Tr. 180 Zweites Blatt. 155. Jahrgang Donnerstag 3. August 1905 Btföetai «Wch mit vuSnahm« de» VmmtagS. - < • Dte »Slehrner LamilienblSNer- werden dem .Anzeiger viermal wöchentllch betgelegt Der tastetet* erscheint moaatLtch einmal. Giehener Anzeiger Rotationsdruck und vertag der Brühlfche» UntverfttütLdruckeret. ÖL Sangt, Liest«. Redaktion, Expedition u. Druckerei: Schulstr.A Del. Str. 5L releg^-Adr.t Ao-eig« Liest«. General-Anzeiger, Amts- und AnzeigehlaLt für den Kreis Netzen. f. Erda, 2. August. In der Klinik zu Gießen liegen immer noch 6 Typhuskranke von hier. Alle Verdächtige wurden sofort dorthin verbracht. Aus einer Familie starb ein 17jahriges Mädchen und ein 18jahriger Bursche am Typhus. § Ruppertenrod, 2. Aug. Seit gestern ist der Nestor der Landbriefträger Hessens, der Oberbriefträger Tröller hier, in den wohlverdienten Ruhe- stand getreten. Nahezu 38 Jahre lang hat er in treuester Pflichterfüllung die Bürden seines Dienstes, die ost zur Winterszeit bei Schnee und Eis nicht leicht gewesen sind, getragen. Von Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog Ernst Ludwig wurde ihm das Ehrenzeichen für langjährige treue Dienste verliehen. Daß den aus dem Dienste Scheidenden auch seine vorgesetzte Behörde zu schätzen gewußt hat, bewiesen der mit einem Kranz versehene Postwagen und die mit Sträußen geschmückten Postpferde, die Tröller von seinem letzten Dienstgange vom Postamt Mücke hierher zurückgebracht hat. d Mainz, 3. August. Ein schrecklicher Un*. glücksfall trug sich gestern nachmittag um 51/, Uhr anr Kaiser Karl-Ring zu. Die Frau des in der Gastell'scheu Waggonfabrik tätigen Technikers Friedrich Clavren aus Mombach saß mit der Frau des Technikers Karrer auf einer Bank am Kaiser Karl-Ring, während auf dem Trottoir der Kinderwagen der Clavien mit ihrem 6 Monate alten Töchterchen stand. Plötzlich kam der vom Bismarckplatz abfahrende elektrische M ot o r w a g e n daher, der Ki n d e r w a g e n kam durch irgend eine Veranlassung in's Rollen und fiel vom Trottoir herab, wobei das Kind herausgeschleudert und direkt vor den Straßen- bahnwagen zu liegen kam. Das Kleine wurde ein Stück mitgeschleift, dann überfahren und mitten entzwei geschnitten. Den Führer des Wagens trifft keinerlei Schuld, er bremste sofort, aber das Unglück war leider schon geschehen. Die unglückliche Mutter fiel in Ohnmacht, während die Leiche des Kindes nach dem hiesigen Friedhof verbracht wurde. Kirche und Schute. _ Der Zentral-Ausschuß für Volks- und Jugend spie le in Deutschland sandte uns Einladung nebst Programm zu seinem 7. deutschen Kongreß, der vom 15. bis 18. September in Frankfurt a. M. stattfindet. Auf dem Programm stehen folgende Vorträge: 1. „Heber die Beziehungen zwischen Schule und Heer« vom Generalarzt a. D. Dr. Meisner-Berlin; 2. „Heber die Erziehung zur Selbständigkeit" von Profesior Dr. Koch-Braunschweig und Studiendirektor Profesior Raydt-Leipzig; 3. ,Heber die frühere und die jetzige Sc()wimm-Methode in Frankfurt a. M.« vom Turninspektor W. Weidenbusch-Frankfurt a. M. 4. Profesior Dr. Finkler-Bonn, Direktor des hygienischen Instituts der Hniversität „Heber die körperlichen Anlagen, ihre Entwickelung und Ausbildung«. 5. Der Vorsitzende des Zentral-Aus- schuffes, Abg. v. Schenckendorff-Goerlitz „Heber den Plan eines allgemeinen obligatorischen Spielnachmittags«. Am ersten Nachmittage spielt die Frankfurter Jugend der höheren, Mittel- und Volksschulen. Der zweite Nachmittag ist für die Vorführungen der erwachsenen Jugend Frankfurts bestimmt, und es werden die Turn-, Spiel-, Schwimm- und Rudervereine sowie der Verband für Turnsport mit ihren Leist- ungen hervortreten. ~ ) Wie die Sörgelbank fiir den Zentralgeldausgleich der Schulze- Delitzschscbcn Vorscbußkassen gegründet wurde, so ist im Jahre lö'b die landwirtschaftliche Zentraldarlehnslasse in Neuwied von den Naisfcisenvercinen gegründet worden. Das Kapital wurde in der Weise aufgebracht, daß jede Raiffeisenkasse mindestens eine OTtic zu 1000 Mark zeichnete. Je nachdem neue Verbände aus- Tamen, mußte das Kapital der Neuwieder Zcntralkasse vermehrt 1 oerbcit. Es beträgt zur Zeit etwa Millionen Mark, die Zahl \ber angeschlossenen Kassen etwa 3900 Der Zwea des Instituts ist nicht der Erwerb, sondern lediglich cur gemeinnütziger. Eine Dividende darf nur bis zur Höhe von 4 Prozent verteilt werden. Was darüber hinaus verdient wird, geht m den Reservefonds, der den gemeinnützigen Bestrebungen der stigM- cisenvereine dient. Das Ncuivieder Institut unterhalt m allen größeren Mittelpunkten Deutschlands Filialen. Hat eure Raift- eisenkasse Geldbedürfnis, so wendet sie sich an die betreffende Distriktsfiliale, .die im Rahnicn der Haftsumme, über welche die leitende Kasse auf Grund ihrer Mitgliederzahl verfügt, den Kredit bewilligt. Hat die Zentralkasse nicht genügend Geld, Jo läßt sie sich von der Raiffeisenkasse einen Wechsel tn der Hohe der Schuld ausstellcn, ein Gebühren, das zwar getadelt morden ist, aber im Grunde genommen doch den üblichen kaupnannischen Grundsätzen entspricht. Tie Neuwieder Kasse kann diese so entstandenen Wechsel sowohl bei der Neichsbank wie bei der Preußenkasse bis zu einer gewissen Höhe diskontieren. Bei Der nsteren genießt sie sogar das Vorrecht, wie jedes erstklassige Bankakzept zu d.m Bedingungen des Vrivatdiskonts behandelt 'n vnrc>ui Stadt alles daran setzen wird, um die Errichtung dieseA Theaters, wenn nicht zu verhindern, so doch noch auf möglichst lange Zeit hinauszuschieben. Ein drittes Projekt geht seiner Verwirklichung entgegen. Tas Orpheum, ehemals ein Tingel-Tangel, wird im August als Frankfurter Residenz-Theater seine Pforten öffnen. Ter Mieter dieses kleinen Theaters ist Neumann-Hofer, von Geburt ein Ostpreuße und Jugendfreund Sudermanns, artistischer Leiter Plocker -Eckhart, ein gebürtiger Wiesbadener. Momentan werden im Or- pheum bauliche Veränderungen vorgenommen, um die Bühnenverhältnisse auch nur einigermaßen genießbar zu machen. Dieses Theater wird sich in der Hauptsache von französischen Ehebruchs-Komödien ernähren und vermutlich auch keine Seide spinnen können. Die Frankfurter Aristo- kratie geht kaum ins Orpheum und ba§ große Publikum! läßt sich auf Monate hinaus nicht mit dieser seichten Kost abspeisen. In Fachkreisen glaubt man nicht, daß dieses Unternehmen rentabel wird, imtfotoeniger, als ihn: in einem neuen VarietS-Unternehmen in dem neuen Zirkusgebäude des Herrn Schumann eine gewaltige Konkurrenz ersteht. Wer in Frankfurt mit Erfolg ein Theater errichten will, muß das Großkapital für sich mobil machen. Er muß mit einem Kapital von mindestens 3—4 Millionen Mark auftvarten können, wenn er einem Unternehmen, wie dem Frankfurter Schauspielhaus, den Rang streitig machen will. »• Auch eine „Kühlung«. Viel belacht wird m Neuwied eine ergötzliche Geschichte, welche einem dortigen Arzte dieser Tage passierte und tatsächlich wahr ist. Eine biedere Bauersfrau aus einem benachbarten Dorfe kam zu dem betr. Arzte und bat ihn, doch zu ihrem erkrankten Manne zu kommen. Nachdem der Arzt sich bei der Frau über die Art der Erkrankung des Mannes erkundigt hatte, gab er ihr die Weisung, es sei so sehr schlimm nicht, er käme morgen, doch solle die Frau bis zu seiner Ankunft am nächsten Tage ihrem Manne inzwischen für „Kühlung« sorgen, wobei der Arzt kühle Aufschläge im Sinne hatte. Die Frau aber in ihrem biederen Bauernsinn faßte dies in der Art und Weise auf, daß der Arzt „Kuh-Lung« ge* meint habe, ging vom Arzt aus sofort zu einem bärtigen Ochsenmetzger und forderte eine ganze „Kühlung«. Der Metzgermeister bedauerte sehr, daß eine Kuhlunge augenblid* lich nicht zur Hand sei, sie könne dafür aber eine Ochsen. lunge haben, die sei noch bester. Gesagt — getan. Die Frau kaufte die Lunge und ging im Vollbewußtsein ihrer guten Fürsorge für ihren Mann nach Hause. Hier kochte sie ihrem „Hannes« die ärztlich verordnete „Kühlung«. Dem Manne schien aber die Arznei im Gegensatz zu anderen Kranken gar nicht so bitter zu schmecken, denn innerhalb weniger Zeit hatte die wohlschmeckende „Kühlung« den Weg alles guten genommen. Doch sonderbar, der „Arznei« mußte wirklich eine besondere Heilkraft innegewohnt haben, denn unser „Hannes«, der vordem recht elend war, fühlte sich nun merkwürdigerweise recht gekräftigt und konnte wieder auf« stehen. Die Wirkuyg hielt auch an, und als der Arzt am anderen Tage den von seiner guten „Alten« als so krank geschilderten Hannes besuchte, fand er denselben wieder ganz mobil und am Holzhauen vor. Er dankte dabei dem Herrn Doktor für seinen guten Rat, welcher so schnell geholfen habe. Da der Arzt aber von einem erteilten Rat nichts wußte, so fragte er den Mann aus und erfuhr so den ganzen Sachverhalt. Noch nie in seinem Leben soll der Arzt aber so gelacht haben, als über diese wunderbare Heilkur, welche ihm aber auch vom wistenschaftlichen Standpunkt aus den Beweis lieferte, daß die Einbildung ein wirksamer Faktor ist. (Kobl. Volksztg.) IirauLsurLer Iheate?pläne. Frankfurt a. M'., 2. Aug. Seit einigen Monaten wird in Frankfurt a. M. wieder einmal recht lebhaft über neue Theaterprojekte debattiert. Wir haben hier ein Schauspielhaus und eine Opernbuhne, die städtisches Eigentum sind und von einer Aktiengesellschaft mit Subvention der Stadt geführt werden. Das Schauspielhaus ist, da ohne jede Konkurrenz, im Laufe der Jahre mit seinen Leistungen steril geworden. Entsprechend der finanziellen Potenz- unserer Stadt ist natürlich das Theater vollständig plutokratisch zugeschnitten; die Ein- trittspreise sind sehr hoch und die Angehörigen des Mtttel- und Arbeiterstandes können an arbeitsfreien Tagen kaum ein Plätzchen für sich imb ihre Familien ergattern. Es wäre daher schon aus diesem Grunde die Gründung eines dritten Theaters zu befürworten, ganz abgesehen davon, daß durch die Konkurrenz das Repertoire des Schauspielhauses im günstigsten Sinne beeinflußt würde. Ter, der dies „zuerst erfaßt" hatte, war der frühere Direktor des Berliner Lessing-Theaters/ Otto Neumann- Hofer, der im letzten Winter urplötzlich hier in Frankfurt auftauchte und die Nachricht in die Welt setzte, er werde am Hauptbahnhof ein Theater feinenStils errichten. Kundige setzten sofort Zweifel in diese Nachricht, da Neumann-Hofer sagte, er habe das Kapital in Frankfurt selbst gefunden, und in Frankfurt selbst ist das Kapital für ein Es kann dies wohl als Beweis gelten, daß gegen die Sicherheit des Instituts keine Bedenken vorliegen. Die Abschreibungen, die im letzten Jahre notwendig waren und deren Bekanntgabe solches Aufsehen machte, sind in der Hauptsache auf die D ü n g e r- faln ik Unitas vorgenommen worden. Dieses Unternehmen ist vom Neuwieder Institut seinerzeit gegründet worden, um der kartellierten Supervhosvbat-Jndustrie ein Paroli zu bieten. Weitere Abschreibungen sind erfolgt auf solche Grundstücke, die im Interesse notleidend gewordener und subhastierter Besitzer erworben worden sind, wobei man eine Verschleuderung unter dem damaligen Werte Verbindern wollte. Endlich hat sich herausgestellt, daß gewisse Leistungen der Neuwieder Kasse den Raifftisenkassen gegenüber zu billig berechnet worden sind. t m Die nunmehr vollzogene Jnterestengememschaft des sJreu= wieder Instituts mit der Preußenbank wird die Fehler in der Organisation, soweit sie vorhanden sind, zweifellos beseitigen Helsen und zugleich den hohen Idealen neue Unterstützung verleihen, auf denen die Raiffeisenveveine und ihre Neuwieder Zentrale aufgebaut sind. . Eine Kardinalfrage, die der Gehälter der Vereins- beamtcn, wird in vorstehendem 'Artikel nicht berührt. Es will uns aber scheinen, daß gerade hier Veranlassung zur Kritik gegeben ist, wenn es zutrifft, daß die ersten Beamten bis zu 14 000 Mk. Jahr es geh alter beziehen Doch von alledem abgesehen: die soziale und ökonomische Wirksamkeit der Raiffeisenvereine war bt§ bato so ausgezeichnet, daß man nur wünschen kann, daß das Institut in seinem vollen Umfange dem deutschen Genossen- schastswesen erholten bleiben möge. ■ Ire Deurvreder Zeniralkaffe und die Aaiffeisen- vereine. ____________ Ueber die Raiffeisenvereine ist in der letzten Zeit in der Presse vielfach und teilweise recht abfällig geschrieben worden. Wir wollen aus die Einzelheiten dieser Darlegungen, die recht viel Beachtenswertes hatten, nicht weiter eingehen, sondern heute einer Stimme Gehör geben, die um des von ffrr beigebrachten sachlichen Materials willen Beachtung verdient. Es ist dies der „Ratgeber auf denk Kapitalmarkt", ßir schreibt: Die Landwirtschaftliche Zentraldarlelmskasse in Neuwied, btc geschäftliche Vertreterin der breiten Massen der Landwirte, geht eine Interessengemeinschaft mit der Preußischen Zentralgenoftcn- schaftskasse ein. Durch ihre Vereinigung mit der Staatsbank wird der Ruf der Neuwiederin verbessert, nachdem einige Zwischenfälle der letzten Zeit sie etwas , ins Gerede gebracht hatten Vor kurzem noch wurde die Zeitungswelt davon in Kenntnis gesetzt, daß sich bei genauerer Prüfung der Bilanz Abschreibungen in Höhe von über 900000 Mark als notwendig herausgestellt hätten. ... Die Neuwieder Zentral- darlehuskasse verdanft ihr Bestehen lediglich gemeinnützigen Absichten. Sie ist keine Erwerbsgesellschaft, und wenn man ihr einen Vorwurf machen kann, so ist es der, daß sie, in dem Wunsche zu helfen, die realen Dinge nicht genügend im Auge behalt en hat. Das nunmehrige Zusammengeh^i des Instituts mit der Preußenkasse bietet die, Gewähr, daß, wem Verfehlungen vorgekommen waren, sie nicht derartig find, daß irgend ein Bedenken über die Sicherheit des Instituts herrschen könnte Wohl aber darf man sich freuen, daß die gewaltige Hilfe der 50 Millionen-Bank den Bestrebungen nützt, die wder- mam, auf welchem wirtschaftlichem Standpunkte er auch stehen möge, für richtig halten muß. .... Hier handelt es sich darum, den kleinen kapitalschwachen Landwirt, der nach einer einzigen schlechten Ernte znm Wucherer gehen mußte, mit billigem Kredit zu versehen, unter dem Namen Raiffeisenvereine entstanden überall in Denttastand ländliche Darlehiiskassen, die von Mitgliedern nnd Nichtmitgliedern Depositen annahmen und dem Geldbedürftigen Kredite bewilligten. Ein Darlehen auf zehn Jahre, wohlverstanden gegen einfache Bürgschaft, ist nichts außergewöhnliches Um diese Liberalität im Kreditgeben zu verstehen, muß man die besonderen ländlichen Verhältnisse in Betracht ziehen. Die Kontrolle de» Kredit- bedürstigen ist auf dem Lande weit leichter, wie in der ^tabt. Handelt es sich doch ausschließlich um AckergrmMucke, deren Zustand täglich zu beobachten ist. Die persönlichen Ausgaben des Schuldners können bis auf das letzte Glas Bier nachgerechnet werden. Von Vermögensveränderungen kommen in der Regel nur solche vor, die aus dem Grundbuche ersichtlich sind. Aus all diesen Gründen fällt es den Genossen nicht schwer, berechtigte Darlehenwünsche "erfüllt zu erhalten. Und auch die Kassen selbst genießen leichten Kredit aus öffentlichen Mitteln, wenn die Ansprüche der Genossen an sie durch vorübergehende Ursachen gewachsen sind. Hierzu trägt noch ein anderer gewichtiger Umstand bei. Sämtliche Genossen einer Raiffeisenkasse hasten solidarisch für alle Verbindlichkeiten derselben, und zwar in Der Regel unbegrenzt. Steigt hierdurch der Pafsivkredit der Kasse erheblich, so haben andererseits die einzelnen Genossen das lebhafteste Interesse daran, ihren Genossen nicht in Vemnvgens- verfall geraten zu lassen, weil ihr eigenes Risiko dadurch großer wird Aus demselben Grund haben sie em Interesse daran, daß der einzelne Genosse keine Dummheiten begeht, sowohl was seinen Lebenswandel, wie ferne geschäftlichen Unternehmungen betrifft. Es, liegt auf der Hand, .daß dieses gemeinsame Interesse auch in sittlicher Hinsicht von den segensreichsten Folgen begleitet sein muß. Wie denn auch der Zweck der Raiffeisenkassen ein doppelter ist, nämlich „die, D^bnng der Lage seiner Mitglieder in sittlicher und materieller Be- Gießen, 3. August. ** Personalveränderungen der Ober-Po st- direktion Darmstadt. Bestanden haben: die Post- sekretärprüfung: der Ober-Postasststent Hoffmann in Offenbach; die Telegraphensekretärprüftmg: der Ober-Telegraphen- assistent Becker in Mainz. Angenommen worden sind: als Postgehilfen: der Gymnasiast Wahl und der Oberrealschüler Stein in Mainz; als Telegraphengehilfe: der Oberrealschüler Mattern in Darmstadt; als Postgehilfin: Therese Kans in Darmstadt; als Telegraphengehilfin: Marie Ne iter in Darmstadt. Freiwillig ausgeschieden sind: der Postgehilfe Hilpert in Wöllstein, die Postgehilfin Helene Schmidt in Darmstadt und die Telegraphengehilfinnen Wilke in Darmstadt und Witzel in Worms. Gestorben sind: der Postsekretär a, D. Fne drich in Heppenheim und der Postverwalter a. D. Bangert in Darmstadt. *• Besitzwechsel. Der Schneidermeister Eckert erwarb das Anwesen an der Ecke der Ludwig- und Bismarckstraße für 54 000 Mk. von Frau Eduard OttenS Witwe und Herr Strack verkaufte sein am sog. Reichensand gelegenes Anwesen an der Bahnhofstraße 56 und 58 für 128 000 Mk. an den Lokomotivführer Ott. ** Der Gesangverein Heiterkeit hielt in der vergangenen Woche Generalversammlung, in der beschlossen wurde, am 20. d. M. einen mehrtägigen Ausflug nach der Wartburg, Eisenach und Umgegend zu unternehmen. Auch Freunde des Vereins können sich an dem schönen Ausflug beteiligen.__ halbwegs komfortabel eingerichtetes und großzügig geleitetes Theater nicht zu bekommen. So wurde dieses erste Projekt denn auch begraben, nachdem es kaum das —icht der Weit erblickt hatte. . , , Ein zweites Projekt tauchte ansangs Mai, kurz vor der großen Schillerfeier, auf. Eine Anzahl Herren, die sich in der Gesellschaft für ästhetische Kultur zusammengefunden haben, setzten sich mit einem Architekten in Verbindung, der in aller Stille das Projekt für die Errichtung eine» billige n V o lks the ater s im Sinne des Berliner Schiller-Theaters ausarbeitete und sich im Mittelpunkt der Stadt einen Platz sicherte, der angeblich von der ötabt in Erbbaurecht abgelassen werden solle. Diese .Herren vereinigten sich mit Herrn Willtz Rath, der zurzeit noch Theaterkritiker eines hiesigen Blattes ist und der vor Jahren schon einmal in München an enter verfehlten Theatergrun- ITg beteiligt war, und suchten 1325 000«Kapital m Mien zu je 250 Mk. zur Errichtung dieses billigen Volkstheaters. Die .Herren wandten sich an bte ©reffe■ langten deren Unterstützung, die ihnen aber bis zur Stunde nur recht spärlich zuteil wurde, weil man eben der Ansicht ist, daß ein derartiges Kapital zur Errichtung CUTJ$ KonkurrenzunternelMenS neben dem Schauspielhaus vollst ä n d i g unzureichen d ist, ganz abgesehen davon daß aber auch ein derartig r Betrag in Aktien zu yc 2o0 Mk. ^ir^e^SiaAen zu köuuen, daß auch die m. Gonsenheim, 2. August. Gonsenheim, der Ort am „großen Sand", der durch seine Gemüsezucht in unserer Gegend einen Ruf genießt, hat neuerdings nicht genügend Wasser. Äehnlich ergeht es ja mancher großen Stadt, aber in Gonsenheim soll die Schuld an den Süddeutschen Wasserwerken, A.-G. in Frankfurt a. M. liegen, die dort das Wasserwerk errichtet haben. Schon vor Wochen beschäftigte sich eine Bürgerversammlung mit der Angelegenheit und neuerdings hat der Gemeinderat beschlossen, das Werk anznkaufen und selbst zu betreiben. Die Gesellschaft forderte 200 000 Mark, der Gcmeinderat wollte aber nur 170000 Mark geben, und deshalb wurde aus der Sache nichts. Jetzt hat der Gcmeinderat das Krcisamt ersucht, der Gesellschaft die Konzession zu entziehen und dann wollen die Gonsenheimer selbst ein Wasserwerk bauen. Man darf gespannt sein, wie die Geschichte ausgeht. Immerhin kann sie anderen Gemeinden zur Warnung dienen. Derntiid?tc». • Unfälle in den Bergen. Während eines Schnee- sturmes sind zwei führerlose Bergsteiger auf der Nordseite der Jungfrau abgcstürzt. Beide Leichen — es sind zwei nn Grindelwald beschäftigte Arbeiter — wurden ausgefunden. __ Der Eisenbahnbeamte Bourdon aus München ist von der kleinen Zinne (Kärnten) abgeslürzt. Er erlitt einen Schädelbruch. — Der Bauunternehmer Mader aus Oberösterreich ist in der Schlucht Br and en b erger Ache (Tirol) abgestürzt und blieb tot. — In Novero (Oberitalien) wurde durch einen Bergsturz cm Haus mit 12 Personen verschüttet. Bisher wurden zwei Leichen geborgen. — In dem Shyottale im Kaschmirgebirge (Mittelasien) ist eine ungeheure Eismasse zu Tale gestürzt und hat das Tal völlig abgesperrt, sodaß sich ein See von über 5 Meilen Länge hinter der Eismasse gebildet hat. Da das Eis bald schmelzen dürfte, wird eine große lieber« schwemmung unausbleiblich sein, die das Tal vollständig verheeren kann. Infolgedessen haben die Behörden alle Einwohner angewiesen, sich rechtzeitig m Sicherheit zu brin9»n'$in Seuchenkrieg in Amerika. In New- Orleans wütet unausgesetzt das gelbe Fieber, das täglich mehrere Tote fordert. Heute bringt nun Reuter folgende seltsame Meldung aus der verseuchten Stadt: Die Quaran- tänebootc des Staates Mississippi brachten achtzehn Fischerboote vom Staate Louisiana auf, sperrten die Besatzungen auf Shipisland ein und legten auf die Boote Beschlag. Der Zollkutter der Vereinigten Staaten, „Elaph", wird von den Leuten in Louisiana bedroht, die behaupten, daß seine Patrouillen das Louisianagebiet betreten hätten. Dec Gouverneur von Louisiana legte telegraphisch Beschwerde in Mississippi und bet den Behörden der Bundesregierung ein. Der Berichterstatter behauptet, daß Louisiana ein flachgehendes Boot mit Haubitzen armiert und mit Offizieren vom Marinekorps besetzt habe, um die Rechte Louisianas zu wahren. • Ein neuer Ritter Blailbart in Amerika. Kaum ist der amerikanische Blaubart Hoch aus Bingen zuin Tode verurteilt, dem er, falls er die zur Anstrengung eines neuen Prozesses erforderlichen tausend Dollars nicht aufzu- Dringen im stände ist, unweigerlich verfällt, da taucht auch chon, wie aus Newyork geschrieben wird, dort ein neuer Blaubart auf. Ein gewisier Carlton ist unter dem Verdacht, einen Freund, dem er Geld schuldete, und min- destens zwei Frauen, die beide an Kinnbackenkrampf tarben, vergiftet zu haben. Er soll so raffiniert dabei zu Werke gegangen sein, daß er seiner Katze gewisse Gifte einimpfte, tn der Hoffnung, daß sie seine zweite Frau anstecken und vergiften würde. Er hat, nebenbei bemerkt, Medizin studiert und sich besonders viel mit Giften abgegeben. Auch einem stark versicherten Onkel soll er ben, Weg aus dem Dasein erleichtert haben; in seinem Besitz befanden sich Adressen von jungen Mädchen aus allen Teilen des Landes. Ob er diese alle der Reihe nach heiraten und ins Jenseits befördern wollte, mag vielleicht sein Prozeß enthüllen. Vorläufig streitet er lächelnd alles ab, und erst die Obduktion seiner letzten zwei Frauen wird nähere Anhaltspunkte ergeben. * Kleine Tageschronik. Die Ursache der in Posen herrschenden Typhusepidemie ist darin zu suchen, daß an einem der ersten Tage des Juli in die Wasserleitung, deren Wasser als Trinkwasier benutzt wird, W a r t h e w a s s e r g e - p u m p t wurde. Es sind umsangreiche Maßnahmen getroffen, um der Krankheit zu sleuern, welche, wie angenommen wird, ^il)rcn Höhepunkt bereits überschritten hat. — In der ungarischen etnbt Barlfeld wurden durch Feuersbrunst 142 Häuser zerstört. - Eine blutige Ehetragödie spielte sich m der Schwctzmger Vorstadt von Mannheim ab. Ein von seiner ^rau getrennt lebciider Fabrikarbeiter wartete auf diese und versuchte sie zu überreden, zil ihm zurückzukehren. Als die Frau dies ablehnte, feuerte er drei Revolverschüsse aus sie ab und jagte sich dann selbit eine Kugel ui den Kopf. Tie Verletzungen beider sind lebensgeiahrlich. - Am 1. d. Mts. ereignete sich in der Brauerei und epmtu5= befenfabrik vormals G. Sinnet in Grünwinkel (Vaden) eine Explosion, durch die ein Arbeiter getötet, 2 schwer und mehrere leicht verletzt wurden. Mniversitäts-Dachrichten. — Die staatswissenschastliche Fakultät in Tübingen hat die Anforderungen für Erlangung der Doktorwürde wesentlich erhöht. Vor allem wird prinzipiell ein deutsches Reifezeugnis verlangt, ein Erfordernis, von dem nur unter besonderen Umständen dispensiert werden wird. Ferner ist nunmehr dreijähriges Universitätssludium vorgeschrieben. Die mündliche Prüfung wird außer Volkswirtschaftslehre, Finanzwissenschast, Staats- und Verwaltungsrecht fortan auch noch Völkerrecht umfassen. Tamit düriten bezüglich der Erlangung des Pr. scient. pol. öiejenißcn Verhältnisse geschaffen sein, die von mehreren Seiten als wünschenswert bezeichnet worden sind. — Katholiken haben in Utrecht umfangreiche Gelände cm- gekauft, wie es hieß, zur Errichtung der e r st en katholischen U n i v e rs i t ät i n H o l l a n d. — Wie uns aus Greisswald gemeldet wird, ist zum Nachfolger des o. Prof. Dr. Waller König/ der bekanntlich Ostern d.J. Trudes Lehrstuhl in Gießen üb ernommen hat, der a. o. Professor an der dortigen Universität Dr.phil. Gustav Mie in Aussicht genommen und wird die Leitung des Greifswalder physikalischen Instituts, die er int lausenden Sommersemester kommissarisch ver- ivaltel, übernehmen. — Der Kamps um die akademische Freiheit kommt auch in dem Vorlesungsverzeichnis der Berliner Universität zum Ausdruck. Ter bekannte Staatsrechtslehrer Professor Born- h a t kündigte nämlich ein Kolleg an über das Recht der aka- dcmisckjen Freiheit in Vergangenheit und Gegenwart. Kcrichtsfaal« Detmold, 2. Aug. Der gegen den Redakteur der »Lipp. Tag esztg/ angestrengte Prozeß wegen Beleidigung von Postbeamten in der Angelegenheit der Veröffentlichung der sogenawiten „Diesseitsdepesche", der heule hier slatlfinden oiite, wurde v ertagt, da noch mehrere Zeugen geladen werden oCIe— Ter Säugling im Gefängnis. Ein Bergmann in Recklinghausen erhielt auf ein Gesuch um Strasatifschub für seine mit einem Tage Gesängnis bestraste Frau, die em zweimonatliches Kind stillt, folgende Antwort: »Aus das Gesuch vom 14. Ium wird Ihnen eröffnet, daß die von Jbneii angeführten Umstände nicht genügend sind, um einen Aufschub der gegen Ihre Ehefrau eingeleiteten Strafvollstreckung zu rechtfertigen. Ihre Frau kann auf ben einen Tag den Säugling nut ins Gefängnis nehmen, eie werden deshalb auf Ihr Gesuch ablehnend beschieden." (Alan kann sich des fatalen Eindrtickes nicht erwehren, daß derartige Bescheide dem Ansehen unferer Rechtspflege keineswegs förderlich sind. Daß int vorliegenden Falle der nachgesuchte Strafaufschub für keinen der beteiligten Faktoren von Nachteil gewesen wäre, ist ohne weiteres einleuchtend.) Kandel und IcrKel-r. Kotkswinjchaft. (||) Stockheim, 1. Aug. Aus dem soeben ausgegebenen Verwaltungs-Bericht der A k t i en - Zuckerfabrik Büdingen in Stockheim ist zu entnehmen, daß im 21. Geschäftsjahr 352 580 Eenlner Rüben mit einem Kauspreise von 306 600 Mk. 37 Pf. zur Verarbeitung kamen, welche auf 2120 Morgen geerntet waren. Tie Tuichschnittsernte betrug 166 Ctr. gegen 156 im Vorjahr. Hergestellt wurden: 25 780 Etr. Kristallzucker mit einer Verwertung von 13,29 Mk. pro Ctr. 15 354 » Rohzucker » » » 12,62 » „ » 9 300 „ Melasse „ „ » A » 2,39 » „ „ Die Durchschnittsverarbeitung betrug 6 410 Ctr. pro -rag. Aach Vornahme der bestimmungsmäßigen Abschreibungeit verbleibt ein Reingewinn von 56 610 Mk. 88 Pfg., über bereit Verwendung die Generalversammlung am 19. August zu bestimmen hat. P a r i s 2. Aug. Tie Angelegenheit des Zuckcrkrachsist bis auf weiteres Tank des Eingretsens Rouviers beigelegt. Ter deputierte Jalu zot, Besitzer eines Warenhauses und Inhaber eines großen Privalhotels in Paris und mehrerer Schlösser, hatte ent Jahres-Einkommen von anderthalb Millionen Francs. Es sind Verhandlungen mit Fmanzleuten eingeleitel zwecks Uebernahme von Hypotheken auf sämtliche Liegenschasleit. Kursbericht. Frankfurt a. M., 2. 3‘/s°/o Reicheanleihe . . 101.35 I 3% do. ... 90.20 3*/,% Konsole .... 101.25 8% do......90.25 3l/2°/o Hessen .... 100.70 3’/7% Oberheseen . . . 99.50 4% Oosterr. Goldrente . . 101.60 4l/6 % Oestorr. Silberronto . 101.40 4% Ungar. Goldrento . . 97.80 4°/o Italien. Rente . . . —.— 4 Jo Portugieser I . . . 67.65 3°/: Portugiesen. HI . . 67.05 1% Unif. Türken . . . 89.20 Türkenlose......134.60 4% Griech. Monopol.-Anl. 55.60 4*/1°/0 äussero Argentiner . 44.30 Tendenz: August Offizielle Sohlusskurse. 3°/0 Mexikaner .... 68.80 4,/a3/o Chinesen .... 96.65 Electric. 8ob ackert . . . 140 75 Nordd. Lloyd . . . . 130.60 Kreditaktien..... 209 60 Diskonto-Koinmandit. . . 19430 Darmstädter Bank . . . 145.25 Dresdener Bank .... 159 80 Berliner Handelages . . 170 50 Oesterr. Staatabahn . . . 114 50 Lombarden.....18.25 Gotthardbahn.....—.— Laurahütte.....261.30 Bochum ...... 249.50 11 arponor......22130 Staatschatzscheine . . . 100.80 schwächer. Blendend weiße Wäsche nur mit dem echtenDr. Thompsonö Scifcnpnlver, Marke Schwan. Dasselbe ist frei von jeder schädlichen, ätzenden Substanz und greift die Wäsche auch nicht im geringsten an. — Ileberall zu haben, ss u c 5 CO CD o S CD O Q< C 3. < o sr-L» O tc'X f- — cc 5 O- ”- ä 5$ z 5" ” a- S CT s Co TO H KL TO ~ CD % C: CT e=> cs TO r» = Ct CT« ($1 n -c = S c Ä'. O TL •:< ö< TO cd GO TO TO S= C» ®s - o o •CT ©8 I 19 -CT t-ft = s» ct er CD to o er cs cs CD o LS CS-2. - ~ 2*0 ~ cs TO’ » ~ CT< CT -Ä -3* CS 2. TO -- TO p O c ct c> —• — TO, o TO- ÖP.Ö2CT . . o X o Cc C* S »SO ** u» ____ zr. ='- JS) CB ' £ O = 2 TO» 3 er e to , ct -5 || ct ^2 ? D o TO Z. TO CT S » ® CS GO % TO CT 2 c CT CT s n' TO 'S* =• = 3- i?3 s — CT CT CT Ci L TO TO TO TO TO CT — S'CT CÖ« - TO W TO — C-’< P TO £.<=>& 5.- TO CT^^ = 3 " ’S' G0 CO CT <1 » w O CT __ « GO S to CT " CT rr ST to , „ 2 S’-Sj » 1 " " TO L -2 TO» C» to' 2 TO S n; c» -ts TO, = 8 2 CT to; TO 22, 2 5 o - TO» CT Cf C=> CT „ Ct 2 a* CT » TO O TO. TO 2; 8 CT ” W O Si TO. „ 5 " Q. c OD ® " o -ei', a e. cs 3 es CT _1, ' er >2=* CT_„ —■ to w» 2S^TO“n=2™ TO » TO TL " TO ------ CT 2 gj ‘ ' B ®TO-TO®S~TO^CTK3rt fcOcÖ (TJ'CT TO- CT TO- -er to »: o:" - "<==• -r TO 2"^HS^^to2 O CT TO » 2« ♦ä 4003 D’/j Muß- und Seefische PANTHER "T. 63169 Prima ueue holländische e nnn mrr ■______ Panther-Fahrradwerke, Ni*! 58062 3911 Näheres Baugeschäft Winn, Hofmannstr. 14 Tropil-Brause bestes Frucht - Mineralwasser, per Flasche 20 Pfg., Versand durch Ferd. Zimmer, Lich. Verkaufs - Niederlagen errichtet: Vertreter Chr. Ludw. Thomas, Bahnhof- ! straße 37, Telephon 375. Robert M fiuU, SeHerswegj im früheren Mowack’schen Laden. per Stück 8 Pfennig. L4032 Gebrüder Berdux Bahnhofstr. 27 Lindenpl.12 In meinen Neubauten an der West-Anlage sind Mehrere schön eingerichtete Mehhen Montag, Mittwoch u. Freitag 3576 von 9 Uhr ab. Hofbäcker Noll. Ortsgewerbcverein. I Hnnptversarnmlnng Donnerstag, 3. August, abends 9 Uhr, Restaurant Feidcl. Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht. 2. Rechnungsablage und Entlastung. 3. Vorstandsmahl. 4. Wahl der Beisitzer für Gesellenprüfungen. 5. Berichterstattungen über Sterbekasse und Genossenschaftskasse. 6. Verschiedenes. QU recht zahlreicher Beteiligung wird ergebenst emgeladen. vi/8 Der Vorstand. Allbekanntes erstklassiges deutsches Bad. Prima ueue holländische Handlungen und Niederlagen an allen besseren Plätzen. 918 87 n-7 7ß infi Oi 40 252 64 318 48 53 427 81 86 517 20 41 [400 ?3 85865 70 900 96019 170 (150] 342 55 o7 5ft 03 75 739 olW858d u2 60 76 241 53 54 358 438 e 1°| in oom 12 609 14 22 32 56 82 717 827 45 85 932 98133 69 21 35 38 51 359 64 505 97 633 811 56 84 913 75 99142 239 84 4o5 512 3> 46 605 700 89 941 66 [400] Nächste Ziehung: 3 August 1905. Bekanntmachung. Die diesjährige öffentliche Impfung in der Stadt Dreßen wird, beginnend mit Samstag, den 1. Juli fm Bumslokale — Schulgebäude, Neustadt 61 — für die nächsten l-K Wochen jeden Samstag, nachmittags 1 bis 5 Uhr, ab- nphnItpn werden Imp pflichtig tm laufendere Kalenderjahr sind dte im vottgen Jahre geborener: Kinder, sowie die Nückständrgen aus ^^^i^Jahren-^ Einwohner, welche impspflichtige Kinder haben, zur Benutzung dieser öffentlichen Termine mit dem Bemerken ein daß alle rn denselberr vorgenommerren Jmpsuiigen ,>ne»tocltlich sind. Wer die Ternrine nrcht benutzen wrll, muN dre ^nmiuna seines pflichtigerr Kindes bis zum Jahresschlrrsse auf lerne Öen bewerkstelligen lassen, widrigenfalls ihm tm Januar nächsten 3f,“'Äödjenttifee Frist zur Nachholung d°r Innung unter Strasarrdrohung gesetzt wird. . Außer den Pflichtigen werden auch Krndcr, welche im ^nkendeu Jahre geboren sind, auf Wunsch ihrer Vertreter getmpft. Alle in einem Termin geimpften Kinder tnüffeu in dem | g Tage später abgehaltenen Termine zur Nachschau nochmals! Kilider, deren Zurückstellung von der Impfung wegen Kränklichkeit beansprucht wird, können gleichfalls dem Jmpfarzt tn den öffentlichen Terminen vorgestellt werden. ie Impflinge müssen mit reiner Wasche und rem gewaschenem Körper zur Impfung gebracht werden. Es wird nur au einem Arme mit Lmnphe aus dem Landesimpfmstitut geimpft. Kinder aus Familien, in denen ansteckende Krankheiten herrschen, dürfen nicht in die Termine gebracht werden. 9 ' Gießen, den 27. Juni 1905. B A Großhcrzc^ i* er meinem Gießen. I. V.: Curschmann. Mapparate hächstpräm.; Rheinisches Kaufhaus Bahnhofstr. 26. Giessen Bahnhofstr. 26. elegante Wohnungen vermieten und per 1. Oktober ev. früher beziehbar. Durch Zusammenlegen von 2 Stockwerken mittels Verbindung einer separaten Treppe können die schönster herrschaftlichen Wohnungen von 10—11 Zimmern mir allem Zubehör hergerichtet werden. a?9rr Für Raucher! Nur Forcesorten erster Fabriken Rina . . Moderno Imports Herkules Allerliebste Fatima alkoholfreier AiMas-FruWt zur Bereitung eines köstlichen Erfrischungs-Traukes. Die V. Liter-Flasche für JC 2,25 reicht für ca. 40 Gläser; erhältlich auch in V„ V* und 1/# Liter-Flaschen bet: Wilh. Haas, Bleichstr., H. E. Jug- hardt Hao!if.,Jiih.Aug.Walleii° fcl§, Marktpl., Karl Jekel, Mar- burg.Str., Job. Seibel,2ubroi9§- platz, Job. Seeler, Ludwigstr., Ludw. Steinhäuser, 9teuen Säue. Im 3525 KM« i. Ml" empfiehlt sich Frau Otto, Wäscherei, Liebig,trape 63. fDealsthe erslkl.Soiidaria-Fahrrader ? Abz. 8—15 M. mon. I Belchsräder von 2 an. Zubohör-J 7^ teile spottbillig. ▲ . Preisliste gratis und franko. $ Z J. Jendrosch & ^ChailoUenburg5. No. 209~ 510ü^5l3% 2l8475068 69 N5^67 4?16 [“ oWÄ W Jöof |2^| | 843 945 80 54004 5 37 52 99 158 68 264 80 329 42 52 496 538 69 4M» SäSlSeSiS-s 11501 ia^M 110 67 920ön 320 64 460 81 500 6 99 659 77 [150] 85 eee»8see 97 8147ß08906i902363 85 91 427 42 51 93 567 674 782 88 804 43 61 86 K Ä M ff 79014^ ff JS 2UM 365 M «1162 70WÄ 914 4186O020 32 61 62 71 74 76 120 259 67 347 57 64 435 521 <92 736 84 «SSSSS«! ÄS 7^256 60a85 31?61^ 889052°7068479881075 L°?9^t ff £ 89 494 577 95 634 68 701 46 [1501 72 312 415 37 66 561 75 647^16^150; «B«8 MOB 8 8 «496 49l*3747255 597 9385«764O 74 504 697 822 08 80 948 M ft1 -<11 19 ‘>98 340 79 83 511 4\ 623^44 SlWJ’SloS 1294« « « ^81^42'[150] 58 i K 48/05. TB*/, Donnerstag, bett 24. August 1905, nachmittags 8 Uhr werden auf hiesigem OrtsZericht die vor dem Namen des A. Schild- Heuer in Gießen stehenden Grundstücke , i 1/49,3 — 222 qm Hofreite m der Sieffansmark, 1/49,7 — 110 qm Grabgarten daselbst öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, beit 18. Juli 1905. Großh. Ortsgerrcht Gießen. Gros. VI. Kefstsch-Hyüringische Staatslotterie Ziehung III. Klasse. (1. Tag.) 2. August 1905. Aste Nummern, neben welchen iüchts bemerkt ist, sind mit 134 Mark gezogen. (Ohne Gewähr.) oq non on Q42 416 28 38 88 94 503 694 718 853 69 992 1000 24 &1l19ft?!o[«8140« KM yeÄWwMKO« 61°«Ä K Wi« Ä ® »§72M1 88 714 46 90) 57 78 «Ä 339 52$427 ff‘Ä 701HI BHM « «6 2° ^6»”o6826Ä797O63 69° ? 2B B » M» S ■» S 520 725 ÄÄT 8134 204 [150] 41 73 314 25 44 4B 555 [1501 61 62 600 21 51 53 769 80o 70 74 75 904 46 9027 7b 191 2Ö3 416 631005535589107 to?7478759 250 74 98 338 405 16 46 78 531 71 8S 626 701 87 98 804 34 50 66 80 07 902 5 24 34 56 82 1^01 [150] 2 910 11 45 60 [ 150) 117 230 64 363 86 404 86 538 603 13 20 26 88 94 746 82 831 43 86 914 19 25 43 58 93 12089 101 61 210 25 [150) 39 55 317 66 827 74 903 75 83 18029 77 95 97 120 38 60 81 816 2o 426 [150) 37 47 523 ßnq 1-, OR 27 [2001 48 71 721 28 80 84 803 35 63 908 39 60 14019 118 71 77 25 57 351 498 97 514 38 88 673 96 762 807 ^ 33 92 977 98 ... ri50Bl°63 B 99 000 89 U«""» fi «“» ff« SÄ f ffB ÄoÄ Ä 6067 76, 17036 59 73 »H150, ?85lTOl250°l3967^M « « “"SÄ 1 73 9M 97 1 19017 24 55 57 64 104 7 [150] 8 53 256 60 347 425 660 87 746 822-> »>- 250 IS'Paar Neuheiten in Golfbinsen und Damen-Mützen. Statt besonderer Anzeige. ■ Hierdurch die schmerzliche Mitteilung, dass heute morgen V24 Uhr, mein lieber, guter Mann, unser lieber Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Carl Retter nach kurzem, schweren Leiden entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Efifia Retter, geb. Stein. Giessen (Eichweg 7), Dillenburg, Schotten, den 3. August 1905. Die Beerdigung findet am Samstag, den 5. August, nachmittags 5 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 4051 Die Geburt eines kräftigen Mäd- chens zeigen hocherfreut an Amtsrichter Hirsch und Frau Theodore, geb. Ploch. Höchst i. 0., 2. August 1905. 4045 Wirklich ausgezeichnet schmecken 'MAGGPi