60 *en 111 bis 40 Mk. » h » heilen! M«. -io Wunsch in 0S8e Auswahl. 'v bis 20 Ibis 8 1,50-9 ranzösi scher Unterricht E E «teilt hon* *mMnltvdd)t gegen mäßige qixtunfl, Schulstraße 11, HL rtikel ?n, 6, Strümpfe, en. chr,srOMlW, tmassw. Gartenhaus u.Pmnpe vie vielem seinen Kem-, vtem- b Seereii-Cbft fWjig cht. Näheres m der Seichs ; (9ieBenerWiger&J0^ h*-“» llM* s?'Sr£ schriftliche , erbeten. EAk- l, Stelle, AzMuleiben. HWL 5)iIaiS<,etter‘ gernJa°u S eJBOtWJf* Ä""K E SS Are. 233 Zweites Blatt. 155. Jahrgang Mittwoch 4. Oktober 1905 Erscheint «glich mit Ausnahme de« Sonntag«. Die ..«ietzrner ZamUienblStter" werden dem „Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der "Hessische tafcöwUt* erscheint monatlich einmal. Gietzem? Anzeiger Rotationsdruck und Verlag der Ärühl*sch« Universitätsdruckerei. R. Lange, Dießen. Redaktion, Expedition u.Druckerei: Schulstr.7. Tel. Nr. 5L Telegr.-Adr.: An-etger Dießen. General-Anzeiger. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Siehe». seuche festgestellt worden. DaS Proviant-Amt setzt den freihändigen Ernte zu 5T Wirklichkeit zu verklären. Aller Glanz stimmungsvoller Inszenierung ist hier aufzubieten, um mit freundlichem Sinnenreize das Publikum über die Lücken der Handlung hinwegzutäuschen. In diesem Sommer bin ich ein ganz klein bischen verwöhnt worden. Ich habe u. a. im Neuen Theater zu Berlin das wundervollste Lustspiel der Weltlitteratur, Shakespeares Puckkomödie, in Reinhardts genialer Inszenierung gesehen. Das war, unter Heranziehung der heiligen KunsttriaS Poesie, Malerei und Musik, die vollendetste Verwirklichung des Wagner'schen Gedankens von einem Gesamtkunstwerke. Selbst eine Aufführung des „ Sommernachtstraumes", die ich vor Jahren im Wiener Hofburgtheater sah, verblaßte völlig dagegen. Es hieße Eulen nach Athen, oder, modern ausgedrückt, Denkmäler nach Berlin, oder, lokalpatriotisch gesprochen, Zigarren zu Gerbode tragen, wollte ich etwa Vergleiche anstellen . . . Behüte! Selbst wenn das neue Theater schon dastünde (von dem Herr Direktor Stein goetter in seinem diesmaligen, übrigens von Frl. Maurice, einer stattlichen Dame, mehr schlicht als recht verlesenen Prolog voll so stolzerHoffnung, den Bürgersinn rühmend, sprach) wären derartige Vergleiche selbstverständlich absurd. Doch wenn die nächste Neueinstudierung des „Kaufmanns von Venedig" wiederum vier Jahre auf sich warten läßt, dann wird sich im neuen Hause doch wohl ein erheblich prächtigeres Kulturbild au8 jener farbenfrohen Zeit zeigen, in der der „königliche Kaufmann" der Republik Venedig die Meere der Welt beherrschte. Dann werden wir vielleicht den Markusplatz m i t dem nun verschwundenen Campanile und allen seinen anderen berühmten Bauten schauen, dann wird vielleicht auch venezianisches Volk den Platz und die Gäßchen und die Kanäle bevölkern, dann wird vielleicht als stummes, stimmungsvolles Akkompagnement buntes, bewegtes Straßenleben sich entfalten. Immerhin, man tat, unter den gegebenen Verhältnissen, was man konnte. Neue Dekorationen entbehren nicht de? Reizes, so z. B. war das Straßenbild des 1. Aktes recht nett, weniger gelungen freilich die Szenerie vor des Juden Hause; ganz hübsch machte sich dann wiederum die Galerie im Gerichtssaale des Dogenpalastes, wo allerdings das eigentliche Forum mit geringen Mitteln ein wenig würdiger hätte hergestellt werden können. Vorbereitungsdienst zu unterziehen haben. Wer seine Schulbildung nach den bisherigen Vorschriften vor dem Inkrafttreten der gegenwärtigen Bekanntmachung beendet hat, ist bei Er- üllung der sonstigen, in § 3 derselben vorgeschriebenen Voraussetzungen zum Vorbereitungsdienste zuzulassen, wenn er das 17. Lebensjahr zurückgelegt hat und seine Zulassung innerhalb drei Monaten nach zurückgelegtem 17. Lebensjahre beantragt. Offenbach, 2. Okt. Gestern fand auf Veranlassung der Bauarbeiterschutzkommission zu Offenbach eine Dele- giertenkonferenz der hessischen Bauarbeiter statt, in der, wie wir dem „Off. Abdbl." entnehmen, Kr entfett Frankfurt über die Forderungen der Arbeiter behufs Durch- ührung der bestehenden Arbeiterschutzvorschriften erstattete, während Diehl- Frankfurt über den Bauarbeiterschutz der Gegenwart sprach. Nach längerer Diskussion wurde eine Resolution beschlossen, in der u. a. energische Bekämpfung des Bauschwindels, Kontrolle der Pläne und Ueberwachung der Bauausführung durch technisch gebildete Beamte und praktisch geschulte Bauhandwerker gefordert wird. Letztere sollen staatlich angestellt, aber von den Arbeitern gewählt werden. Ferner wird von den Behörden tunlichste lieber» nähme der Bauarbeiten in eigene Regie verlangt, sowie bei Submissionen Aufnahme einer Lohnklausel. Den Schluß der Resolution bilden ein Protest gegen jede Beschränkung des Koalitionsrechts und der Ausdruck lebhaften Bedauerns, daß die hessische Negierung ihr Versprechen bezüglich de§ Bau- arbeiterschutzes nicht erfüllt habe. Schließlich wurde eine Kommission aus je einem Vertreter der Arbeiter von Mainz, Offenbach, Darmstadt, Gießen und Worms gebildet, die Material über den Bauarbeiterschutz sammeln und sich erneut um Erlangung von Arbeiterschutzbestimmungen bemühen soll. Mainz, 3. Oktober. Der von den Milchhändlern kürzlich beschlossene Prei8aufschlag, der am Freitag zur Einführung gelangen sollte, ist fast durchweg miß glückt. Ein Teil der Milchlieferanten hat den Preisaufschlag überhaupt nicht mitgemacht, die anderen aber Hutten die Rechnung ohne die Hausfrauen gemacht. Ueberall wurden die Händler, die mit dem Preise aufschlagen wollten, recht ungnädig empfangen und die Frauen weigern sich, Milch, noch dazu recht schlechte Ware, auch noch zu höherem Preise zu beziehen. Unter diesen Verhältnissen haben die meisten Milchhändler auf den Preisaufschlag wohl oder übel verzichten müssen und die anderen werden bald nachfolgen, wenn sie ihre Kundschaft nicht verlieren wollen. Badenheim i. Rheinh., 1. Okt. Gestern nachmittag gegen 4V2 Uhr wurde Badenheim von einem schrecklichen Brandung lück heimgesucht. Bei Schlamp wurde mit der Dreschmaschine gedroschen. Kaum hatten sich die Arbeiter zum Vesperbrot niedergesetzt, da stand auch schon das Stroh von etwa 100 Haufen Frucht in Flammen. Bei dem herrschenden Windzug griff das Feuer rasend um sich und bald standen Scheuer und Stall in Flammen. Infolge des Wassermangels — die Wasserleitung versagte anfangs — fielen dem Elemente drei Scheuern und drei Stalle mit Nebengebäuden zum Opfer. Fünf Feuerwehren waren zur Stelle. Fast wie durch ein Wunder blieben die Gebiete von Bekanntmachung. bc§ a w Unter dem Ähweinebestand deS Heinrich Wagner zu Was die Höhe der festgesetzten Entschädigung anlangt, Lana-GönS ist ein Fall von Rotlaufseuche festgestellt worden, so sind,, wo irgend angängig, die höchsten Erträge und S-hSstsp-rr- ist verhängt. überall — — Gießen, den 3. Oktober 1905. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Hechler. ___all hohe Einheitspreise zugrunde gelegt worden. Die Entschädigungen, welche für die auf Ansuchen der Militärbehörde ab geernteten Felder gewährt wurden, betrugen bei Zuckerrüben nicht unter 85 Proz. des Wertes der ganzen Ernte, bei Kartoffeln und Dickwurz 50—75 Proz. der ganzen Ernte, in einzelnen Fällen auch 100 Proz. der ganzen ,OnulliiUllUUJUIll|» , Ernte. Auch die Kultur)chäden wurden in durchaus Unter dem Schweinebestand des Johannes Graulich angemessener Weise entschädigt, indem pro Ar 25 Pfennig und Karl Eckhardt zu Bollnbach ist ein Fall von Rotlauf- bis 2 Ml. gewährt wurden. seuche festaestellt worden. Die Kommission hat die Entschädigungen festgesetzt, die Gehöftsperre ist verhängt. sie bei pflichtmäßiE Prüfung zubiNigen konnte, und die ra.pfUn den 2 Oktober 1905 Entschädigungen sind als durchaus hinreichend und ange» un&e§ ^ci§anit Gießen. mesien zu bezeichnen. Wenn hiernach einige der beteiligten Großherzogliches Kreisamt Gießen. Grundbesitzer eine Enttäuschung erlebt haben, so dürfte dies '$* v q ________ lediglich aus ihre übertriebenen Forderungen zurückzu- führen sein, die die Kommission beim besten Willen nicht als berechtigt anerkennen konnte. Schließlich sei noch bemerkt, daß die Abschätzuugskom- zu Utphe Mission eine selbständige Behörde ist, auf die den Lokal- behörden ein Einfluß nickt zusteht. flUofronor beiden Geschichten in einem vorshakespcarischen Drama neben AllwlUjruiLr. einander liefen, und es ist mehr als wahrscheinlich, daß die Der Kaufmann von Venedig. Aufgabe Shakespeares gerade so wie später im König Lear Shakespeare und Venedig - welch ein Ausblick in darin bestand, aus altem wertlosen dramatischen Plunder die Zukunft! Wer wüßte einen mehr versprechenderen Auftakt den chm die rohen Schaustellimgen des altenglischen Theaters für die Ton- und Farbenfolge einer neuen Spielzeit! Der boten, die uns vertrauten, schönheitstrunkenen und hohecks- Gewaltiqste und Gewichtigste im Riesenreiche der dramatischen vollen Gestalten ju fäaffen. So muß der Hörer diesmal Dichtkunst versetzt uns in die wundervollste aller Städte unserer noch willenloser als sonst dem Gewalt gen folgen, der hier Erde, in eine freie Stadt von königlichstem Stolze seiner Zeit, m emjelnen Momenten unS1 mit tragi^en ®$Ql*crn1 ' von reichster Fülle weltlicher Pracht und Macht, ins „himm- um dann wieder durch leicht grayöfeg! Spiel alle unheim- lische Venedig", das sein großer Zeitgenosse Paolo Veronese lichen Tiefen der Menschennatur zu verhüllen. in einem Plafondgemälde des venezianischen Dogenpalastes Aesthetische Prinzipienreiter von großem Rufe haben in meisterlicher Farbensymphonie verherrlichte. Der frühere gar seltsame Kommentare zu dieser Komödie geliefert. Boden- Gießener Kunstprofestcr Adolf Philippi erinnert in der stedt, dessen Verdeutschung der Shakespeareschen Sonette mit soeben erschienenen 2. Auflage seines vortrefflichen großen Werkes Unrecht heute noch bekannter ist als die weit besseren von ,Die Kunst der Renaissance" daran, daß Dante sein „großes Wilhelm Jordan und Gildemeister, vollends als der neueste ernstes Gedicht nach der Kunstlehre seiner Zeit eine Komödie recht beachtenswerte Versuch von Max I. Wolff (B. Behrs nannte, weil es einen heiteren Ausgang hat. Auch eine Verlag in Berlin W. 35), nannte den . „Kaufmann von Komödie — so fährt er fort — im Sinne dieser Theorie ist Venedig" das hohe Lied der Freundschaft, als ob nicht die Epoche der Renaissance, sie hätte keinen glücklicheren Antonios Anpumpung eine ziemlich nebensächliche Voraus- Schluß haben können, als die fröhliche Kunst des (Venedig setzung bildete. Ulrici fand darin. eine Deduktion über das schmückenden) Paolo ^Veronese." Die zu allen Zeiten am Wort „summum jus summa injuria“. Gervmus meinte, er meisten bewunderte Bühn en-Komödie, im Sinne unserer wolle das Verhältnis des Menschen zum Besitz darstellen, rc. :c. Tage gesprochen, aus dcr Zeit- „Komödie" der italienischen Ein bischen Wahrheit steckt in allen diesen Grübeleien, aber Renaissance ist Shakespeares „Kaufmann von Venedig." unsere heutige Zeit hat doch unbefangener zu urteilen ge- „Die ausgezeichnete Geschichte des Kaufmanns von lernt über den Dichter und ferne Werke, die sich doch wohl Venedig, mit der allergrößten Grausamkeit Shylocks, des erheblich naiver und reflexionsloser geben, als jene Kgmmen- Juden, gegen genannten Kaufmann, da er ihm ein volles tatoren meinten, bis auf Jhermg und Kohler (von denen Pfund seines Fleisches herausschneiden wollte. Und die Ge- ich an dieser Stelle bei der letzten Aufführung des „Kauf- roinnunq Porzias durch die Wahl der drei Kästchen." So manns" vor vier Jahren sprach). Es ist auch ein Ziemlich altertümlich lautete der Titel dieser Komödie, als sie zum unnötiges Bemühen, wie es der unlängst verstorbene Bulthaiwt ersten Male im Jahre 1600 erschien, und in ihm spricht sich in seiner Shakespeare-Dramaturgie tat, alle die Widerspruche eigentlich schon der Stil des Stückes aus. Es enthält in der und Unmöglichkeiten ausführlich nachzuweisen, die der Hand- Tat zwei Hauptmotive, die wenig genug mit einander zu tun lung des Dramas anhaften; die suhlt leder ^ram,, trotzdem haben, und die zu voller künstlerischer Einheit zu amalgamieren aber weiß der Dichter uns tmmer mteber m seine Fabelwelt auch dem größten dramatischen Genius nicht gelingen konnte, zu zwingen, so daß wir mit allen (binnen ihm zu eigen Ihn reizte sowohl die phantastische Märchenhaftigkeit des werden. einen Stoffes, wie die burleske Tragikomik des anderen in Gerade bei solchem Ueberroiegen bc§ Märchenhaften um völlig gleichem Maße. In seiner sog. Shakespeare-Fibel, der letzte Akt, der an sich für die Handlung ebenso ent- die just dieser Tage in einer ganz billigen deutschen lieber- behrlich ist wie der groteske Ausklang seines „Sommernacht^ setzung bei Max Hesse in Leipzig erschien, spricht Edward traumes», zeigt ja, in welcher Stimmung uns der Dichter m Dowden, Professor der engl. Literatur an der Universität zu seinen Komödien entlassen will — ift e§ notig, aüe x)nuUon§- Dublin, die höckst annehmbare Vermutung aus, daß .diese fünfte spielen zu lasten und mit heiterer Farbenpracht die Aus SlM mrd AmÄ. Gießen, 4. Oktober. -HN- oor^erige «nmdbung unb °n '-d-m Wochentag- °on 8-1S Uhr °°r. D°rb ereitungsbienst unb die Prüfung " x>°n^u ben 2 Oktober der Terichtsschreiber bei ben Amtsgerichten ist $ ' KönialickeS Proviant-Amt. nach dem Regierungsblatt eine Abänderung der z. Zt. m Mmcilui)'8 Proviant»Amt. Arast befindlichen Bestimmungen eingetreten. Nach den neuen Bestimmungen muß, wer Gerichtsschreiber bei einem AmtS- Gericht oder Hilfsgerichtsschreiber bei einem Gericht oder Ge- ^andwirlschastliche Klagen". Hilfe der Staatsanwaltschaft werden will, das 18. Lebensjahr Wie uns von zuständiger Sette mitgeteilt wirb, ist die vollendet haben und gute Sittenzeugniffe besitzen; wenigstens tzerrsteNung des Artikels ,^Landv7irtschastliche Kla-gen" in drei Jahre mtt Erfolg hn VorberettungSdienst beschäftigt ge- unserer Nr. 231 nicht zutreffend. Das Abschätzungsgeschäft wesen sein und hiernächst eine Prüfung bestanden haben, konnte vor dem 12. September nicht begonnen werden, weil $um Vorbereitungsdienst darf nur zugelasten werden, wer sonst die Anmeldefrist für die Inhaber beschädicher Grund- ^Qg Abgangszeugnis einer Realschule mit 7jährigem Kurs stücke allzusehr verkürzt ivorben toare. 9M Eingmig b« besitzt, oder den Nachweis der Reife für die Unterprima eines Cchadensanmeldungen ist das Geschäft in der Zett i>om 12 Gymnasiums, Realgymnasiums oder einer Oberrealschule er- b^amtU™ fcÄÄft? «Ä bringt, gut, SÄ-nz-ugmsi- 6«totunb bte^ri^ang^rigteit ist auch, daß die Besitzer der geschädigten Fluren vor dem nachweist. — Bei einem Amtsgericht dürfen nicht mehr Asp - Eintreffen der Abschätzungskommission keine Landwirtschaft- ranten zum Vorbereitungsdienst zugelasten werden, als Ge- lichen Arbeiten hätten vornehmen können, sie sind viel- richtsschreiber und Hilfsgerichtsschreiber bei diesem Gerichte mehr durch mehrmalige Bekanntmachungen darauf hinge- angestellt find. — Diese Bekanntmachung trat mit dem wiesen worden, daß sie bei Anmeldung von Schadens- 19. September 1905 in Kraft. Für Gerichtsschreiber-Aspi- ansprüchen gleichzeitig auch die Entscheidung der Orts- ranten, die ihren Vorbereitungsdienst zur Zeit des Jnkrast- polizeibehörde darüber anzurusen Mter^ ob und rnwie- tceten§ ^er Bekanntmachung bereits begonnen haben, bleiben ÄfiÄilÄ di- biSh-rig-n V°rsch-ist°n mit d-° Maßgabe in Kraft, baß wirte hätten ihre Kartoffeln und Rüben schon um Mitte alle diejenigen, deren Vorbereitungsdienst nicht bis zum Be- August ernten müssen. Das Ersi'ckm ist vielmehr den be- ginn der nächsten Prüfung vollendet ist, sich einem dreijährigen *• Personalien. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog haben dem Pfarrer Otto Pabst zu Nieder-Beerbach die Das Pr°viant.Amt s-tzt b°n f-°ihänbig°n Ankauf van -vang-lisch- Pf°rrst°ll- a» b« ^"b"“S9emetn^ «BM 5,O89Cn' «5^?^ G-arg <^u^t, b-n gangbaren Tagesprnsen fort. Es werben Nachfuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen Kekmmtmachmlg. Betr.: Rauschbrand zu Utphe. Unter dem Viehbestand des Heinrich Rühl ist Rauschbrand auSgebrochen. Gießen, den 2. Oktober 1905. Großherzogliches Kreisamt Gießett. I. V.: Hechler. Kekamitmachimg. ö gegen 12 Uhr beendet. „ Als erster Zeuge ersckneN Kassierer Fleck vvn der „Ceres". Er sagte aus. daß ihn die kleine Rosa des Sonntags bei der Einkassierung der Mitaliederbeiträac unterstützt habe. Er habe Für Zuckerkranke ist das hervorragendste Frühstücksgetränk Perdynamin-Kakao. 1 Büchse a 3.50 M. in den Apotheken. Wagnis, das der „Kaufmann von Venedigs für eine Bühne wie die unsere bedeutet, doch verhältnismäßig recht wohl- geluugen. Roch muß der M u s i t gedacht werden, die für dis poetische Stimmung unseres Dramas kaum entbehrlich ist und deren Macht der Dichter gerade hier in herrlichen Worten preist. Man hatte aus romantischen Werken für liefen Zweck ein paar kleine Sätzchen zusammengesucht. Vieleicht wäre ein Mehr davon besser gewesen als die langen Zwischenaktstücke, die den Abend bis Mitternacht aus- dehnten. Die Ouvertüre zu den lustigen Weibern aber war sehr wohl geeignet, die rechte Stimmung af§ Vorspiel zu erwecken. Ueberflüssig blieb dann allerdings die Lohen- grin-Ouvertüre. Alles in allem: es war ein interessanter und ver» heißungsvoller Abend und das vollständig gefüllte Haus spendete reichen Beifall. P- Witt ko. streng sittlichen Lebenswandel geführt. Sie sei aber sehr reizbar und Zähzornig, man könne aber nickst crnnehmen, daß sie sich ihrer .Handlungsweise nicht bewußt gewesen wäre: sie habe vielmehr alle Vorbereitungen zu der Tat mit vollem Bedacht ge- Rach Feststellung der Schuldfragen an die Geschworenen führte Staatsanwalt Müller aus, daß die Mordtat an das Verbrechen Duddes erinnere und nicht minder ruchlos sei. Das Verbrechen et an einem Hellen Sonntag in einem belebten Dause begangen worden und nicht von einem verkommenen Manne, sondern von einer Mutter an einem unschuldigen Kinde, nachdem sie eben erst ihr eigenes Kind an der Brust gehabt. Die Tat sei von der Angeklagten Tage hindurch wohl erwogen und mit großer Kaltblütigkeit ausgeführt worden, sie habe die Leiche mit Sand und Chlorkalk bestreut, um die Entdeckung zu verhinderw Der Staatsanwalt beantragte zum Schluß, die Angeklagte des Mordes in idealer Konkurrenz mit aualisiziertem Raub schuldig zu prechen. , , ,, Der Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Bopp, legt m längerer Rede die zahlreichen Mildcrungsmomente für die Angekalgte dar und bittet, die Tat als ohne Ueberlegung ausgeführt zu betrachten und nur auf Schuldig des Totschlags zu erkennen. Rach einer längeren Replik des Staatsanwalts und Duplik des Verteidigers, sowie der üblichen Rechtsbelehrung der Geschworenen verkündet der Obmann nach kurzer Beratung, daß ihr Spruch auf Schuldig des Mordes in idealer Konkurrenz mit qualifiziertem Raube laute. Das Gericht verurteilte darauf die Angeklagte dem Anträge des Staatsanwalts entsprechend znm Tode. GeriÄtsiaal. Vorsrcht bei derTheatergarderobe! In einem Zivilstreit gegen den Pächter einer Theatergarderobe ist ein für weitere Kreise bemerkenswertes, rechtskräftig gewordenes Urteil ergangen. Ter Besucher eines Theaters in Berlin hatte seinen Hut und Ueberziehcr in der Garderobe abgegeben und dafür die übliche Garderobemarke erhalten. Nach Schluß der Vorstellung gab der Herr diese Marke an dem Garderobenplatze an eine dort beschäftigte Frau ab, erhielt aber seine Garderobe nicht, vielmehr war diese von einer anderen Person, die die Hand danach ausstreckte, in Empfang genommen worden. Der betr. Herr verlangte den Schadensersatz in Höhe von 67 M. und beschritt den Klageweg gegen den Pächter der Garderobe. Sein Vertreter hielt den Garderobe- päclster auch unbedingt zum Ersatz des Schadens für verpflichtet, während der gegnerische Rechtsanwalt diese Pflicht bestritt. Durch die Beweisaufnahme wurde festgestellt, daß der Kläger als einer der letzten Theaterbesucher an der Garderobe erschienen war und die Marke einer dort angestellten Frau übergeben hatte. Diese hatte die Sachen geholt und die Nummer der Marke laut aus- gerufen; dann wurden die Sachen einem danach greifenden Herrn überlassen. Rechtsanwalt Dr. Werthauer war der Ansicht, daß bet dieser Sachlage die Hingabe der Sachen an eine nicht berechtigte Person lediglich der Unachtsamkeit des Klägers zuzu- schrciben sei uitb dieser auch den selbstverschuldeten Schaden zu tragen habe. Tas Gericht stellte sich aus denselben Standpunkt: Es'wäre Sache des Klägers gewesen, unter den obwaltenden Um» stünden, wo ein Gedränge oder Lärmen, das seine Aufmerksamkeit hätte ablenken können, nicht vorhanden war, aus das Ausrufen der Nummer zu achten, nachdem er diese aus der Hand gegeben, bevor er im Besitze seiner Sachen war. Ter Kläger habe hiernach den Verlust seiner Garderobe int wesentlichen selber verschuldet und mußte mit seiner Klage abgewiesen werdeit. Jedenfalls kann unter keinen Umstanden hier ein großes < Drama zum bloßen Ausstattungsstück herabsinken .... i Daß das Stück eigentlich keine führende Hauptrolle hat, i wie ja auch der oben zitterte lange Titel lehrt, zeigte die ‘ gestrige Aufführung. Sonst gruppiert sich zumeist alles um ' Shylock, den teuflischen Juden. Daß das diesmal nicht der Fall war, daß kein anspruchsvoller Virtuos rücksichtslos sich hervordrängte, daß jeder dem anderen freien Raum gab und sich bescheiden ms Ensemble fügte, das war vielleicht ein kluges Werk der Regie, vielleicht auch nur ein aus den Ver- hältnisicn sich ergebender Umstand. Darum würde ich in meinem Urteil nicht, der Regel gemäß, mit dem Juden, sondern mit dem Kaufmann beginnen, wenn ich über seinen Darsteller, Herrn Ramann, etwas zu sagen wüßte. Aber das ist schlechterdings unmöglich, denn diese sehr undankbare Rolle verurteilt den Darsteller zu völliger Passivität. Wenn ich sage, Herr R., ein Mann von respektabler Figur, zeigte den edlen Schwermut des Vorbildes, dann ist damit alles und nichts gesagt. So beginne ich eben doch mit dem Juden. Aber auch über ihn vermag ich nicht viel ztt sagen. Shakespeares Zeitgenosse Burbadge spielte den Shylock in abschreckender Häßlichkeit, mit rotem Batt und grotesker Rase, durchaus als Verhöhnung des Judentums ganz nach dem Wunsch und Sinne Alt-Londons, dem eS nie einfallen konnte, mit diesem märchenhaft blutgierigen und rachedürstigen Ungeheuer Mitleid zu empsinden. Italien war damals Altengland in der Kuttur weit voraus, und Tizian wie auch der von Shakespeares spätem Landsmanne Ruskin weit überschätzte Tintoretto und andere venezianische Künstler des 16. Jahrhunderts haben das Judentum unparteiischer dargestellt. Forscher unserer Tage meinen herauSgefunden zu haben, daß in der seltsamen Sage von dem Menscheufleisch-Patte alte Teufelslegende stecke, von dem Satan, der die Rot des geld- bedürftigen Ritters benutzt, bis die heilige Jungfrau — hier ist die erbarmende Himmelskönigin zur gnadenspendenden Porzia geworden — ihn erlöst, sodaß dann eine entfernte Verwandtschaft sogar der Shylock-Fabel mit Faustmotiven entstünde. Herr Mendel machte aus dem Shylok keinen Satan, aber auch, was gnmdfalsch gewesen wäre, ebenso wenig einen edlen Dulder, ein beklagenswertes Opfer antisemitischen Fanatismus. Doch er batte ihm auch nicht das allein paßende Gewand des Lustspiels gegeben, das, als erster wohl und vielleicht als einziger, Mitter- wurzer ihm lieh. Eugen Guglia macht in seiner Mitter- wurzer-Monographie (Wien 1896) außerordentlich interessante Mitteilungen darüber. Aber Herr Mendel verstand eS, daß >nuß man ihm nachsagen, zwischen Tragik und Kontik einen recht beachtlichen Mittelweg einzuschlagen, den ich bisher noch keinen Shylockdarstcller habe wandeln sehen. Er betonte alles, was ben furchtbaren Haß Shylocks verschulden kann, bei der gänzlichen Vernichtung nach dem Richterspruche erweckte er unseren Anteil; aber auch der Grundcharakter des Niederträchtigen, Heimtückischen, gemein Listigen kam nicht durchaus zu kurz, und besonders die Gerickstsszene wußte er recht einßufton Hoch und Joh. BetteS verschont. Wären noch diese ergriffen worden, dann wäre große Gefahr geraden fur bte äolische Kirche und das Pfarrhaus. Aber zum Gluck hatte sich der Wind gedreht. Menschenleben sind ntcht zu beklagen, gingen mehrere Stück Vieh, banrnkr -we.mert- volle Pferde, zu Grunds__^°lirn') — Die von uns mehrfach erwähnte, von dem Dramaturgen und Regisseur Karl-Ludwig Schröder in Berlin herausgegebene Monatsschrift „Dramaturgische Blätter" hat eine Probe- mmrmet herausgegeben, die auf Wunsch zur Ansicht gesandt wird. Aus dem Inhalt feben wir die Artikel vvn Max Hochdorf (Theatcr- zulunftV Dr. Tausk (Semele), Dr. Schlismann-Brand (Einheitliche Rcgiebücberi und Berger (Die Kartothek im Theaterbettieb) hervor. Die Rundschau enthält in den Rubriken Theatergeschichte, Bemerkenswette Aufführungen, Dramattsche Vereine, Thcater-Ro- tizen, Theatervcttvaltung, Theaterschule, Theaterbau und Technik, Personalien. Bücherbesprechungen ufw. wieder reiches, übersichtlich geordnetes Matettal. Eine fleißig zusammengestellte Zeitungsund Zeitschriftenschau verdient Dank. Eine neue Rubrik „Theater des Auslands", die mit einem Artikel über das polnische Theaterwesen eröffnet wird, soll mit dem wenig bekannten polnischen, ungarisfan, böhmischen und kroattschen Theater vertraut machen und einen internationalen Austausch anbahnen. Die Einleitung spricht vvn großen Plänen, für die die Mitarbeit weiterer Kreise angerufen wird. Die Zeitschrift wünscht Kenntnis und Interesse des Publikums für Theaterdinge zu vertiefen und verdient in biefem Bestreben rege Unterstützung, lKommissionsverlag R. Lechner u. Sohn, Wien I., Seilerstätte 5.) — Am 2. d. M. starb auf dem Landsitz seiner Verwandten der französische Dichter Josö Matta de Heredia. HerediÄ war 1842 in Fortune-Cafeyere auf der Insel Kuba geboren, kam früh nach Frankreich und studierte in Patts. Ettt im Jahre 1895 erschien seine Gedichtsammlung „Les Trophäes", an der er Jahrzehnte _ gearbeitet hatte. Im Jahre 1895 wurde Heredia Mitglied der französischen Akademie. Seit 1901 war er Direktor der Arsenalbibliothek. — Hermann Hesse: Unterm Rad, Roman. (S. Fischer, Verlag, Berlin.) Geh. 3.50 Mk. — Der Dichter des „Peter Camenzvw" behandelt in seinem neuen Roman ein in mancher Beziehung ähnliches Thema wie ©traun im „Freund Hein". Ein Schüler, begabter als der Durchschnitt, konrmt nnters Rad und geht an der Ueberfpannung seiner Kräfte durch die Schule zu Grunde. Hesse hat als echter Künstler gehandelt, indem er nicht eine Originalität des Stoffes anftrebte, sondern seine natürliche Originalität der Behandlung durchsetzte. Er schildert eine ucinbürgeriifa, durchaus prosaische Welt und hebt seinen Helden garnid't besonders darüber empor. ?lber in dieser Beschränkung zeigt er sich als Meister. Auge, Herz und Hand sind gegen den Eamenzind in ihrer Sicherheit iwch erstarkt. Die Schilderung, von feinen Erfindungen im Einzelnen belebt, ist sehr rein. in der RaÄbarfchart laviert, wahrend ^^um Glaftr Lotz ging. Gr mollte sie vor dem Hause erwarten, da sie aber nifa fam, Säte er selber nach ihrem Verblech. Bei ferner Metten 9tafa Sack habe Frau Lotz ganz harmlos getan und gefragt, ob er Kt eine Tasse Kaffee trinken wolle. Venn Auffmden ^Senfr habe der Ehemann wfott cnrsge^len: ,/Oh! meme llWung Der steuge erflatt, er habe zuerst an das Verbrechen gar. »rcu glauben wollen und esf nicht für möglich gehalten, daß ein f sfaoächlifa Frau das Kind umbringen und die Leiche auf ber Leiter zum Dachboden hinaufbefördern konnte — Nach einigen unwesentlichen Zeugenaussagen wurde Glaser Lotz vernomm . Ergibt "zittmit fettmr Frau häufig in Streit gekommen zu sein und ihr auch öfter Ohrfeigen gegeben zu haben, habe ferner ■trau allerdings nur 10,50 Mark Wirtschaftsgeld.gegeben, aber die lausenden Rechnungen cxtta bezahlt. Die ^nommnisse vor und nach 'der Mordtat ichttdett der Zeuge in uwstandlicher Weise ganz im Sinne der Anklage. Bald nach Bekanntwerden der Tat seien Berichterstatter Vvn Frankfutter Blattern bei ihm zweien und hätten sich von ihm nähere Angaben wachen lassen, einem Vertreter der Presse habe er auf seinen Wunsch eine Photographie der kleinen Lotz übergeben. Auf weiteres Befragen erklatt der Zeuge, er habe sich außer den Ohrfeigen an ttwer Frau nicht vergriffen, dagegen sei die Frau oft jälHvrmg genrorben und Ham sich vor Wut die Kleider vom Leibe geriffen. Run kam es, noch zu einer sehr erregten Szene zwischen der Ängcklagten und ihrem Ehemann, der sofott nach der Tat die Ehescheidun^ln-ge em» leitete und sich überhaupt recht roh in der ganzen » S ä MS ÄS SÄ'S-S'.™» auch Stenern und ^hniiim^mitteichuldig ^ark' Schulden drohenden Verlangen ihres Mannes, die Sache mit wiederin Ordnung zu bringen^^fam ijr, nieJe mit toludgenöc Stimme weiter aussagt, der Gedanke, sich mrrch eine wroangn m den Besitz von Geld zu setzen. ^>te ^e^daß dre flein Rosa Luckett cnich zu ihr kommen und den Wochmibtttrag für de Svarverein .Ceres" cinfameren wurde, und vcstwotz, mo i a rben^nb zu berauben. Sie,habe ffan tagelang vorher bnrüber nachgedacht, wie sie das Kind am besten töttn könne. Am Samstag, den 28. Man. habe sie fae befan Kttidc schon früh artgeflribrt und weggeifackt, auch der Mann verlieb sfan am Morgen die Behausung, um Besorgungen auszufuhren^ Gegen 11 Nhr vormittags, als sie gerade ihr Kwd gestillt hatte, kam die fleine Rosa, um den Üblichen Mittag Vtoti? Matt »u erbeben Sofott schnürte die Angeklagte demKind St K, SHltf Waschl-i^c d°n S-ls tu. w»b-, -s Trinen Laut von fich gab. Als das Kmd dann S"r Erbe rifc ber Strick und sie ergriff sofott ein Handtn.ch, und Jq cs mn HalL so fest zu, bor das Kind nach wenigen ^eflindcn wgungsl^ liegen blieb? Sie nahm ihm nun zuerst dw Tasche mtt dem Gelb ach und verstehe sie m ber ^ph-ecke, spater iw Ofenrohr. Die L e i ch e s ch l e p p t e ,f i e auf dcnDa chboden. ben .Hut des Kindes verbrannte sie nn Ösen. Bald oarauf erschien der Onkel des Kindes, Fleck, und fragte, ob Rom noch nicht dagewesen sei, lvas die Angeflagte verncmte öie begab sich dann m die Rafaarsfast, um Waren einzukanfen. Rach ihrer Mckkelw kam ihr Mann wieder und auch Fleck, der grope Angst über das Verschwinden des Kindes ausspraco Ms am Rachnnttag der Monn wieder weggegangen war. überkam die Fran Angst Sie glaubte zu hören, daß die Ro,a noch lebe. Sie wollte die Leiter zum Dachboden hinaus, mutzte aber wieder umkehrm, weil sie eine schreckliche Furcht überkam Der Mann kehtte abends 6 Uhr wieder zurück. Als er den aufgeregten Zustand seiner Frau bemerkte und erfuhr, daß da^ Kind noch nickst aufaeftinden, schöpfte er Verdacht und durchpichte die Wohnung. fand aber nichts Verdächtiges: ein Kttimna!schntznlann, der dann erschien und in der Wohnung Umschau hielt, entdeckte ebenfalls nicht- Am späteren 9(benb erfdricn noch einmal Kttmmal- polizei und entdeckte nimmehr die Leiche auf dem Boden, mit alter Leinewand bedeckt. Die Angeflagte leugnete zuerst entschieden, vvn der Mordtat etwas zu wissen, meinte vielmehr, daß vielleicht ihr Bruder dagewesen sein und das Schreckliche aus- grfüchtt haben könnte, ber sei ein ganz verkommener Mensch imb zu allem fähig. Nach längerem Vorhalt geftanb bie Angeflagte noch am Abend vor dem Amtsrichter Dr. Willenbücher die 4,at ent. Damit war bie vorläufige Vernehmung der Angeflagten driicksvoll zu gestalten. Im ganzen also warZ eine interessante, wenn auch nicht bedeutende oder gar übemagende Leistung. Wir werden Herrn M. ja wohl in der ersten Theaterverein- Vorstellung, die unS den, übrigens dem „Kaufmann von Venedigs nur allzu sehr nachgebildeten „Grafen v. Charolais^ *) bringen soll, als Jtzig wiedersehen. Die eine Szene, die er in diesem Stücke hat, ist für ihn so ergiebig, daß alsdann wohl ein abschließendes Urteil über Herrn Mendel sich wird allen lasten. Frau Bayrhammer, eine Dame von schlanker, chöner Gestalt mit etwas unfertigen, noch nicht abgerundeten Bewegungen, gab die Porzia mit lebhaftester Hingabe, voll munterer Laune nicht nur in den heiteren Partien, sondern elbst in der würdigen Gerichtsszene, wo vielleicht doch ieffer das Komödienhafte noch ein wenig diskreter hatte behandelt werden können. Ein wenig mehr Diskretion, weniger lebhafter Farbenauftrag wäre der Dame, die gewiß nicht unbegabt ist und eine recht resolute, ftisch zupackende, flotte und kecke Art zu haben scheint, wohl im allgemeinen zu empfehlen. Möglich allerdings, daß sie, um der natürlichen Schüchternheit eines ersten Abends zu entgehen, dem erzwungenen Gegensätze zu sehr erlag. Als marokkanischer Prinz, eine Art Raisuli zu Shakespeares Zeiten, entfaltete Herr Steingötter ein gewaltiges, stark parodistisch akzentuiertes Feuer, sodaß er mitsamt den von seinem Fürstenblick gehemmten, höchst verwunderbaren atlantischen Trabanten die Lacher auf seiner Seite hatte. Komischer aber war noch der Aragonier des .Herrn Käsmann. Zwar war die Narrheit übertrieben, zumal dieser Spanierprinz eine Reihe (sie sind freilich in der Bühnenboarbeitung gestrichen goldener Worte spricht, und schließlich mit netter Selbstironie sich zurückzieht; aber recht konsequent und mit köstlicher Miene vor getragen, machte sie lachen. Herr Goll sprach und hielt sich als Bassanio gut, doch hätte man dem cieaanten Nobile, ber die Hand der reichen Porzia sich erwirht, ein pmnkenderes Kostüm geben sollen. Recht heiter und lebendig waren die Herren Reimer (Graziano) und H e r r s ch e r (Lanzelot), auch Herr Rauniger (Salarino) mar nicht übel. Vielleicht besitzen wir in diesen drei neuen Herren ein recht vergnügliches Kleeblatt, das uns manche lustige Stunde verschaffen wird. Auch die uns wohlbekannten Herren Lüttjohann (Lorenzo) unft Lippert (Gobbo) sowie Frl. Ruf all in ihrer Munterkeit wiederzusehen, machte uns Freude. Frl. Schelle n be r g war eine neckischeNerissa und Frl.D on e cker, die „Maria Friedhammett' der vorigen Spielzeit,eine recht innige ^fiica Allerdings waren die ivenig.cn erfreulichen Eigen- hinter Shylocks ziemlich gemildert, ob mit ist fraglich, denn der Llpfel fällt gewöhnlich nicht wett vom Stamme. Wenn sich auch einzelne erhebliche Unebenheiten be» merkbar machten, wenn die Pagen des Aragoniers wirklich ein . ttein wenig besser hätten drejfiert werden können, wenn die tzstilerie rm Gerichtssaal sich nicht gar so vorlaut benommen hätte und die Lauten spieler öivi J!uc5 wenigstens einen ge» ’ ringen Lebenshauch hätten besitzen können, so ivar das große Buchausgabe: S. FffcherZ Verlag m Berlin. kranke tiicksgetränk Kakao. < Apotheken. I F^Srüss »etkbt. Ä>fe erwogen imk . $Qt fe; ".ÄS r» 'tm Ltz^ ‘'/fih’bu g'8"3"« Legung *®“ÄÄ*£ n Nubrnen «STÄ? '.ffifegS ,ssKss ,:4»4Ss< Mi n 2ÄerC&£r Oberen, Jnstl Jahre mf \ Paris. Az/, an der itrlt M®« S»d? ing'-7^ i89o tvE ^rektln: «Wl'wrt“ , e. (©• ■■S "K- MhandluLM Tprof^ Oer tj , nb teMrdnobe JÄ ft,9ÄUrl,i °bMb« enpla^e an eine dort bk- *J1*» «usfeeite, Irins n?erIan9te den chritt ben Klageweg geqen bcbaben? sur verpflichte, Durch daß der Klager als einer erobe schienen war und - übergeben hatte. Diese nn bei Marie laut auL i danach gteiienben Herrn war ber Ansicht, datz bei n an eine nicht berechtigte 12l§,?I59eT§ ruzu- tverschuldeten Schaden zu uf denselben Standpunkt: ter den obwaltenden Um- das seine Ausmerksamteit oat, aus bas Ausrusen ber - der Hand gegeben, bevor Kläger habe hiernach den ien selber verschuldet und den. Willi. Reibeir Seltersweg 38 •T'vwyv' [4915 treffen heute ein bei 58 403 41 506 64 657 65 88 89 67 74 702 68 854 70 84 74 102 [400 612 30 |400 eipz 536 43 75 Schellfische blutfrisch in Eisprrüurig Georg Wallenfels Marktplatz 21 Telephon 46 MMcrd.EWl-AMkc Felten »Guilleaume Lahmeyerwerke Aktien - Gesellschaft Technisches Bnrean Frankfurt a. 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(Ohne Gewähr.) 87 [400] 328 463 [400] 512 58 85 668 740 45 [400] 915 42 1027 55 136 204 19 70 321 496 506 55 67 705 66 [400] 804 [2000] 27 85 74 906 27 66 2103 90 [2000] 268 349 64 521 47 58 615 [400] 754 97 963 67 72 11000] 8029 97 141 51 62 67 236 69 310 30 505 13 96 611 738 87 833 80 984 87 [1000] 4019 [400] 79 [400] 259 [400] 319 74 91 [400] 517 44 Rud. Sacks neueste Saemaschinen mit feststehendem Saatkasten, s&en bergauf und bergab ohne Radwechsel alle Fruchtarten. _____ Rnd. Sack’e ein- und mehrscharige Filüge für alle Bodenarten mit öl- und staubdichten Radnaben Neueste Wendepflüge mit “X» Holz- und Stahlgründel, Kartoffelerntemaschinen ■aMÄjffläißöStiySv*«*- Kartoffelsortiermaschinen Ackereggen, Diingerstreumaschinen, Putzmühien, Trieure sowie alle Maschinen für die Landwirtschaft stets in grosser Auswahl vorrätig. Kataloge und Preislisten gratis und franko l Fernsprecher 218 M. 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Internationale Ausstellung für Kochkunst, Hotel- und Wirtschaftswesen mÄ Weinmarkt V0”i.3S.’ oktob?rber Frankfurt a. M. 1905. In den 8000 qm grossen Ausstellungshallen an der Forsthausstrasse. Nahe Hauptbahnhof. 40111 89 98 203 87 46 384 405 10 [5000] 21 22 u 81 94 635 844 63 [400] 908 21 36 63 64 [1000] 41221 [400] 81 87 [400] 850 546 [400] 96 617 [ 4001 38 742 ,1000 ] 64 97 832 912 47 93 ]400] 42025 38 81 132 67 [400] 73 216 [1000] 302 10 59 69 , 400 , 400 [400 540 71 601 [2000] 74 722 91 99 900 [400, 52 [10001 96 4.3061 148 51 [400 76 214 [1000l 24 59 65 ,1000] 92 300 37 428 [400] 60 556 [400] 639 78 Elektr. Licht- und Kraft-Anlagen Dynamos Motoren Transformatoren Preislisten und . Vorberechnungen k kostenlos j JLissw®rk.aiiI Wegen Geschäfts-Uebergabe unterstelle ich meine gesamten Lagerbestände einem vollständigen Ausverkauf zu herabgesetzten, sehr biUiqen Preisen. Aussergewöhnlich günstige Gelegenheit zur Anschaffung von kompl. 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Oktober 1905, überall erhältlich. b'28/e Magenleidenden ss28'„ teile aus Dankbarkeit gern unentgeltlich mit, rote ich von jahrel. schweren Leiden befreit wurde. Nein lSeheimnnltel noch Medizin. Bruns, Lehrer a. D., Hannover, Harlmannstraße 2. 7 2063 75 125 [1000] 237 66 70 , 400] 357 421 609 11 16 31 901 4 28 40 66 73024 42 ,400] 61 71 252 57 70 79 378 461 539 74 674 89 712 [400] 849 74009 99 233 [400] 43 335 [1000] 71 77 553 83 671 [1000] 710 14 33 40 69 861 ,1000 ] 912 15 26 38 57 77 75096 [400] 148 97 [400] 305 25 400 8 26 77 [1000] 506 [400] 55 61 644 [5000] 50 707 803 51 70 75 87 974 95 76022 93 [1000] 126 337 82 88 422 38 [1000] 68 525 [400] 58 634 94 725 40 66 [400] 834 988 7 7048 [1000] 94 96 148 206 24 32 47 839 [10001 418 589 628 711 804 65 952 70 78024 49 65 114 37 [400] 45 [1000] 56 81 218 42 Ml [1000] J08,32 [20001 98 612 605 [4001 87 llOuO] 707 80=,48 50009 bU 95 136 273 ,400] 536 [1000 t 71 «03 33 46 884 917 47 [400] 51001 52 107 13 204 24 75 93 [4001 380 [1000] 37 420 [400 ] 46 518 [400] 19 [1000] 76 94 691 1400] 788 [400 ] 92 8o6 927 [1000] 63 52003 13 97 149 58 72 253 75 [ 20001 82 312 20 44 [1000| 52 57 73 446 55 95 565 [400] 70 79 667 76 [400 , 713 16 85 833 68 74 ] 400] 942 63 83 53005 9 25 52 82 240 52 60 66 [400] 416 525 606 9 34 [1000] 54 60 702 33 55 96 840 65 86 54015 [400] 149 [1000] 53 218 49 308 ,2000] 30 Wohne von Montag, dem 2. Oktober ab Bahnhofstraße 15 (früher Nassauer Hof). Iran Aessoff Wwe. frühere Inhaberin des Frankfurter Bierketter, Bahnhofstraße. 703 [2000] 65 [400] 880 ,10001 933 56178 264 425 512 49 69 [400] & [400] 84 604 19 63 67 [1000] 729 837 40 974 [1000] 57051 84 103 [400 48 49 227 28 326 415 528 75 625 [400] 702 29 [400] 89 97 [400] 801 [1000 27 37 [400] 42 [400] 43 12000] 85 912 [400] 27 96 58150 82 217 64 [1000] 335 X] 45 [1000{ 58 91 4^8 75 582 608 81 87 714 [2000] 79 90 833 60 79 82 94 924 85 96 5 9052 106 19 24 73 2o6 87 05 329 418 517 21 29 [1000] 73 [400] 83 93 [400] 649 53 [40 01 70 902 9 22 [400]| 591 72 60156 288 [400] 97 309 406 515 45 76 77 [400] 667 / 20 26 70 847 68 75 92 947 [400] 70 61097 204 99 339 447 48 61 506 [400] 27 44 7o 631 ,1009] 44 [1000] 67 736 810 24 934 47 [400] 62034 ^4 12000] 89 93 100 233 304 411 63 , 2000] 70 76 540 57 85 [1000] 667 [1000] 83 741 9oo 70 63072 110 44 70 200 83 302 5 7 418 60 529 89 643 713 811 [400] 20 38 84 924 68 89 95 99 64131 53 250 70 316 [400] 42 91 493 504 712 [1000] 36 44 46 820 38 [400] 57 75 994 L J6 5010 47 208 , 400] 75 349 423 37 70 [400] 72 506 42 55 657 1400] 781 [400] 814 943 68 1 400] 66059 65 70 122 67 , 400 ] 318 (10001 35 71 480 551 79 651 [400] 718 59 ,400] 71 856 68 80 [400] 95 ,1000] 929 [2000] 6 7035 39 47 256 93 321 32 37 87 429 57 507 13 43 [1000] 616 41 52 720 [400] 41 834 37 [1000] 63 73 83 957 68081 92 123 50 97 240 310 62 66 520 58 704 905 98 69050 67 74 269 329 82 [400] 83 480 86 569 70 735 Henk KKtzW Gebr. 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Wir eröffnen in unserm Vereinslokal „Cafe Ebel' zwei Anfängerkurse und zwar 1. für Damen, Beginn: Dienstag, den 10. Oktober, 81/, abds. 2. für Herren, Beginn: Montag, den 9. Oktober, 8'/, abends Das Honorar beträgt 6 Mark. Anmeldungen werden bei Beginn des Unterrichts entgegen» genommen, auch können solche vorher bei unserem 1. Vorsitzenden, Herrn Ed. Schissnie, Grünberger Stratze 3, vorgebracht werden. Meisberger Stenographen-Verein (6. $.) M. 1861 _______________rniii TMnkrWeii.__________T.v, Tiae Beriitz School al 1ÄWW jetzt Schalstrasse 10, I. Et. 4 gold, 2 silb. Medaillen. Weltausstellung St Louis: Grand Prix. Englisch — Französisch — Italienisch Oberleiter: Prof. M. D. Berlitz, Chevalier de la L6gion d’honneur Da viele Damen und Herren der letzten Probestunde nicht bei« wohnen konnten, weil der Saal überfüllt war, wird noch eine Probestunde nach der Berlitzmethode am Donnerstag, dem 5 Oktober, 81 /, Uhr abends im Hotel Einhorn, Lindenplatz 1, in einem separaten Saal, stattfiuden. U6540 Der Untericht im Französischen, Englischen und Italienischen wird von Lehrern der betreffenden Nationalität erteilt und kann ,%'i o