Montag 4. Septeniber 1905’ «ein 155, Jahrgang Erstes Blatt S23 EM 1898 dz 536 232 dz I'» »er* einigten Metzger nach wie vor 1. Qualität Rindfleisch $vt, 1904 40118 dz 23 381 „ 9 755 24 694 . em» und auf stellung der Fleischeinfuhr aus den Jahren Es wurden eingeführt: 97 943 dz eine Ver^ 246 438 dz belief. Aus Alz y w.d uns geschrieben, daß dort die Kachrichten aus Muß'and. Der Gesamtverband der Berufs verbände der Aerzte, Juristen, Ingenieure u. s. w. betraute die einzelnen Verbände mit der Aufgabe der praktischen Durch- ührung des Generalausstandes. In Reval stellten die Arbeiter aller Werkstätten mit Ausnahme einer die Arbeit ein. Die Mannigfaltigkeit der von den Ausständigen erhobenen Forderungen, die mit jeder Stunde eine andere ist, stempelt den Ausstand zu einer politischen Bewegung. Energische Maßnahmen sind getroffen, um die Unruhen zu beschwichtigen. Auf eine Kosakenpatrouille wurden aus der Mitte eines Arbeiterhaufens zwei Revolver- schüsse abgegeben. Ein Arbeiter wurde festgenommen und der Haufen zerstreut. In Warschau verurteilte das Kriegsgericht den Sozialistenführer, früheren Redakteur des „Posener Volksblattes", Johann Kasprzak, der im April 1904 bei der Entdeckung einer Geheimdruckerei vier Polizeipersonen lötete, trotz ärztlich konstatierten Irrsinns zum Tode durch den Strang, nnd seinen Genoffen, den Ingenieur Benedikt Gurtzmann, zu 15 Jahren Zwangsarbeit. Wie die „Times" aus Petersburg meldet, können die drei neu erbauten Kriegsschiffe „Andrej Peroosvanni", „Kaiser Paul" und „Iwan Zlastonst" nicht fertig gestellt werden, da sich jetzt herausgestellt hat, daß die Maschinen für den Schiffsraum viel zu groß sind!! Die Lage in Schuscha (Kaukasien) bleibt bedrohlich, nach neueren Nachrichten soll die Stadt in Flammen stehen. Die umliegende Niederung ist von bewaffneten Tataren erfüllt, den dahin entsandten zwei Bataillonen soll Artillerie folgen. Die Bewohner der Umgegend flüchten in die Berge. Im Dorfe Muchranj, Kreis Duschet, ist ein Teil der Mauer des Guts Hofes des Fürsten Bagration Muchranski mit Dynamit in die Luft gesprengt worden. In der Nähe von Gori ist Fürst Erisow ermordet worden. Arrs?and. Christiania, 3. Sept. Die hiesige Preffe beklagt, daß die Statuten der Nobelstiftung es unmöglich machen, dem Präsidenten Roosevelt in diesem Jahr einen Friedenspreis zu schenken, da sie erfordern, daß ein dies» bezüglicher Vorschlag vor dem 1. Februar eingereicht werde. Voraussichtlich wird ein solcher Vorschlag im nächsten Jahre zu rechter Zeit gemacht werden. Madrid, 3. Sept. Nach Meldungen aus Barces lona wurden dort durch einen Bombenanschlag mehrere Personen getötet. Die Zahl der Opfer ist noch nicht festgestellt. Budapest, 3. Sept. Eine Liga des allgem. Wahlrecht« hat sich in Budapest gebildet. An der Spitze dieser Liga stehen einige Universitätsprofessoren; die Mitglieder rekrutieren sich fast ausschließlich aus den Kreisen der Intelligenz: Schriftsteller, Advokaten, Mittelschullehrer usw. In emem Aufruf, den die Liga erläßt, heißt es u. a.: Ungarn stehe an einem geschichtlichen Wendepunkt; da§ Schicksal der nächsten Zukunft werde sich jetzt entscheiden. Die Frage sei, ob das Land die im Jahre 1848 begonnene Politik der Rechtsgleichheit und der allgemeinen Bildung fortsetzen wolle oder! ob es in kurzsichtiger Gleichgültigkeit die brennenden Aufgaben des modernen Europa übersehen wolle. Konstantinopel, 2. Sept. Ein Telegramm Feist Paschas meldet, daß die türkischen Truppen am Donnerstag nach Vertreibung der Aufständischen Sana genommen haben. Petersburg, 2. Sept. Der Schah von Persiek traf heute nachmittag in Petershof ein. Er wurde am Bahnhofe von Kaiser Nikolaus und den Großfürsten empfangen. Der Kaiser und der Schah fuhren zum Großen Palais, an dessen Eingang Hofminister Baron Fredericks erschienen warr Sie begaben sich zum Salon der Kaiserin, wo die Kaiserinnen Alexandra und Maria Federowna, sowie die Großfürstinnen^ den Schah begrüßten. — Dieser Entrevue wird mit Rücksicht auf den englisch-japanischen Vertrag das größte’ Interesse zugewendet. Man weiß, daß der Schah von gewissen Vermittlern sehr lockende Anerbietungen erhalten hat,, um englischen Gesellschaften wichtige wirtschaftliche Konzessionen zu machen, daß aber die persischel Negierung keine definitive Zusage machen will, bevor eine Auseinandersetzung mit Rußland erfolgt ist, welches au« früherer Zeit gewiße Zusagen besitzt. Daß mit der Verminderung der Einfuhr schlechterung der Ernährung eingetreten ist, zeigt die Zunahme der Einfuhr von Därmen usw.; es wurden ' geführt im Jahre 1898 191660 dz Därme, Blasen Magen, während sich im Jahre 1904 diese Einfuhr Zum Iriedensschlusse. Die letzten Meldungen ans Portsmouth. Portsmouth, 3. Sept. (Reuter.) In der gestrigen Abendsitzung der Friedcnsbevollmächtigten wurde über die letzten noch strittigen Punkte eine Einigung erzielt. Es verlautet, der Fricdensvertrag werde aus einer kurzen Ein- leitung und siebzehn Artikeln bestehen. Es heißt, beide Parteien seien übereingekommen, weder Sachalin noch die La Verouse-Straße zu befestigen. Sofort mach der Ratifikation des Friedensvertrages werde sich die russische Armee nach E^arbin und die japanische nach Mukden zurückziehen. Der Vertrag wird wahrscheinlich am Montag nachmittag unterzeichnet. Vom Kriegsschauplätze. Am Donnerstag trafen wohl die letzten Meldungen aus Tokio über bedeutungslose Vorpostengesechte in der Mandschurei am 27. August ein, nachdem auch General Lme- witsch über ähnliche kleine Unternehmungen seinerseits kurz vorher dem Zaren gemeldet hatte. Der Ausgang, der von russischer Seite gemeldeten Plänkereien soll für die russischen Waffen ebenso glücklich ausgefallen sein wie der der japanischen Truppen am selben Tage. Ncttürln haben die kleinen Gefechte an der Gesamtkriegslage nichts geändert. Die Meldung, wonach der bereits abgeschlossene Waffenstill- stand erst nach Unterzeichnung des Friedensvertrages in Kraft treten soll, ist unrichtig und' widersinnig Auf dem Kriegsschauplätze sind die Operationen auf beiden Seiten schon seit einigen Tagen eingestellt. Linewitsch und Oyama werdeft jetzt die Grenze feststellen, welche ihre Truppen nicht überschreiten dürfen. Der Transport von Verstärkungen ist untersagt. Truppen, welche bereits unterwegs sind, dürfen auf russischer Seite über Charbin und auf japanischer Seite über Mukden nicbt hinausgehen. Dagegen bleibt die Bestimmung über Kriegskontrebande inzwischen auftecht erhalten. ~ , .. Herr v. Witte meldete dem Zaren, Japan habe die Forderungen in Betreff der Friedensbedingungen angenommen, und weiter: „Rußland wird im fernen Osten dre Großmacht bleiben, die es bisher gewesen ist und immer bleiben wird." Diese wenigen Worte drücken klarer die Absichten der russischen Politik in Ostasien aus, als man hätte erwarten können, und bezeugen ein ungebrochenes Selbstbewußtsein. Einiges Aufsehen erregt auch die Blattermeldung, daß Linewitsch mit seiner gesamten Armee in Ostasien verbleibt, um, wie es heißt, stets für alle Fälle gerüstet zu sein. Gleichzeitig ist an sämtliche Korpskommandanten der Befehl ergangen, die bereits em- berufenen Reservisten nicht zu entlassen. Die Nachricht erregt in Rußland große Mißstimmung. Man fuhrt sie auf die Furcht der Negierung vor den heimkehrenden Triippen zurück. Ein Zarentelegramm an Linewitsch. Der Zar telegraphierte am 1. Sept, an General Line- roitsch: Eichener Anzeiger t,-/ General-Anzeiger ** ** Amts- und Anzeigeblatt für o Kreis Gießen "" b*S bWe, 4507 BezugSPret»; monatlich 75M.,vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk. 2.— viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeige« für die Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12 Pf* auswärts 20 Pfg. Verantwortlich für den polit. und allgem. Teil: P. Wittko; für „Stadt und Land" unb „Gerichtssaal": August Goetz; für den Anzeigenteil: Hans Beck. luptgiUnn 31 R il für 10 l!L pfy6fgsSS * . MS'vB 61 . Zur Ileischteuerung. Das badische Ministerium hat sämtliche Bezirksämter aufgefordert, unverzüglich Erhebungen über die Ursachen und die Höhe der Fleischnot zu veranstalten^ Eine ähnliche Anordnung traf das Ministerium des Fürstentums Reuß j. L. Die thüringischen Städte planen auf dem thüringischen Städtetag in Eisenach am 8. September ihre Landesregierungen aufzufordern, Preußen zum £) offnen der Grenzen infolge der Fleischnot zu veranlassen. In ®r* furt wurde als Folge der Fleischnot das erste Pferdes fleisch-Restaurant eröffnet. In Stra ßburg i. E. wurden aus dem gleichen Grunde die Quartiergelder in einzelnen Gemeinden von 80 Pfg. auf eine Mark erhöht. Der am Sonntag nach Hersfelb berufene Vorstand des (kur-) hessischen Städtetages beschloß an den zuständigen Stellen eine Eingabe zu richten, um Aufhebung der Grenzsperre, bis die Fleischnot beseitigt ist. In Mainz fand am Sonntag in der Stadthalle eine von 3000 Personen besuchte Versammlung statt, an der dis Landtagsabgg. Adelung und Dr. David über die FleischnH sprachen. Es wurde einstimmig eine Resolution angxnoift- men, in der gegen die Aufrechterhaltung der Vseh- und F>ischeinfuhrverbote energisch protestiert und die unfceA schränkte Einfuhr von ausländischem Schlachtvieh und, Fleischwaren gefordert wird. In der „Fr. deutschen Pr." finden wir eine Zusammen^ ‘ und 1904; MD Deutsches Reich. Berlin, 2 Sept. Der Kaiser und die Kaiserin sind beute Vorpiittog in Begleitung mehrerer Adjutanten und des -Herrn von Lukanus im Atelier von ReinhoI.b Begas erschienen, um! 'den Sarkophag Kaiser Friedrichs, der im Laufe der nächsten Wocbe in Potsdam ausgestellt werden ipn, 3U Mi^tigen^ Oberpräsident der Rheinprovinz Freiherr von Sich o r l e m e r - L i e s e r legt in einem Schreiben an die Landwirte der Rhcinprovinz sein Amt als Vorsitzender der Landwirtschaftskammer weder und übergibtdie Führung der Geschäfte seinem bisherigen Stellver^etcr, Grafen Beissel zu Gymnicku In dem Schreiben heißt es u.a.: Gestützt auf die im Laufe der letzten Jahre erworbene Kenntnis der ländlichen Verhältnisse hoffe auch ich, fernerhin der Landwirtschaftskammer für die Rheinprovinz m ihren Bestrebungen zur Erhaltung des Bauernstandes und äur weiteren Entwickelung „des landwirtsckwftlichen Gewerbes ^u^^^äüftchN seineZö50 jährigen Dienstjubiläums erhielt der Oberstaatsanwalt beim Kammergericht. Geh. Obeftustizrat 3bach- l e r, den Stern zum Kronenorden 2. Kl. Die Universitäten Berlm und Breswu fanbten Diplome zum Doctor honoris causa. — Die „Nordd. Mlg. Ztg." schreibt: , . olt den an russischen Werten interessierten deuftcyen Kapi- taliftoteiien sch-int hier und dort eine vor kurzem-rickMncn- Schrfft über die Zukunft Rußlands und Japans einige Beunruhigung hervorgerufen zu hüben. In Anbetracht des Inhaltes der Schrift ist eme solche Beunruhigung nur da- V** WllJI durch erklärlich, daß der Verfasser Di^Rudolf Martig Negierungsrat im Kaiserlichen statistischen Amt ist iiiwr sich als solchen auf dem Titelblatt bezeichnet. Gegenüber den Schlußfolgerungen, die daraus gezogen werden, fei hiermit ausdrücklich fcstaestellt, daß Herr Martin jetne Arbeit ohne jedes Vorwissen seiner vorgesetzten Behörde und der Regierung geschrieben und veröffentlicht hat.. Es ist selbstverständlich, daß die Regierung dem Buche, bafr auf Grund haltloser Voraussetzungen zu abenteuer^, liehen Prnphezeiungcn über das Schicksal Rußlands in dew nächsten Jabriehnten komrnt^aänzll^fernftehb^^E.^E^ yir. 207 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Gießener Zamillen- blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Univers.-Buch-u.Stein- druckerei. R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schnlstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 51. pterdelottene' eh* l«*™1,”,2?;® ’ 51 Gewinne »* 1898 Einfach zubereitetes Rindfleisch . . 23 037 Einfach zubereitetes Schweinefleisch . 98 540 Schweineschinken . 53 484 Schweinespeck . 277 652 Würste........... 43 597 Büchsenfleisch ♦ 40 022 Pie heutige Kummer umfaßt 8 Leiten Are Sedanseier in Keidetöerg. R. B. Heidelberg, 3. Sept. Zur Feier der 35. Wiederkehr des Tages von Sedan hatten sich heute, wie schon in früheren Jahren, auf Veranlassung der nationalliberalen Vereine in Baden, Hessen, der bayerischen Pfal zünd Frankfurt Tausende von patriotisch gesinnten Männern zu einem großen vaterländischen Feste hier eingestellt. Die Feier sollte auf dem altehrwürdigen Heidelberger Schlosse stattfinden, des unausgesetzten Regens wegen mußte jedoch davon Abstand genommen und die große 'Festhalle dafür gewählt werden, die denn auch von ’ 3000—4000 Festteilnehmern aus den verschiedensten Seiten Südwestdeutschlands, Kopf an Kopf gedrängt, dicht besetzt wurde. Prof. Qu e n z er-Heidelberg hieß alle, die trotz der ungünstigen Witterung vom Rhein und Main, von der Hardt und dem Odenwald, aus Baden, Hessen, der Pfal z und darüber hinaus herbeikamen, mit herzlichen Worten willkommen. Auch Oberbürgermeister Dr. Wilkens begrüßte im Namen der badischen nationalliberalen Partei die Festteilnehmer und brachte den deutschen Fürsten, besonders dem greisen Prinzregenten Luitpold, dem jugend- kräftigen und für alle geistigen und idealen Bestrebungen das lebhafteste Interesse zeigenden Großherzog Emst Ludwig, sowie dem Großherzog Friedrich von Baden ein dreimaliges Hoch dar, worauf die Festversaminlung stehend heil unseren Fürsten Heil" sang. Die eigentliche Festrede hielt der mit großem Jubel begrüßte Neichstagsabg. Exc. Dr. Bür kl in. In daS dreimalige Hoch des Redners auf das deutsche Vaterland stimmte die Festversammlung mit stürmischem Jubel ein. Schuldirektor Dr. Keller-Frankfurt feierte Deutschlands Hc^r und Flotte. Rechtsanwalt Dr. Osann II.-Darmstadt gedachte mit schwungvollen Worten des herrlichen Badener Landes mit seiner schönsten Perle, dem Heidelberger Schlosse, und weiter der wackeren Bevölkerung, in der der Liberalismus so feste Wurzel geschlagen. Auf einstimmigen Beschluß wurden darnach an den Kaiser und den Großhcrzog von Baden Begrüßungstelegramme gesandt. Nachdem dann noch der Vorsitzende des Womiscr nat.-lib. Arbeitervereins, Herr Steiner, die nattonale deittsche Arbeiterschaft gefeiert und Prof. Dr. H ammer s chmidt-Speyer einen kernigen Trinkspruch auf die deutschen Frauen ausgebracht, zog die tausendköpfige Schar trotz des sttömenden Regens in langem Zuge nach dem Schlosse, in dessen Kellereien manch guter Trnnk eingenommen wurde. Gegen 8 Uhr ließ auch der Regen nach, sodaß eine prachtvolle Illumination der Schloßruine ftottfinben konnte. ___________ Die Verhandlungen in Portsmouth führten am 19. August zur Ablehnung der Forderungen der japanischen Regiernng bezüglich der Abtretung von Sachalin, Zahlung einer Kriegsentschädigung, Auslieferung'der in neutralen Häfen liegenden Schiffe und Be- chränkung der Streitkräfte in den Gewäffern des Stillen Ozeans. Bei den weiteren Verhandlungen gab Japan am 29. August gegenüber allen u n s e r e n B e d i n g u n g e n n a ch , bat aber um die Rückgabe des von den japanischen Truppen besetzten Teiles von Sachalin, der im Jahre 1875 von Japan durch einen Vertrag an Rußland abgetreten wurde. Die sich s e l b st aus- o p s e r n d e mir teure Armee hielt den Ansturm des an Zahl überlegenen Feindes in der Mandschurri neunzehn Monate hindurch Schritt für Schrill auf, indem sie hartnäckig seinen Vormarsch zurückivars. Unter Ihrer Leitung orgamsierte sie sich, verstärkt durch die aus Rußland eingetroffenen Truppen. Gegen- roärtig zahlreicher und stärker denn zuvor, ist sie nicht nnr bereit, den Feind abzuwehren, sondern ihm auch einen wuchtigen Schlag beizubringen. Ich und ganz Rußland glauben an die Straft der r u h m r e i ch e n A r m e e und an ihre Bereitscha t, sich für das Wohl des Vaterlandes zu opfern, aber meine Pflicht vor meinem Gewissen und dem mir von Gott anvertrauten Volke befiehlt mir, die Mannhaftigkeit der meinem Herzen teuren russischen Männer nicht aufs neue auf die Probe zu stellen und sie nicht neuen, endlosen Schrecken des Krieges auszusetzen, um die Halste einer entfernten Insel zu behalten, welche Japan uns im Jahre 1875 besonders im Hinblick auf die in Betreff dieser Insel übernommenen Verpflichtungen abtrat. DieP r ä l im in a r fr i e d e ns- beding» ii gen wurden von mir angenomme n. Die ruiik schen Truppen bewiesen wiederholt während der blutigen Kampfe Mannhaftigkeit und ' ©elbftauf Opferung. Uebermittejn Sie dieses meiner teuren Armee. Mag sie wiffen, daß ich und Rußland ihre in diesem schweren Kriege gebrachten Opfer schätzen. Unruhen in Japan. Die beim Eintreffen der Friedensnachricht in.Tokio zum Ausbruch gekommene Erregung hat sich bereits zu offenen Unruhen gesteigert. Die Straßen Tokios werden von viclhundcrtköpfigen Banden durchzogen, die ihrem Unwillen über die Nachgiebigkeit der Fricdensunterhändler in heftiger Weise Lust machen. Die Regie ru n g s g e - bäude werden mit Steinen bombardiert, Rufe wie „Nieder mit Komu ra!" wurden laut. Die Polizei hat die größte Mühe, die Ordnung aufrecht zu erhalten. Weitere Exzesse werden beftirchtet. ____ L. KRÖGER täeishiirg Gr, ?ssen ZU Laben bei Rica, icker, Hauptkollekteur, G?, f olk, Zigarren n. Schreibw.c ier?erstr. 4. Philipp Weiler, Handlung, Markt 1, Willi. Hier, Zig.-Handlg. M WklinstcltM > Star Linie in AnwerM i Netter in Weil, 1' ülippstein in LangMs_ MM Mhkt) Siern W [MilMipftr M üMW Vom Manöver des 18. Armeekorps. Telephonischer Kursbericht* Frankfurt a. ML, 4. Septbr. 1905. 100.95 3% Mexikaner 102.00 4*/6% Oesterr. Silberrente . 101.40 - 100 40 Tendenz: sehr fest. Im Vordergründe stehen Banken u. Schiffahrtsaktien. 1 Ungar. Goldrente Italien. Rente . Portugieser I . Portugiesen. III Unif. Türken . 3Vt % 3"/° 3Vt% 8°/o 4% 4O/o 4% 30/ 89.90 101.20 89.85 100.00 T'/zO/n Hessen . . 31/, % Oberhessen 4% Oesterr. Goldrente 4Wn Chinesen . Electric. Schuckort Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . Diskonto-Kommandi Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsges Oesterr. Staatsbahn Lombarden . . Gotthardbahn . , Lanrahütte . Bochum , . Harpener . Stnatschatzscheine . 270.50 . 255.70 . 221.70 . 98.25 . 106.30 . 68.55 . 68.30 . 90.70 . 138.80 54.90 . 97.— Reichsanleihe do. Konsole . do. , . 66 Pfg. verkaufen. Leider aber kann nicht jeder in dem ge< segneten Alzey leben. Türkenlose..... 4% Grieoh. Monopol.-Anl. 4°'o äussere Argentiner schmetterte, lauschte Alles gespannt und vergnügt den heiteren Darbietungen einiger Koupletsänger, wobei das Klavier die Begleitung übernahm. Eine junge Dame trug unter lebhaftem Beifall ein patriotisches Gedicht vor; ein alter Herr mit wallendem Barte feierte mit poetischen Worten daS nimmermüde Walten der treuen Frauenhände. So wurde, wenn durch patriotische Ansprachen der Geist unserer deutschen Vorfahren geweckt wurde, die Stimmung ernst und feierlich, der Bedeutung des Tages angemessen. Der Heimzug erfolgte wiederum unter Vorantritt der Musik. Ein Kleinviehschlächtermeister in Wies eck, der wegen der hohen Fleischpreise sich aufs Ziegen- schlachten legen wollte, mußte hierbei, wie man uns aus Wieseck schreibt, 'teueres Lehrgeld bezahlen. Nach denr neuen Gesetz darf Kleinvieh, wie Kälber, Ziegen 2c., D0C bcr Abhäutung nicht aufgeblasen werden. Unser Schlächtermeister ließ sich hierbei aber keine Vorschriften machen und blieS seine geschlachtete Ziege nach Leibeskräften auf und freute sich köstlich, dem Fleischbeschauer ein solch schön aufgeblasenes Ziegelein vorzulegen. Dieser aber schüttelte den Kopf und erklärte, sie müsse auf die Wasenmeisterei und verlangte nach der Petroleumkanne, um das Ziegelein damit zu begießen. Dies ist ein Verfahren, um das Tier unbrauchbar zu machen. Nun war es mit der Freude zu Ende, und unter lebhaften Beteuerungen, daß dem Ziegelein doch gar nichts fehle, ging der Ausbläser zum Kreistierarzt, der natürlich die Anordnung des Fleischbeschauers bestätigte. Ob unser Schlächtermeister nun das Ziegcnschlachten aufgeben wird? ** Die Massen Vergiftung in König i. O. Die „Darmst. Ztg." schreibt: Die von den Großh. Behörden veranlaßte Untersuchung der Massenvergiftung nach dem Genuß von Pudding in König i. O. zu Anfang des vorigen Monats, welche von dem Hygienischen Jn- stitut der Landesuniversität vorgenommen wurde, hat ergeben, daß die Vergiftung durch die Einwanderung von Mikroorganismen zustande gekommen ist, die zu der Gruppe der Gärtnerschen Fleischvergiftungsbazillen, Bae. enterrditis Gärtner, zu rechnen sind. Die betreffenden Bak- terren, die für Tiere pathogen sind und die biologischen Eigenschaften der Fleischvergiftungsbazillen zeigen, konnten sowohl aus der Puddingspeise selbst, als auch aus dem Stuhlgang erkrankter Personen, sowie ans der Leber einer verstorbenen Frau gezüchtet werden. Wie die fraglichen Bazillen in den Pudding gekommen sind, konnte bis jetzt noch nicht mit Sicherheit nachgewiesen werden. A Klein-Linden, 2. Sept. Am Sedantage schleppte die Dorfjugend wie alljährlich Brennmaterial, welches sie von den Einwohnern erhielten, auf dem Schild berge zu einem großen Haufen zusammen. Abends zog die Jugend, der sich auch viele ältere Leute anschlossen, in einem Lampionzuge nach dem Schildberge, wo der Holzstoß zum Andenken an den Tag von Sedan in hohen Flammen weithin leuchtete. Unter Absingen patriotischer Lieder umstanden mehrere hundert Teilnehmer den brennenden Haufen. In später Stunde zogen alle, singend, den von Lampions beleuchteten Weg nach dem Dorfe zurück, womit die einfache, aber doch erhebende patriotische Feier zu Ende war. m Kleine Mitteilungen aus Hessen und den A a $ ba rst aat e n. Im Walde bei Wilhelmsbad wurde dre 66 jafertge Witwe Nix aus Doerinqheim beim Gänsehüten von einem Unbekannten überfallen und vergewaltigt. Spielplan der «rrimgten Frankfurter Stadttheater. Schauspielhaus. Dienstag den 5. September: „Die Brüder von St. Bernhard." Mittwoch den 6. September: „Des Meeres und der Liebe Wellen." Donnerstag den 7. September: „Liebelei." Vorher: „Wann wir altern." Freitag den 8. September: „Ihr zweiter Mann." Samstag den 9. September: Neu einstudiert: „Die Kreuzelschreiber." Sonntag den 10. September, nachmittags halb 4 Uhr: „Ter Veilchensresser." Abends 7 Uhr: „Die Kreuzelschreiber." Montag den 11. September: „Ihr zweiter Mann." *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends imt 7 Uhr. VerirMchter. * Teifun und Hochflut in Shanghai. Shanghai erlitt durch einen Teifun und eine Hochflut in der Nacht zum 2. Sept, enormen Schaden. Die Straßen und Werftlagerhäuser waren überschwemmt und zahlreiche Dschunken ind gesunken. Viele Chinesen sind ertrunken. Der große Schaden war bislang noch nicht festzustellen. Einem Telegramm aus Helsingfors zufolge ist in F i n n l a n d eine G 0 l d a d e r entdeckt worden. Maii hat einen Goldklumpen von 8 cm Länge, 4 cm Breite und 1 cm Stärke gefunden. — Als in der Nacht voin 1. zum 2. d. M. der Streckenwärter des Schlesischen Bahnhof? zil Berlin die Fernstrecke abging, entdeckte er zwischen den Schienen den gräßlich verstümmelten Körper eines Mannes, dem beide Beine und ein Arm fehlten. Der Verunglückte, der als der Oberpostschaffner Andreas Woywod rekognosziert wurdet wurde sterbend in ein Krankenha,ls transportiert. Die Entstehungsursachen des Unglücksfalles bedürfen noch der Aufklärung. — Eine Revision der S t a d t k a s s e in Wörlitz (Anhalts ergab einen Fehlbetrag von 7000 Mk. in bar und 12 600 Mk. in Papieren. Auf dem verstorbenen Bürgermeister Eiserbeck ruht der Verdacht die Gelder veruntreut zu haben. — Im Ostseebnd A h l b e ck ist dem antisemitischen Reichstagabg. Bruhn-Berlin ein böses Mißgeschick widerfahren. Er machte über die Frau des Badedirektors eine unflätige, nicht wiederzugebende Bemerkung. Daraufhin wurde er von dem Kapellmeister der Ahlbecker Kurmusik im Stranehotel öffentlich g e 0 h r s e i g t, zur Erde geworfen und windelweich geprügelt. — In Halle a. S. raubten Einbrecher drei Geschäfte aus. In der Pelzwarenhandlung von Jakob wurden si"ir 12 000 Mk. Waren gestohlen. — In Meheral (Vogesen) hat Schneefall tattgesimden, nachdem erst vor einigen Tagen auf dem Hohneck der letzte Winterschnee geschmolzen war. — Ein Pariser Blatt meldet ans V i g 0, daß am 1. ds. eine Bombe explodirte, wodurch zwei Personen getötet und mehrere verletzt wurden. Der Urheber des Anschlages ist unbekannt. . . 68.70 . . 98.25 . . 138.50 . . 135.90 , . 213.80 . . 196.80 . . 153 00 . . 166 90 . . 144.10 . . 144.90 . . 21.20 Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartcuftraße 2 (Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Der Arbeitsnachweis hat die Ausgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern (Arbeiter« jeglicher Art, Dieustbote« «nd m Lehrlinge«) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von S bis v Uhr geLffnet. Cs können eingestellt werden: ,. , 3 Schlaffer, 1 Spengler, 7 Schreiner, Schneider, 1 Weiß- bmder, 1 Erdarbeiter, 2 Hausburschen, 2 Fuhrleute, Haus- und Dienstmädchen, Lausinädchen oder Lauffrauen. . Lehrlinge: 2 Schlosser, 2 Schreiner, 1 Schuhmacher, 1 Schreiber. Es snchkm Arbeit: B*/9 . 2 eÄ\lc.^c,' 1 Spengler, 1 Maschinist, 2 Strickerinnen, 1 Buch- buwer, 1 Weißbinder, Maurer oder Taglöhner, 1 Fahrbursche, Ltmlohner für leichtere Arbeit, 3 Lauffrauen, 1 Lausinädchen Hg> oder Bureaudiener, Kassierer. Ans Stadt und Aand. Gießen, 4. September 1905. ** Ordensauszeichnung. Se. Königs. Hoheit der Großherzog haben dein Prokuristen Friedrich Bang in Gießen, bei der Firma Bender u. Co., das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zum 1. September 1905 verliehen. ** Plötzlicher Tod. Der Schlossermeister Friedrich Stohr in der Schützenstraße wurde am Samstag abend 9 Uhr beim Verlaßen der Haubach'schen Wirtschaft, in der er seinen gewohnten Abendschoppen zu trinken pflegte, von einem Schlaganfall betroffen, dem er auf dem Transport nach seiner Wohnung erlag. Der Verstorbene gehörte über 50 Jahre dein Arbeiterstamm der Firma Gg. Ph. Gail an und lebte fest zwei Jahren im Ruhestand. Er war Mitbegründer der Freiwilligen Gail'schen Feuerwehr und nahm als solcher an dem 50jährigen Jubiläum der beiden Feuerwehren im Juli d. I. teil, bei dem er noch durch Verleihung eines Ehrendiploms ausgezeichnet wurde. Das Ehrenzeichen für Treue in der Arbeit wurde ihm schon vor Jahren verliehen. Stohr stand im 60. Lebensjahre. "'Die gestrige Sedanfeier auf Textors Hardt war trotz des ungünstigen Wetters sehr gut besucht. Sämtliche militärischen Vereine nahmen mit ihren Familien zahlreich an der Feier teil. Der Festzug, der sich unter Vorantritt einer Musikkapelle nachmittags um 4 Uhr von Oswalds- garten nach dem Festlokal begab, zählte — trotzdem es regnete — ca. 60 Personen. Droben entwickelte sich eine äußerst gemütliche Stimmung; Ernst und Scherz wechselten dabei ab. Viele patriotische Ansprachen wurden gehalten, nachdem der Vorsitzende des Kriegervereins, Herr Gabriel, der sich um das Zustandekommen der schönen Feier verdient gemacht hat, da? Fest mit markigen Worten eröffnet hatte. S)ie große, sehr hübsch mit Fahnen und Lampions dekorierte Halle der Tertorschen Brauerei war bis zum Abend gänzlich gesetzt. Aber noch bis nach 10 Uhr blieben die Teilnehmer an der Feier fröhlich gestimmt beisammen. Es wurde flott getanzt, und wenn die Trompete ihr Signal Die Kavallerie-Division B, der die 23 er und 24 er hessischen, 'bie 20 er (Karlsruhe) und 21 er (Bruchsal) badischen Dragoner, das 1. und 2. baffrische Ulanenregiment (Bamberg und Ansbach) angehören, ist vorgestern auf ihrem Rückmarsch von der Senne ■ht den Krisen Marburg, Biedenkopf, Kirchhain, Alsfeld und dem nordöstlichsten Teil des Kreises Gießen ein getroffen. Der Divisionskommandeur Generalleutnant von Ratzmer hat Samstag bis Montag in Londorf, der Stab der 28. badischen Kavallerie-Brigade in Staufenberg Quartier bezogen: heute treffen der Divi- sivnsstab und der Brigade st ab der Hess. Kavallerie-Brigade in Gießen ein. Die Kavallerie-Division B wird heute den Kreis' Gießen, Dienstag den Kreis Friedberg überfluten und am Mittwoch im Manövergelände eintreffen.' Die Orte der Kreise Gießen und Friedberg erhalten an den genaimten Tagen starke Einguarticrung. Mit der Kav.-Division B treffen noch zwei Maschinengewehrabteilungen und das Artillerie-Regi- ment Nr. 11 aus Fritzlar im Manövergelände ein. » Si§ntflr(f tjafi'iertc, ent neuesunbekanntesLand 2geigte sich,^ daß Kvp Bismarck auf einer großen Insel liegt, tttcDt aus dem Festlande, wie bisher angenommen wurde. Das Uniö wurde so gut wie möglich kartographiert und erhielt den France". Darauf ging man weiter nordwärts bis 78 Grad 16 Min. Leiter konnte man nicht Vordringen, worauf das Schiff wieder südwärts steuerte. Die Erveditwn wird am 10. Sevtember in Ostende erwartet. Kunst und Wissenschaft. — Aus Frankfurt, 2. Sept, wird uns geschrieben: Das Lustspiel „Ihr zweiter Mann" hatte bei der gestrigen Erstaufführung mäßigen Erfolg. — In den Räumen des ehemaligen Orpheums begann gestern das von Otto Ploecker-Eckart geleitete „Residenztheater" (sonderbarer Name für ein Theater in einer Stadt, die keine „Residenz" ist. D. Red.) seine Tätigkeit mit dem frohen^Schwank: „Die 300 Tage". Die Dar- tellung war sehr flott und einzelne Mitwirkende, besonders Fräulein Rosner und Fräulein Tetzlafs, bewährten sich als tüchtige Künstler. Auch Herr Schindler war ganz vortrefflich. — Gin neues Land entdeckt. Professor Nathorst ist Stockholm erhielt einen Brief, datiert Neikjavik den 24. Aug., von dem schwedischen Leutnant Bergendahl, der an der Grön- l>and-l§xpeditivn des Herzogs von Orleans teil- nimmt. Danach entdeckte man am 27. September, als man - — n . .. (e.) Homburg, 4. Sept. Dre erste Phase her diesjährigen Herbstübungen, die Brigade- ^nanovcr, haben am Samstag ihren Mschluß gefunden. Die 4T. preußische Jnf.-Brigade (87 er und 88 er), die seither im xat des Emsbaches bis nach her Lahn manövrierte, $at diese Gegend verlassen. Am Samstag lagen die 88 er in und um Erbrechen, heute ist die ganze Brigade südöstlich nach dem Kreis Usingen marschiert, wo sie bis zum 5. September ■Quartier genommen hat. Hi°r, in hem Gelänhe zwischen Usingen, Wehrheini, Köpvern, Friedrichshorf, Hornburg und Ober-Ursel mit hem Zentrum Saalburg werden sich von heute ab die dreitägigen Divisionsmanöver her 21. Division abspielen. Ter Divisionskommandeur Generalleutnant von Kettler ist ant Samstag mit seinem Stab in Homburg eingetroffen, wo er bis zum 10. -seht, verbleibt. Ferner liegen feit Samstag hie Stäbe her 21. Kavallerie-Brigahe (6 er Ulanen unh 6 er Dragoner) und hie 42. Infanterie-Brigade in Homburg, auch ist Generalinspekteur Exzellenz von Lindeguist dort abgestiegen. — Das Gefecht der 42. Jnf.-Brigade wurde gestern früh bei Stierstadt-Steinbach wEr aufgenommen und hatte eine große Anzahl schaulustiger „^>chlachtenbumler" herbeigelockt, namentlich aus Frankfurt. Die 166 er rückten von Süden, die 81 er mit einem Teil 80 er von Hornburg auf den Kampfplatz, im Laufe des Gefechts umging ein Teil her 166 er hurdj den Wald bei Ober-Ursel den seind- lichen rechten Flügel und griff die 81 er in der Flanke an, worauf stch diese über Bommersheim, Weißkirchen nach Kalbach zu zuruck- Zvgen. Hier, auf einer Anhöhe, fand das viertägige Gefecht seinen Abschluß. Auch gestern wohnte wieder hie Landgräfin von Dessen dem Gefechte bis zum Ende bei. Die ganze Brigade hat sich, konzentriert in unh um die Orte Homburg, Friedrichsdorf, Bonames, Steinbach, Ober-Ursel, Ober-Städten. Das ganze Regiment 166 liegt in Ober-Ursel, das 1500 Mann Einguartier- ung hat, die 63 er Artillerie „Frankfurt" liegen in Weißkirchen, Otterstadt, die Hanauer Ulanen in Bommersheim, Ober-Ursel, hie 80 er: 1. Batl. Homburg, 2. Friedrichsdorf, 3. Kaserne Homburg, die 81er in Weißkirchen, Kalbach. Die Regimenter blewen im wesentlichen bis zum Dienstag, bezw. Mittwoch in diesen Quartieren. Die beiden Frankfurter Regimenter 81 er unh 63 er Artillerie kommen am Dienstag in ihre Kasernen unh ruaen von hort aus zur Kaiserparahe, hie 166 er marschieren Mittwoch in hie Kaserne nach Hanau unh fahren zur Parahe. Erne neue Truppengattung ist Samstag im Ofefechtsgelände eingetroffen, nämlich hie Telegraphenabteilung Nr. 3 aus Koblenz, sie hat in Seulberg und Kirdorf Quartier bezogen unh toirh bei den Montag beginnenden Divisionsmanövern Telegravhenleitungen legen. Die Fahne des Regiments Nr. 80 ist am Mittwoch eingetroffen unh toirh bei der Parade überreicht. Die Regimenter her 25. (hessischen) Division haben ihr Brigahemanovtzr int Gelände nordwestlich von Wiesbaden bis zur Lahn, Hahnstätten, Katzenelnbogen,- Nastätten beendet und sind Samstag ostwärts gerückt auf dem Wege nach Homburg. Das Hauptgefecht der 115 er, 116 er unh 168 er fanh int Aartal statt und zog sich nach Neuhof, Eschenhahn, Hohe Kanzel nordöstlich von Weheii. Ant Samstag hat diese Brigade in Breit- (116 er), Steckenroth, Watzhahn, Wingbach, Born, Wehen, Neuhof und Umgegend Quartier bezogen. Heute marschierte die 49 Brigade bis östlich Wiesbaden, nimmt in Nordenstadt (116 er), Igstadt, Wallau, am Dienstag in Soden (116 er),- Höchst a. M., ^Bfettheim, bis Königsstein Quartier; nach Sossenheim kommen ZOO Mann der 116er. Frankfurt erhält am Dienstag ca. /000 Mann, Vilbel 1800, Eschersheim 900, Homburg über 2000 Aan^^Einquarttbrung. Die badischen Infanterie-Regimenter Nr 109, 110, 111 und 25 treffen DienÄag und Mittwoch per Bahn in und um Frankfurt, Höchst, und Vilbel ein. Vom 5.—10. Loept. erhalten die Orte her Kreise Homburg, Höchst, ?Frankfurt, Usingen und her südliche Teil des Kreises Friedberg 1 starke Einquartierungen. Am TI. Sept, nimmt das ganze 18. Korps Aufstellung auf der Linie Mainz-Wiesbaden-Wehen-Jdstein, 1 das 8. Korps links und rechts der Lahn bei Ems, Nassau, Lahnstein, sodaß das Kampfgebiet zwischen Rhein, Lahn und Ernsbach 1 liegt. Dje Haupttage sind am 12. bis 15. Sept. Das Haupt- ' (Tuartier hat seinen Sitz in Katzenelnbogen. Am 15. nachmittags fahren hie Truvpen in hie Garnison, am 16.—18. ist die Entlassung her Reserve. Arbeiterbewegung. ®r e § h e n , 2. September. Bei der Aktiengesellschaft Seidel und NauINa n ii, Nahmaschinenfabrik und Eisengießerei sind aema,; der Ankündigung vom 31. August abends sämtliche Betriebe geschlossen worden, nachdem die Schleifer die dlrbcit nicht wieder ausgenommen haben. Von der Aussperrung werden etwa 2500 Arbeiter betreffen._____________________ Märkte. A""ks«rt a. M., 41 eept (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anz. ) Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen Mk. 17.25—00.00, Kurhessischer Mk. 17.25-00.00, La Vlata Mk. 18.50-19.25, Kansas Mk. 18.50-19.25, Roagen (hiesiger) Mark 14.50—15.00, Gerste (Wetterauer) Mk. 16.75—17.25, Franken- selder Mk. 00,00—00,00,HakerMk. 14.75—15.50, MaisMk. 13 50—13 75 Weizenmehl 0 Mk. 26.75—27.75, 2. Qualität Mk. 24.75 bis Mk. 25.25, 3. Qualität Mk. 22.50—23.00, Roagenmehl 0 Mk. 22.75—23.25,1. Qualität Mk. 20.25—20.75, Weizenkleie Mk. 10.00 bis Mk. 10.50, Roggenkleie Mk. 11.50—12.00, Maiskeime Mk. 10.50 bis Mk. 11.00, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier. fc. Frankfurt a. M., 4. Sept. (Telegr. Orig.-Bericht des „Gieß. Anz/). Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarktpreise. Zum Verkäme standen: 428 Ochsen, 155 aus Oestreich, 92 Bullen, 22 auS Oestreich, 736 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder 0 aus Oestreich, 219 Kälber, 300 Schafe und Hämmel, 1217 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für lOOPfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 78—80Mk., 2. Qual 71—73 Mk., 3. Qual. 67-69Mk.; Biillen 1.Qual. 63 bis 60 Mk., 2. Qual. 60—62 Mk.; Kühe 1. Qual. 70—72 Mk., 2. Qual. 67—68 Mk., 3. Qual. 53—54 Mk, 4. Qual. 50—52 Mk., 5. Qual. 00-00Tlf. Rätter: 1. Qual. 86—90Pfg., Lebendgewicht 52—54 Pf., 2. Qual. 80—84 Pfg., Lebendgewicht 48—50 Pfg., 3. Qual 00—00 Pfg., Schlachtgewicht 00-00 Pfg., Schafe: l.Qual. 72—74, 2-Qual. 64—66 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 75-00 Pfg., Lebendgew. 58.50 Pfg.,l2. Qual. 73-74 Pfg., Lebendgew. 57.50—00 Pfg., 3. Qual. 68—70 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh gut, fein Ueberstand, bei Kleinvieh gut, kein Ueberstand.___ Krigmat-Iralstmcldungen. o-n 3»,^Pt. Das jährliche fr an z ö si s cki'-de n t sche .Natch der Achtniderer fand heute bei schönem Wetter im Becken von Cenrbeveic statt. Frankreich war Der treten durch £-c Anttiscke Gesellschaft her unteren Seine. Deutschland durch die Mannichast aus Frankfurt. Die Wettfahrt betrug eine Strecke bon 2500 Metern. Der Kämpf blieb lanae zweifelhaft, als fünf Meter vorm Ziel das Frankfurter Boot einen Vor- sprung gewann und mit einer Länge -von s/, Meter gewann, ©pater fand die Preisberteilung statt. Die F-ranffurter erhielten den Becher. . d " rcel 0 na, 3. Sept. Nach amtlicher Bekanntgabe wurde em Blo mb en an schlag heute nachmittag 1 Ubr 30 Min. berufet. Es kamen 20 Personen zu Schaden. Eine Frau ist bereits geftorbew, eine andere liegt im Sterben. Zehn Per- sonen sind, sehr schwer verletzt. D-ie Bombe war am Fuße eines Baumes niedergclegt worden.. Der Täter ist auch verletzt. In der Umgebung wurden sämtliche Fenster der Häuser zersplittett. Petersburg, 3. Sevt. (Petersb. Tel.-Ag.) Iw kompetenten russischen F-inanzkreisen wird beafeffchtiat, die Schrift des RegierungSra tes,Rudolf Martin „Die Zukunft Rußlands und Japans" einer ofeiektiven und erschöpfenden Kritik zu unterziehen. Man läßt sich habet von dem Zwecke leiten, den! wahren Wert dieses Werkes, von hent, wie verlautet. Neber- setzungen ins Französische und Englische beabsichtigt sind, deutlich darzutun. Konstantinopel, 3. Sept. In Adrianopel wurden durch eine Feuersbrunst fast 7000 Gebäude vernichtet. Am meisten litten das armenische, griechische, bulgarische und" israelitische Viertel. Die katholische und die armenische Kirche, die polnische Schule, das Frauenkloster, viele Moscheen und das Telegraphen-Bureau sind verbrannt. Mehrere Personen sind umgc kommen. O Hst erb a h 3. Sept. (Reuter.) Iw Beantibortung her Glückwünsche des Präsidenten Roosevelt antwortete der Kaiser hon Japan mit nachfolgendem Telegramm: Ich 'habe Ihre Depesche mit Freuden erhalten und danke Ihnen herzlich für Ihre uneigennützigen ununterbrochenen Bemühungen. Ich schätze den hohen Wert des Dienstes, den ich Ihnen verdanke. Ich versichere Ihnen, ich erkenne dankbar die Rolle an. welche Sie in. der Herbeiführung des Friedens gespielt haben, der auf den wesentlichen Grundlagen zum Wohle und der dauernden Ruhe im äußersten Osten gegründet worden ist. In keiner anderen Jahreszeit neigen hie Säuglinge so zu Darmkrankbeiten wie im Sommer, infolge der bei wärmerer? Temperatur viel leichter verderbenden Nahrungsmittel. Kufeke's Kindermehl hat sieh bei allen Darmkrankheiten bestens bewährt, da es die Milchnahrung leichter verdaulich macht und dieDarmgährnngen günstig beeinflußt. Ter Gehalt des Kuseke-Mebles an Mineral- und Eiweißstoffen bildet eine schätzenswerte Bereicherung der Nahrung. Das Erbrechen schwindet nach die Darreichung von Kufeke's Kindermehl sehr bald und auch der Stuhlgang bessert sich oft ohne Arznei-Gebrauch. Ss8/e Herr Heinrich Katzenbach Lehrer i. P, im 80. Lebensjahre. 4585 ■ Statt besonderer Anzeige. 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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bet dem Verluste unserer lieben Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Am Marie Seibert Bekanntmachung. fta der Gemeinde Wieseck sollen die Arbeiten und Lieferungen zur Herstellung von 2 Kanalstrecken sowie die Verlängerung von 2 Wasserleitungsstrangen Mittwoch den 6. v. M. nachmittags 5 Uhr öffentlich vergeben werden Kekmnümachrmg. Die unterm 25. Juli 1905 angeordnete Sperre der Gartenstraße zwischen Südanlage und Läberstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 1. September 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. ________ II i/0 Chinesen • • Schuckort. Id. Lloyd - • ditaktien • • • konto-Komm^1^ mstMter Bank . S- mbarden • • * Ithardbahn. • nrabCHe • ' eham • ' ^Tbie Säiialinge so g« L »-r M '-gg »*bil$"Z3n3 , 98.25 138.50 135.90 , 213.80 196.80 15300 ' 16690 . 144.10 144.90 . 21.20 * 270.50 ' 255.70 ' 221-70 rpener ^Kaisarparade^ Diejenigen Mitglieder unseres Vereins, welche an der Parade am 8. September teilnehmen wollen, werden ersucht, schriftlich oder mündlich dem Kameraden Kaufmann Eberhard Dort Walltorstraße, bis spätestens Mittwoch den 6. September abends 6 Uhr davon Kenntnis zu geben. Antreten 330 morgens Bahnhof. Abfahrt 355 morgens. Freie Fahrt. Dunkler Anzug und Hut. Orden und Ehrenzeichen sind anzulegen. Um recht zahlreiches Erscheinen wird gebeten. v’/t Kriegerverein Giessen Der Vorstand» Heute abend 7 Uhr entschlief sanft unser innigstgeliebter Gatte, Vater. Schwiegervater und Grossvater 25 Wohnungen von 1—8 Zimmern. Die Vermieter haben eine Einschreibgebühr zu entrichten und zwar sür eine Wohnung mit einem jährlichen Mietwert bis 300 Mk. einschließlich 0,20 Mk., von mehr als 300 Mk. bis 500 Mk. einschließlich 0,50 Mk., und von mehr als 500 Mk. 1,00 Mk.- außerdem ist für jede Wohnungsanmeldung 1,00 Mk. zu hinterlegen. Für die Wohnungssuchenden erfolgt die Vermittelung un° entgeltlich. BVe <"2 Striöcu"'AE irn7,tfrtOUt"' ,, 111 (für Sauggas-Anlagen) sowie und zwar: Maurerarbeiten veranschlagt zu Liefern von Cementröhren veranschlagt zu , „ Gußteilen veranschlagt zu Erd arbeiten veranschlagt zu Liefern von Leitungsröhren samt Verlegen der- selben, veranschlagt zu ?o8,30 Zeichnungen, Voranschläge und Bedingungen können im Kreisamtsgebäude, Zimmer Nr. 22, vormittags zwischen 8 und 10 Uhr eingesehen werden. ~ B /9 Gießen, den 2. September 1905, Senßfelder WrA *5 ' Äü6e, fve'rien e? I 300 e£|en' stiere und I - - Sbeb*iroiti'00-® £• | nb' be' Kleinvieh gut, Z F» Schott, Weinhandlung Mein Kontor befindet sich von heute an Westanlage 50 (früher Körner’s Garten). 4545 Ltiidtischcr WohNllgsiulchweis Gießen. Garteustratze 2, Zimmer 9tr. 14. (Geschäftsstunden von 8—1 und von 3—6 Uhr.) 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Die Frankfurter er» mtlicher Bekanntgabe wurde itfmittag 1 Uhr 30 Min. . > -ckaden. Eine Fran iß | ?at im Sterben. Zehn Per- Bombe war am Aiße eines 6 Tater ist auch verletzt. M ' iftcr her Häuser scrfpfitfeif, | ersb. Tel-Ag.i Iri koM- > beabsichtigt, die K I irtin „Sie PnFnmtN' I uni) nfcHöDfenben jftitit ' i non benr Snmfc Itto, >em, wie verlaut^. flwh* te heMMyl yak, Ädrianovel imtrben 0 Gebäude vernichtet, griechische, bulgarische und ' und die armenische ß.irche, er viele Moscheen und das . Mehrere Personen r.) In Beantlvortung der vclt antwortete betijht* •em Telegramm: 3® habe und danke 3hnen herzlich □dienen Bemühungen. Ich | =, den ich xihnen verdanke. . M bicMtr ,-sM Mn>, bti!«ufk” und der bauernden Ruht I ist. —J Die trauernden Hinterbliebenen Giessen (Ludwigsplatz 3), Merlau, Offenbach, St. Louis, den 2. September 1905. Versteigerung. In der Konkurssache des Karl Zimmermann in Lollar versteigere ich daselbst int Gasthaus „Zur Linde" Donnerstag, den 7. September d. I., vorm. V,1O Uhr im Auftrage des Konkursverwalters gegen Barzahlung: 1. 2 Zugpferde mit Geschirr, 2 Kühe, 2 Schweine, 2 Wagen, 1 Break und 1 Windmühle sowie 1 Tafelklaoier. 2. Möbel aller Art, insbes. Plüschsopha mit 6 Stühlen, Schreibsekretär, Spiegelschrank, Pfeilerschränkchen, ovaler Tisch mit Plüschdecke, Betten, Sophas, Kleiderschränke, Waschtische, Stühle, Tische, Kommoden, Spiegel, Bilder, Sessel mit Stickerei u. Blumentisch etc. Die Versteigerung findet bestimmt statt. 4590 Born, Gerichtsvollzieher. Dienstag, den 5. September, abends V29 Uhr 4694 Oesserrtliche Volksversammlung im Saale Lonys Bierkeller, SchanMslratze 18. Tages-Ordnung: Ae jetzige MW ul itzre Ursche». Referent: Stadtverordneter Krumm, Gießen. : Männer und Frauen! Erscheint zahlreich in dieser Versammlung zum Protest gegen die Aushungerung des Volkes. bnbeF » LtÄ ?• ’itcr f'"9 man uffg. ---irTlinQ 2 Zimmer Htite 2l)i beit Bahnhöfen 20. Giessen Kaplansgasse 18 Telephon 399 | Lüden etc. hv10/. lüefifner [Zu haben in den meisten Geschäften. Fabrikant: Carl Genfoer, Göppin&n] ftSmmc u. a. m. 4598 0' c i sl 1 e r, Qln iibt'Suolluelb'r. 500 Mark v. fol. Handw. gcp< In uevmieten Mi etile! nche JTviTdji ebenes (Offcur Stellen Durch grosse Einkäufe und direkte Abschlüsse mit Gross- Fabrikanten bin Ich In der Lage höchst Seltenes zu bieten. tv. tv Lieferung franko jeder Bahnstation oder durch eigenes Fuhrwerk ins Haus. Von Miinchow'sche Hof» und 73 llniversitäLS-Drllaerci. Kartoffeln Vv. Speisekartosseln, per 5)1 L 2.50, MAifcrlroiivu, pei Möbel-Fabrik und Ausstattungs-Sescbäft Peter Kronenberg Klavier 05850) 2 'Didbdjcn j. Stell. p.l.Cl't. a. früh. i. bürg eil. HauSh. durch ?srau OPPer, 2Iftcnucg 6, 05832) Sllciue Metall-Drehbank zu taiücn gesucht. 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