Gänse und Hühner aus Rußland, Galizien und Ungarn. Gänse kosten eine Mark mehr als im Vorjahre, junge Hähnchen 30 Ms., Suppenhühner, die früher in jetziger Jahreszeit 1.25—1.40 Mk. kosteten, sind gegenwärtig mit 2.25 bis 2.50 Mk. zu bezahlen. Weiter sind Kartoffeln und Eier bedeutend im Preise gestiegen. (Die Eier kosten bei uns in Gießen bereits 8Vs Pfg. Das ist ein geradezu enormer Preis für die Sommermonate! D. Red.) Alle diese Preissteigerungen drücken gewaltig auf daS Hotel- und Restaurantgewerbe als Großverbraucher, dem es versagt ist, feine Preise für die Speisen im Handumdrehen der Marktlage anzupassen, und gegen den alle Welt sofort mit aller Kraft mobil macht, wenn er nur Miene zeigt, einen Ausgleich herbeisühren zu wollen. Schon früher bei den billigeren Preisen ist die Küchenabteilung stets das Schmerzenskind in unserem Gewerbe gewesen, und dieser für viele Geschäfte schon ruinös gewordene Zustand droht sich unter den nunmehrigen Zuständen zu einer Kalamität von unabsehbarer Wirkung auszuwachsen. Dies legt uns die gebieterische Pflicht auf, für die Interessen unseres schwer bedrohten Gewerbes entschieden einzutreten. Gleich vielen anderen Beteiligten sowie unparteiischen Autoritäten (Stadtverwaltungen usw.) sind wir der Anschauung, daß die Kalamität durch eine entsprechende mildere Handhabung der Grenzsperren unter Beibehaltung der notwendigen Vorsichtsmaßregeln gegen die Einschleppung von Viehseuchen behoben werden könne, und schließen uns demgemäß den darauf bezüglichen, bereits von vielen anderen Stellen zum Ausdruck gebrachten Wünschen in jeder Hinsicht an." In K a t t o w i tz erklärte der erste Bürgermeister Pohl- mann in der Stadtverordnetensitzung, daß die Milderung der Fleischnot vor Januar 1906 kaum zu erwarten sei. Ein Bescheid des Reichskanzlers auf die abermalige Petition der oberschlesischen Magistrate sei noch nicht eingegangen. P. wies auf das vollständige Fiasko der Viehzentrale hin und erklärte, daß die oberschlesischcn Magistrate ihre Pflicht taten, aber es jetzt dahingestellt sein lassen müßten, wie die Krise wirtschaftlich und politisch weiter überstanden werden könnte. Ein Bauern Parlament wird nach den in Rußland angestellten Berechnungen die künftige Reichsduma sein. Es ergiebt sich nämlich, daß von den 412 Abgeordneten der Reichsduma aus dem eigentlichen Rußland 200 bis 215 bäuerliche Abgeordnete sein werden. Bei den Wahlen wird in 12 Gouvernements den bäuerlichen Wählern die absolute Mehrheit gehören, so in Archangelsk,, Wologda, Woronesch, Wjatka, Kasan, KurSk, Olonez, Pensa, Samara, Tambow, Ufa und Stawropol, außerdem zum Teib in Astrachan, Orenburg und dem Dongebiet. In elf anderen haben die bäuerlichen Wähler fast die absolute Mehrheit unb in sechs schließlich werden sie die Wahlen erheblich beeinflusien. Wenn jedoch die Zahl der Abgeordneten Polens, des Kaukasus, Sibiriens, Zentralasiens und vielleicht auch Finnlands, wie verlautet, ein Fünftel der Gesamtzahl der Abgeordneten der 51 Gouvernements ausmachen sollte, würde daS, wie man der .Köln. Ztg.* meldet, die Physiognomie der Reichsduma verändern und die Gruppe der Abgeordneten der Städte und des Grundbesitzes verstärken. — Vielleicht werden aber das die Herren PobjedonoSzew und Genoßen gerade nicht wollen und durch entsprechende Gestaltung der WahlkreiS-Gnteilung dafür sorgen, daß die Duma ihren Wünschen entsprechend zusammengesetzt ist.__________________________________________ Keer und Atolle. — Der Leutnant a. d. Ball in Germersheim in der Pfalz, welcher als Wahlmann bei der letzten Landtagswahl seine Stimme für den sozialdemokratischen Kandidaten Körner abgegeben hatte, war deshalb vor einigen Tagen vor den Offiziersehrenrat beim Bezirkskommando Landau geladen. Ball ist seinerzeit mit der Erlaubnis zum Tragen der Uniform pensioniert. Zur Vorstellung in Landau begab er sich in Frack und Zylinder. Ueber daS Resultat der Verhandlung ist bisher Näheres nicht bekannt geworden. Wahrscheinlich wird ihm nun die Uniform aberkannt werden. Bremen, 29. Aug. Ein beim Stettiner Vulkan neubestellter Schnelldampfer des Norddeutschen Lloyd wird, wie BoesmannS Telegraphen-Bureau meldet, „Kron- prinzessin Cecilie* benannt werden.________ Kirche und Schule. Nom, 29. Aug. Der Papst empfing heute eine Gruppt deutscher Pilger unter Führung des Gymnasialprofessors Miller-Stuttgart. Aus StsLI mö KauL. Gießen, 30. August. ** Das Großh. Regierungsblatt, Beilage Nr. 23 enthält: 1. Oeffentliche Anerkennung einer edlen Tat (Großh. Bürgermeister Lind zu Geiß-Nidda). 2. Bekanntmachung, die Baugewerbe- und Gewerbeschule zu Bingen betreffend. Es wird darin zur Kenntnis gebracht, daß die Reifezeugniffe der Großh. Hesi. Baugewerkschule in Bingen für die 'Annahme von mittleren technischen Beamten des preußischen Staatsdienstes den Reisezeugnisien der preußischen staatlichen Vaugewerkschulen ohne Tiefbauabteilung gleichgestellt worden sind. 3. Uebersicht der für das Rechnungsjahr 1905 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Kommunalbedürfnisse in der Gemeinde Vilbel. 4. Vorlesungsverzeichnis der Landesuniversität. 5. Ordensverleihungen. 6. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen fremder Orden. 7. Namensoeränderung. 8. Dienstnachrichten. 9. Dienstenthebungen. 10. Ruhestandsoersetzungen. 11. Nachweis der Befähigung zur Uebernahme eines Kirchenamts. Klein-Linden, 29. August. In den wohlverdienten Ruhestand traten die beiden Bahnbeamten Bremser Heinrich Knapp und Bremser Philipp Reu schling, die über 30 Jahre im Dienste der preußischen Staatsbahnen standen. Aus Anlaß ihrer Pensionierung wurde beiden vom Kaiser das .Allgemeine Ehrenzeichen für treue Dienste* und die Denkmünze für 25jährige treue Arbeit im ilfaüouHsach 1 ^wajiccuug J tont und durchaus ?nf '9 aui Bur^ SJj» planen, a'W^einuBau- lehrcre Wahres,ädl. WoUtellung. to/.8t. 4812 i l96i Stossburg LE. A erinnen. S-lt ^°dchea 'ige tüchtig SJS1 Wer, tt Sd)t^*(e ' S- SWauf ly^erbcien. Qn ikabend^Klö^ fitfi. ® 4'cdC4. D-vner^ 31, . Nah'Muvtze» juck! in einem Huf. GeW. rir. Schützenilr.8,ll.St Zcrfieigcruug. nn slag den 31. ü. M. ver> >ir Möbeln u. »i- ürtauSdeinMchlavder leute peinr. Mndland. eigeruiig findet vom cb.ffenberger Weg 7U □5702] Tie | ,imen £ erhalten. . Sl-phanltrnbe wu. bl einem Sextaner > & 3*»* Mmaua, 18 I. alt, mn-Branche gelernt, i‘ au! la. Zeugn. bald, gagem., a. liebst, a. d. r Zigarrensabnt. 'leid, unter 05610 an nz. erbeten. Mädchen, C]'tem die , f- J- Erl. d. hautztz. L T«m. Stelle a. Stutze Nur. Lchr. Meld. a. d. tzirtz. Anz. erb. I- Mädchrn, w. tod). t, Arbeit veyt. sucht bald. lj-Tame i.kl.vMh.b. a-ibsi. i. od. 81 Franks. >. u. 05877 a. d. tz. A. e. tksFräulein mn sucht Ll.z.Kindm iesbaden ob. Frantlun. Meldungen «nt. M Ann Anzeiger erdük teS &räulcin, UJ. 'm Vlätjen unb sucht pass. Stellung M, Mn M2V OT ikw,. ndmn. ffkr. 803 Zweites Blatt. 155. Jahrgang Mittwoch 30 August 1905 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Siebener Zamilienblätter" werden dem ^Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der „Hessische Landwirt erscheint monatlich einmal. Siebener Anzeiger Rotationsdruck und Verlag der Drühlfchen Universitatsdruckerei. R. Lunge, Gießen. Redaktion, Expedition u.Druckerei: Schulftr.7. Tel. Nr. 5L Tetegr.-Mr.: Anzeiger Gießen. General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Sietzen. Kekamttmachlmg. Der Großh. Kreisarzt Herr Medizinakrat Dr. Haberkorn ist vom 1.—23. September l. Js. beurlaubt und wird während dieser Zeit durch den Großh. Kreisassistenzarzt Herrn Dr. Bötticher in Gießen vertreten. Gießen, den 29. August 1905. Großherzo glich es Kreisamt Gießen. I. B.: Dr. Kranzbühler._____________ Sekanntmachlmg. Betr.: Die Stelle eines Polizeikommissars für die Gemarkung Arnsburg. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß der Großh. Forstasseffor Thum in Arnsburg zum Polizeikommissar der Gemarkung Arnsburg bestellt und als solcher verpflichtet worden ist. Gießen, den 29. August 1905. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ______________I. B.: Dr. Krqnzbühler._________________ Kekanntmachung. Betr.: Gesuch der Gewerkschaft Gießener Braunsteinbergwerke vorm. Fernic zu Gießen um Genehmigung zur Aufstellung eines Dampfkeffels. Die Gewerkschaft Gießener Braunsteinbergwerk vormals Fernie zu Gießen beabsichtigt auf ihrem Hauptbetrieb der Gemarkung Gießen einen Dampfkessel zu errichten. Pläne und Beschreibung hierüber liegen 14 Tage lang, oom Erscheinen dieses im Kreisblatt für den Kreis Gießen an gerechnet auf dem Bureau des Großh. Polizeiamts Gießen zur Einsicht der Interessenten offen. Etwaige Einwendungen sind binnen dieser Frist bei Meidung des Ausschluffes bei Großh. Polizeiamt Gießen vorzubringen. Gießen, den 7. August 1905. Großherzoglich § Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Fink. Iie Wahlbewegung in Sachsen. Aus Leipzig wird geschrieben: Mit dem Näherrücken der Landtagsersatzwahllen (14. bis 16. September) kommt die Wahlbewegung in Sachsen in schärferen Gang. Was ihr diesmal weit über die buuoes- staatlichen Grenzen hinaus Interesse verleiht, ist das feit langen Jahren nicht erlebte Schauspiel eines Kampfes zwischen der konservativen und der nationallibe- ralen Partei auf der ganzen Linie. Das ordnungsparteiliche, antisozialdemokratische Karten ist — gegen den Wunsch der Konservativen — nicht erneuert worden, da die Nationalliberalen der lleberzeugung sind, daß es nur zur Stärkung der „agrarisch-konservativen" Zweitdrittelmehrheit gedient, ihrer eigenen Parier aberjede Bewegungsfreiheitgeraubt habe. Die Nationalliberalen wollen auf eigenen Füßen stehen, sie haben diesmal überaN, wo es irgend opportun erschien, eigene Kandidaten aufgestellt und als Ziel ihrer Wahlagitation die Z er tr ü mmerun g der konservativer! Allmacht verkündet. Ob es ihnen, namentlich in Hinblick aus die das Breite Bürgertum beherrschende Furcht vor der Sozialdemokratie, gelingen wird, eine wesentliche Aenderung in der Zusammensetzung der zweiten Kammer herbeizuführen, wird vielfach bezweifelt. Andererseits aber wird darauf hingewiesen, daß es bei der diesmaligen Eindrittelerneuerung der Mandate nicht mehr bloß der hauptsächlich in Dresden in,Betracht kommende linke Flügel der Partei ist, der mobil macht, sondern daß der Vorstoß durch das ganze Land hin erfolgt. Außerdem weist man darauf hin, daß der Bund der Jn- dustriellen bekannt gegeben hat, er werde vorwiegend die Kandidaten der Nationalliberalen unterstützen. Nach dem Vorgänge von Leipzig, wo die fr e i f i n n i g e Volkspartei den gemeinsamen Kandidaten der Natro- nalliberalen und der freisinnigen Vereinigung nicht unterstützen will, dürfte es auch anderwärts zu keinem Zusammenschluß der liberalen Elemente kommen. Der durch den Abg. Günther int Landtag vertretene Freisinn ist also in den wenigen in Betracht kommenden Bezirken aus sich selbst angewiesen, darf aber laut Beschluß des sozialdemokratischen Parteitags auf Sukkurs von dieser Seite rechnen. Es kann ihm also immerhin das eine ober das andere Mandat zufallen. Die „Re formet sind gleichfalls bestrebt, selbständig mehrere Kandidaten aufzustellen, zeigen sieh aber auch geneiat, die Konservativen zu unterstützen, wie sie auch von ihnen Hilfeleistung erwarten. Die Sozialdemokratie wird sich wieder an den Wahlen beteiligen, aber kaum, um Mandate zu erlangen, was ihr bei dem gegenwärtigen Wahlrechtssystem nur ganz vereinzelt möglich wäre, sondern in der Hauptsache aus agitatorischen Gründen. Die sächsischen Konservativen scheinen sich ihrer eigenen Parteifirma zu schämen. Diesen Eindruck erweckt der Wahlaufruf für den konservativen Verlabsbuchhändler Joh. Friedr. Dürr, wohnhaft in Gaschwitz bei Leipzig, der im Wahlkreise Leipzig-Land kandidiert. Nicht mit einem Worte wird in diesem Aufrufe der konservativen Gesinnung des Kandidaten ober ber konservativen Partei gebacht, nur an die „Mittelstanbsleute" wirb appelliert, bie gegen bas Großkapital und gegen bas Proletariat aufgerufen werben. Wahrscheinlich glaubt man auf biefe Weise bessere Geschäfte zu machen als durch offenes Heraushängen des konservativen Parteischilbes. Bemerkenswert ist aus bem erwähnten Wahlaufrufe noch die Tatsache, daß barin die Einführung einesVierklassenwahlsystems empfohlen wirb, unb zwar derart, baß nach Neuemteilung ber Wahlkreise mit je vier Abgeorbneten, jebe ber vier Wählerklassen ihren Vertreter für sich zu wählen hat. Wohl möglich, baß bie Konservativen im neuen Landtage einer berartigen „W ahl- re f o r m" bas Wort reden werden! Zu wählen ist in 29 Kreisen, von denen bisher 22 konservativ, 6 nationalliberal und einer reformerisch vertreten waren. Von den 82 Abgeordneten ber zweiten Kammer gehören gegenwärtig 57 zur konservativen, 22 zur nationalliberalen, 2 zu den Reformern und 1 zum Freisinn. Für die Einberufung des Landtags, den bie Wahlrechts- unb bie Gemeinbesteuerreform beschäftigen wirb, ist ber 24. Oktober in Aussicht genommen. Volitilche Tagesschau. Aus dem Reichshaushalt. Der „Reichsanz." teilt über bie Ergebnisse bes Reichs- haushaltS für 1904 folgendes mit: Nach dem Finalabschluß der Reichshauptkasse beziffert sich ber Gesamtmehr- b eb ar f gegenüber bem Etat aus ninb 18 3 7 3 000 M k. Für bie Verwaltung unb Verzinsung ber Reichsschulb ergab sich eine Mehrausgabe von 73 29 000 M k. Beim Reichsinvalibenfonbs entstauben infolge ber verstärkten Fürsorge für Kriegsinvaliben 10 499 000 Mk. Mehrausgaben, wovon 7 643 000 Mk. auf bas bayerische Kontingent entfallen: 10 053 000 Mk. hiervon mußten zunächst aus ordentlichen Reichsmitteln gebeckt werben, da aus Mitteln bes Reichsinvalibenfonds nur 316 000 Mk. verfügbar waren, wozu eine Ersparnis von 130000 Mk. für einzelne Ausgabezwecke trat Die Ausgaben ber Marineverwaltung überschritten ben Etatsansatz um 1240 000 Mk. Demgegenüber steht beim Reichs he er eine Gesamtersparnis an 2 984 000 Mk. unb beim allgemeinen Pensionsfonds eine Gesamtminberaus- gabe von 1 716000 Mk. Von den dem Reiche zustehenden Steuern brachten, wie der „Reichsanz." ferner mitteilt, Mehrerträge: die Zuckersteuer 12 989 000 Mk., die Sulzsteuer 1207 000 Mk., die Brausteuer 1289 000 Mk. Gegen den Voranschlag blieben zurück die Zölle um 21006000 Mk. und bie Tabaksteuer um 903 000 Mk. Von ben Betriebsverwaltungen lieferten mehr ab gegenüber bem Etat die Reichspost- unb Telegraphenverwaltung 1455 000 Mk., bie Reichseisenbahnen 848 000 Mk. Die Einnahmen aus dem Bankwesen siub um 5986000 Mk., bie verschiedenen Verwaltungseinnahmen unter Einrechnung ber bereits erwähnten Mehreinnahme ber Militärverwaltung unb ber Mindereinnahmen der Marineverwaltung, sowie einer aus Münzgewinnen entstandenen Mehreinnahme beim Reichsschatzamt von 3 327 000 Mk. um insgesamt 4 332 000 Mark über ben Etatsansatz hinausgegangen. Im ganzen sind an ordentlichen Einnahmen, soweit sie bem Reiche verbleiben, 9 814 000 Mk. gegen ben Etat mehr aufgekommen. Da ber über ben Etat hinausgehenbe Vebarf, wie oben erwähnt, insgesamt 18 373 000 Mk. beträgt, so ergibt sich für das Rechnungsjahr 1904 ein Fehlbetrag von vo n 8559 000 Mk. Wäre, so schließt ber „Reichsanz.", für bie Zwecke bes Reichsinvalibenfonds ber Vorschuß von 10 053 000 Mk. nicht zu leisten gewesen, so würbe ber Reichs- Haushalt für 1904 statt mit jenem Fehlbeträge mit einem Ueberfchusse von runb 1494 000 Mk. ab geschloffen haben. Zollkrieg in Aussicht? —tt— Berlin, 29. Aug. Der Beginn bes Herbstes stellt bie Regierung vor eine schwierige Aufgabe: bie Neuregelun gder Handelsbeziehungen zu ben Vereinigten Staaten. Die Künbigung des bestehenben Meistbegünstigungsvertrages, mit bem Deutschland ein so schlechtes Geschäft machte, muß spätestens am 1. Dezember b. I. zum 1. März 1906 erfolgt fein, unb zwar muß sie unter allen Umftänben bewirft werben, weil ber Union in biefem Abkommen bie Sätze bes alten deutschen Vertragstarifs ein geräumt finb, ber am 1. März 1906 mit bem Inkrafttreten bes neuen Zolltarifs erlischt. Die Haltung bes amerikanischen Senats in biefer Hanbelsvertragsfrage ist allerbings nicht berart, baß sie viel Hoffnung gibt auf bas Zustanbekommen eines Gegen- feitigkeitsvertrages. Der Senat ist offenbar entschlossen, jebe Abänberung bes Dingleh-Tarifes abzulehnen, selbst auf bie Gefahr hin, sich mit bem Präsibenten Roosevelt zu überwerfen unb einen Zollkrieg zu entfesseln. Deutschlanb hat keine Veranlassung, unter den bisher gebrachten schweren Opfern ben Zollfrieben mit ber Union weiter zu erhalten, denn es steht bei einem Zollkrieg für seine eigenen Interessen weniger auf bem Spiele, als für bie amerikanischen. Deshalb ist zu wünschen, baß bet bem Beginn ber Hanbels- vertragsverhanblungen — bie Anwesenheit bes Botschafters Frhrn. Speck v. Sternburg in Deutschlanb bürste bamit zusammenhängen — mit bem gehörigen Nachbruck auf bie Zollwaffe ber höheren Sätze bes neuen beutschen Generaltarifs hingewiesen wird. Das dürfte bei ben Amerikanern nicht einbruckslos bleiben unb ihnen noch am ehesten bie Augen öffnen für bie Vorzüge eines Gegenseitigkeitsvertrages, ber sich auf gleichwertigen Zugestänbntfsen aufbaut. Zur Fleischteneruug. Der Auffichtsrat bes Internationalen Vereins ber Ga st Hofbesitzer hat als Vertreter einer bebeutenben Gruppe von beutschen Verbrauchern lanbwirtschaftlicher Erzeugnisse deren Anschauungen unb Wünsche in ber Frage der Fleifchteuerung in einer Eingabe bem Lanb- wirtschaf tsminister zur Berücksichtigung unterbreitet Darin heißt es: „Die Meinungen darüber, ob eine Fleischnot bestehe, find 'zurzeit noch bei Probuzenten unb Verbrauck>em verschieden. Was jedoch niemand bestreiten kann, das ist das Vorhandensein einer großen Fleifchteuerung, welche in die Lebensbedingungen der Bevölkerung, mit Ausnahme eines Teiles der Landwirte, tief ein» schneidet. Ms vor kurzem die englische Kommission Deutschland bereiste, um die Wohlfahrtscimichtungen in dessen Städten zu studieren, äußerte sie in Köln ihr großesErstaunen über das Verhältnis der hiesigen Fleischpreise zuden englischen England habe dank der ungehinderten Einfuhr von Vieh und Fleisch weit niedrigere Preise als Deutschland. Als Folge der Fleischteuerung ist eine ganz erhebliche Preiserhöhung für Geflügel zu verzeichnen, weil die Nachftage m jüngfter Zeit bedeutend gewachsen ist, die Produktion aber nicht zugenommen hat, sondern im Gegenteil zurückgegangen ist, und bas Angebot auch unter dem Banne der hohen Schweinepreise steht, insofern es die Landleute vorriehen, ihr Geflügel zu essen und die Schweine zu verkaufen, anstatt umgekehrt Am Markt ftnb fast nur noch eine halbe Stunde von Rohrbach entfernt, einen Blitzstrahl, in Flammen auf. Darmstadt, 29. Aug. Vermochte». Bürgermeisterei der Bürgermeister Hardt vorgestanden, bis er am Sonntag, dem 21. Mai, durch den Tod aus seiner Präsidenten der Rhcinprovinz ist die einstweilige Verwaltung der Landbürgermcisterei Großrechtenbach dem Bürgermeister Goldman n aus Waldbreitbach, Kreis Neuwied, übertragen worden. Bürgermeister Goldmann hat am 26. August die Dienstgeschäfte zu Großrechtenbach übernommen. p Braunfels, 29. Aug. Durch Hantieren mit einer Patrone, die sich dabei entlud, verletzte sich ein hiesiger junger Mann derart, daß er sich in die Klinik zu Gießen begeben mußte. [] Gladenbach, 29.lAug. Vorletzte Nacht brannte ln Gönnern die dem Müller SchneiderX. gehörige Mühle Dienste deS Staates" verliehen und ihnen dieser Tage überreicht. Knapp ist Veteran aus den Feldzügen 1866 und Nnd kam in Pantinen ein Jung« daher, So rief er: „Jung, willste ne Beer?' Und kam ein Mädel, so rief er: „2ütt Dirn, Kumm man röroer, ick hebb ne Birn!" Der alte Herr, so berichtet die brandenburgische lieber» lieferung, der unter dem Birnbaum begraben liegt, war ein großer Kinderfreund, der für seine Lieblinge gern Obst, besonders Birnen in der Tasche mit sich führte. Als er starb, dauerte es nicht lange, so sproßte ein junger Birnbaum aus dem Grabe hervor, ward bald zu einem stattlichen Baum und trug reichlich schöne, süße Birnen. Die Leute sagen, der alte Herr habe eine Birne mit ins Grab genommen, und aus einem Kern sei der Baum erwachsen, der noch nach seinem Tode der Dorfjugend Birnen schenken sollte. Und wie es bei Fontane am Schluß heißt: So spendet Segen noch immer die Hand Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland. Amtstätigkeit gerissen wurde. Durch Verfügung des Ober- mit sämtlichen Gebäuden nieder. Es wird Brandstiftung vermutet. Landwirtschaft. — Ueber die volkswirtschaftliche Bedeutung der Landwirtschaft im Königreich Sachsen ist neuerdings eine interessante Statistik veröffentlicht worden. Das in der Land- und Forstwirtschaft Sachsens angelegte Kapital beträgt zur Zeit über 4 Milliarden Mark, und der Gesamtwert des Viehstandes beziffert sich auf 3 b 0 M i l l i o n c n M a'r k. Die E r n t c des Jahres 1903 repräsentierte einen Gesamtwert von 322'/, Mil- lionen Mark, wovon reichlich 156 Millionen Mark auf die verschiedenen 6)etreidesorten entfielen. Dazu kommen noch als Jahres" wert der Produkte der Viehhaltung 218'/, Millionen Mark, so daß sich im Jahre 1903 der Wert der gesamten landwirtschaftlichen Jahresproduktion in Sachsen auf rund 540'/. Millionen Mk. (teilte. • In der Angelegenheit der Spremberger Eisenbahnkatastrophe verlautet, daß der Stations-| Assistent Stulljus in der Untersuchung zu gegeben hat, anstatt bei der Station Schleife auf der nach Görlitz gehenden Strecke versehentlich bei der Station in der entgegengesetzten Richtung angefragt zu haben, ob die Strecke frei sei. Da man sich dort die Anfrage nicht anders erklären konnte, als daß Auskunft über den zu erwartenden Nachzug verlangt werde und für diese Fahrt die Strecke frei war, so erfolgte eine zustimmende Antwort. Der Stations-Assistent hat den Irrtum dann zu spät erkannt und den Zug nicht mehr anhalten können. • Ein märkisches Wahrzeichen scheint dem Untergänge entgegenzugehen. Der alte sagenumwobene Birnbaum aus dem Kirchhofe zu Ribbeck, Kreis Westhavelland, ist durch Ueberwuchern mit Efeu derartig erschöpft, daß er einzugehen droht. Allgemein bekannt ist dieser Birnbaum aus Theodor Fontanes hübschem Gedicht: Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland, In seinem ©arten ein Birnbaum staird. lind kain die goldene Herbsteszeit Und die Birnen leuchteten weit und breit, Da stopfte, wenns Mittag vom Turme scholl, Herr von Ribbeck sich beide Taschen voll. cherichlsiaal. (n) G i e ß e n, 29. Aug. Von der Strafkammer wurden heute ifoei 14jährige Jungen Rudolf und Christian D. hier wegen Diebstahlversuchs zu je 14 Tagen Gefängnis verurteilt Die Jungen, denen e5 an der nötigen elterlichen Zucht fehlt und die beide bereits Strafen erlitten haben, trieben sich einige Zeit in der Nähe der Stadt herum und n ä ch 11 g t e n zum Teil im Freien. Bei dieser Gelegenheit gerieten sie auf den Schliefplatz des Vereins „Hundesport". Sie sahen, als sie über dings nicht angab. In Frankfurt a. M. lernte er emen Gartnerlehr- (ing kennen, dessen Unerfahrenheit er dazu benutzte, ihm einen Gepäckschein abzuschwindeln und sich so m den Besitz seiner Habseligkeiten zu setzen, die er alsbald verschleuderte. Das Gericht hielt ihn des s ch w e r e n D i e b st a h l s m einem Falle, des Betrugsversuchs in 6 Fällen und der Unterschlagung für schuldig und ließ mit Rücksicht auf die Tatsache, daß er seine guten Anlagen nur zu Schlechtigkeiten benutzte, die volle Strenge des Gesetzes walten. Ebenso wurde stras- erschwerend berücksichtigt, daß er einen armen Jungen um seine ganze Habe gebracht hat und daß die Beträge, auf die er es abgesehen hatte, recht hohe waren. Das Urteil lautete auf vier Jahre sechs Monate Zuchthaus und 300 Mark Geldstrafe nebst zehn Jahre Elirverlust. Da er von Anfang an geständig war, wurden ilM 40 Tage der erlittenen Untersuchungshaft auf die Strafe angerechnet. In dem F'all Köhler erfolgte Freisprechung. Eine Untersuchung auf seinen Geisteszustand hielt man nickt siir erforderlich, da er eine solche selbst nicht wünschte. die Einfriedigung eingestiegen waren, im Innern des Häuschens etwas an der Wand hängen, das sie für einen Revolver hielten. Kürz entschlossen zertrümmerten sie eine Fensterscheibe, schoben den innen befindlichen Riegel zurüek und drangen hinein. Zu ihrem Enttäuschen war aber der vermeintliche Revolver eine Telephonanlage und so zogen sie, ohne etwas mitzunehmen, weiter. Das Gericht nahm an, daß die Jungen einer momentanen Versuchung erlegen sind und rechnete ihnen die Sache nicht so hoch an, trotzdem es sich um einen Einbruch handelte. — Der Dienstknecht Heinrich B. aus Blütlingen stahl einem Mitknecht zu Okarben ein Zwanzigmarkstük und einem andern einen Reise- foffer, womit er sich heimlich entfernte. Er wurde zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt. ;— Wegen S i 11 l i ch k ei t.s - verbrechens an feiner Stieftochter, wurde der Gänsehirt Hemrick F. von Ober-Rosbach zu 2 Jahren und 6 Monaten Zuchthaus verurteilt. Wegen gleichen Verbrechens am nämlichen Kinde, das seine Nichte ist, erhielt der Taglöhner Ludwig H. 1 Jahr und 6 Monate Zuchthaus. Jedem wurden die bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre aberkannt. — Friedrich Sch. von Kesielbach wurde zu Grünberg bettelnd betroffen, was eine 14 tägige Haststrafe für ihn zur Folge hatte, nach 'deren Verbüßung er in das Arbeitshaus kommen sollte. Er focht das Urteil an, blieb aber zum Termin ans, weshalb seine ^Berufung verworfen wurde — Georg K. von Wetterfeld trieb sich in Friedberg obdachlos umher, weshalb er von der Polizei angewiesen wurde, ick innerhalb 12 Stunden eine Unterkunst zu verschaffen. Er kam dem Auftrag nicht nach, weshalb er vom Amtsgericht Fwiedberg zu einer Woche Haft verurteilt wurde, nach deren Verbüßung er in das Arbeitshaus sollte. Er sooft das Urteil an und erklärte vor dem Berufungsgericht, daß er nicht m der Lage sei, sich für ein Unterkommen zu sorgen, da er leidend u.tid arbeitsunfähig sei. Wie der Augenschem^lehrte, t er tatsächlich eine Persönlichkeit, die eher in die riechen- anstatt, als in das Mbeitshaus gehört. Seiner Verumng tmirde statt gegeben und es trat Freisprechung ein. — Ter eeftrev nermcifter Valentin G. von Lauterbach hatte leinen Konkurrenten Karl M. wegen Beleidigung verklagt, weil er ihn Mit beleidigenden Redensarten »erfolgt hatte. Das Sckoffengerickt ließ aus Beweismangel Freisprechung emtreten, weshalb der Klager Berufung erhob. Die Beweisaufnahme in der Berufungsinstanz führte zur Verurteilung des M. zu einer Geldstrafe,von 20 Mk. Dem Beleidigten wurde auch die Publikationsbefugnis zuge- sprochen. ___________________ _ Kunst und Wissenschaft. - M - » - ° l z .B a 11 f o u p e r«. Der Preis für ein für bie „Nationcck-Galerie" in Berlin erworbenes Gemälde Menzels „Ball- fouver" beträgt 160 000 Mk. Das wertvolle Bild, an dem Menzel drei Jahre lang (1876-1879) gemalt hat, ist bisher nn Besitze des Leipziger Kunstfreundes Emil Meiner gewesen, der schon vorher ein Menzelsches Gemälde, die „Piazza d Erbe in Verona , für 100 000 Mk. an die Dresdener Galerie verkauft hat. Gerhart Hauptmanns Komodie „D te iro h - lich-n sunqfern von Bnch ° fs b - r g-, d>° der Dichter vor kurzem vollendet hat, wird m der ersten Halste dieser Spielzeit im Lefsing-Theater zu Berlin aufgeführt werden. 1870/71. tz Rockenberg, 29. August. Ein neuer Zellenflügel für Einzelhaft wird gegenwärtig am Landes- zuchthaus Marienschloß erbaut, da die jetzigen Räumlichkeiten si'ir die stets wachsende Zahl der Gefangenen seit Jahren nicht mehr ausreichen. In den letzten Jahren mußten wiederholt Gefangene nach Butzbach verbracht werden. Die in den letzten zwei Jahren erbauten acht Wohngebäude für Gefangenenwärter sind jetzt bezogen worden. (!) Friedberg, 29. August. Am Tage der Kaiser- ,parade bei Homburg wird in den Volksschulen unseres Kreises, besonders im südlichen Teil, mit Rücksicht auf die großen Truppendurchmärsche der Unterricht aus fall en. 8 Sichenhausen, 28. Aug. Heute fand die feierliche , ------•■ ------- -•••• -------- ar .. ff Srunbfte’ntequng ,um Schulhausneubau statt. * * G'ne Anwesend waren Geh. Regierungsrat Schönfeld. Kreis- von der Bedeutung der Briefmarken zeigte -IN lung-s Lienst- fchulinspektor Feu e rb ach-Scholten, Baurat Die hm- Mädchen, das sich b-im Umzug 'b'G-pack von einem Bahn- Gießen und der Bauleiter, Kreisstraßenmeister Schäfer, sirbcit-r zur Bahn transportieren ließ. Sie hatte ihm in der Schotten. Die Plane hat Baurat Di-hm entworfen. Das E.l- mcht sofort seme 60 Psg. Lohn gegeben und war nun, Gebäude, das zu 21OOO Mark veranschlagt ist, wird aus'" ihrem neuen Wohnsitz angelangt, m Sarge wie st- ,h u m r ri m.fnpff.ßrt zu seinem (Selbe verhelfen könnte. Endlich kam ihr der » Orten6etg, 28. Aug. Die .Ohm.al.Basalt- 'gl°ck-ich°- Einfall, für 50 Psg Briefmarken aus ein Kuvert Werke- in Marburg lasi-n z. Zt. in der MH- unserer s» kleben und d,-S dem Arbeiter zuzuschicken Dw Post Stadt in größerem Umfang- B-tri-bSanlag-n, mit Anschluß stempelte natürlich alle Marken ab und so hat der Arbeit r an di- Nebenbahn,ini- errichten. Zur Ausbeutung dient der nur ein Zeugnis von dem guten Willen der naiven Dorf- in der Nähe befindliche Sänlenbasaltbruch, dessen Steine vor- schönen bekommen. fr A w „ gegenwärtige Börsengesetz bezeichnet. Die l^kiilattven Kapitalisten batten srüher auf Zeit oder Kredit ihre Bankverbindungen pflegen können. Jetzt müßten sie per Kasse kaufen, weil der Kauf auf Zeit teils verboten ist und weck aus Furcht vor der Rechtsvreck- ung des Reichsgericht? der Bankier für solche Wekulatwe Käufe nicht mehr Kredit gewähren kann, bezw will. Wahrend nun die Spekulanten früher ihre zinstragenden Papiere und svezlellihre Staatsanleihen als Sicherheit für ihre Kaufe, bei 'lwer Bankverbindung hinterlegten, müssen sie sie letzt verkaufen, um em Bardevot stellen zu können. Dadurch entsteht der immer erneute und sich vermehrende Verkaussandrang, die Verringerung der Anzahl der Käufer von Anlagepapieren Will man diesem Zustand ernstlich ein Ende machen, so bleibt nichts anderes übrig, als das Börsengesetz wieder aufzuheben. _ Zlnr Eguitable-Affäre. Wie vor einiger Zett bekannt wurde, hat sick der Deutsche Schutzverband der Eguttable- Versickerten an das Käiserl. Aufiichtsantt für Privatversicherung gewandt unb angefragt, was das Aufsichtsamt bisher m dieser Angelegenheit veranlaßt hat oder zu veranlassen gedenkt Das Aufsichtsamt bat geantwortet, es habe die Eguitable aufgefordert, die Prämienreserve für die im Deutschen Reiche laufenden Versicherungen aus ihrem Vermögen auszusondern und berart un Inland sicherzustellen, daß nur mit seiner Genehmigung übet die betreffenden Werte verfugt werden kann. Der Vorstand hat sich an das Kaisers. Generalkonsulat in Rewhork mit einer Reihe von Fragen mit der Bitte um Antwort gewandt. Hierüber wird mitgeteilt, daß zurzeit eine Antwort noch nicht eingegangen fein kann. Voraussichtlich beruft der Vorstand des Deutschen Schutz- verbandes auf Anfang Oktober eine Mitgliederversammlung. Oktober b. Js. zu Barcelona eine internationale ---_---~ r; r, padagagisch- Ausstellung abg-halt-u werben, b-r-n Der D.cnstknecht und Sie „H-mm-lskön.g,« . Eröffnung aber nunmehr auf ben 1. April k. Js. verschoben Gießen, . > ugu|. worben 'ist. Das Großh. Ministerium des Innern, Ab- Vor der Strafkammer.wurden , t- o < ■ uze. c/ m'verliehenen Namen sonst am ersten, sondern erst am zweiten Septembersonntag. Himmelskönigin" trage. Seiner Tochter wäre die Ehre zuteil — Heute morgen fand man im hiesigen Arrestlokal ben Tag- geworden, I. K. H. der Großherzogin gelegentlich der Vermählung löhner Ludwig Spei er aus dem benachbarten Wißmar ein Bukett dieser „Himmelsköniginnen" zu überreichen, für ^welche erbänot vor Mit feinem Leibriemen batte der Lebens- huldreichst ihre Anerkennung ausgesprochen habe ^elbst- eryangl vor. seinem ^eioriemen yane oer Zevens ^orstäMick vergaß cr nicht, sick in den Briesen als selbständiger müde die Tat vollfuhrt, indem er den Riemen an ben eisernen $äTtntT/ ^en Geschäftsprinzip strengste Reellität ist, auszugeben. Stäben bes Fensters befestigt hatte. Der Selbstmörber war Die in' feinem Besitz befindlichen 27 Hochstämme wollte er für in letzter Zeit sehr dem Trunk ergeben, unb nach allen seinen den Ausnahmepreis von 1000 Mark, aber nur gegen eine Nack- A-uß-rung-n muß man °nn-hm-u baß -- in -in-m M°m-nt N°U- W° M^"b-nkn H s°lch°°Ä?'K gesttiger Umnachtung sich bas Leben genommen hat. eemc genehni gewesen wäre, setzten sick mit ihm ins Benehmen, aber Leiche würbe nach Wißmar gebracht. keiner ließ sich auf eine Nachnahme ein. z. Lützellinben, 29. Aug. Im Jahre 1874 würbe An die Köhlerscke Buchhandlung in DrAen richtete er einen bie Rüroermeifterei Lützellinden mit der benachbarten Rüroer- uttt Dr. Franz Enke unterzeichneten Brief, m welchem er ^urgermeitterel ^uyemnoen mit oer Denacgoanen ^urgerq Schriftstellerhonorar ihm für ein von ihm meifterei Grotzrechtenbach zu einer gemeinsamen, ber sogen, verfaßtes Reisewerk hervorragender Art ausbezahlt würde. Es Bürgermeisterei „Hüttenberg", mit dem Amtssitz handelte sich um eine Reisebeschreibnng von Tibet, Großrechtenbach, vereinigt. Ueber 30 Jahre hat dieser großen wo cr aber überhaupt noch nicht war - - - - - • 1 Bei der Firma F. Todt in Pforzheim bestellte er sich als Dr. Enke ein T a f e l s e r v i e e von mindestens 800 teckigem Silber ; das zwar den Betrag von 10000 Mark nich übersteigen sollte, dock auch'n ichtwesentlick billig er sein sollte. Dasselbe sollte bestehen aus völligen Bestecken für Butter- Käse, Obst, Kuchen, Fisch, Konfekte; Jar- dini' ii aussätze, Tafelleuckfter, Serviettenringe, Menagen, Wem- kamnn, Sektkühler; Wein, Likör, Kaffee, Teeserviee usw. usw. Die ir rte Adresse verdanke er dem deutschen Gesandten von Peking, Baron von Hehking, der ihm die Firma als durchaus lcisttmgsfähig empfohlen habe. Da es ihm als Laie, aus dem reich ausgestatteten Katalog schwer falle, das Richtige zusammenzustellen und die Stilarten so vielseitig seien, daß er nicht wisse, ob er Rokoko-, Empire-, Re- Niaissanee- oder Jugendstil nehmen solle, bat er um möglichst komplette Mustersendungen. Er nahin an, daß sein Name und Stand Garantie für die Kreditwürdigkeit biete, sodaß von einer Nachnahme abgesehen werden könne, eeine Billa liege sehr einsam und cr halte deshalb niemals größere Ofeldsummen zu Hause; cr beschaffe sich das Geld von seinem Bankier in Gießen. Die Firma Todt ersuchte ihn aber um Angabe des Namens seines Bankiers in Gießen, den er aller- jie Kent! «IÄS w»' ®ki‘ fertragt J> * M »d V die am 60. des AuswM schm GeseMas ^avan gehalten l von * gencü zukünftig als L olitischen Ereiss treffen, als au loimne. Was Ci der M als m sition zn leiten, sich zu regieren,! also zunächst Die tben das sei bi gleich von Ero «sen Mißtrauen A? man tun ki ia China die latzinflüsterun Ä c/znmngen te^ranttoortl iai nn ferner fein nsler Gnu art jii fornncki ßßffl vermiede „Die Russen Demo werden 1 die Ausrechterha siben Meeren g hmst möglich \ IMmenzubringe bemächtiM! 21 müffen, auch tot jedenfalls von 1 well auch van i dm, sy dsclwrei amam von Mmschm trotzdem sei t unter ber Bel dschurei, wie deren Worten, im Lande Ort Hit, muh stap, Chinas bebau» Und noch Kochen der o Baron Kan knthüllt, inde fassen- un fr Russen bezc Einstig bü «t so getvali je westlichen M Jn Zukunft »apan die >f §>ofsn Erfüllung get Auheit und Mchts der, Menden Ameri Mchaftzz ? 3°ren und g feine Anld (Drigin SS planier fflr ■ -u ^eben 1 £s.5a^ie' chen Vch tei . Er A reic ^uter PK Rerni'fe^. die Men S&k,