Wort gejucht. Markljkabe 2. lleres Tienjlmäüchm Seilersweg 14. Manuiaüurw.. Landkundschas, gef, uo u. OehaüZan^ und Wohnung erb. Marburg a.L.M '• arbeüj. Mädcheu Ludwrgslravr L Ä*h Sisfr f^eiteu S«itti5ens PliNg ? Emilie sür ein lochen ^/WiüNü? * gieren tzeare unter 05660 an l8- erbeten. ] tzucht. 05662 £_^Me_UL Am iten ausbildm < er Frau gebucht, iebigstraße 68, II. WkWk en meiner Abreise nach 1C ich allen Freundeten ein aafmatut, 18$,ci rn-Äranche geleti, auf la. 3eugn. ball», mM a,V\^LäD«! Ilb gibt $on 05533 atMßL es du^ejnsiratzeI^ llarburgerStnM . Frau empfiehlt sich SML AL«ÄUL- &’£Ä*s: erteilt w UiekeDkaPltal ;Lle zu3 /‘ /* ,u 6°’^ <0/ Leleihung elle i«4» ich*3! Montag 28. August 1905 Zweites Blatt 155 Jahrgang Nr. 201 General-Anzeiger, Amk- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Redaktion, Expedition ».Druckerei: Schulstr.7. Tel. Nr. 5L Tttegr.-Mr.: Anzeiger Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Eichener ZamilienblStter" werden dem „Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der ^tzesstsch« Landwirt' erscheint monatlich einmal. wird. Da werden — der Kaiser wird die Taufrede des Schiffes halten — die seitherigen innerpolitischen Vorkomm- nisie hinter diesem neuen Begebnis etwas zurücktreten; man wird sich nicht mehr überden deutschen Katholikentag zu unterhalten brauchen, der in der abgelaufenen Woche statt- gefunden hat. Viel Bemerkenswertes hat diese große Zentrumsparade nicht gehabt. Man spielte Versteck mit seinen wahren Gedanken; der Abgeordnete Gröber spann in der Erwähnung der Kaiserrede von Gnesen die Fäden so, als sei nun der Monarch auf eine bestimmte Politik hin verpflichtet. Aehnlich war das Verfahren bei der akademischen Frage. Man begrüßt es als freudige Tatsache und tut, als sei es selbstverständlich, daß die Lehrer unserer Hochschulen immer mehr auf „katholischer Weltanschauung" ihre Forschungen aufbauen. Daß dagegen Protest erhoben werden könnte, damit hat man scheinbar gar nicht gerechnet. Das soll aber nicht hindern, daß bei Zeiten den Herren auf die Finger geguckt wird, damit die Bäume nicht in den Himmel wachsen . . . Die nächste Zukunft wird politisch viel Wichtiges bringen. Vor allem im Orient. Da werden die großen Fragen der Machtverteilung nun endlich beantwortet werden, nachdem der Krieg bereits ungezählte Opfer verschlungen hat. Vorausgesetzt, daß die Friedensbemühungen zwischen Ruß- land und Japan wirklich so ernsthaft betrieben werden, wie nach den Meldungen aus Portsmouth zu schließen ist. Der kritische Zeitpunkt der Entscheidung ist jedenfalls nahe. Bis Samstag, 26. August, war die Friedenskonferenz vertagt worden, damit die Delegierten bei ihren ^Regierungen Rück- frage halten konnten, bezüglich deS letzten Mittels zu einem gedeihlichen Ende, nämlich deS Kompromißvorschlages des Präsidenten Roosevelt, welcher bekanntlich die Zahlung der von den Japanern geforderten Kriegsentschädigung in eine für die Nordhälfte Sachalins von Rußland zu zahlende Kaufsumme umwandeln möchte. Wenn auch di« Vorstellungen des amerikanischen Botschafters am russischen Hofe, v. Lengerke- Meyer, nichts genützt haben und heute gemeldet wird, daß der Zar den Vermittlungsvorschlag endgiltig abgelehnt habe, so ist bei dem großen Interesse, das der Präsident der Vereinigten Staaten am Zustandekommen des Friedens hat, doch zu hoffen, daß die Konferenz nicht erfolglos auseinandergehen wird. ES könnten ja andere Vorschläge gemacht oder der jetzt vorliegende Vorschlag könnte geändert werden, -z. Gießen, 28. August. *• Die wackere Tat eines Musketiers deS Infanterie-Regiments Nr. 116. Wir entnehmen einem Wiesbadener Blatte: Am 4. Juli d. I. versuchte der Unter- Offizier Mielke der 4. Kompagnie des Regiments, das augenblicklich in Wiesbaden im Quartier liegt, beim Bade» zusammen mit dem Musketier Tresser die Lahn bei Gießen zu durchschwimmen. (Der bekannte Vorfall, den wir meldeten. D. Red.) Als daS Paar das jenseitige Ufer fast erreicht hatte, verließen den Musketier Treffer die Kräfte; er klammerte sich an den Unteroffizier, der, als ausgezeichneter Schwimmer bekannt, den Treffer sofort in Sicherheit zu bringen versuchte. Hierbei aber wurde der Unteroffizier aus unaufgeklärter Ursache plötzlich von einem Krampf befallen, der ihm anscheinend die Möglichkeit jeder weiteren Tätigkeit benahm. So sanken beide unter. Der in der Schwimmanstalt noch mit Ausziehen beschäftigte Musketier Miesch der 4. Kompagnie trat zufällig ans Ufer, als noch gerade eine Hand des Untersinkenden aus dem Wasser hervorragte, überblickte sofort das Kritische der Situation und stürzte sich ohne Besinnen, obwohl er selbst noch in der Ausbildung zum Schwimmen begriffen war, ins Wasser, um feinen in höchster Gefahr schwebenden Kameraden zu retten. Mit Aufbietung VoUtische Wochenschau. Gießen, 28. August. ordnete dem Bunde sehr nahe und man hätte, so führte er aus, annehmen sollen, daß diese Herren sich das MatmnI zur Steuerreform genau angesehen hätten. Es wäre richtig gewesen, wenn das ganze Material an die Bundeslettung! gesandt worden wäre, dann würde es von der Volksabteck- ung eingehend bearbeitet worden sein, und die ^6geordneten wären in die Lage versetzt worden, mit Geschick und Erfolg gegen den Negierungsentwurf zu kämpfen. ES fei jetzt nur noch die erste Kammer zu bitten, den Entwurf abzulehnen und zur nochmaligen Prüfling an die jtoeite Kammer zurückzuverweisen. Daß der Landwirt die Steuer beim Grundbesitz vom gemeinen Wert zahlen soll, sei ungerecht, der Ertragswert sei zu besteuern. Auch mit dein- Gewerbebetrieb des Landwirtes sei es nichts. Jeder Handelsmann und Gewerbetreibende könne sein Kapital drei- und viermal im Jahre umsetzen, mindestens M isÄoz. verdienen, das könne der Landwirt nicht, da sprachen die Witterungsverhältnisse und alles mögliche mit. Eine weitere Gefahr liege darin, daß die Dienstboten als Gewerbegehilfen angesehen werden könnten und dann unter die Gewerbeordnung fielen. Daß kein Schuldenabzug stattfinden solle, sei ungerecht und unbegreiflich. Der Landwirt werde viel stärker bei der neuen Besteuerung heranaezogen als jeder andere Geschäftszweig, welcher mit verhältnismäßig weniger Betriebskapital viel mehr erziele als der Landwirt. Ohne schwere Arbeit und intensiven Fleiß fei überhaupt keine Grundrente zu erzielen. Die Redensart, daß bei stärkerer Heranziehung des Kapitals die Inhaber aus Hessen auswandern würden, sei Unsinn, die Kapitalisten würden auch anderswo zur Steuer herangezogen. Die großen Einkommen und Industrien besonders heranzuziehen, hätte das Ziel der Steuerreform sein müssen. Der Referent schlug die Annahme einer Resolution vor, wonach die erste Kammer ersucht wird, den Gesetzentwurf vorläufig abzvB lehnen und ihn zur weiteren eingehenden Beratung an die zweite Kammer zurückzuverweisen. Von Landtagscchg. Möllinger wurde folgende Resolution beantragt: „Der Entwurf eines Gemcindeumlagengeseßes,- wie er nach der Beratung und Annalnue in der zweiten Kammer der LmidMnde nunmehr der ersten Kummer vorliegt, wird von den am 27 Aug. zu Mainz versammelten Mitgliedern des Bundes der Landvmcke nicht gebilligt. Insbesondere liegt ein Bedürfnis zu cmer grundsätzlichen Reform der Grundsteuer auf dem flachen Lande nicht vor: eine Verbesserung gegenüber dem jetzigen Zustande wird auch von der Einführung der Besteuerung nach 'Vrutto- vermögenswerten keinesfalls erwartet, und es kann daher bet völligen Umwälzung der Steuerverhältnisse nur mit Unruhe und Besorgnis entgegengesehen werden." , Es wird nun in der Resolution in den Hauptpunüe» der Standpunkt deS Bundes zur Grundsteuer eingehend dargelegt. Die Besteuerung der Grundstücke und der Gebäude nach dem Reinertrag, wie sie jetzt besteht, verdiene den Vorzug gegenüber der Besteuerung nach dem gemeinen Wert, die der Gesetzentwurf zur Einführung bringen will. Die ländlichen Oekonomiegebäude seien bisher steuerfrei, und daS beanspruche man auch für die Zukunft, wenigstens dürsten sie nur mit den halben Sätzen zur Gebäudesteuer herangezogen werden. Für den landwirtschaftlich benutzten Boden eigne sich unbedingt am besten die Ertragsbesteuerung nach dem Kataster. Um die hochverschuldeten Landwirte nicht übermäßig zu belasten, sollten die über die Hälfte des Grundstückswertes hinausgehenden Schulden für abzugsfähig erklärt werden und ein entsprechender Zinsanteil vom Reinertrag abgerechnet werden dürfen. Landtagsabg. Wolf-Stadecken legte eingehend seinen Standpunkt dar, warum er für den Gesetzentwurf gestimmt habe. Einen Schuldenabzug hält er nicht für gerechtfertigt. Der Redner sprach sich gegen beide Resolutionen aus, da damit ein großer Teil der Landtagsabap-- ordneten, die zum Bunde der Landwirte gehörten und die für das Gesetz gestimmt hätten, desavouiert würden. Das Gesetz sei ja nur auf sechs Jahre berechnet, in der Zwischenzeit könne man Material sammeln und nach Ablauf beß. Steuergesehes ein besseres schaffen. Landtagsabg. Schönberger legte eingehend seinen Standpunkt zum Gesetze dar, der ihn bei der Abstimmung zur Ablehnung gebracht habe. Sein Prinzip sei, daß nach der Leistungsfähigkeit besteuert werde, dann falle jede Klage hinweg. Dem Redner wurde allgemeines SSratio gespendet. Landtagsabg. Hirsches sprach im Sinne des . Herrn Wolf und empfahl Ablehnung jeder Resolution. Herr Kurz-Osthofen will eine richtige Steuerreform haben. Schließlich wurde die Resolution Möllingermit21 . gegen 10 Stimmen angenommen, worauf die®er* ; fammlung geschlossen wurde. Die Fleischteuerung ist auch in dieser Woche aus allen innerpolitischen Betrachtungen der deuffchen Presse am meisten hervorgetreten. In zahlreichen Städten wurden nicht nur Volksversammlungen oder Versammlungen der Fleischer und anderer Jnteressentengruppen veranstaltet, sondern auch innerhalb der städtischen Verwaltungen Beschlüsse zur Hebung der Fleischnot gefaßt. Von den Bundesregierungen hat zunächst Bayern das Wort ergriffen, freilich um Ansichten über die Fleischteuerung zu äußern, Die sich von den offiziösen Kundgebungen im Norden nicht oder nur sehr wenig unterscheiden. Auch die bayerische Regierung operiert mit dem Ergebnis der Viehzählung vom L Dez. 1904, die in Bayern eine Zunahme des Schweinebestandes ergeben habe. Auch wenn man die Zunahme der Bevölkerung von 1900 bis 1904 in Betracht ziehe, würde der Schweinevorrat im deutschen Reich? dennoch vorangeschritten sein. Im übrigen glaubt auch die bayerische Regierung den gegenwärtigen Mangel än Schweinefleisch damit erklären und rechtfertigen zu können, daß die zum Schlachten gelangenden Mastschweine geringer an Zahl und Gewicht seien und andererseits die Zahl der Konsumenten, u. a. infolge der größer gewordenen Ansprüche, gestiegen sei. Für die Preissteigerung sei auch der Zwischenhandel verantwortlich zu machen. Also die alte Geschichte. Von Derartigen Untersuchungen wird fein Mensch satt. Für Konsumenten, die große Masse der Bevölkerung, ist die Ursache der Teuerung viel weniger wichtig, als die Tatsache, daß sie ihr Fleisch teurer bezahlen muß als sonst. «Sie machte die Regierungen dafür verantwortlich, weil diese es in der Hand haben, die Grenzen der Einfuhr von Schweinen etwas zu öffnen und weil sie mindestens keinen sttchhaltigen Grund dafür angeben können, daß sie heute nicht die Einfuhr desjenigen Quantums gestatten können, das sie nach dem 1. März k. I. vertragsmäßig einlassen müssen. Wenn nach dem 1. März Maßregeln getroffen werden können, die Seuchengefahr femmhalten, so vermögen die Konsumenten nicht einzusehen, baß dies je tzt nicht möglich fein sollte. In den letzten Tagen ging nun die Mitteilung durch Die Presse, daß das preußische Landwirtschastsministe- rtum neue Erhebungen über die Lage des Fleischergewerbes angeordnet habe. Man knüpfte daran die Hoffnung, daß Die preußische Regierung endlich doch beabsichtige, ödfyritte zur Milderung der Vieh- und Fleischteuerung zu tun. Es stellt sich nun aber heraus, daß die Erhebung sich nur auf bte Stadt Frankfurt beschränkt, von wo berichtet wttd, daß dort in der letzten Zeit 33 Metzgerläden infolge schlechten Geschäftsganges hätten geschlossen werden müssen. In anderen Städten liegt aber, wie Zeitungsnachrichten zu entnehmen ist, die Sache ähnlich In der neuesten Nummer der „Allaem. Fleischerztg." vom 26. d. M. lesen wir einen Aufruf des Vereins der Fleischermeister in Berlin an alle Fleischer im Reich, anfangs September in Berlin zu einer Beratung zusammenzutreten. Durch eine Massenkundgebung von Tausenden Meistem soll, so heißt es darin, an zuständiger Stelle zum Ansbruck gebracht werden, daß unweigerlich der Ruin unzähliger Fleischereibetriebe in kurzer Zeit eintreten muß, wenn nicht rascheste Hilfe geschaffen wird. Man scheint also in diesen Kreisen cmzu- neBmen, daß man durchaus nicht mit einer „rasch vorübergehenden Erscheinung" zu rechnen habe, wie Herr Pod- oielski ttöstlich versicherte. Ziemliche Sorgen bereiten dem deutschen Volke außer bet Fleischnot auch die Zustände in den afrikanischen Kolonien. Zu allem Elend in Südwestafrika ist nun noch der Ausbruch einer Empörung in Deutsch-Ostafrika hinzugekommen. Daß die deutsche Verwaltung einen Teil der Schuld trägt, ist anzunehmen. Wir haben aber noch nicht genügende Erfahrungen im Kolonialwesen gemacht, rote z. B. England. Auch die angekündigte Reform des Kolonialamtes würde in diesem Punkte uns nicht voran bringen, und der ,neue Mann" des Kolonialministeriums würde viel Sorgen und Arbeit vorfinden. Doch über diese Personalwechsel steht bis jetzt noch nichts fest, denn daß Kolonialdirektor Stäbe telegraphisch aus seinem Urlaub zurückberufen worden ist, ist doch wohl als ein Zeichen dafür anzusehen, daß man einstweilen seiner Dienste noch nicht enttaten will. lieber den eigentlichen Anlaß zu dem Aufstand in den Matumbibergen ist bis jetzt auch noch nichts Sicheres zu sagen. Eine nach Ostafrika über Triest entsandte Verstärkung durch Marineinfanterie wird am 15. September auf der Kampfstätte ein- treffen. Hoffentlich wird bis dahin die Lage sich nicht weiter zu ungunsten der deutschen Position verschoben haben. Mit gemischten Gefühlen sieht Deutschland in den nächsten Tagen auf die fremben Gäste, die an der OIlse e deutsche Lande besuchen. Dott wird England in dieser Woche ein Bild seiner imponierenden Seemacht entfalten. Mit einem Schlachtschiffgeschwader und einer kleinen Torpedo- flotille werden insgesamt 32 der besten englischen Kriegsschiffe in den deutschen Häfen der Ostsee landen. Wenn auch die seitherige Stimmung zwischen Deutschland und England, besonders infolge englischer Hetzereien in der Marokkofrage, 'picht die beste war und nicht davon die Rede sein kann, daß dieser englische Flottenbesuch einem freundschaftlichen Antrieb seitens unserer Vettern über dem Kanal zuzuschreiben ist, so haben wir doch auch keinerlei Grund, uns dagegen ablehnend und unfreundlich zu verhalten. Wir wollen dieses Ereignis nicht zum Anlaß nehmen, unsere Beziehungen zu England zu verschlechtern, sondern eher umgekehrt, zmnal Sie englische Flotte dabei friedliche und harmlose Absichten betont. Es ist also zu erwarten, daß das Ergebnis dieses Besuches zur Zufriedenheit beider Reiche ausfallen wird. Auf der Werft des „Vulkan" wird gleichzeitig nut dem Eintreffen der englischen Kriegsschiffe der Stapellauf der ^Kaiserin Auguste Viktoria" stattfinden, des größten Handelsschiffes der Welt, wobei das Kaiserpaar anwesend fern Der englische Flottenvesnch. Der „Standard" sagt zu der Flottenfahtt in die Ostsee, deutsche Hitzköpfe hätten vergeblich versucht, für die englische Flotte einen kühlen Empfang vorzubereiten. Die englischen Schiffe kämen als Friedensboten. Die Vorführung des kontrollierendenFaktorS der modernen Weltpolitik vor Dänemark, Schweden und Deutschland habe natürlich einen Zweck, aber dieser sei freundlich. Die Küstenbevölkerung werde die englischen Mattosen liebgewinnen. Die See sei der Tummelplatz aller Nationen, auf dem man ohne Verletzung der Gefühle zusammenkommen könne. Die Trennung Schwedens und Norwegens. Stockholm, 26. August. Zu Delegierten für die Verhandlungen zwischen Schweden und Norwegen wurden ernannt: von Schweden: Ministerpräsident Lundeberg, der Minister des Aeußeren Graf Wachtmeister, Kultusminister Hammarskjoeld und Staatsrat Staaf; von Norwegen: Ministerpräsident Michelsen, der Minister des Aeußeren Loevland, der Präsident des Storthings Berner und der frühere Staatsrat Vogt. Die erste Sitzung findet am 31. August in Karlstad statt. Türkische Greuel. Konstantinopel, 26. Aug. In der Nacht zum letzten Samstag wurden in Konopniea, südwestlich Polanka, im Vilajet UeSküb, von einer Abteilung deS Nizamregi- rnents Nr. 20, acht Christen und zwar ein Mann, drei Frauen und vier Kinder erschossen und sechs Christen verwundet. Nach türkischer Angabe ist dies während eines Kampfes mit Komitatschis geschehen. Die Einwohner versichern jedoch, daß diese Behauptung unwahr ist. Die Botschafter der Entente-Mächte haben deswegen Schritte bei der Pforte unternommen. — Der Botschafter Oesterreich-Ungarns hat der Pfotte ein von allen Botschaftern unterzeichnetes Memorandum überreicht, in dem die Namen ber ernannten vier Finanzdelegierten für Macedonien mitgeteilt werden und die Pfotte zugleich ersucht wird, den Generalinspektor dementsprechend zu informieren. Landesveisammlung des Aundes der Landwirte in Wainz. (Original-Attikcl des Gießener Anzeigers.) d. Mainz, 27. August. Eine Landesversammlung des Bundes ber Landwirte für bas Großherzogtum Hessen fand heute nachmittag hier in Mainz im Kasino „Hof zum Gutenberg" bei mäßigem Besuche statt. Der stellverlretenbe Vorsitzenbe bes Bunbcs, Gutsbesitzer Lucke, schiebt den schwachen Besuch ber Versammlung ber nicht genügenben Bekanntmachung berfelben unb ben überall jetzt stattfinbenben Kirchweihen zu. Nach- bem ber Vorsitzenbe bie Anwesenben unb bte erschienenen Landtagsabgeorbneten (aus Starkenburg waren brei, aus Oberhessen unb Rheinhessen je ein Lanbtagsabg.) begrüßt hatte, wurde ein dreifaches Hoch auf Großherzog und Kaiser ausgebracht. „ , . Herr Lucke kam dann auf das neue Gemeinde- fteuergefefc zu sprechen Eine alte Forderung des Bundes sei die Verstaatlichung der Volksschule. Es sei eine große Ungerechtigkeit, den Gemeinden die großen Schurlasten aufzubürden. Im Landtage ständen 21 Abge- Q -CMsT Rotationsdruck und Verlag der Brühl'sche» jMjLkEm UniversitLtsdruckerei. R. Lange, Gießen. aller Energie gelang cs ihm, den Musketier Trester glücklich an das inzwischen herangeholte Rettungsboot zu bringen, und erfuhr erst dann von dem Geretteten, daß auch der Unteroffizier Mielke untergesunken sei. Trotz großer Erschöpfung beteiligte sich Miesch mit regstem Eifer an den sofortigen Versuchen, den Untergesunkenen aufzufinden; leider umsonst. Der Unteroffizier blieb verschwunden und mußte so den Versuch, den Kameraden vom Tode deS Ertrinkens zu rette«, mit dem eigenen Leben bezahlen. Der Musketier Miesch wurde am Montag nach dem Einrücken des Regiments vor das in Parade aufgestcllte 1. Bataillon vorgerufen. Mit warmen Worten des DankeS und der Anerkennung stellte der Regimentskommandeur, Oberst von Lin den au, die mutige Tat des Musketiers destcn Kameraden vor und ließ dadurch dem Opfermute, der Energie und der braven kameradschaftlichen Gesinnung des Musketier? Miesch die verdiente Würdigung zuteil werden. Als schönste Belohnung und als Zeichen huldvoller Anerkennung der wackeren Tat auch von seiten des Landesherrn überreichte der Regimentskommandeur dem Musketier Miesch die ihm von Seiner Königl. Hoheit dem Großherzog von Hessen verliehene Rettungsmedaille. Unter den» Hinweise, daß auch dieses Beispiel wieder zeige, wie Se. Kgl. Hoheit in huldvollster Weise eine edle Tat zu belohnen wisse, brachte der Regimentskommandeur zum Schluß ein Hoch auf den Großherzog aus. ** Der Lehrerturnverein für das Groß- Her z o g t u m H e s s c n veranstaltet am 23. September seine diesjährige Hauptversammlung hier. Am 22. Sept, findet im Hotel Lenz am Bahnhof "ein Begrüßungsabend statt. Die Hauptversammlung beginnt am 23. Sept, vormittags m/s Uhr in der Turnhalle des Gießener Turnvereins. Es finden zuerst turnerische Vorführungen statt, in denen ein Ueberblick über das jetzige Shstern des Bolksschulturnens gegeben werden soll. Verschiedene Lehrer von Gießen und Umgegend werden ihre Schulklassen vorfiihren, und Mitglieder des Lehrerturnvcrcins werden Riegen in Stab- und Geräteturnen stellen. Hieran schließt sich ein Vortrag über „Guts-Muths" von Lehrer Z ö l l e r - Watzenborn-Steinberg. Die geschäftlichen Verhandlungen des Vereins finden nachmittags im Cafe Ebel statt. Der hessische Lehrerturnverein hat trotz feines erst vierjährigen Bestehens im Lehrerstand festen Boden gefaßt und erfreut sich bereits einer ansehnlichen Mitgliederzahl. An der Spitze steht Landesturninspektor Schmuck-Darmstadt. ** Krankenversicherung für Kaufleute. Der Kranken- und Begräbniskasse des Verbandes Deutscher Handlungsgehilfen zu Leipzig, die in Versicherungs- klassen bis zu 5 Mk. tägliches Krankengeld und zwar bis zu 52 Wochen und außerdem Begräbnisgeld von 50 bis 300 Mk. gewährt, sind, wie man uns mitteilt, von Oktober 1903 bis Dezember 1904 allein 14 000 Mitglieder beigetreten. Die Mitglieder dieser Kasse verteilen sich auf 2637 Orte in allen Teilen Deutschlands und in 454 Orten befinden sich Verwaltungs- oder Zahlstellen. Der vorliegende Jahresbericht liefert den besten Beweis, daß die Krankenversicherung für die jungen Kaufleute nicht minder notwendig ist. wie für die Angestellten anderer Berufsarten. Von 100 Mitgliedern erkrankten im letzten Jahre durchschnittlich 99, davon 25 als erwerbsunfähig. Richt weniger als der achte Teil aller mit Erwerbsunfähigkeit verbundener Krankheiten dauerte länger als sechs Wochen. Auf jedes Kassenmitglied entfiel im Durchschnitt ein Krankengeld von 12,64 Mk. und Kosten für Arzt und Arznei 11,43 Mark. Von den als völlig gesund im letzten Jahre aufgenommenen Mitgliedern erkrankten mehr als die Hälfte während der ersten sechs Monate der Mitgliedschaft, wofür die Kasse 72182,50 Mk. aufzuwenden hatte. An Kranken- unterstütznngen wurden 757 142,88 Mk. und an Begräbnisgeldern 21 410 Mk. im letzten Jahre, insgesamt aber seither über 6 Millionen von der genannten Kasse ausgezahlt. Dem Reservefonds konnten 67 005 Mk. zugeführt werden, wodurch sich das Kassenvermögen auf 582 360, 99 Mk. erhöhte. + Alsfeld, 27. Aug. Gelegentlich des Jahr esse ft es des evangelischen Bundes hielt auch der „Hilfsausschnß zur Förderung der evangelischen Kirche in Oesterreich" seine Hauptversammlung ab. Die Einnahmen des Hauptvereins vom evangelischen Bund betragen im abgelaufenen Geschäftsjahr 6 306 Mark. Rach dem Referat: Der Toleranzantrag des Zentrums und der konfessionelle Friede" von Pfarrer Guyot und dem Vortrag des Landgerichtsrat Schneckenberger wurde an die Staatsregierung und die hessischen Reichstagsabgeordneten eine Resolution abgesandt, die einstimmige Annahme fand und folgenden Wortlaut hat: „Die 16. Laudcsversammlung des Evangri. Bundes für Hessen erachtet das Kirchenlwhcits und Oberaufsichtsrecht über die anerkannten Kirchen- und Religionsgemeinden als eine wichtige Lebensbedingung des modernen Staates. In dem sogenannten Toleranzantrag erblickt sie einen schweren Eingriff in dieses unter schweren Opfern und jahrhundertelangen Kämpfen errungenen Rechtes des Staates Der 'Toleranz an trag erstrebt unter b-em Schlagwort Freiheit nichts anderes als die Unterordnung des Staates unter die Macht der römisch-katholischen Kirchenherrschaft und schädigt dadurch den konfessionellen Frieden auf das Empfindlichste. Die Landesversammlung spricht deshalb heute die zuversichtlichste Erwartung aus, daß unsere Staatsregierung und die hessischen Reichstagsabgeordueten im Interesse des Ansehens des Staates und zur Erhaltung seiner Rechte, sowie zum Schutze des konfessionellen Friedens dem Entwurf (Toleranz- antragl für alle Zukunft die Zustimmung versagen". Bad-Nauheim, 28. Aug. Folgende Unterhaltungen werden in dieser Woche stattfinden 7 Dienstag nachmittags und abend? auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abend? 8 Uhr im Saale Theater-Vorstellung: „®ie rosa Dominos." Mittwoch nachmittags und abends auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle mit Einlagen der Cornet-K-Piston-Virtuosin Frl. Sophie Branden. Abends im Saale Tanz. Donnerstag nachmittags und abends auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Nachmittag? Holländische? Nationalkonzert anläßlich de? Geburtstages Ihrer Mas. der Königin der Niederlande. Bei gutem Wetter von 8 Uhr abends ab LanrpionSbeleuchtung auf der Terrasse. Freitag nachmittags und abends auf der Terraste Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr im Saale Theater-Vorstellung: „Als ich wiederkam." SamStag nachmittags und abends auf der Terraste Konzert der Kurkapelle. Abend? 8 Uhr im Saale Theater-Vorstellung: „Wohltäter der Menschheit." p. Ehringshausen, 26. Aug. Dem Fuhrmann Wilhelm Hoffmann von hier ging heute vormittag das Rad eines mit ca. 100 Zentner Eisensteinen beladenen Wagens über ein Bein. Die erlittenen Verletzungen sollen derart sein, daß eine Amputation des Beines nötig ist. Man bedauert den strebsamen braven Mann im Orte allgemein. p. Holzhaufen (Kreis Wetzlar), 28. Aug. In unserem Dorfe ist Typhus a u s g c b r 0 cb c n: ein Schwerbefallener mußte der Gießener Klinik überwiesen werden. Die Entstehung der Krankheit führt man hier auf den Genuß von verseuchtem Wasser zurück. Das Wasser des durch unser Torf fließenden Ulmbaches darf nicht verwendet werden. Der für den hiesigen Bezirk angestellte Desinfektor Theodor Esch von Ehringshausen nimmt die nötigen Desinfektionen vor. Typhussterbefälle sind bis jetzt noch nicht vorgekommen. Die getroffenen polizeigesundheitlichen Anordnungen finden strikte Befolgung. Homburg v. d. H., 26.Aug. Wie der „Tannusbote" meldet, will die Kaiserin anläßlich des Kaisermanövers am 9. September nachmittags 3 Uhr Damen aus der Provinz Hessen-Nassau in dem neuen Saale des Homburger königlichen Schlostes empfangen. Es sind bereits durch die Gattin des Oberpräfidenten v. Windheim Einladungen ergangen. (F. Z.) * Kleine Mitteilungen ans Hessen und den Nachbarstaaten. Die Stadtvertrettnig von Vilbel hat die Erbaunna einer Gasanstalt cnbqiltin beschlossen, deren Baukosten auf 160 000 Mark berechnet sind. 180 Hausbesitzer haben bereits ihren Anschluß angemeldet. Zur Fleischtcucrung. Frankfurt, 26. Aug. Der hiesige Gastwirte- verein (Innung) hat jetzt zur Fleischnot Stellung genommen. In einer stark besuchten Versammlung wurde nach längerer Debatte eine Resolution angenommen, in der es heißt, die Versammlung habe nach den verschiedenen Ausführungen der Mitglieder festgestellt, daß die bisherige Fleischverteuerung eine große Schädigung deS Wirtsgewerbes nach sich ziehe und schließe sich den Anträgen der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung, eine Aendernng herbeizuführen, voll und ganz an. Ferner beschloß die Versammlung, eine Erh öhung der Preise für Speisen eintreten zu lassen; eine Kommission von zwölf Mitgliedern soll darüber beraten. Mainz, 26. Aug. In der gestrigen Sitzung der Schlachthausdeputation wurde der Antrag der sozialdemokratischen Fraktion der Stadtverordnetenversammlung, die Regierung zu ersuchen, bei dem Bundesrat vorstellig zu werden, damit dieser zur Linderung der Fleisch not die Einfuhr von Schlachtvieh durch das Oeffnen der Grenzen gestatte, einstimmig angenommen. verinisch-es. * Berlin, 27. Ang. Bei der heutigen Probe eines neuen Ausstattungsstückes im Metropottheater stürzte mittags auf der Bühne ein Podium e in. 20 Personen wurden mehr oder minder schwer verletzt, einige erlitten ernstere Rücken- und Ripvenverletzungen, zwei Unterschenkelbrüche, der Schauspieler Harrv Walden eine leichte Fußverletzung. * Lübeck, 26. Aug. In einem Dorfe unweit Ahrens- beeck brannte gestern nachmittag das Wohnhaus des Besitzers Reimer nieder. Während der nachts nach beendeter Löschung des Feuers abgehaltenen Brandwache schlug eine Mauer um, wodurch zwei Personen getötet und zwei schwer verletzt wurden. * Paris, 26. Aug. Dem „Temps" zufolge soll Jalu zot heute vormittag aus alle seine Rechte als geschästsführender Direktor des Printemvs verzichtet h'ben. * Kleine Tageschronik. In Bruckhausen verursachten in einer Dachstube drei kleine Kinder durch Spielen mit Feuerzeug einen Brand und sanden den E r st i ck u n g s t 0 d. Kunst und Wissenschaft. — In die Menzel-Ausstellung in Frankfurt am Main (Ktinstverein. Junghofftraße 8) wurden in der letzten Woche wieder mehrere Aanarelle, Pastelle, Zeichnungen usw. des Meisters aus früherer und späterer Zeit neu ausgenommen, sodaß die Ausstellung nunmehr über 135 Originalarbeiten Menzels, darunter die. Hauptwerke aus dem Besitz der Nationalgalerie usw., aufweist. Ter Erfolg der Ausstellung übertrifft denn auch den aller ähnlichen Veranstaltungen der letzten Jahre: beinahe täglich nimmt die Zahl der Besucher speziell von auswärts und der von der Vergünstigung freien Eintritts Gebrauch machenden Schulen zu. Die Ausstellung bleibt nur noch bis zum 6. Sept, geöffnet. Straßburg i. E., 26. Aug. Aus Anlaß der Sonnenfinsternis vom 30. August finden am 29.—31. August an zahlreichen Orten Europas nach internationaler Verabredung wissenschaftliche Ballonfahrten und Drachenausstiege statt. Es wird überall versucht werden, während dieser drei Tage möglichst andauernde Beobachtungen über die Verhältnisse der freien Atmosphäre zu erlangen. Im Totalitätsgebiet, in Svanien werden in dieser Hinsicht ganz besonders umfassende Versuche angestellt werden. Die Finder der aus diesem Anlaß hochgesandten zahlreichen Registrierballons erhalten eine Belohnung, wofern sie gemäß der dem Ballon beigegebenen Instruktion die Instrumente und den Ballon sorgfältig bergen und an die angegebene Adresse eine telegraphische Benachrichtigung senden. Kniverstläis-KachrichLen. M a rbu r g, 26. Aug. Wie die hiesigen Zeitungen mitteilen, ist der Universitätskurator Geh. Oberregierungsrat Steinmetz um feinen Abschied eingekommen. Geh. Rat Steinmetz ist 69 Jahre alt. Arbeiterbewegung. Köln, 26. Aug. In einer gestern abend stattgehabten Versammlung des deutschen Arbeitgeberverbandes für das Baugewerbe wurde mitgeteilt, daß "nm Montag ein allgemeiner Schreinerstreik ausbrechen wird. Die Schreinermeister Ii'tten bereits 130 Solawechsel ausgestellt. Die Versammlung beschloß, da es sich im vorlieaenden Ausstande um eine Machtfrage der sozialdemokratischen Organisation handle, die sich insbesondere gegen den Zusammenschluß der Arbeitgeber richte, mit aller nEtschiedenheit die Forderungen der Ausständigen zurückzuweiseu und namentlich in eine weitere Verkürzung der Arbeitszeit nicht einzuwilligen, da der durch die Herabsetzung der Arbeitszeit unvermeidliche Lohnausfall bald zu weiteren Lohnforderungen Veranlassung geben werde. Angesichts der in verschiedenen Kölner Organisationen sich bemerkbar machenden Lohnbewegungen beschloß der Arbeitgeberverband alle Arbeit zu stunden und vorläufig neue Aufträge nicht zu erteilen. Sport. fto.) Baden-Baden, 26. Aug. «'Internationales Rennen.) In Anwesenheit des Großherzogs fand heute da? Rennen um den großen Preis von Baden statt. Erster wurde Mons. Edmond Blaues Fuchshengst „Gouvernante", zweiter wurde Monf. E. Veil PicardS schwarze Stute „Clpde" und dritter Mons. M. Ccsillaults brauner Hengst „Maedonald II." — Der große Preis n-'u Baden besteht aus einem Goldvokal, aewidmet vom Großherzog von Baden, und einem garantierten Preise von 80 000 Mark. Den Goldvokal und 60 000 Mk. erhält der Sieger. Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft. § Alsfeld, 26. Aug. Tie Alsfelder Korn hau 9- Genossenschaft blickt jetzt aus einen ca. 1 r/? jährigen Geschäftsgang zurück. Während zu Anfang nur 54 Landwirte beitraten, zählt die Genossenschaft jetzt schon ca. 320 Mitglieder, der Geschästsnmfatz beträgt weit über eine halbe Million. Nicht nur das Getreide wird der Genossenschaft zur Verwertung übergeben, sondern die Landwirte können durch sie auch Saatgut, Dünge- und Futtermittel und Maschinen beziehen. Infolge der großen Beteiligung der Landwirte reichen die Räume des Kornhaufes zu Alsfeld nickst mehr aus, sodaß für den Bezirk Nieder-Genniudcn, der ca. 100 Mitalieder zählt, gegenwärtig ein weiteres Körnhaus am Bahnhof N ieder-Gemünden erbaut wird. Der Bau soll eine Lager-und Verkaufsstelle enthalten und schon im Herbst in Benutzung genommen werden. * * Reichsbank. Von der hiesigen Reichsbanknebenstelle wird uns folgendes mitgeteilt: Am 18. September d. Js. wird in Habels chwerdt eine von der Reichsbankstelle in Schweidnitz abhängige Reichsbanknebenstellc mit Kasseneinrichtung und beschränktem Giroverkehr eröffnet werden. — Wechsel auf Pforzheim-Brötzingen kauft die Reichsbank von jetzt ab an: sie sind an die Reichsbanknebenstelle in Pforzheim zu girieren. Newp 0 rk, 26. Aug. Weizen anziehend auf günstige Käbelberickste, Festigkeit der inländischen Prodnkteumärkte, Deckungen und schwacki's Angebot. Schluß flau, nachbörslich fünfachtel niedriger. Mais anregungslos. Schluß mittig, nachbörslich '1/2 niedriger. Kaffee zog an auf günstige Berichte von den französischen Börsen, Käufe der Interessenten am Kaffee- Handel, prompte Ausnahme der kontraktlichen 'Lieferungen und bedeutende Schiebungen. Schluß stetig. Baumwolle in nahen Terminen nachgebend auf enttäuschende Kabelnachrichten, in entfernten anziehend, da die täglichen Witterungsberichtc die Notwendigkeit von Feuchtigkeit anzeigen, affe Termine zogen dann an auf Unterstützung seitens der New Orleanser Hauffepartei, Unterstützung dar Fondsbörsespekulauten, reichlichere Gebote der Spinner im Süden, ^russische Berichte und Berichte von heißen Winden in Teras. Schluß stetig. UoilMcht Ilfbrrfidit hrt ssobksWe in ffiiefrn. Monat Mai 1905. Einwohnerzahl: onnennmmen zu 23 000 linkt. 1600 Mann Militär. Sterblichkeitsziffer: 19,7 nach Abzug von 23 Ortsfremden: 9,86 n/