äs* - A wi t «Djpix äsissjüJ: Wbdien 21 cLk däüyiWHHwf 5 ubr beflinntnb wj<; 1 vor. fesg e.5a|,k ft.» w "dicken Eiche" |m nnc)cr Walde. 03663 ^dSfcsi für Plr. Wald. in Todor. m Himmcliahritaq !n ni OnÄni. t’fnfirt 12,7 mittags. MbeniGesan^Me. Der Vorstand. Ilrt» . 7o *» drift’* "AÄK.. ÄS*** „ t eit.^,j> -A-'K? 0366» ^n»»1,6 ‘ ibn^'.x *i27, nikyk o.v» i Himmelfahrttaff (03662 flitfiimmentiiiift ir im BcremSlMt itfuria. rtffiftWi & yräcis 6 Uhr, W 03C5B Ttr gorftnvt». mtrdi Mn. jttnl 1905 |U1*W 'urn^ang ;»•*** iyt g.44 oormift^6- W LÄ«bsL»» Sektion Giessen D. L Oe. A.-V. Aonntasi', Den 4.5“w ?rv. 126 3n itcs Blatt. 155. Jahrgang Dienstag 30. Mai lSOF Grlcherm tVtzttÄ mü DuSnahm« bet E? ormtays. Dte „Stefcentt $r Äuk°be aemack haben, zum wirtlchaftlicken und sozialen -Fortschritt beiEntraacn Ans Vorschlag dts türk!tchen Bot,Gatters Reschid Bei. des Dänen des diplomatiichen Korps, genehmig- d,e Versammlung einen Antrag, nach dem d^m Komge ihre L l g una ausgesprochen wird, und bestätigte dann Ttttom als desin - tiven Präsidenten. Auf Vorschlag Tittonis wurden di BM- schaftei-, die an bet frpnfmnä. teifneton, 8« ^närt? gewählt. Tittoni übernahm endgcktig den Voyltz imd erNarte, er rechne auf die Mithilfe der Versammlung, in der Manner von so bedeutender Autorität säßen, zur ™* sammlung ziir Beratung vorgelegten Aufgaben, ^d ^mentlich die Verbesserung der wirt s d) a i tl i ch en Int ereilen der Völker beträfen. ES sei zu hoffen, M M dessen Grundstein heute gelegt werde, bereiitft (gebaut sein werde. Hierauf wurde in die Beratung eingetreten. Die allgemeine Lage in DeutsÄ-Sndwcstafrika wird in der neuesten Nummer der „eümoefteter. Ztg." als böchst unbefriedigend bezeichnet. Der Zustand ist, wie fortgesetzte Uebersätle und Piebdiebstätzle von kleineren oder größeren Banden in den verschiedenen Gegenden zeigen, unsicher. Die kürzlich mitgeteilte Proklamation des Generals v. Trotha an die ausständigen Hottentotten trägt das Datum des 22. April 1905 und ist in Gibson erlassen. An ihrer Authenticitüt besteht kein Zweifel. Ter Kaiser ließ dem Zentralkomitee der deutschen Vereine vom Roten Kreuz für seine Tätigkeit zum Besten des südwestasrikanischen Expeditionskorps 10 000 Mark überweisen. Ein Telegramm aus Windhuk meldet: Sergeant Hermann Paasch am 21. Mai auf Patrouille bei Leistord gefallen: Weiter Adolf Bode ist an einer auf Patrouillenritt bei Kowes nm 17. Mai erhaltenen Verwundung am 21. Mai im Lazarett Gochas gestorben, Nachträglich wird gemeldet: im Gefecht bei Lowes am 17. Mai verwundet: Reiter Augustin Stresau. jlirdie urb Lckmle. — E i n F r i e d h o f § st r e i t. Wieder ist ein Friedhofs- ftreit in der Rh ein Provinz zu verzeichnen, hervorgegangen aus dem Versuch eines Regierungspräsidenten, den simultanen Eharakter der Kirchhöfe zu beseitigen. Aus der Kreisstadt Simmern im .Hunsrück bringt die „Ehron. der christl. Welt" folgende Nachricht: In der letzten S"a,dtv"rordneten- versammlung wurde Kenntnis .genommen von der landes- Polizeilichcn Verfügung des .Herrn Regierungspräsidenten vom 4. d. M., wonach die Stadt aufgefordert wird, binnen zwei Monaten die konfessionelle Teilung des neuen städtischen V e g r ä b n i s p l a tz e s vorzunehmen, insbesondere die Art und C äße der anzulegen den getrennten Felder zu beschließen. Die Versammlung beschloß bei zwei Stimmenthaltungen mit acht Stimmen, einschließlich des Bürgermeisters — drei Stadträte fehlten — die Beschwerde gegen diese Verfügung und begründete sie damit, daß, nachdem durch die Kabinettsordre vom 27. August 1820 das Gebot der konfessionellen Teilung, welches Artikel 15 des Dekrets vom 23. Prairial 12 enthielt, aufgehoben ist, keine Verwaltungs- oder Polizeibehörde das Recht haben kann, das Gebot in irgend einer Form wieder herzustellen. Wenn Artikel 16 des Dekrets die Begräbnisplätze der Autorität der Polizei und der Aufsicht der Gemeindeverwaltungen unterordne, dann handle die Stadtverwaltung nach Sluf- hebung des Artikels 15 gerade im Sinne dieser Bestimmung, wenn sie ein durchgehendes Reihenbegröbnis ohne Rücksicht auf die Konfessionen anordne. Die Zuständigkeit der Stadtverordnetenversammlung, einen solchen Beschluß zu fassen, könne nicht bestritten werden. Auf Antrag des ersten Beigeordneten und Stadtrats Kasch wurde für den Fall, daß die Beschwerde in der Oberpräsidialinstanz abgewiesen werden solle, die sofortige Klage bei dem Oberverwaltungs- gericht beschlossen. Kcer unb 2l otte. Berlin, 29. Mai. Das Armeeverordnungsblatt veröffentlicht eine allerhöchste 5labinetsordre, nach der die Eskadrons Jäger zu Pferde Nr. 1 und 17 vom 1. Oktober ab wie die Jäger-Regimenter zu Pferde, bewaffnet und nach den für Kavallerie bestehenden Vorschriften ausgebildet und verwendet werden. gJu ö deutscher We»kcytsr>ere!ne. R. B. Darmstadt, 29. Mai. Der Bund der deutschen Verkehrsvereine ist heute vor- inittag im Kaiscrsaal hier zur Abhaltung seiner Jahresver- fammlung zusammengetreten. Es sind zahlreiche Vertreter der Verkehrs- nnb verwandten Vereine aus allen Teilen des Reiches herbeigckommen, darunter auch Damen. Als Vertreter der Großh. Regierung wohnte Geheimrat Braun, als Vertreter des.Owoßh. Kabinetts Dr. Wehner, als Vertreter der Stadt Oberbürgerineister Morneweg, Bürgermeister Dr. Glassing, die Beigeordneten Eckert und Kahlert, sowie verschiedene Stadtverordnete, ferner die beiden Landtagsabgeordneten der Stadt, Regiernngsrat Dr. Kratz, Vertreter der Handelskammer und zahlreicher gemeinnütziger Vereine, und die Vorstände der Betriebs- und Verkehrsinspektion Darmstadt bei. Von auswärts sandten Delegierte: Bad- Nauheim, Braunschweig, Coblenz, Düsseldorf, Elberfeld, Flensburg, Frankfurt o. M., Gießen, Göttingen, Guben, Hamburg, Hannover, Kassel, Leipzig, Mainz, München, Münden i. H., Stuttgart, Verkehrsausschuß der Bergstraße, Straßburg i. E., Weimar und Worms, ferner Innsbruck. Der geschäftsführende Ausschuß, Direktor Winkler-Leipzig, Vorsitzender, Rechtsanwalt Lebrecht-Leipzig, Schriftführer, Schatzmeister Mühlberg-Leipzig, Notar A l wer s-Braunschweig und Ehlers-Hamburg, wurden bereits am Samstag vormittag vom Großherzog in Audienz empfangen. Am Sonntag nachmittag war der Gefamtoorstand zur Beratung beisammen. Tie heutige Hauptversammlung wurde im Kaisersaal mit einer herzlichen Begrüßung der Mitglieder und Ehrengäste vom Vorsitzende eröffnet. Dann hieß Oberbürgermeister M o r n.e w e g namens der Stadt die cmswärtigen Delegierten willkommen, ebenso wurden sie von den Vertretern zahlreicher anderer Korporationen begrüßt. Nach Erstattung des Jahresberichtes durch Rechtsanwalt Lebrecht hielt der bekannte Vorkämpfer für die Eifenbahnreform, Prof. Engel-Berlin, einen längeren Vortrag über Verbesserungen im Eisenbahnwesen (Tarifreform). Es sei wahrscheinlich, daß sich in nächster Zeit über unsere Köpfe hinweg eine Reihe wichtiger Verkehrsfragen entscheiden würden. Man habe den Verband der Verkehrsvereine nicht einmal gefragt bei der Einführung der jüngsten Reformen, und leider habe auch die zur Vertretuna der öffentlicken Interessen berufene Presse nichts getan, das Interesse oes Publikums energisch zu wahren. Ta sei es notwendig, daß die hier versammelten Verkehrsvereine laut ihre Stimme erbeben und ihre Wünsche und Forderungen z,u den wich^- tigsten Verkehrs fragen feststellen. Der Redner geht dann auf die Entwicklung unseres Eisenbahn- und Tarifwesens näher ein. Die eiaentlichen früheren Fuhrunternehmer seien jetzt zu unseren Vorgeleßten g"wordm. Das Publikum be- beftimmte früher den Fubrmann selber, jetzt müsse es sich! beliebige Vorscbr's en machen lassen. Die öffentlichen Bcr- kelwsanstalten seien Polizeianstalten, wenn nicht gar Strafanstalten. Das stimme ja mit dem Wesen des Pottzeistaates überein; man m^'isse zugebcn, daß dieser auf den anderen Gebieten des öffentlichen Lebens Ordnung und Klarheit geschaffen habe, mir int Eisenbahnwesen nicht, da herrsche vollständige Unordnung, sogar Vergewaltigung, ein völliges Durcheinander. Tie jetzigen Zustände seien unhaltbar, es finde sich kein Mensch mehr zurecht. Der Redner gibt eine nähere Schilderung der Mißstände und bespricht dann die neuen Vorfchläae der Eiscnbatmverwaltungen. Jetzt betrage der Taris 6, 415 und 2 Pfennig pro Kilometer, nach dem neuen Vorschlag solle der Satz für die erste Klasse 7Pfg. betragen. Dagegen sei nichts einzuwenden, aber man müsse dann darauf dringen, daß die Schnellzüge keine erhöhten Fahrpreise haben, und durch billige Preise auch der ärmeren Bevölkerung mehr zugänglich gemacht werden, wie das in anderen Ländern längst oer Fall sei. Der Normaltarif sei nur da, um nicht eingehalten zu werden, die Ausnahme gelte jeüt als das Normale. Der Redner plädiert dann für Abschaffung aller Rückfahrkarten und der Rnndreise- billcls. ferner für 'Abschaffung der Schnellzugszuschlcige und 0 aller Zuschläge überhaupt. Man solle ferner unbedingt die Beibehaltung des Freigepäckes und die Ausdehnung der Erleichterungen hierfür verlangen. In der Diskussion beantragt Landtagsabg. Molthan ilte Annahme einer Resolution, welche lautet: Tie Generalversammlung des Bundes deutscher Verkehrsvereim nimmt mit Bedauern davon Kenntnis, daß die gevlante Tarif- reform für den Personenverkehr weniger eine Vereinfachung, als eine Verteuerung bedeuten würde. Sie p r o t e st i e r t entschieden gegen jede Verteuerung der Tarife, insbesondere gegen die fernere Erbebmig der Schnellzugszuschläge und den Wegfall der Sonutagsbillets, Bäderbillets re., ebenso gegen die Aushebung des Freigepäcks, wenn nicht hierfür Erleichterungen auf anderen Gebieten geschaffen werden. Was das Publikum verlangt, ist eine Vereinfachung und Verbilligung, aber keine Verteuerung des Verkehrs. Pei den günstigen finanziellen Erträgnissen der preußisch- bejsischen Ctaatsbahnen erscheinen Ertwbungen der Fahrpreise um io weniger gerechtfertigt, als bei dem Eisenbahnbetrieb in erster Linie nicht fiskalische, sondern wirtschaftliche nnb VcrkeyrZinteressen in ben Vordergrund treten sollen. Stadtv. O stertag -Karlsruhe wendet sich gegen verschiedene ^lussührunaen des Referenten und verteidigt besonders bie bnbifcf)cn Kilometerhefte, bie bequem unb billig seien nnb bem Publikum viel Belästigung ersparten. Es wäre sehr zu wünschen, baß biese Einrichtung für baS ganze Reich durchgcführt würbe. Er sei auch füt bie Einschränkung ber ersten unb weitere Vervollkommnung der dritten Klasse. Rechtsanwalt Lebrecht-Leipzig erklärt, eS handle sich bei ber Tarifrefomi vor allem um eine eminent beutsche Sache unb er begrüße barnm jeben Schritt zu einer weiteren Gemeinschaft. Herr Lacher-Karlsruhe spricht gegen bie Einführung bet 4. Klasse, Herr Artelt^Potsbam wendet sich gegen bie Kilomcterhefte unb verteidigt bie 4. Wagenklasse, die eine soziale Notwendigkeit in Deutschland sei. Nach einem Schlußwort des Referenten wirb bie beantragte Resolution einem Ausschuß überwiesen. Darauf referiert Direktor Zeise-Leipzig über einew Antrag Ratze bürg, betr. Kinderfahrkarten, der dahin geht, daß Kinder bis zum schulpflichtigen! Alter freie Fahrt erhalten und Kinder bis zum Alter von 14 Jahren in allen Wagenklassen die halben Fahrpreise zahlen. — Der Redner empfiehlt warm die Annahme dieses Antrags. Die Versammlung beschließt, die geeignete Erledigung dieser Frage dem Vorstand zu überlassen. — Ueber einen Antrag Düsseldorf, betr. Feriensonderzüge, referiert Dir. Schumacher-Düsseldorf. Dieser Antrag lautet: Die Jahresversammlung erkennt die Zweckmäßigkeit und Notwendigkeit der umfangreicheren Einlegung von billigen Fericnsonderzügen nach landschaftlich schönen Gebieten unseres Vaterlandes an. Er beauftragt den Vorstand, in diesem Sinne bei dem Eisenbahnminister vorstellig $u werden und die vom rheinischen Verkehrsverein gestellten 'Anträge zu unterstützen. Dieser Antrag fand allgemeine Zustimmung. Nach einigen weiteren Erörterungen schloß die erste Sitzung gegen 1 Uhr. Darauf fand ein Festessen im Kaisersaal und am Zlbend eine von der Stadt gegebene Festlichkeit im Oberwaldhaus statt. Aus Stadt und Kaud. Gießen, 30. Mai 1905. LU. Dem Assistenten an ber chirurgischen Klinik ber Lanbesaniversität, Dr. August Brüning, würbe die venia legendi für das Fach der Chirurgie erteilt. Seine Habilitationsschrift handelt über: »Beitrag zur Frage der Choledochotomie an der Hand von 100 operierten Fällen". ** Personalien. S. K. H. ber Großherzog haben beim Kommerzienrat Henkell, Chef der Firma Henkell u. Eie. zu Mainz, den Cbarakter als Geheimer Kommerzienrat erteilt. — Der Architekt S ch r ö d e r zu Offenbach wurde zum Hauptlehrer bei den Technischen Lehranstalten zu Offenbach, der K'reisamtsgehilfe bei dem Kreisamt Lauterbach Hach zum Kreisamtsbureauvorsteher bei dem Kreisamt Schotten und Heinrich W o l f aus Kirtorf zum zweiten Bureaugebilfen bei der Landesirrenanstalt „Philippshofpi- toi" bei Goddelau ernannt. ** P a k e t e i n s a m m l n n g durch die P o st. Es isk, so schreibt uns die Oberpostdirektion in Darmstadt, noch nicht genügend bekannt, daß die Post, wie jeder Spediteur, auf Bestellung abzusendende Pakete aus den Wohnungen abholen läßt.. Man braucht nur ein offenes Schreiben, eine Karte oder einen Zettel mit den Worten, „Paket abzuholen (Namen und Wohriung') unfrankiert in den nächster; JörtefTaften zu werfen oder einem Briefträger mitzugeben, und die Sendung wird bei der nächsten Paketbestellfahrt gegen eine Gebüyr von 10 Pfg. vom Hause abgeholt. Das Verfahren ist also einfach und bequem, deshalb besonders solchen Personen zu empfehlen, denen ein Dienstbote nicht $ur Verfügung steht. •• Die hessische Lotteriedirektion hat die Pläne /flr die Veranstaltung einer zweiten Schloßfreiheitlotterie ausgearbeitet. *• Vom Heurigen. Durch das jüngste Frostwetter haben nunmehr abgeschlossenen Feststellungen zufolge am Mittelrhein die Weinstöcke zu Steg, Niederheimbach, Oberheimbach und Bachrach sehr schwer gelitten. In den niederen Lagen im Nahetale, sowie im Gebiete des vorderen Hunsrück sind die meisten Weinstöcke erfroren. Im Rheingau hatten die berühmten Gemarkungen Geisenheim, Johannesberg, Erbach und Hattenheim in den Tieflagen derart gelitten, daß die Ernte nur minimal sein dürfte. Auch in Rhein Hessen hat das Frostmetter die Hoffnungen der Winzer vernichtet. Speziell die Tallagen, in denen Portugieser- und Burgunderweine gepflegt werden, sind übel mitgenommen worden. -u. Friedberg, 29. Mai. Am 26. Mai tagte im Hotel zu den drei Schwertern in Friedberg die 16. Hauptversammlung des Oberhessischen Ob lt bau Vereins unter dem Vorsitz seines Präsidenten, des Grasen Oriola. Der unisangreiche Jahresbericht, erstattet vom Direktor der Geschäftsstelle, Direktor Tr. von Peter, zeigte, daß der Verein, welcher einen Mitgliederstand von 4876 Mitgliedern aufweist, und in seiner abgeschlossenen Jahresrechnung einen Betrag von 16 500 Mk. in Einnahme und Aiisgabe verwendete, in ersprießlicher Weise die Gesamtintereffen des Obst- bailes in der Provinz Oberhessen fördert und den Obstbaii selbst auf eine hohe Stufe der Entwicklung gebracht hat. Nach dem Vortrag der Rechnung und Aufstellung des Voranschlages pro 1905/06 wurde in eingehender Weise die Frage betr. Hebung des Baumwärterstandes verhandelt. Auf Vorschlag des Direktors Dr. von Peter werden Arbeitsbücher für diese eingeführt und die tüchtigsten Baumwärter am Jahresschlüsse auf Grund der Einreichung dieser Bücher prämiiert. Hierfür wurde zunächst ein Betrag von 400 Mk. von der Versammlung bewilligt. Neber den gleichen Gegenstand hatte vormittags die aus der ganzen Provinz besuchte Baumwärterversammlung beraten und Anlage deS Arbeitsbuches gutgeheißen. Nach einem Vortrag des Obergärtners John über Baumschnitt und einem Bericht des Obstbautechnikers Wiesner über das Programm der Jubiläumsausstellung in Mainz schloß der Präsident die von etwa 75 Personen besuchte Versammlung. § Friedberg, 29. Mai. Die gestrige Schill er - gedenkfeier gestaltete sich zu einem rechten Volksfest, zu dem zahlreiche Festgäste selbst aus Bad-Nauheim und den umlieaenden Orten erschienen^ Von 12—1 Uhr war Promenadetonzert an der Schillerlinde durch die Kapelle der Aschaffenburger Jäger. Um 5 Uhr stellte sich ein Festzug, bestehend aus den Spitzen der Behörden, den Schulen und Vereinen, am Kriegerdenkmal auf. In der Burg fand dann die Feier statt. Der Direktor der Ähillerschule, Balser, hielt die Festrede, in der er Schiller als den Dichter der Freiheits- und Vaterlandsliebe feierte. Tie vereinigten Gesangvereine und der Seminaristenchor trugen unter der Leitung des Musikdirektors Schmidt mehrere Schillerchöre vor. Abends wurden Burg, Adolfsturm und Schloß bengalisch beleuchtet. Frankfurt, 29. Mai. Am Freitag abend hielt sich auf der Mainzerlandstraße in der Nähe von Cflnesheim der achtjährige Sohn des Fabrikarbeiters Ley an dem Hemmwerk eines in der Richtung nach Frankfurt fahrenden Bierwagens fest und lief nach. Auf einmal hörte der Knabe hinter sich das Signal eines in derselben Richtung fahrenden Automobils. Erschreckt ließ er die Hemme los, sprang seitwärts und wurde in demselben Augenblick von dem Automobil überfahren. Beide Beine wurden ihm gebrochen: außerdem erlitt er schwere Verletzungen an Brust und Leib, sodaß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. j. Rüdes heim, 28. Mai. Heute nachmittag gegen 4V2 Uhr wurde die hiesige Einwohnerschaft von den Sturmglocken alarmiert. In der Nältz» des Nationaldeukmals aus dem Niederwald brach ein Waldbrand aus. Das Feuer griff schnell um sich. Der Löschmannschaft, welche gleich zur Stelle war, gelang es, das Niesenfeuer gegen abend zu dämpfen. Der Schaden ist nicht unbedeutend. * Kleine Mittel ""aen ans dessen und den Nachbar st aaten. Am Uebergange bei der Station Gauls- heim wurde der Bahnwärter Heibert von einem von Mainz kommenden Zuge überfahren und getötet. Herbert war verheiratet und Vater von 7 Kindern. — In Weichersbach bei Schlüchtern wurde der 13jährige Sohn des Taglöbners Gärtner von einer K it , die er aus die Weide führen sollte, zu Tode geschleift. Der Knabe hatte sich das Leitseil um den Leib geschlungen, plötzlich scheute das Tier und raste davon, den Knaben hinter sich her schleckend. Ein Raubmord in Offenbach. Ein entsetzliches V-rbr n ist tn Ojf nbach verübt worden. Am Hellen Mittag W Maiensonntags, desselben Tages, an welchem die fünf unglücklichen rWr der Brandkatastrophe zur letzten Ruhe geleitet wurden, ist, wie wir schon mittcilten, ein blühendes junges Menschenleben durch Mörderhand vernichtet worden, und zwar durch die Hand einer Frau, die selbst bte Mutter mehrerer Kinder ist. Das beklagenswerte Opfer ist b#e 11 jährige Rosa Lückert, ein kräftig entwickeltes, hübsches, ausgewecktes und fleißiges Mädchen, welches die Volksschule an der Bleichslrabe besuchte und stets zu den ersten ihrer Klasse gehörte, die M'"rd"rin die Eh Hem d s Glasers Josef Lotz, Katharina geb. Brückner. Rosa Lückrt wehnte mit ihrer Mutter, deren einziges Kind sie war bei ihrem Onkel, dem Bresstr Fleck. Wilhelm üraße 25. Dieser hat für den „Neuen Verein Ceres", einen Kohlenein?aus5vcrein, die Mitgliederbeiträge einzuziehen, was immer des Sonntags geschieht. Da Fleck sich eine Handverletzung zugezogen bat, und d-shalb in letzter Zeit nicht selbst einkassieren konnte, ließ er seine zu diesem Zwecke sehr anstellige Nichte die Gelder einsammeln, wobei er sie von Haus zu Haus begleitete und unten auf d"r Straße wartete. So waren beide am Sonnwg gegen n'jl° Uhr in d"r oberen Vieb^rer- straße angelangt., Fleck ging in das Haus Nr. 83, um dort wohnenden Mitgliedern eme Mitteilung über Steuerzahlung zu zu machen. Ms er wieder h^raustrat, sagte Rosa munter zu ihm: „So, jetzt sind wir bald fertig! Ich geh' jetzt zu, Lotz!" Fleck ging indessen zum Math'ldenvlatz weiter. , Als sie nach längerer Zeit nicht wieder auf brtr Straße erschien, wurde er ungeduld-a und g'Ng zurück' verschiedene Vweinsmitgliedcr, die zu dwl Fenstern heraussahen, fragte er, ob das Kind noch nicht bei ihnen gewesen sei: sie verneinten es alle, darunter auch Frau Lotz. Nun ging Fleck nach Hause, in der Meinung das Kind daheim zu finden: aber auch dort war es nicht gewesen. Schon stark beunruhigt, kehrte er in dw Vlcbererstraße zurück und fragte in allen in Betracht kommenden Hausern nach, so auch bei Frau Lotz, die entschieden verneinte, daß das Mädchen dort gewesen sei. Erschöpft und halb verzweifelt bat Fleck um ein Glas Wasser: — d e Frau, die einen Mord auf dem Gewissen hatte, setzte ihm in aller Ruhe eine Tasse Kaffee vor! Frau Lotz erzählte noch, um die Zeit gegen 12 Uhr sei sie gar nicht zu Hause gewesen, sondern hätte bei dem Kaufmann Schäfer an der Ecke der Krasftstraße Wolle cingekauft. Nachdem Fleck dann nochmals zu Hause gewesen war, ohne etwas von dem Mädchen zu finden, kehrte er wieder zurück, um weitere Nachforschungen anzustellen. Das Verschwindest des Kindes war imtcrbeffcn. bekannt geworden und die Leute besprachen das rätselhafte Vorkommnis. Während sich vor einem Zigarettenladen Fleck mit einigen Leuten über btc etwa vorhandenen Möglichkeiten unterhielt, trat auch Frau Lotz hinzu und mischte sich ohne alle Scheu in das Gespräch, sodaß sich bei Fleck ein auf- keimender Verdacht wieder von ihr ablenkte. Unterdessen hatte dieser auch Anzeige bei der Polizei erstattet, und so beteiligte sich am Mend etwa von i/z9 Uhr ab auch der Schutzmann Hechler, der zur .Kriminalabteilung kommandiert ist, an den Ermittelungen. Da der Verdacht sich immer mehr dahin verdichtete, daß die Unglückliche im Hause Biebererstraße 69 verschwunden sein müsse, nahm Hechler mit Fleck eine systematische Durchsuchung vor: zuletzt kamen sie in die in der Eckmansarde gelegene Lotzsche Wohnung. Die Frau, die eben zu Bett gehen wollte, stand wieder auf und leuchtete mit einem Licht bei der Haussuchung. Sie hatte noch die Stirne, zu Fleck zu äußern: „Schicken Sie nur feint Kinder zum Geldereinsammeln; wie leicht kann da was passieren!" Wohnstube, Kinderzimmer und Küche wurden vergeblich durchsucht: auch eine auf dem gleichen Flur befindliche leerstehende Wohnung. Ans die Frage: „Sind nicht noch weitere Räume hier oben?" deutete die Frau auf den Dachboden, der n ur durch eine einen Meter lange und einen halben Meter breite Luke mittels einer Leiter, die erst angeßellt werden muß, erreicht werden kann Hechler sii^g hinauf und Frau. Lotz leuchtete auch hier. Der sehr niedrige Dackbod"n ist ziemlich lang, und das Licht drang nickt reckt bis in den nnfr'rftien Winkel. „Dort ist nichts!" sagte die Mörderin, als sich Hechler ansckickte, dort nachzusucken. Er ließ sich aber nicht beirren und sah hinter einem alten Blumentisch zwischen Wand und Schornstein etwas Verdächtiges liegen: er hob einen darüber gebreiteten großen Sack empor, und ein Schreckensruf entfuhr ihm, als er die Leiche der Rosa Lückert, das Gesicht zu Boden, erblickte. ..Wollen Sie jetzt noch leugnen, daß Sie die Mörderin sind?" fragte er das entsetzliche Weib, das feine Unschuld beteuerte, aber schrecken Maß geworden war. Frau Lotz wurde natürlich sofort verhaftet: ihr Gatte, der das Fürchterliche bisher noch Immer nicht recht geglanbt hatte. geberd"te sich wie verzweifelt. Frau Lotz galt als jähzornig heimtückisch und roh: vor nicht langer Zeit wurde sie wegen Mißhandlung der drei Kinder aus erster Ehe zu einer Geld^rafe verurteilt. Sie ist von schmächtigem Wucks und dunkelblond. Die Untersuchung der Leiche ergab, daß man versucht hatte, das Kind mit einer alten Waschleine zu erdrosseln, welche dabei gerissen war: ein Stück war noch um den Hals geschlungen, den Rest fand man in der Küche in einem Mfalltopf. Die Tat war dann mit einem Handtuch, das ebenfalls noch den Hals umgab, vollendet worden. Nachdem der Ortsbefund ausgenommen worden war, wurde die Mörderin, d.e noch immer leugnete, nach Mitternacht zur Polizeiwache gebracht: sie wäre von der Menge, die trotz der polizeilichen Sperrung das Haus umlagerte, beinahe gelyncht worden. Auf der Wache begann das Verhör. Frau Lotz sah sich bald so in die Enge getrieben, daß sie die Tat eingestehen mußte. Sie behauptete aber, das Verbrechen nickt allein ausgeführt zu haben: ihr V r u d e r, der Arbeiter V r ü ck- n er aus Ludwigshafen, habe dabei geholfen. Es scheint dies aber nicht auf Wahrheit zu beruhen, denn der Bruder ist von niemand gesehen worden. Bei der entsetzlichen Tat handelt es sich allem Aus-l'ein nach um vorsätzlichen, planmäßigen Raubmord. Die Mörderin wußte, das; das Mädchen mit einer Geldsumme um die bestimmte Zeit kommen würde; in der Tat sind der Verbrecherin etwa 87 Mark in die Hände gefallen, die man am Abend infolge einer Aeußerung der Kinder, daß die Mama mittags ganz schwarze Hände gehabt habe, in dem Ofenrohr der Wohnstube in Papier aewickelt versteckt fand. Das OuittungS- bücklein mit den Marken hat die Mörderin wahrscheinlich verbrannt. Wo die Tat vollführt wurde, ob in,der Wohnstube oder in der Kücke ist noch nickt festgesvellt: es ist auch nickt ausgeschlossen, daß die Frau das Mädchen auf den Dachboden gelockt und dort getötet hat, da et schwer denkbar ist, wie sie bTe Leiche über die steile, zerbrechliche Leiter hinaufgeschafft M'pn könnte. Msfb. Ztg.) PertniWfe». * Berlin, 29. Mai. (Amtlich.) Der O-Zng Nr. 3 Köln-Berlin ist heute kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof Hamm mit den letzten Wagen entgleist. Die übrmen ^-Waaen wurden mit 30 Minuten Verspätung nach Berlin abgelassen. Zwei Reisende wurden unbedeutend verletzt. Der Materialschaden ist gering.. Der Verkehr wird aufrecht erhalten. Die Entgleisungsursache ist noch nicht ermittelt. • Beim Motorradrennen. Ein Junge fragte seinen Vater, warum die Fahrer alle so gebückt auf den Rädern säßen. Die Erklärung des Alten lautete: „Ei däi wolle net von dene Hinnerschte gesehe sei, dann stinkt'n aach des Benzin so oarg und wollen aach eher in Frankfort sei". • Wieder ein Zweikampf mit tätlichem Ausgange. In Budapest fand am 29. d. Mts. infolge eines persönlichen Konfliktes im Abgeordnetenhause zwischen dem Theater-Intendanten Grasen Kegle vich und dem Abgeordneten Enh ein Säbelduell statt. Graf Keglevich wurde tätlich verwundet. Er ist alsbald seinen Verletzungen erlegen. *KleineTageschronik. JnRupperts-cken (Pfalz'' wurde die 10 jährige Tochter des Tagelöhners Schuler in der N<^e pes Gudeubachboses in einem Korno^r ermordet anf- gefunden. Es liegt L u st m o r b vor. — Am Sonntag stürzten zwei junge Leute bei einer Tour im Dischma am Braunhorn (Schweiz) al». Der eine erlist leiste Buck"Hungen, der andere, der Maler Blohm ans Braunschweig, ist tot. — In Konstantinopel hat sich ein Sohn des verstorbenen Mmisters Hassan Pascha erschossen. — In einem photographischen Atelier zu Naneh ereignete fick eine schwere Explosion. Von vier schwer verletzt-m -"9 f-nb zwei gestorben. Limff nnh schäft Kaiser Wilhelm über Schillers Jungfrau von Orleans. Eine ungenannte Pariser Persönlichkeit erzölstt im „Figaro", daß sie während der Premiere der Oper „Die vernarrte Prinzeß" im WiesbadenerHoftheater mit dem K a i- ser gesprochen habe. Der Kaiser habe die Oper gelobt und dann den wohltätigen Einfluß der Seeluft und das, mittelländische Klima auf seine Gesundheit gerühmt und hinzugefügt, die langen Reisen sind sehr gut, b soud'rs w mn s'e nichts Offizielles haben. Der Kaiser habe den Pariser Gast gefragt, ob er im Hoflheater Schillers „Jungfrau von Orleans" gesehen habe und bann gesagt: „Kein anderer Dichter hat in schönerer und erhebenderer Smache den Patriotismus ausgedrückt, der in der fi-anzösischen Heldin verkörpert sei. Schiller habe die ,.Jungsrau" ir e!ner Regung der Entrüstung geschrieben als 9rntniirt auf diejenige Voltaires. Hat der deutsche Dichter nickt sehr ber^bl Jeanne d Are sür.die Schmähungen gerächt, die ein französisches Genie wohl in einem Augenblick der Verirrung Über sie ausgesprochen hat?" — Der bekannte Roman-Schriststeller Balduin Möll- hausen ist am 28 d. M. in Berlin nach längerem Kranlenlaaer gestorben. Er halt, am 27. Januar l). I. seinen 80. Geburtstag begangen und wir haben an jenem Tage seine literarische Tätigkeit in einem besonderen \ htil'el gewürdigt. Stuttgart, 29. Mai. Der König hat der Dichterin Jsoldi Kurz in Florenz die groü- g"ld.me Medaille für Kunst und Wissenschaft am Bande verli"hen. JJ-----J„LJ J'U । I ,J_, '■■■■■JJL ■ ■ ________k Spielplarr der vereinigten frankfurter Ftadttheater. ebettt* !NtS. Dienstag den 30. Mai*): „Das goldene Kreuz/ Hierauf'. Ballet-Divertissement. Mittwoch den 31. Mai, abends 5 Ubr: „Tie Götterdämmerung." Donu-rstag den 1. Juni: „Carmen." Freitag den 2. Juni: „Der Ober iciger." Samstag den 3. Juni. „Don Juan." Sonntag den 3. Juni: „DSr Barbier von Sevilla." Montag den 8. Juni, abends halb 8 Uhr: „Zar und Zimmermann." Schauspielhaus. Dienstag den 30. Mai"): „Heimat." Mittwoch den 31. Man „Demetrius." Hierauf: „Das Li'd von der Glocke." Zum Schluß: „Epllog zur Glocke" von 6wethe. Lebendes Bild. Donnerstag den 1. Jun, abends halb 8 Uhr: „Kpritz-Pyritz." Freitag beit 2. Juni: „Monna Vauna." Samstag den 3. Juni: „Kyritz-Pyntz." Sonntag den 4. Juni: „Tie beiden Leonoren." Dlontag den 5. Juni: ^Die beiden Leonoren." Dienstag den 6. Juni: „Don Carlos." *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. Krrichtsjaal. Die Berufung des Propstes Malzi gegen seine Verurteilung vor der Mainzer Strafkammer wird am 2. Oktober vor dem Reicksgericht zur Verhandlung kommen. Berlin, 29. Mai. In Sachen b:r beschlagnahmten Bro» schüre „Der soziale Generalstreik" verhandelte das Landgericht I gegen die Anarchisten Gladasch und Stalinskr wegen Herausgabe beziehungsweise Verbreitung der Broschüre. In derselben fand die Staatsanwaltschaft Aufreizung zum Klassenhaß. Der Gerichtshof erkannte gegen Gladasch auf 6 gegen Stalinski auf 2 Monate Gefängnis. Bautzen, 29. Mai. Das Schwurgericht verurteilte den Arbeiter G ü r t h, der am 27. März seine Ehefrau und seine beiden Kinder mit Einwilligung der Frau aus Not und Verzweiflung getötet hatte, zu 5 Jahren Gefängnis und 5 Jahren Ehrverlust. Würzburg, 29. Mai. Das Schwurgericht verurteilte heute den Mechaniker Johann Posch aus München und den Bäcker August Machers aus München-Gladback. welcke am 11. April dieses Jahres zwischen Dettingen und Kahl a. M. den trans- PoriierendTn Gmd^rmen Dietz aus Aschaffenburg im Bahnwagen. erdrosselt batten, wegen Meuterei zu 6 Jahren Zuchthaus und Stellung unter Polizeiaufsicht. Beide verbüßen zur Zeit im Zuchthaus Michelsberg bei Siegburg eine 7 jährige Zuchthausstrafe_______________________________________________________ Sport. London, 29. Mai. Die amerikanischeJacht„A't- l a n t i c" passierte heute Vormittag 9.57 Uhr Kap Lizard, das Ziel des Rennens über den atlantischen Ozean um den Pokal des deutschen Kaisers, und gewann somit das Rennen. Die „Atlantic" gehört Herrn Wilson Marshall vom Newyorker Jachtklub. KandeC und Drrkeür. Vos,l4winschaft. Berliner Börse vom 29. Mai 1905. (Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Privat-Diskont 2*/4 Prozent. Anfangs- u. Schlnßknrfe. Oest. Kredit .... 208.50 208.40 Deutsche Bank . . . 236.70 236.87 Darmstädter Bank . . 140.20 140.— Bochumer Guß . . ♦ 241.— 240.62 Harpener Bergbau . . 212.10 212.25 Tendenz: Ziemlich fest. Vom Geldmarkt. Wir haben schon an gebeutet, daß der Geldstand sich. gegenwärtig überaus flüssig gestaltet und Optimismus auf diesem Gebiete zutage tritt, demgegenüber die schwerfällige Haltung der bcutfcljcn Staatspapiere recht auffallend gefunden in erben muß. Tie ausländischen Staatsfonds hielten sieb hingegen die vergangene Woche hindurch fest. Griechen und Argentinier waren gefragt. Russen haben die jüngste Befestigung trotz der neuesten Niederlag- zur See kaum auf geben müssen, da die Bcsitz-'r nach wie vor der Meinung sind, daß sie den Krieg noch sehr lang^ aushalten können. Aus London kommt die Meldung, daß der neueste Erfolg Japans zur See insoweit von recht günstigem Erfolg war, daß die nicht unerheblich zurückgegangenen Renten älteren und neueren Datums sich wieder in steigender Richtung bewegen. Anglo-Chinesische Telegraphen -Konvention. Eine solche Konvenlion ist in Weihu-Pu zwischen Großbritannten und China definittv abgeschlossen worden. Wenn bic neue Konvention von China innegehalten wird, so dürfte sie sich als von großem Vorteil für den Handelsverkehr zwischen den beiden Länden: erweisen. Märkte. Gießen, 30. Mai. Marktbericht. Auf heutigett: Wockenmarkt kosteten: Butter pr. Pfd. 1.00—1.10 Mk., Hühnereier 1 St. 5—6 Pfg. 2 Stck. 00—00 Pfg., Gänseeier 15—00 Pfg., Enteneier 6—7 Pfg., Käse vr. Stck. 6—8 Pf., Kasematte 2Stck. 5—6 Pfg. Erbsen vr.Liter 21 Pfg., Linsen pr. Liter 32 Pfg., Tauben pr.Paar0,80- 0,90 Mk., Hühner pr.St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Mk., Osä'nse vr. Pfd. 55—65 Pfg., Ochsenfleisch vr. Pfund 70—80 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 62—68 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 60—76 Pfg., Scknveilwfleisch, gesalzen, pr. Pstmd 80 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—74 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—76 Pfg. Kartofstln pr. 100 Kg. 6,50—7,00 Dlk., Zwiebelnpr. Ztr 8,00—10,00 Mk., Dlilch per Liter 20 Pfg., Aepsel per Zentner 0 bis 0 Wik., in Körben 00—00 Pfg. Nüsse 100 St. 00 - 00 Pfg. Z welschen per Zentner 0.00— 0.00 Mk. Birnen per Zentner 6 bt> 0.00 Alk. Weis kraut 0.10-0.15. Markt-cil 7—1 N br. Die Marktpreise für Bieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 26. Mai 1905. Höchste Schlachtviehpreise in F r a n k f u r t a. M. Fleischpreise in Gießen Ochsen Kälber Schweine 50 Kg. Schlachtgewicht 70-72 Mk. Kg. Schlachtgew. 87-90 Pf. V, „ „ 69—70 „ 7, Kg. 70-80 Pfg. 7, , 70-74 , V, „ 66 76 „ Getreidepreise in Mannheim Brotpreise in Gießen Wenen 100 Kg. 18,70 Mk. Roggen 100 „ 16,25-00 00 Mk. Weißbrot 2 Kg. 52 Plg. Schwarzbrot 2 Kg. 48 Pfg. Einen empfind liehen Maaen und ItfiFTYl haben sehr viele Menschen, was zur Folge hat, daß die 17*11 III normale Ernährung, gesunde Blntbildung und bierbiird) das Wohlbefinden gestört ist. In solchen Fällen empfiehlt es fick, eine Zeitlarrg Bioson jpi trinken, ein blutbildendes Nähr- und Kräftigungsmittel wie kein anderes, das die wichtigsten Lebens- und Aufbanstoffe in bester konzeutrirtester und leicht verdaulicher Form enthält, und man wird sehr rasch die wohltätige Wirkung wahrnehmen. Bioson ist fertig zum Gebrauch in den Apotheken, guten Drogerien u. s. w. das halbe Kilo drei Mark erhältlich itnb lese man, um sich von dem Wert des Präparates zu überzellgen, die Berichte der medizinischen Zeitmigeu, Professoreii, 2lerzte, Krankenhäuser it. s. w. und beachte feinen billigen Preis gegenüber anderen ähnlichen Präparaten. bT/< C-l 51) 1O D 03 «s> en « Ci o E ; J?' o Ci o e -o C e en e Ci Lo o yn >. E c c 05) .23 E r-> — E CD — C g.Ä E ~ o e e cp yn o w K u 3 - o — ,E «S» ~ -V 22 5 c ~ E o 5§ c VD 72 P >7» op E Z 3 P 2 ;H «st - E CD ° Z ^yo H.« = u Äl £ E jJ CD S-g 5 H % 5 • ^•e5 •>3 51 Hl^ ffl e Ä E c r § x5 N s »S'S es*« ■S N-L) 5 2 _ w v o Q 170 CD ° ° .2. E 3® :a?c — fiO - C ff' ,e>co n* E 5 g‘J5 £ 3 « 73 5 e & «S?ä — °^> 3 E o o *8* M 2 'S M M b 2? 2 2 ZZL 1 zd c yn .2 - 2 « 5 O ^E P -E w -.2 £ E yD £ £ o an E 5 § . c:E o .5 5 ^‘3 « - H -ZB-LZtz , ■ = M-3 6=) E VI «B « EX) S- o 5! S *2 -*-• 1x3' E 3 tu ■“ *C o *-» E = en o t; e S9 o £2 iE cn-g t££i c>* en 3 e .2 E r« ®s5 » 2 5 = ’>5 5 2®- . Z o‘ E e y^ 2 cm 3 § Sj. 5^:5 N- . l2. ~ Zo ° E- u- Et -El ° ° O O -“P — E Z3 _ rP -o. -_> yn y 2- _ V 5=) o ~ E)- _ P — , r. E O i = «: E « = H -S * S CJ •_» c -2 E E 2 «T S C9 " ELZ- P C4 hJI' z e >2 E __o ° «**0" -OÄ s ©' = « llhä“? >2 JH =2. Qn p E caermeisterei Gießen. Cu rschmann. Jggv-Berprrchtung. MoUiag, 2(#. Juni l. I., vorn,. 10 Uhr, wird uai dem Ge« meindehauje zu Langd der durch das Ableben des seitherigen^ Pächters leihsällig gewordeiie Dolnanialjagdbezirk Nr. V auf die Dauer von 12 Jahren weiter verpachtet. Ter Bezirk umfaßt 527,68 ha A4ald und 27,48 ha Wiesen, zusammen 555,16 ha und ist 4 km von der Station Hungen entfernt. illad) den bestehenden Bestimmungen haben diejenigen, die sich an dieser Jagdverpachtung zu beleihten beabsichtigen lind deren Qualisikalion hierzu nicht bekannt ist, sich späiesleliS binnen 14 Tagen bei der unterferlialen Oberiörslerei auszuweijen. Eichelsdort, 26. Atai 1905. Großherzoglich Hessische Oberförsterei. ___________________________Trail live in. _______________B“/s Atem Lager fertiger Le äh" Mürf Bet Wäsche sowie all« Aasssteuera^tikel empfehle zu en Zros-Preisen, indem bei Bareinkäufen 10 Io 5coato bewillige. 2418 W, !Carm? gegenüber der Stadtkirche. Ktkanntmachnng. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird der Große Steinweg zwischen Moltke- und Roonstraße von heute ab bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Die unterm 5. Mai l. I. angeordnete Sperre der Löb erst raße zwischen Goethe- und Bismarckstraße wird hiermit aufgehoben. Die unterm 17. April l. I. angeordnete Sperre der Ostanlage zwischen Garten- und Vtoltkestraße wird hiermit ausgehoben. Gießen, den 27. Mai 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Vergebung von Bauarirettcn. Die für die Erbauung eines neuen Schulhauses in Wieseck erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege öffentlichen Angebots vergeben werden. Die Llngebotsunterlagen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten Zimmer Nr. 18 während den Dienststunden zur Einsicht der Interessenten offen. Angebote mit entsprechender Atlfschrift versehen sind verschlossen und portofrei bis spätestens Donnerstag, den 8. Juni lfd. Js., nachmittags 4 Uhr auf Großh. Bürgermeisterei Wieseck einzureichen, woselbst die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bewerber erfolgt. Die Arbeiten und Lieferungen sind wie folgt veranschlagt: Erd- und Diaurerarbeiten . 8 088.16 Jt E/Ä 8 Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. Diehm, Großh. Baurat. B27A 856.23 2 536.96 966.86 236.60 611.60 1 159.92 3 050.18 1 641.52 883.71 129.00 // n ii tt ff II ii ti ff Steinmetzarbeiten . . ♦ Zimmerarbeiten . . . Dachdeckerarbeiten . . Spenglerarbeiten . . . Schlosserarbeiten . . . Glaserarbeiten .... Schreinerarbeiten . . . Weißbinderarbeiten . . Eisenlieferung .... Tapezierarbeiten . . . Gießen, den 26. Mai 1905. Zu dem Festzug genannten Jubiläums bedürfen wir eine größere Anzahl Zugschildchcu. Dieselben sollen auf Pappe i gezogen, auf beiden Seiten mit Aufschrift versehen und auf die 11/2 m hohen Stangen in 6 cm liefen Einschnitt mit ! 2 Stiften befestigt sein. Reflektierende belieben ihre möglichst bemusterte Offerte bis 3. Juni bei Unterzeichnetem einzureichen. Gießen, am 29. Mal 1905. v89/4 Der Zug- und Orduuugs-Ausschu^ Nt. Loos, Borsigender, Bahnhojstr, 12. gtitr ötS smWychco!Bt|W her beiten fttiwili. HcmMhrm z« Bitjn. Hergestellt mit dem beliebten Tola-Parfüm, mild und angenehm.Überall vorrätig. Preis 25 Pfg. Parfümerie Heinrich Mack, Ulm a. 0. Spezialitäten: Tola-Selfe und Kaiser-Borax. Für alles Schuft- und Lederzeug Verbürgt schönsten Glanz, ist säurefrei, macht das Leder haltbar,sch meid igu. wasserdicht. Boltin Cimnnie, Darmstadt. Zu haben bei- ss% Adolf W e z, Selterswe , C. SW kelrgeMitzW in eleganten Mer-WerMen Seria I ML. 6.80 Serie II Mk. 8.50 früherer Preis 9—14 Mk. M"/* Etfowack Spezialhaus für Damenmoden. jose Strohhüte! Strohhute l itr 6. Hejs.-rhir. Stuafslotkrit Irmt). (Ziehung der 1. Klaste am 0. und 7. 2915 Gin Ml SoMin66 Herrenhüte WaschBnüte für Kinder und Erwachsene enorm als Waarenzeichen Warenhaus A. Goldschmidt Schulstrasse 6. Giessen Schulstrasse 6. ia Sonnenstrasse 20/22. 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Unfern werten Mitgliedern wird bekannt gegeben, daß die Ankörung des Zucht-Materials vom 15. Juni ab stattfindet, Anmeldungen sind bis zum 12, Juni beim ersten Direktor Herrn Schön, Ebelstraße 9, einzureichen. 2921 Der Borstand. Räumungs-Ausverkauf in Schuhwaren. 2 ÄÄ-120 000 t SÄ-120 000 2 2®» = 125 000 ÄH ==100000 2° Tom™ =200 000 52®ooo°T =250000 II, s w. zu billigen Preisen verkaufen. 2920 J. Happel. Casseler Schirm-Fabrik Th. Budde & Co., Giessen, Seltersweg 9 empfehlen Sonnen-Schirme in großer Auswahl vom Billigsten bis zum Besten. Entc-M^cas in Seide und Halbseide. Toaaristeia-Scieirme Regen-Schirme e”/a für Damen, Herren und Kinder in erprobten Qualitäten. 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