erean en 31. Oktober Lager in [518! rzellan, Nehlen „ ^oda.Feuenmgs. I und Zeil haben jeder Wäsche, e sich fernerhin der tPf-Waschmaschine ■ Tabei wird die reiner und mehr als beim Waschen Hand oder andern Minen. - Au! Probelieferung. | Lröll Söhne, j „joff®anlt effier? badeo. lde "f z- t 5."l iv 4.50, 3.5t jäoMlU-j Ü. ZDseDd0 s V« Mfeine glittet Ästchen ud prima «?Pf jnifefl. Sri»? -■••Kitcyii aS, Kallenfels ««platz 17 21 ®c9rünbet 16% **aeaa^ inSjip n. (fernen bcxtawV' nehmdcvxeu t- e GelegeaM -^erverkänlei. Ranft M ouneustrafje! 'mihol; mes, trockenes Nro? n jeder TageSzeil i> geliefert werden. ier Mk. 1.20. Mäst Helfender». e 19 Telephons erlster-Tekora'-.o", den billigsten ennir&M ®riir1': '204 a.d. DieK- Rv. 254 Ql|e durch die gegenwärtigen Ereignisse fefcr beunruhigt ist, mit dem Thronfolger für einige Wochen am dänischen Hofe Aufenthalt nehmen wird. — Ter Ausschuß der Studenten der hiesigen Universität hot einen Aufruf an alle Studierenden erlaßen, in dem sie au fgesordert werden, ihre Kraft Tag und Nacht der Revolution zu weihen, sich völlig in den Dienst der Revolution zu stellen und die Tore der Universität für alle politisckx'n Versammlungen weit zu öffnen. Gleichzeitig wird in dem Aufrufe zu einer großen Volksversammlung in der Univers'tät für heute abend eingetaben. General Trepow will noch beute die Universität militärisch besetzen lassen. Während des Vormittages waren die Straßen mensclien- leer. während sie cm Nachmittag von großen Menschenmassen angcküllt waren. Ueb^rall ritten starke Kavallerieabteilungen und ebenso marschierten bis zu ?ivei Kompagnien starke Infanterie- abteilnnam durch die Straßen. In Zarskoje Sselo sind die Leibküressiere mit den zugehörigen Maschinengewehrabteiliingen eiitgctroffen. freute wurde hier eine von mehreren Tausend Menschen besuchte Versammlung durch Kosaken auseinandergetrieben, wobei viele Personen verwundet wurden. Tie Zeitungen stellten ihr Erscheinen ein. Die Geschäfte sind mit wenigen Ausnahmen geschlossen. Vielfach sind die Fenster mit Brettern vernagelt. Die Schulen sind geschlossen. Die Preise der Lebensrnittel sind aufs doppelte gestiegen. Nach monatelanger Ferienpause trat der Neichswat heute nacht zu einer Sitzung zusammen. Wenn die Regierung nicht nachgibt, schnnt die Katastrophe unvermeidlich. Die Leiter der Vrivat- banken konferierten wegen der Schließung ihrer Bureaus. Moskau, 27. Okt. freute stellten das Wasserwerk, die Straßenbahn und die Gasanstalt den Betrieb ein. „Zum Schutze der friedlichen Einwohner" sind in der ganzen Stadt Truppen ausgestellt, welche sich bei der kleinsten Vvlksansammlung und bei dcn geringsten Anzeichen einer verbrecherischen Absicht mit scharfen Patronen schießen dürfen. Nowotscherkask, 27. Okt. Eine hier abgehaltene Volksversammlung wurde durch die Polizei aufgelöst, wobei viele Personen verwundet wurden. Reval, 27. Okt. Ausständige haben unter frurrarufen die Waffenläden gestürmt und sich in den Besitz von Revolvern und Gewehren gesetzt. Riga, 27. Okt. Gestern drangen 6 beiwffnete Männer in bie frib'-ucr Filiale der Moskauer internationalen frandelsbank ein und raubten 35 000 Rubel. 5 Räuber wurden fest- gehüten und bei ihnen 20 000 Rubel gefunden, der sechste entkim mit 15 000 Rubel. Tie Telegraphisten und Ver- Uhräbea mten auf den beiden hiesigen Bahnhöfen sind in den Streik getreten. Infolgedessen wurden die Bureaus der Riga-Oreler Dahn geschlossen. In den russischi-baltifchcn Waagon- Fabrikcn sanden Demonstrationen statt. Anläßlich einer Haussuchung in Ronneberg wurden van den Revolutionären ein Kvsaken-Ofsizier getötet, der Gehilfe des Kreischess und Baron von Strvk schwer verletzt. Die Täter enthnicn. Warschau, 27. Okt. frier ist der General-Ausstand -rklärt worden. Morgen wird alles geschlossen. Für die Stadl ist der dritte Grad des Kriegszustandes erklärt worden. Noch n dyt Uhr abends soll sich niemand mehr auf der Straße zeigen, freute überfielen Streikende den Bahnhof der Warschau-Wiener Bahn, den sie in Flammen setzten. Tie Feuerwehr weigerte sich, den Brand zu löschen. Erst das herbü- geholte Militär vermochte sie zur Aufnahme der Löscharbeiten zu zwingen. In der Stadt herrscht große Panik. F-ortwährend finden Zusammenstöße mit dem Militär statt. Die Telegraphen- leitungon sind sämtlich 'zerstört. In der letzten Nacht brach in dcr hiesigen Telegraphenstation Feuer ans. Es gelang des Feuers frerr zu werden, doch war der Depeschenverkehr zehn Stunden lang unterbrochen. Alle Fabriken stehen still. Für die Schließung aller Gcschastslokale ist eine lebhafte Agitation im Gange. Lodz, 27. Okt. Der Generalausstand aller Arb'iter bat auch hier heute begonnen. Ferner wurde der (Meneralffrri! in Pabianiee proklamiert. Dabei Tarn es zu eiiwm Zusammenstoß. D'-s Militär gab Feuer und tötete oder verwundete viele Personen. 2 Tote und 14 tödlich Verletzte blieben aus dem Platz. — Die Straßenbahn steht hier still. Infolge der Einstellung d's Eisenbahnver'clws ist Lodz von der Außenwelt a b g e s cb n i 11 e n. Seit zwei Tagen ist keine Post oingotrossen. Nahrungsmittel, Petroleum und Kohlen steigen im Preise. Bromberg, 27. Okt. Nach einer Bekanntmachung der Eisenbbn-Direktion ist der gesamte Personen- und Güterverkehr bis Mexandronw und Wilna eingestellt. Aus der Weichselkkihn ist der Güterverkehr bis Sosnowiee ein- gestellt worden. Die getrennten Aotbländer. Stockholm, 27. Okt. Der König hat an den Präsidenten des Storthing folgendes Schreiben gerichtet, worin es heißt: „Nachdem ich Norwegen als vollständig non jScfavciwm getrennten Staat anerkannt habe, benachrichtige tu- Sie, daß ich beschlossen trabe, auf die Krone Norwegens zu verzichten, die mir tro^ meines guten Willens im Laufe der Jahre i'otiele bittere Sorgen bereitet hat. Ich wünsche aber dem Lande und dem Dol.e nur (ty-ted. In Anbetracht der Wendung, welche die Dezieb'.ingen dr beiden Laub r zu eiuanb c genommen haben, kann ich nicht glauben, daß es für das Glück Schwedens und Norwegens nützlich wäre, wenn ein Prinz meines Hauses eine Mahl zum Könige Norwegens an- uähme. In beiden Ländern würbe es sicherlich nicht ausbleiben, daß Mißtrauen sich erhöbe, das sich ebenso gegen ibn, ro i e gegen m i ch wenden würde. Dieses Misttrauen könnte nur zu leicht ein Hindernis roerben, für die Besserung der gegenseitigen Beziehungen der zukünftig leider getrennten beiden Völker. Ich kann also das Anerbieten des Storthings nicht annehmen." Der König hat im heutigen Staatsrate beschlossen, von jetzt ab folgenden Titel zu führen: »Wir Oskar, König der Schweden, Goten und Wenden von GotteS Gnaden." — Ferner erklärte der König, daß er nach der nunmehr erfolgten Auftöfung der Union mit Norwegen von heute ab anstatt deS bisherigen Wahlspruches .Dem Wohle der Brudervölker^ folgenden Wahlspruch annehmc: .Dem Wohle Schwedens". Christiania, 24. Okt. DaS Storthing trat heute zu einer Sitzung zusammen. Der Präüdent verlas mit be* wegter Stimme die Antwort des Königs.Oskar, die von der Versammlung stehend angehört wurde. Sodann ersuchte der Minister deS Aeußern, Loevland, die Beratung des Gesetzentwurfes der Negierung über die zukünftige Staatsform und den Vorschlag der 10 Storthingsmit- glieder über die Volksabstimmung auf morgen zu vertagen. Deutsch-Afrikanisches. In S ü d w e ft a s r i k a wurde ein Angriff der Witboi-frotten- totten abgeschlagen durch Major Lengerke. Tie Verfolgung wird fortgesetzt. Das „framb. Fverndenbl." veröffentlicht den Wortlaut der Eingabe, die die Kameruner fräuptlinge wegen der Verwaltungs-Methode des Gouverneurs Puttkamer an den Reichskanzler und den Reick-stag gerichtet frben. Das umfangreiche Schriftstück, das> «am 19. Juni aus Bonaku auf Duala-Land abgesandt wurde, zählt 24 Fälle auf, die den Eingeborenen Anlaß zu Klagen gaben. Zu den Unruhen in Deutsch-Ostafrika wird in einer Zusckrrift an die „Frkf. Ztg." erklärt, daß die Missionare am Kilimandscharo bereits vor vielen Monaten eine vertrauliche Eingabe an das auswärtige Amt gerichtet haben, worin sie auf die Gefalw eines blutigen Aufstandes infolge verschiedener Maßnahmen bingennefen haben. Dieser Bericht sei aber nicht beachtet worden. -2ltts!and. Paris, 27. Okt. Tic Trin ksprü che des deutschen Kaisers erregten hier unliebsames Aufsehen. Tie gesamte Presse gibt sie wieder und die meisten Blätter knüpfen b'Taii Kommentare, ans denen hervorgeht, daß die Trinksprüche als Beweis für die immer behauptete kriegerische Neigung in Deutschland zu gelten hätten. (Welcher Unsinn! D. RetO Lissabon, 27. Okt. Loubet ist heute hier einge- lroffen und am Bahnhofe von dem König, dem Kronprinzen re. empfangen worden. — Im Schloß von Belem wurde Loubet von der Königin empfangen. Nach dem Frühstück stattete Loubet dem Herzog von Oporto einen Besuch ab und begab sich dann in die geographische Gesellschaft. New-Orleans, 27. Okt. Der .Dampfer .Magnolia", auf dem sich Roosevelt befand, stieß in der letzten Nacht nut einem Obstdampfer zusammen. Die .Niagnolia" lief schwer beschädigt auf den Strand. Der Präsident blieb unverletzt und setzte die Fahrt den Mississippi abwärts auf einem anderen Dampfer fort. «Lallt-rvirlschtrstticher Verein für den K«eis KicßtN. ][ Gießen, 27. Oktober. Ter lanbro. Verein für den Kreis Gießen h-ielt gestern nachmittag im Easö Ebel eine gut besuchte Hauptversammlung ab. Provinzialdircktor Gehcimerat Tr. B r e i d e r t stellte den Leiter der neu errichteten landwirtschaftlichen Winterschnie zu Li/', Herrn L^ndwirtschafts* lehrer Oekonomicrat Weitzel, vor und bat, daS neue Institut zu t-nterstützen. Tie Anstalt wird bereits am 7. Nov. eröffnet. Nach den bis jetzt eingelaufenen Meldungen scheint der Besuch gut zu werden, lieber den Stand der neu- begründeten fr a u s h a l t i> n a s s ch u l e referierte Negierungsrat Tr. Wagner. Tie Schule ist nach dem Vorbild des Kreises Wetzlar eingerichtet und soll eine fogenonnte Wanderschule sein, die nacheinander in den Orten des Kreises jährlich etwa drei Kurse abh'ilt. In d"m Kursus, der sieben Wochen bauert, werben Mädchen und Frauen in allen häuslichen Arbeiten, wie Koch-'n, Nähen. Bügeln usw. unterrichtet. Es ist gelungen, m der Person des t^räulcinä Mutschler ans Ladenburg eine erfahrene Lehrerin zu erhalten, die bereits in nieimet Weise im .Kreise Simmern tätig gewesen ist. Zu dem ersten Kursus hat sich Großen- Linden gemeldet, 2.1 Frauen und Mädchen nehmen daran teil. Ein zweiter Kursus ist berei.s gesichert. — Prof. Tr. Gisevius hielt einen Vortrag über „Gemüsebau in Oberhessen" und erntete für jeute hochinteressanten und lehrreichen Ausführungen reichen Beifall. Ter Redner fiifyrte etwa folgendes aus: Ter Gemüsebau habe eine besondere Bedeutung im landw. Betrieb als Feldgärtnerci. Ter Gießener Gemüsemarkt werde größtenteils von auswärts, besonders von Sachsenhausen, beschickt. Tie Hauptabnehmer des Gemüsebaues s i?n die Iwuiävieor-e:m .'il.ein'and und Westfalen. Tie Meinung, daß der Gemüsebau in erster Linie von Klima und Boden abhängig sei, sei nicht zutreffend, man müsse nur verstehen, rechtzeitig zu pflanzen. Daß das Klima nicht ausschlaggebend ist, sehe man an Erfurt und Quedlinburg, die bcheutend weiter nördlich liegen als Gießen. Tie Rentablfttät des Gemüsebaues stehe außer Zweifel. Wo 0'^emüsebau getrieben werde, da seien auch die Feldpreise sehr gestieom und das Einkommen der Landwirte habe sich sehr erhöht. Gerade die llmgegcni von Gießen mit den hohen Bodenprcisen sei genötigt, ihr Gelände intensiv zu bewirtlchaften und zum Gemüsebau sei Gießen ein großes Absatzgebiet. Auch mit Rücksicht darauf, daß kleine Parzellen für Llckerbau schwer zu bearbeiten sind, empfehle sich die Feldgärtnerei. Im Felde sei der Gemüsebau vor Schädlingen, wie Schmetterlingen und Raupen, viel sicherer aV im Garten. Ter Redner stellte bezüglich Organisation und Einrichtung des Gemüsebaues folgende Forderungen auf: 1. Es muh für einen guten Mittelböden, Lehm und Sand, der sich ja in unserer Gegend vorsindet, gesorgt werden. 2. Starke und kräf.ige Tüngung muß stattfinden, zu empfehlen sind Ovuckje, schwefelsaurer Ammoniak, Ehilesalpeter und andere stickstofsreiche Dünger, sowie Kompost- und Gründüngung. 5. Tie Bearbeitung des Bodens, sowie Ausrottung des Unkrauts muß gründlich geschehen. 4. Mit Rücksicht auf den Absatz ist die Lieferung von Frühgemüse erforderlich und dies erfordert ein Antrciben und Ankeimen der Saat. Kartoffeln können im Zimmer ober Stalle zum Antreiben gebracht werden, Bohnen und Salat verlangen die Anpflanzung tn Frühbeeten. Eine Früdgrube könne man mit geringen Mitteln anlcaen. 5. Tie Pflanzen müssen umgepflanzt und pickicrt weroen, dadurch werven Wurzelbildung und Wachstz.im gefördert. 6. Tie Behandlung muß so sein, daß es die Hausfrau gern kauft, das Gemüse muß zart und weich sein und dies erreicht man durch Bleichen. 7. Um Wintcrgemiise liefern zu können, muß das Gemüse mit Wurzeln im K.ller oder in Gruben aufbewahrt werden. 8. Um den Gemüsebau recht rentabel zu machen, muß Vor-, fraupt- und Nachsrucht gezogen werden. Redner wendet sich bann zur Auswadl bet richtigen Sorten, bie je nach Bodenbeschaffenheit ausgewählt werden müssen. Tas Feld muß in drei Teile geteilt werden in Anbetracht der Pflanzen, die starke, mittlere und nur geringe Düngung verlangen. Nach Aberntung der Beete müsse sofort Nachfrucht gepflanzt werden. Unffangreiche Versuche über Gemüsebau seien dem landwirtsckjastlichen Institut in Anbetracht der Mittel nicht möglich. — Geheimerat Dr. Breid er t sprach Tank ans und forderte die Landwirte zur Verwirklichung des Gehörten auf. — Bürgermeister Leun- Großen-Liuden wünscht die Anstellung einer zweiten Lehrerin zur Haushaltungsschule, worauf 'Regierungsrat Tr. Wagner erwidert, daß man dies erst dann für an gezeigt erachte, wenn das neue Institut sich einmal richtig entfaltet habe. eAliä gtaüt lillO fll»ö. Gießen, 28. Oktober 1905. " Ordensverleihungen. S K. L). der Großberzog haben dem Güterbodenarbetter in der Hefsisch-Preußiichen Eisenbahngemeinschaft, Heinrich Georg Neidlinger zu Wormß, aus Anlaß seines Ilcbertcitts in den Ruhestand daS Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift,Für treue Arbeit^ verliehen. •• Lehrerpersonalien. Bestätigt wurde der von dem Fürsten unt) ©raren zu Erbach-Lchönlrerg auf die Lehrer- 'teile an der Gemeindeichnle zu Lautern, im Kreise Bensheim, präsentierte Cchulamtsaspirant Friedrich Wilhelm et)er aus Frankfurt a. M. für diese Stelle. Uebcrtragen vurden beni Schullehrer Franz Nikolaus Schnitzler zu Finthen und dem Schullehrer Johannes Wehrheim zu Butzbach Lehrerstellen an der Gemeindeschule zu Bad-Nau- Heim, dem Schullehrer Adam Mader zu Biebesheim, Kreis Groß-Gerau, eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Nauheim, in demselben ft teile; dem Schullehrer Ludwig Seip zu Beltershain eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Geiß-Nidda, Kreis Büdingen. In den Ruhestand verseht würbe bet Schullehrer an der Gemeindeschule zu Beienheim, Kreis Friedberg, Heinrich Steitz, auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner lanajährigen freuen Dienste, mit Wirkung vom 1. November 1905. '* Erledigte Lehrerstelle Die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Mai bach, Kreis Friedberg. Mit der Stelle ist Organisteu- unb Lektordienst verbunden. Ihrem Inhaber kann eine Ortszulage bewilligt werden. ** Zum Fall CheNus. Eine«in der „Frkf. Ztg" enthaltene Notiz, wonach Geh Oberbergrat Chclius von der „Irrenanstalt der Gießener Universität" nach Darmstadt ins Untersuchungsgefängnis abg.führt worden sei, entspricht nicht den Tatsachen. CH. befand sich niemals in Gießen zur Untersuchung s.ines Geisteszustandes ■ und befindet sich nach unseren Informationen noch im Landeshospital Hofheim. • * Promenadenkonzert findet morgen vormittag x2 Ubr in derSüdanlage statt mit folgendem Programm: 1. Ouvertüre zum Liedersp. Franz Schubert von Supp'-, 2. Saharet! Va se lerne von Morena, 3. Fantasie aus „Hänsel und Gretel" von Humperdinck, 4. »Der Mollwitzer. Armee-Marsch Friedrich der Große. • • Die Gemälde-Ausstellung am Brand ist nunmehr von morgen Sonntag an wieder geöffnet und zwar täglich mit Ausnahme Samstag von 11 — 1 Uhr, Mittwoch auch noch von 3—5 Uhr nachmittags. An Sonn- und Feiertagen ununterbrochen von 11 —3 Uhr nachmittags. Eintritt für Nichtmitglieder des Kunstvereins an Werktagen 50 Pfg., an Sonn- und Feiertagen 20 Pfg. Die Liste zum Einzeichnen als Mitglied des Kunstvereins, liegt in dem Aus- stellungSsaale offen. * • St adtt Heater Gießen. Der amüsante Schwank .Niobe" von Harry und Paulton, der gestern abend vom Gießener Stadttheater in der Blumenthal'schen Bearbeitung gegeben wurde, hatte ein sehr zahlreiches Publikum angelockt, daß sich bestens amüsierte. Die Wiedergabe, die der Schwank hier erfuhr, kann als gut bezeichnet werden, wozu vor allem die Vertreterin der Titelrolle, Frau Bayr- ham m er, durch ihr heiteres Spiel beitrug. Aeußerlich schon für die Nolle vorzüglich geeignet, verstand sie es ausgezeichnet, die Würde der nach 3000 Jahren wieder zum Leben glirückgekehrlen Königstochter in Haltung und Sprache entsprechend zur Darstellung zu bringen und dadurch, ohne zu stark aufziitragen, den drastischen Gegensatz zu den übrigen der Gegenwart ongehärenden Nollen bestens herauszukehren. In dem in Ermangelung eines sonstigen wirksamen Schluffe- dem Stück ziemlich unmotiviert angehängten Epilog hatte sie außerdem Gelegenheit, ihr Talent als Deklamatorin in bester Weise zu zeigen. Herr Lippert bildete als Vetsicherungs- direktor Dünn ein köstliches Gegenstück zu der zur Gouvernante degradierten Niobe. Durch seinen trockenen, schlagfertigen Humor und sein gewandtes Spiel wurde er dem komischen Charakter dieses leidenden Pantoffelhelden bestens gerecht. Die dritte charakteristische Figur des Stuckes, Dünns Schwester Helene, war durch Frl. Fischer sehr angemessen vertreten und auch Herr Goll stellte den Griffm entsprechend dar. Herr Witt mann gab bei sonst guter Darstellung seinem Lord Tomkins vielleicht etwas zu viel vom Gelehrten. Einen allerliebsten vorlauten Backfisch gab Frl. Schellenberg und auch die kleineren Rollen ivaren in entsprechender Weise durch die Damen Millar (Karoline Dünn'), Schütz (Beatrice), Sand (Magda Miston) und Ruf (Molly), sowie die Herren Nanninger (Innings) und Stauff (P. Siloks) vertreten. In Anbetracht der Bühnenverhältnisse würde c* sich bei Wiederholungen des Stückes empfehlen, wenn du Regie ans die äußere Kennzeichnung des Traumbildes von Peter Dünn durch das Herablassen eines durchsichtigen Prospektes verzichten würde. • * Das Konzert unserer Regimentskapelle in Steins Saalbau beginnt bereits uni 4'/2 Uhr. Besonders fei aus dem reichhaltigen Programm auf das reizende Stimmungsbild für Orchester Ober-Wald-Haus aufmerksam gemacht, das unseren bekannten Landsmann o. Bari zum Komponisten hat. "'Die gestern verhafteten Geldnepper, Graad ai«s Berlin, Rausch aus Sömmerda und Kranke von Leipzig, wurden in Untersuchungshaft genommen. Sie besaßen sämtlich 20-Markstücken ähnelnde Münzen und sonstige Sachen, woraus zu schließen ist, daß c5 gewerbsmäßige Betrüger sind. Einer erscheint identisch mit einem von bei Staatsanwaltschaft Heidelberg verfolgten „Geldnepper". Außerdem liegen Verdachtsgründe vor, daß zwei der Verhafteten die beiden Einbrüche in der Nacht vom 25. auf 26. L Mts. in den Geschafssläden von Bach und Elsoffer begingen. ** Die gestern geländete Leiche wurde als diejenige des 29 Jahre alten Invaliden Karl Freitag von hier akognosziert. Derselbe entfernte sich gestern mittag auS feiner Wohnung, angeblich um einen Spaziergang zu machen. Er hat sich an der Lahn die Pulsader zu durchschneiden versucht und sich dann in die Lahn gestürzt. Das Motiv zur Tal ist nicht bekannt. • • 91 uf die im heutigen Kreis blatt veröffentlichte Belanntmachung, betreffend die diesjährigen Herbstkontroll-Versammlungen seien die dabei beteiligten Leser b efonders hingewiesen. * * Aus dem Bureau b e 5 Stadtthcaters wird uns geschrieben : Morgen, Sonntag findet nachm. 3 ’/2 Uhr als Fremdenvorstellung eine Aufführung des bekannten und beliebten VolkSslückes „Die Herren Söhne" statt. Am 9lbend findet die erste Wiederholung der neuen Komödie „Kater L a in pe" von Em l Rosenow statt. Das überaus charakteristische und heitere Werk hat mit seinem gelungenen Milieu bei der Erstaufführung hier wahre Heiterkeitsstürnn entfesselt und die Kritik hat Werk und Aufführung aufs wärmste anerkannt. Zweifellos dürfte die 9louität sich für das SonntagSpublikum als ganz besonders geeignet erweisen, das heitere Stucke bevorzugt. ** Falsche Nachricht. Eine Frankfurter Korrespondenz verbreitet folgende Meldung: Gelnhausen, 27. Cft. Hier wurde der Schachtmeister Wilhelm Lotz aus Gießen feftflenommen, der in der vor neu Wocbe der an der G i e st e n e r G a s l e i t u n a orbcilenben Girina Olq u. Co. aus Saarbrücken mit 1 4 0 0 0 M k. Lohn- Feldern durch gebrannt war. 4000 Alk. halle er bereits ausgegeben. Diese Nachricht ist durchaus unzutreffend. Die hiesigen Gaswerke stehen mit der genannten Saarbrücker Firma in keinerlei Verbindung, und ein Schacht meist er Lotz ist hier gänzlich unbekannt. Offenbar liegt eine Orts- oerwechselunq vor. ^l.L. Lang-Göns, 27. Okt. Bei der heute stattgefundenen Beigeordneten-Wahl wurde Beigeordneter H. Henrich zum drittenmal gewählt und zwar ein» stimmig. IA. Nidda, 27. Okt. Die Tage, die unS das weithin bekannte ftriegsfestspiel „Der d e u tsch - f r an z ös. Krieg 1 8 7 0 7 1" von Werning sehen zu können, ermöglichen werden, rucken rasch näher, Und die Vorbereitungen z»l den Aufführluigen, welche am 12., 14., 15., 16. und 17. ds. Mts. im Schwalmschen Saal stattfinden werden, befinden sich im vollen Gang. Zur Förderung dcS patriotischen Unternehmens .st em Ehrenausschuß gebildet werden, neben welchem ein Festausschuß ins Leben gerufen worden wird, der sich mit den Vorbereitungen befassen wirb. Es konnnen 31 lebende Bilder zur Darstellung, die durch den Vortrag einer patriotischen Dichtung und Musik unter einander werden verbunden werden. Die großen Erfolge deS Festspiels und seine fesselnden Reize werden gewiß olle Patrioten zum Besuche der Lliifführungen veranlassen, zumal der Weingewinn zu patriotischen und wohltätigen Zwecken bestimmt ist. 9luf auswärtige Besucher ist bei Bestimmung der Aufführmigszeiteu Rücksicht genommen, so daß dieselben die letzten Abendzüge zur Heimfahrt benutzen können. § Köddingen, 27. Oktober. Ein Mann aus Helpershain erhängte sich heute nacht in unserer Gemarkung an einem ftirschenbaum. Ter Verlebte befand sich anfangs der 60er Jahre und ist — wie man annimmt — infolge unglückseliger Führung eines Prozeßes in den Tod gegangen. "Aus dem Vogelsberg, 28. Okt. Die Prophe leihung von dem frühen Winter ist bei uns leider in Erfüllung gegangen. Ans dem hochgelegenen Teile unseres Gebirges ist eine flotte Schlittenfahrt im Gange, dir Post Schotten—Ulrichstein—Engelrod bewegt sich bis zm Schneegrenze auf Rädern, um sich dann auf dem letzten Tei! der Strecke des Schlittens zu bedienen. Und dabei ist erst am nächsten Montag der sog. „kalte Markt" in Ortenberg. Viele Landwirte haben noch einen großen Teil ihrer Kartoffeln stecken. Hoffentlich wird der Frost nicht stärker, sonst cifvieren die Kartoffeln auf dem Licker. Mit der Herbstsaat wird eS überhaupt vorbei sein. Trotz des früh eingetretenen Winterwetters sieht man noch sommerliche Gäste — — die Schwalben. Wahrscheinlich ist ihnen die Reise durch di. Schweiz auch zu kalt. () Heldenbergen, 27 Okt. Zur Erleichterung des '.cts wachsenden Verkehrs werden auf dem hiesigen Bahn- Hof gegenwärtig Personen Unterführungen her- gestellt. Tie neue Strecke Stockheim—Heldenbergen hat viel Vertehr mit sich gebracht. T a r m st a d t, 27. Okt. Die hessischen Bürgermeistereien sind nach der „Tarmst. Ztg/' beauftragt worden, demnächst Erhebungen darüber anzustcllcn, wieviel über drei Monate alte Ochsen, Bullen, Kühe, Rinder und Stiere nach den im Jahre 1904 gemachten Erfahrungen • on den D'eh besitzen: aus eigenem Bestände durchschnittlich jährlich zum Sch rächten veräußert worden uib. Tie torgehniffe die,er Erhebungen werden vom M'ni- terium des Innern weiterverarbeitet, um einen lieber» blick über die Z.hl der nach dem Gesetz über die staatliche SchlachtviehverSicherung zu virsichernden Tiere zu gewinnen. sd. Darmstadt, 27. Okt. Die hiesigen Gewerbe- gerichtswahlen gingen gestern abend zu Ende. Bei den Lvahlen der Arbeitgeber beteiligten sich von den 2040 in die Liste eingetragenen Wahlberechtigten 182. Die von den organisierten Gewerbetreibenden aiifgestellten 18 Kandidaten würben glatt gewählt, ba anbere Kandidaten nich! nominiert waren. — Am nächsten Dienstag vormittag erfolgt Die Grundsteinlegung zur Pauluskirche, die im Stadtteil Bessungen errichtet wird. — Wie verlautet, wurde . n der gestrigen Sitzung der Bäckerinnung beschlossen, den Brodpreis um 10 Pfennig für den Fünfpfrmdlaib zu erhöhe n. Mainz, 27. Okt. Ter in den 60er Jahren stehende Prokurist der Mainzer O-derwerke, Herr Luaust Ott, hat vorgestern jein? Famili? verlassen und ist seitdem verschwunden. Alle Nachfor,chu.rgen waren bisher erfolglos. Wie d. C. Z. versichert, hat sich der Verschwundene, der in letzter Zeit hochgraoig nervös war, geschäftlicher Verfehlungen in keiner Weise schuldig gemacht. Mainz, 27. Cft. Im benachbarten Weisenau wurde in der Behausung des Lehrer Zahn ein Einbruch verübt, wobei 660 Mk. Kirchenaelder gestohlen wurden. Alsbald kam ein Schneider in Verdacht und wurde verhaftet. Jetzt hat sich herauSgcstcllt, daß der eigene Sohn des Lehrers, em 19 jähriger Kommis, den Einbruch verübte. Das Gelt wurde m einem hiesigen Geschäft, in dem der junge Mann tätig ist, in seinem Pulte versteckt aufgefunben. (F. Z.) sc. Frankfurt a. M.. 27. Oft. Gestern abend wurde der Taglöhner Wilhelm Müller von einem umstürzenden, mit Bohlen beladenen Wagen erschlagen. M'.lrer ging neben d?m hochbeladenen Wagen, der an der steil abfallenden Einfahrt zum Neubau des Postamtes am Hohenzollern- platz ins Rutschen kam unn bann umfiel. [] Biedenkopf, 27. Okt. Ein Gefährt der Dampf» Ziegelei Ritter in Wallon wurde gestern abend bei Laasphe von einem Güterzug der Marburg-ftreuzthaler Bahn überrannt und demoliert. Die Pferde kamen unverletzt davon, weil sie sich loSgeriffen hatten. Der schwerverletzte Knecht wurde iin Tragkorb fortgelragcn. * Kleine Mitteilungen cue Hessen und den Nachbarstaaten In Mainz stürzte bei Bauarbeiten in dcr Scl'v'fcrhos.Bcauerei ein verheirateter Monteur der Firme .v'.irimann in r»fsenbacn in einen 15 Meter tiefen Schacht und • »t o b a 3^©^ n i d. — Die Stadt Offenbach ist dem deutschen Ltädtetag beigetr.tcn. — In Groß-Gerau ging die Apotheke des Ernst Mhn um 300 000 Mark an Gustav Reitz-Darmstadt über. — In Hillesheim wollte die ctn>a 50 Jahre alte Fr^nuska Maver, Schwester des Frnchthändlcrs M. M..yer. vom Scheunengcrüst Heu holen. Taber tat sie einen Fehltritt, fiel aus beträchtlicher Höhe in die Tmne und blieb -nf d»r Stelle tot. Hessisches Kcjmaipfl'ge- unb AolLslrachlerilesi. Zur Vorbesprechung des „Heimatpflege- und Volks, trachtenfestes", dos, wie bereits mitgeteilt wurde, im nächsten Jahre in Butzbach stattfinden soll, waren dieser Tage im Rathausfaale zu Butzbach eine Anzahl Herren versammelt. Den Vorsitz führte Kreisrat Fey von Friedberg, der ein allgemeines Programm bet Veranstaltung entwickelte und der damit verbundenen Absicht, den guten Kern im Volke, die Heimatliebe, gute Volkssitten und -Gebräuche zu erhalten und zu fördern, Ausdruck gab. Es wurde beschlossen, einen historischen Fe st zu g mit Trach tengruppen, ein Festspiel mit Darstellung von Volkssitten und -Gebrauchen, sowie eine Ausstellung, die das hessische BauernhauS zur Anschauung bringen soll, zu veranstalten. Insbesondere soll dabei auf die Ausstellung des Wandschmuckes des hessischen Bauernhauses Gewicht gelegt werden, und eS sollen nicht allein gute alte Formen und Bilder, sondern auch die neuen Bestrebungen auf diesem Gebiete berücksichtigt werben. Die Herren auS den Landorten in der Umgebung Butzbachs, dem sogen. Hüttenberger Land, in dem namentlich die alten Trachten noch sehr große Verbreitung haben gaben ihrer lebhaften Freude über die Veranstaltung Ausdruck und stellten alle Förderung derselben in Aussicht. Das Gleiche versicherte Bürgermeister Küchel-Butzbach. Dekan Strack-Leihgestern, der sich um Erhaltung der alten Trachten schon sehr verdient gemacht hat, der Denkmalpfleger, MuseumSassistent Dr. Müller aus Darmstadt, ferner der Vorsitzende des Vereins für hessische Volkskunde, Professor Strack, sowie der Vorsitzende des KeschichtsvereinS Butzbach, Medizinalrat Tr. Vogt, und Lehrer Weide gaben au8 ihren Erfahrungen dankenswerte Anregungen für die oergebenen Veranstaltungen. Als Vorsitzender des Komitees würbe Kreisrat Fey, als Stellvertreter Dekan Strack und Bürgermeister Küchcl-Butzbach gewählt. In den gefchäfts- ■ührenben Ausschuß wurden gewählt: Professor Wämser Vorsitzender), Medizinalrat Dr. Vogt, Lehrer Weide, Hauptlehrer Storch, Straßenmeister Metzger, und diese bevollmächtigt, weitere Herren in den Ausschuß zu kooptieren. Auch sollen einheimische und auSwärtigeftünftlerfür die Veranstaltung inteveiürt und mit einer Anzahl von Vereinen, von denen Förderung der Sache zu erwarten ist, in§ Benehmen getreten werden. Unter anderem soll auch der Odenivaldklub gebeten werden, 'ich bei dem Feste durch Entsendung einer Trachtengruppe zu beteiligen. Da die altertümliche Stadt Butzbach mit ihrem von alten Gebäuden umrahmten Marktplatz, mit ihren malerischen Straßen und intereffanten alten Baudenkmaleu, sowie ihrer günstigen Verkehrslage sich für die Veranstaltung hervor- ragenb eignet, da außerdem eine gut gelegene, sehr geräumige Testhalle vorhanden und in der Umgebung Butzbachs sehr viel historischer Smn und Sinn für die Erhaltung alter Trachten in der Landbevölkerung vorhanden ist, darf man auf ein gutes Gelingen des sicher in weiten ft reifen Interesse erweckenden volkstümlichen Unternehmens hoffen. Dcrmild^tcs« • Der reichste Berliner ist dem „Confektionair" zu- olge Herr v. Goldschmidt-Rothschild, ein Enkel besetzten Frankfurter Rothschilds, aus der Ehe von dcffen einziger Tochter mit dem Frankfurter Bankier B. H. Goldschmidt und Öaupterbe seines Riesenvermögens. Herr v. Goldschmidt- Rothschild gedenkt sich vorläufig in der Reichshauptstadt iiiederzulaffen. * Ter Bauer Moltke. $n einem Artikel zur Ent» hüllung des Moltke-Denkmals in Berlin erwähnt die .Deutsche Taaesztg.", daß Graf Hellmuth v. Moltke dem deutschen Bauernbund, welcher her Vorläufer des Bundes der Landwirte War und nachher in ihn überlangen ist, sehr nahe gestanden hat. Er gehörte dem Bauernbund nicht nur als Mitglied an, sondern hat auch dessen Bestrebungen bis zu seinem Tode immer mit Rat md £at unterstützt. Noch bei der Feier seines letzten Geburtstages antwortete er auf einen Glückwunsch des Bundes durch folgendes Telegramm: „Herzlichen Dank und glücklichen Erfolg unseres gemeinsamen Strebens. Graf Moltke, Bauer." ♦ Kleine Tageschroni k. Der Schiffer Witzle au8 Tolkemit (Westpr.) ist an Bord seines SchoonerS „Auguste" nor Danzigerhaupt an her Weichsel unter Cholera- Berda cht gestorben. — In Schweidnitz wurde der Wachtposten am kleinen Exerzierplatz Dienstag nacht durch 2inen Schuß an der Hand verwundet und Mittwoch nacht mit Ziegelsteinen beworfen. Beide Male feuerte dcr Posten, an- 'cheinend ohne zu treffen. — In Zurich wurde ein nach Unterschlagung von 23 000 ftr. aus Wien geflüchteter höherer Eisenbahnbeamter verhaftet. Heber 19 000 ftt. wurden noch vorgcsunden. — In Auxerres (Frankreichs entstand im Staatsgefängnis eine Meuterei. Ein Gefangener schlug cinenWächter mit einem Wasserkrpge nieder, während ein nberer versuchte, ihm die Schlüssel zu entreißen. Durch die Hilferufe des UeberfaHenen kamen andere Wärter herbei, denen -§ getena, die Meuterei im Keime zu ersticken. Lunll unö Wi enlch'ijt 3) Gegen Anton Ohorn? Schauspiel „Die Brüder von St. B e r n b a r b" das demnächst auch bei uns in Gießen zur Aufführung kommen soll, erhebt die k a t h o l i! ch e G e i st l i ch k ei t des Kreises Glogau öffentliche W a r n u n g e n. Das S tück ivurbe im dortigen Stadttheater gegeben und hatte, wie an den meisten Bühnen, aus denen er bisher erschien, einen geräuschvollen äußeren (Molfl. Der Protest lautet: .Bei aller Anerkennung der Leistungen des Glogauer Stadt- theaters bedauern die Unterzeichneten sehr, daß die Direktion in letzter Zeit ein Stück auf ihr Repertoir gesetzt hat, welches das religiöse Empfinden eines jeden Katholiken ’rfiwer verletzen muß da dasselbe gegen das Klosterleben gerichtet ist und somit in eine Institution emgreift, die historisch hochverdient und allen ftaiho- hfen wert und teuer ist. Wir sprechen daher die Erwartuna^mS, daß alle Katholiken von Glogau Stadt und Umgegend betamgen Aufführnnfl fernbleiben." Der Erfolg dieser Wariiiing, so lesen wir in Berliner Blättern, ift, daß eine »msogrößeie Zahl von Personen die Auffübruiifl be- 'ncht. So kommt das Stück zu einer wirksamen Reklame. — Aus Darmstadt wird berichtet: „Die Brüder von St. Bernhard" ianden bei ihrer ersten Aufführung im hiesigen Hostheater lebhaften Beifall. Loehr und Vehrmann zeichneten sich besonder- aus. Alünchen, 27. Cft. Der Maler Johann Herterich, Vrostßor der hiesigen dlkademie der bildenden Künste, ist gestern im Alter von 62 Zähren gestorben. Er war der Lehrer feines bekamt- | teren Bruders Ludwig Heterich. «n ~ „tonen UM pdtrfW Vi ' 7i! von 27. cm •A1»'4 SÄ L renn vorläufia nm ?.Mfienbeleud)tunie n -•be heute keine « Fußball Inte cuf dem Trieb zu 1 srellt bem Cner^mer Lr«: BackHutltz t'Whi, §arry. Stur nn$ciienteiIJ Tas ef ttoh b'sscren Spieles Hub Germania spielt Gitfiener Dallspielklu Krioin 0era, 28. Okt. aütiter, über 300 tritt ruhen. itarlsruhe, i re* Kammer ron fft eöeieniciler Kra -irahirq III Obersck Madrid, 28. ! MaM anWi^ de DO bei W< Bei bts all. get den ein. nid Hal no ric be da tlc ZkUl Das lliarclien von der verdauungsbefördernden Wirkung des Bohnenkaffees wird von der modernen Wissenschaft aufs schärfste bekämpft. So bat Professor Schulz-Schulzen st ein in seinem geschätzten Werke: „Die Verjüngung des menschlichen Lebens" den sicheren Beweis dafür erbracht, „daß durch den Kaffeegenuß ein Stadium der Verdauung förmlich „übersprungen wird. Daher Kommt es, daß man nach einer Tasse Kaffee „bei gestilltem Plagen sich fast augenblicklich erleichtert fühlt, indem ein Teil „der noch unverdauten Speisen durch den Kaffeereiz vorzeitig in den Darmkanal „abgeht. Ts Kann ein so naturwidriger Eingriff in das walten der Natur „nicht ungestraft bleiben, und der Kaffee mit seiner reizenden, aber auch Krämpfe, „Schmerzen und Lähmung erzeugenden Wirkung übt sein Amt als Exekutor der „Strafe redlich aus. Das Heer von Zahn- und Kopfschmerzen ist größtenteils „vom Kaffee unter die Zahne gerufen. Za, der halbseitige Nervenkopfschmerz, „der mit dem Erwachen beginnt, sich allmählich steigert, fast unerträglich wird, „ist ein Erzeugnis, eine Nachwirkung des anhaltenden Kaffeegenusses. Denn „man findet diese Art Kopfschmerz nur bei früheren Kaffeetrinkern; auch wird „eine Tasse schwarzen Kaffees die Schmerzen stets palliativisch (b. h. nur die „Symptome, nicht die Krankheit selbst beseitigend) lindern oder abkürzen, der „deutlichste Beweis, welch starkes Arzneimittel der Kaffee ist.* wer also die dauernde Garantie für eine gute Verdauung und des daraus entspringenden Wohlbefindens haben will, der muß unter allen Umständen den regelmäßigen Genuß von Bohnenkaffee meiden. Kathreiners Malzkaffes bietet uns dafür ein wahres Gesundheitsgetränk, das gerade auf die Drgane des Unterleibes und speziell auf den wichtigen Prozeß der Verdauung, wie wissenschaftlich feststeht, eine durchaus fördernde, mild anregende Wirkung ausübt und auch nicht die geringste Störung der normalen Funktionen verursacht. Deshalb ist Kathreiners Ulalzkaffee, zu dessen hygienischen Vorzügen sich noch ein würziger, kaffeeähnlicher Wohlgeschmack, der ihm durch ein eigenartiges, patentiertes Verfahren mitgeteilt wird, gesellt, das denkbar beste, zuträglichste und angenehmste tägliche Getränk, vorausgesetzt, daß man den echten, d. h. den in geschlossenem Paket mit Bild und Namenszug des Pfarrer Kneipp, einkauft. Durch einen versuch überzeugt man sich sofort von den angeführten Tatsachen. Versteigerung. Montag bcn 30. b. Mts., nachmittags 2*/t Nhr, losten bahier Walltorstraße 6 lDarmstädter Haus): Haus- und .Rürbeugeräte aller Art, 1 Break, 3 P'erde, eine Nähmaschine, ein Sack Kaffee, 5 Flaschen Kognak, 25 Flaschen Südwein u. v. A. Zwangsweise gegen bar versteigert werden. 5584 Gießen, den 28. Oktober 1905. (seihet. Wm^fShnfhiphpr nachmittag? 2 Uhr, B5T8 versteigere ich im Bieker'schen Saale 34 wollene Jacken (Wamse) u. 12 Kinderhemden. Geißler, Gerichtsvollzieher Für Brandmalerei nnd Kerbschnitt empfiehlt stets eintreffende Neuheiten billigst 5360 ste&?tr- Wilb.RIüller. Im 4104 Ohampoonieren (Damen-Kopfwaschen mit Trockenapparat) empfiehlt sich Hermann Plank Witwe Spezial Damen-Frisiergeschäst KaplanSgafse 2. Gartengewehre, Revolver, Pistolen, Patronen u. Stockdegen in großer Auswahl bei Ad. Keinig Waffenhandlung, 5597 3 0 Seltersweg 30. Sfr:(fcn uns) 'Nriifti! vou Strümpfen wird gut u. billig besorgt. Frau Johanna Fritsch, 5161 Ludwigstr. 4. i ^onvttionei? > isrid, ein Enke! !< che von dessen eiG H, Goldschmidt r'. Herr v. Goldschick- der Reichshaupls^. nein Artikel zur Al- Berlin erwähnt w muth v. Mott e de° t der Vorläufer bt! achher in ihn ubn- hat. Er gehörte « an, sondern hat auc jobe immer mit >ier seines letzten lMvunschdesAn cken Dank und am a Strebens. v, Schiffer Winke g a SckoonerS I; *Ä{9 n°« ’■'* B äVs: ;SiW- ersti^^s-- «rüder vo! bei «^m.lstlichkess olil*e®e,£n§ ungem ie flii bf hi-", 9 nit ehr, da« b# f verletzen J jf,ii 'äm'er , „ in ftr. Ä-°-" 2 Ss» ,°i- '»«Sfr f IIN h,‘,,van fc.. ? et kR-t °i, I i nc *mb 91.,, 1 wurde iIM . Qren dies^ “äS Sorten in der Ihn. ^nd, ln Z r * Mcituni ^"antlaltun: '^' en m Aussch ^üchel.BntzbaL CihQltunq der alter ' d» Denlmchfl^ ^ltadt, ferner da ^olkskunde, Prosrsso- svereins B..tzb°L -^eide gaben auz mngen für die v«. tzender des flomilttf r Dekan Strack uni 3n den geichäst-, ' Professor 5Bamii[ Lehrer Weide, Haupt, >d diese bevollmachtiqt eren. Auch sollen ein- Veranstaltung inkteihd von denen ssörderun; uen getreten werben, dklub gebeten roerber. ner Trachtengruppe p Butzbach mit ihre» iplatz, mit ihren moli- Baudenkmalen, fow Veranllaltnng hervou ^legene, sehr geräumi:! gebung Butzbachs Id" ■ die Erhaltung olle anben ift, darf mc ■iten flreifen ßnteir ’ hoffen. KeriÄrslaal. Frankfurt a. M., 25. Okt. Auf Antrag der hiesigen Juwelier-Vereinigung verurteilte die Stra f k am m er den Kaufmann Louis Löwenthal, der als Angestellter emes Londoner Hauses unter großen Anpreisungen soaenannte L ueios-diamanten, aus Glas bestehend, feilbot wegen Beihilfe zum unlauteren Wettbewerb zu ,1000 Mark Geldstrafe^ Eine Skandalaffäre beschittrgte d^s Landgericht Wien. Ter Dniversitätsvrosessor der Bhnsiologie, Tr. Thwdor Beer batte sich wegen Sittlickck-''tsverbr"chen, beagngen an den Söhnen b'§ ifn befreundeten Negierungsrates Steger und des Advo- kiten Freund zu verantworten. B. hatte die Knaben häufig zu sich eingel'den, sie nackt vbotographiert, ihnen obfföne Bilder a-'eiat und sich dabei unsittlicher Handlungen an den Jungen schuldig gemacht. Nack-dem feine Schandtaten ruchbar wurden, fr-nnr B nach Amerika durch, kehrte aber wieder zurück, nachdem ein Steckbrief hm ter ihm erlassen wurde. Am 23. März v. I. f-hr bi' ft r a u Traf B^ers. der damals noch flüchtig war, tn r:ncr ^roschke vor b*§ Haus des Tt. Sieger. Ms vieler au5 b m H'use trat, versehe sie ihm mit den Worten: „Sie behaupten. meine Ehe "uglücrlich machen zu können?" mit einer Aeitveitsche mehrere Schläge ins Gesicht. DaS Ur» t.it des Gerichts lautete gea-m D^r auf 3 Monate Kerker bei sofartiger Verhaftung. Sein Vertreter meldete die Wichtig- chitsbeschwerde an. Tie Kammer, die nach der Urteilsfällung z ffam"'mtrat. beschloß Troselsor Beer gegen eine Kaution von 000 Kronen aus freien Fuß zu sehen. Drb iit'rl'eweqnng. Berlin, 27. Cftbr. Der AuSstand in der Berliner Wäschebranche ist beendet. Die Arbeiter erklärten heute ytbenb vor dem Einianngsamt, sich dem Schiedsspruch vom 24. Oktober zu unterwerfen. Eine Streikbewegung der kaiserl. Bahnbe- 6 i e n ft e t e n ist in Böhmen ausaebrochen. Sie erstreckt sich bisjctzt auf die Stationen der Trag-Durer-Bahn. Der Verkehr hat bisher keine ernste Störungen erlitten. Malmoe, 27. Cftober. Dia Arbeiter der städtischen Gaswerke find ausständig inkolae vou Lobnstreitiakeiteu. Das Gaswerk kann vorläufia nur für die öffentlichen Institutionen und die S'raßenbeleuchtung Gas liefern. — Die K utscher der Malmoerer ^Ich^erilifirungsaktienaesellschaft streiken wegen der Verabschiedung eines Kutfchers. Die übrigen größeren Milchgesellschasten fnerrten, um ihre Sympathie zu zeigen, die Arbeiter auS. Infolgedessen wurde beute keine Milch ausgefabren. Sport. Fußball. Interessante Spiele werden am Sonntag enf dem Trieb zu sehen sein. Der Gießener F.--K. 1900 stellt dem Offenbacher Klub folgende Mannschaft aeaenüber: Setfferth: BachPutlitz: H.Af, Bötz, Schelp-r: Stürmer T, Longhi, Sarrn, Stürmer II., Krause. (Näheres siehe im Anzeigenteil.) Das Spiel des letzten Sonntags verlor Gießen trotz besseren Spieles mit 0:2. Ter Offenbacher Fußballklub Germania spielt um 3 Uhr nachmittags gegen den (nießener Ballsvielklnb. (5)rtoina(-Pral)1mcfbnnfint. Gera, 28. Okt. Die Aussperrung der Stubl- »rbeiter, über 3000 Arbeiter, wurde vollzogen. Die Betriebe ruhen. Karlsruhe, 27. Oktober. Bei der Stichwahl zur sweiten Kammer wurden gewählt: In Stadt Freiburg II ber Sägenfeiler Kräuter (Sozialdemokrat); in Stadt Freiburg NI Oberschulrat Rebmann (n a t i o n a l l i b e r a l). Madrid, 28. Okt. König Alfons hielt bei dem Festmahl anläßlich der Naturalisierung des (mit einer spanischen Prinzessin verlobten) Prinzen Ferdinand Maria von Bayern in Gegenwart des deutschen Botschafters v. Radowitz eine Ansprache, in der er der engen Beziehungen zwischen dem spanischen und bayrischen KönigShause und der spanischen und deutschen Ration gedachte. Der König gab seiner Genugtuung darüber Alrsdruck, daß der Prinz aus der ruhmreichen deutschen Armee in die spanische Armee übertrete. Rach der Tafel sandte der König dem Regiment Pavia ein Telegramm, worin er das Regiment beglückwünscht dazu, daß es einen deutschen Prinzen in seinen Reihen führe. Die Revolution in Rußland. VeterSburg, 28. Okt. 1 Uhr nachts. Da Versammlungen in der Universität und in anderen Lehranstalten nicht mehr abgehalten werden dürfen, hat General Trepow bestimmt, um überbaupt die Möglichkeit zur Abhaltung von Versammlungen zu geben, daß 'solche fortan in einigen Theatern und in dem Volkshause abgeb'lten werd'n dürfen. Diese Lokale befinden sich sämtlich in Fabrikvierteln. Seit 6 Uhr abends finden in der Universität Versammlungen aller BernfS- klassen statt (der Verband der Verbände, Advokaten, Apotheker, Handwerker, Angehörige der freien Berufe, Arbeiter, Eisenbahner, Studenten ufro.). An diesen Versammluna-n nahmen mehrere Taufend Personen teil, darunter auch Offiziere. VS wurden Rl-den revolutionären Inhaltes gehalten. In der Akademie der Wissenschaften sind starke Triippenabteilungen unfrgebracht. Die Versammlungen dauern noch fort. Von zuverlässiger Seite verlautet, daß die Teilnehmer einstimmig entschlossen sind, alles zu vermeiden, w"s zu Blutvergießen oder zum Gebrauche d"r Waffen von feiten des Militärs Anlaß geben könnte, daß sie aber r ü ck - sichtsloS alles aufbieten wollen, um Petersburg, Peterhof und die Umgebung auszu hungern. Auch in der Akademie der Künste, in der Ingenieurschule und im Technoloais-l'm Institute f'nden von Tausenden besuchte Versammlungen statt. Polizei ist nirgends zu bemerken. Auf dem Rewskv Profvekt und hinter dem Rikolaibahnhofe sind große Abteilungen Kavallerie und Infanterie postiert. In den Straßen wird ein lebh'fter Vatrouilleudienst unterboten. Die Vorstädte sind militärisch stark beseht. Die finnländische Bahn hat heute abend auf ihrer russischen Strecke den Verkehr eingestellt, sodaß Petersburg nunmehr vollständig abgeschnitten ist. — Der das Gesetz über die öffentlichen Versammlungen ergänzende kaiserliche Erlaß enthält gegenüber den be- fiehmden Bestimmunaen wesentliche Einschränkungen. Versammlungen müssen drei Tage vorher anaemeldet und ihr Zweck muß im einzelnen angegeben werden. Es muß ein Vertreter der Regierung zugelassen werden, der das Recht h.at, von dem Präsident Angabe des Namens jedes einzelnen Redners zu verlangen und die Versannnlung zu schließen. Versa m m- lungen unter freiem Himmel sind v e r b o t e n. Wegen Übertretung dieser Bestimmungen f-nn der Präsident mit Hast bis zu drei Monaten und 300 Rubel Geldstrafe, die übrigen Teilnehmer mit Hast bis zu einem Monat und 100 Rubel Geldstrafe belegt werden. — Tie Stadt liegt in voller Dunkelheit. Heute erschienen Vertreter der Terroristen in "llen hiesigen Banken urb verlangten unter Drohungen die sofortige Einstellung der Tätigkeit. Tie in der Asowschen Bonk für auswärtigen Handel erschienenen 20 Delegierten wurden verhaftet. Aengstlich gewordene Beamte der Bank baten die Direktion um Schließung und stellten, nachdem die Direktion den Antrag abgelebnt batte, die Arbeit ein. Warschau, 28. Okt. Als ein Soldat einen Mann, der Plakate anklebte, verhaften wollte, feuerte dieser auf den Soldaten. worauf der Soldat den Manu niederschoß. Reval, 28. Okt. Gestern abend wurden hier die Tele- gravhenleitungen zerstört. Infolge der Beschädigung de? Elekl'-^ itatswerks ist die Stadt ohne Beleuchtung. Tie Arbeiter durchzieh-n lärmend und schießend die Straßen Moskau, 28. Okt. Tas Elektrizitätswerk ist st i l l g e \ e g t. Tie dritte und zugleich letzte Monopolbrannt- wrinniederlage ist zerstört. Saratow, 28. Okt. Hier ist der allgemeine Au ausgebrochen. Tic Straßenbahnen stehen still und btc -aden smc geschlossen. Die Stimmung ist sehr erregt. Petersburg, 28 Okt. Tas amtltcbc Regierungsblatt meldet, daß über die Stadt Charkow der Belagerungszustand verhängt ist. , . .. , Moskau, 28. Okt. Tie hier vertretene V o litt) ö e n Parteien haben eine eigene Regierung gebildet und beschlossen, selb^äudig Vorzug, du:. Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitffeteilt von der Bank fllr Handel und Industrie, Giessen. Frankfurter Itörse. 28. Okt., 1.15 Uhr. Reichsanleihe . . 100.65 3% do. . . 88.85 3^°/. Konsole .... 100.90 3% do. . ... 88 80 3%°f0 Hessen 99.80 S%°/A Oberhessen . . . —— 4 % Oesterr. Goldrente. . 100.60 4*/s °» Oesterr. Silberrente 100.63 4 % Unsrar. Goldrente . . 96.30 4% Italien. Rente . . . 106.05 4 Portugiesen Serie I . 68.35 3% Portugiesen III 67.50 4j^°'n russ.Stnntsanl. 1907» 94.50 n japan. Staatsanleihe 94.20 1 Conv. Türken von 1903 90 40 Türkenlose 135.80 4% Griech. Monopol-Anl. . 53.00 1 % äussere Argentinier . 89.90 3% Mexikaner .... 00 00 4>$6/0 Chinesen . . . 97.55 Aktien: Bochnm Guss 252.50 Buderus E. W 139.50 Elektriz. Lahmeycr . 142. Elektriz. Schnckert . . . 135.00 Fs<*hweiler Bergwerk . . 270.00 Gelsenkirchen Bergwerk . 240.10 Hamhnrs-- Amerik. Paketf. 168.80 Harpener Bergwerk . . . 219 00 T.anrahtitte 262.73 Xordd. Lloyd .... 130.80 Oberschles. Eisen-Industrie 136 60 Berliner Handels - I ansnu Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hin« scheiden meines lieben Garten sage ich Allen aus diesem Dege herzlichen Dank. 07350 Lrari Burk Wwe. Gießen, den 28. Oktober 1905. Zu Ailerhi ihyren! Zu AlJerheilixen! in großer AuSwabl einge roffen. Kränze von 28 Vlq. an, Bnkrtts von 15 Pfg. an Perlkränze von 98 Pfg. an. 5581 Giessener Bazar Bahnbofftraße 4. . Bahnhofstraße 4. Todes-Anzeige Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unfern lieben Vater, Sohn, Brlider, Schwager, Onkel, Schwiegervater und Großvater 07364 Hcrrn Ll,dwi^ Benner heute nacht i/21 Uhr im 54. Lebensjahre zu sich zu rufen. Die trauernden Hinterbliebenen. Familie Ludwig Benner. Henchelheim, den 28. Oktober 1905. Die Beerdigung findet Montag, den 30. Oktober, mittags 1 Uhr vom Sterbehause, Llldmigstraße, aus statt. Todes-Anzeige. Freunden und Verwandten hiermit die schmerzliche Mitteilung, das; unser guter Sohn, Bruder und Schwager Herr Carl Freitag heute plötzlich verschieden ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Carl Freitag, Weichensteller i. P. Gießen (Bleichstraße 8), den 27. Oktober 1905. Die Beerdigung findet Montag, den 30. Oktober, vormittags 11 Uhr von der Kapelle des neuen Friedboss aus statt. 5579 Für 5574 iMI ' n Der Vorstand. 07858 5566| Der Vorstand. Gasthaus zum Adler Sonntag den 20. Oktober: 07310 Dio bekannten Klavlersplel-Äpnarate Plionola Achtung I Achtung ! Es ladet ergedemt ein Ludwig Wagner. Eintritt frei. Der Vorstand. Glas Bier 10 Pfg. Fritz Kremer. 2250 und 2460 Mk. Bar mit hohem Rabatt können das Pbonoliszt-Piano In jeder Zeit in Betrieb sehen. Marburg a. Lahn. Töchter-Pensionat von Frau Pastor Becker. Grtindl. Erl des Haushalts, Hand- nnd Kunstarb., Gesell. Form. Auf Wunsch: Wissensch., Musik 5591 Preisjähri. 750 Mk. Näh, d. Prosp. Preis: gegen Interessenten meinem Lager zu Tanzen frei. 07857 Freunde des Vereins willkommen. Es ladet ein Midllir EeisNZCHge Schienen und Winkel ----- in besten Qualitäten = Obstbäume. Um meine hiesige Baumschnle schnell bekannt zu machen, verkante ich 500 Stück Aeplelnochstämme 10 Stück "JJlt. 8, 100 Stück Mk. 75, tadellose, reichbeivurzelte Ware. 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Ouvertüre, Franz Schubert, Supp6. 3. ßhar Waid tJanc‘< (sorglos) Stimmungs- „UDer- H diU-ndUb bUd für Orchester (den gewidmet) von Eugen von Bari. 4. Dause macabre, Saint-Sagns. 5. Ouvertüre rDie Insti.en Weiber“, NicolaL 6. „Edelweiss ur.d Almenrausch'1, Obe ländler v. Manxels- dorf, Solo für 2 Violinen, Hob. Giess und Naumann. 7. Lysistrata." Walzer, Lincke. 8. Ein Imorte'lenkranz auf Lortzings-Grab, Fantasie, Rosenkranz. Humoristischer Teil: H. „Laset uns das Lebrn genie»senu, Marsch, Simon. 10. „KncIp-Genles“, Walzer, Vollstedt. 11. „Nimm mich mit!“ Polka, Lincke. 12. „Toff! TÖff!‘‘ Eine Auto- mobiifahrt durch das lustige Berlin 1 Humvrist.-I’otpourri, Moreua. Anfang 4'/, I hr.Eintritt 40 Fig. l^eucr SsasiI^2äE3 ------------- (trüber Steins Garten)--- Sonntag*, den 29. Oktober: Grosses Meistert Oontantia Giessen SamStag, 4. November a. c., abends 8 Uhr fiudet im Saale der Turnhalle unter diesjährige- Wintcr-Vcrgnügcn verbunden mit Bail statt. t*/m Um recht zahlreiche Beteiligung bittet Der Yorstaud. Eintritt nur gegen Vorzeigung von Einlaszkartcn gestattet. Sonntag, den 5. November d. I. "Airsflng naj) iitrn Windhof (ßro^t Saal) Xakcker-Verde Giesse«. Samstag den 4. November 1905 Feierte 13. Stiftungsfestes im Giestcuer Feftsaal (Cass Leib) verbunden mit Konzert, .Gesang, Theater, vorträgen un> v»/ darauffolgendem Baiü Herrenkarten nuran der Kasse 1 Mark. Damen frei. Bier im Glas. Anfang 8 Uhr. Zu zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein Der Vorstand, mihmurm mit Kopj leiden wird gratt4 zugesandt. ___________entkernt in ctrks 2 Stunden__________ I - - — -eine 9 u n q t r le u r. — ■ sowie Spul» u. Madeuwürmer usw. Die Svmviom» btl Leiden« sind trhr Vertch>eden. rot. vlüste ve« ©rfuntt Matter ®lief Ttbmaflfxunfl «erichleimnng ApvetiNostgkeil Uebeitei . nb Sch o ndel «affttiqm einte Änäufl« häufige« tiufftontn PnOern L^rzNur'en «oviichmerjtn Jucken am Maltdurm. unrratlmanifltr Stub.qang .affen ei« Wurmli id.-n öermutm Leid-n dach sehr v eie Menfchen ar d eiein Uedei omv sich beikn brrougt zu lein Diele, die sich ftit Ichroekieid--»», hielten sind durch tüte Derfuchekur gencicn. Der Derfand der Heiimitiel geschieht au« tin« ftaatlilL korlzelsionlertn. Avothefe — Die Von unc verordnete M diztn umfaßt nur ein Cuamuni von 2—3 Löffeln und isi nur m Inidjein HufbnBt und duhcr sicher wirtend in den Von mit designierten rivocheten zu Haden. Bcl bnefL Ansragtu bitte um Angabe des AlterS, Geschlecht. sowie allgem. Kräftezustand des Patienten. Spczialbehandlunn ♦ ililwvVj für Wurmkrankheitcn. rt Kronprinzenstrasic 48 I X niliyiH 4 U» Nähe Hauptbahnhos. Sprechstunden von 16-7Uhr, Sonntags von 10-1 Uhr. Tausende von diesen Leiden in kurzer Zeit befreit. Broschüre über Wurm- 28.0ktbr.1905 “*■ Ludwig Herbert. 5 von Novität! Novität! gesucht. 0736t) Volksstück in 3 Akten Oskar Walter u. Leo Stein. Kater Lampe Komödie in 4 Akten von Emil R o j e n o w. Fabrikbesitzertochter, 24 I., blond, V. 150 000 A, w.sich m. charakierv. ges. Herrn bald zu verehet. Ber>n. "Jlebenj. Briete an „Fikes" Berlin 18. 8lU/iO Hypothekenkupital in jeder Höhe zu 3’/4°/0 Beleihung dis 60°/o. Wahrend der Bauzeit Abschlagszahlung. Ferner 65000 Mark Prtvatgclder, geteilt, an 1. Stelle sos. abzuged. Näh. durch H. Köth, Steinslratze 10. [07234 Oefsentliches MM- Solmser Hof Heute und morgen © Preiskegeln. @ ' >> Junge ztlm ^egelanffegen AbendS 8 Nhr Zum ersten "Male wiederholt! I. Klasse Giestener Ftibballklub 1900 gegen Offenbacher Teutonia Sonntag nachm. 3 Uhr 20 aut dem Trieb. .hWoihekenkapital 4it 37« °/6 au I. Stelle bei 60% Ortstare gibt «crwattg. sowie Privatkapital Mk. 95 000 zu 47, auch geteilt in kleineren Beträgen. Näheres durch [5546 J. Rosenthal Telephon 494 vtSmarikstr.10 Hypotheken- u. Immobilien-Geschäft SNI-TIhIw Giess« Direktion Hermann Steingoetter Sonntag, den 29.Oktober 1905 nachmittags 3' , Uhr Fremden-Vorsteüung zu ermäßigten Preisen, ^ie Herren Löhne. Zum Ostend. Morgen Sonntag: 07,10 Ernste Lanz-Rüsik. Eintritt frei. Eintritt frei. Ludwig Nbel, Giiinberg.Slv.47.