" Theateroerein. In der zw eit en V orst ellung, die am Freitag, 17. November, stattfinbet, kommt ein neuc§, nach dem Roman von DickenS bearbeitetes Lustspiel von Schöntban „ft lein Dorritt' zur Aufführung. Als Gäste für diese Vorstellung sind Herr Arthur Bauer und Fräulein Poldi Sangora vom Frankfurter Schauspielhause gewonnen. ** AuS dem Bureau de8 Stadttheaters wird unS geschrieben: Auf die heutige 2. VolkSvorstellung, die Maurice Maeterlincks berühmtes Schauspiel ,Monna Banna' bringt, sei auch an dieser Stelle noch ausdrücklich hingewiesen. — Technischer Verein. Am SamStag wurde im Vereinslokal Kaiferhof abends von Ingenieur Kaltenbach, Mitglied deS Vereins, ein sehr interessanter Vortrag über „Reiseerlebnisse auf einem deutschenftriegSschiffe im Ausland' geholten Ter Vortragende schilderte die üch gebotenen landschaftlichen Schönheiten auf der Fahrt nach Marokko, Samoa, China und Japan in so fesselnder ausführlicher Weise, das; die ungeteilte Frist von einer Stunde für die Tauer deS VortragS weit überschritten wurde. Die aufgelegten ftunftgegenftönbe gaben den zahlreich erschienenen Mitgliedern mit ihren Damen, sowie den Gästen einen Ein blick in die Kunstfertigkeit der Japaner und Chinesen, so daß dem Vortragenden am Schlüsse seiner Rede reicher Beifall gezollt wurde. Nach dem Vortrag hielt fröhliche Unterhaltung die Anwesenden noch bis Mitternacht beisammen. ** T i e freiwillige Gailsche Feuerwehr feierte am Samstag --benü in Steins Saalbau das Fest ihrer Fahnenweihe. Unter den sehr zahlreichen Fcsb- besuchcrn befand sich als Vertreter des Großh. Kreisamts Kreisamtmann Hechler, als Vertreter der Stadtverwaltung Beig. Curschmaun und zahlreiche Stadtverordnete, der Chef der Wehr Kommerzienrat Gall, sowie viele Vertreter auswärtiger Feuerwehren und hiesiger Wehren. Nach einigen einleitenden Musikvorträgen der Regimentskapelle hieß Hauptmann Linden st rulh die Festgäste willkommen, gab in kurzen, markigen Worte:; ein Bild von der Tätigkeit der Feuerwehrleute, die nicht nur im Frieden, sondern auch in Kriegszeiten ihre gemeinnützige Tätigkeit im Dienst der Nächsten- und Vaterlandsliebe zu entfalten hätten. Gr schloß mit einem dreifachen „Gut Wehr!" auf den Kaiser und Großherzog. Nach zwei exakt vorgetragencn Chören des Bauerschen Gesangvereins erschienen die weißgekleideten Festdamen auf der Bühne und Fräulein Arnold überreichte mit einer schwungvollen Ansprache die neue geschmackvolle Fahne im Auftrag der Spenderinnen. Hauptmann Linden st ruth dankte mit herzlichen Worten für die dem Verein gewordene Auszeichnung, dabei versichernd, daß das Korps allezeit des hohen Berufes und der ernsten Pflichten der Feuerwehr würdig bleiben werde. Hierauf verbreitete sich Kreisfeuerwehrinspektor Loos in längeren interessanten Ausführungen über Tätigkeit und Pflichten der Feuerwehren. Am Schluß seiner mit großem! Beifall aufgenommenen Ansprache überreichte er dem eifrigen Förderer des Gailschen Korps, Kommerzienrat Gail, in Erfüllung eines von diesem geäußerten Wunsches ein Album mit den Reden, die er (Redner) bis jetzt über das Feuerlöschwesen gehalten hat. Fahnennägel überreichten sodann unter entsprechenden Widmungsworten Rechtsanwalt Kaufmann für den Männerturnverein, Wagnermeister Faber für die Gießener freiwillige Feuerwehr, der Hauptmann der freiwilligen Feuerwehr zu Heuchelheim, Kaufmann B e r d u x für den Verein ehemaliger Jäger und Schützen, Herr Todt für den Bauerschen Gesangverein und der Schlachterverein Bruderschaft, während Stadtverordn. Gabriel für den Kriegerverein eine Fahnenschleife überreichte. Hauptmann Linoenstruth feierte die Verdienste des Kommerzienrats Gail um das Korps und überreichte ihm als äußeres Zeichen der immer währenden Dankbarkeit ein großes Gruppenbild sämtlicher Mitglieder, worauf Herr Gail dankte und der Wehr sein ferneres Wohlwollen versprach. — Tas Unterhaltungsprogramm des Abends bestand aus Gesangsvorträgen, Konzert der Regimentskapelle und einem von Wereinsangehörigen recht flott gespielten Theaterstück „Ter Wildschütz". Nach 1 Uhr begann der Festball, während am Sonntag nachmittag ein Ausflug nach dem Windhof die schön verlaufene Feier schloß. ” Der Männer-Tnrn verein hält am SamStag, 18. November, im Neuen Saalbau aus Anlaß beS 20jährigen Bestehens beS Vereins einen Festkommers ab. ** Eine betrübenbe ftunbe kommt auS Münster i. W. Der frühere außerorbentliche Professor ber inneren Medizin an ber LanbeSuniversität Sticker, ber jetzt in ber westfälischen UnioersitätSstabt bie Stelle beS Direktors beS stäbtischen Krankenhauses innehat, ist von einem Schlag- anfall betroffen worden, ber glücklicherweise nicht schlimmer Natur sein soll. • • Die Untersuchung gegen ben ® enbarmerie * wachtmeister Heß aus Wörrstadt, ber bei ber Flucht bes Melchior Thomas in Nieber-Saulheim einen scharfen Schuß abfeuerte, würbe ein ge ft eilt, ba sich n. b. M. Z. herausstellte, baß Heß ben Schuß in bie Lust gefeuert hatte. * * Kohlensäurebäbe r. Der Vorstanb unseres Volks- babeS hat, nachbem schon langer bie Verabreichung von Sool- bäbem eingerichtet ist, sich veranlaßt gesehen, auch Kohlen- fäurebaber einzurichten. * In Audienz empfangen wurden am 28. Oktober von Sr. Kgl. Hoh. dem Großherzog u. a. Obsrförster Mettenh eimer von Lauterbach und Amtsrichter Dölp von Ulrichstein. ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ 4 ♦ ♦ 4 4 ye 'ohtsctaeckend.diircbgeMo^ liefert 4® nbchk NU n in ben bef. Verlad - Auf Wunsch piinlüii eierunq frei Haus. ls ben haltbarsten ib baher billigsten M tttfefjle ben eif/tcn tersburger. heim ItecW 2. ck ier Medicina WMk wohljchuieckcnv garantiert rti- toria-Drogerü Biel« «“5. Hut Partie zurück, gesetzter ,n aukerge-öh-lich billige« Prellt empfehle« V 9 1U.W ' d in1 dl«1*? 611811 (Frfted Blatt. Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen 155. Jahrgang Utr. 255 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gießener Familien- Hätter uiermal in der Woche betgclegt. RolauonSdruck u. Verlag der Brüh l'fchen Univers.-Buch-u. Steinbruderei. R. Lange. Redaktion, ErvedUion und Druckerei: Schal st raße 7. Redaktton 112 Verlag u.Exoed.s^öl Adrcsie kür Deoefchen: Anzeiger Gießen. Montag 30. Oktober 1005 Ä Bezugspreis, C?/ / 'S. rnonatstch 7b P1^ viertel- A>I'"S'S ■ WHU B fl w HZ A W B| B fl W BT • X I V BBS I F diePoslMk.2.-menel- tl y UZ tztzZ A W 4 y R W M Bz SO Wz W -ährt, ausfchl. Bestell«. W ■ W W B ■ K M B H B B B B EX Annahme von Anzeigen ■ Ka B H $ x. I - Fl ür d>c Tag es nummer V y ■ ■ m < v i-vormUtag« 10 Uhr. Xkw _ < >ile--pre.S:lokaH2Pft Genera!-Anzeiger 17 "ä v oe.. poüL und atigern. Teil: P. Witt ko: für „Stadt und Land' und ,Gertchtsfaal': Ernst Heß, für den Anzeigenteil: Hans Beck. Die heutig.' stummer umfaßt 8 Seiten. Iie Zuftänve in Rußland. Der deutsche .ReichSanz.' macht bekannt: Jnkolge der Unterbrechung des Verkehrs atü den russischen Eisenbahnltnieit kann- die Post nach R tt ß l a n d bis auf weiteres nicht mehr attf den gewöhnlichen Wegen ab- gesandt werden. Es wird v ersticht werden, sie, soweit eS angängig ist, auf anderen Wegen, insbesondere auf dem Seewege zu befördern. AuS Petersburg wird heute folgendes offiziös gemeldet: Für da? Ausland wird die einfache Korrespondenz vorläufig über H e l f i n g s o r s, Aabo und Stockholm befördert. In Ansehung der innerrttssifchen Verhältnisse, die nicht ohne a n g ü n ft i g e Wirkung auf das Verhalten der europäischen Geldmärkte gegenüber den russischen Werten bleiben könnten, erklärte der F i n a n z m i n i st e r aus eigener Initiative ben hier-eingetrost'enen Bankiers ohne jedwede Mttteilung seitens der letzteren, daß er Vorschläge, w e i t e r e U n t e r h a n d l u n g e n über die geplanten Kreditoperationen bis zur Aenbcrung der erwähnten Verhältnisse und zürn Eintreten eines günstigeren Verhaltens der ausländischen Geldmärkte den russischen Werten gegenüber hinauszuschieben. Die Anwälte mit ihren Gehilfen wollten vereint mit den Arbeitermasien die Schließung des Bezirksgerichts erzwingen und in den Gerichtssälen Volksversammlungen abhalten. Die Anwälte durchzogen die Räume des Gerichts und zwangen die Beamten, sich zu entfernen, und den Dienst ein- jufteUen. Als nunmehr die Volksmassen in das Gericht zur Abhaltung von Versammlungen einbiingen wollten, wurden sie von Militär und Polizei auseinanbergetrieben. AuS ber Unzahl ber sonstigen Nachrichten auS Rußland heben wir folgendes hervor: Der Londoner „Standard" meldet aus Petersburg: Auf der Börse wird die Sage als sehr ernst bctradjtet. Auf Grund guter Informationen verlautet, ein Mitglied der Umgebung des Zaren habe Befehl gegeben, die feifert Jacht unter Dampf zu halten, desgleichen mehrere Kriegsschiffe, um für alle Fälle bereit zu fein, den Zaren und die kaiserliche, Familie nach Deutschland zu bringen. (Natürlich ist dieser Meldung kein Glauben zu schenken.) Der Pariser Vertreter des „Mvrning Leader" telegraphiert fernem Blatte, er habe folgende Information aus verläßlichster russischer Quelle: Der Zar habe sich entschlossen, der mächti- gen Volksbewegung nachzugeben und eine Verfassung n a ch vemMuster des e n g I i s ch e n R e g i e r u n g s s v ft e m s ein- xnführen. Die Großfürsten dagegen treten dieser Absicht entgegen und begünstigten noch immer den Gedanken einer Militär-Diktatur. Witte sagte dem Zaren, er würde Rußland sofort verlassen, falls der Zar der Militärpartei gestatte, -wieder die Oberhand zu gewinnen. — Die revolutionäre P a rtei hat eine treffliche Organisation, die vollständig be-- fä big t und bereit ist, die Regierung zu übernehmen, sobald die jetzige Regierung g e st ü r z t ist. Die revolutionäre Partei hat auch bereits Gerichtshöfe eingesetzt, bie über hochstehende Persönlichkeiten, Generale, Staatsbeamte imb Polizeioffiziere, welche in die Gefangenschaft der Umstürzler geraten, urteilen werden. Es ist kein Geheimnis, daß diese Richter hauptsächlich Todesurteile fällen werden. Die Studenten der Medizinischen Akademie zu Petersburg beschlossen in einer Resolution dem Zaren ihren Ab- scheu auszusprechen. Ein Regiment Husaren besetzte die Medizinische Akademie. Graf Witte ist fortwährend beim Zaren und hat oft stundenlange Unterredungen. Der Telephonbetrieb ist teilweise von Soldaten wieder hergestelll worden, jedoch können nur die staatlichen Verwaltungen die Linien benutzen. Der Telephonverkehr zwischen Petersburg und Moskau ist auf einer Linie in Betrieb, jedoch kann nur der General- gtniüerneirr die Leitung benutzen. Mehrere Regimenter in verschiedenen Städten weigern sich Polizeidienste zu leisten. Unter den ersten Gesuchen, gemäß dem neuen Gesetz eine Versammlung abhalten zu dürfen, befand sich, wie aus Petersburg berichtet wird^ eins vom kaiserlichen Ballettkorps. Die jüngsten Streikrekruten stellen die höheren Schulen. Ein Komitee von Knaben und Mädchen verfaßte eine Aufstellung ihrer Lüisichten und überreichte sie dem Redakteur des „Ruß". In Moskau hält der Petersb. Tel.-Ag. zufolge die große Erregung der Bevölkerung an. Kommis erzwangen die Schließung aller Laden mit Ausnahme kleinerer Kolonialwarengeschäfte. An mehreren Stellen kam es zu Zusarnmenstößen mit der Polizei, besonders am Jwerskajator, bei denen viele Personen verwundet wurden. Die Universität ist verbarrikadiert und wird von bewaffneten Studenten beschützt. Der Telephonverkehr in der Stadt hat aufgehört. Die Mitglieder mehrerer Theater beteiligen sich an dem politischen Ausstand. Am Sonntag fand eine große Versammlung statt, an der der Gemeinderat sowie Vertreter der Semstwos, des Wels, der wissenschaftlichen Gesellschaften, der Preffe, ber Vereine und Verbände aller Parteien, auch ber revolutionären, sich beteiligten. Die Redner traten in leidenschaftlichen Reden für den Kampf mit Waffengewalt und Einsetzung eines Wohlfahrtsausschusses ein. In Odessa errichteten Tauseyde von Arbeitern unter der Leitung von Studenten an vielen Straßenecken Barrikaden, indem sie Straßenbahnwagen, Bänke und Schilder aufeinander türmten. Die Kosaken feuerten darauf und töteten einen Studenten, drei Arbeiter und ein Mädchen; 18 Personen wurden verwundet unb in die Apotheken gebracht. Die Truppen versprachen in die Luft zu schießen. Die Universität wird von Truppen bewacht, niemand wird eingelassen. Die Läden und Restaurants werden durch "Arbeiten massen zum Schließen gezwungen. Die Straßenbahn verkehrt nicht. Die Llpotheken sind in Rettungswachen umgewandelt, auch sonst ist durch die Aerzte die Hilfeleistung organisiert. Alle Plätze sind von Kvsaken, Gendarmerie und Polizei besetzt. In Reval fanden mehrfach Zusammenstöße mit der Polizei und den Truppen statt. Die Zahl der Getöteten wird auf acht, die der Verwundeten auf 40 angegeben. Mit Gewehren und Revolvern bewaffnete Hausen verhinderten die Feuerwehr, das ip Brand gesteckte Stadttheater zu löschen. Wie aus Charkow gemeldet wird, hätten die Revolutionäre den General- gvuverneur der Provinz gefangen genommen und die T-odesstrafe über ihn verhängt, die sie auch zu vollziehen beabsichtigten. 3n Riga wurde ein Oberst auf offener Straße erschossen. In Kiew fand bei der Universität ein Zu- fammenftoft zwischen Militär und einer großen Volksmenge statt. Heber 1000 Personen wurden verwundet. Der Führer ber radikalen Partei, ?ldvokat fRätner, wurde verhaftet. In Poltawa soll es gleichfalls zu großem Blutvergießen g'kenn" n sein Volllische Tagesschau. Die Tabaksteuer. Zu der im Zusammenhang mit ber Reichsfinanzreform geplanten Tabaksteuer bemerkt sehr optimistisch die „Na t.- Lib. K orr esp.": „Wie wir hören, zielt bte Erhöhung der Tabaksteuer keineswegs darauf ab, der Mehrzahl ber Raucher unb namentlich ber minder steuerfähigen ihren Verbrauch zu verteuern. Auch liegt es nicht in der Absicht, bie Tabak- industrie irgendwie einer Beunruhigung oder gar einer erhöhten Belastung auszusehen. Nachdem bie Tabakfabrikatsteuer zweimal von den verbündeten Negierungen in Vorschlag gebracht worden ist, ohne daß sich im Reichstag irgend welche Aussichten eröffneten, es werde sich auf einem derartigen Wege erreichen lassen, Mehrerträge aus dem Tabak zu erzielen, die irgendwie in Betracht kommen könnten, munte cs als a u s g e s ch l o s s e n gelten, diesen Weg noch einmal zu betreten. Tie Tabakindustrie richtete sich in weiten Gebieten, namentlich Nord- deutschlands, hierauf ein, unb es müßte als schwerer Mißgriff gelten, jetzt die Zuversicht eines ber wichtigsten Industriezweige zu täuschen. Ties würde sich um so schwerer rächen, als im Zusammenhang "mit der Entwicklung ber Tabakindustrie zahlreiche kleine Betriebe der Fabrikation und des Verkaufs entstanden sind, von denen zahlreiche mittlere und kleinere Existenzen ihren Lebensunterhalt in einer gewissen Selbständigkeit finden, die sozial- und steuerpolitisch von größtem Wert ist. Beim Tabak ergab sich mit aller Klarheit: Nicht der Massenverbrauch und die Massenfabrikation durfte gefaßt werden, sondern lediglich ber Verbrauch und die Herstellung von Luxusartikeln. In logischer Verfolgung dieses Gedankens wurde in den Vorschlägen, bie jetzt im Bundesrat ihrer letzten vorläufigen Beratung unterzogen werden, die Wertdifferenz fruktifiziert, die in dem Rohmaterial des Fabrikations- und Verbrauchsartikels zutage tritt. Der Unterschied in dem Wert des Rohtabaks zu Luxuszigarren und Luxuszigaretten und demjenigen zu Fabrikaten des Turchschnitts- und Massenverbrauchs ist beträchtlich. Er beläuft sich für den Doppelzentner bis auf 1400 Mk. Ob im einzelnen in den Vorschlägen, um die es sich handelt, die Linie eingehalten worden ist, auf der die Mehrheitsparteien den verbündeten Regierungen werden folgen können, bleibt abzuwarten. Jedenfalls wird die nationalliberale Partei nur solchen Anträgen zu stimmen können, denen zufolge weder einer Mehrbelastung der Tabak-Industrie, noch eine solche des Durchschnitts- und Massenverbrauchs herbeigeführt wird." Aus Atiwl und Land. Gießen, 30. Oktober 1905. " Personalien. Wie uns auS Darmstadt drahtlich gemeldet wird, ernannte der Großherzog den Direktor der Augustinerschule zu Friedberg Dr. Richard Loeb eil zum Direktor deS GymnasillmS zu WormS und den Direktor beS Gymnasiums Fridericanum zu Laubach Dr. Hermann Balser zum Direktor der Augustinerschule zu Friedberg. ** Oberkonsistorialpräsident i. P. Goldmann ft In Darmstadt verschied am Samstag abend Wirklicher Geheimerat Dr. Gold mann im 85. Lebensjahr. Mit ihm ist wiederum ein Mann aus dem Leben geschieden, der in den verschiedensten Beamtenstellungen rn Hessen tätig war und unserem Heimatlande höchst ersprießliche Dienste geleistet hat. Dr. Karl Ludwig Theodor Goldmann ist ein Sohn der Stadt Gießen und wurde am 2. Juli 1821 geboren. Nach erfolgreichem Besuch des Gymnasiums widmete er sich dem juristischen Studium, das er 1842 vollendete. Hierarif wurde er bis 1847 als Akzessist bei verschiedenen Berwaltungs- und Gerichtsbehörden verwendet. Ein weiteres Jlahr war er Mitglied der fürstlich Jsenburgischen Rentkammer in Büdingen, worauf er in den Staatsdienst zurücktrat und zunächst Regierungssekretär in Biedenkopf, einer der Kreisstädte des damals noch hessischen Hinterlandes, wurde. Vier Jähre verblieb Goldmann in dieser Stellung, um dann nach Darmstadt als Kreisassessor berufen zu werden. Bereits 1854 kehrte er nach ber Provinz Oberhessen zurück, zunächst als Kreisrat des Kreises Lauterbach, welche Stellung er 1858 mit ber des Kreisrats in Dieburg vertauschte. Am 4. Mai 1866 kehrte Goldmann als Pro'vinzialdirektor der Provinz Oberhessen in seine Vaterstadt Gießen zurück, war dann vom 22. September 1870 ab Provinzialdirektor ber Provinz Starkenburg unb vom 16. Juni 1874 bis 20. Juni 1877 Provinzialbirektor von Rhein Hessen. An biefem Tage würbe er zum Präsidenten des Oberkonsistoriums ernannt. Nach 22jähriger Tätigkeit an dieser obersten Behörde der evangelischen Landeskirche trat er in den wohlverdienten Ruhestand. Schon vorher hatte das Vertrauen des Großherzogs den pflichttreuen Beamten als lebenslängliches Mitglied in bie 1. Kammer ber Landstande berufen, in der er bis kurz vor seinem Tode eifrig tätig war und auch als Sekretär und Ausschußmitglied fleißig arbeitete. Erst zu Beginn der letzten Landtagssitzungen am 19. Okt. d. I. entjagte er ber ihm lieb gewordenen parlamentarischen Tätigkeit. Goldmann war durch seine hervorragenden Eigenschaften als ALensch unb Beamter in allen Kreisen hochgeschätzt und fein Name wird in der Geschichte des hessischen Staates ehrenvoll fortleben. Neue Vcrlincr Rollmöpse per St. 7 Pf., 100 St. Mk. 6,50 Feinste Bratheringe Neue Bi-marckheringc Reue russische Sardinen empfiehlt [5288 Eb. Dort, Watltorstraße 45. 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Okt., Anfangskurse. so wird cs jedem lagen die Sozialdemokraten. 18 Stichwahlen, die am 26.20 144.30 127.00 üer Landwirt als nicht zutreffend, davon ab, daß Gelsenkirchen Bertrwerk . 241.50 Hamburg- Amerik. Paketf. 170.60 Elektriz. Lahmeyer . . Elektriz. Schuckert . . Eschweiler Bertrwerk . Eisenbahn . . . . Gotthardbahn . . . . Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahn . . Prince-Henri-Eisenbabn Berliner Handelsges. Barm Städter Bank . Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. Dresdner Bank . . Kreditaktien . . . Baltimore- und Ohio- Harpener Bergwerk Lanrahütte . . . Nordd. Lloyd . . . 254.20 . 141.50 Harpener Bergwerk Laurahiltte . . Lombarden E. B Nordd Lloyd . . Türkenlose . . . 219.90 264.70 25.40 131 50 135.70 . 172.10 . 151.20 . 244.00 . 102.10 . 166.20 106.00 68.15 68.80 94.80 94.45 90 30 Canada E. B. . ■ • Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder Union C. Dresdner Bank . . Tendenz: fest do. Konsols do. Hessen . . Oberhessen 3% 3M7o 3% 3*70 3*°ln 143.00 135.80 271.25 5. November stattfinden, können da? Ergebnis nicht roefent lich abändern. Wahlen zum Ständerat, die heute vorgenorn- men wurden, ergaben ebenfalls keine Verschiebung der Partes Verhältnisse. 100.75 88.90 100.75 88.90 99.70 ' Petersburg, 30. Okt. Das allgemeine Streik-Komitee wandte sich a.n d e n Z a r c n mit dem Verlangen, daß er aus Staatsmitteln Summen hergebe, um bie Arbeiter und Studenten zu bewaffnen, tferncr möge er die Ausgaben für Militär und Gendarmerie einstellen und die städtischen Lokale für Versammlungen öffnen. Tre städtischen Friedensrichter beschlossen die Arbeit vorläufig bis Donnerstag einzustellen, da die Maßnahmen der Regierung bie Lage bet- zu erblicken ist. Wir gehen auf dent Gebiete der Fletsch Versorgung schweren Zeiten entgegen, denn ein Ausfall der Einfuhr um mehrere hunderttausend Stück Schlachtvieh am 1. März 1906 wird den deutschen Schlachtviehmarkt, noch bedeutender in die Höhe treiben zum Frohlocken der Agrarier und zum Schaden der Fleisch konsuntierenden Bevölkerung. Wenn die NeichSregierung allem diesen mit verschränkten Armen zusehen zu können glaubt, so braucht sie sich bei den nächsten Wahlen gewiß nicht über deprimierende Resultate zu wundern! Zur Frage der Fleischteuerung. Der Obermeister der Gießener Fleischer-Innung, Ernst Dudwlg Sack, schreibt uns zu dieser Frage: „Wir fragen die Metzgerinnung in Gießen: Wie kam ffie bei diesem Tatbestand zu ihrer Behauptung, die geeignet 'ist, die städtischen Konsumenten zu falschen Anschauungen und 'Schlüssen zu führen und die Landwirte als Produzenten herauszufordern?" So heißt die Anfrage des oberhessischen Landwirtschaftlichen Vereins. Meine Antwort ist: Weil es Tatsache ist und war, an der nicht mehr gezweifelt werde! ckann, daß eS nicht allein im Interesse der Metzger und Handelsleute, welche von den Herren Landwirten wegen des Zwischenhandels als Fleischverteuerer bezeichnet werden, sondern im Gesamtinteresse des konsumierenten Publikums liegt, Aenderung zu schaffen, um normale Ein- und Verkaufspreise herbeizuführen. 78 Pfg. muß man pro Pfund Schlachtgewicht zahlen, wozu noch 21 /2 Pfg. an Oktroi- und Schlachtgebühren pro Pfund außer den anderen Unkosten kommen, und hat noch Schwierigkeiten beim Einkauf, bis man für sein gutes Geld und Wort schlachtreife Schweine bekommt. Trotzdem werden die städtischen Konsumenten zu falschen Anschauungen und Schlüssen geführt. Welchen Glauben man in Fachkreisen den Behauptungen (betreffs der verfügbaren Schweine schenkt, dafür ist der Be- (weis schon vor 14 Tagen dadurch erbracht, daß auf ein mehr- maliges Inserat ein Angebot von 2 Schweinen einlief, welche auch sofort gekauft wurden. Daß von Seiten der Metzger Türkenlose..... 4% Griech. Monopol-Anl 4% äussere Argentinier 3°/0 Mexikaner . . . 4%°/0 Chinesen . . Aktien: Bochum Guss .... Buderus E. W. . . . Tendenz: fest Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie. Giessen. Frnnkfnrter Börsp. 29. Okt., 1.15 Uhr. Die Revolution in Rußland. Petersburg, 30. Okt. Die Delegierten der aus. ständischen Beamten deS Haupt-Telegraphcnamtes erschienen bei der Telegraphen-Agentur mit der Aufforderung, den telegraphischen Dienst einzustellen, was auch geschah. Petersburg, 30. Cft Der Sonntag ist ruhig verlaufen. Abends war die Stadt in Dunkel gehüllt. Einzelne ^lrapen wurden durch brennende Holzstöße und durch elektrgche Lck'em- toerfer erleuchtet. Außer in allen Fabriken ist die Jrbeit cm» gestellt im Senate, in der Reichskanzlei, tm Gericht--palaue, . 135.60 . 53.00 . 89.90 . 67.70 . 97.55 Schlachtschwcinen nur 700 al? schlachtreif bezeichnet wurden, ‘ * 1 i Laien erklärlich erscheinen, was für ge- . . 176.30 . . 152.10 . . 243 80 . . 185.50 . . 191.70 . . 166.10 . . 211.50 Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Dividendenschätznngen. Die Böcke hat sich namentlich am Bankenmarkt wieder einigermaßen erholt. Mau fängt an, sich mit den Dividendenschätzungen zu befassen und ist der Meinung, daß namentlich die Bankdividenden meist höher ausfallen werden, als für das Jahr 1904. Bon derBerlinerHandelsgesellfchaft verspricht man sich neuerdings wieder viel infolge der Fnsionsge- fchäfle mit Oesterreich. Weiter wird bei den Aktien der Darm- tädter Bank eine höhereDividend als i. V. angenommen. Märkte. fc. Frankfurt a. M., 30. Okt. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anz/) Amtliche Notierungen der beutiaen Fruchtmarktpreif e. Weizen Mk. 17.50—00.00, Kurhessischer Mk. 17.75—00.00, La Plata Mk. 18.50—19.50, Kansas Mk. 18.50—19.50, Roaaen (hiesiger! Mark 15.75—16.00, Gerste (Westerauer^ Mk. 17.75—18.25, Franken- felderMk.17,50—18,00, Hafer Mk. 15.25—16.25, MaisMk. 13.50—13.75 Weizenmehl 0 Mk. 26.75—27.75, 2. Qualität Mk. 24.75 bis Mk. 25.25, 3. Qualität Mk. 22.50—23.00, Roggenmehl 0 Mk. 24.25—24.75, 1. Qualität Mk. 21.75—22.25, Weizenkleie Mk. 10.00 bis Mk. 10.50, Roggenkleie. Mk. 11.50—12.00, Maiskeime Mk. 10.50 bis Mk. 11.25, Franken, Pfälzer, Ried Mk. .17.50—18.00. Alles per 100 Kg. ab hier. M , fc.' Frankfurt a. M., 30. Okt. (Teleqr. Oriq.-Bericht des „Gieß. Anz."s. Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarktpreise. Zunr Verkaufe ftanbcii: 555 Ochsen, 221 aus Oestreich, 52 Bullen, 12 aus Oestreich, 865 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder 0 aus Oestreich, 256 Kälber, 589 Schafe und Hammel, 1365 Schweine, 0 Ziegen, o Ziegen-. 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100Pfund Schlachtgewicht' Ochsen 1. Qualität 79—81 Mk., 2 Qual 71—73 Mk., 3. Qual. 66—69Mk.: Bullen l.Qual. 67 bis 69 Mk., 2. Qual. 64—66 Mk.: Kühe 1. Qual. 71—73 Mk., 2.Qual. 67—69 Mk., 3. Qual. 50—52 Mk, 4. Qual. 48—49 Mk., 5. Qual. 00—00Mk. Kälber: l.Qual. 86—90Pfg., Lebendgewicht 52—54Pf., 2. Qual. 83—86 Pfg., Lebendgewicht 49—52 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg., Schlachtgewicht 82—85Pfg., Schafe: l.Qual. 70—72, 2. Qual. 60—62 Pfg.,' 3. Ounl. 00—00 Pfa.: Schweine 1. Qual 79—00 Pfg., Lebendgew. 61.50 Pfg., 2.Ou.77-78Pfg., Lebendqew. 60—61 Pfg., 3. Qual. 72—74 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh gedriickt, Ueberstand bedeutend; bei Kleinvieh gut, kein Neberstand. Aus Holland sind 62 geschlachtete Schweine eingetroffen. fc. Frankfurt a. M., 29. Okt. K a r t o f f e l m a r k t. Man notierte: Mk. 5.30—5.50 per 100 Kilo. bern^nmien^ ?8. Dft Auf den heute nachmittag Frankfurt nach Kassel abgelastenen Schnell- 4*/r% Oesterr. Silberrente 100.55 4% Ungar. Goldrente . . 96.30 4% Italien. Rente . . . 4% Portugiesen Serie I . Preise fallen von selbst! L teils der Erfüllung der Ministerworte wie die gegenwärtige Geschäftslage hier in Gießen, wo wir noch dazu in einer bevorzugten Gegend der Schweinezucht leben, kann es nicht geben. Nicht Sache der zunächst Interessierten, der Fleischer und Viehhändler, die in der unbilligsten und schärfsten Weise eitens der Landwirtschaft angegriffen und mit Vorwürfen überschüttet worden sind, wird es sein, ihre Stimme weiter gegen die Fleischteuerung zu erheben, da diese Stände, leider bislang ohne Erfolg, an der Grenze ihres Könnens angelangt ind, sondern Sache des gesamten deutschen Volkes ohne Unterschied der 'Parteirichtung muß es sein, Zustände wieder herbeizuschaffen, die es auch dem Geringsten ermöglichen, wieder ein Stückchen Fleisch zu essen. Jedenfalls ist es an der Zeit, ja es ist die höchste Zeit, daß die Regierung durch ernste Maßnahmen Fürsorge trifft, daß die Preise für Vieh und Fleisch sich wieder mehr den Einkommensverhältniffen der Bevölkerung anpassen. Mit Zahlen kann man die Bevölkerung wirklich nicht satt machen, noch weniger aber die Preise auf ein bekömmliches Maß bringen, sondern hierzu gehören Taten, nicht im Sinne des schroffen Ablehnens jeder Hilfe, sondern im Sinne verständnisvoller Fürsorge, die allerdings in dem am 1. März 1906 in Kraft tretenden Zolltarif für Schlachtvieh mcht chlimmem. , t Helfingfors, 30. Okt. Heute wurde der Ausstand auf der finländischen Bahn von Petersburg-Valkeaffari an der russisch-finländischen Grenze proklamiert. Lodz, 30. Okt. Bei einer Haussuchung wurden heute drei Bomben entdeckt. Der Eigentümer, der auf die Polizei schoß, wurde festgenommen. L o d z . 30. Okt. Im Städtchen Konstantinow fand ein Aufzug von 400 Arbeitern mit roten Fahnen statt. Ein Ob er schütz- mann wurde gezwungen, sich an dem Umzuge zu beteiligen, eine rote Fahne zu tragen und revolutio- näre Lied er mit zu fingen. Insgesamt strecken hier 143 000 Arbeiter Wegen Mehl und Hafermangel gibt es kein Brot. Arbeiter vernichteten die mit Fuhrwerken auf dem Wege h'.erher befindliche Post. Warschau, 30. Okt. Gestern abend wurde gegen einen Monovol-Bra'.'.ntw'inladen in der Rsowkistraße eine Höllenmaschine geschleudert, deren Explosion großen Material- schaden anrichtete. In der Wola-Vorstadt erschoß eine Patrouille zwei Arbeiter. In Radom ist die Streiksituatwn die schlimmste in aauz Polen. In einem Fabrikdorfe durchsuchte die Polizei die Wohnung eines Arbeiters, wobei dieser vier Revolver- schüsse auf die Schutzleute abfeuerte, die fehl gingen. Die Voll ?,ei schlua den Arbeiter nieder. Die Hungersnot wachst. Um die Straßenbahn zur Einstellung des Betriebes zu zwingen, begossen die Streikenden die Wagen mit Petroleum und zünde- t e n sie an Mehrere Personen erlitten Brandwunden. Warschau, 30. Okt. Der Pol Weiche f des Kreises Ova- tow Levin wurde, durch Revolverschüsse schwerverletzt, der ihn begleitende Oberschutzmann wurde getötet. Czenstochau, 30. Okt. Hier kam es vor der Spinnerei von Peltzer und Söhne zu einem blutigen Zusammenstoß zwischen streikenden Arbeitern und der militärischen Fabrikwache. Eine Menge Streikender wg vor die Fabrik, um die Arbeiter zum Mitstreiken zu veranlassen. Die Wache trat den- Arbeitern entgegen und feuerte sofort scharf in die Menge, die mit Revolverschussen erwiderte. Die Zahl der Toten beträgt mindestens 10. Viele sind verwundet, birunter auch "Soldaten. In Zawierce streiken die Werke. In Sosnowice finb alle Sckankstätten geschlossen. Moskau, 30. Okt. Vor der großen Markthalle kam es zu Straßenkämpfen. Die Fleischer widersetzten sich, dem Verlangen der Agitatoren, ihre Läden zu schließen Bei der Schlägerei wurden vier Agitatoren getötet. Ein Volkshaufe von 2000 Menschen begann die Markthalle zu stürmen. Militär wurde zurückgedrängt. . Kiew, 30. Okt. Bei Zusammenstößen der Menge mit Kosaken wurden auf beiden Seiten viele verwundet. Bei dem Kampfe mit der Polizei, die in einem Hotel Verhaftungen vornahm, wurde ein Verdächtiger getötet, ein PolneilciitnMit schwer verwundet. Die Banken außer der Reichsbank sm- schlossen Die Stadt ist wie tot. Der allgemeine Ausstand fanrittt fort. Bei der Plünderung der Waffenlädcn in Charkow, welche von Dragonern bewacht wurden, nnirben 10 Personen getötet und viele verwundet. In Odessa wurden burm die Truppen zahlreiche Schiller verwundet. Die Bemühungen, den Generalstreik über ganz Rußland auszubreiten, scheinen zu gerinnen. In den Städten steigen die Nahrungspreise ms un- gemeßene. — . 221.00 . 263.50 . 131.70 ernstes Lächeln — abnötigte, aber nicht unbesprochen darf es Sen, wenn von hoher Stelle aus Worte in die Oeffent- lichkeit gerufen werden, die den Tatsachen widersprechen und Qn deren Erfüllung das deutsche Fleischergewerbe sofort berechtigte Zweifel und ernste Kritik übte. Wie sind die Verheißungen des preußischen Landwirtschaftsmimsters, die er am 11 August in Berlin dem deutschen Volke proklamierte, m Erfüllung gegangen? Nicht vier, sondern zehn Wochen ind es her, daß der Minister die Worte sprach: In drei bis vier Wochen gibt es Schweine in Ueberzahl und die 3% Portugiesen „ III 4%% mss.Staatsanl. 1905 4japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 - Die Nachbildung der Straßburger Münster- »hr wird von morgen mittag ab im Saale des Hotels Un» feotn ausgestellt werden. 9 •• Zur Landtagswahl. Die Wähler der m Betracht kommenden Wahlkreise seien darauf aufmerksam gemacht. Laß die Wählerlisten zur Einsichtnahme am 30 "no fei. Oktober und 2. November, bezw. am 31. Oktober, 1. und e. November aufliegen. ,r, «. •• Einen städtischen Fischmarkt beabsichtigt die ,6500 Einwohner zählende Stadt Heppenheim a... .. jj Errichten. Sie fordert leistungsfähige warmen zur Emre'chu g Ivon Offerten für Einrichtung und Lieferung auf. Dagegen fist, wie uns mitgeteilt wird, der städtische ^ischmarkt m Solingen wieder aufgehoben worden. m r " Geflügelzucht. Ter Geflügel- »"d V°g°^ -uchtverein für Gießen u n d U m g e g e n d Lält Donnerstag, den 2. November l. Js. m den Raumen von Lony's Bierkeller dahier eine Vogelschau zur Verkeilung der diesjährigen vom Verein gestifteten Zuchterprem ab. Ausstellen können nur Mitglieder und bereits sind eine aroße Anzahl Hühner, Tauben, Enten, Ganse,^ebenso Kanarienvögel angemeldet, durchgängig erstklassige ^cc'bl'Q^ •«Mm Verkauf stehen. Tie Prämiierung haben die Herren &>. Marten sen. aus Lehrte, sowie Adolf Siegel aus Gießen 41/, Uhr von Frankfurt nach Kapei aogrmnr..«» Ja wurde in der Nähe von Niederwöllstadt e.n Schuß Abgegeben. Das Geschoß schlug eine Fensterscheibe m der zweiten Wagenklaffe durch. Verletzt wurde niemand. (F. Z.) Darmstadt, 30. Okt. (Eigener Drahtbericht des qa.ßaleine- v tfaißscbbet HercolfSa -7< B wirkend £ ny^yy und Dampf- Hohe Garantie, BläniendeZeugnisse d.r.g.m. Strümpfe uns Socken in prima Qualitäten ganz besonders empfehle einen sehr dauerhaften schwarzen Kisidersknmpf in allen Größen zu sehr billigen Preisen. Stricken n. Anweben von Strümpfen Montag, den 6. November in Steins Saalban IHiifihl/liHinonß. Knsklt des Komikers am Klavier: O. Lamborg Klavier-, Gesangs- u. Deklamationshumorist aus Wien (Programme an der Saallaffe) Eintritt: Res. Sitz Alk. 1,—, Nichtres. 50 Pfg., für Studierende 75 Psg. Kartenverkauf in der Musikalienhandlung Ernst Challier ier Handels?» ■ .städter Bank y., euer Welk rsbf V ibarden & * id Lloyd • ■ , kenlose ■ rsberichte ron der Bank für Had- riz. Schuckert . •eilet Bergwerk , • S-*s: inet Bergwerk routbe bet N,.»» m Brandwunden, leichef des Kreises Cit ■ immer bericht, tr urbe getötet. im es vor der Spinnm mZusimmenstvß wm Mritoafr. ®r- um bie Arbeiter zum M ü den- Arbeitern enfgte- . bie mit iRetyoltierfAi*- Sgt mindestens 10. R en. ?ficn her!Wenge mit < 'le nerivunbet. ? nein frotel Werfaftunt et, ein $o(be'\V\itn der mtt« ^Ak^tanb r nläheu in Ehar'. wxvxben 10$crir Odessa wurden mbet. Tie $miM nuszubreiten, scheine' ie Nahrungspreise inl c FSpÄrSÜ nfm Umzüge in v und revoluti. ■mt Itreifen hier 143 (Tr gibt es fein u uwmkieit MIIriiOeM Llnm ll»tzltzchr ar M O Hermann Bauer Dammstratze 34, III. co cn -«—« 0) xn ,2 Rock-, Höft»- uhö Westen- Schneider Zum!. Mädchen sofort gesucht. [5606 Frau Hauptmann Großmann Großer Slcuuveg 23. verkaufen oder Hypotheken ans- nehmeu will, wende sich vertrauensvoll an die polizeilich konzessionierte Verkaufs - Centrale Berlin, Lothringerstr. 101. 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