Erstes Blatt. 1905.* 1904 ' • • j 99.7Q 1906 1101,80 38.- 70.- r. 10 ISO. 'gv- flit M. 10810 136.00 100.« 102.ifl 102« IM 100.10 10290 100.40 101.40 10220 9950 100.9) SM 99.80 9980 102.25 .100 a.10 .400, 1906* 1911' tu. 1909 11909 •U-L 1100 Ir. 100 lr. 60 Fr. 80 r. 100 r. 100 :.5oo . 40 l 100 155. Jahvganz 62.« 187.- 158.50 127.- 412- 1909 1911 1913 1905 1907 ge- ber soll Sa. & 9tj Zum Ausstand im Ruhrgeö^et. Die enorme Zahl der Menschen, die bei diesem Ausstand direkt und indirekt interessiert ist, schwankt zwischen Furcht und Hoffnunq. Der Furcht, daß der Streik noch lange Zeit anhalten könnte und damit die engsten Interessen großer Industrien geschädigt würden, und der Hoffnung, daß es-den preußischen Regierungsoertretern gelingt, einen Ausgleich zwischen den streitenden Parteien zu stände zu bringen. Ein eigentlicher Generalstreik ist es trotz der großen Zahl der Streikenden doch noch nicht, denn es finb immerhin noch an die 50 000 Bergarbeiter im Rhein- und Ruhrbecken beschäftigt. Es stockt demnach also die Kohlcnbesörderung nicht gänzlich. Dann ist die milde Witterung ein Gegner der Streikenden; es wird gemeldet, daß der Rhein eisfrei ist und die Schiffahrt bis Holland offen sei. Dadurch können Aus- landskoblen in großer Menge hereingebracht und den industriellen Betrieben, die ihrer bedürfen, zugeführt werden. Dadurch ist möglich, daß einige Hüttenwerke, die die Arbeit bereits niederlegen mußten, diese wieder aufnehmen konnten. Wenn die Bewegung noch lange in Fluß erhalten bleiben soll, müssen schon Zuschüsse von täglich nicht unter einer halben Million einlaufen. Am wünschenswertesten wäre es jedenfalls, daß die Bestrebungen der Regierung von Er- 9-1 .fr M 96.fr 100.7t 101.« 97., 97., Samstag 28. Januar ISOL 63b v-,»g«pr«,,r 67.50 34090 Illi— .819.- 100.» 134.60 253- 08150 227.5° 913-2 21875 120.10 100j lOoj 10h 102.;' 96), 96.,V begleitet wären und sowohl das Kohlensyndikat wie her V^ein für bergbauliche Interessen vor allem ihre schroff ablehnende Haltung ausgäben, mit der sie bis jetzt absolut nichts gutes angerichtet haben. i-b. M. Tö“ art’. obt 101... 101.20 101.40 102., 102.60 95.70 91- I 1001822.- 1.150 108.26 L150! — . .m> General-Anzeiger ö Amis- uni) Anzeigeblatt für den Kreis Sichen . ' ' 96J(' *3 e. ß.7 n.7 lr.20 Ir. 10 Fr. 15 1150 irr 45 1908. 1912. ,400 -- 100 864-50 (80 5>n der Sitzung der Siebenerkommission wurde bisher beschlossen, Streikunterstützungen in Geld vor- lauftg nur der Belegschaft von Bruchstraße zu währen, weil sie am längsten im Ausstande ist. Mit Verteilung von Viktualien an Notleidende begonnen werden Li bau, 27. Jan. Ter Gouverneur ist nachts fyier eingetroffen. Mittags wurden an der Börse Proklamationen verteilt und mit Hurra ausgenommen. Andererseits richteten die Fabrikanten die Aufmerksamkeit des Gouverneurs auf die Bewegung, die nicht einen wirtschaftlichen Charakter habe. Me Arbeit ist überall eingestellt. Feorossia, 27. Jan. Tie Hafenarbeiter stellten vor mehreren Tagen die Arbeit ein und forderten die Entlassung des überwachenden Hafenvorstehers. Tie Polizei ergriff entsprechende Maßnahmen und die Arbeiten' wurden heute wieder ausgenommen. Kiew 27. Jan. Auf Befehl des Inspektors der Fa- brnen wurde tn allen Fabriken und Werkstätten der Stadt die vom Finanzminister unb dem Generalgouverneur von Petersburg erlassene Bekanntmachung angeschlagen. Tie stadt ist ruhig, doch befindet sich die Bevölkerung in Kopeke^ ^'regung. Das Pfund Roggenbrot kostet fünf • Zu den Unruhen in Radom wird noch gemeldet, daß etwa hundert Arbeiter sowie viele'Offiziere und Soldaten getötet worden seien. Später entstand em zweiter Kampf zwischen dem Militär und den Streikenden, wobei 40 bis 60 Arbeiter sielen. Nachts schossen die Kosaken jeden nieder^ der sich aus der Ltraße sehen ließ. 2n Lodz sprengte die Polizei in der Nacht auf Tonners- tag eine Versammlung der sozialistischen Partei, den „Bund'. Tabei sollen mehrere Personen getötet und viele verwundet worden sein. In der Stadt herrscht Anarchie. In den letzten acht Tagen sind 3 5 Dynamitanschläge vorgekommen. >908 b 1913 M125 11905 ' Bekanntmachung. In der Zeit vom 21. bis 28. Januar 1905 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 silb. Stockgriff, 20 Mark und 1 Sturmlaterne; verloren: 1 Portemonnaie mit 34.20 Mk. Inhalt, 1 rotes juchtledernes Portemonnaie mit 1 Mk. und etlichen Pfennigen und einem Dividenden- Schein des Eisenbahn-Konsumoereins von 85 Pfg. Inhalt, 1 goldene Damenuhr ohne Kette (im Deckel eine Photographie), und 1 schwarz, wollenes Tuch. Zugelaufen ist: 1 weißer Spitz. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 28. Januar 1905. Großherzoglicke- Gießen. Herberg. <1 !ii*2 h'' §7.76 1U‘ |9(),60 * Ä „ 1*2 " j70 73 9 ■Jit. 24 Erscheint täglich außer SonmagS. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesstschen Landwirt die Lietzener Kamillen» Hält« viermal m der Woche beigelegt. -totalwnSdruck u. Verlag der B r ü h l'schen Untvers.-Buch-u. Stein- brudetei. 9t Lange. IRebaftton, 6p>ebitum und Druckerei: Schulftraße 7. Adresse für Deveschen: Anzeiger Gietzeu. Kn-nsvrechanlchlnßAr.51. Ermordung eines Generals. Ein Warbeiter des Londoner „Daily Expreß" berichtet nach der Erzählung eines Augenzeugen die Schreckensszene, bei der der hoch betagte Generali v. Ersels! einen furchtbarenTod fand. Der Schlitten des greisen Generals wurde von der erregten Menge in dem Augenblicke angehalten, als er zu den Truppenstellunaen fuhr. Tie Leute rissen den Kutscher vom Bocke und schrien dem General von allen Seiten zu: „Werden Sie den Truppen den Befehl erteilen, auf uns zu schießen'?" Ter General gab keine Antwort und beschränkte sich darauf, dMr Kutscher wiederholt den Auftrag zu.geben, weiterzufahren. Plötzlich erhielt er von einem gut gekleideten Manne m i t e i n e m S ch i r m einen heftigen Schlag über den Kopf, sodaß die Mütze zu Boden fiel. Tas war das Signal zu einer Attacke auf den General. Bon allen Seiten regnete es Hiebe auf den alten Mann, der aus dem Schlitten heraussiel und wehrlos auf dem Boden lag. Er wurde so lange geschlagen und getreten, bis nur noch eine unkenntliche blutige Masse auf dem Pflaster lag. natürlich richtig: „Lieblingssch Wägeri n". Tie Großfürstin Sergius ist bekanntlich die Prinzessin Elisabeth Herzogs SckMestrr der Zarin und unseres Groß- Lodz, 27. Jan. Hier ist der allgemeine Ausstand proklamiert worden. wonatlich7ö Pf., viertel- whrllch Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk.2.— viertel* jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzei'-n ir die Tc '.sn- mmer s vo mUrags J 5 ,,tr. Zc "enmeis: mrswärtS 'J - erantroox':t,a) i~»r den poüt. und iJ 3,.u Teil P. Wittlo; für ^Stadt und Land" und „Gerrchtssaatt: August Goetz; für den Anzeigenteil: Hans Beck. Die Ereignisse in Ausland. Nach Ansicht der russischen Regierung können die Ar- b-eiter-Unruhen nunmehr für Petersburg und Umgebung als ziemlich beendet betrachtet werden. An eine Wiederholung des Ausstandes wird an leitenden Kreisen nicht geglaubt. Es tritt mlit Genugtuung hervor, daß man die Garden nicht länger zu einem derarttgen Dienst heranziehen möchte, weil dies revolutionäre Ge- sthle wachruft. Tie Regierung behauptet, im Besitz von Ichwerwiegenden Beweisen zu sein, daß der ganze Arbeiter- Ausstand von Mitgliedern des revolutionär en Komitees seit drei Monaten sorgfältig vorbereitet worden ist. In dem Bezirke zwischen der Alexandroivschen Stahl- gießerei und der Schlüsselburger Chaussee in Petersburg isi die Arbeit wieder ausgenommen worden mit Ausnahme e:ner chemischen Fabrik, einer Elekttizitätsfirma und der Stahlgießerei Atlas. Auf der Newskiwerft ist die Abrechnung mit beit Arbeitern beendet. Die meisten erhielten den Lohn bis zum Tage des Beginnes des Ausstandes; Diejenigen aber, die vorher den Wunsch geäußert hatten, die Arbeit wieder aufzunehmen, erhielten den Lohn bis zum 2». Januar. Tie Gehilfen sämtlicher Residenz apo- tdeken stellten am 22. Januar die Arbeit ein. Sie fordern den Achtstundentag, Erhöhung des Salairs, Be- ichrankung des Nachtdienstes und Vermehrrmg des Tienst- personals. In vielen Apotheken luurden die Forderungen. 24. ^anuar bewilligt; in den übrigen dauern die Verhandlungen fort. /u eingereichte Demission ist jetzt auf i?^ietlen Wunsch des Zaren rückgängig gemacht worden, ^.er JJcintfter verbleibt auf seinem Posten. Der Priester Gapon, der bekanntlich flüchtig geworden ist, hat 30000 U u5 er Arbeiterkasse mitgenommen. vermutlich um das Geld vor der Konfiskation zu retten. Rationallibe raten unter der Führung des ' ^hrn. v. Hept haben einen schon in den Debatten des , Retchstags gemachten Vorschlag nur in Form einer Reso-> , lutton zum Etat des Reichsamts des Innern emgebracht,! aämlich: die verbündeten Regierungen zu ersuchen, die Ärbeits-i ' 'tatu'tische Kommission zu beauftragen, tunlichst bald Unter-1 suchungen über die Verhältnisse des deutschen Bergbaus! anzustellen durch Vernehmung von Bergwerksbesitzern und Bergarbeitern, sowie durch Einziehung sonstiger geeigneter Informationen, zum Zwecke der Vorbereitung etwaiger reichs-1 gesetzlicher Maßnahmen. „Norddeutsche^ schreibt zu der angekündigten Ein-, bringung eines Gesetzentwurfes betr. Aenderungj de ^Berggesetzes: Der Weg zur Landesgesetzgebung sollj gewählt werden, weit es sich um Fragen handelt, die fast! durchweg nicht etwa allgemein gewerbliche, sondern spezifisch, bergbauliche Verhältnisse betreffen, und bei deren Regelung! auf die Eigenart des Bergbaues Rücksicht genommen werden muß. Ferner kommen auch — wenigstens für jetzt — nur Fragen des preußischen Bergrechtes in Betracht, was um so, mehr ins Gewicht fällt, als für dieses Sondergebiet die Ver-! hältniffe schon jetzt wesentlich geklätt sind, so daß der Gesetz-! entwurf in verhältnismäßig kurzer Zeit ausgearbeitet werden! kann. Endlich entspricht dieser Weg dem bisherigen Vorgehen, da schon Anfang der 9Oer Jahre die damals not-> wendig gewordenen, auf die besonderen Verhältnisse der Berg-^ arbeiter bezüglichen Vorschriften nicht in der Novelle zur Gewerbeordnung vom 1. Juni 1892, sondern in der Novelle zum allgemeinen Berggesetz vom 24. Juni 1892 erlassen worden sind. In den 18 Bergrevieren des Oberbergamtsbezirks Dort-' mund fuhren am Freitag von der Gesamtbelegschaft vons 244 958 Mann auf den stretkenden Zechen unter und übev Tag 50 737 Mann an; mithin fehlten 194 221 Arbeiter- gegen 194 715 in der vorgestrigen Schicht. Es ist demnach eine Abnahme der Streikenden um 492 Mann zu verzeichnen. In den einzelnen Bergrevieren sind insgesamt unter und über Tage eingefahren: in Hamm 326 von 1266, in Dortmund I. 2924 von 14030, in Dortmund II. 5518 von 18715, in- Dortmund III. 4023 von 16813, in Recklingshausen-West 1614 von 14001, in RecklingShausen-Ost 3144 von 14992, in Witten 3099 von 11014, in Hattingen 1732 von 8748, tn Süd-Bochum 2009 von 10062, in Nord-Bochum 3552 von 15274, in Herne 2942 von 60388, in Gelsenkirchen. 2641 von 15221, in Wattenscheid 3702 von 15998, in Oft-; Qrffen 2522 von 13467, in West-Essen 2791 von 6512, in Süd-Essen 2938 von 13831, in Werden 438 von 2011, in Oberhausen 4739 von 26615. rc ^Allgemeiner Befriedigung wird von der Presse die q!t'^eßung der preuß. Regierung ausgenommen. „Tat nennt die „Nationalztg." die Jnitiattve her Regier-- nng. Tie „Tagesztg." gibt den Zechenbefitzern den Rat, nrnjt auf eine Machtprobe cm kommen £u lassen oder erst der „Gewalt zu weichen", sie müßten doch erkennen, daß der, Langmut der Negierung auch gewisse Grenzen gesetzt fmfy VMische Tagesschau. Handelsverträge und Landbiindler. R. Berlin, 27. Jcnr ~ T»er Zufall fügt es, daß die parlamentarische Beratung bcD Handelsverträge mit der großen Zirkusverscnnmlung des Bundes der Landwitte in Berlin zu'smnmenfällt. Tie Bündler werden nicht verfehlen, von diesem Agitationsstvff kräftigen Gebrauch zu machen, denn es gehört keine Prophetengabe dazu, vorauszusagen, daß die „unentwegten" Agrarier die Interessen der Landwirtschaft für nicht genügend berücksichtigt erachten werden. Hat doch die „Dtsch. Tageszta." die Richtlinien für die agrarischen .^mdgeb- ungen vorgezeiclmet, unter reichlicher Verspottung des GrafeNi Bülow, der nickt einmal den Mut gehabt habe, die laufendem' Verträge rechtzeitig zu kündigen. Die Kündigung wurde zu einer! Bedetttung aufgebausckt daß man glauben konnte, die Existenz; der Landwirtschaft hänge davon ab, während es sich in Wirklichkeit um eine Form handelt. Dock das abrattsche Pronunziamento unrd; nicht alleirt dfe bereits abgeschlossenen Tarifverträge betreffen, sondern auch die weiterhin in Aussicht genommenen'bandelsvoli- trsckien Beretnbaruriaen. Es kommt da nantentlick in Betracht berj Vertrag mit den Vereinigten Staaten, für den die einleitendem Beratungen baldmöglichst beginnen sollen Das im Zirkus Busch ftp versammelnde Agrariertum wird, wie verlautet, die rücksickts- lose Kündigung ber.t mit Amerika bestehenden Meiste b e g ü n st t g u n g s v e r h ä l t tm sf e s ftrdern und einem frUrfmo fröhlichen Zollkrieg das Wort reden. Auch andere Leute al5 bie Agrarier beklagen es, daß die Union die Meistbegünstigungi deutscherselts genießt, ohne entspreck>eude tH'geugesckndnisse be»* nnüigt zu haben. Die anderen Leute sehen aber in einem Zoll» kneg mit den Vereinigten Staaten nicht das geeignete Mittel äur wirksamen Wahrnehmung bei deutsü-en Interessen, weil von; Saratow. 27. Jan. Ter Ansstand dauert sort. Tie Öeirungen erschienen heute nicht, sie werden auch morgen nicht erscheinen. An der Stadt herrscht Ruhe. , , a rr f a u ' 271 ^’an- Ter Ausstand breitet sich aus; doch herrscht überall Ruhe. . Aowno, 27. Jan. In einer heute unter dem Vorsitz des Gouverneurs stattgehabten Versammlung der Fahr: kb es itzer wurde beschlossen, das; ttost der schwie- rtgen Lage der Industrie die Löhne der Arbeiter nach Wiederaufnahme der Arbeit erhöht werden sollen und eme Kommission unter dem Vorsitz des Gouverneurs eingesetzt werde, um zusammen jmit den Vertretern dev Fabrikanten und Arbeiter die Fragen der Besserrmg der materiellen Lage der Arbeiter zu beraten. Mit au, 27. Jan. Aus Riga eingettosfene Agenten organisierten heute morgen einen Ausstand. Ein ständig wachsender Arbeiterhaufe erzwang in den Fabriken und Werkstätten die Arbeitseinstellung. Militär tpurbc herbeigerufen. Tie Arbeiter diirchzogen singend mit Fahnen die straften und verteilten Aufrufe. Patrouillen durchziehen d:e ©tragen. Ter „Schles. Volksztg." zufolge wollen die Bergarbeiter, rm Waldenburger Kohlenrevier 20 Proz. Lohnerhöhung forH bern. Ta die Bewilligung unwahrscheinlich ist, liegt bety Ausbruch des Streiks in der Möglichkeit. Riga und Maxim Gorki. Daß der Dichter des Nachtasyls in Riga tatsächlich ' h/r?aItCt, toorbctt ist, wird jetzt amtlich'bestätigt. ■ schicktGefangener von Riga nach Petersburg ge- Bei den Straßenkämpfen in Riga wurden 4 2 Per f onen getötet (darunter 2 Frauen), 50 verwundet. Emo gttoße Anzahl ist unter dem Düna-Eis er- ■Ä,nn Unter den Toten und Verwundeten befinden nch auch vie le Stud en teu. Es sind Kosaken dort ein- Watet sind geschlossen. Die Zeitungen ■- erscheinen nicht. 8 Soldaten wurden durch Revolverkugeln ‘ft ^Vettor der Sparkasse Remt- lchnew ist gestorben. «n s in den übrigen Städten. , A3att. In den ©tragen wurde heute I ^^i^^^^chung des Stadthauptmanns angeschlagen, Bezugnahme auf die in Petersburg veröfjent- ' n8nr^>,-h,nebU"0 des Finanzmunsters mitteilt, daß mit der Ees Gesetzes über die Verkürzung S belt' Jotoie der Ausarbeitung von,' Maß- welche dewArbeitern die, Beratung und Aensternng LV Lc fl e S « n sollen. Tie Bekannt- sS’ t r,tu', daß keinerlei Forder- T 9kr6c?"ter-' tote gerechtfertigt sie auch seien. ; J u 111 lue]f6cn kannten, solange d i e Unruh en ^dauern und dm Arbeiter nicht zur Arbeit zurückkehren. -ßl- tft noch nicht geklärt. In einigen Fabriken, in ™ " Lastern die Arbeit ausgenommen wurde, wurde sie tnAn «Cr [°.tn i,cr Mannfakinrwarcn°Fabrik ff* ’ "ttt 6000 Arbeitern Tic Fabrik Zundel, sowie •JE;?tfetCien 1°ben bic Arbeit wieder ausgenommen. ?*e äelta"0cn. towb« wotflffi erscheinen. Alls Forderung en her Arbeiter in den Trnckereieii sind erfüllt ivordcn. T.er liemeinderat wählte eine Spezialrommission von 15 Mit- um i!? be-f Irage der Arbeiterbewegung zu beschäftigen. Die Kommission wird während der Dauer der ^ewegung ständig sein, um sich bei den Fabrikanten und der ü-volkerung infornneren zu können. - heute nacht hat >rotzsu>rst Sergrus mit seiner Familie das Schloß oenssonci verlassen. Ter Weg, den er zurücklegte, war von einem riesigen TruMnaufgebot besetzt. Zwi chen einem tt-ahren Spalier von Soldalen raste der Wagen nach dem Nikolai-Palast, der neuen Residenz des 04roßftirsten, die sich innerhalb der Festungsiwerke des Kreml befindet. (Von der l^mahlin des Großfürsten war neulich an dieser Stelle üU. der „LicblinMchwester des tdaccn" die Rede. Es heißt tfio -/ fl.7> 97.- - 47.- ■1904 ä ®: 18 S: Z ioo 471.GO ' 412.- I r. 100 148.- U00 Kino 14016 Ir. 100 x.VÄ\VAÄ Öl 50 AM m von der von Der und N^rb, Nach dem Vortrage einiger Gesangs Vorträge des Lollarer Gesangvereins und einer Ansprache des Mitgliedes der freiwilligen Feuerwehr, Beigeordneten Schmidt, der die großen Verdienste des Jubilars als Gründerder freiwilligen Negierung richte: deshalb an das Parlament und an das ganze Land die Bille, sich ihr anzuschließen, um nn vaterländischen Interesse die Erinnerung an unsere Zwistigkeiten zu verwischen; denn die Negierung ist test entschlossen, sich nicht von der Arbeit abwendig machen zu lassen, die vollbracht werden muß, wenn man nicht an das Ende der Legislaturperiode gelangen will, ohne den: Lande eine einzige der versprochenen Reformen gegeben zu haben. Nach langer Debatte schlug der radikale Sarrien eine Tagesordnung vor, welche das Vertrauen ausdrückt, daß die Negierung durch die Einigkeit der republikanischen Parteien die demokratischen und sozialen Reformen verwirklichen werde. Diese Tagesordnung tvurde mit 410 gegen 107 Stimmen angenommen. Die Rmniner bewilligte noch das provisorische Stenerzwolitel für Februar und März. New-Orte ans, 27. Ian. Nach Blättermeldiingen ist in Santo-Domingo eine Revolution ausgebrochen; es findet ein heiliger Straßenkams statt. Der amerikanische Kreuzer .^Dixie" iü mit mehrere hundert Marinesoldaten von Colon nach Santo- Domingo gegangen. Braunschweig: „Portrait Sr. Exz. des Generalleutnants z. D. Häster-Verden, stud. med. Max Budde - Duisburg, Privat, .... tim (wlMteili dct ÜMti Cdtfo Sewih der Direktion. Des weiteren sei erwähnt, daß „Anna von dessen. Er hat ein Alter von 64 Jahren erreicht.) — Die gema Öotbifiult in ju einer Demo' MW. 3tg." wn W Miete 'ätubmltn bete- hübbing an bi' ireiheitlickt beugen werbe 2er Gefror 6x iebe Anspielung lenten batten ei üE,'-- dicht-rischcr Empfindung-, und GcsialtungSkmft zu erweisen: I daß es in derWvhnuug des Arbeiters Bar thbrenne Drei - '■ - - * * • - «* i Schutzleute eilten sofort dorthin. D«as vre rjayrrge .... — — Der Schutzmanns Ans Stadt und Land. Gießen, den 28. Januar 1905. "Aus dem Regiment. Fehr. v. Zedlitz und Neukirch, Oberst», beim Stabe des Ins-Rgts. Kaiser Wilhelm (2. Grotzh. Sess.s Nr. 116, unter Ernennung zum Kommandeur des 6. Weßpreuß. Jnf.-Rqts. Nr. 149 zum Obersten befördert. — u. Canta, Oberstlt. und Bats.- .Kommandeur im Garde-Gren.-Rgt. Nr. 5, zum Stabe des sJnf -Rgts. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116 ver- letzt. — Schroeder, Oberlt. im Jnf.-Rgt. Kaiser Wilhelm 2. Großh. Hess.) Nr. 116, zum überzähl. Hauptmann befördert. — Moeller. 2t. in deins. Rqt., ein Patent seines Dienstgrades vom 19. Oktober 1903 verliehen. " Oberhessischer Geschichtsverein. Ein Kabinettstückchen seltener Art war, so berichtet man uns, der Vortrag über „Gelegenheitsgedichte des 17. und 18. Jahrhunderts, den Oberbibliothekar Tr. Fritzsche am vergangenen Donnerstag den Mitgliedern und Gälten des Vereins bot. Ter Redner unternahm nicht den Versuch, diese literarischen Gewächse ästhetisch zu retten, und verzichtete nicht daraus, durch gut gewählte Beispiele den völligen Mangel erhalten. Die Geschichte der Heldin dieses Romans aus dem Leben beginnt damit, daß an einem Weihnachtsabend in dem Hause ihrer Mutter ein geheimnisvoller Fremder erschien, der einen Siegelring vorzeigte und sie, die damals noch ein Kind' war, mit sich fortnahm mit den Worten: „Es ist der Wille^ des Prinzen." Später erfuhr sie, daß Georg IV., der zw jener Zeit noch Prinzregent war, ihr Vater war. Sie suchte ihn in Carlton House auf und teilte ihm nach einem stürmischen Auftritt mit, die Schande ihrer Geburt bestimme sie, ihr Geschlecht zu verbergen. Sie würde von nun an nicht mehr Joan Fitz Roy, sondern James Borry sein. Joan studierte }n Edinburg, wo man ihr wirkliches Geschlecht nicht ahnte, und bekam bann eine Stellung in der Kapkolonie. Von einem mächtigen geheimen Einfluß gestützt, stieg „Dr. Barry" bis zur Stellung eines Generalinspekteurs der Militärlazarette aus. Einmal verliebte sie sich in eine schöne Holländerin, um !die sich ein anderer Offizier, Leutnant Mannering bewarb. „Dr. Barry" eroberte sie schließlich und verhöhnte Mannering, der der verkleideten Frau ein Weinglas ins Gesicht warf. In dem nun folgenden Duell wurde die Heldin der Geschichte leicht verwundet. Am folgenden Tage sagte sie Mannering, sie hätte das Mädchen nie geliebt, und die wankelmütige Kapholländerin heiratete schließlich den Leutnant. Ein anderes mal sagte ein Offizier, der mit ihr ritt, plötzlich zu ihr: „Sie sehen wahrhaftig mehr wie eine Frau als wie ein Manu aus!" Dafür bekam er einen Peitschenhieb über da§ Gesicht, und auf seine Beschwerde beim Gouverneur wurde er nach Tristan d'Aeunha versetzt. Erst nach dem Tode wurde das Geschlecht des Doktors bekannt. („B. R. Anz.".) Die Liga der alten Jungfern. Aus der Rot eine Tugend gemacht haben eine Anzahl unverheiratet gebliebener Damen in Bristol, die eine „Liga der alten Jungfern" gegründet haben. In der konstituirenden Versammlung, die dieser Tage stattfand, predigte die jetzige Sekretärin des Bundes die Anschauung, daß das Ledigbleiben der Weg zur Glückseligkeit wäre. Man nahm darauf folgende Statuten an: „1. Alle Mitglieder müssen in dein Alter von 17 bis 30 Jahren stehen, lange Kleider tragen und sich flut frisieren. Die Mitglieder werden ersilcht, sich so anziehend I als möglich zu kleiden und in ihrem Benehmen in bestem brach unb r SJ“ Hfl ?.qb mich dir H ich |- ta&te mad 9O'%< {ix Ilenni ^ch M (Lcue6rnt Bogern atf ] Hessen" in Anbetracht der besonderen Verhältniffe, da aui Chauffeur Baumbach, der kürzlich zwischen Gultavsbiirg Wunsch des Autors Frl. Rottm ann in allen Aufführungen Bischofsheim au§ dem Opel'schen Automobil heraiisgeschleiidert in Gießen wie Marburg die Titelrolle spielen ivird, ivi I und schwer verletzt wurde, ist in Mainz seinen Verletzungen Wochentags-Abonnement nicht zur Aufführung gelangen kann, erlegen. — Die Stadt Mainz hat eine Schuldenlast von Für die Premiöre des Stückes in Marburg am Montag dem 29 575 242.34 Mark. Ihr steht ein Vermögen von 30. Januar ist das Haus, wie uns eben gemeldet wird, bc- 57 454 221.02 Mk. gegenüber, wobei das Verniögen der reits ansverkauft. städtischen Sparkaffe (3 721 906 Mk. 51 Pfg.), das Reseve- ** Promenadenkonzert findet morgen Sonntag um vermögen des Pfandhauses <31 516.84 Mk.), sowie die Dar- 12 Uhr in der Südanlage mit folgendem Proarainm uatt: (eben des Stadterweiterungsfonds an die Vermögensrechnung 1. Hochzeitsmarsch von Mendelssohn. 2. In lauschiger Nacht! (etwa 1 500 000 Mk.) nicht mit eingerechnet sind. Walzer von Ziehrer. 3. Fantasie aus „Lohengrin" vor: —■ ......... - - .ü _ ■ fflN* 1’1, L/ yr. W .liai $ie O ’*1 unb Strlaa ' grt.A ir trfenni, b® 2 griffe« tteolcgi’*en " - bewegen b;e «htm die rtligioltp der gegtiiroätii'^ das Mei« vsn ' Mtliche bw nicht anders Richtung Her, sichtlich emfchlage teerten, leiht te' Wurzeln der (ta fliöit fieben btrj tunaen, llani, - Probleme: meld soziale Imtroidn kritik und fieber mobernen bnti christlicher Lieb vor die Augen Tctiffrf’cä Slieirf?» Berlin, 27. Jan. Wie oerlautct, bat der Kaiser hem Grafen Bülow gegenüber seine besondere Befrie- digung über den endlichen Abschluß des Handelsvertrags mit Oesterreich-Ungarn ausgesprochen und in gleicher Weise hat sich Graf Bülow gegenüber dem österreichischen Botschafter Szögyeny ausgesprochen. Zwischen dem Grafen Bülow und Goliichowsky soll aus Anlaß der Unterzeichnung des Handelsvertrags ein freundschaftlicher Depeschen- wechsel stattgefimden haben. '—Mit Genehmigung des Kaisers soll einer Verfügung des Reichspostamts zufolge zur Dienstkleidung der Untcrbcamten der Post- und Telegraphcn- verwaltung ein Um Hang eingeführt werden. Dieser wird aus schwarzem, wasierdicht imprägniertem Tuche ober tuchähnlicheiii Stoffe ohne Aermel und Armlöcher hergestellt werden und so lang sein, daß er die Knie bedeckt. Ter Umhang erhält einen zum Umlegen eingerichteten, mit orangefarbenem Vorstoß versehenen, durch Haken und Ccien ver- schließbaren eckigen Kragen aus dem gleichen Stoffe. Jiii Innern wird cm 25 Zentimeter langes Schulterstück au§ Grundstoff eingenäht. Längs der Brustseite befinden sich links fünf freiliegende Knopflöcher und dementsprechend rechts fünf polierte Knöpfe kleinerer Art aiis gelbem Metall mit ausgeprägtem kaiserlichen Adler. Zilin Dilrchstecken der filmte wird im Innern des Umhanges außerdem ein schwarzes Gurtband von 3 Zentimetcr Breite und etwa 26 Zentimeter Länge schräg an jeder Seite angebracht. — Die Zeitung „Das Reich" meldet aus Düsseldorf: Zum Vorsitzenden des Gesa nttv er band es christlicher Gewerkschaften an Stelle des filbg. Brust wurde Schiffer, der Vorsitzende des christlichen Textilarbeiter-Verbandes, gewählt. istq «teileV VL «et Feuerwehr Lollars betonte und nach einer herzlickfen Dank- rebe des Herrn Feller bewegte sich der Fackelzug, den Jubilar in der Mitte, nach dem Festlokal des Germaniasaales, der I zu diesem Zwecke sehr schön dekoriert war. Dorthin hatte Generaldirektor Steinecke die sämtlichen Beamten desWerkes, sowie die freiwillige Feuerwehr und die Honorationen des Ortes in liebenswürdiger Weise zu einem Festkommers eingeladen, dessen Verlauf allen Teilnehmern noch lange in angenehmer Erinnerung bleiben wird. Darmstadt, 27. Jan. Wie die „R. H. V." hören, hat die Demonstration der russischen Studenten beim Staatsministerium sowohl als beim Rektorat der Hochschule lebhaftes Mißfallen erregt, und es werde in aller I Kürze eine Maßregelung der Beteiligten seitens deL Rektorats erfolgen, wenngleich sie sich in milder Form äußern dürste. Man geht von der Erwägung aus, daß die russischm Studenten, die sich hier, wie in russischen Kreisen selbst betont wird, der denkbar besten Aufnahme erfreuten, alles vermeiden I mußten, was der Regierung des gastfreundlichen Landes politische Angelegenheiten bereiten könnte. Mainz, 27. Jan. Zwei traurige Unglücksfälle durch Brände ereigneten sich, gestern in unserer Stadt. Bei beiden sind die Betroffenen Kinder und in beiden Fällen ist durch die Unerschrockenheit Opferwilliger! das schlimmste verhütet worden. Das „M. Tgbl." berichtet! darüber: Gestern abend erlitt der dreijährige Knabe des Fuhrmanns Friedrich Lickel, Schillerstraße 46 wohn- I hast, schwere Brandwunden. Tie Mutter versieht Monats- I bienst, und der Knabe und ein zweites Kind waren sich -allein überlassen. Gegen Abend fiel aus dem brennenden Ofen leine glühende Kohle heraus, und als sie der Knabe wieder in den Ofen tun wollte, singen seine Kleider Feuer. Aus das Geschrei eilten die 5>ausbewohner herbei, drangen in das Zimmer ein und erstickten die Flammen. Das Kind hatte aber schwere Brandwunden davongetragen und wurde ins Hospital gebracht. — Der zweite Fall ereignete sich I ebenfalls gestern abend aus der Gaustraße 36. Kinder kamen I gegen 5 Uhr aus den dritten Polizeibezirk und teilten mit. 0. Otto". Das seit acht Taaen ausgestellte Gemälde „9l(m bo^ent Dr. med I. Seemann-Marburg, stud. rer. nat. im Winter* von R. Scholz-München bleibt nur noch Sonn- Mager-Marburg unb stud. phil. Carl Mayer-Lemgo. Den tag unb Montag ausgestellt. größten Teil der Feier füllte die Festrede des Prof. Träger ** Aus dem üurcau d e s S t a d 11 h e a t e r s über die Reformen des Freiheitsstrasensystems und des Straf- Es sei nachdrücklich darauf hingewiesen, daß die Erstaufführung Vollzugs auS. von „Anna von Hessen" morgen Sonntag, den Kleine Mitteilungen aus Hessen und den 2 9. Januar, stattsindet, wie es ja auch richtig in allen Nachbar st aaten. Fürst Karl von Hanau ist in bisherigen Annoncen und Notizen angegeben wurde. Das Kassel an Lungenentzündung gestorben. (Der Fürst Datum für die Erstaufführung (30. Januar), das in der Hanau unb zu Horowitz, Graf von Schaumburg, ist gestrigen Lokalnotiz erwähnt war, beruht auf einem Versehen 3ohn des letzten Kurfürsten, Friedrich Wilhelm I. aber er verstand es habet, die Kulturstufe, aus der diese Art, . . von Toctcrci crrondjfcn ist, m ihren historischen Bedmmmsten » erstickte" die Flammen mit seinen Händen und trug und in ihrer Bedeutung für d,e weitere Literaturen'wickelunc, erhebliche Verlehungen davon. Das Kind ist Ziemlich vorzüglich zu charakterisieren. Und nicht wenicie der feinen schwer verleht, aber nicht "lebensgesährlich. Bei dem Brand Bemerkungen, deren eine große Zahl den Vortrag würzte, der Lickelschen Wohnung zeigte sich das fünfjährige ließen erkennen, daß den Redner so manches auch in unserem Schwesterchen als ein tnutiges, unerschrockenes Kind, fills es heutigen staatlichen unb gesellschaftlichen Leben bedenklich zu sgh, daß seinem Brüderchen die Kleider branntew riß es erinnern schien an die Beschränktheit und Zopfigkeit jener ihm die Sachen vom Leib und sehte das verletzte Kind ins Dichter, denen mein zu gute halten muß, daß sie vor Goethe Bett, wo es bei der Heimkehr die Mutter fand, ^.as Kind und Bismarck - um mit biefen zwei Namen bie aanzr wurde sofort ms Stzital gebracht wo lerderi stirch erliche Folqezcit zu bezeichnen — gelebt haben Es wollte. der Mcpgermcistcr ein als habe der Rebncr selbst sem Organ bem Gegenltanb an- Vorstandes auf Schluß der Läden um gepaßt. Em Geh. Titulaturrat des 18. Jahrhunderts aus 8 n [)'r Geraten. Von den meisten Rednermwurde zugegeben^ einer kleinen thüringischen Residenz hätte sein Carmen nicht namentlich im Winter von 9 Uhr ab faEt. niemand bester Dero Hochfürstlichen Gnaden submissest vortragen mehr kaufe, was dgmit Zusammenhänge, daß ein großer können. Was hierin Stimmung schaffend lag, würde beim Teil der übrigen Geschäfte bereits längere Zeit den 8 Uhr- Drnck verloren gehen. Aber e§‘ronic doch sehr schade, wenn Ladenschluß ei'ngeführt hätten, und sprachen stich dafür aus, dieser unterbliebe daß vom 1. Februar ab die Läden um 8 Uhr geschlossen « Kirchcn'qesanqverein. Morgen wird der Kirchen- werden sollen. Um den Bedenken, welch« g-g-n diesen Bor. . ■ \ : cy> fdildq vorgebracht wurden, gerecht zu werden, wird der Vor- gesangverein ,n ber Stabtk.rche m V°rm,ttagSg°tte8b,enst Gelegenheit zur Aussprache geben; es wird Mitwirken, und dabei u. a. nochmals die schöne Komposition bnnn bcfinitiü beschlossen werden, ob die Metzgerläden um Bartmuß: ^Das ist das wahrhaftige Licht" singen. 8 ut)r über 8.30 Uhr -wscklossen werden. •• In der Gemälde-filusstellunq am Brand! § Marburg, 27. Jan. Gelegentlich der hiesigen sind neu ausgestellt von 91. H0 lz-Dusseldorf: „filnsfahrende Kaisersgeburtstagfeier in der Universität erfolgte Fischerboote", ^TrüberTag", »Interieur"; von C. Küstner- auch die Bekanntgabe derjenigen Herren, welche im vorigen München: „filbend im Walde, „Winterabend, „Weiden am Jahre von den verschiedenen Faknltäten gestellten Preis- Bache"; von F. W n ch er er-Cronberg: „Motiv bei König- aufgaben gelöst haben. Es sind dies folgende: stud. stein", „film Bache", „Tanmiswiese"; von H. Leitzen- Carl Bornhausen-Frankfurt a. M., stud. tlieol. fildam Wagner. 4. Ärmeemarsch Nr. 9. — Unsere Regi»nentsmufik Vcrtllifd^tCS* konzertiert Sonntag nachmittags im Philosophenwald. . ö 9 j ' ... .. * Graf Pückler und der Orden pour le m 6 r 11 e. Konzert. Im (Safe Ebel konzertierte gestern ^raf Pückler hat Knopflocbschnierzen imi\ nimmt allen Ernstes abend eine altbayrische Pirtuosengesellichaft, „D'fillstiiühl- den Orden pour le m6ritc für sich in Ansvrnch. Er beklagt sich thaler", deren Leistungen bei den Zuhörern reichen Beifall in seinem neuen Organ, das gestern /^^^n ^t, bitter über c . ' m o -- _ die Undankbarkeit des deutmien Vaterlandes, lieber ]eme Ver- fanben. ZciouberS nefteien bie Sologesan-ze, wovon nament- er unter anderem folgenbes: „Also seck>4 lich das Lied „Nach der Heimat" das Piiblikum erfreute. ($}efängm3! Das ist der Dank des deutschen Volkes für die Heilte, Sanistag, unb morgen abends um V»9 Uhr werden ungeheuren Opfer, welche ich gebracht. Vfni Teufel, da kann mmt die Konwrte fortacfcht ' allerdings beinahe verzweifeln an der eigenen Nation wenn wlche oie uonzene forrgewyr. „ Urteile möglich sind. Nicht eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten, 2. Lollar, 28. Jan. Zu Ehren des (0. Geburts - ^^ern eine hohe filuszeiämung verdiene ich, den Orden pour tages des Ingensc?urs F. W. Feller bei den Eisen- ^erite hatte ich schon lange erhalten müssen mit Diamanten q; . o 9- cvnn ermaßen bedürfen. Es wird der Regierung nicht fallen, ohne Not der Union den Fedehandschuh hmzuwerfen. Ein Millionen-„Almoskn". M. Berlin, 27. Jan.^ In der Entschädigungsfrage der s"bwestafri- Manischen Ansiedler wird wieder einmal von. der ^uoget kommission des Reichstages au das Plenum appelliert Cs fou die von der Kommission gestrichenen -wer Mark wieder in den Etat einstellen. Diese Erwartung J nicht erfüllen. Der Antrag auf Hcrabietzung der Enffchadigung von 5 auf 3 Millionen Mark ist vom Zentrum ausg^fang.en, und eines feiner einflußreichsten Mitglieder machte dem ^™?er dieser Zeilen kein Hehl danrus, daß die Partei an dnn ubstiich genau so festbalten werde, wie sie es ans dem gleichen ^.3 via st im vorigen Jahre getan habe. Die diesmal vom gegebene Begründung decke sich mit der dcnnaligen d . . g. Gröber. Wenn ein Deutscher sich in ^.westasinka ansiedle, so müsse er wissen, daß er ein größeres Nisiko emgehe, als tpenn er in der Berliner Friedrichstraße em Geschäft eröffnet batte. Das Reich könne ihn nickst der eigenen Ber antwortlich kett überleben. . . . Die man im übrigen zur Entschädig^ngsfrage sich stellen mag, son>eit sollte man nicht gehen, die.) .Millionen Mark, die der Reick'stag erneut b. willigen wilsi als zu bezeichnen Südwestafrika stellt so Hobe Ansprüche an die ReichskaNe daß andere, uicbt minder berechtigte Forderungen noch weniger Be- rücksickstig'.mg finden, als die der geschädigten (tiirrmr. r”t erfolgte 11111 vorigen In Preis, tnbc: M pV 5lbam lr'3' Privat, r rer- nat Fiio. Den P Straf. I Irf 5 F V5? SX^ nichts , Bon eM "W b» tititärlo;««® Lbcrm, “r .in« ben>°rt geßcht «f !in Mt * !-g" 16 S ""bw 1 ' steutn««; ’i itrbf'1 „|«f gfl . „ je? I» "f(fl &Vf WC •* ’ f «r. lltl 3,11* 7 (4) Summe 14 i5) t« Wetter ä D Januar 26. bis 27. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Verlauf der Witterung seit gestern morgen: Anjanas- u. Schlußkurse. dem „Hann. Anz." 4‘/9% äussere Argentinei Tendenz: rtibisr« Januar 1905. 1,4 °C. 7,6 "0. 211.62 236.12 142.75 239.90 212.25 Es starben au: Tuberkulose des 130.00 51.60 Höchste Temperatur am Niedrigste , „ Bew. Himmel Schnee Bew. Himmel vom 2—15. Jahr 3°/o Mexikaner . . , 4l/o% Chinesen . , . Electric. Sohuckert . . Nordd Lloyd . . Kreditaktien . . . Diskonto-Komniandit. . Darmstädter Dank . Dresdener Bank . . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn . . Lombarden . . • . Gotthard bahn . . . . Lanrahütte..... Bochum ...... Ilarpener..... Staatsschatzscheine . . 53 CJ 8Vt% 3V- «V/o 31/n **W) 212.00 235.40 142.75 241.40 214.25 Tendenz: lest. 33.26, 92.40! 140 501 109.40’ 211.60 192.00 140.70 158.50 164.80 137.75 17.00 Privat-Diskont 2a/e Prozent. Ceft Kredit. • . Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß . Harpener Bergbau Berliner Börse vom 27. Januar 1905. (Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) MeteoroloHisckre Beobachtungen der Station Gießen. Markte. fc. Frankfurt a. M., 26. Jan. (Telegr. Orig.-Bericht de? „Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarktpreise. Zum Verkaufe standen: 54 Ochsen, 21 aus Oesterreich 2 Büsten, 00 aus Oesterreich, 40 Kühe, Ferien, Stiere und Rinder, 0 ans Oesterreich, 868 Kälber, 254 Schafe und Hammel. Bezahlt ronrbe für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qimlität 70 bis 72 Mt., 2. Qual. 68-70 Mk., 3. Qual. 59-63 Mk.; Bullen 1. Qual. 61—63, 2. Qual. 00—00: Kühe 1. Qualität 67-69 Mk., 2. Qual. 64—66 Mk., 3. Ql,al. 54—56 Alk., 4. Qual. 45—47 Mk., 5. Qual. 00—00 Mk. Kälber 1. Qual. 75—80 Pfg., Lebendgewicht 45—48 Pfg., 2. Qualität 59—62 Pfg., Lebelldgewicht 43 - 45 Pfg., Schlachtgew. 57—61 Pfg.; Schafe: 1. Qual. 68—70 Pfg., 2. Qual. 62—00 Pfg. Geschält bei Hornvieh flau, Ueberstand bedeutend, bei Kleinvieh gut, kein Ueberstand. Limburg a. d. L., 25. Jan. Frachtmarkt. Durchschnittspreise pro Malter. Roter Weizen 15.03 Mk., weißer Weizen 00.00 Mk., Korn Mk. 10.70, Gerste 10.20 Mk., Hafer 7.20 Mk., Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 0.00 Mk. Kerichtssaal. Oppeln, 27. Jan. Die Strafkammer verurteilte den ho uvtlebrer und Organisten Josef Gai da aus ^lsickalkowitz zu drei Monaten Gefängnis, weil er m vier Fällen den in der Kirche zu Altschalkowitz befindlichen Opfer- laflen bestohlen hatte. . 102.00 . 90.05 . 102.10 . 90.00 . 100.10 . 99.70 . 101 90 105 00 65.75 65.60 26. „ 27. Zucker. Unter dem 23. Januar wird berichtet, daß in der Hamburger Raff in er i e Feuer aus- brach und 17 000 Sack Rohzucker beschädigt wurden, während weitere daselbst lagernde 233 000 Sack unversehrt geblieben sind. Diese ungeheuren Vorräte in einer Raffinerie lassen vermuten, daß auch die übrigen Raffinerien ähnlich mit Rohzucker versehen sind, daß sie. also ihren Bedarf für diese Saison gedeckt haben und vorerst nicht weiter kaufen werden. Der Rückgang der Preise macht heute weitere Fortschritte und wurde August bis 32,30 bezahlt.. Bei diesem Stande, welcher einen Rückgang von 90 Pfennig innerhalb zwei Tagen bedeutet, machte sich etwas Deckungsbedürfnis geltend, wodurch die Werte sich für den Rest des Tages behaupten konnten. Zum Schluß blieben jedoch Verkäufer zu den notierten Preisen überwiegend. Auch neue Ernte verlor ca. 1 M k., weil darin ein großes Hausse- Engagement besteht und bedeutende Realisationsangebote Vorlagen. Kirche und Schule. Braunschweig, 27. Jan. Wie die „Braunschw. N. N." mitteilen hat die Disziplinarkammer für nichtrichterliche Beamte te5 Herzogtums den Oberlehrer Dr Söbing in Gandersheim, der kürzlich vom Schwurgericht von der Anklage des M ein- eids freigesprochen worden ist, auf-disziplinarischem Wege vo m Amte entfernt. An Ni.: Die in Klanimern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von ailswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Reichsanleihe do. Konsols do . . Hessen Oberhessen' beanspruchen wollen. W. H. Von der ordentlichen Gerichtsbarkeit find die Landesherrn re. ausgenommen, also auch S. M. der Kaiser — in seiner Eigenschaft als König von Preußen —, soweit Hausgesetze oder landesrechtliche Vorschriften ein solches Privileg statuieren. Er ist unverletzlich und unverantwottlich. Ein Strafprozeß gegen den deutschen Kaiser ist unzulässig, ein Zivilprozeß i stnur hinsichtlich des Privatvermögens und der Zivilliste zulässig, d. h. nur in vermögensrechtlicher Beziehung darf die Zulässigkeit nicht von der Einwilligung des Kaisers abhängig gemacht werden. H. Q. Durch einfache Rechnungzustellung wird die Verjährung I nicht unterbrochen, wohl aber durch ein Anerkenntnis seitens1 Ihres Schuldners. Wenn z. B. Ihr Schuldner auf die Rechnung, hin um Frist 'gebeten hat, so liegt darin eine Anerkenntnis und es läuft von da an eine neue Verjährunsfrist. Im übrigen können Sie die Verjährung durch 'Zustellung eines Sttafbefehls oder durch- Klageerhebung unterbrechen. I. S. in D. Sie werden schwerlich gegen Ihren Manu etwas machen können, denn es muß nach Ihren Angaben als zweifelhaft erscheinen, ob Sie mit einer Klage auf Herstellung der ehelichen Lebensgemeinschaft durchdringen. Ihr Mann ist seiner Mutter gegenüber unterhaltungspflichtig und wird tmint eine Ver- gNfnng für senie Dienste beanspruchen können, wenn sie ihm nicht ausdrücklich zugesichert worden ist. Wenn die Mutter Alleinei aentümerin des Hauses ist, kann sie Ihrem Mann ein lebens- läugücbes Einsitzrecht bestellen, doch würden Sie dasselbe als Ehefrau mitgenießen können. Ta Sie zur ehelichen Lebensgemeinschaft verpflichtet sind, fo werden Sie Ihren Mann auch jederzeit bei sich aufnehmen müssen. Können Sie denn nicht jetzt schon zu ihm ziehen? Das wäre doch das einfachste. ZI Neueste Mel du «neu. London 28 Jan. Der „Preß Association" zufolge sandte K ö u i g Eduard an Kaiser Wilhelm zum Geburtstage sein Bild, welches von Windsor aus von eiwm Beamten des auswärtigen Dienstes begleitet wurde. Tas Bild war so groß daß es ‘in einem Möbelwagen nach dem Auswärtigen Amt und 'von dort nach der Bahn gebracht werden mußte. Die Bergarbeiterbewegung. Essen 28 Jan. Gestern wurden Ausschreitungen in Caternberg begangen. Eine Gruppe Ausständiger hatte angeblich Arbeitswillige angegriffen, mit Steinen beworfen und mit R e v o l v e r u b e s ch o s s e n. Polizei und E^eudarmene schickt ein und verhaftete zehn Rädelsführer. Aus den anderen Revieren wird völlige Ruhe gemeldet. m rüffel 28 Jan. Reichstagsabg. Bernstein und Berg- arbeiter Schröder trafen von London hier ein, um mit den Vertretern der Syndikate der belgifdycn und französischen Kohlen arbeiter die Frage der Unterstützung der Ausstaudsbewegung in .Stolanb 3u bespvcchm. Im KMenbecken von Bcrmagc ftecitten WöchruMt Nrberfickst da TodrsM in der SM Gießen 52. Woche. Vom 18. Dez. bis 24. Dez. 1904. (Einwohnerzahl: angenommen zn 27 500 iinkl. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 26,46 nach Abzug von 5 Ortsfremden: 17,01 n/nr. Kinder 4% ümrar. Goldrente, . . 4°/' Italien Rente . . . 4V2% Portugieser » . < °n/ Portugiesen. . . . 1% C. Türken ... Tiirkcnlose..... 4°-0 Griech. Monopol.-Anl. 37,% 4% Oesterr. Goldrente Telephonischer Kursbericht. F nnktnrt a. 28. Januar. Zusammen: Erwachsene: im 1. Lebensjahr: gestern 2500 M daktionen der liberalen Zeitungen „Rasehaschssn" und „Na-I schidni" statt. Beide Zeitungen werden voraussichtlich m*rgerri nicht erscheinen. Petersburg. 28. Jan. Tie Zahl der bei den Kundgeb-1 ungen in Riga erschossenen Personen beträgt 37, außer-s dem wurden 60 verwundet. Petersburg, 28. Jan. Wie vmi gut unterrichteter Seite verlautet hat die Polizei bei Sestroreck ein Mitglied der revolutionären Kampf-Organisatton verhaftet. Nach den bei dem Manne vorgefundenen Briefschaften und Sachen soll seine Absicht, ein Attentat gegen das Staatsoberhaupt zu verüben, feststehen. Warschau, 27. Jan. In der Leschnostraße fand ein Zu-^ s a m m e n st o ß zwischen den Arbeitern, Polizei und Truppen ftatt.i Letztere machten von der Waffe. Gebrauch. Tie Zahl der Ver-; mundeten ist unbekannt. Um 6 Uhr abends drang ein Haufen- ! Arbeiter in die Vorstadt Voloki und verwüsteten Wein-: i Handlungen. Bei dem Zusammenstoß mit der Polizei warfen,' die Arbeiter mit Ziegelsteinen. Saratow, 27. Jan. Ter Ausstand hält hier an. Werl, alle Angestellten aus ständig sind, sind Zeitungen nichti erschienen. Der Gouverneur gibt durch Mauermischlag bekannt,^ daß alle Maßregeln zur Aufrechterhaltung der Ordnung (getroffen seien, und daß die Fabriken, welche dst Arbeit wieder ausnehmen wollen, um Schutz gegen die Gewalttätigkeiten der Ansständigenj nachsuchen können. L i b a u, 27. Jaus Die Zeitungen sind heute md)t erschienen., Die Kundgebunaen, die veranstaltet wurden, ^verliefen, ohne daß es zu einem Zusammenstoß mit der bewaffneten Macht kam.j I Alle Straßen werden von Patrouillen durchgogen. A s ch a b a d, 27. Jan. Aus Anlaß des zehnjährigen Bestehens'' des Blattes „Transkaspische Revue" hat der Verlag dieses Blattesj die achtstündige Arbeitszeit eingesührt und eine Er-j Höhung der Löhne bewilligt. London, 28. Jan. „Daily Mail" meldet aus Moskau' I von gestern: Der Polizeichef von Moskmi hat trotz des Befehls I aus Petersburg, das englandfeindliche Plakat $u,ent=t fernen, dem englischen Konsul mitgeteilt, daß er auf feine eigene- - Verantworttrny den Anschlag noch zwei Tage hängen lassen werde. Tiese Maßregel sei dazu bestimmt, die Beruhigung J>er Bevöl-l kerung zu fördenr. Außerdem sei es wahrscheinlich, daß in Japan! und England Mittel zur Untmtützung der Bewegung in Rußlands zusammengebracht würden. Der Konsul sandte telegraphisch eütcl Beschwerde an den englischen Botschafter in Petersburg. — „Standard" meldtt mis Petersburg, der Regierungsbote und ba§; halbamtliche „Journal de St. Petersburg" veröffentlichten benj Anschlag des Moskauer Präfekten. Der englische B o t s ch a | Iter richtete von neuem einen energischen Einspruch tat] I das Auswärtige Amt. Bom Kriege. Petersburg, 27. Jan. (Tel.-Ag.) Nach einer Meld^ ung aus Tschansjamutun vom 26. Januar dauerte^die Schlachtbei Sandou einen ganzen Tag. Tie Nuss en verloren bei der Einnahme einer Befestigung 4 5 O f f i - ziere und 1000 Mann Tote und Verwundete. Tie Russen nahmen lOS Japaner gefangen und er- beuteten Waffen/ Wagen und Munition. London, 28. Jvn. Tie hiesigen Blätter veröffent^ lichen ein Telegramm, wonach Kuroki aus dem Haupd- quartiere meldet, daß die Japaner das russischeKorps^. das über *»cn Hunho vorgedrückt war, zurück geschlagen und vier Feldgeschütze erbeutet haben. London, 28. Jan. „Morning Post" meldet aus Schanghai von gestern, die Japaner haben eine wirklich.^ wrrksa me Blockade des Hafens von Wladiwostokbegonnen. L o n d o n, 28. Jan. Der „Standard" meldet aus Newyork von gestern: Tie Firma Tillmanns u. Co. in Petersburg bestellte telegraphisch lOOLokomotiven lieferbar inner», halb 3 Monaten. Diese Lokomotiven sind vermutlich 4 für die. sibirische Bahn bestimmt. Die Lokomottv-Werke ht West^ St. Louis antworteten, es sei unmöglich in der verlangten Zeit zu liefern. t w London, 28. Jan. Der „Standard" meldet aus Tokios von gestern: Kuropatkin steht in Taschan. Er hat feine, : beiden Flügel verstärkt. Auf dem rechten Flügel sammelte er' I Kavallerie in Stärke von 20 000 Mann an. ®mne mädchenhaft zu sein. 2. Die Mitglieder sind verpflichtet, a) gänzlich abgehärtet gegen männliche Reize zu! srin, b. eine gesunde Verachtung gegen das Verliebtsein zu n ünd die Heirat zu verabscheuen. 3. Die Mitglieder Und auch verpflichtet, die Liga und alle ihre Vorteile ein* beglich den jungen Mädchen vorzustellen, die ihrer Meinung nach das Opfer der im § 2 erwähnten Irrtümer werden könnten. 4. Jedes Mitglied muß in der Lage sein, das Recht der Liga zu verteidigen, es muß gesund, geistig nnteressiert und in der Lage sein, seinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen, so daß kein Mitglied eine Ehe einzugehen nötig hat." Tie Sekretärin dieser merkwürdigen Liga muß allerdings zu ihrem Bedauern zugeben, daß es nicht leicht ist, neue Mitglieder zu werben. Familien Nachrichten. Verlobte: Mnthlldc Nuppel tAlsseld) und Wilhelni Pons lDarmstadts. Gestorbene: Katharine ^llban in Laubach. — Emilie Mell in Friedberg. D7i Bis zu tausend Mark könnnen Sie sparen, wenn: Sie eine aparte, geschmackvoll moderne Wohnungseinrichtung in meiner mit den vollkommensten Maschinen eingerichteten Möbelfabrik verbunden mit größtem Möbel-, Betten und Teppichlager, gegründet 1858, kaufen. 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Er hat stch allgemach auch hier, wie »chon längst in ' England und Amerika, die ihm zu ko in men de Schätzung erworben und es wenden sich ihm immermehr allererste Kräfte aus allen möglichen Berufen zu, weil sie die Möglichkeit seheii ohne a l l z ii l a n g e Vorbereitu n g und ohne Kapital in voller Wahrung ihrer Selbständigkeit eme befrie- digeiide und aiich für ste lohnende Tätigkeit zu finden. Es liegt, auf der Haiid, daß die Gesellschaften ein größeres Interesse daran haben, tüchtige Mitarbeiter zu geivinnen, die ihnen lamend Anträge zuführen, als die Beziehungen dos einzelnen zum Abschluß einiger' weniger Versicherungen beniitzen zu lassen. Das Ziel bev Bewerbers, die Anstellung ist auch das Ziel der Gesellschaft und ihrer - Der Versicherungs-Außendienst erfordert aber, darüber seii ich] klar!, charakterfeste intelligente Akänner von raulofem vletß un nie erlahmender Willenskraft. Wer in ihm eintreten will, wadw am besten eine anerkannt leistimgsfähige Gesellschaft, die JWfl i Ii viel Branchen führt, ivie die Lebeiis-, Volks-, Unfall-, V afffsticht-. Feiler- imb Eilibrilchsdiebstahl-Versicherung. gronte.i Ehaneen bietet z. Z. die Viktoria, die größte Versicheriings-Gesellschast unseres Kontinents. 41'. % Oesterr. Silberrente 100.60 • ~ ~ . 99.90 D i e religiöse ii Ström un gen der Gegenwart. Lc»n Superintendent D. A. H. Braafch in Jena. („Aus Natur ur'd Geisteswelt." Camnilung wiffenschaftlich-gemeinverständlicher DLrstellunqen aus allen Gebieten des Wissens. 66. Bändchen.) Verlag von B. G. Teubner in Leipzig. [IV u. 148 S.j 8. Preis geb. Mk. 1.25. — Wer die Zeichen der Zeit zu deuten versteht, --------- „----- , ber erkennt, daß das religiöse Jutereffe in raschem Wachsen be- Das schon gestern im Nordwesten erschienene Tief Ht unter Vergriffen ist. Die Frage der Kirchenpolitik und des Kultus, t>er I (tärfitng südwärts vorgedrungen, sodaß das mitteleuropäische Hoch the-ologischen Wiffenschaft und besonders der religiösen Anschauung mehr nach Südwesteuropa zurückweichen muß. Flache Randgebilde bewegen die Gemüter. Aber allerdings ist es nicht leicht, sich über be§ nördlichen Tiefs haben über Nacht geringen Schnee hervor- bk religiösen Strömungen zu orientieren, die bedeutendsten Seiten qerufenf auch steigt die Temperatur langsam an. — Beim Vorbei gegenwärtigen religiösen Lage kemien zu lernen. Da (eiue^ I bringen des nördlichen Sturmwirbels haben wir noch milderes bos Büchlein von D. Braasch die besten Dienste. Es führt in das I Wetttr mit Regenfällen zu erwarten. geschichtliche dieser Lage ein nnd zeigt, warum es gerade so und Vorausfichtliche Witterung in Hoffen für Sonntag, nicht anders aussteht und andererseits legt er die Januar 1905: Meist trüb, milder Regenfälle, starkwmdig. Richtung klar, welche die kumtige Entwicklung voraus- Näheres durch die Gießener Wetteckarte. sichtlich einschlagen durfte. Dadurch soll jeher in den Stand gesetzt ; _ | troerben, selbst bestimmte Stellung zu nehmen. Die geschichtlichen > " -- -- I Wurzeln des Gegenwärtigen werden aufgewiesen, die für das reli° * ... giliie Leben der Gegenwart markanten Persönlichkeiten und Rich- jßtlfl KUltEll vtT l^SvUnUinU tlinaen, Kant, Schopenhauer, Nietzsche, Strauß, Haeckel, die neuen ö t r Picobleme: welche die moderne Natursorschung, die ökonomische und H. G. Die von Ihnen beabsichtigten Verfügungen können so aale Entwicklung heraufgeführt haben, die Ergebnisse der Bibel- Sie nur in einem gemeinschaftlichen Testamente krirtik und Leben-Jesu-Forschung, der Ultramontanismus in feiner treffen, welches Sie sowohl von einem Notar oder dem Amtsmodernen Entwicklimq und Ausgestaltung, die großen Gebiete gericht Ihres Wohnsitzes, als auch durch eigenhändige, unter ck cistlicher Liebestätigkeit werden dem Leser in anschaulicher Weise I Angabe des Ortes und des Tages vollzogene Niederschrift und v»r die Augen geführt. Unterschrift errichten können. Tn Sie indessen auch das selbst I geschriebene Testament zweckmäßig doch bei Gericht hinterlegen ' l^..1 müßten, um der Verwirklichung Ihrer Verfügungen sicher zu z sein und es sich außerdem in dem Testamente um verschiedene Nnlversttats-Uachrlchten. Rechtsftagen handeln wird, so empfehlen wir Ihnen, das Testa- (r.xs.-fx.. meitt vor einem Notar oder dem Amtsgericht zu errichten; die . Dlb gematzregelten tude nten der Technischeu der Errichtung werden nach dem Betrage des Nachlaffes H 0 ch sch u l e m H a n n 0 v er benutzten den K a i ser k0 m m ers dessen k einer D emon st ra tio n üegen^ Dil^smimstermm. Ter Anfrage. Wenn Sie Ihre Erlaubnis zur Weitervermietung an dritte Personen nicht erteilt haben, so können Sie Ihrem Mieter lebhasten Kundgeb^g ^^ttidmtenschaf^ der Technischen Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen, sofern er ttotz schule gestaltete sich ihr Kaiserkommers ^ie Hauptredner d r Abmahmmg die Person weiter bei sifl) in Miete behält. Studenten betonten unter lebhafter Zustimmung und unter An- können Sic jckerzeit gegen Ihren Mieter Klage aus kilupfung an die letzten Vorgänge, daß die Studentensll>aft immer U^>vst7tt daß Ihre Dienstzeit bei der Post Anspielung auf d:e ^sfuhrimgen der ^tiiden^n. 1 at§ anrechnungspflichüge Vordienstzeit angesehen werden muß. tenteii hatten es absichtlich Unterlasten, Wichs anzulegen. 3jährigen Gehalterhöhungen rechnen jedenfalls von der Zeit ■ ■■■■—-— der Anstellung als Schutzmann. Probieren Sie doch einmal, im Beschwerdeweg bei der oberen, vorgesetzten Behörde etwas ~ ,, ♦ erreichen. Andernfalls müßten Sie klagend vorgehen. 2. Ihr fiflllud UUO Nerkenr. UolhSttJinrfnnfL »auswirt kann Ihnen jederzeit zu einem gesetzlich zuläffigen Termin UUV rünbjgen; üb Winter oder Sommer ist, bleibt ganz einerlei. (B. G. B. §§ 564, 565 rc.) 3. Da Sie Ihre Gesuche in höchsteigenem Interesse , abschicken, so müssen Sie auch das Potto dafür tragen. Es ist ims unverständlich, wie Sie Portofteiheit Gehirns KD KD — — | Lungenentzündung 4 (11 2 (1) 2 — I Lebensschwäche 3 — 3 — I Darmverfchlnß 1 (1) — — 1(1) I Hautbrand 1 — 1 — I Unterleibsbruch 1 1 — — I Selbstmord 2(1) 2 ri) —— — Totschlag 1 (1) i (1) — — 27. 2« 765.1 + 0,6 3,8 80 WNW 4 27. 9,f> 764,6 +0,4 4.0 85 4 28. 726 765,6 5,0 98 2 M L ■X" H M N Unsere liebe Mutter und Grossmutter Todes-Anzeige. Statt jeder besonderen Mitteilung« Frau Emilie Höhlbaum geb. Müller Die Beerdigung findet in aller Stille statt. — Blumenspenden dankend verbeten. ist heute früh im 78. Lebensjahre sanft entschlafen. Giessen, Innsbruck und Kiel, den 28. Januar 1905. Bernhard Höhlbaum und Frau, geb. Matthes Emma Höhlbaum, geb. Fretln von Spessharät und Kinder. 626 WWWWW Frau Auguste Rosenberg, geb. Ales. Otto Rosenberg. Gießen, den 27. Januar 1906. I Danksagung. Für die vielen Beweise Herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden und der Beerdigung unseres lieben Gallen mib Vaters Hem Christian Rosenberg* sagen wir Allen, insbesondere auch der Krieger-Kameradschaft unseren aufrichtigsten Dank. g Danksagung. k Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Ableben unserer unS unvergeßlichen | fron Marie Heintz Mm. | geb. Jung Sj sagen wir unfern tiefgesühlten Dank. Zm Namen der trauernden Hinterbliebenen: M Joh. Jung IX I Leihgestern, 28. Januar 1906. 520 IS WWWWWWW M- ?• A-M-M Auf die Restbestände meines Lagers Kinder Konfektion gewähre ich bis 15. Februar a. c. um zu räumen 20°/o Kassen-Sconto, Modewarenhaus A. Fangmann 29 Bahnhofstrasse 29. Wasser-Beinigungs- Apparate D. R.-P. angem. hv18/7 »uaoiu. wirkend Reinigung von Kesseispeisewasser sowie sonstiger gewerblicher Gebrauchswässer für Brauereien, Wäschereien, Papierfabriken. 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