Nr. 49 •tfeelwt «»glich außer Sonntags. Dem GießenerAnzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Gietzener Familien. Härter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der B r ü h l'scheu Unwers.-Buch-u. Stein- druckerei. 9c Lange. Redaktion, Erveditio« und Druckerei: Schulstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. FernfvrechanschlußNr.bl. Erstes Blatt. 155. Jahrgang Montag SB7. Februar 1905 GietzenerAnzeiger w Eeneral-Anzeiger w Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen VerugSPreiA: monatliches Ps., viertel» jährlich Mk. 2.20; durch Aohole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk. 2.—Vierteljahr!. ausschl. Bestellg. Annahme van Anzei'eu ihr die Tc rsp'nmner -'s vormittags d 'llne, Zc'^erwreis: oka:12Pf* auswärts -13*3. BerantworkL'ch fine den polit und cJjem. Teil: P. Wittko; für Stadt und Larrd^ und ^Gerichtssaal^: August Goetz; für den Anzeigenteil: Hans Beck. Die sieutrge Wummer umfaßt 10 Seiten- ? 1--1- 11 ................. - Woliteiverordinmg, betreffend die Bekämpfung des Higemrerunwesens, vom 18. Februar 1905. Auf Grund des Art. 78 der Kreis- und Provinzialordnung und des § 366 10 des Reichsstrafgesetzbuches wird unter Zustimmung des Kreisausschuffes und mit Genehmigung des Großherzogl. Ministeriums des Innern vom 21. Januar 1905 zu Nr. M. d. I. 1882 für den Kreis Gießen hiermit 'verordnet: § 1. Zigeunern ist das Tragen und Mitstchführen von Hieb-, Htoß- und Schußwaffen und von Munition für Schußwaffen verboten. § 2. Das Zusammenreisen der Zigeuner in Horden ist untersagt. Ein Zusammenreisen in Horden liegt schon dann vor, /denn eine Zigeunerfamilie von einer anderen Zigeunerfamilie oder einer einzelnen Person, die nicht zur gleichen Familie gehört, begleitet wird. 8 3. Zigeunern ist es untersagt, auf öffentlichen Straßen, Degen und Plätzen, sowie auf freiem Felde ohne vorhergehende ausdrückliche Erlaubnis der Ortspolizeibehörde zu Lagern oder Wagen aufzustellen. Das Lagern im Walde ist unter allen Umständen antersagt. § 4. Wenn Zigeuner in anderer Weise als in öffentlichen Gasthäusern übernachten, haben sie, vorausgesetzt, daß die nach § 3 erforderliche Erlaubnis der Ortspolizeibehörde erteilt wird, für die Dauer ihres Aufenthalts ihre Legitimationspapiere bei der Ortspolizeibehörde zu hinterlegen. § 5. Die Wagen der Zigeuner muffen an leicht sichtbarer Stelle mit einem Schild versehen sein, auf welchem der Name und die Heimat des Eigentümers deutlich lesbar angegeben sein muß. § 6. Die Bestimmungen der §§ 1—5 finden auch auf Personen, welche nach Zigeunerart umherziehen, Anwendung. § 7. Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen dieser Polizeiverordnung werden, soweit nicht in bestehenden Gesetzen höhere Strafen angedroht sind, mit Geldstrafen bis zu 30 Mark bestraft. § 8. Diese Polizeiverordnung tritt am 1. März 1905 in Kraft. Gießen, den 18. Februar 1905. Großherzoaliches Kreisamt Gießen. I. V.: Tr Wagner. ßine neue russische Mederlage. Petersburg, 25. Febr. General Ssacharow meldet dem Generalstab uuterm 24. d. M'. Nachdem ihr AngriffbeiTsin ch en ch en! gestern ^urü ckge wiesen worden war, blieben die J apaner in einer Entfernung von 150 Schritte von dem Hü g e 1B e re s n e v o s k entfernt, ohne etwas Ernstliches während der Nacht zu unternehmen- Heute nahm der Feind bei Tagesanbruch den Angriff tvieder auf und ging mit außerordentlicher Tapferkeit gegen die rechte russische Flanke vor. Vor dem Paß von Fantsyling, sechs Werst südwestlich von Tsinchenchen brachte der Feind auf den Bergen 16 Feldgeschütze in Stellung und auf den Hügeln sind westlich von Tsinhetchen' eine Feldbatterie. Gegen ein Uhr nachmittags wurde der Hügel Beresnevo'sk nach einem Bajonettkampf unter dem Angriff üb erlegen er feindlicher Streitkräfte von den Russen geräumt. 'Desr 'Angriff auf den Paß bei Pantsyling wurde dagegen heute zum zweiten Male abgeschlagen. Bei dem Angriff auf den Hüg?l Beres- 'nevosk schritten die Japaner über die Leichten ihrer eigenen Leute, die durch explodierte Flatterminen umgekommen waren. Ueberat! erlitt der F e i n d b e d e u t e n d e V e r l u st p. Die Verluste der! Russen sind noch nicht sestgestellt. Petersburg, 26. Febr. Die „Petersb. Telegr.-Ag." meldet aus Sachetun: Die Russen räumten am 26. Februar stütz Tsinchenchau und nahmen eine Stellung bei Sanlunju ein. Tsincheirchan wurde sofort von den Japanern beseht. Die russischen Verluste sind noch nicht festgestellt. Jür Laziarett wurden bisher 12 Offiziere und300Mann eingeliesert. Der Prozentsatz der Gefallenen ist sehr groß. Von einer Kompagnie sind nur einige Dutzend Mann unv-ersehrt. Drei Kompagniechefs wurden verwundet. Gegen den rechten japanischen Flügel, der den linken russischen Flügel zu umgehen drohte, entsandte Kompagnien hielten den Vormarsch des Gegners auf und zogen sich erst zurück, nachdem sie alle Patronen verschossen und den schriftlichen Befehl erhalten hatten, ihre Stellung zu räumen, freute früh rückte eine japanische Abteilung gegen den Dapinlin-Paß südwestlich von Sanlunju vor. Starke japanische. Streitkräfte sind am Pupulein- Paß und litt der Nähe von Tabaju konzentriert, wo die Japaner anscheinend Befestigungen anlegetr. Petersburg, 26. Febr. In einem Telegramm des Generals. Kuropattin an' den Kaiser vom 25. Februar heißt es: Der Mteilungskotnmandeur der Truppen, die an den Kämpfen vom 23. und 24. d. M. um den Besitz des Be- resnevsk-Hügels teilnahmen, meldet zahlreiche Verweise der Tapferkeit. So schlug eine Kompagnie, die den Paß Selin, 9 Werst südwestlich von Dsinchenckan, verteidigte, mehrere Mrgriffe der Japaner, die mit überlegenen Kräften unternommen wurden, einen sogar erst 15 Schritte vor der Verteidigungslinie zurück. Zwei Konpiagnien, die den Beresnevsk-Hügel verteidigten, hatten , einen hartnäckigen Bajonettangriff auszühalten, wobei die beiden Kompagnieführer verwundet wurden, der eine durch einen Bajonettstich in die Hand. Mit Gewalt mußten sie von dem Rest der Konnpaguie fortgeführt werden. Heute abend fingen die Spitzen der Javaner an, sich den von uns besetzt gehaltenen Pässen zn nähern. Sachetun, 26. Febr. (Petersb. Telegr.-Ag.) Auf der linken Flanke der Russen wird der Kampf fortgesetzt. Die Japaner rückten- mit bedeutenden Streitkräften in zwei Kolonnen vor. Die östliche Abteilung ging in der Richtung auf Madsadan gegen den Paß von Singelin vor und um ging die in Tsinchenchen stehende russische Abteilung, die sich nach Sanktrnio zurückzbg. Die westliche japanische Kolonne eröffnete den Vormarsch auf Nord-Jantagan und versuchte den Engpaß von Gu- tulin z-u umgehen. Trotz des Schnees wurde der Kampf mit großer Erbitterung geführt. Es gelang den russischen Truppen, am Abend die Japaner bei Nord-Jantagan zurückzuwerfen. Wrrßland in Sturm urd Drang. Verhaftete Schriftsteller. In Warschau erregt nach der „Kattow. Ztg." die Verhaftung des Dichters Niemojewski großes Aufsehen. Sämtliche am 24. in Moskau verhafteten Schriftsteller mit Ausnahme Andrejews wurden wieder in Freiheit gesetzt. Das Schicksal Maxim Gorkis ist noch immer nicht entschieden. Es fehlt die Unterschrift T re p o w s unter dem Entlassungs-Dekret. Ein regelrechtes Gerichtsverfahren wird wahrscheinlich nicht erfolgen, sondern, falls es notw ndig erscheint, Bestrafung! auf administrativem Wege. Erft in letzter Zeit ist ihm literarische Tätigkeit gestattet worden. In seiner Zelle trägt er Gefängniskleidung, doch ist ihm gestattet worden, wenn ihn Freunde besuchen, eigene Kleidung cm-.ulegen. Zum Attentat ans den Großfürsten Sergius. Ungefähr 60 Personen wurden bei Gelegenheit der Ermordung des Großfürsten Sergei verhaftet. In Bezug auf den Namen des Mörders oder auf die Frage, ob er Mitschuldige habe, ist nickts bekannt geworden. Anarchie im Kaukasus. Ueöer die Entwickeltrng der jüngsten Ereignisse in Baku wird ausführlich gemeldet: Infolge der Ermordung eines verhafteten Mvhamedaners im Januar und der schweren Verwundung eines reichen Mohammedaners durch Amenier am 19. Februar spitzte sich die Erbitterung Mischen den beiden Nationalitäten sehr zu. Wt 20. ds. wurden 3 5 Personen getötet bezw. verwundet; am 21. Februar erreichte die Erbitterung den Höhepunkt. Straßen- morde häuften sich fin erschreckender Weise. Tas Schießen dauerte den ganzen Tag, wodurch hundert Personen getötet oder verwundet wurden. Bazare und Buden ivurden geplündert; das Militär machte von der Waffe Gebrauch. Da die Garnison nicht aus- reichte, kamen fünf Jnfanteriebataillone mit Artillerie und zwei Kosakensotnien zu Mfe. Am 22. Februar fanden nochmals große Unruhen statt. Die Häuser einiger Reichen wurden geplündert und an gezündet. Der Gouverneur zog hierauf durch alle Stadtteile und mahnte das Volk zur Ruhe. Die armenische und die mohammedanische Geistlichkeit küßte sich^ vor der Volksmenge, die Hurra schrie und laut das Verlangett nach Versöhnung ftmdgab. Tatsächlich hörten die Unruheti am Nachmittag auf. Der folgende Tag verlidf ohne Störung. Die mohamrnedanischen Läden sind geöffnet, die armenischen dagegen geschlossen!. Jetzt ist iviederum Erregung bemerkbar. .Heute nachmittag nahmen die Unruhen einen bedrohlichen Charakter att. InBatum wurden neuerdings zwei Privath auf er b e r au b t Gantze Familien verlassen die Stadt. Die Ankunft der Dumpfer der Messageries Maritimes und des Oesterreichischen Lloyd wurde abgesagt. — In einer Moschee' wurdet: die Andächtigen durch das Gerücht erschreckt, die Moschee solle in' die Luft gesprengt werden. Die Mbreise von Türketr in ihre Heimat wird böswillig durch^ armenische Gewalttaten erklärt, die tatsächlich nicht vor- qekomnren sind. Die Verwaltung tritt den alarmierenden. Gerüchten nicht entgegen. — Drei streikende Arbeiter überfielen den auf der Straße promenierenden Polizei- Pristaw Kondratowitsch und schossen ihm aus zwei Revolvern mehrere Kugeln in den Kopf. Kondratowitsch fiel blutüberströmt Y>u Boden und starb nach einigen Minuten Die Mörder entflohen in ein Seitengäßchen, wo ein Wagen auf sie wartete,^der sie schnell hinwegführte. In Kiew brannte das Zeughaus zwei vollständig ab Die im Zeughaus befindlichen Munitionen, Getreidevorräte und 30 000 PUd L>eu sind wrrck) das Feuer zerstört worden. Man glaubt, daß das Feuer von der revolutionären Partei gelegt worden sei. Die Nachrichten ans Voleu lauten a le ich fall § überaus ernst. Täglich treffen Gesuche der dortigen Bebi den wegen tofvrttger Entsendung von kuppen sowie Jnsteuttionen über die einzunehmende Haltung ein Zwischen dem Kriegsminister Sacharoto tmd d^m Minister des Innern Bulygin sand eine Konferenz statt. welche durch die Ausdehnung des Eisenbahner-Ausstandes veranlaßt worden w'ar. Es wurde festgestellü! daß es unmöglich sei, gegenwärtig nach den bedrohten^ Provinzen Truppen a b z u s e n d e n. Auch in den baltischen Provinzen gewinnt die Msstandsbewegun'g afrti Ausdehnung. Ein Regiment, welches von dort nach Petersburg gerufen worden war, um an Stelle eines Regimerrts der Garde, dessen Loyalität nicht als sicher galt, zu treten; mußte in aller Eile nach seiner Garnison. zurückgesandti werden. Man befürchtet die vollständige Unterbrechung des Verkehrs zwischen Rußland mih Europa. Offiziös werden diese Meldungen indes keineswegs be» ftätigt, sondern vielmehr behauptet, daß der Verkehr auf der Warschau-Wiener Dahn wieder cmfgenommenj wurde. Von der Petersburger Universität. Petersburg, 26. Febr. Gestern erschienen in der Universität 150 Studenten zwecks Ausarbeittmg einer! Petition an d en Rektor bezüglich der Eröffnung der; Universität. Die Obstruktionisten w-aren in der Mehrzahl! gekommen. Deshalb ließ der Rektor die Mitteilung aus- hängen, daß er die Versammlung nicht gestatten! könne, die Studenten aber die Petttton durch die Post oder; den Sekretär cm ihn richten könnten. Infolgedessen sandj die Versammlung nicht statt. Der Festsaal der Universität war versiegelt und befand sich noch im demselben Zustande, wie ihn die Studenten am 20. Febr." verlassen hatten. Zur Untersuchung der Vorgänge während dieser Versammlung, in der ein Kaiserbild zerriss em wurde, bildete sich eine Kommission- unter Teilnahme vortz Gerichts- und Polizeibemnterl. Vereitelung eines Attentats? Zn Paris sind Privatnachrichten eingelauserr, wonach es der russischen Polizei gelungen sei, ein merttuürdiges! Attentat zu verhindern, das gegen das Schloß von Zars- k o j e Selo geplant war. Die Revolutionäre wollten, so' heißt es, einen Luftballon aufsteigen lassen, von welchem aus das Schloß mit Bomben überschüttet werden sollte. _ Was doch wüste Reporterphantasie arr Mdsinn M m finden vermag! Arbeiterwehr in Petersburg. Petersburg, 26. Febr. Die Wahlnrännerwahl iw, den hiesigen Fabriken zu den Wahlen der ArbeitervertreteL. für die Ium ter dem Vorsitze des Setrators Schidlowski zu-, sammenttetende Kommission zur Prüfung der Beschweren! der Arbeiter verlies im wesentlichen ruhig. Deutsches Ne^ch. Berlin, 26. Febr. Der Kaiser wohnte gestern Abend einem Vortrage des Prof. Dr. Delitzsch über Assur im Saale der Hochschule für Musik in Charlotten- bürg bei. — Prinz Waldemar von Dänen:ark traf heute abend hier ein. Der Kronprinz und der Ehrendienst waren zum Empfange auf dem Bahnhose anwesend. Im königlichen Schlöffe fand Tafel statt; an dieser nahmen teil der Kaiser und die Kaiserin, der Kronprinz, Prinz Arthur von Groß» britannien, der Herzog und die Herzogin von Anhalt, der Erbgroßherzog von Baden, der Reichskanzler, der Staatsminister Frhr. von Nichthofen, der Württembergische Staats- minkster Dr. v. Weizsäcker u. a. — Prinz Friedrich Leopold reifte heute abend nach Genua, um dort seine Ausreise nach Ostasien anzutreten. Der Kaiser, der Kronprinz und die Prinzeffini Friedrich Leopold waren zur Verabschiedung auf dem Bahnhofe. — Die ,Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Die ,N.Fr.Pr.E in Wien veröffentlicht eine aus Brüffel datierte Meldung, ivonach der deutsche skaiser einen ausführlichen, die Lage Kuropatkins angeblich als bedenklich schildernden Bericht des Prinzen Karl Anton von Hohenzolleru dem Kaiser von Rußland zur Jn-formatton zugestellt haben soll. Die Nachricht ist frei erfunden. Dresden, 25. Febr. Das Gesamtministerrum beschloß weiter, daß von der sächsischen Regierung nichts mehr in der Montignoso-Affäre geschteht. Die Angelegenheit soll als Privatsache betrachtet und einem Floretttmer Rechtsanwalt die Austragung überlassen bleiben. Der König erteilte heute mittag dem Justtzrat Körner A u d i e n z. Aus dem preußischen Abgeordnetenhause. Berlin, den 25. Febr. 1905. Tü Beratung beschäftigt sich heute ausschließlich mit dem El^nlmtar-NnterrichLsetat. Der konservative Abg. Dr. Krüger befürchtet van der vielfach erstrebten Durchführung einer Hoch- schulvildung für Volksschullehrer eine gefährliche Ringeinteiwng für die einzelnen Lehrergruppen. Abg. Tr. Arendt ffrf.) beantragt, die in St. Louis ausgestellte Unterri ck t s a b t e i 1 tk n g Äs Mus^eum zu erhalten. Tr. Arendü stellt in Geg»n!.s»tz zu Dr. Irmer fest, daß für ihn die Staatsschute das C n 5 3 t e 1 unseres Schulwesens ist. Der Regier- nngskonmifisar Dr. Schtnidt hat gegen die Ausstellung des sog. Srhulmuseums nocb Bedenken. Di?s Iprttnnr läßt dirrch Hoheisel nochmals erklären daß es gegen eine Tremumg von Kirche und Schule sei. Nach verschiedenen persönll^-en Bctmnck- nngen kommt ein Antrag Zedlitz zur Beratung,, der tne Zulage für Seminardirektoreu rind Seminarlehrer p e n s i o n s fähig machet! will. Hierzu liegen Petitionen vor. Abg. D. H er Mensch in der Geschichte, Begründung einer psychologischen Weltanschauung^ (3 Bändr), „Tie Völker des östlichen Asien" (6 Bände). „Beiträge zur vergleichenden Psvchvlo- lfie", „Etlmologische Forschungen" (2 Bände), „Tie Kulturländer des alten Amerika" (3 Bände), „T'er Buddhismus", „Judonesien" (o Bände), „Ethnologisches Vrlderbncl)", „Ideale Welten" (3 B.), „Kontroversen in der Ethnologie" (4 Bände), „Lose Blätter aus Indien" u. a. — Charlotten bürg, 26. Febr. An denr scküvaczen Brett der Technischen H 0 chs ch ul e ist ein Anschlag erschienen, nachdem die Behörde sämtliche an die Sttidwlen gerichtete Verbote aufhebt und die Erivartulr^ ausfpricht, die Studentelrschaft werde künftig an Fragen, wie der Agitation gegen die konfessionellen Verbindungen, in richtiger Weise herantreten. Prag, 26. Febr. Tie für heute anberaumte deutsche S t u- deutendersammlung, in welcher über die akademische Freiheit an deutschen Hochschulen und über das Farbentragen konfessioneller Verbindungen beraten werden sollte, wurde behördlich verboten. Cambridge (Massachusetts), 26. Febr. Professor Münfter- Lerg teilte der Harvarduniversität mit, daß der deutsche Kai- f er die auf soziale Ethik bezüglichen Gegenstände der deutschen Abteilung auf der St. Louiser Ausstellung der Universität gestiftet habe und der Reichskommistar Le- wald diese am n ä rh ft en Dienstag formet f übergeben werde. Arbeiterbewegung. Rout, 26. Febr. Tie Obstruktion der Eisenbahnangestellten hält in Neapel, Rom, Florenz, Livorno, Verona und Mailand an. Lüttich, 25. Febr. In Amcrceur wurden verschiedene Dy- n am it a ttentat e auf die Arbeitswilligen verübt. In Vies- ville wurde auf das Fenster der Wohnung eines Arbeitswilligen eine Dynamitbombe gelegt, die beim Explodieren die ganze Vorderfront des Hauses wegriß. Frau und Kinder des Bergmanns, die im ersten Stock schliefen, sind durch den Schreck schwer erkrankt. Oberhausen, 25. Febr. In einer Belegschaftsversammlung her Zeche „Glückauf Tiefbau" wurde beschlossen, bei der Direktion wegen folgender Punkte vorstellig zu werden: Regelung der Seilfahrt zu den drei letzten Sohlen, Trockenlegung der Förderkörbe während der Personenbeförderung, sowie bessere Instandsetzung der Förderwagen und Ausgleichung die Lohndisferen- zen. Tie Kommission soll sofort die Forderungen der Direktion unterbreiten. Zu den Meldungen, das Kohlenshndikat werde bei neuen Abschlüssen den Preis einzelner Kohlensorten um 50 Pfg. pro Tonne erhöhen, erklären die Bergarbeiterführer, daß alsbald nach der Einführung höherer Kohlenpreise die Bergarbeiter an die Zechenverwaltungen wegen entsprechender Lohnerhöhung berantreten würden. HanSel und Verkehr. Volkswirtschaft. Wiedereine japanischen Anleihe. Japans Kredit hat seit Beginn des Krieges recht gute Fortschritte gemacht und die japanischen Anleihen stehen au der London-Börse im Kurs nahezu soviel höher, wie die russischen an den deutschen und französischen Börsen niedriger stehen. Trotzdem sind die javanischen Staatsfonds nicht gleichwertig wie die Ruffen. Es heißt, daß Japan demnächst schon wieder eine innere Anleihe von 100 Mill. Den. zum Kurse uon 90°/o auszugeben gedenkt. Die Anleihe soll mit 6°/0 verzinst werden und in 7 Jahren rückzahlbar sein. Jedenfalls wird Japan, wenn es zum Friedensschluß kommt, gut daran tun, eine tüchtige Kriegsentschädigung von Rußland zu fordern, beim einen derartigen Zuschuß hat es sehr nötig, um sich aus seiner wirtschaftlich mißlichen Lage, in die es durch den Krieg gekommen ist, wieder herauszuarbetten. Märkte. fc. Frankfurt a. 9)1., 27. Febr. (Teleqr. Orig.-Bericht des „Gieß. Anz."). Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarktpreise. Zum Verkaufe standen: 445 Ochsen, 162 aus Oestreich, 33 Bullen, 6 aus Oestreich, 676 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 3 aus Oestreich, 277 Kälber, 211 Schafe und Hammel, 2061 Schweine, 0 Ziegen, o Ziegen-, 0 Schaslämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht Ochsen 1. Qualität 72—74 Mk., 2. Qual. 67—69 Mk., 3. Qual. 58—62 9)11; Bullen l.Qual. 63 bis 65 Alk., 2. Qual. 59—61 Mk.; Kühe 1. Qual. 65—67 Alk., 2.Qual. 60—62 Mk., 3. Qual. 49—51 Mk, 4. Qual. 39-41 Mk., 5. Qual. 00—00Alk. Kälber: l.Qual. 80—82Ptg., Lebendgewicht 48—50Pf., 2. Qual. 75—78 Pfg., Lebendgewicht 45—47 Pfg., 3. Qual. OO—00 Pfg., Schlachtgewicht 58—60Pfg., Schafe: l.Qual. 72—75, 2. Qual. 66—70 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 64—65 Pfg., Lebendgew. 51 Pfg., 2. Qual. 63—00 Pfg., Lebendgewicht 50—00 Pfg., 3. Qual. 56—58 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. — Geschäft bei Hornvieh schleppend, Ueberstand bedeutend, bei Klein oieb gut, kein Ueberstand. to. Frankfurt a. M., 27. Febr. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtnrarktpre is e. Weizen Alk. 18.50—00.00, Kurhessischer Mk. 18.50—00.00, La Plata Alk. 18.50—19.50, Kansas Mk. 18.50—19.50, Roggen (hiesiger) Mark 14.50—14.75, Gerste (Wetterauer) Mk. 18.00—18.50, Franken- felber Mk. 18,25—18,50, Hafer Mk. 14.50—15.50, Mais Mk. 12.50—00.00, Weizenmehl 0 Alk. 26.75—27.25, 2. Qualität Mk. 24.75 bis Alk. 25.25, 3. Qualität Mk. 22.75—23.25, Roggenmehl 0 Mk. 22.00—23.25,1. Qualität Mk. 19.50—20.75, Weizenkleie Alk. 10.00 bis Mk. 10.25, Roggeickleie Mk. 11.50—00.00, Maiskeime Mk. 10.00 bis Mk. 10.50, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier. Landwirtschaft. (!) Gießen, 26. .Febr. Tie Zucht vereine für das Vogelsberger Ri nd in der Provinz Oberhcfscn haben nun ihre Aiwwahl betreffs der navi München zur Ausstellung zu entsendenden Tiere getroffen. Demnächst wird noch eine General- Musterung der für die Ausstellung bestimmten Tiere stattfinden. Aus unserer Provinz wird eine Herde von 16 Vogelsberger Rindern nach München gehen und die gleiche Lknzahl Tiere aus dem preußischen Zuchtgebiet. Bezug von Saatgut. Je näher die Saatzeit heranrückt, umsomehr^ muß sich das Interesse der Landwirte der für manche Verhältnisse notwendigen Beschaffung frischen Saatgutes neuer ertragreicher Sorten, und zwar sowohl von Getreide wie von Kartoffeln^ zuwenden. Tie bereits im vergangenen Herbst in reger Weise von den Landwirten in Anspruch genommene Vermittelung von Saatgut aus den Saatbaustellen des Hessischen Landwirtschaftsrats hat sich auch in diesem Frühjahr eines so zahlreichen Zuspruches zu erfreuen, daß jetzt schon ein großer Umsatz sowohl an Saatgetreide wie an Saatkartoffeln stattgefunden hat. Tie ganze Organisation der Saatbaustelleneinrichtung gibt eine Gewähr für die Beschaffung von erstklassigem Saatgut bewährter und ertragreicher Sorten. Durch die an den verschiedenen Orten durch die Saatvermittelungsstelle des Hessischen Landwirtschaftsrats zur Ausführung gebrachten Ausstellungen der Saatgutproben ist es ben Landwirten noch besonders erleichtert, füf< über die Qualität des zu liefernden Saatgutes zu orientieren und Bestellungen vorzunehmen. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hoffen für Dienstag den 28. Februar 1905: Meist trüb, etwas kälter, mehrfach Niederschläge (Regen und Schnee). Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Kirchliche Vachrichten. Evangelische Gemeinde. Montag, den 27. Februar, abends 8 Uhr, Bibel st unde im Konfirrncmdenscral der I o h a n n e s k i r ch e. Pfarrassistent Schulz. Acncltc MclSnmun. Berlin, 27. Februar. Zur heutigen Weihe des neuen Domes ist gestern eine Reihe von Fürstlichkeiten in Berlin eingetroffen, die zum Teil im königlichen Schlöffe Wohnung nahmen. Um 1 Uhr sand beim Kaiserpaar eine Frühstückstafel und abends um 7 Uhr im Elisabeth-Saale des königlichen Schlaffes eine Tafel statt. — Der Hofprediger a. D. Stöcker hat zur heutigen Festtafel im Kaiserschloß eine Einladung erhalten, der er Folge leisten wird, nachdem er seit seiner vor Jahren erfolgten Verabschiedung den kaiserlichen Palast nicht mehr betreten hat. Berlin, 27. Febr. Der deutsch-russisch e Han d els- v ertrag ist vom Zaren ratifiziert worden. Der Austausch der Ratifikationen erfolgt am 28. d§. Leipzig, 27. Febr. Unter Hinterlassung von G e sch äfts- und Wechselschulden von einer halben Million ist der hiesige Verlagsbuchhändler Wilhelm Werner flüchtig geworden. Rom, 27. Fehr. „Giornale d'Italia" erfährt aus Taormina: Die Wohnung «Kaiser Wilhelm im Hotel Timeo werde mit eigens aus Berlin gekommenen Möbeln aus gestaltet. Der Kaiser Kahle 100 000 Fr an es Miete. Zwischen Berlin und Timeo sei ein direkter Draht gelegt. Florenz,, 27. Febr. Die Gräfin M'ontignoso beauftragte ihren Rechtsanwalt mit der Einreichung derj Klage gegen den sächsischen Hl o s und Herausgabe respektive Sicherstellung ihres bis heutte nicht zur Rückgabe gelangten He ir at s gute s. Die Klage wird! bei dem zuständigen Dresdener Landgericht eingereicht. Petersburg, 27. Febr. Die Blätter berichten von einer neuen furchtbaren Judenhetze in Feodosia. Darnach brach in F^dosia ein Arbeiterstreik aus, der mit einer großen Demonstration vor ocm Stadtrat begann. Plötzlich ertönte aus der Menge der Ruf: Haut die, Juden! worauf sich das Volk durch die Straßen zerstreute, und eine furchtbare Judenhetze begann. Bis Truppen gur Herstellung der Ordnung erschienen, gab es an 5 0 Tote> und Verwundete. In der Stadt herrscht nicht allein: unter der jüdischen sondern auch unter der christlichen Be-i völkerung eine furchtbare Panik. Die Besitzenden verlassen die Stadt. v v v ~ -v- Bom Kriege. London, 27. Febr. Der Korrespondent des Reuter-' schen Bureaus int russischen Hauptquartier berichtet über Schengking: In der Front und westlich von Tieling wird der Kampf fortgesetzt. Auf dem äußerstjen östlichen Flügel nahmen die Japaner die äußeren r u s s i s ch e n Stellungen. Sie bedrohen jetzt auch die Hauptverteidiguugsstellungen. Aus der Heftigkeit des Angriffs wird geschlossen, daß! General No gij mit der Artillerie von Port Arthur die japanischen Streit-^ kräfte befehligt. 40 Verwundete sind heute in Mukden- eingetroffen; 400 werden»für morgen erwartet. Auch andere, Zeichen deuten darauf hin, daß ein größerer Kampf! im Gange ist. Den ganzen Tag über herrschte ein furchtbarer Schneesturiw — „Daily Telegraph" wird auH Tokio gemeldet: Die Japaner brachten bisher 4h Schiffe auf, die Wladiwostok zu erreichen suchten.; Paris, 27. Febr. Na'chl in Petersburg ein gegangenes Privatdepeschen wurde die Armee Linjewitsch wegest der bedeutenden numerischen Ueber legen herb der japanischen Streitkräfte ,711 beschleünigtemj Rückzmge veranlaßt. Die russischen Verluste bei Tsinketscheng sollen bereits mehrere tausend Mann» betragen, r—; Der Petersburger Korrespondent des „Petit Parisien" erfährt angeblich aus guter Quelle, daß Ge--, neral Griepenberg auf Befehl (seiner vorgesetzten Militärbehörde verhaftet und ins Gefängnis ab- geführt worden sei. Er werde demnächst vor einem Kriegs^ gericht unter der 'Anklage erscheinen, seinen Posten vor) dem Feinde verlasset: Iwnjb den erteilten Befehlen nicht- Folge geleistet zu haben. Teiephoniscfcea* BCur-sbericht. F r*nktnrt a. W., 27. Februar. aygO/o Reioheanleihe . . 102.40 30/0 do. ... 91.90 4l/,o/g Konsola . . . . 102.30 3<7a do......91.80 lV2o/o Hessen .... 100.40 8l/g% Oberheesen . . , 99.70 4% Oesterr. Goldrente . . 102.30 4lf6% Oesterr. Silberrente 101.10 4% Unsrar. Goldrente . . 100.20 4Q/u Italien. Rente , . . 105.60 41/3/o Portugiesen » , • 67.90 3°/ Portugiesen. .... 68.10 1% 0. Türken . . . . —.— Türkenlose......137.40 4% Griech. Monopol.-Anl. 52.00 4l/2% äussere Argentiner 46.10 3°/o Mexikaner , . , , 35.00 4,/2% Chinesen . . . . 95.40 Electric. Schuckert . . , 143 50 Nordd. Lloyd . . . , 116.30 Kreditaktien.....214 80 Diskonto-Kommandit. . . 194.50 Darmstädter Bank . e . 143.80 Dresdener Bank .... 160.80 Berliner Handelsgea. , . 165.50 Oesterr. Staats bahn . , . 140 20 Lombarden . . . . . 17.95 Gotthardbahn .... . 191.00 Lanrahütte . 25.75 Bochum ....... 247.00 Harpener . . . „ * . 210.50 Staatsschatzscheine . . . — Tendenz: fest. mehl nlun A das beste was es für die zarteste Haut der V111W Frauen und Kinder gibt, sollte jede Haus-; Haltung fein, nämlich die Mnl 1 n QAlfA viel tausendfach bewährte “ lÄvilllövllc» b ]w Konkursm-fahreit. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Herz Weinberg II., genannt Hermann Weinberg, M. S., in Allen-» dorf a. d. Lda. ist infolge eines von dem Gemeinschuldner gemachten Vorschlags zu einem Zwangsoergleiche Vergleichstermin auf Donnerstag, dew 16. März 1905, vormittags 10 Uhr, vor dem Großherzoglichen Amtsgericht in Gießen — Zimmer Nr. 6 — anberaumt. Der Vergleichsvorschlag ist auf der Gerichtsschreiberei des Konkursgerichts zur Einsicht der Beteiligten niedergelegt. Der Termin ist gleichzeitig zur. Prüfung der nachträglich angemeldeten Forderungen bestimmt. Gießen. 23. Februar 1905. Bühner, B27/3 Gerichtsschreiber des Groß- herzoglichen Amtsgerichts. Versteigerung. Dienstag den 28. Februar,, nachm. 2 Uhr, versteigere ich' Neustadt 55 dahier gegen Bar-- Zahlung: ca. 20 Mille Zigarren, 1 Biersäule, 1 Blitzableiter-Prüfungs- apvarat, 1 Billard, 1 Dutzend Korfetten,100Spazierstöcke,lPsiug, 1 Egge, Meyer's Konservations- Lexikon und Möbel aller Art, sowie ein Fahrrad und ein Faß Bleiweiß. . 1072 > Born, Gerichtsvollzieher. SAUGGASMOTORE! Billigste Kraft! 83 Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unser liebes unvergeßliches Töchterchen, Schwesterchen und Enkelchen Anna infolge schrecklichen Unfalls int zarten Atter von 3 Jahren plötzlich in ein besseres Jenseits abznrufen, was wir Freunden inib Bekannten mit der Bitte um stille Teilnahme nutteilen. Die tieftrauernden Eltern: Carl Muhl und Frau Johannette 1077 geb. Marx. Gießen, Wolkengasse 21, den 27. Februar 1905. Die Beerdigung findet Dienstag den 28. d. M., nachmitt. 2 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß gestern morgen 5 Uhr meine liebe Gattin, unsere gute Mutter, Tochter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Sophie Reitschmidt geb. Pfeffer im Alter von 28 Jahren sanft entschlafen ist. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Steinberg-Watzenborn, den 27. Februar 1905. Die Beerdigung findet morgen, Dienstag den 28. Febr., nachinittags 753 Uhr, in Steinberg statt. 01124 ca. °/4 bis llf8 Pfennige pro Pferdekraft and Stunde. Motoren fahr ik Oberursel Frank?uerit a M. 5 1056 Für die uns bei dem schmerzlichen Verluste erwiesene Teilnahme sprechen wir hierdurch unseren herzlichsten Dank aus. Giessen, den 27. Februar 1905 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Minna» Sprnck geb. Sartorius. :v- - A K iD Danksagung Allen denen, die uns bei dem Heimgange unseres 1082 Gießen, den 27. Februar 1905. so trostreich und nahe mären, die es ehrten durch Bllunen- gaben und das letzte Geleite, danken wir innigst. Familie Aagiist Selfcübcia. geliebten Augustchen Gegen und Heiserkeit: Matz-, Salmiak-, Eucalyptus- re. Bonbons, Sodener-, Enrser--, Vichy-Pastitten, Fenchclhouig, Cachn, Isländisches M00S, Hustenkräuter, Kuöterich, Salmiakpastitteu. Emser Krauchen, Ernfer- und Vichy-Salz. Licbcrische Lungen - Kräuter, bester Brusttee. 855 Ädler-Di'flücrie Seilersweg H Otto Schaaf* 4 Zenttter gute RCoch«^epffel' 10 Pfund 70 Pfg. frei ins Haus Ijat abzugeben 1061 Schloßgärtn. Fricdelhauscu. 1057 unseren aufrichtigsten Dank. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Familie Conrad Schlierbach. Familie Carl Schlierbach. Gießen, den 27. Februar 1905. Danksagung. Für die vielen Bewerfe herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden und der Beerdigung unseres innigst geliebten Sohnes, Bruders, Schwagers mrd Onkels Sem Otto Schlierbach sagen wir allen, insbesondere dem Bauer'schen Gesang-Verein und dern Verein Amicitia für die letzte Ehre, die sie dem Entschlafenen erwiesen haben, Holzverfteigermtg. Freitag den 8. März ls. IS., werden versteigert aus Distrikt Sternberg, Höringstcich und Höllenrain: Stämme: Eichen 2 Stück, 24 und 29 Ctm. Mitt.-Durchm., 4 Met. Länge mit 0,23 Fstm.; Birken: 7 Stück von 26—30 Ettn. Mitt.-Durchm. 7—10 Mr. Länge mit 3,44 Fstm.; Aspen: 1 Stück von 27 Ctm. Mitt.-Turchm. 10 Mtr. Länge mit 0,74 Fstm.; Dcrbstaugeu: Eichen: 177 Stück mit 7,37 Fstm.; Fichten: 11 Stück mit 0,54 Fstm.; Reisstangen: Fichten 20 Stück mit 0,16 Fstm.; Scheiter: Am.: Buchen 23, Eichen 21, Birken 60 1. Kl., 2 2. Kl., Aspen 4 1. Kl., (Rundscheit), 4 2. Kl., Kiefern 8 (worunter 6 Rm. Rundscheit), Fichten 18 1. Kl., 18 2. Kl.; Knüppel: Rm.: Buchen 30, Eichen40, Birken 191.Kl., 2 2. Kl., Aspen 2 1. Kl., 2 2. Kl., Erlen 2, Kiefern 93, Fichten 50 1. SIL, 15 2. Kl.; Reiser: Nm.: Buchen 104, Eichen 118, Birken 64, Erlen 28, Aspen 6, Kiefern 62, ausgeknüppelt, Fichten 35, aus* geknüppelt; Stocke: Nm.: Buchen 10, Eichen 20, Birken 15, Liefern 87, Fichten 116 1. Kl., 6 2. Kl. Zusammenkunft vormittags 10 Uhr am Kirchweg Londorf- "Rüddingshausen im Distrikt Alterrbrurmen. Das zerstreut sitzende Windfallholz wird nicht vorgezeigt. Nähere Auskunft erteilt Forst- wart Wißner-Londori und Leyerer-Odenhausen. B,7/2 Londorf, den 25. Februar 1905. Freiherrliche Oberförsterei Rabenau. Nicol aus. Bau- mi> NHölBkchtzemg. Mittwoch, derr 1. März 1905 soll im hiesigen Ge- Memde-Wald, Distr. Eichbusch und Struch, folgendes Holz versteigert werden: 25 Eiche-Stämme bis 58 Ztm. Durchm. == 23,66 Fm, (Schnitcholz) 56 Eiche-Stämme bis 30 Zkm. Durchm. — ls.,00 Fm. 60 Eiche-^alrerpfosten, 2,20 Mtr. lang. 5 Kiefer-Stämme mit 1,28 Fm. 73 Fichte-Stämme mit 30,31 Fm. 6 Esche-Derbstangen. 118 Eiche-Derbstangen. 402 Weißtanne- und Fichte-Derbstangen. 14 Esche-Reisstangen. 1613 Fichte-Reis-, teils Bohnenstangen. Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr im Distr. Kopf beim Steinbruch. Alteu-Buseck, den 27. Februar 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei Alten-Buseck. 1069 Körber. Dienstag, den 7. März 1905, vormittags 10 Uhr, -ersteigere ich wegen Aufgabe des Fuhrparks: 2 Doppelspänner- u. 2 Einspänner-Wagen in sehr gutem /Zustande, 1 Schrotmühle (neu) für Riemenbetrieb, 1 Häckselmaschine, 1 Fegmühle, 3 Pflüge, 2 Eggen, 1 Kartoffelpflug, 1 Kipper, 1 Pfuhlfaß, 2 Paar neue Ernteleitern, 1 Schleifstein, Pferdegeschirr, Ketten, Sielscheiter, Wagen und verschiedene zur Oekonomie gehörige Gegenstände, sowie 3 Ein- spänner-Kippkarren und 25 Hühner gegen Barzahlung. I. Nickel. 1071 Gießen, Licher Straße 19. Versteigerung. Mittwoch den 1. März, nachmittags 2 Uhr, werden im Biekerischen Saale, Neustadt 55, 10 Mille Zigarren «versteigert. 1070 Die Versteigerung findet bestimmt statt. Geißler, Gerichtsvollzieher. 42 Haupttreffer iin Betrage von über 4 Mionen Mark können jährlich auf die vom Verein „Fortuna“ angeschafften, gesetzlich erlaubten Staats-Pramien- Loae erzielt werden. [sslü/2 MitpMeitrao manatl. nur U.1 Prospekt gratis vom Vorstand: