wr. 73 Zweites Blatt ISS. Jahrgang Montag 27. März 1905 Erscheint Wgllch mit flutno^me bei VonntagS. Die «Sietzeuer Ser „Nordd. Mlg. Ztg." vom 23. März enthaltenen De- merkunben über den Besuch des Kaiser sinTanger und über die deutscyen Interessen in Marokko abzuschwächen, weist die „Nordd. Altg. Ztg." jetzt auf ein Pariser Telegramm der „Köln. Ztg." vom 24. März hin, worin unter Anführung ber)a)iebener Prehäußerungen die in französischen Blättern enthaltene Darstellung besprochen wird, als Ijabe Teleassä den Fürpen Radolin von den Verhandlungen und vom Abschluß des englisch-französischen Abkommens unterrichtet, ferner, als sei der deutschen ^Regierung der Wortlaut des Abkommens mitgeteilt worden, und worin weiter bemerkt wird: Diese Angaben sind zuverlässigen Mitteilungen zufolge durchaus unrichtig. Die französische Regierung hat niemals eine Mitteilung weder an Radolin, noch an einen andern Vertreter des Deutschen Reiches gelangen lassen, die nach Fassung und Inhalt als eine solche amtliche Krnntnisgabe französtschersells über die Verhandlungen oder über den Abschluß und den Inhalt des Abkommens deutscherseits hätten angesehen werden können. Der von der deutschen Regierung in Theorie und Praxis ständig vertretene Standpunkt ist demgemäß auch der, daß sie vom Abkommen kerne amtliche Kenntnis hat. Die „Nordd. Allg. Ztg." bemerkt hierzu: Wir können die RichtigEeit der Mitteilungen der „Köln. Ztg." bestätigen. Nach dem damaligen Berichte Rcü>olins über die erwähnte Unterredung im März 1904 bewegten sich die spontanen Aeußerungen DelcasM im Rahmen allgemein er, unverbindlicher Betrachtungen. Wir waren daher vollkommen berechtigt, darauf hinzuweisen, daß bisher ferne Garantien gegen eine den wirtschaftlichen Interessen Deutschlands nachteilige Aender- ung des Status quv in Marokko vorliegen. Daß ferner der Hinweis auf Tunis angemessen war, läßt derjenige Teil der Pariser Blätter erkennen, der, wie das „Journal des Döbats" ausdrücklich aus Marokko ein Seitenstück zu Tunis machen möchte. Auch was bisher über das Programm der französischen Unterhändler in Fez bekannt geworden i|t, stimmt nicht mit der früheren Versicherung Delcassös, baer vor allem die Erhaltung des Status quo in Marokko anstrebe. Tie spanische Presse brucrr ihre lebhafte Befriedigung über die Reise des Kaisers nach Tanger aus, da in Bremen weite Kreise durch das eigenmächtige Vorgehen Frankreichs in Marokkö stark verstimmt sind. Eine Note der römischen „Tribuna" betont, daß eine ernste Reibung zwischen Deutschland und Frankreich wegen Marokko ganz ausgeschlossen sei. Der deutsch-französiscye Tintenkrieg brauche also niemanden beunruhigen. Der Umstand, daß die sranzösi- schen Offiziösen versichern, die deutschen Handelsinteressen in Marokko seien außer Frage, sei ein Beweis für das bestehende völlige Einvernehnten zwischen Paris und Berlin. Ter deutsche Reichstag lehnte in der vergangenen Woche einige sozialdemokratische Anträge über die Forderung eines Reichskanzlerverantwortlichkeitsgesetzes und eines Gesetzes betreffend den ölufenthalt von Ausländern im deutschen Reichsgebiet ab, stimmte aber einer sozialdemokratischen Resolution zu, welche sich für die Kündigung der Auslieferungsverträge Bayerns und Preußens mit Atuß- land ausspricht. Auch der Zentrumsantrag über die Erhebung Elsaß-Lothriugens zunc Bundesstaate fand Annahme. Ein kolonialer Nachtrags- und Ergänzung s e t a t, der dem Reichstage zuging, fordert insgesamt 62 774 399 Mk., von denen 61610 500 Mk. durch Anleche, 1163 692 Mk. durch Erhöhung der Matri kular- beiträge aufzubringen sind. Tas Gesetz über die Erhöhung der Friedenspräsenz auf 505839 Mann fand im Reichstage Annahme, ebenso der Entwurf über die Äenderung der Wehrpflicht, der die zweijährige Dienstzeit gesetzlich einführt. Der Reichstag stimmte dabei einer Resolution Dr. Müller-Sagan zu, der die alsbaldige Vorlegung eines Gesetzes zur Regelung ber Vorbedingungen für den Einjährig-Frei willigendien st fordert. Bei der Debatte über den Etat des Reichsmilitärgerichts, dem die Zustimmung erteilt wurde, und über den Militar- ctat erklärte sich das Haus für einen Antrag Gröber, welcher einen Gesetzentwurf fordert, der noch vor der Revision des Reichsmilitärstrafgesetzbuches im Militärstrafverfahren mildernde Umstände mit geringeren Mindeststrafen einführen soll. Auch den Anträgen Müller- Meiningen auf Reform des Militärstrafgesetzbuches in Verbindung mit der Zivilstrasgefetzbuchresorm und aus Beseitigung der jetzigen gärten des Militärstrafverfahrens durch Spezialgesetz, sowie aus Vorlegung einer Statistik über den Ausschluß der Oeffentlichkeit im Militärstrasverfahren und Innehaltung der gesetzlichen Bestimmuntzen über die Oeffentlichkeit wurde Genehmigung erteilt. Ern gleichfalls auf der Tagesordnung stehender Antrag Erzberger betr. eine überfichtliche Darlegung der Ergebnisse des Heeres- ergänzungsgeschafts trat in der Debatte, die in einem Redd- duell des freisinnigen Prof. Eickhoff mit den Antisemiten über die Juden in ber Armee unb Mische Reserveoffiziere gipfelte, nicht befonders hervor, würbe aber schließ- lick) angenommen. Abg. Liebermann v. Sonnenberg revo- zierte endlich seine am 7. März v.J. gegen den Israeliten Moses Bier erhobenen Verdächttgungen, in denen er ihn beschuldigt hatte, daß er schuld an der irrtümlichen Behauptung des Generalobersten v. Loe sei, er sei im Besitze des Eisernen Kreuzes. In der Budgetkommission gab der Staatssekretär des Reichs sch atz am tes Frhr. v. Stengel die Erklärung ab, daß der Bundesrat durch die Uebertragung von 4672 Millionen Mark aus dem außerordentlichen in den ordentlichen Etat aufs schwerste beunruhiat sei, und daß er eine Erhöhung der Matrikularlasten befürchte, durch welche die einzelstaatlich e Finanzwirtschaft in Unordnung geraten müsse. Er prach die Bitte ans, daß der Reichstag die bedenkliche Anordnung wieder rückgängig machen werde, was vermutlich auch geschehen wird. .. Die hessische evangelische Landessynode beendigte eine längere Tagung, die hauptsächlich der Beratung des Kirchenvoranschlags für 1906/190u galt. Es ging hierbei Lüttich ruhig ab, selbst die Tatsache, daß die Regierung die von kirchlicher Seite gewünschte Erhöhung ber gegenwärtig 11 Proz. der Staatssteuer betragenden Lanves- kirchensteuer aus 12 Proz., zunächst für das Jahr 1905, nicht genehmigte, gab keinen Anlaß zur Erregung. Diese Erhöhung tat aber auch nicht unvebingt not, denn sonst würde die Erhöhung der Bezüge Der Psarrerwittven und Waisen wobl unterblieben fein. Die Tatsache, daß die orthodoxe Richtung bei den letzten Wahlen eine erhebliche Stärkung erfuhr — infolge ber Teilnahmlosigkeit ber liberalen Kreise — trat bei ber Tagung nicht sehr in bie Erscheinung; im Gegenteil, ber streitbare Pfarrer Wahl von Langen, einer ber Ruser im Streit für die orthodoxe Sache, erkannte an, daß an der Landesuniversitat nur eine Lehrrichtung herrschen solle, und verlangte für die {einige nur eine Professur am Predigerseminar. Bei der Beratung über den Zus ammenschluß der deutschen Landessynoden trennten sich Rechte unb Linke schärfer, denn biese fürchtet zurzeit einen solchen Zusammenschluß, von dem sie nur Veräußerlichung der Kirche unb Streben nach politischer Macht erwartet. Einig waren beide Teile barm, baß bie Staatsregierung aus gefordert werden solle, im Bundesrat gegen den sogen. Toleranzantrag des Zentrums zu stimmen; bei dem Anträge, daß die Geistlichen von der Verpflichtung, den Vorsitz i m S ch u l v o r st a n d zu führen, befreit werden möchten, gingen die Ansichten jedoch wieder auseinander. Der Antrag fand schließlich Amiahme. Im preuß. Abgeordneten Hause stellte Minister v. Budde einen definitiven Mehrüberschuß von 27,6 Mtü. Mark aus den Eisenbahnen in Aussicht, ber auch uns in Hessen zugute kommt. Auf Antrag Arendt übernahm das Haus die Bewilligung der Gelder für die Schulfeste der preußischen S ch i 11 e r f e i e r. Ein unvorhergesehenes Ereignis bildete ber über«, raschend plötzliche Tod des preuß. Ministers des Innern Frhrn. v. Hamm er stein, der an Asthma unb Herzschwäche verschied. Es war feit langen Jahren das erste Mal, daß in Preußen ein Minister in Amt unb Würden gestorben 5st. Sein Nachfolger ist der Oberpräsident der Provinz Brandenburg, Dr. v. Bethmann-Hollweg. Der Fall des liberalen Berliner Pastors unb Dr. theol. hon. causa Fischer, der in der protestantischen Kirche Aufsehen erregt hatte, ist nun vom evangelischen Oberkirchenrat zu Berlin entschieben. Das Konsistormm erhielt in ber Sache Recht, in der Form Unrecht. Der Oberkirchenrat bezeichnete es als Konsequenz der Flsäher'schen Auffaffung der Hellslehre, baß Prediger dieser liberalen Richtung entweder ihre private Ueberzeugung der biblischen Lehre unterzuordnen haben oder aus ber Kirche austreten müssen. Damit ist der Riß der liberalen von der orthodoxen Richtung im Prinzip ausgesprochen. Man muß nun abmarten, welche weitere Folgen die Entscheidung zeitigen wird. Zwei Berliner Pastoren sprachen berells in einer öffenllichen Volksversammlung über die Entscheidung des Oberklrchenrats. Sie erwarten es für unrnögl ich, daß positive Kräfte weiter in einer Kirche verbleiben, in der auch der offenbare Unglaube gelehrt werben bürfe, unb beriefen sich dafür aus Stöcker, der ebenfalls die Trennung für unvermeidlich halte. Außerdem traten die beiden Redner für Trennung von Staat und Kirche ein, da die Kirche nur dann mit neuem Leben erfüllt werden könne, wenn sie vom staatlichen Zwange befreit fei. An bie Vorträge der beiden Referenten schloß sich eine Diskussion, die sich so stürmisch gestaltete, daß ber Vorsitzende bie Versammlung schließlich auflösen mußte. Das österreichische Abgeordnetenhaus stimmte einem Anträge auf wirtschaftliche Trennung von Ungarn zu. Die Deutschen und Tschechen scheinen sich gegenüber Ungarn zu einem gemeinsamen Vorgehen zu vereinigen. Es soll zu einer deutsch-tschechischen Annäherung und Verständigung kommen. Kaiser Franz Josef will sich von den Ungarn auf militärischem Gebiete nichts abhandeln laffen. Kolotnan Szell erklärte nach einer Audienz dem Kaiser, daß er jetzt keine Möglichkeit für die Bildung eines Kabinetts ohne militärische Konzessionen erblicke. Ohne hierzu eine Mission erhalten zu haben, wird jedoch Szell noch einen Versuch bei bet Opposition unternehmen, ob nicht doch eine Annäherung an den Standpunkt der Krone gefunden werden könnte. Der Berliner Botschafter Graf Szögyeny wurde jetzt vom Kaiser nach Budapest berufen. Frankreich hat nun auf Parlamentsbeschluß auch die zweijährige Dien st zeit. Der französische Kriegsminister will jetzt darangehen, auch bie Kriegsgerichte aufzuheben und die Soldatenprozesse in Friedenszeiten vor die Zivilgerichte verweisen. Ein grelles Schlaglicht auf die Lage im Kongostaate warf der Selbstmord des nach Brüffel auf der Heimreise befindlichen Vizegouverneurs Co ft ermann s. Immer mehr Greuel dringen in der letzten Zeit ans Tageslicht. Die Mächte werden nicht umhin können, sich eingehend mit den von der Untersuchungskommission gezeitigten Resultaten zu befassen unb Maßnahmen zum wirksamen Schutz ber Humanität zu vereinbaren. Venezuela hat roieber mal mit aller Welt Unfrieden. Es prozessiert gegen die französische Kabelgesellschast, und ber Präsident des Landes, Castro, betreibt offen deren Verurteilung. Seit Jahr und Tag hält es 5 holländische Malrosen gefangen unb mit Belgien, Italien unb Spanien lebt er gleichfalls in Streit. Der heftigste Konflikt aber besteht mit den Vereinigten Staaten. In dieser Angelegenheit hat er letzthin bie Entscheidung durch ein Schiedsgericht vorgeschlagen, was aller in Washington rundweg abgelehnt wurde. Präsident Castro scheint dem Präsidenten Roosevelt die Monroe-Doktrin gründlich verleiden zu wollen. Daß die Vereinigten Staaten längst nicht mehr so freudig für die Monroe-Lehre entflammt sind, beweist auch bie San Do- mingo-Frage. Zu dieser Angelegenheit ist allerdings jetzt von den Vereinigten Staaten ein mündliches Abkommen erzielt worden, wodurch bie strittigen Fragen bis zur Beschlutz- sassung des amerikanischen Senats über das amerikantsch- dominikanische Protokoll geregelt sind. Zum Schluß Rußland unb der Krieg! Der Zar richtete an feinen geschlagenen Feldherrn Kuropatkin den UtaA, »Erwarten Sie meine weiteren Befehle in Irkutsk." Auf dem Wege dorthin sandte Kuropatkin ein Telegramnr an den Zaren, worin er anbot, als einfacher Soldat gegen die Japaner zu kämpfen. Darauf machte ihn der Zar zum Chef der ersten Armee, für die ursprünglich Gripenbcrg bestimmt war. Der russische Rückzug vollzieht sich unter Linjewitschs Leitung verhältnismäßig in Ordnung. Am 23. März machte die russische Armee südlich von Suepingai Halt. Am folgenden Tage sollen die Japaner den Vormarsch begonnen haben, wobei sie ihr Hauptaugenmerk auf die Eisenbahnlinie und die Flanken richteten. Ein Gerücht erhält sich, daß zwei japanische Armeen rechts und links von der Bahnlinie in großer Entfernung von einander nach Norden vordringen, um die Rusten von Eharbin abzuschneiden. Eine besondere japanische Kolonne soll sich in der Richtung auf Tsitsikao nach Nordwesten bewegen, eine viel stärkere aber östlich von der Eisenbahnlinie. Man befürchtet, daß diese Seiten-Abteilungen die Bahn Charbin-Wladiwostok abschneiden könnten. Zur weiteren Verstärkung der zur Deckung der Kriegsausgaben erforderlichen Geldmittel werden durch Befehl des Zaren der Stnatsrentei- und der Finanzminister beauftragt, eine fünfprozentige innere Anleihe im Nominalbeträge von 200 Millionen Rubel zu emittieren, wovon 100 Millionen Rubel baldigst durch Subskription, deren Bedingungen später bekannt gegeben werden, ailfgebracht werden sollen. Der Krieg wird also fortgesetzt. Dabei mehren sich im Innern Rußlands die Attentate. So wurde auf den Gouverneur von Wyborg in Finnland ein Revolverattentat verübt. In Wyborg wurden viele Verhaftungen vorgenommen. Unter den Festgenommenen befinden sich der Maler- Prokope, der den Attentäter bei sich beherbergt haben soll, ferner ein Student Rissanen. — Die Stadt Bach m u t ist infolge mehrerer am 24. März verübter frecher Raubmorde in äußerster Erregung; fast gleichzeitig sind ein Händler in seinem Laden, ein Bäcker und ein Bauer aus der Straße ermordet worden, und eine Stunde vorher überfiel eine bewaffnete Bande die Wohnung eines Kaufmanns. Und ein englisches Blatt brachte sogar die abenteuerliche Dteldung, die-russischen revolutionären Führer in der Schweiz hätten eine geheime Versammlung in Genf abgehalten, in Der sie beschlossen, sämtliche russische Großfürsten, die öffentliche Stellungen bekeiden, zu ermorden. Die revolutionären Führer hätten ihre Absicht den Großfürsten angekündigt mit dem großmütigen Hinzusügen, daß sie von der Hinrichtung absehen wollten, falls die Großfürsten freiwillig ihre Stellungen niederlegten. Jedenfalls macht Rußland, von dem Japan bereits in dem jetzigen Kriegsstadium eine Entschädigung von 3 % Milliarden Frank verlangen soll, weitere Fortschritte zum Ruin. Das mag eine böse Explosion der Volksleidenschaften werden, wenn erst der Semski Ssobor zusanimenlritt, dessen Wahlordnung man z. Z. feststellt. Am 1. Januar 1906 sollen die Wahlen für die Volksversammlung stattfinden.____________________________________________________________ Kolitische Tagesschau. Vom Zeugniszmang. Der Journalist Stärck in Berlm sollte am Samstag />or dem Untersuchungsrichter Zeugnis oblegen in der Angelegenheit einer Depesche des Kammerherrn Dr. Kekulö von Stradonitz über den lippeschen Thronfolgestreit, deren Veröffentlichung in der »Lippeschen Landesztg." bekanntlich zur Einleitung eines Strafoersahrens vor dem Detmolder Gericht geführt hat. Wie schon in Detmold, verweigerte Stärck auch in Berlin das Zeugnis, worails über ihn eine Geldstrafe von 30 0 Mark und außerdem die Zeugnis- zwangshaft verhängt wurde, deren Vollstreckung sofort begann: Daneben sei folgende Nachricht gestellt: Der Verein Münchner Berufsjournalisten hat m seiner letzten Diitgliederversammlung zur Frage der Wahrung des Redaktionsgeheimnisses Stellung genommen und dann folgende Resolution einstimmig gefaßt: „Die Wahrung des Redaktionsgeheimmsses ist Ehrenpf licht eines jeden Redakteurs. Stellt fich unzweifelhaft heraus, daß der Gewährsmann die Rebaktion in arglistiger oder böswilliger Absicht falsch berichtet hat, ist der Redakteur nicht an das Redaktionsgeheimnis gebunden. Verträge mit Journalisten, die die straf- und zivilrechtliche Verantwortung dem journalistischen Mitarbeiter überbürden, widersprechen den guten Sitten." * Die Matrikular.Beiträge. Daß die BudgÄ-Komnni| loh des Reichstags das Defizit herav- ttLinbern und eine Zuschuß-Anleihe tunlichst zu vermeiden sucht, ist anerkennenswert. Aber daß man dabei die E i n z e l st a a t e n als Packesel benützen will, denen man finanzielle Lasten bis zur Unerträglichkeit aufbürden möchte, verdient denn doch energischen Widerspruch. Die Rücksichtslosigkeit, mit der die Kommission die Matritularbeitrüge hinaufschraubtc, wurde selbst dem Staatssekretär Frhrn. v. Stengel zu bunt, und er meinte, die Einzel st aaten würden daourch „überlastet". Sein Wunsch, daß das Plenum des Reichstags etwas einsichtsvoller verfahrt und zu einer Verständigung die Hanb bietet, geht hoffentlich in Erfüllung; denn es liegt ein Maß in den Dingen, und die einzelstaatlichen Finanzen, namentlich in den mittleren und kleineren Gliedstaalen, können eine weitere Inanspruchnahme für Reichszwecke absolut nicht ertragen. Zu wünschen wäre, daß auch die.Herren Reichstagsabgcordneten aus den Einzelstaaten ihrer Pflichten als Volksvertreter genügen und bei den entscheidenden Plenarsitzungen ihr Votum in die Wagschale werfen möchten. Eine Pflichtversäumnis tonnte sich gerate in dieser so bedeutsamen Angelegenheit recht bitter rächen. Ziursch-AfiiLa. Kamerun. Nach einem Telegramm des Gouverneurs von Kamerun boxn 24. März ist die Lage im Schutzgebiet seit dem Telegramm vom 13. März, wonach jede unmittelbare Befürchtung ausgeschlossen war, unverändert. Mit der Möglichkeit eines Buli-Angriffs wird gerechnet. Deshalb wurde strikt verstärkt. Vorläufig ist alles ruhig. Die Verwaltung im Südoften hat unter Hinweis auf die Gärung an verschiedenen Stellen und auf dre im November vorigen Jahres erfolgte Er mordungdesKaus manns Kundenr eich gleichfalls Verstärkung erhalten. Die Ermordung .stundenreichs ist der einzige Fall von Unruhen, welchen der Gouverneur aus die ausdrückliche Ausiorverung der Kolomalabteilung namhaft gemacht hat. Nach über Kongo hierher geiauglen Prioatnachrilchen ist eine ausreichende Sühne durch Bestrafung der beteiligten Eingeborenen bereits erfolgt. Die „Nordd. Mlg. Ztg." fdyreibt dazu: In Anbetracht dieses Sachverhalts ist es unerfindlich, wie die „Nat.-Ztg." die alarmierende Mitteilung von dem Ausbruche allgemeinen Aufstandes in Südkamerun in die Welt setzen konnte, und wie sie $u der Behauptung kam, daß spätestens am 21, März die amtlichen Stellen im Besitze der Nachricht über den Ausbruch dieses angeblicher: Aufstandes gewesen seien. Was die Ernwrdung des Knuden reich anlangt, so hat sich dieser Fall am 21. Viovenwer 1904 ereignet, imd zwar in der äußersten Südostecke von Kamenm, die durch Hunderte Meilen unbewohnten Urwaldes von dem übrigen Schutzgebiete getrennt ist. Jeder Zw- lammeichairg dieses Falles mit einem allgemeinen Aufstande ist deshalb der Natur der Sache nach gänzlich ausgoschlofien. Eine amtliche Berichterstattung des Gouverncitrs in dieser Angelegenheit l)at bisher nicht vorgelegen und konnte nicht vorliegen, da die Verbindung zwischen dem Gouvernement und obcr Sanga- Ngoko-Station außerordentlich schwierig ist und längere Zeit erfordert. Dagegen sind der Südkamerun-Gesellfchaft über Kongo Nachrichten über dies Vorkommnis und über die erfolgte Bestraf- mig der Eingeborenen vor einiger Zeit zugegangen. Siidwestafnka. Berlin, 26. März. General v. Trotha befindet sich aus dem Wege nach Dem südlichen Kriegsschauplätze; er ist am 25. Mürz von Nehoboth nach Kub abmarschiert. Nach einer Meldung des Generals aus Rehoboth vom 25. März haben die Gefechte vom 10. und 11. März, in den Kuras-Bergen den Erfolg gehabt, daß sich die Bande Morengas nach allen Setten zerstreute. Oberst Deimllng hatte die Absicht, die Orte Hasuur, Garabis, Stinkdoorn, Kalk- sontein, sowie die Karasberge und Hurub mit kleinen gemischten Abteilungen zu besehen, um die Gegend weiter vom Feinde zu säubcru. Major v. Kamptz kehrte mit dem Rest der Truppen und Beutevieh nach Keetmannshoop zurück. Aus dem Wege dorthin wurde er am 19. März östlich vou Hurub von etwa 100 Hottentotten angegriffen, von denen infolge der günstigen Artilleriewirkung 50 sielen; diesseits sind drei Reiter gefallen und einer verwundet worden. Am 22. März wurde die Abteilung Kamptz wieder von 150 bis 200 Hottentotten erfolglos angegriffen; diesseits siel ein Bur^ vier Reiter und ein Bur wurden verwundet. Die feindlichen Verluste konnten der Dunkelheit wegen nickst sestgestellt werden. Leutjchcs Neich. Berlin, 25. März. Im Privatgarten des Kaisers beim Neuen Palais, wo bereits ein Standbild der Kaiserin m Lebensgröße ausgestellt ist, werden in der Kürze zehn Hermen, römische Kaiser darstellend, zur Ausstellung gelangen. — Minister v. Bethmann-Hollrveg ist der Abkömmling eines niedersächsischen Patriziergeschlechts. Die Bethmanns sind ein altes Goslarsches Geschlecht, das in der alten Kaiserstadt zuerst 1416 erscheint. Conrad Bethmann (geboren 1652 in Goslar und gestorben 1701) war Münz- meister beS Fürsten von Nassau, des Deutschen Orbens unb des Kurfürsten in Mainz. Die vier Kinber seines Sohnes Simon Moritz, fürstlich nassauischen Amtmannes, kamen nach bem Tobe ihres Vaters zu ihreni Oheim Jacob Abami in Frankfurt a. 2)1. Nach feinem Tobe setzten Johann Philipp unb Simon Moritz bas Geschäft ihres Oheims fort unb firmierten feit 1748 „Gebrüder Bethmann", welchen Warnen die Firma bis auf den heutigen Tag hat. Unter Simon Moritz (1768 bis 1826) gelangte die Firma zur höchsten Blüte unb behüte ihre Geschäftsoerbinbungen, namentlich biirch das Bankgeschäft, auf alle Erdteile aus. Er würbe 1808 vom Kaiser von Oesterreich geadelt. Von seinen brei Schwestern heiratete Susanne Elisabeth (f 1831) im Jahre 1780 ben Affoeiß der Firma Gebr. Bethmann, Joh. Jac. Hollweg, der Flamen unb Wappen der Familie annahm unb so Stifter ber Linie Bethmann-Hollweg würbe. Sem Sohn war ber Kultusminister Moritz August v. Bethmann-Hollweg. Dieser war von 1819 bis 1829 Prioatbozent unb bann Professor an ber Universität Güttingen. Der jetzt zum Mi- mfter des Innern ernannte Dr. v. Bethmann-Hollweg ist ber Enkel Moritz Augusts. Essen a. N., 25. März. Bei der Löhnung auf der Sti nncszeche „Bruch st raße" wurden ben im Ausstande gewesenen Arbeitern nachträglich drei Schichtlöhne wegen Kontraklbruches ein gehalten. Unter den Arbeitern herrscht herüber starke Erbitterung. Keer und Aiotte. — Generalleutnant z. D. Theobor v. Niesf sieht am 1. April ben Tag wieberkehren, an welchem er vor siebzig Jahren seine militärische Laufbahn begonnen hat. Der in Berlin lebende Jubilar, am 5. Juli 1816 zu Wetzlar geboten, trat bei ber damaligen 4. Artilleriebrigade als Kanonier ein. 1856 zum Hauptmann befördert, war er von 1856—58 beim Gouvernement in Mainz kommandiert, wo er sich bei Gelegenheit ber großen Pillverexplosion in hervor- uogenber Welse auszeichnete. 1859 in bas Kriegsministerium berufen, würbe er 1865 Chef der Abteilung für Artillerie- angelegenheiten. Vor Paris würbe ihm am 26. September 1870 der Posten als Kommanbeur der Belagerungsarlillerie vor ber Südfront übertragen. Im Felbzuge verwundet, würbe er im Dezember 1871 Kommandeur ber 4. Arttllcric- brigade, 1872 Kommanbeur ber 4. Felbartillerie-Brigade unb 1873 mit Pension zur Disposition gestellt. Im Jahre 1895 wurde ihm der Charakter als Generalleutnant verliehen. Unter vielen 2luszeichnungen ziert bas Eiserne Kreuz 1. Klasse bic Brust des bald 90jährigen Generals. — Ter Kaiser hat ben Prinzen Christian von Hessen-Philippsthal §um Leu tnant zur See ernannt. Prinz Wilhelm von Hessen war in vierter Ehe niii der Prinzessin Auguste zu Schlesivig-Hollteln-Lonherburg- Glücksburg vermählt; aus biejer Ehe ist em Sohn, ber genannte Prinz Christian (geboren am 16. Juni 1887) entsprossen. Paris, 25. März. Der frühere Marineminister Lockroy ivieberholte vor bem Bubget-Ausschuß bie Gerüchte, wonach Pläne von Unterseebooten aus bem Niarine- ministerium verschwunben finb. Jnsolgebessen beschloß ber Ausschuß, eine Untersuchung einzulerten. '______________ F'arlamerttarijches. Berlin, 25. März. Die Bubgetkommission des Abgeordnetenhauses hat beschloßen, den bei der Beratung bes Etats der Erjenbahnvetivaltimg vorn Abg. Oeser u. Gen. gestellten Antrag auf bessere Bezahlung deS Nachtdienstes im Eisenbahnwesen unb auf Gewährung einer ausreichenden Ruhezeit für die im Nachtdienst beschäftigten Beamten und Arbeiter bet Negierung zu überweisen. Petitionen von Bahnsteigschaffnern routbenr soweit sie eine Teuerungszulage verlangten, der Negierung zuv Erwägung überwiesen. Kirche und -chule. — Die Kurie verbot den Katholiken den Beitritt zum Guttemplet-Orben. ...... " ■ " ■ ----■!!--------^-L_!ü£ .■ 1 . . verrnijehteA. ** Der generöse Gr a f von und zu Nidda, der sich, wie wir bereits berichtet haben, in Kassel dadurch bemerkbar machte, daß er das Geld mit vollen Händen tatsächlich auf die Straße streute, hat aus Auordnung der Polizei Kassel verlassen müssen und ist nach Darmstadt abgereisü Von seinen eigenartigen Passionen weiß die „Weser-Ztg," noch zu berichten: Am Vormittag schon pflegte er auf dem Konigsplatze auf- und abzugehen, zeitwellia stehen bleibend und unverwandt in bie Sonne starrenv und dann wieder eilfertig hin- und herrennend. Begegnete ihm dabei eine dürftig aussehende Person, so pflegte er dieselbe, gleichviel ob Mann oder Frau, anzuhalteu und zu fragen, wie hoch sich ihr täglicher Verdienst belaufe. Gaben die so Gefragten weniger als 5 Mk. an, so griff er in die Tasche und drückte den erwartungsvoll vor ihm Stehenden ein Geldstück im Werte von 5 bis zu 20 Mk. mit der Bemerkung in die Hand: „Ihr Verdienst ist zu gering. Nehmen Sie das und kommen Sie morgen wieder." Daß die so Ausgeforderten der Aufforderung gern entsprachen, laßt sich denken. Da der Fremde dieses seltsame dfebaljren aber mehrere Wochen hindurch sortsetzte, wuchs die Zahl derer, die „morgen wiederkommen" sollten, immer mehr an, und da sich am Ende auch noch viele Hinzuge-? \eilten, welche nicht aufgefordert waren, geschah es, daß der Königsplatz alltäglich schon in den Nachmittagsstunden und bis zur neunten Abendstunde von Hunderten teils Eingeladenen, teils Neugierigen belebt war, welche stundenlang nach dem Eingänge des Gaschoses hinüberstarrten, bis der freigebige Graf erschien und seine Spenden austcilte. Ta sich unter der Menge auch mancherlei Gesindel befand, lag für die Polizei die Befürchtung nahe, daß es leicht zu Exzessen kommen könne, unter welchen die Person des Fremden selbst zu leiden haben werde. Dem zu begegnen, wurde schon seit längerer Zeit ein Aufgebot von zehn bis zwölf Schutzleuten auf dem Konigsplatze verteilt, eine Maßregel, die um so fataler für die Polizeibehörde war, als tatsächlich ein Mangel an Aufsichtsbeamten besteht, infolgedessen man die so Verwendeten an Stellen wegnehmen mußte, wo sie ebenfalls nötig waren. Nachdem die Polizei den Grafen nicht gütlich zur Abreise bewegen konnte, mußte sie ihm schließlich Zwaug androhen, dem er nun gewichen ist. lieber die Persönlichkeit des Fremden verlautet, daß derselbe in verwandtschaftlichen Beziehungen zum Groß' Herzog vou Hessen stehe, früher Rittmeister in einem preuß. Kürassierregiment gewesen und bei einem Rennen auf ben Kops gestürzt sei, insvlgedessen sich ein geistiger Defekt bei ihm einstellte. Erfurt, 26. März. Für das vom 28. bis 30. Juni hier im Schützenhause ftattfmbenbe fünfte deuts che Pisto len-Bundesschie ßen übernahm der Kronprinz das Protektorat. Ferner gestattete ber Kronprinz die Prägung keines Bildes auf den zu Schießpreisen zur Ausgabe 1'ommenoen silbernen Medaillen. Auch einen Ehr erweis hat ber Kronprinz gestiftet. Ai luversttäts-Nachrichten. Frankfurt a. M., 26. Mär-. Der Chefarzt des städtischen Krankenhauses Professor v. N o o r d e n hat die Einladung erhalten, im Oktober an der Newyorker Universität sechs bis acht Vorlesungen über Stoffwechsel und Ernährungsstörungen mit besonderer Berücksichtigung der Zuckerkrankheit p halten. Die Kosten dieser Vorlesungen werden ans einer Stiftung öe- slritten, die Prof. E. A. Herter in Newyork der Universität zum Zwecke der §)eranziehung ausländischer Gelehrten zu Vorlesungen über Medizin und naturwiffenschaftliche Themata vor zwei Jahren gemacht hat. Im letzten Jahre, wo die Bestimmung zum ersten Male in Kraft trat, waren zwei englische Gelehrte emgeladen; in diesem Jahre sind es Prof. v. Noorden unb ber Pharmakologe "l>rof...M e y e r, früher in Marburg, fetzt in Wien. Kirchliche Aachrichreu. Montag ben 27. März, abenbs 8 Uhr, B i b e l st u n b e im Konfirmanbeusaal ber I o h a n n e s k i r ch e. Piarrassistent Schulz. _ Kandct unO KelLeyr. Ao.-tswirlschaft. Isenburger Stabtanleihe. Tas Bankhaus Hermann Wertheim, in Marburg a. L., übernahm mit seiner Franknirler (Sommanbite ber Firma Jakob Wolf & Co. sowie dem Bankhause S. I. Werthauer jr. 9iaa)s. Kassel, Alk. 500,000. — 3'/, % Reu- Jseuvurger Stadt Anleihe, von denen ein Teilbetrag zur Eon- uerfion eines alten 4 °/0 Anlehens verwandt werben soll. Die Zu- lafjung ber Anleihe an der Frankfurter Börse wirb Demnächst ve- anlragt werben, neeende. Verhütet r'-hiL Darmkatarrh. für Kinder, Krafi u.beseiti£b:Dtar?hop, Rne omd Hochzeit Seidenstoffe, neueste Genres in schwarz, weiss and farbig. Verlangen Sie Muster. Seiden-Grieder-Zürich. Hechten Ich teile Ihnen mit, dass meine Frau sich auf den Gebrauch der Obermeycts Herba-Seife sehr gut befindet und kann dieselbe nur sehr empfehlen. _ , . Joseph Härter I. in Molzhain. Z. h. i. a. Apoth., Drog, u. Part p. St 50 Pfg. u. 1 Mk. Obermeyer & Co., Hanao. 1624 Grosse Auswahl in Konfirmatioiistjeschei\ken vom billigsten bis zum feinsten Genre empfiehlt Juwelier Brück Kreuxplat£ 8 Die .Haupt- unb SchHißNasstuzmhkrng der 5. Hessisch^ Thüringischen Staatslotterie beginnt bereits am 3. April b. I. Die Interessenten »eiben auf btt rechtzeitige JtoSerneuevunr aufmerksam gemacht. 05 J Statt jeder besonderen Anzeige lern Katz nach langem, schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden heute sanft verschieden ist. Die tieftrauernd Hinterbliebenen Die Beerdigung findet Dienstag den 28. März, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des israelitischen (alten) Friedhoies aus statt v-7. Todes-Anzeige Heute früh 1 Uhr entschlief sanK nach langem Leiden ine liebe Gattin, unsere gute Mutter, Großmutter, B”/8 und Bekannten tiesbetrübt mitteilen. 01906 versteigert 1622 A. Bau- und Nutzholz. Eichenstämme mit Cbm. Inhalt, tf u Fichten-Derbstangen 81 8,34 Ebm. Inhals 38 Eichenstämme mit 5. H 3 Rm. Kiefern 16 Hausen, den 27. Aiärz 1905. 01903 M. Elias. h»ru/g WMWW W Mittwoch den 29. März 1905 von vormittags an aus den Distrikten Aspenstrauch und Neuer 27 1 1 11 Kiesernstamm Buchenstamm Fichtenstämme 13,79 0,86 1,32 2,11 3,70 V n u D n n » H V u 1/ V H V u If II * L 43 Kiesernstämme 82 Fichtenstämme 390 Fichten-Derbstangen 2 Weymuthskiesern Rm. Elchen-Nutzscheiter meine liebe wuum, unicic hiuc a Urgroßmutter und Schwiegermutter 15,23 26,82 15,71 0,07 2,10 Lich, den 23. März 1905. Großhct ogltmes Amtsgericht. Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die traurige Mitteilung, dass mein innigstgeliebter Gatte, unser unvergesslicher Vater, Grossvater und Bruder Giessen (Süd-Anlage 15), Darmstadt, Mannheim, Singapore, Brüssel, den 26. März 1905. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Johannes Stoll. Gießen (Katharinengasse 12), 26. März 1905. Tie Beerdigung findet Dienstag, 28. März, nachm. 2 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. ; *• • Frau Margarethe Sto§3s geb. Keibert, ini Alter von 74 Jahren, was wir hiermit Verwandten Todes Anzeige Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe, herzensgute Frau,^unsere gute, unvergeßliche, treusorgende Mutter, Tochter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Elise Wcndland, gcb.WjniM nach langem, schwerem, mit großer Geduld getragenem Leiden heute morgen 8% Uhr zu sich zu rufen. Um stilles Beileid bitten 1668 Die tieftrauernde« Hinterbliebenen. Heinrich Wendland neost Kinder. Gießen (Schiffenbergerweg 71), den 27. März 1905. Die Beerdigung findet Mittwoch den 29. März, nachm. 2 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. Bekanntmachung. Betr.: Maßnahmen gegen Die Toluvur, hier: Hrmdesperre in Gießen. Am 21. d. M. wurde aus der Stadt Gießen ein Hund in die hiesige Veterinäranstalt eingeliefert, welcher dort- selbst getötet wurde, weil bei ihm Tollwutverdacht vorlag. Aus Grund des § 20 der Reichsinstruttion zum Viehseuchengesetz wird deshalb für den Bezirk der Stadt Gießen und der dazu gehörigen Gemarkung angeordnet, daß alle Hunde festgelegt oder mit einem sicheren Maulkorb versehen an der Leine geführt werden. Tollwutverdächtige Tiere sind von dem Besitzer oder demjenigen, unter dessen Aussicht sie stehen, sofort zu töten oder bis zu polizeilichem Einschreiten in einem sicheren Behältnisse einzusperren. Tie Hunde dürfen ohne polizeiliche Erlaubnis nicht in eineandere Gemarkung verbracht werden. Zuwiderhandlungen gegen diese Anordnung werden mit Geldstrafe von 10 bis 150 Mk. oder mit Haft nicht unter einer Woche bestraft. Die Benutzung der Hunde zum Ziehen ist unter der Bedingung gestattet, daß dieselben fest angeschirrt, mit einem sicheren Maulkorbe versehen und außer der Zeit des Gebrauchs sestgelegt werden. Tie Verwendung von Hirtenhunden zur Begleitung der Herde, von Fleischerhunden zum Treiben von Vieh und von Jagdhunden bei der Jagd kann unter der Bedingung gestattet werden, daß die Hunde außer der Zeit des Gebrauchs (außerhalb des Jagdreviers) festgelegt oder mit einem sicheren Maulkorbe versehen an der Leine geführt werden. Hunde, welche diesen Anordnungen zuwider frei umher- laufcnd betroffen werden, können auf polizeiliche Anordnung getötet werden. Gieß en, den 22. März 1905. Großherzogliches Poltzeiamt Gießen. Herberg. Holzversteigerung. In den Mitgebrauchswaldungeu der Gemeinde Treis a. 2. 4 Rm. Eichen-, 2 Rm. Buchen-Nutzscheiter. B. Brennholz. 197,9 Rm. Buchen-, 27 Rm. Eichen-, 2 Rm. Kiesern- Scheiter. 77 Rm. Buchen-, 8 Rm. Eichen-, 1 Rm. Aspen-, 2,5 Rm. Lärchen-Knüppel. 16 Rm. Buchen-, 1,5 Rm. Eichen-, 2,5 Rm. Fichten-Stöcke. 379 Rm. Buchen-, 79 Rm. Eichen-, 10 Rm. Kiefern-, 10 Rm. Aspen-Zopfceis. 10 Rm Buchen-, 20 Rm. Aspen-Stammceis. II. Donnerstag den 30. März 1905 von vormittags 9 Uhr an ans den Distrikten Buchwald, Alte Untier Heege, Hainbuch uud Dodenberg. A. Bau- und Nutzholz. Danksagung. Für die überaus herzliche Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unseres teuren Bruders Karl HaE’msch sagen wir nut diesem Wege für die vielen Blnmenspenden, sowie dem Gesangverein und seinen Mitarbeitern für die ihm erwiesene Ehre, insbesondere für die trostreichen Worte des Pfarrers Hake am Grabe unseren innigsten, tiefgefühltesten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. werden I. 9 Uhr Wald. B. Brennholz. 1 Rm. Buchen-, 59 Rm. Eichen-, Bekanntmachung. Konrad Krausch II zu Birklar ist aus dem Vorstande der Spar- und Darlehnskasse zu Birklar, eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht, ausgeschieden. An seine Stelle ist Heinrich Rumpf zu Birklar getreten. Eintrag in das Genossenschaftsregistec ist erfolgt. IsmrMer Pädagogium Darmstadt, 53 tzeerdweg 53. Vorbereitung zum Einjährigen-, Primaner- und Abiturienten- tzrxamen, sowie zum Eintritt in miniere und obere Klassen höherer Kuranstalten. Eintritt ederzeit. SeitJahren die besten Erfolge. Höhere MgeWle zu W-Nauheim. Der Unterricht beginnt Dienstag, den 2. Mai 1905, vormittags 8 Uhr. In die unterste Klasse können Knaben und Mädchen ausgenommen werden, welche das 3. Schuljahr vollendet haben. In die übrigen Klassen können nur Mädchen ausgenommen werden, entsprechendes Lebensalter und Vorbildung vorausgesetzt. Die Anstalt umfaßt sieben Jahresklassen und bereitet in der oberen Klasse Mädchen zum Eintritt in die Lehrerinnen- Semmare in Darmstadt und Mainz vor. Das jährliche Schulgeld beträgt, Aenderungen vorbehalten, für die unterste Klasse 72 Mark und für jede höhere Klasse 12 Mark mehr. Anmeldungen werden von uns während der Amtsstunden, wie auch schriftlich, entgegengenommen. Hierbei sind vorzulegen: Geburtsschein, Impfschein (bei Schülerinnen über 12 Jahre die Bescheinigung der Wiederimpfung) und erforderlichenfalls Abgangszeugnis der zuletzt besuchten Schule. Für Auswärtige vermittelt die unterzeichnete Stelle auf Wunsch Aufnahme in Familien. Bad-Rauhetm, den 25. März 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei Bad-Muheim. Dr. Kayser. v-V» Scheiter. 4 Rm. Buchen-, 47 Rm. Eichen-, 53 Nm. Kiefern-, 3 Rm. Aspen-Knüppel. 5 Rm. Buchen-, 177 Rm. Eichen-, 141 Rm. Kiefern-, 5 Rm. Aspen-Zopsreis. 4 Rm. Elchen-Stöcke. Zusammenkunft ist am ersten Tage im Distrikt Neuer Wald bei Nr. 649 des Brennholzes. Am zweiten Tage aus dem Busch bei Nr. 2 des Brennholzes. Treis a. L., den 24. März 19U5. Großherzogliche Bürgermeisterei Treis a. L. _______________Benner. j ur Ä Küche För Kontor Deutsche Arbeiter-Seife Werkstatt^ zum gründlichen und schnellen Reinigen der Bände. 1 Pack =s 12 Stück .Eine Mark. 1366) Adler-Drogeri©, Seltersweg 39, Otto Schaaf. Alle Ban- und Kanalbau-Artikel liefert zu billigsten Preisen JE Mill ZSOTS'fcj Gieße«, Liebigstraße 51, Riegelpfad. 1065 ■ B”/3 Telephon Nr. 47. B"/s , Klavier: Lager tu technischen Artikeln. Stimmen B”/< in F. Ad. Richter & Cie^ Rudolstadt. hv"/» Ederstrasse 8. Asterweg 47. Möbel aller Art. 1663 Born, Gerichtsvollzieher. von 4—200 Pferdekräften. zWmMkr.ono kassieren, Elektrisftren, all. Arten Liebigstraße 63 wiW sauder uiib schonend Marktplatz 21 u, gegenüber der Dec heutigen Ausgabe liegt ein Prospekt der Handelslehraustalt Kirchheim-Teck bei. Ihv“/. Engelapocheke. 01601 M 3n Qord tmd Sud.In DH und Welt SÜt eKaoollUh nur ols das Belli Fdbrfltf ffitfbn Bogsburg unübertrotten tum kochen, braten o. backen 'M'.. ■ -r&. haben Fn allen ein. fchldgigen GeWidHetl FRIEDRICH WILHELM ^ENGELS -X* 50000 Stück liebe Bürgermeisterei Gießen. V.r Eurschmann. Reparieren Polieren tadelloser Ausführung- durch D1/1 Stätttffches Tiefbauamt. B r a u b a ch. Silberstahl-RasiermesBer w. Abbildung aus Prima Silberstahl geschmiedet m. feinster Fantasie-Schale, 6 Jahre Garantie, versende ich zu dem Ausnahme-Preis von Mk. UM) Porto 20 Pf. extra bei Mittwoch de« 29. März 1905, nachmittags 2 Uhr, werden im Biekerischen Saale versteigert: 1651 L 1 öofa, 1 Schreibtisch, 1 voll- ständ»ges Bett. 1 Glasschrank rmd andere Mbbel, 1 Pianino, 1 Theke mit Marmorplatte, 2 geschnitterre Etichenstämme. II. mehrere Mille Hi-arrr«, 1 Aquarium, 4 Armbänder, 2 EoltterS, 1 geschliffenes Granatvollier, 1 Armband mit gotd. Kettchen, 1 Herrenmedaillon. Die Versteigerung unter II. findet bestimmt stau. Geißler. Gerichtsvollzieher. nascht sauber unb schonend bet soliden Preisen. 140 Kein tägliches Sdiuhpuhen mehr! Völlig k'iurefrei? Das Beite fürs Leder ? 6G°/o Erspaml» gegen Butteri Seife: la. weiße Kernseife bei 6 Pfd. 22«-,bei 10 Psd. 21l/si, la. gelbe Seife beibPsd.Sl«-,beil0Pfd.AP/,4. la. weiße Schmierseife bei 5 Pfd-174, bei 10 Pfd. in schon. 10 Pfd. Zinkeimern L&U, la. gelbe Schmierseife betdPid. ISO, bei 10Pfd. 15%^, in schou.10 PfdLinkeilnerr, 1.744. L Steinhäuser, Telefon 346. [18M1 Nene Bäue 17. PALMIN tonst» Pflanzenbutter Verdingung. Die Pflaster- und Chuusfier-Arbeiten für den Ausbau der Seplerstraße sollen ' Mittwoch, den 5. April d. I., vormittags 11 Uhr öffentlich vergeben werdest. Arbeitsbesthreibung imb Bedingungen liegen inährend der Dienststunden bei uns auf Zimmer Nr. 6 zur Einsicht auf. Angebot« auf Vordruck, der daselbst erchältltch, sind spätestens bis zum obeugenannlen Zeitpunkt an uns einzureichen. — Zuschlagssrist Z Wochen. Gießen, den 25. Aiärz 1905. Verdmguug. Der Anstrich der ftäbt Sprengwagen und Kchrichbvagen soll Samstag, den 1. April d. I., Vormitta- S U1/, Uhr ^artlid) vergeben werden. Angebote aus Vordruck, der bei uns erhältlich, sind spätestens bis zum obengenannten Zeitpunkt an uns «»zureichen. — Zuschlagssrist 14 Tage. Gießen, den 23. Marz 1905. Warnung. Wer nicht durch Nachahmungen geschädigt sem will, der nehme beim Einkauf der Richter'schen Anker-Hausmittel nur solche Schachteln au, die deutlich mit der berühmten Fabrikmarke Auler versehen sind. Findet man unsre seit mehr als 35 Jahren rühmlichst bekannten Anker-Hausmittel, wie z. B. Arrker-Aorrchelhorrig (bewahrtes Hustenmittel), usw. am Platze nicht vorrätig, oder sollte versucht werden an Stelle des echten Fabrikats eine lltachahmung aufzudrängen, dann wende man sich gefälligst direkl an urrs und werden wir sodann für billigste Zustellung sorgen. MMMckr- Mii WMergeM Gust. Belitz, Mite«* Steinstraße 65. Gießen. Steiustraße 65. AuWrimg aller ins Fach eiaschlagenöen Arbtiten. Prompte Bedienung. Gediegene Ausführung. Eivile Preise. 1333] Auf Wunsch Original-Skizze» und Kostenanschläge. g Stück portofrei, gegen Nachnahme oder vorher. Ein- Sendung des Betrages. Geld zurück od. Umtausch wenn nicht gefällt. Grosser illustrierter Katalog, viele Neuheiten, auch Wäsche u. Weisswaren über 3000 Nummern ganz umsonst und portofrei. Eine ganze Rasiergarnitur polierter Holzkasten verschliessbar mit Silberstahlmesser, mit 5 jähr. Garantie. Pinsel. Seife. Streichriemen, alles zusammen nur Mk. 2.50. Dieselbe Einrichtung mit Sicherheits-Rasiermesser Mk. 3.—. Friedrich Wilhelm Engels, Stahlwarenfabrik, Niimmen-Gräfrafh b. Solingen No. -43. Verehrte Hausfrauen seid vorsichtig beim Einkaut Das Beste für die Wäsche ist Oeifarben nicht uachklebeud, Parkktimchs — Parkettwachs — ohne Glätte sowie alle sonstigen Artikel zum Austreicheu und Wichsen der Fußböden bei 070 Emil Fischbach. Wichtig für Pappdächerbesitzer * Aeternol ist ein vorzüglich bewähtter, bestempfohlener Ansttich für alle und neue Pappdächer. Aeternol laust und tropft nicht. Aeternol reißt u. springt nicht. Aeternol kann kalt verarbeitet werden. Aeternol ist im Verbrauch billiger wie Teer, da ein Anstrich damit mehrere Teeranstriche ersetzt. Mit Aeternol braucht ein Pappdach nur alle 5 Jahre gestrichen zu werden. Aeternol ist daher der vorteib Hafteste Anstrich für Pappdächer. 968 Sack & lughardt Cementwarenfabrik Baumaterialien-Blandlg. Emser Pastillen! Emser Kränchen - KesseibrumMO-Pasulki sowie Emser Pastillen mitPlouM beide unter Staatskontrolle in den eigenen Betrieben des Staates mit rein natürlichem Emser Quellsalz- 88 V1 hergestellt. Natürlich es Emser Quell sali (fest und flüssig) in Flaschen. Zu haben in allen Apotheken, Drogerien u-Mineralwasserhandlungen. Kgl. Badeverwaltung Ems. Zirka 8/4—iy2 Pfennig pro Stundenpferd. Viel billiger ah Dampf. Sehr grosse Anzahl im Betriebe mit glänzenden Zeugnissen. WotorenfaM Stimm! .16. Oberursel bei r'rauKfurt a. M. Pläne und Kosten oereciinungen kostenlos. Versteigerung. Dienstag den 28. März, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahllmg: 1 Drehbart k, 1 Blitzableiter- Prüiungsapparat, 1Ö0 Gas- zylinder, 1 Fahrrad u. 25 Mille Zigarren, 11 Kippwagen, 1 Billard, 1 Dutzend Korsetten u. Kernleder Treibriemen in vorzüglicher Qualität liefert Karl Haardt, Dillenburg. Prompte Lieferung ab Lager. Vorteilhafte Bezugsquelle für BflUNllvoÜ-, KllMttthülU- und Valata-Treibriemeu, sowie Holzriemscheiben. Vorztiglichltc ticderpuij-Creme äva I ier Einen grossen Posten Gardinen in creme und weiss zu bedeutend herabgesetzten Preisen Bestickte creme Gardinen abgepasst per Fenster von Mk. 8.— atu Spachtel-Stores Rouleanzstoife Vitragen Madras-Stoffe etc. Dekorationen Teppiche Linoleum Carl StUckrath, Möbelfabrik Gießener Kreiw. Kenerwrhr. Mckliche HsHt-Lersmililmj findet am Montag den 3. Älprtt, abends 81/, Uhr, im Nestau- rant Gambrinus (A. Albold), Kirchstraße, mit folgender Tagesordnung statt, wozu wir die Kameraden hiermit einladen: 1) Jahresbericht. 2) Rechnungsablage für 1904/05 und Entlastung des Rechners für 1904/05. 3) Voranschlag für 1905/06. 4) Ergänzuirg des Vorstandes. 5) Dienstauszeichnungen. 6) bOjahr. Stiftungsfest. 7) Etwaige Anträge gemäß § 12 der Statuten. In Uniform, Dienstanzug. B'”/„ Der Borstand. Bekarmturachung. Die HeichelheinPsche Stiftung. Aus obiger Stiftung sind am 19. Jmri d. IS. die halbsährigen Zmjen mit 525 ML an eine in Gießen wohnhafte, würdige und beburftige iSraelttische Familie oder Person zu vergeben. Anmeldungen werden bts 15. April aus unserem Geschäftszimmer, Reuen Baue 25, entgegen genommen. Arbeitsmrgetmng Die nachstehenden Arbetten zur Erbauung einer Leichenhalle für die israelitische Gemeinde Gießen sollen B36/8 Samstag, den 8. April d. Js^ vormittags 10 Uhr, öffentlich vergeben werden: 1. Spenglerarbeiten, 2. Dachdeckerarbeiten, 3. Herstellung der Blitzableiter- atllage, 4. Schlosserarbeiten, 5. Kunsffchrniedearbeiteu, 6. Schreinerarbeilen, 7. Gtaierarbeiten, 8. Welßbinderarbeiten. Zeichnungen, Arbeitsbeschrei- bung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. — Zusckstagssrrst 14 Tage. G^ioßen, 24. März 1905. Stadt. Hochbauamt. Gerbet. Mb. Rudolph Pianohandlg. u. Reparatur- 1 werkst&tte, Seitenweg 9L I Oberurseler ZrWsr-Msn In besseren Geschäften ’/• Pfd. Packet ä 15 Pfg. zu haben! flee 5 IHUTZ X MARKE 1 S «sbedj «Lagt