Samstag Ä5. Februar 1905 Erstes Blatt. 155. Jahrgang Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Bezugspreis: monatliches Pf., otertel- jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mt. 2.—Vierteljahr!. ausfchl. Bestellg. Annahme von Anzeigen ür die Tc rsv'uamer -'s vo-miltaqs d Zc'^envreiS: , auswärts <'9 ?i3’3. verantwortlich für 1 den polit und Teil: P. Wittto; für „Stadt und Land* und „Gerichtssaal": August Goetz; für den Anzeigenteil: Hans Beck. GietzenerAnzeiger *"* General-Anzeiger Nr. 48 •rfÄtlet iSgttch außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Keffischen Landwirt die Siehener Kamillen. Hättet viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'fchen Univerf.-Buch-u. Stein- druckerei« 9t Lange. Redaktion, GrvedUion und Druckerei: Schulstratze 7. Adresse für Deveschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 51. Die heutige Mummer umfaßt 16 Seiten. ft* ____, ..... " - GeseAenprüsung. Die diesjährigen Gesellenprüfungen finden im Monat März—April statt. An derselben können alle jungen Handwerker aus den Orten Daubringen, Mainzlar, Ruttershausen, Staufenberg, Trais a. L. und Lollar teilnehmen, deren Lehrzeit spätestens am Schluß der Prüfungen beendet ist. Anmeldungen find unter Benutzung des vorgeschriebenen Formulars (bei dem Unterzeichneten erhältlich), bis zum 10. März an den unterzeichneten Ausschuß zu richten. Die Prüfungsgebühr beträgt 3 Mark und ist mit der Anmeldung einzusenden. Wir machen insbesondere darauf aufmerksam, daß die Ablegung der Prüfung u. a. als Vorbereitung für die Anleitung von Lehrlingen und die Führung des Meistertitels ist, ihre Versäumnis daher später empfindliche Nachteile im Gefolge hat. Lollar, den 16. Februar 1905. Für den Prüfungsausschuß des Ortsgewerbevereins Lollar. und Militärzüge, aber leine Personen- und Güterzüge von Saratow hier an. Züge, die von hier nach Saratow abgehen, werden in Atkarsk an geh alten. Petersburg, 24. Febr. (W. B.) In den Putilow- werken in der Nikolkskü-Manufaktur, aus der Newskiwerft und in der Fabrik von Pahl wurde abermals die Arbeit eingestellt. Es streiken insgesamt dreizehn Fabriken mit 40 000 Arbeitern. * Infolge des Streiks der Eisenbahn^ aus den russischen Westlinien sitzt ein d e u t s ch e r S ch a f s n e r i n W a r s ch a u fest. Der Schaffner PH. Weber vom Frankfurter Haupst- bahnhof begleitete den Wagen S. K. H. des Gr o ß h e r z o g s von .Hessen nach Warschau. Von dort telegraphierte er seinen Angehörigen, er könne vorläufig nicht zurückkehren, da auf der ganzen Linie Warschau--Alexandrowv alles streike! wb kein Zug gehe. Neue Verhaftungen von Intelligenzen. Moskau, 24. Febr. (W. B.) In der vergangenen Nacht wurden die Schriftsteller Leonidas Andrejew, Schirikow, Skitgles und vierzehn andere Schriftsteller im Hause Andrejews verhaftet. Gorki. H. Rohrbach, Vorsitzender. Rußland in Sturm und Drang. Wirtschaftspolitisches. Tie Erschütterungen, denen Rußland ausgesetzt ist, betreffen nicht nur die politische, sondern auch die wirtschaftliche Struktur des Stacrtskörpers. Ein Ende des revolutionären Zustandes ist nicht abzusehen, noch weniger also die Wirkung des Gährungsprozesses auf Handel und Wandel im Zarenreich. Bei solcher der festen Grundlage ermangelnden Situation dürste es ungemein schwierig sein, internationale Vereinbarungen in Gestalt von Handelnde r t r ä g e n, Z-u treffen. Äuf solche ist Rußland andererseits mehr denn je angewiesen, weil der Krieg ihm ungeheure finanzielle Opfer auferlegt, die nur durch geregelte Produktionstätigkeit und gesicherten Ausfuhrhandel erschwingbar sind. Als Rußland den .Handelsvertrag mit Deutschland abschloß, lag die Sache wesentlich anders. Damals gab es noch keine revolutionäre Bewegung unter der russischen Arbeiterschaft, die jetzt die russische Regierung der sozialen Reformftage nähertreten läßt. Wenn diese Reform auch nicht in so großem Maßstabe durchgeführt werden wird, wie in Deutschland, so must sie doch tief einschneiden in den gesamten russischen Industriebetrieb. Und auch auf das Gebiet der für Rußland so wichtigen Landwirtschaft greift die Arbeiterfrage hinüber. Man darf unter solchen Verhältnissen gespannt sein, was bei den zwischen Rußland und Italien schwebenden Handelsvertragsver- handlungen herauskommen wird. Der Emanzipationskampf des russischen Volkes findet bei den Italienern große Sympathie. Nicht nur die Arbeiterschaft, sondern auch das Bürgertum und der Adel Italiens^, u .a. der Genueser Fürst Doria, beteiligten sich an den Sammlungen für die russischen Freiheitskämpfer. In Petersburg wird man auch eingedenk sein des sozialen Empfindens König Viktor Emanuels, das erst jüngst wieder zum Ausdruck kam durch seine Initiative zu internationaler Fürsorge für die ackerbautreibende Bevölkerung. An dieser von den meisten Kulturstaaten beifällig aufgenommenen Anregung wird auch die russische Regierung nicht, und jetzt am wenigsten, vorübergehen dürfen. Es ist also anzunehmen, daß die Bedingungen, unter denen Rußland seinen Handelsvertrag mit Italien schließt, in gewisser Hinsicht den Stempel des Geistes tragen. Denn nicht der Regierungen wegen, sondern im Interesse der erwerbstätigen Bevölkerung werden national- politische Maßregeln und internationale Vereinbarungen! getroffen. Der Ausstand des Eisenbahnpersonals. Warschau, 24. Febr. (W. B.) Der Gouverneur erhielt von einem höheren Beamten der Warschau-Wiener-Bahn die Benachrichtigung, daß der Ausiichtsrat der Bahn mit Rücksicht darauf, daß die Arbeiter infolge des Ausstandes in Not gerieten, gewillt sei, die Gehälter und Löhne um die Gesamtsumme bon 650000 Rubel zu erhöhen. — Heute nachmittag erhielten die Arbeitervertreter der genannten Bahn eine günstige Antwort auf ihre Forderungen. Am Abend empfingen sie die von der Direktion unterzeichnete schriftliche Entscheidung. Es werden dann sofort die Linien für den Verkehr frei gemacht. — Die Verwaltung der Petersburg-Warschauer Eisenbphn erläßt eine amtliche Bekanntmachung, nach welcher trotz des Ausstandes in Warschau der Zugverkehr auf dieser Linie nicht aus- a r s ch a u, 24. Febr. Der Ausstand der Arbeiter der Gasanstalt wird erwartet. Gestern abend gaben zwei Arbeite r drei Schüsse a»:feinenPolizeiage n- ten ab, der schwer verwundet wurde. Mit großer Mühe gelang es, zwei Züge unter dem Schutz der Truppen nach Mlawa und Kowel gehen zu lassen. Andere Züge konnten nicht passieren. ' Minsk, 24. Febr. (W. B.) Dre Veröffentlichung des kaiserlichen Erlasses, welcher eine zehnstündige Arbeitszeit für die Eisenbahn Libau-Romnp einführt, rief allgemeine Freude hervor. Die Arbeit wird wieder ausgenommen. Saratow, 24. Febr. (W. B.) Die Erregung unter den Arbeitern in den Druckereien nimmt zu. Bei den Zuhnlinien der Umgebung von S ar ato w ist der allge- -meine Aus stand ausgehrochen. Kirsanow (Gouv. Tambow), 24. Febr. (W. B.) .Wegen des Ausstandes dec Angestellten der Eisenbahnen in den 'Distrikten von Atkarsk und Saratow kommen nur Post-Die offiziöse Petersburger Telegr.-Ag. meldet heute: Nachdem sich die Staatsanwaltschaft und die Polizei damit einverstanden erklärt haben, Gorki gegen eine Bürgschaft von 10 000 Rubel freizulassen, ist die Angelegenheit, da auch ein Bürge für das Geld vorhanden ist, jetzt dem Generalgouverneur Trepow zur endgiltigen Entscheidung vorgelegt morden. Ein Bescheid ist noch nicht ergangen. Das Befinden Gorkis hat sich in den letzten Tagen verschlimmert. Ob nun wirklich endlich, nach vierwöchiger Kerkerhaft, die Befreiungsstunde für den genialen Dichter des tiefreligiösen „Nachtasyls" schlägt? In den Händen Trepows liegt die Entscheidung, und diesem Manne ist wohl nicht viel Gutes zuzutrauen. Ist es doch gerade Trepow, der den jetzt im Gefängnis schwer erkrankten Dichter der Teilnahme an der russischen Freiheitsbewegung verdächtigt. Gorki gehörte bekanntlich zu jener Deputation von Intellektuellen, die am 21. Januar die Negierung vor dem nahenden Sturme zu warnen suchte. Die Minister waren jedoch nicht zu sprechen, und- als am folgenden Tage Hunderte von Leichen die Straßen füllten, schritt man zur Verhaftung der — Warner. Unruhen im Gouvernement Grodno. Wie telegraphisch gemeldet wird, kamen in der Stadt Krinski im Gouvernement Grodno große Straßenunruhen zum Ausbruch, die einen stark regierungsfeindlichen Charakter trugen. Gegen 500 streikende Arbeiter durchzogen, die Marseillaise singend, mit roten Fahnen die Hauptstraßen und zerstörten auf dem Wege die Telegraphenleitungen. Hierauf begaben sie sich in das Pofigebäude, wo sie sich aller Dokumente, Bücher und Korrespondenzen bemächtigten und die Beamten zwangen, die Arbeit niederzulegen. Das Gebäude des Bürgermeisteramts und die Wohnung des Polizeimeisters und der Gendarmerie-Offiziere wurden vollständig demoliert und aus der Kasse der Stadtverwaltung 600 Rubel gestohlen. Da die Telegraphendrähte zwischen Krinski und Grodno durchschnitten waren, konnte militärische Hilfe erst am nächsten Tage requiriert werden. In der Stadt herrscht allgemeine Panik. Alle Geschäfte sind geschlossen. Heber Gorkis Verhaftung in Riga werden jetzt noch nachträglich interessante Einzelheiten bekannt. Frau Andre, jewa, Schauspielerin, mit der Gorki eng befreundet ist, hatte sich damals in Riga einer ernstlichen Operation unterzogen. Auf ihr Telegramm, daß ihr Zustand Bedenken einflößte, reiste Gorki sofort dorthin mit dem 16jährigen Sohne der Frau Andrejewa. Der Zustand seiner Freundin war sehr bedenklich; der Arzt gestattete deshalb vorläufig nur eine kurze Unterredung, woraus Gorki der Kranken bedeutete, daß er sich in ihre Wohnung begebe, um sich umzukleiden, aber nach kurzer Zeit wiederkehren werde. In ihrem Hause wartete seiner jedoch eine Ueberraschung: 16 Personen, Gendarmen und Detektives, die teilweise von Petersburg in einem Zuge mit Gorki gereist waren, harrten seiner, nachdem sie in der Wohnung der Frau Andrejewa eine außergewöhnliche Haussuchung vorgenommen hatten, wobei sogar Dielen und Fensterbretter aufgeriffen worden waren. Sofort ging es dann nach Petersburg in die Peter-Panls-Festung. In der größten seelischen Aufregung trat er die Reise an. In der Festung traf auch lange keine Nachricht aus Riga ein, trotzdem der dortige Arzt direkt an Gorki über den Zuitand der Kranken depeschiert hatte. Der Gefangene erhielt diese Nachricht erst nach acht Tagen. — Der Kneift Vom Kriegsschauplätze. 24. Febr. (Petersb. Tel.-Ag.) Eine russische enma§trut)!'e im Gebiete von Jnchentschen nötigte die und 12 Geschütze ins Feuer zu bringen. Nr ber all m ä -> t iÄ - Vorma r sch d er Ja» an e r m Unsere Avantgarden ziehen sich unter Ge- auf ihre Stellungen zuru ck. ^N^ersbura, 24. Febr. (Petersb. -pel.-Ag.l General & f rr ffi n r o tu melbet dem Generalstab unterm 23. Febr.: Heute ^ü erarisf de? Feind in der Front des Detachements .von T-HrrSm die O ffensive wieder mit beträchtlichem graften. Un/ere^äan aoacn lick am Nachmittag aus ihrer befestigten Stellung zurück. Tie feindlichen Kolonnen rückten von, Süden her vor und umgingen den linken Flügel un* serer Stellung. Der Schneefall verhinderte uns den Feind- zu beobachten. T-er Angriff der Japaner war unent-- schlossen. Einige Abteilungen kamen aber bis auf 900 Schritt heran. Bei Sonnenuntergang griffen die Japaner den Beresheff- Hügel an: der Angriff wurde aber abgeschlagen. Die Abteilung, die am 18. Februar zur Zerstörung der.Eisenbahn aus- gesandt worden war, ist beute zurückgekehrt. Diese näherte sich am 21. Febr. einer fünf Werst südlich von.Haitscheng gelegenen Brücke. Ein Trupp unserer Soldaten griff die dort stehenden feindlichen Vorposten an, vernichtete sie und sprengte di« Brücke in die Luft, während ein anderer Trupp die Posten beschoß, welche die Linie bewachten und der: Japanern zu Hilfe eiten wollten. Hierauf zog sich unsere Abteilung nach \ Westen zurück, nachdem sie insgesamt 100 Werft zurückgelegt hatte. Am 21. Febr. versuchten japanische Schwadronen und Chunchusen die gesamte Abteilung nach Süden .zurückzuwerfen. Am 22. Febr. waren wir gezwungen, diejapanischenLiniew zu durchbrechen. Dabei wurden zwei unserer Offiziere ver- ivundet. In der Nacht zum 23. Febr. griff eine 9tbteilund ja-< panischer Kavallerie unsere Vorposten in Schiluchan zwischen: Sinchan und Badune an, worauf sich diese zurückziehen. Port Arthur. Berlin, 24. Febr. Der „Reichsanz" meldet: Tie japa^ Nische Regierung teilte dem kaiserlichen Gesandten in Tokio amt-- lich mit, daß die Blokade der Halbinsel Liaotung abt 7. Febr. aufgehoben worden ist. Die Einfahrt und Ausfahrt bei Pvrt Arthur bleibt jedoch vorläufig für alle nicht im Dienst ber japanischen Regierung stehenden Schiffe ve rboten. _ . Feodosia, 24. Febr. (Petersb. Tel.-Ag.) Dre Osnzrere und Soldaten von Port Arthur sagen aus, daß die Zwistig-- keilen zwischen Seeleuten und Truppen durch die Weiger-, ung der Flotte General Stössel zu gehorchen, hervorgerufen wurden. Tie Marinesoldaten, die dem Statthalter. Alereiew unterstellt waren, waren schlechte Schützen Tie Generale Stössel und Kondratenko waren die Seelen der' Verteidigung undvon allen geliebt. Für die Schlachy am 10. August gäbe es keine Erklärung. T-er V o r w u r f ber Unentschlossenheit, der gegen Fürst Uchtomski erhoben werde^ sei nicht der einzige. Man glaubte zuerst nicht, daß General) Nogi die Vorschläge für die Kapitulation annehme: aber er| ging wohl lauf alle Bedingungen ein, um Grau-^ samkeiten gegen die japanischen Kranken und Ver-^ rourtbeten zu verhüten. Gefangene Raffen. Tokio, 24. Febr. Tie Zahl der in Japan gefangen gehas» tenen Russen beläuft sich aus 44400, von denen 616 Offizier^ sind. Fortführung des Krieges. Ein Zeichen, daß es mit den Friedens gerächt en toe» nig auf sich hat, daß vielmehr der Krieg energffch fort-' gesetzt werden soll, sind die neuen Bestellungen großen« Umfangs. Solche ergingen an Waffen- und Muantionsfabriken, an Lieferanten von Lebensmitteln ufto., und die Börse, beweglichen Geistes wie immer, vor kurzem höchst friedensschwärmerrsch, nahm mit Behagm Kenntnis von den S chifßsVerkäufen ber H amburg er Paketfahrtgesellschaft. An welch'« auswärtige Firma die Dampfer verkauft sind — über den Verkauf einer weiteren Anzahl schweben Verhandlungen — und für welche Macht sie bestimmt sind, darüber wird begreiflicherweise das Geheimnis gewahrt. Vermutlich sind es Käufe für russl- s ch e Rechnung, dln Geld fehlt es ja dem Zarenreich aus Grund der letzten Llnleihe nicht. _ . „ Wenn eine Andeutung des russischen Botschafters rn Washington Reckst hätte, dann wäre Japan in finanzieller Verlegenheit. Von Japan, meint Graf Cassini, seien die neuen Friedensgerüchte qu§gegangen, um die Stimmung zu Gunsten: einer neuen Anleihe zu beeinflussen. Graf Cassini rät falsch. Aus den Ver. Staaten, aus. Eng» land und sogar aus Paris stehen der japanischen Regierung Mittel genug zur Verfügung. Was etwa für mpanifche Anleihen von selbst Stimmung macht, dassift der Umftarld, daß mit dem Geld bedeutend besser gewirtschaftet wird, als nnt dem Erlös ber russischen Anleihen. Oeffentliche Gelder sin Rußland befinden sich bekanntermaßen zu nicht geringem Teil da, wo, sie nicht sein sollen. Uebrigens plant Japan die Ausgabe emer neuen inneren Anleihe. (Vgl. unsere heutigen „Han- bels"-Notizen.) , Große Hoffnungen setzt man in Petersburg auf den Frühjahr s f e l d z u g , im Hinblick auf die Knropatkin ^ugegangenen Verstärkungen. Warum nickst ebensoviel Erwartrmgen auf das zweite P attische Geschwader unter Führung Rostiesjt- wenskis? Ein Bries der „Tägl. Rnndsch." aus Irkutsk teilt eine Reihe neuer Einzelheiten mit, welche die völlige /bert> losigkeit dieses Geschwaders dartun. Die ,^slava , ein Dach^ seepanzer, sei das einzige moderne Kriegsschiff des ganzen Ge-^ schwaders. Aber auch die „Slava" ist isichts Ganzes denn „die für sie gebauten Maschinen und Kessel sind anderweitig verwendet worden" . . . Eine echt russische Tragckomodir Auch eine Tragikomödie ist, wie die russischen Heerjnhrer sich gegenseitig der Unfälftgkeit zeihen. Tas Eigenartigste ist aber doch, daß General Stössel alle in der ftanzönsthen und englischen Presse erschienenen Interviews mit ihm für ftere Erfindung erklärt. Sein Bursche habe den auswärtigen Kvrrejpon- benten die Weisheit zum besten gegeben! Dann hat der General einen wirllich sehr intelligenten Burschen, um den ihn viele Militärs beneiden dürften! Stopel selbst konnte nicht besser und nicht eifriger die Notwendigkeit der Kapitulation von Port Arllmr rechtfertigen. Es scheint indessen, daß zu diesem summarischen Dementi in einem Petersburger Blatt der General wohl deshalb sich entschlossen hat, weil ihm bei der bevorstehenden kriegsgerichtlichen Untersuchung der Feftungs- licbcrgabe die Interviews sicher unliebsam verdacht werden. @r* staunlich bleibt es auf jeden Fall und ein Wunder unserer nüchternen Zeit, wie der Bursche des Generals die ftanzösischcn und englischen Journalisten allzumal in den Glauben zu setzen nmßte, der Verteidiger von Port Arthur spreche zu ihnen! Wilhelm II. und der Krieg. Zu den Gerüchten, betreffend Einwirkung des Deutschen Kaisers auf den Zaren erfährt ber „Hann. Cour, aus zuverlässiger Quelle, daß Kaiser Wilhelm dem Zaren eine Denkschrift des Prinzen Karl von Hohenzollern über die sehr bedenkliche Lage Kuropatkin s zur.Information zugefandt bat. Tie T-enkschrift des Prinzen Stan, der als deutscher Militärattachee auf dem Kriegsschauvlatze, weilte, kommt zu dem Sä'lllß, daß Rußland Revanche m achelwarep Zeit unmöglich fei, und begründet diese Msicht ausführlich. Per Jall Jischcr. Im preuß. Ab g e o r d n e t e u h au sc brachte am Frer- tag beim Kapitel „Evangelischer Oberkirchcnrcrt" Abg. Fischbeck (fts. Bp.^ den Fall des Predigers Fischer m der Berliner Markuskirche zur Sprache. Sollte es daö Kirchenregimcnt fo. tveit bringen, den Pastor Fischer und seine Gesinnungsgenossen aus der Kirche zu entfernen, so nrürbett im Reifte Tausende und "Abertausende mit chm gehen. Es zeige sich hier der Geist, der im Kultusmrrnste- rium umgehe, der Geist der Stöckerei und Muckerei. Abg. Heckenroth (k.) erklärt namens seiner Parier, daß sie es nicht für richtig halte, innerkirchliche Angelegenheiten vor das Forum des Parlaments zu ziehen. Abg. Hackenberg (nl.) erklärt, das Vorgehen des Ministeriums gegen den Prediger Fischer habe allgemeines Aussehen erregt. Ter Staat muß dafür sorgen, daß jedem einzelnen in der Kirche die freie innere Entwickf- 111 it g gewährt werde. Das Vorgehen des Konsistoriums sei aufs tiefste zu bedauern. Kultusminister Dr. Studt erwidert, die Sache schwebe noch in der Instanz des evangelischen Oberkircheinwts, deshalb müsse er es sich versagen, in dieser Angelegenheit Stettun g zu nehmen. Abg. Frhr. v. Wedlitz (k.) führt aus, eine Erörterung der Angelegenheit hier im Hause halte seine Partei fiir ihre Pflicht. Der Erlaß des Konsistoriums habe in weiten Kreisen berechtigtes Aufsehen erregt. Er könne den Weg der kirchlichen Behörden nicht billigen und stimme den Ausführungen des Abg. Hackenberg zu. Abg. Fischbeck (frs. Vp.) erklärt, die Rede desMinisters sei eine solche, die man halte, wenn man nicht weiß, was man sagen solle. Es sei die Pflicht der Volksvertreter, der- artige Fälle zur Sprache zu bringen. Ans HtM und Lund. Gießen, den 25. Februar 1905. *' Theater und Saalban. Ans der Zusammenstellung der Zeichnungen ergibt sich das erfreuliche Resultat, daß schon jetzt viele, nicht den woblbabendsten Ständen an» gehörende Einwohner ihr Scherflein beigetragen haben. Möchten noch recht Viele aus den minderbemittelten Kreisen nachfolgen; jede Gabe, sei sie auch klein, ist willkommen. Es zeichneten, wie wir aus sicherer Quelle hören, bis zum 23. Februar: 8 Personen über 5000 Mk. . . . 24 „ , 1000 29 , „ 500 , Z 96 , , 250 , . . . 57 , , 100 81 v „ 30 21 v 30 .... J Insgesamt 202 000 Mk. 104 000 Mk. 1 > 50 000 Mk. 1 317 Personen...... . 356 000 Mt. (für ganzes Projekt Theater und Saalbau). ** Der letzte der vier Vorträge aus der Altertumswissenschaft findet am nächsten Mittwoch, 1. März, statt. Prof. Max L. Strack wird über „Alexander den Großen in Geschichteund Sage" sprechen. Der Person des heldenkühnen jungen Makedonenkönigs gilt der Vortrag, dem Bilde, welches die Zeitgenossen und die kommenden Geschlechter sich von ihm gemacht. Es ist bekannt, daß Alexander einer der Wenigen ist, welche nie vergessen sind. Aber in immer wechselnder Beleuchtung ist er der Welt erschienen: noch heute ist keine der vielen Auffassungen allgemein giltig, und gerade jetzt tobt der Streit der Gelehrten über sein wahres Wesen heftiger denn je. Diesen Wandlungen in der Auffassung eines der Größten, welchen die Geschichte sah, will der Vortragende nachgehen. ** Kampf gegen die Schnaken. Ein hiesiger Gärtner teilt uns mit, daß er zur Vertilgung der Blattläuse in seinem Gewächshause Tabak staub verbrannte und danach wahrnahm, daß dabei auch zahllose an den Wänden sitzende Schnaken zu Grunde gegangen waren. Somit wäre auch dieses Mittel zur Vernichtung der Schnaken zu empfehlen. Erfreulich aber bleibt es, daß nun von amtswegen durch besonders ausgebildete Leute, die sich vielleicht auch die vorerwähnte Erfahrung zu nutze machen könnten, an eine gründliche Ausrottung der lästtgen Insekten herangegangen wird. "Die 46. ordentliche Generalversammlung der Gewerbe bank, E. G. m. u. H., fand am Freitag abend im Hotel Einhorn statt. Ter Vorsitzende des Auf- pchtsrats, L. Petri II., betonte in seiner Ansprache, daß auch das abgelansene Geschäftsjahr in jeder Hinsicht befriedigend gewesen sei und sich wieder durch größeren Umsatz im Vergleich zum Vorjahre ausgezeichnet habe. Es beweise dies, daß die Bank sich des zunehmenden Vertrauens der Geschäftsleute erfreue. Dies sei besonders der Unisicht und eifrigen Tätigkeit der Beamten zu danken, denen er hiermit namens der Genossenschaft den verdienten Donk abstatte. Auch den Mitgliedern des Aussichtsrates gebühre Dank für ihre rege Mitarbeit am Gedeihen des Instituts. Alle Positionen der Abrechnung und die Geschäftsbücher seien in bester Ordnung befunden worden. — Direktor Loos verbreitet sich hieraus eingehend über den Geschäftsgang des verflossenen Jahres und legt die Vorbedingungen dar, unter denen ein Gedeihen des Genossenschaftswesens garantiert werde, auf denen auch die Geschäftsführung der Gießener Gewcrbebank beruhe. Er erläuterte weiter die Begriffe Haftpflicht im Sinne des Genossenschaftsgesetzes, die Grundsätze, nach denen bei Aufnahme neuer Mitglieder verfahren werden muß oder ihnen Kredit gewährt werden kann, ferner das Verfahren in Wechselsachen. Schließlich betont er, daß die Bank im vergangenen Jahre Verluste nicht gehabt habe und spricht die Hoffnung aus, daß sie auch ferner sich gedeihlich entwickeln möge zum Segen des Gewerbestandes und damit zum Wohle der Stadt. - Dem § 49 des Genoffenschaftsgesetzes entsprechend wird beschlossen, die Höchstsumme der auszunehmenden fremden Gelder (diese können nach dem Gesetz den zehnfachen Betrag der Mitgliederantelle erreichen) auf 4 Millionen Mark fcst- zusetzen. Nach dem neuesten Geschäftsbericht beläuft sich diese Summe auf Mk. 2 559 638.25. — Die Jahresrechnung wird genehmigt und dem Vorstande und Aussichtsrate Entlastung erteilt. — Der vorgeichlagenen Verteilung des Reingewinnes im Betrage von 62 857.68 Mk. wird zugestimmt ' und beschlossen, von den zur Ueberweisimg an den Reiervesond II vorgesehenen Mk. 13 637.76 1000 Mk. dein Gewerbevereiu zur'Errichtung eines Gewerbeschulhauses, 400 Mk. dem Kaufmännischen Verein für die Zwecke der kaufmännischen Fachschule und 100 Mk. dem Gießener Lesehalle-Verein zu Überwegen. Die Mitglieder erhalten 6l/a Prozent Dividende auS ihren Mk. 517 633 betragenden Anteilen. Der Vorsitzende konnte in Aussicht stellen, daß wahrscheinlich eine Erhöhung der Mitglicder-Anteile (diese betrugen bisher 500 Mark) eintreten könne. Ter von Herrn W. Moeser erstattete Bericht über die am 18. Mai v. Js. durch den Verbandsrevisor vorgenommene Revision der Bank konstatierte die ordnungsgemäße Geschäftsführung. Einigen von dem Revisor empfohlenen Neueinrichtungen wird, soweit deren Erledigung nicht bereits erfolgt, der Aussichtsrat im Laufe des Jahres näher treten. Der Aufsichtsrat wurde weiter ermächtigt, 15Ö0 bis 2000 Mk. zur Ausbesserung der Gehälter der Beamten, deren gesteigerte Inanspruchnahme infolge des erweiterten Geschäftsbetriebs anerkannt wurde, zu verwenden. Die aus- scheidenden Aufsichtsratsmitglieder: H. Eichenauer, Wilhelm Herbert, H. E. Jnghardt, L. Kattrein und Earl Wenzel wurden mit annähernder Einstimmigkeit wieder gewählt. ** Das Promenadenkonzert fällt morgen, Sonntag, aus. ** Prämiierungs-Maskenball des Fecht -- Verbandes Gießen-Lahr. Gestern abend hielt der Verein, wie uns mitgeteilt wird, eine Sitzung mit den Preisrichtern im Kaiserhof ab, wobei über den am Sonntag den 26. d. M. im Eafö Leib stattfindenden PrÜmiier- imgs-Maskenball sehr lebhafte Debatten stattfanden. Die Preisrichter haben nämlich keine so leichte Arbeit, zumal es sich um so großartige erste Preise handelt lgold. Herrcn- und gold. Damenuhr); die anderen acht Preise sind gleichfalls nur wertvolle Gebrauchsgegenstände. Nur unparteiische, fachmännische Herren sind als Preisrichter gewählt worden. Besonders sei darauf aufmerksam gemacht, daß nicht allein hochelegante Masken Preise erhalten. können, sondern daß eine charakter^ ische, womöglich gan'> einfache Maske ebenfalls den ersten Preis erhalten kann. Die Preis- verteilnng findet vor der Demaskierung statt, weshalb jeder, der nicht erkannt werden soll, teilnehmen kann. Man wird sich ans dem Maskenball gut amüsieren, da auch Sitte und Ordnung herrschen werden. ** Ganturntag. Morgen, den 23. d. M., findet im Neuen Saalbau hier der 72. Gau turn tag des Turngaues Hessen statt, wobei 56 Vereine vertreten sein werden. Es stehen 11 Punkte auf der Tagesordnung, deren Beratungen längere Zeit in Anspruch nehmen werden. ** Plötzlicher Tod beim Baden. Zu der Notiz, die wir über den Tod der Gattin des Neichstagsabg. Dr. Becker gestern brachten, wird uns mitgeteilt, daß nicht Erttinken die Ursache des Todes war. Frau Dr. Becker litt an häufigem Blutandrang noch dem Kopf, welches liebel jedenfalls im Bade sie überrascht hat und möglicherweise die unmittelbare Todesursache war. -h. Lollar, 22. Febr. Heute abend fand die zweite Versammlung des im vorigen Monat neu gegründeten Geflügel- und Vogelzucht-Vereins Lollar statt. Daß die Bestrebungen dieses Vereins bei unseren Bürgern Anklang gefunden haben, beweist die Anmeldung von dreißig Mitgliedern, welche fast sämtlich den Grundsatz haben, reine Rassen von Hühnern, Enten ober Tauben zu züchten. Offenbach, 24. Febr. Durch Vermittelung der Bank- sirma Jakob Wolff u. Co. in Frankfurt a. M. übernahm gestern die Deutsche Bank in Berlin und Frankfurt sowie die Bankhäuser Lazard Speyer Ellissen in Frankfurt a. M. und S. I. Werthauer jr. Nachf. in Kassel freihändig 5 0 0 0 0 0 0 Mark 3 prozentiger Offenbacher S ta dt a n l ei h e; Kündigung vor 1915 ausgeschlossen. Gestern nachmittag beschlossen die Stadtverordneten in einer dringlichen geheimen Sitzung, dem Angebot zuzustimmen. (Off. Ztg.) Mainz, 23. Febr. Die Thcaterdeputation hat dem Umbau des stüdtischeu Theaters, für den 3 7 7 0 0 0 M k. notwendig sind, nicht zugestimmt und sich auch gegen die Dr. Nauterlsche Broschüre ausgesprochen, besonders deshalb, weil sie der Oefsentlichk'eit übergeben worden sei, ehe die Ansicht der übrigen Mitglieder der Theaterdeputation darüber gehört worden ist. — Gestern abend hat eine sehr stark besuchte Versammlung der Ochsen-, Kuh- und Rindsmebger stattgefunden, die gegen einen Beschluß des Viehhändlervereins scharse Stellung genommen hat. Tie Händler tuollcn von neuem beim Verkauf von Schlachtvieh jegliche Garantie für gesunde Ware ablehnen. fj Marburg, 24. Febr. Vergangene Nacht ereignete sich auf der Bahnstrecke M ar b ur;g - E a s s e l in der Nähe der Station Zimmersrode ein schrecklicher Unglück s- fall. Durch einen Maschinendefekt am Ventil und Wasserstandsglas ftrömte der heiße Dampf aus den Lokomotivführer Hasse und seinen Heizer Grundel. Die .Hilferufe der beiden Beamten verhallten ungehört und so sauste der Zug in voller Geschwindigkeit durch die verschiedenen Stationen bis nach Borken, wo man ihn zum Stehen brachte. Ten schwer verletzten Männern wurde dann die erste ärztliche Hilfe zuteil, woraus man sie nach Marburg zurückbrachte. Beide sind verheiratet. /tunII und Wissenschaft — Seinen 7 0. Geburtstag begeht am 26. d. M der bekannte Ethnograph Prof. Dr. Richard Andree. Die Zeitschrift „Globus", deren .Herausgeber er viele Jahre Anwesen ist. hat der eben erschienenen Nummer 7 ihres laufenden (87.) Bandes den Charakter einer Festnmnmer verlieben. Handel und Verkesir. ffi6 wi r! f fhi f t. Buderus' sche E i s e n w e r k e — E i s e n w e r k e L o l l a r. Die Auoaben von einer beabsichtigten Verschmelzung der beiden Unternehmungen erhalten nunmehr ihre Bestätigung. -iitrcb Besprechungen sind die von einigen Großaktionären angeregten Fusionsverhandlungeu soweit gediehen, daß die beiderseitigen ^lus- sichtsräte in den nächsten Dagen endgültig darüber Beschluß sagen werden. Es ist nach der „Franks. Ztg." em Umtausch von Volleir-- Aktien gegen neu ausznaebende DudeNls-Aktien unter barer Zuzahlung von 25 % an die Aktionäre von Lollar in Aussicht genommen. lieber die Modalitäten des llmtau'ches ivird erst zu sprechen sein, wenn lest fixierte Vorschläge dastir vorliegen. .Inzwischen iei daran erinnert, daß zwischen den beiden Unter- nehnuninen schon durch ihren Ursprimg ein gewisser Zusammenhang besteht. Märkte. Gießen, 25. Febr. Marktbericht. Au? heutigeni Wocheninarkl kosteten: Butter vr. VW. 0.95—100 Alk.. Hühnereier 1 et. 8-3 Gg 2 Stck. 15—00 Vfg., Gänseeier 00—00 Via., Enteneier 7—0 Pfg., 5lase nr. Stck. 6—8 Pf.. Näsematle 2Stck. 5-6 Big. Erbten vr. Liter 31 Pfg., Linsen vr. Liter32 Big., Taubenvr.Paar0,80- O,9OMk., Hühner pr.St. 1,00—1.60 Halme vr. Stück 0.80—1,80 Mk., Enten vr. Stücl 1,80—2,20 011 f., Gänse vr. Md. 55—65 Pfg., Ochsenfleisch vr. Pstmd 70-80 Vfg., Kuh- und Rindfleisch vr. Pstmd 62—68 Pfg., Schweim- steisch pr. Pfund 60—72 Pfg., Cchweinesleisch, gesalzen, pr. Pstmd 76 Pfg.. .stalbfleisch vr. Pid. 70—74 Pfg., Hammelfleisch pr. Psund 50—74 ^g. Kartoffeln pr. 100 Stg. 6,00—6,50 OJtf., Zwiebeln pr. Zlr 8,OO—10,00 PU., Vtilch per Liter 18 Pfa., Aepiel per Zentner 0 bis 0 Mk., in Körben 00-00 Pfg. Nüsse 100 St. 00-00 Pfg Zwetschen per Zentner 0.00—0.00 Mk. Birnen per Zentner 6 bi-' 0.00 Mk. Meistkraut 0.10—0.15. Marktzeit 8—2 Uhr. ilHielte Hleliiininen. Berlin, 25. Febr. Das Offizier-Korps der süd- w estafri konisch en Schutzirtlppe wird demnächst eine neue Verstärkung erfahren. 4 Oberleiitnants, 22 Leutnants und 6 Sanitäts-Offiziere werden wieder hinausgehen. Wie es heißt, sollen auch noch einige Veterinäre nachfolgen. — Tie Wahlkreis-Novelle ist im Ministeriin des Innern ziemlich fertig gestellt, sodaß ihre Vorlage in baldiger ?lus- sicht steht. Sie trägt dem 9lnwachsen der Bevölkerung durch eine gerechtere Verteilung und entsprechende Vermehrung der Abgeordnetenzahl Rechnung. B er n , 25. Febr. Obwohl der Du r ch st i ch des S i m plou' fast über Erwarten gut verlausen ist, hatte er infolge eines mißlichen Zwischenfalles doch einen Todesfall im Gefolge. Als die Ingenieure, an ihrer Spitze der Bauleiter Vrandau, zur Durch- bruchsstelle vordranaen, wurden einige Herren in dem D-ampf und der druckenden Hitze, die durcy das Wcrsser ausströmte, ohnmächtig 2 'ta. enis< e 7 ngen'.eur' mußt n s^le inigst nackJs l'e l>e- si'rdert werden, wo der eine alsbald am S ch l a g f l n ß st a r b. Es zeigte sich, daß die K ü hl e - V o rr i cht u n g, durch das aus- strömende Wasser beschädigt worden war und nicht mehr recht funktionierte. Trotzdem drang Brandau mit einigen Gefährten bis zur Sprengstelle vor und fand daß das Wasser sich aus einer meterbreiten Spalte reichlich entleerte. Wegen der gefährlichen Temperatur sind die Arbeiten im Tunnel vorläufigein- g e st e 1 l t. Petersburg, 25. Febr. In hiesigen Kreisen verlautet, daß mit allen liberalen Ideen und Ab-^ sichten endgiltig abgerüstet werden soll, weil man zu der Ueberzeugung neigt, daß eine Volksvertretung lei' t zu einer konstituierenden Versainmlnng werden könnte. Tas Schulministerium beabsichtigt, die streikenden Professoren nach Stellung einer gewissen Frist vom Amte zu suspendieren. Aehnliche Repressalien stehen vielfach bevor. W a s h i n g t o n, 24. Febr. Der amerikanische Gesandte in Santo Domingo,. Dawson, telegraphierte an das Staatsdepartement, daß ein vergeblicher Versuch gemacht wurde, den Präsidenten Morales zu ermordew. Ter Präsident wurde von einer Anzahl Leute angegriffen,' von denen fünf verhaftet wurden, wähnend die übrigen' entkamen. Weitere Einzelheiten sind nicht eingegangen, doch nimmt man hier an, daß der Anschlag.auf eine rev o- lutionäreBewegung zurückzuführen ist, w^che darauf ausgehe, die Durchführung des Mkonnnens mit den Vereinigten Staaten, nach welchem die Zollverwaltung untetf Aussicht gestellt wird, zu verhindern. Vom Kriege. London, 25. Febr. Ter Geheimsekretär des Königs, Lord Kvllvs, telegraphierte dem Londoner Korrespondenten des ..Neuen Wiener Tageblattes" auf eine Anfrage, ob irgend eine Begründung für die Meldung vorhanden sei, die den König mit den letzteren Gerückten über Friedensverhandlungen in Verbindung bringt, daß der König von keinen Friedens-Verhandlungen gehört habe. Petersburg, 25. Febr. Wie aus guter Quelle verlautet, wird r i e p e n b e r g trotz des Drängens der Großfürsten n i ch t nach der Mandschurei z u r ü ck ke hr e n , da Ku r o pa t k i n formell erklärte, daß er einen Mitarbeiter wie Griepenberg,. welcher, das Beispiel der Disziplinlosigkeit gebe, nicht an- nel-men könne. Kuropatkin soll gedroht l-aben, falls ihm Erie- penberg dennoch aufgezwungen würde,- das Kommando über die Mandschurei niederzulegen. Andererseits soll eine in Petersbi uj, unter den in Betracht kommenden Generalen veranftaltete 1km- frage ergeben haben, daß keiner bereit sei, als Nachfolger Knro- patkins fungieren zu wollen. .... . . Kranke. Warme, geschützte Lage öS? m^erKUr tur um Südabhang des Taunus. Bebae- nlich eingerichtete, kleine Anstalt (bis 30 Patienten). Centrale Heizung a und Beleuchtung, geheizte Liegehalle und Corridoro. Sorgsame Verpflegung. (Ddpendance für Minderbemittelte). Prospecte franco. Dr. M. Schulze-Kahlcyss. Nervenarzt. 3 Sanatorium Hofheim im Taunus. TKursbericht. F BVgO/o Reichflanleiho . . 102 30 3i/, do. ... 91.70 U',o/. Konsols .... 102.30 3fVn do.....91.75 3*/.,% Hessen .... 100.40 37, % Oberhessen . . . 99.70 4% Oosterr. Go’dreute . 102 30 4’ 6% Oestorr. Silberrento 101.10 4% Unerar. Ooldrcnto . . 100.15 V'l Italien Rente . . . 105.40 41z2 % Portugieser . . . —• — <0/ Portugiesen 67.70 1 % C. Türken .... — Türkenlose 136.80 4° 0 Grieeh. Monopol.-Anl. 53.00 4*/?% äussere Argentiner 46.10 Tendenz kf’irt a 71«, 25. Februar. 3% Mexikaner ...» 35.75 tVg"/- Chinesen .... 95.20 Electric. Sctuckert ... 14295 Nordd Lloyd . . . . 114.50 Kreditnktien .... 214 30 Diskonto-Kommandit, . . 193 60 Darmstadter Bank . . 143.80 Dresdener Bank .... 160.70 Berliner Handeleges. . . 164 70 Oesterr. Staatubahn . . . 140 00 Lombarden 18 00 Gotthard bahn 190.75 Lanrahfitte 25.80 Bochum 247.00 I! nrn^nor 211.60 Staatsschatzscheino . . . — fest. Kckiuinlinachung. In der Zeit vom 18. bis 25. Februar 1905 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Taschenmesser und 1 Spazierstock; verloren: 1 künstliche Hand und 1 braunledernes Portemonnaie. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 25. Februar 1905. Großherzoglsi § olhciamt Gießen. _______________ H erb erg.__ Bekanntmachung. Die unterm 2. Februar l. Js. angeordnete Sperre der Plockstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 25. Februar 1905. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. __________________Herberg.__________________ Vcrgktmlig von Abbruchs-Albeitcn. Der Abbruch des Musiktenipels und der anschließenden Holzhallen am Kurhaus zu Bad-Rauheim wird hiermit öffentlich ausgeschrieben. Tie Bedingungen sind aus dem Bureau der unterzeichneten Behörde einzusehen. Angebote sind verschlossen und portofrei bis zum 8. März, vormittags 11 Uhr, einzureichen, woselbst sie in Gegemvart etiva erschienener Bewerber eröffnet werden. Der Zuschlag kann vorbehaltlich dec Genehmigung Großh. Ministeriums sofort erteilt werden. b96/1 Baubehörde für die Neubauten in Bad-Nauheim: I o st. 1052 Giessen, 24. Februar 1905. werden. 1046 1029 B23/2 omm erlab. rm 01105 Giessen (Johannesstr. 4), 25. Februar 1905. wellen, Sommeriad. B25/9 Ph.otogr. Artikel 1030 o 01097 Grürchergerstr. 7. // ff stand. '3 Gießen, 25. Februar 1905. ©eibel, GerichtsvolOieher. Los IV ca. 130 Los V ca. 240 D. Gasinstallation. Isd. m Rohre in verschiedenen Dimensionen. Waschrörbc Waschseile Waschklammevn. I Kaufliebhaber belieben ihre Offerten bis Dienstag den 7. März 1905 auf hiesiger Bürgermeisterei einzusenden, woselbst vormittags 10 Uhr im Beisein der etwa erschienenen Submittenten die Eröffnung stattfindet. Wies eck, den 25. Februar 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei Wieseck. Versteigerung. Montag bett 27. Februar, nachm. 21', Uhr, sollen dahier im Adler (Markt- vlatz 18) I. eine größere Partie Zigarren, 2. eine Ladeneinrichtung, 3. eine Partie Schuhwaren, 4. ein Fahrrad, 5. Haus» u. Küchengeräte aller Art zwangsweise gegen bar versteigert Gute Kapitalanlage. 5°/0 Zinsen u. 5% Gewinnanteil garantiert bei Darlehen^ zu einem reellen Unternehmen, ein vermög., hoehgeacht. Mann. Off. mit. Nr. 946 an die Erped. Versteigerung. Montag, 27. Febrnar, nachm. 3 Uhr, versteigere ich bei Gastwirt Brück in Wißmar mehr. Waich» butten und 3über. 01115 Ludwig Tlbet, Küfermeister. inolenm aller Qualitäten u. 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März d. Äs. vormittags 11 Uhr, dein Eröffnungstermin, einzureichen. Zuschlagsfrist: 3 Wochen. s ließen, 24. Februar 1905. Los TI ca. 385 n Los III ca. 540 „ Hanpiversauunlnng im Hotel zum „Wilden Manu", wozu Züchter und Liebhaber freundlichst eingeladen sind. V-, ■ ’ . . . ■ Groüh. Baubehörde für die Universitäts-Neubauten. Lecker. B25/' Oere {geehrtes? Damen von Gießen und Umgegend empfehle ich mich zur Anfertigung von Kostümen, Blusen, Morgenkleidern usw. --------nach den neuesten Faqons.------ Garantie für gutes Sitzen wird geleistet. iertha Katz Mäusburg 10. Wellen Eichen-Neiüg, J Wellen Kiefern-Reisig, Wellen Fichten-Reisig, rm Buchen-Stockholz, w Eichen-Stockholz, „ Fichten-Stockbolz. Mpelen-Reste! Th. Möbel, Teppiche, Vorhänge-Stoffe. Ecke Schlossgassc—Brandplatz— Kanzleiberg. (1049 SaMsa.gung Für die so ausserordentlich zahlreichen Beweise herzlichster Teilnahme bei dem Hinscheiden unseies lieben Sohnes, Enkels, Neffen und Vetters Mickiide Krmüfe. aber^diese Methode des^Fr. Jekel in Glarus, wodurch ich gänzliche Heilung von den bösen himallendcn Krämpfen erzielte, kann ich jedem Leidenden gewissenhaft empfehlens H. Febselüeld, Landw. in Embsen, Kreis Achim bei Bremen. |ss-a V Vorstehendes beglaubigt der Wahrheit gemäst. Polizei-, amt Embsen (den 29. Januar 1905). F. Brüns, '?lmtsvorsteher. @ Adr.: Apotheker Fr. Jekel, Glarns, Pressestr. 977 per 81 Gallen. Porto 20 © Holzversteigerung in den Waldungen der Gemeinde WieleL. Samstag den 4. März, vormittags 10 Uhr beginnend, sollen aus den Distrikten Dürrloch und Blockswald nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden: Holzsnbmission in den Waldungen der Gemeinde Wieseck. Nachverzeichnetes Holz soll durch Submission vergeben werden: Distrikten Schrei und Blockswald: 17 Fichten-Stämme von 30—39 Ctrn. Durchm.mit 24,73 Fstm. // » r/ ff GelegenheMänfe tadellos neuer MDL°WLÄ,ZZ.LL Bisam für die vielen Blumenspenden und insbesondere auch für die Beteiligung seiner Mitschüler und ihres Herrn Lehrers sagen wir hiermit unsern herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Eleonore Kinn, geb. Buss. MWW-M „ Fichten-Knüppelholz, Wellen Buchen-Reisig, 1 darunter 4000 Durchforstungs la. Nindswurft 80 Psg. per Pstmd, la. Aufschnitt 1.00—1.60 per Pfund, Leberwurst empfiehlt M. Gutmann, 01100 Markstr. 14. ■ ------Stuttgarter Lebensversicherungsbank a. G. ------- (Alte Stuttgarter) ------- o Gegründet 1854. Alle Ueberschü'se gehören den Versicherten. Versicherungs-Bestand ...... Mark 718 Million. Bankvermögen . ...... „ 244 „ Seither erzielte Ueberschüsse ... „125 „ Dividende nach Plan All: 40 ö/0 der Todesfallprämien, ausserdem 20 °/0 der alternativen Znsatzprämien. Steigende Dividende (Plan B^: 2,G% der Summe der eingezahlten Prämien: die ältesten nach Plan B Versicherten beziehen zur Zeit 72,8% einer Prämie. Bei Erwerbsunfähigkeit Invalidität' Befreiung von der Prämienzahlung. äs’*/, kimerdedsg. 61/.-, % Dividende ----- Mk. 32.50, für die aus Mk. 500 vskl ci!il?ezl!tzliei! CeschiiftsMteile können von heute ab an unserer Kasse während der Geschäfts- stunden in Empfang genommen werden. C2T 28 „ 218 „ Adolf Bieler, 5. WWijichmi« Sriiitr« 11. llmgcgcstt). Sonntag, den 26. Februar, nachm. 3 Uhr: 1039 Reparaturen an Hütcu- wareu werden vromut besorgt. Hiermit zur gell. Kenntnis der HerrenAerzle, sowie den geehrten Patienten, daß ich mich in Gießen n[$ ^runfrupKeacr gelassen ! habe. Alle Arbeiten, wie Massage, Heißlustbäder, schwere Heilgmn- nnftif, Elektrisieren, sowie alle Arten der Wasseranwendung werden sachverständig ausgeführt. Tüchtige Ausbildung in den hiesigen Universitäts -- Kliniken, langjährige Tätigkeit, sowie nur prünaZeugnisse aus allen Zweigen der Krankenpflege können nach» gewiesen werden. L. geprüfter Heilgehilfe. [01089 Telefon 40. Marktplatz 2111. Pension itfnC-Ä Töchterchen t. hies. Familie w. a. Gelegenh. z. Klavierüben. Oft. m. Preisang. ii. 01051 a. d. Exp. d.BU lÜaslntt Rregelpkad uuo am lyUlllH Leihgestcrner Weg zu verpachten. 965 Wilh. Löber, Bäckermeister. Teilhaber gesucht für ein gutgehendes Teilzahlungs- qeschäst, nachweislich rentabel/ mit einer Einlage v. 5—6000 Mk. Sichere Existenz für einen jungen, strebsamen Katlsmann. Off. unter X. Z. Ä. stadtpostl. Gießen. [01018 Aushilfö-Köchiu empfiehlt sich nach langetn, schweren Leiden im zarten Alter von 21/, Jahren in ein besseres Jenseits abzurufen, was wir Freunden und Bekannten mit der Bitte um stille Teilnahme mitteilen. Die tieftrauernden Hinterbliebenen 01106 Familie Wilhelm Stein. Gießen, Stephanstraße 32, den 25. Februar 1905. Die Beerdigung findet Montag, den 27. d. M., nachmittags 2 Uhr von der Kapelle des neuen Friedboles ans statt. Agaes gsb, Frseien zeigen die Geburt eines Söhnchens an. Vergebung von Bauarbeiter!. Zur Erbauung der veterinär-medizinischen Institute in Gießen, und zwar der normalen Anatomie, der pathologischen Anatomie und der chirurgischen Klinik, werden die folgenden Arbeiten und Lieferungen unter Zugrundelegung des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 öffentlich ausgeschrieben. A. Liefern und Verlegen von Linoleum. Los VII ca. 370 qm. Los VIII ca. 710 qm. Los IX ca. 515 qm. B. Liefern und Ansetzen don glasierten Porzeltan- wandplatten. Los X ca. 140 qm. Los XI ca. 71 qm. Los XII ca. 60 qm. Ferner werden unter den hierzu berechtigten Installateuren ,tm Ort ausgeschrieben: C. Wasserzu- und Ableitung innerhalb der Gebäude. Los I ca. 420 Ifd. m Rohre in verschiedenen Dimensionen. aus der Alterlumswiffenschaft. Letztes* Vertrag von Herrn Prof. Max L. Strack: „Mmlitt her Grche io GeMe«. Laße" am Mittwoch den 1. März, abends 8 Uhr, in der großen Aula der Universität. Eintritt 50 Pfennig. Der Erlös ist bestimmt zur Unterstützung wissenschaftlicher Reisen unserer Studierenden. C‘% 9n__99 25 38 // // ii ii ff " » bis 19 „ „ „ 34,50 „ Privot-Ianstntttritz erteilt in und auüer dem Haustz F. Schmidt, Tanzlehrer, 0238? Wetzsteingasse 31. (TJn Mädchen empfiehlt sich iml ^Kleidermachettinu.ausierdem^ Hause. Walltorstr. 6, III. 0941 Garten oder Stück Land in der Räbe der Ederstr. zu pachten ges. Ost'- u. 01016 an die Erp. Unschön«4) r Korpulenz, r •3 Fettleibigkeit! ' Trinken Sie mit Erfolg 'W VJendeisteiner Entfet^essigsthee Paket Mk. 1.75 und Mk. 3.—. Zu haben in allen Apotheken. Carl Hunnius, München. Magenleidenden teile ich brieffich gerne und unentgeltlich mit, was mich von aualvollen Magenbeschwerden u. Magenkrämpien befreit hat. hv18/1 L IVoell, Göppingen, Querstraße 6 (Württemberg) ■LTe peten! 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Februar 1905: ans der ,,Selteröhöhe". Auftreten von erstklassigen Komikern. Nach 10 Uhr: Kahnfahrt in sämtliche Kellerräume, sodamr Benutzung des elektrischen iW-Vorhänge (Mk. 3.50 bis 35.-) Sonnenstoires Uebergardinen Leinenstores in modernsten Dessins. Unerreichte, anerkannt geschmackvollste Ausw. Uebernahme aller Dekorationsarbeiten. Reparaturen an PoJster- undHolzmöbeln billigst. Au der Kasse: Herrenkarten 1.20 Alk., Damenkarten 60 Pfg., Galleriekarten 20 Pfg. Geheimkarteu für Mitglieder sind nur bei dem Vorsitzenden Emil Noll, Löbers Hos, zu erhalten. Gönner und Freunde des Vereins sind eingeladen. vz72 Der Vorstand. Dienstag, den 28. Februar 1905 abends 6 Uhr 3. „Allegro con grazia4 a. d. Symphonie pathetique, op. 74, lüi Orchester . 4. Solostücke für Violine: a) Sdrenade melancolique, op. 26 . , ! a- d. »Miniatures“, op. 20 . ... c) oenerzo rustique J ’ r £>. „Tod und Verklärung4, Tondichtung für grosses Orchester, op. 24 . mit den neuestem UefoerEr&schungem. ßs kommen 5 Kerren- und 5 Namenpreise zur Kerlei lung Mtfltnafnä !üß«d«Mmi!!! 3m Stricken u.Anstrickeu von Strümpstn empfehle ich mich angelegemli-dit- KLrickgarne(brstkAlulltälrn) habe td) stets vorrätig 364 5W Preise billigst. Ernestine Hopfner Grüllbergerstratze l7. Mk. 1.—, Schülerkarten 50 Pfg. — Oeffuung des Saales 41/, Uhr. Giltigkeit haben blaue, gelbe und rotweisse Karten, ungiltig sind rote Karten. Eintrittskarten ^nrn Konzert für Nichtmitglieder zu Mk. 3.—, Sperrsitz Mk. _______ 'i ui '■ Musikalienhandlung von Ernst Challier (Rudolph’s Nachf.), für Studierende auch Herrn Hausverwalter Stork zu ermässigten Preisen zu haben. Zur Hauptprobe nur im Vorverkauf Giessener Konzert Verein Sonntag den 26. Februar 1905, abends 51/« Uhr mit einer Hauptprobe vormittags U Uhr in der TtEFilhaifie des Giessener Turnvereins, Nordanlage. Siebentes Konzert Zweiter Orchester-Abend NB. Es wird bekannt gegeben, daß die beiden Uhren bei Herrn Uhrmacher Spieß, Kirchenplatz, ausgestellt (ittb. Prämiiert werden nur originelle und seine Masken- v18/a Glauzbügcln kann man binnen 4 Wochen gründlich erlernen. Auf Wunsch nachmittags. 01119 Astcrweg 43II. Zum Ostend. Morgen, Sonntag, Ache TaWuslk. ; Eintritt frei. Erutrttt frei. Ludwig Abel, Grünbergerstr. 47. lessene: 16 18000 an 2. Stelle v. Selbstg. auf prima Objekt zu leihen gesucht. Offert. unter Nr. 01116 a. d. Gxp. d. Bl. Der heutigen Ausgabe liegt ein Prospekt der Firma Lehmann & Atzmh, Spremberg (Lausitz), bei. M»«/ Iechtveröand Kießen-Lahr Souutag dm 20. Febimr, MM 7% Uhr, in W Leib: UmilMWrDllsIleOlill Dirigent: Herr G. Trautmann, Groaah. Universitäts-Musikdirektor Solistin: Fräulein Helene Ferchland ^Violine) aus Berlin Orchester: Das Vereinsorebester tKapelle des Inf.-Regiments Kaiser Wilhelm (2. Grossherzoglioh Hessisches) No. 116, verstärkt durch andere geehrte Künstler. Vortragsfolge: Kleiner Arten o. Schiffenbergeriv. z. pachten ges. Off. u. 01112 a. d. tzxp. d. Bl. Morgen Souutag von 6 Uhr ab nochmals auf vielseitiges verlangen • Bockbierfest • Konzert bei Italienischer Rächt. Auf zum neuen Schützenhof. 32 Grünbergerstratze 32. Heute Großes Bockbiersest narrischer Mappen-Sitzuug. 01114 Sonntag, den 26. Februar: Italienische Nacht mit Konzert. Siockbier-Ausschaiik. Decente Bedienung. KarnevaNstischer Aömd . auf dem Fclfenteller. v25/. Eintrittspreise: Im Vorderlauf: Herrenkarten 1 Mark, Damenkarten 50 Pfg. Geheim- nur bis zur Temaskrerunq gilttg 60 Psg. bei den Friseuren: F. Schnecke, Neustadt, L. Dechert, Wrunbergerstraße. Ferd. Aff, Neuen°Baue, Fr. Klenker, Seltersweg, H- Tichy, Seltersweg; bei . ;f, Zigarrengeschäft, Neustadt, G. Sonntag, Zlgarrengeschäst, Sonnenstraste, Z. Arnold, Schipka- pap; bet A. Salomo, Schulstraste uur Damenkarten erhältltch. Eintrittspreise: Im Vorverkauf Herrenl'arte 80 Pfg., Damenkarte 40 Pfg.; an der Kasse: Herrenkarte 1 Mk., Damentarte 50 Psg., Geheimtarte 60 Pfg., Gallerte 20 Pfg., Mitglieder gegen Vorzeigung der ersten Quartalsquittung frei. — Der Vorverkaus^sindet in allen hiesigen Friseurgeschäften, sowie bei Herrn P h. Weiler, Ctgarrenhandlung, statt. Lameukarten bei Herrn Friedrich Teipel, Marktplatz, Geheiml'arten beim ersten Vorsitzenden I. Weisel, Sonnenstraße 6. Katholischer Gesellen-Verein. Souutag, 26. Februar, abends präzis 8 Uhr 1 Minute,. im Hotel Einhorn hptiiimg verbünd, m. Theateraufführungen und Tanz. Es ladet ergebenst ein 01090 Der Vorstand. Stadl-Theater Siehru. Direktion: H. und F. A. Sleingroetter. 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