Per Krieg. Vom Kriegsschauplätze. Petersburg, 26. Juli. Der Korrespondent des Rußk Rxjtaftonfirrorf und Bering bet UntoerfttätSbrudereL Ä- Laugt. Dietzra. tReboftUm, Lxpedtttou a. Druckerei: Schutftr.A. Ter. Str. bl. i«Ugx^1lbt.i fintctfla Mte V^ßung Ru ßland we-de auf der Marokko,,. Suferen , W«ata °°n» d«°nFr an frei »8 N-». . ™ t‘e r'ef'f'e n T/tj in a Ä anpafsen. Es ist einfach absurd, zu glauben, bre russische s i m. h<-n beiben Mächten bie E Deutscher Reich. Berlin, 26. Juli. Die „Hohcnzollern" mit dem Kaiser und die Begleitschiffe gingen heute von Wrsby nach Prllau j ch^Tie^Ämb^ Nachr." veröffentlichen ein Telegrcmrmihres Petersburger Korrespondenten, nach dem Graf Lamvs dorN erst am Samstag nachmitta^ die Mitteilung er- Men HZ M Bar mit dem ts-h-u Mer zu. keine Bestätigung vor. Russische Friedensverhandlungeu und Anleihen. Rußland will nach neuesten Versicherungen eme Kriegsentschädigung oder ein, einer Kriegsentschädig- ring ähnliches Arrangement nicht bewilligen. Witte, bei m Paris auch mit verschiedenen Vertretern des Hauses Rothschild konferierte, ist selbst der Ansicht, daß seine Mission an diesem Punkte Schiffbruch leiden kann. Denn Japan wird zur Deckung seiner Ausländsanleihen, die ja nur für Kriegszwecke ausgenommen worden sind, auf einer solchen bestehen. Dem russischen Ministerpräsidenten ist in Frankreich nochmals die bestimmte Versicherung gegeben worden, daß Frankreich im Falle eines Friedensschlusies zu einer neuen Anleihe bereit sei. Daß Deutschland sich dann ebenfalls dazu bereit finden wird, darf als gewiß angenommen werden. , m , mA Die ,Tägl. Runschau" meldet aus Pans: Nach Gerüchten, die an der Börse verbreitet waren, hätte Witte bet Rouvier das Versprechen einer russischen Anleihe von 3 7 5 Millionen Francs durchgesetzt. Deutschland an Rußlands Seite. Ein zurzeit in Europa weilender indischer ^ürst er- klärte nach einem Bericht der ,V°fs. Ztg.'. die indische B-. völkerung folge dem russisch-japanischen Kriege nut größtem Interesse, weil man in den japanischen Siegen emen Beweis für die Fortschrittsmöglichkeit des indischen Volkes erblickte. „Fortschrittsmöglichkeit" ist em äußerst diplomatisch gewählter Ausdruck für „Ueberlegen- heit des Asiaten über den Europäer, des gelben Mannes über den weißen". Darauf läuft alles hinaus, und unter diesem Gesichtspunkt muß die Frage beurteilt werden, ob Deutschland gut daran tun würde, sich für Ruß- , land zu engagieren. In politischen Kreisen will man nämlich wissen, daß der mit Dreimonatsurlaub in Deutschland weilende deutsche Botschafter, Frhr. Speck von n zwischen Japan und Jndochrna sonne die inniaster wirtschaftlicher Be z re Hungen mit Sa van angLahnt werden. Mit England oll em Ei n - nehmen getroffen weichen, damit e>tam der erteilt en einzustellen und das Mekongtal Keer und Flotte. Varis 26. Juli. Die Ausführung der neuen ge- vlanten Schijfsbnuten wird aufgehoben und der Ausbau der Flotte auf 10 Jahre -"schoben. «4t ->»,»«» sttä<«w geSS'i.« .» V _____jl rrt I 1° " 1 lu. 8. ..rLfX.CiCA»» ^N-rips»ilNaeN Das finnische Seestädtchen Diorkö, das immer nochso Herstellung t lebhaft dieAnfmerksamkeit der Wett fesselt, liegt ca 52^t k: hAt1 VoMische Tagesschau. Eine Mahnung an Landtagsboten. Im Bayer. Vaterland" redet ein .greiser Priester" 6m neuaewähtten Landtagsabgeordneten in? Gewisien, sie möchten im Landtag .kurze und gute Arbe't- machen, sich insbesondere der langen Kultusdebatten enthalten, die Ge. schäfte des Landes besorgen und dann nach Hause gehen. Er mir “egen an den Wahltagen untere Bel dbe ut e I i n die n n h p h p a Landtages; was der bayerische Hmishalt gerechter- und vernünftigerweise daraus zu fordern hat, das soll ihm | ber Landtag geben, waS darüber geht, Punktum, zu dem soll er Nein sagen, wieder Abschied nehmen vom Hofb ta; uba u s ^ München und heimsahren zu Weib und Kind oder ?" Mich imd ^Amt Lllles andere im Landtage schenken wir her, leben Wurzel- St, das Kirchenkonzil, die Prinzipienkämpfe; das ist tm Landtag alles nur für die Katze, damit ist nicht ein einziger, 11 eit groser Büffelmensch zur Vernunft zu bringen und davon gelangt anck nickt ein einziger Notleidender zu einer praktischen Hille. ^D?r g-e?e Priester", schreibt die .Augsb. Abendztg." nicht mit Unrecht dazu, scheint trotz seines Alters ein jugend. licher Idealist zu sein, wenn er glaubt, daß diese Mahnung irgend einen Eindruck machen wird. Wiederum verlängert. R. Berlin, 26. Juli. Ueber Einkommen landwirtschaftlicher Arbeiter in der Provinz Brandenburg Vergleich zum Ei - kommen gewerblicher Arbeiter in Berlin hat der Vorsteher de? Arbeitsamtes der dortigen Landwirtschaftskammer eine statistische Erhebung angestellt, deren Srgebmffe ^tzt vorliegen. In dieser Erhebung find aus 31 Kreff^iI , insgesamt also 124 Güter, zur Feststellung der durchschnitt lichcn Lohnverhältnisse ausgewählt. Danach stehen sich dte landwirtschaftlichen Arbeiter m der P^vmz verhältnismäßig besser, als die ungelernten geweMi^ beiter in Berlin. Unter Zugrundelegung der Berlmer Werte sowohl für die Einnahmen wie für die Ausgaben wird ve rechnet, daß eine landwirtschaftliche Arbeiterfamilie (Mann, Frau und Hofgänger) bei freier W°hnun» 'M Reg.erungs- be,irk Frankfurt a. D. durchschnittlich 1111 Ml., im Jte. aierunaSbezirk Potsdam 1266 Mk„ in der ganzen Provinz Brandenburg ast° durchschnittlich 1221 Mk. jährlich verdient Ein ungelernter gewerblicher Arbeiter in Beilin nerven mit feiner Frau zusammen jährlich etwa 1 SSO Mb ^net man aber davon die Wohnung mit durchschnittlich 21b Mk. ab so beträgt das Jahreseinkommen der Berliner s b eit er f am Pli e 1014 Mk, also 207 E weniger als dasjenige der landwirtschaftlichen Arbeiterfamilie. XXt Wilhelm teilte heute dem dänischen Hose mit, daß er bem Könige von Dänemark demnächst einen 59 C sandte^aus Wisbv an bat Bürgermeister von Lübeck Dr. Eschenburg folgende Depesche: wo. ,Dern Senate und der Bürgerschaft sweche ich meinen Dank für die mir anläßlich der Ankunft des hzrrnpTrrrrrfife ^ulbiaung aus. Wie in vergangenen Tagen wer in Wisbn der Name der Freien Hansestadt Lübeck tn hohem An- fetot tob so soN^nch der neue Kreuzer, den Namen Lübeck ü^r^tte Meere tragen, und als starke, aber friebebringenber den deutschen Handel auf ber Erbenrunde begleiten. AjoerLoe. , I Privattelegrarnme aus Petersburg.be-i-R°n über die Kaiser-Begegnung verschiedene Ernzelhoten. die aNerd^n^ der Bestätigung bedürfen. Es wird e^ahN. daß.da biner an Bord des ..Polarstern" auf aBenb» 8Uhr W gesetzt war, der Zar jedoch zwei stunden ! i ch au f K aiI er Wilhel m gew artet habe und dann das Mahl servieren ließ. Mani wari schon als die „Hvhenzollerii-- signoliliert würbe ®er gar M svsvrt °^2>eck, wo °iA"ld die her»l ch B^g^ UNg beider Monarchen ftattjano den Kaiser gleitete der Zar und der ^ofifurst Michatt den^ ^ er Speisesaal in intimem ohne irgend welche Zeugen geführten Gespräch. Hierauf, bestch^nme ^nr, lichkeiten den Kreuzer: „Berlin". Um 2M'nachmittags fand auf dem „Polarstern" etn Deieuner ftem, M- 1 9 animiert verlief. Der Zar nurchte auf b« einen sehr fröhlichen und befriedigten Emorua. Auch aus Peterhof wird berichtet, daß der Z^r dor^ hin in ftohester Stimnnmg zuruckgekehrt Von s em Gefolge wurde auf der ,^ohenzollcrn" W lbelm sei der Ansicht, der Krieg müsse von Rußland bis zum völligen Siege sortge^uhrt werden, dem russischen Volke müßten.jedoch vom weitgehende Reformen zugebilligt werden^ n-i-sm'tet daß bA der Entrevue auch die uorwegifcy »rNe zur Sprache gekommen sei. da der Zar beftEe. daß durch eine etwaige Allianz> zwischen Däneimwk, ben und Norwegen Rußland rm baltischen Meere in dieselbe Situation kommen könne, wie un Das zuletzt auf zwei Jahre verlängerte deutsch- englische Handelsprovisorium soll nach den ,Berll Pol. Nachr." Ende d. I. nochmals prolongiert werden. Es ist zweifelhaft, ob der Reichstag wiederum eine Fnst von w ei Jahren bewilligen wird. Schon im Winter 1903 kürzte er den von der Regierung beantragten Zeitraum um ein Jahr. Diesmal liegt erst recht kem Anlaß vor, England und seinen Kolonien — mit Ausnahme Kanada? — aus längere Frist hin die Meistbegünstigung fartzugewabren ! Denn einmal hat in der Warenemfuhr nach Deutschland England alle anderen Staaten überflügelt und dann finden im Herbst die Neuwahlen zum Unterhaus und der Kabinetts wechsel statt, von denen anzunehmen ist, daß sie eme K^r- unq in der Frage der Tarifreform bringen werden. DaS hätte wieder die Geneigtheit der britischen Regierung zur Folge, mit Deutschland einen Handelsvertrag zu schließen. ^^Die Nat-Ztg-" veröffentlicht cm Schreiben des W V a a s ch e wonach dieser bie Absicht keinesfalls abgegeben ^edAnfangs'o^^Mitte Äugust nach Ostafrika zu reffen XMÄX ff®“ Wam6°5. «--£■’ W*« ®ltt?U!fittaC§5 Juli. Hier sind drei Frauen zur kom K^MiE^lvermdmmg vorn Anfang des 19- »n» I w" £ SX alten preußischen Provinzen Gültigkeit besitzt, SÄ“»« den Schalverwaldmsen r ad£r ,Äur(t 26. Juli. Im Kreise Hadersleben fanden Mausen-Ausweisungen statt, vermutlich weil die Tienst- hnrscbaften ber Ausgewicsencn an bänischen Natronaftesten teff- genommen haben Die H ° chze i t des H erz o gs K arl Edu arb^^ arn lS auf Schloß Glücksburg gefeiert ^°^M>,irchen 26 Juli. Dem „Bayr. K." zufolge ernannte Lr L°"bwir. Saas Fahrn von ff - 9$i" ffa m «t wird fi* »ufanmjen- L*m.auä folgen MrvA-rten' ^v^m^.^-tkwüsch. Geistliche, 1 brottstant'^< , „ c^^tclschiullehrer, 1 Universitäts- 6CIhrit>eArS 15 ®fl»tm6eii8er 5 «rbeiteriehetäre ff 1 Ämter. 1 SBoftbatier, 1 Landrat. 1 Forst. I mtnrn und 1 Geometer^^^^^^^^^^E^^^E——---■ 1903 zwischen dem Kaiser und dem Zaren bestehenden engen Ordnung, welche die Gleichberechtigung e * persönlichen Bezielpmgen. Es behauptet, und wohl nnt L-^ntcn und der deutschen Gymnasien, Nea gy Recht,daß ^e politische Bedeutung der Enttevue mehr! unb Oberrealschulen hinsichtlich Zulasiung zu in der abermattgen Dokumentierung dieser Beziehungen,\ {[ badischen Staatsprüfungen auSspricht. ES als in dem gefunden l^rden mus^, wa» dort über Pott bisher notwendigen ErgänzungSprufungen weg, tische Tagesftagen an Bord der Karseriachten gesprochen mllen f Prüfungsordnungen für den höheren ^"^Ter^ Petersburger Wrrespondent des „Echo de P-riS" äffUicheu Dienst Bestunmungen ^ff-n- die K» butte eine Unterredung im Auswärtigen Amt, wo man der alten Sprachen, soweit solche erforderlich 1 , 3 ib-m angeblich mitgeteitt haben soll, daß die Monarchen-1 uri^ nachzuweiien vt, — beqeqnunq keine schwerwiegenden Folgen nach sich ziehen ------------ könne. In keiner Hinsicht würde die allgcmerne Lmre Ans?anv. , der russischen Politik, wie sie durch die fr an ko-rus sr- London, 27 I li. ußJel haft ein "f üb- Lebe Allianz gezogen lei, eine Aende rung erfahren, llib.) die Anfrage, ob bte ^Sjenina ff ' - Gesellschaft -eit Bestehen d^Attianz hätten mehrfache Begegnungen a fri kan i sche r Finam>mann ,m Begriff s. ^ (Triinbat, Ä^ b^ beiben Ä™ statiMfimdern und kerne habe ,um «ttau »' B»i^vr.bkv»len^eNde- auf die Beziehungen zwilchen Rußland und Frankreich beein- n» b a $aI^mbcnts ,inb SimmiteMr der !»mir°li. HeySu«.. rn. ^ari^ die starke Beunruhigung nber die K^nserbegegnung und beabsichtige nicht, irgend emen Anteil an oem ÄÄ Äst e'9-U WeiM sprechende Erklämmg gegeben haben sott — Es nnirdejeden- ^Prinzessin P^r h U v o n& E o n n^ Mprojektiert sein, Tag weiß man einen neuen Gewährsmann s?? bei d?m jüngsten Besuch der Großherzogin Augusta m Äff^^^^Z^e^^af'lamblbor^ XÄÄ biefiaen kolonialen taff« »erlauteU «W ist. Aber s»Ee/.VeuD°eu"schl-Ä geltend machen und Sie »rage MkubÄen"'Wenn ^es in Frankreich Dergnügen macht und dem Sa^er n’ für "uswäMe mch die bangen Zweifel an der Bündnistteue Rußlands be- ^lomalc Angelegenheiten Teschancl richtete an MMister- schwichtigt, dann kann nnmter weiter erfunden werden, ^sjbcnten ein Schreiben, in welchem er die s^^M^ffs a- sss.’äs iSÄfe I s .sä äs, k I .w..“ mj ja mSnix-i. Die Stadt hat nach der jfMKn ”””$XSSIHK«empfing heute den preußisch« 7000 Einwohner, meistens Schweden. xstt der ^sandten von Rotenban. — Finnlands hat Björkö eine hervorragende Rolle gespielt - ----------- Hier wurde 1808 die Vereinigung Finnlands mtt Mfiland proklamiert, und Mexander I. hielt -inder Een Kathedrccke I eine feierliche Ansprache an d-.e Vertteter des ftnnrschen I vt:ic<,svllvu, ..... Volkes, in welcher er die finnische Berfassung für sich und t mit größter Bestimmtheit auftretendcs Gerücht, leine Rachkornrnm beschwor und die Unwtast^t ^ schnei « ° eine Umgehungsbewegung is’ä ins» ässA» öS 3- »- » bie japanischen Truppen m Nord-Korea die Russen ans der Umgebung von Puko-Purcyong vertrieben. Die Russen gingen in nördlicher Richtung zurück. — Gestern morgen sind 464 russische Gefangene «u» Sachalin nach Maravino abgeschoben worden. Die Nichtkombattanten wiirden nach Yokohama gebracht. Von den 11 Offizieren, welche sich unter den Gefangenen befanden, haben sich neun nach heftiger Gegenwehr ergeben. Shanghai, 26. Juli. Die Japaner haben m Nordkorea die Linie von Pur eng besetzt. Gerüchtweise verlautet, die Russen hätten ihre Truppen un Tatt des Tumenflusses verstärkt, doch liegt hierfür bisher noch ,it l74 Kw-it-s «IE. 155. Fabrgan» Donnerstag «7. Jun IE Eis Gietzener Anzeiger General-Anzeiger, Amts- und Anzeigebiatt für den Urei; Liehen Kenntnis der „Landesztg." gekommen. Gefolge ei. ei zur In Groß^ Gasthaus zum sich ein Militär- Auf der fassung war, Daß ohne Reichsgesetz ein ordentlicher yvchge« Gerichtshof nicht zu erlangen gewesen wäre, erblickte ich darin die Gefährdung von Interessen der Staatsregierung und des Regentenhauses. Ich bin jetzt noch der Ansicht, daß in der fraglichen Depesche das 'Ansinnen oder die Aufforderung des Herrn Kekule v. Stradonitz an den Privat- kläger liegt, im Landtage dahin zu wirken, daß die Reichs- gesetzgebung zur Schaffung eines Gerichtshofes ausgeschattet wird. dankbar angenommen. ** Der Streik der Feuerwehr. Auheim bei Hanau brannte es jüngst im Ausstiche Neuigkeiten. Der Berichterstatter des Standard in Odessa telegraphiert, baß die Veröffentlichung des vom Minister des Innern ausgearbeiteten Reformentwurfes einen Sturm der Entrüstung Hervorrufen wird, da die Hoffnungen des Volkes dadurch vollständig enttäuscht werden. Die Unzufriedenheit werde sogar bis zu einem solchen Grade steigen, daß die liberalen Elemente den Versuch machen würden, die Gründung einer demokratischen Negierung in Moskau durch- ruführen. Aus Moskau wird gemeldet, daß die Mitglieder der Konferenz der Semstwo und städtischen Verwaltungen nach Hause gereist sind, uni in ihren verschiedenen Gegenden ähnliche Konferenzen in kleinerem Maße zu veranstalten. In der nächsten Zeit wird eine große Zahl demokratischer Konferenzen in allen Teilen Rußlands stattsinden. Einige landwirtschaftliche Gesellschaften Rußlands haben, wie aus St. Petersburg geschrieben wird, an die russische Regierung das Ersuchen gerichtet, sie möge eine Enquete von Vertretern aller landwirtschaftlichen Gesellschaften Rußlands einberufcn, welche über die Maßregeln beraten soll, welche getroffen werden müssen, um die russische Landwirtschaft vor den Schädigungen zu schützen, welche der Abschluß des neuen dcutsch-russichcnHandelsvertragcs für die russische Landwirtschaft unbedingt im haben muß. In der Warschauer Wola-Vorstadt zeigte Manifestantenzug mit einer roten Fahne. Die Patrouillen feuerten und töteten eine Person. Saturn-Grube in Sosnowicc ereignete sich ein Zusammenstoß zwischen Arbeitern und Militär. Auf beiden Seiten wurden mehrere Personen verletzt. In den Hütten und Kohlenwerken von Dombrowa sind zahlreiche Ausstände ausgebrochen, ebenso in mehreren Lo d z er Fabriken. Ein in Lodz wohnender Mainzer, der dort eine geachtete Stellung einnimmt, wollte vor kurzem mit seiner Familie seine hessische Vaterstadt besuchen, gab dies aber wieder auf, da er für jeden einzelnen Paß die Kleinigkeit von 60 Rubeln bezahlen sollte. Seine nach Mainz gerichteten Postkarten, die sonst nur zwei Tage unterwegs waren, brauchen jetzt die doppelte Zeit, weil alle Briefschaften nach und von Rußland erst von den russischen Zensoren gelesen werden. Derselbe Herr hat seine Angehörigen gebeten, ihn nicht brieflich über politische Vorgänge in Rußland zu befragen, weil ihm dies große Unannehmlichkeiten bereiten könne. Ein anderer Mainzer befindet sich in Kiew in Stellung. Allwöchentlich senden ihm seine Angehörigen ein Paket Mainzer Blätter, die ihm auch ganz regelmäßig zugehen, alle politischen Berichte über Rußland sind aber von dem Zensor herausgeschnitten; selbst aus dem lokalen Teile sind nicht selten einzelne Notizen, die dem Zensor staatsgefährlich erschienen, entfernt, so daß mitunter von den Zeitungen nur noch einige Fetzen übrig bleiben. In Tiflis werden alle Regierungsgebäude und die Banken noch militärisch bewacht. Der Gouverneur ließ die Kaufleute zu sich rufen und befahl ihnen, ihre Geschäfte zu öffnen. Als diese sich weigerten, wurden ihre Geschäfte durch Polizei gewaltsam geöffnet und die Waren durch Soldaten in Gegenwart der Besitzer, denen der Erlös ausgehändigt wurde, verkauft. Am Nachmittag wurde im 6. Polizeirevier ein Bomb en-Attentat verübt. Die Bombe traf einen Polizeileutnant und einen Portier, die miteinander sprachen. Beide wurden in Stücke gerissen. Während der Nacht wurden viele Personen verhaftet. Unter den Ar- 1 beitem gährt es. Die Polizei hat die strengsten Vorbeugungsmaßregeln getroffen. Sternburg, der z. Z. in Homburg zur Kur weilt, nicht auf seinen Posten zurückehren werde, ohne bestimmte Weisungen für die Washingtoner Friedenskonferenz erhalten zu haben. Danach scheint man mit der Möglichkeit zu rechnen, daß von der Konferenz aus in irgend einer wesentlichen Frage an die Machte appelliert wird. Die „Hamb. Nachr." haben darauf aufmerksam gemacht, daß es für Rußland bester sei, mit Ehren im Felde zu unterliegen, als zu kapitulieren, daß aber auch der Nachteil eines verfrühten Abbruchs de§ Krieges nicht Rußland allein, sondern ganz Europa treffen würde, da Rußland im letzten Grunde der Vorkämpfer Europas sei. Sollte Herr v. Witte in der Tat die Washingtoner Verhandlungen aufs „Rassenpolitische" hinausspielen — China erweist ihm den Gefallen, sich in die Konfcrenzangelegenheiten einzumischen —, dann ist nur zu wünschen, daß Deutschland den Vorzug, für die Interessen der weißen Rasse sich zu betätig en, einer anderen Macht überläßt. Etwa England, das ja in Indien die gelbe Gefahr am eigenen Leibe spüren wird, oder dem Präsidenten Roosevelt, auf dessen Anregung hin die Friedenskonferenz zustande gekommen ist. Miß Alice Roosevelt, Die Tochler des amerikanischen Präsidenten, ist in Japans Hauptstadt Tokio mit königlichen Ehren empfangen worden. Bei ihrer Ankunft wurde sie von einer ungeheuren Menschenmenge begrüßt. Die Straßen waren dekoriert und beflaggt. Am Abend fand eine Illumination statt. Am Mittwoch diniert Miß Roosevelt bei dem Kaiser. Amerikanische Zeitungen machen sich lustig über die „Prinzessin Alice". Ans Stadt und Land. Gießen, 27. Juli 1905. ” Der Jahresbericht des Allgemeinen Ver» eins für Armen- und Krankenpflege in Gießen liegt der Stadtauflage der heutigen Nr. unseres Blattes bei. ** Klinik für innere Tierkrankheiten. Um den Tierbesitzern Kenntnis von der Teilung der Tierkliniken in eine chirurgische und eine medizinische zu geben, bemerken wir, daß von jetzt ab die Klinik für innere Tierkrankheiten (Direktor Prof. Dr. ©meiner) sich in den erweiterten Räumen des alten Tierspitals, Frankfurter Straße 85, befindet (Fernsprecher wie bisher Nr. 142, Veterinäranstalt). ES sei noch bemerkt, daß die Untersuchung und Ausnahme kranker Tiere Tag und Nacht erfolgt. •* Wie vollzieht sich die Tilgung einer Schuld nach dem Amortisations-System? Die Hess. Landes-Hypothekenbank in Darmstadt hat bei L. C. Wittich-Darmstadt eine Tabelle herausgegeben, die über die oben genannte Frage genaue und an der Hand einer chema- tischen Darstellung klare Auskunft gibt. ** Gestohlenes Fahrrad. In einer hiesigen Werk», stätte wurde gestern ein Fahrrad in Reparatur gegeben, an welchem eine nicht dazu gehörige Fabrikmarke angebracht war. Die Kriminalpolizei besah sich das Rad näher und konstatierte, daß es ein Rad war, das im vorigen Herbst hier gestohlen worden ist. Der Dieb, welcher daS Rad unkenntlich gemacht und weiter verkauft hatte, wurde dann auch festgestellt. Er wird sich demnächst vor Gericht zu verantworten haben. •* Von Hudde. Aus Darmstadt ging uns heute von einem dortigen Berichterstatter eine Notiz über die Hudde- Angelegenheit zu, die nach unseren Informationen im Wesentlichen erfunden ist. Andere Blätter werden wahrscheinlich die Notiz abdrucken. Dieser Darmstädter Herr will u. a. wissen, „die nötigen Vorarbeiten zur Entscheidung" seien in Darmstadt bereits beendet, Hudde habe Selbstmordgedanken geäußert u. s. f. Diese Angaben sind, wie gesagt, einfach erfunden. ** Im botanischen Garten steht eben im Teich beim neuen Gewächshaus ein Exemplar der victoria regia in prächtiger Blüte. Es lohnt sich, diese seltene Blüte der Wasserpflanze zu besichtigen. ** Zur Erweiterung der Epileptischen-An» st alt in Nieder-Ramstadt gingen ein: bei Pfarrer D. Schlosser von F. 45 Mk. 20. Weitere Gaben werden „Goldenen Stern". Der Bürgermeister, der sich für gewöhnlich, so erzählt wenigstens die „Han. Ztg.", nicht viel aus der Freiwilligen Feuerwehr macht, zeigte sich bei diesem Brande als geschulter Feuerwehrmann und wollte die Anordnungen des durch und durch erfahrenen Hauptmanns verschiedentlich korrigieren, was sich dieser verbat. Die Antwort hierauf war nicht sehr freundschaftlich; u. a. wurde der im Dienst stehende Hauptmann mit Namen aus dem zoologischen Gebiet belegt. Die Solidarität der Mitglieder der Feuerwehr führte nun zu einer Versammlung im Gasthaus zum „Deutschen Haus", in der der beleidigte Feuerwehradjutant sein Amt niederlegte. Eine einstimmig zur Annahme gelangte Resolution hatte ungefähr folgenden Wortlaut: „Das gesamte Korps der Freiwilligen Feuerwehr sieht sich in Anbetracht der Beleidigung eines ihrer leitenden Führer beim letzten Brande von feiten einer maßgebenden Persönlichkeit in hiesiger Gemeindeverwaltung in ihrer Feuerwehrehre schwer gekränkt. Wenn binnen acht Tagen dem Korps keine genügende Genugtuung zugegangen ist, wird dasselbe seine Funktionen als Feuerwehr niederlegen. Ferner bittet dasselbe bei etwa ausbrechenden Bränden für die Absperrung des Brandplatzes Sorge zu tragen." -s- Wieseck, 26. Juli. Beim Spielen steckte sich eh. dreijähriger Junge einen Stein in die Nase. Der unvorsichtige Knabe wurde sofort in die Klinik gebracht, wo ihm der Fremdkörper durch eine Operation entfernt werden mußte. Gried el, 25. Jüli. Der hiesige Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung beschlossen, denjenigen Perfonen, welche die Täter der hier in letzter Zeit ausgebrocheneü Brande so namhaft machen, daß diese zur Bestrafung! herangezogen werden können, eine Belohnung von 300 Mark aus der Gemeindekasse zuteil werden zu lassen.- (B. Ztg.) sd. Darmstadt, 26. Juli. Zum Fall Chelius können wir aus zuverlässiger Quelle mitteilen, daß die Voruntersuchung noch nicht abgeschloffen ist und daß Chelius sich im Untersuchungsgefängnis mit wissenschaftlichen Arbeiten beschäftigt. Bisher ist ein Gesuch um Freilassung, eventuell gegen Kaution, nicht eingereicht worden. Die Aufnahme von CheliuS in die psychiatrische Klinik zu Gießen oder das Landeshospital Hofheim zur Beobachtung seines Geistes. zustandeS dürfte in Kürze erfolgen. Zunächst sollen aber di« hiesigen Aerzte durch ihre Beobachtungen die nötigen Grund, lagen dazu liefern. Darmstadt, 26. Juli. Die „N. H. Vbl." schreiben. Einen neuen Beweis dafür, welch gefährliches Gesindel unsere Wälder unsicher macht, gibt folgender, überaus traurige Vor> fall vom Sonntag. Ein Bessunger Schreinergeselle und seine 22jährige Braut, ein Mädchen aus sehr achtbarer Darmstädter Familie, die einige Zeit im „Hopfengarten" verweilt hatten, waren int Begriffe nach Hause zu gehen und benutzten den schräg nach dem Bessunger Bahnhof führenden Weg. Das Mädchen mußte um 7 Uhr zu Hause sein; es war also noch helltchter Tag. Und da passiert es, daß drei Strolche über das Paar herfallen, den Mann zu Boden schlagen und das bedauernswerte Mädchen von sämtlichen drei Hallunken vergewaltigt wird! Man denke nur: nm Neben Uhr nachmittags und ein Büchsenschuß weit von bei Stadt weg! Das Erbärmlichste bei der Sacke ist aber, das Verlangen, auch die Entscheidung des Reichstages ein- zuhvlen, da es befürchtete, der Bundesrat könnte dem Lippe- chen Thronfolgestreit nicht derart unparteiisch gegenüber- tehen, wie es vvn dem Standpunkte des Hauses Biesterfeld aus zu verlangen sei. Die Diesseitsdepesche. Am 9. Oktober erhielt der Vizepräsident des Lippeschen Landtages, der bekannte Starke-Fabrikant Leberecht Hoffmann (Salzuflen) folgendes Telegramm aus Be rIin: „Als besondere Gefahr wird diesseits angesehen, wenn Ersuchen an brn Bundesrat beschlossen wird. Höchstes Gericht durch Reicksgesetz mit bet Entscheidung zu betrauen. Dieser Weg mürbe bedeuten, daß Reichstag mitzureden hat. Reichstag könwe dann beschließen, ganzer Streit sei bereits durch Schiedsgericht endgiltig erledigt, und dieses Reichsgesetz daher unnötig. Außerdem läge in diesem Beschluß eine Nichtachtung gegen den Bundesrat, da dieser sich für zuständig erklärt hat, also auch ohne Reichsgesetz und ohne Reichstag ein höchstes Gericht gewählt toerben könne. K." Obwohl, wie der Empfänger Hoffmann versichert, die Depesche außer ihm niemand gelesen hatte, erschien sie rennoch sofort im Wortlaut in der in Detmold erscheinenden „Lipp. Landesztg." mit dem Bemerken, daß der Fürstlich Schaumburg-Lippesche Kammerherr Dr. Stephan Kekule v. Stradonitz in Groß-Lichterfelde bei Berlin Absender der Depesche fei' Der Lippesche Hyronsolgestreit vor Kericht. (Unberechtigter Nachdruck verboten.) L H. F. Lage, 26. Juli Der Lippesche Thronfolgestreit begann heute das hiesige fürstl. Schöffengericht zu beschäftigen. Aus Anlaß des Todes des alten Grasieaenten von LiPPe-Biesterfeld tauchte bekanntlich der alte Thronfolgestreit im Lippeschen Lande von neuem auf. Das Lippesche Staatsministerium richtete an den Bundesrat folgenden Antrag: „Der Bundesrat wolle dahinwi'cken, daß im Wege der Reichsgesetzgebung ein unparteiischer ordentlicher Gerichtshof, sei es : das Reichsgericht, sii cs das Kammergericht, sei cs der bayerffche Oberste Gerichtshof oder ein anderes höchstes , Geruht, bestellt werde, durch welchen die von der schaumburgisch-lippewten Staatsnegierung erhobenen Ansprüche wie solche in dem Proteste vom 12. November 1898 und dem Anträge vom 20. Januar 1898 dar- gelegt sind, zur richterlichen, alle Beteiligten bindenden Entscheidung zu bringen sind." Nach einiger Zeit stellte das Lippesche Staatsurmisterium Zeugniszwangsverfahren. Dies gab der Detmolder Staatsanwaltschaft Veran- lasiung, gegen den damaligen verantwortlichen Redakteur der „Lip. Landesztg", Max Stärke, das Zeugnis- Zwangsverfahren einzuleiten, um zu ermitteln, wodurch die „Landesztg." zur Kenntnis der Depesche gekommen Die Staatsanwaltschaft war der Ansicht, die Depesche durch Vertrauensbruch eines Postbeamten Anschuldigung des Hochverrats. Die „Lipp. Landesztg." erhob aus Anlaß der Depesche gegen Hoffmann den Vorwurf, daß er mit dem schlimmsten Gegner der Staatsregierung seines Landes konspiriere, von diesem Instruktionen für das Verhalten im Thronstreit entgegengenommen habe, sodaß sein Verhalten geradezu an Hochverrat grenze". Hieran schloß sich eine längere Preßfehde. Die „Lipp. Landesztg." beschuldigte den Vizepräsidenten der „antt- lippeschen Gesinnung". „Er habe sich als Sprachrohr, als Helfershelfer des famosen Artillerieleutnants gebrauchen lassen." „Herr Hoffmann gleiche dem Spitzbuben, der bei seiner Ergreifung schreie: „Haltet den Dieb"." „Was hätte man wohl im Königreich Preußen mit einem ^Abgeordneten angefangen, der dem Königshause den Eid der Treue geleistet und mit einem auswärtigen Advokaten Pläne zum Schaden dieses Königshauses geschmiedet, von diesem Instruktionen empfangen und danach gehandelt hätte. Nun, der König von Preußen hätte es diesem Abgeordneten eingetränkt, er hätte wohl Mittel und Wege gefunden, ihn unschädlich zu m'achen." Jü einem anderen 'Artikel der ,^Lipp. Landesztg." heißt es: „Was Herr Hoffmann von einer Würde sagt, klingt doch sehr eigentümlich! Er hätte an seine Würde denken sollen, als er sich mit dem bezahlten Verfechter der Schaumburgischen Ansprüche einließ und sich als dessen Vermittler und Sprachrohr gebrauchen ließ." Weitere Artikel handeln von dem Kommerzienratstitel, den Hoffmann abgelebnt hatte. Auch in diesen Artikeln erblickt Hoffmann Beleidigungen. Strafanttag. Hoffmann hat deshalb gegen den verantwortlichen Redakteur der „Lipp. Landesztg,", Emil Neumann, Strafantrag wegen Beleidigung gestellt. Er will den Nachweis führen, daß er mit Dr. OTitle v. Stradonitz niemals konferiert und die cm ihn gesandte Depesche weder erwartet, noch veranlaßt habe. (£Benfo will er durch Zeugen beweisen, daß er sich weder eines Eidbruchs schuldig gemacht, noch sich in irgend einer Weise unwürdig, oder inkorrekt benommen habe, oder antilippescher Gesinnung sei. Neumann, der sich Mittwoch wegen Beleidigung, auf Grund der §§ 185, 186 und 200 des Strafgesetzbuches, zu verantworten hat, behauptet, Hoffmann habe vor Empfang der Depesche mit Dr. Kekule v. Stradonitz konferiert. Es sei Hoffmann auch bekannt gewesen, in wessen Auftrag Dr. Kettle v. Stradonitz handle. Den Vorsitz des Schöffengerichts führt der älteste lippesche Richter, Amtsgerichtsrat Geh. Jüsttzrat Nieländer. Nechtsbeistand des Privatklägers Hoffmann ist Rechtsanwalt Dr. Klasing (Detmold), Verteidiger des Neumann Jüsttzrat Dr. Wallach (Essen a. Ruhr). Der Zuhörerraum war bei. Beginn der Sitzung, obwohl er durch Ausheben mehrerer Türen vergrößert worden war, über füllt. Es wurden die inkriminierten Artikel verlesen und die von Hoffmann gegen die Staatsregierung geschriebene Broschüre vom 20. Ottober, die zahlreiche Beleidigungen enthält. Der Vertreter Hoffmanns griff bei dieser Gelegenheit den Staatsminister Gevekot scharf an, dem er bei der Kommerzienratsaffäre Mangel an politischem Takt vorwarf, weswegen er vom Vorsitzenden gerügt wurde. In der Nachmittagssitzung wurde der Kammerherr Dr. Kekulö v. Stradonitz vernommen. Mit Bezug aus den Ausdruck „diesseits" erklärte er, daß das Telegramm seine eigene persönliche Auffassung wiedergebe. Mit der Reichsregierung oder mit dem Berliner Hofe habe er nichts zu tun. Iw Kreuzverhör gibt der Zeuge zu, daß er neben der K-Depesche noch ein zweites Telegramm an Hoffmann abgesandt habe. In dem letzteren ist Hoffmann aufgefordert worden, die Regierung zu interpellieren, ob sie in Berlin ein Preßbureau unterhalte. Beide Depeschen habe er als In formationen für Hoffmann aufgefaßt. (Große Bewegung.) Weiter gibt der Zeuge zu, daß er auch jetzt noch dem Rechtsvertteter des Hauses Schaumburg-Lippe in Leipzig beim Schiedsgericht Informationen erteile, wie er denn überhaupt sich selbst als Rechtsvertteter des Fürsten von Bückeburg bezeichnet. Der lippesche Staatsminister Gevekot schickte bei seiner kommissarischen Vernehmung, die verlesen wurde, voraus, daß er in dem Falle der Thronfolge und Regentschaft die Interessen des Regentenhauses und die der Staatsregierung als identisch betrachte, lieber die Depesche und seine Auffassung über ihren Charakter und Inhalt äußerte er sich, wie folgt: Ich habe die Depesche des Dr. Kettlö v. Stradonitz meinerseits persönlich als gegen die Interessen der Staatsregierung und des Regenten Hauses gerichtet be- ttachtet. Kenntnis erlangt von der Depesche habe ich durch , den Grafregenten. Als die Depesche mir dem Wortlaut nach , bekannt wurde, habe ich die Tendenz derselben als dahingehend aufgefaßt, es solle der Reichstag als mitwirkender . Faktor ausgeschaltet werden. Weil ich damals der Auf- fester Haltung mord. kühler. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. 256.25 222.25 wird Dr. Lhompsons Man erzielt AnfangS- . 207.25 . 240.80 . 145.10 . 255.40 . 221.50 Kaserne ein Sol Hals durchschnitt. damit blendend weiße Wäsche unter Schonung der Stoffe, zu haben. Ueberall 89*’/« uReichs- rte und der Schlußkurse. 207.87 240.25 wart unseres ein kleiner es gehört von 28. Juli 1905: Zeitweise wolkig, vielfach Gewitterregen, später Oest. Kredit . Deutsche Bank Darmstädter Bank In Ko bürg hat in der > verübt, indem er sich den Der Wagen des S ch n e l l z u g e S in welchem ichisch-ungarifchen Zivilagenten m Mazedonien, von Saloniki nach W, en befördert - Station Becski inBrand. Der Schnellzug skanzler ein großer M ann? Der chrieben: Neulich behauptete ich tu Gegen- schwundcne Schiller-Düfte starkbeschädrgt ausgesunoem Bon den Tätern fehlt jede Spur. Die „Gött. Ztg. bemerkt dazu: „Es ist nicht ausgeschlossen. daß es sich um emen groben S t u d e n t e n u l k. handelt, der aber m diesem Falle 'ncht scharf aenua zu verurteilen wäre. Wie man uns mrtterlt, soll die beschädigte Düste ^repariert werden; andernfalls toveb eine neue Die Bevollmächtigten des Verbandes n fnmie die bieiiaen Waggon- und Kunst und Wissenschaft. w Sudermanns neues Drama „Stein unter Steinen öehandelt das Los der entlaflenen Sträflinge. Sudermann machte, nach den L. N. N., im Berliner Verein für entlaßene Sträflinge eingehende Vorstudien. . wiunuivuiiiBir.il ' X, Z- I beinahe von einem Dampfer überfahren worden wäre. Wien, 27. Juli. Aus Sofia wird gemeldet,, ein dortiges Journal habe erfahren, daß der bulgarische Mrnrsterrat über eine sehr energische Note beriet, welche dae ^Tte an die Mächte versendet hat und m d^,sie ^hauptet, DulgariM dulde anarchistische Elemente bei sich. Die Pforte schiebt die Ve^ eraebenst mitzuteilen, daß die Großedes verrn ^cei^ranz^rs 1,77 Meter beträgt. Hochachtungsvoll ergebenstlgez^ ,von! Schwnrtzkoppen, ObÄeutnant, Adjutant des Herrn Jinajj- ^Darmifhin blieb mir freilich nichts ?^resübrig^lsdie J-rau Postverwalter $u entlasten und meinerseits den Deutel zu ziehen. Aber nun weiß ich doch wenigstens authentisch, daß ü l o w ein großer Mann ist. -Automobil-Unfälle. An einer Straßenkreuzung un Hölzlebruck stieß der Ingenieur RotWein aus Teuchtelsingen (Bayern) mit seinem Motorrad mit einem Autamobfl zufammem Rothstein stürzte, wurde überfahren und getotet. Der Inhaber des Automobils ist cm J-ranzose. — AM dem Wege Awschen ^pa und Remouchant (Belgien) stürzte infolge emes ReEnbruches ein Autouiobil, in dem sich Baron Poteftamit l^ner^au sowie schluß „ Emden, 27. Juli. Bei der 2. Werftdivision in Wilhelmshaven ist abermals ein F-all von Gen instar re festgeftellt worden. Es ist dies der dritte F-all fett Ostern. a Hamburg, 27. Juli. In EoMedt wurde em dreiwhr^s Mädchen mit Schnittwunden an den Beinen aufgefunden Die Polizei vermutet, daß ein Lu't mordv ersuch Iwrlieat. H a m b u r g, 27. Juli. Der Wormann-Dampfer „Lulu BA- len" geht am 29. ds. mit einem Tra ns port von 23 OM- i zieren, 280 Unteroffizieren und Mannschaften und 500 Pferde» nach Südwestafrika ab. Stettin, 27 Juli. In Alt-Samskow bei Dramburg er^ würgte nachts ein Stallschweizer in einem Anfälle von ^istes- störung seinen D i e n st h c r rn. RittergutEe'.itzer 5) a rt off, dessen Frau und zwei Kinder, und beging dann CeQ>U- auf, und^ kam zu einer Wette die folgendermaßen stipuliert wurde: Wenn B. Kem ift frablt ter | Postverwalter einige Flaschen Wem. Ist er groß, so Oschle ich die Flaschen und endlich, hat Bülow Mtttelfigur, > hat die Frau Postverwalter, die sich auch unvorsichtigerwene. mdie Geschichte gewagt hatte, das Vergnügen des Zahlend Ich erkundigte mich hei einem Redakteur in Berlin, den ich persönlich kannte, und der mir antwortete: „Bülow ist weder klerm noch groß, eine geschnneidige M i t t e l f i g u r." Da diese Angabe auch von einem früheren NeichStagsabgeordneten bestatigt wurde, so war eigentlich die Frau Postverwalter die Heremgetallene. Aber ste hot einen guten Mann, und der wollte nicht, daß sem B?ib rtimat «utoafriiswife Unrcdrt Ix>ben sollte. Jx s-tzt- sich also hin und schrieb einen B rief^an die Fra in "ber Bitte^ausllang, leine Frau teÄ möglichst.^^szu^ißen Seine liebevolle Bemühung sollte denn auch Nicht unbelohnt bleiben, denn postwenderck kam folgender Brief un ftrne Adresse. Spezialbureau des ReichskgnzlerT Herrn usw. Euer Wohl geboren bin ich - von Ihrer und Semer ^lenz der Grafm und dem Grafen v. Bülow . auf, Ihr frechen - ^«stragt. Freund der Hausfrauen Leifenpulver, Marke Schwan, vielfach genannt. machen. Aber was will das schließlich bedeuten? Unsere Wälder geraten immer mehr in den Verruf und wenn man sich maßgebenden Orts nicht dazu entschließt, einige Tausend pro Jahr zur Besoldung von „Waldhütern" zu opfern, so könnte das ganz unberechenbare Folgen für unser Darmstadt haben. .., Offenbach, 26. Juli. Eine 29jährrge Witwe ist mit ihrem 9jährigen Mädchen seit einigen Tagen verschwunden. Die Frau sollte ihre Wohnung raumen und im Armenhaufe Unterkunft finden. Aus Aeußerungen, daß sie lieber in den Main als in das Armenhaus ginge, ist zu schließen, daß sie sich und dem Kinde em Leid an- 9eta9]^ninz^' 26^Jüli. Zum Generalsekretär der Hessischen Zentrumspartei wurde Redakteur Oswald Neuwiem in Köln gewählt. Der Gewählte wurde nach dem „M. I." 1858 zu Oppeln geboren, widmete sich juristischen und volkswirtschaftlichen Studien und trat nach deren Abschluß in den Dienst der Zentrumspresse ein. Von 1883 bis heute war er ununterbrochen an kalh. Zeitungen, so elf Jahre lang als Redakteur der „Köln. Volksztg. , tätig Der neue Generalsekretär bringt aus seiner bisherigen politischer Tätigkeit ein reiches Maß von Erfahrungen auf dem Gebiete der politischen Agitation und Organisation mit und ist als ein sehr beliebter Volksredner im Rheinland wohl bekannt. Er tritt die neugeschaffene Stelle eines Generalfekretärs mit dem Sitze in Mainz am 15. Mgust an. war weil er am 29. Dezember 1904 auf den Erpresser Laeckel geschaffen hatte, wurde durch Beschluß des Landgerichts 1 Berlin außer Verfolgung gefetzt, da er nach dem Gutachten der ärztlichen Sachverständigen zur Zeit der Tat u n z u t c rf) n u tn er5 f a h t a gewesen sei. Diesem Gutachten schloß sich auch das Medizmal- kollegium mit einem Oberqutacksten an. müßte 7uf offenerStteckehalten wo der Waggon losgekoppelt wurde und bis auf das Wagengestell verbrannte. T"tzdmi blieb I der Sarg ziemlich unbeschädigt und konnte spater nach Wien fördert werden. — In H a l l e erschoß stch der Schauspieler Ernst Ruediger. Als Motiv werben unglückliche ^^'^nverhaltniste angegeben. - In Wien versuchte m .einem Juwelengeschaft der 17 jährige Laufbursche Wolschinonntz die allem anwesende Verkäuferin Anna Seuche zu erwürgen, um einen ^tauv ano zuführen. Durch die Hilferufe der UeberfallenenwurdederTaer Cf.» a r f ch a u beging der Maler Joses -öorvAicy Selbstmord. -'In Krakau hat sich der junge ^aler Bozdzlesch vom Fenster des zweiten Stockwerks heriintergesturzt. Er blieb aiff der Stelle tot. — Bei Henkenhagen un Kreise Koslm stranoeie der dänische Dreimaster „Johann. Friedrich". Tas Sch'st ist verloren, da sein Hinderteil zertrümmert ift A-a§ Schicksal der Atannschaft ist imbekannt. Hisenbahn-Zeitung. - AuS den Vogesen. Dem Vernehmen nach wird in der | nächsten Woche mit dem Bau der elektrischen Bahn von der Stadt Münster im Els. nach dem auf dem Vogesenkamm liegenden S ch l u ch t b o t e l, einem Aussicht?- und AusflugSpunkte an der deiitsch-lranzöstschen Grenze, begonnen werden. Die Bahn, bte au» einer Strecke von ca. 11 km eine Steigung von mehr al5 750 m zu überwinden hat, wird eine direkteEisenbahnlinie zwischen D o n a u e s ch i ng e n - F r e i b u r g über Eolmar- Münster bis nach Epi na l Herstellen, da von der franz. ! Seite bereits eine Bahn bis in die Nahe des Schluchthotels hcrauffu hrt.__ ____ bafi mindestens ,wei Dutzend Pasianttn den Vorfall mit ansahen. und nicht ein Einziger den Mut hatte, wenigstens den Versuch zu machen die Strolche zu vertreib-nl Der Hauptheld, ein riesenhafter Kerl soll ja allerdings em dolch- artiges Messer geschwungen und gedroht haben: ^J-den ni-d-rzust-ch-n, der h-rank-lme". Männer aber hätten sich eben ttotzdem als solche benehmen müssen und sich mcht durch ihre Frauen zuruckl,alten lasten dürfen. — Als nach einer Weile etwa 20 Soldaten die Waldparzelle absuchten, ^r,n hie Verbrecher längst über alle Berge. Es wird ja angekommen. Ariginal-Praytmekvnngen. D-rkin 27 Juli. Der „Vvrwärts" tadelt heute den v. Voll mar, weil er der „Tägl. Rundschau telegra- emttoortung für p'as letzte Attentat auT ™ Bulgarien und bekannte, daß 'm Bulgarien Ervlosivstoffe fabriziert würden und daß diese von dort nach her Türkei em* geschmuggelt wüiLxnr. Das bulgarische Ministerium hat cme kräftige Abwehruvte auf diese Beschuldigungen versaßt und wrrd gleichzeittg Reformen im Wilajet Adrianvpel verlangen. Belgrad, 27. Juli. Der AuSstand der Arbeiter der Elektrizitätswerke droht einen diplomatischen Konflikt mit Belgien herbeizuführen, da bte Polizei eS zn- läßt, daß die Ausständigen bereits zwei Tage eme Fabrik, die das Eigentum einer belgischen Gesellschaft ist, blockieren, un©' nicht verhinderte, daß der Tragoman der belgischen Gesandtschaft beschimpft und am Betreten der Fabrik gewaltsam gehmdert wurde Die Ausständigen drohen mit der Zerstörung der belgischen Fabrik. Der belgische Gesandte ist bei der Pi> lizei vorstellig geworden. Sofia, 27. Juli. Aus K onstantinopel wild gemeldri, die revolutionären armenischen Komitees hätten an die Botschaften ein Zirkular gesendet, in dem ue schütz verlangen gegen die ihnen aus Anlaß des letzten Alten tat es xu- gedachten Verfolgungen. Sie drohen selbst wieder mit AttMtctten, falls die Reformen unter der Kontrolle der Machte nicht bald i ausgeführt werden. Moskau, 27. Juli. Generalgouvemenr Trepow verbot die Abhaltung aller Kongresse. Washington, 26. Jnli. (Reuter-Bnreau.) DaL Ackerbmidepcrrtement erklärt, daß der entlassene Assistent des Statistischen Bureans,Holmes, am l.Jnli irrtümlicherweise eine Mn ahme der mit Baumwolle bebauten Fläche im Jahre 1905 auf 11,4 Proz. geschätzt habe, während sie tatsächlich einen Rückgang um 14,9 Proz. erfuhr, da die mit Baumwolle bebaute Flache 26 999 000 Acres beträgt. Pari?, 26. Juli. Die Börse eröffnete t . Die Zusammenkunft des deutschen Kaisers nut dem russischen wird jetzt im günstigen Sinne aufflcfafit. Späterhin machte sich etwas Real,sationslust bemerkbar: die Gi-und- tendenz blieb indessen günstig. Rlo-Tmto-Aktlen, sowie russische Werte wurden andauernd gekragt. , n • Reichsbank. Arn 15. August wird m Frankenstein (Schief) eine von der Reichsbankstelle in Schweidnitz abhängige Reichsbanknebenstelle mit Kasseneinrichtung und beschrankten Giro- verkehr eröffnet roerben. Erz-Kuxe. Fernie. Angebot 4050, Nachfrage 3950. Ausbeuten und Zu- büßen 1903 : 225; 1904: 300. Märkte. le. grantfurt M. 27. Juli. (Sel.flr. Drig.-lSetW b«S i Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkb. preise. Zum Verkaufe standen: 15 Ochsen, 0 au3 Oesterreich 0 Bullen, 00 aus Oesterreich, 73 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Oester., 00 Kälber, 00 Schafe und Hammel, 00 Schweine. Bezahlt wurde für 100 Psd. Schlachtgewicht: Ochsen 1.1ü-uah 75 Mk 2. Qual. 68—70 Mk., 3. Qual. 61—65 Mk., Bllllen 1 Qua( 65—67, 2. Qual. 00—00; Kühe 1. Qualität 68 —70 Mk., 2' QÜal.' 62—64 Mk., 3. Qual. 49-51 Mk, 4. Gual.42-44 Mk 5. Qual. 00-00 Mk. Kälber 1. Qual. 83-85 Pfy, Lebendgewicht 49-51 Pfg, 2. Qualität 77-82 Psg, Lebendgewicht^46 - 48 P g, Schlachfaem. 60—60 Pfg.; Schale: 1. Qual. 72—75 Pfg, 2. Qual. phisch mitgcteiTt bat. er bürre mti einem ^^wstrrkikri d«S ^zialdemokr. „Münch. Post" über Zusammenhang gebracht werden. Es hatten Vollmar i u ^«0»* blätter m München und Berlin zur Venügimg gestanden Hannover, 27. Juli. Ter Bergarbeiterstreik ift beendet. Eine Versammlung beschloß zwar mit gegen 52 Sttmmm weiter zu streiken, ba kwoßer Tei5Ä der Frühschicht angefahren war, beschloß nachfolgende sammlung auf Antrag Huscmann, wieder anuifabrcn. Ema 150 Schlepper kündigten infolgedessen sofort. Maßregelungen fmbttt "^G^tingen, 27. Juli. Der fünfjährige Sohn cmcs zunr Schützenfest anwesenden Schicßbudenbesihcrs ist m der Srnnit an Genickstarre gestorben. , . Essen, 26. Juli. Die Einigungsverhand. Inneren über den Streik im Baugewerbe^ haben ! heute nachmittag begonnen: diese nahmen einen lebhaft Verlauf, erzielten aber nach 31/» Stunden noch Temen Bv- Familien Nachrichten. Gestorben. Herr Jakob Fett, Ostheim. Herr Max Heß, Offenbach a. M. -SchiWnachrichten. Norddeutsch er Lloyd. In Gießen vertreten durch Earl Loos, Kirchenplatz. Bremen, 26. Juli. «Per transatlantischen Telegraph). Der Doppelschrauben-Schnellpostdampser „Kronprinz Wilhelm", Kapltan A Richter, vom Norddeutschen Lloyd m Bremen, ist gestern 1 'Uhr nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. RedStarLinie offerieren wir Damen-Blusen weiß seiden Batist zu M. 3.50, 5.50, 6.50 Damen-Unlerröcke - Volants Mk. 1.25, 1.85, 2 20 3.00 Damen-Unterröcke ,arbi8CB„e^.^ 8oltt,,t6 Mk. 1.85, 2.35, 4.50 Kinder-Kleidchen weiß und farbig enorm billig Kinder-Strohhüte Xä“„ st irhtm annehmbaren Preise Kinder-Capes und -Mützen. A. Holterhoff Söhne, Seltersweg 20. Kandel und ^erkeßr. Po!!rswirtschast. Berliner Börse vom 26. Jnli 1905. (Mitgeteilt von der Bank iür Handel und Industrie, Gießen.) Privat-Diskont 2'/» Prozent. Bochumer Guß . Harpener Bergbau Tendenz: ruhig. 70 Mg. Geschäft mittelmäßig, Ueberstand unbedeutend. Lircktsche Nachrichlen. Israelitische Religionsgcmeinde. chottesdten» in der Synagoge (Südanlagc). Samstag den 2 9. Jirli 1905; Vorabend: 7.45 Uhr. Morgens 8.30 Uhr. Predigt. Nachmittags 4.00 Uhr. Sabbathausgang 9.00 Uhr. Israelitische Religionsgesellschaft. Gottesdteust. ©abbathfeier am 29. Juli 1905. Freitag abend 7.45 Uhr. Samstag vormittag 8.00 Uhr. Nachmittags 4.00 Uhr. Sabbathausgang 9.05 Uhr. Wochengottesdienst: morgens 6.00, abends 7^30^llhr. Temperatur der Lahn und der Lust am 27. Juli 1905. Nach Reaumur gemessen mittags zwischen 12 und 1 Uhr. Wasser 19°, Lust 22» R. . M ü l le r'iche Bade- und Schwimmanstalt. Arbeiterbewegung. B e l g r a d , 26. Juli. Ein S t r e i k der Arbeiter der hiesigen Elektrizitäts-Eentrale nimmt ernste Dimensionen an. Tie Arbeiter belagern die Wohiiungen der Beamten, um_£,I^'e durch Verhinderung jeglicher Zufuhr von Lebensrnitteln zum Nachgeben zu veranlassen. Die Hauptforderung der Arbeiter besteht darin, daß die Direktion sich bei eventuellen Entlastungen von Arbeitern mit zwei Vertretern des Arbeiter-Syndikats nn- Einvernehmen setzen soll und nur Syndikatsarbeiter angenommen roerben dürfen. Ernste Komplikationen sind zu befürchten, da auch unter den Buchdruckern eine Streikbemegimg Henchts ladt. Breslau, 26. Julü Ter hiesige L a n d g e r i ch t s d i r e ktor hasse, gegen den ein gerichtliches Verfahren erngelettet »♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Der Giessener Kliniker-Verein erlaubt sich, die Herren Kollegen in Gießen und Umgebung zu einem Freitag, den 28. d. Mts., nachmittags 3 Uhr ab SelterZ- hohe (37, Uhr Ludwigsplatz) «folgenden Ausflug «i i» Ludwigsbrunnen am Forstgarteu yanz ergebenst einzuladen und hofft auf recht zahlreiche Beteiligung. Der Gießener Kliniker-Verein. I. 9L: Carl Klein, Dekan. NB. Bei schlechtem Wetter findet der Ausflug auf die Hardt statt. Bekanntmachung. Am Samstag, dein 29. d. Alts., nachmittags 3 Uhr, rotrb km städtischen Hospital, Seltersweg 11, eine größere Partie getragener SUetber, Strümpfe und Unterzeug öffentlich melslbietend versteigert. Gießen, am 24. Juli 1905. Armenamt Gießen. _________________C-urschmann. ______________ * Submission. ~ Die Lieferung von Weißzeug, Bettwerk, Krankenkleider, Stoff zu Stores, Krankenteppiche, Roßhaarmatratzen und Aufarbeiten von solchen für die neuen Kliniken soll auf dem öffentlichen Submissionswege für das Rechnungsjahr 1905 vergeben werden. Die Vergebung erfolgt auf Grund des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 und ist derselbe nebst Lieferungsbedingungen und Mustern auf dem Verwaltungsbureau Nachmittags von 3—5 Uhr einzusehen. Offerten mit entsprechender Auffchrist versehen sind bis zum Eröffnungstermin Samstag, den 5. August 1905, mittags 12 Uhr unter Beifügung von Mustern an die Großh. Verwaltung der neuen Kliniken einzureichen. Zuschlagsfrist 21 Tage. Die Lieferung kann auch geteilt vergeben werden. Gießen, den 26. Juli 1905. b”/t Großh. Verwaltungsdirektion der neuen Kliniken. Während des Neubaues (Schulstrasse 4) befindet sich unser Geschäfts-Lokal Mäusburg 10 Alexander Salomon & Co. 89 »9 Medizinische Veteriüär-äiimiL Z (Klinik für innere Tierkrankheiten) Frankfurterstrasse 85 im altenTierspital Fernsprecher wie bisher No. 142 (Veterinäranstalt). uMMMjiMBMnMriiTnwmnTiTnwnn-------- Ueberzieheu und Reparaturen schnell und billig in eigener Werkstätte. Heinrich Sack, 19 MarWrÄ 19. Hslki ftlftHsrrr Hochwaldhausen St. Ilbeshausen. Schirme 105 in großer Auswahl von den billiasten bis zu den )irekt am Walde gelegen. Wochen-Penston p. Tag 3.50 Mk. inkl. zimmer, bei tadelloser Verpflegung._______ O. Friedel. |3823 5 Mark und mehr per Tag I Hausarbeiten Strickmaschlneu-Gesefisohaft. Gesecht Personen beiderlei Geschlechts zum Stricken auf unserer Maschine. Einfache und schnelle Arbeit das ganze Jahr hindurch zu Hause. 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