155. Jahrgang Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Eietzen Jie Heutige '•Hummer umfaßt 14 Seiten J>ie Üefsische Thronrede. 186 Die Hauptfrage, ob die 6|tiflatSf tnanjcn feststellen. weg 38. in m Ag Auswt1 Uipl »W1* hci< Iten- gdjfhge Krstes Blatt. 9 luS Darmstadt ging uns heute folgender Draht- be rifit । u : Xie Thronrede, mit der heute mittag 12 Uhr der 3SIL Lor dtag eröffnet werden wird, roiro sich nach unseren IiMchertionen von allen Ueberraschungen frei- Wkublr echtSvorlage wiederkehren wird, kann bc - ftir mmt mit ja beantwortet werden. Jedoch wird die Vor- lotgt nicit in der ihr von der 2. Kammer gegebenen Fassung cirß.Pdlaccht werden, sondern verschiedene Abänderungen vor- fek fit. Die wichtigste Aenderung wird die sein, baß dem Echidvur! eine von der Regierung ausgearbeitete WahtkreiS- eiMtlnt g enthalten wird, die von der durch die 2. Kammer be»ti«st'nen Einteilung abwcicht. Auch die Gemeindest«» »er ke form wird bestimmt wieder eingebracht werden. jäbrl. MlSfchl. Besiellg. Annahme von Anzelgef für die Tagesnmnmer btS Donnmogfl 10 Zeilenm eiS: fokal 12i3fw auöivärtS 20 P'g. Verantwortlich Khr den poltt und altgem. Teil: P. Mitt ko: fflt rStabt und Land* und .Geachtsfaal'-. Ernst Heb, lür den An- zeigenteil: Hans Bech hörte dann die Vorträge deS Chefs des MilitärkabinettA Lu.ui.u., t — - ----- --- -, i und des Chefs des Admirolstabes. Bei dem Kaiserpaar Uhr dafür vorgesehen, aber es war schon lrngst V2I Ufrr 6eute abCnb Tafel statt. Ter Kaiser saß zwischen dem als ti enbti». Jpägutg .. wüte Witt« jjeid)ä!anjter und General v TI ° t h -, di- Maiserin iiitui iiviuni. , a ..... v__ fVriphnrh SVru» bestreben werde; ich bitte aber dabei um ihre liebenswürdige Nachsicht, wie bisher. Ich werde das Ansehen der Kammer nach außen und nach innen zu wahren suchen und Sie dürfen überzeugt sein, daß ich auch Angriffe, die in Ausübung meines ÄmteS gegen mich gerichtet werden, vollständig unbeachtet losten werde. Ich erkenne nur einen Richter über meine Tätigkeit an, das ist dieses hohe Haus. (Beifall.) | Abg. Köhler dankt gleichfalls für das ihm durch die! Wahl entgegengebrachte Vertrauen und verspricht, sein Ami > mit voller Unparteilichkeit zu führen. Ebenso dankt Abg. Dr. Schmitt für das ihm zum dritten Mal bewiesene Vertrauen; auch er werde seine volle Pflicht tun. Die Wahl der beiden Schriftführer erfolgt durch gemeinsamen Stimmzettel. Dabei fallen von den 46 «stimmen auf den Abg. Schmalbach 88, auf den Abg. Stapler 33 Stimmen, während Abg. Ulrich 10 und die Abgq. Diehl, Brauer und Dr. Weber je 1 Stimme erhalten; cm Zettel ist unbeschrieben. Präsident Haas konstatiert darauf, daß die Abgg. Schmalbach und Stöpler zu Schriftführern gewählt seien und die Wahl annehmen. (Bisherige Schriftführer waren brachen sie mit Gewalt auS. Tie Ausrührer befreiten alle Häftlinge aus den Gesängnisten. Viele Ausländer, da- runter auch Tarnen, wurden in den Straßen an gefallen und geschlagen. Sechs indische Polizisten wurden oerronnbet und an 20Ehinesen getötet. Die Straßen werden von deutschen Marines0 ldaten, die in Wusung gelandet wurden, stark abpatrouilliert. Auch mit den Zügen kommen Verstärkungen an. Die britischen Kreuzer „Aslräa" und .Bonaoentuno*. die in Schanghai vor Anker liegen, landeten ebenfalls Marinesoldaten. 400 Freiwillige auS den Fremdenkolonieen wurden ausgerüstet. Die Chinesen sind unbewaffnet und unorganisiert. Infolge der getroffenen Maßregeln ist die Ruhe zur Zeit vollkommen wiederher-' gestellt. Am 19. Dezember ist daS deutsche Kriegsschiff „Tiger* in Schanghai eingetroffen. Reuter meldet aus Schanghai vom 19. d. M. folgendes:, ! Die Straßen sind heute mit Müßiggängern gefüllt; die Läden sind geöffnet, da man aber Plünderungen stark befürchtet, werden überall bewaffnete Wachtmannschasten bereit gehalten. Englische und amerikanische Kreuzer landeten Truppen. Ein japanischer Kreuzer ist auch nach Schanghai entsandt. Der Taotai hat dem stellvertretenden deutschen Sie wird in erster Linie die gleichmäßige Weiterentwickelung der hessischen Ms. ZU Original ;D Marken. md Preise reduziert; Mittwoch 20. Dezember 1905 vezogSvretS: O monatlich TbW-.Dtcrtefr V jährlich Mk. 2.20; durch A A Abhole- u. Zweigstellen monatlich 60 Pf.; durch Lrt diePost Mk.2.— vienel- Kejsilcher Landtag. Erste Kammer. R-B. Darmstadt. 19. Dez. £i” erste Kammer war heute mittag 12 Uhr zu ihrer Äii'ifllluieEung zusammenberufen worden. Der Großh. Ein- w t ijungSkommistar, Geh. Staatsrat Krug von 9ttdda, fon* ftoHtde zuerst, daß die zur Eröffnung der Kammer erfordere limht tzt hl von Mitgliedern versammelt sei. Die Mitglieder FW Löwenstein und Fürst zu Erbach-Schönberg haben der B^hökd« mitgeteilt, daß sie sich durch ihre Söhne, Graf S^Ebach durch seinen Bruder vertreten lasten würden. ZsM Vertreter des Kanzlers der Universität Gießen fer irit herum Geh. Rat Prof. Dr. Schmidt bestimmt wMdkn. Ter Grobherzog habe auch für die neue Session bea» ®anfen 0. Schlitz, gen. v. Görtz, berufen. Pit-af v. Schlitz übernimmt darauf das Präsidium viinb bar.ift Sr. König!. Hoheit für das ihm durch die Er- nenmnngn bewiesene Vertrauen; die hohe Kammer bitte er, ,l n nuch in Zukunft Wohlwollen und Nachsicht zu bewahren. ttf? Wahl der beiden Vizepräsidenten erfolgt dumch 2 kklamation. Es werden die beiden bisherigen In- haKc, Graf Erbach-Fürstenau und Frhr. Heyl zu Ü."irn8heim einstimmig wieder^gewä hlt. Zum ersten Sülkiltä: würbe bann ber F ü r st zuL 0 l m s - H 0 h e n s 0 l m s- ß 2 ur b zum zweiten Sc, .< !är an Stelle der Exz. Gold« in.ti.rn Oxz. Freiherr Morttz Riedesel zu Etsenbach ge- toi, 299 •Hr|liel *t ILgttch < en tc Bontitafle. T crjrr' »ftener 91 tyeiflCT wt m?. im Wechsel mit bene ill>iu.Exved.S-ÄKdl )lbUrüi für Deoeschen: tu wifer »leben. Vorn Schangüai-Äutll.rnd. Nach Telegrammen auS Schanghai war ber ernsteste Vorgang bei den Ruhestörungen der gleichzeitige Angriff des chinesischen Pöbels auf das Rathaus und mehrere Polizei- ftationen. Eine davon wurde erobert und die Aufrührer versuchten, sie niederzubrennen. Einige darin besindliche Ausländer entkamen mit Mühe. Ter Pöbel versuchte timen den Ausweg ztt versperren, um sie mit zu verbrennen, doch nW“. ’M i* vLu.’Ä1' Illi ngen. tür Photograph Äon« die Wahl des Präsidiums durch Stimmallgemein mit großer Spannung erwartetwuide^ V?« den 46 abgegebenen «Stimmen erhielten. -lbg. Haas »« '"L 3. i 6:rnn,cn. Abg. Reinhardt i Stimme, » 8eHel «»«n jeflJ' **« .»H,jeden. Der bisher,ge Kammerpra, d nt -6-aliltt H™ eil mit großer Mehrheit wieder gcroablt * .,! biMMimmung über den ersten Vizepräsidenten ficlen Ml, ^aiita"*g|«li: heutig, «-hier 3» Stimme«, auf den b.sher.gen Dl r- Tlle, ti Renten Dr. Schmitt 4 Stimmen, 1-1 °uf d ° Abgg. ! 9 nla.rbt und Hirsche!; dazu wurden nach 11 w-ck- - ai6w$cn. Zum zweiten Vizepräsidenten tmsher Mg. 911« ibti wurde Abg. Schmitt mit 36 Stimmen gewählt, ^ m nen erhielt Abg. Reinhardt, 7 Zettel waren weiß. 7 7 Haas übernimmt darauf das PraNdmm und Zum vierten mal haben S,- N',r d°s hohe Amt bl^‘S Mfibenten übertragen, das höchste Amt, m h -ÄH Volk zu vergeben hat. Nehmen sie meinen P n Dlt'tm Tank dafür entgegen und die Versicherung, daß ich dlv, iphe Amt in voller Gerechtigkeit, Unparteilichkeit und rr Mmgler Aufrechterhaltung der Redefreiheit auszuuben mich wie tzl', r- Nctchdern bie Kammer konstituiert, traten bie 3 vom Vlllv > O'lnjijcrjog neu ernannten Mitglieber, Oberbürgermeister L.u .-fin. Ml nn-weg, Justizrat Dr. Karl Klei n schrni bt unb Geh. i bitte suthzemg; ;^«iieizienrat Dr. LouiS Merck in bie Kammer em. Dann „• 4 A qch»,htfi ber Präsident noch deS bahingeschiedenen Aritgliedes, Söid|C!|f Äüpoldmann, zu deffen Ehren sich die Anwesenden von . dMPlützen erhoben. Fürst Isenburg u. a. regten darauf MÜbtt dtt : naiä bie Frage an, ob nicht auch in Hessen, wie m anderen ÖUlU , SaU Bundesstaaten, den Mitgliedern der erlicn Kammer sr-r »Lisenbahnfahrt gewährt werden könne Der ' WW erwiderte, daß nach Mitteilung des Herrn StaatS- Z r :cr3 dies Verlangen auf Schwierigkeiten bet der Pieuhis )- h> ften Eifenbahngemeinschaft stoßen mürbe. DaS Pran- biirä werde aber die diesbezüglichen Wunsche des Hauses d> M inisterium zur Kenntniß bringen. Kur Wahl der AuSschüffe und der Abreffe ber Kammer ai n ben Großherzog wirb eine neue Sitzung auf Rutlwoch Binion.tag 41/, Uhr einberufen. Zweite Kammer. to zweite Kammer hat sich gleichfalls heute mittag , koiaiiniert. Am Regierung«,sch: Ech.-Rat Braun UN LUlracee 5. Eeeialrat Weber. Nachdem G-H.-Rat D"un. alS ktSua»C spnr,imugSt°mmisfar durch NameuSaufrut d,- ußlah.g. r. !ti!stgestellt und als Alterspräsident Herrn MällInger lnMtnet hatte, Übernahm dieser den pr»v»-r>sch-n Borntz n. tüerief die Abg. Dr. Weber und Stöpler zu provstoci. bekanntlich Schmalbach und Ulrich.) , Damit ist die heutige Tagesorbnung erledigt und der Generalkonsul Scholz sein Bedauern dariiber au«. Präsident beraumt die nächste Sitzung auf Mittwoch Vor- gedruckt, daß Scholz durch aufstandige KuliS mit vtemwürfen mittag 10 Uhr an mit ber TageSorbnung: Wahl ber Aus- belästigt worben sei. Der Taotat entsandte einen Beamten schüste. Schluß der Sitzung 1V, Uhr. 'n? Generalkonsulat mit dem Bemerken, er wäre persönlich. ' * ! erschienen, wenn seine Zeit nicht durch Bemühungen zur Diesem sachlichen Berichte lassen wir die nachsiehcnden AuS ^Unterdrückung der Unruhen in Anspruch genommen wäre. lassungen eines anderen Darmstädter Mitarbeiters folgen: ----- ---- ~ Tie einladiing, welche die alten und die vor MonatSsrift Deutle» SXlSÄ MM V°j°si Berlin, 19 Tez. Heute vormittag -uuPng her doch,'daß die" Fraktionen erst ihre SiSungen abhalten, baß erst q a i s e r den General v. Trotha, ..b^eri^n KÄmma^ hinüber und herüber verh nbilt und unterlmnbelt werden würde, fret Schuhtruppe in gübmcflafrua, ^ur Meldung und bis der seierliche Moment ton n konnte, bi der Kronb. görtc dann bie Vorträge deS Chefs des MilitärkabmettS .oeisunasrommiis r die Kammer für Eonftituiert erklärte. Man I unb bp§ des Admirolstabes. Bei dem Kniserpaar hatte 12 Uhr dafür vorgesehen, aber es mar schon langst Uhr . . »eute obenb Tafel statt. Ter Kaiser saß zwischen dem geworden, als es endlich „losgmg Schließlich wllt, General v. Trotha, bie Kaiserin R^r^vrer^Abattr^ietesic§tnl"beld«m"Au^if^dcr"Nlnne«^^Ra:I dem^anprinzeu uub dem Prtnz-n Friedrich L». . S* Ter Z-°u»-ruz ist heute abend nach WntgSberg treter von Bensheim Zwing.'i.ber-i Derr An fer Plaß genommen, abgereist. , ± während ber angeblich notiw'ellibera-.e Ab<1 ordnet stir Osthofen __ General v Tr 0 t h a erklärte hente einem Mitarbeiter Gutsbesitzer Best sich unter die B a u er n b n n d A r gesetzt hat ber Tägl Rundscb.", daß er seit dem Tage, wo er dem Auch bie So.iildeni.'lr.iten h ibenLwei Neulinge^ 2.le|en gl 1 i dl e 3 Einvernehmen und der habet stesatzten sich schließlich als b'e K a v i t u l a t i on n n t e r e i n e P a r t eResolution, dem Aeltesten-Kollegium eine telegraphische Ant- fucktel herauöseellt. Bleibt es sckwnsynivtomatisch, dav 0?.- ^t übersandt, die in deutscher Uebersetzung lautet: gesichts einer so ernsten Situation, . der sich die innere Bolit l Telegramm vom 17. bs. empfangen, welche« unseres L.'nb,s berscit ?weifellov bjmbet (e5 fei nur an bie Mitteiluna ber Resolution brachte, bie tn einer von Wiberslande ber ersten st i nun er gevetterten .51° I Ältesten ber st oufmannschast von Berlin einberufenen Der- innerl!), daß so viele Vertreter des BolVeS keme größere Sorge b<-rr,isich des BerhälMisses »wischen England und hatten, als die Besetzung des Präsidiums so Nteigimtlica nM ^Äb SwAc. Ich danke Jhne'n herzlic? für 3b« mehr viel Bebmem ai>-'/j.iii7r2chc’.t über de., jg b.r^_-.or Mitteilung und teile vollständig Ihren stendswahleu. Ganz gewn; hat der Vauernbund nach ^r ^tnrk. I - rch : die Verstellung unbErhaltungfrcund- feiner Fraktion ben Anspruch auf b;e Besetzung 'chaftlicher Gefühle zwischen b t m britischen und vräsibentenooftens. Wer es haben sich aum bie nmiibimMenfrtKn . w a T111 qf e r t 8 ■?£bgccrbneten, rxldte .dem Abg. st-0 hier ihre §l^mc — Wie in d i vl 0 ma lisch eu Kreisen verlautet, feien baruber verlasiigt, dalZ diese Dahl n>a;t aW eme^Dem onftra Ibeftimmte ^zeicl'm vorhanden, daß das neu ernannte twtben VtrK uub — schlimmer noch — so aufgefaßt soll! e n g l i s che Ka b in e tt die Ini tiativeerareifen werde, Tjc rühmmsrer e Off"h it ber bmernbünblerischen Presse w rd um eine diplomatische Aussprache über bestehende .ms ja hier nicht tarne im Zweifel l sscn. Tie Haltung der Gegensätze zwischen Tcutschland und England herbeizu- n^tiouallio?ralen Fraktion bedeulrt ein ebermalm s Zu^^ .. .^-M iiihren und die Be--.chungen zwischen beiden Staaten tiber ler Gesimumg vor dem extremen Agrarurtum.^atz Jcein* h r c u n T i d) e r zu gestalten. Man will wissen, daß Fürst 1 Hardts Fraktion-Zf-rennde .chlatt au^die Wiederwr.,! eines g ^ülott) sowohl dem Premier Minister Bannerman alS ‘ verdienstvollen Parteigenossen m Vraschinm ^zichteten, kr,st Minister des Aeustem Grey in besonders ' MitÄSÄ herzsichrt«n fein/®Iü cf wünsche übermütett • rölcw ^Das beutet aud? nidt sonderlich dafür, daß die natio- und von den genannten Ministern überaus freund- nallibcrale Kvmmcrfraktion ernstlich g-,rillt ist, in dembe- schaftliche Tanktelegramme erhalten .habe König stehenden Konflikt ihre Schuldigkeit -u tun. Und das §huard habe in letzter Zett wiederholt zu liberalgciinnte hessische Volk muß daraus erkennen, bau es von essender Gelegenheit dem Wunsche Ausdruck geaeben, dem Liberalismus seiner natiomlliberalen Abgeordneten alles geschehen möge, um die zwischen Enaland und nicht daS ?u erwarten hat, was es van ihnen gtauvre er- ^^.^tschlcmd besteh?nde Mißstimmung zu beseitigen hossen zu können. , hnn 1l1rirh Schriftführer und dieselben Intensivnen s:im auch in nachdrücklicher Weise -U « Ätg^&ibt: Sie tofeeti* traten haben bei der Wahl der drei Präsidenten burclfweg wem Regierung hat durch ihren Cesanb.cn ui Petropolis auf Zettel abgegeben, denen fick' vereinzelt auch liberale Abgeordnete tzie Beschwerde der brasilianischen Regierung anaeschlossen haben. Ter Verlauf deS ersten Tages des 33.>and- aicacn der Vorgänge in Stajahi folgende Antwort geben tags verspricht ohne Zweifel eine Legislaturperiode, die ber I [a|jcn. L Stein ho s f ist nicht an Bord des „Panther" Sensation wohl manche Rahrimg geben durfte. .Aoge sieI,,n^ Quti) nieinar.x dort gewesen. 2. Ter Kommandant des aucki dem h.-sns^ui -^rn""li ^ring-.i , P.--n^l'eA' Hatte an Land beurlaubte Offiziere und Mannschaften beauftragt, unauffällig den V?rbleib eines der Desertion vcrdächtiam Matrosen festzufrellen. — Da nach den Ermittelungen die Beteiligten sich'eine Uebcrschrei- tung ibr:s Auftrages Haden zu schulden kommen lassen. Hat die kaiserliche Regierung der brasilianischen Regierung ihr B c d a u e r n über das Vorkommnis ausgesprochen. Karlsruhe, 19. Tez In der heutigen Sitzung ber zweitenKa mm er legre Finanzminister Tr. Becker den Staaisvoranschlag für 1906/07 vor und führte dabei aus; Tie Beibehaltung Der im Iah- - ।)4 erfolgten Erhöhung der Einkommen- unb ü vitalrenten st en er erscheint oitcf) ferner dringend geboten. Tie Entwicklung unserer Landesfinan',en wird aber auch durch die Ge- ftaltur i der Reichsfina izen wesentlich beeinflußt. Es ist dringend erwünscht, das; der erneute Versuch der Regierungen gelingt, die Verbesserung der Reichsfinan- &en hcrbeizuführen; welche Gestaltung dieselben aber auch annehmen !verden, in jedem Falle werden sie von den süddeutschen Staaten namhafte finanzielle Opfer erheischen. Nrnfo berechtigter ist das Verlangen, daß ganze Arbeit gemacht wird unter grundsätzlicher Abgrenzung der Steuergebiete zwischen Reich und" Bundesstaaten, und daß dem ersteren neue Einnahmequellen von solcher Ergiebigkeit und Steigerungsfähigkeit eröffnet werden, daß sie für eine Reihe von Jahren ausreichen. Nürnberg, 19. Tc; Tie mittelftänkiscke Handwerkskammer hat sich dem Protest des deutschen Fleischerverbandes in Franw'N a. M. insofern angeschlossen, als sie gleichfalls Protest dagegen erhoben hat, daß den Stadtverwaltungen empfoblen werden soll, die Fleiim- versorgung dcr Städte in einer Weise umzugestalten, durch die das Fleischergewerbe aufs schwerste geschädigt unb in seinem Fortbestand aesährder werdet; würde. Ausland. Paris, 19. Dez. In dem heute abgehaltenen Ministerrat teilte Ministerpräsident Rouvier mit, daß die Pforte die makedonische Finanzkontrolle endgiltig angenommen hat. Ter Ministerpräsident brachte ferner zur Kenntms des Ministerrats, daß der fr a n z ö si s ch - v en e z ol a n i s ck e Zwa- schenfall seine Erlediquna gemäß den Wünschen F-rankreiclw gefunden hat, da Präsident Castro die Note, gegen hrcldK die fron zgsische Regierung Einspruch erhaben hatte, -urückaezogcn hat. B u d a'v e st, 19. Dez. Die Negierung gibt amtlich den von ihr fertiggestellten Gesetzentwurf bet r. das allgemeine Wahlrecht bekannt. Danach erhält jeder männliche Staats bürger. der das 24. Lebens'abr vollendet hat, und deS Lesens und Schreibens kundig ist, das aktive Wahlrecht. Jeder Wahlbezirk wählt einen 9lbgeordncten. Tie Wahlbezirke werden m kleinere Ab st i m m u n g s kr e ise eiuaeteilt, wobei jede Gemeinde nach einer besonderen Wahlliste aöstimmt. Die Wahl i|t unmittelbar und geheim. . — (Abgeordnetenhaus.) Ter Präsident verliest das königliche hands^'reiben, nach dem das Tlbgeordnetenbaus bis zum 1. März 1906 vertagt wird. Graf Apponvi führt aus' So sehr das Abgeordnetenhaus bereit sei, die Meinungsverschiedenheiten zwischen Krone und Nation aus'ugleichen, so müsse er doch aussvrechen, daß die .Hoffnung, die Nation mürbe macken und ihren Willen brechen zu können, nie Erfüllung finden,werde Tie Ausgleichung der Gegensätze in einer solchen Weise, daß die Nation sich imbedingt unterwerfe, wäre schlechter als der Absolutismus, denn dies würde einen mir Zustimmung derNcckion eingeführtcn Absolutismus bedeuten. Eigentlich müßte die Zur kenntnisnahme des königlichen Handschreibens über die Vertagune abgelehnt werden, eigentlich müßte das Abgeordnetenhaus von dem schlecht informierten an den besser zu informierenden König appellieren: aber das ?lbgemdnetenhauä wolle dem Ausgleiche keine Hindernisse bereiten und Zeugnis von seiner Mäßigung ablegen. Ec stelle daher den 9Cntrng, die Vertagung zur Kennt nis zu nehmen, gleichzeitig aber gegen die Vertagung als verfassungswidrig zu protestieren. Ter Antrag wurde einstimmig angenommen. K o n st a n t i n o p e l, 19. Tez. Ter belgischeGesandte hat im letzten Augenblick die Teilnahme an dem Attentats- Prozesse gegenJoris abgelehnt und bi<* Ausliefer u n g Joris vnb fri««* verlangt. Russische Deuigkeiten. Wie aus Petersburg telegraphiert wird, hat der in der Nähe der Wohnung des Ministers T urnowo im Besitz einevBombe befindlübe verhaftete Unbekannte zugegeben, daß,er die Ab si ch t hatte. Turn o too zu ermorden. Im Lause,der, Untersuchung erklärte er weiter, daß die Revolutionäre beschlossen hätten, mehrere hohe Negierungsbeamte hinzurichten. Tie Revolution in den baltischen Provinzen breitet sich aus, besond'rs aus dem Lande, wo die Gutsbesitzer infolge mangelhaften militärischen Schutzes der Willkür der revolutionären Banden preisgegeben sind. Bei den Straßenkämvfen in Tuckum stürzten sich, nachdem Oberstleutnant M ü Her und 30 Dragoner gefallen waren, die rasende Menge auf die Leichen und richteten diese tierisch zu. Ter Uebersall auf das Militär geschah des Nachts. In den engen Straßen waren vorher Trabt-Hindernisfe hergestellt worden. Tie Revolutionäre sck^'s^i rufi tv-T' -'»n-r-r-n n-'f ^it'tiir. ihrer Versicherung jede unfreunoliche Absicht ferngeleacn: sie fiat die hier erwähnten Plakate nicht gesehen. Tie Redaktion hat damit die Empfindlichkeit des Herrn Direktors zu verletzen ebenfalls nicht beabsichtigt. Nach unserer Erfahrung werden in tausenden Vorankündigungen gemachte Versprechungen von mancher unantastbaren Seite aus praktischen und taktischen Gründen durchaus nicht immer erfüllt. Darum schien uns jene Bemerkung nicht gar so schlimm. Wir stimmen Herrn Steingoetter gern zu, wenn er uns schreibt, daß er „nun bald drei Jahre lang den Beweis erbracht hat, daß es sein vornehmstes Bestreben ist, das hiesige Theater in möglichst anständiger Weise zu führen; er habe dabei schwere Opfer nicht gescheut." Ja, wir gehen sogar weiter als er selber und glauben, daß der bescheidene Zusatz des Wörtchens „möglichst" in diesem Satze von ihm sehr wohl hätte unterdrückt werden dürfen. Daß wir uns mit Gießens sämtlichen Theaterfreunden auch der sehr wesentlichen moralischen .Hebung unseres Stadttheaters unter Herrn SteingoctterS Leitung freuen, dürfte ihm nicht unbekannt geblieben sein. •• Versammlung der hessischen Polizeidiener. Im Januar oder Februar, wenn die Verhandlungen über ba§ Staatsbudget im Landtag slattfinden, werden sämtliche Polizei- biener des Großherzogtums in Darmstadt eine Versammlung abhalten, Rechtsanwalt Sandniann aus Hungen wird ein Referat erstatten und es soll dann eine Eingabe an den Landtag beschlossen werden, die die Herbeiführung eines Gemeindebeamtengesetzes, sowie die Regelung der Dienst-undEinkommensverhältnisse derPolizei- diener fordert. Etwa 1000 Polizeidiener Hessens haben zu der Versammlung eine Einladung erhalten, Einberufer sind der Ctadtdiener Meyer in Lich und Polizeidiener Bender in Langsdorf, die vor der Versammlung eine Audienz beim Staatsminister nachsuchen werden. Zu der Versammlung werden auch die Landtagsabgeordneten eingeladen. •• Warum schnarchst du? In einem Dörfchen des Odenwalde? wurde unlängst die Gemeinderats-Ergänzungswahl vollzogen. DaS bisherige Gemeinderats- niitqlied, Bauer R., wurde von der Kandidatenliste gestrichen Verwundert fragte ein Freund einen älteren Gemeinderat, ob sich denn R. als Gemeindevorstandsmitglied nicht bewährt habe. »Durchaus nichts lautete prompt die Antwort, »der hat bei den Gcmeinderatssitzungen regelmäßig dermaßen geschnarcht, daß der Bürgermeister aufgewacht ist." Und R. fiel durch. h Leihgestern, 19. Dez. Am 15. d§. Mts. abends, während die übrigen Dienstknechte auf dem in unserer Gemarkung gelegenen Relihof mit Stallarbeiten beschäftigt waren, wurde auf der Stube der Koffer eines Knechtes gewaltsam geöffnet und daraus 30 Mark entwendet. Auf erfolgte Anzeige wurde der Täter in der Person des K. Gremm au? Leihgestern ermittelt. Er hatte das gestohlene Geld schon größenteils verausgabt. W. Bad-Nauheim, 19. Dez. Heute trafen die vier Glocken der Dankeskirche ein, welche von Meister Rinker in Sinn gegossen wurden. Um 2 Uhr wurden sie auf vier Rollwagen von der Bahn zur Baustelle gebracht. Während der Fahrt wurden die Glocken aus der WilhelmS- kirche geläutet, um ihre ankommenden Schwestern zu begrüßen. Es fand dann auf 'dem Kirchenplatz eine einfache Feier statt, welche durch den Ehoral „Lobet den Herren, den mächtigen König" eingeleitet wurde. Pfarrer Wissig hielt eine kurze Ansprache, welcher er die auf den einzelnen Glocken angebrachten Bibelsprüche zu Grunde legte. Den Schluß der Feier bildete der Choral „Nun danket alle Gott." Die größte Glocke wurde von Gerichttzschreiber i. P. Weiß gestiftet und hat ein Gewicht von 76 Zentnern, die zweitgrößte Glocke wiegt 56 Zentner und wurde von einem Kurgäste gestiftet. Die Kosten der beiden anderen Glocken trägt der Kirchbauverein. Mainz, 17. Dcz. 9(u5 dem veröffentlichten Betriebsergebnis des städtischen Theaters im Geschäftsjahr 1904/05 ist zu ersehen, daß die Direktion Steinert mit einem bescheidenen Reingewinn abgeschlossen hat; er betrug im ge- Die Straßendemonstrationen in Dresden (ogl. den Artikel im 2. Blatte) haben den Staatsminister v. Metz sch veranlaßt, seine Familie von Dresden wegzu- bringen. Frau und Sohn befinden sich auf der Besitzung des Ministers im sächsischen Vogtlande. In der Tat ist die Gefahr gewachsen, da§ haben die letzten Vorgänge bewiesen. Nach einer anderen Meldung hat sogar der Staatsminister vom König feine Entlassung erbeten, aber aus die Vorstellungen der anderen THnifter, dies könne jetzt als Schwäche gedeutet werden, entschloß er sich, zu bleiben. Die Chemnitzer Staatsanwaltschaft leitet gegen den ozialdemokratischen Redakteur NoSke, der für die Neichstags- ersatzwahl als Kandidat aufgestellt ist, ein Strafverfahren wegen Anstiftung zu den letzten Straßendemon- stratioen ein. x Aus mld SmtiL Gießen, den 20. Dezember. •• Personalien. Bestätigt wurde der von dem Grafen von Schlitz gen. von Görtz auf die 4. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Schlitz präsentierte Schulamtsaspirant Karl Schäfer auS Alsfeld. Dem Proviantamts-Direktor Hoffmann in Darmstadt wurde von S. M. dem König von Pr-ußen der Charakter als Rechnungsrat verliehen. •• Dekorierte Feuerwehrleute. Tas Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch Entschließung S. K. H. deS GroßherzogS den Mitgliedern der freiw. Feuerwehr zu Ober-FlörSheim Iohs. Germann, Phil. Först, Hch. Eich IV. und Georg Staus II. ** Herr Theaterdirektor Steingoetter hat sich durch die Bemerkung in unserer gestrigen kurzen Besprechung der Sonntags Vorstellung gekrankt gefühlt, daß „die Ballcteinlage, die der Zettel versprach. Wohl infolge des schlechten Besuches der Vorstellung ausfiel". Sie mußte, wie er uns heute schreibt, zu seinem „großen Bedauern ausfallen, weil Frl. Golltni wegen ernstlicher Erkrankung abgesagt hatte. Da wegen des Sonntags eine Drucklegung ausgeschlossen war, habe ich Ausfall der Balleteinlage und Grund in großen geschriebenen Ptakat.n beim Eingang und an den Kassen angezeigt." Daß bei der ?lbfasiung der Notiz nicht die Absicht der Kränkung vorgelegen hat, hat, wird uns Herr Steingoetter glauben. Der Dame, die sie — in Vertretung der Redaktion — schrieb, hat nach nannten Jahr nur Mk. 6342 gegen Mk. 22 833 in 1903 04 und Mk. 20 152 in 1902/03. Die diesjährige Saison wird wieder einen besseren Abschluß bringen. — Ein von seiner Ehefrau getrennt lebender Arbeiter begab sich gestern in die Wohnung der Frau und stieß ihr nach kurzem Wortwechsel ein Messer in den Hals. Die Verletzungen sind gefährlich. Der Mann wurde verhaftet. (Kl. Pr.f Marburg, 19. Dez. Heute bei Einfahrt des Zuges 2 in Drei hausen fuhr die Lokomotive gegen den Prellbock, diesen leicht beschädigend und fetzte mit zwei Achsen aus. Die Ursache dürfte in Außerachtlassung der durch den plötzlichen starken Frost hervorgerufenen Glätte der Schienen und Bremsklötze 31t suchen fein. Verletzt wurde niemand, Materialschaden ist geringfügig. Die Passagiere, die mit dem nächsten Zug nach Marburg wollten, erhielten ihr Fahrgeld wieder zurück. Sie mußten zu Fuß gehen. (H. Ldsztg.) § Haiger, 19. Dez. Gestern Abend wurde in nächster Nähe der Mineroahütte ein ca. 60 Jahre alter als Stall- schweizer beschäftigter Mann von einer zweispännigen Chaise überfahren. Die Räder gingen dem Manne über die Brust und streiften ein Ohr, welches von dem herbeige- । nifenen Arzte vollständig abgenommen werden mußte. Der Verletzte befand sich in angetrunkenem Zustande und wurde in das Krankenhaus eingeliesert. An feinem Aufkoinmen wird gezweifelt, da er innere Verletzungen davongetragen hat. Den Kutscher trifft keine Schuld. * Kleine Mit' , < > reu ans Seifen und den Nachbarstaaten. 90 Iabre alt wird am 21. Dezember der älteste Einwohner Assenbeims, Iohs. Bopp Hl. — Ter frühere langjährige Bürgermeister Philipp Hof map er von Schwanheim ist im Alter von 82 Jahren gestorben.— In G a m m e l S b a ch ist feit mehreren Tagei, der 71 Jahre alte Landwirt Georg Ad. Hofmann nach vorausgegangenem Wortwechsel mit seiner Frau verschivundeu. Dian befürchtet, daß der OhciS sich ein Leid zugefügt hat. Gießener Strafkammer. Y Gießen, 19. Dezember. Durch das 2 drin engend}! tuurbcii die Brüder K. und A. H. I)ter wegen Sachbeschädigung und Körperverletzung zu 3 Monaten, bezw. 3 Monaten und 2 Wochen Gefängnis verurteilt. Sie find am 9. Oktober d. I. nicht an die Arbeit ge- gtrugen und haben den. ganzen Tag gerecht. In ihrer Trunkenheit verübten sie am Abend in einer Wirtschaft Unfug an einem Musikinstrument. Ms sie von einem Gast zur Ruhe ermahnt mürben, schlug ihm der eine mit einem Bicrglas auf den Kopf, daß er zu Boden sank und eine schwere Verlegung davo-- während der andere mit Stühlen, Biergl'i - unb UmT-H um sich schlug und warf und dabei eine Erkers :ibe in xM von 120 Mark zertrümmerte und verschied ander- lierte. Hierbei erhielt auch der Wirt einen Wurf an d - tr woran er einige Tage zu leiden hatte. Ten Heimkehr--^ ' letzten Gast bearbeiteten sie unterwegs mit ihren Zchininn - der eine zog sogar fein Messer, das er aber aus 3unr"V ,r Zeugen wieder verschwinden ließ. Ihre Berufung ftiir-t -5" sinnlose Trunkenheit, womit sie Herabsetzung ihrer Straff ; zwecken wollten. Tie Strafkammer war aber der Ansi5. ' eine derartige Roheit eremvlarisch geahndet werden müsse • nach der Erfahrung der Gerichte sich derartige Anöschr<'j,»T gegen unbeteiligte Personen in Wirtschaften und auf d.n ' bedenklich mehren. Tie Berufung war de.'-.sib erfoli»' — In der vor acht Tagen verhandelten 2 vÄ - gegen Igel hausen und O. H. von Glashütten wegen nJ: fretvng der kreisamtlichen Verordnung die Loi> Ruben betreffend, lautete das Urteil aus Freisprcck In der Berhandlung fatte der Verteidiger der Angeki'Ne- Rechtsgiltigkeit der Verordnung des Kreisamtes Sckonen l-iw die ein unerlaubter Eingriff in die persönliche Freiheit der bewohner darstelle. Wenn sich auch das tt-erich- ber Er^;^ nicht verschloß, daß der Recktsgiltigkeit genannter Vererb gewichtige Bedenken entgegenstehen, so wurde dock mtf-t A. darauf eingegangen, da es der Ansicht war. daß eö sich;mT. liegenden Fall um Privatgesellschaften handelt, die nur 0P|e s-itige Einladung erfolgten, somit nickt unter den Spinnstnben fallen. — Gelegentlich der B ü r g er m e j ft rp au Treis-Münzenberg haben nach Ansicht der unterleeo T'rtei Wahlbeeinflussungen stattgefuudcn. l einem Wähler von einem Müller drei Zentner Meb! Derfotc* worden sein, wenn er statt des seitherigen Bürgermeisters da „ "i'fgestellten Kandidaten wähle, während dem anderen taj v eines Flurschützen versprochen worden war. Einem Wähler sei die Steuer bezahlt worden, damit er wäblni firnr r ein anderer sei mit Gewalt vor das Wahllokal geschlkvvt nv*. usw. Ter Pferdehändler I. H. St. soll dem Sattler I. 3 y. wegen der Wahl keinen Tag versäumen wollte, den Teffr bezahlt haben, weshalb sich nun diese zwei wegen StinnnensiL- zu verantworten haben. Nach einem von her Staatsomralk,'^- aufgenommenen Protokoll, haben, beide ihre Tat ;uyeifmk-. In der Verhandlung leugneten sie, daß ihre Aussagen s, > sie protokollarisch niedergelegt sind, von ihnen gemacht sind, trotzdem sie ihnen seinerzeit vorgelesen wurden unb t- ihnen eiaenbändig unterschrieben sind. Unter diesen IMh-y sah fick die Staatsanwaltschaft veranlaßt, Antrag aus Vnxef» ung der Protokollführer zu stellen, zu welchem, Zweck t^giing eintreten mußte. — Die Inhaber der Firma : hier lmben einen Hund der einem andern zugklanfen unb -Je ül-ergeben worden war, als ihnen selbst zugelaufen cnqtMt Tic Steuerbehörde war der Ansicht, daß mit der utnitf«tiifl6 gäbe eine Steuerhinterziehung beabsichtigt war. Sie ligw halb jedem der Inhaber einen Strafbescheid über~20 gehen: auch sollte die angeblich hinterzogene Steuer e j 20 Mark nachträglich entrichtet werden. Es wurde tvr.i6r Antrag auf gerichtliche Entscheidung gestellt. Das SäöffeWij kam zur Freisprechung, da durch die unrichtigen bßk eine Kontravention nickt beabsichtigt war, auck eine iMki hauvt nicht eintreten konnte. Auf Berufung der 3taiSa») schäft hob die Strafkammer dieses Urteil auf unb tzmW die Angeklagten in Ordnungsstrafen von it 2 indem sie ausführte, daß zwar von einer Steuerhinimiklmtn- absickt keine Rede sein kann, doch genügen die unriiftm gaben zur Erkennung der Ordnungsstrafen. Hcriisitslaat. H. F. Frankenthal, 19. Dez. Ein sehr umsoioa- Weinfälschungsprozeß, der das weitgehendste Äötz erregen und ganz besonders für den Demhandcl vor. 7. -> ordentlichem Interesse sein dürfte, begann heute nur.bn?;- f'-mmer des Landgerichts. Auf der Anklagebank erfd'tirw- Rcichstags-Ab geordnete, Gutsbesitze- C tt?:*-'1 t 0 rius aus Mußback. 1812 in Darmstadt geboren. Mti Anklagebeschluß wird Sartorius beschuldigt, von 1890-19(6» werbsmäßig Wein unter Anwendung verbotener Bcfibm D gestellt zu haben, indem er O Wein herstellte unter eines Aufgusses von Zuckcrwasser auf Trauben bei terkF ..Angähr". 2) Bon Säuren besonders WeinsteinsäM nH® Bukettstofsen als salvia selaria auch Muskatell'rsraiit, Aprikosen, Ananas, Koriander, Reseden, Iobannisl^em^« & bannisbrot, Himbeeren u. a. 3) Von Stossen, durch Extraktgehalt erhöht wird, als doppelfchwefelsauren il'ilkMHo ascke. 4) Indem er W"in Wasser zusetzte beim VerscknilW^U A'.-s'.uckeriing des Weines, das ekelerregende, widerlick' r rt ungen führende Wasser des Mußbaches teils neck teils auch in rohem Zustande verwandte und alle d'.eitM solche Produkte unter ber Bezeichnung Wein feilhielt und veW Bei seiner Vernehmung bestreitet der Angeklagte icke ^*1 Ter Prozeß wird, da zahlreiche Zeugen und Sachverst'wbi-vl laden sind, mehrere Tage dauern Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mit^eteilt von der Bank für H* nnd Industrie, Giessen. 20. Bez., 1.15 Uhr. Frankfurter Börse 21« 3^°/, ‘3% Portneiesen III . 135.20 Tilrkenlose . 96 00 . 239.25 . 134.00 4% 3 "6 99.40 100.00 95.40 v Oesterr. Silberrente Unirar. Goldrente . . Italien. Rente . . . Portugiesen Serie I . 3iz°/n Oberhessen . . 4% Oesterr. Goldrente. Harpener Bergwerk Laurahiitte Lombarden E. B Nordd Lloyd . . Türkenlose . • 3^% 3% 3y?k Elektriz. Lahmeycr . Elektriz. Schnckert . Eschweiler Bergwerk Gelsenkirchen Berirwerk Hamburg- Amerik Pakctf. Harpener Bergwerk, Lanrahütte.....- Nordd. Llovd . • •. Canada E. B. . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder Union C. Dresdner Bank . . Tendenz: schwach. Oberschles. Eisen-Industrie Berliner Handelsircs Darmstädter Bank ■ • Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. - Dresdner Bank • • • Kreditaktien . • • Baltimore- und Ohio- Eisenbahn Gottbardbahn ' Lombard Eisenbahn - Oesterr. Staatsbahn . Prince-Henri-Eisenbahn 3% Mexikaner 4 X °/0 Chinesen Aktien Bochum Guss . . Buderus E. W. . . 173.R0 . 143.20 . 238.20 . 93.20 . 159.25 Reichsanleihe do. Konsols . . do. . . Hessen . . 100.40 88.30 100.45 8830 98.90 Tendenz: ziemlich fest. Herliner Börse, 20. Dez.. Anfangskurse 67.80 67.50 88.30 94.50 89.90 4%°'o russ.Staatsanl. 190", 4 J-2°,, japan. Staatsanleihe 1 "0 Conv. Türken von 1903 4% Griech. Monopol-Anl. . 52 75 4% äussere Argentinier . S9.00 . . 67.50 Kri'Nttat-Draljlmi'ldlMsien« Die hessische Türonredc. B.-B. Darmstadt, 20. Dez., */.! Ter 33. Landtag wurde heute mittig 12 Uhr vom Herzog eröffnet. In brr Thronrede führte t;r 1 daß die Revision des laudstäudischen Wahlgcwk's em« - Aufgabe seiner Regierung bilden werde und er gcoe « Hoffnung hin, daß die neue einzubringeude Vorlage ein l^ge zur Verständigung bieten werde. Auch das o e m Umlagen- und G e :n e i n d e Ll b g a b e n - G c s e tz >oc . . Landtag wiederum zugehen. , a u. 11 Ferner werden angekundigt die Wiedcrtwrlage der waltungsgesetzreform, des Gesetzes über bie Parfümerien Toiletteseifen elegante Kartonnagen 6360 Adolf Bieler, Marktstr. 5 25__4^ Über 104 Jahre Zfr im deutschen Haushalt eingeführt und beliebt Ist Werner Zreuer'r (Zffr-Znrrogst als feinster und billigster Caffe-Zusatz. A. Reinig Optische Waaron Giessen Seltersweg 30 Fräulein Lma Haas Lie Beerdigung findet in Oberursel statt, 6444 herzlichsten Dank 6448 I. A.: Familie Gastwirt Gengnagel Großen-Buseck, 19. Dezember 1905. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an unserem schweren Verluste, ganz besonders für die triostreichen Grabworte des Herrn Pfarrer Barth sagen heute nach einem schweren Krankenlager im Alter von 45 Jahren Oberursel sanft entschlafen ist. Im Namen der Hinterbliebenen: Christian Haas. Giessen (Wilhelmstrasse 36), Viernheim, Oberursel, am 18. Dezember 1905. Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten hierdurch die Mitteilung, dass unsere vielgeliebte Schwester, Schwägerin und Tante M K W Dampf-Waschmaschinen I"* Waschmaschinen mit selbsttätig. Waschscheibe, Pendel- und feit* lichem Antrieb , empfiehlt billigst A. Reinig; Seitenweg 30 GIESSEN. Er Vorlage wird sich mit der Erbauung neuer Bahnen K m Infolge der starken Zunahme der Freguenz von Bad- F: hei in ist außer der Turchführung des bereits beschlossenen ? C nic3 die Errichtung einer Wasserversorgung der fl: 1 chen Betriebe erforderlich geworden. Die dafür gesickerten £ len sind so stark, daß sie auch der Wasserversorgung zahl- t'C er Gemeinden der Kreise Büdingen, Friedberg jti Gießen nutzbar gemacht werden können. trür Bad Salzhausen werden neue Mittel für Tief- trittgen zur Erschließung naturwarmer Soole und für ein Mt -iai's gefordert. Weitere Vorlagen bezwcden die Förderung der Bode n- §!tiur im oberen Vogelsberg, sowie die Revision des s dbereinigungSgesetzes, des Bachgesetzes und & : llgemeinen Bauordnung. ! Marburg, 20. Dez. In der vergangenen Nacht br.n.‘ ein Einbruch in den Elisabethdom verübt W» Edelsteine im Werte von 5000 Mk. gestohlen. löln, 19. Dez. Die .Köln. Ztg/ meldet: Die HerauS- c eines Weißbuches über Marokko ist jetzt endgiltig Blumentische sehr große Auswahl nur prima Fabrikat modernste Ausiührung zu außergewöhnlich billigen Preisen. Franko Lieferung. Ph. Henkel Stuhlschreinerei Sonncustraße 14. 6116 Märkte. fc. Frankfurt a. M., 20. Dez. tOrig.-Delegr. de? .Dietz. An;.") V i e h m a r k t. Zum Verkaufe standen 000 Kälber, 00 Schafe und Hammel, 1063 Schweine, 1. Qual. 73—77 Pfg., Lebendgeivicht 57—57.50 Psg., 2. Qual. 72 Pia., Lebendgewicht 56.00—00 Psg., 3. Qual. 67—69 Psg. Kälber 1 Qual. 00—00 Ps., Lebendgewicht 00—00 Psg., 2. Qual. 00—00 Pfg.. 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Te-i Gin fehl', et das tocitgefc r den Deinhan^ , begann heute« der Dnklaocbm! , Gutsbesikt' : Tnrmfiflbt gebtr lefimfbigt, von 1” >ung verbotener' ein herflellte untr. 7 auf Trauben: anders Weinstein« Meller» -stden, ssobminisbo 'Van Stossen, d? ivelsck>wcselsauren.e ^setzte beim Ser stlmegmde, tvtd.':. ufbacbes teils vnwondte und s mngWeinse-lM'. et der Angell.?!- qcugen und empfiehlt Rheinisches Kaufhaus Für die bevorstehenden Feiertage empfehle ich mein reichhaltiges , - Lager in reinen 6452 ' Moselweinen. ferner Heidsiek Monopole, Louis Roederer, Mercier (Ay CnSment & Carte d’Or), Knpferbcrg Gold, Heukcll trocken, Matheus Müller, Landkarte von Gremplcr & (So., Grüuberg i Schl., Stein trocken. Bowlensekt Alleinige Niederlage der The Continental Bodega Companie. 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Die meisten Europäer sind be- ■ipifnct. Tie offiziellen Gebäude und Telegraphenämter Pntibcm von Soldaten bemacht. Tie letzte Nacht verlief ruhig. Heute morgen lamen wieder einige Ruhestörungen vor. Wir ■ä"Oiflcn mehrere europäische Kriegsschiffe. ES macht den PeLpvaren 6454 verkaufe zu bedeutend herabgesetzten Preisen. Kmiziilatz I. Kaan |r. Kttiizplatz. Zum Festt Prima Dauer-Maronen per Pfimd 20 Pfennig Prima Kokosnüsse m. Milch per Stück 25 Pfennig Prima neue Feigen per Pfund 30 u. 60 Pfg., per Kistchen 60 Pfennig Prima neue Datteln per Pfund 30 Psg. u. 1 Mk. per Karton 80 Pfennig Prima neues Johannesbr^ per Pkund 30 Pfennig Prima Riesen-Trauben per Pstrnd 70 Pfennig Prima neue Paranüsse per Pfund 60 Pfennig Prima Murcia-Apfelfinen per Dutzend 50, 70 u. 100 Pfg. Prima goldgelbe Zitronen per Dutzend 70 Pfennig Frische Ananas Präsentkörbe in großer Auswahl £. 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Streng reelle und aus- Verlegung keine Schwierigkeiten bereiten. Zunächst werde es ihrer Ansicht nach der marokkanischen Regierung" als derjenigen, die Frankreich und Deutschland Algeciras an Slelle von Tanger vorgeschlagen habe, zukomnren, sich z»t der geplanten Verlegung zu äußern. Essen, 20. Dez. Wie die „Rhein.-Wests. Ztg." wissen wiN, habe es sich bei der Unterredung zruischen dem Reichskanzler und dem Zeutrumsfiihrrr Tr. Spahn um die Diätenfrage gehandelt. Angeblich soll es dem Reichskanzler gelungen fein, die Beden ken des Kaisers wegen der Einfiihrung der Diäten zu zerstreuen, und es sei zu e r w a r t e n, daß dem Reichstag bald nach seinem Wiederzusammentritt nach Neujahr eine Vorlage zugehen wird, die sich im großen und ganzen mit der Zentrums- Resolution betreffend Einführung von Tagegeldern für die Reichstags Mitglied er deckt. Elberfeld, 20. Dez. In der heutigen Stadtratssitzung teilte ein Aufsichtsrat der Vaterländischen Hagelversicherungsgesellschaft mit, daß die Gesellschaft die Reserven, sowie den größten Teil des Aktienkapitals verloren habe. Oppeln, 20. Dez. Der Gendarm Kleim wurde bei einem nächtlickien Patrmiil' -nqange in Friedensbütte von fiinf Einbrechern durch Revolverschüsse schwer verletzt. 2er Regierungspräsident setzte für die Ergreifung der Täter eine Belohnung von 1000 Mark hud. Glatz, 20. Dez. Ein Unteroffizier eines hiesigen sanier'cregimentes erscho ß einen anderen in der Sclmfer- Lergsk .-rite infolge Spielens mit einer Platzpatrone. ^roiirc^' KW *-55 fii shloffen. — De l|k|(in. Ztg." te'enro Netfle: n morgen wi ■ r htut ich e und t , bkich impft, darauf -9S jstr. Dßl,ch«nt1 6456 eine eine 3-Zimmerroohnung, Licblgstraßc 33, IV 4-Zimmerroohnung eine 6792 6442 Rittergasse 11. 48911 zugeben. »ttuf dem Wege von Peuch-• - nach Gießeii wurde l« cnx .... 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