MS'?' -Oescu und H« ctschastliche ‘5ctr. am Platze. ab Bureau 5itt Säest md Berd-kl ahme der ins M i r Lesen und Ho je., W,VW,B* “*c‘nc GS«»», iessento Werke ös-Anlagen, entwürfen f' ueu, Gutachten in. ltle tr^ W«l |p SV"* * _ ' « Die keutige ^tnmer umfaßt 8 Seiten. Volltische Wochenschau. \v Am Etat des Kci stellt werden müssen. Seit den letzten Jahren des vorigen Jahrzehnts hat die Lokal-Verwaltung in den Schutzgebieten räumlich an Ausdehnung außerordentlich zugenommen. Schon etzt sind Schutzgebiete, wie Ostafrika, Kamerun, Togo, bei- nahe ihrem ganzen Umfange nach in den Bereich der Verwaltung einbezogen. Für Südwcst-Afrika wird nach der Beendigung deS Eingeborenen - Aufstandes eine gleiche Ausdehnung der Verwaltung nicht zu umgehen sein. Andererseits ist die Verwaltung als solche überall intensiver geworden. Die beständige Vermehrung der europäischen Unternehmungen, die raschere Ausgestaltung des Verkehrswesens und nicht zum mindesten die stärkere Heranziehung der Eingeborenen zu kultureller Tätigkeit haben dazu geführt, daß die Kolonialabteilung im Verhältnis zu den Schutzgebieten zu einer Zentralbehörde geworden ist, tn der alle Zweige einer in steter Ausdehnung begriffenen. Staatsverwaltung vereinigt sind. Um der Kolonialverwaltung, eine Stellung einzuräumen, die der Bedeutung als Zentralbehörde für die Schutzgebiete entspricht und ihr die Erfüllung ihrer Aufgaben ermöglicht, ist die Aenderung de§ jetzt bestehenden Zustandes nach zwei Richtungen erforderlich, einmal damit dem Reichskanzler die Möglichkeit gegeben werde, den Chef der Kolonial-Zentralverwaltung mit seiner Stellvertretung in gleicher Weise zu beauftragen, wie es bezüglich der Chefs der obersten Reichsbehörden nach dem Stellvertretungsgesetz möglich ist. Des weiteren ist eine Neuorganisation der Kolonial-Zentralverwaltung selbst notwendig. Um diesen Zweck zu erreichen, ist die Bildung einer neuen obersten Neichsbehörde, eines vom Auswärtigen Amte getrennten, selbständigen Kolonialamtes nicht länger zu umgehen. Für die Organisation der neuen obersten Reichsbehörde ergibt sich aus der Natur der Sache eine Gliederung in vier Abteilungen: 1. allgemeine VerwaltungS- angelegenbeiten der Schutzgebiete, 2. Personal- und Justizsachen, 3. finanzwirtschaftliche und technische Sachen, 4. mili- tärische Verwaltungssachen. An die Spitze der ersten drei Abteilungen treten der Staatssekretär, der Unterstaatssekretär,, ein Direktor und ein vortragender Rat als Dezernent. Die Neuorganisation erfordert den Zugang von zwei Stellen, nämlich eines Staatssekretärs und eme§ Unterstaatssekretärs. Die D -stangelegenheiten der Militärabteilung sollen bis auf weiteres in der bisherigen Weise wahrgenommen werden. Pnlttifriir Tagesschau. Vom neuen Reichshanßhaltöetat. Täe „Nordd Mlg. Ztg" setzt ihm Veröffentlichungen aus dem "'eickshauslmltsetat für 1908 fort. Ams den Mitteilungen in dem Etat des Auswärtigen Amtes ist hervorzuheben, daß in Tdid Abeba und Chrifttania Gesandtschaften, in Cettinje eine Ministerresidentur errichtet werden soN. Die Fonds f.u geheimen Ausgaben sollen von i/2 Million aus ein e M ilIi on erhöht werden. Morren- talischen Seminar soll em abessinischer Lektor anaesteNt werden, sowie eine Vermehrungder javan. Lehrkräfte vorgenommen werden. Im Interesse des Neichsamts des Innern werden wieher 5 Millionen für Zwecke der Arbeiter- und Beamtenwohnungen gefordert Unter den Ausgaben befinden sich ferner 120 000 Mark als erste Rate zur Erforschung der Schlafkrankheit und 95 000 Mk. zur Beteiligung des Reiches an der im nächsten Jahre in Mailand zur Feier der <: ffnung des Simplon-Tunnels stattfindenden -- '.malen Ausstellung. Im Militüretat werd. gt an selbst aufzulösen. Ter Konflikt ber europ. Mächte mit her Pforte wogen der mazedonischen Finanzreformfrage wird wohl auch ohne die Ausführung ber Flottendemonstration .auszugehen. Die Pforte scheint nach den neuesten Meldungen in allen Punkten nachzugeben bis auf Einzelheiten, die noch zu erörtern sind. Das formelle Nachgeben ist. noch nicht erfolgt, ist jedoch zu erwarten, da hierfür bestimnrte Anzeichen vvrliegen sollen. Das Auslaufen d"r Demonstrationsflotte aus dem Lasen von Athen konnte indes nicht mehr anfgehalten werden: sie wird aber nun wohl den Befehl zur Rückkehr in Mithylene erhalten. Operettenhaft klingt daß der türkische Vizeadmiral Lusni Pascha, welcher der internationalen Flotte entgegen fuhr, dieser Geschenke des Sultans bestehend aus Zigaretten i'sw. Überbrachte. , Aus Caracas wird gemeldet, die venezolanisch Regieruna habe beim ameriftnsickev Gesandten die Summe hinterlegt, welche Frankreich durch Schiedsspruch zuerkannt worden ist. Infolge- dessen kann auch der Konflikt zwischen Frankreich und Venezuela als bei gelegt betrachtet werden. In R u ß l a n b ist die Situation immer noch bedrohl'ch. Der Betrieb auf vielen Telcgraphenlienien konnte noch nicht wieder ausgenommen werden, da die Avvarate vielfach von Monteuren demoliert wvrden sind. In Moskau sind sämtliche Restaurants, Cafäs usw. infolge eines Kellnerstreiks geschlossen. Weitere Unruhen, Meutereien imb Kosakengreueltaten wurden aus Rostow, Riga, Kursk, Sewastopol u. a. O. noch in den allerletzten Tagen qemeldel. In Petersburg streiken z. Z. zirka 25 000, in Moskau 70 000 Arbeiter. Der Semstwokongrcst m Moskau zeigt sich für die fortschrittlichen Ideale begeistert. Ein kaiserlicher Ukas verfügte, daß das Amt eines Gen e r a l g ou v e rn eurs von Petersburg und das des mit der Leitung der Polizei betrauten Gehilfen des Ministers des Innern zukünftig in Weg- fall kommen sollen. In den Kirgisen-Stevpen wütet die Bubonen Pest und greift schrecklich um sieb. Die Sterblichkeit in einzelnen Gegenden beträgt 60 bis 100 Prozent. Nach einer Standardmeldung soll fick die Mandschurei-Armee in orrenem Aufruhr befinden. Angeblich batten die Soldaten Cbarbin in Brand gesteckt. Nun meldet sich auch noch China und verlangt -ine Entschädigung von 20 Millionen Rubel vom Zaren wegen Schädigung chinesischen Gebiets durch die russische Kriegssiihri'ng. Früher würde China sich nicht die Einbringung solcher Forderungen zugetraut haben. neuen Formationen: Errichtung einer Kavallerie* Brigade, zwei Infanterie-Bataillone, ein Kavallerieregiment unter Benutzung von zwei voi> landenen Eskadronen Jäger zu Pferde, zwei Fuß» artillerie-Bataillone als 3. Bataillone unter Anrechnung von 6 vorhandenen 9. und 10. Kompagnien sowie zwei Bespannungsabteilungen für Fußartillerieregimenter. Eine Umgestaltung sollen die Offiziers-Reits ch u l eu und Umwandlung des Militär-Reitinstituts w eine Offi- zier-Reitanstalt erfahren. Die Zahlmeister und -Oberzahlmeister werden im Gehalt Aufgebot f ert» Sämtliche Unteroffiziere sollen nach einer Dienstze^ von 3V2 Jahren die Gebührnisse des Sergeanten und nach 9 Jahren die Gebührnisse der Vize selbweb el erhalten Außerdem sollen ihre Wohnungsderhaltg nisse ausgebessert werden. - Für das Offiziers- Pen s i 0 n s g e s e tz sind im Etat für 1906 etwa 8 Mill. Mark und für das Mannschaftsversorgungsgesetz 7 Mill in Aussicht genommen. Der Wohnungsgeld zuschuh für Leutnants und Oberleutnants der Mmee und der Marine wird mn annähernd 85 0 0 0 0 M k. erhöht, * Ein Groscherzog, wie er nicht sein soll. werden abenteuerliche Gerüchte geknüpft, daß der König, der während der Tranerseierlichkeiten für den Grasen von Flandern große Niedergeschlagenheit gezeigt hatte, angesichts der Niederlage, die er mit seinen Plänen für die Erweiterung des Hafens von Antwerpen in der Kammer erlitt, daran denke, die Krone nieder;nlegen. Allem Anschein nach sind diese ©erWe jedoch sehr wenig ernst zu nehmen. Der Einzug des neuen norwegischen Konigs- paares in Christiania hat am Samstng unter großer Feierlichkeiten stattgefunden. Bemerkenswert ist ine Begrüßungsrede des Staatsministers Michelsen. >Vie lautete nach offiziöser Melimng folgendermaßen: Fiift 600 Jahre lang hat das norwegische Doll keinen eigenen König gehabt. Niemals ist er ganz unser eigen ae- gewesen, immer haben wir ihn msi anderen teilen müssen. Niemals hat er sein beim unter w,s gehabt: das Land aber, wo das Heim ist, dos wird auch das Vaterland. Heute ist es anders, heute kommt Norwegens junger König, nm sein zukünftiges Leim in Norwegens Hauptstadt zu bauen, gewählt von einem freienVolke,umzusammenImitfreicn Männern an die Spitze des Landes zu treten. Unser Vaterlcmdsgefühl wird auch das Seme werden. Einfach und schlickst, wie das Voll selbst, wird er sein königsick's Wirken unter uns ausüben. Das norwegische Volk liebt seine Freiheit und Unabhängigkeit und seine selbst- gewonneneSelbstverwaltungüber alles. Es wird des Königs Ehre und höchste Freude sein, zusammen mit dem Volke selbst dieS zu hegen und zu schützen. Nun weiß ber neue König, was er zu tun hat! TerKönigvonPortugal erwiderte in der vergangenen Woche den Besuch deS Präsidenten Lvubet und begab sich dann nach der großen französ. Geschützfabrik Creuzor Im Großbritannien geht die Aera Balfour zu n d e Die Tabaffache, daß die Liberalen nickst willens sind, sowrl alme vorherige Auftösung des Parlaments und ohne ausdrückliches Mandat der Nation durch Neuwahlen die Regierung zu übernehmen, scheint am meisten dazu bcigetraqen zu haben, das; Balfour noch nickt zurückgetreten ist. Im Falle der Weigerung des Führers der Liberalen Campbell Bannermann hätte der König dann einen anderen konservativ-unionistischen Abgeordneten m't der Bildung eines neuen Kvbinctts beauftragen müssen. _ Diese Möglichkeit wäre für Balfour wie für die ganze Partei demütigend gewesen, zumal dieses neue konservative Kabinett doch nichts weiter hätte tun können, als das Parlament auflösen. Auch wäre die Wahlagitation zur Weihnachtssaison sowie Wahlen auf Grund des alten Wahlregisters, das am 1. Januar durch em neue? ersetzt wird, den Wählern unangenehm gewesen. Balfour soll 'ber immer noch entscklossen sein, bald zurücktreten unb seinen Nack^ folgern bann die ParlamevtSaustösung zu überlassen, wahrend die jetzige Regierungspartei dann schon in Opposition ist. Wahrscheinlich ist aber, daß die Liberalen auck nach rtrugen Mocken noch biese Taktik Balfours verefteln unb Balfour nötigen werben, Tas in bem nordwestdeutsch m Städtchen Bant erscheinende „Rordb. Vollsbl." oibt folgcnbes Gespräch wieder, das, wie es schreibt, nicht eine Erfindung bes plizissirnus", sondern vielmehr „iu einer in unserer nächsten Nähe gelegenen Residenz" tatsächlich stattgefunden hadert soll: Serenissimus: „Sagen Sie mal, Herr Maeord- ncter, Sie haben da einen sogenannten selbständigen Antrag gestellt aus Erweiterung der V 0 l ks r e ch t e, wie As das nennen. Ich halte das für sehr schädlich. Wollten mir mal eine Begründung für Ihre Ansicht geben? — Abgeordneter.- „Königliche Hoheit, ich danke Ihnen, daß Sie mir Gelegenheit geben, Ihnen gegenüber meute Anstchp entwickeln zu dürfen. Tie heutigen Volks rechte — — — — Serenissimus: „Sind das Mußerste, was dem gewährt werden kann. Unser Volk kann erweiterte Rechte nicht brauchen. Ter Untertan muß regiert werden. Es ist nur schädlich, durch solche sogenannte selbständige Antrags den Untertan zu beunruhigen." — Abgeordneter- „Königliche Hoheit verzeihen, die Begründung für dis Rot-, Wendigkeit der Erweiterung der Volksrechte---" — Serenissimus: „Unser Staatswesen ist aufgebaut auf die von Gott gewollte Ordnung. Da Fann von Rechten streng genommen überhaupt keine Rebe sein." — Abgeordneter: „Königliche Hoheit, die heutigen Verhältnisse lassen es wenigstens meiner Ansicht nach---" — Ser S- nissimus: „Gerade die Verhältnisse bedingen bas Fest> halten an ber bisherigen Ordnung. — Na, übrigens lasser? Sie sich meinen Vckin mit schmecken."--- Gießen, 27. November 1905. Am letzten Freitag haben inHessen die Abgeordnet en- ibl c n Rattgefunben. Von den zu wählenben 25 Abgeordneten Der zweiten Kammer wurden 18 Mitglieder wiedergewählt. Die jchmmensetzung bliebt im wesentlichen dieselbe wie früher. 'S gewannen Freffmn und Sozialdemokratie je einen Sitz . »Mgrnsten der Nationalliberalen. Die einzelnen Parteien der- “ßqri nunmehr über folgenden Bestand: Nationalliberale 18, Irr.-rirr 12, Zentriim 7, Sozialdemokratie 7, Freisinn 4, Wild 2 ■ atmete. — Aus Anlaß des Geburtstages S. K. H. iies^roß Herzogs erfolgte eine größere Anzahl von Ordens- inti> Cl?arafterverleihungen, worüber wir in Ergänzung unserer oZamZiogs-Meldungen heute an anderer Stelle Näheres berichten. 5)auptsächlich um die hohen Marineausgaben zu I letltn, weniger um eine Frnanzreform durchzuftihren^— denn f b sherigen Offenbarungen über die Stenge l'schen Steuer- 11 (in:* haben von einer „Reform" des Finanzwesens nicht eine : Silbe enthalten —, hat die Reicksregierung einen Entwurf aus- eitet, demzufolge sich die Einnahmen aus neuen Steuern -ini räcksten Rechnungsiahre in einer Höhe von 150 bis 160 Mill geltend machen sollen. Später sollen die Steuern 250 bis .^Millionen rm Jahre ergeben. Marr wird schier von Schwindel ‘MiHm beim Lesen der Hlbmalliardenzahlcn, zumal jetzt in Zciten der hohen NahnmgsmitttlPreise, wenn man sich Vvr- •Stllt. daß das werktätige Voll alle diese neuen Tribute aufc intern soll. Die Bi er steuer soll 60 Millionen, der T a b a k -0^Ilionen Mark ergeben. Don einem Fra cht u r ku n d en- l'kvipel erhoffen die verbündeten Regierungen eine Einnahme t-w 11 Millionen Mark. Eine Fa hr ka rt en ste u er,Ae den fettrafl von 1.2 Millionen Mark liefern soll, ist in Aussicht ifttiomnum und ein Ouittungsstempel, von dem man ganze l< Wniomm erivartet, schaut aus diesem „indireften" Steuer- liutat auch noch heraus. Dazu kommen die erwarteten Mehr- »iiin hrnen aus den neuen Zöllen mit dem Ansatz« von 25 bis ■ 'N)Millionen Mark, und endlich soll auch die Steiierschraube ans lirfhem Wege aiigezogen werben - die geplanten Reichserb- si idc.fl sft e u e rn sollen 72 Mlllionen Mark ergeben, von :kitn 10—50 Millionen Mark dem Reiche verbleiben. Don der rieten Beseitigrmg der Liebesgaben an die Branntweinbrenner. > i- eimc wirkliche Reform eines Teiles des Steuerwcsens wär- ^nb brm Reiche ca. 60 Millionen Mark einbräckste, enthält der ctrwlfrfje Entwurf kein Wort. Es ist em „milder Trost" für deutsche Dolk in diesen ernsten Zeiten der Teuerung, fiel n bic Ausführungen der „Nordd. Allg. Ztg." zur EmNehluni' Her neuen Steuern zu vertiefen. Das Zentrum, auf b?ffer < Mitni-a es bei diesen Steuerplänen nt erster Lrtzie an kommt. 1|nt sckwn durck den Mrind des neuesten Oberlandesgerickts- ‘Srälibcntm, des Dr. Spahn, seine Bereitwilligkeit bekundet,. ir die Vorlage zu votieren. An der bestimmten Tatsack>e, bau r« fsi ickstag drm Stengclscben Projekte unb der Marinevorlage i® iroßen unb ganzen zustimmen wirb, ist ein Zweifel nicht Vielleicht baß hier unb ba eine Modifikation eilt tritt, r&r mm Widerstande ist keine der maßgebenden Parteien cnt- »osin Es wird vermutlich nickt einmal so viel gezaubert werden m fcri der Durchbringung des Zolltarifs, zumal selbst tn die ‘ffi^n der Oppositionsvarteien hinein in einzelnen Abgeordneten Nv lussessiing von der Notwendigkeit der Vermehrung der marn NNit Kräfte und damit der Notwendigkeit, auch für die Bereit IM ir ii von neuen aroßen Mitteln zu sorgen, vorherrscht. Auch von dem Neickshaushaltsetat, wurden soeben . ätige neue Zahlen bekannt gegeben sVgl. die „Polit. Tagesschau ', rat' der BundeSrat hat am Samstag die noch ausstehenden ktzir.-'le sowie das Etatgesetz vera-bschiebet. Nach bcn Beschlüsim kd Dt'ndesrats weisen die Ausgaben des neuen Etats gegen bi« lo-usenden eine Steigerung von 259Millionen auf. Von sonstigen bemerkenswerten Ereignissen der vergangenen St Tie ist zunächst des Stickwahlergebnis der D a h l v,o n E t s e - I if, zu nennen, wo der Antisemit Schack über den hntm Leber den Sieg davontrug. Der Liberalismus des Wahl- !mi ks- wurde wegen brr Uneinigkeit bet Liberalen auf bas L>chwcritk ftäfitert. Daß er sich halb von bet Schlappe erholen möge, ß zu wüm'chen. Ms bem kolonialen Gebiete konnte General v. Trotha, Lt- vor seiner AmtsNieberlegung, noch einen Erfolg berichten, dir v r i k W i t b 0 i. der gefährlichste Feinb in Sübwcstaftika, iß ei 29. Oft. einer Verwunbung erlegen: das Kapitalist ging an j MN Sohn Samuel Isaak über, bessen Anhmig tun Fischflusie os^ di 'Jon Bersehn sitzt. Nach neuesten Melbungen befinden sich noch i ch!,' Panben Witbois am Hudup. Herr v. Trotha hat am '? d. M. von Lüdeaitzbucht aus die Heimreise angetreten. Die Gärung i m R u h r r e v i e r hat zu einigen Eingaben i dn Siebener-Kommission an das Oberberg''mt geführt. Die ttaclegenheit wird sich vermutlich in aller Ruße regeln lassen: »ii darf den Bergarbeitern die Wohltaten des Gesetzes, auf 14fe sie berechtigten Anspruch haben, in keiner Weise ver- toTit. Ter Handelsminister wird erst dann 3ji der Frage Lllring nehmen, wenn das Oberbergamt seinen Spruch gefallt ■i km wird. Während übrigens der alte Bergarbeitervcrband br'üoß, sich au den Arbeiterausschußwahlen nickt zu beteiligen, iMliß der christliche Gewerkverein eine Erklärung, worin dae sFrorndigkeit der Beteiligung hervorgehoben wird. Auf der Zeche ta streift z. Z. ungefähr ein Drittel der Pferd etrei ber und 6ül e p p c r. Die Zechenverwaltung glaubt indes nickt, daß die Be- trnn einen größeren Umfang annehmen wird, besonders mrt j Wisrcht auf die nahen Weihnachtstage. In den Steilen der hitent Bergleute bettachtet man das eigenmächtige Vorgehen k Vferdetreiber durchaus nicht mit Sympathie. Jrm thüringisch-vogtländischen Web er gebiet ; Mifm Streif und Aussperrung noch fort Die Fabrikanten be- h«nr« unbedingt auf ihren Forderungen, selbst wenn die gan^e Btifort für sie verloren sein sollte. Die Arbeitervertreter wollen »er nochmals mit den Arbeitgebern unterhandeln. Es hat den Wchnn, aß ob die Arbeiter sich den Bedingungen I ^ki Fabrikanten fügen wollten. Der hockbetagte Großherzog von Luxemburg, der i M depoffedierte nussauffche Herzog, ist gestorben, unter 1 Regierung bildete Nassau sein Simultanschulwesen zu hoher ; Bitt aus. Möge eS immer weitere Verbreitung im deutschen I Ect rvant>e finden. — In Belgien erfolgte der Tod des . Braten von Flandern, des präsumtiven Thronfolgers de? kl’ ick an Königs. Thronfolger wurde des Grafen 1875 geborener EA Albert, der mit der Herzogin Elisabeth in. Bayern vermahlt si. Prinz Albert wurde dieser Tage mehrfach zum König EÄo'ß Laeken berufen. Am Freitag soll er das schloß tn sehr Nhdcrnklicher und erregter Stimmung verlaßen haben. Dwran W. S7V Erstes Blatt. LES. Jahrgang Montag «7. November 1908 ls"3: iHtoftoitiM* Jl ötT»» viMk, 1 ■V' iV'w 44ii' ivv säs kupier Brühl'schen tZ M V M V Hf 'V ^ck^W Zeilenpreis: lokal 12 Pf^ »r«Ä W dieneral«3nttiaet v 91 Idlhon, Ervedition V/VlIVVM» den polit. und allgem. ind Druckerei: - jv« * Teil: P. Wittko- für MG Amk- md Anzeigebiati sm dm Meis Sichen ggg «-zeiger Gießen. _________________ _____________________ _____ . j frah! Mief M uuMdlM!-:■ o\)ten SwiacWttti 10, ibcn, «Mkmrck eioröert bn NN' hsluin der hLLU. i W. ,1.50. M Pariiimerien. ; Lömendrog., tto Lchaas. lolbei gva«k°ha°bl^ aueii ui vei - Aus N* n:«CAwinfl ttei 0^' Deutsches Reich. 1 von Summe dem teil. früher wasserreicher gewesen zu sein scheint. So sind z. B- am 4. Juni 1 AI? zwei Knob?n in d?r IH' crtrunicti. ■M^^nervorragena^^g bewährt bei T Darm Katarrh Diarrhoe BrechdurchfalI etc. Mniversitäis-Mach richten. Berlin, 26. Nov. Das neue t e cb n i s ch - ch em i s ch e I n - t i tut der teckm. Hochschule in Eharlottenburg ist gestern^ durch Geheimrat Professor Witt feierlich eröffnet morden. — Für die neue Vertretung der Studenten an der Technischen Hochschule ist der Name „Studentenverband an der Techn. Hochschule" genehmigt worden. Der Name bezeichnet den Verband also nicht als die Vertretung der gesamten Studentenschaft; indessen haben der Rektor und das Kultusministerium die Forderung, daß der Verband einen den Ausschluß der konfessionellen Verbindungen andeutenden Zusatz einfüge, vollständig fallen gelassen. Wie die „Nat.-Ztg/ mitteilt, haben sich die Vertreter der Korporationen und der Wildenschaft über die Organisation des neuen Verbandes im wesentlichen aeeinigt. Den: neuen Verbände kann jeder Studierende, ohne 9Hict|"icht auf seine Ziigeoöriqkeit zu einer Korporation angeboren. Die Satzungen des Verbandes sind dsm Rektor der Hochschule überreicht worden. — Vivat Academia! nennt sich eine sehr hübsche Zu- s a in m e n st e l l u n g der st u d e n t i s cb e n K o r p o r a t i o n e n auf den H o ch s ch u I e n des Deutschen Reicke § , Oester- reich?, der Schrveiz und Rußlands, welche in 2., bis zum W/S 1905/6 ergänzter Auflage Hans Kufahl (Alsntia, Posoniae) zum Preise von Mk. 1.70 bei G. Freytag u. Berndt, Wien VII/1, Schottenfeldgasse 62 64 herausgegeben bat. Auf 40 Farbendrucktafeln sind die Farben, Zirkel und Stiftungsdaten der einzelnen Landsmannschaften, Verbindungen, Burschenschaften .c. dargestellt, während der beigegebene ausführliche Text über Verbands-Angehörigkeit, Kurtellverhältnis, Sttspenoierung usw. genaue Auskünfte gibt. D,e fleißige filrbeit und die schone Ausführung empfehlen das Buch der Beachtung aller Burschen und alten Herren. Fabelhaft billig stellt sich Tee aus Meßmers hochfeinen, staubfreien Teespitzen. denn 1 Bäckchen k 15 Pf. ist ausreichend für» Taffen. Diese Teespitzen sind durch ihre Billigkeit jedem HauSbau zugänglich und sollen zur Hebung des Konsums des so außerordentlich gesunden Getränkes beitragen. b Keer und Alotle. __Eine Flott en spende deutscher Gymnasiast en. Die Prima be§ Kaiser Wilhelms-GymnasimnS zu Hannover wendet sich an alle Gymnasiasten Deutschlands mit einem Aufruf, zu einer „Flottenspende deutscher Gymnasiasten*, die dem Kaiser am Tage seiner silbernen Hochzeit für die deutsche Flotte überreicht werden soll, je 50 Pfennig beizntraqen. ^Landwirtschaft. — S a a t e n st a n d im d e n t s ch e n R e i ch Mitte Novemb« Winterweilen 2,8: Winterspelz 2,9; Winterroggen 2,8; (hierbeift 2 gut und 3 mittel). In den Bemerkungen heißt e§ : Tie Bestell»»: der Wintersaaten hatte unter der Ungunst der Witterung sehr p leiden und war zur Zeit der Berichterstattung nicht überall e Ende geführt, lieber Mäuse- und Schneckenfraß wird aus vielen Gegenden berichtet. Infolge der verspäteten Aussaat und der für die Keimung und das Wachstum ungünstigen Witterung läßt ein großer Teil der jungen Saaten noch keine sichere Beurteilung jc. Tie zeitigen Seplembersaaten haben sich meist gut bestockt, langer aber vielfach an, gelb zu werden. Spätere Saaten dagegen, bt. anders Weizen und Spelz, aber auch viel Roggen, sind teils eben erst ausgelaufen und noch sehr schwach, teils noch gar nicht au; dem Boden. den höheren Gebirgslagen und in den Gegend« mit schwerem Zoden konnte ein Teil der Winterfelder bis baba überhaupt nicht bestellt werden. M Hunk und Eigenschaft — Im Etat des prenß. Landtags erscheint diesmal eine Summe 10 000 Mk. zur Instandsetzung von Hemr. v. K l e i st s 65 r a b. Frankfurter Schauspielhaus. Wilhelm M e n e r - Anm.: Die in Klammern gefetzten Ziffern geben an, wie vit der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nM Gießen gebrachte Kranke kominen. Göhrde, 25. Nov. Heute nahm der Kaiser an «mgestelltcn Jagen auf Rotwild im Revier Schellerberg Heute nachmittag wurde ein Jagen auf Sauen im Revier Waschkabel veranstaltet. Rach der Tafel trat der Kaiser die Nordamerika, besonders in Newyork, gepflückt. Die Dame (plt als äußerst interessante Künstlerin, deren Bekanntschaft das Gießener Publikum auch nm deswillen gern machen wird, weil ihre Borgangerm Triesch hier ein so tyävfiger und gern ^eschener Gast' war. "Lieferungen für D eutsch - Ost a frik a. Das Kaiserliche Gouvernement von Dentsch-Ostafrika schreibt die Lieferungen seine? Jahrsbedarfs an Materialien und Jnven- iaricn für das Rechnungsjahr 1906 aus. Für die Lieferung kommen hauptsächlich Eisen und Eiscnwarcn, wie Band-, Flach- und Winkeleisen, Bleche, Hämmer, Feilen, Kelten, Schlösser, Nägel, Drahtstifte, Rohre, Schrauben, Holz und Holzwaren, wie Bretter, Holzschranbeu usw., ferner Baumwollstoffe, Matratzenstoffe, Scheuerleinen, Pinsel u. a. in Betracht. Interessenten können auf dem Bureau der Gießener Handelskammer Auskunft über die Lieferungsbedingungen, die benötigten Waren usw. erhalten. —t— Friedberg, 26. Nov. Die Walter sche Bade- Dnd Schwimmanstalt an der Ufa zwischen Friedberg und Bad Nauheim wird facher abgebrochen. Früher sehr stark besucht, ist die Anstalt schon mehrere Jahre seit der Einführung der Schmutzwasscr von Bad-Nauheim nicht mehr in Betrieb gewesen. Mit dem ?lbbruch scheint nunmehr jede Hoffnung auf eine Wicdcrherstellrmg des früheren Zustandes aufgegcben. Es gilt also, sich mit den Tatsachen abzufinden. So hat denn bereits eine hiesige Ber- etnigung (Schimmmflub Wetter > dem Bedürfnis nach Flußbädern dadurch abzuhelfen gesucht, daß sie an der eine halbe Stunde entfernten Wetter eine einfache Badeanstalt Errichtete, die rege benutzt wurde; bedauerlich blieb nur, daß Vie sehr primitiven Einrichtungen es nicht gestatteten, daß Domen Zutritt erhielten. Weiter ist int letzten Sommer in dem eine Stunde entfernten Rödgen eine Badeanstalt ins Sichen getreten, die sich ebenfalls lebhaf .en Besuches, nament- tid) auch der Damen von Bad-Nauheim und Friedberg erfreute. Wie in einer der letzten Stadtverordnetensitzungen Der Duraermemer muietirc htid Der Sravr von einem ooev- herzigen Geber 50000 Mk. zur Errichtung eines Bolksbades Mir Verfügung gestellt worden. Aussichten auf Lösung der Badcfrage haben damit eine freundlichere Gestaltung angenommen. Erwähnt mag hierbei werden, daß die Ufa Forster bereitete mit seinem Lustspiel „D e r V i e l g e p r ü s t e", leinen Freunden und Verehrern eine herbe Enttäuschung. Das Stück ist plump und von platter übertriebener Lustigkeit, die Situationen unwahrscheinlich und gezwungen. Das Publikum verließ verstimmt das Haus. — In Plauen i. Vogtl. fühlte sich die kathol. ßieineinbe durch die Aufführung von Anton Ohorns Schauspiel „Die V rüde r v. St. De r n h a r b" in ihren religiösen Gefühlen verletzt, und ersuchte den Stadlrat, weitere Aufführungen dieses Werke? zu untersagen. Der Rat beschloß jedoch einstimmig, über di esen Antrag zur Tagesordnung überzugehen. — Kunst- u n d (Porten b n u - fU u § ft e 11 u n g Dl ann - heim 1907. Man schreibt uns auS Mannheim: Außer der von Professor Ludwig Dill-Karlsruhe geleiteten internationalen Kunstausstellung. bereitet die Stadt Mannheim zu ihrem 80 jährigen Jubiläum im Jahre 1907 eine große Gartenbauausstellung vor. Die Projektbearbeitung und Leitung hat Professor Max Länger in Karlsruhe übernommen. Ihn mit Behrens, Clbrid) u. a. in der Reihe der Gartenkünstler zu sehen, wird für viele von Interesse sein. Die Garienban-Ansstellung wird sich an die von Professor Billing erbaute Kunsthalle anfchließen. Ehristiauia, 26. Novbr. „Verdensgang" sagt: Ter Zustand Henrik Ibsens fei n i d) t u n m i 11 e 1 b a r b c u nruh i gen d. Ter Dichter fei zwar in der letzten Zeit schwächer geworden, sei Rückreise nach Potsdam an. Berlin, 26. Nov. Der provisorische Vorstand des deutschen Städtetages hielt heute im Rathause eine Vorberatung ab. Auf der Tagesordnung der morgen im Ab- geordnetenhanse stattfindenden Sitzung des deutschen Städte- tageS steht die .Fleischversorgung der deutschen Städte und die Schädigung ihrer Bevölkerung durch die gegenwärtige Fleischten er ung*. Referenten ftnb Stadtv. Syndikus Dove-Berlin, Oberbürgenneister Loerte-Königsberg i. Pr. und Maqistratsrat Beckh-München. — In der heutigen Sitzung deS B u n d eS ra t e S wurde btt Gesetz-Entwurf betreffend Ordnung des Reichs Haushalts und Tilgung der Reichsschuld in zweiter Lesung angenommen. Dresden, 25. Nov. Nach den .Dr. N. N.- sieht die Regierungsvorlage betreffend die Reform der Ersten Kammer nur fünf neue Vertreter zusammen für Industrie, Handel und Gewerbe vor. Diese Reform erscheint den genannten Erwerbsgruppen durchaus ungenügend. Gießen, den 27. November. - Den zweiten akademischen Vortrag hielt am letzten Freitag Prof. Dr. Bet he über „Ein Adonis- fest in Alexandrias Nicht ein Phantasiegemälde wie die historischen Romane gab er, sondern die Schilderung eines solchen alexandrinischen Festes vom Jahre 272 vor Christ, die Thcokrit in einem seiner köstlichsten Gedichte mit lebensvoller Kunst gegeben hat. Voran schickte der Vortragende alles, was zum Verständnis und Genuffc dieses Gedichtes notwendig erschien, was der Dichter bei seinen Zuhörern vorauSsetzen durfte, wir aber erst durch wissenschaftliche Arbeit rekonstruieren muffen. So führte er zunächst den AdoniSkult und eine düster leidenschaftliche Stimmung vor, zeichnete bann daS nur einer modernen Weltstadt vergleichbare 9((e$anbria und bie dort entwickelte „hellenistische- Kultur- und Geschmacksrichtung, um auf dem so gewonnenen Hintergründe daS Bild Theokrits in daS richtige Licht rücken und sein Gedicht recht wirken laffen zu können, mit dessen Vortrag in deutscher Uebersetzung der Abend schloß. — Der dritte akademische Vortrag — vor Weihnachten der letzte — wirb am Freitag den 1. Dezember von Professor Dr. Sauer über „klassische Ungeheuer- — nicht wie neulich zu lesen stand „hessische" — gehalten werden mit zahlreichen Lichtbildern. •• Ein befannter Hesse, der Nestor der deutschen Presse in Amerika, Dr. Emil VreetoriuS, ist im Alter von 78 Jahren in St. Louis an Blutvergiftung gestorben. Er flammte auS Alzey, studierte in Gießen die Rechte, nahm als junger Doktor tätigen Anteil an der Bewegung von 1848 und flüchtete nach den Vereinigten Staaten, wo er 1856 in St. Louis die „Westliche Post-, die größte deutsche Zeitung des Westens, übernahm, deren Chefredakteur er bis zu feinem Tode war. Mehrere Jahre troar Karl Schurz fein Mitredakteur. ** Hedwig Lange, welche morgen als Fedora i»es gleichnamigen Sardonschen Dramas in der 3. Theater- vercinsvorstellung gastiert, kam vor zwei Jahren an das Frankfurter Schauspielhaus, wo sie als die eigentliche Nach- folgerm von Irene Trief cfr den größten Teil von bereit Rouen übernommen hat. Frl. Lange hat vorher schon «mehreren großen deutschen Bühnen an gefrört, z. V. Wiesbaden und München, und künstlerische Lorbeern auch in «>crichtslaal. Posen, 25. Nov. Das OberkriegHericht deS 5. Arweekorr» verurteilte den Leutnant von Schweinitz wegen te Liegniher Schießunglücks zu 45 T a q e n F e st u n g. Der Seutw übergab beim Ofsiziersscbießen fein Gewehr einem Soldaten, oh»! anzugeben, daß es geladen fei. Infolge unvorsichtigen Hantier« hatte sich das Gewehr plötzlich entladen und die Kugel traf zwei Soldaten, die unmittelbar darauf starben. In erster > stanz war von Schweinitz zu zwei Monaten Gefängnis venmeüi worden. — Die Strafkammer verurteilte den Chefredakteur Dien- binski vom Polenblatt „Praca" wegen Aufreizung zu Ne- walttätigkeiten zu IV, Jahren Gefängnis, tr Verurteilte wurde sofort verhaftet. Ter Redakteur RakowSki erhielt 400 Mk. Geldstrafe. Budapest, 26. Novbr. Im Prozeß Zeyfig roudo alle Angeklagten freigefvrochen. Kandet urb SerKesir. Potst sw in schaff. — Vom Geldmarkt. An der letzten SarnstagSbSch^ Berlin war Schiebungsgeld nach oben gerichtet und wurde in zelnen Fällen bis über 6 Proz. gezahlt. Dabei war wieder zu bemerken, daß die Geldversteifung nicht sowohl durch vermehr! Nachfrage bedungen wurde, sondern durch den Umstand, daß bi« dem Markte zur Verfügung stehenden Mittel wesentlich geringe: waren als sonst, was sich durch die starken Gesamtansprüche, btt z. Zt. an den Geldmarkt gestellt werden, erklärt. Die Börse, Du durch die Geldverteuermig verstimmt wurde, empfing dann butt den Reichsbankausweis eine gewisse Beruhigung, da die Rückflüsse bei der Bank nunmehr deutlich zum Ausdruck kommen. — Die Russische allgemeine E l e k t ri zil ä t 8- Gesellschaft Petersburg ist gesetzlich zur Erhöhung thr6 Kapitals zum Zwecke der Verrechnung mit den Aktionären hr Elektrizitäts-Gesellschaft Union ermächtigt. DaS Kapital wird erst von 1 auf 6 Millionen Rubel erhöht, und nach ^urchfuhM dieser Transaktion sollen weitere lwchfleus 2 Millioncu Md Obligationen emittiert werden. Die Gesellschaft, die sich siDmeiw» mit den russischen Siemens- und Halske-Werken um die Heb«« tragung der Elektrisierung der Petersburger Straßenbahnen r worben hatte, hat damit keinen Erlolq erzielt. — Für Japan ist augeubticklich die deutsche 6il«n' inbuftrie stark mit Aufträgen versehen. Es wird mm kaimt, daß der Stahlwerksverbaud in letzter Zeit größere Anitra« fp.'vdl für japanische Bahnen erhielt. Die deutschen Lokomotir- fabriken, wie Borsiq, Egestorff x., lieferten eine große Anzahl von Lokomotiven. Eine Hannoversche Fabrrk hat augenblicklich einen Auftrag auf mehrere hundert Weichen. Wir ' strieren dieses al- bemerkeusivert, da speziell diese Materialien bisher in erster -mit von England bezogen wurden. ' ____ Dermifdjte*. • Die neuesten Eisenbahnunfälle. Am Sonntag morgen wurden auf der Strecke Ueberruhr-Kupfer- dreh im Ruhrrevier an einem Personenzuge durch eine offen stehende Tür deS kreuzenden Güterzuges der Packwagen und ein Wagen vierter Klaffe zum Teil eingedrückt. Von den in dem Wagen besindlichen Reisenden wurden vier Personen verletzt. Ein Knabe von fünfzehn Jahren, dem die Schulter auSgerenkt wurde, wurde dem Krankenhause Kupferdreh zugeführt. — Am SamStag abend entgleiste auf Strecke So erup-Mohrkirch-Osterholz (Schleswig) der Personenzug Nr. 963. Personen sind nicht verletzt. Die Unter» uchimg über den Unfall ist eingeleitet. 'Erdbeben-Nachrichten liegen heute merkwürdigerweise gleichzeitig auS England, Frankreich und Italien vor. In Manchester und Salford wurde am Samstag ein heftiger Erdstoß wahrgenommen, welcher sich auf ein Gebiet von ungefähr sieben Meilen un Umkreis erstreckte. Einige Schornsteine stürzten ein. Aus Foggia, Avel lino Neapel wird gemeldet, daß dort Erderschütterungen vorgekommen seien. In der Ortschaft Apice, Provinz Benevento wurden durch Erdstoß mehrere Häuser, darunter eine Cara- binier-Kaserne, beschädigt, sodaß sie geräumt werden mußte. In Ariano, Provinz Avellino, wurden mehrere Kirchen, darunter die Kathedrale, in Grottaminarda, Provinz Avellino, ebenfalls einige Häuser durch Erdstoß beschädigt. Zwei heftige Erdstöße begleitet von unterirdischem Getöse wurden in der Provinz Florenz verspürt. Außerdem nahm man sie auch noch in dem französischem Höfen Rochefort ivahr. • Eine merkwürdige Fürbitte. Das Heuberger Volksblatt erzählt folgendes angeblich wahre Geschichtchen: Ein Meßner hatte die Litanei für die Verstorbenen vorzubeten und sagte hierbei mit lauter Stimme: „D Herr, gib allen Ab geordneten (statt Abgestorbenen!) die ewige 91111)6woraus die Gläubigen antworteten: „Und das einige Licht leuchte ihnenl- * Kleine Tages chronik. In Dessau erschoß der 19 jährige Tischler Griefeler seine in anderen Umständen bcftnblichc Geliebte, die 18 jährige Theiß, und dann sich selbst. — Als in Eastiglione bet Pepoli (Provinz Bologna! ein Gerichtsvollzieher, unterstützt von fünf Karabinieri, auf Verlangen der dortigen Sparkasse die 9(u§roeifung der Pächterfamilie Elmi vornehmen wollte, widersetzte sich diese. Im Kampf wurde ein Karabinieri verwundet. Die Pächterin Elmi wurde getötet und ihr Mann schwer venvundet. Dieser und seine zwei Sohne wurden verhaftet. — Bei dem 10. Grenadier-Regiment in Schweidnitz ist ein Rekrut an Genickstarre gestorben. Ein zweiter wurde unter dem Verdachte, an Genickstarre erkrankt zu sein, ins Lazarett aufgenommen. Auch in Myslowitz und Umgebung beginnt die Krankheit wieder heftiger aufzutreten. In den letzten 14 Tagen sind etwa 10 Fälle gemeldet worden. — In Gelsenkirchen wurde unter dem dringenden Verdachte, einen Raubmord an den Althändler Fick begangen zu haben,~ der Arbeiter L. aus Wetter verhaftet. — Die immer noch behördlich geduldete Ofenklappe hat v i e r M e n s ch e n l e b e n als O p f e r gefordert. Auf dem Gute Thurau bei Neidenburg (Ostpr.) sind ein Knecht und ein Schmied au Kobleudunst erstickt. Sie hatten vor bem Schlafengehen den Ofen geheizt und die Klappe zu früh geschloffen. In Kalkappeu bet Tilsit kam ein Ehepaar auf gleiche Weise ums Leben. — Da? Bark'chiff „Edderside* mußte auf der Fahrt von Hamburg nach Buenos Ayres Bahia als Nothafen anlaufen, um ärztlich Hilfe zu erhalten, da die ganze Besatzung an Z i n n ve r g i f t u n g erkranktifl. VierLeute wäre-' bereits auf hoher See verstorben. — Infolge anhaltenden Regens haben sowohl in Steiermark wie in Frankreich und Belgien Berg- und Dammrutschungen stattgefunden, und dadurch eine Verkehrsstockung auf einigen Lokalbahnen veranlaßt. — In Salzburg hat sich der Theaterdirektor O. Milrad bei einem Selbstmordversuch in einem Hotel tätlich verletzt. aber doch täglich einige Stunden auf und zeige Interesse für Gegebenheiten des Taaes. Spielplcm der vereinigten Frankfurter Stadttheatrr? LpcrnhauS. Dienstag den 28. November'): .Othello/ Mittwoch 29. November: „Die Fledermaus/ Donnerstag den 30. Nov-mbki .Iphigenie auf Tauris/ Freitag den 1. Dezember geichlosi^ Samstag den 2. Dezember: .Lucia von Lammermoor/ Sokunci> den 3. Dezember, nachmittags halb 4 Uhr: .Die Geisha/ tiben^ 7 Uhr: .Die Jüdin/ Montag den 4. Dezember, abends halb 8 Ubr" .Frühlingslust/ Schansviclhauö. Dienstag den 28. November: „Ton Earlos/ Mittwoch den 29. November: .Der Vielgeprüfte/ Donnerstgg den 30. Aor' abends halb 8 Uhr: „Was ihr wollt/ Freitag den 1. Dezemben .Tie Frau vom Meere/ Samstag den 2. Dezember: ersten Male: „Der Großkiieckit/ Von $ ei) erlern. Sonntag den 3. Te'.ev-' r, nachm. halb 4 Uhr: .Klein Dorrit.' Abends'7 Uhr: „Der Großknecht/ Montag den 4. Dezembers .Das schwache Geschlecht/ •) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abend? um 7 Uhr. i r tfi (i d$ e Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Montag, den 27. November, abends 8 Uhr: Bibelstunt! im Konsirmandensaal der LukaSgemeinde. Text: Eph.»Driki 6, 10 fr. Pfarrer Eule r. Mö^kntülLt Nkbttiiltt der (Mtsfäilf in da Stadl Mi 43. '2\‘eehe. Vont 15. bi? 21. Oktober 1905. Eimvohnerzahl: angenonnnen zu 23 000 sink!. 160Ö Mann Militari Sterblichkeitsziffer: 20,41 nach Abzug von 5 Ortsfremden: 11,14 3/ro. Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensiahr: 2.-15. Jaff Atasenr 3(D — — 3(1 Lllngenentzündung 2 1 — 1 Brechdlwchfall Bösartige 1 — 1 — Geschwulst Kl) 1(1) — — Nierenentzündung Tuberkulose des 1 (1) 1 (1) Gebnms 1 1 — — Herzfehler 2 i2) 2(2) — — .re^Hmn W. Klauke, in Frankfu IMOWt ! Antritt frei. i B Sä Back zur Fei' Bandeln, Hase Korinthen, Si j Zucker, Pnde Zitronat, Ora । Zitronenöl, Lc Ammonium \ in tadellosen Qual m., PaPierw; 'ntet> Pack-, E Neujahrs nur; Leriva"^ morgen M Sroßen-Vus« Die Beerdig' in Großen-Bnseck s«“» IHerculesa-Baleine-Corsets. DergrössteTriumph moderner Kunst. 9 Jedes Corset trägt den Stempel „Herculesa-Balcfne“» im Saale Bi Wilh IZufeke* K'n2®r= meni O Feinste 6044 Mhellbutttt lose ausgewogen pci Pfund 55 Pfg. Kostproben gratis. MlsLeichMtuchs. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß mein lieber, guter Mann, unser guter Vater, Schwiegervater und Großvater Herr Stephan Bnehsler Schlotzgärtner i. P. heute morgen sanft entschlafen ist. Lie ticftr«iieril!>e Mi« nebß Wern. 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