Nr. 99 Erstes Blatt. ISS. Jahrgang Freitag 28. April 1905 •rfteiet tieft* außer Sonntag-. Dem Gießener Anzeiger werben im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siebener LamUten. Glätter viermal In der Woche beigelegt. Rotationsdruck n. Verlag der Brühl'sche« Unwers.-Buch-u. Stein- druckerei. 8t Sang«. Redaktion, Lrvedttto» und Druckerei: Gchulstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Kernsprechanschluß Nr. 61. Gietzener Anzeiger ** General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen B-rngOvretlr monatlich 76 Pf^ otedef» jährlich Mk. 8.20; durch : Abhole- u. Zweigstellen j monatlich 65 Pf.; durch \ die Post Mk.2.—viertel- \ jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeiiea ’iit die $c 'S vonnittagS 15 tfac. j ZcffenvreiS: arrSwärtS £9 Biz. BerantwortL'ch für, den poltt und r4j(yiie\ Dell: P. Wtttko: für »Stadt und LandE und .GerichtÄaal^ August. Goetz; für den Anzeigenteil: HanS Sed'i Are veulige Kummer umfaßt 10 Seite«. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Walzarbeiten auf der Straße Grüningen—Holzheim wird dieselbe bis auf weiteres für den schweren Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 27. April 1906. Großherzogliches Kreis amt Gießen. F. V.: Dr. Kranzbühler. Gießen, am 22. April 1905. Betr.: Die Erhebung der Umlage der Genossenschafts- kasie für staatlich bestätigte Forstwarte für 1905. Das Großher)ogliche Kreisaml Gießen an die Grotzh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Denjenigen von Ihnen, die die genannte Umlage noch nicht entrichtet haben, gehen mit der Post die entsprechenden Anforderungszettel zu. Wir empfehlen, danach dem Gemeinde- rechner Anweisung zu erteilen. I. V.: Dr. Kranzbühler. Bekanntmachung. Die Gemeinde Groß-Umstadt beabsichtigt, mit dem am 21. September d. IS. dortselbst stattsindenden Pferde-, Fohlen- und Zuchtviehmarkt eine Verlosung von Pferden, Fohlen, Rindern, landwirtschaftlichen Geräten und sonstigen Gebrauchsgegenständen zu verbinden. Großh. Ministerium deS Innern hat die nachgesuchte Erlaubnis zur Veranstaltung dieser Verlosungen unter der Bedingung erteilt, daß bis zu 15 000 Lose, zu 1 Mk. daS Stück, ausgegeben werden dürfen und mindestens 60 Proz. des Bruttoerlöses aus dem Verkaufe der Lose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind. Zugleich ist der Vertrieb der Lose im Großherzogtum gestattet. Gießen, den 25. April 1905. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Wagner. > . ■■ ■ ......- ..........—■ —-------------------- Amtliche Nachrichten über Viehseuchen. Bei einem verendeten Eber des Landwirts Jakob Pseiffer in. zu Wiesenbach ist die Rotlaufseuche (Backsteinblattern) amtlich festgestellt worden. Es ist Gehöfts- sperre angeordnet. Aie ZSaylrechtsvorlage in der Ersten Ständekammer. R. B. Darmstadt, 27. April. Es ist schon früher sehr deutlich von uns darauf hingewiesen worden, daß die Wahlrechtsvorlage, wie sie mit ihren zahlreichen Abänderungen und Verschlechterungen im vorigen Sommer von der zweiten Kammer verabschiedet worden ist, — wir erwähnen nur die famose Wahlkreiseinteilung zu Gunsten der Klerikalen und Sozialdemokraten, die Verkümmerung des Wahlrechtes der Städte durch den Gewaltantrag Bähr, Haas und Gen., auf.Ummodelung des Regierungsvorschlags, wonach statt 40 ländlichen und 15 städtischen Vertretern das Verhältnis auf 42:13 festgesetzt wurde, ferner die Streichung des alten Städteprivilegs unb die Mlehnung der drei neuen Burgermeistersitze für die erste Kammer — in dem andern Hause auf erheblichen Widerspruch stoßen dürfte. Diele Prophezeiung hat bei der jetzigen Beratung der Vorlage im Gesetzgebungsausschuß der ersten Kammer bereits ihre Bestätigung erfahren. Der Ausschuß, der wohl selten so lang ausgedehnte Sitzungen über einen Gesetzentwurf abhielt, hat nicht nur energischen Widerspruch gegen eine Reihe der neuen Wahlrechtsbestimmungen selber erhoben, sondern auch der Regierung gegenüber eine straffe, selbständige Haltung angenommen. Er begann die Beratung am Mittwoch vormittag und setzte sie mit kurzer Mittagspause bis in die späte Abendstunde fort. Dann wurde die Beratung heute früh schon um V»9 Uhr wieder ausgenommen und vier volle Stunden fortgesetzt, die endlich nach einer dreistündigen Rachmittagssitzung abends 6 Uhr zum Abschluß kam. Ueber das Ergebnis derDeratung und die Umgestaltung, die der Gesetzentwurf im Ausschuß der ersten Kvmmer er- ähren hat, wird natürlich von den vier Ausschußmitgliedern strengstes Stillschweigen beobachtet. Man darf indessen schon aus dem Umstand, daß gestern in der 6. Abendstunde die Regierungsvertreter zur Teilnahme an der Beratung ein- geladen wurden und darauf die Herren Staatsminister Rothe, Geh. Staatsrat Krug von Nidda unb Ministerialrat Weber noch gestern abend und heute der ganzen Beratung beiwohnten, wohl den Schluß ziehen, daß es harte Arbeit und animierte Debatten zwffchen Regierung und Kammerausschüß kostete, um die Beratung über die Vorlage zum Abschluß zu bringen. Ob die dabei zutage getretenen Meinungsdifferenzen wirklich zum völligen Ausgleich gekommen sind, muffen wir dahingestellt fern lassen. Es darf als sicher gelten, daß die Regierung alles daransetzt, xne Verständigung zwischen den divergierenden Anschauungen der beiden Häuser des Landtags über die Einführung des direkten Wahlrechts noch vor dlbschluß der laufenden Tagung herbeizuführen und die vielumstrittene Vorlage unter Dach und Fach ru bringen. Aber ebenso sicher erscheint uns nach dem ganzen Verlauf der jetzigen Ausschußberatung, daß sich die erste Kammer in dieser Frage nicht als stummer Kopfnicker erweisen, sondern ihre Interessen in ebenso nachdrilckvoller Weise zu vertreten gewillt sein wird, wie dies auch in der ersten Kammer unseres badischen. Nachbarlandes bei Beratung derselben Materie ge- schehen ist. Zur marokkanischen Krage. Gestern beklagte sich der Pariser „Matin* in einem eigenartig feierlichen Artikel darüber, daß die Verhandlung zwischen der französischen und der deutschen Regierung über Marokko deutscherseits nicht herzlich geführt werde, was seltsam sei, da die Ansichten über die auszuführenden Reformen einander völlig entsprächen. Wenn Deutschland einen Hintergedanken habe, solle es ihn mitteilen, aber nich darauf rechnen, Frankreich eine Schlappe auch nur in seiner Eigenliebe beizubringen. Deutschland würde im Kriegsfälle allein dastehen. Dasselbe Blatt bringt die Nachricht, General Stütz er habe den Befehl erhalten, die Truppen von Metz zu inspizieren, und setzt in verständlicher Absicht hinzu, man bespreche in Militärkreisen diese Tatsache als etwas ganz Außerordentliches. Nicht nur nimmt der kommandierende General Stötzer Besichtigungen in Metz vor, und zwar bei zufälligem Anwesendsein des Statthalters Fürsten Hohenlohe, sondern der kommandierende General v. Eichhorn besichtigt in den nächsten Tagen sogar das Gießener Regiment. Das ist für Frankreich wahrlich höchst besorgniserregend! Doch Scherz bei Seite! Zu diesen Ausführungen bemerkt die ,Voff. Ztg.* ganz richtig, daß die deutsche Regierung mit Frankreich allein Verhandlungen über Marokko nicht mit Aussicht auf Erfolg führen zu können glaubt, da es sich um eine Angelegenheit handelt, die nicht nur zwei Mächte, sondern alle Unterzeichner des Madrider Abkommens von 1880 angeht. Der Hinweis darauf, daß Deutschland im Kriege allein stehen würde, ist abgeschmackt, einmal, weil niemand hier zu Lande die marokkanische Frage als Kriegsfrage betrachtet, sodann aber, weil Deutschland, auch wenn es allein stünde, nichts zu fürchten hat. Ein anderer Moniteur Delcaffes, der „Petit Parisien", läßt sich ebenfalls in verständlicher Absicht von Rom aus schreiben, das Zusammentreffen Goluchowskis und TittoniS habe keinen Wert für die Erhaltung des Dreibundes, der in allen Fugen krache, obgleich Deutschland seine Mitverbundenen besonders seit einem Jahre so of wie möglich einander in die Arme treibe. Durch derartige Versuche werde nur bewiesen, daß die Freundschaft, für deren Stärkung Deutschland besondere Gründe haben muffe, im Sterben liege. Zu der Behauptung, der Dreibund krache in allen Fugen, ist nichts anderes zu sagen, als daß der Wunsch der Vater des Gedankens ist. Jedenfalls scheint die Begegnung Goluchowskis mit Tittoni Herrn DeleaffL nicht erwünscht zu sein. Am wenigsten wäre sie es, wenn sich die Nachrichten von den französischen Machenschaften in Tripolis bestätigen sollten, die in Italien einen Sturm der Entrüstung Hervorrufen. Frankreich hat an Italien vertragsmäßig die Zusage geleistet, daß e§ von Tripolis die Hand lassen wolle, wofür Italien den Franzosen in Marokko nicht entgegentreten wollte. Man erinnert sich in Italien de§ Bardo-Vertrages, mit dem die Republik sich in Tunis festsetzte, obwohl dort die Italiener mit Fug politisch wie wirtschaftlich Anspruch auf die erste Rolle erhoben. Der Minister Prmetti machte ausdrücklich am 14. Dezember 1901 Mitteilung über die vollkommene Ueber- einstimmung Italiens mit Frankreich über Tripolis und die Intereffen im Mittelmeer. Um so größeres Beftemden mußte jenseits der Alpen die Meldung erregen, daß eine französische Gesellschaft die Konzeffion für den Bau und Betrieb eines HasenS m Tripolis nachgesucht und erwirkt habe. Wir haben darüber schon gestern kurz berichtet. Eine Note der offiziösen ,Agence HavaS" besagt heute freilich: Wir sind ermächtigt,zu erklären,daß kein neuerZwischen- s a l l im Verlaufe der zwischen Paris und Berlin wegen Marokkos begonnenen Besprechung eingetreten ist. Die Regierung hat keinen Zeitungsartikel inspiriert und hat weder direkt noch indirekt irgend einem Blatte eine Mitteilung gemacht. Also Herr Delcaff6 lenkt offiziös unverweilt ein und verleugnet seine Preßtrabanten, die an Ungeschicklichkeit freilich mehr leisten, als selbst ein Staatsmann der französischen Republik vertragen kann.. Der französische Kammerpräsident Doumer aber raffelt gleichzeitig mit dem Säbel. In Bordeaux wies er gestern auf die Gefahren hin, dre durch die Marokko-Affäre herauf- beschworen werden können. Er schloß seine Rede, indem er die Notwendigkeit betonte, die französische Kriegsflotte zu vergrößern, da diese durch die Vermehrung der deutschen Marine bedroht sei. Wie heißt doch das schöne Sprüchlein Bismarcks? Wir Deutschen fürchten Gott und sonst nichts auf der Welt! Volltische Tagesschau. Zu den Beschlüssen der Strafprozeß-Kommisfiou. Man schreibt uns: Es ist sehr zweckmäßig, dab bie Beschlüsse der Kommission zur Vorbereitung der Strafprozeß-Reform nicht länger der Oeffent- lichkeit vorenthalten werden. Wenn die Neugestaltung des Strafrechts volkstümlich werden soll, insofern, daß das Rechtsempfinden des Volkes mehr zur Geltung gelangt als bisher, dann kann die Krittk nicht früh genug beginnen. Dein Lai en ele ment werden, nach den Kommissionsbeschlüssen, vermehrte Aufgaben in der Rechtspfle ge gestellt. Die Kommission war einstimmig der Meinung — so heißt es in der übersichtlichen Darlegung der „Deutschen Juristenztg." — daß die Mitwirkung von Laien an der Strafrechtspflege nützlich und in größeren Sachen unentbehrlich ist. Daraus folgt, daß eben die Laienkritik an den Beschlüssen besonders beachtet werden muß, und daß das Fachwissen des Juristen nicht entscheidend m die Wagschale fallen kann. „ r Die artige Enttäuschung bringen die Komnnffrons- beschlüsse, oder richtiger: die Vorschläge der Kommission für dicj Beschlüsse der Regierung und des Reichstags, gleich in den ersten Sätzen. Das Schwurgericht soll fallen, und an ferne: Stelle ein großes Sch'öfsengericht treten, gebildet aus drei gelehrten Richtern und sechs Schöffen. Es ist schwer 6e^ greiflich, daß, wie der Bericht hervorhebt, dieser Beschluß ern-i stimmig gefaßt werden konnte. Das Laienelement im Strafprozeß! hat sich bewährt — und doch soll es gerade da, wo es mst meisten Gelegenhett zur Entfaltung hat, wo es am meisten Spm-i pathieen und Vertrauen im Volk genießt, gewissermaßen iraterf richterliches Kuratel gestellt werden: für diesen Widerspruch wird! man in weiten Kreisen der Oeffentlickcheit kein Verständnis haben.! Also hat doch jener übereifrige Staatsanwalt in einem Berliner, Sensationsprozeß, dem Kindesunterschiebungs-Prozeß gegen die Gräfin Kwilecka, mit der Aufsehen erregenden Aeußerung Recht behalten: den Schwurgerichten sei das Todesurteil gesprochen 8 Also sind doch die Stimmen auch von angesehenen Juristen, vcmj Gerichtspräsidenten, zu Gunsten der Schwurgerichte wirkungslos! verhallt. „Eine Beibehaltung der Schwurgerichte erschien aus- geschlossen", so erklärt kurz und kühl der KvmmisfionsAwich^' Wir sehen aus den Reichstag die Hoffnung, daß er dieser Ab-! schaffung, die namentlich 'im Süden lebhaften Protest Hervorrufe«! wird, nicht seine Zustimmung erteilt. Das ,L)erl. Tagebl.^ bemerkt mit Recht: „Daß gelegentlich'Fehlurteile bei den Schwurgerichten Vorkommen, mag sein. Mer irren ist menschlich, und die Berufsrichter irren auch". Gewiß. Was die Schwurgericht« manchem Juristen unbeliebt gemacht hat, ist der Umstand, daß fre „zuviel freisprechen". Mer warum soll das ein Fehler fern; daß der Laienrichter lieber freispricht, als mit einem Zweifel im Herzen den Stab bricht über einen Menschen? Unseres Erachtens! ist diese Vorsicht ein großer Vorzug. Der Vorschlag zur Beseitigung der Schwurgerichte bildet dar schwächsten Punkt der Kommissionsbeschlüsse. Im übrigen aber bedeuten zahlreiche Neuerungen einen entschiedenen Fortschritt. Dazu gehört zunächst der Beschluß, gegen alle Endurteikr! erster Instanz die Berufung zuzulassen. Sehr er», fraulich ist das Bestreben auf Einschränkung des Eides, der jetzt im Strafprozeß viel zu häufig, bei den allerunwesentlichsten Aussagen, zur Anwendung gelangt. Wenn das Gericht die Aussage einstimmig für unerheblich hält, und die Prozeße beteiligten mit der Unterlassung einverstanden sind, kann bte Beeidigung unterbleiben. Aehnlich in PrivatklagesacheN! und bei Uebertretungen. Nicht minder von Bedeutunjgl sind Vorschläge über die Einschränkung der Untersuche nngshaft, sowie Mer die Befreiung des ver-a«t-< wörtlichen Redakteurs vom Zeugniszwang, wenn er als Täter haftet. Nur scheinen uns die Rechte der Verteidigung unzulänglich erweitert durch die Zvlaffnng unbeaufsichtigteu! mündlichen Verkehrs des verhafteten Beschuldigten mit dem Ver^ teidiger auch 'vor Eröffnung des Hauptverfahreus. Ebenso ist zu bedauern, daß die Kommission das mündliche kontradiktorischq Verfahren in der Voruntersuchung, trotz anderweitiger Bewährung, abgelehnt hat. Nach dem Besuch iu Peking. Ebenso ruhig, wie der nunmehr beendete Besuch des Prin«Ä Friedrich Leopold von Preußen in Peking nach ber!, offiziellen Darstellung verlausen ist, wurde über die Prinzenfahrt nach dem fernen Osten in der deutschen Preffe geurteilt. Mit alleiniger Ausnahme der „Derl. MorgeTrpost". Nach 'dem, waD dieses Blatt von angeblich 'urtterrichteter Seite erfahren haben! will, läge dem Pekinger Besuch des Schwagers Kaiser Wilhelms eine erfolgreich durchgeführte politische Mission zu Grunde. Das Blatt deutet an, daß der zur Zeit der chinesischen Wirren vielgenannte damalige Gesandte Chinas in Washftwttm, Wu-ting-fang, Mr Zett wohl der einflußreichste Mann im Reich der Mitte, demnächst in seiner Eigenschaft als neu-, ernannter Kommissar am Haager Schiedsgerichtshof eine zweffel- los wichtige Informationsreise nach Euro pa antreten werde. Das Erscheine:: dieses neuen Li--Hung-Tschang in der deutschen Rechshauptstadt soll beretts als gesichert gelten, und als wahrscheinlich wird die Vermittlurm einer chinesisch-, deutschen Anleihe durch Wu-ting-fang hingestellt, bereit China bedarf, um seine Flotte zu modernisieren. D« auf Förderung der deutschen Interessen gerichtete Betätigung des Prinzen Friedrich Leopold in Peking soll damtt aber keineswegs erschöpft sein. Er hat angeblich noch ein Banglse-Abkom- men zwischen China und Deutschland angeregt und die Forderung gestellt, daß das chinesische Militär aus der Provinz Schantung zurückgezogen werde. Man kann in diesem Fall wohl sagen: soviel Worte, soviel Phantastereien Es ist unverstänÄich, wie ein reichshauptstädtisches Blatt dem Prinzen Friedrich Leopold solche Rolle zu-j schreiben kann. Ist es doch in Berlin und in Potsdam offenes! Geheimnis, daß der Schwager des Kaisers sich von der Polittkl grundsätzlich fernhätt. Er ilt Soldat und in dienstfreien Stundenl Gutsherr. Das spricht nicht für Neigung imb Begabung, ge-< wissermaßen aus dem Stegreif auf einem der schwierigsten Ge-i biete der hohen Polittk fern von der Heimat sich zu betätigen.! In politischen Kreisen besteht denn auch die Mffassung, daß der Pekinger Besuch des Prinzen Friedrich Leopold keine anderen Wirkungen haben werde, als die Vffiten, welche früher die preußi- chen Prinzen Heinrich und Malbert den Mitgliedern der chinesr-, chen Kaisersanrilie abstatteten. Der Aufenthalt des Schwagers Kaiser Wilhelms in Peking war eine Reiseeprsode auf benti Weg zum eigentlichen Ziel, dem Krieasschariplatz. Ausland. Stockholm, 27. April. Der Reichstag bewilligte ist gemeinsamer Abstimmung mit 193 gegen 165 Stimmen 4 914 900 Kronen für den Bau von Kriegsschiffen. Die Minderheit stimmte für eine Bewilligung von 5420900 Kronen. Paris, 27. April. Dem bevorstehenden zweitägigen Aufenthalte König Eduards wird von der RegierungS- presse ohne Anführung der etwa zur Beratung stehenden Fragen große Bedeutung beigemeffen. Der König werde Delcassö empfangen. — Ein nationalistisches Blatt bringt die sensationelle Meldung, der Hauptbelastungszeuge in der Komplott- Angelegenheit fei überführt worden, die Dokuments über das Bestehen eines Komplotts selber an gefertigt) zu haben. Er habe damit lediglich den Zweck verfolgt, im eine bessere Garnison versetzt zu werden und sich eine B^- lohnung zu sichern. schreibens zu reisen. Monat oder, sobald brechen wird. Anwendung von Schußwaffen und Mess« teten zu befreien, wob^i nrrtrrnnbf wolle re gescholtenen. Die feindlichen Flotten. Ans Stadt Md Land i Steueraufseher 51 der mann zu Darmstadt aus sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste in den Ruhestand versetzt. I aussi reiche Abänd 12. 2(i Negier liebet same werbe sann meist wähl die , M'to schloss Giroki gepfnt Mr dem < dies z den je abzub ftür d semini muß, stelle werde. Auch die Oktroikontrolle werde mancherlei Mißstände im Gefolge haben. — Herr Vetters führte aus, Wer Schlac in all« sührlit handb mach^ gejchlc t meifl von ii Beig Gegen Er Schei Wi Mre i .läiihii $eim Anteil Kirche Suiven bom 1 btbfm Todes Jollen Gegen einer mß ung t nehmil her J Sumir der ol unb h Arche bracht, ebtntgt Wmtaf übevv 5000' Wt Mei y>\ ische foni1 wen Cch, den Zch, alte habe vor Mai Renc §ck>l°ck> DM', bündel an de' ein IJ seine t selben 60W‘ 3. Görsct 3. Tokio, 27. April. (Reuter.) Die Verteidigungs- ^läne der Japaner gegen den Admiral Roshest- wenski sind unbekannt, da die Behörden die äußerste Geheimhaltung beobachten. Die Verhängung des Kriegsrechtß über Formosa, das stark und in ausgedehntem Maße in den Verteidigungszustand versetzt worden ist, ist die einzige öffentliche Bekanntmachung. Man weiß nicht, wo die Flotte des Admirals Togo sich aushält, da die Offiziere wie die Mannschaften aufgehört haben, an ihre Familien oder an Bekannte zu schreiben. Der voraussichtlichen Ver-§ einigung der russischen Geschwader sehen die Be- । Hörden und das Volk mit Ruhe entgegen. Paris, 27. April. Rach amtlichen Depeschen aus Saigon haben sämtliche russischen Transportschiffe sowie das -Hospitalschiff „Orel- gestern die innere Bucht von Kamran verlassen. Nur vier deutsche Handelsschiffe sind dort verblieben. Die russische Flotte bildet gegenwärtig einen großen Halbkreis, welcher sich vom Kap Varella bis zur Spitze der Halbinsel Kamran erstreckt. Torpedoboote rekognoszieren unausgesetzt. Admiral Jonquiöre, welcher an Bord des Kreuzers „Descartes" sich davon überzeugte, daß die russische Flotte sich mcht mehr in den französischen Ge- wäffern befindet, ist nach Saigon zurückgekehrt. . Die von den Russen beschlagnahmten Frachtschiffe fuhren unter deutscher Flagge. Paris, 27. April. In hiesigen Marinekreisen wird behauptet, daß nicht die Ruffen, sondern die Japaner das Kabel aus der Insel Hainan durchschnitten haben, um RoschdjeSwenski die Möglichkeit zu nehmen, sich mit Nebo- gatow auf telegraphischem Wege über die Vereinigung der beiden Flotten zu verständigen. Petersburg, 2T. April. In Admiralitätskreisen erklärt auf das entschiedenste, daß der Zar niemals an Roschdjes- SrtftlÄrtie® hab-, °r I°ll° bi« Ä-mran-BE verlassen. Ebensowenig fiabe die src--wksch° Regierung i-malS in btcier Frage Z>er Krieg. Aus der Mandschurei. Ein Telegramm des Generals Lenewitsch an den Aaren vom 26. April meldet: Auf der linken Flanke setzten die Vor Postenabteilungen Die Bewegung fort. Am 22. April wurde eine Abteilung bei einem Passe 10 Werst südwestlich von Sekimiaodzy vom Feinde angegriffen; der Angriff wurde abgeschlagen und der Feind zog sich nach dem Dorfe Raziadzy zurück. Die zu einer anderen russischen Abteilung gehörende Reiterei wechselte in den Paffen von Cbamalin und Dawanqulin Schüsse mit der feindlichen Infanterie; letztere ging in der Richtung auf Ufanlou zurück. Am 23. April besetzte Kavallerie die Dörfer Simenpu und Ufanhi. An der Front der Armee wurden die Japaner 4 bis 5 Werst von Kaijucmficm durch das Feuer unserer Artillerie aus ihren Verschanzungen und dem dabei gelegenen Dorfe vertrieben. Der Feind zog sich nach dem dahinter liegenden kleinen Berg zu-; rücf der mit drei übereinander liegenden Reihen von Verteidigungs-* 1 linien versehen war. — Lenewitsch meldet unter dem 26. April: Am 23. April nachmittags kämpfte unsere Reiterei bei Tsintsiatun mit den Japanern, die gezwungen wurden, zurückzugehen. Die Gefechte, welche Lenewitsch hier erwähnt, hatten wohl den Zweck, die japanischen Versuche, Wladiwostok zu isolieren, zum Scheitern zu bringen. Der Stab des Generals Lenewitsch macht folgende genau kontrollierte Eingaben über die russischen Verluste in den Schlachten vom 19. Februar bis zum 14. März, welche wesentlich von den japanischen Angaben und den bisherigen Angaben abweichen. Darnach sind tot, verwundet oder verschollen: zwei Generäle, beide schwer verwundet, in japanischer Gefangenschaft, 1985 Stabsund Oberoffiziere und 87 677 Soldaten. Diese letzte Zahl ergibt sich aus 55 OOO evakuierten Verwundeten, 15 OOO Toten, 7 bis 8000 Gefangenen und 10 bis 12 OOO Ver- •• Genickstarre. Gestern wurde ein hier beschäftigter italienischer Arbeiter in die Klinik ausgenommen und Genickstarre konstatiert. Die erforderlichen Vorsichtsmaßregeln sind angeordnet. — Der plötzliche Krankheitsfall wird allgemeines Aufsehen erregen. Hoffentlich wird sich die schreckliche Epidemie, die nach neuesten Meldungen aus der preuß. Provinz Schlesien dort täglich immer mehr Menschenleben fordert, nicht noch mehr bei uns in Gießen ausdehnen. Eine Erklärung von amtlicher Seite wäre höchst wünschenswert. Ein in Halle als Genickstarre diagnostizierter Todesfall ergab bei der Leibesöffnung nicht epidemische Genickstarre, sondern eine allgemeine Blutvergiftung mit Erkrankung des Gehirns, welche unter dem Bilde einer Gehirnhautentzündung (Genickstarre) verlaufen ist. Vielleicht stellt sich hier etwas ähnliches heraus. ** Ein Universitätsjubiläum. Unter den 1880 an unserer Alma mater gewesenen, heute noch wirkenden Dozenten sind in dem gestrigen Artikel Geh. Rat Dr. Sta de und Prof. Dr. Fromme übersehen worden. Außer diesen Dozenten wirken seit damals noch heute Kanzleirat Schäffer, und Hausverwalter Stork. •• Eine Revision der hiesigen Werkstätten der Putz- und Modebranche in der Osterwoche ergab, daß sich verschiedene Arbeitgeber mit den Vorschriften der Arbeiterschutzgesetzgebung immer noch nicht befreunden können. Da die jeithertgeu polizeilichen Verwarnungen mehrfach un- Gießen, 28. April 1905. Personalien. 9ln: 25. April ds. Js. wurde der Gebrauchssteuern als unbillig und einzig den wirtschaftlich schwächeren Teil der Einwohnerschaft Gießens belastend. Darauf wurde die Versammlung geschlossen. Helsen. Danach ergriff Rechtsanwalt Leun das Wort, der sich gegen die indirekter: Steuern aussprach und die Versuche mit neuen Oktroisätzen verurteilte, weil diese Steuer, die bis 1910 durch Reichsgesetz schwinden müsse, den Todes-1 keim schon in sich trage. Steuern mußten aufgebracht I werden, aber die gerechteste Steuer sei die direkte Besteuerung. In Preußen hätten noch ca. 100 Gemeinden i die Oktroibesteuerung, im Königreich Sachsen nur noch 4. In Stuttgart, Darmstadt, Nürnberg, Straßburg und Metz würden noch Oktroiabgaben gefordert.. Es stehe nun fest, I daß in allen diesen Fällen das Oktroi eine Preis der-! teuerung gebracht habe, und die Preisunterschiede hätten fast überall genau den Sätzen des städt. Oktrois entsprochen. Die Aufrechterhaltung des Oktrois Hege allein im Intere sse der wohlhabenden Bevölkerung und (et darum ungerecht. Dies sei erwiesen u. a. dadurch, daß man beispielsweise in Heidelberg die Abschaffung des Oktrois ablehnen wollte mit der Begründung, daß sonst der Zuzug Wohlhabender ferngehalten werden könnte. Miquel, der große Finanzpolitiker, habe stets gegen die indirekten Steuern Front gemacht. Darauf sprachen die Vertreter der von der geplanten Oktroierhebung betroffenen Gewerbe. Herr Horst bemerkte vorher, daß nach einer Mitteilung, die ihm von einem Stadtverordneten gemacht worden sei, das städtische Defizit voraussichtltcht das Doppelte wie 45000 Mk., also 90 OOO Mark, betragen werde. Dagegen äußerte später der anwesende Stadtv. Krumm, ihn: sei davon nichts bekannt, und er glaube bestimmt, daß Herr Horst falsch unterrichtet I worden sei. Zunächst wandte sich Metzgermeister S a ck als Man glaubt, daß er in etroa einem L die Reise-Eskorte marschbereit ist, auf- O e"f'f"en tlich ke'it b er at e n und die Besch lüss e'nicht Vitali u/uu. veröffentlichen. Wenngleich eine unbefugte Bildung Newv ork 27 April. Hiesige Blatter erfahren, daß von Gesellschaften, durch das Gesetz untersagt ist, haben Sie Kündiqun'q des deutsch°amerikanisch-n Han- die Gouverneure doch im Auge zu behalten, daß eine ge- . kpr-ifs erfntat sei und surechen die Bc- memsame Beratung über die Vervollkommnung der Staats- ------------------------.. .... . delsvertrages bereits er o g s p cy cinrichtung durch Privatpersonen an sich nicht zu erschweren gegenstände und sei ungerecht, weil der geringe Stand furchtung eines Zollkrieges aus. Sie meinen, die «'«ualion , ^^w-neure die allgemeine Ruhe nrcht und der Mittelstand besonders stark durch sw getroffen mißverstehend, Botschafter -toroec gerate durch Ucberbrtngung gefährdet halten. Weder Regierungsinstitutionen noch werde. Auch die Oktroikontrolle werde mancherlei der Kündigung in eine ungemein schwierige Sage. Amtspersonen mit streng ab gegrenzten Obliegenheiten dürfen Mißstände im Gefolge haben. — Herr Vetters führte aus, — Nach Meldungen aus Washington wäre das dortige nn ben K^ser Eingaben richten. Aus keinen Fall läßt der daß, wenn auf' einen Artikel eine Steuer erhoben werde, Ministerium zum Abschluß eines neuen Handels- vom Z März eine Verletzung der bestehenden Gesetze erfahrungsgemäß regelmäßig eine Verteuerung des. betr Vertrages mit Deutschland an Stelle des am 1. März durch private Personen und Institutionen zu. j Artikels die Folge sei. Die indirekten Steuern und .das 1906 ablausenden sehr gern bereit. Es schwebten auch bereits ~ ' seit einem Vierteljahre Vorbesprechungen, leider aber suche der Senat den Abschluß eines Gegenseitigkeitsvertrages zu hindern, obwohl bei einem Nichtzustandekommen der Zollkrieg in sicherer Aussicht stehe. -M I Der KriegSmmtfter ordnete einer Figaro-Meldung zufolge an, daß den Soldaten in ben nördlichen und östlichen Garnisonen zu untersagen ist, die bisherüblich gewesenen Nachbarbesuche auf deutschen: Gebiete zu machen, damit jeder Anlaß zu Konflikten vermieden werde. (Vgl. den heutigen Marokko-Artikel.) Rom, 27. April. Das Institut Colonial International beendigte heute vormittag die Beratung der kolonialen Berg gese tzgebung. U. a. sprachen Cattier- Srüffel und v. d. Heydt-Berlin. Alsdann referierte Senator Bodio-Rom über die Aus- und Einwanderung der Haupt-1 A^^^Z^bäude und die Palais der Großfürsten sowie I plante' Wiedereinführung des Oktrois auf Mehl. Wie un- staaten. In der Schlußsitzung am Nachmittag wurde über Wasserleitungsstation werden von Samstag ab von gerecht sie sei, gehe daraus hervor, daß nach dem neuen den kolonialen Unterricht verhandelt. Den Bericht erstattete I Marken Truppenabteilungen bewacht. Zahlreiche begüterte Entwurf einem Oktroibetrag von 10 Mk. für bte Backer Professor Giault-Paris. An der Besprechung nahmen der Familien verlassen fortwährend die Stadt. Auf dem War- im andern Falle nur 1,50 Mk. Steuer gegenuberstehe. Gnt- Herroa Johann Albrecht von Mecklenburg und Köbner-Berlin schauer Bahnhof in Petersburg tmrrden 5 Agitatoren ver- weder heiße es dann: Schutz vor der auswärtigen Kow Ort der nächsten Sitzung im Jahre 1906 wurde haftet, weil sie versuchten, Eisenbahnbeamte aufzurerzen. kurrenz oder Erhöhung der Brotprerse. Er spreche.sich £ ..rr r u rr ? J i mürbe außer der Bezüglich der Gerüchte erließ der Generalgou- gegen die geplante Oktroireform aus. - Herr Asprron Brussel bestnnmt. Auf , 9 - Anreauna beS öerttcur an die Bevölkerung beruhigende Bekannt- sprach für die Brauereien gleichfalls gegen das Oktror, das Fortsetzung der dieSiahngen Beratungen auf ^gung des j ber fcinc Ruhestörungen zugelassen werden nach dem Entwurf nicht nur auf Bier, sondern auch cmf Herzogs von Mecklenburg und von Janssen-^rüffel die Frage I versuch zur Erregung von Unruhen auf das ent- Kohlen und Hafer gelegt werden solle. — In scharf Werse internationaler Vereinbarungen zum Zwecke der Aufrecht-1 p^^denste unterdri'E wird. protestierte Herr Jaskowsky namens der Wirte gegen erhaltung der Ordnung in den Kolonien gesetzt. — Die Mn- kaiserliche Erlaß vom 3. Marz über die Be- die neuen Belastungen, die dem Gastwirtestand, der schon alieder des Instituts wurden heute mittag vom König in ratnng allgemeinstaatlicher Fragen wird von den Gouver- genug zu kämpfen habe, anserlegt würden. Auf Fletsch, länaerer Audienz empfangen. neuren verschieden aufgefaßt. Der Minister des Innern Brot und Bier sollten dem Gastwirt neue Lasten fallen. ^Danaer 27 April. (Hcwas.) DerForschungSreisende arbeitete daher als Richtschnur für die Gouverneure Be- Wenn man 47 Pfg. Oktroi pro Hektolrter Bier verlange, /mArnn:a Z Seaonsac wurde am 8. April freigelassen stimmungen aus, welche der Ministerrat bestätigte. Diese sei ein Preisaufschlag auf das Bier nicht möglich, und der Ä 9rLnna verlasien um sich nach Marakesch zu be- Regeln u n t e r s a g e n die Beratung der den angekündigten Gastwirt habe die neue Last zu tragen. Richt nur ur sich und hat Amzong verlaßen, um pcy nach -ucaraie^ zu uv Ernten widersfwechenden Grundgesetze und sie unter- und seine Familie habe der Gastwirt zu zahlen, sondern «X r ist wühlender Fragen in Versammlungen der Semstwos, der auch für sein Personal! 170 Steuerzahler sollten von den — Der englische Gesandte ^orothei angeroie)en ^uma un^ Adels. Die von der Regierung bestätigten 45000 Mk. 17 000 Mk. allein tragen. se: eine Unge- morden, nach Fez zur Ueberreichung des Beglaublgungs- mchaften dürfen die in dem Erlaß vom 3. März an- rechtigkeit gegen das meistbesteuerte Gewerbe, und dagegen " "r- gekündigten Reformen nur mit Ausschluß der lege er Beufuurg ein an die gerecht denkenden übrigen - - — • - - • • * ■ < Steuerzahler, die ein Jntereije an guter Bedienung und an dem guten Stand des Gastwirtsgewerbes in unserer Stadt hatten. — Herr Prokurist Hosch sprach als einfacher Bürgersmann gleichfalls sich gegen die Oktroireform aus. Sie bedeute eine Verteuerung der notwendigsten Gebrauchs- interveniert. Ans brr Admiralität wie im Menernlstabe erklärt man, I Vertreter des Metzgergewerbes gegen bte geplante O.^roi. noch immer ohne Nachricht von Roschdjeswensky zu fein. erhebung, die sein Gewerbe am meisten betreffe und schädige-. London, 27. April. Die im Hafen von Tfchifu liegenden daneben sei das Gastwirtsgewerbe in gleicher Weise mter- desarmierten russifchen Torpedoboote fetzen nach einer Meldung des essiert. 'Auf der einen Seite wolle mau die Metzger durch „Daily Telegraph* ihre Vorbereitungen zum Entweichen fort, Steuerabgaben belasten, auf der anderen Seite werde dieses werden aber von sapanifchen Agenten eifrig bewacht. Gewerbe nicht geschützt. Roch immer sei es den Bemühungen "" — / \ . "U ~~ I der Mehgerinnung nicht gelungen, daß auch das auswärtige Auß-land ttt Sturm und Drang. Fleisch ins Sck)lachihaus muß. Für ein mittleres Metzger- 2ic Befürchtungen wegen der ruffif chen geschäft mache der neue Oktroientwurf ca. 800Mk. Schaden Osterfeiertage verstärken sich. Es zirkulieren Gerüchte, aus. Diese Ungerechtigkeit ici zu bekämpfen, und er spreche daß in der Osternacht Attentate gegen die Isaak- sich gegen die Oktroierhebung aus — Bäckermeister und Kasan-Kathedrale beabsichtigt sind. Bankhäuser, Pfeifer protestierte namens der Backer gegen die ge- In Petersburg haben sich unter Führung des Senators Oktroi seien, weil sie die Lebens- und Verbrauchsmittei. Tischenhausen und des Stadtverordneten - Vorstehers des armen Mannes verteuerten, zu verwerfen. — Stadtv. Krassowskv zwei gemäßigt fortschrittliche Par- Petri erinnert daran, daß er zu den Stadtverordneten teien konstituiert. gehöre, die seinerzeit gegen das Oktroi gestimmt hatten. Der Pariser „Figaro" veröffentlicht eine Unterredung — Herr Gr ün i g meinte, er sei zwar eigentlich auch Gegner seines Petersburger Berichterstatters mit dem Finanz- der indirekten Steuern, aber um eine Erhöhung der Realminister Kokowzew, der im wesentlichen erklärte, die steuern werde man doch nicht herumkommen. Die anderen russische Regierung habe aus eine neue Anleihe in Städte hätten auch Oktroi. In Gießen sei das Bier beispiels- Frankreich wegen der Unruhe des Marktes verzichtet weise teurer als in Darmstadt, und das könne man be: und verfüge zur Bezahlung des Coupons über 452 Millionen beirt neuen Oktroientwurf mit Recht den Gastwirten vor- Rubel Gold, die im Auslande deponiert seien, was alle halten. Heute werde noch zu viel Fleisch eingeschmuggelt; Gerüchte über eine Zahlungsstockung entkräfte. die dadurch der Stadt entzogenen Beträge wurden auch In Byalistok erschoß ein Unbekannter einen Soldaten einen Teil des Defizits decken können. Ein geringer Aus-- auf offener Straße. Später wurden drei Mann verhaftet, schlag der Oktroisätze werde wohl eintreten müssen. Im die mehrere Schüsse auf einen PolizLibeamten abgegeben nächsten Jahr werde wohl auch die Wertzuwachs steuer und denselben tödlich verletzt hatten. kommen. — In längerer Rede führte Stadtv. Krumm In Sdunskaja Wolja iGouvernement Kalisch) wurde aus, daß er für gar keine Erhöhung des Oktrois zu ein Israelit, der einen Ballen Proklamationen hatte, ver- haben sein werde und daß er der gleichen Ansicht sei haftet. Eine Menge von Israeliten versuchte vergeblich unter wie sein Freund Vetters. Hier in Gießen könnte man Anwendung von Schußwaffen und Messern, den Verhas- schon ettvas höhere Steuern zahlen als in anderen Städten, teten zu befreien, wobei entt-w verwnnoet wurden. denn man habe hier die Universität, und die Zuziehenden —!—— — ---------l-u-jjl— aus den wohlhabenden Klassen würden durch eine kleine Die Götloilrage in der Versammlung des I Steuererhöhung sich nicht abhalten lassen, da ihnen durch die Universität überwiegende Vorteile zuteil würden. Nicht gNirgttvcituis* für die Gewerbetreibenden seien die neuen Jn- Gießen, 28. Aprü. I ftitutß usw geschaffen worden, die sich übrigens glänzend Eine 2-300köpfige öffentliche Versammlung im Neuen entwickelt hätten und dem Stadtsäckel keineswegs zur Last Saalbau ist gestern abend einstimmig der geplanten Oktroi- sondern für die Beamten. Diejenigen, die unsere erhebung resp. Wiedereinführung entgegengtfreten^Wt ben @tabt verschönert sehen wollen, für neue Kunstinstitute und Stadtverordneten waren erschienen: Bruck, ,^r. Ebel, wichen schwärmen, sollen es auch hinnehmen, die Eichenauer, Faber^ Gabriel, Keller, Krumm, Lob er, Orbig, dafür nötigen Steuern zu tragen. Petri und Prof. Dr. Wimmenauer. Sämtliche Stadtv. und Nachdem ein Teil der Redner des Abends nochmals der Oberbüraermeister waren eingeladen worden. Herr ^te gekommen war, schlug der Vorsitzende folgende Horst, der den Vorsitz führte, begrüßte die Versammlung, Elution vor, die einstimmig angenommen wurde (nut die vorn Bürgerverein cinbcrufen worden sei. ^er Verein anwesenden Stadtverordneten und städtischen Beamien selbst enthalte sich der Stellungnahme und wolle nur Be-L^ben be{ ber Abstimmung aus): sprechungen wichtiger kommunaler Fragen herbeisuhren. ^n Die Stadtverordnetenversammlun diesem Sinne überlasse er es auch den heute Erschienenen, l n f ß b ß n Stellung nehmen gegen--- sich auszusprechen und eventuell Resolutionen zu fassen. Plante Erhöhung b ezw. Neueinführung von I Herr Horst gab dann ein Referat über das, was in der >" - -*« ------ l Okttoisrage in einer Vorverf ammlung des Vereins zum Ausdruck gekommen war. Für Deckung des Fehlbetrags von 45000 Mk. ist eine Erhöhung des Oktrois auf Verbrauchs- I gegenstände vorgesehen, die nur wenige Gewerbe betrifft, I was von diesen um so bitterer empfunden wird. Sind I nun, so meint man, die 45000 Mk. Defizit nicht durch Streichungen im Budget zu vermeiden, dann erscheint es empfehlenswert, das Einkommen um das erforderliche Mehr von 6 Proz. zu belasten. Dann würde eine bessere Verteilung der Lasten erreicht; die starken Schultern der Besser- gestellten würden den Mittel- und Arbeiterstanb, dem sonst die Lebens- und Gebrauchsmittel verteuert würden, stützen vtacnict oueven, mußten eine ganze Anzahl Anzeigen erhoben Griqinal'-Draihmckdttnsten Kunst und i’Sifl'enfrfiaff. GeriMssaal. ge- Telephoffiischer Kursberscht Frankfurt a. X, Italien Rente 40/ Portugieser I . 4% Grieoh. Monopol.-Anl. 41/,°/0 äussere Argentiner Tendenz: schwach. Zusammen 1 aber nur in Maschen, wo Ulakate aushängen. W Summe 12 (5) alte Heimat ben Kirchengemeinden ihrer Geburtsorte ^ugewiesen An m.: Tie in Klammern geseiften Ziffern geben an, roie viel haben. Besonders große und zahlreiche Senkungen erf^gten Todessälle in der betreffenden Krankheit aui von auswärts nach vor zwei Jahren zum Besten ^^eü^I*V1/ebqS&t5ttj5)e ©iefcen gebrachte Kranke kommen. Mainz, die, mit einem Kvstenaufwande von U2 Mül. E rm B ---------- Renaissancestile ansaest'ibrt. als das hervorragendste kircklicke Bau-! ____________________________—--- Heinrich 2279 1 1 1 (1) 1(1) 51.50 45.25 2(D 1 1 1(1) KD 1(1) KD 1 1 1 1 1 1 (1) KD . 101.55 . 90.30 . 101.30 . 90.40 . 100.50 . 99.00 . 101.90 . 101.20 . 00.00 . 105.90 . 67.30 . 67.40 . 88.40 . 135.00 3%i Mexikaner 4,/g% Chinesen . Electric. Sch ackert Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsges Oesterr. Staatabahn Lombarden , . Gottharilbahn . . Laurahütte . , Bochum . . . Harpener . . . Staatschatzscheine mit Aussperrung der organisierten Maurer. Elbing. 28. April. In seiner Vaterstadt Elbing oer* starb im 80. LebenSjabre der Schriftsteller und Privat- gelehrte Heinrich Nietschrnann, der sich besonders als polnischer Literaturkenner eineu Namen gemacht hat. Sein ganzes, nicht unbedeutendes Vermögen hat er der Stadt als Bochum, 28. April. Der rheinisch-westfälische Arbeit» erläßt eine Arbeits- Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Samstag, den 29. April 1905: Zunächst Trübung und Regen, stellenweise MN Gewitter; später wieder ausheiternd, windig. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. , ordnung mit einem Lohnvertrag, den die Arbeiterorganisationen nicht anerkennen wollen. Der Arbeitgeberbund droht jetzt Schiffsnachrichten. Norddeutscher Lloyd. In Gießen vertreten durch Earl Loos, Kirckenpkct^, B r e m e n, 26. Avril. lVer transatlantischen Telegraph.) Topvelschrauben-Schnellvostdampser .,Kronprinz Wilhelm", Kapitän A. Richter, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 10 Mir morgens wohlbehalten in Newnork angekonunen. B r e m en , 26. April. lPer transatlantischen Telegraph.) Der Dovpelschrmlben-Vostdampser „Köln", Kapitän A. Koenemann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 11 Uhr vormittags wohlbehalten in Baltimore angekommen. 3 Wo 3Vn 3l/,°/° S°/n W/n A Das Mörderpaar Klein vor dem Schwurgericht in Wien. In der gestrigen Sitzung verbreiteten stck die Gerichtsärfte in längeren Ausführungen über den Befund der Leiche des ermordeten Armenvorstehers und Hausbesitzers Johann Sikora. Sie gaben an, daß diese, die in einen grauen Sack ge- < 1 steckt war, beim AEnden bereits stark in Verwesung ubergeaanaen, De» unb ^e Beine abgeschnitten waren. Mit der Zeugenvernehmung . 96.20 . 136 00 . 122.10 ’ . 208.70 . 187.80 . 141.50 . 155 20 . 168 00 . 141.50 . 1650 . 189.00 . 269.00 . 246.00 . 213 20 . 100.60 Briefkasten der Redaktion. (Anontzme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) H. H. Wir kennen das von Ihnen genannte „Gedächtnis^ meisterschasts"-Werk nicht, halten aber von dergleichen nicht viel. Solche Bücher pflegen mit viel Reklamen angepriesen zu werden/ aber sind zumeist wertlos, zum mindesten wenig verwendbar. Reiohsanleihe do. Konsole . do. . . Hessen Oberheseen : Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr 2(1) - - Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung, stilrein und preiswert die Brühl'sche Universitäts - Druckerei. Schulstr. > 4‘/s% Oesterr. Silberrente 4% Unsrer. Goldrente . 1 — 1 — 7 (3) 2 -oerben. - Cy n Liebknecht-Gedenkstein. Aus Leipzig schreibt Ens ein Freund unseres Blattes: Unweit der Schlachtorte Lutzen und Groß-Görschen liegt das Dörfchen Klein-Görschen, wo sich einst die Hauptstellungen der Verwerf Hessens im letzten halben Jahrtausend' angesehen- werden muß. Auch sonst ist die Opferwilligkeit auf evangelischer.Seite nicht so gering. So betrug die Gesamtsumme aller freiwilligen Liebesgaben im Bereich 'der evangelischen Kirche -H^stns im Jahre'1903: 658 207 Mark. Darunter waren 315 582 Mark milde Gaben aus den Gemeinden an Vereine und Anstalten evcmg.- ckristlicher Liebestätigkeit, also an Anstalten der Misston und An- -’-i-y' --- ' ,. mA-nrtfprtM itMiorrnAPtt I stalten verwandter Art: an Kirchenkollekten gingen für die gleichen I bunbeten befanden, welche hier, gegen Jtapoleon unterlagen. Unternehmungen 31839 Mark ein. Für Ortsarme wurden! In demselben Orte erhebt sich zur Linken der Friedhofskwche 87 230 Mark gegeben: den Kirchen und Pfarrcim kamen 95 296 ein schöner Denkstein, wo ein fürs Vaterland Gefallener Mark zugute, und die sonstigen freiwilliam LeiMmam pur kirch- ««»«■ «. s** selben lautet: . I spielsweise berechnen sich in Hessen für das Jahr Io. 8 bie .Hier ruht in Gott der Großh. Hessische S eF on deleut n a n t Schenkungen an die evangelische .Kirche auf 18 Psg. stir den Kopf ^om Leibregiment Franz Wilhelm ^leb^knecht, geboren ! evangelischen Bevölkerung, die Schenkungen an die kacholifthe I -3. Juli 1795 zu Gießen, gelaßen m der schlacht bei Groß-I A^che dageaen auf 97 Psg. für den Kops der.katholischen Be- Görschen am 2. Mai 1813." I völkerung. Das hängt mit der Anschauung der katholischen Kirche, I Dieser Denkstein wurde erneuert im Jahre 1903 vom ^e in allen Zuwendungen für kirchliche Zwecke ent verdwnst- 3 Großb Hess. Leibreairnent Nr. 117. liches Werk siebt, zusammen. Dagegen bringen die Evangelischen ' ” Schllchtvi-hversicherung Das im Regierungsblatt Nr. Io verkündigte Gesetz, die staatliche I angelischen entrichten nämlich an Kirchensteuern 11 Prozent, bie Schlachtviehversicherung betreffend, wird nach der „D. Ztg. Katholiken 6 Prozent ihrer Staatssteuer. in aller Kürze in einer amtlichen Handausgabe mit aus- .. -------------- - - fiihrfirhen Erläuterungen und Sachregister in der Buch- * Kleine Tageschronik. JuPlettenbergwur e>.er Handlung des Großh. Staatsverlags erscheinen. Dos Gesetz angekorn^tt^ er«|«t. > « macht die Versicherung eines reden Stuckes Rindvieh, oas gestellt, daß seine Vorträge freie Eriindungen stnd. — geschlachtet wird, zur Pflicht. In Quimver (Frankreich) wurde der K o n g r e ß d e r ck, r i st ° t Mainrlar 28. Avril. Heute fand hier Bürger- licken j binnen Leute durch emeu Zwisckemall gestört, meisterwahl statt. Von 120 Wahlberechtigten' haben 87 ^p^?ßÄastst^n b,eTeftnehmer^des^ onore^e^ann'b1e,gl<'eriteenbe|nc6erhunb für das Baugewerbe von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht. Der seitherige i --u Beigeordnete Vogel wurde mit 67 Stimmen gewählt. , —»■ Gegenkandidat war Kaufmann Schlapp, welcher 19 Stimmen wohltätige Stiftung vermacht. Rom, 27. April. (Agenzia Stefani.) Die Nachricht,- die Türkei habe einer ausländischen Gesellschaft eine Konzession bezüglich des Hafens von Tripolis erteilt war der italienischen Negierung durchaus unbekannt. Diese mußte sie daher für vollständig erfunden ansehen. Die italienische Regierung beauftragte aber trotzdem den italienischen Botschafter in Konstantinopel, tick von der Pforte Informationen '"-ber diele Anaeleaenheit zu verschaffen. Die Pforte erklärt nun die Nachricht formell und in kategorischer Weise für unrichtig und fügt hinzu, daß in' der angegebenen Beziehung der ottomanischen Regierung überhaupt kein Gesuch unterbreitet worden sei. Domadossola, 28. Llpril. Die Hochtouristen ColombL aus Gravellona und Delloro aus Vallanzasea sind auf einer Osterpartie in den Antigoriobergen abgestürzt und getötet. Warschau, 28. April. Das Geschworenengencht ver» urteilte die 26 und 23 Jahre alten Edelleute Malecki und Dauksch, welche dem Gutsbesitzer Tomaschewski mit einer vergifteten Spitze die Wange durchbohrten, ihn dann beraubten, die Leiche in einen Korb packten und sie nach Moskau sandten, zu 15 bezw. 8 Jahren Zwangsarbeit. 3H, % 4-6 Oesterr. Go'drente Todes-Anzeige. Hiermit die schmerzliche Nachricht, daß es Gott dem Allmächtigen aesallen hat meinen innigstgeliebten, teuren Galten, unseren lieben, guten Vater, Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Herrn Julius Paul nach langem, schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden im 28. Lebens- fahre zu sich zu rufen. ö 1 J Die trestrauernden ptnterbltebenen Frau Marie Paul, geb. Wisker Familie Paul. Gießen (Neustadt 78), den 28. April 1905. Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. Geschäfts Eröffnung Hierdurch erlaube ich mir, die ergebene Mitteilung zu machen, daß ich am Samstag dem 29. April 3© SelC:eE*s^®g 30 -r im Hause des Herrn Adum Reinig - -.....- - ein Zigarren - Spezial - Geschäft eröffnen werde. Als langjähriger Fachmann bin ich in der Lage, nur erste Qualitäten zu liefern. Ich empfehle mich dem Wohlwollen des geehrten Publikums. Hochachtungsvoll ,, 28. April, 21/. Uhr mittags. - - . 35.10 erhielt. 6 a 11 e, 27. Avril. Unter dem Dorsch de? Proteffors Kebeimrat R.-B. Darmstadt, 27. Apru. Der H-rn a n z - Berlin trat beute unter starker Beteistqunp von Proiefforen ausschuß der Zweiten Kammer hatte heute umfang* un£ Pastoren eine landeskircklicke Konferenz zwecks reiche Beratunqen über die Regierungsvorlage in Betreff der Gründungeiner kirckll>chen Mitt- lvart-' Abänderung des Gesetzes über den Urkundenftempel »»m m»a ,, » .,euab 12. August 1899. Die vorgeschlagenen Abänderungen der g i e b e k ä mp f en will. Negierung wurden nach mehrfacher Richtung hin beanstandet. lieber die Tifferenzpunkte sollen in der nächsten Woche gemeinsame Beratungen mit den Regierungsvertretern gepflogen werden. — In der hiesigen Stadtverordneten-Versammlung wurde zunächst auf Vorschlag des Oberbürgermeisters Morneweg ein sechsgliederiger Sonderausschuß wählt, der die Ausgabe haben soll, sich gründlich mit der für die Zukunft Darmstadts so eminent wichtigen Frage des Altstadt-Durchbruchs zu beschäftigen. Weiter wurde f*;- ... schlossen, der Stadtkasse bei der hiesigen Reichsbankstelle em | iourbe sodann begonnen; es smd bereit 48 vorgeladen. Girokonto zu eröffnen. Mit der Errichtung des seit Jahren geplanten Bismarckdenkmals soll nun ebenfalls bald voran- itfth $t£rkfht» öölkStDtltfdillflL geschritten werden. Es wird auf dem Ludwigsplatze nach J & ( nock Km™.»« ** m*. * ***-. «->—■ ässI dies zu bewirken, beschloß die Stadtverordneten-Versammlung, I Vermittelung von Wecklel- und Lombardgeickäften mit den jetzt dort befindlichen alten monumentalen Ludwigsbrunnen ^^eneinrichtung und beschränktem Giroverkehr versehen werden, abzubrechen und aus dem Taunusplatz wieder aufzubauen. ' Märkte. Für die städtische höhere Töchterschule mit Lehrerinnen- fc ^ankfnrt a.M.. 28. April. lTelegr. Orig.-Berickt des seminar, die wiederum eine bedeutende Erweiterung erfahren ^eß. Anz."). Amtlicke Notierungen 8er beustgen ^ebmarkt- muh, würbe ble Errichtung von vier neuen Lehrer. 2FRü^^m,Stiere^b [teilen genehmigt. Rinder 0 au^ Oestreick, 962 Kälber, 65 Scka^e und Hämmel, - ---- -- ----------'----567 Sckweine. 0 Ziegen, o Ziegen-, 0 Schastämmer. Betablt Schenkungen an die evangelische Kirche in^^Hefsen. w«vlE'.mbSch,»chm^^ Wie wir schon kurz mitteilten, imirben nn letztetr yml^ 9 £Lim[ qq—62 Mk.: Kühe 1. Qual. 68—70 WL, 2. Qual. Jahre im Grofckerzogtum Hessen msgesamt Senkungen unv Ter- 62Mk. 3. Qual. 50—52 Mk, 4. Qual. 40—44 Mk., 5. Qual, .nächtnisse im Betrage von 896 349 Mark lav)>esberr^ l^statrgt. oy—00Mk. Kälber: l.Qual. 88—90Mg., Lebendgewicht 52—54 Ps., Wenn die evangelische Kirche Heftens an dreier Summe ker e !^ - 70_R0 Lebendgewicht 50—52 Psg., 3. Qual Anteil hatte, so ist das nickt dahm zu verstehen, daß drei Schlachtgewicht 60—64Mg., Schale: l.Qual. 72-74, Kirche in dem genannten Zeitraum üb^baupt ferne^jTeiWulige I CLlJ(t(^64_66 g. Qual. 00-00 Psg.: Schweme 1. Qual. Zuwendungen gemacht worden leien. Nack^?lrtikel12! des Gesetzes " oeben^aero. 53.50 W, 2. Qual. 66 Psg., Lebendgewicht vom 17. Juli 1899, die Aussührung des Diirg. Gesetzbuches z. ^ual. 60-62 Psg., Lebendgewicht 00-00 Psg. bedürfen e^^enfu^geI^ ober J^u05^01019en ^urrfi^^^en^ bei Hornvieh mittelmäßig, Ueberstand unbedeutend, bet Todeswegen an juristische Vmorren M r^er Grltigkeft Nr Ihrem qut*rein Ueberstand. -ollen Umfange der Genebmrcmng .^Werzogs, wen^ ----- Gegenstände im Werte von mehr als 5000 Mark betresfen. I - (?•*<**« | Portugieser I einer Kirck en gemeinde eine derartwe Schenkung ^gewresen, > bff ttt 5fnOT 3^ ^ortu^iospn. III nrnS sie biircb bie Vermittlung des Mim^mms bte 29 ^ommr bis 4. Februar 1905. 1 1% ünif. Türken E L ^mwahnerzahl- —m.nm-8W0ln.-. IE Mann Militär e—. L Ä NTLkÄLLLM gtA* I«- Ö Vff’Ä'ÄÄ’« «.,«* >« 'S “ überwiesen, wohl aber waren die Schenllmg-en, deren Wert unter I Gehirns ipTS 7-eckt Zahlreich Im Jahre 1904 wurden Schenk-1 ^mstuenza ungm^md VermäckÄftse an die evangelischen Kirchen Hessens tm I Blasenwurm @eTa mtb et r™ ge von 101 344 Mark genehmigt. Die meisten Magenerweiterrmg dieser milden Gaben waren für Kirckenbauten bezw. für bessere Blinddarm-- Ausstattung der vorhandenen Gotteshäuser bestimmt, viele entzundung Schenkungen kamen auch gemeinnützigen Anstalten, tote Dm- Emvyen konissenstationen und Kleinkinderschulen zugute. Von den Zu- Wafferkovs, hps c>nbres 1904 ist besonders bemerkenswert die Lungenentzündung ZL7n7 LL »W im W^i-vvv ^000 Mark durch A,t°Ewäch° ben 'Sflifre an bie Stabtkirche M Friebbera Vielfach sinb auch Verungluckuna____ Schenkungen darunter, bie__9tinfr«flttre ««« I r trostreichen der Barm- 2335 In aller Name« -er tieftranernde Gatte Wilhelm Besty Zahlmeister-Aspirant. Gießen, den 28. April 1905. bei der Beerdigung unserer lieben, guten, unvergeßlichen Frau Louise Best, gev. Klotz sowie für die zahlreichen Blumenspenden, insbesondere für die Worte deS Herrn Pfarrer Euler, sowie für die liebevolle Pstege herzigen Schwestern sagt innigsten Dank Danksagung- Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme während der Krankheit und Danksagung innigsten Dank L. Wügner. 02803 mwstehlt sich 02767 Schützenstraße 7. 02766 zu oermieten. 1503 3n vermieten Faß mer Lopyelmilt billig zu verkaufen. Zu erfragen in der Expedition d. Bl. 102762 Zur Massage and Krankenpflege Wr die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem schweren Verlust, der uns betroffen, sage ich allen, sowie den evangelischen Schwestern für ihre liebevolle Pflege unfern Wenig gebrauchter Herd und kleiner Ofen billig abzugeben. 02811 Krofdorferstr. 3, H. 02765] Frührofe« und Setz- kartoffelrr zu vert. Ederstraße 13. Auftreten von nur Künstlern erste« Ranges. 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Gießen, Schulstraße 7, 28. April 1905. 2337 Die Beerdigung findet Sonntag den 30. April, nachmittags 31/, Uhr, vomPortale des neuen Friedhofs aus statt. Lonys Bierkeäler ebener Orpheum. 'M* Schanzeustraße. Samstag den 29. und Sonntag den 30» April: Einmaliges Gastspiel der Ersten Schöner M, verkaufen Zwei LöldeerMlielldiime verkauft billigst B. Moser, 026811 Gärtnerei, Wiesecker Weg. Sprungfähiger, angekorrei Loktlsbergkr Faselechs gu verkaufen (Mutter mehrmals prämiiert) der Friedrich Roth, Steinbach bei Gießen. 2305 Wirtschaften rentable, 5. verpacht, u. z. verkauf. 02758] Näh. Westanlage 64,I Gat erhalt. Kaffenjchrant billig zu verkaufen. 02763 Wilh. Ziegler, Schlosseret, L-Deatzu. Kran, Marktplatz 21,11 Herzenswunsch Aller ift ein zartes, reines Gesicht, rosiges, jugendfrffches Aussehen, weiße, sammetweiche Haut und blendend schöner Teint. Man gebrauche daher: Radebeuler Memerd-LilieMiWse echt ä 50 Pfg. bei 1150 Adolf Bieler Viktoria-Drogerie, Marktstraße 5. 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