155» Jahrgang Zweites Blatt 7tr. 175 General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen dursten. Freitag 28» Juli 1905 Rotationfbrud and Vertag txi BrÜhllch*» UntoedUfilflbtuderd. ÖL Sangt. Gteßea» Rebaftton. ®ypebUtx* o.Drucker«!: Schulst«.R. UL Olt. 6L Xzlcy U'tlbt.. «Uiftttga »Ufr*. Ausstiche ^leuiflftctfen. In Petersburg bat die Polizei in der Nacht 220 Haussuchungen vorgenommen und viele Personen verhaftet. ES wurden mehr als 2000 Revolver und viele Proklamationen beschlagnahmt. Ebenso fielen die Briefschaften vieler Revolutionäre mit den KomitSS in Berlin, Loudon, Pari«, Genf und Brüssel in die Hände der Polizei. ES steht fest, das; die Revolutionäre ihre Geldmittel größtenteils auS dem Auslande erhalten haben. Auch in der Provinz sollen Haussuchungen in großem Stile vorgenommen werden. Nach einer Meldung auS Warschau soll der Generalgouverneur Maximowitsch auS Warschau geflüchtet sein, da er mit dem Tode bedroht worden ist. In Odessa verursachte eine Proklamation deS Generalgouverneurs große Aufregung, in welcher die Juden beschuldigt werden, die Urheber aller Unruhen zu sein. Ohne Juden hätte eS keine Potemkin-Affäre gegeben. Weiter heißt eS, daß die Juden sich erlaubt hätten, ihm Briefe zu schreiben, in denen er und die Polizei beschuldigt werden, die antisemitische Bewegung nicht nur zu dulden, sondern sogar start zu unterstützen. Man befürchtet, daß die unteren Schichten der Bevölkerung durch diese Proklamation zu Gewalttätig- keiten gereizt werden. Als in JaroSlaw die nach Kronstadt bestimmte« Reservematrosen sich auf dem Bahnhose einfanden, nahm der Kommandant der Station JaroSlaw, Oberst Popow, eine Besichtigung der Mannschaften vor und machte einem Vorwürfe. Der Matrose antwortete dem Obersten in frech« Weise und verweigerte den Gehorsam. Darauf versetzte ihm der Oberst mit der Faust einen Schlag inS Gesicht. Diese Mißhandlung empörte die Reservisten. 21 Matrose« stürzten sich auf den Kommandanten und schlugen auf ihn ein, bis er blutüberströmt zusammenbrach. Die Meuterer wurden festgenommcn und unter starker militärischer Eskorte nach Kronstadt gebracht. Sie werden sämtlich vor ein Kriegsgericht gestellt. In Datum sind in der Nacht drei Leute, die doi einigen Tagen vom Kriegsgericht zum Tode durch den Strang verurteilt worden waren, wenige Stunden vor ihrer Hinrichtung spurlos auS dem Gefängnis verschwunden. Wie sich herauSstellte, hat ihnen der Wächter deS Gefängnisses zur Flucht verhalfen. Vom Attentat in Konstantinopel. Konstantinopel, 27. Juli. Die Untersuchung wird eifrigst fortgeführt. Außer dem früheren Direktor der bulgarischen Spitale Dr. Dinow und einigen Mazedoniern wurde kein Bulgare verhaftet. Für Dinow verwandle sich der russ. Botschafter. Seine Freilasiung steht bevor: ebenso dürften einige von den verhafteten Italienern, deren Zahl ziemlich groß ist, sreigelassen werden. Anhaltspunkte für die Person deö Urhebers des Anschlages fehlen bisher noch. Der verhaftete, aus Nürnberg stammende Lehrer Heller wurde wieder in Freiheit gesetzt. Fehmi Pascha, der bisherige Chef der Geheimpolizei, wurde nach Asien verbannt und der Bruder des Sultans, Neschad Pascha, im Tschiraganpalast interniert. Vorgestern wollte ein schlecht bulgarisch sprechender Mann bei dem Portier der bulgarischen Exarchatskanzlci in Pera einen kleinen Sack' für den Schulinspektor Naumow niederlegen. Der Portier verweigerte die Annahme und erklärte, er dürfe von Fremden nichts übernehmen. Als der Portier einen Blick in den Sack warf, bemerkte er zwei Bomben, worauf der Ucberbringer davoneilte. Der Portier erstattete Anzeige. Der Fall erregt großes Aufsehen, ist jedoch noch nicht aufgeklärt, doch nimmt man an, daß ein Racheakt vorliegt. __________ Deutsches Reich. Berlin, 27. Juli. Der Kaiser ist heute vormittag Cadinen eingetroffen. Swinemünde, 27. Juli. Die Jacht .Iduna- mH »em Kronprinzen und der Kronprinzessin an Bord traf am Nachmittag im Schlepp eines Torpedobootes im Hafen ein. Die Hoheiten gingen an Land und fuhren nach Berlin. Heidelberg, 27. Juli. Die nationalliberalen Vereine Badens, Hessens und der Pfalz werden am 3. September auf dem Heidelberger Schloß eine große Sedanfeier veranstalten. München, 27. Juli. Herr v. Vollmar hat (mie «rmS gestern telephonisch gemeldet wurde) die .Münch. Post- desavouiert. Dieses sozialdemokratische Blatt brachte jüngst einen Artikel, in welchem in abstoßender Geschmacklosigkeit der Heldentod der deutschen Soldaten auf dem Schlachtfeldc mit dem Tode eines Schweines vcr- glichen wurde, das unter der Hand deS Schlachters fein Leben lasten muß. In norddeutschen Zeitungen war Herr v. Vollmar für diese Roheit seines LeiborganS verantwortlich gemacht worden. Er erklärt aber jetzt in der .Tägl. Rundschau-, das; er mit den Artikeln nicht in Verbindung gebracht werden dürfe. Die .Tägl. Rundschau- bemerkt dazu: „Es ist erfreulich, daß Herr v. Vollmar mit jener erbärmlichen Leistung seines Münchener Blattes nichts zu tun hat und sie offenbar auch mißbilligt.- Der fragliche Artikel flammt übrigens, wie der .Fränk. Kur.- erfährt, von dem R.-K.- Mitarbeiter der .Münch» Post-, dem früheren bayerischen Leutnant und jetzigen sozialdemokratischen Zivilstrategen Kraft. DaS ist natürlich durchaus keine Entschuldigung für die Redaktion der .Münch. Post-, die übrigens in ihrer letzten Nummer den Artikel noch zu verteidigen sucht und sich 'damit ausdrücklich auf denselben festlegt. Antwerpen, 27. Juli. Ilm 12.65 Uhr traf der König von Brüssel ein und begab sich sofort an Bord deS deutschen Panzerschiffes. — Der König- der anläßlich der UnabhängigkcitSseior n;.- rner gekommen ist, erwiderte auf fine Ansprnckie des Bürgermeisters: „'M) bin glücklich. In er im Ratbause die Versicherung zu vernehmen, daß alte Einwohner Antwerpen? den Vorschlag der Regierimg auf Erweitern ng der Hafenanlagen einmütig billigen. Ich hone, daß die Kammern den Gesetzentwurf annebmen werden." In seiner Antwort an die Vertreter deS Handels sagte der König: „In Belgien ist man ziemlich mißtrauisch. Mißtrauen ist eine Krankheit. Das Volk, das nicht vorwärts schreitet, sondern zurückgeht, febt sich der Möglichkeit ans, in Lethargie zu verfallen, die dem Tode gleicht. Wollen Sie auf den verhängnisvollen Weg uun Zerfall gerissen werden? lRuse: Nein. nein. Es leb’ her König' Nun, dann verlassen Sie diesen Weg. Die Ausführung des Planes wird Antwerpen zum größten Hafen der Welt machen und sein Gedeihen und das Belgiens sichern." Der König fügte in flam,- tfier Sprache hinzu: „Für Antwerpen und darüber hinaus und für ganz Belgien." Paris, 27. Juli. Privattelegramme aus SVobennageu behaupten, Kaiser Wilhelm habe seine Reise nach S ch w e b e n und Dänemark zu dein Zwecke unternommen, um für den Plcm einer skandinavischen Union einzutreten, welche für das schwedische, dänische und norwegische Volk sehr vorteilhaft sei und ihre politische und nationale Sicherheit gewährleisten würde. Budapest, 27. Juli. Tie Blätter bemühen sich, he Finanzen des Landes so darzustellen, als ob Ungarn bereits am Rande des finanziellen Ruins stände. Lw meldet heute ein .oppositionelles Blatt, das Kriegsministerium verfüge nicht mehr über die nötigen Barbeträge und habe die Kommandanten in Ungarn beauftragt, Einkäufe für das .Heer nicht gegen Bezahlung, sondern gegen Schuldscheine zu besorgen, dock wollen die Lieferanten auf eine solche Zahlungsweise nicht entgehen. Newyork, 27. Juli. Auf Verlangen der Produzenten wurden wegen des Skandals im Landwirtschafts-Ministerium dessen monatliche statistische Berichte, die gewöhn- heitsgemäß am 3. veröffentlicht worden sind, heute erneut aus- geaeben. Danach scheinen diese Ministeri-Ab-nichte nicht nur vor- aus verkauft, sondern auch gefälscht worden zu sein. einerzeit auch die Uebetzeuaung verkörpert nxir, Rußland) olle seine Hande von der Mandschurei lassen. In gutunterrichteten Kreisen lieistt eS, Japan verlange die Neutralisierung Wladi wosto ks nnd sei zu der Gegenleistung bereit, die Befestigung Port Arthur« zu" unterlassen. r rA. .. Die Mitteilungen, nach welchen Japan beabsichtige, die Forderung der Kriegsentschädigung auf 200 Millionen Pfund Sterling zu bemessen, sind in feiner Weise offiziell, sie werden vielmehr als bloße Mutmaßungen bezeichnet. Amerikanischer Besuch in Japan. Tokio, 27. Juli. Der Kriegsse kretär (Kriegs- Minister) der Verein. Staaten Taft und Alice Roosevelt wurden gestern vom Kaiser von Japan in Kubiert^ empfangen. Hieran schloß «ich ein Festmahl und ein Gartenfest Die amerikanischen Gäste besuchten einen Teil deS kaiserlichen Privatparkes, den bisher Fremde nie betreten: Ausland. Christiania, 27. Juli. In der Nachmittagssitzung des Storthings legte die Regierung den Entwurf bett dte Lv- haltung der Volksabstimmung über dte Aushebung der Union mit Schweden vor Dte Abstimmung soll am 13. August nach ben Wahllisten für die letzte ^orthdwahl in derselben Weise wie diese abgehalten werden. Neue^tunm- berechtigte müssen persönlich verlangen, m die Wahllisten etn getragen zu werden. Die Stimmzettel sollen nur auf ta ober nein lauten. DaS Ergebnis soll schnellstens, wenn möglich telegraphchch, dem Justtzdcvartement übersandt werden Die Regierung ^wtr dann schnellstens dem Stotthing das^Gesamterze^ns mittei en. Der RegierunaSentwurs wurde einem Sonderausschuß überreden, der sofort jufammengetreten ist. _ Stockholm, 27. Juli. In der zweiten Jammer enolgte die Annahme des Punktes a deö Berichts ohne Debatte. Bei der Beratung des Punktes b, der die Au nähme einer Anleihe von WO M11l K ronen b-striM, erklärte der Sozialdemokrat Drantmg, daß die ^nleite m friedlichen Inhalt des Berichts^nnonter^ -sie bedeute eine geballte Faust. Branting lckstug die Wlehnmtg! der Aulcth^ vor. Dizeprä,ident Persson sagte, es handele ftH nur Vorsichtsmaßregel, für die Verwendung der Anleihemitttl 1 die Zustimmung des Reichstags erforderlich. Der Liberale St: k befürwortete denAuleiheVorschlag. Der "Ä seiner Ueberzeugung mit der Annahme deS Vorschlags für eine friedliche Politik auS. Der Al>g Dedin trat für Ab- lehnung ein und betonte, Schweden und Norwegen seim v Natur verpflichtet, sich gegenseitig zu unterstützen. -L-chlietzlich wurde der Vorschlag des Ausschusses angenonim en. London , 27. Julst Das Reutersckre Bureau ersahA, daß das englische Kanalgefchwader wahrend deS Augusts und Septembers in der Ostsee kreuzen soll. solle ungefähr am 20. August die Reise antreten. Es sei reine Rede von zeremoniellen Besuchen: das Geschwader unternehme« in der Ostsee, aus offenem Meere, eine Kreuzfahrt zu Manöverzwecken. , . — Das Reuterschc Bureau meldet aus Barbados vom 20. os.. ist sehr wahrscheinlich, baß der Ankauf der °rt 1 fm* Westindischen Inseln wiederum in der nächsten^esnon des Kongresses in Washington erwogen wird, da man in ^t^Thoma^ jetzt beabsichtigt, eine Kommission nach Dänemark zu senden, um in Dänemark dringliche Vorstellungen zu machen, die Ncbernahme per Inseln St. Thomas, St. John und Santa Cruz durch die Vereinigten Staaten nickt länger zu verweigern. Dänemark wird vabrsckeinlich diesmal günstiger gestimmt sein, da bte Levens- bcbingiinncv. auf den östlich von Portorieo gelegenen Inseln sehr traurige sind, und sich wahrscheinlich noch verschlimmern werden. H a a g , 27. Juli. Die Expedition gegen die Au fst an - bischen von Maeassar ist vollständig gescheitert. v>n kolonialen Kreisen ist man der Ansicht, daß 2000 Mann hollan- ßtsche Truppen notig sind, um 10 000 Aufrührer zu besiegen. Der Krieg. Sachalin. Tokiv, 27. JuN. Amtlich wird auS dem kaiserlichen Hauptquartier berichtet, daß die japanische Sachalin- armee die Landung bei Alcova um 9 Uhr vormittags am 24. d. M. begann, ohne viel Widerstand zu finden. Admiral Kataoka, der das nach Norden entsandte Geschwader befehligte, berichtet, daß bad Geschwader seine Operationsbasis verließ, und wie vorher bestimmt die Truppentransporte geleitete. Ein vorher abgesandtes Geschwader imter Admiral Dewa rekognoszierte die Küste und untersuchte das Fahrlvasser und den vorher bestimmten Landungsplatz in der Nähe von Alexandrowsk. In dein Mage, wie die Untersuchungen fortschritten, wurden die Transportschiffe dein Lande genähert. Die Marinetruppen landeten, ohne Widerstand zu findet^ und besetzten die für die Landung nötigen Punkte. Später begann die Landung der Armccsoldaten. Die Marinetruppen kehrten an Bord zurück. Der Feind verbr annte Nurn i n a und setzte auch Alcova in Brand. Mexandrowsk blieb vom Feuer verschont. Die japanischen Flaggen wehen gegenwärtig auf dem Gouvernementsgebäude von Alexandrowsk und von den Häusern der Stadt. Die Schiffe des japanischen Geschwaders erlitten ke inerlei Schaden, auch Manns chaftsverluste sind nicht zu beklagen. Petersburg, 27. Juli. General Linewitsch meldet unter dem 25. Juli: Am 24. Juli nachmittags landeten japanische T 0 r pe d 0 b 0 0 t s z er st ö rer ein Bataillon in der Bucht von Ceatries, besetzten den Leuchttnrm und hißten die japanische Flagge. (Bon einem Verhinderungsversuch von feiten der Russen ist wieder keine Rede. Sie sehen also kaltlächelnd zu, wie ihnen die große Insel Sachalin ohne Schwertstreich allmählich entrissen wird.) Invasion in Sibirien. Petersburg, 27. Juli. Amtlich wird mitgeteilt, daß stärkere japanische Abteilungen an der sibirischen Küste südlich von Nikolajew gelandet sind. Weiteres vom Kriegsschauplätze. Guntschulin, 27. Juli. Am 21. und 22. d. M. fand eine erneute Rekognoszierung bei Dentschantschenjy statt. Die Iapanerräuntten fieiwillig die Stellungen, die vorübergehend von den Russen besetzt wurden. Im Zentrum entwickelte sich ein unbedeutendes Vorpostengefecht. Prinz Friedrich Leopold wohnte dem Zuge nach Kodjandjan bei. Tokio, 27. Juli. Es bestätigt sich, daß die Rufsen 40 000 Mann Verstärkungen erhalten haben, welche sämtlich aus fiischen Truppen bestehen. Zu ben Friedensverhandlungen. Nunmehr wurde endgiltig festgesetzt, daß die russischen und japanischen Friedensbevollmächtigten am 5. August morgens an Bord zweier Kreuzer von Newpork abreisen, in Osterbay bei dem Präsidenten Roosevelt ftüh- stücken und nachmittags am 5. Llugust nach Portsmouth im Staate New-Syampshire, abfahren, wo ihre Ankunft am 7. August erfolgt. _ - In diplomatischen Kresi'en verlautet gerüchtweise, Ko- mitra habe, ehe er den Posten eines Friedensunterhandlers aunahm, folgende Bedingungen gestellt: Bor dem Beginn der Konferenz müsse eine neue japanische Anleihe aufgenommen werden, um den Krieg fortsetzen zu können, falls die Verhandlungen scheitern sollten. Ferner musie Sachalin besetzt fein, der Vormarsch auf Wladiwostok begonnen haben und ein entscheidender Schlag tn der Mandschurei geführt sein. 23tc ein Berliner Blatt von unterrichteter japanischer Seite gehört zu haben vorgibt, werde bei den Friedensverhandlungen Wladiwostok eine Rolle spielen, ledoch nicht in dem Sinne, daß die Schleifung der Festung verlangt wird Es dürfte sich vielmehr nur um bte Bedingung handeln, Wladiwostok wieder zum Freihafen zu machen, wie es die Stadt schon früher gewesen. Als zutreffend wird die Nachricht erachtet, daß die Japaner -Lachalin fordern werden. Iw übrigen glaubt man an das Zustandekommen des Friedens und stützt diese Meinung darauf, daß in Witte Aas Stadt und Kmid. Gießen, 28. Juli 1905. — Prof. Dr. Moritz, der Direktor der medizinischen Klinik, hat, wie unS mitgeteilt wird, einen Urlaub vom 1. biS 31. August angetreten. ** Eine volkstümliche Feier an der Schillereiche ist für den 12. November, den Sonn- tag nach Schillers 146. Geburtstage, geplant.^ Unsere Leser erinnern sich vielleicht, daß in unf.rer ersten Schisiergedenk- nuntmer vom 6. Mai unter Hinweis auf die echt volkstümliche Gießener Schillerfeier vom Jahre 1859 die Ltregung gegeben wurde zur Veranstaltung einer Feier an der Schillereiche auch in diesem Schillersäkularjahre, vielleicht durch einen hiesigen Verein. Dieser Gedanle wurde in einer Zuschrift an uns, unterzeichnet H. H., die wir in unserer Nummer vom 27. Mai abdruckten, aufgegriffen und warm befürwortet und zugleich dte neue Anregung gegeben, in eine am Fuße der Eiche Lufzutürmeude Felsengruppe eine Gedenktafel einzulasscn, „die mit schlichten Worten der Nachwelt kündet, daß auch unserem Geschlechte Schiller lieb und teuer gewesen ist". Die Gießener Turnerschaft hat sich nun dieser Ideen bemächtigt und der VerkeyrS- v er ein hat, wie wir hören, feine Beteiligung bereits zu- gejagt. Man beabsichtigt, in Erinnerung an die am 10. November 1859 erfolgte Pflanzung der Schillereiche, vor dieser am 12. November, also zwei Tage nach Schildes Geburtstage, einen Schiller-Gedenkstein zu fttzen. Das Programm ist noch nicht festgelegt, doch ist die Mn- ladnng aller Gießener Vereine an der Feierlichkeit geplant, und so steht uns denn auch für dieses Säkularjahr unseres hochsinniasten Dichters noch eine ziveite Feier in Aussicht, dis hoffentlich in allen Kreisen unserer Stadt fteudigen Anklang finoen wird. •• Die vom Zentralverein für Errichtung billiger Wohnungen in Darmstadt veranstaltete Ausstellung der Konkurrenz-Entwürfe, betreffend mnstergiltige Baupläne zu Kleimvohnungen, ist noch bis einsch 4. August geöffnet. Die Ausstellung findet im Turnsaale der Mädchen-Mittelschule in der Viktoriastraße zu Darmstadt Natt und ist geöffnet (auch Sonntags) von morgens 91/, bis nachm. 6 Uhr. ** Ein schlauer Landwirt. In einem Dorfe bet Marburg hatte eine Kuh die Angewohnheit, sich in trächtigem Zustande immer im Stalle umherzuwälzeu. Um chr dies Ameliwr _«n,eiger viermal wöchentlich deigelegt. Der V f Iw nI'L ItwH frj EL Vj L, VV4 & «0*1914« CanOclrF rrfcheUU ewaatlkb etnmaL ” jj ▼ " T V V ~ V ** v Für d i e Herrn Bauern. 1. Nudlsupp mit Würfckfll. 2. Brests) mit Rossenkohl. 3. Rindfleisch mit Gemieß. 4. G'felckfles mit Kraut. 5. Brot-Turten mit Schotto?) 6. Gebalster Schlögl, m. Krapfen. 7. Kalbswangl?) 8. Gebachenes Kälbernes mit Zwechen. 9. Eing'niachtes mit Guglhupf. 10. Vratl m. Salat un Graute/) 11. Turten. 7 Geröstetes Fleisch. ’) Chau- deau-Weinsauce. a) Kalbskopf. 4) Preiselbeeren. Für d i e Herrn Herrn. 1. Gemischte Suppe m. Hehner. 2. Seißgsottne Forelln. 3. Rindfleisch mit Gemieß. 4. Schunken und Züngl mit Kraut. 5. Mehlspeiß „Spanischer Reiß*. 6. Gedachter Schlögl m. Butter- teia. 7. Gediente Anten mit Sulz von Bumeranzen und Lemone. 8. Gebachene Hehner m. Fisolen und Karfiol. 9. Eigmachtes mit Wäffelküchl. 10. Kalbsbratl mit Salad und Kumpot. 11. Käse, Turten und Klein- kunfekt. „Jlmendrutsch" heute, daß er hörte: „heute bedeuten sollte, viel zu wenig und ein Gießener Herr schreibt uns einmal einen Gießener Bürger sagen Abend giebts Jlbedritsche". Was das wiße er nicht. Wir haben nun das bekannte vortreffliche „Obcrhessischc Wörterdeutschen Mythologie an, wie die Greife der griechischen. In dem ersten Teile des Wortes erblickt Grimm Myth. (2. Ansg.) 412 die Elben, der zweite harrt noch der Erklärung. Vgl. Vilmar 168. Schmid 162. Schmeller 1, 66. Kehrein 127. Weinhold 1, 35 (Hiltpritschen) (H.). Zusammenhang mit Albatroß? Ferner erwähnte die Weitershainor Zuschrift das Wort „Bruchpötsche". Dazu schreibt uns heute ein alter Herr: Mit dem Namen „Bruchpötsche" bezeichnet man in der Gegend von Lauterbach und Herbstein den Raubvogel Weihe, roter Milan, ziemlich allgemein im Volk. Wenn auch der Name vom Einsender nicht erklärt werden, kann, so weiß er doch, daß im Volksmund der Name „Pötsch* soviel bedeutet als Pfütze, und daß man diesen Vogel auch „Karpfenschwanz" nennt. Crecelms leitet „Petz" und „Potz", soviel wie „Pfütze", ooni lateinischen palus ab. „Bruch" nennt man in sehr vielen deutschen Gegenden eine feuchte sumpfige Wiese. ** Der Briefverkehr Berlins hat einen solchen Umfang angenommen, daß es zur Ermöglichung einer unverzögerten Bestellung der Sendungen dringend erforderlich ist, in der Aufschrift der nach der Reichshauptstadt gerichteten Briefe außer dem Postbezirke (C., NO., W. usw.) auch die * Ein Tiroler Primiz-Essen. Die nachstehende Spei- senkarte eines Primiz-Essens aus dem Pitztal zeichnet sich, nach den „M. N. N.", zunächst durch die Scheidung der liebwerten Gäste in zwei Kategorien aus: Links das Dolk, die geladennt Dorfbewohner und Bauern aus anderen Dörfern; rechts die Geistlichkeit, die G'schudierten, die Himmelsbraut, sowie deren und des Primizianten Angehörige. Gereicht wurde: Nummer des Postamts anzugeben, von dem die Sendung ' bestellt oder abgeholt wird (z. B. Berlin 8. 42; Berlin 0.17). Selbstverständlich darf aber auch die Angabe der Straße, ( der Hausnummer, des Gebäudeteils und des Stockwerks in . der Aufschrift nicht fehlen. Man muß also beispielsweise ( schreiben: Herrn Kaufmann Karl Müller in Berlin NW. 6, , Albrechtstraße 7, Hinterhaus, 3 Treppen links. Das von 1 der Postverwaltung herausgegebene „Straßenverzeichms von ■ Berlin und den angrenzenden Orten mit Angabe der bestell- ■ postanstalt" kann an den Postschaltern eingcsehen und sollte 1 vom Publikum zur Vervollständigung der Aufschriften im ( eigenen Interesse stets benutzt werden. Das Verzeichnis ; nebst Stadtplan ist durch alle Postanstalten und Briefträger ; für 5 Pfg. zu beziehen. •• Die Sternschnuppen im Juli und August. ■ Die Monate Juli und August sind für den Liebhaber und , Erforscher von Meteoren alias Sternschnuppen die dankbarste Zeit im ganzen Jahre. Eine ganze Reihe von Meteorschwärmen kommen in dieser Woche in größte Erdnähe und liefern ihren Tribut an unfern Planeten ab. Auch der , Himmel pflegt durch Klarheit der Beobachtung der Stcrn- schnuppen günstig zu sein. Da endlich auch der Aufenthalt zur Nachtzeit im Freien nie angenehmer ist als im Hochsommer, so trifft alles zusammen, um auch den Nichtsachmann zu verlocken, daß er Beobachtungen über die Meteore anstellt, die dem Astronomen nützlich werden können. Die eigentliche Jagdzeit für die Sternschnuppen begann mit der dritten Juliwoche, als die Nächte dunkler wurden. Es zeigen sich die ersten Vorläufer der Perseiden, des berühmten Laurentius st romes, der sog. Laurentiustränen, die aber erst am 12./13. August ihren Höhepunkt erreichen. Dazu kommen wohl noch gelegentliche Meteore aus den Sternbildern des Wassermannes, Bogenschützen, Pegasus, Drachen, Schwans, Cepheus, Andromeda und Kassiopeia, ohne jedoch durch größere Fülle aus einer der genannten Himmelsgegenden auffällig zu werden. Die Perseiden dauern bis zum 21. August. Der sog. Strahlungspunkt der Meteore, d. h. der Punkt am Himmel, von dem sie auszugehen scheinen, verschiebt sich dabei in nordöstlicher Richtung. Diesmal wird der Mond bis zum 9. August nicht im mindesten für die Beobachtung störend sein. p Wetzlar, 27. Juli. Bei seiner Arbeit verunglückt ist heute der Maurer Jakob Müller von hier. Er stürzte von einem Gerüste herab und siel auf eine Mauer. Nach dem Befund des Arztes hat Müller drei Rippen gebrochen. 0 Wetzlar, 27. Juli. Gegenwärtig ist män eifrig mit den Arbeiten zur Erweiterung der Eisenbahnbrücke über die Lahn bei Wetzlar in Km. 176 der Strecke Lollar—Wetzlar beschäftigt. Zur Herstellung des verstärkten Ueberbaues wurden bekanntlich im letzten preußischen Eisenbahnetat 100 000 Mk. als erste Rate verlangt. Der eiserne Ueberbau der 1878 erbauten zweigleisigen Eisenbahnbrücke über die Lahn am Ostende des hiesigen Bahnhofes bedarf mit Mcksicht auf die in den letzten Jahren erheblich gesteigerten Betriebslasten notwendig der Verstärkung. Die Kosten dieser ^Ausführung belaufen sich auf 160 000 Mk. s. Reichelsheim, 26. Jüli. Anderthalb Jahre sind verstossen, seit um den Neubau des hiesigen Pfapr- h aus es ein Streit entbrannt war, welcher damit endigte, daß einer fünfgliedrigen Kommission die Aufgabe zufiel, zu beratschlagen, ob ein Neubau aufgeführt werden solle, oder nicht. Vor einigen Monaten nun würde der hiesige Pfarrer durch Vermittelung des Kreisamtes von dem Ober- konsistorium beauftragt, mit der am 11. Februar 1904 ernannten, obenerwähnten Kommission erneut in Unterhandlung zu treten. War damals im allgemeinen die Stimmung für den Neubau nicht sehr günstig, so war sie mittlerweile doch in der Gemeinde umgeschlagen, da die Notwendigkeit des Neubaues eingesehen würde. Als anfangs April dieses Jahres die vorerwähnte Kommission in einer Sitzung es für am zweckentsprechendsten erachtete, mit der kirchlichen Gesamtvertretung in eine Beratung einzutreten, fand eine solche auch Itnt' 13. April statt. Jü dieser Sitzung wurde beschlossen, daß das alte Pfarrhaus auf Wbruch verkauft und an dessen Stecke ein Neubau errichtet werden solle. Um aber einen, den Verhältnissen entsprechenden Neubau aufführen zu können,benötigte man einer Dumme von 18 000Mk., deren Beschasfung aus dem Erlös des teilweisen Pfarrgartenverkaufes und des auf Abbruch zu versteigernden Pfarrhauses einerseits und eines aufzunehmenden Kapitals von 15 000 Mk. andererseits bewirkt werden solle. Das Oberkonsistorium genehmigte nun mit Zustimmung der hiesigen Gemeindevertretung unter Vornahme gewisser Abänderungen im Prinzip das Protokoll vom 13. April. Hierauf fand ein zweimaliger Verkauf der alten Psarrhofraite statt, dessen Ergebnis die Summe von nahezu 1000 Mark bildete. Zu dem Resultat dieser Versteigerung gab jedoch der Kirchenvorstand seine Zustimmung nicht, aber nicht vielleicht aus dem Grunde, weil ihm der Preis nicht angemessen erschien, sonder:: um deswillen, weil das Projekt als solches beseitigt werden sollte und dem Kirchen- । Vorstand nun die Aufführung eines Neubaues als i notwendig erschien, weil nach seiner Ansicht ein Teil des l Kirchenvermögens verschwendet werde. Da nun das Kreis- Rheinhessen vor. , Davon, daß das Wort auf dem Vogelsberg das Männchen der wilden Ente bezeichne, wie Vilmar 169 sagt, habe ich nirgendwo etwas gehört; dagegen spricht auch der Gebrauch des Wortes. In anderm Sinne steht dieses für ein einfältiges, nachlässiges schmutziges Mädchen, so in Lauterbach und selbst in Gießen. — Der Uebergang von b(w) in m findet sich ebenso in Ilbeshausen, das im Mooser Grund Jlmeshausen genannt wird. Die I l b e n t r i t s ch e n gehören offenbar der gesundheitsamt erklärt hat, daß das gegenwärtige Pfarrhaus feucht und sonach gesundheitsschädlich sei, auch das Kreisbauamt sich dieser Ansicht anschloß und die Baufälligkeit des Hauses dartat, darf man wohl den weiteren Verhandlungen, welche jetzt wohl unzweifelhaft zwischen Regierung und Kirchenvorstand Beginnen werden, mit großer Spannung entgegensehen, und dies umsomehr, als dann auch noch ein wichtiger Faktor in die Wagschale geworfen werden wird, nämlich der, daß das ^gegenwärtig hier stehende Pfarrhaus während des 30jährigen Krieges in Hund stad t bei Grävenwiesbach auf Abbruch verkauft worden war und sonach die Annahme, daß das Haus noch in gutem baulichen Zustande sei, von vornherein als erschüttert betrachtet werden muß. R. B. Darmstadt, 27. Juli. Die Stadtverordnetenversammlung beschäftigte sich heute nachmittag in längerer Debatte mit den zahlreichen Angriffen un b Belästigungen, die in jüngster Zeit ganz in der Nähe der Stadt und in den Wäldern der Umgegend gegen harmlose Spaziergänger ausgeübt worden sind. Die Stadtv. Stemmer, Justizrat Schmeel u. a. sprachen besonders ihre Entrüstung über das Attentat aus, das am vorigen Sonntag nach 6 Uhr nachmittags, also am hellen Tage, in der Nähe des Hopfengartens auf dem Wege zum Bahnhof Bessungen von drei Rowdys gegen ein 22jahrrges Bürgermädchen verübt worden war, nachdem sie dessen Begleiter in die Flucht gejagt hatten. Die Stadtverordneten entschlossen sich einmütig, die Bürgermeisterei zu ersuchen. zu vertreiben, band der Besitzer das Tier mit dem Kopfe fest. Als er bann wieder in den Stall kam, war die Kuh verendet — sie hatte sich aufgehängt. ** Personalien. Uebertragen wurde dem Lmullelrrer .Dr. Köhler zu Rehbach, im Kreise Erbach, eine Lehrerstelle an der Gemeindesckmle su Lauterbach. — In den Ruhestand wurde versetzt der Gerichtsvollzieher in Seligenstadt Geißler aus sein Nachsuchen mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts fernes Nachfolgers — Dem Pfarrer und Dekan Kerl zu Neunkirchen wurde die evangelische Pfarrstelle zu Spachbrncken-HabitzheiM, Dekanat Reinheim, dem Pfarrer U lr r ch zu Beedenkrrchen dre evangelische Psarrsielle zu Mesiel, Dekanat Darmstadt, dem Pfarr- Ossistenten Schuster zu Mainz drc evangelgche Pfarrstelle zu Hering, Dekanat Groß-Umstadt, und dem Pfarrverwalter Weber zu Hillesheim, Dekanat Oppenheim, die dortige evangelyche Psarr- stelle übertragen. , , . . r, • ** Omnibusverbindung bei der Grund st ern- tegung der Bismarcksäule. Wir werden gebeten, folgendes unseren Lesern ausnahmsweise an dieser Stelle mrt- Zu der morgen stattfindenden Feier wird der Vorstand der Omnibus-Gesellschaft eine regelmäßige Omnibusverbrndung ab Oswalds Garten einrichten, und zwar ist der ^ahrplan rote folgt s 1. Nachmittags von 4—5l * * 4 * 6/j Uhr Fahrten nach dem Hardt- 2. Nach Beendigung der Feier abends 7—8 Uhr Rückfahrten vom Hardtberg nach Oswalds Garten. 3. Abends 87*—9 Uhr Fahrten nach Brchlers Hardt (Fest- kommers.) , . , 4. Abends von 117, Uhr an Rückfahrten nach der Stadt. Fahrpreis für jede einzelne Fahrt 20 Pfg. Die um 4.45 abgehenden vier Wagen find bereits besetzt, und ,e§ empfiehlt sich, entweder frühere oder spätere Wagen zu bentzen. •* Tollwut in Heuchelheim. Kaum ist die Hunde- sperre für Gießen und Umgegend wieder verlängert worden, so hat sich, wie man uns berichtet, in Heuchelheim schon wieder ein Fall von Tollwut eines Hundes ereignet. Der dortige Einwohner B. wurde von einem sonst treuen Hunde in Hand und Bein gebissen. Der sofort zugezogene Arzt konnte bei dem Hunde Tollwut feststellen, worauf nmn das Tier tötete. Der Arzt empfahl dem Gebissenen, sich sofort in das Institut nach Berlin zu begeben. *• Zum Artikel „ein moderner Gargantua" ,in Nr. 173, 2. Blatt, wird uns geschrieben: Vor 30 bis 40 Jahren trat der alte Oberförster L. aus St. bei einer Dienstreise in die Wirtsstube des Wirtes E. in Fr. Tie Stube war leer, nur in einer entfernten Ecke saß an langer Tafel ein kleines, schmächtiges Männchen. Den ihn begrüßenden Wirt redete L. sofort an: „Sagen Sie einmal, ich habe gehört, daß vor kurzem ein gewaltiger Fresser 80 gebackene (Ster auf einem Satz bei Ihnen gegeffen habe. Ist denn das möglich." Der Wirt lächelte etwas verlegen, gab aber keine Antwort. Als der Oberförster seine Frage wiederholte, erhob sich das unscheinbare Männchen, ein Schneider aus einem benachbarten Fnldischen Dorf, und sagte: „Herr Förster, wenn Sie sie bezahlen, eß ich sie noch einmal!" Eine wahre Geschichte! ** Mehr Rücksicht nach oben! Die „Südwestd. Korresp." erhebt folgende whr berechtigte Mahnung: Daß man auch den Fürsten gewisse Rück sichten schuldig .ist, scheint heutzutage vielen Leuten nicht in den Kopf zu kommen. So hat sich in den letzten Jahren in Hessen die Gewohnheit eingebürgert, daß man den Landesfürsten zu allen möglichen ^Festivitäten einladet und sein Erscheinen habet mit Bestimmtheit erwartet. Nicht nur zu Festlichkeiten, die staatlichen Charakter haben, z. B. bei her Einweihung öffentlicher Gebäude oder neuer Kirchen, sondern zu allen möglichen Krieger-, Turner- und Sängerfesten soll der Landesfürst erscheinen. Wenn in irgend einem Dorfe ein Gesangverein sein Jubiläum feiert, so erwartet man vom Großherzog nidyt nur, daß er einen Preis für das Wettsingen sttftct, sondern au ist alles für die „Herrn Herrn" beiseite gehalten. Aber die „Herrn Bauern' werden bei ihrem G'selchten und Kälbernen schließlich ebenso fidel und entljw- iasmiert über diese schöne Gotteswelt geworden sein, wie die „Herrn Herrn". * Das deutsche Bauernhaus. Der Verein für bvvr. Volkskunst in Würzburg hat in der fünften Sektion des Gesamtvereins der deutschen Geschichtsvereine auf der Haupt-Bor-, sammluug in Danzig angeregt, durch Fragebogen eine ^tattsttk für ganz Deutschland in Druck zu geben. Zur Beantwortung des Fragebogens stand dem bayerischen Verein eigenes Material in reicher Menge zu Gebote. Auf Veranlassung des bayerischen, Kültusministeriums werden an den Baugewerkschnlew des Königreichs jährlich AufnalMen von Bauernhöfen gemacht und Kvpien dem Zentralarchiv des Vereins für bayerische Volkskunde em- geliefert. Bis jetzt faBen die Baugewerkschulen in Würzburg, Regensburg und Augsburg dem Zentralarckflv Materialien zugeführt, technisch Gearbeitete Aufnahmen, Grundrisse, Durchschnitte- Ansichten und Details enthaltend. Einfachere Wäne, von Laien zum Teil höchst sorgfältig ausgefuhrt und sehr fchätzbar, ferner an 200 Photographien, Ansichtspostkarten und tue meisten gedruckten Werke über Bayerns Bauernhäuser vervollständigen die Hilfsmittel des Archivs in Würzbürg. Eine Auswahl hieraus wird in Bamberg seinerzeit ausgestellt werden. Auch die königl. bayerische Brandversicherungskammer hat die Beschickung dieser Ausstellung mit Plänen aus ihren Sammlungen in Aussicht gestellt. In den Ferialkursen in Salzburg wird Professor Me- ringer aus Graz Borträge über die Haussorsckmng halten. * Häuserpreise in London. Einige Angaben über die Preise der Häuser in den elegantesten Teilen Londons werden interessieren. In Park Lane, dem Quartier der Herzöge und südafrikanischen Millionäre, ist es unmöglich,, ein Haus unter 1200000 Mk. zu kaufen, während in Park Street, welche nicht ganz so „vornehm" ist, 600 000 Mk. das Minimum ist. Berkeley Square ist eine weitere kostspielige Gegend; augenblicklich ist dort ein Haus zum Verkauf gestellt, für das die Forderung 850000 Mark beträgt. In Mayfair und Belgravia gibt es kaum ein Haus, das nicht wenigstens 200000 Mk. kostet. Der Distrikt, der vielleicht Vornehmheit und verhältnismäßige Billigkeit der Häuser am meisten vereinigt, ist Chelsea, wo man ein gutes Haus für 60000 Mk. erstehen kann. Aber überall in der Nähe von Hyde Park oder in Piccadilly muß der Kauflustige auf eine Forderung von 500000 bis 2 Millionen Mark gefaßt sein. * Das Tagewerk der „Prinzessin Alice". Miß Alice Roosevelt ist die würdige Tochter ihres Vaters. Sie hat eiserne Nerven. Ein amerikanischer Statistiker hat berechnet, daß sie wahrend der letzten fünfzehn Monate an 403 Diners, 350 großen Bällen und 300 Abendgesellschaften mit Tanz teilgenommen hat. Miß Alice ist eine unermüdliche Tänzerin. Außerdem hat sie an 680 „five o'clock teas" teilgenommen und 1700 Besuche gemacht. Während der letzten fünfzehn Monate hat sie 32000 Händedrücke ausgetauscht, fast ebenso viel wie der Präsident selbst, und an 6 Hochzeiten von Freundinnen teilgenommen. Dazu kommt, daß Miß Alice alle Sports treibt. • Mütter-Abende — so nennen sich die von dem Verein Berliner Volksschullehrerinnen jeden Monat zweimal veranstalteten geselligen Zusammenkünfte, an denen Mütter schulpflichtiger Kinder und Lehrerinnen teilnehmen. Diese ebenso anregenden wie lehrreichen Abende sollen zunächst auf ein verständnisvolles und segensreiches Handinhandgehen von L-chule und Haus in der Heranbildung und Erziehung der Jugend hinwirken, dann aber auch den fruchtbaren Austausch allgemeiner Interessen und neuer Ideen fördern helfen. Gewöhnlich findet bei diesen Zusammenkünften ein gemütliches mir RQcksrcyr auf Die wreveryoir tn ocr rrmgogeno von stadt borge komm en en Belästigungen von -Lpaziergängern beider Staatsregierung eine schärfe re Ueber- wachung der näheren Umgebung, insbesondere der Wälder, durch die hierzu Berufene Gen darmerie zu veranlassen. Nicht minder starke Beschwerden wurden auch von verschiedenen Stadtverordneten gegen die immer mehr zunehmenden Unfälle und Belästigungen durch die Auto- moBilfahrer vorgeBracht und baBci Beklagt, daß die Stadtverordneten die Polizeiverwaltung schon dreimal um den Erlaß schärferer Bestimmungen gegen das unverantwortlich schnelle und rücksichtslose Fahren ersucht hätten. Bürgermeister Dr. Glas sing versprach, namens der Bürgermeisterei noch einmal in dem entsprechenden Sinne Bei der Polizeiverwaltung vorstellig zu werden. hr. Frankfurt a. M., 27. Juli. Heute nachnuttag 31/2 Uhr ereignete sich im hiesigen Hauptbahnhofe ein schwerer Unglückssall. Drei Arbeiter, zwei Schlosser und ein Weißbinder, die auf einem Schwebegerüst an der Decke des Mittelpcrrons arbeiteten, stürzten mit einem Teil des Gerüstes in die Tiefe. Zwei waren sofort tot, der dritte dürfte kaum mit dem Leben davon-- kommen. Alle drei sind verheiratet. fs Marburg, 27. Juli. Im Eisenbahnzug ge» st 0 rben ist gestern abend kurz nach der hiesigen Station der auf der Reise nach Bad Nauheim begriffene Rentier Schultz aus Richenwald (Kreis Schlochau). Der Tod trat infolge Herzschlags ein. — In Hilchenbach an der Bahnstrecke Marburg —Kreuzthal entgleiste gestern abend ein Güterwagen. Der Verkehr mußte mittels Umsteigen bewältigt werden. Verletzt wurde niemand. müsse. Märkte. ZLniverfitäls-Dachrlchten. STÄrS KseÄZt und sogar 38 W sL vorwiegend beteiligten Kreise durchzuführen; gleichzeitig würde, zweite Qualität herabgegangen. k eine solche Wahlrechtsreform die Folge haben, daß die. § Ulrichstein, 27. Juli. Der gestrige dritte Markttag .ch^aren staatsrechtlichen Kämpfe ein Ende nehmen. S)er M diese" M°r»t°; Minister sägte hinzu, kr asse betonen, daß nicht der MM«, lange Jahre nicht besucht. Allerdings trug das schone Wetter spreche, da er als Mitglied emes außerhalb der Parteterr warb er 1872 in Marburg. frivol. 228.00 240.50 145.20 254.25 223.— 207.70 240.25 145.40 254.60 auf ihn am. L... ----------- wohnt, hat Ottow beschimpft uub bekibigt Ceft. Kredit . Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß . Takt vorgcworfen hatte. P r a g, 28. Juli. Eine Zeitung meldet, daß der russtsche Priester Gapon in Franzensbad eingetroffen fei Bozen, 28. Juli. Ein Mann namens Anton Ma«. auS Drixen ist beim Ed elw ei ßsuch e n im Walsertal ?zw. Cuttlibanos und Rio Negro werden, da sie erst das hauptsächlichste Siedlungsgebiet der O^esell- fcfxrft mit einem AuAnhrhasen verbindet. Die Gesellschaft hat im ganzen durch Kauf erworben 174 874.70 Hektar, davon verkauft bis zum 31. Dezember 1904 25190.57 Hektar. Nach der Gewinn- und Berlustrechimng auf Ende 1904 hat des verflossene Geschäftsjahr einen Derlust von 109 891 Mark ergeben, xer Totalverlust beträgt damit bisher 383 464.14 Mk. bei einem Ge- scllschaftskavital von 1 153 000 Mark und einer Einzahlung auf die 9(nl*?iT)C von 1903 von 400 600 Mark. Werkzeugmaschincn-Jndustrie Tie Berichte aus j dieser Industrie lauten durchweg günstig. Die einzelnen Werke 'urvetrer reimen ]im ourm ueptrunmgtii au, ^ben im Durchschnitt gute Beschäftigung und guten Austrags- — Der ehemalige Reichstagsabg. und Dozent 5,^5 So teilt die Werkzeugmaschinenfabrik Union vvrm. -itcbl 1----- m in Cfrmnit) einem OTtianär auf Anfrage mit, baß die Fabrik rege Tätigfeit aufzuweisen hat und daß fortgesetzt Auftrage in befriedigendem Maste einlaufen. Aller Wahrfcheinlickkeit nach wird in diesem Jahre eine Dividende verteilt werden können, im Gegensatz zum vergangenen, das keine solche gebracht 6a t. Wer über die Höhe dieser eventuellen Dividende könne noch keine Auskunft gegeben werden, da die Inventur erst beendet sein Anfangs- u. Sehlustkurse. ----- 207.80 §8 Grünberg , 27. Juli. Der gestrige a kob i m a r kl hier wurde vom schönsten Wetter begünstigt, so daß er einen recht guten Verlauf nahm. Der Schweinemarkt zeigte einen starken Auftrieb au Jimgschwemen, wonach eine recht lebhafte Nachträge herrschte. Bei fließendem Handel standen die Preise auf hoher Stufe. Das Paar Ferkel billigster Sorte kostete 45—50 Mark, mittlerer Sorte 60—65 Mark, bester Sorte 70—75 Matt. XflB manchen Verkäufern dieser Preis immer noch nicht hoch genug war, bewies das zähe Anhalten von ca. 20 Verkäufern, die ihre Ware dann aber auch nicht absetzen konnten. Der Rindvieh- markt hatte geringere Auffahrt als, der -Schweinemarkt, der Handel zeigte hier auch nicht den gleichen flotten Gang Einjährige Rinder (Simmentaler) wurden mit 140—14o Mk. bezahlt. zweijährige mit 230-260 Mk. Einen bedeutenden Abschlag sich heute vor Gericht wegen Nötigung und Bedrohung Vogtes eines benachbarten Gutes und der Gutsleute zum zweiten Male verantworten. Der erste Termin tm Januar michte wegen Nichterscheinens des Grasen vertagt werden; auch heute war der Angeklagte nicht erschienen. Das Gericht hat ferne $ 6 E^/u r t”, ^27^Jilli'^'Das hiesige Kriegsgericht verurteilte -den Unteroffizier Berendt vom 96. Jnf.-Negt. wegen fortgesetzten Diebstahls und Betruges ^gcnuber Untergebenen und Verleitimg eines Postens öur Pflichtvettetz^"S zu vier Monaten Gefängnis, Degradation und Verletzung in die zweite Klasse des Soldatenstandes. ,.. . Leipzig, 27. Juli. Tas Reichsgericht v e r w a r f die Revi- .fion der Frau Martha Kracht mis Lemgo, welck>e bekanntlich am 8. April vvm Schwurgerichte Detmold wegen Beeidig uua durch anPntjmc Briefe und wegen Meineids zu einem Jahr und sechs Monaten Zuchthaus verurteilt nwrden war L a g e, 27. Juli. Im B^leidignngsprozesse des Fabrikanten Hoffmann gegen den Redakteur Neumann von der ,, Pch Landesztg." wurde der Angeklagte zu zweiWochen Gefängnis und 550 Mark Geldstrafe verurteilt. Das Gericht in Traunstein verurteilte bWherigen Redakteur des Traunsteiner ZenMimMattes Suber^Frhr von S ch o r l e m c r wegen schwerer Beleidigung begangen durch di Presse nn dem Baumaterialienhändler 'Schneider m.^aunstem zu drei Wochen Gefängnis. Tie Urteilsbegrraidmig bezeichnet die Behauptungen Schorlemers als teilweile geradezu Stoffcdrinten statt, wobei 100 bis 200 Besuchernm«, tofkn-1 los bewirtet werden. . . ! der Land verkauf wie die Beförderung von Auswanderern * Kleine Tagescbrvnik. Bon den Sommergästen inI~a^rc ^904 st ark abgenvmmen haben. Die Gründe Hohe Geis am Harz erkrankten nach dem (venußerrwr hierfür sind darin zu suchen, daß die Verwaltung selbst eine Ein- im Hotel 40 Personen unter -erg 1 rtun9^Grschein-1 Häufung der Auswanderung beantragt hat, um die Erschließ- ungen. Auch unter dem 1 md ähnliche Erkrank ^^^trn zu vcrvoUständigen und so eine größere Zahl Kolo- ungen festgestellt worden. mihm aufuehrnen zu können. Daneben kommt vielleicht .such krankte die Famüie des Formers Lm^ infolge des Gemmez hg recht ungünstige wirtschaftliche Lage Masilwns aiftiaer ^it^e. Tie Frau und zwei Kinder nnd gestvrven, 1 < 'z™ , M ,? «v-:—cn— der' ftustand des Mannes und der anderen beiden Kinder ist be-I d-nklich — Dem „Memeler Dampsbov^ zufolge ertranken b.-im Segeln auf dem K n r i s ch e n H a f f infolge Kenterns eines Bootes zwei Personen, darunter der Primaner Baldamus aus Posen Der Bootsftinge konnte sich durch Seliwimmen retten. — n-n B ochu m wurden in einem Nestaurant ein Kellner und ein Dienstmädchen durst) eine Gasexplosion schwer verletzt. — Am 26. d. M. stürzte eine Holzbrücke im Festungs-Rayon bei Toul sJrankreich) infolge Neberlastung ein. 7 Arbeiter wurden in einen Graben geschlendert und durch nachstürzende Erdmassen schwer verletzt. Einer ist seinen Verletzungen erlegen. — Beim ersten Hallenbau des Hauptbahnhoses zu Breslau stürzte etn G^st ein Drei Schlosser wurden schwer, einer leichter verletzt. Tie übrigen Arbeiter retteten sich durch Ueberspringen auf I ein Nachbargerüst. - T.. ‘‘“K an der Bukarester Universität Dr. Georg P 0 p 0 v i c \, 1 beging in Miskolez Selbstmord. — Auf dem Waterloo-Buhnhofe in Liverpool stießen zwei Züge zusammen: mehr als 20 Personen wurden getötet und viele verwundet. — Ein! Passagier des in Newyork eingetroffenen Dampfers „Main", Hermann Sstiadow, ist verhaftet worden unter der Anschuldigung, einer Bank in Bremen 10 000 Dollars veruntreut zu haben. — Die in Budapest verhaftete Frau Rudlow hat m Breslau und Frankfurt mehrere Betrügereien vollführt. In Magdeburg gelang es ihr, einen jungen Fürsten mit Heiratsanträgen zu beschwindeln. Die Verhaftete ist sehr elegant gekleidet und spricht sechs Sprachen. — Bei T r c n c f i n entgleiste ein Personenzug, wobei die Lokomotive sowie mehrere Waggons zertrümmert wurden. Der Lokomotivführer wurde g e« tötet, ein Kondukteur und sechs Arbeiter wurden schwer verletzt. — Der Tourist Anton Mayer aus Nufets stürzte von der W i l s - kreuzspitze ab; er wurde schwer verletzt. — In Streben bei Halberstadt ermordete der Arbeiter Achilles in brutaler Weise seine Frau mit dem Schlachtmesser, das er am Mend ziidvr geschliffen hatte. Der Mörder wurde verlwftet. — Gejchüsts- Empfehlungen tiefe« btargfi SrMiche üniotrstÄs-vruSM, Sieben. lange Jahre nicht beacht. ÄUerDmgs trug oas jwone Mpreetje, oa er ais ^cugnev cuu» Genyrslaal. . bei. Die Markt-p-esthalle hatte trotz ihrer Große einen stehenden Kabinetts nicht die Macht besitze, diese Idee im Ein unruhiger Geist ist der Rittmeister a. ^.Valerius starken Besuch, daß kaum Platz zu erhalten war. -rrotz emer enQrfamcnie M verwirklichen. Qttow in Eharl ottenburg, der sich wegen Vcdrohung echten Hundstagshitze wi^e hierin fleißig dem Tanze gehuldigt. 4- 2 völlig cinroanb§freiet und Beleidigung vor dem Schöffengericht zu verantworten hatte. Schloßberg, auf dem zur Zeit am Aufbau des Aussichts- Petersburg 28. 3uli ^on üöuig etnroan Das Nervensystem des Angellagten ist zerrutt-'t, wie dre zahllosen Turmes gebaut wird, hatte vielen Besuch. Seite verlautet, daß die Kaiser.Zusaminenrunsl aur Exzesse beweisen, die er sich bisher bereits hat zuschulden kommen k«. Fr a n kfur t a. M., 28. Juli. Qrig.-Telegr. des „Gieß. Anregung deS Zaren erfolgte, der einen dement« lassen. In weiblicher Begleitung machte Ottow eme Badereise ^z.") Vieh markt. Zum Derkaufe standen 590 Kalber, s„„^nden Wunsch äußerte, als er von den Reiseplänen deS nach den Rüqenschen Seebädern. Dort ereilte ihn zuerst sein Ge- 77 Schafe «. Hammel, 111 Schweme. Kalber 1. Qual. 87-90 P ^^chen '7?. . ber inncrCn ^01^1 äußerte schick. Er ging in einem kleinen Seebade stets völlig unbe« Lebendgewicht 52-54 Plg., 2. Qual. 80-84 Psg, Lebendgewick deutschen Kaisers hotte. Bezüglich der inneren jwu P kleidet spazieren, so daß ihn die D^deverwaltnng^emfach 49.51 Pw., Schlachtgewicht 62-66 Psg. Scheue 1. Qualität der deutsche Kaiser lediglich in ganz allgemein ge- eines schönen Tages festnehmen und in die UniversitätsklinikI Schlachtgewicht 00-00 Psg, 2. Qualität 00—00 Psg. Schweine ^altenen Sähen etwa dahin, daß jede Regierung stets nach Greifswald bttngen ließ f^nach kam er, wie dw ,M^Z. 1. Qualität 69 -00 Mg.» Lebendgew^t 04.00 Pfg, 2. Quall aesundeu und starken Kräfte der Nationen schreibt, nach Schöneberg in die Maison de santa Auch hier tat —yg Psg., Lebendgewicht 53—00 Vfg, 3. Qualität 6- 641 9 m i.._ deS Ganaen verwerten er sich, olle Ewesse mit seiner Krankheit entschuldigend, dadurch Lebendgewicht 00-00 Mg. Geschalt gut, kem Ueberstand. kennen imd sie 0um Nutzen deS (öanz fonfteta: liernar, M er'das Personal durck>prügelte und allen Aerzten . _______________- ----müsse. Das Thema der Volksvertretung m konkreter Forderungen zum Duell zugehen ließ Schließlich aber wurde Rheinisch Westfälische Effektenmarkt! ~ " " der Herr Rittmeister als gehellt ^ntlass^- Enttnündigung M ü l h e i m a. d. Ruhr, 26. Juli 1905. StaW «Ä biclS«SX a=Ä,C änmt* bti b,m ¥f=™T i=b« ®cmeinb= ficrun« W i a d, w ° st ° k -erlangen und sich dasiir sein«. „ Jetts bereit erklären, von der B-sestignng Port Arthurs Vormittags 11»/« Uhr: Lindettirche für die Matthausgememde. ^dstand zu nehmen. — Graf Komu ra machte dem, Pfarrer v. schloss . I P^sitz^nten Roosevelt einen inoffiziellen Besuch. Während seiner Anwesenheit waren stets andere Gäste zugegen. Oysterbay, 27. Juli. Ltomura und ber. japanische Gesanbte Takahira kamen hier an und frühstückten beim Präsidenten Roosevelt. Abends kehtten fte nach Newyork Turnverein Wieseck 1862. 43. Stiftungsfest Sonntag, den 30. Juli 1905. Programm: Borgens 8 Uhr: Wettturnen- Mittags 2 Uhr: Festzug, Abmarsch vom Vereinslokal. Mittags 3 Uhr: Stabübungen, Schau- und ÜC-ürturnen, Gesangvorträge. Konzert und Tanz Abends 9 Uhr: Preisverteiiung, Aufführung von Pyramidsn. Fttr gute Speisen und Getränke ist seitens des Vereins wirtes Bier au lastens gesorgt Zu recht zahlreichem Besuche ladet ergebens! ein 8865 Vas F©stfc©mEtee- Wetzlar*. Zur Feier des N jährigen WüäM des hies. Ruderklubs Gonntag, bett 30. Juli, nachmittags von 4 Uhr ab Ruder-Regatta >auf der Lahn, unter Beteiligung der Rudervereine aus Frankfurt a,M., Mainz, Loblem, Gießen, Höchst und Limburg. Während der Regatta und nach derselben Militär-Konzert ausgeführt von der Kapelle des Pionierbataillons No. 21 aus Kastel. g“/t Die noch vorrätigen beige i rote Wreoux- n. Ziegeoleder- Damen-Knopf- und SciiÄI verkaufe um damit zu räumen per Paar M. 5.50. L. 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Preisangabe] unter 04862 a. d. Gieß.Änz. erbeten.- 8roefi,®eT“r Wie Penßllll.! Näheres in der Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. [04965 Neamtendarl'ehen giebt auf bct khm abzusckil. £eb..Derfv rotL ohne Oürgfd?.