Erstes Blatt. Jahrgang General-Anzeiger jftu öeutige Mummer «mfakl 8 Seiten. Ein SteTe^rcTniTi 4?trrt Arthurs, jn den indischen hit i U‘ 1 Donnerstag 5. Januar 1905 n fagrcn: Wir rönnen nicht kämpfe ijlct) nicht rühren, fic schlafen' im ° kio, 4. Jam Bei der Besprechung der Ueberaabe Bert *Vbi Arthurs kommt die Fettung „T'Wdschi SÄnas" aus die Annis'! h i'lli.'. ■i'li tnr11er Ku» ru st die Tr esp*immer s vormrttaqs 4 Ze'envreis: af-ulgyf auswärts 0 j'j. ** erantwortl^cy fjtf den volir. und rj r Teil. P. Wittko^fur „Stadt und Land- und „Genchtssaal-: August Goetz; für den Anzeigenteil: Hans Beck. Englische nnb japanische Kritik. nf ” b.on - 4- SaTt. .:£(ttIl) d;ronicfe" veröffentlicht mehrere Wnftftni fcbeutenber Militärs ftbrr die U-bergabe Port Arthurs ^ord Roberts sagt, die Verteidigung Port Ar'lnt's sn nrorL hrtt3 lleweser, Stössel sei ein bntnmde^swer" Mann. °de n di- ganze Welt Achtung zollen müsse 9ord Wolselev he. l^ert in der Oeffentlichkeit sich nur dahin riuftem 5u fönnen baö Stösiel ein wunderbarer Verteidiger g.-wesn, und die russi- scheu Soldaten einen außerordentlichen Mut cm den Tag aeleat haben. Tre Javaner seren von unbezwingbarem .H-wenmw lW gewesen. General Baden-Po wel gibt daß die 11*2' "ach so glänzender Verteidigung ehrenvoll gewesen ist .... a"bon. 4. Jan. Ter Militärkritiker der „Tailv News" erklärt, die tn England beliebte Russen-Kritik sei einfach licher. llch. Selbst lnenvauischen Blätter hätten niemals ihren mutigen Lächerliche gezogen. Die Russen hätten siel, ans dem Laude sehr gut betragen. Tre Verteidigting Stössel? sei brillant der Ruchzug Kuropatkiiis vortrefflich gewesen. Ter russisch^ Soldat nP* derselbe wie der bei Echlau. Borodino und Plewna Er schneßt mit der Erklärung, der Fall Vort Arthurs sei nur ein ich ^""Ail iu der Geschichte Rußlands. ° * "m Cin fl e b~e r n n ' in dort Arthur wird gemeldet: Tie it e v e r n a o e kam brr j-abtmiitfym Armee t n t n T r. * fruer^nb*' ■n%™rTf/’f? tm'tn Uoberall brannten Jreuden- L - iÄ t ÄÄÄ? S toimqV n-ctinn™ bnsbT barmherzige Schwestern und frei« WtW Afe dachst um die Kranken be- tötet oder verwundet ^insiere ge- * i-'« bÄü ÄS WZ-.L ÄWrf g’ •£ ü^r' ch?/- "°n der beiden Armeen zusammentraten' um u Die ^.-etniiiieping der uebergäbe zu beraten frmfvn 2in™ ,Ä”:rra k $ri n te^^prhrll^Ufn9, toeW gemeinsame Essen und! Übergabe J ;Cruien toUT^' brachte die Verständigung über die! j General Stoffel. nur des Tages ist General Stössel, der, wenn es A^tbur strängen wäre, auch jetzt noch nicht Port witsch SEw?°^^»°bergeben hätte Anatol Mickwilo- witsch Stostel tff am 23. Juni 1848 in Rußland geboren m°lia?n°W^^°b°xer Konfession. Er wurde im eh", mi färfdin^ SBur8er Militargmuuasium und der Paul- mi be™ L W“' deren Kursus er im Jahre 1866 niffif^ wtrfKA 00 cmi?5 Sekoudeleutnauts beendete. Im Krieg 1877-1878 kommandierte Stössel im JÄ’v rU?b tourbe verwundet: für Auszeichnung! mit ff@d1tocrf^nTeItexCr d^" Stanislgnsorden zweiter Klasse * c11' ^Tit Jahre 18S9 wurde Oberst Stössel! e“nnnnt nnb Cn\sC§ 5’ Oflsibirischen SchutzenbataillonS dnanber t er verschiedene Regimenter nach Beiördelun^ ^a'te, erfolgte im Jahre 1899 seine Geg0 rgllms»nrI,L^^°lm°ior und im Jahre 1901 zum 1901 kommaüdi.w °''^d des Boxerausslaudes im Jahre ' dowmmidterte General Stössel die 3. Ostsibirische der ^ AnwvwriÄ^r"' 8' OTai 1203 wurde er zum Ches wahres zum stellwrÄ^ k Unb, °"i 12. August desselben Port Arthur F^siwngskommandgnteii von hnrrt, s» r, 7s m*- Kreisen wurde Stössel erst der rsw"h?rdwLki^^7 Tcrin0 bekannt. Denn er war m ». C' oer ^icntin beirat und für die bei der El'nnabrne I P^ngs Beirtejene Tapferkeit erhielt er eine besondere Ä- zetchnung^ Kuropatkiu soll noch vor dem Kriege gesagt voller' Jnaonwur^ ÖT Soldat, aber ein wunder, gegen &rrt ,1mt gleichen Streitkräften gegen einen 0-urko oder Skobelew und er würde FrrnmJ ^ff-unden Neinge chlagen Ln l^n hinter Erdwerke und von ibm selbst entworfene Befestigungen und nicht alle Kräfte der W^lt vcrJ bunden mit denen der MHe, werden gegeu hn gufkommeu " ? 0s vllwdinoS den Javanern geworden i Stössel wollte noch am 1. Januar kämpfen. Seine Wun- I öen fiatten ihn etlvaS^belästigt, aber seine Entschlossenheit > ^«-4 solange noch ein 9J?nnn am Cvfccn sei, hli'ch jeft. Seine r n er alt*, fagfen: Wir können nicht kämpfen < nn|erc £eul können -Lstch nicht rühren, fic schlafen' im' ,. oben sich leist zu erkennen gegeben und sind für Kriegsge i angene er’ nn8foi”far^e"' ?onst ist bis seist in der Ladung des Schiffes, die aus Petroleum bestebi, ferne KriegskouNebaude gefunden worden. 1'' q *11 u' 4- Jchi. Die russischen Torvedobooizerstörer ,,@nt)clct) und „Bostv sind beute vormitlag desarmiert worden. Die russische Anleihe/ Petersburg, 4. Jan. Heute wurde der Erlast beä Kaisers fl rmimn^a^rUn,'fc6om< 79' D.'jeniber veröffentlicht betreffend ;.. Staatsanleihe von 1905 hu .,0! 'iu''bst, 'ge von 23 1 5 0 0 0 0 0 R u b e l R Bcrlin, 4. Jan. hnrr^/s.r ^-a,1 \ b»n Port Arthur auch auf die be- ,,,/ ' lt Vi sf ii ch e Au leibe Einst'usi uvt, wird heute b il4 ’. der „Rordd. Allg. ^tg." mitgeteilt. Ta« 0|fi- |t 'litt b. merk' tn einer Ro.iz über d-e Anleihe, es fei r l ollerer Zcichnungkkur« ernnrrteh wung l> -tr-rünglich in Sitlliffchr Jtu .es nti.j ber Fall von Port Arthur: Geswim morgen führten dieJapaner eine ungeheuere fßeJLfi” “rm b-r Befestigung 3 herbei und eröffneten ein berhertlges Bombardement aus der ganzen Linie Tie kleine Gern, son der Befestigung kam teils um, tnls ver- moch/°^ -> ERMS. Nach zweistündigem Bombardement machten dre ,^aner einen Swrmangriff auf die chinesische Maner 81'm "-ldl-rnest". Zwei Sturmangriffe wurden z u r u ck g e s ch l a ge n. D ie Feldartillerie fügte den Ja- D'll'D "-ei Schaden zu. Es ist unmöglich, sieh mfber chinesischen Mauer zu halten. Ich habe befohlen, d-st unsere ^ruppen in der Nacht auf den Hügel hinter der chinesischen Mauer sich zurückztehen. Ein großer Teil der Ostfront 1 ttl den Han den der Ja van er. JnderneuenStell- ung werden wir uns nielst lange halten, dann werden wir favitulieren muffen. Doch steht alles sn Gottes Hmd ?,C ®er(u1,rte ftnb »r°K. Zwei RegsmentSkomman- deure wurden verwundet, einer sehr schwer Tor Kom- "dank der Befestigung 3 kam bei derExplvs'n n em ®^r,CL.^'fe/ 6EWl6e »ns! Wir haben alles getan, was in Memchenkrasten stand. Richte uns auf Grund des Paragravhen ^eglements über Vertesdigimg von Festungen.*) 9lber 2 °n“bt®- S.a!? -tt M^ate ununterbrochenen Kampfes haben unsere Kräfte sich erschöpft. Nur ein Viertel der Verteidiger X d/u-n die Hälfte krank ist, hält 27 Werst der Festung besetzt' hne-Hilfe zu erhalten, ja fogar ohne auch nur für kurze Zeit abgeTofl zu werden. Die Leute sehen aus wie Schatten. 'Doun^ ftafi" B4cr,1ra' a6er fic können nicht gehorchen --127r?nTl >)hr Generale", rief Stössel, die Sänfte Dcx ß WM unheh,VTr>^bnTsTrar ^iren und die Generale Smirnow Fock A ItU. und viele andere rieten -nm Teil mit aebrockenpn Die Uebergabe Port Arthurs. Bur wo raus Stössel nachgab. hmn f San- General Nogi berichtet daß nach vor ei ^ie Mittetlnn^ wirken, daß S t ö s s e l SB h™’’» """""bf”- eute fru5 begonnen worden ist. aende ^lte nachmittag um 3 Uhr ist fol- Depesche General Nogis eingegangen- Offinere ft r±lm|-in 'lr-hur S^t Ä her- r-’ rJ1 ri - 9- -t'IC Untersuchung b I))ra-1 1 • uuferc El wlge zu melden. Diesen Bemis elfzelligen Geichützen folgend'' Melden, der Ruhm 'aJtc ^rermit tn aller Demut in eigener Person I General Kontdratenko, Oberst- Hacha^schtro Togo, ?^dmira! der vereinigten Flotten" °Me7iro, dip Jngenienroffiziere Oberst Raschewski, Meine Meldunaen. te§ags=-fi®s:?a^ chchf f N7s ÄTi*'1 nabm^,' wEn JoHem T i- B^rden von' .W« 8W‘Ä5.X».,m,d^ i‘" **”—r-» «AS to-JhrL « MS '£ »t:hc'4® *&*UÄÄ82.L»ÄL1L bordieren b t e ^3 o f tA t ävS r rn - entgegen obren und durch schnelle Öilfskreuzer die ruffiichen Kohlen- ......... * •— «a -u Xie U nt e r " f H fe r Anf'r" t,crIorc.n ?’r t00 Dffiiicrc. Tokio, 4. Im,. Dav K o m m a „ d a n t u „ b bie Dffi* S-l d-n, 'ohne bk ifi &° befördert, lind U°r° beS^n Nis ch -Torveboboot-zerftör-vS .««ft ° das feurige bei getragen haben." Eine ungewöhnliche oder, wie man 'Trier und da lesen kann, eine „glänzende" Verzinsung gewährt die neue Anleihe nicht. Zu dem in Aussicht genommenen Kurs von 95 Prozent verzinsen sich die neuen Russen mit nicht gan; 4--, Prozent. Einstweilen suchen die beteiligten Banken das Risiko rnöglichst zu verteilen. Nach den: „Berl. Tagebl." wird ein ..Nuterkousor- tium" gebildet werden. Bis in die Wechselstuben hinein seien Aufforderungen zur Beteiligung an bem Uuterkonsor- tium ergangen. Tie Bankwelt soll in möglichst umfangreicher Weise an der Anleihe interessiert werden. Das Unterkonsortium erhält einen festen Anteil von 2 drei Achtel Prozent. ES ist also eine Art ,,R ück v e 'r s i ch e r u n g", die das Hauptkonsortium für alle Fälle veranstaltet, einmal um den Emissionsgewinn zu sichern, zweitens um nicht mit den Papieren fiRen zu bleiben. Das; diese Sicherungsmaßregeln, die von der Großfinanz als klug und zweckmäßig erachtet werden, geeignet sind, in den Kreiseu kleinerer Kapitalisten das Vertrauen zu der Anleihe zu stärken, will unS zweifelhaft erscheinen. Man wird einigermaßen an das in den Pommernbank-Prozessen zur Sprache gebrachte Mittel erinnert, dag den Bankiers besondere Prämien von den nachmals verkrachten Hypothekenbanken für den Verkauf der Pfandbriefe an das Publikum bewilligt worden waren. Es muß auffallen, daß die Auflegung der Anleihe nicht wenigstens um einige Wochen verschoben worden ist, bis der Eindruck des Falls von Port Arthur auf die Oeffentlichkeit einigermaßen sich verwischt hatte. Die großen Worte, die in Paris von der russischen Botschaft lanziert werden, z. B.: die Kapitulation sei cm Zwischenfall ohne Bedeutung, sind dem Ernst der Situation ganz und gar nicht angemessen. Die russische Presse versteht die Tragweite des Ereignisses denn doch ganz anders zu würdigen. Anklagen von kaum dagewcsener Schärfe werden, nach Petersburger Privattelegramn i, gegen die russische Regierung, gegen die jammervolle Kriegs Vorbereitung, gegen das Der- ruschungssyftem der Zensur gerichtet. Wir mußten verbreiten, schreibt ein Petersburger Blatt, daß die Japaner nur kleine Befestigungen genommen hätten, und der Sturm auf die eigentlichen Forts noch in weitem Felde liege. Wenn nun trotzdem die Anleihe in kurzem herausge- oracht wird, obwohl ganz Rußland von grimmigen Klagen wiederhallt, so sind nur zwei Schlüsse möglich. Entweder, Rußland braucht das Geld bitter nötig und kann nicht länger warten, oder man gesteht sich an den leitenden Stellen des Zarenreiches ein, daß die nächste Zukunft v orau ssichtli ch weitere Hiobs- posten bringen werde, die die S t imung noch mehr verschlechtern müßten. Sin offiziöse? Pariser Blatt, der „Temps", gibt dem Verbündeten deutlich genug zu verstehen, daß Rußland in der Mandschurei endgiltig daS Sviel verloren hat. Selbst mit allen militärischen Erfolgen könnten die Russen nie wieder daran denken, das Hauptziel des Krieges, Port Arthur, zurückzuerlangen. So also wird der „Zwischensall ohne Bedeutung" am Quai d'Orsay ka'.ufgefaßt. Indessen Rußland hat noch nie mif Rat gehört, und es scheint entschlossen, den Krieg bis zur Erschöpfung fortzusetzen. Ter Präsident der Moskauer Semstwo, Innern. Fürst Trubetzkoi, sandle an den Minister des Fürsten Swiatopolk-Mirski folgenden Bries: „Hochgeehrter Fürst! Eure Erlaucht erhalten heute eine Adresse der Moskauer Senritwo an den Kaiser. Ich, als Präsident dieser Versammlung, kann natürlich als Urheber der Zulassung der Adresse ana^sehen werden und ich werde dafür die Verantwortung übernehmen, was ich nicht verheimlicht habe und nicht verheimlichte, obgleich die Regierung schon nach Annahme der Adresse eine Mitteilung veröffentlicht hat. Hiermit will ich Ihnen klar legen und Sie bitten, dem Kaiser alteruntertänigst zu melden, welche Erwägungen mich bewogen haben, der ^emstwo zu gestatten, ihre Meinung, die rich vollkommen teile, auszusprechen. Ru ß l a n d d u'r ch l e b t j e h t e i n e Epoche der Anarchie und Revolution. Was jetzt vorkommt, sind nicht nur Unruhen der Jugend, vielmehr eine Abspiegelung des gegenwärtigen allgemeinen Zustandes, in welchem sich die Gesellschaft befindet. Der gegenwärtige Zustand ist äußerst gefährlich für die ganze (Gesellschaft und namentlich für die geheiligte Person des Kaisers gefahrdrohend. Deshalb ist es Pflicht eines Men treuen Untertanen, mit allen Mitteln solches Unglück zu verhindern. In diesen Tagen hatte ich das Glück, mich dem Kaiser vorzustellen und ihm offenherzig, soweit ich konnte, über den gegenwärtigen Zustand der Gesellschaft Bericht zu erstatten. Ich suchte dem Kaiser darzulegen, daß das, was jetzt "tt’eft Pas une simple erneute, mais une ^blutilm" und ihm ferner klarzulegen, was das russische Volk in die Revolution hineindrangt, welche es nicht will. Die letztere ist Seine kaiserliche Majestät zu verhüten im stände. Es ist dazu aber nur ein Weg vorhanden, das ist da» Vertrauen des Kaisers zur Nation und zu den ständischen Kräften. Ich bin im Grunde meines Herzens fest davon überzeugt, wenn der Kaiser nur vertrauensvoll diesen Kräften gestatten würde, an ihn heranzutreten, so wird Rui^and von allen Schrecken eines blutigen Aufruhrs, der ihm droht, erlöst sein. Es wird seinen Kaiser, feine Autokratie und seinen Willen unterstützen. Bei solchem Gemütszustände aller, die mit Schrecken und Ab- nergung cm do.s Vorerwähnte denken, liegt es nicht in Mcnschenmacht, ihnen die Mögkichkeit versagen/dem jedes Herz tief und gualvoll ber, Augenblick MM Schweigen, wenn das Vaterkand in Gefahr ist. Man darf nicht vergeben, in welcher Lage sich« Aeacnwärtig diejenigen a ch. D c ut sch-S u l - westafrika. Sind sie zutreffend, dann kann es nicht,' i'lberraschen, wenn die enogiltige Unterdrückung der Unruhen int Süden des Schutzgebietes auf sich warten' laßt. ES heißt, nämlich, daß kapläudische 5> o 11 c u tott e n und Bastards in ganzen TruppS die Grenze überschreiten, um ihren Stammesg^nossen gegen die Deutsd) en Beistand zu leisten. Das wäre natürlich nur möglich bei Nachlässigkeit oder unzureichender Stärke der britischen Grenzpolizei. Was will es da besagen, wenn von der Kaprcgicrung versichert wird, die von deutsdzem auf englisches Gebiet übertretenden Eingeborenen würden dort entwaffnet? Sie kehren eben mit neuen Waffen versehen und im Verein mit kapländischen Stammesgenossen ans deutsches Gebiet zurück, vorausgesetzt uatürlid>, daß die von den Afrikander-Zeitungen gegebene Darstellung den Tatsachen entspricht. Erhebliche Zweifel sind aber wohl kaum am Platze, wird dod) auch tu einer französischen Kolouialzcit- schrift festgestellt, daß die gesamte englische o lal* presse der Kapkolonie gegen Deutschland förmlich wütet. Dieses Verhalten kann dem Berliner Auswärtigen Amt nid)t unbekannt sein, muß aber schließlich hingeuommen werden. Es sollte indessen andererseits dazu führen, daß ein Ersuchen nach London gerichtet wird um scharfe Bewachung der südafrikanischen Grenze, unter Hinweis auf eventuelle E n t s ch ä d i g u n g S s o r d e r - ungen. England würde keinen Augenblick zögern, einen derartigen Schritt zu tun, wenn der Fall umgekehrt läge. Ter Nachweis, daß kapländische Hottentotten ihrenStammes- genossen im deutschen Schutzgebiet Beistand leisten, wird sich ja erbringen lassen. Swer unb I.'otte. — Kaiser Wilhelm hat dem jungen .Spanier- fönig für die Ernennung zum Chef des Regiments Numaneia in einem Telegramm gedankt, das in der Uebersetzung folgendermaßen lautet: „Sehr dankbar für den neuen Beweis unserer gegenseitigen Ztmeigung, den Ew. Majestät die GJüte aehalrt haben, mir ansn- bieten, beeile ich mid), meinen tiekgesühlten Dank auszusprechelt. Ich habe die Eyre und das qroße Veranugen, die beiden schmeichel- basten Ernennungen, die mich zuyi Mitgliede des edlen svanisdien veeres machen und mich au die Spitze eines ItegimentS stellen, desien rittev(id)en Geist ich kenne und dessen Uniform id) mit watzrem Vergnügen tragen werde, auzuneymen, indem ich Ew. Majestät gleichzeitig bitte, meinem Kavallerie-Regimente den Ausdruck der Geiüble des besonderen Interesses und der Kamerad- schait seines Ehes-Z übermitteln zu wollen." Die spanische Presse spricht sich durchweg sehr erfreut über den warmen und höflichen Ton des kaiserlichen Dankes aus. — Aus die Anordnung des Königs von Sachsen wurde allen zu Weihnachten beurl-aubten Soldaten freie Eisen Kahnfahrt gewährt. Kolonialpost. Berlin, 4. Jan. Privatnachrichten, die mit oer letzten Post aus Kamerun nach Deutschland gelangt sind, betonen, daß lein Anlaß zür Beunruhigung wegen der Eingeborenen im Schutzgebiete vorlieg?. Das ist die überein» ’tinimenbe Ansicht der leitenden Negierungskreise in der Kolonie. Kirche und Schule. — Zur Frage des Univer s i tätsstudiu m s der Volksfchullehrer schreibt Prof. Dr. Natorp in Marburg: „Das Verlangen nad) einer bis zur Wissenschaft vertieften Vorbildung der Volksschullchrer, und zwar aller, ist sachlich begründet und verdient jede Förderung. Gerade den rechten Grund zur Bildung zu legen, ist die sd)werste pädagogische Aufgabe, deren ridjlige Lösung eine gründliche, bis zur Wissenschaft, ja ich wage zu sagen, bis zur Philosophie vertiefte Bildung des Elementarlehrers fordert. Diese Bildung kann ausreichend nicht durch, aus ein möglichst abgekürzte Wege zur Berufspaxis fühendes Seminar erreicht werden, sondern ihre natürliche Stätte ist die Universität. An ftd) sollte die wissenschaftliche Vorbildung der Einführung in die Lehrpraxis vorhergehen. Und da diese Vorbildung für die Lehrer der verschiedenen Kategorien zwar dem Umfange nach versdfieden, aber der Art nad) dieselbe fein mup, so braucht es dafür an sich auch nur eine Stätte. Die Einführung in die Praxis wäre dann Aufgabe eines ebenfalls für alle Kategorien des Lehrerstandes gemeinsamen, zweckmäßig mit der Universität zu verbindenden pädagogischen Seminars; die Aufnahme in dieses würde erst nach Wleguug der wissenschaftlichen Prüfung erfolgen." Für jetzt könne freilich, führt N. weiter aus, nur der Besuch der Universität nach dem Seminar ins Auge gefagt werden. Aus Stadt und Land. Gießen, 5. Januar 1905. ** S. Kgl. H. der Großherzog wird nach feiner im Februar stattfindenden Vermählung auch in Mainz mit seiner Gemahlin für einige Zeit seine Residenz aufschlagen. Von Darmstadt aus sind Anordnungen getroffen, daß das Schloß für den winterlichen Empfang des Großh. Paares wohnlich eingerichtet werde. ** Personalien. S. K. $3. Der Großherzog haben dem Hauptmann von Sanden, Kompagnieschef im 7. Thüringischen Infanterie-Regiment Nr. 96, seither Oberleutnant im 1. Großh. Infanterie- (Leibgarde-) Regiment Nr. 115, das Ritterkreuz 2. Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. Ernannt wurden der Gerichtsaffeffor Dr. Arnold aus Darmstadt zum Hilfsarbeiter bei der Landeshypothekenbank mit dem Amtstitel „Finanzamtmann", der Haupt- steueramtsafsistent bei dem Hauptsteueramt Darmstadt T r e s s e r zum Sekretariatsafsistenten bei dem Ministerium der Finanzen Abteilung für Steuerwefen, und der Finanzafpirant Maul aus Ensheim zum Hauptsteueramtsafsistenten bei dem Hauptsteueramt Darmstadt. ** Professor Dr. Johann Georg Pflug, der wie wir berichteten, kürzlich infolge schweren Leidens plötzlich aus dem Leben geschieden ist, wurde am 12. März 1835 in Greuth geboren. Von 1853—1856 studierte er Tierheilkunde an der Tierarzneifchule in München. Von (Bommel 1866 bis Winter 1867/68 besuchte er naturwissenschaftliche iind medizinische Vorlesungen und Kilrse an der Unioerfitäi Wurzburg. 1868 wurde er von der uiedizinischen Fakultäj der Universität Gießen zum Dr. med. vet. honoris causa ernannt. 1856 wurde Pflug Veterinärpraktikant in Baireuth unb dann Bezirkstierarzt in Weyhers. 1861 Bezirkstierarzj in Bischofsheim und Administrator der Fohlenweide Holzberg. 1862 Bezirkstierarzt in Earlstadt mit Lehrauftrag. 1866 Lehrer an der Veterinäranstalt in Wurzburg unb Vezirkstier- arst daselbst; Seuchenkommissär in Unterfranken und Leiter des Marodedepots zu Würzburg. Am 10. Februar 1868 'olgte Pflug einem Rufe als ordentlicher Honorarprosestor für Veterinärmedizin und Direktor der Veterinäranflalt an der Landesuniversität. Am 22. November 1869 wurde er zum ordentlichen Professor ernannt. Am 1. November 1899 auf sein Nachsuchcn in den Ruhestand versetzt. H udde. Die von Frankfurtei: Blättern gebrachte Mitteilung, von der hiesigen Staatsanwaltschaft sei ein gewisser Knapp aus Würzburg wegen der Heldenbcrgcr Raub- mordsache verhaftet worden, ist, wie wir auf unsere Erkundigung hören, falsch. Eine andere Meldung auswärtiger Blätter, wonach Hudde in Montabaur im Westerwald festgenommen worden fei, ist ebenfalls unrichtig. Es ist noch nicht gelungen, den Flüchtigen zu ergreifen. ** Aus dem Bureau des ©tabttT)cater§. Als achte Frcitag-Abonnentvorstellung geht morgen Morre's Volksstück mit Gesang „Das Nullerl" in Szene. Die bekannte Paraderolle des Null Annerl wird von Herrn Giorgi gegeben und das gesamte Personal ist in dem gern gesehenen Stück beschäftigt. ** Der landwirtschaftliche Provinzialverein für die Provinz Ober Hessen beschloß, zu der 1905 in Mainz stattsindenden Landesausstellung 7000 Mk. zu den Ausstellungskosten beizutragen, sowie die Ausstellung mit Erzeugnissen der Landwirtschaft zu beschicken und hierfür weitere 5500 Mk. zu bewilligen. ** Die Landesversammlung der Abteilung Hessen des Bundes der Landwirte findet nächsten Sonntag, den 8. Januar, nachmittags 3 Uhr, in Alsfeld im Saale deS Deutschen HauseS statt. 8(1. Darmstadt, 4. Jan. Die Konkurrenz der Warenhäuser, welche nunniehr auf daS GastwirtS- gewerbe übergreift und ihm großen Schaden 511 fügt, wurde beute in der gut besuchten Generalversammlung der hiesigen Gastwirte zum Gegenstand einer sehr lebhaften Debatte gemacht. Bekanntlich haben zwei hiesige große Warenhäuser vor den Festtagen verschiedene Sorten Champagner fast zu dem gleichen Preise in den Tageszeitungen angeboten, rote ihn die Wirte von den Champagnerfabriken selbst beziehen. Es wurde darauf hingewiesen, daß dadurch das ohnehin durch Stempelabgaben schwer belastete Gastwirtsgewerbe in seiner Existenz noch weiter bedroht werde, und man wurde darüber einig, mit allen Mitteln im Verein, Verband, wie auch im ganzen Bund deutscher Gastwirte dahin zu wirken, das; von allen Fabriken, welche an die Warenhäuser Champagner liefern, der dann zu so kleinen Preisen verkauft wird, keine Ware mehr bezogen und die Marke von der Weinkarte gestrichen werden solle. Die Anwesenden verpflichteten sich hierzu mit ihrer Unterschrift. Es wurde auch beschlossen, alle in Frage kommenden Fabriken in diesem Sinne zu benachrichtigen und sie event. zur Herabsetzung des Preises auf einen bestimmten Satz zu veranlaffen, damit der Gastwirt den Warenhäusern gegenüber konkurrenzfähig bliebe Zum Schluß machte der Ehrenvorsitzende Schauder die Mitteilung, daß demnächst eine Herabsetzung des Kohlensäurepreises zu erwarten sei. M a i n z, 4. Jan. In der heutigen Sitzung der Stabt- v e r 0 r d u c t e u - V e r s a tu m l u n g nahm der Vorsitzende, Oberbürgermeister D«r. Gaßner, zuerst die Einführung und Verpflichtung der neu gewählten Mitglieder der Stadtverordneten-Versummtung vor. Nach diesem teilte er mit, daß das Großh. Ministerium des Innen den Nacbtrrag zu dem Ortsst!atu t über die Feuerbestattung genehmigt ho^e. Mlsdann mürbe über einen Antrag auf anberweite Fc,.)ctzung ber Mitglieberzuhl von Ausschüssen, Deputationen unb Kommissionen beraten unb im Einvernehmen mit dem Antragsteller besd)lossen, den Antrag einer Spezialkommilsion zu überweisen. Dem Erlaß eines Regulativs für den Ernenerungs- und Reservefonds der elettrisd)en Straßenbahn stimmte die Versammlung r. Mainz, 4. Jan. Wegen starken Eisganges mußten die fliegenden Brücken zwischen hier und Worms abgefahren werden. Im Neckar, wie auch im Altrhein, hat sich das Eis festgesetzt, weshalb sich der Eisgang hier im Rhein vermindert hat. a. M arburg, 4. Jan. Das hiesige Postamt teilt mit daß vom 8. Jan. ab die Br i e f b e stcllun g an dew Sonntagen zu derselben Zeit wie an den Wochentagen beginnen wird, sodaß die mit dem Schnellzug 79 von Gießen fjicr cinti essenden Briefe und Zeitungen Sonntags nicht: mehr zur Morgenausgabe gelangen. Die Zeitungen können jedoch mittags von 12 1 Uhr auf dem Postamte abgeholt £cr£en. Ire auswärtigen Geschäfte re. werden also in Zib- kunft dafür Sorge tragen müssen, daß sie wiebtiae ^orTC* anmrfr^ uicht gar ZN spät dem Briefkasten,' h^r rechnen mif cmc Zustellung am Sonntag ' Frankfurt a. M., 5. Jan. Der nni 7i/2 Uhr abends Schnellzug fuhr gestern auf de^ Hauptbahnhofe trotz rechtzeitigen Bremsens! des Lokomotivführers g e gen d en Prellb 0 ck auf, diesen Die Maschine und der Tender ent- . ^ruri.acht ist ber Unfall wahrscheinlich durch, r dI Schienen. Von Personen ist niemand ver- erlitten ^konwtive hat ziemlich erhebliche Beschädigungen N n rh h 11 e na e it aus Hessen unb den ® r_p a a t c n. In Büd injgen hat sick) ein Komitee bildet— ^ues Umzugs auf Fastnacht 190.5 go In Grvß-Rohrheim suchte der 20iäbriae U "ebenen unbekimtcr Ursache freüviMg den Tod. ,-^MLLLWS im Wtcr von W , Dcriniidtie». Der feitIrf®”»rociflu"8’ Aus Breslcn, wird benchiet: -ver seit fünf ^agen von hier verschwundene LandeSge- iSkr'g^ >.?r S6unJcl t d hetßc,rd »urtR'’ önn’i’ul.(n > 1)011^' hfC M der ..fn la; bot Täter ^31 ( lFn f cC durch,5^ Zinsen c tinff ’*‘ry.n Dersolgun« W in n vom NV# stellunovf ’ dnrchnuS t! haben von verbaute * Ztrarnvoikü 1 Ztrasqesktzbl!^- teilung nach daß er b#m - nommen b°L Orten, auch m * tteiij hnirbc der Ichuß dur- der baftetj« ^nmßtlov * Napoleon als Mm'em und $0^ jemals : 'i jlintff, rnr lieg« i» I tötete bfr ße lieble, crskboß ü in Zürich rin die ihre Cmr fiotm nkrcn Tnvhoidi MsiltrikNen rifebrn ©ar sie beim ? vom Sturm tot, bm fj • (Fi n dacht hat gec fchleicherei leitet. Vntr vermögens t^cktsbeln: Villen^' b Tas ' aus Tbrisä und die 5 ilffc 7. ntmer n-? tvährend der * UNd (T -M zu [,?, er sich > 3n $ j ötTbincub- : - ENlW dis kl? h)ii tnjjj cm i*.»,. . W\r- S. ' ollen rur b ft>ir betN... ' pennmtt -ßermeut £2 ^lermouj UvvNMql ' winnt fp u M ■ und iffl^rer hn' kwroft.'n v hat Tief,; richtsdirektor Hasse hat sich nach Berlin gewendet, auf' einen Erpresser geschossen, und sich dann der Polizeibehörde gestellt. Haffe leidet an hochgradiger nervöser Depression infolge seiner Schuldenlast. Der Erpreffer ist ein 19- jähriger stellungsloser Kaufmannsgehilfe namens Lächel. Haffe ist, nachdem er L. am Donnerstag abend durch einen Schuß leicht verletzt hatte, zwei Tage planlos in Berlin umhergeirrt und hat sich dann der Polizei gestellt. L. ist in Hamburg dingfest gemacht worden, doch ist es noch nicht gelungen, seinen Komplicen zu ermitteln. In der Sache selbst soll es sich um eine belanglose sittliche Verfehlung handeln, die angeblich nicht einmal strafbar ist und zu der sich der Beschuldigte in einer momentanen Verwirrung hat hinreißen laßen. Seine ursprünglich gehegte Absicht, die Täter zur Anzeige zu bringen, hat er später wieder fallen lassen und den Erpressern immer mehr Geld geopfert, so daß er durch fortgesetzte Aufnahmen von Darlehen zu hohen Zinsen schließlich ruiniert wurde. Hasse leidet übrigens an einer schweren Zuckerkrankheit und war außerdem durch die Verfolgungen durch die Buben und seine trostlose finanzielle Lage in letzter Zeit schwer deprimiert. Seine Suspension vom Amte ist noch nicht erfolgt, da wohl die völlige Klarstellung der Affäre abgewartet werden soll. Hasse führte ein durchaus einwandfreies Leben; seine Breslauer Berufsgenossen haben von der über ihn hereingebrochenen Katastrophe mit allseitigem Bedauern Kenntnis genommen. Der in Hamburg verhaftete Lächel war in einen am 15. Juli verhandelten Strafprozeß wegen Sittlichkeitsvergehen nach § 175 des Strafgesetzbuchs verwickelt. Lächel wird zunächst zur Aburteilung nach Breslau transportiert werden. Es bestätigt sich, daß er dem Landgerichtsdirektor Hasse 4 0 000 Mk. abgenommen hat. Die Erpressungsbriefe waren in verschiedenen Orten, auch in London aufgegeben worden. * Kleine Tageschronik. In Brontetz '(Schlesien) wurde der Auszügler Wiendlocha in seiner Wohnung durch einen Schuß durch das Fenster getötet. Wegen dringenden Verdachts der Täterschaft wurde der Sohn des Ermordeten ver- haft et. Vater und Sohn standen seit längerer Zeit im Prozeß miteinander. In Rudolstadt ist bei einem Stubenbrand ein ftinfiähriges Kind verbrannt. Zwei andere Kinder, die bewußtlos geworden waren, konnten gerettet werden. — Aus Napoleons Geburtshaus in Ajaccio, das gegenwärtig als Museum benutzt wird, wurden zahlreiche Reliauen und Kun st schätze geraubt. — In Zürich hat ein Mann Namens Tschudin seine ganze Familie, Mutter und drei Kinder, und dann sich selbst erschossen. Tie Motive der Tat liegen in Geldsorgen. — In Biber st ein bei Aarau (Schweiz) Lötete der 19jährige Konditor Dürst aus Stuttgart seine Geliebte, die 21jährige Frida Heuptli aus Biberstein und erschoß sich darauf selbst. Tie beiden waren in Geschäften in Zürich tätig und besuchten zu Neujahr die Eltern des Mädchens, die ihre Einwilligung zur Heirat verweigerten. — In Stockholm erkrankten nach einem Vercinsfest im Grand Hotel mehrere hundert Personen, wovon einige bereits verstorben sind. Nachdem Tvphoidfiebcr festgestcllt, ist die Niffachc in der Verwendung unfiltrierten Flußwassers zum Gemüsespülen ermittelt worden. Tie betreffende Leitung wurde sofort beseitigt. — In der schweizerischen Gemeinde Wihl wurden im Walde einige Holzmacher, als sie beim Mittagessen saßen, von einer angesägten Tanne, die vom Sturme umgerissen wurde, erschlagen. Zwei waren sofort tot, drei wurden tödlich verletzt. * Ein Abgeordneter unter schwerem Verdacht. Aus Rom wird geschrieben: Die Staatsanwaltschaft hat gegen den Abg. Vertoni dre Untersuchung wegen Erbschleicherei und Testamentsfälschung einge- leitet. Vertoni soll, um1 in den Besitz des sehr großen Vermögens seiner verstorbenen Gattin zu gelangen, eineu Gerichtsbeamten bestochen, und zur Anfertigung eines „«letzten Willens" der Verstorbenen verleitet haben. Kunst und Wissenschaft. D a s Befinden H e n r i k I b s e n s ist, so schreibt man ans Christiania, seit der letzten Woche recht befriedigend gewesen, und die Mattigkeitsanfälle haben sich nicht wiederholt. Sein Arzt erklärte dieser Tage, daß die Indisposition flach den Mattig- keitsanfillen, die früher sehr häufig waren, wieder ganz verschwunden ist;. Jbseil befindet sich jetzt im ganzen genommen sehr wohl, er ist schon wieder außer dem Bette, doch muß er sich in seinem Zimmer noch ruhig halten. Sein Zustand erlaubt ihn: - nicht, Besuche Fremder zu empfangen. Er ist seit kurzem jeden Tag während der Promenadenzeit wieder au seinem Fenster sitzend zu sehen, und er interessiert sich sehr lebhaft für alle Tagesfragen. Selbst zu lesen ist er allerdings noch nickt wieder im stände, da er sich aller Geistesarbeit enthalten muß. In Paderborn ist am 4. Januar die Romanschriftstellerin Ferdinande F re i i n von B r a ck e l gestorben. — R. v. Bennigsens erstes Urteil über M i q n et ist in einem Briefe ausgesprochen, den er am 16. Oktob«er 1854 (wie wir einer Veröffentlichung Onckens entnehmen) aus Göttinnen an seine Braut gerichtet hat. Dort lernte er unter seinen Tischgenossen den jungen Advokaten Miquel kennen, den er „von allen jungen Leuten, die ich bislang im Leben kennen gelernt habe, für den bedeutendsten an Geist. Verstand und Wissen halte", Sport. Das nächste Gordon-Ben net-Renn en findet, wie wir bereits mitgeteilt haben, in der Auvergne statt. Es soll von Clernlout ausgehend, die Orte Rovat, Rochefort, Bourg-Lastec, Herment, Pontaumur berühren und über Poutgibaud wieder nach Clermont zurücklaufen. Tie Strecke geht mitten durch ansehnliches Bergland, dessen höckffte Gipfel bis zu 14-, 15-, ja 1900 Meter hinanstreben. Tas Plateau der Auvergne ist vulkanischen Ursprungs, rauh, wenig bewaldet, von zahllosen tiefen Schluchten durchzogen. Kann man schon hieraus ahnen, daß die Franzosen keinen leichten Weg für das Bennet-Rennen erwählt haben, so muß man über Urteile von Fachmännern geradezu staunen, die diesen Circuit in Augenschein genommen haben. Mit Vrasier und Thörh, dem siegreichen Fabrikanten und dein siegreichen Fahrer von 1904, wurde die Strecke von Ms. Caillois, einem erprobten Antomobilspczialisten vor der endgiltigen Wahl besichtigt. Dieser urteilte: „Ich halte dm Rennweg in der Auvergne für unmöglich. Ihn annehmen, hieße die Fahrer in den Ted schicken. Man hat das Recht und die Pflicht, eine sehr- schwierige Route zu suchen, aber man kann in diesem Bestreben den Konkurrenten einenNennweg znmuten, der erschreckend gefahrvoll ist." Und Ms. Vrasier, dessen Meinung sicherlich mit der Th6rvs, des unerschrockenen Lenkers der durch den Homburger Sieg be- rtifimt gewordenen „Nr. 5", zusammenfällt, depeschierte aus Clermont-Ferrand: „Wir haben soeben den Circuit beendet. Ich bin entsetzt in dem Gedanken, Rennwagen könnten auf eine so ge- fahrreiche Route gesetzt werden." T^r Vorsitzende der Sportkommission schilderte dem Komitee den Renn weg als einen solchen, der dem nach dem Homburger Sieg gefaßten Komiteebcschluß vom 29. Juni durchaus entspreche; er vereinige alle Schwierigkeiten, welche man zur Sicherung des Sieges für einen Wagen nur wünschen kann, der nicht nur sehr schnell, sondern auch sehr lenkfähig sei: in der Auvergne handle es sich nicht nur darum, sehr steile Hänge zu erklettern; das können alle Wagen mit modernen Motoren; es komme vielmehr auf einen Rennlveg an, der zu häufigem und raschem Wechseln der Geschwindigkeiten, zu unauib'-rlichem Ein- und Auchchalten des Motors zwinge, und caS fc( in der Auvergne vollauf der Fall. , Das Gesamtkomitee des Autonwbilklubs nahm darauf den Michelin-Circuit einstimmig an Kerichtssaal. Berlin, 4. Jan. Wegen B elei digung des Aerzte- standes irmrbe der Redakteur Gerling heute zu einem M onat Gefängnis verurteilt. Gerling hatte in einem Vortrag in dem hiesigen Verein für Naturheil künd e heftige Angriffe gegen eine „gewisse Kllque unter den Aerzten", die den Laien Praktikern feindselig gegeilüberstehen, gerichtet und in diesen beleidigende Ausdrücke gebraucht. In dem Prozeß der Judenkrawalle in Homel (Rußland) haben nach zehnwöchigen Verhandlungen sämtliche Verteidiger der jüdischen Angeklagten ihr Amt niedergelegt. Sie behaupten, daß fortwährende Unterdrückungen seitens des Gerichtshofes ihnen eine weitere pflichttreue Teilnahme an dem Prozeß zur Unmöglichkeit machen. Tie Angeklagten verzichteten tmranf auf amtliche Verteidiger. D ie Verhandlung wurde vertagt. Kandcl und Werkchr. WolkswirtflHast. Die Hessische Landes-Hypothekenbank sandte uns folgenden vorläufigen Bericht über das Geschäftsjahr 190-1: Tie Weiterentwickelung der Hovothekenbank im zweiten Jahre ihres Bestehens ist durchaus befriedigend gewesen. Tie Hypothek- darlehen (von feiten der Bank unkündbar, mit 33/1 Proz. verzinslich und ausschließlich nach dem Amortisations-System gegeben) haben u!m rund 15V? Millionen Mark zugenommen; sie betragen jetzt etwa 24Vt Millionen, während die Kommunaldarlehen eine Steigerung um Million erfuhren und sich nunmehr auf 614 Millionen Mark belaufen. Der Absatz der Obligationen, di' im ganzen deutschen Reichsgebiet mündelsicher sind, ist unschwer und ohne Unetrbrechung von statten gegangen. Ter Umlauf 3^? prozentiger Hvpotbeken-Pfandbmefe bat sich um rund 13 Mill. Mark auf 201/o Millionen, derjenige 31/2Prozentiger Kommunal- Obligationen um 33/4 Millionen aui 5s/t Millionen Mar? erhöbt. Tie erzielten Kurse hielt-m sich durchschnittlich in der Nähe des Kursstandes der reinen hessischen Staatspapiere. (Sine Aende- rurtg ist seit Anfang Juli nicht zu verzeichnen. Für die Emissionen an den Börsen zu Berlin, Frankfurt a. M. und München ist die Bank wieder vom Prospektzwang entbunden worden auf Grund der besonderen Struktur des Instituts, das eine staatliche Gründung darstellt und vor: Staatsbeamten verwaltet wird. Tie Einführung der Werte an der Leipziger Börse befindet sich in Vorbereitung. Im Berichtsjahre ist die Erhöhung des Grundkapitals durchgeführt worden, das nunmehr 9 0 0 0 0 0 0 Mk. beträgt. fc. Gernsheim, 4. Jan. In dem Konkursverfahren über die Rheinische Zuckerfabrik, das drei Jahre^ gedauert hat, fand gestern der Schlußtermin statt.. Tie ca. 5000 Gläubiger erhalten als Restzahlung noch 15 vier Zehntel Prozent. 10 Prozent haben sie bereits früher erhalten. Japanischer Reiszoll. Ter von der javanischen Regierung vorgeicklagene Reiszoll findet, wie vorauszusehen war, in der javanischen Presse starken Widerspruch. Es wird u. a. gesagt, daß die Erfahrung lehrt, daß alle Produktionskosten von dem Preis des Reises abhängen. Tie Regierung würde nrt dem Zoll, der ihr doch nur eine verhältnismäßig kleine Einnahme bringt, das Leben t>er Untertanen verteuern, was in der gegenwärtigen Kriegszeit sehr bitter empfunden^ würde. Die Bewerbung um die Hessische Anleihe. Tie Ausschreibung auf die erste im neuen Jahre zur Begebung gelangte Anleche eines deutschen Bundesstaates hat ein f e h r i n t er- essantes Resultat geliefert. Den Zuschlag erhielt eine aus der Seehandlung, der Tiskontogesell schäft und der Darmstädter Bank gebildete Gruppe, welche mit einem Angebot von 87,12 Prozent die anderen Gebote weit übertraf. Eine weitere Gruppe hatte fick mit der Deutschen Bank und der Dresdener Bank an der Spitze gebildet. Ihr Gebot blieb allerdings um etwa 1/2 Prozent hinter der Offerte der erstgenannten Gruppe zurück Das Höchstgebot auf die 3proz. Hessische Anleihe gab mit 87,12 Proz. die Gruppe der Seehandlung, der Darmstädter Bank, der Diskontogesellsckaft und der Pfälzischen Bank ab, welche den Zuschlag erhielt. Tie Gruppe der Deutschen Bank und der Dresdener Bank hatten sich vereinigt und boten mit den Bankfirmen Speyer-Ellifserr, S. H. Stern, her Deutschen Effekten- und Wechselbank, der deutschen Vereinsbank, der Bankfirma L. und E. Wertheimber, der Sächsischen Bank, der Rhein. Kreditbank, der Hannoverschen Bank, der Württembergiscken Vereinsbank und der Württembergischen Bankanstalt 86,62 Proz. rmd bei entsvrechender Zinsenbcrechnnng 86,77 Proz. Weiter hatten die Bankfirmen Delbrück Leo u. Co. die Nationalbank für Deutschland, L. Behrens Söhne, F. W. Krause u. Co., die Hamburger Vereinsbank, die Mitteldeutsche Kreditbank, der Schaaffhauserrsche Bankverein und die Firma Warburg u. Co. ein Angebot mit 86,37 Proz. gemacht. Endlich soll ein Gebot von 87,07 Proz. abgewiesen worden sein, toorüber indessen noch nichts positives bekannt ist. Märkte. ke. F r a n k s u r t a. M., 5. Jan.-'' (Telegr. Orig.--Vericht des „Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt- preise. Zum Verkaufe standen: 7 Ochsen, 0 aus Oesterreich, 1 Bullen, 00 aus Oesterreich, 56 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 ans Oesterreich, 645 Kälber, 120 Schafe und Hammel. Bezahlt wilrde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 70 bis 72 Mk., 2. Qual. 68—70 Mk., 3. Qual. 59—63 Mk.; Bullen 1. Qual. 61—63, 2. Qual. 00—00; Kühe 1. Qualität 67-60 Mk., 2. Qual. 64-66 Mk., 3. Qual. 54—56 Mk., 4. Qual. 45—47 Mk., 5. Qual. 00—00 Mk. Kälber 1. Qual. 75—80 Psg., Lebendgewicht 45—48 Pfg., 2. Qualität 59—62 Psg., Lebendgewicht 43 — 45 Pfg., Schlachtgew. 57—61 Pfg.; Schafe: 1. Qual. 68—70 Pig., 2. Qual. 62—00 Psg. Geschäft bei Hornvieh rnittelmäßig, Ueberstand im- bedeutend, bei Kleinvieh gut, kein Ueberstand. Israelitische Neligionsgemeinde. Hotlesdientt in der Synagoge (Lüdanlage). Samstag, den 7. Januar 1905. Vorabend 4.30 Uhr. Morgens 9.00 Uhr. Nachmittags 3.30 Uhr. Schrrfterklärung. Sabbathausgang 5.25 Uhr. Israelitische Neligionsgesellschast. Gottesdienst. Sabbathieier am 7. Januar 1905. Freitag abend: 4.15 Uhr. Samstag vormittag: 8.30 Uhr. Predigt. Samstag nachmittag: 3.30 Uhr. Sabbathausgang 5.30 Uhr. Wochengottesdienst: morgens 7.10, abends 4.00. Familien Nachrichten. Verlobte. Hedwig Koch (Vauimvieser - Hoff und Karl Flemming (Büdingen). Giesxencr landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Freitag, den 6. Jaitnar 1905: Meist trüb, doch zeitweise etwas ausklärend, geringe Regen- und Schneeschauer, nad) milderer Nacht tagsüber etwas kälter, starkwindig. Näheres durch die Gießener Wetterkarte, l ......■■■!■■—''■ '—«» ' — 1 ......... . Neueste Meldnnaen. Originaldrahtineldilttgeir des Gietzener Anzeigers. Berlin, 5. Jan. Wie die „Tägl. Rundschent" erfährt, regte der Reichskanzler in einer Verfügung an die ihm iinterstellten Behörden an, bei Vea ntlvorttl n g eitler Frage, die von legitimierten Vertretern vonZeitung e n an Beamte gerichtet werden, und die 3111* Erteilung von Auskünften befugt sind, nicht unnötig Zeit verstreichen zu lassen, sofern nicht der Erteilung der Ausrunfl ustN denken entgegenstehen. Berlin, 4. Jan. Gestern nachmittag fanden die ersten- Beratungen der nach Berlin gekommenen österreichischungarischen Handelsvertrags - Delegierten mit den deutschen Regierungsvertretern unter Leitung des Grafen Posadowsky statt und haben bis in den späten Abend hinein gedauert. In maßgebenden Kreisen sieht man sich der bestimmten Hoffnung hin, daß sich doch noch ein' gangbarer Weg finden wird, um die Handelsverträge inj beiderseits befriedigender Weise zum Abschluß zu bringen. Berlin, 5. Jan. Die Polizei verhaftete dieser-' Tage den aus Lauchheim stammenden angeblichen Bankier' Ludwig Kaufmann, der wegen Betruges flüchtig ge» worden ist. Kaufmann hielt sich in der Villa seines Bruders in Groß-Lichterfelde verborgen. — Der hiesige Rechts- anwalt Ubbelohde hat sich am 11. d. Mts. vor der Strafkammer wegen Unterschlagung ihm anvertrauter Gelder zu verantworten. Stuttgart, 5. Jan. Ter Tiermaler Braith ist gestorben. Er bat seine Gemäldesammlung dem Altertums-Verein in Biberach vermacht. Ein namhaftes Kapt" tat wird nach dem Tode seiner beiden Neffen dem Münchener Kunstverein zusallen. London, 5. Jan. ^Morning Leader^ meldet aus Kopenhagen: Dort anwesende russische Flüchtlinge seien überzeugt, daß in Rußland binnen wenigen Monaten eine Revolution ausbrechen werde. Die Kopenhagener Zeitungen veröffentlichen Mittellungen offiziösen Ursprungs, lvorin erklärt wird, daß die russischen Grenzbehörden von einer befreundeten Macht benachrichtigt worden seien, daß ein sehr bedeutender Waffen- und Munitions-Schmuggel über bie- Grenze betrieben werde. London, 5. Jan. „Daily Telegraph^ berichtet au§', Kairo vom 4. Januar: Infolge der Pläne, betreffend den Bau eines neuen Suezkanals, beabsichtige die jetzige- Suezkanal-Gesellschaft, die Tonnengebühr von 81/2 aus 8 Frcs, per Tonne herabzusetzen. Paris, 5. Jan. Vor dem Untersuchungsrichter Boueardi wurde gestern der Schwager des verstorbenen Deputiertew Syveton, Dr. Barnay, und Frau Syveton.einander gegenübergestellt. Es heißt, Dr. Barney habe Frau Syveton direkt beschuldigt, ihren Gatten umgebracht zu haben. Neapel, 5. Jan.^ Leoncavallo erhielt auf seinen Neujahrs-Glückwunsch vom deutschen Kaiser folgende, Antwort: „Meinen lebhaften Dank für Ihre liebenswürdigen Glückwünsche zum neuen Jahr. Wilhelm". Innsbruck, 5. Jan. Vom Fließ ist der Schneider^ meister Diebo'ld, der sich auf dem Heimivege befand^ ab gestürzt und tot geblieben. Newy 0 rk, 5. Jan. Anläßlich de§ gegenüber dem, amerikanischen Botschafter Tower geäußerten Wunsch Kaiser Wilhelms erklärt die neu gegründete Newyorker germanische Gesellschaft, daß ihr Vereinszweck die Heranziehung deutscher Gelehrter zu amerikanischen Vortragskursen einschließt. Vom Kriege. London, 5. Jan. Der „Daily Telegraph" meldet au§j Tschifu: General Stössel liege krank im Bett. Generah Ssrnirnow habe mit Stössels Genehmigung den Uebergabe«- Vorschlag gemacht. Petersburg, 5. Jan. Aus Tschifu wird gemeldete Einige Offiziere erzählten, daß die Besatzung von Porv Arthur zuletzt nur noch Reis erhielt. Dadurch entstand^ eine Skorbut-Krankheit. Auf 200 japanische Geschosse konnten die Russen nur eins abgeben. Auf einzelnen Positionen^ wurde nur Bajonnetkampf geführt, der schrecklich^ Opfer kostete. Die letzten 5 Tage war die Besatzung entsetzlich ermattet und erschöpft durch Hunger rmdj Kälte. Die Nerven waren durch' Schlaflosigkeit vollständig erschöpft. Niemand sprach ein Wort, man kämpfte nur noch: maschinenmäßig. Paris, 5. Jan. Auf General Nogis Schreiben an? Stössel, worin erklärt wurde, daß die Beschädigung der? russischen Spitäler 6, 9 und 11 in Port Arthur: durch japanische Bomben lediglich der Schadhaftigkeit! der Belagenmgskanonen zuzuschreiben wäre, hat die russische» Regierung die französische um Uebermittelung einer Pro te st-i n ote in Tokio ersucht, die dem Haager Beschlüsse gemäß vorn Japan Entschädigung für zwei verwundete Spitalärzte, mehrere Wärterinnen und zahlreiche Kranke verlangt. — Hier gilt! es als unmöglich, daß Rußland aus eigenen technischem Mitteln 8 Panzer vom Slava-Typ und 8 Panzer vom' Peroosvanni-Typ bis 1908, bezw. 1910 sertigzustelleni vermöchte, wie das vom Zaren genehmigte Programm vor--, schreibt. Dazu sollen noch achtzehn Kreuzer verschiedenen,' Typs, 50 große, 100 kleine Torpedojäger und Boote, viert Schwimmdocks usw. in dem gleichen Zeitraum fertig gesteM werden. — „Petit Journal" meldet aus Petersburg: Gestern^ lü'ar das Gerücht verbreitet, daß Stössel Selbstmordi begangen habe. Es heißt, der Marine-Generalstab^ habe sich mit den Kriegsschiffen im Hafen von Portz' Arthur in die Luft gesprengt. — „Matin" meldet aus; Tschifu: Die Japaner haben in Port Arthur noch 8 0 0 0 Oj Tonnen Kohle sowie Reis- und Mehlvorräte für zwei Monate gefunden. Der Mikado soll dery Wunsch geäußert haben, Stössel zu sehen, der sich hierzu^ bereit erklärt habe. Gestern sind 50 000 Japaner in, Port Arthur ein gerückt, nachdem die Russen die Stadt? geräumt hatten. ______ TeSephonischer Kursbericht. fr' ankiart a. A., 5. Januar. W/o Reichsanloiho . . 101 85 SVo äo. ... 89.95 m/,°/o Konsole .... 101.80 30/0 do. ..... 90.06 RVe0/n Hessen .... 100.40 % OberhoRsen , . . 99.50 4-6 Oesterr. Goldronto . . 101.65 4'/z56 Oesterr. Silborronto 100,45 4-6 Ungar. Goldrcnte . . 100.10 40/ Italien. Rente , . . 104.80 41', -6 Portagiesev . . . 64.00 R°/ Portugiesen. .... 63.70 196 0. Türken .... —.— Türkonloso ...... 130.60 4% Griech. Monopol.-Anl. 49.50 41/., % äussere Argentinor 45.25 Tendenz: 30/0 Mexikaner .... 33.90 4,/e% Chinesen .... 92.30? Blectrle. 8ohackert . •. . 130 80 Nördd. Lloyd . . . . 105.20 Kroditnktien ...... 214 00} Diakonio-Kominandii. . . 194.30 Darmstädter Bank . c • 143 50, Dresdener Bank . . . . 159.50 Berliner Hfrodetsges. . . 166 60 Oeeterr. ßhuifcsbahn . • • 189 60 Lombarden . ... . 17.50, Gotthard bahn.....194.50i Lanrahütto • - . ... • 259.00» Boehnm . . . - . ... . 238.50) Harponor . . * . . . 212.6(1 Schatzscheine ..... —. schwach. 8178 Nüberrschlreider am Maiu. RUDOLF KOSSE * GIESSEN SCHULSTRASSE 7 Annoncen-Annahme für alle Zeitungen und Zeitschriften 122 Sclteröwrg 4. en und Giessener Anzeiger immer 4 Zimmer 108 LourS Trotz. o Zimmer Futterdämpfer Kartoffelquetschen Jauchepumpeu, Fntterkeffel Oelkuchcubrecher Jauchesäffkk Fntterschncidmaschlue« Schrormühleu Hod eimersir. 54 parterre, 4 Zimmer mitMädchen- Uube.Bleichplatz und Gartenanteil zum 1. April zu vermieten. ISahnhoisir. 42 ift der III. Stock (7 Zimmer, 'JJb.tbenuljung des (Marlens rc. iür 1. April anderweit zu ver- mieten. Rechtsanwalt Raab. >18 Berliner Tageblatt Berliner Neueste Nachrichten Berliner Morgen-Zeitung Augsburger Abend-Zeitung Neue Züricher Zeitung Schweizerisches Handclsamtblatt Technische Rundschau Mitteilungen a. d. Praxis des Dampfkessel- u Dampfmaschinenbetriebes Schweizerische Bauzeitung Zeitschrift des Österreich Ingenleur- und Architekten-Vereins Der Kompass Münchener medizin Wochenschrift Deutsche medizinische Wochenschrift Aerztliches Vereinsblatt Zeitschrift für diätetische und physikalische Therapie Medizinisches Korrespondenz blatt Hospitalstitende Kopenhagen Tidssknft for d Norske Laegeforening Apotheker-Zeitung j.niflm, -püvut p '^/iztrags- tisch gesucht, älät). Angeb. unter 080 an die Exped. d. BI Deutsche Kolonialzeitung Mitteilungen des Deutsch' Oesterreichischen Alpenvereins Haus, Hof, Garten Wochenblatt des landwirtschaftlichen Vereins In Bayern Die Balinhotswinschaft Deutsche Juristen-Zeitung Deutsche landwirtschaftliche Genossenschaftspresse Berliner livrierte Zeitung Bank-Archiv Pri va t-B ea m ten-Zei tu n g Deutsche Eisenbahnbeamten-Zcitung Allgem Zeitung des Judentums fliegende Blätter Kladderauatsch Lustige Blätter Oanenlaube Ueber Land und Meer Weste« mann» Monatshefte Bazar Elegante Mode Wiener Mode Neue Musik-Zeitung Berliner Architekturwelt Architektonische Rundschau Giesserei-Zeitung Württembergische Bauzeitung Sondags-Nisse, Stockholm De Hollandsche llhistratie De Amsterdamer, Weekblad vor N Magyar Salon - Otthon, Budapest Novi, St Petersburg etc etc. 3 SCHULSTRASSE 7 LÜcht.MllMjSjMgi'illitzl. Näheres uut.JUr. 84 m der Exp. 4-Zimmerwohuttttg mrt abgeschl. Korridor Markt, 5iirchenplatz oder in der Rahe, per 4. April gesucht. Offerten unter Nr. 060 an die Exped. Ärztlich empfohlen Niederlagen durch Plakate ersichtlich. B 0641, Muderschtttreu billig zu verkaufen Osianlage 3, I. Caesar & Mmka'soher Hundekuchen beste, dem Hunde dienlichste Ernährung, sowohl zur Aufzucht wie zur Erhaltung, frisch ein^etroflen bei <4ebr. Adami, (xiessen. •Ünlrersal-G efl n gel fu tte r < Morgenlütteruug । von hohem Nähr wert, die Eierpruduktiun erhöhend. ssu/6 niustr. Preiskurant enthält 5ü verseh. Racen franko u. gratis Caesar A Miinka, Racehundezüchterei u. Handlung, Zahn» LUehrerc Sortiererinnen finden Beschäftigung. 37 __15. äNingspor. AkUi-BttlrklMz til. Allkii4cch»s zu vergeben für Oberheijen einer lohnenden Spezialität, (Woft- schutzfarbe) welche fast in allen Fttdustriczmeigeu Betwenoung ,mdet. Es tonnen nur Angebote solcher firmen beructstchttgt werden, die gute Beziehungen zu den einschlägigen Eon|unienten Nachweisen tonnen. Offenen unter M. 3GU an Haasettsteiu & Bögler, A. G., Frautjurt titntner kechhsel 3. ». Schulhof, Marttstratze^ | IViöbl. Zimmer j Freuudl. mobi. ^unmer zu vermieten. Seltersw. 12, II. IO76S1 Bei Bedarf von Kleinmotoren für alle Betriebe wende man sich an Electricitäts-Actien-Gesallscliaft vorin. W. Lahmeyer & Co.. Frankfurt a. M j Läden etc. \ IStoiitr ^eiiifeßer (and) geteilt) per 1. Juli zu vermieten. 114 Otto Schmidt, Seltersweg 67 Suche 1 möbl. Zimmer mit 2 Betten, m.^uchen-Mubenntzung ^er nm Küche von Milte Jan.' bts Ende Februar. Gesl. Osfert unr mit Preisang. unt. Ä.. bat Hotel Royal, SelterswIÄ. Schöne 2=, 3- oder 4-Ztmmer- wohnr । mit Gas, Bleiche, ab- ld)liei>t in Korridor und allem Zubehö oer 1. April zu vermiet, -cvilh. v.Liid, Bletchstr le* [54 «sv. in großer Auswahl vorrätig. per 1. Februar zu mieten gesucht, pff. unt. Nr. 066 an die Exped. 3-2&ntneiw@liniing uiit allem Zubehör von jungem Beamien-Ehepaar zum 1. April U ''ueten gesucht. Offert. unter 010 au die Exp. d. Bl. erb. Zur Aushilfe für so'on ein fimjhgcs Liaöiyen Aah. unt. Nr. 127 m der Ex^ed. Joseph Herz Bankgeschäft Neuenhaus 23 Giessen Neuenbfiue 23 61] Diöbl. Zimmer sof. ob. spät ä" vermiet. Bahnhofsiratze 59. I iilauf., 8 Z. m. Zubeh. p. 1. Febr. S" verm. Frankfurternr. 43, p. [8B M. KossEithai s?ernspreks)er 218. 13. Elegante S -Zimmerwohuuug (Beletage) vollnandig neu her- gerichtet, auf April zu vermieten. Näheres parterre. ß I ’ 0 fy s lör reisende höSpiZ Damen evang. Sctiwesternhaus, tiieween rohannesstr / üfcfistiislrtertiü 3in Stricken u.AnstrickenvonLtrvmpieu empfehle ub mub an 'e eg n irchN. ^trir9AUfi^|ud,t l°io« l°'°" vii., toö.- Lagerarbeiter geiucht. Irtofeutbal.jca.UjuikLit^to0“" —, Nachstehende Zeitungen und Zeitschriften FT” I I haben der Firma RUDOLF MÜSSE die L ----- alleinige Inseraten-Annahme übertragen: hv4/1 pausbütsche &on4 srn iuiiiifitfi ^üffjWiiihci! loiort gejucht. Lievigslr. 47. |11 a Wbtaoes,slkii,ncsMijM VOM Ifande bei gutem Lohn gesucht, für gleich oder 15. Januar. 5-ZiiMcmhimg im 1. Stock mit allem Zubehör, Äanenanteil in ruhigem Hanse per 1. April zu vermieten .Näh. Ebelstrahe 13, part.__________113 Stephanstr. 3S schöne 5-Zimmerwohnung mit Zubehör und Gartenanteil per 1. April 05 zu vermiet. Näheres Bangeschäft Wiuu. 38 Bismarckstr. 40 4 Zimmer, Bad und allem Zu- beyÖ^r 1. April zu vermieten. GÖthestrasse 31 Parterre und III. Stock, je 5 Zimmer und allem Zubehör sofort zu vermieten. Zu erfragen LoberUrasje 10, I._____________109 Mine Mniiiig ,‘n“e^r Bahnbofstrage 32. 39 Neu eingerichtetes möbl. Zimmer aii junge Dame sofort zu ocf mieten. Schoitslrage 7. 057 Bahnhojstr. 60, II. Etage, schön möbl. Zimmer, für Aeisenden pafleub, zn vermieten.________110 »liöOl. Zimmer zu vermieten. 06»__Marktplatz 18, m, Ou7j Einfach möbl. Zimmer zu verniieten. Damniliraße 42, 1. für einige Stunden morgens ges. F. älramer, A)eidenga||e 1. j"- Zch piche zu Ostern einen LehHmg mit guter Schulbildung lur mein laufmännifcheo Bureau. [118 Sn-a-fstaedt, ONegen. itiüjiii]to l'ieniiUiliöihkn soi. ges. Fohannes|tr. 15. |055 ^cyretbgehtlse iuciji oieue. Näheres AHerweg 16, II. |Q53 jumi. ovuiil., ev., 24 Z. alt, be- ^^vandert im Haushalt, 'Nähen u. Schneidern, sucht Stelle als Stütze. GuteZeugntssevorhanden. Mefl- Oss. erbeten unter Nr. 046 Erve Der untere Stock, besteh, aus 4 Zimmern, bis 1. April anderw. zu verm. Grünbergerstr. 40. s061 Kleinere 1-ZiinnierilioiDiing mit allem Zubehör, Gaseinncht. ui der Rüche per 1. April zu vermieten. 23 Näheres Ebelstr. 13, pari. Mitiu-jns. ÄÄ: 4 Wochen gründlich erlernen. Wunsch nachmittags. U45 Asterweg 43, 2. Stoa. 91 j A. d. W. v. Hiolttenr. d Neuenweg am 2. ds. ziv. 0 u. 7 tll)r abends Portemonuaie mit 10 Mk. verloren. Avzugeben geg. Belohnung. Wo? ,agi Die (grn ranhhariger 4s"ifcher>- Jiwbc entlausen. Avzugeben geg. Belohnung Alarktnr. 11. |060 ‘Sekliou Giebsen ü. L Oe. A.-V. Tages- Ausiiug Sonntag den 8. Zauuar: Vetzberg-Dünsberg-Gleiberg— Oleizen (Essen im Bereinszimmer). Abmarsch 8 Uhr vorm. von der Bahnbrücke. Alarschzelt 5'/, Std. V6/ Streustroh /er Wagen ober per Waggon kauft 45] Frankfurter Straße 29. Kleinere gnheh. WirW zu taufen gesucht. Osserten unter Ulr. 052 an die Eeschans- Uelle dieser Zeitung. Hafer-Mehl. Kinder^ Nahrung*-