenntnis insofern an, als auch er dem Gesuch unter gewissen Bedingungen stattgab und nur diejenigen Bedingungen anders und bestimmter formulierte, welche bezwecken, Nachteile und Gefahren für das Bad- Nauheim, seine Quellen und Sprudel fernzuhalten. Handel und ZZerkchr. Böläswinschäft. Rußlands Aushilfe. Einstweilen ist Rußland zu einer inneren 200 Mill. Anleihe geschritten, um sich aus der Not zu helfen. Es kann auch noch zu weiteren inneren Anleihen schreiten und sie werden Unterkunft finden, dessen kann man sicher sein. Es ist nicht das erstemal, daß der russische Finanzminister diesen Weg beschritten hat; besonders im Orientkriege hat sich der Leiter der Finanzen ans diese Weise geholfen. Weiter ist die Notenpresse immer ein beliebtes Hilfsmittel gewesen und nach dem Stande der in der Bank lagernden Goldbestände ist das Ministerium durchaus berechtigt zu diesem Schritt. Daß sich aber die Besitzer der russischen Staatspapiere von Tag zu Tag unbehaglicher fühlen, ist auch eine Tatsache, die durch die oben belegten Hilfsmittel nicht vermindert, sondern eher verschärft wird. Von diesem Gefühl ist jedoch in erster Linie die Spekulation betroffen. Selbstverständlich ist damit die Güte des russischen Staatskredits nicht in Zweifel gezogen; dazu müßte es denn doch noch ganz anders kommen. Einstweilen genießt der russische Staatskredit immer noch ein hohes Ansehen. Ein Druck auf die russische Valuta kann aber trotzdem cintreten, wenn Frankreich 'seinen Besitz cm russischen Staatspapieren nicht mehr halten will. N en e E m issi one n. Mit der Einführung derjapani- s ch e n A n l e i h e in D e u t s ch l a 7l d ist es n i ch t s g e w o r d e n, und das wird in den mehr oder weniger interessierten Kreisen tief bedauert. Man sagt, daß prinzipielle Bedenken gegen die Unterbringung der Anleihen des siegreichen Japan in Deutschland nicht vorhanden sind und glaubt, daß bei nächster Gelegenheit eine japanische Anleihe doch nach Deutschland kommen wird. ■ Mau denkt eben wieder einmal nicht daran, welche Summen deutschen Geldes schon bei der Einführung' ausländischer Staatspapiere verloren wurden. Von neuen Anleihen kommen demnächst heraus: eine Anleihe des Grafen Donnersmarck durch die Darmstädter Bank; dann emittiert die Dresdener Bank die Aktien der W a n d e r er - Fahrradwerke. Auch die Anleihe der brasilianischen Sao Paulo-Bahn wird demnächst emittiert. Auch diese Anleihe geht durch die Dresdener Bank, die ferner einen Posten Mien des Eisenwerks Kraft in ölratzewieck an den Markt bringt. Hier soll der Kurs von 160'Prozmt in Aussicht genommen sein. Weiter sind in Sicht, eine serbische, eine bulgarische und eine rumänische ÄÜ leihe, wobei überall von dm Goldsuchern in Deutschland anggcklopst wird. Kleine F i u a n z ch r o n i k. Die Emission der neuen 4Hz Proz. japanischen Anleihe findet am Mittwoch oder Donnerstag statt. — Am 26. ds. Mts. fing, tote aus Tokio gemeldet wird, die Zeichung der 4. inneren japanischen Anleihe an; des kaiserliche Hans zeichnete 20 Mill. Pen. Märkte. Gießen, 28. März. Marktbericht. Atü heutigem Wocbeumark! kosteten: Butter pr. Pfd. 0.95—1.05 Mk., Hühnereier 1 St. 6—7 Mg. 2 Stck. 00—00Pfg., Gänsecier 00—00 Pfg., Enteneier 6—7 Psg., Käse uv. Stck. 6—8 Pf., Kasematte 2Stck. 5—6 Pfg. Erbsen pr.Liter 21W, Linsen pr. Liter 32 Pfg., Tauben pr. Paar0,80—0,90 Mk., Hühner pr.St. 1,00—1,60 Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Mk., Gänse vr. Pid.55—65 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfund 70—80 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 62—68 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 60—72 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 76 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—74 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—74 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 6,00—6,50 Mk., Zwiebeln pr. Ztr 8,00—10,00 Mk., Milch per Liter 18 Pfg., Aepfel per Zentner 0 bis 0 Mk., in Korben 00—00 Pfg. Rüste 100 St. 00-00 Pfg. Zwischen per Zentner 0.00—0.00 Mk. Birnen per Zentner 6 btS 0.00 Mk. Weißkraut 0.10-0.15. Marktteit 8-2 Nlu. Die Marktpreise ?ür Bich und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 27. März 1905. Einen Sprung ins Dunkle riskiert jeder, der gegen katarrhalische Affektionen Miller anmendet, die er noch nicht kennt. Nur bei Fay's ächten Sodener Mineralpastillen nicht — die sind ein Produkt der Sodener Heilgnellen und ihre ausgezeichnete Etnmirkung auf die Schleimhäute der Atmungsorgane und des Magens iftjo millionenfach erprobt, daß jeder unbedingt nach ben „Sodenern" greifen muß, wenn er hnstet, heiser ^tft, ober sonst an Erkältungserscheinungen leidet. Die Schachtel kostet nur 85 Pfg. in allen Apotheken, Drogerien uitb Mme- ralmasterhandlnngen. 1621 Grosse Auswahl in KoHfilFlxutttOUSf/eschenkcW vom billigsten bis zum feinsten Genre empfiehlt Juwelier Brück Kreuzplatz 8 Höchste Schlachtviehpreise in Frankfurt a. M. Fleifchpreise in Gießen Ochsen Kälber Schweine 50 Kg. Schlachtgewicht 71-73 Mk. ‘/2 Kg. Schlachtgew. 80—82 Pf. */, „ „ 65—66 „ V, Kg. 70-80 Pfg. V, w 70 74 „ V, 60 72 _ Getreidepreise in Manuhei m Brotpreise in Gießen Weizen 100 Kg. 18,70 Roggen 100 „ 14,80 „ Weißbrot 2 Kg. 52 Plg. Schwarzbrot 2 Kg. 48 Pfg. Aszx 99 i ® L < L G A die kleinen und die großen, wenn sie von A AW Afflt Al# A lyr 1to,ilyder klugen Mama statt mancher unver- yiuafiig geveMii vk niiwu, erba[t:i’ die sich bekanntlich durch hoben Nährwert und leichte Verdaulichkeit auszeichnen! Dem allgemeinen ivohlbefinden der Rinder muß die arößls Aufmerksamkeit zuteil werden und beim Gebrauch von Knorrs Präparaten bleiben Verdauungsbeschwerden unbekannt. Knorrs Haferpräparatc beseitigen nicht nur verdauungsbeschwcrden, sondern beugen ihnen auch wirksam vor. Deshalb heißt „Kranksein vorbeugen" die goldene kebcnsregel! Dies bezieht sich nicht nur auf die Kinderwelt, sondern im gleichen Umfang auch auf die Gewachsenen, namentlich auf die grauen und die Mädchen. J W •tei •w < /M N 'A, --xr' >. •'•a. Statt jeder besonderen Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die traurige Mitteilung, daß meine liebe Gattin, unsere gute Mutter, Tochter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Christine Laichiuger geb. Briegel nach langem, mit Geduld ertragenem Leiden heute mittag 12^ Uhr im 43. Lebensjahre sanft in dem Herrn entschlafen ist. Im Namen der tieftrauernd Hinterbliebenen: Gustav Laichirrger nebst Kindern. Gießen (Bruchstraße 11), den 27. März 1905. Die Beerdigung findet Mittwoch den 29. März, mittags 12 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 1690 W M ■ W W Arbeitsvergebung Die nachstehenden Arbeiten zur Erbauung einer Leichenhalle für die israelitische Gemeinde Gießen sollen B-’5/3 Samstag, den 8. April b. IS., vormittags 10 Nhr, öffentlich vergeben werden: 1. Spenglerarbeiten, 2. Dachdeckerarbeiten, 3. Herstellung der Blitzableiteranlage, 4. Schlosserarbeiten, 5. Kunstschmiedearbeiten, ' 6. Schreinerarbeiten, 7. Glaferarbeiten, 8. Weißbinderarbeiten. -Zeichnungen, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. — Zuschlaqsfrist 14 Tage. Gießen, 24. März 1905. Städt. Hochbauamt. Gerbel. 1689 Gießen (Grünberger Str.29), den 28. März 1905. Die Beerdigung findet Donnerstag, 30. März, nachm. 2 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. Todes Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die traurige Mitteilung, daß unsere innigstgeliebte Tochter, Schwester, Enkelin, Nichte und Kousine Emma im Alter von 24 Jahren nach längerem, schwerem Leiden gestern abend 81/? Uhr sanft entschlafen ist. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Todes-Anzeige. Verwmidten, Freunden und Bekannten hierdurch die traiirige Mitteilung, daß unser innigstgeliebter Gatte, treusorgender und unvergeßlicher Vater, Bruder und Onkel Hm Martin Melcher nach langem, schwerem, mit großer Geduld getragenem Leiden gestern mittag 12 Uhr sanft verschieden ist. Die tieftrauernd Hinterbliebenen. Gießen (Wetzsteingaffe 10), den 28. März 1905. Die Beerdigung findet Mittwoch den 29. März, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 1687 JJg Krieger-Verein Giessen. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben des Kameraden Martin geziemend in Kenntnis zu setzen. v2^ Die Beerdigung findet Mittwoch, den 29. l. Mts., nachmittags 3 Uhr von der Kapelle deS neuen Friedhofs aus statt. G e r h. Butz. Bekanntmachung. Wir machen darauf aufmerksam, daß es verboten ist, 1. Blumenstöcke, Blumenbretter und andere Gegenstände auf Balkonen und Fenster 2C. derart auf- zustellen, daß durch deren Herabfallen oder Umstürzen jemand beschädigt werden kann; 2. Teppiche, Betten, Abputztücher 2C. aus den Fenstern heraus nach der Straße auszuschütteln, so daß Personen belästigt oder verunreinigt werden können. Die Schutzmannschaft ist angewiesen, Zuwiderhandlungen zur Anzeige zu bringen, worauf Bestrafung gemäß § 366. 8 Reichs-Straf-Gesetzbuch erfolgen wird. Gießen, den 27. März 1905. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herb erg. Bekanntmachung. An die Grofth. Bürgermeistereien des Landbezirks. Wir ersuchen Sie, die Ihnen in den nächsten Tagen zu- gehenden Gewerbescheine für 1905 auszufertigen, die aufgeklebten Marken vorschriftsmäßig zu entwerten und sodann die von Ihnen unterschriebenen und nach Nununern geordneten Gewerbescheine umgehend wieder hierher zurückzusenden. Gießen, den 27. März 1905. Großherzogliches Steuer-Commrssariat Gießen. Dr. Metzler. Bekanntmachung B27/s ßetr.: Die Heichelheim'sche Stiftung. Aus obiger Stiftung sind am 19. Juni d. Js. die halbjährigen sinken mit 525 Mk. an' eine in Gießen wohnhafte, würdige und bedürftige israelitische Familie oder Person zu vergeben. An- nrelduiigen werdeii ^s 15. April aus unserem Ge,chafisziinmer, gteuen Baue 25, entgegen genommen. Gießen, den 25. März 1905. . . Großher^oglul'e Büraermelsterer Gießen. J.V.: Eurschmann. Mittwoch den 29. März 1905, nachmittags 2 Uhr, werden irrt Bieker'schen Saale versteigert: 1651 I. 1 Sofa, 1 Schreibtisch, 1 vollständiges Bett, 1 Glasschrank und aridere Möbel, 1 Pianino, 1 Theke mit Marmorplatte, 2 geschnittene Eichenstämme. II. mehrere Mille Zigarren, 1 Aguarium, 4 Armbänder, 2 Colliers, 1 geschliffenes Granateollier, 1 Armband mit gold. Kettchen, 1 Herrenmedaillon. Die Versteigerung unter H. findet bestimmt statt. Geißler. Werins*1 I Versteigerung. Mittwoch, 29. März l. Js., nachmittags 3 Uhr, sollen im städtischen Pfandlokal, Seltersweg 11, dahier die wegen rückständiger Beiträge zur Ortskrankenkasse Gießen für die Monate Oktober und November 1904, Holzgclder, Schulgelder u.GenoffenschastS- beiträge gepfändete Gegenstände, Möbel aller Art, eine Partie Schuhe, 1 Dezimalwage, 1 Schuh- machersteppmaschine, 6 geschnitt. Etchenstämme, Wagen u. Pferde versteigert werden. 1553 G e m m e ck e r. Vfandmeister Verdingung. Die Pflaster- und Chausster-Arbeiten für den Ausbau der Keplerstraße sollen Mittwoch, den 5. April d. I., vormittags 11 Nhr öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden bei uns auf Zimmer Nr. 6 zur Einsicht auf. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum obengenannten Zeitpunkt an uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 25. März 1905. Städtisches Tiefbauamt. ______________________Braubach.__________________B*7/3 Verdingung. Der Anstrich der städt. Sprengwagen und Kchrichtwagen soll Samstag, den 1. April d. I., vormitta S 11V2 Uhr öffentlich vergeben werden. Angebote auf Vordruck, der bei uns erhältlich, sind spätestens bis zum obengenannten Zeitpunkt an uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 23. März 1905. Städtisches Tiefbauamt. Brauba ch.B?7/n SM- Uh Mstt-Vemn Vem'lt 51 (eingetr. Genossenschaft mit unbeschr. Haftpflicht zu Beuern). Bilanz am 31. Dezember 1904. Aktiva. 1. Ausgel. Kapitalien: a) gegen gerichtliche Obligationen . . 212 532,86 b) gegen Bürgschaft 62 722,46 c) gegen angekauften Kaufschilling 50 938,21 d) Wertpapiere nach dem Kurs vom 31. Dez. 1904 . . 25166,20 2. Kassenvorrat ... 9 966,53 3. Ausstände .... 11685,45 4. Mobilien nach 5°/0 Abnutzcn .... 60,31 373 072,02 Passiva. 1. Aufgenommene Ka- 373 072,02 pitalien. .... 359221,97 2. Stammguthaben der Mitglieder.... 535,75 3. Reservefond . . . 65,— 4. Betriebs - Rücklage nach Zuschreiben des Reingew. pro 1904 7 816,93 5. Reingew. pro 1904 5 432,37 Mitgliederstand Ende 1903 . . . 94 Zugang in 1904 . . . . . 0 Abgang in 1904 ..... 4 Daher Stand der Mitglieder Ende 1904 . 90 Der Vorstand: Wilh. Otto II, Heinr. Ad. Lindenstruth III, Direktor. Rechner. 1684 General-Versammlung Freitag, den 7. April 1905 in der Wohnung des Rechners H. A. Lindenstruth III mittags 1 Uhr. Tagesordnung: 1. Vorlage der Rechnung 1904. 2. Beschluß über die Verwendung des Reingewinns. 3. Wahl des Kontrolleurs. 4. Verschiedene Vereins-Angelegenheiten. Die Rechnung liegt acht Tage zur Einsicht der Interessenten bei dem Rechner offen. Beuern, am 27. März 1905. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats: Jobs. Sommerlad III. Institut von Dr. Kübel zu Giessen. Planmässige und gründliche Vorbildung für alle Klassen höherer Lehranstalten, für Maturitäts-, Freiwilligen- und sonstige Schul-Examina. Seit drei Jahrzehnten bestehende und bewährte Unterrichts- und Erziehungs-Anstalt. Beginn des Sommer-Semesters am 27. April. Prospekte durch den Vorsteher 1675 Dr. Kübel. Bekanntmachung. Von den bei dem hiesigen Spar- und Vorschuß-Verein eingelegten Kapitaleinlagen werden die Zinsen vom 1. Juli ab mit 3y2 % berechnet, welches den Interessenten hiermit bekannt gemacht wird. 1673 Alten-Buseck, ben 27. März 1905. ZM- uni> VoiM-Vemll zn Mn-BM (eingetr. Genossenschaft mit unbeschr. Haftpflicht). Ferd. Schwalb, August Th. Kraemer, Direktor. Rechner. Wlanz pro 31. Dezember 1904. Aktiva. Kassenbestand . . 1013,02 Warenbestand . . 6230,83 vorh. Emballage . 103,— Ausstände . . . 3325,94 10672,79 Passiva. Geschäftsanteile der Mitglieder . . 545,— Kapitalschulden ♦ » 1800,— Warenschulden . . 4846,98 Reservefonds . . 2631,20 Reingewinn. . 849,61 10672,79 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1903 109 Während 1904 gingen zu ... 3 111 Während 1904 gingen ab . . . 3 Daher Stand der Mitglieder Ende 1904 108 Lalihumtschaftlichtt Konsum-Verein Lang-Ans (eingetragene Genosienschaft mit unbeschränkter Haftpflicht). Konrad Karl Brückel, Konr. Johs. Wentzel, Direktor. Lagerhalter. 1680 Praktisch, billig, bequem sind zu für 2 gute Teller Suppe. Angelegentlichst empfohlen von Eberhard Dort, Walltorstr. 45.C«/» » ***&** * **^*******^*4*l**l5*Jl*6*l** **** ******* Gaste „ztttn Adler“ Wegen gründlicher Wenovierung sämtlicher Lokalitäten bleibt die Wirtschaft bis auf weiteres ge- ichtoffen. mz ***** * ********************************* * V Kreppeln täglich frisch bei 123 Hoffbäcker Holl, Mäusburg 12. Preisliste gratis und franko. < v x «J. Jendrosch <&• Co, x Ta Charlotten barg 5. No. 209 0$ hv7/. Anzahl. 20, 30, SO M.' ' Abz. 8—15 M. mon. ’ IlelchBrader von Y £^64 hl. an. Zubehör-' ' teile spottbillig. ' Technikum Lemgo in Lippe. Bauschule, höhere und mittlere Maschinenbauschule. Abteilung für Eisenbetonbau. 6. April. [1272 Satzungen kostenfrei. a. ss2/< Gänscfkdcrn Ät -------------------- nur (Iclne fiebern u. Daunen, Pfund 2.- M. prima Halbdaunen, gan; weiß, sehr zart, 2.75 M. 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