Mittwoch 26. April 1905 Erstes Blatt. 155. Jahrgang Mußland in Sturm und Drang. Petersburg, 25. April. Eine FrauenversaWut*] lung, cm der 800 Personen teilnahmen, beschloß, die; revolutionäre Bewegung tatkräftig zu unter-, stützen, Geld zu diesem Zwecke zu sammeln, Waffen ent*! zukaufen und sich an der Maifeier zu beteiligen. Die Polen schlossen sich der Moskauer Demonstration der Semstwo- Gruppe an. Paris, 25. April. Aus Petersburg wird gemeldet: Das Herannahen des 1. Mai erfüllt die Bevölkerung mit Besorgnis, obwohl augenblicklich vollkommene Ruhe^ herrscht. Die Putilowwerke haben endgiltig ihre entlasseneust 8000 Arbeiter durch neue ersetzt. Uebrigens sind genügende; militärische Vorbereitungen getroffen, sodaß kaum etwas zu befürchten ist. Nichtsdestoweniger entleert sich Peters-j bürg. In den letzten 14 Tagen sind mehr als 150 000 Pässe- ausgegeben worden. In den Petersburg verlassenden ZügM ist kein leerer Platz. Der Krieg. Die beistehende Karie soll unseren Lesern einen Ueberblick des für die kommenden Operationen zur See in Betracht kommenden Gebietes geben und zugleich den Stand des Landkrieges in der Mandschurei zeigen. Während die Lage in der Mandschurei seit Wochen, abgesehen von unbedeutenden Scharmützeln, fast dieselbe geblieben ist, d. h. die Nüssen sich in vollster Ordnung auf Kirin und Tschangtschun zurückziehen und die Japaner infolge der überaus schlechten Wege und der großen Schwierigkeiten in der Verproviantierung ihnen nicht so schnell folgen können, sind jetzt die Augen der ganzen Welt aus das Gebiet des Südchinesischen Meeres gerichtet, wo in den kommenden Tagen sich voraussichtlich große Ereignisse abspielen werden. Die Fahrt des Baltischen Geschwaders hat naturgemäß in Japan große Erregung hervorgerufen, welche jetzt durch die fortdauernden angeblichen Neutralitätsverletzungen seitens Frankreichs noch gesteigert wird. Es ist anzunehmen, daß die Seeschlacht sich bei den Pescadores-Jnseln (in der Straße von Formosa gelegen) abspielen ivirb, da die japanische Regierung die ganze Gruppe dieser Inseln unter Kriegsrecht gestellt hat. Alle Schiffe muffen sieben Meilen vom Gestade entfernt bleiben. Schiffe von Neutralen müffen zur Einfahrt in den Hafen von Kelung die Erlaubnis der japanischen Behörden nachsuchen. Aber auch gegen die Möglichkeit einer neuen Aktion der in Wladiwostok liegenden russischen Kriegsschiffe werden Vorkehrungen getroffen, lieber den Hasen Gensan im Deulsch-Südwestasrika. Berlin, 25. April. Ein amtliches Telegramm aus Windhuk meldet: Im Gefecht in Pissipot vom 18. April sind gefallen: Unteroffizier Max Peichert. Am Typhus ge - storben: die Retter Otto Bertling, Josef Schäfer, geboren am 13. Mai 1883 in London, Kuhnen, Bruno Paul, Karl Kliebisch. Kapstadt, 25. April. (Reuter.) Aus Ersuchen des Generals v. Trotha stellte der englische Korrespondent der „Cape Times" Untersuchungen über die angeblichen Grausamkeiten in Damaraland an und sindet keinen Grund, eine Klage wider die Deutschen zu erheben. Wr. 97 außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem KeMschen Landwirt die Siebener Familien« tzUttrr viermal in der Woche beigelegt. fltotattonSbrucf u. Versag der Brü h l'scheu Univers.-Buch-u. Stern- druckerei. 9t Lange. Rebaftüm, ExvedMoa und Druckerei: Vchulstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. KernspreckanichlußNr 61. nordöstlichen Korea wurde der Belagerungszustand verhängt? ebenso wurde die Tsugaru-Straße als in der Verteidigungslinie erklärt. Die heute vorliegenden Meldungen lauten: Saigon, 25. April. Der Korrespondent der „Agnrce Hcwas" in Kamranh telegraphiert: Es verlautet, etwa 20 japanische Kriegsschiffe haben Sonntag abend zwischen 8 und 9 Ubr die Kamranhbucht paffiert. — Zwei von Saigon komm .ide mit Reis beladene Frachtdampfer, mit der Bestimmung nach Japan wurden von den Ru ssen au fgebra ckt Russische Offiziere erllären. daß das Geschwader Roschdjestwenskis zur Schlacht entschlossen sei: jedes Schiff habe einen! besonderen Auftrag, ein japanisches Admiralschiff werde jedoch das Ziel des ganzen Geschwaders sein. Sonntag Vormittag wurde von neuem Kanonendonner gehört; die einzelnen Schüffe ev- folgten in Zwischenräumen. London, 25. April. Der Gouverneur der Insel Hainau telegraphierte an die chinesische Regierung, daß die baltische Flotte an der Küste Kohlen einnehme. In Hongkongs verlautet, daß das dritte russische Geschwader am 28. ds. zur baltischen Flotte stoßen werde und daß die Rufferti ihren Aufenthalt bei Hainan bis dahin hinausschieben wollen. London, 25. April. In Tokio wird befürchtet, daß die- Neutvalitätsfrage sich von neuem erheben wird, da Rosch-j djestwenski ungeachtet chinesischer Proteste Hainan als. Basis zu benutzen suchen dürfte. London, 25. April. Der Hongkonger Berichterstatter deK „Daily Expreß" drahtet am 24. April, es verlaute, Togo sei bereits nahezu in Fühlimg mit den Ruffen und werde vorerst versuchen, die russische Flotte durch Torpedoangriffe zu schädige«, ehe er sich in eine allgemeine Seeschlacht einlasse. Tschifu, 25. April. (Reuter.) Aus Korea wird bericht^ Admiral Togo hätte am 20. April mit dem größeren Teil der Flotte in der Masamvhobucht gelegen. Singapore, 25. April. (Reuter.) Ein Raffe, der sich Wladimir Antowitsch Orwitsch nennt, aber einen auf einen anderen Namen lautenden Paß bei sich führte, wurde auf der befestigten Insel Pulobrani bei Singapore verhaft et .und gestern dem Polizeigericht übergeben. Er wird beschuldigt, sich auf Regierungsgebiet aufgehalten zu haben, ohne hierzu die Erlaubnis der Behörden gehabt zu haben. Er wurde für die Dauer, in Untersuchungshaft genommen. Man hält ihn für einen Spion., General Stoffel. soll nun doch vor ein Kriegsgericht gestellt werden. Die Anklage lautet auf Ueberschreitung seiner Vollmachten, da das Recht zum Abschluß einer Kapitulattvn nur dem Festungskomman- danten Smirnow zustand. und nehmen in dem steigenden Boüenwert eine greifbare Gestalt an, kommen also den Grundeigentümern zu gute." Schröter weift mit Recht noch nach, wie die Stadt Nordhausen (ähnlich wie die Stadt Gießen) als kommerzieller Zentral punkt für die ganze Umgegend einen Sonderwert gewinnt, der wiederum in erster Linie dem Grundbesitz in den Schoß fällt, ganz von selbst, ohne daß auch nur ein einziger Grundbesitzer hierzu etwas ge lei ft et hätte. Das ist vielmehr der Gesamtheit zugefallen, die dafür schwere Opfer zu bringen hatte. Darum fährt Schröter fort: „Die Grundeigentümer haben am Grund und Boden ein tatsächliches Monopol und dadurch die Macht in der Hand, aus dieser Lage der Dinge Vorteil zu ziehen, die nicht auf ihre Meliorationen, nicht auf ihre Arbeit, sondern auf die wirtschaftliche Entwicklung des Gemeinwesens zurückzuftrhren finb". Ganz selbstverständlich klingt also Dr. Schröters Schluß: „Da liegt doch wohl der Schluß nahe, den Grundbesitz als Gegenleistung dafür, daß er aus der Entwicklung Vorteile zieht, auch zu denjenigen finanziellen Lasten heranznziehen, die von einem lokalen Jn- tereffe biftiert sind." Es würde zu weit führen, die Untersuchung Schröters darüber, wie die Besteuerung nach dem gemeinen Werte im Verhältnis zur Ertragssteuer in Nordhausen wirken würde, ausführlich zu besprechen. „Die Antwort muß zu gunften des gemeinen Wertes ausfallen, denn der Mietswert folgt der Wertster Gerung des Hauses nur langsam nach. Daher wird der gemeine Wert als Steuerwertobjekt vorzuziehen sein, weil er dem Ertrage vorauseilt und den Konjunkturgewinn klarer zur Erscheinung bringt." Prof. Adolf Wagner, der eifrige Vorkämpfer für die gemeine Wertsteuer, will den Grundbesitz in den Gemeinden, wo er schon zu hohen Sätzen veranlagt ist, noch weit stärker herangezogen wissen und beruft sich auf die vorbildlichen Verhältnisse in Oesterreich, wo allerdings stellenweise ganz außeroroentlich hohe Grundsteuern bestehen, vor deren Höhe den deutschen Grundbesitzern schaudern würde. Alles in allem genommen: Die Sonderbesteuerung des städtischen Grundbesitzes ist eine der g e re ch t e st e n B e l a st u n g e n, die die Steuerwissenschaft hervorgebracht hat. Sie liegt auch durchaus im wohlverstandenen Interesse der Hausbesitzer selbst. Eine kleine Erhöhung der städt. Grundsteuer wäre jedenfalls im jetzigen Falle richtiger als die Erhöhung der Einkommensteuer oder des Oktrois, wenn man durchaus nicht die restterenden 45 000 Mk. vom Etat zu st r e i ch e n vermag, was zweifellos das beste wäre und bei der Kleinheit der Summe gewiß auch ohne sonderliche Schädigung der Allgemeinheit bei gutem Willen sich bewerkstelligen ließe. d d monat!td)75Dterttl* GletzenerAmemerW General-Anzeiger i A VW den poltt und M.^le Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MD _________________ zeiqenteil: HanS Beck- Ile Seulige Kummer nmfaßt 10 Kelten. JB?.! ______ ____»J-J-i—■■ .. _■ ___!■!! ZUM städtischen Dcstzit. Gießen, 26. April 1905. Der oberste Grundsatz der modernen Steuerpolitik soll der der Gerechtigkeit sein. Die Pflichtigen sollen nicht anders als nach ihrer Leistungsfäbigkeit belastet werden. Diesem Prinzip folgt allgemein die staatliche Steuergesetzgebung. Es liegt nahe, diese analog auch auf das kommunale Steuerwesen anzuwenden. Trotzdem ist nicht zu verkennen, daß innerhalb einer Gemeinde zu einem wesentlichen Teile die Verhältniffe anders liegen, weil es sich einwandfrei feststellen läßt, daß eine Reihe von Veranstaltungen und Einrichtungen, welche die Gemeinden oft unter Aufwendung größter Opfer geschaffen haben, und zwar aus den Mitteln der Allgemeinheit geschaffen, bestimmten Jntereffentenkreisen einseitig zugute kommen. Indem unsere Stadt Gießen den Theaterbau aus fteiwilligen Spenden hervorgehen läßt, hält sie sich in dieser Hinsicht von einem Odium fern. Zur Zeit nun besindet sich unsere Stadt in einer finanziellen Zwangslage, weil die ihr zustehenden und überwiesenen Aufgaben jahraus jahrein stärker steigen, als die ihr überladenen Einnahmen, und man muß sich als Bürger einer modernen Stadt mit dem Gedanken vertraut machen, anders als in der sogen, guten alten Zeit an den Lasten der Allgemeinheit mit zu tragen. Die Bürgermeisterei stellt die Frage: Sollen die 45 000 Mk., die der nächstjährige Etat an Defizit aufweist, durch Erhöhung der Einkommensteuer oder des Oktrois aufgebracht werden? Das Oktroi wird von vielen Nationalökonomen auf das entschiedenste verdammt und als eine verwerfliche 23er- »euerung der notwendigsten Lebensmittel bezeichnet. Nach einem Beschlüße des Reichstages soll es, auf Antrag der Nationalliberalen und deS Zentrums, im Jahre 1910 durch Reichsgesetz für ganz Deutschland beseitigt werden. Da6 das Oktroi auf die Preisbildung einwirkt, steht außer Zweifel. Wir möchten nur ein Beispiel von auswärts an» führen. Heidelberg „erfreut" sich wie Gießen auch immer loch des Oktrois und inkorporierte vor etwa zwei Jahren oen Ort Handschuchsheim. Unmittelbar darauf erhöhte sich dort der Brotpreis um etwa ebensoviel, 11 § das Oktroi ausmacht. Würde es nicht ein freudiges Bewußtsein für uns bleiben, diese ungerechteste aller Auflagen möglichst bald beseitigt zu haben? Eine Erhöhung aber sollte auf das Entschiedenste allseitig bekämpft werden. Das gestrige „Eingesandt" hat bereits den ersten Vorstoß getan, und wir glauben, daß sich die am nächsten Donnerstag stattsindende Versammlung des Bürgervereins (vgl. den heutigen Inseratenteil), zu der, wie man uns mitteilt, an Oberbürgermeister und Stadtverordnete besondere Einladungen gelangen werden, mit aller Schärfe eine Erhöhung des Oktrois verurteilen wird. Wie aber kommt man aus der Klemme? Der größte Teil der kommunalen Einnahmen wird für bw Kanalisation verwendet, andere recht erhebliche Teile für Straßendurchbrüche, für Straßenbau und Straßenerhaltung, für Straßenbeleuchtung usw. Niemand wird wohl ernstlich bestreiten wollen, daß alle diese Aufwendungen den Haus- und Grundbesitzern in weit höherem Maße zugute kommen, als sämtlichen übrigen Bewohnern der Stadt. Wenn letztere alle derartige Anlagen benutzen, so geschieht dies durch die Person der Grundbesitzer ebenfalls. Darüber hinaus aber entsteht den Grundbesitzern noch ein besonderer materieller Vorteil dadurch, daß ihr Grundbesitz um so mehr im Werte steigt, als Aufwendungen in der vorgenannten Weise seitens der Kommune gemacht werden. Gewiß nehmen nicht alle Besitzer an dieser Wertsteigerung gleichmäßig teil, der Eine mehr, der Andere weniger, je nach der örtlichen Lage ihres Besitzes. Einmal kommt aber schließlich jeder heran, denn bte Stadtteile müssen gleichmäßig gepflegt werden, soll nicht der eme zu Gunsten des anderen verkümmern. Wo aber Ungleichheiten bestehen, da werden sie nur in seltenen Fällen von so erheblicher Bedeutung sein, daß sie entscheidend ins Gewicht fallen sollten. Es wurde schon eingangs gesagt, daß steuer- formen ohne etliche Ungerechtigkeiten absolut undenkbar sind Wo also unverhältnismäßige Belastungen emtreten, da find diese nicht auf das Konto der einen Steuerart zu setzen, sondern allgemein aus das Kania des St-uerw-sens über. Haupt. In schwereren Fällen bleibt übrigens noch die Mög- lickkeit offen bei den städtischen Kollegien Gerechtigkeit sur Ausnahmefälle zü suchen, di- in den seltensten Fällen oersag. werden fürste. „Tie steuern der Stadt Nordbausen" aiTOSKWBrÄ Sehr zutreffend lagt Dr. Schroter rm M, chlutz an o^e Ausstellungen: „Die Stadt bat zurzeit wahrlich etwa 4uu Mark aufzubringen für lokale Wohlfabrtszwecke, ö- - Straßenbau, Reinigung, Feuerlöschwelen U|it>. tn^Monbcie auch für die Vergrusung der - Leihen, f r lokale Zwecke ausgenommen wurden, z. Iur Nachthof, Eisenbahnaktien ufto. Tie Summen, dre hier Verausgabt werden, tötagen sich auf dem Grundku rs nieder t * I&cKüJiqt-sc/ Xlich^rCorE Tsi , 6 '(Ningfcta. PlLSCUfi. -A uscJßngj lidscJwu tüffUin Re Ml. 6 T« (hang Cantou taxadscho (deutsch'^ lukd^ 5> , Jk*5 v. e. Tabu T&üum PoFrÄrFhur- e s M e e JSingpo Soul 0" : 2. :O ’ Japanische frnpptn SB "* • 'KriegsduiTe.^ Russisch Truppert> C23 \ • ■ ßri2gsdu£& W -v ffasfrtah 0 _____WO ftXK Kilometer WMÄ Äond on, 25. April. Aus verschiedenen Teilen Rußlands kommen übereinstimmende Meldungen über bevorstehende politische Unruhen, die um die Zeit der russischeu Ostern ausbrechen sollen. Die russischen Behörden haben Keuntnis davon erhalten, daß antisemitische Unruhen großen Stils in Kischinew, Mkolajew, Jekaterinos- law und Odessa ausbrechen würden. Infolgedessen sind bereits eine größere Zahl Truppen nach diesen Städten abgesandt worden. S o s n o v i e e, 25. ?lpril. Unter den hiesigen Arbeitern sind Aufrufe des Komitees der polnischen Sozialdemokraten im Umlaufe, in denen die Arbeiter aus- gesordert werden, den Aufreizungen zu J'uden- hetzen nicht Gehör zu geben, vielmehr die Hetzer äu prügeln. Berittene Patrouillen durchziehen die Stadt. London, 25. April. „Dailtt Graphie" meldet, daß der Kaiser von Rußland die Absicht hat, am nächsten Samstag eine neue Proklamation zu erlassen, in welcher die Einführung bedeutender politischer Reformen angekündigt wird. W i b o r g, 25. April. Die Konstitutionalisten sind im ganzen Lande tätig, der fin ländischen Verfassung Geltung zu verschaffen. Eine von Bewohnern aus dem ganzen Gouvernement Wiborg besuchte Volksversammlung stellte die Forderung auf, daß diejenigen russischen und sinländischen Amtspersonen, welche die finländischen Grundgesetze nicht achten, aus dem Amte entfernt werden müßten. Auch wurde dem Gedanken Ausdruck gegeben, daß der perneur von Wibora Mmsiojedow ^urücktreten werde. deutsches Neich. Berlin, 25. April. Man meldet aus Palermo vom 25. 2lpril: Der Maire veröffentlicht eine Bekanntmachung, worin er dem deutschen Kaiserpaar den Willkommengruß der Stadt entbietet. Zur Frühstückstafel an Bord der ^Hohenzollern" bei dem Kaiserpaare waren geladen: General« leutnant Guy, Generalleutnant de Boeeard, Präfekt Marchese de Seta, Bürgermeister di Martino, Vizeoberzeremonienmeister v d. Knesebeck, Konsul Springer, Konsul Graf Spee, Militär- oberpfarrer Goens und andere. — Man meldet aus Monreale vom 25. April: Der Kaiser, die Kaiserin und die Prinzen trafen mit Gefolge heute vormittag zu Wagen hier ein und fuhren zur Kathedrale, wo sie vom Sindaeo, dem Erzbischof und den städtischen Beigeordneten begrüßt wurden. Nach eingehender Besichtigung der Kathedrale besuchte die kaiserliche Familie das Kloster und eine diesem benachbarte Villa. Gegen 11 Uhr erfolgte die Rückfahrt nach Palermo. — In einer Zuschrift an die ,Natztg." erklärt im Gegensatz zu anderen Meldungen der frühere Handelsminister Freiherr von Berlepsch, daß ihm weder früher noch jetzt von der Zentrumspartei oder einzelnen Mitgliedern derselben Anerbietungen bezüglich eines Ne'chstagsmandats gemacht worden seien. Berlepsch fügt hinzu: In Fällen, wo mir von anderer Seite solche Anerbietungen aus einzelnen Wahlkreisen zugingen, habe ick dieselben in der Ueberzeugunq abgelehnt, daß ich die soziale Reform, der ich für den Rest meines Lebens zu dienen gewillt bin, besser außerhalb des Reichstags fördern kann, insbesondere mit Rückückt auf meine Eigenschaft als Vorsitzender der Gesellschaft für Soziale Reform, die mir unter anderem die Aufgabe stellt, Persönlichkeiten, die verschiedenen politischen Parteien unb Richtunaen und verschiedenen Konfessionen angehören, zusammenzuführen und zu- 'ammenzuhalten zu gemeinsamer sozialpolitischer Aktion. Diese Erwägungen würden mich auch jetzt hindern, für den Reichstag zu kandidieren. Stuttgart, 25. April. Reichsgerichtsrat a. D. und Landtagsabg. v. Geß ist gestern abend nach längerer Krankheit gestorben. Er war auch einmal Reichstagsabgeordneter und eines der hervorragendsten Mitglieder der deutschen Partei, in welcher er zu der mehr die liberalen Grundsätze betonen» den Richtung gehörte.___________________________________ Keer und Klotte. Königsberg i. Pr., 25. April. Der Generaladjutant Kaiser Wilhelms I., General der Kavallerie Graf Lehndorff, ist in der Nacht vom Montag aus Dienstag auf Schloß Preyl plötzlich gestorben. — Eine Extraausgabe des „Militärwochenblatts" meldet: Generalleutnant Emmich, Kommandeur der 31. Infanteriebrigade, wurde zum Kommandeur der 10. Division ernannt: v. B o e h n, Kommandeur der 9. Jnfanteriebrigade, zum Generalleutnant und Kommandeur der 18. Division; v. Mitzlass, Chef des Militärreitinstituts, zum Generalleutnant: v. L i n s i n g e n, Kommandeur der 81. Jnfanterie- brigade, zum Generalleutnant und Kommandeur der 27. Division in Württemberg; Rohrscheidt, Kommandeur der 10. Jnfanteriebrigade, zum Generalleutnant und Kommandeur der 31. Division; Frhr. v. Lyncker, Kommandeur der 1. Gardeinsantertebrigade, wurde zum Generalleutnant ernannt und mit der Führung der 19. Division beauftragt; Riemann wurde zum Kommandeur der 31. Jnfanteriebrigade ernannt. Generalleutnant Fulda, Kommandeur der 29. Jnfanteriebrigade, wurde unter Verleihung des Charakters eines Generalleutnants der Abschied bewilligt. Kirche und Schule. — Eine Ged ächtnissei er am Grabe des Boni- sacius, des Apostels der Deutschen, wird in der ersten Zuniwoche in Fulda veranstaltet werden. Drei Kordinäle, viele Kirchenfürsten aus Deutschland und Oesterreich, die Erzbischöfe von Westminster und Utrecht sowie der päpstliche Nuntius in München werden an der Gedächtnisfeier teil» nehmen. — Die ärztliche Mission macht sichtliche Fortschritte. Insgesamt stehen jetzt 701 männliche und 238 weibliche Aerzte im Dienste der evangelischen Mission. Die meisten sind aus England hervorgegangen, aus Deutschland nur 17. Tie Zahl der Missionshospitäler beträgt 395, der Polikliniken 770, der Opiumasyle 57, der Aus'ätzigenasyle 78. In den Hospitälern, den Polikliniken und in Privatpflege werden jährlich ca. 2l/8 Millionen Kranke behandelt. Auf besonderes Jntereffe darf in Gießen vielleicht die Arbeit in Pearadja in Sumatra rechnen, wo mit noch einem anderen Arzt Dr. Hans Winkler, der Schwiegersohn von Gießens Pfarrer Schlosser, tätig ist. Zwei Hospitäler, eines für Männer, das andere für Frauen, sind dort errichtet. Täglich kommen durchschnittlich 150 Kranke in die Poliklinik. Weit im Land umher werden die Kranken besucht. Dr. Winkler hat in den beiden letzten Jahren sehr interessante Reisen nach der Insel Engano gemacht. Er war beauftragt, die Ursachen des Aussterbens der dortigen Bevölkerung zu untersuchen. Die Ergebnisse seiner Untersuchungen hat er in mehreren umfangreichen Denkschriften niedergelegt, die der niederländischen Regierung übergeben sind. So dient die Tätigkeit nicht nur den einzelnen Kranken, sondern wirkt auch ins Große, zm- ErbaUung untergehender Volksstämme. Ausland. London, 25. April. Die neue Verfassung für Transvaal sieht eine gesetzgebende Versammlung vor. Jedermann, der Burgher der früheren Republik und für den ersten Volksrat wahlberechtigt war, und ebenso jeder weiße englische Untertan, welcher Grundstücke im Werte von 10 Pfund jährlicher Rente oder ein Kapital im Werte von 100 Pfund besitzt, ist zur Stimmabgabe berechtigt. Das Wahlrecht wird nur den Weißen gewährt, doch muß der Gouverneur für jeden Gesetzentwurf, der die politischen Rechte der Schwarzen einschränkt, die Genehmigung der Reichsregierung sich vorbehalten. Paris, 25. April. König Eduard von England trifft am Sonntag in Marseille ein und fährt sofort nach Paris weiter, wo er Abends anlangt. König Eduard wird eine Zusammenkunft mit Loubet haben. Sassari, 25. April. Der König und die Königin von England sind an Bord der Jacht „Victoria and Albert" heute vormittag in Alghero eingetroffen. Rom, 25. April. Das Institut Colonial International begann heute seine Verhandlungen. Der Unterstaatssekretär im Ministerium des Aeußern, Fusinato, hob in einer Begrüßungsansprache die Bedeutung des Instituts hervor. Aus Deutschland nehmen an den Verhandlungen teil: Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg, Graf Hutten-Czapski, Professor Laband, Professor Köbner, Graf Schweinitz, von der Heydt, Professor Schanz. Budapest, 26. April. Der nach dreitägiger Dauer geschlossene Kongreß der Sozialdemokraten beschloß, falls dqs Parlament das allgemeine geheime Wahlrecht nicht bewillige, den allgemeinen Streik zu organisieren. Der Kongreß beschloß außerdem eine energische Bewegung gegen den Alkoholismus einzuleiten. Petersburg, 25. April. Prinzessin Heinrich von Preußen ist heute abend von Zarskoje Sselo nach Kiel abgereist.___________________________ Aus Stadt und Land. Gießen, 26. April 1905. * * Oberst v. Grävenitz, Kommandeur des hiesigen Infanterie-Regiments Nr. 116, ist mit der gesetzlichen Pension und mit Erlaubnis zum Tragen der Uniform zur Disposition gestellt worden. • * Aus dem Militär-Wochenblatt. Zu Generalmajoren befördert die Obersten: Graf v. Schlippenbach, Kommandeur des Gren.-Negts. König Friedrich Wilhelm IV. (1. Pomm.) Nr. 2, unter Ernennung zum Kommandeur der 22. Inf.-Brig., Graf v. Bünau, beauftragt mit der Führung der 49. Inf.-Brig. (1. Großh. Hess.) unter Ernennung zum Kommandeur derselben, v. Gers dorff, Kommandeur des Jnf.(Leib)-Regts. Großherzogin (3. Großh. Heff.) Nr. 117, unter Ernennung zum Kommandeur der 81. Jnf.-Brigade. Ernannt wurde der Oberst v. Lindeuau, Abt.-Cbef im Großen Generalstabe, zum Kommandeur des Inf. Regts. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116. Zum Obersten befördert Oberstlt. v. Schlutterbach beim Stabe des Füs.-Negts. v. Gers- dorff (Kurheff.) Nr. 80, unter Ernennung zum Kommandeur des Jnf.(Leib)-Negts. Großherzogin (3. Großh. Hess.) Nr. 117. Ernannt unter Stellung zur Disposition mit der gesetzlichen Pension: Major und Bats.-Kommandeur Maercker im Danziger Jnf.-Negt. Nr. 128, zum Kommandeur des Landw.- Bezirks Worms, in Genehmigung seines Abschiedsgesuches. Zu Bataillonskommandeure ernannt die Majore v. Obernitz, agqreg. dem 4. Großh. Heff. Jnf.-Negt. (Prinz Karl) Nr. 118, unter Versetzung in das 1. Kurheff. Jnf.-Negt. Nr. 81, v. Lengerke, aggreg. dem Leibregiment Großherzogin (3. Großh. Heff.) Nr. 117, unter Versetzung in das 7. Rhein. Jnf.-Negt. Nr. 69. v. Wachter, Major und Eisenbabn- lmien-Kommiffar in Frankfurt a. M., in gleicher Eigenschaft nach Mainz versetzt. Dittrich, Major und Eisenbahn-Kont- missar, fommanbiert bei der Eisenbahnlinien-Kommission in Frankfurt a. M., guni Eisenbahnlinien-Kommissar in Frankfurt a. M. ernannt. Zu Oberleutnants befördert die £cut» nants Wernher im 1. Großh. Hess. Jnf.(Leibg.)-Regt. Nr. 115, Frei ensehn er im 4.Großh. Jnf.-Negt. (PrinzKarl) Nr. 118. Zu Bezirksoffizieren ernannt, unter Stellung zur Disp. mit der gesetzlichen Pension: die Hauptleute v. Cha u lin, Platzmajor in Darmstadt, unter Erteilung der Aussicht auf Anstellung in der Gendarmerie, beim Landw.-Bezirk Eisenach, v. Horn, Komp.-Ches im Jnf.-Negt. Fürst Leopold von Anhalt-Dessau (1. Magdeb.) Nr. 26, unter Erteilung der Aussicht auf Anstellung in der Gendarmerie, beim Landw.- Bezirk Wetzlar; der Nittmeister v. Eichmann, Eskadr.-Chef im Schlesw.-Holstein. Drag.-Regt. Nr. 13, dieser in Genehmigung seines Abschiedsgesuchs, beim Landw.-BezirkErbach. Zum Obersten befördert: Oberstlt. Gr. v. Westarv, Kommandeur des 1. Großh. Hess. Feldart.-Negts. Nr. 25 (Großh. Art.-Korps). Borckenhagen, Oberstlt. und Erster Art.- Offizier vom Platz in Mainz, zum Direktor der 4. Art.- Depot-Tirektion, Hirsch, Oberstlt. und Bats.-Kommandeur im Rhein. Jußart.-Negt. Nr. 8, zum Ersten Art.-Offizier vom Platz in Mamz, ernannt. Paschen, Rittm. und Ko- lonnensührer in der 2. (Proviant-) Kolonnen-Abteil. der Schutztruppe für Südwestafrika, aus dieser Schutztruppe ausgeschieden und als Komp.-Chef im Großh. Hess. Train-Bat. Nr. 18 angestellt. Zu Fähnrichen befördert: die Unteroffiziere Gr. zu Erbach-Erbach im 1. Großh. Heff. Drag.- Regt. (Darde-Drag.-Regt.) Nr. 23, v. Boetticher, von Mücke im 2. Großh. Hess. Drag.-Regt. (Leib-Trag.-Regt.) Nr. 24. v. Elpons, Lt. im Großh. Hess. Train-Bat. Nr. 18, der Abschied bewilligt. * * Erledigt sind die Forstwarteien Bayerseich (Oberförsterei Kranichstein) uub Hainbach (Burg-Gemünben.) ** Der Erbgraf Karl von Schlitz hat sich, wie uns drahtlich gemeldet wird, am Ostersonntag aus der deutschen Gesandtschaft zu Athen mit der Prinzessin Amalie von Thurn und Taxis verlobt.^Der Bräutigam ist der älteste Sohn des Grafen von «Schlitz. Die Braut ist die älteste Tochter des 1890 verstorbenen Grafen Adolf zu Thurn und Taxis und dessen Gemahlin Franziska, geb. Gräfin Grtmaud^DOrsay, welche in zweiter Ehe mit dem Prinzen Max von Ratibor uub Corvey, derzeitigem Gesandten zu Athen, vermählt ist. ** Schenkungen und Vermächtnisse. Iw letzten halben Jahre wurden im Großherzogtum insgesami Schenkungen und Vermächtnisse im Betrage von 896 349 Mark landesherrlich bestätigt. Davon erhielt den Hauptanteil die Stadt Mainz mit 627 661 Mk., und zwar 427 661 Mark als Vermächtnis des Rentners Simon Kapp von Mainz und 200000 Mk. als Vermächtnis des Geh. Medizinalrats Hochgesandt. An Kirchengemeinden kamen 159 560 Mk. (100 000 Mk. an die israelitische Gemeinde Mainz, ferner 59 560 Mk. an drei katholische Gemeinden). Für wissenschaftliche Anstalten wurden 23118 Mk. gespendet, für landwirtschaftliche Vereinszwecke 12000 Mk., für Krankenanstalten u. dgl. 74 000 Mk. Ganz leer ging die etxmgeL, Kirche aus. ** Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 14 enthält: I. Bekanntmachung, die Ausgabe von Schuldver- s ch re ibungen auf den Inhaber durch die Stadt Gießew betreffend. Auf Grund des § 795 des Bürgerlichen Gesetzbuchs und des Artikels 67 des hessischen Ausführungs- gesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuch vom 17. Juli 1899 wird hiermit der Stadt Gießen Die Genehmigung zur Ausgabe von Schuldverschreibungen auf den Inhaber bis zum! Betrage von 3 000 000 Mark, in Buchstaben — Drei M il- lionen Mark —, behufs Beschaffung der Mittel fürs Ankauf von Gebäuden und Grundstücken, für? Erbauung und Erweiterung städtischer Gebäude, für Anlage von Straßen, Wegen usw., fütf Kanalisation und sonstige Wasserbauten, füv Uebernahme des Volksbades, für Erbauung einer Leichenhalle für die Israeliten, für Erweiterung städtischer Betriebe (Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerk)^ für Verstärkung des Stadterweiterungsfonds, für Leistung eines Zuschusses zu bett staatlichen Kliniken, für Rückzahlung der nicht zur Konvertierung Dor gelegten Schuldverschreibungen des 1899er Anlehens und für oen Ankauf von Wertpapieren zum Zweck der Hinterlegung im Enteignungsverfahren erteilt. Die Schuldverschreibungen, welche mit jährlich 3V2. Prozent, fällig in halbjährlichen Raten am 1. Api^l und 1. Oktober jeden Jahres, verzinslich sind, werden wie» folgt bezeichnet: 960 Stück zu je 2000 Mk. Serie TV Nr. 1— 900 = 1 800 000 900 , v „ 1000 „ „ IV , 901—1800 = 900 000 , 600 , „ „ 500 „ „ IV „ 1801—2400 = 300 000 , zusammen 2400 Stück im Gesamtbeträge von 3 000 000 Mk. Die Tilgung des Anlehens erfolgt durch Rückkauf oder Verlosung vom 1. April 1910 an jährlich mit 2 Prozent deS Kapitals. Vom Jahre 1925 werden die ersparten Zinsen gleichfalls zur Tilgung verwendet. Vom 1. April 1915 an bleibt dev Stadt Gießen eine verstärkte Tilgung oder die Rückzahlung^ des ganzen Anlehens Vorbehalten. Vorstehende Genehmigung wird vorbehaltlich der Reckte Dritter erteilt. Für die Befriedigung^ der Inhaber der Schuldverschreibungen wird eine Gewährleistung seitens des Staates nicht übernommen. Großh. Ministerium des Innern. Rothe. Dr. Probst. > II. Bekanntmachung, die Ausfertigung von Schuldver^ schreibungen der Kommunalverbande betreffend. Nach Artikel 1 des Gesetzes, die Ausfertigung von Schuldverschreibungen des Staates und der Kommunalverbande 6etr.> vom 14. Januar 1905 werden nachfolgend diejenigen von heffi^ scheu Gemeinden ausgestellten Schuldverschreibungen aus den Inhaber bekaTmtgegeben, welche vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes bereits angefertigt, aber noch nicht in den Verkehr gelangt waren und mithin unglltig sind, so lange sie nicht nach der Vorschrift der Artikels 2 des vorgenannten Gesetzes ausgefertigd sind oder nach Artikel 3 der Anwendung des Gesetzes entzogers werden. 1. April 1886 1. 3st2proz. Anlehen der Stadt Hungen vom^-^^ber^l89§ Lit A Nr. 113—130 zu 500 Mark, ' , B „ 21-34 , 300 „ „ C , 8—24 , 200 „ 2. 3st,proz. Anlehen der Stadt L a u b a ch vom 12. August 1896 T:ie Zinsscheine der lolgenden Schuldverschreibungen: Lit. B Nr. 171-200 zu 500 Mark, ,, C , 226—250 „ 200 , (*) Friedberg, 26. April. (Drahtbericht.) Der Lehrer^ an der gemeinsamen Musterschule Wilhelm Glitsch ist zum Lehrer an der hiesigen Augustinerschrrle ernannt worden. Darmstadt, 26. April. Die kürzlich gebrachte Notiz, Prof. Wilhelm Trübner au§ Karlsruhe sei hier einge^ troffen und male das Grobherzogliche Paar, ist dahin richtig zu stellen, daß der Künstler ein Reiterbildnis deS Großherzogs in der Uniform des Leibdragoner-RegimentS malt. Das Gemälde wird im Auftrag des Verbands dev Kunstfreunde in den Ländern am Rhein ausgeführt, deffev Protektor bekanntlich Se. Kgl. Hoheit ist. * Kleine Mitteilun gen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Frankfurt a. M. wurde auf denö Overnvtatze die 87jährige Mutter des Sanitätsrats Dr. Cohnl von dem Wagen des Flasch en bi er Händlers Wintergerst um* gefahren und so sckwer verletzt, daß sie nach einigen Sturrden verstarb. — Bei Bingen fuhr ixr Arck'tekt Scknntt aus Köln mit seinem Motorrad cm der Clemenskapelle gegen eine« Steinhaufen und verletzte sich lebensgefährlich. — In Amorbach ist der russische General Griepenberg, bisheriger Kommandeur der 1. Mandschurei-Armee zu vierwöchend lichem Aufenthalte eingetroffen und im „Hotel zur Po^ ab^e- stiegen. — Im Stationsgebäude von Weilburg erschoß sich der 64 jährige Viehmakler Adam Kahn von dort. DermifcbM« • Ein moderner Profess or ist der bekannte Physiker Dr. Nernst, der seinen Wohnsitz aus Göttingen nach Berlin verlegte. Er trat in Begleitung seiner Familie die Reise im Automobil an. • Mein Bruder starb vor 150 Jahren! Diese Erklärung gab kürzlich ein Zeuge vor einem Gerichte in London ab. Es handelte sich um einen Erbstreit. «Haben Sie Brüder oder Sckwestern?^ fragte der Gerichtspräsident. ^Ich hatte einen Bruder, aber der starb vor 150 Jahren", war die Antwort. Der hohe Gerichtshof glaubte, der Zeuge wolle sich über ihn lustig machen, und schickte sich bereits» an, den Mann wegen Beleidigung der Richter zu maßregeln.' Der Zeuge aber brachte Beweise für seine Aussage. Der Vater des Zeugen hatte sich im Alter von 19 Jahren verheiratet und ein kurz nachher geborener Sohn starb noch in demselben Jahre. Später ging er, 75 Jahre alt, eine neue Ehe ein, und dieser entsproß ein zweiter Sohn, der in Frage kommende Zeuge. Letzterer ist 94 Jahre alt. Zählt man zu diesem Alter den Zeitraum zwischen der Geburt der beiden Brüder, 75 weniger 19, oder 56 Jahre, hat man die Zahl 150. Der Mann hatte also Recht, wenn et sagte: r SD le in' Bruder starb vor 150 Jahren". • 25jahrigeb Jubiläum der VersicherungS- marke. Die Marke als Quittung über VersicherungSbei- träge ist durch die deutsche sozialpolitische Gesetzgebung weitesten Kreisen eine — sc nachdem man den Standpunkt des anspruchberechtigten Nentenempfängers oder den deS Beitragszahlers vertritt — mebr oder minder lieb gewordene Einrichtung geworden. Die Einführung der Versicherungsmarke ist aber — was nicht allgemein bekannt sein dürste — älter als die staatlichen Versicherungseinrichtungen unö ein Werk der Privat-Assekuranz. Am 15. April 1880 fertigte der damalige Bevollmächtigte für Preußen der Wiener LebenS- verncherungsgesellschast „Patrick, jetzige Generaldirektor der ^lellschaft „Friedrich Wilhelm^ in Berlin, die ersten Lebensversicherungspolicen mit wöchentlicher Beitragszahlung aus. Die Beitragszablung erfolgte durch Marken, die der Versicherte beim Agenten zu lösen und in das Policebuch einzukleben hatte. Diese für den Minderbemittelten bestgeeignete Versichern nasform gewann in der Folge rasch einen lebhaften Aufschwung. , * Kleine Tagescbronik. In Greifswald wurde in daZ Universttätskrankenhai'- eine an den c ck> t e n r u ssi s ck> e n Bocken erkrankte russische Schnitterin aus Flammenberg, Kreis Franrburg, eingeliefert. Umfassendste Vorsichtsmaßregeln sind getroffen worden. — Der Gouverneur von Penjab erllärt, daß 15 000 Personen durch das letzte Erdbeben in Indien getötet worden sind.. Ferner befinden sich etwa 250000 Personen obdachlos, da die Wohnungen zum größten Teil zerstört sind. — Der verheiratete Obersteuerkontralleur Pfannenschmied von der Posener Steuerdirektion erschoß sich im Laboratorium des Zollamts. Der Beweggrund des Selbstmordes ist unbekannt. — Während der Ostermesse schnitt sich am Sonntag in der Redemp- toristenkirche zu Roulerz (Belgien) der 80jährige Priester- Borremans in einem Anfall von religiösem Wahnsinn vor dem Altar den Hals mit ein em Rasiermesser durch, sodaß, das Blut weit über oen Altar und die Menge spritzte. — Revisionen der Stadtkasse in Friedland in Mecklenburg, wo der Bürgermeister Voß jüngst mit Hinterlassung großer Schulden verstorben ist, haben jahrelange Fälschungen und Unterschlagungen in der Höhe von 3 bis 400 000 Mark ergeben. — Vom Roßkops (Tirol) ist ein fremder T o u r i st in den Köllenburggraben abgeftürzt: er wurde tot aufgesunden. — Wie die „Berl. Ztg." aus Paris mitteilt, hat sich Dr. Fritz Friedmann vom Variete wieder abgewandt und in der französischen Hauptstadt niedergelassen. Er will sein Glück als „Internationa^Anwalt" versuchen und hat am Boulevard Montt-n-^rti-p pin SRirrpmt rrpinio+pf. Kunst unv Wissenschaft. — Wie aus Dresden telegraphisch gemeldet wird, ist der Professor Julius Kniese, der Mitarbeiter Richard Wagners, und weitbekannte Chorleiter der Bayreuther Festspiele, am Herz- schsag gestorben. Wniversttäts-Dachrichten. Berlin, 25. April. Wie die „Tägl. Rundschau" erfährt, wird demnächst im Kultusministerium eine Sitzung stattfinden zur Beratung grundlegender Bestimmungen für die Studentenausschüsse -an den Universitäten und Hochschulen. An dieser Sitzung werden sämtliche Rektoren dieser Anstalten in Preußen teilnehmen. Die Satzungen werden der Bildung von Studentenausschüssen bestimmte Vorschriften setzen und ferner feststehende Bestimmungen enthalten über die Beteiligung der Studierenden an kirchlichen und politischen Fragen, denen sie in Zukunft ganz fern bleiben sollen. (??) Die im Ministerium sestaostellten Sa^unaen für dm Ausschutz sollen für die Studentenschaft maßgebend p?t und etwaige Änderungen lokaler Natur in Hukir-nft ttvc hnw aenebmiat werden. Wödifntli*f Ifrbfrfidit brr fobrsfällf in btr Stabt fiitfifn 3. Woche. Vom 15.—21. Januar 1905. (Einwohnerzahl: angenommen zu 23 000 iiukl. 1600 Mann Militär Cterblichkeitsziffer: 31,57 nach Abzug von 8 Ortsfremden' 16,70 V-o. Kinder Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Es starben an: Zusammen: Erwachseire 1. : im Lebensjahr: 2. vom —15. Fahr Dyphtherie 2 (2X — — 2 (2) Lungenschwindsucht 2 m 2(1) —— — Krebs 1 (1) 1 (1) -— — Lungenentzündung 1 1 — — Influenza 1 1 — — Rhachitis 1 — — 1 dltrophie 1 — — 1 Ni erenentzündung 1 1 — >— — Altersschwäche 2 (1) 2 (1) — — Lebensschwäche 3(2) 3(2) — Krämpfen 1 «— 1 — im Wochenbett 1 M 1 (1) — ■— Summe 17 18) 9 (4) 4(2) 4 (2) Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag, 27. Avril 1905: Vorübergehend aufheiternd, später wieder Trübung und Regen, ziemlich warm. Räßeres durch die Gießener Wetterkarte. Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft. Erz-Kuxe. lernte. Nachfrage 3375. Ausbeute 1903 225, 1904 300. Familien Nachrichten. Geboren. Herrn Ludwig Kappus und Frau (Offenbach a. M.) ein Sohn. ________________________________________ Hriginal-Draytmesdunsten. O§v abrü ck, 26. April. Der apostolische Präfekt von Deutsch-Südwestafrika, Nachtwey, ist hier einqetroffen und wird in Berlin über die dortige Lage Bericht erstatten. München, 26. April. Die Stadt verlieh dem bekannten Maler v. Defregger das Ehrenbürgerrecht anläßlich des bevorstehenden 70. Geburtstages des Künstlers. London, 26. April. Die „Dmes" melden aus Kan e a: Die Insurgenten von Kreta beschlossen, den Truppen der Mächte feinen Widerstand zu leisten. Ein englischer Kreuzer kreuzt an der Küste, um Waffeneinfuhr zu verhindern. Murcia, 26. April. Als die große Ostermontag- Kavalkade durch die Straßen zog, gerieten die Kleider eines jungen Mädchens, das auf einem Festwagen auf einem Fasse festgebunden war, in Brand. Niemand hörte anfangs das Geschrei der Unglücklichen. Als die Stricke, die sie hielten, durchgebrannt waren, fiel der halb verkohlte Körper vom Wagen herab. Rom, 26. April. In Sori bei Genua starb der Oester- reicher Antonio Hormann, der seit 1889 dort eine Villa bewohnte. Ein Innsbrucker Vrofeffor machte den Behörden Mitteilung, daß der Verstorbene kein Mann, sondern eine Frau und zwar seine Schwester gewesen sei. Die Untersuchung bestätigte diese Anggben. Die Verstorbene, deren Name Hermine Gärtner war, gab sich seit Jahren als Mann aus. Nom, 25. April. Die „Sribtma* meldet: Bei Besprechungen des Ministers Tittoni mir den Botschaftern von Frankreich, England und Rußland ergab sich übereinstimmend die Auffasiung, daß sich bei der gegenwärtigen Lage der Dinge die Einverleibung Kretas in Griechenland als eine Unmöglichkeit darstelle und es angezeigt sei, zugleich mit der Entscheidung dem Prinzen Georg seine Anzahl von Maßnahmen mitzuteilcn, die auf die Beruhigung der Gemüter abzielen. Diese Beschlüsse werden in einem Protokoll niedergelegt und sowohl den Mächten als auch dem Prinzen Georg mitgeteilt, welcher sie der provisorischen Regierung in Therisso mitteilen soll. Die „Tribuna" spricht ihre Befriedigung über diese Beschlüsse aus und wünscht der Bevölkerung Kretas, diese möge die Schutzmächte nicht zwingen, den Gesamtbedürfnissen, die stärker sind als Einzelansprüche, Achtung zn verschaffen. Pisa, 26. Ttorn. Aus dem Arno kenterte ein 93oo\ mit 6 Insassen. Ein junger Deutscher Namen? Konrad Albrecht sprang in die Fluten und rettete von den Verunglückten fünf. Moskau, 26. April. Eine Explosion zerstörte hier eine Fabrik. Das Unglück soll durch eine Bombe hervor- gerusen worden sein, welche Arbeiter in der Fabrik versteckt hatten. Seit mehreren Tagen kommen auch in Li bau fortwährend Feuersbrünste in den verschiedensten Teilen der Stadt zum Ausbruch, welche auf verbrecherische Hände zurückzuführen sind. Tsingtau, 26. April. Russische Offiziere erhielten hier die Nachricht, daß die baltische Flotte die Kam- ranh-Bucht verlassen habe mit südöstlichem Kurse, um sich mit dem Geschwader Nebojatow zu vereinigen. Telephonischer Kursbericht. Frankfurt a. M., 26. April, 2V4 Uhr Reichsanleihe 101.60 4=Vb % Oesterr. Silberrente . 101.10 Türkenlose . . 100.00 105.90 67.60 67.70 89.30 136.40 4% 4°/n 4% 30/ 1% Ungar. Goldrente Italien. Rente . Portugieser I . Portugiesen. III Unif. Türken 8U/n Mexikaner ■G/oO/n Chinesen Electric. Sehuckort Nordd Lloyd . . Kreditaktien . . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank Dresdener Bank . Ber’iner Handelsges Oesterr. Staatsbahn Lombarden , . Gottbardhahn , , Laurahütte , . Bochum . . . 3Vto/o 3Vo 3V,o/° 3°/n 9‘W) 31 Oberhessen 4% Oesterr. Goldrente do. Konsole do. Hessen . 90.70 . 101.55 . 90.80 . 100.45 . 99.00 . 102 10 mittae-s. . 85 46 . 96.25 . 138.70 . 124.50 . 209.70 . 188.60 . 142.50 . 156 60 . 170 00 . 142.10 . 16 50 . 189.00 . 274.25 . 249.00 4% Grieoh. Monopol.-Anl. 51.70 Harpener . . . 47i®/6 äussere Argentiner 00.00 Staatschatzscheine Tendenz: ruhio". . 216 60 . 100.60 Danksagung herzlichen Dank 2280 Brooklyn, Gießen, 25. April 1905. Christian Jughard Carl Jughard Für die vielen Beweise inniger Teilnahme bei dem Ableben unserer guten, lieben Mutter sagen Oeffentliche Zustellung. Der Vormund der minderjährigen Marie Zimmer von Laubach z. Zt. in Gießen, Spenglermeister Friedrich Döll in Laubach, Prozeßbevollmächtiger Gerichtsakzessist Braulke in Gießen, klagt gegen den Georg Kraft, zuletzt Bäckergeselle in Gießen, z. Zt. unbekannten Aufenthalts unter der Behauptung, daß dieser der Vater des von der Lina Zimmer von Laubach am 5. Mai 1904 außerehelich geborenen Kindes, Marie Zimmer sei mit dem Anträge, 1., den Beklagten zu verurteilen, dem Kinde von seiner Geburt an bis zur Vollendung seines sechzehnten Lebensjahres, und im Falle, daß cs zu dieser Zeit außer Stande ist in Folge körperlicher oder geistiger Gebrechen, sich selbst zu unterhalten, bis zur Behebung dieses Umstandes, als Unterhalt eine im voraus zu entrichtende Geldrente von vierteljährlich Vierundfünfzig Mark — 54 Mk. — eoent. wieviel gerichtliches Ermessen zubilligt, und zwar die rückständigen Beträge sofort, und die künftig fällig werdenden Beträge am 1. Januar, 1. April, 1. Juli und 1. Oktober jedes Jahres zu zahlen und die Kosten des Rechtsstreits zu tragen? 2. das Urteil für vorläusig vollstreckbar zu erklären. Der Kläger ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Großh. Amtsgericht in Gießen aus Mittwoch, den 6. Dezember 1005, vormittags ni)t. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug" der Klage bekannt gemacht. Gießen, den 18. April 1905. Bühner, Aktuar, p3< , Gerichtsschreiber Amtsgerichts. Saiad, LuS der neu eröffneten, an der Marburger Straße nächst der Stadt liegenden Grube, empfehle zu oen billigsten Preise«. M. Schmidt, Landgrafenstr. 5. Auch in der Grube wird Auskunft erteilt. 02573 Spar- uni Mschchmein I Bem» (eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht). Bilanz am 31. Dezember 1904. Aktiva: 1. Ausgeliehene Kapitalien und zwar: a. gegenObliga- tionen b. Bürgschaft c. Güterkaufgelder d. Wertpapiere nachdemKurS am 31. Dez. 1904 2. Kassenvorrat 3. Unersetzte Vorlagen 4. Ausstände 5. Mobilien 500 471 24 116 006 91 29 600 96 8 570 — 5 138 58 56 76 30 721 33 133,93 Mk.l0<>/(, Abschreibung 13,39 Mk. 120 54 690 686 32 Passiva. JL $ 1. Aufgenommene Kapitalien 655 927 69 2. Stammguthaben der Mitglieder 16 194 68 3. Reservefonds 11 630,77 Mk. Zu Eintrittsgelder 200 — Zuweisung aus dem Reingewinn pro 1903 142,76 11 973 53 4. Betriebsrücklage 1 600 — 5. Reingewinn 4 990 42 690 686 32 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende. 1903 58 Während 1904 gingen zu ... 4 ~62 Während 1904 gingen ab . . 2 Daher Stand der Mitglieder Ende 1904 ' 60 Donnerstag, den 4. Mai, nachmittags 3 Uhr, soll die dieSjDrhe Generalversammlnng im Saal des Karl Sommerlad dahier stattsinden. Tagesordnung: 1. Verkündigung des Rechnungsergebnisses. 2. Beschluß über Verteilung der Dividende. 3. Besprechung über Vereinsangelegenheiten. Die Rechnung liegt 8 Tage lang zur Einsicht der Interessenten beim Rechner offen. 2273 Beuern, den 25. April 1905. Spar- nnd Vorschnßverein Beuern I. Der Direktor: Der Rechner: Der Kontrolleur: Hch. Otto IV. K. Wa ltl>er. Wilb. Otto HI. Mirrrer Wien-W V1 Fl. 18 Pfg-, V- Fl. 9 Pfg. 1372 Wiederverkäufe!: erhalten Rabatt. Gotthilf Röhrte, Wen, Tckobnv Nr. Voranzeige. Europas größte Menagerie und Rmsfoiier - Karawane trifft Mittwoch abend 11 Nhr per Sonderzng hier ein und ntmtr*' in ihrem eigenen Riesenzelt auf Oswalds Garte« Ausstellung. Alles weitere durch weitere Annoncen und Plakate. 2260 Die Besitzerin: JT. Ehlbeck’» Wwe. aus Hamburg. Pferde znm Schlachten werden täglich anaekauft. Zigarrenbranche! Eine hiesige erste Zigarrenfabrik sucht für /besten, Rheinland und Westfalen einen durchaus tüchiiqen und gewandten gf: Reisenden A der in der Branche bereits mit Erfolg tätig gewesen ist. Offerten unter Angabe des seither erzielten Umsatzes und der Gehalts- und Spesenansprüche an die Expedition dieses Blattes unter Nr. 2213. 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