Samstag 28 April 1905 Viertes Blatt. 155. Jahrgang Nr. 100 Eichener Anzeiger General-Anzeiger, Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Oktroivorlage an den Stadtvorstand gerichtet worden sind, vrichetat ßSßNch mit Ausnahme des Sonntags. Li« „Gietzerrer Somilienblätter** werden dem ^Anzetger viermal wöchentlich beigelegt. Der tMW Lavdwirt" erscheint monatlich einmal. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'lch« Universitäisdruckeret. R. Sangt, Gieße». Redaktion. Expedition u.Druckerei: Schulstr.?. Tel. Nr. 6L Telegr.-Adr. r Anzeiger Gieß«. Feste müssen eine historische Veranlassung haben, oder sie mißlingen. Davon hätten in den letzten Jahren die Sozialdemokraten mit ihrem Weltfeiertag am 1. Mai auch! ein" Liedchen fingen können. Ein Teil der sozialdemokratischen Presse, auch die uns benachbarte, tut freilich "so, als ob die Maifeier von Jahr zu Jahr „imposanter" werde. Das ist aber eine durchaus falsche Vorspiegelung. Die meisten „Genossen"-Vlätter klagen dem: auch regelmäßig am 1. Mai über die immer geringer werdende Teilnahme an der Maifeier, aber wenn siemehrBegeisterungfürdie Feier verlangen, so stellen sie damit eine durchaus inkonsequente Forderung auf. Wofür sollen sich denn eigentlich Oie Arbeiter begeistern? Ein besonderer Gedenktag, auch von Partei wegen, ist doch der 1. Mai nicht. Er soll nur die Macht des einigen Mrbeitertums zeigen, soll zeigen, daß kein Mensch den Arbeiter zur Arbeit zwingen kann, wenn er eben nicht arbeiten will, kurz, er soll die Ueberlegen- heit der Arbeiter über die Arbeitgeber zeigen. Er soll also etwas zeigen, was in Wirklichkeit nicht da ist. Mle Generalstreiks sind bis dahin gescheitert. Das haben die Sozialdemokraten auf allerlei nebensächliche Tinge zurückführen wollen. Mit Unrecht! Der einzige Grund veranstalten. . . Weiter gibt Oberbgm. Mecum Kenntnis davon, daß em Oerr, der ungenannt sein will, zwei Denkmünzen gestistet hat, die im Museum noch nicht vorhanden sind. steuer habe, nicht durchaus verwerflich sei. Vorteilhaft sei, daß die zwangsweise Beitreibung rc. bei der indirekten Steuer fortfalle. Für e rh ebliche Erhöhung der indirekten Steuern könne er sich nicht erwärmen, dagegen schade es nichts, wenn die Gebrauchsgegenstände der wohlhabenderen Bevölkerung mit Oktroi belegt würden, so z. B. bei Wein, Wild, Geflügel, auch Bier, denn dieses gehöre nicht zu den unentbehrlichen Lebensmitteln. Bei einzelnen Artikel würde ich für eine Erhöhung der Oktroisätze stimmen. Die in der gestrigen Bürgerversammlung geäußerte Meinung, daß einzelnen Gewerben die auswärtige Konkurrenz fernzuhalten sei, könne nicht unterstützt werden; denn man habe eben die Gewerbe- per „Wettfeiertag" würden. Stv. Dr. Gutfleisch führt aus, daß man es in Gießen nicht verstehen würde, wenn eine so wichtige Frage ohne eingehende Diskussion erledigt werde. Die Stadtverordneten seien nicht nur gewählt, um sich gegenseitig zu überzeugen und abzustimmen, sondern auch vor der Oeffent- lichkeit ihre Meinungsäußerung hervortreten zu laßen. Bei- geordn. Georgi ist der gleichen Ansicht wie Dr. Gutfleisch. Es komme ihm so vor, als habe der Herr Oberbürgermeister mit seinem zu schwarz gemalten FinanzexposH die Versammlung bange machen wollen. Es sehe so aus, als wolle man durch die Vorhaltung deS zu hohen Zuschlags auf die Einkommensteuer die Oktroivorlage leichter durchbringen. Er halte das nicht für richtig. An der Schilderung der Finanzlage habe er mancherlei auSzusetzen; diese sei so ungünstig nicht, wie Oberbgm. Mecum sie an die Wand male. Er wünsche und hoffe, daß die Oktroivorlage fallen werde. Oberbgm. Mecum erwidert darauf, daß er, wie er wiederhole, mehrfach geäußerten Wünschen auS der Stadtverordnetenversammlung nachgekommen sei, als er den Oktroi- entwurf ausgearbeitet habe. Er sei heute in die Versammlung gekommen in der festen Ueberzeugung, daß die Oktroireform abgelehnt werde; dies habe ihn bewogen, vorzuschlagen, von einer Debatte abzusehen. Es wird darauf in die Generaldebatte eingetreten, und eS ergreift zunächst das Wort Stv. Huhn, mn sich als Gegner der indirekten Steuern zu bekennen. Stv. Dr. Wimmenauer führt dagegen aus, daß die indirekte Steuer, die nicht lediglich den Charakter der Kopfgemacht worden seien, ausgearbeitet und zur Annahme vorgelegt habe. Er entwickelt dann ein Bild über die Finanzlage der Stadt Gießen, das im Laufe der Verhandlungen von mehreren Seiten, besonders dem Beig. Georgi und Stadtv. Krumm als zu schwarz gemalt bezeichnet wurde. Besonders wünscht Oberbgm. Mecum einen besseren Betriebsfonds zu schaffen, und da, so führt er aus, nächstes Jahr bis zirka 90 000 Mk. mehr Ausgaben als bisher zu verzeichnen sein würden, habe die Stadt sich um die Aufbringung neuer Einnahmen zu bemühen. Die Finanzkommission habe nun mit 5 gegen 2 Stimmen beschlossen, in erster Linie der Stadtverordneten - Versammlung eine Erhöhung, resp. Wiedereinführung des Oktrois vorzuschlagen. Für den Fall der Nichtannahme dieses Antrages schlage sie mit 6 gegen 1 Stimme vor, die Einkommensteuer von 114 auf 126 o/o zu erhöhen. Oberbgm. Mecum fährt fort, daß er eine längere Diskussion über die Oktroisrage für überflüssig halte, da man sich erfahrungsgemäß in derartigen prinzipiellen Fragen doch nicht gegenseitig überzeugen könne, und daß er daher eine sofortige Abstimmung über die Erhöhung deS Oktrois in Meinung gewesen, eine Erhöhung des Oktrois vorzuschlagem nur eine übermäßige Erhöhung nicht. Man soll niemand verurteilen, ohne ihn gehört zu haben, darum seien die Sätze des Entwurfs zu prüfen. ' Was das Oktroi auf Mehl und Backwaren anlange, so sei zu berücksichtigen, daß den Backern in der Zeit während der Aufhebung dieser Abgabe zusammen ca. 100 000 Mk. geschenkt worden sei, denn der Brotpreis sei nicht billiger geworden. Wenn man heute den Vorzug den Bäckern nicht mehr einräume, habe das Gewerbe keinen Grund zu klagen. Auch bei den anderen Gewerben fönne man eine Reform der Oktroisätze ruhig in Erwägung ziehen. Eine mäßige Erhöhung des Oktrois fei das erste Mittel, unseren Finanzen wieder aufzuhelfen. Der Satz der Kom» munalsteuer dürfe sich keinesfalls so erschreckend erhöhen. Stadtv. Dr. Gutfleisch führt aus, im nächsten Monat seien es 18 Jahre her, daß er in der hiesigen Stadtverordnetenversammlung den Antrag wegen Beseitigung des Oktrois für Mehl und Backwaren gestellt habe. Dies sei ihm manchmal vorgehalten worden, und ein angesehener National- ökonom habe geäußert, die Abschaffung habe Gießen erheblichen Schaden verursacht. Er weise jedoch daraus hin, daß das Ministerimn in Darmstadt wiederholt und bis in die jüngste Zeit die Absicht geäußert habe, von der Stadt Gießen zu fordern, daß sie weitere Hebestellen (wie in Darmstadt> einrichte. Es war ferner zu berücksichtigen, so fährt Dr. Gutfleisch fort, daß bei der Erhebung des Oktrois für Mehl nach Abzug der Rückvergütungen und Unkosten stets nur ein gewisser Reingewinn erspart werden konnte. Der Antrag auf Abschaffung der Sätze auf Mehl, der erst im Jahre 1898 durchgegangen ist, wollte hauptsächlich die kostspielige Kontrolle vermindern. Dr. Gutfleisch spricht sich auch gegen die Oberbgm. Mecum eine gemeinsame Besichtigung der -----n.... - ~ M r Klärbecken vor, womit die Versammlung sich einverstanden Diskussion bie Eingaben zur Ver esung, dw aus Anlaß der innung, Emil Schmall (Bierversandt), Brauereien, Pferdemetzger Keßler, Spirituosenhändler und des Bürgervereins. Stadtv. Petri ist dafür, das Oktroi, das aufgehoben war, wieder einzuführen. Es sei aber ein Mt ausgleichender Gerechtigkeit, die auswärtigen Bäcker ebenso zu belasten wie die hiesigen. Die Sätze des Entwurfs des Oberbürgermeisters seien teilweise ein bischen zu hoch. Auf den Ar- Die Oktroisrage titeln, die überwiegend von Wohlhabenden gebraucht werden, war alsdann der Gegenstand einer sehr langen Verhandlung, könne man die Sätze beibehalten. . . bOtnut u '- - • ~ i Stadtv. Löber bemerkt, daß er für eine Wiederein- Sitzung der Stadtverordneten. Gießen, 28. April 1905. Anwesend: Oberbürgermeister Mecum, die Beigeordneten Eurschmann, Georgi und Heyligenstaedt, die.Stadtverordneten Brück, Dr. Ebel, EmmeliuS, Euler, Faber, Gabriel, -Dr. Gutfleisch, Heichelheim, Helfrich, Helm, Huhn, Jann, Jughardt, Keller, Krumm, Leib, Löber, Loos, Orbig, Petri, Schiele, Schmall, Wallenfels und Wimmenauer. Mitteilungen. Oberbgm. Mecum teilte der Versammlung mit, daß im Hause Steinstraße 76 ein Fall von Genickstarre vorgekommen ist, rmd zwar bei einem italienischen Arbeiter. Da es sich um einen Einzelfall handele, sei Grund zur Besorgnis nicht vorhanden, nur sei in der Nähe des Hauses liegt darin, daß die Arbeitgeber den General- ^oriajiag Dunge. streik viel länger anshalten als die Arbeiter. Hieraus bemerkt Stv. Schwall, daß er dieses Ver- größer Zahl der Streikenden ist, desto eher werden die fahren gewissermaßen als eine Ueberrumpelung ansehen wurde Unterstütznngskafsen erschöpft. und dringend den Wunsch ausspreche, daß man bei der Weil nun auf ein gutes Einvernehmen zwischen beiden gufen, alten Gepflogenheit bleiben möchte und zunächst in x. - — - ^ne Generaldiskussion, dann in eine Spezialdiskussion ein- ::rete. Der gleichen Ansicht ist auch Stv. Löber. Auch Stv. Wallenfels schließt sich den beiden an und bemerkt zugleich, daß er für keine Erhöhung jeglichen Oktrois, be- ziehungsw. Wiedereinführung zu haben sei, da hierdurch die ärmeren Volksklassen ungleich mehr wie die anderen belastet cm »I«, _____. ................... In den letzten Monaten sei der Mehlpreis be§V®efi\Yt§ *oon" 4 5 000 Mk. bÄändig'gestiegen und die Bäcker hätten sich ohnehin überlegt, ob bei den bisherigen Preisen stehen geblieben werden Wenn man das Oktroi wieder einführe, werde das ^riq"enTäk7"7° wie" °in 7 W^e r -,"n"fü h rÜ n/a/ führu^r OktroisStz- auf M-Hl und Backwaren nicht M hl ün? Backw 7° bg°l°hnt warben und da! stimmen könne. In den letzten Monaten ee der M-hlpr-.s p ,, ' „ . „ _ _ _ a , Sto 9^nrPpr hntfpn hm nnnpnm impr» Erhebung von Oktroi auf die Gebrauchsgegenstände der Wohlhabenden ans; es seien nur ein paar Taler, die man damit gewinnen könne, und man habe viele Umgehungen zu gewärtigen und für eine umfangreiche Kontrolle zu sorgen. Eine Vermehrung des Personals rmd der Erhebegebäude von 4 auf 12 sei doch wohl sehr einer Ueberlegung wert. Mau könne nicht verlangen, daß der Abgabepflichtige selbst sich für ein paar Pfennige jedesmal eine Quittung hole. Aber auch darum sei die Erhebung des Oktrois zu verurteilen, weil dadurch das Brot und die gewöhnlichen Verbrauchsgegen- stände des armen Mannes unangemessen verteuert würden. Die Frage der Einftihrung des Oktrois in den Preis ist in der ganzen Welt viel erörtert worden. Dasselbe ist ja auch in Bezug auf die Zölle der Fall. Ich lasse mich, so nicht irre machen, daß wegen der Ansteckung Vorsicht geboten. nicht unterstützt werden, oenn man gaoe eoin uw Für nächsten Donnerstag nachmittag halb 6 Uhr schlägt frerhcit, die man andernfalls wieder abschaffen muffe. ~ Oberbgm. Mecum bringt vor der Fortführung der daß die Ard eitgeb er den General- Vorschlag bringe. ... ~ -- -• -~ c • . -1 - Hreraus bemerkt Stv. Schmall, daß er dieses Verführte Dr. Gutfleisch aus, der Preis eines Produktes alles das enthält, was Unterstützungskasseu erschöpft. , Weil nun auf ein gutes (----- , v , , Teilen es dem Arbeitgeber und Arbeitnehmer viel ankommt, müßte doch auch von selten der Arbeiter alles vermieden werden, was dieres gute Einvernehmen stören könnte, und dazu gehört au h der von der Sozialdemokratie willkürlich eingeführte „Weltfeiertag". Was würden wohl die Arbeiter sagen, wenn die Arbeitgeber an einem bestimmten, ganz willkürlich gewählten Tage die Arbeit einmütig ruhen ließen, mtr um den Arbeitern zu zeigen, daß sie die Gewalt in Händen haben? Was würden sie sagen, wenn, wie oft angeregt und hier und da and} durchgeführt worden ist, die Arbeitgeber übereinkämen, alle Maifeiernden für eine bestimmte Zeit von der Arbeit auszusdKeßen? Man würde Zeter und Mordio schreien über die „Gewalttätigkeit" der Arbeitgeber. Tie Ansetzung eines willkürlichen „Weltfeiertages" muß aber doch ebensogut als Gewalttätigkeit des Arbeiterstandes gedeutet werden. Man hat wohl gesagt, die Arbeitgeber könnten auch fertig werden ohne den Unternehmergewinn eines einzigen Arbeitstages. Das bestreitet niemand; wer sich aber in die Verhältnisse hineiuzudenken vermag, kann sich doch leicht vorstellen, daß es den Arbeitgeber reizt, wenn ohne vernünftigen Grund die Arbeiter einen Tag feiern, nur, weil cs der Sozialdemokratie w paßt. Man redet viel davon, was der Arbeitgeber tun könne, nm ein gutes Verhältnis zwischen 'Arbeiter und Arbeitgeber in die Wege zu leiten. Es wäre nachgerade auch einmal an der Zeit, zu fragen, was M dem Zweck der Arbeiter tun kann. Die deutsche „VolK- wirtschastl. Korresp." macht den beherzigenswerten Vorschlag, hinfort die Maifeier einzustellen. Der Plan einer wichen ist ja nicht von den Arbeitern, sondern von der Sozialdemokratie ausgegangen. Die Maifeier dokumentiert and) gar nicht die Ueberlegenheit der Arbeiter über die Arbeitgeber, sondern die Herrschaft der Sozialdemokratie über die Arbeiter. in daß Produkt hmeingesteckt worden ist. Wenn bte Einwirkung auf den Preis auch vielleicht erst nach längerer Zeit zutage tritt, — einmal komme der Momeud doch. Diese Neber?,eugung habe er auf der guten Grundlage der praktischen Wissenschaft gewonnen. So'll man nun eine Steuer durch die Armen aufbringen ober durch die Einkommensteuer? Da sei er der Meinung, man müsse diese letztgenannte Steuer erhöhen. Das schade auch nichts, denn dadurch werde die Aufmerksamkeit auf die Finanzwirtschaft der Stadt gerichtet. Erst bann regt sich ja bekanntlich der Bürger, wenn seine Besitzinteressen mitspielen. Dann kann! vieNeicht mehr gespart werden. Ich kann, so fährt Di? Gutfleisch fort, die Absicht des Herrn Oberbürgermeisters wohl verstehen. Er hat, als das greifbare Ziel der öffentlichen Kritik, einen Versuch gemacht, um später nicht ftd)1 der Kritik aussetzen zu müssen. Wir verstehen das, aber der Herr Oberbürgermeister möge and) uns verstehen, daß wir auf seinen Versuch nicht eingehen können. Es kommt noch etwas hinzu. Man sollte sich schon jetzt auf den Verlust des Oktrois, der im Jahre 1910 eintritt, vorbereiten. Ferner ist es auch zweifelhaft, ob das Ministerium zu berge* planten Oktroireform ferne Genehmigung erteilen würde.- Alle diese Gründe machen die Erhöhung des Oktrois resp^! die Wiedereinführung unannehmbar. Stadtv. Krumm konstatiert, daß eine solche FinmyLage^ wie sie heute der Oberbürgermeister vorgezeichnet habe, noch nicht dagewesen sei. Wenn diese ’lüngrroeu stimmten, dann Ware auch das Oktroi nur ein Tropfen auf heißen Stein. Wir braud)ten aber nicht so trüb gestimmt zu sein. Als tvir seinerzeit dem Kanalifationsprojekt zugestünmt haben, wußten wir, daß es ohne Steuerzuschlag nicht ab- gehen werde. Jede Stadt hat ihr Gutes, und ich glaube, daß, wenn auch die Steuer erhöht wird, nicht ©hier derjenigen sich zurückzieht, der in Gießen etwas ftrcht. Im! übrigen wiederholt Herr Krumm zum Teil feine Ausführungen, die er in der gestrigen Bürgerversammlung ge- gegen zur Deckung c-- die Einkommensteuer aus 120 Prozent erhöht worden ist. Oberbgm. Mecum schickte voraus, daß in der gestrigen könne. ... „ ^üraervereinsvenmnnduna Herr Jaskowsky von Zahlen ge- Brot sicher un Preise ausichlagen. rAfc, v i Ka^ph nicht entsprächen Es fei Stadtv. Schmall ist der Ansicht, daß an die Aufgabe fnrtoita baß ^17* ©traembler 17 000 allein auf. der Abgaben nicht gedacht werden könne. Die ,stadtisch-n rubringen hätten. Die.Herren Abermann und Winn baden ihre Finanzen würden sonst m chren Grundfesten erschuttert wer- Unierschrist zur Eingabe bezüalichdesOktroi auf Steinkohlen zu° den. Woher wolle man sonst Geld nehmen . Eine Erwei- rückaezogenZa sie^von der irrigen Ansicht ausgegangen waren, tcrung der Quellen müsse sonst gefunden oder eine Erhöhung der noraetotaaene Oktroimsat? betrage mehr als 2 Mk. pro der Kommunalsteucr vorgenommen werden. Eine plötzliche Waaaou Oberbgm Meeum führt weiter aus, daß er den erhebliche Erhöhung der Kommunalsteuer wurde aber a - . Waggon, ruverogin. ^leruni suyri Q schreckend auf alle die wirken, bte tn unsere Stadt zuzuztehen letzten Zeit" mehr^ch m"der Sürdtverordneten-Versammlung gedächten. Die Mehrhest der FmanLkommission sei daher der erf!ä®ann teilte Oberbgm. Meeum das schon bekannte Pro- nämlich der Backsteinbrenner, Bäcker, Gastwirte, Fleischer- gramm der Schillerfeier mit, wozu mm noch der Dorsch lag gekommen ist, am Montag dem 8. Mai nachmittags eine Vorstellung für die Schüler unserer Schulen zu macht hat. , c. Stadtv. Schmall meint, neue Gesichtspunkte habe bre Rede Dr. Gutfleischs nicht gebradtf. Es stehe fest, daß seit, 1898, der Abschaffung des Oktrois für Mehl, sieben magere; Jahre gekommen seien, und die Bäcker hätten das Fettabgeschöpft. Man möge die Oltroisätze für Mehl und Backwaren wieder einführen. Beig. H ehli gen ft aebt befürwortet den Antrag ber^ Finanzdeputation. Man möge au bte neue Steuerreform^ für die Gemeinden denken, die jetzt gerade bevorstehe. Wi« dürfen, so bemerkt er, an den indirekten Steuern nach imtettf nichts ändern. Beig. Georgi erwidert, daß ja Tein 'Antrag besteche, die Verbrauchssteuern abzuschaffen, sondern daß geplany sei, sie zu erhöhen. Stadtv. Löber spricht sich u. a. für die Wertzuwachs^ steuer aus. Stadtv. Dr. Gutsleischi betont nochmals, daß der Avs^ fall des Oktrois für Mehl und Backwaren der Stadt keinen- Schaden gebracht hat, wenn man die Unkosten, Rückvergüte ungen usw., sowie die Vermehrung der Erhebestellen, diej mit der Erhebung dieser Verbrauchssteuer verknüpft, gewesen^ wären, in Berücksichtigung zieht. Stadtv. Emm elins erklärt, daß er in der Finanz- tommifsion von der Meinuira ausgegangen jel, die Stadh Gießen müsse den Schwesteritädten glcidjtonaöCÄ.. enbar^r chlt iser, tzatzpet,— . Li*?“*?? Barzahlung ** Liefer* fr«« )0 jann litoijl afier- ’arafett «oDibt Non Ciccolo, kicherheitS. 'rvrejjer Atlas Saro empfiehlt Garantie > Reinig, »arrllgejthaft. StlteräroegSO ,il««*’//. 9lr- vermUchte». t> 2347 werden. Aik^C6§-J-H- »JSX« 16 Neuenweg 16 2126 Itifetotii 07 W auch zu Bowlen geeignet, empfiehlt fll g ftaat( , fifi. Schäfer Wwe. achtet. J 828 1466 50 Pfg bet 44 Bahnhofstraße 44 44 Bahnhofstraße 44 Alex. Salomon L Co. NESTltä w. plcms) genehmigt worden war, wurde die öffentliche Sitzung geschlossen. - Geschlechts-. Hant-,11 als- Naseai- und Ohrenleiden Spezial-Arzt Dr. Holtz, Frankfurt a. M., Zeil 44a, neben der Hauptpost. [DT1 ‘ »bewährt sich mm- v mehr Retter s Haarwasser (München) inmitten herrlicher Gebir£swaldun£en. Badeschrift durch die ßadeverwaltun£. Montag den 1. Mai er., vormittags 11 Uhr, sollen hier 17 Bände Meherö Konversa- tionS-Lexikon, fünfte Auflage, vom Jahre 1897, meistbietend aeg. Barzahlung verkauft werden. Das Werk kann vorher angesehen Gießen, den 28. April 1905. Gr. Guter-Abfertigung. Schlicht. ......... geprüft u. begutachtet. Z.h.um40 Ä u.«^ l,10beiJ.H.Fubr,SiancnM»*lhv80/1 Grünberger Straße 6. WM6 L K. 66/04. Donnerstag, den 4. Mai 1905, nachmittags 3 Uhr werden auf hiesigem Ortsgericht die zur Konkursmasse der Ludwig Kühne Eheleute gehörigen Grundstücke der Gemarkung Gießen 1 '1382=203 qm Hofrailhe auf dem Asterweg, 1 /1383=63 qm Hofrailhe daselbst öffentlich meistbietend versteigert. B27/4 Gießen, den 26. April 1905. Großh. Ortsgericht Gießen. Gros. ___ — wie auch für junge Mädchen — das bewährteste Kräftigungs- Mittel, um der Blutarmut, Bleichsucht oder schlechtem Aussehen entgegen zu wirken. 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Zylinderuhr; verloren: 1 Portemonnaie aus Seehundleder (Inhalt 3.15 Mk.), 1 schwarzes Handtäschchen mit etwas Wäsche, 1 Portemonnaie mit 10 bis 11 Mk. Inhalt, 1 goldene Brosche, und 1 schwarzes Spitzentuch. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände brkieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen, l Gießen, den 29. April 1905. t Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Hergestellt mit dem beliebten tola-Parfüm, mild und angenehm.Uberall vorrätig. Preis 25 Pfg. Parfnmene Heinrich Mack. Ulm a. D. Spezialitäten: Toia-Seife und Kaiser-Borax» letzungen zu unv wurde von seinen Begleitern und hinzngeriifenen Holzfällern gerettet. — Im Simplon-Tunnel ist der I n g e n t e u r Haves Direktor einer Fabrik m Moskau plötzlich gestorben. Er befand sich in Begleitung eines Ingenieurs der Schweizer Bundesbahnen. — In der belebtesten Gegend von London, feuerte eine elegant gekleidete Dame, F r ä u l^e i n D o n g h t y , die dort feit acht Uhr morgens gewartet^hatte, f u nf R evo lv er- schüsse auf den Rechtsanwalt üidoii und deffen Sohn ab. Ter erstere wurde am Bein verwundet, der letztere in der Brust. Die Angreiferin fiel in Ohnmacht, ließ sich dann aber ruhig abführen. Man verlange ausdrücklich die Originalmarke „Dr. Hommel’s“ Haematoeren und lasse sich Nachahmungen nicht anfreden. D7/, Schlafzimmer-Einrichtungen moderner Faort von der Feuerwehr bewußtlos aufgefunden. Gut Kind, das von der Feuerwehr über die brennenden Treppen htnad- getragen wurde, hat nur leichtere Brandwunden erlitten. Der erste Stock brannte total aus und außerdem erlitt der zweite Stock noch ganz bedöiitenden Schaden. — Nach amtlicher sind vier Personen durch Brandwunden schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt worden. Fün^ wurden leicht verletzt beM. erlitten leichte Rauchvergiftung. Außerdem rettete die r^euer- wehr achtzehn Personen durch Rettungsleitem. * Eine heiratslustige Witwe. Em Heiratsbuerau in Illinois erhielt von einer ländlichen Schönen folgendes Schreiben: eurer Herr'. Hiermit tue ich Ihnen zu wißen, daß eine Wi w" von dreizehn woh^gchorenen Kindern bin und drei Ehemänner gehabt habe, die sämtlich in Frieden, obwohl jeber in seiner eigenen Manier, dahingegcmgcm sind. Ich besitze eine Heine Farm und möchte mir wohl einen vierten Gatten Anlegen, wenn ich em simaps E'-pmvlar nachgewiesen bekommen konnte. Ein alter, dickköpfiger, trockener Häring tut nichts. Wn tuurbe ich nicht nehmen. Solche, die das Kuhemelken und Mistfahren verstehen, werden vorgezogen. Zehn Dollars Kommistion für Sie, wenn Sie mir einen passenden Kerl jufenben * ©ine drollige Danksagung. In Nr 9o des „Bamberger Tagblattes" findet man folgende Anzeige: Herzlichen Dank für bie mir ans Bamberg zuteil gewordenen Gratulationen hinsichtlich meiner nach 17 jährigem schweren Kampfe geschiedenen Ehe. Frau Geier, Danzig. — Der Dank fchemt wirklich aus ehrlichem Herzen zu kommen! „ . "Kleine Tageschronik. In G e l s e n k i r ch e n ist em Warenhaus in' welchem über 100 Personen beschäftigt sind, abgebrannt. Auch das Nebenhaus wurde schwer beschädigt. Verletzt ist niemand. — Im B r e g e n z e r Wald am Bodensee ist ein Luftballon aus Paris mit den Herren Boulanger und c>anet gelandet. Sie erreichten über 5000 Meter Höhe und beabsichtigten urfpiünglich in Wien zu landen - Der Tourist Rudolf Krauser aus Darmstadt ist am Zwosier Kogel m den Sexten- D o l o m i t e n a b g e st ü r z t. Er zog sich mehrfache Der- für Kinder, Kranke,Genesende. Verhütet u.beseitigt:Diarrhoe, Brechdurchfall, Darmkatarrn. SKWmnmi... P. 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