Erstes Blatt. Samstag Äv. JulilVVS Mbrefle für Devcschen: «ozetger Birgen. st fein er t worden ist. Delcasse betrieb seine Absichten mit plumpem Ungestüm. War ihm ein Coup gelungen, so mußte womöglich am selben Tage die öiitroelt davon erfahren, um die überlegene Diplomatie Delcassss anzustaunen. Schließlich genügte auch das dem eitlen Minister des 'Auswärtigen nicht mehr. Er kündigte an, daß er Deutschland mit aller Eleganz aus dem Sattel heben werde. Da flog Teleassv selbst, weniger mit Eleganz, als mit Wucht in den Sand. Rouvier, nicht so eilt Schaumschläger und Phraseur wie Telcasse, geht kühler und geschickter zu Werke. Er verstand, seine Aufgabe sehr richtig dahin, daß er zunächst die Brücke eines „ehrenvollen Rückzugs" betrat, die Fürst Bülow im Marokkokonflikt der französischen Diplomatie belassen hatte. Er sah ein, daß es heller Wahnsinn sei, ohne eitf sicheres Bündnis mit England einen Krieg mit Deutschland herauszufordern. Das gloriose französische Heer war noch nicht so weil, die Militärs winkten ab! Das letztere Ivar das Entscheidende — denn, hätte' sich Frankreich „erzbereit" gefühlt, wäre es der Unterstütze ung durch die englische Flotte sicher gewesen: Delcassä hätte den Gipfel der Bolls tümlichkeit erstiegen, seine ans Vergeltung gerichtete Politik hätte unbedingt gesiegt. Frankreich war friedliebend, weil es friedliebend sein mußte. Rouvier zog sein Land aus der Affäre, well ihm nichts anderes übrig blieb. Es würde sehr verfehlt fein, an eine dauernd auf Frieden gerichtete Politik Frankreichs zu glauben. Rouvier — darüber lassen die Pariser Stimmungssymptome anläßlich der Kaiserbegegnung, die höchst gereizte Petersburger Depesche d«r „Agence Havas", worin von einent „Aufzwingen des Besuchs" durch Kaiser Wil- So wird also auch Gießens neuer Kunsttempel die beredte Sprache der Kunst unserer Tage reden, die von der Antike daS Beste für sich behält, neues Gute aber täglich hinzuerwirbt; nicht die stammelnde Sprache jener kurzver- flossenen öden und blöden Periode unentwegter , Wiedergeburt" halbverstandener uralter griechischer Kultur. Die Vorderfront des Hauses redet, nach den ge* nehmigten Plänen, trotz aller Schlichtheit festlichen Ernst,, feierliches Pathos; ein Pathos, so vornehm, wie es die prunkhaste Renaisfancekunst nie besessen hat. DaS Portal soll von einem Viergespann gekrönt werden. Es mag an bet dem Anschein nach nur flüchtig hingeworfenen Skizze liegen, daß cs im Vergleich zu den seitlichen Figuren etwas zu klein zu fein scheint — oder umgekehrt, diese im Verhältnis zu jenem zu groß. Ein entschiedener Vorzug vor dem Dülferschen Plane ist die erhebliche Verbreiterung der so wefenllich imposanter wirkenden breitorigen Auffahrt, bie bei Dülfer fast laubhüttenhaft winzig schien. Sie wird von zwei etwas zu^ rüdtretenben, bas Mittelrisalit schön einrahmenben Pilastern flankiert. ES scheint bie Absicht zu bestehen, bie unteren Teile biefer Eckpfeiler in Quadersteinform zu gestalten. Wir meinen nun freilich, sie würden besser, einheitlicher, ruhiger wirken, die schöne und würdevolle Harmonie der ganzen Fassade nur dann einhalten, wenn sie bis unten glatt verliefen und etwa mit feinen Goldstreifen gerieft würden oder wenn über der ganzen Mitte ein schmales, langes Bronzelies eingelassen würde. Von der Rückansicht liegen uns zwei Pläne vor, von denen uns der eine weit gelungener zu sein scheint als der andere, und zwar der ohne Aufschrift über dem Portal. Diese Skizze zeigt bis auf den Knick in den beiden Seitendächern eine schlechterdings vollkommene Harmonie und abgeklärte Ruhe, so daß wir ihr sogar noch den Vorzug vor der schönen Vorderansicht geben möchten. Das innere dekorative Gewand wird hoffentlich auch unserem neustilistischen Empsinden entsprechend hergestellt werden. Man hat, so meinen wir aus den Skizzen schließen zu 1 die verschiedenen guten Partien der angetansten Plc einem neuen Ganzen umgeschaffen, ba5 deren Fehler Handel und Verkehr. Dslksmittschast. Anfangs- u. Schlußkurse. einen 208.75 242.— 145.50 255.75 223.50 Oest. Kredit . Deutsche Bank Darrnftädter Bank Bochumer Guß . Harpener Bergbau Süv-Anlage Betreten wir im Geiste das neue Haus durch Valitische Tagesschau. Edelsteine aus Deutsch-Südwestafrika! Das Geld, das in Südwestafrika hineingesteckt wird,! rentiert sich vielleicht doch einmal, die ^elende Sandwüste "' wird zu einem Besitz, um den uns andere Länder beneiden, und ein Strom von Auswanderern nimmt seinen Weg in die zurzeit so unverlockenden Gesilde. Diese angenehme Aussicht eröffnet sich durch eine kurze Bekanntmachung im .ReichSanz." Fürst Bülow bestimmt darin, daß die Bezirke Gibeon und Berseba dem Landesfiskus des Schutzgebietes zur ausschließlichen Aufsuchung und Gewinnung von — Edelsteinen bis auf weiteres vorbehalten werden. Edelsteine aus Südwestafrika, das ist doch alles Mögliche! Wenn der Fiskus seine schwere Hand auf dies Ausbeutungsobjekt legt, dann muß schon etwas an den bisher ziemlich ungläubig aufgenommenen Behauptungen sein, daß im Süden des Schutzgebietes Diamanten gewonnen werden können. Ailch Goldadern sollen vorhanden sein. Die Negierung hat wohl durch Ver- kder drei Haupteingänge, denen zwei kleinere etwas zurückliegende Türen mit Windfang nebengeordnet sind. Wir gegangen in das 14,5 Meter breite und 6,5 Meter tiefe Vestibül, (schreiten gerade aus in der Mitte zur Kasse und ersteigen •neben dieser entweder rechts oder links die kurze Freitreppe zu dem Gange, der den Zuschauerraum von drei Seiten in einer Breite von drei Metern umgibt. Dann treten wir in den Saal. Der Saul ist ein Logenyaus, so ziemlich in bekannter Horm. Der Zuschauerrauru ist 14,5 Meter breit und (eur- vermeidet und deren Vorzüge vereinigt. Die beiden Kulissenräume sind an das Hauptgebäude herangezogen, sie liegen zu beiden Seiten der Hinterbühne. Auch ein Vorzug vor dem Dülser'schen Projekt. Dadurch ist dieser Teil des Hauses der breiteste, der vordere der schmälste. trauensmänner und Sachverständige sich Gewißheit verschaffte daß dies Gold und Edelgestein kein leerer Wahn ist. Einstweilen allerdings kann der „Landesfiskus* kaum anl die Hebiing dieser Schätze gehen und so die stark angewachsen, Rechnung für das Schutzgebiet tilgen helfen. Erst muß der Aufstand im Süden gänzlich unterdrückt sein. Immerhin, auch Zilkunftsmusik klingt erfreulich, zumal wenn man so lange nichts Gutes aus diesem Stück des dunklen ErdteuS vernommen hat. in ienen Kreisen, die diese Medizin bereiteten, der deutsche Kaiser ganz und gar nicht beliebt ist. Aber man glaubte ihn brauchen zu können, und so braute man tn alleren asten Kreisen diese Zusammenkunft zusammen, ore unter dem dynastisch-psychologischen, nicht unter bau realpolitischen Gesichtspunkt zu betrachten ist. Man wuM hter, daß vomdeutschen Kaisersichernichtszu ist achten sei; vielleicht ließ sich zum Ueberfluß etne klerne internationale Kompromittierung Deutschlands erzielen — das war hier die Rechnung. Berliner Börse vom 28. Juli 1005. (Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Privat-Diskont 2 Prozent. . . 207.90 . . 241.— . . 145.60 . . 255.90 . 223.50 Tendenz: fest. chließlich tiefliegendem Orchesterraum) 18 Meter lang; er! laßt 397 Parkett- und 26 Logenplätze. Das Haus hat 2 Ränge. Tie hinteren Teile des ersten Ranges werden ca. 134, die seitlichen Logen etwa 64 Plätze, der 2. Rang 122 hintere | und 52 seitliche Sitzplätze enthalten. Stehplätze scheinen nach den Entwürfen also nicht vorgesehen zu fein. Rechts und links vom Vestibül führen die Treppen zum 2 Rang, in den entsprechenden vorderen Ecken des Ganges die zum 1. Rang. An den beiden seitlichen Gängen beider Ränge sind 2 -Meter tiefe und 1 4 M e t er l an § e Garderoben. Das ist außerordentlich wichtig, denn nun werden wir in Gießen endlich einmal ein Haus haben ohne dte gräßlichen Garderobenkalamitäten mit dem unerhört qualvollen und unerhört zeitraubenden Gedränge, das Kleid-1 ungsstücken und Hühneraugen gleich gefährlich ist. Tie Oeffnung zur Bühne ist 9 Meter, die Borderbuhne 19 und die Hinterbühne 13,5 Meter breit. Die Tiefe der vorderen Bühne beträgt 11, die der ganzen 16 Meter. Rechts seitlich von der Bühne befinden sich Tageskasse (mit Eingang vom Garten) und Bureau, links Konversations-, Solisten- und Garderoberäume. Dem Vestibül entspricht im 1. Range das Foyer mit Büffet. Wir begrüßen schließlich noch mit gan^ besonderer Freude, daß gestern die meisten Stimmen unserer Stadt-1 Väter für die Verlegung der Front an die Südanlage waren. Würde die Front nach der Neuen Baue zu verlegt werden,so müßten dieser Idee zuliebe wahrscheinlich die beiden schönsten Kastanienbäume Gießens geopfert werden, die nicht nur als Baumgruppe eine Zierde der Stadt, sondern auch für unser Thectter ein natürliches prächtiges Seitendekorationsstück bilden. Läge die Front nach der Jvhanneskirche zu, so würde sie durch Baumgruppen vielfach verdeckt, käme also nicht zur vollen Geltung. Tagegen hätte man ausgiebig Gelegenheit, die naturgemäß weniger vorteilhaft wirkenden langen Seitenansichten von der Südanlage, Jo- hannesstvaße, Neuen Weg und Neuen Bäue aus zu betrachten, j Außerdem spricht igegen diese Lage noch sehr die von Herrn: Beig. Heyligenstädt angeführte Beanstandung, daß durch die "Auffahrt die Anlagen zerschnitten würden. Die 18 Meter hohe Front soll, mehr als 45 Meter vom Bürgermeistereigebäude entfernt sein, sodaß man ihre Schönheiten von der Straße aus wird voll in sich aufnehmen tonnen. Wenn an der Stelle der jetzigen Bürgermeisterei erst ein schöner moderner Rat Hausbau steht, dessen Front ^ruch nicht wenig zurückgelegt werden müßte, bann wird dMer Teil unserer Süd an läge die bewundernden Blicke aller Fremden zuerst auf sich ziehen. TaV. sich der Oberlichtbau auf der Skizze gar so winzig ausnimmt, ist wohl nur ein zeichnerischer Lapsus. Ter kleine beigesügte Plan im ungefähren Größenver- : hältnis 1:500 stellt den Grundriß zu ebener Erde dar und - oürfte zur vorläufigen Orientierung genügen. Darlametttarisches aus Kessen. R. B. Darmftadt, 28. Juli Trotz der Erklärung des Staatsministers Rothe, daß Negierungsvertreter im Juli und August nicht werteren Wts- scknlßberatungen teilnehmen tourbeit, war der werte Ausschuß I der zweiten Kammer heut abermals zusammenbeEen worden, um eine Anzahl meist schon recht alter „Ladenhüter zu erledigen, so den Antrag Köhler zu Kap. 36 des Etats rn betreff des landwirtschaftlichen Instituts ber^andes- u n i v e r s i t ä t G i e ß e n , den Antrag Ripper u;ro. Bon v^iter- gehendem Interesse war die Beratung über den Antrag ^e u n, der dahin geht, die Negierung möge verarllafsen, daß auch nach Anlegung des neuen Grundbuchs in den Orten, rn welchen sich weder ein Amtsgericht, noch ein Notariat befinden, dre Großh Ortsgerichte kompetent bleiben sollen, Csirnndstückverkanfe bis zu 500 Mark Wert recktsgiltig zu protokollieren. In Verbindung mit diesem Antrag kam aub eine Vorstellung des Landes- Verbandes der Bürgermeister rm Großherzogtum Hessen in betreff der Protokollierung von Jmmobiliarveraußer- ungsverträgen zur Verhandlung. Die Bürgermeister führen hauptsächlich Klage darüber, daß ine Protokollierung emes solchen Vertrags nur am Grundbuchamt zulässig sei. Man habe Tmtzende I non Beispielen, wo Grundbesitzer, um eme kleine Parzelle zu verkaufen, an Zeit und entgangenem Arbeitsverdienst mehr ein- büßten, als der Erlös für die Parzelle ausmachte. Es mutzten ailch die größten Verwirrungen nt den neuen Grundbüchern da, burcb entstehen, daß sich die Parzellenkarten utchtimMsitz der Amtsgerichte befinden usw. In den emzelnen Bundesstaaten | fei nun auf Grund der Ausführungsbeftiinmungen anheimgegeben morden, die Protokollierung von Jmmobilienverau^imngsvertra- gen auch andern Behörden zu übertragen und es hatten deshalb von dieser Befugnis auch Württemberg, Preußen für:bxe> ms Hessen-Nassau und andere Gebrauch gemacht; m Württemberg sei das Protokollieren dem Schuttheißenamt überlassen, in Hessew- Nassau den Bürgermeistern bei Kaufverträgen bis zu 500 Mark. Die Petenten bitten daher, die Großh. Regierung zu ersuchen, dahin abändernde Bestimmung zu treffen, datzdem Vorsteher ähnlich wie in Württemberg das Protokollieren. dn Kaufverträge über Jmmobiltarveraußerungen nut Auflassungs- erklärung auch bei Neuanlegung des Grundbuchs belassenbleibt. Der Ausschuß entschloß sich nach längerer Beratung, den Antrag Leun der Kammer zur Annahme zu empfehlen,, die Vorstellung des Landesverbandes der Bürgermeister mit ihren weitergehenden Wünschen dagegen für erledigt zu erllaren. La die Beratungen des Ausschusses heute noch Nicht zu Ende kamen, findet morgen noch eine Sitzung statt. he int die Rede ist, keinen Zweifel — W mit allem Eifer, nur geräuschloser, diskreter wie Delcaffe, dre Freund- fchaft mit England zu verstärken. Es wird von Paris aus unablässig an einem Bnndnts mrt England gearbeitet. Einleuchtenderwetse zu dem Hauptzweck, das nächste Mal besser g-euüstet Deutschland gegenüber zu stehen. Auf den Zaren Mw als Dritten irn Bunde gerechnet worden, daher dre Gnr- täufchung, die sich nach der Kaiserbegegnung von B;orro in Paris wie in London geltend macht. Unter diesen Umständen mußdas Pulver trocken 'gehalten werden. Man rede uns nicht ein, daß dte Re- vancheempfindungen in Fran kreich erlosch en seien. Das Gegenteil ist der Fall! Der Fremde, der tn Paris auf der Straße deutsch spricht, wird nt»! mtt freundlichen Blicken betrachtet. Erbittet er au, frcm- zölisch eine Auskunft, und wird tm Akzent der Deutsche gewittert, so verläßt den Franzosen zwar nicht seine angeborene Höflichkeit,. aber sie ist doch au, etnen merlltch kühleren Ton gestimmt. Dre Friedensliebe Franlletchs wird von den Entschließungen der englischen Politik bestimmt. Ob Deleassö oder Rouvier, der Faden wird fortgesponnen. Sehr zu beachten ist auch eine 'Auslassung der Petersburger „Nowvje Wrernja". Sie schreibt zu der Kaiser- begegnung: t . Wir glauben nicht zu irren, wentt wir den Charakter der Kaiserbegegnung in den SMren, wit der Begegnung des Präsidenten Lvubet mit König Eduard VII. auf besten Rückreise aus Algier nach England vergleichens°Wr duft offizielle Begegnung und der Besuw des englnchen Geichwader^ in Brest die Festigkeit und die Integrität des f r n n s 5 - sisMussischen Bündnisses nicht int geringsten erschütterte, so kann auch bte Katserbege g n u n g da^ französisch-russische Bündnis in keiner Weise erschüttern Die begimtenden F r i e d e n s v e r h a n d l u n g e n zwischen Rußland und Japan sind ein derartig großes Weltereignis, daß die Bestätigung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Monarchen Rußlands und Deutschlands als em sehr wertvolles Element erscheint, welches Welt Politik gegen besondere starke Schwankungen sichert. Ebenso muß man die Bestätigung der Beziehungen zwischen Rußland, dem Bunk^sg en offen Frankreichs, und Deutschland für ein gutes Omen halten für die friedliche Erledigung der aus der englisch-französischen Annäherung entspringenden und d^e, M ar o kko konfer en z .veranlassenden Fragen. Im gegenwartigeii Augenblick ist es be- fvnders wichtig, festzuftellen daß zwischen den europäischen Staaten eine Solidarität besteht, und die Kaiserbegegnung in den Schären hat hinsichtlich der »miteren Befestigung dieser Solidarität ^eine große Bedeutung. Zionistenkongretz. Man schreibt uns aus Basel vom 28. d. M.: Gestern um zehn Uhr vormittags ist der Zioniftenkongreh bei Anwesenheit von über 600 Delegierten und bis über oUUU Gästen feierlich st eröffnet worden. Bald darauf folgte die.Trauerrede des Präsidenten Dr. Max Nordan auf den verstorbenen sito- nistenfiihrer Theodor Herzl. Nach der Sitzung zog das Publikum nach der Synagoge, wo etn Gottesdienst um den Verstorbenen abgehalten wurde. In der zweiten Sitzung des Tages wurde vom Aktionskomitee Rechenschaft über seine zwetiahrige ^ratigkett ab- gelegt. _ Die eheliche Fruchtbarkeit in Preußen. Im Preußischen Statistischen Landesamt sind über die etliche Fruchtbarkeit in den einzelnen Reginungsbezirken Preußens Un tersuchungen angestellt worden. Dre Ergebiiisse dieser werden, nach der „Nordd. Allg. 3tg", ime folgt sufammettgeW: Die eheliche Fruchtbarkeit wurde durch Gegenüberstellung der in einem bestimmten Zeitraum vorhandenen, gebatffahigen, verheirateten Frauen mit der Zahl der m dcinselben leiwahrigen) Zeitraum eheliche geborenen Kinder gemesien und als Dochstgrnize der Gebärsäbigkeit hierbei das 50 Seben5ia^ ungenommem ^i den fünf Jahre ans der Zeit von 1880 bis 1901 uwfassenden Untersuchungen stellte es sich heraus daß tn «P«u6«t t>i: kerofen nach UstrichLchleuße bei Menstem m Oftpr. wurde der Oberförster Rvseufeld aus Lanskerofen erschossen, aufgefunden. Ob ein UnglücKfall aber em ®er6reä)en vorltegt, ist nicht bekannt. - Aus Unvorsichtigkeit erschoß ta bm Schießübungen im Königsbrücker Forst (Kgr. Wachsen) Waffen- hänbler Meyer den Zigarettensabrikanten Sa)uchardt — In. Zerbst brach aus bis letzt noch rncht aufgeklarrer Uriache iN der Reißstärkefabrik Gebrüder Kuppe Brand, au^ Erne Person ist in den Flammen nmg ekomm en , zwei wurden ichwer verletz^ — In Neumühl bei Duisburg stufte der Anbau der Gas-^ anstalt zusammen. Dabei wurden drei Penonen getötet und mehrere verletzt. — Den Berliner Abendblättern zufolge ertranken vergangene Nacht bet einer Kah'.gahrt auf der Ober- Spree vier Personen. ________ ___ Sport. Le Havre, 28 Juli. Heute fand die S egel w e ttfahrk tun den Preis des Präsidenten der Republik, bestehend aus emer Vase aus Sövres-Porzellan und 30M §^s., über 35 Seemeilen für Jachten von 20 Tonnen Große unb darüber statt. Es starteten ecbs Jachten, eine französische, drei deutsche, eine englische und eine amerikanische. Als erste BNg ^ousänne rSi:ulbf<6Tn8ti)»$iet) 4 9 OTm. 35 Set durchs das Ziel, zweite wurde „Therese" (ötmon^iel)j ! dritte „Brunhild" (Pender-Portsmouth) — Markte. Gießen, 29. Juli. Marktbericht. Ans hentigem Wochenmarkt kosteten: Butter pr. PW. 1.15—1.25 Mk., Hühnereier 1 St. 7—8 Pfa. 2 Stck. 00—00 Pfg^ Gänseeier 15—00 Psg., Enteneier 6—7 Pfg., Käse or. Stck. 6—8 Pf., Kasematte 2Stck. 5—6 Pfg. Erbsen vr.Stier 21 Pfg., Linsen pr. Liter 32 Psg., Tauben vr. Paar 0,80-0,90 Mk., Hühner pr.SH 1 00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Eliten pr. Stück 1,80—2,20 Mk., Gänse vr. Pid. 55—65 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfund 70—80 Psg., Kuh- unb Rindfleisch pr. Pfund 70—72 Pfg., Schiveine- fleisch pr. Pfund 70—80 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 70—80 Pfg., Hammelfleisch pr. Pstmd 50—76 Psg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 7,50—8,00 Mk., Zwiebelnpr. Ztr. 8 00—10,00 Mk., Milch per Siter 20 Pfg., Aepfel per Zentner 0 bis 0 Mk., in Körben 00—00 Psg., Kirschen pr. Psd. 00—00 Pf^. Zwetschen per Zentner 0.00— 0.00 Mk. Sirnen per Zentner G bis 0.00 Mk. Weißkraut 0.10—0.15. Marktzeit 7—1 Uhr. Verehrte Hausfrauen ♦ Dr. ThompsouS I Seiferrpulver, Marke Schwan, das beste, billigste und bequemst- Waschmittel der Welt. — Ueberall zu haben. ss^8/. iiulifien TtoTT (Bang Möbel 7 Orchester Zuschauerr awn Hinterbühne Vestibül Bühn« Anfahrt Möbel Tageskasse S Kulissen gohannesstraße S 2 3 (3 S (Bang lliü' /II Illi Z—rnn [3804 zu vermieten. SelterSweg 50, I. ▼*7, Sprechstunden täglich 4—6 Uhr. Walltorfir. 51. 3069 (S. Klingfpor. 3863 [3928 Stellung. 04876 vermieten. 3929 sofort . Louis Lotz. 3636 6 Zimmer per 1. Oktober zu verin. 5 Zimmer 3 Zimmer Alhtige Wilkcl- miö <£> Ebelsfiaße 32, 04966) Läden etc. Seltersweg 14. mieten. ob. 1. Okt. zu verm. (£. Nauheimer 3087 (iin gt. LilgerMcr zu Dtrm. Wolkengasfe 24. 3949 Verschiedene Ju vermieden MltklWMe Ilerichiedenes ?.n ucvluuifcn (i)ftrnr Strlhii Sortierer »»d Sortiererinnen !°wi. 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