Nr. 48 Samstag, 25. Februar 1905 155. Jahrg. » -«A -* * fc-o- ■«---- «* - «- ■» 6eg.ms C$0 HUVl lgniP vEB VMRLützS. Dt» werd« bem rtrat wöchentltch detgeregt. De »Mit '• te* tri • «iw msmaEch «tam4 Gießener Anzeiger **«■*»*#**# «6 e*kie tat eHiHM UiztzradttiteatudfCTi, fc 8oag«, «tMn» «rdoStm-.«rk>E'--f#t.t. UktL htagi^tofci Stajttfltt *t*|* Seneral-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Sieben. n^zx Parlamentarische Verhandlungen. Nachdruck sh«e Versinbsru«» «icht geststLst. Deutscher Reichstag. 148. Sitzung vom 24. Februar. 1 Uhr. Das Haus ist äußerst schwach besetzt. Am BunLesratstisch: K r a e t t s , Frhr. v. Stengel u. a. Auf der Tagesordnung stehen zunächst Reste des P o ft e t a t s. Die Beratung beginnt beim Titel 98. Zu außerordentlichen Vergütungen für mittlere Beamte: 365 290 Mk. Mit zur Debatte stehen dir Positionen 38a: „Zu außerordentlichen Unterstützungen für höhere und mittlere Beamte: 835 580 Mk." und 38b: „Zu außerordentlichen Vergütungen und Unterstützungen für Kanzleiöeamte und Unterbeamte: 1468 410 Mk." Die Kommission hat bei diesen Positionen, die besonders für die Beamten im O st e n bestimmt sind, 200 000 Mark gestrichen, und zwar bei der Position 38a 80 000 Mk., bei der Position 38b 120 000 Mark. Staatssekretär Kraetke: Ich möchte Sie bitten, die Summen entgegen dem Kommissionsbesckiluß voll zu bewilligen. Wir haben den Titel „Vergütungen" verkürzt und dafür,den Unterstützungstitel vergrößert. Dies war deshalb notwendig, toeil die Not in den östlichen Provinzen größer ist, als in den westlichen. _ Nun ist gesagt, die Titel 38a und 38b stellten eine verschleierte Ostmarkenzulage dar. Aber darum handelte es sich garnicht. Diese Titel haben mit der Ostmarkenzulagc nichts zu tun, cö handelt sich nur darum, wirkliche Not zu lindern. Abg. v. Gersdorff (kons.) empfiehlt die Wiederherstellung der Etatsposition nach dem Regicrungsantrage. Abg. Singer (Soz.) tritt für den Kommissionsantrag ein, da trotz aller Versicherungen der Regierung doch ein Zusammenhang zwischen dieser Position und der im vorigen Jahre abgelehnten Ostmarkenzulage vorhanden sei. Abg. Werner (Äntis.) tritt für die Regierungsvorlage ein. Abg. Korfanty (Pole) ist für den Kommissionsbcschluß, während Abg. Dr. Arendt (Reichsp.) sich für unverkürzte Bewilligung dieser Positionen ausspricht. v Abg. Gröber (Ztr.) erklärt sich für den Kommissionsbeschluß, nicht weil er den Beamten eine Unterstützung mißgönne, sondern weil es sich bier tatsächlich um Wiederherstellung der abgelchnten Ostmarkenzulage handle. Einer allgemeinen Gehaltserhöhung würde er dagegen nicht widersprechen, selbst wenn die Mittel dafür in einem Nachtragsetat gefordert würdsm. Staatssekretär Kraetke wiederholt' nochmals, daß hier von einer Ostmarkenzulage keine Rede sein könne. Es handle sich nicht um regelmäßige Zulagen, sondern um einmalige Unterstützungen, die unumgänglich nötig seien. Abg. Graf v. Oriola (natl.) meint auch, daß es sich,hier nicht um die Ostmarkenzulage handle und tritt für unverkürzte Bewilligung der beiden Positionen ein, da es sich hier nur um eine Erhöhung des Fonds für außerordentliche Unterstützungen handle. Abg. Frhr. v. Richtbofen (kons.) ist der Ansicht, daß die Parteien, die gegen die Regierungsvorlage seien,, aus Wohlwollen für die Polen Mißwollen gegen die Beamten zeigten. Abg. Dr. Müüer-Sggan (fretf. 93p.) warnt davor, bei der außerordentlich schwachen Besetzung des Hauses an den Kommissionsbeschlüssen zu rütteln. Abg. v. Gerlach (freis. Vgg.) ist für den Kommissionsbeschluß, man dürfe den hakatistischen Zug, oer jetzt in der Postverwaltung herrsche, nickst noch verstärken. Abg. Singer (Soz.) protestiert gegen die Behauptung des Abg Frhrn.' v. Rickstbosen. Abg. v. Gerdsdorss bemerkt, man hätte es bisber hier vermieden, eine Polendebatte zu führen, selbst der Abg. Korfantv hätte sich Zurückhaltung auserlegt. Erst dem Mg. bon Gerlach habe es gefallens eine, Polendebatte zu inszenieren. Vielleicht würde er bei seiner politischen Wandlungstähigkeit das nächste Jahr als Gerlachowski bei den Polen eintr-ten. (Große Heiterkeit.) Hierauf werden alle drei Positionen nach den Vorschläaen der Kommission angenommen. Bei den einmaligen Ausgaben Titel 60 „Zur Erwerbung eines Grundstücks in Rüdes- h e i m und zu baulichen Aenderungen aus diesem Grundstück, erste Rate.98 000 Mk.", der von der Kommission unverändert bewilligt Abg. Bartling snatl.) aus, daß die Stadt Rüdesheim durch diesen Beschluß geschädigt werde, da sie das Postgebäude auf einen andern Platz haben wollte. Das Postgebäude würde dadurch in die Nähe des Bahnhofs, also ganz an das westliche Ende der Stadt kommen und dadurch den Bedürfnissen des Verkehrs nicht genügen können. Es sei zu fordern, daß das Gebäude mitten in das Verkehrszentrum gelegt werde, geeignete Plätze seien dort vorhanden. Man dürfe doch nicht unter rein fiskalischen Rücksichten, nur um an Postfuhrwerken zu sparen, den Verkehr leiden lassen. Er beantrage, diese Position an die Kommission zurückzuverweisen. Staatssekretär Kraetke w^ist darauf hin, daß diese Frage schon in der Kommission eingehend besprochen sei. Das bisherige Postamt habe verlegt werden müssen, weil es durchaus ungenügende minderwertige Räume aufweise. Das Grundstück, da? die Postverwaltung Vorschläge, sei durchaus geeignet und auch nicht zu teuer. Es sei jetzt telegraphisch der Verwaltung ein anderes angeboten, aber das sei zu teuer und liege zu weit von dem Verkehr. Nach kurzer Debatte wird der Antrag Bartling gegen die Stimmen des Zentrums und der Freisinnigen angenommen, die Position wird also an die Kommission zurückverwiesen. Bei der Position „Für die Herstellung einer Telegraphenlinie von Tabora über St. Michael nach Muansa in Ost- a f r i k a (Fortsetzung der Linie Dar-es-Salaam über Mvagua nach Tabora), zweite und letzte Rate 50 000 Mark, bat die Kommission 30 000 Mark gestrichen und nur 20 000 Mark bewilligt. Das Haus tritt ohne Debatte dem Kommisstonsbeschluß bei. Beim außerordentlichen Etat, Titel „Für Fernsprechzwecke 27 475 000 Mark" gibt Abg. Erzberger (Zentr.) seiner Freude darüber Ausdruck, daß die Post dem kürzlich geäußerten Wunsche des Reichstags,^ den Arbeitsnachweisen billige Fernsprechgebühren zu bewilligen, schon jetzt nachgekommen sei. Redner befürwortet sodann die folgende von der Kommission angenommene Resolution: „Ten Reichskanzler zu ersuchen, die Benutzung der Fernsvrech- einrichtungeu unter den einzelnen Ortsfernsvrechnetzen innerhalb des Reichspostgebiets sowie mit den Fernsvrecheinrichtungen in Bavern und Württemberg in wesentlich erhöhtem Umfange zu ermöglichen." Der Titel wird angenommen, ebenso die Resolution. Die Einnahmen für Porto und Telegraphengebühren hat die Kommission um 10 Millionen von 473 000 000 auf 483 000 000 Mark erhöht. Staatssekretär Kraetke: Es ist wohl ein ziemlich ungewöhnlicher Vorgang, daß jemand sich sträubt, daß seine Einnahmen, vermehrt werden. (Große Heiterkeit.) Ich möchte Sie aber doch bitten, von dem Kommissionsbeschluß abzusehen. Wenn unsere Einnahmen sich auch vermehren, so vermehren sich doch auch die Ausgaben wenn sich die Einnahmen um 10 Millionen vermehren, werden sich die Ausgaben um 7 Millionen vermehren. Staatssekretär Frhr. v. Stengel: Ich kann dem Vorredner nur Zustimmen. Auch mir wäre es ja sehr angenehm, wenn ich sicher auf die zehn Millionen mehr rechnen könnte. Ich bitte Sie aber, den Bogen doch nicht zu stark zu spannen. Wenn auch Mehreinnahmen zu erwarten sind, so ist der Satz von 10 Millionen doch viel zu hoch genommen. Abg. Dr. Spahn (Zentr.) tritt für den Kommissionsbeschluß ein. Abg. v. Staudy (kons.) hält den Kommissionsbeschluß für zu westgehend, man könne höchstens an eine Erhöhung um 3 ober 5 Millionen denken. Er wolle aber von einem Anträge absehen. Abg. Dr. Müller (Sagan) sieht für das nächste Geschäftsjahr eine günstige Entwicklung voraus und hält den Kommissionsbeschluß keinesfalls für zu weitgehend.- Es komme darauf an, bei den Schätzungen keine Schablone anzuwenden, sondern sie der Wirklich- kest möglichst nabe zu bringen. Der Kommissionsbeschluß wird angenommen. Einige Petitionen von Postschaffnern und anderen Unterbeamten um Vordatierung des Vesoldungsdienstalters werden den verbündeten Regierungen mit dem Ersuchen um baldige umfassende Neuregelung der Bestimmungen über die Anrechnung der Militärdienstzeit auf das Zivildienstalter zur Berücksichtigung überwiesen. Damit ist die zweite Beratung des Postetats erledigt. Ohne wesentliche Debatte erledigt wstd der Etat der Reichsdruckerei. Es folgt die zweste Beratung des Etats der Verwaltung der Neichseisenbahnen. Hierzu liegt vor eine Resolution Erzberger u. Gen. (Ztr.), den Reichskanzler zu ersuchen: 1. für das Personal der Reichseisenbahnen Zeit und Gelegenheit zmn regelmäßigen Besuche des Gottesdienstes an Sonn- und Festtagen, mindestens an jedem zweiten Sonntag zu geben und hierüber alljährlich in dem Bericht der Verwaltung der Reichseisenbahnen eingehende Mitteilunaen zu machen; 2. für die Arbeiter in den Hcnn^ und Nebenwerkstätten der Reichseisenbahnen einen jährlichen Urlaub, steigend mst der Zahl der Arbeitsjahre, unter Fortbezug des Lohnes einzuführen. Abg. Schlumberger (natl.) schildert die Eisenbahnverhaltnisse von Elsaß-Lothringen; es sei die Vergrößerung des Wagenparkes und auch die Vermehrung der Lokomotiven erforderlich. Vor allem aber müßten eine Reihe neuer Bahnlinien gebaut werden. Abg. Erzberger befürwortet seine Resolutton. Minister von Budde führt aus, daß die Löhne der Arbeiter der Reichseisenbahnen ständig im Steigen seien, er werde bestrebt sein, nach Möglichkeit die Frage weiter in wohlwollendem Sinne ZU verfolgen. Die Arbeiterausschüsse hätten sich bewährt, sie würden weiter vermehrt werden und auch auf den Rangierbahnhöfen eingeführt. Eine Statistik über diese Arbeiterauschsüsse könne er aber nicht vorlegen, weil diese nur zum Schematismus und BureaukratiSmus führen würde. Das Gute, was er, bei dem preußischen Eisenbahnminister finde, werde er auch für die Reichs- eisenbahnen übernehmen. (Heiterkeit.) Urlaub würde in allen wichttgen Fällen erteilt, so, wenn jemand seine (5Item besuchen wolle oder mal krank sei. Für das nächste Etatsjahr werde er eine Stellenzulage für die Stationsvorsteher zweiter Klasse beantragen, der preußische Eisenbahnminister habe ihm mitgeteilt, , daß in Preußen schon eine solche Stellenzulage bestehe. (Heiterkeit.) Der Besuch des Gottesdienstes werde gern gestattet, so weit es der Dienst gestatte. Aber Punkt I der Resolution gehe doch zu wett, so schematich könne man diese Sache nicht behandeln. Wenn über den langsamen Ban des Bahnhofs in Mühlhausen geklagt werde, io könne er nur sagen, daß er auch sehr ungeduldig darüber sei, aber die Hauptschuld trage die Stadt Mühlhausen. „ Was das rollende Material anlange, so sei er stark bestrebt, möglichst viel neue Lokomotiven zu haben. Junge Gäule liefen eben besser als alte (Heiterkeit), auch seien neue Lokomotiven wirtschaftlicher. Den Nebenbahnen widme er fortgesetzt fein Interesse. Es werde jetzt ein einheitlicher Plan für alle wichtigen Nebenbahnen ausgestellt, jede Bahn werde mit einer Nummer versehen und eine Nummer nach der anderen ausgebaut. Abg. Riff (freis. Vgg.) erkennt an, daß in Elsaß-Lothringen die Eisenbabnverhältnine manche Besserung in den letzten Jahren erfahren hätten, auch die alten Klapperkasten der dritten Wagen- klasse seien allmählich verschwunden und durch neue, gute Wagen ersetzt worden. Ungewißheit herrsche noch immer darüber, ob man in Elsaß-Lothringen auch die vierte Klasse einführen wolle oder nicht. Abg. Erzberger hat feine Resolutton in Punkt 1 dahin abge« ändert, daß es anstatt „jedem zweiten Sonntage" heißt „mindestens zwei Sonntage im Monat". Abg. Blumenthal (fteis. Vp.) tritt für die Aufbesserung der Reichseisenbahnbeamten ein. Es dauere ungebührlich lange, bis viele dieser Beamten die höchste Gehaltsstufe erreichten. Ferner verlangt Redner, daß bezüglich des Enteignungsverfahrens em anderes Verfahren im Elsaß eingeschlagen werde. Ser, Munster habe gesagt, daß er kranken Arbeiten gern Urlaub gewähre, doch wäre es wohl besser wenn den Arbeitern Urlaub gegeben Werwe, ehe sie krank würden. Minister v. Budde erwidert, daß er die Frage des EnteignuntzS- verfahrens nicht selbständig entscheiden könne, sondern erst mit dem Reichsjusttzamt Rücksprache nehmen müsse. Die „4. Klasse werde, wie er glaube, auch in Elsaß-Lothringen eingeführt werden; die Erfahrungen, die man dort mit einigen durchgehenden Zügen, die die 4. Klaffe führten, gemacht hätte, seien durchaus günstig gewesen. Die 4. Klaffe sei ein vorzügliches Beförderungsmittel, bte auch geeignet fei, die Personentarifreform weiter zu fordern, durch Abschaffung der Rückfahrkarten. Auch in Heffen sei man jcht mit der 4. Klasse sehr zufrieden, obwohl man erst darüber sehr geschrien habe. Er beabsichtige, im Elsaß die,4. Klaffe einZuführen« nachdem die Bettiebsmittelgemeinschaft und die Personentarifteforv durchgeführt.sei. Abg. v. Gerlach beftreitet es, daß die 4. Klaffe in der Bevölkerung so beliebt sei, wie der Minister zu meinen scheine. Abg. Ledebour (Soz.) hält das Loblied des Ministers auf die 4. Klaffe ebenfalls nicht für gerechtfertigt. Mg. Jtschert (Ztr.) weist dagegen darauf hin, daß die 4. Klaffe in der Ärbeiterbevölkerung sehr beliebt sei. Hiermit schließt die Debatte. Die Resolutton Erzberger wird angenommen, desgleichen der Etat der Reichseisenkxchnen. Eine Anzahl von Beamten -Petitionen von nicht aHge* meinem Interesse werden entsprechend den Vorschlägen der Kommission teils als Material teils zur Erwägung überwiesen. Hierauf vertagt sich da§ Haus auf Sonnabend 1 Uhr. (Marineetat.) Schluß 6% Uhr. Kessischcr Landtag. R. B. Darmstadt, 24. Febr. Am Ministertisch: Finanzminister Dr. Gnauth, Ministerialrat Frhr. v. Biegelebe-n, Geh. Rat Braun. Nachdem Vizepräsident Dr. Schmitt die Sitzung um Si/k Uhr eröffnet, wird die Etatsberatuug fortgesetzt. Ohne Debatte werden genehmigt Kap. 114, Ausgleichungen kulnd Staatsschuld, Einnahme 1969 064 Mk., Ausgabe 13190 554 Mk., Kap. 115, Pensionen, Einnahme 699 804 M?., Ausgabe 3 835980 Mk., wird zuruckgestellt. Kap. 116, Verhältnis zum Reiche, Einnahme 4 500 204 Mk., Ausgabe 5427 697 Mk., Kap. 116 a, Ausgleichsfonds, Ausgabe 680 000 Mk., Kap. 117, Indisponible und reservierte Fonds, Ausgabe 233 926 Mk., werden genehmigt. Das Haus geht darauf zur Beratung des zweiten Teils des Etats, „Für das Vermögen" über. Kap. 118, Reste aus früheren Führen, Einnahme 8 604 773 Mk. und Ausgabe 761958 Mk., wird ohne Debatte genehmigt. Von Kap. 119, Kamera'l- und Forstdomänen, werden für Schloß Romrod 20 000 Mk., Hof Schönau 12 000 Mk., Häuser Hof 6600 Mk., Boxheimer Hof 24 000 Mk., Oberförsterwohnung zu Lampertheim 9500 Mk. bewilligt. Beim Titel Mönch- Hof hatte der Finanzausschuß zuerst die Ablehnung des Betrags von 47 786 Mk. für den Erwerb der dort vom Pächter errichteten Wirtschaftsgebäude beantragt. Da jedoch der Ausschuß der ersten Kammer dieser Ablehnung nicht beitrat, wurde in einer neuen Beratung mit den Regierungsvertretern in Rücksicht auf den sehr geringen Kaufpreis dem beantragten Erwerb der Wirtschaftsgebäude zugestimmt. Das Haus bewilligte gleichfalls die Forderung, ebenso für Domanialhof Erbes-Vudesheim 16 400 Mk., für Wasserversorgung g) der Domäne Schiffenberg 10 600 Mk., b) des Häuser Hofgutes 6200 Mk. c5 für Hofgut Kouradsdorf eine diesb ezngliche Kreditübertragung. Ohne Debatte werden weiter bewilligt Kap. 120, Badeanstalt Bad Salzhausen, Kap. 121, Staatseisenbahnen, Gesamtausgabe für Erweiterung und Ergänzung der baulichen Anlagen und des Fahrparks 4 673 258 Mk. Für Erbauung einer Hauptwerkstätte zu Darmstadt, vierte Rate 300 000 Mk., Ei'weiterung der Wagenreparaturwerkstätte, zweite Rate 300000 M?., Erweiterung des Bahnhofs Mainz, letzte Baurate 340 000 Mk., B ahn steig Verb e s s erun g en in Bingen 57 000 Mk., Erweiterung des Bahnhofs JUgelheim, letzte Rate 120 000 Mk., Verlegung der Haltestelle Ranstadt 73000 Mk., Erweiterung des Bahnhofs 5)ungen, zweite Rate 150 000 Mk., für Verhütung von Waldbränden und Schnee- verwehungert 25000 Mk., Herstellung von elektrischen Sicherungsanlagen 328400 Mk., Herstellung von schwerem Oberbau 600 000 Mk., Aufstellung von Fahrsignalen 2c. 42 000 Mk., erste Rate zur Errichtung von Wohnilngen für Arbeiter und gering besoldete Beamte derStaatseisenbahnen 500 000 Mk., Vermehrung der Betriebsmittel 1330 000 Mk. Mehrausgaben für Betriebsmittel in 1904 57 858 Mk., Streckenblockierung auf dem hesischen Teil der Bahnstrecke Bingerbrück-Mainz-Bischofsheim 19 670 Mk., Aufstellung von Fahrsignalen auf den Oberhessischen Staatsbahnen Gießen- Fulda und Gießen-Gelnhausen, Kredittibertragung 21271 Mark. Endlich als Dispositionsfonds für vorsorglichen Grunderwerb 450000 Mk. Kap. 122, An- und Verkauf von Staatsdomcüten, 55 000 Mk. und 123, Landstande, werden bewilligt. Bein: Zentr al bau wesen des Ministeriums des Innern werden genehmigt: Für das Kollegien- gebäude Darnfttadt25800 Mk., Kreisamtsgebüude zu Lauterbach, erste Rate 23 000 Mk., Geländeerwers für Erbauung von Gendarmeriewohnungen ut Offenbach 16 800 Mk., Laiftesu" versitat Gießen: Letzte Rate für den slleubau einer chirurgischen und einer ophthalmologiscben Klinik 622 200 Mk., Dampfkesselzentrale» der neuen Kliniken 5700 Mk., Zentra lwas ch cm statt 6170 Mk.^ Einrichtungen für die veterinärmedizinischen Institute 4988 Mk., Medizinische Klinik und gvnäkologische KlrrttL- 15 800 Mk.. Psychiatrische Klinik 6500 Mk.. Umbau der alten, Universitätsbibliothek 15 000 Mk. und Vergrößerung bert] Aula 93 000 Mk. Technische Hochschule Darmstadt: Für Erweiterungsbauten südlich der Hochschulstraße, letztes Baurate 682 295 Mk. und Botanischer Garten 9500 Mk. Füö das Gymnasium Bensheim 8000 Mk., Gvmnasiumsneubau Offenbach für Projektansarbeitung 4000 Mk., Gymnasiumsneubau Worms 24000 Mk., Schultehrersemiuar-Neubauj Bensheim 4500 Mk., Lehrerseminar Alzey 5600 Mk., Mu- seumsneubau Darmstadt, vierte Rate 145000 Mk., früheres^ Mercksches Besihttim 40 000 Mk., Landeshospital Hofheimt 15 200 Mk., Errichtung einer Irrenanstalt Gießen, zweite^ Rate 630 000 Mk., Errichttmg einer Irrenanstalt Alzey 630 000 Mk., Zenttalstelle für die Gewerbe, Darmstctttt^ 30 000 Mk., Landesbaugewerkschule Darmstadt 66 480 Mk. Im Anschluß hierarr werden auch die beantragten Kredit- überttagnngen re. genehmigt, ferner Kap. 125, Gutenberg- Mnseum in Mainz 2500 Mk. und Bodenmoliorations- urÄ Wasserversorgungswesen 2000 Mk. Beim Zentralbauwesen für das Justizministerium werden für Verlegung der Amtsgerichte I und IT Darrm« stadt 58000 Mk., für Umändcimngen im JUstizgebärrde! Darmstadt 48 500 Mk., für Amtsgerichtsgebände und Haftlokal Dieburg 13 600 Mk., für Amtsgericht und .Haftlokal Lampertheim 13 700 Mk.. Amtsgerichtsneubau Beerfelden) 38000M., Amtsgerichtsgebäude Offenbach 7700 Mk., Avrts^ Zuhaben in Apothekenu.Drogerien.--Broschüre gratis u. franko von Bauer & Cie., Berlin SW. 48. Eine Quelle der Kraft für Alle die sich matt und elend fühlen, nervös und energielos sind, ist Sanatogen. Von mehr als 2000 Aerzten aller Kulturländer glänzend begutachtet. a. W h WWW ■K'- ■ *ÄS icral-Debit Grosse Wohitäligkeits- i Oeld.- t 'Lotterie d. Krankenpflefle Anstalten «vorn Roten Kreuz, Strassburg LE. | Ziehung in kurzer Zeit । | 6052 SÄ 1 8 Arbeiter Sonstige Mark. j Ist es wirklich wahr I daß, wie nur von einem Verkäufer gesagt worden ist, 3 Ihr Anker- AI. 8 a 1000 Ü00 (> ä 80 L 100 ’5“ Husten + Heil Karneval- ' 1 _ Sämtliche Karneval Fußböden bei 070 Eroiii Fischbach Jede» Morgen trinken mehr als eine Million Menschen 8000 3000 3000 LI. 21. $3 00 ä 50 == LI. A 350 Gew. zus. LI. M 5600 Gew. zus. M. Kathreiners Malzkaffee, - aus triftigen Gründen der Gesundheit und des Wohlbehagens! Wer es aber noch nicht tut, wer noch nicht zu dieser großen, täglich wachsenden Zahl einsichtsvoller und lebenskluger Menschen gehört, für den beginnt eine neue Aera des Wohlbefindens, der körperlichen und geistigen Frische, wenn er dem Bedroher unserer Herzkrast und unserer Nerven, dem Bohnenkaffee, für immer den Rücken kehrt und ohne Verzug Kathreiners Malzkaffee zu seinem ständigen, täglichen Morgentrunk erhebt. — Man trinke schon morgen seine Tasse KW Oelfarben nicht nachklebend, UM WctiNö Parkettwachs — ohne Glätte sowie n((e sonstigen Artikel zum Anstreichen und Wichsen der Kaufleute . ... ... • • •, • Hartowerter und sonstige Gewerbetreibende Extrafeine Liilstrna-Fkisteii-Ailslese birniörmige, ' ganze Frucht, empfiehlt zum Nohessen '»6 Geo^tg Wallenfels Marktplatz 21 gegenüber der Engel-Apotheke. „Kathreiner!" li n0 1 M H Lose 10 Mk. Jj Jo 11'1 • Porto u. 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Beim Zentralbauwesen deS Ministeriums der Finanzen werden dann ohne Debatte für das neue Kanzleigebaude zu Tarmstadt 42 500 Dtt., für ein Steuerdienft- und Wohngebäude in Butzbach 18 000 Mk., für ein ebensolches m Hungen 36 000 Mk., für em Bezirkskasslergebäude m Ltch 23 5uo Mk., für Erwerb eines Gebäudes in Nicder-Olm 22 9UÜ Wit, für ein Bezirkskasstergebäude zu Waldmichelbach 23 850 ÜDIL, Erwerb und Einrichtung etnes Bezirkskasster- aebäudes zu Beerfelden 26 300 Lik., Umbau eines Steuer- oebäudes in Offenbach 18 400 Alk., Kreditübertragung für ein Steuergebäude tn Bmgen und das Hauptfteueramts- aebäude zu Worms und Einstellung der bereits genehmigten 44 500 Alt. für den Ausbau des Isenburger Schlosses zu Offenbach genehmigt. Für den Ausbau der Buhnen am rechten Rhemufer oberhalb Gernsheim 34 000 N!k., am rechten Rhemufer bet Kornsand 18 000 Mk., für Vermeftungs- kosten der über Mittelwasser liegenden ftskalischen Wetden- anlagen und sonstigen Alluvionen am Rhein und Mam als erste Rate 8750 Alk., sowie Kreditübertragung ftüherer Bewilligungen genehmigt. Tre beiden letzten Kapitel des Etats, Ausleihungen und Staatsschuld, und indisponible und reservierte Fonds werden gleichfalls bewilligt. _ . .. , Haus greift nun »auf die früher zuruckgeslellten Kapitel zurück. Bei Kapitel 47, Landesmuseum, Ausgabe 62 800 Mk., fragt Abg. Bähr, wie es mit einer aus ben früheren Differenzen der Museumsvorstände hervorgegangenen Lepsiutzbroschüre stehe. Ministerialrat Weber er- OUp/ IVlv »iviv vvh . u *. l 7 n Pain-Expeller nicht mehr verlauft werden daN? . P Anlagen dieser Art lauten fortwährend bet uns em, weshalb wir zur Wahrung unserer berechtigten Interessen leider genötigt sind, jene Ausstreuungen als bewußte Unwahrheit, zu kennzeichnen, denn der Anker-Pain-Exp etter darf nach wie vor in allen Apotheken zum Preise von 50 Pi. und 1 Alk. verkauft werden. Es wolle sich deshalb niemand durch solche böswillige Angaben irresühren lassen und uns ähnliche Borkomnuuffe gefälligst mitteileu. F. Ad. Richter & Cie., Rudolstadt. 1. Hauptgew. M.&0000 •2. Hauptgew. M. 10000 3. Hauptgew. M. 5000 'r 3UOO widert kurz, der Regierung sei von einer solchen nichts bekannt. Das Kapitel wird darauf genehmigt. Eine längere Debatte entwickelt sich beim Kapitel 75, Pferdezucht, Titel Landesgestüt, Einnahme 32 100 Mk. Abg. Häusel motiviert hierzu einen längeren, von ihm gestellten Antrag, dessen erster Teil die Wiederherstellung des Gestüts zu König r. O. und die Aufhebung des Stockheimer Wer nicht durch Nachahmungen geschädigt sein will, der nehme beim Einkauf der Richter schen Anter-Fabrikate nur solche Schachteln oder Pakete an, die deutlich mit der berühmten Fabrikmarke Anker versehen sind. Findet man unsere seit mehr als 35 faßten rühmlichst bekannten Anker-Fabrikate am Platze nicht vorräna, dann wende man sich gefälligst direkt an uns, wir werden für billigste Zustellung sorgen. F. Ad. Richter & Cie., Rudolstadt. aertajtSaebäubc Büdingen 23 000 Mk., AmtSgenchtsgcbaude Worms 60300 Mk. und «andeszuchthauS Marrenichlotz, Wohngebäude 18 000 Mk., Sellenbau, Mette Rate 214 000 Mark.' Bei Kap. 129, Anlegung neuer Grundbücher, 319 060 Mk., entfpinnt sich eine längere Debatte. Mq. Sensselder führt Klage über eine Reihe von Un'>utra§lichkeitem Die neuen Grundbücher seien sechr umständlich irund machten namentlich den Ortvgerrch^Vorstehern außerordentlich viel Arbeit. Er komme unmer mehr zu der Ueberzeugung, daß die ganze Gamrchbuchanlage ein Instrument sei, welches den daran angeknupsten Crwart- ^^^eüere Besciftverden über das Grundbuchwesen bringen die Abaa. Stöpler und Wolf vor. Iuftizminister Dr. Dittm ar bemerkt, er könne in diesem Stadium der Etatsberatung iiicht eine lange Darlegung über das Erundbuchwescn geben. Die vorgebrachten Beschwerden werde er prüfen und nach Möglichst für deren Abhilfe sorgen. Man dürfe hier vor allein^nicht vergessen, daß es sich hier >uim ein reichsgesetzliches Jnftiuit handelt. Die ietziqen Grundbücher beruhten vorzugsweise aus dem preußischen Grundbuchgesetz, das schon seit den siebziger fahren in Preußen eingesuhrt sei mti) niemals ost so vielen Klagen Veranlassung gegeben habe, wre jetzt hier. Nach weiterer unwesentlicher Debatte und dem Schlußwort des Berichterstatters Dr. Gut fletsch wird die Po- 873 208 623 223 121 136 2184 Dr. med. Liebe’s §ci!anftflit für LMckkNÜ Waldhof Elgershausen (Är. Wetzlar). Y po t he kenb an k wurde in erster Lutte ins ^eben g.'rufen, nm der Eu tl wuldu ng des Grund des ttzes in Stadt und Land zu dienern Se btiQiraiui »nie Täi.gkeit nur auf das Grostherzogtum Vesten. Wäln.no sie mit anderen deutschen Hypothekenbanken das S Vst em der Amortisation (der allmühlickMi Tilgung des entliehenen Ka- MZn tW gemein hat, nimmt sie. aber w-tter eine bemndarr Eichung ein, da bei ihr die Amottnatron verlangt wird, wahrend alle anaeren Institute, die bei Beleihung des Grundbenhe^ dienen, d Ju« in das Belieben des Anleihers stellen, Treser Zmang ist von lucht hva, genug anzuschlagenoem hen ieRbaiten Bewohner des Landes, der an der^ schölle klebt und dessen Besitz vom Bater ans , den Sohn, vom ^oohne ans beit Gnfcl übergeht, also gewöhnlich in derselben Familie verbleivt, urw dem aus diefc Weise die Möglichkeit, gewul/rt wird, nad) Jahr und Tag ein schuldenfreies Besitztum sem eigen zu nennen. Ter Zinsfuß für HyMhekcmlehen ist auf 33,1 Proz. fest- Norddeutscher Lloyd BREMEN Regelmässige Verbindung mit den ßitaen-StaH- und Posldamplern zwischen BREIÜEN und AMERIKA New York Baltimore via Southampton- direkt Cherbourn Süd-A merik a, Mittelmeer, Aegypten, Ostasien, Australien. Nähere Auskunft erteilt in Giessen: Carl Loo«, „ GrUnberg : Julius Karl, „ Friedberg : Isld.Schulhof. * I gesetzt. Eine Erhöhung rann die Danr wahrend der ganzen ^ar- ... lehensdauer nicht vornehmen, ebensowenig wie, sie einseitig de I Hypothek kündigen kann. Mlerdings ist die Bank, da ste sich die zur Ausleihlmg nötigen Gelder durch Ausgabe von Psand briefen verschaffen muß und ihr dadurch vcrhaltnismatztg nicht unbedeutende Kosten entstehen, gbzwungcm eine einmalige Ber gütnng von dem Anleiher zu verlangen. '^^16 Vergütung betrug seither 1,75 Proz., ist seit kurzem aber auf ^bO Lro herabgesetzt worden. 'Aus den ersten Blick ist der Anleiher wohl geneigt, diese Vergütung für eine Harte zu.halten und ^u glauben, daß er sich keineswegs besser steht wie bei anderen Banken. Bei näherer Prüfung dagegen muß diese Annahme btnfalltg werden. f Tenn verrechnet man z. B. den tetzlgen Satz von ^'00 Pro^. auf die bei Vs Pwz. Amortisation nötige Tilgungszeit von 08 Jahren, "o crl-öht sich der Zinssatz immer erst um 0,068 Proz., also auf 3,818 Proz., ist also immer noch erheblich niedriger, wie der Zinssatz aticr meisten sonstigen Geldgeber. Um aber ihren Anleihern ein noch weiteres Entgegenkommen zu Zeigen, ist die Bank in besonderen Fällen bereit, die Entrichtung der Geldbeschaffungs- kosten zu stunden derart, daß entweder nur em 4,eil gleich in Ab- iii□ gebracht und der Rest aus den Tilgungsbeitragen der ersten Jahre gedeckt wird, oder daß der g a n z e Bttrag der Kosten ansielle der Tilgungsbeiträge tritt. Auf diese Weise ist die Entrichtung der einmaligen Gelddeschaffungskosten für den Anleiher fauni fühlbar und nur die Amortisationszeit wird um 2 bis 3 Jahre hinausgeschoben. , Bon Interesse dürfte es auch sein, den Stand und das Ge^ werbe der Anleiher in den beiden Jahren des Bestehens der Bank hier aufzuführen Landwirte . . und 6000 Mk. . Es bleiben nun noch zur Beratung vom Etat ubng die Positionen Staatscisenbahnen, Pensionen und Gewerbe- ""^^Schluß der Sitzung l*/8 Uhr. Nächste Sitzung Dienstag früh 9 Uhr. KartamentarLschiS. Berlin 24. Febr. Die Budgetkommission des Reichstages nahm heute en bloc den allgemeinen Pensions-Fonds unD dann nach unwefentlichen Grorter- unaen den Etat des Reichs-Jnvalideu-FonDs an. Schließlich wurden noch eine Reihe von Petitionen zum Etat dev Reichsamts des Innern erledigt. Gegen Husten und Heiserkeit: Malz-, Salmiak-, Eucalyptus- :c. Bonbons, Sodener-, Emser-, Vichy-Pastillen, F-euchcihonig, Cachu, Isländisches Moos, Hustcuträuter, Knöterich, Salmiakpaftitten. Emser Kränchen, '■*^8^, Emser- und Bichy-Salz. Licbcrische Lungen - Krauter, bester Brufnee. 855 Adler-Drogerie Sehersweg $ LI Mliskkn-Anziise, i KlOiDil=$Oill!!lß unb