Nr. 151 Zweites Matt 155. Jahrgang Freitag 30. Ium 1905 Gießener Anzeiger General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Sieben. Die Gest Aus Stadt und Land. die Krankenhäitz benszeit entgegen. Votitische Tagesschau in dem gegenwärtig durch Geheimpolizist Redaktion. Expedition ».Druckerei: GchuWr.G. Lei. Nr- 6L Leiegr^Ndr. i Nn-eiger Gieß«» ung ein: nünftiger so ist bo •Metnt N-ttch mtt HuBna^mt de» Sonntags. Die w6le6eiitt SamHlenbiatter* werden dem bAnzeiger viermal wöchentlich betgelegt. Der «helAIch» loi&wtrt* erscheint monaUtch einmal. dieser Richtung unternommenen beschieden war, ist zweifelhaft. 1 , . . , - . ■ - « ( - Vor kurzem erst hieß "es aus Petersburg, die Juden müßten „bc- lich auc!- bte Sozialdemokratie zu dieser Reform, wenn sonders" behandelt werden, sie könnten nicht auf Gleichberecktig- sie auch sticht ihren Forderunben genügt, Ja und Amen ung Anspruch machen. Das Geld der Juden aus aller Welt sagen wüLde. Einstweilen markieren die Genossen noch bie, hat aber Rußland sehr gern genommen. Ohne die Mitwirkung ! Gesinnungstüchtigen. der jüdischen Hochfinanz würden die ausländischen Kriegsanleihen - JiLrjaujyjgL "i ..!«■■■ im ■■■■■■■■■■■■■ ■■'. ■■■ 1 ssy Aas Schrelkensregime«! in Iußkand. Die Revolution in Odesia. Beute liegen aus Odessa folgende Meldungen vor: Seit Mittwoch abend 10 Uhr Brennen die Packhäuser am Hafen, der Pöbel schleppt die Waren fort. Die Verluste betragen viele Millionen. IN der Stadt wird fortwährend geschossen. groß im Versprechen, „Erwägung" zusagte. Und doch hätte Rußland in der Lage, in der es sich 'befindet, einem kräftigen bürg, Moskau, Kiew, Warschau und Wilna. Die Mobilmachung bezieht sich nicht auf den Krieg, sondern ist durch die revolutionäre Bewegung im Innern W Landes veranlaßt. Judenverfolgung. Von denjenigen Stellen aus, die Rußlands Finanzgeschäfte in Deutschland besorgen, sotten Schritte beabsichtigt sein, um bei den geplanten russischen Reformen den Juden ein größeres Maß von Rechten und Bewegungsfreiheit im Zarenreich zu verschaffen. Ob bet neue Versuch mehr Erfolg haben wird, als den bisher in ▲ Rotationsdruck und Berlog bet BtühklchEM v UnwersttäLLdruckeret. 5t Sange, Alefa» nicht zu stände gekommen sein. Verwunderlicher Weise ist die Gelegenheit, Rußland zur Aufhebung oder doch zur Milderung von mittelalterlichen und kleinlichen Vorschriften zu veranlassen, | Gießen, 30. Juni 1905. wie sie die Juden gesetzgebung darstellt, keineswegs mit Ent- *• Prf n n n f t <>n So Bob der Grokberioa scknckcnheit roalwnommen toorben. Mm beschränkte sich darauf. I, , personal, en toe. ttßi. pol), ver wto B Herzog Wünsche zu äußern, denen die russische Regierung, wie immer Reiben bie Geometer 2. Klasse Keller ausBiebesheim, Neu-^ ..... schäffer aus Nidda, Lind aus Bruchenbrücken, Döll ans Stockhausen und Nock aus Biblis zu Kreisgeometer- gehilfen ernannt. ** Die Zweite Kammer wird am 5. Juli ihre Sitzung wieder aufnehmen. Auf der Tagesordnung steht zunächst im wesentlichen folgendes: 1. Der Gesetzentwurf die Erhebung von Gemeindeabgaben betreffend; 2. der Staatsvertrag mit Preußen und den Thüringisch-' Anhaltischen Staaten, die Staatslotterie oetreffend; 3. das Spiel in außerhessischen Lotterien; 4. die Herstellung ! mehrerer Nebenbahnen; 5. der Antrag des Abg. Ülrich und Genossen, Veröffentlichung amtlicher Bekanntmachungen betreffend; 6. der Antrag des Abg. Leun, den Neichsinvalidenfonds betreffend; 7. der Antrag des Abg. Köhler, den Verkauf der staatlichen Stempel- marten durch die Reichspostanstalten betreffend; 8. bie> Vorstellung der Gefangenen-Äufseher zu Darmstadt,' Mainz und Gießen, Gewährung von WohnungsvergütunA re. betreffend; 9. die Anfrage des Abg. Leun, Errichtung einer Güterv erlabe stelle auf der Personenhallestelle Schiffen- berg betreffend. '"Das juristische FakultätSexamen. An deni vor einigen Tagen abgeschlossenen juristischen Fakultätsexamen haben sich 30 Kandidaten beteiligt. Hiervon haben 19 Beiständen, und zwar zwei mit der Note: gut (2), neun mit der Note: im ganzen gut (3), acht mit der Note: ge--> Inirgend (4). •• Ein Geschäftsjubiläum. Morgen, DamStag, 1. Juli, begeht die Soflo hnkutscherei von Karl Huhw das Fest ihre? 25jährigen GeschästsjubiläumS. Hervor- 1 gegangen ist das Geschäft aus den allerbescheidensten An- 1 fangen. Am 16. Februar 1892 wurde der Jubilar zum Hof- ilohnknischer Er. Künigl. Hoheit des Großherzogs ernannt.' ■ Am Abend vereinigen sich die Familie des Jubilars mit den si Gefchäftsangestellten und deren Angehörigen im Lokale des 1 Hrn. Chr. Haubach, um den Jubeltag mit einer kleinen Fest- i lichtest zu beschließen. i " Zum Fest des Gießener RadfahrerverernS 1885. Se. Durchl. Fürst Karl von SolmS-Hohen- ! so lmS -Lich trifft Montag, den 3. Juli, nachmittags, mit Familie und hohem fürstlichen Besuch hier ein, um der spart, sichen Veranstaltung des Gießener RadfahrerverernS löstä. Zu den LandtagSwahlcn in Sachsen. . Die Nationalliberalen und Freisinnigen, haben ie em Wahlprogramm veröffentlicht und damit ihrerseits dre Wah - kampagne eröffnet. Der n a t i o n a l l i b e r a l e Wahlaufruf fordert ein neues Wahlgesetz „weches allen Klaffe" der Bevölkerung die Teilnahme an der Gesetzgebung Mert, aber die Alleinherrschaft eines Standes oder einer Klassen- vartei — sei es die sozialdemokratische, agrarische oder sonst eine L verhütet". Die Freifinnigen verlangen in ihrem Aufruf das allgemeine, gleiche, direkte und ge- he im e W a h l r e ch t und die B e s e i t i g u n g d e r e r st e n Kammer. Zum mindesten fordern sie eme Reform der ersten Kammer. Ihre Aussichten sind aber nicht gro p, da vielfach die Industriellen vom Nalwna lweralismu- zum Konservativismus übergegangen smd Und in der dritten Wühlerklasse dominiert die Sozialdemokratie, die sie m Vnch haftbar machen wollte. Äuf Grund der Beschwerde er« her in der Sache fungierende Amtmann Kmsel folgende Verfügung:^ „Der Schultheiß Weyl zu Schönbach hat innerhalb^ acht Tagen auf ferne Koste» demi VP- Kempf ein neues Wagenrad machen zu lassen, außer dem sind Sie in eine Strafe von drei fl. verfalkn. jHerzogl. Amt: Knisel." — Der Schultheiß replizierte. »Ich lasse das Rad dem Kempf nicht machen und bezahle auch feine Strafe. Weyl, Schultheiß." - Der Amtmann. .Ohol Wieso? Kstiisel." - Der Schultheiß: „Bei der Einteilung Wege wollte ich den Weg nach Amdorf als V.zmalweg nk"de7 Prälaten, die damit einen gebaut ^ben, per Amtmann hat aber ikurzweg entschmden. Selbstlosigkeit ablegen s denn sie sollen 9^ ejn BerbindungSweg. Weyl, S* Weyl, Schultheiß.. ärztliche Hilfe ist ungenügend, blc Läden sind geschlossen. Der Verkehr stockt, bie Hauptstraßen sind durch Truppen abaesperrt. Viele verlassen die Stadt. An den Zusammenstößen mit den Truppen beteiligen sich die Matrosen des KffiwÄÄ Umschwung in der W beizuwohnen. ** Diebstahl. Am Mittwoch nachmittag wurde, Marktplatz 14, ein Fahrrad mit der Fahrnummer 2530 gestohlen. Bor Ankauf wird gewarnt. — Auch in der bet» qnnqenen Nacht wurden in einem Hause der Neustadteme Änzahl Fahrradzubehör- und Ersatzteile von größerem Werte gestohlen. Der Täter, der anscheinend Radfahrer tft, tot es verstanden, nur die befferen Sachen mitgehen zu lasM. •• Sterbekasse für Mitglieder bcS hessischen Landesgewerbevereins. In der SenaiSsitzrmg des, kaiserl. Aufsichtsamtes für Privatversicherung vom 19. » 1905 wurde der Sterbekasse für Mitglieder des heffPhen iLandesaewerbevereins zu Darmstadt unter AufrechterhattimZ der Anerkennung als kleinerer Verein die Erlaubnis zur AuH- dehn.mq des Geschäftsbetriebes auf daS Deutsche Reich uch u Aenderung ihres Namens m Sterbekasse fiw Mitgliedes worden. Andere Schlachtenmeldungen. . onkt oq QUni Als gestern aus einem Hause aus eine Militä r-Patrouill gefeuert wurde, stürmten die Sol- ’ in das Haus und m achte n fämtli che B e wohner eine Kinder wurden nicht geschont. Ä ® -Palais, in dkm aeaenwärtL' die'»r-ßsürst«n mohne^wurde^gesterst und hätten b.e Absicht Verhafteten wurden .. — nahm folgende MDlut'on a"; a„f konftitutionellen Grund- „Die »oltS» ertreiunu u«i i Der Entwnr lagen ist eine dringende ^"envigke ni(6j fisaj» *iww Kennt^z des Ministerrates gebracht tt, oder die Sozialdemokraten nicht doch der-, eise mit einer Abschlagszahlung vorlieb nehmen, Schicksal dieses neuen Reforrnversuchs besiegelt. k-en, die dem Entwurf vom Herrenhaus drohen, sind noch größer. Bemerkenswert ist übrigens, daß bis jetzt in i)er Generaldebatte noch von keiner Seite, auch nicht von sozialdemokratischer, die Forderung der gänzliche n ' Abschaffung d er ersten Kammer erwähnt: worden : jt. Das scheint darauf hinzuweisen, daß schließe wertwn. ßin6erufiin« der Reserven. Das Militär schießt ins Publikum, das schreck- erfüHt flieht. Es verlautet, die in Odessa residierenden Konsuln hätten sich mit der Bitte an die Regierung gewandt, Kriegsschiffe nach Odessa zu entsenden. IN der Stadt wurde der Belagerungszustand erklärt. Dichter Rauch hüllt die Stadt ein. Am Mittwoch abend wurde am Katharinenplatz in der Nähe des Richelieudenkmals eine Bombe zur Implosion gebracht, wodurch zwei Personen getötet wurden. Während der Nacht ereigneten sich am Hafen einige Explosionen, welche die erbittertsten Zusammenstöße zwischen den Trupven und der Volksmenge hervorriefen. Tie Toten werden nach Hunderten gezählt, man -spricht von etwa 300; “ ifer sind von Verwundeten überfüllt, die :ft ungenügend, bie Läben sinb geschlossen. Einfluß Zugeständnisse machen müssen. , ( Gegenwärtig kommt es jedoch vielmehr darauf an, die Juden | ■ in Rußland vor der schlimmsten Vergewaltigung zu bewahren,» als um die Erweiterung ihrer Rechte sich zu bemühen. Bei den I( Judenverfolgungen der letzten Jahre haben uachgewieseuermaßen!: die militärischen und die bürgerlichen Behörden eine sehr ,zwei- L heutige Rolle gespielt. Statt den von dem, Pöbel angegriffenen!; Juden Schutz zu gewahren, würd' die Hille entweder künstlich!^ verzögert, oder die Behörden duldeten osfentündig die Massacres, ' mit der Beschuldigung, die Juden hätten angefangen. ,Wir wiesen! schon früher einmal auf bie Gefahr bin, daß man in Rußland! versuchen werde, den Ingrimm der Bevölkerung über die heil-1 losen Zustände aus die Juden abzulcnken. Dies Verfahren scheint nunmehr zur Anwendung gelangen zu sotten. Rach einem aeftri-! gen Telegramm aus Lodz ließ die Partei der Nationaldemokraten Aufrufe zur Niedermeüelung der Auden verteilen. Das Volk! werde von ihnen ins Verderben gestürzt. Fünfzigtausend Juden sollen infolge dieser Proklamationen bereits aus Lodz geflüchüt sein und zum Teil unter freiem Himmel lagern. , Die russiiche! Regierung tut anscheineud nichts oder so gut wie nichts, um I der Verbreitung dieser höchst verhängnisvollen Bewegung ent- gegenzuwirkcn. Die russische Regierung braucht nur eine ähnliche Auffassung durckMicken zu lassen, und die fiirchterliMen Judenmetzeleien werden in Rußland an der Tagesordnung sein. I Wie die Kosaken in Lodz vorzugsweise aus die jüdischen Ein-! I wohuer, auf Weiber und Kinder, angelegt haben, schildert em an das „Bert. Tagebl." u. a. folgendermaßen: „In der Nacht vom Freitag znm Samstag mochten sich btc I Kvsaken ben Spaß, in bie Fenster der 5)äuser der Altstadt zu schießen, welches Viertel meistens von Israeliten bewohnt wird. Dieser Brief verwahrt sich auch entschieden gegen die Dar-! stelluna, daß die unmenschliche Handlunasweise der Soldaten ein Akt der Notwehr gewesen sei. ,.Es war iiberhaupt mn Kampf, denn ein solcher setzst Angreifer und Verteidiger voraus, und hier gab es nur Mörder und ihre wohrlon'N Opfer. , Vom russischen Ministerium des Innern ist soeben cm Erlatz bekannt geworden, der dorailf aufmerksam macht, daß chinesische und japanische Spione sich in engfter W»ng mit der jüdischen Bevölkerung befinden. Mit dieier Behauptung wird ebensosehr daS Militär wie das Volk gegen die Juden eingenommen. Am meisten haben die Juden von den Bauern zu de- W.tcit, twtnt. wie es scheint, die Ernte mfolge der langen Trockenheit die Erwartungeii enttäuscht. Die Bauernaufftanbe I richteten sich bisher gegen die Regierung. Es wird getreu dem System der Ablenkung, kaum ansbleibeu, daß die „rutschen Blutsauger^ fiir allen Schaden verantwortlich gemacht vier den. Die Jilden in Rußland gehen nach alledem cmet scyweren Lei- Dominien Die ^upiuiuvmvLLui v, , Aenderung ihres Namens m ^lerveian^ ju*. wählen zu unterstützen wenig Lust zeigt. hessischen "Landesgewerbevereins und des Verbandes, r f ideiitsckier Gewerbevereine mit dem Sitz in Darmsstürt Wunsch^vorgrlegtvn W-rfassunÄsreform-Ent- b-schl°ff-ncn Aendcrnngen d«r Satzung wurden gl-ichz-ckg und bündig. Nachher »°m,LerbE List: aber noch ist man «WJotoät Tazebl." »eröffentHAten $tobe war das?mast den Entwurf einer Kommission überweist' aver noch ist man nicht sowert, obwohl man au |)L(t(.etlli.. .....— 7- gemein auf eine besondere BeschleunWlttg. der Behörden um die Mitte der ««rz.ger Jahre em Betkrhrs- debatte gehofft batte. Man hat namktch d,e W cht, den »^ich von wohltuender Sachltchkett und Kürze Es ganzen Re form entwnr, noch rn dwsrr x-. ss , s , sich in dem mitgeteilten Falle um die Beschwerds ZorBeginnderSommersertenauch ^Plenum F^kstnten, der -men Dorfschulzen für Generaldebatte ist also noch nicht abgcsa)losscn. emmtniffiott bereit zu sein scheint. Resorm,reunu ijy LHMDMUML „Knjaes Potemkln". Die Gebäude der Hirfenverwaltnug und viele andere Gebäude sind niedergebrannt. Große Mengen ausgeladener, am Quai lugernder Waren stehen in Flammen. Viele Schiffe verlassen eilig den Hafen. Die Feuerwehr wird am Löschen verhindert. Die Leiche des Matrosen Omeltschuk wurde von den Matrosen des „Knjaes Potemkin" wieder an Bord des Schiffes zurückgebracht. 11 Offiziere, die von den Matrosen des „Knjaes Potemkin" am Leben gelassen wurden, sind an Land gesetzt worden. Eine Abteilung von Matrosen hat sich unter Führung des Geistlichen des „Knjaes Potemkin" zum Militärgouverneur begeben und diesen gebeten, den getöteten Matrosen Omeltschuk beerdigen zu dürsen. Die Besatzung des Transportschiffes „Wech a", das aus Nikolajew eingetroffen ist, hat sich, dem Vernehmen nach, den meuternden Matrosen des „Knjaes Potemkin" an geschlossen und ihren Kapitän und die Offiziere der „Wecha" übergeben. .. fmituvSf uu, In Petersburg verlautet, Vizeadmiral Krieger fei an ba§ mtt vier Linienschiffen von Sebastopol nach! „In bei Odessa in See gegangen. Er habe den Befehl, die Be- ~ ' sahung des „KNaes Potemkin" aufzufordern, fta) zu ergeben, und nötigenfalls das Schiff mit der meuternden Besatzung in den 65rund zu bohren und in Odessa die Ruhe wiederherzustellen. . Es ist in Deutschland nur eine Stimme, daß die Meuterei auf dem russischen Panzerschiff „Fürst Potcmtm", die förmliche Belagerung Odessas den nabe Zusammenbruch der russischen Disziplin anküudigen. Die Protestversammlung der Offiziere in Kraßnoje-Sselo war das Voripi^ zu diesem neuen Akt der russischen Tragödie. Die ,,Nationalztg. betrachtet die Ereignisse nicht als entsetzliche Emzclfalle, sondern, als das Produkt einer weit vorgeschrittenen Demoralisation der ganzen Bevölkerung, als das Produkt emer .tiefgreifenden Fäulnis,- von der auch Heer und Marme ergriffen worden sind. Der unerhörte Vorgang, schreibt die „Kreus?stg. , erklärt die furchtbaren Niederlagen in den asiatischen Gewässern „Das Zeichen, das die meuternden Matrosen des Vanzersclnffes Fürst Potemkin" gegeben haben, kann , so bemerkt die „Vos). Ztg ", „nicht verfehlen, unter ben anderen Ktiegsmatrosen sowie auch unter den Lanbtruppen weite Kreise zu ziehen. Meuterei in Libau. 3*n der Ostseehafenstadt Libau meuterten tn der letzten i Nacht die Matrosen des örtlichen Kommandos, erbrachen das Zeughaus, eigneten sich die Gewehre an und' schossen auf die Wohnungen der O, fiziere. Noch in der Nacht erhielt die Artillerie der Garnison den Befehl, nach dem Hafen abzurücken. Es wurden Kosaken und em Infanterieregiment dorthin berufen. Die Furcht vor weiteren Meutereien im Heere gebt so weit, daß, einer Privatmeldung ans Der russischen Hauptstadt zufolge, im Petersburger Militärbezirk alle maßgebenden Kommando st ellenunver züglich mit von auswärts b e tu fen enClj ar,ßen neu besetzt werben sollen. Erwähnt fei, daß. dre ,, Nordd. Alla Ztg." die Schreckensbotschaften der unabänderlich i Nubrik „Zu den Vorgängen in Rußland" emreiht. Cm Urteil über die Ereignisse, soweit sie.^Kand angehcn rs (eit langem nicht mehr von dem ofsrzrosen Blatt geautzerr r- Der Amtmann: »Ganz recht. Sie brauchen dem Äemp: Las Rad nicht machen zu lasten. Die Strafe ist erlassen. Knisel. — Unsere 116er rückten beute morgen gegen 4 ZH)r auS, marschierten über Heuchelheim, Rodheim, Bieber, Waldgirmes nach Dorlar, wo die Pioniere eine Brücke über die Lahn geschlagen hatten, die überschritten wurde. Der Marsch führte in die Gegend von Wetzlar, wo sich ein Gefecht entwickelte. In Dutenhofen, wo eine einstündige Ras war, wurde ein Soldat vom Hitzschlag getroffen und später per Droschke durch einen Sanitätssergeanten ins Lazarett hier- hergcbracht. Trotz der großen Hitze war, so schreibt uns ein Berichterstatter, das Regiment stramm auf den Beinen. Kurz por 12 Uhr kehrte daS Regiment wieder hierher zurück. ** Ein Preisrauchen! In der Friedberger L)berh. Ztg. finden wir folgende ganz ernsthafte Lokalnotiz: „R au chklub „Blau e Wolk e". Bei dem am 25. d. Mts. in Bischofsheim veranstalteten Preisrauchen erhielt unter 70 Bewerbern, der hiesige Rauchklub „Blaue Wolke" den ersten Preis." — Würdiger, angesehener Verein, wachse, blühe und gedeihe! Q Lich, 29. Juni. Zum Eintreffen deS Groß- .Herzogspaares in unserer Stadt und zur EnthüllungS- f ei er des Denkmals für den Fürsten Ludwig beginnt die Stadt bereits Festschmuck anztilegen. Besonders schön wird der vor dem Schlosse gelegene freie Platz auZgeschmückt, auf den daS Fürstendenkmal zu stehen kommt. Mehrere Ehrenpforten werden an den Eingängen der Stadt errichtet. Die Butzbach—Licher Bahn hat zwei Sonderzüge eingelegt. Die Enthüllungsfeier findet nächsten Sonntag um 3^/, Uhr statt. 8. Rinderbügen, 27. Juni. Auf einer Blöße im nahen fürstl. Walde überraschten zwei Büdinger Jäger einen Wilderer in dem Moment, als er einen Reh bock niederknallte. Auf den Anruf der Jäger entfloh er und konnte bis jetzt nicht ermittelt werden. ^.Büdingen, 29. Juni. Für das Rechnungsjahr 4905 find von den Gemeinden unseres Kreises 134000 Mark Kreisumlagen aufzubringen. Die Gemeinden Büdingen, Nidda-Echzell bringen hiervon allein über 30000 Mark auf. — Heute wurde die in Touristenkreisen wohl bekannte Besitzerin des Hotels Stern beerdigt. S. W. K. Darmstadt, 29. Juni. Als unser Groß- y erzog letzte Woche in Begleitung seiner Gemahlin auS einem hiesigen Geschäfte, wo er sich Zigarren eingekauft hatte, auf die Straße trat, bemerkte er einen armseligen, ver - krüp p e lten Jungen, der Blumen verkaufte. Ein mitleidiger Blick streifte die kleine Gestalt, dann griff der Fürst in die Tasche und reichte dem Blumenverkäufer ein Geldstück, für das er sich ein kleines Sträußchen von dem jKorb nahm, das er der Großherzogin überreichte. Der arme Junge starrte noch auf das blinkende Geldstück, als der freundliche Geber schon längst wieder verschwunden war. ** Der hessische Zentral-Berein für Errichtung billiger Wohnung en (Ernst-Ludwig-Verein) hatte, wie unS au§ Darmstadt berichtet wird, gestern dort seine diesjährige Generalversammlung im städtischen Saalbau unter Vorsitz des Frhrn. Heyl zu Herrnsheim. Dieser eröffnete die Sitzung mit Begrüßungsworten und hieß die Vertreter des Finanzministeriums willkommen, sowie die Provinzialdirektoren Frhr. v. Graney und Geheimrat Dr. Breid ert. Der Verein zähle zurzeit bereits 35 Bauvereine, 12 Gemeinden betrieben selbständig die Förderung der Bautätigkeit. Int Jahre 1904 wurden 15 neue Bauvereine gegründet ünd 250 Kleinwohnungen im Werte von rund 1 Million Mark erbaut. Sehr notwendig zur weiteren Förderung sei die Gewährung von Darlehen an die Gemeinden, und für diesen Zweck sollte die Landeskreditkasse mehr Mittel zur Verfügung stellen. Bezüglich der weiteren Wohnungsfürsorge habe er, der Redner, schon in der ersten Kammer entsprechende Anträge gestellt. Landeswohnungsinspektor G r e tz- schel erstattete darauf den Jahresbericht, der sich besonders Über die rege Anteilnahme der Gemeinden und deren Unterstützung durch die Kreisbehörden re. ausspricht. Die preisgekrönten Entwürfe zum Wettausschreiben des Vereins wiesen sehr erfreuliche Erfolge auf. Nach dem Dank des Vorsitzenden an Herrn Gretzschel brachte Provinzialdirektor Geheimrat Dr. Breidert in Anregung, besonders in Oberhessen mehr die Kreisverbande an den Bestrebungen zu betätigen; diese seien ebenfalls berechtigt, zwecks Erbauung billiger Wohnungen von der Landeskreditkasse Mittel aufzunehmen. Nach dem von Herrn Wolfs kehl erstatteten Rechenschaftsbericht hielt Bürgermeister und Abg. Dr. Frenay - Bensheim einen Vortrag über die Ausführung des Wohmmgsfürsorge- gesetzes im Zusammenwirken von Gemeinden und gemeinnützigen Bauvereinen. Ueber Gesundheitspflege und Wohnungswesen referierte Sanitätsrat Dr. Pullmann in einstündigem Vortrage. Bei der Vorstandsmahl werden die ausscheidenden Mitglieder Frhr. v. Heyl, Oberbürgermeister Morneweg und Justizrat Dr. Gutfleisch- Gießen wiedergewählt. Zum Schluß spricht Geh. Oberbaurat Hoffmann über die praktische Ausgestaltung der Tagung. Man dürfe nicht soviel in Architektur arbeiten und mehr die Wirklichkeit reden lassen. Er ist bereit, wöchentlich eine unentgeltliche Vorlesung hierüber zu halten. Der'Vorsitzende dankte allen Rednern und schließt dann die Versammlung um y22 Uhr. R. B. Darmstadt, 29. Jtmi. Tie heutige Sitzung unserer Stadtverordneten wurde zur größeren Hälfte purch teilweise recht animierte sozialpolitische De- ba 11en ausgefüllt. Den ersten Anlaß dazu bot ein sozialdemokratischer Antrag, dahingehend, daß für alle städt. Arbeiter Arbeiterausschüsse gebildet werden sollen, welche in allen Fragen der Entlassung von Arbeitern, die länger als ein Jahr bei der Stadt beschäftigt sind, sowie fn den sonstigen Fragen der Lohn- und Arbeitsverhältnisse auf jeden Fall gehört werden müssen, in anderen Dingen aus Wunsch der Stadt gefragt werden können. Stadtv. Cramer begründete diesen Antrag. Oberbürgermeister ßNorneweg dagegen bekämpfte ihn in scharfen Worten. Die Stadt habe gar keine Veranlassung, nach bötn Antrag her Herren Cramer und Stephan hier eine solche Organisation zu wünschen, die das politische Parteigetriebe in die vreife der städtischen Arbeiter hineintragen würde; das könne sie im Interesse des Friedens in der Arbeiterschaft nicht zugeben. Eine solche politische Organisation würde bon auswärtigen Agitatoren geleitet und gegen die In ter- Zsen der Stadt gerichtet sein. Gegen eine freie Organisation der Arbeiterschaft habe er durchaus nichts einzuwenden,» aber man lebe gegenwärtig immer noch in einem1 monarchischen Staat und nicht in einem sozialistischen. Die Stadt habe gar keine Veranlassung, hier durch solche Mittel die sozialdemokratische Agitation groß zu ziehen. Ueber einen zweiten Antrag der Sozialdemokraten, der dahingeht, in Zukunft städtische Arbeiten nur noch an Unternehmer zu vergeben, die sich verpflichten, die mit den Arbeitnehmern geschlossenen Verträge über Lohnsätze, Arbeitszeit usw. auch einzuhalten und die Versicherungsvorschriften zu erfüllen, referierte Stadtv. Jüstizrat SchmeelI. Die Versammlung nahm den Antrag mit einem' Zusatz des Ausschusses an. Auf Antrag des Stadtv. Dr. Kolb beschloß man ferner, zur Verminderung der großen Säuglingssterblichkeit in den Sommermonaten mit einer hiesigen Molkereifirma einen Vertrag abzuschließen, nach welchem sich diese verpflichtet, in den verschiedensten Stadtteilen sterilisierte Vollmilch von hygienisch einwandfreier Beschaffenheit für Minderbemittelte zum Preise von 10 Pfg. für 200 Gramm abzugeben. Die Stadt zahlt für jede dieser 200 Gramm- flascheu noch 2 Pfg. drauf, sodaß der Stadt für die drei Monate Juli. August, September eine Ausgabe von zirka 1650 Mk. entstehen wird. — Zum Schluß der Sitzung gab Stadtv. Jacobi noch nähere Auskunft über seine Audienz beim preußischen Eisenbahnminister. ** kleine Mitteilungen ans Heske n und den 91 a d) b a r ft a a t e n. Bei Nied kenterte ein Ruderboot. Von den 5 Insassen konnten sich ein Herr und zwei Damen retten, eine dritte D a m e sowie der Kaplan Meurer aus Griesheim ertranken. — In Wiesbaden starb der wirkt. Geh. Oberregierungsrat, Regierungspräsident a. D. von Tepper-Laski. — In das Uhrengeschäft von Gordecke u. Sohn Nachf. Frankfurt a. M. große Eschenheimerstratze 17, wurde in der 91acht vom 28. auf 29. d. M. eingebro ch e n. Die Spitzbuben räumten den ganzen Erker aus. Für ca. 1500 Mk. silberne Uhren und Ketten halte der Ladeninhaber zu seinem Glück in den Kassenschrank eingeschlossen. — Im Wald zwischen Sprendlingen und Offenbad) wurde in einem Gehege ein mensd)lid)es Skelett auf- gefunden. Fn der Räbe lagen ein Paar Zugsiiesel und Kleiderselten. vermischte». • D ie Hitze. Hannes: „Na, däi Hitz ewe is goar se oargP —Philipp: „Host rcacht, an dere könnten die oarme Leit im Winter e poar Doag lang dran hawwe!" * Wie die Hitze in Berlin Fleischnot verursacht. Nach statistischen Feststellungen gelangen in Berlin täglich im Durchschnitt 288 Zentner Konfiskation und Kadaver- leisck) zur Beschlagnahme. Im Hochsommer betragen die zu vernichtenden Massen an manchen Tagen über 300 Zentner. So sind an einem der heißen Tage der vorigen Woche 14 Pferde am Hitzschlage krepiert. * Konfessionelle Bäder. Aus Würzburg ivirb der ,Frkf. 5tg/ geschrieben: In der Frauenabteilung de§ städtischen Freibades erregt feit einigen Tagen eine merkwürdige Bekanntmachung staunendes Kopfsck)ütteln. Dieser 'christliche Beweis behördlicher Weisheit lautet nämlich: „Am Montag, Mittwoch und Freitag für protestantische Mädchen/ * Kleine Tageschronik. In der Nähe der Ahrensburg bei Hamburg wurden drei Torfarbeiter, die vor dem Gewitter in eine Schutzhütte geflüchtet waren, durch einen Blitz- 'trahl getötet. — Zwei Zollwächter in A n j o u t a v (Frankreich) versuchten ihren Vorgesetzten zu ermorden. Sie beschuldigten ihn, er habe, während sie im Dienste waren, ihre Frauen vergewaltigt — In Reims (Frankreichs sind infolge Genusses von Kuchen mit Schlagsahne 8 Personen unter Vergiftungs-Erscheinungen erkrankt. Ein 10 jähriger Knabe ist gestorben. Mehrere Soldaten des 132. Jnf.-Regts. sind ebenfalls erkrankt, ebenso der Konditor und seine Frau. Die Ware wurde beschlagnahmt. Die Untersuchung ergab jedoch, daß sie in vollstöndch sauberem Zustande war. — Zn Barzelona erkrankte ein Gerichtsarzt und einige Tage später ein Dienstmädchen unter pe st verdächtigen Erscheinungen. Tie Behörden trafen Vorsichtsmaßregeln. Tas Dienstmädchen ist gestorben, der Zustand des Ar'les ist hoffnunaslry ^Inivfrntäfö-'Itadiridjten. — Der Professor für Mathematik an der technischen Hoch- schi'le in Aachen, Dr. Lothar Hess ter hat einen Ruf als ordentlicher Professor an die Kiele'- Universität angenommen als Nachfolger von Prof. Dr. P. Stöckel, der an die Hannoversche technische Hochschule übersiedelte. Heffter erhielt 1888 die venia legend' für Mathematik in Gießen. 1891 wurde er an der hessischen Landesuniversität Extraordinarius, 1897 gina er in gleicher Eigenschaft nach Bonn, 1904 folgte er einem Rufe als etatsmäßm-'r R'-of^ssor narb Aachen Kiel, 27. Juni. Der Kaiser wandelte die gegen den Leutnant z. S. L i s d) wegen tätlicher Beleidigung Untergebener und Verleitung zum M e i u e i d e er- kannte IQmonatliche Z n ch t h a u s st r a f e in Gefängnis. E r z - K u x e. F e r u i e. Angebot 3400, Nachfrage 3300. Ausbeuten und Zubußen, 1903: 225; 1904: 300. Märkte. ke. Frankfurt a. M., 30. Jnni. ^Orig.-Telegr. des „Gieß. -Unz. st Vrehmarkt. Zum Verkanie standen 551 Kälber, 23 Schafe u. Hämmel, 369 Schweine. Kälber 1. Qual. 87—90 Pf,. Lebendgewicht 52—54 Pfg., 2. Qnal. 80—84 Pfg., Lebendgewicht A-51 Pfg. Schlachtgewicht 62-66 Pfg. Schafe 1. Qualität Schlachtgenucht 00-00 Pfg., 2. Qualität 00-00 Pfg. Schweine ^AQmcnt 69-00 Pfg., Lebendgewicht 54.00 Pfg., 2. Qual. A?-00 Pfg., Lebeudgemicht 53-00 Pfg., 3. Qualität 62-64 W, Lebendgewicht 00-00 Pfg. Geschäft gut, kein lieber» der Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. In der Stadtkirche. ™ 2. Sonntag nach Trinitatis, ben 2. Juli: Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Schwabe. C Zugleich Christenlehre sür die Neukonfirmierten nus Markusgememde. Vormittags 9«/, Uhr: Prof. D. E ck. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer D. Schlosser. In der IohanneSkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Euler. gememde^^ ^^stenlehre für die Neukonfirmierten aus der Lukas- Vormittags 9V2 Uhr: Psarrasfistent Sattler Vornnttags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannes- gememde. _________Pfarrassistent S a ttl er. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südankage). Samstag den l. Juli!905: Vorabend: 7.45 Uhr. Morgens 8.30 Uhr. Brediat Nachmittags 4.00 Uhr. Sabbathausgaug 9.35 Uhr * Gießener landwirtschastlicher^Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Samstaa den 1. Juli 1905: Zeitweise wolkig, stellenweise Gewitterigem anhaltend warm. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Sport. — Dei? Kaiser und der Nennsport. Der Renn- Verein zu Fr an ksur t a. M. hat sich entschlossen, am 9. Sept., gelegentlich der bei Frankfurt a. M. stattsindenden Käisermamöver einen Extrarenntag auszuschreiben. Der Kaiser hat auf eine Anfrage hin sein Erscheinen bestimmt zugesagt. wird allen Nervösen abgespannten, leicht erregbaren, geistig und körperlich geschwächten Natllren anstatt Tee oder Kaffee empfohlen. Man lese die interessanten Berichte der Professoren, Aerzte und Medizin. Zeitungen. Bioson fertig zum Gebrauch, schmeckt angenehm und ist in seiner Zllsammensetzuug ohne sede Konkllrrenz und in Apotheken, Drogerien llsw. das V, Kilo zu Mk. 3.— erhältlich. bT/4 Hriqlnak-Dralümerdunflen. Bremen, 29. Juni. Der „V u l k a n" in Vegesack entließ die Arbeiter mit Ausnahme derjenigen, die dem aus Meistern, Vorarbeitern und einigen nickst sozialdemokratischen Arbeitern zusammengesetzten Arbeiterbund angehören, da die Differenzen der Kesselschmiede bei Seebeck und Tecklenborg in Geestemünde noch nicht beigelegt sind. Elmshorn, 30. Juni. Gestern abend versuchte die Rentiersfrau Jmm in Bresenbeck s i ch und ihren schwachsinnigen Sohn mit Karbol zu vergiften. Als der Versuch mißlang, erhängte sich die Frau. Der Sohn liegt hoffnungslos darnieder. Kattowitz, 30. Juni. Die Maurer des Stadt- und Landkreises beschlossen für Montag den allgemeinen A u s st a n d. Stockholm, 30. Juni. Auf dem Exerzierfelde in Trossnae, dem Uebungsvlatz des Wermländischen Regiments, wurde ein Herr verhaftet, der sich "verdächtig machte, norwegischer Offizier zu sein und Spionage zu treiben. Er wurde von einem schwedischen Offizier über die Grenze zurück- gebracht. ' F; ' i • 1 H \ Petersburg, 30. Juni. Nach hier eingetroffenen Meldungen soll in Odessa Admiral Krüger eingetroffen sein und bereits zwei meuternde Schiffe in den Grund gebohrt haben. Wie es heißt, wird die Regierung, falls sich die Meuterei ausbreiten sollte, die Großmächte ersuchen, ihre in Konstantinopel liegenden Stationsschiffe nach Odessa zu dirigieren. Was die Gerüchte anbetrifft, daß die Matrosen der Ostseehäfen ebenfalls meuterten, so reduziert sich dies auf die Vorfälle in Libau In Kronstadt ist alles ruhig. Lodz, 30. Juni. Bisher wurden 243 Juden und 80 Christen, die sich "an Geheimorganisationen beteiligten, festgenommen, gestern allein 200, die die Monopolläden vernichteten und Barrikaden erbauten. Sosnow iee, 30. Juni. Gegenwärtig befinden sich Tausende von Arbeitern aus Dombrowa und Zagoree auf dem Wege nach Sosnowiee, von wo ihnen Militär entgegengeht. Die Arbeiter tragen rote Fahnen. Zusammenstöße werden befürchtet. O de ssa , 30. Juni. Die Meuterei auf dem Panzerschiff „P o t c m f i n/z soll systematisch vorbereitet gewesen sein und zwar auf sozialistischer Basis, indem sich die Matrosen solidarisch mit der streikenden Arbeiterschaft Odessas erklärten. In militärischen Kreisen herrscht eine furchtbare Aufregung. Man befürchtet, das Ereignis könnte Ünberechen- bare Konsequenzen nach sich ziehen auch für die Landtruppen, die augenblicklich einberufen sind. Unter den Reservisten herrscht t)teF Unzufriedenheit. Der hier angerichtete Schaden wird bisher auf 50 Millionen berechnet. S h a n g h a i, 30. Juni. Japan ernannte den Generalkonsul Dtagiri in Shanghai zum Bevollmächtigten für die Friedenskonferenz. Shanghai, 29. Juni. Der deutsche Kreuzer „Seeadler wurde nach Ponape, der Hauptstadt der östlichen Karolinen, beordert, wo ein Orkan furchtbare Verwüstungen an- gerichtet hat. Tokio, 29. Juni. Nach hier eingetroffenen Meldungen hat sich die 6. und 7. japanische Armee unter den Kommandanten Generalen Takahira und Akiama bei Mingata auf halbem Wege zwischen Kirin und Wladiwostok vereinigt, um ge» meiusam die B elagerung Wladiwostoks aufzunehmen. Bekanntmachung. Bei der am 29. Juni 1905 vorgenommenen planmäßigen Verlosung wurden auf 1. Oktober 1905 folgende Schuldverschreibungen der Stadt Gießen zur Rückzahlung bestimmt: a) vom 1890 er Auleheu: Lit. A Nr. 41, 70, 87 und 111........zu 2000 Mk. „ B „ 71,90,154, 218,268 unb 286.....zu 1900 , „ C „ 9, 102, 135, 261, 292, 310, 384, 430 und 446 zu 500 , „ T) „ 72, 94 und 104...... . . zu 300 , „ E „ 24, 74, 108 .......... . zu 200 , b) vom 1892 er Anlehen: Lit. F No. 26, 29 und 42 . . ....... zu 2000 Mk. „ G „ 79 und 95........... 1000 „ H „ 24, 104 und 106......... 500 „ „ I „ 30 .............. „ 300 „ „ K „ 18 .............. „ 200 „ Es wird dies mit dein Bemerken zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Einlösung dieser Schuldverschreibungen und zwar vom 1890 er Anlehen bei der Stadtkasse Gießen und bei der Dresdener Bank Frankfurt a.M. vom 1892 er Anlehen bei der Stadtkasse Gießen und bei den Bankhäusern A. Heichelheim- Gießen, Ephraim Meyer & Sohn-Hannover, Meyer & Plaut-Kassel und Gebrüder Neustadt-Frankfurt a. M. erfolgen kann und daß die Verzinsung mit Ende September 1905 aufhört. Gießen, den 29. Juni 1905. B80/, Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. PoLizei-Berordnung betreffend Einführnng der Trichinenschau. Auf Antrag und nad) Anhörung der Stadtverordneten-Ver- amnckung und mit Genehmigung Gr. Ministeriums des Innern vom 21. Juni 1905 wird bestimmt: § 1. Das Fleisch der im städtischen Schlachthof geschlachteten Schweine, sowie alles in die Stadt Gießen eingeiührte frische Fleisch von Schweinen und Wlldsck)weinely sofern es nicht von Privaten z,;r Verwendung im eigenen Haushalt eingeführt wird, unterliegt einer amtlichen Trichinen- und Finnenschau, die im städtischen Schlachthof während der Schlad)tzeiten für Schweine stattfindet. § 2. Für die Trichinenschau sind die für die Untersuchung des in das Zollinland eingeführten Fleisches auf Trick)inen vom Bundesrat erlassenen Vorschriften maßgebend. Sie wird ausgeübt durch geprüfte Trichinenschauer, die in der erforderlichen Anzahl von der Stadt bestellt und besoldet werden. ~ § »- Für die Untersuck)ung ist eine Gebühr an die Stadtkaffe zu entrid)ten. Sie beträgt für ein ganzes Schwein 40 Pfg., für ein halbes Schwein 20 Pfg., für jedes einzelne Fleischstück 15 Pfg. und wird zusammen mit der Schlachtgebühr bezw. der Verbrauchsabgabe erhoben. § 4. Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungelt dieser Polizei- Verordnung werden, soweit tticht nad) anderen Strafbestimmungen eine höhere Strafe verwirkt ist, gemäß § 27 Ziffer 4 des Reichsgesetzes die Schlachtvieh- und Fletsd)beschatt betreffend vom 3, Juni 1900 mit einer Geldstrafe bis zu einhmtdertfünszig Mark oder mit Haft bestraft. § 5. Diese Polizeiverordnung tritt am 1. Juli 1905 in Kraft. Gießen, am 30. Juni 1905. B®% Großherzig 1 e - ite'jevmciftcrci Gießen. A.V.: Curschmann. nventur-Äusverkauf Grosser vom N. Reiss Frankfurter Schuhlager Mäusburg 12. Mäusburg 12. Giessen, den 29. Juni 1905. D29/ Die Beerdigung findet Samstag nachmittag 5 Uhr von der Kapelle des alten Friedhofes aus statt. $ ran Umtausch gestattet! Einige grössere Posten Schuhwaren, besonders farbige Artikel, werden während dieser Zeit zu staunend billigen Preisen verkauft. Giessen Todes-Anzeige. Heute morgen $9 Uhr entschlief nach langem, schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere unvergessliche, gute Mutter Frau Elise Leos geb. Busch Carl Loos, Direktor der Gewerbebank. Theodor Loos. Emmy Loos. tn jeder beliebigen Schriftart und Karton- vlfltlarten vrühi'sche UniverMs-Vructerei. Schulstraße 7 OGAOOBGEOOeOGG Praktiziere jetzt 3440 im Neubau Nfllfc 7 Nähe Seltersweg neben Herrn J. Bach Luxnswarengeschiist. Schwalm, Zahnrzt. Heute morgen um 3 Uhr entschlief nach kurzem, aber schwerem Leiden mein lieber Sohn, unser lieber Bruder und Enkel D Ph. Fr. Richard Rinn Schüler in der Bau-Gewerbeschule zn Darmstadt im Alter von 22 Jahren. Namen der trauernden Hinterbliebenen Philipp Rinn XVII. Witwe. ®ie^Ceerb^'ungVn%ct3®^n1/tag, ben 1. Juli 1905, nachmittags 6 W in Heuchelheim statt. Pferde-Versteioerung. Dienstag, den 4. Juli, vormittags 10 Uhr, sollen im Großh. Hosmarstalle dahier 6 ausrangierte Landgech"lts- beschaler — wovon 3 unter der Bedingung des sofortigen Abschlachtens — versteigert werden. Darmstadt, den 29. Juni 1905 D3’« Grotzherzogliche Landgestüts-Direktion, von W i l l i ch. Hochs. Blütenmehl »W g k» Will, g Hochs. Dtmenm ■ | |p|f OP grobIry^II | Hchseikst. DimMmhl S ■ El Klltzlllker H Backpulver 4 Pack 20 Pi dW “ ■ W Viv nnd ffflmftc“ tirr ML. Mk. Pfg. — Puddingpulver 3 Pack 20 Pfg. EisttM-Pulm Kiichtmilffe „Fix und famos“ per Pst. 60 Pfg SpeiseeiS-Pulver — Hauuov. Wind — Rote Grütze Lindenplatz 12 Bahnhofstraße 27 Lindenplatz 12 Bahnhofstraße 27 4Jetr. zur Es ladet freundlichst ein Leute zu vermieten. 3435 AdW. Zchloßer KonSIlRWn auf dauernde Arbeit gesucht. 13302 8mqsk23R55m 3. Heinrich Schmidt li., Grünberg. Zu- 04228 6 mm er ucht. B8% zu haben sind. 3428 Passiva. Aktiva. Per 450494.02 70385.67 458652.45 3470 unter M. S. Berlin 5-1. Löberslraße 8, I. 04319 versteigert. 04332 Neustadt 44Z. 3432 empfiehlt billigst 04825 Georg Kinkel, Kreuzplatz 9. Schölle 3-Zimmerwohnung zum 1. Ilnii zll verlll. Kirchstr. 2. 2033 NcmimicS Wöhchuns zu verfaufcu. 3473 2 Zimmer MUÄMÄWU Das Kommando. B-% .M MUMM 138231L6 122777.41 7490.70 667.73 Unterricht in Latein Ulld Griechisch von Lehrer oder stad, phil. gesucht. Schriftl. Meldungen mit Preisangabe unter 04331 an den Gießener Anzeiger erbeten Heirat w. Waise, 22 I., m. disp. Verm. üb. 200000 Jl in. charaktero. Herrn. Vermög, nicht Led. Angeb. 4. 5. 6. el27( 3390s Zwei schöne, große sl)lan- ardenzimmer für alleinstehende i Zerson alsbald zu vermieten. C. Plank, Aslerweg 60. Reneintritte können täglich erfolgen. 9lad) Bezahlung des Ein-» triltsgeldes, 50 Pfg., i|t man zur Entnahme von Waren berechtigt. Abmarsch 3 Uhr von der Lahn- brücke mit Musik. Bel ungünstiger Witterung im Vereinslokal. [v""/« Baiie-Emriciitung zu kaufen gesucht. Schriftl. Meld, u. 04255 an den Gieß. Anz. erb. Montag, den 3. Juli, abends 8 Uhr pünktlich Haupt-Aebuug zu Eiumachzweckcn mib zur Weiubereituug garantiert ungebläut, 999/4% Zuckergehalt Gebrüder Berdux Hans-Verkanf! Das modern etngerichtete Wohnhaus (Villa) des verstorbenen Rentners Ernst Balser, Moltke- straße 10, ist alsbald zu verkaufen. Garten, Gas- und Wasserleitung, Badeeinrichlung, elektrisches Licht vorhanden. 34o0 9läh. Alieeslraße 4, 2—4 Uhr nachmittags. Ausgeiwmmene Kapitalien (Einlagen) .... Stammguthaben der Mitglieder . Reservefond . . öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 29. Juni 1905. _ Großherzogliche Burgermeisterer Gießen. Mecum. 04320 Carl Lampert. Bilanz am 31. Dezember 1904. tüdjtiocr Wem für dauernde Arbeit fosort ge- TsliSes, tliHiigks leiten für Küche und Haus per 1. Juli gesucht Bahnhofstraße 62. [8450 genommener Meliorationen, das Verzeichnis über Entschädigungen, zwei AbschatzunHsverzeichnisse der Obstbäume, das Geldausgleichungsoerzeichnis über zuviel ober wenig erhaltenen Obstbaumwert, 7. das Verzeichnis der Pachtentschädigmigen pro 1904, 8. das Verzeichnis der Pachtentschädigungen infolge Neubau und Erweiterung der Rodhetmer-, Krosdorfer- und Glei- Mpi-fektaf in gutem Zustande, für Wirte passönd, ganz oder geteilt, sofort spottbAlg zu verkaufen. 04321 Best, zum „Andres*4 Sonnenstraße 29. 1. 2. Frische Sssittä kurz gepflückt, kauft 3477 Löwen-Drogerie, W. Xkldlnger. Concordia, SvWvtag den 2. Juli Holzversteigerung. Ani Abbruch Neuen Bäue 20 wird Montag mittag von */,3 Uhr ab gutes Eichen-te-1® Brennholz An ausgeliehem-u Kapitalien: v gegen Obligationen ..... b. gegen Bürgschaft . & gegen Güter-Kauf- gelder..... d. gegen Wertpapiere nach dem Kurs am 31. Dezember 1904 An Immobilien . . , Modllten . . . . Raffen© orrat . . , Ausstände • . . Mädchen bekommen nur gute Stellen für hohen Lohn, s04324 Stellenb. Alieeslraße 22, Nebh. 5 Pfd. 0.80 Mk., 10 Pfd Wärter ofort gesucht. Giessen und Umgegend. Nächsten Sonntag d. 2. Juli bleibt unsere Berlaufsstette des Jahresabschlusses wegen geschloffen. Die Mitglieder werden wiederholt daraus aufmedfant gemacht, daß Kartell und Marken für den gemeinsamen Kartoffeibezug im Herbst in unserer Verkaufs- stelle Bahnhofstraße 31 Beabsichtige meine Besitzung früher 04312 Villa Buderus wegen au derer Unternehmungen zu vermieten oder 311 verkaufen. 0. FustEze, Lollar, Main—Weserbahn. Setzpflanzen Wiutertohl - gibt ab [B"/« Provinztal-rtecheuaustatt. Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1903 204 Während 1904 gingen zu < . ♦ . . — ab.....— Daher Stand der Mitglieder Ende 1904 204 Allendorf a. d.Lumda, den 29. Juni 1905. Opar- und Borschußverein, eingetragene Genofsenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht. Der Direktor: Der Rechner: Der Kontrolleur: Wallenfels. Rein. Wagner. tiinif3469 3401] Durch Versetzung des Herrn Aktuar Plock ist die von demselben eingehabte Wohnung, bestehend aus ö Zimmern nebst Zubehör, sofort ober später anderweit zu vermieten. Äarl Eichmann, Eberstraße 1, Nordanlage. 8343] Schöne 5-Z.-Wohnung im 2. St. per 15. Juli ob. später zu vermieten. Plockstraße 6. 3395] 2 schöne 5-Zimmerwoh- nungen mit Balkon, Bad, Koch- unb Leuchtgas unb allem sonstig. Zubehör, un Neubau Stephan- straße 17 zu permieten. Näheres Vismarckstraße 26. 3394] Schöne 5-Zimmerwoh- nung Bismarckstratze 28 zu vermieten. Näh. Bisinarckstr. 26. Elegantes Haus zum Aliembew., in bester Lage, we-gziigshalber für einige 30.000 Mk. zu verkaufen. Schriftliche Atelbungen unter 8106 a. b. Gießener Anzeiger erb. 1 Pinscher /Md 1 langhaariger Foxterrier billig zu verkaufen. 3420 Phil. Benner, Liebigstr.55, p. Ein alleres Ehepaar sucht in guter Lage eine WOW etwa 5 ZillMMl zum 1. Oktober. Schriftl. Meld. unt._3389 an den Gieß. Anz. erb. Kfittlkt UM 1. Oktober eine iZNsultzl Wohnung m ruhigem Hause v. älterem Ehepaar: etwas Garten erwlmscht. Schr.Meld. m. Pretsang. u. 04317 a. d. G. A. erb. Earl Stückrath, Möbelfabrik. Steinmetzen gesucht (Winterarbeit). 3455 Franz Wiukler, Krofdorfer Str. Zimmer~j 04314] Schön möbll^ Zimmer zu verm. Grünberger Straße 16. U1326] Schön möbl. Zimmer zu vermieten Bahnhofstr. 23, I. 04829] Ordentl. Leute erhalten Kost und Logis Kanzleiberg 5. Mödl. Zimmer zu verm. Weserstr. 19, III. {04316 04322] Schön möbl. Zimmer billig zu verm. Seltersweg 10. 04383) Schön möbl. Zimmer zu vermieten Schulstraße 10, II. 04334] Sehr schön möbl.Zimmer billig zu Perm. Goetheslr. 61, III. 3460] Ein möbl. Zimm. z. v. Brau- gaffe 11, p., Ecke d. Landgrasenftr. 04301] Möbliertes Zimmer mit Kabinett zu verm. Kreuzplatz 5. Jnwlge Wegzugs der tjrau Oberpostdirektor Lomforde ist die 11. Etage m. Hause6 SclterS- weg 89 — 6 Ztmmer, Badez. u. alles Zubehör, nebst Gartenbenutzung — per 1. Oktober d. I. anderweit zu vermieten. [3481 __________I. Stein, Architekt. Die seither von Herrn Post- direktor Rltzert innegehabte Woh- Tumg, 6 Zmmier mit allem Zubehör, Badez., Veraiida, Gas- u. Wasserl., ist p. 1. Oktober^ event. auch früher, an eine ruh. Familie zu vermieten. 8148 Näheres Bahnhofstraße 71. 04330) Zwei Zimmer mit Küche zu vermieten Kanzleiberg 5. Schöne 2-Zimmenvohnung an ruhige Leute zu vermieten. [04828 Näheres Große Mühlgasse 5. Neubau Ecke Weuftabt 12 im 3. Stock schöne 2-Zlmmerwohnung an ruhige Leute zu vermieten; fosort zu bestehen. 3288 __________Näheres im Laden. 04244] Schöne 2-Zlmmerlvoh- nung mit Zubehör an ruhige Leute per 1. August zu verm. 1 Näh. Wetzstemstratze 40. vart. Näheres Schillerstraße 16, pt. Dowaldsgarten. 2867] Zwei Zimmer mitKabinetl zu vermieten Neustadt 78. Verschiedene | | Z/äden etc, j Ladies mit großem, Hellem Zimmer per 1. September zu rermieten [2473 _____________A äusbu cg 1. 8397] Das in meinem Hause in Altenschlirf seit Jahren gutgehende Ladengeschäft mit großem Laden, Lager iuib Wohnräumen ist aLberiveüig zu vermieten. Besichtigung und Auskunft durch meinen Werkführer bortfelbft. Emil Kleiueu. Wohnung, 6—7 Zimmer, mit und ohne Pferdestall zu vermiet. 1087__________Ludwigsplatz 5. 1916] Wohnung im mittl. Stock per sofort oder l.Jilli zu vermieten Bahnhofstraße 61, im Laden. Marktplatz 11 3262 2. unb 3. Stock per 1. August ober später zu vermieten. Die Wohnungen sind neu hergerichtet. Näh, bei D. Kamlnka, Neustadt 19. 04280] Kl. Mansardenw. (zwei kl. Zimm, mit Küche u. em Zimm, ür kleines Geschäftchen au verm. Ecke Gnmbergerstr. u. Wolfstr. 9. 04323] Schöne Wohnung um- tändehalber p. 1. August an ruh. Leute z. v. Grünberger Straße 33. Schöne Mansardeuwotznuug per 1. Juli zu vermieten [3058 ____________Bahnhofstraße 66. 8466] Mansarden - Wohnung, 3—4 Zimmer, an ruhige Familie ofort zu vermieten Näh. Bahnhofstraße 50,1. Stock. 04243] Ein unmöbl. Zimmer zu verm. Katharinengasse 8. | 3 Zimmer Ter 1., 2. und 3. Stock meines neuerbauten Wohnhauses in unmittelbarer Nähe des Nangier- kopfs, bestehend aus je 3 Zimmern, Küche, Speisekammer und Garten- autcil per 1. Okt. zu verm. [3474 Heinrich Bernrhardt, Bauunternehmer, Klein - Linden. 3176] Eine 3°Zimmerwohnung mit Zubehör per 1. Aug. zu verm. Näheres Aslerweg 59, II. 2394] Eine schöne 2-Zimmer- Wohnung, Vorderhaus, Neubau, zu vermieten. SelterSweg 35. Nord-Anlage 1 eine 2-Zimmerwohmmg mit Zu- behör per sofort zu verm. [2662