epklevyl) veiler (8^ hrniädchk AmMarkl. •L ^nfieboie untet (’ \. «ttgeiier Anzn«« • Mud)t bi61.2ej.inj. ob. Gießen ta ^et ob. ju leidjtem?. •uie'Betjanblg.beüotii .d.NeschaslSsi.d.Sit-/ KmW hl für Tejchäit zu '- ! Frau M. Hu Weylar, Wctm: e lucht. Berläujtn» i eotuL auch aushui- iriilL Angebote uniti Ji Gieß. Anzeiger eite judii ciene. . W Lonucustraß! ÜV dtS ÖU IhCltr iimeniioiz W irtL Angebote mit t-fflk W an btn Ließ. r Mhlf ,uc I* t1' l/M M. Wwicatll. M j. tugw/f Mit avJ. U7811| ÜiMr.bbM onfettm ii rp«? n ii. flti- Mliiorlir."' -echnE' Spruch« J Ä5« unb« k«m T*'"Ä tile^ReufeieW; i fraUä , =|,|M Jtl N* ------- ,. Ln-K. 20,^ Art.JaSe«'ÄoftiiMlr genb angel A!aitlorl>^ ischeK-Ä immen. Steinl^ 07902 ncwtnn m« w\ jSI Luvvigstrare U ^W«** mochte d , -e!u°dr«, des Kaisers von Indien, Seemahl einer englischen Prinzessin ist. Bei den gegenwär- licpen politischen Zeitläuften gewiß ein originelles Zu- i^mentreffen! ♦ Von einer Persönlichkeit, die sich früher in der Um» gMung des Prinzen befand, wird uns geschrieben: Als Sohu des vornehmsten württemb rgischen Stendesherru jnllb einer Priu-es, von Baden hat er sich in seiner Spreche rnun kleinen süddeutschen Accent bew'hrt. Körperlich: eine Mrezcichnete Erscheinung. Vortreffliche Figi r gerade gZ.hnitte- nes, offenes Gesicht, mit starkem Schnurrbart, sehr klug unb klar in die Welt blickenden Augen. Den „b e st e r z o g e n c n deutschen Prinzen" nannte ihn Einer mal, als er noch Leutnant war bei den Garde-Dragonern. Auch den 61 e b i l de t- sten könnte man ihn wohl nennen, der mehr gelesen hat und liest als die meisten seiner Genossen in der 2. ylbteilung des gothai- fd>en Hofkalenders zusammengenommen. War Donner „Vonissc", war Gardekavallerieofsizier, aber nur, wie man notwendige Etappen durchmacht, kaum mit viel innerer Frnide. In seines Wesens Grundzügen: vom Wert seines fürstlichen Standes durch- aus nicht gering denkend, doch bemüht, in allen Dingen den Standpunkt „darüber" zu gewinnen. Dabei: menschlich gut, gutmütig aber vor allem: gewissenhaft, unerbittlich elxrlich — und gescheidt! Er'ogen im strengsten Pffichtgefühl und ent» wickelt zum Dranae, etwas zu leisten. Kein Streber, ein Arbeiter von höchster Pflichttreue und schärfstem Verstände. Im Umgänge natürlich, heiter, unbefangen, — Gentleman. Wird seinen Weg machen, und, obwohl er fürstlicknm Standes ist, von der großen volitisetvn Sch^"b'"'b"e «-V-t m-'br wrsch"wind''n. . . . Dr. ZZkscter, der neue preußifche Justizminister. (Original-Bericht bc3 Gießener Anzeigers.) VreSlau, den 22. Nov. Man sagt, der Kaiser liebe es, große, stattliche Männer um sich zu sehen. Nun, in dieser Beziehung kann Dr. Beseler, der zum preußischen Iuffizminister ernannt ist, »jede Konkurrenz schlagen*. Dr. Beseler ist ein Mann von imponierender älißerer Erscheinung, ja, es ist nicht zu viel gesagt, wenn, man ihn als das bezeichnet, was man unter einer „männlichen Schönheit^ zu verstehen pflegt. Groß, breitschultrig. daS wohlwollende, sympathische Gesicht von einem starken, wohlgepflegten Bart umrahmt, von gewinnendster Freundlichkeit und Milde deS Wesens, nimmt er sofort für sich ein. Dabei ist aber auch eine ruhige Vornehmheit über fein Wesen gebreitet, die ihn zu einer repräsentativen Stellung sehr glücklich prädestiniert erscheinen läßt. Soine Breslauer 'Amtstätigkeit trägt die Züge einer initiativen unb nach der yrganisatorischcn Seite hin schöpferischen Jnbivrdualität. H.rt Dr. Beseler doch sofort, als er nach Breslau fam, einen neuen Senat, den sogen. Spruchsenat eingcricytet, bem er persönlich vorsaß. Aber auch im Zivilsenat hcrt er selbst den Vorsitz geführt unb ferner neben den Geschäften des großen Disziplinar- senats auch die Disziplinarsachen über mittlere unb untere Justizbeamte geleitet. Ucberad trat in seiner Amtsführung die Tenbenz persönlicher Betätigung hervor, insbesondere geschah dies auf bem Gebiete des Pachtrechtes, der Lehn-, Familienftbeikontmiß- und Stiftungssachen, dann auch der Streitigkeiten aus Miete, Pacht, einschl. Jagdvacht usw. Dr. Beseler gilt als einer der schärfsten juristischen Köpfe. Nicht allein die FüNe positiver juristischer Kenntnisse ist es, die ihm die große Achtung seiner Fachkollegen gewonnen hat, sondern sein klares, durchdringendes Iubi- cieren, das sich selbst bei den schwierigsten Materien bewährt. So ist der zuküns' e Justizminister im strengsten Sinne ein Mann der Praxis, der gründlichsten juristischen Vielseitigkeit. Und es ist keine Spur von Kleinlichkeit in diesem Eharakterbilde. Entgegenkommend im kollegialen Verkehr, wohlwollend gegen die Untergebenen, großzügig in feinem amtlichen Beginnen, hat Dr. Beseler als Präsident des Oberlandesgerichts in Breslau sich einer unbegrenzten Verehrung erfreut. Frei von konfessionellen Urteilen brach Dr. Beseler übrigen? alsbald nach der Uebornahme seines Breslauer Amtes mit der Gepflogenheit seiner Vorgänger, nicht christlichen Neferenbaren den Weg pr Richterlaufbahn zu verschließen. Er hat tn der Beurteilung seiner Unterg-ebencn sich nie von anderen Beweggründen als van der strengsten Sachlichkeit und Unparteilichkeit leiten lassen. Seine früheste juristische Schule hat der neue Justizminister bei seinem Vater Karl Georg Christoph Beseler erhalten, bem Verfasser bes „Koalitionsprogramms" ber 48er Zeit. Ein Bruder Dr. Beselers ist der Chef des Ingenieur- und Pionierkorps, Generalleutnant Hans v. Beseler. Ein einziger Schatten siel in dre Breslauer Zeit Dr. Beselers: der Tod feiner Gemahlin. Es war im August 1904, kurz nach feiner Ueberfiedelung von Kiel, als seine Gattin, während eines Ausfluges nach der Tatra, unerwartet starb. Drei Kinder find dieser Ehe entsprossen: ein Sohn, der als Privatdozent an ber Universität Kiel wirkt, eine Tochter, bte mit dem Universitätsprofesfor Dr. mcb. Hans Thierfelder in Berlin verheiratet ist, und eine jüngere, noch unPerheirn'rl" A. L. Deutsches Berlin, 22. Noo. Der Großherzog von Baden leidet seit einiger Zeit an euer katarrhalischen Erkältung, die ihn nötigt, das Zimmer zu hüten. Infolge dieser Erkrankung wurde ber Kaiser bei f incr Anwesenheit in Baben nicht vom Großherzog persönlich, fonbern u. a. von ber Großherzogin unb bem Prinzen Max von Baden empfangen und nach bem Schlösse geleitet. — £n bas Herrenhaus berufen find ber erste Bürgermeister der Stadt Halberstadt Dr. Gerharbt, ber Oberbürgermeister ber Stadt Krefeld Dr. Oehler und der ordentliche Professor der Rechte an der Universität Bonn Geh. Justizrat Dr. Zorn, der letztere unter Bestellung zum Kronsyndikus. — lieber den Empfang einer Abordnung des Deutschen Tabakvereins bet den badischen Ministern Becker und Schenkel berichtete in einer Mitgliederversammlung der Vorsitzende Lanbtac,?abg. Emil Ma 'er. Der Zweck der Vorstellung bei den Ministern war, die schweren Bedenken gegen eine Mehrbelastung des Tabaks vorzutragen unb bie babi'che Negierung zu bitten, im Bundesrat gegen die gcpi '.r. Steuerer ng zu stammen. Wie Mayer mitteilt, füll sich der Fiuanzminister Becker sehr zurückhaltend geäußert und ausdrücklich erklärt haben, keine Zusagen machen zu können. Tie sehr gut besuchte Versammlung erklärte sich etnstimmig gegen jede Erhöhung ber Tabakbesteuerung. Sobald die Gesetzesvorlage veröffentlicht ist, soft in eine Llbwehrbewegung eingetreten werden. Stiel, 22. Nov. Prinz Heinrich verließ heute Kiel, um sich zu den Feierlichkeiten nach Christiania zu begeben. Straßburg, 22. Nov. Als seinerzeitiger Nachfolger des kaiserl. Statthalter wird Prinz Eitel Fritz genannt. Schloß Hohenburg, 22. Nov. Heute nachmittag, fand die Beisetzung des Großherzogs von Luxemburg in der Familiengruft statt. Unmittelbar hinter dem Sarge schritt der Großherzog Will-elm von Luxemburg zwischen dem Kronprinzen von Schweden und dem Fürsten von Waldeck. Es folgten Prinz Friedrich von Schaumburg-Lippe, der Erbprinz von Wied, der luxem^ burgische Staatsminister Eyschen, ber Finanzminister Mon- genast und andere. Karlsruhe, 22. Nov. Der hiesige Stadtrat hat eine Reihe neuer Bestimmungen getroffen, die bei der 93er* gebung städtischer Arbeiten maßgebend sein sollen (bie u. E. auch in weiteren Kreisen Interesse und Beachtung verdienen). In der Hauptsache besagen sie folgendes: 1. Freihändige Vergebung von Arbeiten und Lieferungen in angemessener Abwechslun. an die Gewerbetreibenden bis zum Betrage von mindestens 500 Mk. 2. Vermehrte Anwendung des beschränkten Wettbewerbs. 3. Beseitigung der An- und Abgebote naaj Prozenten des Voranschlags. 4. Vorzugsweise Berücksichtigung des Meistertitels. 5. Nichtberücksichtigung solcher Angebote, welche augenscheinlich unter dem Selbstkostenpreis notieren. 6. Vermeidung ber Vergebung an Gcueralunternehmer (also Beseitigung der sogen. Generalentreprise). 7 Zerlegung größerer Arbeiten in kleinere Lose, ferner 8. Anlegen einer Lieferantenliste/ nach Gewerben georbnet, aus welcher die vergebenden Stellen leicht zu erkennen vermögen, welche Gefchäftsleuts und mit welchen Beträgen dieselben an den Lieferungen beteiligt sind, um an ber Hand dieser Uebersicht einen angemessenen Weclffel leichter herbeiführen zu können. M ü n ch e n, 22. Nov. Die ft a m m e r ber Abgeordneten nahm in längerer Beratung den Antrag Lerno (Zentrum) an, die Negierung zu ersuchen, beim Bundesrat dahin zu wirken, daß dem Reichstage baldigst ein Gesetzentwurf vor- gelegt werde, durch den den Geschworenen unb Sch ö f^ f e n außer ber Entschäbigung für die Reisekosten auch eine Vergütung für Zeitversäumnis aus Mitteln der Bundesstaaten gewährt werden soll. Ein Antrag Müller, dies durch Maßnahme seitens Bayerns sofort zu gewähren, wurde mit 78 gegen 47 Stimmen abgelehnt. und Alotte. — Der Militärhilfsverein für daS 18. Armee» lorps hielt in Frankfurt a. M. unter dem Vorsitz deS Majors Weife feine ordentliche Mitgliederversammlung ab. Der Verein, der Witwen und Waisen von aktiven und inaktiven BerufSofsizieren unb solchen deS Beurlaubtenstandes unterstützt, bat jetzt 1450 Mitglieder. An Beiträgen gingen cm 10 500 Mk., ferner etwa 11 000 Mk. an Geschenken. DaS Vereinsvermögen ist auf 100 618 Mk. gestiegen. Für einmalige Unterstützungen wurden im abgelaufenen Jahre 6590 Mk. ausgegeben. Die Einnahmen werden wahrscheinlich noch wachsen, da fortan einige Infanterieregimenter größere Beiträge zahlen werden. Einige Garnisonen werden wieder Festlichkeiten veranstalten, deren Reinertrag der VereinSkasse zufließt. Wie der Vorsitzende mitteilte, ist der Verein ins VereinSregifter eingetragen worden. Kirch? und Schute. Die Landessynode ber Provinz Hannover beschäftigte sich mit bem kirchlichen Wahlrecht für die Frauen. Die Cpnode nahm einstimmig einen Antrag an, der das kirchliche Wahlrecht für die Frauen dringend fordert. Der Präsident deS Landeskonsistoriums versprach den Antrag in wohlwollende Erwägung zu ziehen. Der liberale Prediger Chappuzeau hielt eine begeisterte Rede für das Frauenwahl- - ctfjt. Er sehnte den Tag herbei, an dem er die Frauen auf ber Kirchenkanzel sehe. Die Synode stimmte mit lebhaftem Beifall der Rede zu.___________________________________________ Ausland. London, 22. Nov. Ter KriegSminister richtete an den Chef des Generalstabes, Lyttelton, einen Erlaß, in bem er die Grundsätze belegt nach welchem die Neubildung des Genera l stabe s crfolgm soll. Tie Offiziere sollen für den Ge- ncralstab nach ihrer Befähigung unabhängig vom Militär. Range lusgesucht werden. Tie ft'ontmanbierung fall sich auf vier Jahre -rstrecken unb kann nach Ablaut dieser Zeit erneuert werden. Tüchtigkeit soll durch besMennigte Beförderung belohnt werden. Der ftriegsminister stellt die Möglichkeit eines künftigen Wechsels 0er Offiziere innerhelb der verschiebenen Heeres'weige in Aussicht unb bezeichnet in dem Erlaß als Ziel, bad bei der Bildung des Generalstabes im Auge zu behilten sei, das Zusammenbringen ber fähig ft en Leute der ganzen Armee. — „Daily Telegraph" meldet aus Tokio vom 21. ds.. Cs besteht die Absicht, die japanische Marine zu reorganisieren. Zunächst soll ein Kreuzergeschwader für südliche Gewässer bis nachSingapore gebildet werben. Aus finanziellen Rücksichten soll bie Hauptmacht der stänbigen Flotte nicht aus Linienschiffen bestehm. — N u ß l a n b soll beabsichtigen, bie Eisenbahn Chabarowsk ^ach Dlagowjechtschenski und von dort nach Tschita weiteruff lwen. Tie Haupt standorte de" neuen Armee sollen zwischen Tschita und Nikolsk liegen. Paris, 22. Nov. König Karol von Portugal traf hier beute nadymittag 3 Uhr ein. Tie Tauer des Au^nthalts käuflich ist, ein nuSftcfiungen der Bauernvereine Münster und Urberach wurden mit Preisen ausgezeichnet, ebenso eine große Anzahl Vorgestern abend kam im Redner einge- Das Niddcrtal eines der beben Provinzen zu. Der Vizeaufrührerischer Einzelausstellungen. [] Fronhansen, 22. Nov. aangen, so daß das Paar für 50 Mark Preis, der allerdings hoch ist. Aus dem Niddertal, 22. Nov. wird bis zum Anfang deS Jahres 1906 nahen Wenkbach der in den 60er Jahren stehende langjährige Bürgermeister, der Landwirt Conrad Schneider, dadurch umS Leben, daß er den über den angeschwollenen Bach führenden Steg verfehlte rind ins Wasser stürzte. AlS man nach seinem Verbleib forschte, fand man ihn als Leiche. f] Marburg, 22. Nov. Bei dem Dorfe Argenstein südlich der Stadt wurde gestern die Leiche des seit sechs Wochen vermißten hiesigen Einwohners Karl Raue au8 der Lahn gezogen. Von dem Verbleib des seit derselben Zeit verschwundenen Eisenbahners Nottmann hat man noch keine Ahnung. "Kleine M i t t e i f n n •' - n r. n <- c’> e i r n u n b de» Nachbarstaaten. In Frankfurt a. M. beschloß die Bäcker- Innung, den Brotpreis um einen Pfennig pro Pfund zu erhöben. Darmstadt, 22. Nov. Dem Beispiel anderer Städr folgend habt sich hier eine große Anzahl von Kaufleuten uni' Gewerbetreibenden vereinigt, um einen Rabatt.Spar. Verein zu gründen. Hauptsächlich gilt e§, die Existen, unserer Geschäftsinhaber zu erhalten, die durch die Ausbreitung der Konsum vereine und Warenhäuser usw. Lage von Jahr zu Jahr verschlechtert sehen. In Deutschian, bestehen zur Zeit über 200 solcher Rapattsparvereine, welch ohne Ausnahme die Erwartungen, welche man an sie knüpft, weit übertreffen. Es ist hier geplant, einen Einheitsrabatt, sah von 4 Proz. an die Konsumenten zu gewähren und foC die Tätigkeit des Vereins am 1. Dezember d. I. beginnet. Die Darmstädter Volksbank hat sich bereit erklärt, die Ge. schäftSstelle zu übernehmen. Darmi'tadt, 22. Nov. Eiue Schneidervcrsamm« hing fand hier dieser Tage statt. In seinem Referat schil. derte „Genosse" A. Mirus auS Frankfurt die Lohnverhält- uisse in der Darmstädter Schneiderei und warf die Frag: auf: wie können dieselben anderen Städten gleich gestellt werden. Danach sind die Stücklöhne in Darm stad: bedeutend niedriger als in Gießen und Offenbar Während z. B. in genannten beiden Städten für einen Froä 19 Mk. bezahlt werden, erhält ein Darmstädter Schneide: nur 16 Mk. Für einen Winterpaletot zahlen die Gießenc: Schneidermeister 18 Mk., die Offenbacher 16, die Darm, slädter aber bloß 13 Mk. Für einen Sakko betragen dir Löhne 13, 11,50 und 10 Mk. und so sind sämtliche Stück, löhne iu Darmstadt bedeutend niedriger als in sämtlichen Städten der Umgegend. Referent plädierte natürlich für eine starke Organisation und ferner für die Festlegung eines Tarifvertrags mit den Meistern. sä. Urberach, 22. Nov. Der hessische Bauern, verein hielt heute hier seine Generalversammlung ab. Ten Vorsitz führte Regner auS Bretzenheim. Rechtsanwalt Sieger aus Darmstadt hielt einen Vortrag über die Bürg, schäften nach dem bürgerlichen Gesetzbuch. Pfarrer Blum aus Ober-Abtsleinach schilderte den Bauernstand und seine Feinde. Er schilderte die Schwierigkeiten, die sich dem Bauer bei seinem mühevollen Berus entgegenstellen und bebauerte, daß, wie er wörtlich sich ausdrückte, die Gemeinde, steuerreform in Heffen .durch die Tyrannei und Grausamkeit eines einzig en Mannes zu Fall ge- bracht" worden sei. (In der Tonart hat sich hier bei Herr Pfarrer leider vergriffen.) Gewiße Gesetze seien für ben Bauernstand sehr ungünstig, so das Gesetz betr. den Unter* stützungSwohnsitz, das Freizügigkeitsgeseh usw. Sie alle be- lasteten am schwersten den ansäßigen Bauernstand. Die Folg? der Freizügigkeit sei die Landflucht und der Dienstboten, mangel auf dem Lande. TaS Dienen bei einem Bauen werde nachgerade als Schande betrachtet. Redner roenbtt sich gegen die Sozialisten, die den Bauern als bot* niert bezeichneten. Mit Recht verlange der Baiier Schutz seiner Arbeit von Staat und Gesetzgebung. 99 Prozent aller Bauern könnten kaum ihre Schulden zahlen, wenn das Jabr um sei, so gering sei heute daS Erträgnis der Landwirtschaft. An dem teuren Brot seien die Getreidehändler schuld und auch die hohen Fleischpreise habe der Zwischenhandel auf dem Gewißen. Redner geißelt schließlich die Vergnügungssucht der Landbewoher, ferner ihren häufig übertriebenen Kleider!uxuS und schließlich die Prozeßsucht der Bauern. In allen diesen Dingen müße ein Wandel eintreten. Die Versanimlung nahm ben Vortrag mit großem Beifall auf. — Mit der Generalversammlung mar eine Ausstellung landwirtschaftlicher Erzeug niffe verbunden, die sehr reich beschickt war. Die RoQdto- solange es in der Richtung auf die Verwirklichung der Freiheiten des Manifestes vorgeht. Jede Abweichung von dieser Richtung wird entschiedenen Widerstand an treffen. Ms einziges Mittel, die Autorität der Regierung und die Untersdülmng der Vertreter des Landes zu sichern, betrachtet der Kongreß den unverzüglichen Erlaß einer Anordnung, welche das allgemeine Wahlrecht für die Duma ankündigt, sowie die Ueber- tragung konstitu tion eller Funktionen auf die erste Duma, um, mit Genehmigung des Kaisers eine Verfassung für das russische Reich 'auszuarbeiten, und schließlich die Organisation der Territorialreform und andere Maßnahmen, aber sofort müssen Maßnahmen l"'schlossen werden, um die Freiheiten des Manifestes zu verwirklichen. Der Entwurf der Resolution wurde mit einstimmigem Beifall begrüßt. Zur Beratung waren 40 schrieben. vermischte». * lieber bic Sittlichkeit auf dem Land? äußerte sich in einer Schwurgerichtsverhandlung der Vorsitzende des Gerichtshofes in Greifswald. Ein beiter, der bereits wegen Sittlichkeitsverbrechens mit für' Jahren Zuchthaus bestraft ist, hatte sich wegen des gleich« Verbrechens zu verantworten. Er wurde schuldig ßcfunbff und zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Bei der llrtfl#* begrüudung erklärte der BorsGende, Geh. Justizrat Billde, daß für den Gerichtshof strafmildernd in Betracht gekommen fei, daß die sexuelle Moral auf dem Lande weit niedriger stehe als in der Stadt. Die Geschworenen, die meist Landwirte waren, gerieten über dich Begründung in Erregung, und in deren Namen wandte sich der Obmann, Herr v. Behr-Fritzow, au ben Vorsitzenden, ob er tatsächlich der Meinung fei’, daß es mit der sexuellen Moral auf dem Lande so schlecht bestellt sei: die C^'schwo- eenen hätten sich durch diele persönliche Ansicht des Vorsitzenden in ihren Familienangehörigen verletzt gefühlt. Der V o r f i tz e n d e gab darauf die nochmalige Erklärung ab, daß nach seiner Erfahrung die ©i ttlirfl* feit und Schamhaftigkeit auf dem Laude bedeutend tiefer stehe als in der Stadt. 3n der ländlichen Umgebung hat diese Erklärung natürlich viel böses Blut gemacht. * kleine Tageschronik Nachrichten ans den spani« s ch c n Provinzen, in. denen Hungersnot herrscht, lauten schlimm. Tie von den Behörden vergebenen Arbeiten genügen nicht, um die Tausende von Arbeitslosen zu bcfdiäftiqen. Tie Unterstützungen privater Personen, wie auch der Behörden sino ungenügend. Aniverfftats-Hlachrichten. — Der Kieler Oberlandesgerichtspr äs'denk o f e s s o r D r. Fel. Vierhaus, der in gleicher Amlseigen- i'.i't und unter Beilegung des Charakters als Wirkt. Geh. Ct’cr» L.utzizrat an Stelle Beselers an das Obcrlandesgerichl tu Breslau Ausstiche Deuigkeiten Das Bureau des Kongresses d e r S e m st w o s und Stadtvertretungen unterbreitete dem Kongreß folgende Resolution: In Erwägung, daß das Manifest vom 30. Oktober alle feit dem ersten Tage aufgestcllten Forderungen bewilligt, erklärt ocr Kongreß in der Erkenntnis, daß die durch das Manifest bewilligten Freiheiten für die Beruhigung des Landes unentbehrlich sind, seine völlige Solidarität mit dieser konstitutionellen Grundlage. Die Verwirklichung dieses Programms liegt der Beramwortlichkeit des Ministeriums ob. Der Kongreß drückt die Ueberzcugung aus, daß das Ministerium auf die Unterstützung der Scmstwvs und Städte rechnen kann, Die agrarische B " w e g u u g in Tambow und Worueck nimmt an Umfang gouvernenr befahl deshalb, eine Anzahl Bauern zu verhaften und eine größere Anzahl zu erschießen. Die Truppen führten diesen Befehl auch aus, wobei über hundert Bauern getötet und zahlreiche verwundet nnirbeu. Die Bauern zerstören ihre Wohnungen und fordern die Grundbesitzer auf, ihnen ihr Land abzutreten. Die Eigentümer flüchten in die Stadt. mel ’rblt und das Gotteshaus wäre niedergcbran.it. Zum Gl> de das Teuer auf seinen Herd beschrä ft und > • ult tonn. nachdem mit ben Flammen der Sehren. 1 gewichen, zu Ende geführt werden. (M. Jonrn.) in Paris ist auf drei Tage berechnet. Loubet und die Minister empfingen den König am Bahn Hofe. Von dort begab sich der König nach dem Ministerium des Aeußeren und wvhnte heute einem Tiner im Elvsee bei. Am Samstag begibt sich der König nach Er- ,’ot zur Besichtigung der dortigen Geschützfabrik. Tro ppau, 22. Nov. Der Landtag nahm am 21. Nov. in feiner Schlußsitzung nach längerer Debatte die L a n d tags- Wahlreform durch "Anfügung der allgemeinen Wählerklasse gegen die Stimmen b?r flavischen Abgeordneten, die die Vermehrung der Landgemeindemandate sowie jener der allgemeinen WäNer- klasse und die Wahl nach nationalen Kurien verlangten, an. zer Landtag beschloß ferner gegen die Stimmen der flavischen Mag., die gegen die G e r m a n i si e r u n g sbe str e b u n a e n der Majorität Widerspruch erhoben, gegen diejenigen flavischen Gemeinden, die die Annahme deutscher Erlasse verweigerten, im Landes- auSschusse vorzngehen. Innsbruck, 22. Nov. Infolge der Obstruktion: brr -deutschen Städtevertreter gegen den " 0 rarisch- klerikal gehaltenen (ftitwurs zur Reform der Landlagswahlordnung wurde der Tiroler Landtag gestern plötzlich von der Regierung bis zum Frühjahr vertagt. Brünn, 22. Nov. Der Landtag nahm in zweiter und dritter Lesung den Gesetzentwurf über die Regelung des Gebrauches beider Landessprachen bei den autonomen Behörden an. Der Entwurf bezweckt, die gäu'liche Gleichwertig-, leit und die Gleichb"rechtigung der Sprachen beider Nationalitäten Mährens herbeizuführen. Belgrad, 22. Nov. Nach einer Meldung aus Ueskub kommen dorthin aus allen Teilen Macedonicus Nachrichten von einer a n t i ch r i st 1 i ch c n Bewegung unter den Mohame- banem, hauptsächlich unter den Albanesen. Türkische^ Geistliche b'Iten überall flammende Reden gegen das Ehriüentum. In Uesküb werden die Geschäfte täglich nur auf ein paar Stunden geöffnet. In Pristina, Nitrowieza und Ipek sind die Läden geschlossen: die Straßen sind voll von bewaffneten Mbanesen. In Monastir soll die Lage besonders hoffnungslos sein, so daß die europäischen Konsuln ihre Familien nach Saloniki senden. Es ist kein Zweifel, daß diese ckxristenfeindliche Bewegung von den Behörden selbst inszeniert wurde und mit der beginnenden Flottendemonstration in Verbindung steht. Bukarest, 22. Nov. Anläßlich der Feier seines im nächsten 3'lyre stattfindendeu vi r'igjährigcn Regiernngs'ubiläums wird König Carol unter der Bezeichnung: „Für die Bauern — König Carol" einen großen Wohltätigkeitsfonds stiften, für den er als ersten Erüudungsbeitrag 500 000 Francs einzahleu wird. AuS den Mitteln der neuen Stiftung werden Dorfspitäler, Volksbäder in den Dorfgemeinden usw. errichtet werden. Im P rlamente wird eine Gesetzesvorlage eingebracht werden, durch welche die neue Stiftung als juristische Person anerkannt wird. Ko nstantinope 1,22. Nov. Die Antwort der Pforte in Sachen der macedonifchen Finanzkontrolle ist heute abend der östreichisch-ungarischen Botschaft überreicht worden. Sie ist in allen Punkten ablehnend unter Hinweis auf die ottomanische öffentli«*-e Meinung, mit Ausnahme des Punktes betr. die Zivilagenten. Die Pforte willigt in eine Verlängerung der Mandate derselben auf längstens zwei Jahre ein. Athen, 22. Nov. Die an der Flotten-Demonstration teilnehmenden franz. Kriegsschiffe sind auf der Rhede von Ph.aleron eingetroffen. Die übrigen fremden Kriegsschiffe werden in 48 Stunden erwartet. Newyork, 22. Nov. Staatssekretär Root entwickelt großen Eifer, um den Mschluü eines Provisoriums für den Handelsverkehr mit Deutschland herbeizuführen, indem er jedem in Washington ankommenden Kongreßmitgliede die Angelegenheit persönlich 'ans Herz legt. — Etliche britische Deserteure sind bereits dem Einwandereramte eingeliefert. Der Humor davon ist, daß dec brit. Geschwaderchef nachträglich für jeden Deserteur die gesetzliche Kopfsteuer für Einwanderer, zwei Dollar, entrichten muß, obwohl noch nicht feststeht, daß er die Deserteure wieder in seine Gewalt bekommt. . Budapest, 22. Nov. Der neue Obergespan Geza Kubinyi in Kvmom hat unter Assistenz der Gendarmerie die Ost.wgespon- wohnung mit Gewalt in Besfl' genommen. Der Viceaespan hat dagegen protestiert, doch mußte er der Gewalt weichen. Der Obergespan hat für den 29. d. M. eine Kvmitatssitzung einberufen. teilung für Finanzwirtschaft und Eisenbahnwesen des Miniffe- riums der Finanzen enthoben und ihm aus diesem Anlaß den Charakter alS Geheimer Oberbaurat erteilt. In den Ruhestand versetzt wurde der Eisenbahnassistent in der Hessisch- Preußischen Eisenbahngemeinschaft August Zöckler zu Gießen mit Wirkung vom 1. Februar. Ernannt wurden der Technische Lehrer an dem Gymnasium und der Oberrealschule zu WormS Max Hecker zum Technischen Lehrer an der Oberrealschule zu Worms unter Belastung in der Kategorie der Volksschullehrer; der Lehrer cm dem Gymnasium und der Oberrealschule zu Worms Albert Faulstroh zum Lehrer an der Oberrealschule zu WormS unter Belastung in der Kategorie der Volksschullehrer. Ernannt wurde der Gerichtsschreibergehilfe Heinrich Merkel in Mainz zum AktuariatSassistenten bei der Staatsanwaltschaft am Landgericht der Provinz Rheinhesten. *• Ordensangelegenheit. S. M. der König von Preußen hat dem Eisenbahnstations-Verwalter Semmler zu Zell-Romrod die Erlaubnis zur Anlegung des dem Verdienstorden Philipps des Großmütigen affigierten Silbernen Kreuzes zu erteilt. ” Besitzwechsel. Wainermeifter Spieß kaufte das Liebmann R e i ß' sch e G ru n d stü ck Westaulage, 25 u. 27, für 66,500 Mark — Tie früher Bingel'sckw Besitzung M i t t e l st- uühle bei Altenbuseck ging durch ft'attf von sämtlichen Gebäuden, Landwirtschaft und Molkerei in den Besitz des seitherigen Pächters Fr. Esch st ruht über. " lieber anonyme Briefe und 'ne Schreiber leien wir im Jnstratenteil einer Bad-Nauh. Ztg. folgendes derbe aber zutreffende Urteil: „Ten anonymen Briestchreibern zur gefälligen Kenntnis, daß sie doch ihre Mühe sparen sollen, denn das ändert an der Cache doch nichts. Nur möchten wir bitten, nicht mit „Lumpenpack", „Emporkömmlingen" usw. um sich zu werfen, denn „Lumpenpack" nennen muß man solche Kreaturen, welche ehrenwerte Leute durch anonyme Briefe verdächtigen und dadurch Zank und Zwietracht in mehrere Familien bringen. Geradezu eine Gemeinheit ist es, wenn wie in unserem Fall, das Wohl und Wehe von Familien und jungen Leuten aiü das Spiel gesetzt wird. Hoffentlich genügt dieser Hinweis, den Denunzianten das Handwerk ein für allemal zu legen." ** Eine neue Jauchepumpe hatte die Firma Carl Buß von Wetzlar auf dem gestrigen Vichmcirkte in einem gefüllten Reservoire ausgestellt, die Pumpe fanb durch ihre große Leistung und ihren leichten Gang allseitigen Beifall. Ihr Haupt- vorzug besteht darin, daß Zylinder und Kolben nie durch Rost zerstört werden können, weil sie stets in gleichmäßiger Temperatur unten in der Grube von der Luft abgeschlossen sind. Auch sind Verstovsungen in der Grube nie zu befürchten, da alle Flüssigkeit mit Druck durch den Kolben strömt: und das zweite Ventil oben frei und sofort zugänglich im Auslauftopfe sitzt. Zur Entleerung wird dieses Ventil einfach hochgehoben. A Lang-GönS, 22. Nov. Nachdem die Landwirte der südlichen Wetterau eine Erhöhung der Milchpreise erzielt haben, regt es sich jetzt auch in hiesiger Gegend unter den Landwirten. Sie fordern von der Molkerei, die seither pro Liter 10,5 Pfennig bezahlte, für die Zukunft 12 Pfennig. Dadurch werden auch die Butter- und Käsepreise in die Höhe gehen. § Grün berg, 22 Nov. Das vor Weihnachten bestimmt erwartete Sinken der ungewöhnlich hohen Schweinepreise ist nicht eingetreten, aber es macht sich seit dem Stattfinden des 2. GallusmarkteS in voriger Woche ein Rückgang in den Fe rkelpreisen bemerkbar. Schon auf dem hiesigen Markte blieb vieles unverkauft, weil es die Nachfrage übertraf und weil die Verkäufer mit ihren Preisen nicht zurückgehen wollten. Die Ferkelpreise sind jetzt um 10 Mark das Paar zurückge- deutendsten Basaltwerke Oberhessens aufzuweisen haben. Dem Gräfl. Ortenberqer Schlosse gegenüber, an den sogen Gaulsbergen, ist eine Drahtseilbahn bereits angelegt, welche die Bruchsteine von der Bruchstelle bis zu den beiden Klopfern verbringt. Als Bedienung sind für die Klopfmaschinen bis 150 Mann nötig. Eine gleiche Anzahl Steinrichter soll mit dem Richten deS bis jetzt unübertroffenen Basaltmaterials beschäftigt werden. Die solide Anlage des Werkes, sowie das Material und die mustergiltige Leitung desselben versprechen jetzt schon den Erfolg-. (Büd. Allg. Anz.) Hungen, 22. Nov. Bei der am Montag abgehaltenen Feier der goldenen Hochzeit des Medizinalrates Dr. Rouge und seiner Ehefrau ließ es die hiesige Einwohnerschaft an Beweisen der Verehrung und Liebe nicht fehlen. Vormittags brachten der Gemeinderat, der Kirchenvorstand, der Kriegervereinsoorstand und die Vermaltiing deS Krankenhauses ihre Glückwünsche dar und dabei hielt Dekan Hainer ein eindrucksvolle Rede. Am Abend brachte der Gesangverein „Eintracht" dem Jubelpaare ein Ständchen, wobei der Präsident deS Vereins, Phil. Seibert 2., eine Ansprache hielt. Eine besondere Ehrung wurde dem Paare noch dadiirch zuteil, daß ihm Se. Kgl. Hoheit der Großherzog sein Bild mit eigenhändiger Widmung überreichen ließ. (Lcmdp.) b. Schotten, 22. Novbr. Ein eigenartige« Beamtenverhaltnis, wie eS vielleicht in ganz Heffen nicht mehr vorkommt, besteht hier. Nämlich der Fleisch - bescha uer Georg Spamer ist gleichzeitig auch Verwalter der Freibank. § Nuppertenrod, 22. Nov. Der alte Seim, der älteste Mann unserer Gemeinde, der kürzlich verstarb, war nicht nur ein beliebter Bürger, sondern auch noch der einzige Handwerker aus alter Zeit, der trotz aller Preisvertcuerungen für die ftüheren billigen Preise arbeitete. Seine Billigkeit bei der Anfertigung und Reparierung landwirtschaftlicher und hanswirtschaftlicher Gegenstände ging nicht selten soweit, daß man ihm mehr zahlte, als er forderte. Haßloch, 22. Nov. Am Sonntag wäre beinahe unser Gotteshaus ein Raub der Flammen geworden. Zu Beginn des Gottesdienstes wurde durch ein Kerzenlicht ein künstlicher Blumenstrauß entzündet und in einem Augenblick "and der feuergefährliche Kirchenschmuck in Flammen; unter lautem Knistern schoflen die Flammen in die Höhe und drohten den mit zahlreichen künstlichen Blumen geschmückten Altar zu verzehren. Da das Kirchlein sehr niedrig ist, so hätte nicht In Warschau erschoß ein Ibjähriger Bursche einen Polizeiagenten unb entfloh bann. Wie aus Tokio telegraphiert wird, berichtete ein in Mogi an gekommen er deutscher Dampfer, daß bei seiner Abfahrt von Wladiwostok am 17. d. M- die Unruhen fort dauerten. Die Soldaten waren von dem geraubten Branntwein betrunken. Sämtliche 300 Angestellte der deutschen Firma Künste und Alberts waren entlaufen. Die Bürger flohen ins Innere. Die aus dem Hafen ausgelaufenen Kreuzer „Rosfiy" und , i 'romofcoi" fehlen noch und sind nicht in Sachalin angekommen. Auch in der mandschurischen Armee Herrs chlichr Unruhe. — ,^!loyds Agentur" meldet aus Wladiwostok unter dem 21. November: Es wird berichtet, daß ein Dampfer 30 Meilen von Kap Menschikowa verloren sei. Man glaubt, daß es der Dampfer „Serc.oaha" sc" Das Schickfal der an Bord Befindlichen ist nulekannt. Expedition wurde über das Eis gesandt. e’.utH MltO Gießen, 23. November 1905. ** Personalien ? K H. l r Großherzog haben den Geh. Baurat Ernst Altvater ans sein Nachsuchen von den Funktionen eines kommissarischen Mitgliedes bei der Ab- m wir«' >ct nin.(Ul' 1 drei« Tv-tor ” in fc"ora ltUbint il" ' \;i2obenni> iffl bnbe . * »eivrlen giß ch Hilf Jjflfl ','riiu trH;y - i-r( (inen vmhin. ßrironf eM? . «crfninblunq hed; [eit Itfion cinen.J1«« r:m W« C-h«*t w ■V] n II (f e n, 2d. htte tff veranbn SiiAter. meo-i erc ctTtorten. Er V<\ c-rtifelfi er de (mir nnbevm Unebener ivro hrfu. Vernehm «hueflaaten nuneror feceiberten ülnsdnia Landau (T'5*1 erteilte Ober! h ffiermev4fieiin rocc hi der Wclco.cnhcit kauen Stubenarrest. Bri'iicl. 22. n b?m iTättclblod Grubenarbeit! I •nbeiitmt wird b bis "(niil abaeschli auf Lohn''rböy''nge Taris, 22. ui b'itigen Zusam a-m-ift fi/urbe. (y MfM X'flnfrf.' uvö -To in ßiidei ein t'etMS Einten b1 biuficbt m kt\ler Do V'O'e üdt ^nieresie \\ anballenden Treitz Mrfer§ int Tenninvi Riloammni - war vorigen Fabres zu i Tnrjn6r iianden die rfln Daris au-gel-ei her n(l(i?meiiien Mi Mutation nun lag nnb io lange and Variier und Vonbor wurden bei jeder 91 üoiu’n, roobiirrfi biff ?” erwartende Gr nie EtiNitmid berßleirfia w"le einen Lland e 'n'aen bäite Tie so ”:| Uniltnnb, bas; nihrenben -.orboner^uftbriic jelqiirficn Angebote ^'e"ders das Ach v-nvavbungcn. Tiel be5 ^udcrmarheS s "reicht hat. vonih hier jn O.ifricbberi K aulkril flart bei den "Tru*c miiilen n Ferkel, "l,re ircrfel d'si; Rinder und 3r> Kälber nn. 9 Handel des 3M7< Börse, 23. Nov., Anfangsknrse s D brtü t I Statt jeder besonderen Mitteilnng. Gestern nachmittag wurde unsere liebe, gute Tochter und Schwester GJ04 Eauise von ihrem langen Leiden durch den Tod erlöst. Blütenmehl Giessen (Asterweg 39), den 23. November 1905. KNORR'1 Reismehl ! der Zeit nur uns zum 4 Öesterr. Goldrente. . 4l/6% Oesterr. Silberrente 100.50 100.40 96.00 Elektriz. Lahmerer . . Elektriz. Schnckert . . Esch weil er Bergwerk . Gelsenkirchen Bergwerk . 150.70 . 241.80 . 181.30 . 190.30 . 165.70 . 210.80 . 113.90 . 00.00 . 25.00 . 143.00 . 125.90 sowie in der von ihm bewiesenen warmen Teilnahme, unser Land von Unglücksschlägen heimgesucht wurde. Heinrich ist als Vetter der Königin Maud der Verwandte, der unser Königshaus in der Hauptstadt Harpener Bergwerk Lanrahiitte . . Lombarden E. B Nordd Lloyd . . Türkenlose . . . der neue japanisch-koreanische Vertrag in Korea einen sehr schlechten Eindruck gemacht habe. Mehrere Minister hätten demissioniert. Der Ministerpräsident habe, als Ida Hofmann, geb. Trapp. Ida Hofmann. . 249.75 . 139.00 Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . Dentsch-Asiat. Bank . Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank . . . Kreditaktien . . . . Baltimore- und Ohio- Eisenbahn . . . . Gotthardbahn . . . . Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahn . . Prince-Henri-Eisenbahn . 67.80 . 97.75 wenn Prinz erste Nor- dafi'ir 3^70 3% 68.00 68.05 94.75 95.85 90.20 137.40 54.30 90.20 . 174.50 . 150.60 . 241.60 . 101.00 . 165.40 Beichsanleihe do. Konsols . . do. . . Hessen . . Oberhessen 3°/0 Mexikaner . . 4%°/0 Chinesen . . Aktien: Bochum Guss . . . Buderus E. W. . . Tendenz: rnhi». Berliner 4 % 4% 3 % 39* der Vertrag unterzeichnet werden sollte, den Palast verlassen, sei aber von japanischen Gendarmen eingeh oll und zurückgebracht worden. Er habe sich dann noch ge- Im Klavierstimmen empfiehlt sich |5473 JE ermann Bauer Damrmtratze 34, III. 1 weigert, d v , von Korea eine Strafe von drei Jahren Gefängnis über ihn verhängt habe. Diese Masiregcl soll aber wieder rückgänaig gemacht worden sein. Die koreanischen . 141.50 . 133.90 . 269.00 . 230.50 .. e vorzüglichstes nmdernährm i Hel Canada E. B. . . . . Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder Union C. . Dresdner Bank . . . Tendenz: ab wartend Telefonische Kursberichte Giessener Anzeigers, mit^etcilt von der Bank für und Industrie, Giessen. Frankfurter Börse. 23. Nov., 1.15 Uhr. . 217.80 . 256.70 . 25.00 . 125.70 . 137.00 Zeitungen erklären offen, das; Korea an Japan ver- 'chachert worden sei. A,,f den Protest Rußlands und Deutschlands wegen der ausschließlichen Indienststellung japanischer Instrukteure für die koreanische Armee haben die Japaner auch einen russischen Instrukteur eingestellt. Paris, 22. Nov. Bei dem heutigen Festmahle im Elysee brachte Präsident Loubet einen Trinkspruch ou5 und dankte dem König von Portugal von neuem für den ihm kürzlich in Portugal bereiteten Empfang. Der Präsident fuhr fort: Ich sehe in Ihrem Besuche ein Zeugnis der vertrauensvollen Beziehungen, welche zwischen beiden Staaten bestehen, und ein Vorzeichen einer engeren Freundschaft. König Carlos dankte in seiner Erwiderung dem Präsidenten für diesen Trinkspruch und sagte: Wie Sie hoffe ich, das; mein Besuch als ein Zeugnis der Wünsche, die ich hege, aufgefaßt werden möge, das; die zwischen beiden Staaten bestehenden freundschaftlichen Beziehungen sich jedesmal noch enger knüpfen mögen. Bukarest, 23. Nov. Betrunkene Nckrutcn verübten in Ismaila rohe Exzesse, insultierten den dortigen Polizei- direktor,' töteten aus offener Strasse mehrere Inden. Die Bevölkerung flüchtete auf rumänisches Gebiet. Konstantinopel, 23. Nov. Die Pforte beauftragte ihren Petersburger Botschafter, die russische Negierung um Aufklärung über die kolossalen Truppenanhäufungen im Kaukasus zu ersuchen, weil dies grosic Erregung unter der türkischen Bevölkerung verursacht, und zu dem Gerüchte Anlaß gicbt, das; Rußland sich mit Kriegsa bsi chten gegen die Türkei trage. Moskau, 22. Nov. (Petersb. Tclegr.-Agentur.) In der Debatte über die von dem Bureau des Semstwo- und Städt ekongresfes vorgeschlagcnc Resolution, welcher die heutige Abendsitzung gewidmet war, brachten 27 Redner Abänderungsvorschläge ein. Das Bureau nahm hierauf seine Resolutian zurück, um sie morgen in neuer Fassung zur Abstimmung vorzulegen. Dem Kongresse gingen von verschiedenen Vereinigungen, Semstwoverwaltungen und anderen Körperschaften in den Provinzen Telegramme zu,, die es für unerläßlich erklären, die Regierung zu unter-' stützen, und die sich gegen eine konstituicrende Der-' sammlung aussprechen. 100.55 89.00 100.70 89 05 99.45 Kirlv l i lb e Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Freitag den 24. November, nachmittags 51/. Uhr, im Konfn- mandenlaale der LukaSgemeind e, Liebigstraße 56: Dereiniqung der konfirmierten Mädchen.Pfarrer Eule r. Israelitische Ncligionsgcmcindc. ÄoltfsbUnfl in der (Südlinkage). Samstag den 25. November 1905. Dorabend 4.30 Uhr. Morgens 9.00 Uhr. Feier des Geburtstages S. K. H. des GroßherzogS 9.4» Uhr. Nachmittags 3.30 Uhr. Sabbathausgang 5.20 Uhr. Israelitische Religionsgesellschaft. Äotlesdienll. Sabbathseier am 25. November 1905: Freitag abend 4.05 Uhr. Samstag vormittag 8.30 Uhr. Feier des Geburtstages S. K. H. des GroßhcrzogS. Nachmittags: 3.30 Uhr. Sabbathausganq 5.20 Uhr. Wochenaottesdienst: morgens 7.00 abends 4.00 Uhr. 10 Pfund Mart 1.50 Gebrüder Berta deutschen Kaisers und de? deutschen Volkes in Zukunft erhalten bleiben. Mögen die vielen Bande ben Gebieten des Geisteslebens und deS Handels, welche E»erichtslaal. S. u. H. e r a , 21. Nov. lUnber. Nachdr. verb.) Weil seine Frau einen Kochtopf zur Befriedigung ihrer Notdurft benutzte, roorUc der 24jährige Maurer Veilmann aus Hilbersdorf zum Motten- und Kindesmörder werden, Heilmann heiratete im November 1904. Wie er selbst angab, fei feine Frau ordent- IH) gewesen und habe das Hauswesen gut besorgt. Sic fei auch reinlich gewesen. Aber ehe sie gbends in das Belt gegangen >ci, l e be sie ein Blechge'äß, in dem das Küchenaefchrrr gereinigt worden fei, zirr Verrichtung der Notdurft benutzt. Er habe ihr das wiedcr- bf (t verboten, sie habe aber nicht gehört. Ferner^habc sie ihn des ''Irrchts nicht schlafen lassen — deshalb sei cs zu Streitigkeiten und bc hin gekommen, dak er nicht mehr mit ihr geredet habe. Ter bntte ßSrunb, unzufrieden mit ihr zu fein, fei der gewesen, das; ne „» imb ,u früh morgen?, ehe er auf die Arbeit ging, feinen Kaffee l|( focht habe. Deshalb tat er ihr am 6. August in ein alkohol- i-ic'5 Erfrischungsgetränk, „Thüringer Liebling" genannt, eine An- ( vdohoborhaltiger Streichholzkavpen. Bon diefem Getränk gab ..r ^rcut erst dem 1' .jährigen Kinde zu trinken und nahm dann >e bst einen Schluck. Die Frau merkte aber sofort, daß mit dem h'j'trönf etwas nicht in Ordnung fei und nahm Gegerrmittel. In brr Verhandlung bekundete sie, das; auch der Morgenkaffee wieoer- h.'.lt schon einen bitteren Geschmack gehabt höbe. Heilmann wurde in m Schwurgericht zu sechs Jahren Zuchthaus imb zehi; fuhren Ehrverlust verurteilt. . M ,"i ii chen , 23. Nov Vor dem hiesigen © chwurger , ch^t helfe sich der verantwortliche Redakteur der „Südd. Montagsztq ", 91i chter, wegen Vergehens gegen d i e R e l i g i o n zu ver- nifworten. Er hatte in feinem Blatte einen abfälligen Artikel über den „H e i l i g e n R o ck" ö o n Trier und in einer anderen Nummer kritische Bemerkungeu gegen eine ö ü n ch e n e r Frohnleichnams- Prozession veröffentlicht. Nach Vernehmung der?achverstäudigen, welche sich für den A «geklagten außerordentlich günstig gestaltete, wurde diefer unter begeisterten Ausdrücken des Vublikums f r e i g e f v r o ch e n. Landau (Pfalz), 22. Nov. Das Hiesige Kriegsgericht ver- urteilte den Oberleutnant N h e i n w a l d des 17. Regiments in Germersheim wegen M i s; h a n d l u n g des Unteroffiziers Zorn bei der Gelegenheit eines nächtlichen Festungsmanövers zu acht Tugen Stubenarrest. Arli ilrrt'enuqunfl. Brüssel, 22. Nov. Aus Mons wird berichtet, baß sich |ti dem Mittelblock wied-r Sfr ikmzeichen bemerkbar machen. Die Grubenarbeiter v--rlangen Lohnerhöhung. Von den Gru« bnibefibern wird daraus hingewiesen, daß die Arbeiter Kontrakt bi§ Avril abgeschlossen hätten und sie sich deshalb bis dahm ar s Los'N 'rböh"uaeu nicht einsasscn könnten. Paris, 22. Nov In Grenoble kam es gestern zwischen Lcrb-uds und Nichl:-erh-udsmitgsi-'dent b r Druckerei-Angestellten r h'ftigen Zusammenstößen, wob i auch von Waffen Geb'much gnnacht wurde. Ein Setzer wurde durch einen Schuß schwer l"-rletzt. __ besonders die ElSCItns 2 3ahre öoranfle U iri Ö P"epwaseHmflSeHinEn für Hnfrieb durch Göpel, Dampf, K Knr 1 Wasser, Elektrizität, Gas, Petroleum • » • ____ Verkaufsstellen weist kostenlos nadi: l&KashiBerlebuig 83”/, 4J^\ mss.Staatsanl. 1905 4n Japan. Staatsanleihe 1 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose...... 4% Grieeh. Monopol-Anl. . 1% äussere Argentinier . Die Einäscherung findet Freitag im Krematorium zu Offenbach, die Beisetzung hier in aller Stille statt. . M würbe, wirft W Cftem 1901m.cb M *"* Rn der akademischen Feier des 200faHrigen Jubiläums de? König-, Bewchs ersrerite. IJntrar. Goldrente . . Italien. Rente . . . Portn?iesen Serie I . Portugiesen III ,7 chs Preußen an; 18. Januar 1901 wurde VwrhauS von zwei IT iuersitälen (Greifswald und Königsberg) die ^.urde eines [»octor jnris honoris causa verliehen. Als vortrunenbev Aat tm r ftiunin-rteriiun wurde Vierl'aus im ^lpril 1901 zum ordentlichen ff-uorarmofesior in der Iu teufakultät der Berliner Unwerntat trimmt unb widmete sich o' solcher namentlich der Abhaltung M.nflikfiev Hebungen auf d-m Gebiete des Bürgerlichen Gesetz- ' i ehe« Nach ie-uer llebersiedelung als Oberlandesgenchtspraudeut fech Kiel, im Frühjahr 1904, trat Vierbaus als ordentlicher ^nororprofeffor in die Kieler jurist. Fakultät em. . rnz j e n, 22. Nov. Mit Ermächtigung des Utiterrichlsmunttc ri im-"- willfahrte der Senat der Universität der Bitte der wegen her letzten Studemenunruhen relegierten Studenten um Milderung Strafe. Die Relegiening wurde in eine strenge Rüge mit dem ,.fDsilinm nb>~|i|"li umoewniidel,. ^otibc: iirb MotäswirlslÜaN. — V o m Zuckermarkt. Nachdem feit Wochen, ja Monaten (tri stetiges Sinken der Preise zu beobachten war, trat in dieser £i <1 sicht in letzter Woche eine vollständige Aenderuug ein und es ici ne sich Interesse für die Ware. Der Grund für den so lange anhaltenden P r e i s r ü ckgaug — sank doch der Preis des Roh- nickers int Terminverkehr bis auf die 16 Mark-Grenze für 100 8 logramm - war in erster Linie in der £>ochfpeFuIotton des vorigen Jahres zu fnchc-n. die aber kläglich gescheitert war. Im V rjahr standen die Kurse um mehr als 12 Mk. höher, infolge der nvn Vnris ausgehenden Hochspekulation, die wiederum eine Folge brr allgemeinen Mißernte war. In dem Scheitern dieser Doch- ii-rfulntion mm lag bisher ein -Hauptgrund für die ausgedehnte mb so lauge anhaltende Verslatumg. Dte von sehr solventen Variier und Londoner Häusern übernommenenHoclwerpsllchumgen wmrdett bei jeder Regung zur Befferung des Marktes rasch abge- tz-,Heu, tvodurch diese verhindert wurde. Hinzu kam noch die große :V erwartende Ernte, sodaß der unlustige Ton des Marktes, der Äiillstand der Geschäfte io lange mihi eit. Die Preise hatten mittler- rnpile einen Stand erreicht, der mich eine noch größere Ernte verlegen hätte Die so plötzlich eingetretene Besserung stutzte sich auf den Umstand, daß die aus den Pariser Zufammenbrncheu her- riihrenben 'öoehvervstichtungen erledigt sind, daß ferner die den Londoner Markt drückenden ungewöhnlich billigen franzonschen »md bk lgifchen fllngebote und übernf( der Konfum sich zii regen beginnt. Vicfondcrs das Weihnachtsgeschäft zwingt letzteren zu bedeutenderen Eniverbungen. Diele, durch nntürliche Grunde benurkte Uenderung Zuckermarktes läßt darauf schließen, daß bie -Leroute ihr Ende --r reicht hat. Märkte. , 0 Friedberg, 22. Nov. Der heutige S ch w e i u e m a r r t ir ir äußerst stark mit Ferkeln befahren. Die Preise waren lehr »-ri- ba bei den jetzigen hohen Flcisckwrei,en ;eder ^.andwirt : mäflcn mitt. Fast her ganze Sgorrnt wurde abgelebt. Vi-mc Ferkel, 6—8 Wochen alt, kosteten das Paar 2o—3_-. Mk., älchre Ferkel W Paar 35-50 Mk.. Springer b>3 Ltuck o0-6o Persende: 30 Liter la. Weisswein Mark 12 — 30 Liter la. Rotwein Mark 13.50 (bv1’',. geq.Nachn.Faß leibw.u. franko znrückfeiiden. Rnd. Börsch, Weingut Schwanen, Edenkoben (Rhpf) sssy ? Ke dav \ L (6;. die R, weqens beqrüßt. Möge dies ein glückliches Zeichen sein, daß die Freundschaft und die Sympathie de Hamhnnr- Amerik. Paketf. 164 40 Harpener Bergwerk. . . 217.60 Lanrahiitte...... 256.00 Nordd. Lloyd ..... 125.90 Obcrschlcs. Eisen-Industrie 137.50 Berliner Handelsges. . . 174.75 A-Äq n der grklänwgn tafö’cn Ma mit dem deutschen Volke verbinden, stets weiter bestehen Wohle für beide Völker. London, 29. Nov. „Daily Telegraph^ berichtet, i|ä' fc. Frankfurt a. M., 23. Nov. (Teleqr. Drig.-Bericht des Gieß. Anz/s. ^lmtliche Notierungen der heutigen Biehmarkt- preise. Zum Verkaufe standen: 15 Echsen, 2 ans Ceft- reich, 33 Bullen, aus 00 Ceftreich, 64 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder 0 aus Ceftreich, 1079 Kälber, 316 Schafe und Hammel, 1217 Schweine, 0 Ziegen, o Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100Pfund Schlachtgewicht Cchseu l. Qualität 79—82 Mk., 2. Qual 73—75 Mk., 3. Qual. 66—68 Alk.; Bullen l.Qual. 00 bis 00 Mk.. 2. Qual. 00—00 Mk.: Kühe 1. Qual. 70—72 Mk., 2.Qual. 85—g? Mk., 3. Qual. 48—50 Mk. 4. Qual. 46—47 Mk., 5. Qual. yy__gyMk. Kälber: 1. Qual. 86—90Pfg., Lebendgewicht 52—54 Pf., 2. Qual. 80—85 Pfq., Lebeirdgewicht 48—51 Pfg., 3. Qual. 64—66 Pfg., Schlachtgewicht 64—66 Pfg., Schafe: l.Qual. 68—70, 2. Qual. 58—60 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 79—80 Pfg., Lebendgew. 62.50 Pfg., 2. Qu.78-00Pfg., Lebeudgew. ßl—OO Pfg., 3. Qual. 73—75 Pfg., Lebendgewicht CO—00 Pfg. (Mchnft bei Hornvieh gedrückt, Ueberstaud unbedeutend; bei Kleinvieh Schweine gedrückt, Ueberstand unbedeutend, Kälber gut, fein Ueberstand. — Aus Holland kamen 336 geschlachtete Schweine, V« dm "/- ’ tln’n i« l>»d färnttid), tz d°M «'S in |äi ** notürfid) * ^iüi^e !8OU1. alversammlung ab ! »7^i>n. Rechis«, <'ortraq über die Starrer? Bauernstand unb eite.n» die sich dem cnstellen und bebo. tüefte, die ® em eit 1 die Tyrannei Cannes zu Fal! nart hat sich hie: aisie Gesetze seien ft: s Gesetz betr. den Ib 'geseh usw. Sie ab i Bauernstand. Die) )t und der Sienilt. nen bei einem?: etrachtet. Redner tr e den Bauern als! rlange der Bauer k: jehung. 99 Prozent: i zahlen, wenn da-. rägms berfianbipin1': e/lkl'-ehändletst e t/abe bet ^ßiiiji ' geißeff schW z rvv vhez: itomibm toi Wetztich bit Jn allen W Üersanirnlun; * — Mit der lndwirtschastlicher lsi hielt war. Die Kett Münster und Ud ebenso eine große V Vorgestern abend V ahren stehende lonoi- id Schneider, " den angeschwolltn.: Wasser stürzte. J’ man ihn als ei dem Dorfe Ae; die Leiche des W iers Karl Raue^ erbleib des liottmann ha! ir"' rta.^Äß en Pfennig pro * - „Henneberg-Seide“ v. Mk. 1.10 ah! — zollfrei! Muster an Jedermann! Nur direkt v. Seidenfabrkt. Henneberg, Zürich Kriesiraltcn der Ukdalrlian. K. 100. Wenden Sie sich an den deutschen Generalkonsul in Newvork. w , Herrn K. Bünz. Auch können S,e den Versuch machen, durch Inserat in einer der am meisten in Amerika verbreiteten deutschen Zeitschriften, wie in der „Gartenlaube", dem „Echo" oder der „Leipz. iCIuftr. Ztg.", den Aufenthalt des Verschollenen zu ermitteln. (^rinttKK-DrrtülmcfbuiKten. Schloß Hohenburg (Oberbayern), 22. Nov. Heute nachmittag erfolgte im Schlosse Hohenburg die feierliche Eidesleistung deS Großherzogs Wilhelm von Litxem b urg auf die Verfassung in Gegenwart des Ministers Eyschen, des Finanzministers Montgenast, einer Deputation der Kammer und des Hofstaates. Ehristiania, 22. Nov. DaS „Morgenblädet" schreibt: Mit Freude wird man in Norwegen die Nachricht artfge- nommen haben, daß Prinz Heinrich von Preußen sich zu den Einzugsfeierlichkeiten deS Königspaares einfinden wird. Prinz Heinrich genießt von seinen früheren Besuchen her bei der Bevölkerung der Hauptstadt große Sympathie. Mit doppelter Wärme aber wird er empfangen werden, wenn er bei dem einzig dastehenden Ereignis in unserer Geschichte als Repräsentant Kaiser Wilhelm? II. und des deutschen Volkes erscheint. DaS norwegische Volk hat drtrch eine lange Reihe von Jahren Kaiser Wilhelm Gefühle entgegengebracht, welche man selten bei einem Volke gegenüber dem Monarchen eines anderen Reiches finden dürfte und welche ihre natürliche Ursache in dem warmen Jntereffe haben, welche? Kaiser Wilhelm stets für die Natur unseres Landes und deffen historische Erinnerungen an den Tag gelegt hat, Bank für Handel und Industrie (Darmstädter Bank) Depositenkasse Giessen in Giessen mit Agenturen in Alsfeld und Herborn. Aktienkapital und Reserven 181 Millionen Mark. In Hessen zur Anlage von Mündelgeldern geeignet erklärt Unsere Abteilung für Spar-Einlagen nimmt Barbeträge zur Verzinsung gegen Ausstellung von Einlagebüchem entgegen und zwar täglich vormittags von 8 bis 12 und nachmittags von 2 bis 51/, Uhr. Samstags nur bis 4 Uhr. Bank für Handel und Industrie D^posilenkasse Giessen D*/ Dietz Müller Confect-Mehk, ff.Bliitenmehl 6 Pfund ä 16 Pfg., 10 Pfund ä 17 Pfg. 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