Ur. 24 General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen ) und Echzell. lMd)etnt »glich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Siebener LamiliendlSIter^' werden dem ^Anjzeiqer oterma! wöchentlich beigelegt* Der .hesftsch« Canörotrr erschetnt monatlich einmal Un9 ie bestehenden Bestimmungen beibehalten werden, nur wird dem tatsächlichen Bedürfnis entsprechend das System der Ersatzmänner, 2 an der Zahl, eingefuhrt. Auch wird bezüglich der Tisziplinarverhältnisse der Kreisausschußmitglieder mit Recht das Gesetz vom 21. April 1880, betr. die Tisziplinarverhältnisse der nichtrichterlichen Beamten für- anwendbar erklärt. Im übrigen sind hier die einschlägigen Bestimmungen des bestehenden Rechtes vielfach zusammengezogen worden, was sich, tm Interesse größerer Uebersichtlich?- keit sehr empfiehlt. Der 4. Titel, welcher die Provinzialversasiung zum Gegenstände hat, ist ganz analog den Bestimmungen über die Kreisversassung gegliedert worden, sodaß sich auch hier die gleichen' Bemerkungen ergeben. Erwähnt sei nur, daß in Zukunft das Ausscheiden aus dem Provinzialtage nicht als Grund zu dem Ausscheiden aus dem Provinzial- ausschusse angesehen werden soll, eine .in dem Entwürfe neue Bestimmung. Die meisten Aenderungen sind nur redaktioneller Art. Nur sind die Rechtsverhältnisse der Provinzialbeamten eingehender geregelt als es bisher der Fall war. Maßgebend waren aber auch hier die für die Kreisbeamten getroffenen Vorschriften. Es ist nur nozch» zu bemerken, daß die Bestimmungen, welche dem Provinzialdirektor das Recht der Berufung an den Verwaltungsgerichtshof verleihen, seine Ladung zu den Verhandlungen verfügen und ihm oder seinem Stellvertreter die Rechte des als Staatsanwalt fungierenden Beamten zugestehen, auf analoger Anwendung der Vorschriften des Art. 7 Abs. 1 und 2 und des Art. 8 des Gesetzes vom 27. Sept. 1899 beruhen. Auch für die Disziplinen oder zivilrechtliche Verfolgung von Kreis«- und Provinzialbeamten gelten gleiche Bestimmungen. Der 5. Titel enthält die Vorschriften über die Polizeiverwaltung, welche zurzeit in der Kreise und Provinzialordnung, Städteordnung und Landgemeindeordnung enthalten sind. Sie stehen mit einander im Zusammenhang, ergänzen sich gegenseitig und sind deshalb unter Wahrung ihres materiell rechtlichen Inhaltes svstema^ tisch vereinigt. Eine Vervollständigung derselben ist bezüglich der polizeilichen Zuständigkeit des Provinzialdirektors und der bis ietzt nicht geregelten Frage der Polizei- Verwaltung in selbständigen, zu keiner Gemeinde gehörenden Gemarkungen erfolgt. Die an den geltenden Vorschriften vorgenommenen Aenderungen beschränken sich aus das Notwendigste. In Art. 204 ist nunmehr dem Kreisrat das Recht gegeben, bet Erhebungen und Untersuchungen auch Zeugen und Auskunfts Person en zu sistieren, sei es durch Verfügung einer Ordnungsstrafe (bis zu 30 Mk.), sei es durch Anord- Für Schlitz ist der Sprechverkehr mit Berlin zunächst während der verkehrsschwachen Zeit zugelassen worden. 4. Von der Postverwaltung wird die Einführung von Marken Hüften erwogen, wie sold)e schon jetzt zum teil im Auslande ausgegeben werden. Die Kammer war bei: Ansicht, daß solche- Markenhefte im Gesamtbeträge von etwa 3 bis 4 Mark für die Geschäftswelt ohne jedes Interesse sind, befürwortete ihre Ausgabe jedoch! im Interesse des Privatpublikums, besonders in denjenigen des Reiseverkehrs. Ein größerer Absatz ist jedoch auch in diesen Kreisen nur bei Verzicht aüf einen Zuschlag zu dem Wert« betrage der Freimarken zu erwarten. 5. Ausnahmetage im Kleinhandel. Nach den hessischen Ausfi'lhrungsbestimmungen zur Gelverbeordnung! ist bei der Zulassung von Ausnahmetagen, an denen die Läden bis 10 Uhr abends geöffnet sein dürfen, darauf hinzuwirken, daß sich das Publikum allmählich daran gewöhnt, seine Einkäufe regelmäßig in der Zeit bis 9 Uhr abends vorrunehmen. Tie Zahl der Ausnahmetage soll daher mit der Zeit beschränkt werden. Der Main-Weser- Gau des deutsch-nationalen Handlungsgehilfen-Verbandes hatte in einer Eingabe an die Großh. Provinzialdirektion ür die Provinz Oberhessen Beschwerde darüber geführt/ laß von den Orts Polizeibehörden mit wenigen Ausnahmen dreien Vorschriften nicht in dem erforderlichen Maße nachgekommen würde. Tie Handelskammer hat in einem Berichte an das Großh. Kreisamt Gießen nachigewiesen, daß die Behauptungen des genannten Verbandes für die Stadt Gießen nicht zutreffen, da hier von der Ortspolizeibehörde» die Zahl der Ausnahmetage von 1901 bis 1905 von 25 auf 21 eingeschränkt worden ist, von denen übrigens einzelne Ausnahmetage nur für ganz bestimmte Branchen in Betracht kommen. 6. Abhaltung eines Zentralzuchtvieh- Marktes in Gießen. Der landwirtschaftliche Verein für die Provinz Oberhessen plant die Einrichtung einest' Zentralzuchtviehmarktes in der Provinz Oberhessen, für dessen Abhaltung u. >a auch' Gießen in Betracht kommt. Die Handelskammer befürwortete in «einem Berichte, an die Großh. Bürgermeisterei Gießen, den Viehhändlern im Falle; des Zustandekommens dieses Zuchtviehmarktes die Befahrung des Marktes mit Zuchtvieh und die Benutzung aller Einrick)tungen unter denselben Bedingungen wie den Lanp- wirten zu gestatten, da sonst dem hiesigen Viehhandel eine erhebliche Benachteiligung droht. i » 7. Vollversammlung des deutschen Hande l s t a g e s. Am 15. und 16. Februar' findet in Berlin eine Vollversammlung des deutschen Handelstages statt, in der! folgende Gegenstände zur Verhandlung stehen: Staatlicher Schleppbetrieb auf Wasserstraßen, Schiffahrtsabgaben auf den natürlichen Wasserstraßen, gerichtlicher Zwangsvergleich außerhalb des Konkurses, Vweinszo.lgesetz, Handelsver-. träge, Bevorzugung der landwirtschaftlichen Genossenschaften durch die Gesetzgebung und der Landwirte durch die Proviantämter. Nach Durchberatung der einzelnen Gegenstände der Tagesordnung wird beschlossen, den Vorsitzenden der Handelskammer zu den Verhandlungen in Berlin! zu delegieren. 8. Hessischer Handelskammertag. Am 3. Februar findet in Mainz ein hessischer Handelskammertagt statt, auf dem außer der Tagesordnung der Vollversammlung des deutschen Handelstages auch der hessische Gesetz-^ entwurf über die Gemeindeumlagen zur Beratung steht. Tie Handelskammer wird bei den Verhandlungen durch ihre beiden Vorsitzenden und den Syndikus vertreten sein./ 9. Die Einführung von Schlachtvieh aus Oesterreich-Ungarn. Dem Vernehmen nach bestehen! in den Kreisen der Viehhändler Zweifel ülber die Zulässigkeit der Einfuhr von Schlachtvieh aus Oesterreich-Ungarn. Wie der Handelskammer mitgeteilt wird, ist zur Vermeidung der Seucheneinschleppung für die Einfuhr nun eine,. Reihe von Vorschriftsmaßregeln angeordnet worden, die' am hiesigen Platze sämtlich erfüllt werden können. 10. Handelsbeziehungen mit Frankreich. Ter Handelskammer ist mitgeteilt worden, daß. die französischen Zollämter süch, neuerdings nicht mehr mit dem Ausdrucke des bloßen Wortes „import^'. auf den nach Frank-; reich versandten Waren begnügen, die die Geschäftsmarke oder den Namen des französischen Bestellers tragen, son-! dern sie machen häufig' die Einfuhrerlaubnis von dem Aufdruck „imports d'Allewagne" abhängig. Es ist zu erwarten, daß die französischen Zollämter fortan diesen Zu-' satz bei deutschen Waren jeder Art verlangen werden, sofern! sie eine fianzösische Marke oder Firma tragen. .'Diesem Verlangen müssen einstweilen deufiche Firmen, die nach> Frankreich ausführen, Rechnung tragen und entlveder die Worte „Imports d'Allemagne", deutlich und dauerhaft gleich unter der ftanzösischen Marke imb Firma auf die Ware oder Verhüllung setzen oder die fianzösische Marke ober! Firma und überhaujpt jeden Vermerk fortlassen, der auf : französischen Ursprung schließen lassen könnte, seien es auch , nur die Anfangsbuchstaben des Namens des Bestellers. 11. Eingänge: a. Jahresbericht der Zentrale für Spiritusverwertung., b. Bericht über die neunte ordentliche .Hauptversammlung des Verbandes selbständiger öfientlicher Ehe-' nufer Deutschlands. c. Sitzungsberichte über die erste Generalverflunmlung der deutschen Mittelstandsvereinigung. d. Von zuverlässiger Seite sind der Handelskammer Mitteilungen zugegangen über eine Oom Mai bis September d. I. im Krystallpalaste zu London geplante! Ausstellung von Erzeugnissen der britischen Kolonien, die MwicAnng der geschäftlichen Beziehungen im - Einfuhrhandel Rllmäniens, den amerikanischen Tabaktrust, Geschästsbeziehungen zum Staate Bahia, Zoll abfertigungen und Anknüpfilng von Geschäftsverbindungen im ötnnte Rio Owande do Sul, Chile als Markt 1 für Instrumente und Apparate, Einfuhr von Hängematten und Banmwollgespinnsten für Hängematten nach Brasilien, Warnung vor direkten Gcschäftsver- > bin tum gen mit den Philippinen und vor Meditgelvähr ung cm dortige Firmen, amerikanischer 59ettbeiverb in Wirkwaren aus dem chinesischen Markte imb über Irr den revidierten öesstschen Werwaltungsgesetzen. (Fortsetzung statt Schluß.) Gesetzentwurf, die Kreis- und Provinzialordnung betr. Ter zweitwichtibste Entwurf der sechs revidierten Ver- tlaltungsgesetze betrifft die „Kreis- und Provinzialordnung". Ta sich die bestehenden Bestimmungen auf diesem Gebiete beivährt haben, so war der vorhandene Stoff nur an der Hand praktischer Erfahrungen zu ergänzen. Die ganze Be- cirbeitung läßt leicht erkennen, daß es sich hier um ein eigentliches Lande sverwaltungsges eh im Gegensatz zu einem Verwaltungs r e ch tS pfle g e gesetz handelt. Barwea kommen die Bestimlnungen über die staatlichen Verwaltungsbehörden als znm Teil selbständige, zum Teil durch die gewählten Vertretungen der Selbstverwaltungskörper in ihrer Tätigkeit unterstützte oder beschränkte Organe der inneren Verwaltung. Es folgen die die Kreis- und Provinzialverfassung und -Verwaltung betreffenden Vorschriften des geltenden Msetzes unter Einfügung besonderer, die Rechtsverhältnisse der Kreis- und Provinzial- heamten regelnden Vorschriften. Hieran anschließend sind die für die Polizeiverwaltung innerhalb des Landes maß- aebenben, zurzeit in verschiedenen Gesetzen befindlichen Vorschriften ausgesührt. Zum Schluß kommen, wie seither, die von der Staats- aTssicht über die Verwaltung handelnden Bestimmungen. Die Art. 1—3 fassen die grundlegenden Bestimm- ogen über die Einrichtung der Kreis- und Provinzialverwaltung zusammen. Gar viele Aenderungen des Entwurfes sind nur redaktioneller Art und manche Bestimmung ist in dem Entwürfe ganz verschwunden, weil sie durch das besondere Gesetz über die Verwaltungsrechts- pfiege ihre Erledigung gefunden hat. Die Art. 5—16 ent- f)riten sozusagen die Erläuterung zu den vorerwähnten Artikeln. Soweit überhaupt Aenderungen in Betracht kommen, sind sie vielfach eine Folge der Bestimmungen im Entwürfe über die Verwaltungsrechtspflege. Etwas anders als jetzt soll die Form der Entscheidung« bei ungerecht- firtigten Ablehnungen sein. An die Stelle des Kreisaus- « tritt im Vorverfahren der Kreisrat und durch eisausschuß erfolgt die eigentliche Entscheidung. Etwaige Entschuldigungsgründe sind von dem Reistage zu begutachten. Während zurzeit die höchst zulässige Zahl der Kreis- tugsabgeordneten bei einer Seeleuzahl von über 70 000 nur 24 beträgt, ist sie jetzt entsprechend erhöht, sodaß auf über 90 000 Seelen 30 Abgeordnete kommen. Bezüglich der Wahlen sind wesentliche Aenderrmgen nicht getroffen worden, nur einige, besonderer Erwähnung nicht bedürftige Ergänzungen sind erfolgt. Was die Zuständigkeit des Kreistages anbe- tcifft, so wurden die Bestimmungen hierüber meist nur anders redigiert, um ein klareres Bild zu schäften. Neu ist der Art. 48, der die durch den Kreistag vorzunehmenden Wahlen in bestimmterer Weise als bisher ordnet. Aehnlich sind die Rechtssätze über die Sitzungen des Kreistages behandelt; einer eingehenden Erörterung bedürfen sie hier kaum, da sich die wenigen Aenderungen meistens von selbst verstehen. Das gleiche gilt für die Bestimmungen über den Kreishaushalt. Auch hier ist Mpassung an die bereits bestehenden Gesetze erfolgt, nicht minder bezüglich der zu erhebenden Umlagen, fiüher Abgaben genannt, und bezüglich der Kreis- Drittes Blatt. 155. Jahrgang Samstag 28. Januar 1905 Gietzener Anzeiger den Absatz deutscher Kerb- intb Flechckwaren ™ Australien, ferner über zweifelfiaste Firmen in Anttverpen, Rotterdam, London, St. Louis bei Marseiile, Messrmr, Konstantinopel, Bukarest und Budapest Die Eingänge können während der üblichen Ctz-schasrö- zeit im Bureau'der Handelskammer eingesehen werden. Leer und Slotte. — Ein sogenanntes freiwilliges Auto mobilkor ps mit „staub frei ei' Uniform" ist bekanntlich vor kurzem m Deutschland gebildet worden. Ter § 1 der Satzungen dieses frer- williaen Automobilkorvs lautet nach der. „Köln. Ztg. : ,-^ajs Deutsche F^iwilligen-Automobilkorps ist die imtcr dem Deutschen Automobilklub stehende Bereinigung von Mitgliedern des Deutschen Automobilklubs, die geeignet find und sich verpflichten, mit iy-ren Automobilen nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen bei der Armee im Krieg und Frieden Dienst zu tun -U?r § 2 beschränkt tann den Wirkungskreis des Korps auf Preußen imb auf bicienigcn deutschen Bundesstaaten, deren Militiirkontingentc si ch m preußischer Verwaltung befinden. Der Wunsch und die MsiM geht aber natürlich schon deshalb, weil der Deittsche dlutomobilNub in ganz Deutschlmid seine Mitglieder hat, dabm, allmablrch den Wirkungskreis des Kvrvs auch auf die übrigen Bundesstaaten auszudehnen In beit Satzungen wird ferner bestimmt, daß das Präsidium des Deutschen Automobilklubs über die Aufnahme von Mitgliedern in das Automobilkorps entscheidet. An der Auf- zunehmenden werden folgende allgemeine Anforderungen gestellt' Sie müssen deutsche Staatsangehörige, Besitzer eines Automobils gewährter Konstruktion mit Erplosionsmotorew von mindestens 16 Pferdekräften, eines behördlichen Fahrscheins und müssen dicnst- tauglich sein Bei ihrer Aufnahme in das Korps müssen sie fick in förmlicher Weise vervflichten, in Kriegszeften unbedingt und in Friedenszeiten innerhalb vierer aufeinanderfolgender Jahre bis Ku drei D-ienstlcistmrgen lwn höchstens je zehn Tagen zu machen und den Befehlen der Kommaudostellen. denen sie unt«w- stellt sind, unbedingte Folge zu leisten. Eine Verletzung der Gehorsamspflicht berechtigt die Militärbehörde zur sofortigen Aufhebung der Hebung uiid bat die Ausschließung aus bcui Freiwilligenkorps zur Folge. Im Krieasfalle treten für die Korpsangehörigen die Bestimmungen des Kriegsleistungsgesetzes in Kraft und findet der § 155 des Militärstrafgesetzbuches Anwendung. Während der Einziehungszeit haben die Freiwilligen die für das Deutsckre Freiwilligen-Automobilkorps bestimmte staubgraue Uniform zu tragen. Den Mitgliedern des Freiwilligen-Automobi!l- korps ist gestattet, die Uniform auch außerhalb des Dienstes „zu geeigneten Zeiten" a-nzulegen. Jeder einberufene Freiwillige hat einen Mechaniker (Chauffeur), der deutscher Reichsangehöriger und im Besitze eines behördlichen Fahrscheines sein muß, mit» zubringen. In einer Anlage sind nach der „Köln. Ztg." die Entschädigungen festgestellt, die dm in Dienst gestellten Freiwilligen für ihre Person und für die Automobilunterhaltungskosten gewährt werden sollen. Diese Entschädigungen gewährm sicherlich den Dutomobilbesitzern keine volle Entschädigung für die ihnen wirklich entstehenden Kosten. Der Chef des Automobilkorps ist Prinz Heinrich, fein Stabschef Frhr. v. Brandenstein. Kisevkagn-Zeitung. Berlin, 27. Jan. Der Kaiser hat bestimmt, daß in Anerkennung der hohen Bedeutung der Staatseisenbahnverwaltung für das Staats- und Berkehrsleben und zum Anspornm fernerer treuer Pflichterfüllung den Beamten und Arbeitern der Staats- Eisenbahnverwaltung für 25- und 40jährige Gesamtdienstzeit ein Erinnerungszeichen nacy den vom Kaiser entworfenen Zeichnungen und nach näheren, noch auszuarbeitmden Bestimmungen verliehen werdm soll. Der Minister der öffentlichen Arbeiten soll alsbald das weitere veranlassen und dem Kaiser die Bestftnm- ungen vorlegen. Aus Stadt und Land. Gießen, den 28. Januar 1905. * Ein Nebeltäter. Vor einigen Tagen konnte man beobachten, wie ein junger Mann, von einer großen Dogge begleitet, auf dec Rodheimerstraße bei der Lahnbrücke zu seiner Unterhaltung dort lagernde Backsteine auf die zugefrorene Lahn warf. Zwei Schutzleute, die dies von weitem wahrnahmen, machten sich auf, den Namen des Mannes festzustellen, der aber der Verfolgung durch eilige Flucht, die Rodheimerstraße hinaus, sich zu entziehen suchte. Bei einem der letzten Häuser versteckte er sich mit seiner Dogge in einer Hecke, die er durch einen Gang um das Haus erreichte. Die Schutzleute hatten aber bemerkt, daß hier der Uebeltäter plötzlich verschwunden war, und errieten den Aufenthalt des Flüchtlings.. Die Festnahme war nicht ohne Schwierigkeiten, denn die Dogge, die ihr Besitzer, der still sitzen blieb, am Halsband hielt, knurrte drohend. Der beherztere der Schutzleute zog seinen Revolver und rückte, den Verfolgten auf- fordernd, sich zu stellen, immer weiter vor, bis er, ihn plötzlich erkennend, sich umwandte und zu seinem Kollegen die bezeichnende Bemerkung machte: „Sagt' ich's nicht gleich, es ist der kleine .....?* Nach dieser Wahrnehmung, die ihre bestimmte Vermutung, halb zu ihrer Belustigung, bestätigte, beendeten die Männer des Gesetzes ihr Abenteuer. Wer aber kennt den Uebeltäter nicht? h. Kirtorf, 27. Jan. Bei bar heute stattgehabten Wahl wurde der seitherige Beigeordnete Konrad Loos wiedergewählt mit 112 Stimmen. R. B. Darmstadt, 26. Jan. Der Finanzausschuß der Ersten Kainmer hielt heute mittag seine Beratung üder den Staatshaushalt für 19 05* ab. Er billigte im allgemeinen die Beschlüße des Ausschußes der Zweiten Kammer, stellte aber die von demselben gestrichenen Forderungen für die beiden von der Regierung beantragten neuen Oberlandesgerichtsratsstellen, für die Erwerbung des Offenbacher Bauterrains für Gendarmenwohnungen und für den Erwerb der Gebäude auf Mönchhof wieder her. Am Nachmittag fand eine gemeinsame Beratung der Ausschüsse beider Kammern statt, welcher auch Staatsminister Rothe, Ftnanzminister Gnauth und Justizminister Dr. Drttmar beiwohnten. Hier fand bei verschiedenen Dissensen eine ,^eT'^rt^)l9utig statt. So genehmigte der Ausschuß der Zweiten Kammer schließlich den Ankauf auf Münchhof und die Erwerbung des Offenbacher Geländes, jedoch ohne Fest- legung auf Errichtung von Gendarmenwohnungen. Ferner beschlossen beide Ausschüße, die mehr verlangten 520 Marl für Reisevergütung an Ausschußmitglieder des Landesaewerbe- vereins zu streichen. Bezüglich der Forderungen "für die beiden neuen Oberlandesgerichtsräte blieb der Ausschuß der Zweiten Kammer bei seiner Ablehnung. — Die Etatsberatung im Plenum der Zweiten Kammer wird voraussichtlich am 7. Februar ihren Anfang nehmen. — Der Gr oß- herzog besuchte heute mit dem Prinzen Ludwig von Battenberg das Hoftheater, wo der „Familientag" zur Aufführung gelangte. — In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten machte der Oberbürgermeister die etwas überraschende Mitteilung, daß in der verfloßenen Nacht im städtischen Gebäude Waldstrabe 6 ein verwegener Einbrnchddiebftahl ausgeführt worden sei. Der ober die Diebe drangen in die Bureauräume beb stäbtischen Arbeitsnachweises ein unb erbrachen bie Kassen, fanden aber nicht viel Geld vor. Der Verwalterin des weiblichen Arbeitsnachweises entwendete der Dieb 10 Mk., von der Kaffe beim männlichen Arbeitsnachweis etwas über 3 Mk. Die Stadtverordneten beschloßen im Laufe ihrer Beratung ein Ortsstatut, nach welchem in Zukunft auch Frauen zur öffentlichen Armenpflege herangezogen werden sollen. Frankfurt a. M., 26. Jan. Der Nationalsoziate Wahlverein Frankfurt a. M. hat jetzt einstimmig seinen Beitritt zum Wahlverein der Liberalen in Berlin beschlossen. — Der im vorigen Jahre gegründete „Westdeutsche Verband nationalsozialer und liberaler Vereine" beabsichtigt die Anstellung eines Parteisekretärs, der sich insbesondere der Agitation in den kurhessischen Wahlkreisen widmen soll. Vermischtes. ♦ Marconi, der Erfinder der drahtlosen Telegraphie, hat sich mit der Baroneß Beatrice O'Brien, der fünften Tochter des verstorbenen Lords Inchiquin verlobt. Die Trauung wird Mitte März in London stattfinden. Die Braut des Erfinders gehört einer Familie an, die in früheren Jahrhunderten königliche Macht in Irland besaß und über die Grafschaften von Münster und Thomond herrschte. Der Stammbaum der Familie geht bis auf das Jahr 1002 zurück, wo Brten Boroihme als König von Münster herrschte. Mur- rough O'Brien, der im Jahre 1540 als König in Thomond herrschte, war der letzte seiner Raße, der diese Würde bekleidete. Er hatte sich des Thrones nach dem Tobe seines Bruders bemächtigt, was zu weiteren Streitigkeiten führte, und drei Jahre später verzichtete er auf die Königswürde zu Gunsten Heinrich VIII. von England, der ihn dafür mit Herrschaften belehnte und zum Earl von Thomond und Baron Inchiquin ernannte. • Eine englische Duellforderung. Dem bekannten englischen Parlamentarier Winston Churchill ist eine Forderung zum Duell zugegangen, nicht auf Säbel oder Pistolen, sondern auf Fäuste. Vor kurzem hatte er in einer Rede den Abgeordneten Tamlinson von Preston einen „erbärmlichen alten Kerl" genannt, weil er sich an die Rock- chöße von Joe Chamberlain anklammere. Diese Aeußerung hat ihm die Forderung eingetragen, und zwar von einem alten konservativen Parteigänger aus Preston namens Edward Clarkson. Dieser hat an Cckmrchill geschrieben, wenn er die Beleidigung nicht zurücknähme, solle er Ort und Zeit be- timmen, um ihn, Clarkson, zu treffen und den Streit mit Fausten nach Queenberrp-Regcln oder auf Laneashire-Manier znm Austrag zn bringen. Wenn er Churchill nicht die beste Tracht Prügel verabreiche, die dieser je erhalten habe, würde er sich seines Namens schämen. Man kann gespannt daraus sein, wie Churchill sich gegenüber dieser Forderung de§ bedeutend älteren Mannes verhalten wird. Äcrichlslaal. Bestrafter Klatsch. Die Bautzener Offiziers- Affäre, wonach einige junge Offiziere der Bautzener Garnison in einem Hotel mit der Tochter eines Fleischermeisters eine wüste Orgie gefeiert hätten und vom Vater des Mädchens in unliebsamer Weise überrascht und zur Rechenschaft gezogen worden seien, war auch von der „Sachs. Arb.-Ztg." als bare Münze genommen und darüber ausführlich berichtet worden. Auf Grund dessen wurde gegen den verantwortlichen Redakteur Fritz Duwell Anklage wegen Beleidigung erhoben und der Angeklagte von der Dresdener Strafkammer zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. Auf die von dem Angeklagten eingelegte Revision hob das Reick^sgericht ans prozessualen Gründen das Urteil auf und verwies die Straffache an die Vorinstanz zurück. Für die neue Verhandlung war u. a. die Urheberin des ganzen Klatsches, das mit sechs Monaten Gefängnis bestrafte Dienstmädchen Kalich und der Fleischermeister Biesold aus Bautzen als Zeugen geladen. Die Kalitz gibt zu, daß alle von ihr früher aufgestellten Behauptungen von den „Orgien" von A. bis Z. erfunden sind. Der ärztliche Sachverständige erklärt, daß den Angaben der Kalich voller Glaube geschenkt werden könne. Fleischermeister Biesold erzählt, wie ihm Kalich früher schlimme Dinge über Zusammenkünfte mit Offizieren erzählt habe, jedoch zweifelte der Zeuge an der Wahrheft der Angaben. Die ganze Beweisaufnahme ergibt, daß die ganze Skandalgeschichte von der Kalich erfunden und von Tüwell, welcher in der Angelegenheit nach Bautzen, gereist war, geglaubt worden ist. Der Gerichtshof erkannte wiederum, wie wft bereits gestern telegraphisch gemeldet haben, auf 4 Monate Gefängnis. Brüssel, 26. Jan. In dem Erbschaftsprozeß gegen König Leovold beantragte der Staatsanwalt die Zurückweisung der von der klägerffchen Seite eingelegten Berufung, da Heiratsverträge zwischen Angehörigen regierender Häuser als verbriefte politische Akte internationalen Rechts seien. Hlniverstiäis-Dachrichten. Darmstadt, 26. Jan. Dr. Phil. Willy Merck, Mitinhaber der chemischen Fabriken von E. Merck, der auch in weiteren Kreffen als Vorsitzender des hessischen Flottenvereins bekannt ist, wurde von der medizinischen Fakultät der Universität Halle-Wittenberg zum Dr. medi"inae honoris caitfa ernannt. Braunschweig, 27. Jan. Die Mitglieder des aufgelösten Ausschusses der Studierenden erhielten das Consilium abeundi. — Vor einiger Zeit hatte der Professor der Philosophie Dr Erich Adickes in Münster (jetzt in Tübingen v. Sigwarks Nachfolgers, seinen Fakultätskollegen Prof. Dr. Matthias Kappes in schärfster Weise des Plagiats beschuldigt, indem er ihm vorwarf, in seinen Buchern große Stücke ans bekannter» Lehrbüchern der Philosophie (Ueberweg) entnommen zu haben, ohne die Quelle zu zitieren. Auf Grund dieser Beschuldigung wurde der Fall durch den preußischen Kultusminister vor den Disziplinär- Hof für nichtrichterlicke Beamte gebracht. Tas Urteil lautet auf Dienstentlassung. — Neue Forschungen von Professor Braun. Der bekannte Elementarphysiker Dr. Braun in Straßburg, d"r auch als Nachfolger für den an die Phvsikaliscb-technische Reichs- anstalt berufenen Professor Warburg auf dem Berliner Lehrstuhl Bhvsik in Frage kommt, hat feine Untersuchungen über die Sichtbarmachung so kleiner Objekte und so seiner Strukturen, daß c ,bst von den schärfsten Jmmersionsmikroskoven nicht mehlv aufgelöst werdrn, gegenwärttg zu einem vorläufigen Abschluß ge- vracht Auf Grund der Arbeiten Drcnms ist man — so wird aus Straßburg mttgcteilt — in den Stand gesetzt worden, durch Er- ^engung von unmeßbar fernen Metallgittnn in den zu unter - Mchenden Objekten selbst und durch ihre Bestrahlung unter vcr- icmebtnwt. Winkeln die Strukturen sichtbar zu machen. Es ist sehr fa)hnmgr tehmden Woche weiter an. Wenngleich für die in den letzten Tagen stark gestiegenen Werte eine leichte vorübergeheirde Ab schwäch ung cingetrcten ist, so macht sich doch gegen Woch-enschluß wiederum eine erneute Aufwärtsbewegung bemerkbar. Von Mittestverten, welche auch diesmal wieder die Führung übernommen hatten, wurden zunächst Alexandershall bis Mk. 7500.—, Hohmzollern bis Mk. 8150—, Justus bis Mk. 8200.—, Johanneshall bis Mk. 6400.— und Heldrungen bis Mk. 4150.— in Posten umgesetzt, wobei namentlich aus Prival- kreisen größere Kanftust hervortrat Beienrode konnten auf die Erhöhung der Ausbeute bin bis Mk. 9275.— und Kaiseroda bis Mk. 9200.— anziehen. Carlsfund gingen zwischen Mk. 8375.— und Mk. 8425.— um, während Desdemona nach einem Briefkurse von Mk. 5450.— zur Zeit mit Mk. 5500.— wieder gefragt sind. Schwere Papiere liegen mehr ober weniger vernachlässigt. Herehnia erzielte bei Mk. 22 750.— einige Umsätze, wohingegen Neustaßfurt, sowohl wie Wilhelmshäll und Hohenfels fast ganz im Angebot verharren. Hedwigsburg verkehrten zu letzten Preisen. Bemerkenstvert ist noch die weitere Aufwärtsbewegung in Wintershall, die bis Mk. 10 600.— fortsetzte, ohne daß jedoch mangels Angebot sonderliche Umsätze getätigt wurden. In kleinen Papieren gestaltete sich das Geschäft recht lebhaft. Schieferkaute gingen! in Mengen zwischen Mk. 1400.— und Mk. 1425.—, Ronnenberg Akt. zwischen Mk. 1370.— und Mk. 1390 —, Friedrichshall Akt. zwischen Mk. 1550.— und Mk. 1575.—, Günters hall zwischen Mk. 1650.— und Mk. 1675.—,Immenrode zwischen Mk. 980.— und Mk. 1000.— usw. um. Größere Festigkeit zeigte sich für Siamundshall Akt., die infolgedessen bis Mk. 1200.— bezw. Mk. 1900.— bezahlt wurden. In Benthe Akt. wurde bis Mk. 510.— sämtliches Material ausgenommen während Bismarckshall bei Mk. 1950.— G., Mk. 1975.— Br. etwas ruhiger liegen. Der Kohlen-Kuxenmarkt liegt als natürliche Folge der andauernden Streikbewegung im Ruhrkohlenrevier ruhig. Die Kurse sind unverändert, und die Umsätze felyr geringfügig. Etwas lebhafteres Interesse machte sich für leichtere Werte, wie Alte Haase bei Mk. 1375.—, Altendorf bei Mk. 1400.—, Freie Vogel und Unverhofft bei Mk. 2150.— bemerkbar. Auch 'Borussia und Tremonia, die mit Mk. 2150.— bezw. Mk. 3175.— umgingen, konnten sich gut behaupten. Besonders zu erwähnen ist, daß das Angebot in mittleren und schweren Werten, trotz der für die in nächster Zeit nicht sehr günstigen Aussichten nur sehr gering bleibt, sodaß eigentliche Kürsabschwächungen in den bezeichneten Papieren wenig oder garnicht eingetreten find. Gelsenkirchener Bergwerksgesellschaft-, Die Aktien wurden an der Donnerstagsbörse um 7 Pro-, in die .Hohe getrieben. Es dürfte ziemlich einzig dastehen, daß die Aktien eines 'Unternehmens, das sich mitten in der Streikbewegung befindet, in die Höhe gehen. Gründe für bie Steigerung der Aktien bat es eine ganze Menge gegeben, ob sie aber stichhaltig! sind, ist allerdings eine andere Frr. Hommei’s“ Haematogen und lasse sich Nachahmungen niffht aufreden. vV, Marke „Original Be /arbeiten am billigten! i Beispiel: töfiWe^ärhen I während iO^undai für L Mark;;' J AMmverlsnLe i Msiyg^SW.-'-'W M hräc.-;. 24^ (4 Kornbrot 2 Kilogramm (4 Pfund) Weißbrot bei: 22 Göns lang. Karl Spamer, Reiskirchen 44 Diehm, Baurai. . 44 Verdingung qm 5. Mk. zur I. B.: Wallet. Lind. 449 it rm auf Heyer. B28/1 112 153 Wagner. 498 9 33 Freitag den 3. Februar: Brennholzbersteigeruug. 232,7 Nm. Die 517 Jakob Appel, Krofdorf . W. ^cin, Klein-Linden . 50 52 52 140 11 4 98 41 4 13 2600 1200 1600 50 42 48 . 66 . 66 Schieferbekleidung. Spenglerarbeiten. 2 1 . 46 . 48 W. Lein, Klein-Linden Karl Post, Wies eck . 1. Erd- und Maurerarbeiten mit Materiallieferung. 2. Steinhauerarbellen in Sandstein (16,23 Ebm.) 3. Zimmerarbeiten mit Materiallieferung. 4. Dachdeckerarbeiten 308 qm Ziegeldach, 49,45 Eichen-- Birken- Fichtew 48 72 22 44 Rm. H , (4 , (2 » (4 6. Glaserarbeiten. 7. Schremerarbeiten. 8. Treppenarbeiten in Holz (52 Stufen). 9. Schlosserarbeiten. 10. Eijenlleferung. 11. Weißbinderarbeiten. Voranschlag, Zeichnungen und Bedingungen liegen 2. Chaustrerungsarbenen . . .3. Liefern von Zementröhren . 4. Verlegen von Zementröhren . 5. Anfahren vor: Sncksleinen . '6. Lieiern von Klemschlag 7. Liefern von Uebergründungsmaterial 23 118 1920 Einsicht der Interessenten bei unterzeichneter Stelle offen, woselbst auch die Offerten bis zum Freitag den 10. Februar 1905, vormittags 11 Uhr portofrei eingereicht sein müssen. Abschriften werden nicht versandt. Dem Gememderat bleiot eine Zuschlagsfrist von 3 Wochen vorbehalten. Gonterskirchen (Kreis Schotten), den 23. Jan. 1905. Großh. Bürgermeisterei Gonterskirchen. Kirch-Göns, entfernt. Gambach, den 25. Januar 1905. Großh. Bürgermeisterei Gambach. Re uhl. Zusammenkunft ist an beiden Tagen morgens 9*/, Uhr am Elsenkautsweg am Eingang des Waldes. Der Brotverkäufer: Dieselben Preise wie bei den hiesigen Bäckern. Gießen, den 28. Januar 1905. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. Meitsmgcbng. — LchchuMMu. Die Arbeiten und Lieferungen für die Erbauung eines einklassigen Schulhauses mit Lehrerwohnung und Nebenanlagen für die Gemeinde Gonterskirchen sollen öffentlich per Submission vergeben werden und zwar: (4 , ) Bäcker. Strjttag m Smrteiltn. Die für den inneren Ausbau, das Nebengebäude, die Einfriedigung und Hofanlage mit Entwässerung des Schulhausneubaues Odenhausett erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen im Submissionswege vergeben werden. Die Angebotsunterlagen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten Landgraf Philipps-Platz 3 (Zimmer Nr. 20) während der Dienststunden zur Einsicht der Interessenten offen. Angebote sind verseh'offen, postsrei und mit entsprechender Aufschrift versehen, bis spätestens Freitag, den 10. Februar d. I., nachmittags H/2 Uhr, auf der Großh. Bürgermeisterei Odenhausen einzureichen. Die Eröffnung findet an vorgenanntem Termin in Gegenwart etwa erschienener Bewerber statt. Gießen, den 20. Januar 1905. Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. Straße Lieh—Hattenrod. Lich, den 25. Januar 1905. Großh. Bürgermeisterei Lich. Heller. Kiefern-Stämme von 15—30 Elm. Durchmesser, 8—11 Mtr. lang — 2,86 Fstm. Fichten-Derbstangen von 8—12 Ctm. Durchmesser, 8— 19 Mtr. lang = 3,11 Fstm. Albach, am 26. Januar 1905. Großherzogl. Bürgermeisterei Albach. Balser. Holz-Versteigerung. Es werden versteigert: Dienstag den 7. Februar ii'us den Abteilungen Töpferkaute 15, Nehhecke 18, Schinderskopf 16,22, Rabenpfuhl 49, Altgehegt 20 und Franzenwald Abteilung Hasenkopf: Scheiter: 11 rm Eichen. Knüppel: 8 rm Buche, 43 im Elche, 20 rm Kiefern, 4 rm Fichten.' Neisigwellen: 210 Buche, 4780 Eiche, 3120 Kiefern, 4630 Fichten, 950 Aspe. Stücke: 84 rm Eiche, 34 rm Kiefern, 25 rm Fichten. Das im Franzenwald Abteilung Hasenkopf sitzende Holz wird nicht vorgezeigt, es kommt am Schluß der Versteigerung iii Abteilung Altgehegt 20 zum Ausgebot. Steigliebhaber, die das Holz vor der Versteigerung einsehen wollen, belieben sich am Tag dec Versteigerung vormittags 9 Uhr auf der Rehschneise an Abteilung Rehloch einzufinden, von wo aus ihnen das Holz vorgezeigt werden wird. Zusammenkunft vormittags 10% Uhr m Abt. Schinderskopf 16 an der Altgehegtschneise. Nähere Auskunft erteilt der Großh. Forstwart Menges, Großenlinden. Gießen, den 24. Januar 1905. Großh. Obersörsterei Schiffenbcrg. 240.— 366.50 52.90 165.— 260.— 87.50 Holz - Versteigerung NN Licher Ltadrwald. Donnerstag den 2. Februar, vormittags 10 Uhr beginnend, sollen im Licher Stadlwald in den Distrikten Rehtränksberg, Langebuchen, Dickestell, Eisenkaute und Unterer* 2*/, Kilogramm (5 Psurrd) Schwarzbrot bei: Loilis Süßmull), Steinberg 54 3 Kilogramm (6 Pfund) Schwarzbrot bei: U Fabel, Wieseck . . . 66 Ernst Christ, Wiefeck tzust. Jacoby, Alten-Buseck 66 „ Karl Post, Wiefeck . 1 Kilogramm (2 Pfund) Kornbrot bei: F. Weiß, Grüuiugell . . 22 2 Kilogramm (4 Pfund) Kornbrot bei: r dahier m Hugo Guss, dahier. Air -garete Steul ' dahier mit nann, Bakp >afelbfL line Christin mann, Bank' ßaul Richard ert hierselbsk »me lochtet jer Hermanr t Taglöbner -chubmacher ^em Maurer Tem Buch' Qm 20. 3^- e Margarete iii Marx em rt Narl Lenj L _ Dein 5aroliut W. Weitzel, Lang-Göns. . 44 Hemr. Weber, Heuchelheim 44 Hail Post, Wiefeck ... 44 Ali st. Jacoby, Alten-Buseck 44 Trust Christ, Wiefeck . . 44 Hoizversteigerung iui Alvacher «Semriudewalo. hiesigem Rathalls die Jagd der Gemarkung Gambach 1081 Hektar — 4324 Morgen Feld und 326 Hektar — 1304 Morgen Wald auf 9 Jahre verpachret iverdeli. Gambach ist etation der Butzbach—Licher Bahn und liegt der Wald nur 5 Minuten von der Main-Weser-Bahu, Station Krolpreise vom 29. Januar bis 12. Februar 1905. jpeierlingskopf versteigert werden: Buchen-, 102,2 Eichen-, 12 Fichten-Scheiter Holzsnbmisfion. In den Waldungen der Gemeinde Geilshausen soll nachstehendes Holz auf Submission vergeben werden: ca. 16 Elchenstämme von 30—43 Etm. mittl. Durchm. mit 15 Fstm.; 47 Eichenstämme von 18—29 Ctm. mittl. Durchm. mit 23 Fstm.; 7 Fichtenstämme von 30—33 Ctm. mittl. Durchm. mit 11 Fstm.; 60 Fichtenstämme von 20 bis 29 Ctm. mittl. Durchm. mit 41 Fstm.; 82 Fichtenslämme von 12—19 Ctm. mittl. Durchm. mit 30 Fstm.; 190- Fichtenderbstangen von 10—12 Ctm. mittl. Durchm. mit 12 Fstm.; 33 Kiefernstämme von 20—40 Ctm. mittl. Durchm. mit 13 Fstm.: 10 Kiefernstämme von 15—19 mittl. Durchm. mit 2 Vs Mm. Die Angebote sind verschlossen bis spätestens Samstag den 4. Februar 1905, nachmittags 3 Uhr, mit der Aufschrift »Holzsubmission" bei der unterzeichneten Stelle einzureichen, woselbst die Eröffnung der Angebote erfolgt. Geilshausen, den 25. Januar 1905. Großh. Bürgermeisterei Geilshausen. Nachstehende Arbeiten und Lieferungen für bie Feldbereirngung Meßen rechts der Lahn — Gemarkungsteil Heuchelheim — follen am dem Wege fchristlichen Allgebots vergeben werden: 1. Verschleisungsarbellen . . veranschlagt zu 4200.- Die Berdlngungsunlertagen liegen bei der unterzeichneten Behörde zur Einsicht auf. Angebote haben in Prozenten des Koslen- achchlages zu erfolgen und sind verschlossen, poinrei und mit entsprechender Ausichriit versehen bis Dienstag den 31. d. MtS., vormittags 11 Uhr, bet der unterzeichneten Behörde einzureichen, woselbst deren Eröffnung um die genannte Zeit in Gegenwart der euchienenen Bieter statlsindet. Gießen, den 24. Januar 1905. B26/i Großherzogliche Kulturinspektion. JagVverpachtung. DieuSrag den 7. Februar, nachmittags 2 Uhr, soll 1 Kilogramm (2 Pfund) Schwarzbrot bet: Oeorg Dern I ., Gr.-Linden 22 Hch. Weber, Heuchelheim $1$. Weitzel, Lang-Göns. . 22 „ L. Steinmüller, Gr.-Linden 22 W. Steinmüller Ww., Lang- W. Lein, Klein-Linden. .24 Rn r's |k KM b ESI I kl« IW 6 8375; El? bö E® Bis» ,®r. 98ö” W sich fft Mshall fe egen. gliche. Folg, s. ruhig. Du W (hiPQj te, ivie Me Doge! oorufjia unj m Badete ierfSÄ Schimmel, Kmzenb. Al. 44 F. Weiß, Grümngen Jlckob Appel, Krofdorf . . 44 „ Karl Spamer, Reiskirchen 44 W. Sem, Kleui-Linden . . 44 Göns.......44 L. Steinmüller, Gr.-Linden 44 2 Kilogramm (4 Pfund) Schwarzbrot bei: Georg Dern II., Gr.-Linden 44 W. Steinmüller Ww., L' Wuis Sützmuth, Steinberg 44 „ 1 3ahre oft AoienbeG Elisabeth a dahier- " )tinrw Der auswärtigen _ 1 Kilogramm (2 Pfund) Weißbrot bei: Vergebung von Wafserleitungs- arb eiten. Die sämtlichen, zur Herstellung einer Quellwasserleitung für die Gemeinde Trohe bei Gießen erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen im Submissionswege vergeben werden. Schriftliche Angebote sind bis Montag, den 6. Februar L Js. vormittags 9 Uhr auf der Großh. Bürgermeisterei Trohe abzugeben, wo alsdann die Eröffnung der Angebote in Gegenwart der erschienenen Bewerber stattfindet. Die Pläne und Bedingungen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten (Landgraf Philipp-Platz 3) zur Einsicht offen und es können dort Angebotssormulare gegen Erstattung der Selbstkosten entgegen genommen werden. Gießen, den 17. Januar 1905. Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. Diehm, Baurat. B31/1 Keorg Dern II., Gr.-Linden 48 4 Louis Süßmuth. Steinberg 48 „ ^.Steinmüller Ww., Lang- Göns ....... 48 „ L Steinmüller, Gr.-Linden 50 „ tzeorg Dern II., Gr.-Linden 24^ W. Weitzel, Lang-Göns W. Steinmüller Ww., Lang- W. Fabel, Wiefeck . Göns ....... 24 „ L. Steinmüller, Gr.-Linden 25 Heinr. Weber, Heuchelheim 25 „ W. Lern, Klein-Linden . . 26 Karl Post, Wieseck ... 26 Der hiesigen Bäcker. 1 kg. (2 Pfd.) Tafelbrot — 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot » — r, 2 Weißbrot 26 , 3 52 „ 1 2 Buchen-Scheiter Eichen- „ Birken- , Buchen-Knüppel 126,9 w 75 2490 Stück Anfang „ Knüppel „ Stöcke „ Wellen Donnerstag den 2. Februar l. I. soll im hiesigen Gemeindcwald in den Distrikten Buchwald und Stangenheege folgendes Bau- und Nutzholz versteigert werden: Eichen-Stämme von 18 bis 50 Ctm. Durchmesser, 5— 15 Mtr. lang — 63,26 Fstm. Fichten-Stämme von 13—37 Ctm. Durchmesser, 10— 20 Nttr. lang = 85,30 Fstm. Buchenwellen-Reisig Elchenwellen- v Fichtenwellen- „ Rm. Buchen-Stöcke „ Eichen- fz n Fichten- , W. Fabel, Wieseck ... 50 W. Weitzel, Lairg-Göns . . 50 Heinr. Weber, Heuchelheim 50 Jakob Appel, Krofdorf. bet fit m nur sch m bat bi- finb. haft H in bit bie Äftitg ktoegung be» eigtnmg bc •er crlautet, das tf, bie ziem- nmelt batten reifen inven- . Merbinz- hc bei Strrk 1 anfgetDogt llntnnehÄa meins Rch ns eröffnen banetn setzen rocht komm ochu lanc. tö der ihre scharf cL! Ai dnartiga wirb r. des )11 Sdiroeim 147-00 U , 3. 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(t'-eug, beilige^^ qebtn, um uh**t Heiligtümern andere in den daß die Unn-t Feinde Auh! gingen ihnen o( Bürgerkriec der Arbeiter w Land- und 6ec« sorgung der d verhindern. D Stützen, die Dti tarn, ohne roe Kummer berei die gesetzliche (' während ihre und Kaiserin zu mildern. Volk beschwört zu leisten. D mahnen. Die die Arbeiter bei Ratgebern bütei in beflen 6olbt •rill Die üntninchnn; Tie üntetju hellung be§ Tc der WajserMib- die erste?riga mit 6 Geschützt dm Beseh! ei beendet nm, st schütze reinigen uussetzrn. Ties 3m ersten vfsizier imb tr risen die jjnc1, ein, ais sie^ ?u setzen. inspirierten die namentlich schießen ab,^ die Geschütze wurden, nit‘ । ^er Salut st dessen, ma-1( wahrschch^ Ä9 I-» br neckte. % v. Ä ’M» fltiabettitt Utf ÄW Minefmw e.r 9c f f e n 9uf der, N v°m si ÄS: b«3 te” (Se » Äto . ""ff'"' Xnt" ul ben Anwech'" A, goH1 »“Äl xldresie ,ut Ach' die a...