SamStag 3V. September 1905 Erstes Blatt. 155. Jahrgang 6*r. 6 Mlit an j 1012 rse Obligationen. . LkM M M s.fl. 150 rnrcch'schriue . 1858 Industrie 87.- Cotfiinn« ' 139.- rmv*“" Är- 159. ' ' 86. 135 «w*1 \\$ 101- M 36.- 1864 . 1866 . 229- 11131, 14« 116.-] 25.9 52. j 502- 92.- 31551 41» SS W' Sentit ®t9’0- lOli 91* 91; ; um 10L 93). K K 91, N r.a . . < Jai« . . •nmg . . tyfanbbr. I itff Sau ®. >. r. 100 r. 102 nbant , 101 10Ü M- M 1(6.1 W W M> . . mxa.’oASTX. 66.K 141.-1 161 m 450- W.41 ■ 11199.50 »s* 71.- 192.- < 158-56 , 254-20' 169.- 171- 141.- 295.- 13260 243.- eft Urt irrt-) 'S* Ö* -6,> ' Jßer 144-- 203.5’ 292.- 146- 219- 204» 2501 224» 247 - 141; 210-4 -Aktien- AM Ausland. Brüssel, 28. Sept. König Leopold hat seine Besitzungen in Villefranche und Beaulien seinem Arzt, Professor Thiriar, verkauft. Man sagt offen, es handle sich um einen Scheinverkauf, um das Erbe seiner Töchter zu verringern. Kalkutta, 20. Sept. Im Zusammenhang mit der Bewegung gegen die Teilung Bengalens in zwei Provinzen, versammelten sich gestern 5000 Hindus im Tempel der Göttin Kali, dem größten Bengalens. Sie schworen bei der Göttin, sow-it e8 irgend durchführbar sei, keine ausländischen Waren zu gebrauchen und in fremden Läden nicht zu kaufen, was sie in einheimischen erhalten könnten. Konstantinopel, 29. Sept. Bei Jeladjiers im Vilajet Saloniki wurden zehn kürzlich zum Exarchat übergetretene Bulgaren von einer etwa vierzig Köpfe zählenden Bande überfallen und getötet. Eine Kommission, die den Vorgang untersuchen soll, ist nach dem Tatort abgeschickt worden. Budapest, 29. Sept. Im Hotel Royal, in welchem sich das Klublokal der Unabhängigkeits-Partei befindet, fand heute ein Monteur eine Blechbüchse, an der eine Zündschnur befestigt war. Da die Büchse Pulver enthielt und man vermutete, daß es eine Höllenmaschine sei, wurde sie den Behörden zur Untersuchung übergeben. London, 29. Sept. Hier eingegangenen Meldungen aus Peking zufolge hat dec Vizekönig Puanschikai den Pekinger Behörden mitgeteilt, daß der Revolutionär Sunyatsen, der augenblicklich nach Japan geflüchtet ist, mehrere fanatische Emissäre nach China gesandt hat, um die hohen Beamten des chinesischen Hofes umbringen zu lasten. Der Vizekönig drängt auf Zurückführung des Projektes betreffend die Abhaltung einer Militärrcvue in der Provinz Paotingfu. Wien, 29. Sept. Während der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses kam es bei der Besprechung der Wahlrechtsfrage zu furchtbaren Sturmszenen zwischen den christlich Sozialen und Sozialdemokraten, sodaß dir Sitzung zeitweilig unterbrochen und die Gallerte geräumt iverden muhte. . . ö.p.500 . . Tlr. 40 alt. m 100 alt.fi. M 100 . Ö.P.150 J120>' Sg rf,r- |319.2O Aufschwung der Essener Sozialdemokratie (von 4000 auf 22 000 Wähler) zu hindern vermochte. Auch hat sich der Kaiser wahrscheinlich für die Wirkung des Bergarbeitergesetzes auf die dortige Parteientwickelung interessiert. — Der Generalinspekteur der Marine, Großadmiral v. Koester, wurde aus kaiserlichem Vertrauen als Mitglied des Herrenhauses auf Lebenszeit berufen. — Die meisten hiesigen Blätter beschränken sich darauf, die amtliche Note über den Inhalt des Marokko-Abkommens wiederzugeben. Die „Nat.-Ztg." begrüßt den Ausgang der Verhandlungen im Hinblick auf die zahlreichen Schwierigkeiten mit großer Genugtuung. In schlagender Weise werden auch die Unterstellungen englischer Blätter widerlegt, wonach Deutschland bei seinem Verhalten in der Marokko-Angelegenheit durch Hintergedanken geleitet sein sollte, als ob es sich bei dieser Frage lediglich um einen Vorwand für andere Zwecke handelte. Sollte daher das dentsch-französ. Abkommen dazu beitragen, allen derartigen Mißdeutungen ein Ende zu machen, so könnte auch dieses Ergebnis als ein Symptom der friedlichen Entwicklung der internationalen Beziehungen betrachtet werden. Dresden, 29. Sept. In Gegenwart des Königs fand heute die feierliche Grundsteinlegung des neuen Rathauses statt. Oberbürgermeister Dr. Beutler hielt eine Ansprache, in der er kundgab, daß Staatsminister v. Metzsch zum Ehrenbürger der Stadt Dresden ernannt worden sei. b,.9taab-0rat bo. es. A- Sch- , WM . U.W . Tlr. 60 . Fr. W . Fr. 100 . Tlr. 100 oüat r. 102 . . , , Homburg r. 103 , . . clkgras...... !, gatant v. '"ranljurt , r. 105 r. 102 ...... r. 101...... rzinsliche Lose. Iß»-; 195.90 Dom öayrischerr «Landtag. In der bayr. Kammer hat am Freitag der Finanzminister Pfaff bei der Vorlage des Budgets für die 23. Finanzperiode die Notwendigkeit der größten Sparsamkeit betont, wenn auch die wirtschaftliche De- pression im Schwinden begriffen sei. Aus der Ueber- sicht über die Erübrigungen der früheren Jahre, über die Maßnahmen zur Deckung eines rechnerischen Fehlbetrages aus früheren Jahren, über die Verwendung der Kreditreste, insbesondere auch zur Deckung der Matrikularbeiträge, gehe hervor, daß das neue Budget ganz auf sich selbst an- gewiesen sei. Im weiteren Verlauf wieg der Minister nachdrücklich auf die dringende Notwendigkeit der Herstellung festgeordneter finanzieller Beziehungen zwischen dem Reiche und den Einzelstaaten hin. Das gegenwärtige Verhältnis mache die Führung eines geordneten Staatshaushaltsetats für die Einzelstaaten nahezu unmöglich. Sollten für die 28. Finanzpenode ungedeckte Matri- kularbeiträge hinzukommen, oder gar nur die gestundeten Matrikularbeiträge nachträglich eingehoben werden, so würde nur die Ausnahme einer Anleihe oder eine Erhöhung der direkten Steuer übrig bleiben. .Ich möchte den dringenden Wunsch aussprechen, daß die Reichsfinanzreform und die sinanziellen Beziehungen zwischen dem Reiche und den Einzelstaaten in einer Weise geregelt werden, welche die Einzelstaaten von der Verpflichtung zur Entrichtung ungedeckter Matrikularbeiträge wenn irgend möglich ganz entbindet, jedenfalls aber für diese Beiträge die äußerste Grenze setzt. Ein solches Verlangen ist um so billiger, als der ReichSgesetzgelmng bereits die hauptsächlichsten ausbaufähigen Steuerprojekte überwiesen sind. Das Budget für die 28. Finanzperiode bilanziert mit 461 332 789 Mk., daS sind 19 507 463 Mk. mehr als bei dem letzten Budget. Dieser Abschluß war möglich ohne eine Erhöhung der direkten Steuern, aber nur unter der Forterhebung, die zunächst nur für die 27. Finanzperiode bewilligten Zuschläge zur Erbschaftssteuer und einzelnen Gebühren, zweitens unter der Nichteinstellung von Mitteln für etwaige ungedeckte Matrikularbeiträge, drittens unter dem Vorschlag einer Anleihe von 7 892 400 Mk. ftir die Deckung einiger einmaliger Ausgaben. Der Minister bespricht sodann eingehend die drei großen Aufgaben, welche in den nächsten Jahren an die Finanzverwaltung gestellt werden. Ersten? eine durchgreifende Steuerreform, über die dem Landtage eine Denkschrift vorgelegt werden wird, zweitens die Einführung einer regelmäßigen ausgiebigen Schuldentilgung, drittens die Schaffung eines Beamtengesetzes mit höheren Bezügen für staalliche Beamte, Bedienstete und Arbeiter. Nach dieser beifällig aufgenommenen Rede gab der Präsident Dr. Ritter o. Orte ree die eingelaufenen Anträge bekannt. Drei davon verlangen ein neues Wahlgesetz, zwei Hilfe gegen den Elementarschaden in der Pfalz. Weiter liegt eine Interpellation Stegitz über die Fleisch- n o t vor. Das Präsidium des Landtages wurde mit Ausnahme eines Schriftführers ausschließlich vom Zentrum besetzt. ___________ _____________ 863 .. . 1853 . . . 0. . ■ ■ töm.S’janbbr. 860 .. . »51 9L 101, Verrißes Berlin, 29. Sept. Wie die „Dtsch. Ztg.* mitteilt, hat sich der Kaiser am Tage der Essener Nachwahl zum Reichstage um 11 Uhr abends durch da? Zwilkabinett beim Essener Landratsamt nach dem Wahlrcsultat erkundigt. Das besondere persönliche Interesse des Monarchen an diesem Wahlkreise reicht bekanntlich schon in die Zeit zurück, wo er am Sarge Krupps die Sozialdemokratie brand- markte, ohne daß die Kaiserrede aber einen außerordentlichen GietzenerAnzeiger ** General-Anzeiger y 'esZ Amts- md Anzeigeblatt für den Kreis Sietzen Sä ivertinsUche Lose. ? ib. ; p ■ • • • ■ Tlr. 20 ......Tlr. 10 • • ' * ' .Fr. 15 ••***., 2itel5y .......Sire 45 .......Lire 10 • VP Fr. 10 0.1W 5- K ÜN1? .,' 64?-- 191, 91, srr. 5830 •rffteittt «Sgttch außer Sonntag«. Dem Gießener Anzeiger werben im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siegener Familien- blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Univers.-Buch-u. Steindruckerei. 0u Lange. Redaktion, Ervedition und Druckerei: Schul st ratze 7. filbreffe für Depeschen: Anzeiger (Sieben. FnnsprechanschlußNr.51. ;,t-i iso'. - ommunai. • 1022 W 96J 91t hat jetzt Schritte unternommen, um ihn zu veräußern, und will den Waldbestand meistbietend versteigern lassen. Da dieser auf 400 000 Bäume geschätzt wird, so dürfte sich der Erlös jedenfalls auf eine Reihe von Millionen beziffern und es scheint nicht unmöglich, daß aus einem Teil dieser Millionen der Brautschatz chres Patenkindes, der künftigen Königin der Spanier, gebildet werden soll. Die Anttsemiien Hannovers und der frühere Reichstagsabgeordnete Dr.Hahn haben sich — so wird und aus Hannover geschrieben — geeinigt: der 19. hannov. ReichStagswahlkreis ist dem Dr. Hahn zugesprochen tvorden, nachdem ihm der Führer der dorttgen Antisemiten das Zeugnis eines »guten Antisemiten" ausgestellt hat. Die antisemitische Wahlhülfe dürfte ihm aber das Reichstagsmandat nicht verschaffen. Im Jahre 1893 erhielt er über 10 000 Stimmen, bei den Wahlen von 1898 ungefähr 7000 und bei den letzten allgemeinen Wahlen 6000 Stimmen. Noch bei den Wahlen von 1898 machte die ihm zugefallene Stimmenzahl ungefähr 1/8 aller abgegebenen Stimmen aus, bei den letzten Wahlen nicht mehr V<- Dies, trotzdem Bündler, Antisemiten und Zünftler für Dr. Hahn arbeiteten und trotzdem ein Landrat die Nationalliberalen aufforderte, ihre Kandidaten zugunsten der Hahnschen zurückzuziehen. Den Nationalliberalen des 19. Wahlkreises kann kein größerer Gefallen geschehen, als eine Kandidatur Hahn, denn sie sind dann alle Wähler von den Freikonservativen bis zur freisinnigen Volkspartei sicher. er denselben ersucht, um die vorübergehende Fleischteuerung nt den großen Städten und den Industriezentren h e r a b zumindern, eine Ermäßigung der Eisenbahntarife für lebendes Vieh herbeizuführen. Die Eingabe geht davon aus, daß der Eisenbahntransport, durch welchen da§ Produkt dem Konsumenten zugeführt wird, als der letzte Akt der Produktion zu betrachten ist. Durch eine Ermäßigung der Transportkosten werde mithin eine Verbilligung der Produktion herbeigesührt, welche, ohne den Produzenten zu schädigen, dem Konsumenten zu qute komme. Zugleich müßte eine noch weitergehende Ermäßigung der Transportkosten für frisches Fleisch eingeführt werden, damit die vom Gesetzgeber beabsichtigte „Freizügigkeit des Fleisches", die bisher mehr oder weniger nur auf dem Papier steht, ebenfalls eine verbilligende Wirkung auf den großstädtischen Fleischkonsum ausüben könne. Also hier wirb zum ersten Mule von einem der bedeutendsten deutschen Großgrundbesitzer, einem hochkonservativen Herrn und früheren ersten Vize^ Präsidenten des Reichstages, zugestauden, daß infolge der abnorm hohen Fleischpreise in den Städten eine Kalamität bevorsteht, der abgeholfen werden muß. Allerdings redet er nur von den Großstädten, obwohl in mittleren und kleinen Städten genau dieselbe drückende Lage angetroffen wird. Jedenfalls unterscheidet sich aber dieser von agrarfreundlich-- fter Seite ausgehende Versuch 'Abhilfe zu schaffen, aufs vorteilhafteste von der ungehörigen Art einer bestimmten Sorte von Leuten, die eine in weitesten Volksschichten sich ausbreitende Sorge zum Anlaß ihres Gespöttes nehmen, i>ie sich damit begnügen, über „Fleischnotgeschrei" hämische Betrachtungen anzustellen und Herrn v. Podbielski mit unentwegten Beifallsgeheul zu umtoben. Ob das vom Grafen Stolberg vorgeschlagene Mittel hinreichend wirkt, muß die Erfahrung zeigen. Leider macht die „N. A. Ztg/^ nicht die mindeste Andeutung, ob die Anregung eine wvylwollende Aufnahme beim Fürsten Bülow gefunden hat. Uebrigens wird nun doch noch der außerordentliche deutsche Städte tag einberufen werden. Der Magistrat von Berlin ist dem Beschluß der Stadtverordnetenversammlung auf Einberufung eines außerordentlichen Städretaqes beigetreten, auf dem die Maßregeln zur Linderung der Fleischnot erörtert werden sollen. Die meisten größeren Städte haben berells ihre Teilnahme zugesagt und es bleibt nur noch der Termin für die Tagung zu bestimmen. _________________________ |rt- «h. Kirche und Schule. Fulda, 29. Sept. Die älteste Gelehrt en sch ule Deutschlands, das Gymnasium von Fulda, beging am 27. bis 29. d. M- die hundertjährige Gedenkfeier seiner Gründung durch den Fürsten Wilhelm von Nassau-Oranien. Betrachtet man das heutige Gymnasium als eine Fortsetzung und die letzte Form der schon von dem Gründer und ersten Abte von Fulda SturmiuL um die Mitte des achten Jahrhunderts errichteten Kloster- s chule, dann erscheint es als die älteste Geleh rteni schule Deutschlands und blickt auf eine fast zwölf- hundertjährige Geschichte zurück. Zu ihren Schülern gehörte u. a. von 1499 bis 1505 Ulrich von Hutten, ferner der als Mitbegründer der Reformation in Hessen für die hessische 'Geschichte bedeutende Magister Adam Kraft. Er wurde 1527 vom Landgrafen Phi..rpp dem Großmütiges zum Surperintendeuten oer oberhessischen Diözese und zum Professor der Theologie an der von ihm gestifteten Uni-i versitat Marburg ernannt. Die festlichen Veranstalt tungen zur Eentenarfeier nahmen Mittwoch abend mit einer Begrüßung der Gäste ihren Anfang. Heute früh wurde in der S-tadtpfarrkirche Festgottesdienst abgehaltew und um 10 Uhr begann in der Aula des Gymnasiums dev offizielle Fe st aktus, an der auch der Bischof Adak Bert, der Oberpräsident v. Windheim, sowie die übrigen Behörden teilnahmen. Aus Anlaß der Eentenarfeier wurden verliehen bent Direktor Dr. Wahle der Kronenorden 3. Kl., den Professoren Lahmeyer und Hoffmann der rote Adler- orden 4. Kl. und dem Pedellen Hirschfelder das Kreuz des Allgemeinen Ehrenzeichens. tttfitiiial.garm §tr.I-V uni. 1909 munal Str In.IIunt.19O9 inbtSb. 9it Q Li'. F. G.'h'.Lu'l - M. N. P. . . 8- Mfrtb,.«nß. im!. 1906 . MV, --- . /{IW 188.15 . tk.W --- n . Nr.« -- S.fl. 100 . f.p 5 H. 10 £ 400 140.- Fr.400 - ifLlOO Lire 30 Ä I9M ,a> 301.90 Politische Tagesschau. Die künftige Königin von Spanien. Bon einer Seite, die mit dem engl. Hofe gute Beziehungen unterhält, verlautet neuerdings mit aller Bestimmtheit, daß die Prinzessin Viktoria Eugenie von Dattenberg dazu ausersehen sei, Königin von Spanien zu werden. Es scheint, daß man in London eine Vermählung Alfons XIII. mit einer britischen Prinzessin von Anfang an, vorzugsweise aus politischen Gründen sehr gern gesehen hätte und die Weigerung der jungen Tochter des Herzogs von Eonnaught, der Werbung des Königs Gehör zu schenken, nicht nur auf spanischer Seite empfindlich enttäuschte. Die Prinzessin von Battenberg, der das nicht eben apollinische Aeußere des spanischen Monarchen nicht das gleiche Mißfallen erweckt zu haben scheint, wie ihrer Cousine, würde nach den geltenden höfischen Anschauungen eine glänzende Partie machen, wenn diese Nachricht sich bestätigen sollte. Die Battenber^ sind bekanntlich eine Mben- linic des hessischen Fürstenhauses und Nachkommen des 1888 verstorbenen Prinzen Alexander von Hessen, der sich mit der Gräfin julie Th er es von Hanke vermählte, der Tochter eines ursprünglich aus Flandern stammenden russischen Generals und Kriegsministers des Königreichs Polen. Prinzessin Viktoria Eugenie ift, die Tochter des Prinzen Heinrich von Battenberg, be5 dritten Sohnes des Prinzen von Hessen und der Gräfin Hauke, der anfangs in preußischen Militärdiensten als Gardes- du-Corps-Leutnant stand, oann aber in die Englands nber- trat und die jüngste Tochter der Königin Viktoria, die Prinzessin Beatrice, heiratete. Er starb auf einer Reise nach Indien im Jahre 1896. Seine Tochter, die in wenigen Wochen erst ihr 18. Lebensjahr vollenden wird, wurde in diesem Frühjahr zum erstenmale am Londoner Hofe eingeführt. Sie ist eine anmutige Mädchenerscheinung und erinnert in ihrem Aeußeren weniger an ihren Vater, der als einer der schönsten Männer Europas galt, als an ihre Mutter, deren Gestalt zu starker Fülle neigt. Viktoria heißt die jugendliche Prinzeß nach der Königin von England, Eugenie aber nach der K a i s e r i n E u g e n i e v o n F r a n k- rerch, deren besonderer Liebling sie ist. Und man weiß feit langem, daß die Witwe Napoleons III. die Slbsicht hegt, str Patenkiud selbst mit einer Mitgift auszustatten Cs wäre interessant, dabe: zu erfahren, wie hoch ftch wohl ungefähr das Vermögen der Exkaiserin beläuft. Nach der Entthronung ihres Gemahls sah sich die Kaiserin,ja flenötiat, sich sogar ihres Schmuckes zu entäußern, desien Verkauf eine Million Mark brachte. Ungefähr ebenso groß war die Hinterlassenschaft Napoleons HI. bei seinem Tode, nach Abzug aller Schulden. Dann aber gelang es der Kaiserin nach vielen Schwierigkeiten, von der Regierung der französ. Revublik wenigstens einen Teil ihres beschlag- mahmten Eigentums an beweglichen Sachen und an Jm- nnobilien zurückzuerhalten. So besaß die Kaiserin Eugenie v B. in der Nähe von Landes einen umfangreichen Terram- komplex. den Napoleon III. ihr selbst geschenkt» hatte. Sie 1 1 • - 'k k„. r|!»7* ">. »♦As-.ue.b.isot f 81 £'18 «ü igA.- «4 5. Y-) ,ml r . IAH- s £ m • 6.1912. E „ un. b. 1912. lo- “nt b. 1907 ' vez«S»Prei»r monatlich 76 Pf^ vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch diePostAtk.2.—viertel- jährl. ausschl. Bestellg« Annahme von Anzeigen sür die Tagesnnmmer bis vornrittagS 10 Uhr« Zeilenpreis: lokal 12 Pf^ auswärts 20 Pfg. Verantwortlich für den volit. und allgem. Teil: P. Wittko: für „Stadt und Land" und „Gerichlsfaal": August Goetz; für den Anzeigenteil: Hans Beck. . 19u- ’c 1907 1umtfdjb. Dbk. ÄMb-lS 5* J; ’ 4*1^ $ 'A- Ce? b'190ö'j J- §«-4unt b. 1907 Heutige Kummer umfaßt 18 Seiten. Kin vernünftig-r Vorschlag. Wir lesen heute in der reichsoffiziösen „Nordd. W Ztg.": Wie wir hören, hat der ReichStagsabg. Gras Udo Stolberg den Reichskanzler eine Eingabe gerickstet, in welcher "Pfarrers Otto Orth zu Nieder-Wöllstadt zum Dekan ^Dekanats Rodheim, mit Wirkung vom 1. Oktober an, Bestätigung erteilt. — S. K. H. der Großherzog haben 27. September den Hausbeschließer im Kollegiengebäude LandeS-Universität, Verwalter Friedrich Wilhelm Stork des die am der zu Ntfierb Mtüöl io Soft!: uni _ Dm Uttat Instituts gtcflf rourbe der» Ms itnrnung deZ W ■.um Knrlitor der folget des m den Steinmcro — 1 Oft. sein 25ial msienstbnstcn nn_ Aus Stadt und AanS. Gießen, 30. September. — Personalien. S. K. H. der Großherzog haben am 23. September der durch die DelanatSspnode des Dekanats Rodhcim für den Rest der im Jahre 1908 ab- laufcnden Wahlperiode vollzogenen Wahl des evangelischen Iischversorgung für Hießen. Gießen, 30. Sept. Rach den gestern vormittag zwischen Oberbürgermeister Mecum und den hiesigen Fischhändlern gepflogenen Unterhandlungen beschlossen letztere in einer gestern abend abge- haltencn Besprechung, folgendes Schreiben an dic Stadt- verordneten-Vcrsammlung zu richten: ?lu vcrehrliche Ltadtverordnctcn-Bersamu»lung. Hier. Infolge einer seitens der hiesigen Bürgermeisterei an „Sänrt- licke Fischhändler zu Gießen" ergangenen Einladung behufs Besprechung eines zu errichtenden Fischmarktcs sanden sich Freitag vormittag 10 Uhr acht Herren im Zimmer Nr. 12 der Bürgermeisterei ein. Der Herr Oberbürgermeister erklärt, „daß man es auch hier in Gießen- wie in anderen größeren Städten versuchen wolle, in Anbetracht der momentan herrschenden Fleischtcuerung einen Fischmarkt zu errichten, der in folgender Weise geplant sei: Die Stadt bestellt bei einem Fischhändler in Geestemünde eventuell einen größeren Posten Seefische. Die hiesigen Händler haben ihren Bedarf für die am Freitag nötigen Fische schon Montags der Stadt aufzugeben und die bestellten Quanten Freitag früh bei Eintreffen an der Bahn in Enrpfang zu nehmen. Die Bürgermeisterei würde alsdann im Blatte bekannt machen, in welchen Geschäften und zu welchen Preisen die Fische verkauft werden. Bei den, den hiesigen Geschäftsleuten gestellten Bedingungen mürbe den Fischhändlern ent Bruttoverdienst von 13 Prozent bleiben, (Von welchem Nutzen allerdings die entstehenden Spesen, wie: Personal, Berpackungsinaterial, Eis und sonstige zum Fischgeschäft nötigen Utensilien und Aufwendungen zu bestreiten wären). Nach diesen Bedingungen würde z. B. bei einem Berkaus von 100 Pfund billige Isländer Ware — denn nur um diese geringe Qualität kann es sich handeln —, ein Bruttoverdienst von 2.73 Mark erzielt werden. Diese Berechnung basiert auf einer außergewöhnlich billigen Einkaussgelegenheit, wonach der betreffende Fisch mit 21 Psg. pro Pfund verkauft werden könnte. Nach Abzug obenerwähnter Spesen würde somit dem Verkäufer für seine Mühe nichts übrig bleiben. Ein weiterer Borschlag des Herrn Oberbürgermeisters ging dahin: Der Verkauf der von der Stadt bezogenen Fische könne auch von hiesigen Fischhändlern zu denselben Bedingungen in einem dazu von der Stadt hergerichteten Lokal vorgenommen werden. Nach Bekanntgabe der erwähnten Bedingungen stellte der Herr Oberbürgermeister das Ultimatum: „Wollen Sie zu diesen Bedingungen den geplanten Fischmarkt übernehmen? Wenn nicht, fo übernimmt chn die ©tabt"> und „steckt alsdann selbstverständlich die vorn Lieferanten in Geestemünde bewilligten 13 Prozent Vruttonntzen" — (den Ersterer sicher vorher auf den Einkaufspreis geschlagen) — in die Tasche. Andere größere Städte wie Stuttgart, Solingen, Ulm, Aues- burg, Reutlingen, Eßlingen usw. hätten nach vorliegenden Berichten gute Erfahrungen mit der neuen Einrichtung gemacht, weshalb solle es hier in Gießen nicht gehen? setzten freilich unter großer Anstrengung zum Aerger des Organisten die Debatte fort. Als eben der eine nochmals eine Sternerfung zum Lobe des neuen Gespannes seinem Nachbar in die Ohren geschrieen, rmd dieser nun seinen letzten Trumpf zum Nachteile der gehörnten Wiederkäuer gegen seinen Partner ausspielte, verstummte plötzlich der brausende Orgeltvn und nun erscholl durch den in tiefer Sttll» liegenden Kirchenraum ein an die Sttmme des „wahren Jäkob" der Jahrmärkte lebhaft er inner nben Ruf: „Dar a a Hot awer e i ch eb b Horn!" — Tableau. v. Bad-Nauheim, 29. Sept. Biß zum 28. Sept. 1905 sind 25 749 Kurgäste angekommen, wovon am genannten Tage noch 1294 anwesend waren. 358 349 Bäder wurden bis zum 28. September abgegeben. Büdingen, 29. Sept. Morgen vormittag 9.25 Uhr wird die letzte Personenpost von Büdingen nach Altenstadt gefahren und mit ihr ein Verkehrsmittel verschwinden, das unserer Stadt eine lange Reihe von Jahren als solches treu gedient hat. Doch auch sie mußte, wie so manches Gute aus alter Zeit, den modernen Verkehrsbedürfnissen weichen und einem neuen Schienenwege Platz machen. Mit ihr sinkt wiederum ein Stück jener alten Postpoesie ins Grab, die dazu bestimmt war, die Tage unserer Väter in den Nimbus der »guten alten Zeit" zu hüllen. (B. A. A.) sd. Darmstadt, 30. Sept. (Eigener Drahtbericht des Gieß. Anz.) Der fteffticrtretenbc Beamte bes Provinzial- direkt ors, Regierungsrat W'. ck, feit 1898 zweiter Beamter des Kreises Darmstadt, ist l)eute nacht nach längerer Krankheit gestorben. — Das neuerbaute zweite ka tho lis che Gotteshaus, die Elisab e then kir ch e am Schloßgartenplatz, wurde heute vormittag in Anwesenheit des Bischofs Dr. Kirstein aus Mainz feierlich ein geweiht. Die katholischen Vereine und Korporationen waren vollzählig vertreten und der katholische Kirchenchor verherrlichte die Feier durch Gesang. Wörrstadt, 29. Sept. Im 5. rheinhessischen Landtagswahlbezirk, der gegenwärtig von dem Weinhändler und Landwirt Michel Wolf zu Stadecken (Bauernbund) vertreten wird, beabsichtigen die liberalen Parteien, Blättermeldungen zufolge, den Bürgermeister Christ von hier als Kandidaten aufzustellen. Christ, der Anhänger der freisinnigen Volkspartei ist, vertrat den Bezirk bis zu der Neuwahl vor sechs Jahren. Frankfurt a. M., 29. September. In der gestrigen Sitzung des Gewerkschaftskartells teilte der Vorsitzende mit, das auch diesmal der Magistrat die Eingabe des Arbeitersekretariats wegen einer Subvention abgelehnt habe. Die Arbeiterschaft locrbe in dieser Hinsicht keine Forderung mehr stellen. — Auf Grund einer Anzeige bei der Polizei wurde gestern nachmittag auf einem hiesigen Hofgut bei den Knechten und Mägden eine ärztliche Untersuchung, hauptsächlich der Augen vorgenommen. In der Anzeige war mitgeteilt worden, daß die Leute im Stall bei dem Vieh schlafen müßten, wodurch verschiedene augenkrank geworden seien. Auch die Lagerstätten wurden von der Polizei besichtigt. (Kl. Pr.) Hanau, 28. Sept. Dre Polizei verhaftete den Handelsmann H. Schweitzer aus Katzenfurt, der hiesigen Einwohnern unter offerier unwahren Angaben Fahrräder entlockte und diese alsbald in Frankfurt zu Geld machte. Sch. ist schon wegen Betrugs, Fahrraddieb- stahls usw. erheblich bestraft (zuletzt verbüßte er drei Jahre Zuchthaus) und man glaubt, daß auch eine 'Anzahl der in letzter Zeit hier und in den Orten der Umgegend häufig vorgekommcrren Fahrrabbiebstähle auf sein Konto zu setzen ist. (Frkf. Ztg.) kleine Mitteilungen aus H e sse n und den Nachbarstaaten. Einen Polizeihund hat sich nunmehr auch die D a r nr st ä d t e r P o l i z e i zngelegt, der in einzelnen Fällen schon gute Erfolge erzielt, aber auch schon versagt hat. Große Ausgaben hatte er bis jetzt nicht zu bewältigen. Gießen, auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner mehr als 50jahrigen treu geleisteten Dienste, mit Wirkung vom 16. Oktober, in den Ruhestand versetzt. — In den Ruhestand versetzt wurde am 21. September der Schullehrer an der katholischen Schule zu Heldenbergen, im Kreise Friedberg, Jakob Wolf auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner Langjährigen treuen Dienste mit Wirkung vom 1. Oktober. •* Ein Jubelgreis. Morgen feiert der Geometer 1. Klaffe Georg Euler, Schiffenberger Weg 67, seinen 10 0. Geburtstag. Wir beglückwünschen den alten Herrn herzlich. Möge der verdämmernde Lebensabend ihm eine Reihe von sorgenlosen und heitersonnigen Tagen ohne Last und Leiden bescheren. — Silberne Hochzeit feiern am 3. Oktober der Schneider Wilhelm Hutmann und Ehefrau, geb. Krug. ** Aus dem Bureau des St a d t t h e a t e r s. /r5)er Kaufmann von Venedig", die Eröffnungs- /vorstellung der diesjährigen Spielzeit, ist von Direktor Stein- .goetter speziell unter Berücksichtigung der hiesigen Bühnen- verhältniffe derartig eingerichtet worden, daß die Zahl der Verwandlungen keine allzu große ist und doch kein wesent- -licher Teil zu Schaden kommt. In Hauptrollen sind beschäftigt von Damen: Elfriede Bayrhammer, Lily Donecker und Wilhelmine Schellenberg; von Herren: Georg Mendel, Rudolf Goll, HanS Föhse, Adolf Lippert, Max Herrscher. Das gesamte Personal ist außerdem in kleineren Aufgaben beschäftigt oder unterstützt die Vorstellung durch Beteiligung an der Komparserie. •* Der Männerturnverein beabsichtigt, morgen seinen letzten Turngang in diesem Sommerhalbjahr von der Haltestelle Schiffenberg ans um 2.30 Uhr über Watzenborn, Pfahlgraben nach Butzbach vorzunehmen, woselbst mit dem dortigen Turnverein im Gasthaus „zum Löwen" eine gesellige Zusammenkunft stattfinden soll. ** Der Milchaufschlag bewilligt. Die vereinigten Landwirte von Frankfutt und Umgegend veröffentlichen folgendes: - In einer am Donnerstag in Frankfurt ftoftgefunbenen Milchhändler-Versammlung, an der sich auch sämtliche großen Händler, mit Ausnahme von Heinrich Kleinböhl, beteiligten, wurde nach fünfstündiger Beratung beschlossen, an dem mit uns am 30. August abgeschlossenen Kompromiß sestzuhalten und am 1. Oktober einen Aufschlag von 2 Psg. pro Liter Vollmilch eintreten zu lassen. *• Regelung des Ausverkaufswesens. Zur Durchführung deS Reichsgesetzes über die Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbes, insbesondere die Ausverkäufe betr., hat der Darmstädter Detaillistenverein an sämtliche hessische Handelskammern ein Schreiben gerichtet, in welchem gegen die unlauteren, den reellen kaufmännischen Geschäftsbetrieb schädigenden Ausverkäufe angekämpft wird, unb folgende Vorschläge gemacht werden: 1. Konkurs-AuSoer kaufe dürfen diese Bezeichnung nur so lange sichren, als sie bcr. Leitung des Konkursverwalters unterstehen. Auch die oft benützte, das Publikum besonders anlockende Anpreisung: „Aus einer Konkursmasse" soll verboten werden. 2. Total-Ausverkäufe wegen Geschäftsaufgabe dürfen die Dauer eines Jahres nicht überschretten. Das Nachschieben von Maaren ist nicht erlaubt Nach Beendigung dieses Total-Ausverkauis darf der Geschäftsinhaber oder die Firma am gleichen Platze ein neues Geschäft in der gleichen Branche nicht eröffnen. 3. Ä us ° v e r f ä u f c wegen Neubauten oder Umbauten dürfen erst nach erteilter Bauerlaubnis eröffnet werden und die Dauer von 4 Wochen nicht überschreiten. 4. S a i s o n - u n d Inventur- Ausverkäufe dürfen nur zweimal innerhalb eines Jahres stattsinden und sollen jeweils nicht länger wie zwei Wochen dauern. 5. Zur Ausführung dieser Vorschläge ist die Schaffung einer Stelle notwendig, bei der die Anmeldung der Ausverkäufe kostenlos zu erfolgen hat, ebenso die Eintragung in ein Register, in das den dabei interessierten Geschäftsleuten Einsichtnahme gestattet sein muß. Hierfür eignet sich aber nicht die Polizei, sondern es wird eine kaufmännische Behörde, event. die Großh. Handelskammer vor- -geschlagen. — Der Wormser Rosengarten-Ausschuß veröffentlicht ein Ausschreiben an deutsche Künstler zur Einsendung von Vorschlägen zur Anlage eines Rosengartens in Worms, und zwar unter Verwendung der städtischen Anlagen des sogenannten Wäldchens. Das Ausschreiben bezweckt die ersten Unterlagen zur späteren Ausarbeitung eines Gesamtplanes zu erhalten und ist als Jdeen- Einsorderung gedacht. Es handelt sich also vorerst nicht um eine ausgesprochen gärtnerische Aufgabe, sondern vielmehr um die künstlerische Auffassung der dem Ausschreiben zugrunde liegenden Idee. Dieses Ausschrciben ist somit für alle deutschen Künstler offen, während die spätere Ausführung rein gärtnerischer Natur sein wird. Zur Verfügung für den Rosengarten steht eine Fläche von 14,5 Hektar, also 145000 Quadratmeter. ** Eine Geschichte von zwei Ochsen. In einem Wöllstein benachbarten Orte patte, laut „Rh. V.", vor kurzem ein Bauersmann sein fettes Ochsenpaar abgesetzt und an dessen Stelle ein neues Paar dieser gehörnten ^erabe nicht int Rufe großer Intelligenz stehenden Zugtiere eingehandelt. Das Dorf, groß und klein, Männlein und Weiblein, nahm das regste Interesse an dieser welterschütternden Begebenheit und so bildete das Ochtenpaar besonders unter dem starken Geschlecht das Tagesgespräch. Da der Handel an einem C-amstag Nachmittag vor sich gegangen Ivar, und die stark divergierenden Vteinungen an diesem Tage nicht Mehr in Ordnung gebrarfit werden konnten, so fand das hochinteressante Ochsengespräcl) am darauffolgenden Sonntage seine lebhafte Fortsetzung. Selbstverständlich wurde tauch die Zeit vor Beginn des sonntäglichen Gottesdienstes mit diesem Gespräch aus-gefüllt und konnten selbst bcr Orgel zarte Töne bcr unterhaltenben Männer frischrasierte Lippen nicht zur Ruhe bringen. Erst nachdem bcr bienff» beflissene Organist bic schreienden Pfeifen bcr 21/2füßigen Quinte und des dreifachen Eornets zu Hilfe genommen und die Töne voll und ganz des Gotteshauses ehrwürdige Raume füllten, wurde die Ochsenunterhaltung eingestellt. Nur zwei Bauern, von der gütigen ötuttcr Natur mit Le» Jojtbet» kräftigen Lungen und dito Stimmbändern bebacht. feine J : $it-iift ,r nur g V0N ,,9naJ.1IIf(]l!tfil1 te$s Qu 1 . M den 1. Festansprache Äntann ist lö. Gerich!ssea1. R. V. D a r mft a d t, 29. Sept. Tas Schwurgericht beschäftigte sich heute abermals mit einer Sttaffache wegen Körperverletzung mit tödlichem Ausgang. Der 36Jahre alte verheiratete Landwirt Michael Groh I. zu Urberach bei Langen lebte mit seinem Nachbar Johann Seih, mit dem er ein sogenanntes Doppelhäuschen bewohnte, schon lange in Unfrieden. Am 2. Juli d. I. sollen nun die Kinder des Groh auf dem gemeinschaftlichen Hof die Gänse des Seid hin und hergejagt haben und es kam darüber zwischen Seid Vater und Sohn und dem Angeklagten zu einer wüsten Prügelei. Die beiden Seib gingen mit dicken Knüppeln auf den Groh los, worauf dieser, am Kopfe blutend, eine schwere Hacke ergriff und damit den alten Seib so wuchtig auf den Kopf schlug, daß der Schädel zettrümmert wurde und der Gettoffenc bald eine Leiche war. Der Angeklagte behauptete heute, lediglich in Notwehr gehandelt zu haben und die Zeugenaussagen bestätigten dies auch. Unter diesen Umständen verneinten die Geschworenen die an sie gerichteten S ch u l d fr a g en und es nrufjtc darauf die Frei- sprechung des Angeklagten erfolgen. Berlin, 29. Sept. Ein Ehedrama beschäftigte bti Schwurgericht des Landgerichts II. Unter der Anklage der versuchten Tötung stand der Schlächtermeister Dickoff in Zoffen vor den Geschworenen. Der Angeklagte ist über zwanzig Jahre verheiratet, betreibt seit vielen Jahren in Zossen eine Schlächterei und besaß früher Haus und Hof und eigenes Fuhrwerk. Er ist dann in seinen Verhältnissen etwas zurückgekomnien und schließlich ganz abhängig von seiner Ehefrau geworden. Wie der als Zeuge und Sachverständiger vernommene Canitätsrat Dr. v. Ubisch in Zossen vor Gericht bekundete, ist der Angeklagte wiederholt mit Wunden, die von Schlägen mit dem Feuerhaken oder von Begießen mit kochendem Wasser herrühren sollten, zu ihm gekommen und hat ihm erklärt, daß ihm Jein Gust ch e n" dies beigebracht habe. D. hat seine Ehefrau schon lange im Verdacht, daß sie mit einem Arbeiter Lindemann, der in demselben Hause wohnt, ein unerlaubtes Verhältnis unterhalte. Schließlich ist seine Fran ganz von ihm gegangen. Er suchte nun Trost beim Alkohol. Am Morgen des 9. Mai lauschte er, ob er etwa von einem Verkehr seiner Ehefrau mit Lindemann etwas bemerken könne. Da kam seine Frau aus der Wohnung des letzten. Er trat an sie heran und nnd forderte sie auf, doch zu ihm zurückzukehren, erhielt aber eine abweisende, höhnische Antwort. Es entwickelte sich eine erregte Szene, die damit endete, daß die Ehefrau blutüberströmt und mit dem Ausruf: „Hilfe! Ich sterbe!" zu Boden ank. Es stellte sich heraus, daß sie von dem Angeklagten einen Messerstich unterhalb des rechten Schulterblattes erhalten, der eine sechs Zentimeter lange und zwei Zentimeter tiefe Wunde verursacht hatte. Der Angeklagte war in höchster Erregung, entfernte sich vom Tatorte und wurde später verhaftet, als er mit seinem Ge- pannc auf der Chaussee fuhr. Die Geschworenen gaben ihren Spruch nur auf Schuldig bet gefährlichen Körperverletzung ab. Tas Urteil des Gerichts lautete auf zwei Jahre Gefängnis. Breslau, 29. Sept. Das Oberkriegsgericht des 6. Armeekorps verurteilte den Unteroffizier Czaja vorn 6. Traiu- Dataillon wegen Mißhandlung Untergebener zu sechs Monaten Gefängnis und Degradation und den Sergeanten Damsck zu drei Monaten Mittelarrest. Czaja wurde sofort verhaftet.' Flensburg, 29. Sept. Die Strafkammer ticrurteilte heute den Landtagsabg. Redakteur H. P. Ha ns en und den Redakteur Andersen beide in Apenrade, wegen Beleidigung des Landrats Becherer-Hadersleben und des Amtsvorstehers Valentin-Skrybstorb, den ersteren zu drei Monaten Gefängnis und den letzteren zu 300 Ai a r k Geldbuße. Beiden Beleidigten wurde die Publikationsbefugnis zugesproOm. Gera, 29. < Arbeitgeber ab. 1 iridit weiter entgt Songroh, 2 bei Aubagm kam Mgifte Gendamc Wer, die in öto qibt sic dort den bfo französischen G Wem versucht überschreiten. Sie bändigen mit nfchen! Arbe’ lang die Franzi nach Belgien zuck Vendarmen einig diger getötet Berlin, 2l ociterschast der r.ngSimt des $ dchiedsgeri. Hande?: Der Hib Blättern gemeldi die noch aussteh überführt Ivcrden dvr d w W\, kx, ernt HchLVM W WiW klagten die Br kam. Der Fi? int Gegensatz Dank zu einen der Hsternia Bnik hatte b: an bett fäftß hat auch bie ? entschieden. M aus diesem Geb Weiten Mim der augeMM rmedensveffandl etnigung ifaifcri des Fiskus veff aber die Gegner machen: allerdii Reichsgericht, . Kleine Fj deutschen Drahtir d>e Verteilung ei ""d Nr. 182491 .. Russischs fc,,!« Sknteßl «nfeifjc in, Vesta sandelt roetben Hieraus wurde bemerkt, daß man Gießen mit ca. 27 (XW Einwohnern doch nicht mit diesen weit größeren Städten v^r, gleichen könne, da Gießen nickt entfernt die Arbeiterzahl auf. zuweiscm hat, wie die erwähnten Städte und die für den biefigei Platz in Betracht kommenden Arbeiter zum überwiegenden Ter! Landlente ans der Umgebung sind, welche bekanntlich wenig odn gar keinen Fisch konsumieren. Gießen war von jeher keine Stadt, welche viel Fische fon> furniert hat und wird es! auch nie werden, weil die Verhältnisse nicht dazu angetan find. — Jeder Versuch seitens der anwesenden hiesigen Händler, dem Herrn Oberbürgermeister die Ueberzeugun^ beizubringen, daß die ganze Einrichtung vollständig unnötig fei da die in Betracht kommenden Kaufleute tatsächlich in der Lage sind, allen Anforderungen bezüglich Quantum, Qualität und Drei» gerecht zu werden, scheiterte an der Haltung des Herrn Ober' bürgermeisters, der sich weder auf Vorschläge, auf Orientierung über den Geestemündener Fischmarkt im allgemeinen, wie über hiesige Verhältnisse oder Richtigstellung einzelner von ihm vorgetragener Behauptungen, einließ, sondern kategorisch erHärtc ■ „Sie haben mir nur zu sagen, ob Sie mit meinen Bedingungen einverstanden sind ober nicht." Wir, die Unterzeichneten, müssen nun auf den Vertrieb des von der Stadt geplanten Fischbezugs, bcr für uns auch nicht den kleinsten Nutzen abwerfen würbe, verzichten, 1) weil wir Geschäfte nicht bcr Ehre allein halber machen können; 2) weil wir unserer wetten Kundschaft nach wie vor nur mit aUerfeinfter, frischester Ware bienen^wollen unb für die billigen, minbertoertigen Fische wie sie die Stadt beziehen will, keine Verwendung haben. In Berücksichtigung bcr Tatsache, baß bei dem geplanten Unternehmen Weber bas große Publikum noch die Stadt Gießen einen erheblichen Nutzen haben würde, nnd nur von einer wesent- liehen Schädigung der hiesigen Geschäftsleute die Rede sein könnte, bitten wir die verehrliche Stadtverordnetenversammlung er- gebenft, der geplanten Errichtung eines Fischmarktcs die Genehmigung versagen zu wollen. Die bereinigten Fischhändler von Gießen. * Kleine Tages chronik. Aus ' M a u r i a c (Frankr.) Ivird berichtet, daß dort bei einer Feuersbrunst zwei Frauen in den Flammen umgekommen sind. — Aus Manila meldet Reuter: Beim Untergange eines Kanonenbootes sind 35 Leute, 11 Amerikaner und 24 Eingeborene, ertrunken Wahrend des letzten Sturmes am Dienstag sind in Sorsegm 15 Eingeborene umgekommen. Der im Hanf auf Plan' tagen angerichtete Schaden wird auf eine halbe Million Dollars geschätzt. Ein Dampfer mit einem Truppentranspott ist,bei Legaspi geftranbet. — In der vergangenen Nacht ist die Stadt Malmesbury (Kaplanb) durch einen Zyklon in Trümmer gelegt worden. Eine Anzahl Menschen ist ums Leben gekommen. — Wie au§ Newyork berichtet wird, ist dort der Gesellsä-ast „Notthem Seeuritas" ein Bündel Wertpapiere gestohlen roor- ben, welche einen börsenmäßigen Wett von über 435 000 Dollar repräsentieren. — Aus Lissabon wirb gemelbet: Eine alte auf Blutrache begründete Feindschaft zwischen den Einwohnern der portugiesischen Dörfer Estrioeira und Abrigada führte zu einer förmlichen Schlacht. Die gesamte Einwohueffck-ast Männer, Frau und Kinder, nahmen mit allen denkbaren Waffen an dem erbitterten Kampfe teil. 5 Personen wurden je. tötet und über 50 schwer verwundet. Die Behörden mußten Truppen aus mehreren Garnisonen herbeiholen, um die Ordnung wiederherzustellen. — In einem Zimmer des polytechnischen Instituts der Universität Leipzig hat eine Kohlenoxyd g a sve rg i f tun g ftattgefunben. Ein Patient, der Buchhanblungsgehilse Delling aus Oetsch/ ist erstickt. Ein anderer Patient, der 17 jährige Musiker Witter, wurde zwar bewußtlos aber iwch lebend aufgefunden. Er ist soweit wieder hergestellt, daß er sich außer Lebensgefahr befindet. Wie das Ausströmen des Gases möglich wurde, ist noch nicht aufgellätt. — In Stettin schoß sich der Fabrikant Absen am Rande des Badcteiches eine Kugel durch den Kopf. Der Körper fiel ins Wasser. Während des Selbstmordaktes mußte ein bestellter Drehorgelspieler lustige Weisen spielen., In einem hinterlassenen Briefe setzte er den Drehorgelspieler und die Polizeiverwaltung zu seinen Erben ein. — In Esse n (Ruhr) erwürgte eine Arbeitersfrau ihr 2l/,jähr. Kind mit einem Strick unb erhängte sich bann mit demselben Strick. MS ber Mann von bcr Arbeit kam, fand er beibe tot. Körperliche Leiden waren die Ursache zur Tat. % M 1 M des Handel* Harpener Bergwerk. . . 225.00 Portugiesen III 114.50 1. Wal. Verlobte Moderne möbel Der Vorstand. Jedermann ist willkommen. Neustadt 56. Telephon 76. 06536 Wohne von heute ab Oberechles. Eisen-Industrie 141.50 Berliner Handelsges. . 175.30 260.70 140.20 . 270.75 . 137.20 147.00 125.50 287.501 254.00 178.70 Ungar. Goldrente . . Italien. Rente . . . Portugiesen Serie I . Lanrahtitte . . . Nordd. Lloyd . . Darmstadter Bank . . Deutsche Bank . . . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank . . Kreditaktien . . . . Baltimore- und Ohio- Ei sonbnhn . . . . Gotthardbahn . . . . Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahn . . Prince-Henri-Eisenbahn . 175.30 . 152.60 . 244.60 . 104.70 . 169.90 Harpener Bergwerk Lanrahütte . . Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . Tilrkenlose . . . . 101.20 . 89.45 . 100.90 . 89.45 4% 4?6 3% Elektriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Schuckert . . . Esch weil er Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. Paketf. Dr> Koeppe von der Reise zurück. Canada E. B. . . . Darmstadter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder Union C. Dresdner Bank . . Tendenz: fest. Reichsanleihe do. Konvois . . do. . . Hessen . . Roonstratze 50 Johannes Schäfer III. Maler- nnd Weissbinder-Geschäft. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. voraussichtliche Witterung in Hessen für Sonntag den Oktober 1905: Zeitweise aucheiternd, kühl und windig. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. 4%0/0 rnss.Staatsanl. 1905 4%e'„ japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose ...... 4% Griech. Monopol-Anl. . 4% äussere Argentinier . 3°/0 Mexikaner . . . . 4X°!o Chinesen . . . . Aktien: Bochum Guss..... Buderus E. W..... Mniversttäts-Uachrichten. , — Dem Generalsekretär bei der Zentraldirektion des Archäologischen Instituts in Berlin, Professor Conze, wurde die nacbgesetzte Versetzung in den Ruhestand bewilligt. An Conzes Stelle wurde der Professor der Universität Freiburg, B u ch st e i n, ernannt. — Wie unS aus Marburg berichtet wird, ist die Ernennung de§ Geh. Iustizrats Dr. Schollmever, ordentl. Professors in der juristischen Fakultät der Universität zu Berlin, zum Kurator der Universität Marburg erfolgt. Er wird Nachfolger des in den Ruhestand tretenden Geh. Oberregierungsrats Dr. Steinmetz. — Geh. Baurat Th. Landsberg feiert am 1. Okt. sein 25 jähriges Jubiläum als Professor der 3ngenicur= Wissenschaften an der Technischen Hochschule zu Darmstadt. 3^e/fl Oberhessen . . . 4 % Oesterr. Goldrente. . 4vI6% Oesterr. Silberrente . . 224.50 . . 270.50 . . 21.80 . . 136.70 . . 140.00 Telefonische Kursberichte Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank fflr nnd Industrie, Giessen. Frnnk forte r Itörae. 30. Sept., 1.15 Uhr. verlangen von der Darmstädter Möbelfabrik, Hoflieferant, Heidelbergerstr. 129, Preisliste mit Abbildungen. 300 Zimmer in allen Preislagen ausgestellt und stets liefcrfertig. Bedeutendstes Einrichtungshaus Mitteldeutschlands. V4/; . 21.50 . 145.00 . 127.00 99.80 99.95 101.50 101.30 97.00 105.70 68.95 68.50 98.25 96.00 91.30 140.00 54.80 90.75 68.40 97.75 3% 3Vi6U 3% 3 . 152.40 . 244.50 . 187.50 . 195.70 . «9.50 . 214.50 Privatdepesche von einer „hohen Autorität steht ein Dreibund zwischen Deutsch land, Rußland und Frank- reich al? Gegengewicht gegen daS englisch- japanische Bündnis bevor. Dies sei der Gegenstand der Verhandlungen Wittes mit dem Präsidenten L 0 u b e t und Rouvier in Frankreich und s 'm Kaiser und dem Fürsten Bülow in Deutschland gewesen. Paris, 30. Sept. „Echo de Paris" berichtet aus Mailand, dort sei ein Telegramm aus Rom eingetroffen, wo-, nach ein Militär-Telegraphist die Pläne der Dee Vereidigung Italien? an et ne fremde Macht verkauf t'habe. Paris, 30. Sept. Das „Petit Journal" meldet aus Washington: DaS Marincdepartement trifft Vorbereitungen iir den Empfang de? englischen Kontreadmiral? Prinzen Ludwig von Battenberg, der mit seinem Geschwader demnächst Amerika besuchen wird. Petersburg, 29. Sevt. In den Weichsel-Provinz en wurden in der Zeit vom 21. bi? zum 27. Sept. 4 7 Cholerafällc amtlich fcstaesteklt, von denen 2 5 t ö d - 1 i ch verlaufen sind. Jtn ganzen sind bisher 50 Fälle, davon 28 tödlich, festgestellt. Moskau, 29. Sept. (Petcrsb. Telear.-iMg.) Der nächste Kongreß der Sem st w 0 5 und der Städteverwaltungen wird auf November 1905 einberufen. Bis dahin werden die Kandidaten für die R c i ch s d u m a w a h len bekannt sein. Zur Teilnahme an dem Kongresse sollen auch Vertreter der Bauern aufgefordert werden. Odessa, 29. Sept. D.e Universitäten Odessa und Warschau befinden sich infolge der bewilligten akademischen Autonomie in hilfloser Lage. Die Professoren sind bereit, ihren bereits neun Monate dauernden Streik aufzuhcbcn und die Vorlesungen zu beginnen; e? ist jedoch unmöglich, well die Stijdenten'nicht zusammenkommen können, um eine entsprechende Entscheidung zu fällen; der Kriegszustand verbietet jede Versammlung. Um blutige Konflikte mit den Kosaken zu vermeiden, werden die Professoren den Beginn der Vorlesungen Hinhalten, bi? die Aufhebung des Kriegszustandes erfolgt ist, was aber die Regierung systematisch ablehnt. Dem Beispiel der Petersburger Universität und des Warschauer Polytechnikum- folgend, hat das hiesige Professorenkollegium beschlossen, die Regierung um unverzügliche Aufhebung der ungerechten, folgenschweren Einschränkungen und um 'Aufnahme sämtlicher jüdischen 'Abiturienten, anstatt 10 Proz. wie biS- her, zu ersuchen. Dauerbrand* ©feaa irischen nnd amerik. Systems Landöfen und Herde in grosser Auswahl stets am Lager bei «§-. Häuser vorm. J. Happel Tendenz: ziemlich fest, bei sehr geringem Geschäft infolge de«' israelitischen Feiertages. Berliner Börse, 30. Sept, Anfangsknrse. Emgel. Inglings- unö Männer-Verein. Feier des 18. Fchresseßes Sonntag den 1. Okt., nachm. 3 Uhr, in der Kleinkinderschule. Festansprache: Prof. Dr. Wurster von Friedberg. Tes Schwurgeich.: mit einer IMache wem 8:1 cj,cm Ausgang. 2er 3M lidjflfl Groh I. -u Urbe* Mar Johann Seid, mit btr tn bewohnte, schon lange w q sollen nun ine An des W die Güm p - ’teikt «‘Jf? kuppeln aus den Groh los, y «.' fern packe ergrijf unbL Bundes mußte daraus die 6' Irische, Dauerdrand-, Amerikaner, Regulierhch-, lloch-, hspewerk- u. Varmslädter Oesen in diversen Fabrikaten Ofenschirme * Ofenvorsetzer * verdampfschaien Seuergeräteständer Uohlensüller ttohlenkasten ttohlenlöffe! Stocheisen Ascheeimer Mülleimer wasch-, wring- und Mangclmaschinen, Dezimal-, Tafel- und Wirlschaflrwaacn, Klcischhack-, Neib- und Mefferputzmaschinen, Vogelkäfige und Züchter- Utensilien, Zischereigeräte, Bürsten, Besen und Cürvorlagcn, ttokorfiricke, .^lechtrohr, Raffiabast. Werkzeuge veschlciae 4- Lisenwaren Aurzwaren Solinger Stahlwaren Waffen und Munition empfiehlt 5082 Edgar Borrmann, Siehe» Televbon 298 Lisenhandlung Neustadt U klärten sich mit der Untiünnbluna emverstarrten. MeirtelSsohn übernimmt die Realisierung der Anleihe, die wahrscheinlich eine 5 Proz. sein wird. Märkte. Gießen, 30. Sept. Marktbericht. Aus heutigem Wochenmarkt kosteten: Butter pr. Psd. 1.10—1.25 Mk., Hühnereier 1 St. 7—8 Mq. 2 Stck. 00—00 Vsg., Gänseeier 15—00 Pfg., Enteneier 6—7 Psg., Käse vr. Stck. 6—8 Pf., Käsematte 2 Stck. 5—6 Psg. Erbsen pr. Liter 21 Pfg., Linsen vr. Liter 32 Pfg., Tauber vr. Paar0,80—0,90 Mk., Hühner pr.St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Mk., Gänse vr. Pid. 70—00 Pfg., Oebsenfleisch pr. Psd. 72—82 Psg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pflrnd 70—72 Psg., Schweinefleisch pr. Pfund 76—86 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 90 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 70—80 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—76 Pfg. Welsche per Pfund —.— Kartoffeln pr. 100 Kg. 5,00—0,00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 6,00—8,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg., 9(cvfel per Pflind 10 bis 30 Pfg., tu Korben 00 Psg., Nüsse 100 Stück 35—40 Psg., Zwetschen per Zentner 6—7 Mk., Birnen per Zentner 8 bis 10 Mk. Weißkraut 0.10—0.15 Mk., Marktzeit 8—2 Uhr. fc. Frankfurt a. M., 29. Sept. H e u- und Stroh- mar kt. Mait notierte: Heu Mk. 3.40 bis Mk. 3.80, Stroh Mk. 2.60 bis Mk. 2 80. Alles per 50 Kilo. Tendenz: flau. (Die aus Montag, 2. Oktober fallenden Vieh- und Fruchtmärkte finden wegen der israelitischen Feiertage am DtenStag, 3. Oktober statt). guben Beamten war in einem Artikel der Südjütischen Jahrbücher oer Dorwurf der versuchten Verle itungzumMein-! ei de gemacht worden. Die Schncidemühlev Ei s e nb a h n u n t ers chl e i f e gelangten in außerordentlicher Tagung des Schwurgerichts in Schneidemübl zur Verhandlung. Angeklagt ist'der Kvuf- mann Viktor Friedeberg aus Breslau und mehrere Eisenbahnbeamte. die beschuldigt sind, durch jahrelang fortgesetzte Unterschlagungen 'wn Ciseubahnmaterial den Fiskus schwer geschädigt zu haben. Als die Triebkraft der verübten Diebstähle ist Viktor Friedeberg an-usehen, der in Görlitz zu vier Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Im Schueidemühler Fall soll auch Viktor Friedeberg seine Hand int Spiele gehabt haben. Ein ebenfalls schwer belasteter Produktenhändler Freimann aus .Hannover hat im Untersuchunasgefänanis seinem Leben durch Erhängen ein Ende gemacht. Die Anklage richtet sich außer gegen Viktor Friedeberg gegen den Bahnmeister Belke, den'Materialien-Vcr- Walter GebucNik und die Bahnmeistersfrau Olga Belke. Belke besitzt ein größeres Bankdepot und will, obgleich ihm seine Fwau nur eine Mitaist von 5000 Mark in die Ehe brachte, noch später von seinen Schwiegereltern 40 000 Mark erhalten haben. Das Velkesche Bankguthaben erreichte schließlich die Summe von Gl 800 Mark. Im Vei-lcmfe der Verhandlung stellte aber der Vorsitzende fest, daß der Großvater der Frau Belke, von dem das Vermögen herstammcn soll, nur ein Einkommen von 900 Mark versteuert hat. Friedeberg bestritt die ihm zur Last gelegten Vergehen. Belke wurde zu 5 Jahren 2 Monaten Gefängnis und und 5 IJehren Ehrverlust verurteilt. Seine Mitangeklagten wurden fr e igesprochcn. Hriqinak-Ilratitmckdungen. Berlin, 30. Sept. Die „Rationell. Korresp." meldet, der Bundesrat werde sich in der nächsten Woche mit der Reichsfinanzreform beschäftigen. Der Voranschlag des Etats für 1906 stelle abermals einen starken Fehl- betrag in'Aussicht. Berlin, 30. Sept. M't dem heutigen Tage scheibet der Reichstagsabg. Wilhelm Bruhn aus der Oleschäfts- leitung der „Staatsbürger-Ztg." aus. Än seiner Stelle'hat Hans Freitag die Leitung übernommen. Köln, 29. Sept. Der verstorbene Professor des Kölner Konservatoriums Seiß vermachte zu wohltätigen Zwecken 5 34 000 Mark. Wie die „Köln. Ztg." berichtet, sind davon 200000 Mk. zum Besten von Kölner Volks-- schulkehrern und Lehrerinnen, 200000 Mark zur Verteilung an die bei seinem Tod" am Kvnservatorium wirkenden Lehrer aller Fächer und 100 000 Mk. für hiesige Krankenhäuser bestimmt. Ferner sollen 20 000 Mar-k zur gleichmäßigen Verteilung an die bei seinem Tode einer seiner Ünterrichtsklasse zugewiesenen Schüler gelangen und 10 000 Mark der Lehrerpensionskasse des Konservatoriums zugeteilt werden. London, 30. Sept. Dem „Evening Standard" wirb aus Odessa telegrphiert: Nach einer dort ein getroffenen ' WWW' ! Mtenneiit-tS^Sl ,|Mlt ist ”bn L’eilMtet«: Wege» SeWs-Achüe verkaufe ich von heute ab Vis zum 10. Oktober 607o Sämtliche Restbestände 40' % ^achlah. Ghrißian Mosenberg Spengler, Settersweg 3. ■•^**** nb, M übtJr biI,^n ZSM eB- ionbem fr i^*| -;ugs, ÄA den $ettriiuK /cr^ten i, tonnen; ÄNlÄg nut mit aHfrifl ISfl r billigen S nikt- frSÄ l. feine nurbe. unh fing ™9 eins SiiÄSW ’ anc halbe MumÄ von über 435 000 T gl ÄJ" gtnrelbtt; Nm AM b’lMft ?lmjd)en b?n Cuntrtfl noeira und Abrigada , 4*« gesamte EinivohnvW -Mm nut allen benibartn 3n :tL 5 Personen nnrrbei ’emmbtt. Tie Behörden «l i ’nen Herbtiholen, um die DM ; yitm Zimmer des pvlytche'r. "nvzig Hot eine rlggundcn. Ein Patz.-m, iU aus Dch'ch, isi erstickt i-gj gt Musik» Witter, tourte » ufgrfunbcn. Er ist soweit benö-gejahr befindet. Lie dejivW rirde, ist mii nicht mifgtDfct - Fabrikant Absen am Keck bei M t>*n Kopf. Der Körper nd ü fei elbstmordakteä mixt: m ßi :r lustige ßtiftiifiit/tn. | je sefite er den WtdiMr ! ;/7.77 6rfen ein. I . r^rau ifjt 2M. M I dann mit bemSefoai jDÄ n beide tot. MMv Kunst und Wissenschaft — Professor Robert Koch macht, wie aus Deutsch-Ostafrika gemeldet wird, z. Zt. in Begleitung von Dr. Stuhlmann, bei den, er sich längere Zeit mit bakteriologischen und biologischen Studien beschäftigt, auf der Regierungsstation Amani in West-Usambara aufgehalten hatte, eine Reise nach Uganda. Er will dort seine bisherigen 2lrbeiten über Trypanosomen und Tsetsefliegen durch das Studium der ebenfalls von der Tsetsefliege durch Tryvanosornen- insektion zur Uebertragung gelangenden Schlafkrankheit zum Abschluß bringen. Geheimrat Koch wird am 3. Oktober von Mom- bassa aus die Heimreise antreten und am 23. Oktober in Berlin wieder eintreffen. Düsseldorf, 29. Sept. Professor Andreas Achenbach, Ehrenbürger von Düffeldorf, beging heute seinen 90. Geburtstag. Obgleich der Jubilar mit Rücksicht auf seine Gesundheit gebeten hatte, von einer öffentlichen Feier Abstand zu nehmen, hatten die Stadt und die Bürgerschaft, namentlich die Künstlervereine, e? sich nicht nehmen lassen, durch die Ausschmückung besonders der Straßen in der Umgebung der Wohnung des Künstlers, demselben eine sinnige Ehrung zu bereiten. Der Kaiser übersandte dem Künstler den Stern zum Roten Adlerorden zweiter Klaffe mit einem Glückwunschschreiben. — Mitten Ohorns neuestes drciaktigeZ Schauspiel -,,Un- lösbar wurde im Chemnitzer Stadttheater in seiner Uraufführung mit enthusiastischem Beifall aufgenommen. Der anwesende Verfasser wurde über 20 mal hervergerusen. Das Stück wendet sich in scharfer Weise gegen das Cölibat. Zahlreiche Theaterdirektoreu und Intendanten wohnten der Aufführung bei. — Devrients Luther festspiel in Dresden. Im städtischen Ausstellungsvalast in Dresden ging am Mittwoch die erste der geplanten zehn AuMhrungen vom Otto Devrientschen Lutherfestspiel in Szene, dem sich mehrere hundert Dresdener Einwohner dienstbar gemacht. Unter künstlerischer Leitung des .Hofrots Hugo Edward aus Darmstadt hatte das Stuck eine Nlächtiac W'rk>'>w h'dn'ird üe'lte wMckfr d.-u °i!thcr dar. Landwirtschaft. A Aus dem Vogelsberg, 27. Sept. Die Keller reichen nicht aus, den ungewöhnlich großen Kartoffelsegen all zu saffen und aufzunehmen. In solchem Maße wie Heuer haben die Kartoffeln lange nicht eingetragen. Von allen übrigen Säten sind c5 besonders die „Weltwunder", welche ganz vorzügliche Ergebniffc liefern. Aber auch die übrigen Hackgewächse, wie Kraut, (Kohl) und Wirsing, Dickwurz und Kohlrüben sind in vollendeter Weise gediehen. In "x Tat gehört der diesjährige Jahrgang zu einem reich gesegneten nach jeder Richtung der landwirtsckiaftlickicn Produktion. BII Sommerkur für schlossen), fcehaaheh eingei PMU /IMC'a F’USfe kleine Anstalt (bis 80 Pati Köhler schattiger Park. Von eS** Ka V. • Kv**' « Wo sortpmme Verpflegung K W 1^0 XJ K #3 iS n engi-tem Familienansohhiss. I H« ■- sUJ B « w Bi ■ dance für Minderbemittelte.' Bpekte franko. Dr. M. SclinlEe-Knhleyws. Nervenarzt. HQB| Sanatorium Hofheim im Taunus. HHH Mbeiteröeivegunq. Gera, 29. Sept. Die Weber lehnten die Angebote der Arbeitgeber ab. Die Situation ist schwierig, da die Fabrikanten nicht weiter entgegenkommen wollen. Longwv, 29. Sept. An der belgisch-französischen Grenze bei Aubagne kam es gestern zu einem ernsten Zwischenfall. Die belgische Ofeudarmerie begleitet seit einiger Zeit die belgischen Arbeiter, die in Frankreich arbeiten, bis an die Grenze und übergibt sie dort den französischen Gendarmen. Gestern nun waren bie französischen Gendarmen noch nicht an der Grenze eingetroffeu. Drotzdem veiffuchtcn einige belgische Arbeiter die Grenze zu überschreiten. Sie w-iirden jedoch von französischen Aus- ständigen mit Revolverschüssen empfangen. Die bel- gischeul Arbeiter bombardierten sodann einige Zeit lang die Franzosen mit Steinen und flohen über die $rcmc nach Belgien zurück. Bei dem Kampf feuerten auch die belgischen Gendarmen einige Schüsse ab, wodurch ein französischer Ausständiger g ? f öt et und mehrere verwundet wurden. Berlin, 29. Sept. .Heute erschienen die Vertreter der Arbeiterschaft der Elektrizitäts-Branche auf bent Einig- ungsamt des O^-M'rrbegerichtes und legten die Anrufung eines Schi cdsg er, .0 ts protokollarisch fest. Hande5 iihb Serkeßr. VolZsiviktschäft. Der Hibernia-Prozeß. Obwohl wie in Berliner Blättern gemeldet wird, jetzt große Aussicht vorhanden ist, daß die noch ausstehenden Hibernia-Aktien in den Besitz deS Fiskus überführt werden, hat doch vor dem Oberlandesgericht Hamm die Fortsetzung des Hibemia^Prozesses stattgefunden. Interessant war dabei, daß der Vertreter des FiskuS, die Dresdener Bank, eine Vertagung im Hinblick auf den bevorstehenden Friedensschluß herbeiführen wollte und wie wir schon meldeten, die Der-- llagten die Verhandlungen verlangten, zu der es^schließlich auch kam. Der Fiskus refo. 'bie Dresdener Bank ist Sieger geblieben im Gegensatz zu dem Urteil erster Instanz. Wenigstens hat die Bank zu einem Teil gesiegt. Die Anfechtung der Kapitalerhöhung der Hibernia ist für begründet erklärt worden. Die Dresdener B-mk hatte den Beschluß, mit dem die Mtretung der Hibernia an den Fiskus aogelehnt wurde, angefochten. In diesem Punkte hat auch die zweite Instanz zu Unguusten der Dresdener Bwik entschieden. Man hatte aber auch von der Dresdener Bank auf diesem Gebiete einen Sieg kaum erwartet. Ter Gang zur zweiten Instanz war hier mehr eine Formalität. Wenn, was nach der augenblicklichen Sachlage nicht gerade zu erwarten ist, die Friedeusverhandlungen zwischen dem Fiskus und der Heme-Ver- cinigung scheitern sollten, so würde sich die Situation zu Gunsten des Fiskus verschoben haben. Gerade diese Verschiebung wird aber die Gegner der Verstaatlichung voraussichtlich gefügiger machen: allerdings hat eventuell noch die letzte Instanz, das Reichsgericht, zu sprechen. ?___ Kleine Finanzchronik. Der Aufsichtsrat der Su^- deutschen Trahtindustric Akt.-Ges. Mannheim-Waldhols beschloß die Verteilung einer Dividende von 7 gegen 5 Prozent t. SB. — Bei der gestrigen Ziehung der Türkenlose fielen auf 41 698 300 000 Fr., auf Nr. 147 366 25 000 Fr. und auf Nr. 1294 392 und Nr. 1 824 919 je 10 000 Fr. Russische Finanzen. Wie die „Rufi" meldet, soll die bei Mendelssohn u. Co. aufgenommene kurzfristige russische Anleihe im Betrage von 320 Mill. Mk. in eine langfristige umgewandelt werden. Das Finanzministerium und Mendelssohn er= b eigenes M^schliehlich d Äs’-i. s.lSft’SSä1 rJiÄ-iSS’ .^r Lindemann, d r, ।ob er ti "-"erL'ob'nmg^^lE' “s;Za, bod! eE i empfiehlt SottOttOXOXOXOXOXOXOXQIXIOXOXOXOXOXOXOXOXOXOX AKendors a. Lda. Sonntag, den 1. Lklsber MtichüM 'inWürfeln. Car® Zinsser Wirtschafts-Nkbernahme und [4763 beginnt am Gierig Brrreau Reform. 4074 Aditw| S Achtung 2 [06510 Bestettrntgen an Lausitz, bei. Ludwig Wagner. ES ladet ergebenst ein Zu vertrauten WMLW8 fr KnfDMchr llcffcinc 8 wozu ergebenst einladet 06477 XDUSX0X0X0X0X0X0X0X«X»X0X0X0X0X0XSrr0X0X0^ 25 F3 _ ra n O n Alter von 8 bis 14 Jahren, in moder- <5 MM hl M |J H M ner grosser Auswahl» Anerfcaßnt s Kinaer-Konfektion—9 IfFftF« frühere Inhaberin des Frankfirrter Bierkeller, Bahnhofstraße. Krautsäsfer (weingrun) in allen Größen billigst L.KohlermaunlV., Bleichstr. 12. Auch kann bei mir gekeltert werden. Haschinenbaner- Gesangverein Greireu. Sonntag den 1. 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Wahrend des Abturnens Konzert, abends 8 Uhr Preisverteilung und B. 30.9.05. W Ebel. vro/e Burschenabstand. Freunde der Turnfache haben für nachmittags freien Eintritt, von 8 Uhr ab nur für Mitglieder. v,8/J Der Borstand. Wohne von Montag, dem 2. Oktober ab Bahnhofstraße 15 (früher Nassauer Hof). •% Bäcker-V er em „Frühauf“ Sonntag, den 1. Oktober 1905 Fckr des 19. Stisimssststks im Saale des »Cafe Leib" wozu ergebenst einladet Der Vorstand. Anfang 4 Uhr. Bäckergehilfen, welche Nichtmitglieder sind, haben lernen Zutritt, 06475 land aXy8 Ve > S L°rh- Lainbsdortt V- de beitrag '«S« über beutst gA in b St”Sä'; nach IHlsucfoeltoeim beiMttgl. Stumpf (zurLudwigs« bur^) verbunbett mit Tanz. Gäste sind wilkkommon. v39/0 Der Vorstand. LrgrtMtt RittGlW gesucht. Schriftl. Meld. u. 06487 an ben Gieß. Anz. erbeten. Magki'beichwrrdcn Mag"'krämpjkn h,^t. Fvan L. Wocll, O»r- straßk 6, Göppingen, Wurtt. Lorchs BierkeAer, Ttz«izech.18 Sonntag den 1. Oktober: 06533 Große Tanzmusik. 5. Oktober d. I. 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ES ist'ais- sicher das Urteil die in der, astatischen Pc beutsch^ussische grsprochm wird, dü landS Besitz m Ostas Interessen sind er Bündnisvertrag suc Deutschland und I Jangtse-Abkommen toychwei T&AWttb Japan ' noch dieselbe Reichstagsdebatte Zeugnis ablegte, des japanischen L ist Mecklenburger, der jetzt vom,9 mecklenburgischen j entscheidenden Sees Japans lag. Der M den Deutschi Fälle an und erzäh von einem japanisch warten überschüttet Mge als Deutscher g°r juberl Pferd. Ein 12 jähriges, schönes Pferd, militärfromm, nicht scheuend, sehr treu, zum Reiten und Fahren geeignet, ist umständehalber sehr billig zu verkaufen. Näheres zu erfragen bei Herrn Stallmeister Crcutzburg, Gießen. 06506 Eine fast neue TreschMltU (Lokomobile Ivpferdig), nebst Strohpresse u. Häckselmaschine ist nutcr günstige» Bedingungen zu verlausen. Schriftl. Meldungen unter 5073 an den Gieß. Anz. erdetem (Siu leichter 5053 FckrpiitWiMW billig zu verkaufen. Soimenstr. 6. Für Militär! 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