Nr. 73 Erstes Blatt. 155. Jahrgang Montag 27. MarzlttttF en^eiet «H-ttch außer Sonntags. Dem Gießener AnAeiger werden nn Wechjel mit dem Kefftschrn Landwirt die Gietzener ZamUien» Mittet viermal m der Woche betgelegL ÄotxxttonSbrud u. Verlag der Brüh lsschen. Untveri.-Buch-n. Stein» bturferei. R. Bange. Aebaftkm, Lrvedttton und Druckerei: Schnlstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 51. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger v ** Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Ve-ng»pre1Or monantch7b Pt., viertel« jährlich Mk. 2.20; durch Avhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk.2.— viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme Don Anzei^n 'n die Tc uit" Hinter 's vo-mittig- 4 'eine. V'rem7tet8: airSrvärt- P z. Derantwor-l'ch stne den polst, und (J ,e> t. Teil P. Wtttio- für , Stadt und Stint)' und ^GerichtSsaa!': August Goetz; für den Anzeigenteil: Hans Beck. Ire Heutige Kummer umfaßt 10 Seiten. Des deutschen Kaiscrpaares W-erfakrt. Zu der vorübergehenden Anwesenheit Kaiser Wilhelms fit den britischen Gewässern bemerkt der „Standard": Tie vielen angenehm en Erinnerungen der Engländer * an seine freundliche Bereitwilligkeit, von der Gastfreundschaft der englischen Gestade Gebrauch zu machen, haben sich um eine neue vermehrt. Die bestenWünschederEngländer würden ihn auf seiner Kreuzfahrt begleiten, deren Hauptzweck Erholung von langer Hingebung an die Staatsgeschäfte und die Befriedigung jener künstlerischen Gaben sei, die in seinem vielseitigen Eharakter mit der Hingabe an ein hohes Ideal von der Pflicht als Herrscher eines mächtigen Staates wetteifern. Nach einer Meldung der „Magdeb. Ztg." aus Lisa- üon trifft der Kaiser dort heute (Montag) nacymittag ein. Mn Abend findet ein Festmahl statt, tags daraus ein zweites. Ter Kaiser wird dann die Garnison besichtigen, einem Feste im Rathause beiwohnen und in Begleitung des Königspaares einen Ausflug nach Eintra unternehmen. Iu Tanger wird zur Begrüßung des Kaisers der Sultan den Ohidin Muley-Abdelmanek entsenden, der von dem Minister für auswärtige Angelegenheiten, Abdel Krim Ben Sliman, und dem Großkammerherrn Driß Bren Aisch begleitet sein wird. Tas Pariser nationalistische Blatt „La Presse" kritisiert anläßlich des Besuches Kaiser Wilhelms in Tanger in sehr scharfer Weise die marokkanische Politik Delcassäs, welcher {p naiv war, zu glauben, er könne durch den 'Abschluß des französisch-englischen Abkommens dem deutschen Handel versperren. England habe wohl gewußt, was es tue, als es Frankreich in das marokkanische Abenteuer hineinstieß. England habe Frankreich mit dem kostspieligen und schwierigen Polizcigeschäst in Marokko betraut und gleichzeitig seinen wirtschaftlichen Nebenbuhler, Deutschland, gereizt. Gerüchtweise verlautet in vatikanischen Kreisen, baß der Kaiser an den Papst einen Flügeladjutanten entsenden werde, der ein Handschreiben überbringen soll. Die Neberfahrt der „HohenzvUern" mit der deutschen Kaiserin an Bord nach Ci Vita Vecchia war eine gute, trotz des Unwetters, das die Jacht zwei Stunden nach ihrer Abfahrt auszuhalten hatte. In Civita Vecchia fand am Samstag eine Begegnung der Kaiserin mit dem italienischen Königspaare statt. Bei ihrem Besuche an Bord der „Hohenzollern" wurden der König und die Königin vom Prinzen Eitel Friedrich am Fallrep erwartet. Die Kaiserin empfing das Königspaar im großen Salon der „Hohenzollern". Die Königin überreichte der Kaiserin einen herrlichen Blumenkorb. Bald nach Eintreffen des Königs und der Königin fand an Bord der „Hohenzollern" Frühstückstafel zu 20 Gedecken statt. Um 3V2 Uhr verabschiedeten sich der König und die Königin. Am Sonntag nachmittag lief die Jacht „Hohenzollern" mit der Kaiserin an Bord in Begleitung des „Sleipner"und mehrerer italienischer Torpedoboote im Hafen von Messina ein. Beim Einlaufen wurden vom Fort San Salvatore Salutschüsse abgegeben, welche die „Hohenzollern" beantwortete. Der deutsche Konsul Jvcob begab sich an Bord der „Hohenzollern". "Am Hafen und auf dem reich beflaggten Korso hatte sich eine große Volksmenge eingefunden. Um 31/2 Uhr begab sich Kaiserin Auguste Victoria mit dem Prinzen Eitel Friedrich und Oskar an Land, um verschiedene Sehenswürdigkeiten der Stadt zu besichtigen. Gießener Stadtlßealer. Kabale und Liebe. Bürgerliches Trauerspiel von Friedr. v. Schiller. Es ist in diesen Tagen des Schillergedenkens schon einmal der Gedanke laut geworden, wie schade es doch sei, daß schon in der Jugend, in der Schule, so viel von Schillers Gedichten int Munde geführt werde, in einer Zeit, da unser Geist und Empfinden so wenig noch ''gebildet ist, das Genie dieses großen Mannes ganz zu begreifen und uns seiner Werke in ihrer großen, unmittelbaren Wirkung zu freuen. Es ist im Grunde in der Tat ein schlechter Dienst, den uns die Schule erweist' indem sie zu früh uns die Beivunderung abnötigt vor entern Dichter, dessen innerstes Wesen wir erst später vril zu erfassen vermögen. Diese aufgedrungenen Halbheiten hängen zu unserem Schaden uns lange nach; wie viel hinreißender würde uns die Bekanntschaft des Dichters, werden, mit wie viel mehr Neigung und Staunen würden wir in reisen Jahren dem Namen des Großen folgen, wenn er uns bis dahin mit dem der andern Geistesgewaltigen von unseren Erziehern heilig gehalten würde? So verhält es sich auch Mit den Dramen Schillers, die viel zu früh uns auf der Bühne gezeigt werden. Mit dem Einfachen möge man, wie «auf den andern Gebieten, des Bildens und Erziehens, beginnen, und ebenso wie es als Schülern uns versagt war, etwa Romane zu lesen, so sollten wir als solche davor bewahrt bleiben, der dramatischen Kunst in ihren -größten Erzeugnüssen unfern verständnislosen Beifall zu spenden. Denn den Patriotismus mrd die anderen Ideale könnte man uns füglich auch aus anderen Exempeln lehren. Und der künstlerische Quell in Schillers Werken bliebe uns ftisch und ungetrübt. Vielleicht gibt die bevorstehende ^chillergedenkzeit einen Wandel zum Bessern. Mögen ans den Aufführungen Schiller'scher Dramen, die in diesem Jahre häufiger als sonst stattfindeni, das Andenken des Dichters verjüngt und von Vorurteilen geläutet emporsteigen, so daß wir fortan den ästhettschen Wert ' seiner Dichtungen besser ermessen können. Die gestrige Aufführung von „Kabale u n d L i e b e" könnte 'fei Manchem in dir Hinwegräirmmlg vorgefaßter Meinungen ;fen Anfang machen. Zwar allen scheint diese Dichtung — - mb man weiß diesmal nicht, ob man sich darüber freuen oder »ÄenuLtuung darüber empfinden soll — nicht bekannt zu sein. Der Krieg. Vom Kriegsschauplätze. Petersburg, 26. März. General Linewitsch meldet vom 25. Märzr Die Nacht ist ruhig verlaufen; bei den Armeen ist beute keine Veränderung eingetreten. Kleine japanische berittene Patrouillen nähern sich der Station Tschuanmiausa. Petersburg, 26. März. Die „Petersb. Tel.-Ag." meldet aus Sypingai vom 25. März: Durch starke Arriere- garden gedeckt zieht die Armee auf befestigte Stellungen. Heute ftüh umritt der Kommandierende der Armee die Truppen und begrüßte besonders die Ueberreste eines Schützenregimentes, die sich mit dem Bajonett durch den geschlossenen Ring an Zahl überlegener japanischer Streitkräfte den Weg gebahnt hatten und von denen nur 126 Mann mit der Fahne zurückgekehrt waren. Die Stimmung der Truppen ist gut. Petersburg, 26. März. Die „Petersb. Tel.-Ag/ meldet aus Gunschunling vom 25. März: Die Truppen nehmen allmählich die neuen Stellungen ein und treten mit einander in Fühlung. Die nach den Kämpfen bei Muk- den nach Norden gezogenen Trains nähern sich ihren Truppenteilen, die von ihren Truppenteilen getrennten Mannschaften kehren zurück. Auf der rechten russischen Flanke sollen in der Umgegend der Stadt Mamakai bedeutende Chunchusenbanden bemerkt worden sein. Petersburg, 26. März. Ein kaiserlicher Tagesbefehl vom 25. Marz enthebt den General der Infanterie v. Gripenberg von dem Posten eines Kommandierenden der zweiten Mandschureiarmee, beläßt ihn jedoch in der Stellung eines Generaladjutanten des Kaisers. Petersburg, 26. März. Nach einer amtlichen Mitteilung belaufen sich die bisherigen Truppensendungen nach Charbin auf 13 000 Offiziere, 761467 Mann Infanterie und 146 000 Mann Kavallerie sowie 1521 Geschütze. Aus dieser Zahl scheint hervorzugehen, daß die russischen Verluste die bisherigen Schätzungen bedeutend übersteigen. Petersburg, 25. März. Vom Kriegsschauplatz melden die Blätter, daß die Gerüchte von der japanischen Umgehungsbewegung sich erhalten. Die Absicht der Japaner geht darauf, die Russen von Charbin abzu- schneid en. Wie der „Ruß" erfährt, sollen die mongolischen Fürsten die Japaner unterstützen, die von Lamas geführten Mongolen anwerben und ihren alten Kriegsgeist zu beleben sich bemühen. Gunschuling, 25. Marz. Der Vormarsch der Japaner läßt eine baldige Offensive vermuten. Die starke Umgehung im Osten wird al? Vorgehen auf Kirin angedeutet. Angeblich operieren die Japaner gegen Wladiwostok. Letzteres ist anscheinend nur eine Demonstration. General Liniwitsch besuchte 23 Lazarette in der Umgebung von Gunschuling und verteilte viele Georgskreuze. Der größte Teil der Verwundeten wird nach Norden geschafft. Tokio, 26. März. (Amtlich.) Die Oberleitung der bei Hsingsching stehenden japanischen Streitmacht meldet, daß der Feind sich von dort 90 Meilen nordöstlich in der Richtung auf Hanlungschan zurückgezogen habe. London, 25. März. Eine Drahtung der Petersburger „Tnnes" vom 24. März besagt: Berechnungen des Generalstabes zufolge stehen jetzt die russische und die japanische Armee 40 englische Meilen von einander ent- Denn bei der kräftigen Sprache des Stadtmusikanten Miller schienen gestern viele iatffen Ernstes, oder vielmehr Spaßes, zu glauben, daß man ein Lustspiel zu erwarten habe. „Kabale und Liebe" ist, weil es ein Jugendwerk des Dichters und zugleich ein bürgerliches Trauerspiel ist, wie wenig andere geeignet, uns Schiller in einem ganz besonderen, interessanten Lichte zu zeigen. Schwächen, die sich aus der Jugend des Dichters erklären lassen, hat diese Tragödie noch genug. Man denke nur beispielsweise an die großen, erstaunlichen Reden der sechzehnjährigen Luise, die sie dem Sekretär Wurm, ganz besonders aber der Lady Milford gegenüber führt, oder an die sehr exzentrische Charakterzeichnung fast sämtlicher Personen! Umso bewundernder gewahren mir den großen, dramatischen Zug, der durch das Ganze geht, die packende Kraft der Entwicklung, die ferner Zeit über das gewaltige Genie des Autors niemand im Zweifel lassen konnte. Die gestrige Darstellung bot viel Schönes. Der Familie Miller zwar konnte man seinen vollen Beifall nicht geben. Die Luise wurde von Frl. Dülfer mit viel warmer Hingabe an ihre Ausgabe gespielt, aber gerade die an einigen Stellen etwas ungeschlachte Sprache des jungen Mädchens mußte die Darstellerin zur Vorsicht und Mäßigung mahnen. Hätte sie hier dem Sinn und der Natürlichkeit der Rolle mehr Rechmmg getragen und wäre sie in der Aeußerung der Leidenschaftlichkeit sparsamer gewesen, so hätten einige sehr gute Momente, die sie hatte, gewonnen. Herr Conradi als Stadtmusikant offenbarte sich zu sehr!-als Komiker, mrd seine stoßweisen Aussprüche gingen nicht aus einer einheitlichen Charakterauffassung hervor. Und ein entschiedener Ernst steckt doch in dem biederen Musikus ebenso wie in seiner zwar einfältigen und unverständigen aber doch künstlerssch einheillich geschauten Gattin, aus der Fran Fischer nut Unrecht das Bild einer mehr unbescheiden unternehmenden Frau gestaltete. Dem Präsidenten des Hrn. Linz en ist die vollste Anerkennung zu zollen. Ton urtb Geberde waren vorzüglich, und die charakteristischen Färbungen dieses von Schiller mit so genialen Strichen lyingetvorfenen alten Intriganten und Bösewichtes kamen voll zur Geltung. Von großem künstlerischen Wert war auch das Spiel des Herrn L ö t t j 0 ha n N als Ferdinand. Er würde auch auf jeder großen Bühne den vollsten Bestall gefunden haben. Ihm ist der Tadel, den wir Frl. Dülfer machen mußten, nicht vorzuhalten, denn mit Takt und doch mit feuriger Lebendigkeit fernt. Die Russen sind mit Verschanzung ihrer Stellungen, beschäftigt. Die Japaner haben die Verfolgung augen- scheinlich eingestellt, um ihre Reihen zu ergänzen. Der Generalstab befürchtet keine unverzügliche Gefahr von japanischen Flankenbewegungen. Von dem rusfischeu Geschwader. Suez, 26. März. Das ganze russische Gc-^ schwader ist gestern hier angekommen. Das dritte Ge- schwader ist heute in südlicher Richtung abgeganqen. Paris, 25. März. In Petersburg geht nach einer Depesche des „Matirri das unkontrollierbare Gerücht, die Panzer „Ssiossofft, „Wclikri und „Navarirri von der Flotte Roscbdjeswenskis seien durch einen Angriff japa-i nischer Torpedoboote schwer beschädigt worden^ Diese Boote seien von dem Geschwader entsandt worden, daS sich bei Singapore aufhält. (Diese höchst unwahrscheinliche Meldung ist bisher von keiner Seite bestätigt worden. D. R.> Petersburg, 25. März. Der Kommandant bec Schwarzen Meer-Flotte, Admiral Tschichnin, äußerte sich zu seinen Offizieren über die Aussichten Roschd- jeswenskis wie folgt: Ohne Kampf wird er nicht nach Norden gelangen. Die Japaner können zweierlei unternehmen: entweder sie gehen in den indischen Ozean unb vernichten mit ihren zahlreichen Kreuzern die russischen Transportschiffe. Dann fehlte unterem Geschwader die Lebenskraft, oder sie kämpfen gegen die russische Flotte, wobei Japan ohne großen Nachteil die Halste seiner Flotte, ja sogar mehr verlieren könnte, wenn sie nur verhindern, daß die Russen ihr Ziel erreichen. RoschdjeSwenski muß das voraussehen und seine Willenskraft zusammennehmen und den Japanern einen Kampf liefern. Das kann man von ihm erwarten. Wrr sind, sagte Tschuchnin, besonders aus dem Grunde immer unterlegen, weil uns die Willenskraft im letzten Moment verließ. Krieg oder Frieden? Der Berichterstatter dS Reuter'schen BureauS im Hauptquartier des Generals Oku meldet vom 22. März: Er hatte mit Marschall Oyama eine Unterredung, die erste, die er einem Journalisten gewährte. Oyama lehnte e§ ab', Wahrscheinlichkeit oder Unwahrscheinlichkeit deS Friedensschlusses zu erörtern, da er Soldat und nicht Politiker fei» Er sprach mit warmer Bewunderung von den Russen, deren Offiziere und Soldaten sich, wie er sagte, wacker geschlagen hätten. Der Umstand, daß die Japaner Port Arthur den Chinesen seinerzeit mit anderthalb Divisionen in nur fünf! Stunden entreißen konnten, zeige den Unterschied zwischen chinesischen und russischen Soldaten. Die Japaner hätterr ihre Pflicht getan, wie man es von ihnen erwartet habe.' Oyama lehnte es auch ab, sich über die zukünftigen Plän« der Japaner zu äußern und sagte nur: Wir sind bereits den Krieg so lange fortzusetzeu als nötig. Oyama, dessen Befinden ausgezeichnet ist, bewohnt mit dem Generalstab fünf Chinesenhäuser, die ihm von dem chinesischen Vizekönig zur Verfügung gestellt worden sind. Petersburg, 26. März. Mit großer Bestimmtheit tritt hier das Gerücht auf, oaß der Kri e gs mini ster Ssacharow von seinem Posten zurücktreten werde, da er die Verantwortlichkeit für eine weitere Fortsetzung des Krieges nicht übernehmen wollet Ms sein Nachfolger kommt Graf Komaroff in Betracht. Paris, 26. März-. Der Petersburger Korrespondent. wußte er -alle Schwierigkeiten der sprudelnden Sprache zu nehmen, die ein fernes (Hgvägen und Empfinden des Künstlers erfordert.' Von JMeresse war es, wie Herr de G i 0 r g i. mit dem. Sekretär Wurm fertig werden würde. Wir haben ihn ht diesem! Winter in der ähnlichen Rolle des Franz Moor gesehen. Beide Male bot er eine sehr gute Auffassung und Charakterisierung^ fünft. Nur eins hätte Herr de Giorgi gestern wehr in Betracht ziehen sollen, nämlich, daß Wurm als Schreiber nur eine untergeordnete Stellung emuimmt und neben dem PräfideMen und auch neben dem Mädchen, das er durch ferne Schurkerei sich gewinnen will, durchaus als geduckter Kriecher erscheinen muß: Hr. de Giorgi gab seinem Wurm eine zu straffe, ja vornehme Halttmg, während er durch etwas mehr Beweglichkeit, die allere dings eine große Kunst erfordert, mehr gewirkt haben würde: Der gemessene, richevolle Schritt wollte zu dem Schurkenstreich des Seftetärs nicht so recht passen Frl. Gartner als Lady MÜford gelang es nur teflweste, die über einen Fürstenhof herrschende Frau glücklich zur Darstellung zu bringen. Das Haus war gut besucht. * A. G. — Man schreibt uns aus. Frankfurt a. M.ri Zu Ehren Paul Heys es, der bekanntlich am 15. d. M. fernen: 75. Geburtstag feierte, wurden am Samstag zwei feiner Werke als Premieren aufgeführt. Der Erfolg war^ verschieden. WährerÄ in dem Einakter „Die Tochter der Semiramis", einer Tragödie, der tragische Konflikt scharf herausgearbeitet und die Katastrophe gut motiviert ist, wiri> in dem Drama „Ein Kanadierin der Knoten^ zwar geschürzt, aber — hinter der Bühne durchhauen, und der Zuschauer erfährt nur durch Erzählen, wasl geschehen. Der Einakter, der durch den Wohllaut seiner schönens Verse das^ Publikum zu ^andächtiger Aufmerksamkeit und spontanem Beifall hrnriß,. variiert das Motiv der deutschen Märchen-- prinKessin,, deren Freiern ihr Wepben den Kopf kostet. Hier will die assyrische Könrg-izi Mylstta, imt dche Schmach ihrer Mutter an dem ganzen Geichlechte zu rächen, immer nur für eine Nacht einem Manne angehören, den sie ernt andern Morgen töten läßt. Ninyas, ein junger Fsscher, freit als letzter mit der Absicht, den „Vampyr", der auch setnen Bnrder geopfert, in der Hoch-- zestnacht zu erdrosseln. Brid? entbrennen aber in heftiger Liebe, zu einander.^ Die Königin schivön, ihm für immer anzugehörnL.j Er aber stößt sich den Dolch in die Brust, weil er die Rächers sechs ur sch £pC1t Gebrauch. •* Die Krachenburg. Man schreibt im§ ou& Darmstadt von sehr geschätzter Seite: Von dem seit . .geraumer Zeit so benamseten alten Hause in der Neuenbäue 0! erzählten einige Damen, das; ihr Vater vor 10 0 Zähren genommen. „ r . £ , Tokio, 26. März. Der d e u t s che Ge s a n d t e, Gras Arcovalley, gab zu Ehren bc5 Prinzen Arisugawc und seiner Gemablin, welche sich zur Teilnahme an der HochzciLSfeier deS deutschen Kronprinzen nach Berlin begeben, ein Fest, dem das japanische Minister- kabinett, das diplomatische Korps und sonstige hervorragende Persönlichkeiten beiwohnten. Ans und Lcv'S. (Niesten, den 27. März 1905. ** Personalien. Verliehen wurde dem Oberlehrer an der Gemeindeschule zu Heppenheim a. d. B. Schmidt dec Titel Rektor. — Versetzt wurde der Dammwärter Haas zu Wimpfen a. B. in gleicher Diensteigenschaft nach Mainz. "Empfang. S. K. H. der Grostherzog empfingen am 25. März tt. a. den Geh. Med.-Rat Professor Dr. Voss in 8, Rektor der Landesuniversität Giesten. ** Besitzwechsel. Das Scheyda'sche Anwesen, Vergstraste 5, ging für 25000 Mk. in den Besitz des Bauunternehmers G. Nauheimer über. ** Der Bauersche Gesangverein feierte am Sonntag abend im Neuen Saalbau sein 41. Stiftungsfest. Die zahlreich erschienenen Mitglieder mit ihren Familien, sowie die Gäste wurden vom 2. Vorsitzenden Gg. To dt begrüßt., Dieser gedachte des Wegganges des bisherigen Dirigenten P. Polster, dessen Verdienste der Verein durch Ernennung zum Ehrenmitglied nnd Darbringung eines Ständchens am heutigen Montag abend zu würdigen beschlosien hat. Wer schon Gelegenheit hatte, die Lieder des Bauerschen Gesangvereins zu hören, konnte am gestrigen Abend wahrnehmen, daß der Verein mächtig vorwärts strebt; dies gilt besonders in der Pflege des Volksliedes. Unter Leitung des Herrn Görlach, des neuen Dirigenten, brachte die Sängerschar Vortreffliches zu Gehör. Solovorträge für Bariton, Tenor und Baß wechselten mit exakt vorgetragenen Chorliedern. Von letzteren verdient das Schlußlied: „Im Busecker Tal" besonders hervor- gehoben zu werden. Ein heimischer Dichter (Gg. Todt) und ein heimischer Komponist (Gernhart) haben ein Werk geschaffen, das weiteste Verbreitung verdient. In Text wie in Melodie spricht sich die Eigenart des vor den Toren unserer Vaterstadt beginnenden Landstriches und seiner Bewohner vortrefflich aus. Scherz und Ernst, Lebenslust und Trauer kommt in heimatlichen Weisen zum Ausdruck. Den Schluß des durch einige GesangSeinlagen des Gesamtchors erweiterteu ersten Teils bildet ein von Mitgliedern gut gespielter Einakter: „Das Versprechen hinterm Herd". Den zweiten Teil' des Festes hatten die „Bauern" der tanzlustigen Teilnehmer» 'char reserviert und diese machte davon den ausgiebigsten Lahn sprang. . .. ** Warnung. Vor einiger Zeit versuchte em u bekannter hier eine einem Zehnmarkstück ähnliche Spielmar e für ein Zehnmarkstück zu verausgaben. der Betrug bc* •* Eine brutale Rohheit wurde in der Nacht vorn Samstag aus Sonntag in der Westanlage verübt., An dec dort befindlichen Anpflanzung wiirden nicht weniger a y 8 Zierbäumchen abgebrochen und eins aus dem Bo en heraus gerissen. Außerdem wurde ein ca. 4 Zentimeter star e Lindenbäiimchen in der Anlage abgebrochen. Die Spur am Tatorte zeigt einen großen breiten Mannsfuß. Hoffen rcy gelingt es der Polizei^ den Täter zu ermitteln. ** Ländung einer Leiche. Heute morgen rvurot aus der Lahn unterhalb der Bahnhöfe die Leiche eme§ unbekannten Mannes gelandet. Jedenfalls handelt es sich "M den Unbekannten, der vor etwa 8 Wochen am Wog tn ol timt Tabak unb Zigarettcn-Papier, sowie schließlich last not least, — ein Stück Seife enthält. Des frmeren trägt der punber Oftoßsürftin große Mengen von Lebensrnitteln, kondensierte Milch, Csiokolade, Zucker, Kaffee, Wein itrtb auch Tabak und Kerzenlichte nach dem fernen Osten hinaus. In Cannes, wo sich zur Zeit eine ganze Anzahl von Mitgliedern des russischen Kaiserhauses versammelt baben, ist es die tzftoßherzoain-Mufter Anastasia von Mecklenburg-Schwerin, die mit ihrem Vater, dem Großfttrsten Michael, Nikolcnewitsch, ihrem Bruder, dem Großfürsten Georg Michaile witsch, sowie dem Großfürsten Cyrill, der Herzogin-Witwe Marie von Kvburg, die auch eine russische Großfürstin ist, und dem Herzog Georg von Lenchtenburg ein Komitee gebildet hat, daß cm großes Wohl- tätig keitsfest zirm Besten der verwtmdeten Offiziere ar-| rangieren wird. Um das Nützliche mit bem Mgenehmen in angemessener Weise zu verbinden, soll dieses Fest sehr glanzend werden und es wird an drei verschiedenen Tagen, inNizza, tit Mentone und in Cannes vor sich gehen. Das Interessanteste an den geplanten Darbietungen dürfte jedenfalls die Vorführung kinematographischer Bilder sein, die Szenen ans dem mandschuri- sckwn Kriege darstellen und größtenteils mitten un Schlachtgewühl und Kugelregen aufqenomnren wurden. Auch haben verschiedene Pariser Künstler ersten Ranges ihre Mitwirkung an den drei Menden zugesagt, zu deren Begehung die gesamte so kosmopolt- tische Gesellschaft der Riviera sich onsckückt.____________ Ansr'nnd in Sturm und Drang. Petersburg, 25. März. (Petersb. Tel.-Ag.) Es fft beschlossen worden, Maxim Gorki dem Gericht zu übergeben, unter der Anklage der Anfertigung von^Prokla- m a t i o n e n , die den Zweck hatten, die bestehende staats- und öffentliche Ordnung u m zu st o ß en. ^-er Angeklagte halt sich augenblicklich in der Nähe von Riga auf. Es geht das Gerücht, daß seine Gesundheit stark gelitten habe. Falls des Angeklagten Schuld bewiesen wird, tritt gegen ihn dw nach dem Gesetz höchste zulässige Strafe von drei I a h r en Festung in Kraft. , . , „ ,.r, ». ., Warschau , 26. März. Gestern wurde im katholischen Kirchhof Powonzki in einem gemauerten Grab cm Bom b e n l a g e r entdeckt, in dem mehr als 80 Bomben gefimben wurden. Viele ausgabe, die er sich ges..t, nicht erfüllen kann. Frl. Rott- mann spielte das stolze Weib in seiner schwülen^Sinnlichkeit, seiner hingehenden Liebe und zuletzt in der Starrheit des Schmerzes mit hinreißender Leiidenscbast. .Herr Z i e g l e r , ihr Partner, lieh dem stolzen, mutigen Jüngling überzeugende Töne, und Frau Mondthal brachte bett schmerz seiner armen Mutter rührend zum Ausdruck. Der „Kanadier", der Europens übertünchte Höflichkeit, insbesondere —- wie Graf Traft — ihren Ehrenkodex, verlernt hat, findet, von einer Weltreise znftickgekehrt, das Weib seines Bruders, eine „unverstandene", wiewohl abgöttisch geliebte Frau, im Begriff, mit dem verlotterten Gutseleven ihres Mannes in die ersehnte Freiheit zu entfliehen. Er erschießt, da kein anderes Mittel hilft, den Verführer wie absichtslos an dem „Rehbockwechsel" und verläßt, nachdem er die von ihm selbst früher heiß Geliebte kniefällig gebeten hat, ihre Pflicht weiter zu tun, das Haus des ahnungslosen Bruders, um wieder in die Ferne zu ziehen. — Am Schlüsse des zweiten Aktes war die daramatische Spannung hocherregt, das bewies der lebhafte Beifall: aber de Lösung des Konfliktes im dritten Alte befriedigte nicht, und das Interesse flaute ab. — Herr Bauer lKanadier), Herr Tiegelmann lsein Bruder), Frl. B o ch (dessen Weib >, Herr Bo l z > Eleve), S;erc Bayrhammer (Verwalter» boten gediegene Leistungen, besonders der letztere lieferte mit seinem linkischen, schwerfälligen Oekonomen ein Meisterstück. Auch die Tarsteller der Episodenrollen (Frl. Thomas, Herr Pfeil und Auerbach) verdienen rümende^Anerkennung. _ A. S. Paris, 26. März. Ter kaiserlich deutsche Geschäftsträger Botschaftsrat v. Flotow erhielt heute über Brest durch Funken- iLlcgrapbie eine Depesche Kaiser Wilhelms, durch die dreier beauftragt wird, den Angehörigen JuleS VerneS '«S allerhöchste Beileid anszudrücken mit dem Bei fügen, daß der Kaiser in seiner Jugend sich an dm Werken des verstorbenen Schrsitstellers stets besonders „ erfreut habe. __ ßcrlirrrbeitc Schriftsteller u l c £ Verne hinterließ ffentlickste Werk?. Er hat rm Ganzen 105 Bücher ge- ^cin Vermögen betrug mehrere Millionen. Er war fät *1892 Lssirier der Ehrenleaiim. deS ..Petit Parisicn" hatte über die nenerdings austauchen- i den Gerüchte von Friedeusvermittelungen eine Unterredung ( mit einer hohen diplomatischen Persönlichkeit. Diese er- klärte, daß unter dem Vorsitz des Grafen LasilbSdorff eine , Versammlung stattgefnnden habe, in welcher die Eventualität eines ehrenvosileu Friedens erwogen worden fei. Ein ein- < stußreiches Mitglied dieser Versammlung soll erklärt haben, । es sei notwendig, au Frieden zu denken und der < Augenblick sei gekommen, die Vermittelung der ■ französischen Diplomatie anzurufen. Wenn Fapan uns den Vorschlag macht, die Waffen niedcrz-ulegen, so 1 fügte der Gewährsmann des Korrespondenten hinzu, und : seine Bedingungen nicht ztr erniedrigend für uns sind, so rst Rußland bereit, die Angelegenheit in lovaler Weise zu prüfen und die Kousegneuzen der japarrischen Siege anzuerkennen. , , „ London, 25. März. Der Petersburger Berichterstatter des „Daily Telegraph" drahtet am 24. März:-Trotz schern- bar hoffnungsloser Aussichten ist der Friede endlich in Sicht. Der Zar ist sehr gegen seinen Willen davon überzeugt wordeu, daß die weitere Fortsetzung des Krieges finanziell, wirtschaftlich und politisch nachteilig für Rußland sein würde und sei daher bedingungsweise geneigt, den Krieg nicht sortzusetzen. Als Haupthindernis stelle sich dem Friedensschlüsse dem Vernehmen nach die Kriegsentschädigung in den Weg, die Japan verlangt, ^Rußland aber verweigert, obwohl es die vrotweudigkeit, wichtige Gebictszugeständnisse zu machen, anerkenne. „Daily Telegraph" erführt, Japan werde nicht aus Zahlung einer GAdeutschädigung bestehen, falls ihm der dauernde O^enuß irgendwelcher Zngcständnisse absoliit verbürgt würde. Die Petersburger „Handels- und Judustrieztg." meldet über neue Steuern', von den Beamtengehältern über 600 Rubel jährlich würden vom 14. Juni ab 2 Proz. in Abzug gebracht werden; außerdem toürben erhöht die Erbschaftssteuer um 50 Proz., die Biersteuer um 331/3 Proz, die Zündholzsteuer um 100 Proz., ferner die Steuer auf Hefen inländischer Herkunft um 100 Prozent, ausländischer Herkunft um 71 Proz.; die Destillationsprodukte von Naphtha seien mit 60 Kopeken pro Pud belegt. Für die neue IVsprozentige japanische Anleihe sollen nun doch in H am b ur g Zeichnuugsstellcn errichtet werden. Wie die „K.-Ztg." ß cm er Et, hat die Erwartung, daß Japan bald als Sieger den Frieden schließen werde, offenbar einen starken spekulativen Zuzug zu der neuen Anleihe her- vorgerrlfen, denn cs wird schon jetzt von einer vollständigen Unterbringung berichtet. Im übrigen scheint aber, daß picht einmal die deutsche Bvrsenspekulatiou, die infolge ihrer genauen Beobachtung der internationaleu Märkte am ehesten in der Lage ist, ein spekulatives Wagnis zu übernehmen, da eine 4V2proz. Anleihe bei einem Zeichnungskurs von 90 Proz. keine sonderlichen Aussichten auf Preissteigerung mehr eröffnet. Kleine Meldungen. London, 26. März. In Japan macht sich ein be- -enklicher Mangel arr männlichen Personen bemerkbar. Vielfach versehen Frauen Polizeidienst. Paris, 25. Marz. 12 Kosaken in Uniform sind gestern von Rußland über Deutschland hier eingetroffen. Sie erklärten, sie hätten ihre Garnison verlassen, um nicht nach der Mandschurei geschickt zu werden, und seien über die preußische Grenze g c s l ü ch t e t. Um sich Geld zur Reise zu verschaffen, haben sie ihre Pferde unterwegs verkauft. Sie beabsichtigen, sich für die Fremdenlegion anwerben zu lassen. Wohltätige Großfürstinnen. Wenn man cnfte Rni|ct. Rudolphs II, kehrte aber beutsche Botschaftsrat Graf Vern stör ff bie Festrebe, tn L Kassel ziltück. Er ist durch die Anfertigung eines ber er zunäcls! des KönigS von Enalanb gedachte, ^munelsalobus, durch die Erfindung eines Proportioualzirkels. ber bei seinen Untertanen urtb bei allen Völkern ber (^rbe cmc5 TriangularinsttumentS und ber Logarithmen berühmt ge- sich ben Namen eineS Friebcnsfürsten verbient habe morden. Auch hat er als erster das^Pendel zurZeUmepung cm- unb ber unausgesetzt bestrebt sei, bie Völker ein an ber gewendet; ober aber seine Pendeluhr konstruiert hat, yi mcv näher zu bringen unb gegenseitige M iß v er- sicher." . ~ . (n-..™ ni»(ebt stänbnisse zu überbrücken. Der Rebner gab bem Ob btefer bedeutende Mann emmal m ©teßt g > Wunsche Ausdruck, baß bem König noch eine lange srieblichc die Krachenburg erbaut oder Nachkommen isimeriay q , Negierung beschießen sein möge. Ferner gedachte der Redner ivelche darin wohnten, bleibt dahingestellt. Aber gewiß des deutschen Kaisers, der sich seinem Berufe mit daß c5 den Namen „Bürgi'sches HauS" geführt hat. unablässigem Eifer nnd in dem Bewußtsiin widme, die ** Ausstellung ber Schülerinnen-Arbeiten sittliche Verantwortlichkeit vor Gott, ber MUwclt unb Nach-ft er Schule. Am Samstag und Sonntag waren walt zu tragen. Weitausschournd und -ielb-wnßt richte der g, . bcc Alice-Schülerinncu in bem Schulhause an Kaiser sein ganzes Sinne und erachten auf die Hebung P'c -1 mürben non wblreichen Be- der Macht unb des Anseyens des deutschen Vaterlandes, der Norbanlage ausgestellt unb würbe Schul- Gras Bernstorfs gedachte schließlich der Königin von suchern beßchiigt. Sucht nur der Zahl nach _ En gland, der Helferin ber Annen und Kranken und des würbe im Winter von rund loO Schülerinnen besucht 1 Kaisers von Oesterreich, deS wahren Freundes und dertt auch ber Güte nach waren bie ausgestellten Sachen recht vc- treuen Verbündeten des d-eutscl-en Kaisers, der wie dieser merkeuSwert. Legten bie besonbers zahlieichen Ergebnigc bcs barauf bedacht sei, der Welt den Frieden zu erhalten unb jm Weißzeugnähen (Hanb- unb Maschrnenacbech bie Wohlfahrt feiner Völker zu fördern. FeuauiS ab von rühmenswertem Fleiß unb großer Geschick» - Aus Madrid roirb gemeldet, daß bw.»werte Tochter man nn ben Kleibern, bie bem Sdjneiber. bcS Herzogs von Connaught Prinzesfui Brkt°rra n Dasein oerbanken, neben den, Geschick auch den Gr o ßb rrtannten, sich mit bem König Alf onv von a fnA<>n imb äu S panien verloben wirb. Geschmack bewundern. Wo sc o Bericht- Paris, 26. Mürz. Aus Fez wirb vom 22. März backen vermag, war so verlockend auSgestcllt, daß der -vericyc bem „Temps" gemeldet, baß ber Sultan beschlossen habe, erstatter nur schwer einem improvisierten Frühstück töioe * von den anläßlich der Miffion bes französischen Gefanbten stehen konnte. Die Abteilung für Bügeln und Kunstwascherec nach Fez berufenen Vertretern ber einzelne Släote ein f§nnte neben den übrigen mit Ehren bestehen und wies ms- schriftliches unb eingehenb begrünbetes Gutachten über bas besondere einige micktergiltig gereinigte unb gebügelte Snnt< französische Reformprogram m zu verlangen. ^,4e ,-^^ceien auf. Von den Arbeiten aus dem Lehrerinnen- Regierung des Sultan- würde:.v°rEchwch m em.gen . . auS fteat, ba dieser Kursus schon Vorschläge zwar mehr oder minder günstig lauten, jcboch Stickereien, Brenn- und Lchmtzacbeften, die vielleicht^manch kcinensalls irgend eine Lösung bedeuten werde. Die eigent- Besucher vermißt haben dürfte, werden, wie wir Horen, mtn sich en Verhandlungen werden erst dann beginnen mtb wahr- schon an Weihnachten ausgestellt. scheinlich sehr langwierig werden, sodaß bie französische' " "L" Gesanbtschast wo bl noch über drei Monate in Fez zuruck- gehalten werden durfte. Wien, 25. März. Im Abgeordnete n h aufc fand ehtc stürmische Debatte statt über den Antrag des Jmmuni- tätsausschusses auf Auslieferung des alldeutschen Abg. ' Hauck, gegen den als Neoakteur des „Md. Ta.gebl." die Staatsanwaltschaft weg^n eines Artikels über das katholische ■ Altarsakrament und über die Hostie die Anklage aus Gotteslästerung erhoben ist. Der Antrag wurde an- Telephonischer Kursbericht 4 % Oesterr. Goldrente Oe st. Kredit . Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß . Harpener Bergbau Tendenz: fest. Märkte. tV9% 3"/-. 3‘/,% $°/n ^/90/n ®o/n Mexikaner , . ■Oy/. Chinesen . . Electric. Set ackert , Nordd. Lloyd . . Kredite ktien . . . Diflkonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . , Berliner Handelsges Oestorr. Staatsbahn . Lombarden . . , Gottbardbahn « » . Laura h litt© . . . Bochnm . . . . Harpener . . . , Staatschatzscheine . 101 90 . 90.85 . 102.10 . 90.85 . 100.40 . 99.00 . 102.30 105.70 67.90 67.00 4 % Ungar. Goldrento . 4°/ Italien. Rente . . . 4*/2% Portugieser . . , 3°/ Portugiesen. . . . 1 % C. Türken ... Türkenloso .... 4° o Griecb. Monopol -Anl. 4* /, % ?itice lm ernannt. Der Oberlehrer an der Realschule zu Alsfeld, Prof. Dr. Freund, wurde zum Oberlehrer an der Realschule zu Gernsheim und der Oberlehrer W e i d i gl in Gernsheim zum Oberlehrer an der Realschule zu Alsfeld ernannt. Der Oberlehrer Völzing zu Alzey wurde zum Oberlehrer an dem Gvmnasium und Vrogymnasium zu Alzey, der Oberlehrer und Rektor der höheren Bürgerschule zu Homberg a. d. O., Dr. Krausmüller, zum Oberlehrer am Realgvmnasium zu Gießen, und der Oberlehrer R e u n st i e l in Alzey zum Oberlehrer und Leiter der höheren Bürgerschule zu Homberg a. d. O. ernannt. — Ministerialrat Dr. Eis en Hut hat einen vierwöchentlicheu Urlaub angetreten. Vigo, 26. März. Der Dampfer „Hamburgs mH Kaiser Wilhelm an Bord passierte heute nachmittag die Höhe von Vigo. Lissabon, 27. März!. An dem Straßenschmuck und. den übrigen Vorbereitungen zum würdigen E m v f a n g d e si deutschen Kaisers wird fieberhaft gearbeitet. Alle; Hauptstraßen sind festlich geschmückt. Graf Tattenbach, der deutsche Gesandte, konferierte vielfach mit dem hiesigen Minister des ^Auswärtigen, um die Einzelheiten des Empfanges festzusetzen. Der Kaiser wird, wie verlautet, auch einem ihm zu Ehren veranstalteten Stiergefecht beiwohnen. Tie deutsche Kolonie in Oporto entsendet eine Mordnung, die dem Kaiser eine Huldigung darbringen und bei diesem Anlaß zwei Machtbände „Kunst und Natur in Portugal^ überreichen soll. Warschau, 26. Marz. Heute abend 8*/, Uhr explo- dierte ans dem Hofe der Pragaschen Polizeiverwallnng eine Bombe, wodurch 5 Personen verwundet wurden, dar- unter 2 tätlich, Obervolize im ei st er Nollen fand eine im Wagen nach dem Tatort. Unweit der Weichselbrncke wurde auch auf ihn eine Bombe geworfen. Rollen erlitt schwere Verwundungen im Gesicht, an der rechten Hand und am rechten Fuß und wurde in sein eWohnung gebracht. Die Aerzte hoffen, ihn am Leben zu erhalten. Ein vorübergehendes junges Mädchen wurde gleichfalls durch die Bombe verletzt. De^ Täter, auf den die Polizisten fahndeten, entkam. Tanger, 27. März. Die Antwort des Sultans von Marokko auf die Anzeige vom Besuch des deutschen Kaisers in Tanger enthält den Dank für die Ehre. Der Sultan bedauert, wegen Zeitmangel nickt persönlich hierher kommen zu können und entsendet daher eine besondere- Mission. _ 135.40 52.20 95 40 Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion b^m Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Auf die Ausführungen des Herrn Krüger in der Nr. 72 dieses Blattes gebe ich aus folaenden Gründen nickt mehr ein: Erstens beteilige ich mich nur sehr nngerne an diesen nutzlosen Zeitungskämpfen, hei denen schließlich doch immer der Recht behält, der das letzte Wort bat. Zweitens glaub" ich nicht im entferntesten daran, daß sich Herr Krüger durch mich von seiner bei ihm nun einmal feststehende Ansicht wird abbringen lassen. Ebensowenig wird es aber -auch Herrn Krüger gelinaen, mich zu überzeugen, daß man in unserem neu zu erbauenden Stadttheater, welches eine Bühnenöffnung von 9 Meter Brüte und 16 Meter Tiefe und einen vor dieser liegenden, ans Bühnenhöhe zu überbauenden Orchesterraum für 40 Musiker erhalten soll, nickt ganz erheblich besser wie seither die 2—3 größeren Chorkonzerte des Konzertvereins wird abhalten können, wenn man es nur ernstlich will, zumal des Theater im Winterhalbiahr an etwa 8—9 Sonntagen und wenn es gewünscht wird, auch nock an zwei vorausgehmden Wochentagen ungehindert zu Konzertzwecken zur Verfüanng stehen kann. Es ist also unnötig, darüber noch ferner öffentlich zu 'freiten. Wenn aber Herr Krüger privatim mit mir über diese Dinge eine eingehender^ Aussmache wünscht, so stehe ich ihm dazu jederzeit gerne zu Diensten. Daß sich Herr Ktüg-r in dieser Sache über mich schon weidlich geärgert hat, so weidstck. daß er mir sogar ein bißchen Fegefeuer wünscht, tut mir wirklich leid. Ich ärgere die Leute nicht gerne und habe auch bei Herrn Krüger niemals die Absicht gehabt, alanbe im Gegenteil, bei all dm Auseinandersetzungen, die diese Angelegenheit schon mit sich führte, stets streng sachlich geblieben zu sein. Damit es nun Henn Krüger, selbstverständlich ganz ohnt sein Wollm, nickt am Ende nock gelingt, mich zu ärgern, schließe ich, wenigstens meinerseits, diese Zeitunasd^batte und werde et* waige weitere Angriffe unbeantwortet lassen. Theodor H a u b a ck. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Bo* anssicktliche Witterung in .Hessen für Dienstag, den 28 März 19051 Zunächst trüb und stetlenwelse, besonders in Oberhessen, geringer Regen ; in Starkenburg vorwiegend trocken, milder, besonder lul^^evc§ drirch die Gießener Wetterkarte. merkt wurde, entschuldigte er sich damit, er habe von Fast- 1 nacht her noch einige derartige Spielmarken im Portemonnaie ' and sich vergriffen, und gab ein echtes Zehnmarkstück in ! Zahlung. Da der Betrüger dies Manöver wiederholen wird, i sei hiermit vor ihm gewarnt. Er ist etwa 30—35 Jahre alt, von mittlerer Statur, hat blondes Haar, blonden Schnurrbart und ist gut gekleidet. ** Dieberei. Ein Mann vorn Lande hatte gestern hier größere ©infeutfe besorgt und diese in vier Paketen verpackt'mit an die Bahn in den Wartesaal 3. Kl. genommen. 1 Während er arglos das Treiben am Bahnhofe beobachtete, ließ er seine Pakete außer Acht, und als er sie später an sich nehmen wollte, waren sie verschwnnden. Die Pakete enthielten Galanteriewaren im Werte von 50 Mk. Von dem Dieb fehlt bis jetzt jede Spur. <•* Verhaftung. Wegen Vornghme unsittlicher Handlungen wurde gestern ein Italiener verhaftet. Er hatte durch Vorzeigen und Versprechen von Geld ein Kind hinter den Bahndamnt am Bootshause gelockt. ** Aus dem Bureau des Stadttheaters. Es hat sich bei den Proben herausgestellt, daß die Novität „Kater Lampe" in abgerundeter Weise nicht mehr bis Dienstag einzustudieren ist, und so hat sich die Direktion entschließen müssen, im Einverständnis mit dem Verlag das Werk auf den ersten Monat der nächsten Saison zu verschieben. Als letzte Dienstag-Abonnementvorstellung geht nun morgen, den 28. März, „Flach sm an n als Erzieher" in Szene und zwar als Benefiz für Herrn Max Andreas. Die letzte Freitagsabonnementvorstellung mußte aus neulich bereits beigelegten Gründen auf Mittwoch den 29. März verlegt werden und bringt „Kabale und Liebe", und die Vorstellung am Freitag den 31. März bringt zum Schluß der Theatersaison eine Schillerfeier, in der lebende Bilder, Prolog. Näuberszenen und der Reichstagakt aus „Demetrius" zur Aufführung gelangen. Mit zwei Schillervorstellungen schließt so im Schillergedenkjahr unsere diesjährige Theatersaison. Zu all diesen drei Vorstellungen haben auch Blockabonnements Giltigkeit. § Friedberg, 25. März. Geh. Justizrat Dr. Jöckel feierte dieser Tage seinen 7 0. Geburtstag in voller Rüstigkeit. Er hat bis zu dieser Session der zweiten hessischen Ständekammer als Abgeordneter unserer Stadt angehört und war Mitglied der nationalliberalen Partei. ck. Herchenhain, 25. März. Ein sehr bedauerlicher Unglücks fall ereignete sich heute hier. Ein in den 60 er Jahren stehender Mann war mit dem Füttern des Viehes beschäftigt. Dabei mußte er in der Scheune von einem Gerüst Stroh herunterholen. Durch Wegrutschen der Unterlage kam der Mann zu Fall und stürzte kopfüber in die Scheuertenne. Der sofort gerufene Arzt mußte einen Rippenbruch und sonstige Verletzungen des Brustkorbes sowie der Lunge feststellen, weshalb an dem Aufkommen der alten Mannes zu Zweifeln ist. § Burkhards, 26. März. Bei der in der verflossenen Woche in der hiesigen Forstwartei stattgehabten Brenn - und Nutzholzversteigerung wurden folgende Durchschnittspreise erlöst: Fichtenstammholz 16.60 Mk. per Festmeter, Fichten-Nutzknüppel 9.20 Mk., Buchenscheithotz erster Klasse 6.00 Mk., Buchenknüppel erster Klaffe 5.10 Mk., Buchenreisig 2.30 Mk. per Raummeter. Mainz, 26. März. Der jetzt vorliegende V o ra n sch l a g zur Betriebsrechnung schließt in Einnahme und Ausgabe mit Mk. 7 150 154^45 gegen Mk. 6 760 234.21 im Vorjahre ab. An der Steigerung der Ausgaben ist der größte Teil der Voranschlagsrubriken beteiligt. Der Zuschuß für das Stadttheater ist im nächsten Jahre auf 109.090 Mk. vorgesehen. Darunter befinden sich 50 000 Mk., die für die Mitwirkung der städtischen Kapelle in Anrechnung gebracht werden. Für die Stadt Halle ist nur ein Zuschuß von 21.680 Mk. vorgesehen, also auf keinen Fall der kostspielige Terrassenbau, wenigstens für das nächste Jahr, in Ansicht genommen. — Der Schiffsbesitzer Otto Stapf aus Freudenberg, der für die Firma Gärtner in Frankfurt a. M. fährt, ist gestern abend, als er nach seinem Schiffe gehen wollte und den Weg über das nebenan liegende Schis „Industrie 17" nahm, in den Laderaum hinabgestürzt und gleich darauf gestorben. Mainz, 25. März. Gestern fand auf dem Stadthause sie Eröffnung der Offerten für die Ausführung der Erd- und Abbruchsarbeiten des an die Stadt Mainz übergeganqenen Festungsgeländes der Nordwestfronte statt. Im Ganzen waren 18 Firmen für die Ausführung der Arbeiten, die sich auf eine Erdmassenbewegung von 200 000 Kubikmeter und 17 000 Kubikmeter Abbruch von Festungsmauerwerk belief, vertreten. Die höchste Forderung für diese Arbeiten, die eine auswärtige Firma verlangte, belief sich auf 246 400 Mk., und die geringste Forderung, gleichfalls von einer auswärtigen Firma, betrug 106 302 Mk. Die Differenz zwischen der höchst- und mindestfordernden Firma beträgt die Kleinigkeit von nur 14 0 0 9 8 Mk. (•) Worms, 26. März. Der Alldeutsche Verba ndstag findet diesmal hier zu Ende der Pfingstwoche statt. Am 15. und 16. Juni ist die Ausschußsitzung, am 17. Juni Verbandstag, am 18. Juni Ausflug. Marburg, 25. März. Die Errichtung des städtischen Elektrizitätswerks ist nun entgültig gesichert. In einer gestern abgehaltenen Stadtverordnetensitzung gab nwi? dem Kommissionsantrag, das Elektrizitätswerk unter Benutzung der vorhandenen Wasserkraft und Zuhilfenahme von zwei Gasmotoren in der Herrenmühle neben dem Universitätsgebäude zu errichten, die Zustimiuung und stellte als erste Baurate 200 000 Mk. in den Etat ein. Die Anlage soll bereits ont 1. Oktober fertig sein. K l e i n e M i t t e i l u n g e n aus Hessen und den Nachbarstaaten. Herr Heinrich Wallau in Mainz ist zum Mitglied der künstlerischen Sachverständigeu- K o in ui iss i on für die Reichsdruckeret tn Berlin ernannt worden. Bcvchtenswert bei dieser Ernennung dürfte sein, daß zum ersten male ein Nicht-Berliner in diese Kvmmission berufen wurde. Landet und Verkehr. Kleine F i n a n z ch r o n i k. Die jüngst übernommenen 3 Mill. Mk. 3%% Gießener Stadtobligationen werden freihändig zum Kurie von 99.10 °/0 begeben. — Die Siegener Bank für Handel und Gewerbe beschloß 6 % Dividende auszuzahlen. — Zn Newyork hat die S t a n d a r d O i l Eo. die Preise um 10 Punkte weiter herabgesetzt. Alle Ursacken der Preisermäßigung können angesehen werden, die Erschließung größerer Oelguellen in Kanada, die nahende Sommersaison und das Bestreben, der euro- väischen Konkurrenz ein Paroli zu bieten. — Die Verwaltung der Compagnie L a s e r m e, Tabak- und Cigarettenfabrik, schlägt 12 °/0 Dividende wie i. V. vor. Berliner Börse vom 25. März 1905. (Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Privat-Diskont 2% Prozent. r Anfangs- u. Schlußkurse. fe. Frankfurt a. M., 27. März. (Orig.-Teleqr. des „Gießen. Am") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen Mk. 16.25—18.50, Kurbessiscker Mk. 18.25—18.50, La Plata Mk. 18.25—19.25, Kanias Mk. 18.25—19.25, Roggen (hiesiger) Mark 14.25—14.50, Gerste (Wetterauer) Mk. 17.75—18.00, kranken- felderMk 00 00—00,00,HaferMk. 15.00—15.25,MaisMk. 12.00—12.25, Weizenmehl' 0 Mk. ' 26.75—27.25, 2. Qiialität Mk. 24.75 bis Mk. 25.25 3. Qualität Mk. 22.75—23.25, Noggenmehl 0 Mk 22 00—93 25 1. Qualität Mk. 19.50—20.75, Weizenkleie Mk. 10.00 bis Mk 10 25, Roggentleie Mk. 11.00—11.25, Maiskeime Mk. 11.50 bis Mk. 11.75, Franken, Pfälzer, Ried Mk.00.00—00.00. Alles per 100 Kg. n M., 27. März. (Telegr. Oriq.-Bericht des Gieß' An^") Amtlicke Notierungen der heutigen Viehmarkt- vreise. 'Zum Verkaufe standen: 461, Ochsen, 90 ans Oest- reirf) 45 Büsten, 1 ans Oestreich, 694 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder 1 aus Oestreich, 249 Kälber, 221 Schafe und Hämmel. 1854 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen--, 0 Schaflämmer. Bezahlt rüiiröc für 100Pfund Schlachtgewicht Ockfen 1. Qualität 71—73Mk., Qua 65-67 Mk., 3. Qual. 60-63Mk.: Büsten l.Qual. 60 bis äo Mk y Qual "56-58 Mk.: Kühe 1. Qual. 65-67 Mk., 2. Quai. ^-60Mk 3 Qual. 47-48 Mk, 4. Qual. 37-39 Mk.. 5. Qual. 00-00Mk. Kälber: 1 • ®°T82^7 9 nittrl 74—76 Pfg., Lebendgewicht 44—46 Pfq., 3. Qual. 00- 00 Nfg., Schlachtgewicht 53-60 Pfg., Schafe: 1. Qual. 72-74, 9 Qual 64—66 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfq.: Schweine 1. Qual. 65—ifn "ebendgew. 52.50 Pfg., 2. Qual. 64 Pfg., Lebendgewicht bi—00 Nfg ~3 Qual. 58—60 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh mittelmäßig, ireberstand urtbedeutend, bei Kleinvieh gut, kein Ueberstand. Winter u. Sommer, Haut am besten bewährt die MimnlinlincAifA von Aerzte.: hochgeschätzte * UVHIl&ülW. . * Kleine Tcgeschronik. Der k a t h o l i s ck e G eift- licke Holweck au5 Schaffhausen bei Hoaifelden ist nach Unter- rfitaaunn von 15000 Mark Kirchcn- nnd GkMmdcac dern Litiacbrannt — In der Nähe des Gn'es sndbraek bei Bielefeld wurde -in dreijähLes Kind tot in einer 3-uchengruSe °ufgemnd^ — Das dreieinhalbjährigr Kind eines Einwohners von Ircrne Anivorsttäts-Nalkricklen. — Die „Nordd. Alla. Ztg." schreibt: Durch die Zeitungen geht die Nachricht, daß sich an der Technischen Ho chsckuI e Hannover ein neuer Ausschuß der Studierenden unter dem Namen ,.Verband der Studentenschaft d"r Technischen Hochschule Hannevez?^ gebildet hat und daß diesem Verbände nach den von Rektor und Senat genehmigten Satzungen konfessionelle Verbindungen und deren Mitglieder nickt anaebören können. Soweit wir unterrichtet sind, sind die dorttgen ^Bestrebungen zur Bildung eines neuen Ausschusses über das Stadium von Vorverhandlungen nock nickt gediehen, auch ist Die Genebmigtmg neuer Satzungen nicht erfolgt. Berlin, 25. März. Professor Adolf Wagner, der heute das 70. Lebensjahr vollendet, hat sich allen Huldigungen durch eine Reise nach Steiermark entzogen, wo er seinen Geburtstag bei einem Freunde verlebt. Das Staatswissenschaftliche Seminar hatte ein Komitee gewählt, das von feiten der ehemaligen und jetzigen Schüler des Seminars eine ehr-'nde Kundgebung für den Jubilar vorbereitet. Infolge eines Aufrufs sind zu diesem Zweck bereits mehrere tausend Mark eingegangen, und es soll eine künstlerische Adresse überreicht, sowie ein Fonds zu wissenschaftlichen Zweckeir als „A d o l f - W a g n e r - S t i s t u n g" gebildet werden, dessen nähere Bestimmung dem Jubilar überlassen bleibt. Da nun der Geburtstag in die akademischen Ferien fällt, wird die feierliche Ueberreickung zu Beginn des Sommersemesters erfolgen. Aus gleichenr Anlaß hat das Aktionskomitee des Evang. Sozialen Kongreffes, dessen Ehrenpräsident Wagner ist, eine Festnummer seiner Zeitschrift herausgegeben. Diese enthält eine Sammlung von Wagnerworlen, gesprochen aus den evanaelisch- sozialen Kongressen, sowie Beiträge von Robbe, dem zweiten Ehren- vräsident"n. Hans Delbrück. Friedrich Naumann. Adolf Harnack, Ludwig Keller, Eharlotte Broicker. Kaspar Nenö Gregory, Otto Gierf®. 9”c SReste 11 Q, 4H.% Oesterr. Silberrente 101.10 ~ . 91.85 (Herickislaat. R. B. Darmstadt, 26. März. Eine fehr bemerkenswerte Entscheidung bat das hiesige Ober-Landesgericht gefällt. Der hiesigen Tabakssirma L. war vor nun bald fünf Jahren ein Posten von 2 Ballen Tabak in den Räumen der Zollbehörde durch eingedrungenes Regenwasser beschädigt worden, sodaß die Maare bedeutend an Wert verlor. Der Besitzer des unter Zollverschluß lagernden Tabaks verlangte nun von der Zöllner- waltung Schadenersatz, die einen solchen aber mit der Motivierung ablehnte, daß das Lagergebäude städtisches Eigentum sei und ihr nur mietswcife überlassen werde. Für den durch äußere Einflüsse entstandenen Schaden habe somit der Hausbesitzer aufzukommen. Die Stadtverwaltung aber lehnte ihrerseits eine Ersatzvsticht aus dem Grunde ab, weil sie, trotzdem das Haus ihr Eigentum sei, doch fernen Zutritt dazu habe, da die sämtlichen Räume unter zollamtlichen Vorschluß ständen: die Besitzerin sei mithin auch nicht in der Lage, sich von der etwaigen Reveraturbedürftigkeit des (Gebäudes zu überzeugen. Inzwischen sind nun in der Sache bereits verschiedene Urteile ergangen. Das Landgericht hgt in einem spater stattgehabten Termine die Qberzostbehörde als ersatzvflichtig bezeichnet. Es handelte sich ursprünglich nur um einen Schaden von etwa 80 Mark, inzwischen aber ist das Streitobjekt bureh die verschiedenen Termine, Sackverständigenurteile etc. auf 5000 Mk. anaewachfen. Das Obertandesgericht hat nun ebenfalls dahm entschieden, daß nicht die Stadtverwaltung sondern die Zollbehörde als regreßpflichtig zu betrachten sei. Die Entscheidung ist auch für das übrige Deutschland von besonderem Interesse, als bezüglich der Zostlagerräume in anderen ©tobten z. B. Mainz, Offenbach, Gießen, ganz ähnliche Verhältnisse vorhanden finb. Kiel, 26. März. Das Oberkriegsgericht der Ostscestation verurteilte auf Berufung des Gerichtsherrn den Matrosen Schambert vom Kreuzern „Blitz" wegen Angriffs auf Vorgesetzte, Aufforderung an eine Menschenmenge zur Gewalttätigkeit und wegen Bekundung sozialdemokratischer Ge- sinnung zu 4 Jahren Gefängnis. Der Antrag des Anklagevertreters verlangte eine sechsjährige Zuchthausstrafe. Zweibrücken, 25. März. Vor dem Schwurgericht stand heute als Anaeklagter der N-'da^eur der „Psälz. Post" Tstckrester aus Ludwigshafen, to-egeit Beleidung. Das Urteil lautete auf eine Gefängnisstrafe von 6 Wochen. Es handelte sich um eine schwere Beleid'guna zweier G"ndarmen in Pirmasens durch die ____ . 213.40 213.10 . 245.75 245.50 . 143.75 143.60 . 245.75 245.90 . 210.30 209.80 Kanzleiberg 5. zu Perm. Giessen Mfcrz 1905. bedeutend unter Preis. 1656 Haus bursche J. Kaan jr., Kreuzplatz gesucht. iMöT Zur Saison! 01926 emde Stelle. 1666 stehende Schützenstr. 15 II. 01918 mieten. Näheres 1664 zu verkaufen. 884 sofort zu verkaufen. 01843 Eine Kaute Mist abzugeben. Sonnensträste 6. 1585 im 1. Stock. 487 Kl. Logis sofort zu vermieten. billig abzugeben. 01845 Katharinengafse 10. 01866 Vahnhofstr. 39 ft. Neustadt 78. 01912 Möbliertes Ummer nermiet Neuen Baue 5 in. 01913 019141 Zimmer mit 2 Betten zu Sonnenstr. 28. vermieten. Grundstück 1096 -npfiehlt Agenten verbeten. Offerten unter 01899s Schön möbl. 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